Einführung in die praktische Philosophie

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einführung in die praktische Philosophie"

Transkript

1 Einführung in die praktische Philosophie Vorlesung 8. Was soll ich tun? Der kategorische Imperativ als oberstes Prinzip der Moral. Kants Moralphilosophie I. Claus Beisbart TU Dortmund Sommersemester 2009

2 Was soll ich tun? Kants Antwort: Der kategorischer Imperativ: handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde. Grundlegung, 52

3 Die Moralphilosophie von Kant

4 Gliederung 1. Einführung: Was soll der kategorische Imperativ? a. Kants Schriften zur Moralphilosophie b. Kants Verortung der Moralphilosophie c. Die Idee eines kategorischen Imperativ 2. Der kategorische Imperativ a. Die allgemeine Formulierung b. Die Naturgesetz-fassung c. Die Zweck-Mittel-Fassung d. Die Reich-der-Zwecke-Fassung 3. Wie kommt Kant auf den kategorischen Imperativ? 4. Der kategorische Imperativ in der Kritik

5 1. Einführung: Was soll der kategorische Imperativ? 1. a. Kants Schriften zur Moralphilosophie: (kleinere Schriften) Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785) Kritik der praktischen Vernunft (1788) Metaphysik der Sitten (1797) Beobachtung: Das sind nicht unbedingt Titel, wie man sie für Werke zur Moralphilosophie erwartet. Grund: Kant untersucht Moralphilosophie in einem größeren System, im Rahmen seiner kritischen Philosophie.

6 Der Zusammenhang Kants kritische Philosophie: Motivation für die erste Kritik (KrV, 1781/1787): Einer sachhaltigen metaphysischen Untersuchung muss eine kritische Überprüfung der Vernunft selbst vorangehen: Was kann die menschliche Vernunft überhaupt leisten? Kritik der reinen Vernunft: Gerichtshof, in dem die Vernunft über ihre Wissensansprüche entscheidet. Vernunftkritik als Selbstkritik der Vernunft.

7 Kants theoretische Philosophie Wesentliche Aussagen Kants: 1. Der Mensch ist apriorischer (erfahrungsunabhängiger), aber welthaltiger (synthetischer) Erkenntnis fähig. 2. Diese Erkenntnis bezieht sich nur auf Gegenstände möglicher Erfahrung. Daher: Die Vernunft darf nicht über mögliche Erfahrungsgegenstände hinausgehen. Grenze der Vernunft 3. Die Gegenstände gibt es nicht nur als mögliche Erfahrungsgegenstände, sondern auch als Dinge an sich (Dinge, wie sie unabhängig von uns sind). Dinge an sich können wir aber nicht erkennen.

8 Kants praktische Philosophie Wesentliche Aussagen Kants: 1. Es gibt eine apriorische oder reine Ethik, die unabhängig von aller Erfahrung ist. 2. Reine Vernunft kann praktisch werden. Keine Grenze der Vernunft. 3. Wenn wir frei handeln, dann müssen wir uns ein Stück weit als Ding an sich betrachten.

9 b. Kants Verortung der Moralphilosophie Schema (Anfang der Grundlegung) Philosophie material formal Gesetze Regeln des Denkens der Natur Sein Physik der Freiheit Sittengesetze Sollen Ethik/Sittenlehre Metaphysik der Sitten Praktische Anthropologie

10 Metaphysik der Sitten Metaphysik der Sitten: A priori (unabhängig von Erfahrung); praktische Anthropologie a posteriori Frage: Hat die Moral wirklich einen apriorischen Kern? (VII-XII, 25 35).

11 Metaphysik der Sitten Kants Antwort: 1. Moralische Gebote drücken eine praktische Notwendigkeit aus (siehe dazu unten). 2. Moralische Gebote gelten allgemein: a. für alle Vernunftwesen b. in allen Situationen. Bemerkung: Notwendigkeit und strikte Allgemeinheit sind für Kant Kennzeichen apriorischer Urteile (KrV, B-Einleitung) 3. Moralische Gebote lassen sich nicht aus dem ablesen, was die Leute wirklich tun vielleicht halten sie sich nicht an moralische Gebote.

12 Beleg Jedermann muss eingestehen, daß ein Gesetz, wenn es moralisch, d. i. als Grund einer Verbindlichkeit, gelten soll, absolute Notwendigkeit bei sich führen müsse; daß das Gebot: du sollst nicht lügen, nicht etwa bloß für Menschen gelte, andere vernünftige Wesen sich aber daran nicht zu kehren hätten; und so alle übrige eigentliche Sittengesetze; daß mithin der Grund der Verbindlichkeit hier nicht in der Natur des Menschen, oder den Umständen in der Welt, darin er gesetzt ist, gesucht werden müsse, sondern a priori lediglich in Begriffen der reinen Vernunft VIII

13 c. Die Idee eines kategorischen Imperativ Für Kant ist der kategorische Imperativ das oberste Prinzip der Moral (XV, vgl. Utilitarismus, dort hatten wir ein Entscheidungskriterium, das angab, welche Handlung richtig ist). Doch was heißt hier Imperativ? Und was bedeutet kategorisch?

14 Imperativ hier nicht im Sinne des Modus Imperativ in der Grammatik ( Lies dieses Buch! ) Kants Definition: Die Vorstellung eines objektiven Prinzips, sofern es für einen Willen nötigend ist, heißt ein Gebot (der Vernunft) und die Formel des Gebots heißt Imperativ. Also: Imperativ ist die Formulierung eines Gebots, und ein Gebot ist ein objektives praktisches Prinzip, das unseren Willen nötigt. Was bedeutet das? 37

15 Elemente a. Objektives Prinzip: allgemeine Regel, die ein bestimmtes Handeln als praktisch notwendig herausstellt. Beispiel: Versprechen muss man halten! Der Begriff der praktischen Notwendigkeit ist wichtig für Kant seine Moralphilosophie ist daran orientiert (etwa 39). Die Begriffe der Pflicht, des Sollens, Müssens drücken alle eine praktische Notwendigkeit aus. Griechisch Pflicht: deon, Kants Ethik wird häufig deontologisch genannt.

16 Elemente b. Nötigung: Ein Handeln wird als praktisch notwendig dargestellt; das heißt, in einer bestimmten Situation müssen wir auf bestimmte Weise handeln. Manchmal handeln wir aber in der Tat nicht so manchmal verletzen wir moralische Pflichten. Die Instanz, die hier versagt, ist unser Wille. Ein objektives praktisches Prinzip, das von unserem Willen missachtet werden kann, tritt dem Willen als nötigend entgegen. [Imperative] sagen, daß etwas zu tun oder zu unterlassen gut sein würde, allein sie sagen es einem Willen, der nicht immer darum etwas tut, weil ihm vorgestellt wird, daß es zu tun gut sei. (37-8)

17 Imperative Gebote werden sprachlich durch Sollenssätze ausgedrückt (37). Ein Imperativ formuliert ein Gebot. Daher: Imperative sind bei Kant Sollenssätze

18 Arten von Imperativen Hypothetisch Kategorisch Regeln der Geschicklichkeit Ratschläge der Klugheit Gebote der Sittlichkeit 43

19 Hypothetisch vs. kategorisch Hypothetische Imperative: Stellen ein Handeln als notwendig für die Realisierung eines Ziels/einer Absicht dar. Kategorische Imperative: Stellen ein Handeln als schlechthin notwendig dar. Alternativ: Hypothetische Imperative stellen etwas als gut für etwas anderes dar; kategorische Imperative stellen etwas als schlechthin gut dar (39-40).

20 Hypothetische Imperative Beispiele: Wenn Du gesund bleiben willst, dann musst Du Sport treiben. Sporttreiben ist notwendig für das Gesundbleiben

21 Achtung 1. Das Ziel, für das ein Handeln einem hypothetischen Imperativ zufolge notwendig ist, wird alltagssprachlich oft nicht explizit erwähnt. Du musst mehr Sport treiben ist oft im Sinne eines hypothetischen Imperativ gemeint. P. Foot: Entscheidende Frage: Wie meint der Sprecher mit einem hypothetischen Imperativ? Ist der Imperativ so gemeint, dass man ihm entgehen kann, indem man sagt: Ich will doch gar nicht (gesund werden,...). 2. Es kommt nicht auf die Wenn-dann -Form eines Imperativ allein an, sondern dass im Wenn -Satz ein Ziel oder eine Willensbestimmung steht. Wenn Du es regnet, musst Du eine Jacke anziehen kann als kategorischer Imperativ gemeint sein.

22 Status Kant unterscheidet in der KrV zwischen analytischen und synthetischen Urteile. Grob: Analytische Sätze sind bereits aus begrifflichen Gründen wahr ( Alle Junggesellen sind unverheiratet ). 1. Ein hypothetischer Imperativ ist in Bezug auf den Inhalt synthetisch (dass Sport gut für die Gesundheit ist, gilt nicht begrifflich, erfordert echtes Wissen darüber, welche Folgen Sport hat). Ein hypothetischer Imperativ ist aber analytisch in Bezug auf den Willen. (Wer wirklich gesund bleiben will und denkt, dass nur Sport gesund erhält, der will auch Sport treiben). 2. Ein kategorischer Imperativ ist nach Kant synthetisch, daher schwieriger zu begründen!

23 Arten von Imperativen Hypothetisch Kategorisch Regeln der Geschicklichkeit Ratschläge der Klugheit Gebote der Sittlichkeit 43

24 Hypothetische Imperative lassen sich nach Kant in zwei Klassen unterteilen. Der Zweck, für den etwas notwendig ist, kann sein: möglich Imperativ ist problematisch Regel der Geschicklichkeit Beispiel: Wenn Du heute nach Wien fahren willst, dann musst Du den Zug um 20 Uhr nehmen. wirklich Imperativ ist assertorisch Ratschlag der Klugheit Kant: Jeder Mensch will sein Glück Beispiel: Realisiere gute Beziehungen zu anderen Menschen (dann wirst Du glücklich)

25 Kategorische Imperative Kategorische Imperative sind Gebote im eigentlichen Sinne. Kant nennt kategorische Imperative moralisch. Kants These: Die Moral gebietet kategorisch, d.h. unabhängig von den Zielen und Absichten, die wir bereits haben. Plausibilisierung: Moral sagt uns nicht, was wir tun sollen, wenn wir x wollen, sondern was wir zuerst einmal wollen sollen. Beispiel: Wenn ich jemandem sage: Du musst Dein Versprechen halten!, dann kann man dem nicht sinnvollerweise entgegensetzen: Ich will aber etwas anderes tun.

26 Arten von Imperativen Hypothetisch Kategorisch Regeln der Geschicklichkeit Ratschläge der Klugheit Gebote der Sittlichkeit Heute Terminologie: Instrumentelle Rationalität Prudentielle Rationalität Moralische Rationalität

27 2. Der kategorische Imperativ Vorbemerkungen: 1. Bisher haben wir nur den Begriff des kategorischen Imperativ nach Kant untersucht. Jetzt fragen wir: Was gebietet der kategorische Imperativ eigentlich? Was besagt er inhaltlich? 2. Bisher gab es keine Gründe, nicht von mehreren kategorischen Imperativen zu sprechen. Kant ist aber der Meinung, dass es letztlich nur einen kategorischen Imperativ gibt (52). Um diesen geht es nun.

28 Übersicht Wir können beim kategorischen Imperativ eine Grundformel und drei Fassungen unterscheiden. Diese gehen wir jetzt durch.

29 a. Die Grundformel die allgemeine Formel des kategorischen Imperativs [...]: handle nach der Maxime, die sich selbst zugleich zum allgemeinen Gesetze machen kann 81 Was heißt das?

30 b. Die Naturgesetzfassung handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte. damit ist in etwa gemeint: Der kategorische Imperativ ist also nur ein einziger und zwar dieser: handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. 52 Benennung der Fassungen nach Schönecker/Wood 52

31 Analyse Die Richtigkeit/Pflichtgemäßheit einer Handlung ergibt sich aus der Maxime, auf die Maxime kommt es an. Maxime: Subjektives Prinzip des Wollens (etwa Par. 1, KpV), drückt in allgemeiner Form aus, was sich ein Handelnder vorgenommen hat. Beispiele: Ich will mein Vermöge gewinnbringend anlegen, egal was das für andere bedeutet. Ich will auch in Notlagen nicht lügen. Also: Nach Kant ist eine Handlung moralischerweise nach ihren Motiven, die in der Maxime ausgedrückt werden, zu bewerten.

32 Analyse 2 Die entscheidende Frage hinsichtlich der Maxime lautet: Kann ich wollen, dass meine Maxime Naturgesetz wird? Das meint: Kann ich wollen, dass die Maxime universell von allen Menschen befolgt wird? Wir nennen das Universalisierungstest. Die Frage ist also, ob man meine Maxime universalisieren kann. Schwierigkeiten, die dabei auftreten können (57): 1. Es lässt sich gar nicht denken, dass jeder die Maxime befolgt. Dann ist eine vollkommene Pflicht verletzt. 2. Es lässt sich nicht wollen, dass jeder die Maxime befolgt, dann ist eine unvollkommene Pflicht verletzt.

33 Universalisierung Von lateinisch: universalis: Universalisierung: Verallgemeinerung.

34 Vollkommene Pflichten Frage: Darf in einer Notlage ein Versprechen geben, das ich nicht zu halten beabsichtige? Maxime V: In Notlagen will ich Versprechen geben, die ich nicht halten will. Universalisierung: Jeder handelt nach dieser Maxime. Problem: Ein Versprechen ist eigentlich eine Selbstbindung: Wir verpflichten uns, das Versprochene zu tun. Wenn jeder Versprechen gibt, ohne sie halten zu wollen, dann ist die Institution des Versprechens aber de facto abgeschafft. Wenn jemand dann sagt: Ich verspreche Dir..., so werden andere das nicht mehr als Selbstbindung und damit im Sinne eines echten Versprechens verstehen. Daher können wir nicht mehr sagen, dass hier wirklich ein Versprechen gegeben wird. Daher: Die allgemeine Befolgung der Maxime lässt sich nicht denken, ist widersprüchlich. Daher darf ich nicht nach Maxime V handeln (54 f.)

35 Unvollkommene Pflichten Frage: Muss ich einer in Not geratenen Person helfen? Maxime H: Ich will anderen nicht helfen, selbst wenn sie in Not sind. Universalisierung: Jeder handelt nach dieser Maxime. Problem: Ich kann mir zwar vorstellen, dass jeder H gemäß handelt, aber wenn das so ist, dann werden meine eigenen Möglichkeiten in der Zukunft beschnitten, da mir niemand hilft, wenn ich in eine Notlage gerate. Das ist jedoch nicht wünschbar. Ein Wille kann nicht wollen, dass seine eigenen Möglichkeiten in der Zukunft solchermaßen beschnitten werden. Daher: Die allgemeine Befolgung der Maxime kann man nicht sinnvollerweise wollen. Daher darf ich nicht nach Maxime H handeln eine unvollkommen Pflicht ist verletzt (56-57).

36 Plausibilisierung Ein entscheidender Schritt bei der Überprüfung von Maximen ist die Universalisierung. Warum soll Universalisierung in der Moral so wichtig sein? Eine Handlung moralisch zu bewerten heißt, sie nicht nur aus dem Blickwinkel meiner Wünsche etc. zu betrachten, sondern von einem allgemeineren Standpunkt. Die Universalisierung garantiert diesen allgemeinen Standpunkt.

37 In Ihren Worten Kants kategorischer Imperativ gebietet, dass jede Handlung auf der Grundlage einer Maxime geschehen soll, die gleichzeitig auch als allgemeines Gesetz denkbar und wünschenswert wäre. Der kategorische Imperativ gilt somit unbedingt und unter allen Umständen. Er ist nicht ziel - und zweckorientiert

38 Achtung Die Universalisierung führt nur dann zu plausiblen Ergebnissen, wenn man von relativ allgemeinen Maximen ausgeht. Beispiel: Maxime: An einem Geburtstag von mir (an einem Dienstag im Juni) will ich Versprechen geben, die ich nicht zu halten gedenke. Die Universalisierung dieser Maxime führt nicht notwendig dazu, dass die Instituition des Versprechens de facto aufgegeben wird. Daher ergibt sich nicht notwendig ein Widerspruch und eine Pflichtwidrigkeit. Daher: Bereits bei der Formulierung der Maxime ist eine gewisse Allgemeinheit erforderlich. Für Kant ergibt sich das wohl aus seiner Handlungsauffassung.

39 c. Die Zweck-Mittel-Fassung Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest

40 Analyse Allgemein: Wir wählen Mittel um bestimmter Zwecke willen. Kant: Es gibt einen Zweck, den wir in jedem Fall wählen sollen, der für sich einen Selbstzweckcharakter hat: Die Menschheit. Deren Selbstzweckcharakter müssen wir respektieren. Schwierigkeiten, die hier auftreten können: 1. Eine Maxime widerspricht dem Selbstzweckcharakter des Menschen. Dann ist eine vollkommene Pflicht verletzt. 2. Eine Maxime stimmt nicht positiv mit dem Selbstzweckcharakter des Menschen überein. Dann ist eine unvollkommene Pflicht verletzt.

41 Vollkommene Pflichten Frage: Darf in einer Notlage ein Versprechen geben, das ich nicht zu halten beabsichtige? Maxime V: In Notlagen will ich Versprechen geben, die ich nicht halten will. Problem: Damit degradiere ich andere Menschen bloß zum Mittel meiner eigenen Wunscherfüllung. Daher: Meine Maxime stimmt nicht mit dem Selbstzweck Mensch überein. Daher darf ich nicht nach Maxime V handeln. Eine vollkommene Pflicht ist verletzt (67 f.).

42 Unvollkommene Pflichten Moralische Frage: Muss ich einer in Not geratenen Person helfen? Maxime H: Ich will anderen nicht helfen, selbst wenn sie in Not sind. Damit wird der Selbstzweckcharakter des Menschen zwar nicht direkt verletzt, aber auch nicht positiv unterstützt. Ich unterstütze den Selbstzweckcharakter des Menschen nur, wenn ich die Zwecke der anderen Menschen realisieren helfe. Daher: Die Maxime stimmt nicht positiv mit dem Selbstzweckcharakter des Menschen zusammen. Daher darf ich nicht nach Maxime H handeln. Eine unvollkommene Pflicht ist verletzt (69).

43 Plausibilisierung Mit der Zweck-Mittel-Fassung des kategorischen Imperativs drückt Kant aus, dass es grundlegende moralische Rechte des Menschen gibt, die wir nicht verletzen dürfen. Kant: Der Mensch hat nicht einen Preis, darf also nicht mit anderen Dingen, die einen Preis haben, verrechnet werden, sondern hat Würde (77).

44 c. Die Reich-der-Zwecke- Fassung Erste Ankündigung: die Idee des Willens jedes vernünftigen Wesens als eines allgemein gesetzgebenden Willens Formulierung als Imperativ: handle nach Maximen eines allgemein gesetzgebenden Gliedes zu einem bloß möglichen Reiche der Zwecke 70 84

45 Reich der Zwecke Grobe Idee: Wenn jeder jeden anderen als Selbstzweck respektiert, dann stimmen die Zwecke aller Menschen positiv zusammen. Diesen Zustand nennt Kant Reich der Zwecke. Der Ausdruck Reich legt dabei den Gedanken einer politischen Ordnung nahe. Wir können uns das Reich der Zwecke als eine politische Ordnung vorstellen, in der jeder Mensch den Gesetzen gehorcht, jeder aber Gesetzgeber ist (74 76). Wir diskutieren diese Formulierung nicht weiter.

46 Drei Fassungen des kategorischen Imperativ Aber es sollte doch nur einen kategorischen Imperativ geben! Kant: Es handelt sich um unterschiedliche Fassungen desselben Imperativ (79). Interpretation: Die Fassungen sind extensional äquivalent, insofern sie genau dieselben Handlungen als praktisch notwendig/moralisch richtig darstellen. Kant empfiehlt für die Praxis alle drei Fassungen des kategorischen Imperativ (81).

47 3. Wie kommt Kant auf den kategorischen Imperativ? Frage also: Wie bestimmt Kant den Inhalt des kategorischen Imperativ? Bemerkung: In der Grundlegung geht Kant hier zunächst hypothetisch vor. Er fragt: Wenn es einen kategorischen Imperativ gibt, was würde er fordern? Dass es einen kategorischen Imperativ wirklich gibt, zeigt er erst später.

48 Eine Überlegung 1. Annahme: Wenn wir ein Handeln moralisch beurteilen, dann betrachten wir es im Lichte seiner Motive. Plausibilisierung: Ich stoße absichtlich eine Vase um. Wann kann man mich moralisch dafür verurteilen? Wenn ich damit etwas Schlechtes wollte. Wenn ich es für moralisch richtig hielt, die Vase umzustoßen, dann kann man mir in gewisser Hinsicht keinen moralischen Vorwurf machen. Kant: Was uns letztlich bei der moralischen Beurteilung interessiert, ist der Wille. Was letztlich allein gut sein kann, ist ein guter Wille (1-8).

49 Beleg Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille. Verstand, Witz, Urteilskraft, und wie die Talente des Geistes sonst heißen mögen, oder Mut, Entschlossenheit, Beharrlichkeit im Vorsatze, als Eigenschaften des Temperaments, sind ohne Zweifel in mancher Absicht gut und wählenswert; aber sie können auch äußerst böse und schädlich werden 1

50 Eine Überlegung Wenn es bei einer moralischen Beurteilung einer Handlung auf das Motiv ankommt, dann fragt sich: Welches Motiv muss eine moralisch richtige/wertvolle Handlung haben? Kant: 2. Moralisch richtiges Handeln erfolgt aus Pflicht, ist also nicht nur pflichtgemäß. Plausibilisierung: Wenn eine Person nur freundlich gegen mich ist, weil sie sich davon einen Vorteil verspricht, dann verdient sie kein moralisches Lob für ihr Handeln. Nur wenn sie aus Pflichtbewusstsein freundlich ist, kann man sie in moralischer Hinsicht loben. (8-17)

51 Eine Überlegung 3. Worin besteht Handeln aus Pflicht? Handeln aus Pflicht kann nicht darin bestehen, dass ich ein moralisch wertvolles Ziel erstrebe, denn außer dem guten Willen selbst gibt es ja für Kant keine moralischen Güter. Handeln aus Pflicht kann daher nicht durch den Inhalt meines Wollens gekennzeichnet werden, sondern muss durch die Form meines Wollens beschrieben werden. Diese Form kann man durch ein Gesetz beschreiben. Aber was gebietet das Gesetz? Gesetze sind allgemein, daher kann das Gesetz für die Form des moralischen Handelns nur Verallgemeinerung/Universalisierbarkeit meines Handelns fordern Kategorischer Imperativ in der ersten Fassung! (15-17)

52 Eine andere Überlegung Wenn ein Imperativ kategorisch gebietet, dann geht er nicht von einem bestimmten Zweck aus. Es ist also kein vorgegebener Zweck vorhanden, auf dem man aufbauen kann. Der kategorische Imperativ soll ganz allgemein ein Handeln als notwendig kennzeichnen. Der kategorische Imperativ kann daher nur die Form einer Handlung als Allgemeinheit festlegen

53 Ein kurzer Vergleich mit dem Utilitarismus Der Utilitarismus (vor allem der hedonistische) geht von einer Werttheorie aus. Handlungen sind dann moralisch richtig, wenn sie durch ihre Folgen hinreichend viel (nämlich maximalen) Wert produzieren. Die Richtigkeit einer Handlung bemisst sich also nur nach den Folgen (Konsequenzialismus). Kant hat eine sehr eigenartige Werttheorie (der zufolge nur der Mensch oder der gute Wille Wert hat). Nach Kant gründet die Richtigkeit einer Handlung also nicht in der Produktion von Werten, sondern in der Form der Handlung.

54 Zitate hier nach: Literatur I. Kant, Werke, herausgegeben von W. Weischedel, Band VII, Frankfurt am Main 1974, Seitenangaben nach der Originalausgabe Kommentare: C. Horn, C. Mieth und N. Scarano, Immanuel Kant. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Frankfurt am Main 2007 O. Höffe (Hrsg.), Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Ein kooperativer Kommentar. Frankfurt am Main 2000 (dritte Auflage) Weitere Literaturangaben in der nächsten Vorlesung.

Immanuel Kant. *22. April 1724 in Königsberg +12. Februar 1804 in Königsberg

Immanuel Kant. *22. April 1724 in Königsberg +12. Februar 1804 in Königsberg Immanuel Kant *22. April 1724 in Königsberg +12. Februar 1804 in Königsberg ab 1770 ordentlicher Professor für Metaphysik und Logik an der Universität Königsberg Neben Hegel wohl der bedeutendste deutsche

Mehr

Einführung in die Praktische Philosophie I

Einführung in die Praktische Philosophie I Einführung in die Praktische Philosophie I Vorlesung 9 (15.12.2011). Die Würde des Menschen achten. Kants Moralphilosophie (II) Claus Beisbart Wintersemester 2011/12 Themen 1. Die Naturgesetz-/Universalisierungsformel

Mehr

Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Ein Rückblick auf halber Strecke

Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Ein Rückblick auf halber Strecke Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Ein Rückblick auf halber Strecke Kants Argumentation Hypothese: Den Gedankengang der GMS nachvollziehen zu können, bedeutet für uns, verstehen zu lernen, welche

Mehr

Deontologie Die Bausteine der Kantischen Ethik

Deontologie Die Bausteine der Kantischen Ethik Deontologie Die Bausteine der Kantischen Ethik Der gute Wille Ohne Einschränkungen gut ist allein der gute Wille. Alle anderen Dinge wie Talente oder Tugenden sind nicht an sich, sondern nur relativ gut

Mehr

Grundformel, Naturgesetzformel und Menschheitsformel des kategorischen Imperativs nur verschiedene Formulierungen desselben Prinzips?

Grundformel, Naturgesetzformel und Menschheitsformel des kategorischen Imperativs nur verschiedene Formulierungen desselben Prinzips? Grundformel, Naturgesetzformel und Menschheitsformel des kategorischen Imperativs nur verschiedene Formulierungen desselben Prinzips? Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: 1769284 1. August 2007 1 Was werde

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten Teil 7: Argumentieren und Begründen 1 Grundregel: Spezifisch argumentieren Wissenschaftliches Arbeiten Nie mehr zeigen, als nötig oder gefragt ist. Sonst wird das Argument angreifbar und umständlich. Schwammige

Mehr

Oliver Sensen. Die Begründung des Kategorischen Imperativs

Oliver Sensen. Die Begründung des Kategorischen Imperativs Oliver Sensen Die Begründung des Kategorischen Imperativs Erschienen in: Dieter Schönecker (Hrsg.), Kants Begründung von Freiheit und Moral in Grundlegung III ISBN 978-3-89785-078-1 (Print) mentis MÜNSTER

Mehr

Staatsexamen Ethik/Philosophie schriftlich Praktische Philosophie

Staatsexamen Ethik/Philosophie schriftlich Praktische Philosophie in Grundzügen nach Grundlegung der Metaphysik der Sitten und der Kritik der praktischen Vernunft Das Kantische Programm Nach dem Erwachen aus dem spekulativen Schlaf (durch Humes empiristische Schriften)

Mehr

Immanuel Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Überblick. Ralf Stoecker

Immanuel Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Überblick. Ralf Stoecker Immanuel Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Überblick Ralf Stoecker Wissenschaften formal material Logik Physik Ethik Metaphysik der Natur Metaphysik der Sitten a priori Empirische Physik Praktische

Mehr

1 Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Erster Abschnittäus ders.: Kritik

1 Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Erster Abschnittäus ders.: Kritik In diesem Essay werde ich die Argumente Kants aus seinem Text Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Erster Abschnitt 1 auf Plausibilität hinsichtlich seiner Kritik an der antiken Ethik überprüfen (Diese

Mehr

Zu Immanuel Kant: Die Metaphysik beruht im Wesentlichen auf Behauptungen a priori

Zu Immanuel Kant: Die Metaphysik beruht im Wesentlichen auf Behauptungen a priori Geisteswissenschaft Pola Sarah Zu Immanuel Kant: Die Metaphysik beruht im Wesentlichen auf Behauptungen a priori Essay Essay zu Immanuel Kant: Die Metaphysik beruht im Wesentlichen auf Behauptungen a

Mehr

Kants,Kritik der praktischen Vernunft'

Kants,Kritik der praktischen Vernunft' Giovanni B. Sala Kants,Kritik der praktischen Vernunft' Ein Kommentar Wissenschaftliche Buchgesellschaft Inhalt Einleitung des Verfassers 11 Der Werdegang der Ethik Kants 1. Kants Ethik und die Tradition

Mehr

Konsequentialismus, Deontologie und Absolutismus

Konsequentialismus, Deontologie und Absolutismus 1. Normative Faktoren Wovon hängt es ab, ob eine Handlung moralisch richtig oder falsch ist? Verschiedene Faktoren kommen dafür in Betracht, z. B.: Die Konsequenzen einer Handlung: Hat sie gute oder schlechte

Mehr

Ethik Zusammenfassung JII.1 #1

Ethik Zusammenfassung JII.1 #1 Ethik Zusammenfassung JII.1 #1 Immanuel Kant der kategorische Imperativ Aufklärung Immanuel Kant wurde in der Zeit der Aufklärung geboren und war damals der Vorzeigephilosoph der Bewegung. Von ihm stammt

Mehr

Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ

Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ Geisteswissenschaft Emre Yildiz Schopenhauers Kritik an Kants Kategorischem Imperativ Wie gerechtfertigt ist die Kritik Schopenhauers? Essay Universität Potsdam Philosophische Fakultät Basismodul: Grundlagen

Mehr

Modul Ethik in der Biologie

Modul Ethik in der Biologie Modul Ethik in der Biologie Wintersemester 2016/17 Dozentinnen: Doreen Grusenick & Karin Kunde, CAU Kiel, Lehrstuhl für Philosophie und Ethik der Umwelt. Ethik in der Biologie Ablauf 1. Einführung 2. Allgemeine

Mehr

Vorlesung. Willensfreiheit. Prof. Dr. Martin Seel 8. Dezember Kant, Kritik der reinen Vernunft, B472:

Vorlesung. Willensfreiheit. Prof. Dr. Martin Seel 8. Dezember Kant, Kritik der reinen Vernunft, B472: Vorlesung Willensfreiheit Prof. Dr. Martin Seel 8. Dezember 2005 Kant, Kritik der reinen Vernunft, B472: Die Kausalität nach Gesetzen der Natur ist nicht die einzige, aus welcher die Erscheinungen der

Mehr

Einführung in die praktische Philosophie

Einführung in die praktische Philosophie Einführung in die praktische Philosophie Vorlesung 9. Freiheit verpflichtet. Kants Moralphilosophie II Claus Beisbart TU Dortmund Sommersemester 2009 Was soll ich tun? Kants Antwort: Der kategorischer

Mehr

Prof. Dr. Simone Dietz, Wintersemester 2010/11 Vorlesung: Einführung in die Ethik

Prof. Dr. Simone Dietz, Wintersemester 2010/11 Vorlesung: Einführung in die Ethik Prof. Dr. Simone Dietz, Wintersemester 2010/11 Vorlesung: Einführung in die Ethik 1. (18.10.) Einführung: Regeln, Normen, Werte 2. (25.10.) Tugendethik I: Platon, Aristoteles 3. (8.11.) Tugendethik II:

Mehr

David Hume zur Kausalität

David Hume zur Kausalität David Hume zur Kausalität Und welcher stärkere Beweis als dieser konnte für die merkwürdige Schwäche und Unwissenheit des Verstandes beigebracht werden? Wenn irgend eine Beziehung zwischen Dingen vollkommen

Mehr

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07)

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07) Einführung in die Ethik Neil Roughley (WS 2006/07) Einführung in die Ethik 11 Normative Ethik 5: Kant II Kant: Sekundärliteratur O. Höffe, Kants kategorischer Imperativ als Kriterium des Sittlichen, in:

Mehr

VL März 2012 R Was ist der Mensch? Andreas Brenner FS 12

VL März 2012 R Was ist der Mensch? Andreas Brenner FS 12 VL 4 12. März 2012 R.3.119 Was ist der Mensch? Andreas Brenner FS 12 1 Der Mensch als moralisches Wesen 2 1. Der Mensch als moralisches Wesen: Aristoteles Die staatliche Gemeinschaft (besteht) der tugendhaften

Mehr

Physik und Metaphysik

Physik und Metaphysik WWU Münster Studium im Alter Eröffnungsvortrag 27. März 2007 Physik und Metaphysik Prof. Dr. G. Münster Institut für Theoretische Physik Zentrum für Wissenschaftstheorie Was ist Physik? Was ist Metaphysik?

Mehr

Was kann man hoffen? Philosophische Perspektiven Stephan Sellmaier

Was kann man hoffen? Philosophische Perspektiven Stephan Sellmaier Was kann man hoffen? Philosophische Perspektiven Stephan Sellmaier Begriffliches Hoffen: wünschen, dass etwas in Erfüllung geht Hoffnung: Erwartung, dass etwas Gewünschtes in Erfüllung geht richtet sich

Mehr

Protokoll zu Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ( ,2)

Protokoll zu Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten ( ,2) Dokument Nr. 39616 aus den Wissensarchiven des GRIN Verlags Kommentare und Fragen zu Vermarktung und Recherche richten Sie bitte an: E-Mail: info@grin.com www.grin.com Protokoll zu Immanuel Kant: Grundlegung

Mehr

Grundlagen der Philosophie

Grundlagen der Philosophie 1 Grundlagen der Philosophie Was ist ein Philosoph? Nennen Sie zwei Bedeutungen. Elenktik? Maieutik? Charakterisieren Sie den Begriff des Staunens. Stellen Sie fünf typische philosophische Fragen. Erklären

Mehr

Dr. Uwe Meyer Universität Osnabrück Fachbereich 2 - Philosophie Katharinenstr. 5 49069 Osnabrück. 0541-9694424

Dr. Uwe Meyer Universität Osnabrück Fachbereich 2 - Philosophie Katharinenstr. 5 49069 Osnabrück. 0541-9694424 Dr. Uwe Meyer Universität Osnabrück Fachbereich 2 - Philosophie Katharinenstr. 5 49069 Osnabrück 0541-9694424 uwmeyer@uos.de Essay: Descartes über die Erkenntnis von Wachs Die Rolle der Wahrnehmung, der

Mehr

Einführung in die (Medizin-)Ethik

Einführung in die (Medizin-)Ethik Wintersemester 2017/18 Vorlesung Ethik in der Medizin Einführung in die (Medizin-)Ethik Prof. Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Fallbeispiel: Sterbefasten Ein 90-jähriger

Mehr

Aus: Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, hrsg. von Wilhelm Weischedel, Frankfurt a. M S

Aus: Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, hrsg. von Wilhelm Weischedel, Frankfurt a. M S Kant: Grundlegung der Moral Aus: Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, hrsg. von Wilhelm Weischedel, Frankfurt a. M. 1968 S. 19 76 Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer

Mehr

Kritik der Urteilskraft

Kritik der Urteilskraft IMMANUEL KANT Kritik der Urteilskraft Anaconda INHALT Vorrede...................................... 13 Einleitung..................................... 19 I. Von der Einteilung der Philosophie..............

Mehr

1) Checkliste zur Vor- und Nachbereitung schwieriger Gespräche. TeilnehmerInnen des Gesprächs:

1) Checkliste zur Vor- und Nachbereitung schwieriger Gespräche. TeilnehmerInnen des Gesprächs: 1) Checkliste zur Vor- und Nachbereitung schwieriger Gespräche Datum: TeilnehmerInnen des Gesprächs: Wer hat Gesprächsbedarf? Ich? Mein Gesprächspartner? Wir beide? Jemand anders? Welche Beweggründe habe

Mehr

Einführung in die Praktische Philosophie I

Einführung in die Praktische Philosophie I Vorläufige Version der Folien! Es fehlen einige Folien, deren Inhalt wir uns in Vorlesung erarbeiten. Vollständige Folien folgen Einführung in die Praktische Philosophie I Vorlesung 7 (30.11.2011). Nutzenmaximierung

Mehr

Leihmutterschaft ethische Überlegungen

Leihmutterschaft ethische Überlegungen Leihmutterschaft ethische Überlegungen Mittagsveranstaltung MERH, 8.3.2016 Dr. Barbara Bleisch Ethik-Zentrum der Universität Zürich bleisch@ethik.uzh.ch Formen der Leihmutterschaft Mittagsveranstaltungen

Mehr

Michael Wolff. Warum der kategorische Imperativ nach Kants Ansicht gültig ist

Michael Wolff. Warum der kategorische Imperativ nach Kants Ansicht gültig ist Michael Wolff Warum der kategorische Imperativ nach Kants Ansicht gültig ist Eine Beschreibung der Argumentationsstruktur im Dritten Abschnitt seiner Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Erschienen in:

Mehr

Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare

Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare Richard M. Hare: Alles egal? Richard M. Hare *1919 Bristol während des 2. Weltkriegs mehr als drei Jahre in japanischer Kriegsgefangenschaft 1947 Abschluss seines Studiums in Philosophie und Altphilologie

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten Quantitative Methoden

Wissenschaftliches Arbeiten Quantitative Methoden Wissenschaftliches Arbeiten Quantitative Methoden Prof. Dr. Stefan Nickel WS 2008 / 2009 Gliederung I. Motivation II. III. IV. Lesen mathematischer Symbole Wissenschaftliche Argumentation Matrizenrechnung

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Kernstellen aus Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Portfolio

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Kernstellen aus Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Portfolio Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Kernstellen aus Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten - Portfolio Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Titel:

Mehr

Ethik-Klassiker von Platon bis John Stuart Mill

Ethik-Klassiker von Platon bis John Stuart Mill Ethik-Klassiker von Platon bis John Stuart Mill Ein Lehr- und Studienbuch von Max Klopfer 1. Auflage Kohlhammer 2008 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 17 020572 7 Zu Leseprobe schnell

Mehr

DER DEUTSCHE IDEALISMUS (FICHTE, SCHELLING, HEGEL) UND DIE PHILOSOPHISCHE PROBLEMLAGE DER GEGENWART

DER DEUTSCHE IDEALISMUS (FICHTE, SCHELLING, HEGEL) UND DIE PHILOSOPHISCHE PROBLEMLAGE DER GEGENWART MARTIN HEIDEGGER DER DEUTSCHE IDEALISMUS (FICHTE, SCHELLING, HEGEL) UND DIE PHILOSOPHISCHE PROBLEMLAGE DER GEGENWART El VITTORIO KLOSTERMANN FRANKFURT AM MAIN L }0 -/* INHALT EINLEITUNG Die gegenwärtige

Mehr

PHILOSOPHISCHER ANARCHISMUS:

PHILOSOPHISCHER ANARCHISMUS: PHILOSOPHISCHER ANARCHISMUS: R.P. WOLFF, EINE VERTEIDIGUNG DES ANARCHISMUS AUTONOMIE 24-34 WOLFF 24-25B: VERANTWORTUNG & DAS ERLANGEN VON WISSEN Grundannahme der Moralphilosophie Handeln Verantwortung

Mehr

Warum Utilitaristen keine Fragen beantworten können. Andreas Müller Humboldt-Universität zu Berlin Matrikelnummer:

Warum Utilitaristen keine Fragen beantworten können. Andreas Müller Humboldt-Universität zu Berlin Matrikelnummer: Warum Utilitaristen keine Fragen beantworten können Andreas Müller Humboldt-Universität zu Berlin Matrikelnummer: 503924 Email: yalu@gmx.com 06. Dezember 2006 Einleitung Die Frage, die ich in diesem Essay

Mehr

ARBEITSBLATT 1. VORSTADTKROKODILE Eine Geschichte vom Aufpassen

ARBEITSBLATT 1. VORSTADTKROKODILE Eine Geschichte vom Aufpassen ARBEITSBLATT 1 Der Roman ist nicht in Kapitel gegliedert. Teile den Text selbst in Kapitel ein und gibt den Abschnitten treffende Überschriften! 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

Mehr

Kant, Kritik der reinen Vernunft Übersicht über die Sitzung vom

Kant, Kritik der reinen Vernunft Übersicht über die Sitzung vom Technische Universität Dortmund, Sommersemester 2008 Institut für Philosophie, C. Beisbart Kant, Kritik der reinen Vernunft Übersicht über die Sitzung vom 22.4.2008 Textgrundlage: B-Einleitung und Beginn

Mehr

Philosophie. als Leistungskurs? Philosophie / Hr

Philosophie. als Leistungskurs? Philosophie / Hr Philosophie als Leistungskurs? 1 Philosophie als Leistungskurs? 2 Philo-Sophia: Liebe zur Weisheit Ein wunderbares Zeichen dafür, dass der Mensch als solcher ursprünglich philosophiert, sind die Fragen

Mehr

Eine Aussage kann eine Eigenschaft für ein einzelnes, konkretes Objekt behaupten:

Eine Aussage kann eine Eigenschaft für ein einzelnes, konkretes Objekt behaupten: Aussagen Aussagen Eine Aussage kann eine Eigenschaft für ein einzelnes, konkretes Objekt behaupten: verbale Aussage formale Aussage Wahrheitswert 1) 201 ist teilbar durch 3 3 201 wahre Aussage (w.a.) 2)

Mehr

Schulinternes Curriculum. Philosophie. Abtei-Gymnasium Brauweiler verabschiedet am 26.9.2012

Schulinternes Curriculum. Philosophie. Abtei-Gymnasium Brauweiler verabschiedet am 26.9.2012 Schulinternes Curriculum Philosophie Abtei-Gymnasium Brauweiler verabschiedet am 26.9.2012 Inhaltliche Schwerpunkte und Methoden Das schulinterne Curriculum im Fach Philosophie am Abtei-Gymnasium Brauweiler

Mehr

Ü b u n g s b l a t t 15

Ü b u n g s b l a t t 15 Einführung in die Stochastik Sommersemester 07 Dr. Walter Oevel 2. 7. 2007 Ü b u n g s b l a t t 15 Hier ist zusätzliches Übungsmaterial zur Klausurvorbereitung quer durch die Inhalte der Vorlesung. Eine

Mehr

Kant, Kritik der Urteilskraft

Kant, Kritik der Urteilskraft Universität Dortmund, Sommersemester 2007 Institut für Philosophie C. Beisbart Kant, Kritik der Urteilskraft Kant über das Schöne. Kommentierende Hinweise (I) Textgrundlage: KU, 1 5. 1 Der Zusammenhang

Mehr

Einführung in die Praktische Philosophie I

Einführung in die Praktische Philosophie I Einführung in die Praktische Philosophie I Vorlesung 5 (10.11.2011). Was ist Moral? Der Moralbegriff Claus Beisbart Wintersemester 2011/12 Bemerkung: Zu Beginn der Vorlesung werde ich noch kurz auf Aristoteles

Mehr

Argumentationstheorie 5. Sitzung

Argumentationstheorie 5. Sitzung Zwei Arten von Schlüssen Argumentationstheorie 5. Sitzung All reasonings may be divided into two kinds, namely demonstrative reasoning, [ ] and moral (or probable) reasoning. David Hume An Enquiry Concerning

Mehr

Schulinternes Curriculum für das Fach Philosophie

Schulinternes Curriculum für das Fach Philosophie 1 Schulinternes Curriculum für das Fach Philosophie Einführungsphase EPH.1: Einführung in die Philosophie Was ist Philosophie? (Die offene Formulierung der Lehrpläne der EPH.1 lässt hier die Möglichkeit,

Mehr

Gott redet direkt zu mir (PP Start mit F5) > Folie 1: Gott redet direkt zu mir

Gott redet direkt zu mir (PP Start mit F5) > Folie 1: Gott redet direkt zu mir (PP Start mit F5) > Folie 1: Interessantes Buch zur Reihe: Auf Gottes Stimme hören und mich führen lassen. Gottes leise Stimme hören, Bill Hybels (viele praktische Beispiele). Warum ist das so wichtig,

Mehr

Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Kant erhob diese Aufforderung im 18. Jh. zum Wahlspruch der Aufklärung. Und Aufklärung selbst definierte er als Ausgang des Menschen aus

Mehr

Bernd Prien. Kants Logik der Begrie

Bernd Prien. Kants Logik der Begrie Bernd Prien Kants Logik der Begrie Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 4 2 Die Struktur der Erkenntnis 8 2.1 Erkenntnis im eigentlichen Sinne........................ 8 2.2 Die objektive Realität von Begrien......................

Mehr

Bibellesen mit Erfolg Thema: Gruppenzwang. Bibelleseplan. Gruppenzwang.

Bibellesen mit Erfolg Thema: Gruppenzwang. Bibelleseplan. Gruppenzwang. Bibellesen mit Erfolg Thema: Gruppenzwang Bibelleseplan Gruppenzwang http://albertbrueckmann.de/category/bibelleseplan/ 1 Einleitung Wenn die Masse das Falsche tut, brauchst Du die Masse nicht noch zu

Mehr

Eine Untersuchung zu Verstand und Vernunft

Eine Untersuchung zu Verstand und Vernunft Joachim Stiller Eine Untersuchung zu Verstand und Vernunft Eine Untersuchung Alle Rechte vorbehalten Eine Untersuchung zu Verstand und Vernunft Was ist der Unterschied zwischen Verstand und Vernunft? Zunächst

Mehr

Kapitel 4. Reihen 4.1. Definition und Beispiele

Kapitel 4. Reihen 4.1. Definition und Beispiele Kapitel 4. Reihen 4.1. Definition und Beispiele Ist (a n ) eine Folge von Zahlen, so heißt der formale Ausdruck a ν = a 0 + a 1 + a 2 +... eine Reihe; die einzelnen a ν sind die Glieder dieser Reihe. Um

Mehr

Friedo Ricken. Allgemeine Ethik. Grundkurs Philosophie 4. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag W. Kohlhammer

Friedo Ricken. Allgemeine Ethik. Grundkurs Philosophie 4. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag W. Kohlhammer Friedo Ricken Allgemeine Ethik Grundkurs Philosophie 4 Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage Verlag W. Kohlhammer Inhalt Aus dem Vorwort zur ersten Auflage 11 Vorwort zur vierten Auflage 11 Abkürzungen

Mehr

Ist Immanuel Kants deontologische Moralphilosophie oder John Stuart Mills Utilitarismus die überzeugendere Konzeptualisierung moralischen Handelns?

Ist Immanuel Kants deontologische Moralphilosophie oder John Stuart Mills Utilitarismus die überzeugendere Konzeptualisierung moralischen Handelns? Freie Universität Berlin Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften Institut für Philosophie Habelschwerdter Allee 30, D - 14195 Berlin Ist Immanuel Kants deontologische Moralphilosophie oder John

Mehr

Wie Du dir dank den 5 Grundlagen zum Vermögensaufbau dein Vermögen aufbauen kannst.

Wie Du dir dank den 5 Grundlagen zum Vermögensaufbau dein Vermögen aufbauen kannst. Wie Du dir dank den 5 Grundlagen zum Vermögensaufbau dein Vermögen aufbauen kannst. Beginnen wir mit einer Übersicht zu den 5 Grundlagen zum Vermögensaufbau. 1: Mehr Geld einnehmen als ausgeben. 2: Erhöhe

Mehr

Homans Verhaltenstheorie

Homans Verhaltenstheorie Homans Verhaltenstheorie Verhaltenstheorie beruft sich auf den Behaviorismus, d.h. Rückbesinnung soziologischer Inhalte auf psychologischer Grundlage Ziele: sind die Entdeckung und Erklärung universeller

Mehr

Ethik Klausur Nr. 2 Zusammenfassung

Ethik Klausur Nr. 2 Zusammenfassung Ethik Klausur Nr. 2 Zusammenfassung 1.Utilitarismus a. Bentham und Mill i. Quantitativer Hednismus nach Bentham (1748-1832) Faktren werden einzeln bewertet und sind gleich wichtig Es zählt die reine Summe:

Mehr

Erklärung in Leichter Sprache zur Satzung

Erklärung in Leichter Sprache zur Satzung Erklärung in Leichter Sprache zur Satzung Das ist ein Text in Leichter Sprache. Darin erklären wir viele Sachen aus der Satzung. Die Erklärung ist dazu da, die Satzung besser zu verstehen. Nur die Original-Satzung

Mehr

Bearbeitet von Andreas Groch C.C.BUCHNER

Bearbeitet von Andreas Groch C.C.BUCHNER Bearbeitet von Andreas Groch T C.C.BUCHNER Zu den Disziplinen der Philosophie 8 Anthropologie 9 Einleitung. Was ist der Mensch? 9 Ml Platon. Das Höhlengleichnis (Sokrates spricht mit Glaukon) 10 M2 Platon.

Mehr

Analytische Einführung in die Ethik

Analytische Einführung in die Ethik Dieter Birnbacher Analytische Einführung in die Ethik 2., durchgesehene und erweiterte Auflage W DE G Walter de Gruyter Berlin New York Inhaltsverzeichnis 1. Wesen und Aufgabenstellung der Ethik 1 1.1

Mehr

Vorlesung Teil III. Kants transzendentalphilosophische Philosophie

Vorlesung Teil III. Kants transzendentalphilosophische Philosophie Vorlesung Teil III Kants transzendentalphilosophische Philosophie Aufklärung: Säkularisierung III. Kant l âge de la raison Zeitalter der Vernunft le siécles des lumières Age of Enlightenment Aufklärung:

Mehr

II. Ethik und vorphilosophisches moralisches Bewußtsein Die Ethik als praktische Wissenschaft Die Irrtums-Theorie...

II. Ethik und vorphilosophisches moralisches Bewußtsein Die Ethik als praktische Wissenschaft Die Irrtums-Theorie... Inhalt Aus dem Vorwort zur ersten Auflage... 11 Vorwort zur fünften Auflage... 11 Abkürzungen... 12 A. Begriff und Aufgabe der Ethik... 13 I. Die Ausgangsfrage... 13 1. Die Frage nach dem schlechthin richtigen

Mehr

6. Rechnen mit Matrizen.

6. Rechnen mit Matrizen. 6. Rechnen mit Matrizen. In dieser Vorlesung betrachten wir lineare Gleichungs System. Wir betrachten lineare Gleichungs Systeme wieder von zwei Gesichtspunkten her: dem angewandten Gesichtspunkt und dem

Mehr

Eigenes Geld für Assistenz und Unterstützung

Eigenes Geld für Assistenz und Unterstützung Eigenes Geld Einleitung Es ist eine Frechheit, immer um Geld betteln müssen. Sie können immer noch nicht selber entscheiden, wie sie leben wollen. Es ist für Menschen mit Behinderungen sehr wichtig, dass

Mehr

Die 10 Gebote der BARRIERE-FREIHEIT Barrieren sind Hindernisse. Barriere-Freiheit heißt: Ohne Hindernisse Gebot heißt: Du sollst etwas genau beachten

Die 10 Gebote der BARRIERE-FREIHEIT Barrieren sind Hindernisse. Barriere-Freiheit heißt: Ohne Hindernisse Gebot heißt: Du sollst etwas genau beachten Bundes-Arbeits-Gemeinschaft für Rehabilitation Die Abkürzung ist BAR Rehabilitation heißt: Wieder in der Gesellschaft mit machen. Zum Beispiel: Durch Hilfe für behinderte oder kranke Menschen. Die 10 Gebote

Mehr

Erkenntnistheorie, Metaphysik und Ethik von Descartes bis Kant. Ethik und Moralphilosophie eine kleine Einführung

Erkenntnistheorie, Metaphysik und Ethik von Descartes bis Kant. Ethik und Moralphilosophie eine kleine Einführung Universität Dortmund, Sommersemester 2006 Institut für Philosophie C. Beisbart Erkenntnistheorie, Metaphysik und Ethik von Descartes bis Kant Ethik und Moralphilosophie eine kleine Einführung 1 Was ist

Mehr

Der metaethische Relativismus

Der metaethische Relativismus Geisteswissenschaft Julia Pech Der metaethische Relativismus Was spricht für/gegen eine relativistische Position in der Moral? Essay Julia Pech 8.5.2011 Universität Stuttgart Proseminar: Einführung in

Mehr

Kants 'guter Wille' in: "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten"

Kants 'guter Wille' in: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Geisteswissenschaft Alina Winkelmann Kants 'guter Wille' in: "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" Studienarbeit Inhaltsverzeichnis: 1. Vorwort 2. Begriffserklärung 2.1 Was ist gut? 2.2 Was ist ein

Mehr

Kant und die Pädagogik

Kant und die Pädagogik Kant und die Pädagogik HS Klassiker der Pädagogik Dozent: Prof. Barz Sommersemester 2004 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1. Ein paar Daten Inhalt (1) 2. Vorlesung über die Pädagogik 2.1. Zur Vorrede

Mehr

JAHRGANGSSTUFE 7 LEHRPLANBEZUG. Thematischer Schwerpunkt

JAHRGANGSSTUFE 7 LEHRPLANBEZUG. Thematischer Schwerpunkt JAHRGANGSSTUFE 7 Philosophieren anfangen 1, 5, 6 Methodenschwerpunkt Die Gefühle und der Verstand 1 Gefühl und Verstand Fremden begegnen 1, 2, 6 Glückserfahrungen machen zwischen Schein und Sein 4, 6,

Mehr

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07)

Einführung in die Ethik. Neil Roughley (WS 2006/07) Einführung in die Ethik Neil Roughley (WS 2006/07) Philosophisches Zuhören/Lesen 1) Kann ich das Gesagte/Geschriebene nachvollziehen? Macht es einen Sinn? 2) Ist das Gesagte wahr? Hat es wenigstens gute

Mehr

Einführung in die Politikwissenschaft. - Was ist Demokratie? Di 11-15-12.45

Einführung in die Politikwissenschaft. - Was ist Demokratie? Di 11-15-12.45 Prof. Dr. Jürgen Neyer Einführung in die Politikwissenschaft - Was ist Demokratie? Di 11-15-12.45 Anforderung I Rechtskonzept, das gleichzeitig der Positivität und dem freiheitsverbürgenden Charakter zwingenden

Mehr

München was ist typisch?

München was ist typisch? München was ist typisch? Arbeitet zu zweit/in Kleingruppen. Wart ihr schon einmal in Bayern oder sogar in München? Was ist für euch typisch für Bayern/München? An was denkt ihr zuerst, wenn ihr München

Mehr

Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: Juni 2007

Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: Juni 2007 Die Vorrede zu Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten und Kritik an dieser Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: 1769284 7. Juni 2007 1 Was werde ich tun? In folgendem Essay werde ich die Vorrede zu

Mehr

Uwe Schulz SELBSTBESTIMMUNG UND SELBSTERZIEHUNG DES MENSCHEN

Uwe Schulz SELBSTBESTIMMUNG UND SELBSTERZIEHUNG DES MENSCHEN Uwe Schulz SELBSTBESTIMMUNG UND SELBSTERZIEHUNG DES MENSCHEN Untersuchungen im deutschen Idealismus und in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik /Ä«fe/M-Verlag Stuttgart Inhaltsverzeichnis Einleitung

Mehr

Wirtschaftsmoralische Kompetenz

Wirtschaftsmoralische Kompetenz Vortrag Von: Dr. Jürgen Göbel JG - pwe Wirtschaftsmoralische Probleme Merkmale eines moralischen Problems: Eine Person hat mehrere Optionen; Optionen haben Wirkungen auf mehrere Personen; Wirkungen auf

Mehr

annehmen müssen, um dem Bild des Universums, das uns von kosmologischen Beobachtungen nahegelegt wird, einen Sinn abzugewinnen. Das ist es, was ich

annehmen müssen, um dem Bild des Universums, das uns von kosmologischen Beobachtungen nahegelegt wird, einen Sinn abzugewinnen. Das ist es, was ich annehmen müssen, um dem Bild des Universums, das uns von kosmologischen Beobachtungen nahegelegt wird, einen Sinn abzugewinnen. Das ist es, was ich unter der Wiedergeburt der Zeit verstehe. Ein Großteil

Mehr

2.2.4 Logische Äquivalenz

2.2.4 Logische Äquivalenz 2.2.4 Logische Äquivalenz (I) Penélope raucht nicht und sie trinkt nicht. (II) Es ist nicht der Fall, dass Penélope raucht oder trinkt. Offenbar behaupten beide Aussagen denselben Sachverhalt, sie unterscheiden

Mehr

Das Wibs Kursheft. Das Kursheft ist in Leichter Sprache.

Das Wibs Kursheft. Das Kursheft ist in Leichter Sprache. Das Wibs Kursheft Das Kursheft ist in Leichter Sprache. 1 In diesem Heft stellen wir Ihnen Kurse vor dir wir machen. Wenn wir für Sie einen Kurs machen sollen, dann melden Sie sich bei uns. So erreichen

Mehr

Übung 2: Motivation: Willentliche Bewegung im Dienste von Interesse und Neugier

Übung 2: Motivation: Willentliche Bewegung im Dienste von Interesse und Neugier Übung 2: Motivation: Willentliche Bewegung im Dienste von Interesse und Neugier Erläuterung zur motivationalen Bewegung: wie wir gerade in der 1. Übung schon sehen konnten: Wenn wir alle einen Raum betrachten,

Mehr

Diskussionsgrundlage für die öffentliche Sitzung

Diskussionsgrundlage für die öffentliche Sitzung Unabhängiger Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen MonitoringAusschuss.at Diskussionsgrundlage für die öffentliche Sitzung Persönliches Budget

Mehr

VATER. Du bist DA für uns. Immer schon, von Anfang an und ohne Ende: Gott, du erschaffst und erhältst unser Leben.

VATER. Du bist DA für uns. Immer schon, von Anfang an und ohne Ende: Gott, du erschaffst und erhältst unser Leben. VATER Du bist DA für uns. Immer schon, von Anfang an und ohne Ende: als Vater und Mutter, als Lebensatem und Kraft, als Licht und Nacht, als Gerechtigkeit und Friede, als Schöpfer und Befreier, als Weisheit

Mehr

Larissa Berger. Der»Zirkel«im dritten Abschnitt der Grundlegung. Eine neue Interpretation und ein Literaturbericht

Larissa Berger. Der»Zirkel«im dritten Abschnitt der Grundlegung. Eine neue Interpretation und ein Literaturbericht Larissa Berger Der»Zirkel«im dritten Abschnitt der Grundlegung Eine neue Interpretation und ein Literaturbericht Erschienen in: Dieter Schönecker (Hrsg.), Kants Begründung von Freiheit und Moral in Grundlegung

Mehr

Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Immanuel Kant Grundlegung zur Metaphysik der Sitten Anaconda Die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten erschien erstmals 1785 bei Johann Friedrich Hartknoch, Riga. Textgrundlage der vorliegenden Ausgabe

Mehr

Mori% Schlick FRAGEN DER ETHIK. Kapitel 5 Gibt es absolute Werte?

Mori% Schlick FRAGEN DER ETHIK. Kapitel 5 Gibt es absolute Werte? Mori% Schlick FRAGEN DER ETHIK Kapitel 5 Gibt es absolute Werte? Rekapitulation Schlicks These im Kapitel 4 These: o die sittlichen Vorschriften sind nichts anderes, als der Ausdruck der Wünsche der menschlichen

Mehr

Hilary Putnam: Hirne im Tank

Hilary Putnam: Hirne im Tank Hilary Putnam: Hirne im Tank Das Tank Putnam entwirft eine moderne Variante des klassischen Skeptizismus bezüglich der Außenwelt und versucht, sie zurückzuweisen. Man stelle sich vor, ein Mensch (du kannst

Mehr

Ethik in der Suchtbehandlung

Ethik in der Suchtbehandlung B. Wessel Ethik in der Suchtbehandlung B. Wessel Privat-Praxis für Beratung, Behandlung und Begutachtung, Essen Sucht & Verantwortung Suchtpatienten haben fragile Selbstachtung Suchtpatienten leben oft

Mehr

Prof. Dr. Thomas Schwartz Gut ist nicht richtig böse ist nicht falsch! Warum Wirtschafts-und Unternehmensethik in die Hochschulen gehört

Prof. Dr. Thomas Schwartz Gut ist nicht richtig böse ist nicht falsch! Warum Wirtschafts-und Unternehmensethik in die Hochschulen gehört Prof. Dr. Thomas Schwartz Gut ist nicht richtig böse ist nicht falsch! Warum Wirtschafts-und Unternehmensethik in die Hochschulen gehört Vortrag im Rahmen der 69. Bundesdekanekonferenz Wirtschaftswissenschaften

Mehr

Respekt. 1. Kapitel: Warum Respekt?

Respekt. 1. Kapitel: Warum Respekt? Respekt 1. Kapitel: Warum Respekt? Ich bin s, Kurzi, bin kein großer Dichter Und in der Schule gibt s größre Lichter Doch eins check sogar ich Mann, gar keine Frage Respekt ist cool Mann, egal in welcher

Mehr

MA Stellungnahme barrierefreies Wahlrecht

MA Stellungnahme barrierefreies Wahlrecht nach dem capito Qualitäts-Standard für Leicht Lesen MA Stellungnahme barrierefreies Wahlrecht Jeder Mensch muss barrierefrei wählen können 1. Einleitung Im Jahr 1997 hat es eine Empfehlung gegeben, dass

Mehr

Erläuterung zum Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch

Erläuterung zum Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch TU Dortmund, Wintersemester 2010/11 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Aristoteles, Metaphysik Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch (Buch 4/Γ; Woche 4: 8. 9.11.2010) I. Der

Mehr

Fragebogen für Schüler im Projekt Praxisberater. Klasse 8

Fragebogen für Schüler im Projekt Praxisberater. Klasse 8 Fragebogen für Schüler im Projekt Praxisberater an Schulen Klasse 8 Mit diesem Fragebogen möchten wir dich gern der Arbeit mit deinem Praxisberater befragen. Wir wollen gerne wissen, welche Wünsche und

Mehr

Gegenstände / Themen / Inhalte Arbeitstechniken / Arbeitsmethoden Kompetenzen. - philosophisches Gespräch

Gegenstände / Themen / Inhalte Arbeitstechniken / Arbeitsmethoden Kompetenzen. - philosophisches Gespräch Gymnasium Sedanstr. Lehrpläne S II Fach: Philosophie Jahrgang: 11/I Unterrichtsvorhaben : Einführung in die Philosophie Einführung in die Philosophie 1. Traum und Realität 2. Staunen und Wissen 3. Die

Mehr

Wie sieht ein wertvolles Leben für Sie aus, was treibt Sie dahin? Seite 12

Wie sieht ein wertvolles Leben für Sie aus, was treibt Sie dahin? Seite 12 Wie sieht ein wertvolles Leben für Sie aus, was treibt Sie dahin? Seite 12 Wenn Sie etwas einschränkt, ist es eher Schuld, Angst oder der Entzug von Zuneigung, und wie gehen Sie damit um? Seite 16 Welchen

Mehr

Lösungen zum Aufgabenblatt Nr. 1: Konstruktion der reellen Zahlen

Lösungen zum Aufgabenblatt Nr. 1: Konstruktion der reellen Zahlen Lösungen zum Aufgabenblatt Nr. 1: Konstruktion der reellen Zahlen Aufgabe 1: Es sei D die Menge aller rationalen Dedekind-Mengen, also D := { M 2 Q M is Dedekind-Menge }. Auf der Menge D definieren wir

Mehr