24. Fachtagung für Diätassistenten Münster Prävention 2016 die Zukunft für Ernährungsfachkräfte?

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1 24. Fachtagung für Diätassistenten Münster Prävention 2016 die Zukunft für Ernährungsfachkräfte?

2 Folgende Themen erwarten Sie: Definitionen & Grundlagen Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention Bedeutung des Leitfaden Prävention Chancen und Herausforderungen für Ernährungsfachkräfte Vernetzung & Beispiele aus der Praxis Erfolgreich sein Profi sein

3 Primärprävention

4 Primärprävention Primärprävention geht es um den Erhalt der Gesundheit bzw. Vorbeugung von Krankheiten. Sie setzt ein, bevor eine Schädigung, Krankheit oder regelwidriges Verhalten eintritt und sucht nach den Ursachen und Risikofaktoren, die dazu führen könnten. Sie richtet sich an jeden gesunden Menschen.

5 Gesundheitsförderung Gesundheitsförderung sind nach der WHO (Ottawa-Charta) alle Maßnahmen, die sowohl auf die Veränderung und Förderung des individuellen Verhaltens als auch der Lebensverhältnisse im positiven Sinne abzielen. Ziel der Gesundheitsförderung ist es, bestehende Ungleichheiten bezüglich des Gesundheitszustandes und der Lebenserwartung unterschiedlicher sozialer Gruppen zu reduzieren. Quelle: Roche Lexikon Medizin, 4. Auflage; Urban & Fischer Verlag, München 1999

6 Gesundheitsförderung Die Gesundheitsförderung erstreckt sich auf fünf wesentliche Handlungsbereiche Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen Neuorientierung der Gesundheitsdienste und anderer gesundheitsrelevanter Einrichtungen Förderung der Entwicklung persönlicher Kompetenzen

7 Kurzinfo Präventionsstärkungsgesetz Ziele des Gesetzgebers: Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung - insbesondere in den Lebenswelten KITA, Schule, Arbeitslose, Pflege Nutzung der Finanzmittel ausschließlich auf qualitätsgesicherte und wirksame Präventionsmaßnahmen Weiterentwicklung der Leistungen der Früherkennung Verbesserte Koordination und Kooperation der verantwortlichen Akteure auf allen Ebenen. Optimierung der Zusammenarbeit von betrieblicher Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz.

8 Kurzinfo Präventionsstärkungsgesetz Im Gesetz sind die Steuerungs- und Entscheidungsstrukturen festgelegt. Dazu zählt die Entwicklung einer Nationalen Präventionsstrategie ( 20 d) und den damit verbundenen bundeseinheitlichen Rahmenempfehlungen. Im Rahmen der Nationalen Präventionskonferenz wird die Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung der Nationalen Präventionsstrategie erarbeitet. Die Geschäftsführung übernimmt die BZgA. Landesrahmenvereinbarungen 20 f Auf Länderebene werden von den Beteiligten Rahmenvereinbarungen zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie erstellt. Die regionalen Erfordernisse werden hierbei berücksichtigt.

9 Kurzinfo Präventionsstärkungsgesetz 3 Euro pro Versicherten für die Individuelle Prävention 2 Euro pro Versicherten für die Betriebliche Gesundheitsförderung (Mindestwert) Achtung: Nicht verausgabte Mittel fließen in den Überlauftopf beim GKV- Spitzenverband 2 Euro pro Versicherten für nicht betriebliche Lebenswelten (Mindestwert) Nicht verausgabte Mittel werden auf das Folgejahr übertragen und verbleiben bei jeweiligen Krankenkasse

10 Kurzinfo Präventionsstärkungsgesetz Durch die neue Finanzierung wird ungefähr eine Verdoppelung der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen erreicht. Die privaten Krankenkassen sind nicht zur Mitfinanzierung verpflichtet. Es dürfen nur zertifizierte Leistungen (individuelle und betriebliche Prävention) finanziert werden. Ärzte können Präventionsempfehlungen aussprechen.

11 Weiterführende Links & Ansprechpartner https://www.gkv-spitzenverband.de https://www.vdek.com

12 Die Grundlage

13 Kommission zur Weiterentwicklung des Leitfadens GKV Spitzenverband und ein Gremium als beratende Kommission, zusammengesetzt aus: je einem Vertreter des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.v. (BVPG)

14 Kommission zur Weiterentwicklung des Leitfadens der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ständige Gäste sind jeweils ein Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK).

15 Gesundheitsziele Vgl. Seite 16, Leitfaden Prävention in der Fassung vom Lebensbezogene Präventionsziele Lebensumweltbezogene Gesundheitsförderungsziele Arbeitsweltbezogene Präventionsziele Arbeitsweltbezogene Gesundheitsförderungsziele

16 Primärprävention In 20 Abs. 1 SGB V macht der Gesetzgeber die Primärprävention als Sollvorschrift zu einer gesetzlichen Aufgabe der Krankenkassen mit stark verpflichtendem Charakter.

17 Grundsätze- Zielgruppen und Zugangswege Der GKV-Leitfaden Prävention beschreibt deshalb zwei grundlegende Ansätze für Interventionen: Interventionen, die primär auf Lebensräume abzielen und durch Strukturbildung Gesundheit fördern (Setting-Ansatz) und Interventionen, die auf den einzelnen Menschen und sein Verhalten ausgerichtet sind und die die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten einer gesunden, Störungen und Erkrankungen vorbeugenden Lebensführung aufzeigen (Individueller Ansatz).

18 Grundsätze- Zielgruppen und Zugangswege Mit beiden Zugangswegen sollen insbesondere Personen mit sozial bedingt ungünstigeren Gesundheitschancen erreicht werden. Dabei sind auch die unterschiedlichen Bedürfnisse zu berücksichtigen, die sich auf Grund geschlechtsspezifischer Unterschiede ergeben 2. 2 Einstimmiger Beschluss der 74. Gesundheitsministerkonferenz vom 22. Juni 2001: Geschlechtsspezifische Aspekte von Gesundheit und Krankheit.

19 Grundsätze- Zielgruppen und Zugangswege Setting-Ansatz In diesem Sinne geeignete Settings sind insbesondere: Kindergärten / Kindertagesstätten, Grund-, Haupt-, Gesamt-, Sonder- und Berufsschulen, Kommunen / Stadtteile mit niedrigem Pro-Kopf- Einkommen bzw. hohem Arbeitslosen-, Sozialhilfe- oder Migrantenanteil, Einrichtungen / Heime mit einem hohen Anteil von Bewohnern mit einem niedrigen sozialen Status.

20 Primärprävention und Gesundheitsförderung nach dem Setting-Ansatz Quelle: Leitfaden Prävention in der Fassung vom

21 Besondere Zielgruppen im Setting Werdende, junge Familien und Alleinerziehende im Setting Kommune Ältere/alte Menschen im Setting Kommune Arbeitslose im Setting Kommune Pflegesetting!! s. Anhang 7 Seite 102 ff. des Leitfadens Prävention in der Fassung vom

22 Beispiele Prävention von Ess-Störungen

23 In Kooperation mit:

24 Beispiele - Setting HAG HH

25 Beispiele - Vernetzung

26 Beispiele - TK Neue Angebote für ältere Menschen auf den Weg bringen Bewegungsmangel, einseitige Ernährung sowie abnehmende Sozialkontakte können die Gesundheit älterer Menschen gefährden. Schon beim Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand fehlen für viele Bürgerinnen und Bürger dem Lebensabschnitt angepasste Maßnahmen. Hier benötigen wir die Entwicklung! Quelle: Internet

27 Beispiele - TK

28 Individueller Ansatz

29 Präventionsprinzipien Präventionsprinzip: Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung Präventionsprinzip: Vermeidung und Reduktion von Übergewicht

30 Individueller Ansatz - Kriterien und Handlungsfelder Kriterien für die Strukturqualität (Anbieterqualifikation): Themenbezogene Zusatzqualifikation: Spezifische, in der Fachwelt anerkannte Fortbildung Einweisung in das durchzuführende Programm (ist ggf. in der Zusatzqualifikation enthalten).

31 Betriebliche Gesundheitsförderung Handlungsfelder und Präventionsprinzipien

32 Beispiel : BGF - Ernährung

33 Erfolgreich sein - Profi sein Gesetzliche Grundlagen kennen und beherrschen (u.a. Leitfaden Prävention) Kassenspezifisches Wissen vorhalten (GKV, VDEK ) Geeignete Anbieterqualifikation vorhalten (themenspezifisch) Profilbildung - Schwerpunktbildung Profilschärfung Stärken & Schwächen

34 Erfolgreich sein - Profi sein Eigene Rolle finden: Macher oder Nehmer Wie sieht meine Selbstständigkeit aus? Zeitrahmen, Möglichkeiten.. Professionelles Auftreten (Internet, Berufsverband etc.) Die Sprache des Partners sprechen Netzwerkbildung und Pflege! Das Rad neu erfinden? Oder bestehende Angebote nutzen? Kooperationen schließen?

35

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