Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2012/2013

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1 Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2012/2013

2 Tätigkeitsbericht 2012/2013 Bericht gemäß 121 Abs. 1 Telekommunikationsgesetz Stand: Dezember 2013

3 Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen Referat Ökonomische Grundsatzfragen der Regulierung Telekommunikation Tulpenfeld Bonn Tel.: Fax.: Vorwort

4 Vorwort Alle zwei Jahre legt die Bundesnetzagentur einen Bericht über ihre Tätigkeiten sowie über Lage und Entwicklung auf dem Gebiet der Telekommunikation vor. Rückblickend auf 16 Jahre der Marktöffnung und Regulierung können wir viele Erfolge feststellen. Die Bürger und die gesamte Wirtschaft profitieren von einer Vielfalt an Angeboten und Dienstleistungen zu attraktiven Preisen. Gleichzeitig wurden im Durchschnitt 7 Mrd. Euro pro Jahr in moderne Festnetz- und Mobilfunk-Infrastrukturen investiert; das sind seit der Liberalisierung insgesamt über 110 Mrd. Euro, von denen mehr als die Hälfte auf die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG entfällt. Wettbewerb ist ein starker Motor für Investitionen, Innovationen und Wachstum. Daher wird es auch mit Blick auf den weiteren Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze und die Erschließung des ländlichen Raums entscheidend darauf ankommen, die Stärken des Wettbewerbs weiter zu nutzen und chancengleiche Bedingungen für die verschiedenen Marktakteure zu gewährleisten. Dies stellt die Regulierung in Anbetracht der Vielzahl unterschiedlicher Geschäftsmodelle vor Herausforderungen von wachsender Komplexität, bringt aber gleichzeitig die Chance mit sich, alle Potenziale für den Ausbau von hochleistungsfähigen Netzen auszuschöpfen. Denn die avisierten Breitbandziele werden nicht durch die eine Maßnahme realisiert werden können, sondern nur durch den dezentral jeweils richtigen Mix an Strategien, Technologien und Finanzierungen. Um die sehr ambitionierten Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung erreichen zu können, ist es wichtig, dass alle Marktteilnehmer, die einen produktiven Beitrag leisten können, hierfür die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden. Eine verlässliche Regulierungspraxis trägt wesentlich dazu bei, den Unternehmen die erforderliche Rechtsund Planungssicherheit zu gewährleisten. Dabei sind insbesondere drei Tätigkeitsfelder zu betonen: Zum einen spielt eine vorausschauende Vergabe von Frequenzen eine große Rolle. So hat die Behörde als erste in Europa die Frequenzen der ersten Digitalen Dividende versteigert. Diese sind durch entsprechende Auflagen zunächst insbesondere für die Erschließung des ländlichen Raumes mit der Funk-Technologie LTE genutzt worden. Das war ein großer Erfolg, der auf den privaten Investitionen der Mobilfunknetzbetreiber beruht. Damit die Unternehmen in diesem Bereich auch zukünftig das Vorgehen der Bundesnetzagentur Dezember 2013 Vorwort 3

5 Bundesnetzagentur antizipieren können, haben wir Vorschläge veröffentlicht, die aufzeigen, wie aus unserer Sicht beim Zusammenwirken von Bund, Ländern, Rundfunk und Mobilfunk ehrgeizige Ziele für die Breitbandabdeckung auch im ländlichen Raum rasch erreicht werden können. Wir wollen Impulse für einen transparenten Diskurs zur Bereitstellung von Frequenzen für den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland setzen. Zum zweiten hat die Bundesnetzagentur mit dem Infrastrukturatlas ein umfassendes Auskunftssystem errichtet, mit dessen Hilfe die Synergiepotenziale bei der Verlegung von Netzen ausgeschöpft und entsprechende Einsparungen realisiert werden können. Die Nutzung des bundesweiten Infrastrukturatlas ist seit der Ende 2012 erfolgten Inbetriebnahme einer Online-Version stark gestiegen. Dabei konnte im Lauf des Jahres 2013 die Datenbasis erheblich verbessert werden. Zum dritten stellt die Zugangs- und Entgeltregulierung das zentrale Instrumentarium der Marktregulierung dar. Hierzu gehört vor allem die kürzlich getroffene Vectoring- Entscheidung, mit der durch Verlässlichkeit und Ausgewogenheit eine gute Voraussetzung für den Ausbau schnellerer Internetzugänge geschaffen worden ist. Der Leitgedanke der Vectoring-Entscheidung ist es gerade, allen Netzbetreibern den Einsatz dieser Technologie zu ermöglichen, bereits getätigte Investitionen nicht zu entwerten und effiziente Anreize für neue Investitionen zu setzen. Die positiven Reaktionen sowohl der Deutschen Telekom AG als auch ihrer Wettbewerber zeigen, dass dies aus Sicht beider Seiten gut gelungen ist. An diesem Beispiel lässt sich auch zeigen, dass in Anbetracht der sehr differenziert zu betrachtenden technologischen und strukturellen Randbedingungen detaillierte Marktkenntnisse für sachgerechte Problemlösungen ausschlaggebend sind. Insofern erscheint eine Verlagerung von Einzel-Entscheidungen auf die europäische Ebene jenseits von den Erfordernissen, die aus einem einheitlichen Europäischen Binnenmarkt folgen, nicht geeignet, um den nationalen Marktgegebenheiten angemessen Rechnung zu tragen. Bereits auf nationaler Ebene wird zunehmend die Frage diskutiert, wie einer wachsenden (regionalen) Heterogenität des Netzausbaus und der daraus resultierenden Wettbewerbssituation angemessen Rechnung getragen werden kann. Unabhängig davon gilt es, die Regulierung auf das jeweils unbedingt erforderliche Maß zu begrenzen. In diesem Sinne ist in Deutschland nicht bloß die Anzahl der regulierten Märkte in den vergangenen Jahren kontinuierlich verringert worden, sondern auch die jeweilige Eingriffstiefe. Regulierung darf kein starres Konzept sein, sondern muss auf Marktveränderungen reagieren. Jedoch bedarf es einer vertieften Diskussion der nun von der EU-Kommission vorgelegten Vorschläge auf Basis einer sorgfältigen Analyse, Vorwort Bundesnetzagentur Dezember

6 um Chancen und Risiken möglicher Kurskorrekturen in der Regulierungspolitik abzuwägen. Das bewährte wettbewerbliche Leitbild sollten wir nicht leichtfertig zur Disposition stellen. Der hierzulande sehr vielfältige Wettbewerb wird dafür sorgen, dass es auch bei hochbitratigen Internetzugängen teilweise zu einem Wettbewerb unterschiedlicher Infrastrukturen kommen wird. Aber auch dort, wo sich parallele Netze als unwirtschaftlich erweisen oder selbst ein Hochgeschwindigkeitsnetz nicht ohne eine ergänzende (wettbewerbskonforme) Beihilfengewährung zu erreichen sein wird, sollte die Auswahl der Kunden zwischen verschiedenen Anbietern und Diensteangeboten garantiert bleiben, damit alle Nutzer und der Wirtschaftsstandort Deutschland bestmöglich von den Möglichkeiten eines leistungsstarken TK-Angebots profitieren können. Damit der Wettbewerb zwischen den Anbietern funktionieren kann, ist es wichtig, dass die Verbraucher über eine möglichst valide Grundlage für ihre Entscheidungen verfügen. Deshalb hat die Bundesnetzagentur bereits im Mai dieses Jahres Eckpunkte zur Förderung der Transparenz, insbesondere für Nutzer von Breitbandanschlüssen, veröffentlicht. Speziell bei der Information des Endkunden über die tatsächlich verfügbare Datenübertragungsrate seines konkreten Anschlusses sieht die Bundesnetzagentur deutlichen Handlungsbedarf. Denn durch die flexiblen Angaben zur verfügbaren Bandbreite in den derzeit üblichen Verträgen weiß der Kunde nur vage, womit er rechnen kann. Um hier für mehr Klarheit zu sorgen, haben wir im vergangenen Jahr eine umfangreiche Studie zur Messung der tatsächlichen Geschwindigkeit von Breitbandanschlüssen durchgeführt und diese Messkampagne im Juli dieses Jahres fortgesetzt. Insgesamt haben Endkunden diese Tests bereits rund eine dreiviertel Million Mal genutzt, um ihre Dienstequalität zu überprüfen. Diese bemerkenswerte Resonanz verdeutlicht, wie wichtig den Bürgern Transparenz bei der Qualität ihrer Breitbandzugänge ist. Dieses Signal nehmen wir sehr ernst und werden uns weiter für bessere Kundeninformationen einsetzen, damit die Nutzer in die Lage versetzt werden, die für sie jeweils vorteilhaftesten Angebote auswählen zu können. Informierte Verbraucher und Nutzer sind eine wesentliche Vorbedingung, damit sich im Wettbewerbsprozess am Ende die leistungsfähigsten Unternehmen durchsetzen. Die Bundesnetzagentur wird deshalb mit Nachdruck darauf hinwirken, dass die hierfür notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden und sich die produktiven Kräfte des Wettbewerbs bestmöglich entfalten können. Denn das gemeinsame Ziel muss es sein, den größtmöglichen Nutzen aus der hohen Dynamik im Telekommunikationssektor zu Bundesnetzagentur Dezember 2013 Vorwort 5

7 ziehen und Deutschland fit zu machen für die Herausforderungen der digitalen Zukunft in einer vernetzten Welt. Jochen Homann Präsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen Vorwort Bundesnetzagentur Dezember

8 Inhaltsverzeichnis Vorwort...3 Inhaltsverzeichnis...7 Abbildungsverzeichnis TEIL I WETTBEWERBSENTWICKLUNG...19 ABSCHNITT A GRUNDZÜGE DER MARKTENTWICKLUNG Telekommunikationsdienste insgesamt Außenumsatzerlöse Sachinvestitionen Beschäftigung Telekommunikationsdienste auf Basis von Festnetzanschlüssen Zugänge zur Sprachkommunikation Breitbandanschlüsse DSL-Anschlüsse Breitbandanschlüsse der Kabel-TV-Netzbetreiber Internetzugänge über Satellit Internetzugänge über Glasfaserkabel (FTTB/FTTH) Breitbandverkehrsvolumen in Festnetzen Verbindungsminuten in Festnetzen Teilnehmeranschlussleitung (TAL) Mobilfunk Teilnehmer Mobiles Breitband Kurznachrichten Verbindungsminuten in Mobilfunknetzen ABSCHNITT B ANALYSE UND PERSPEKTIVEN DES WETTBEWERBS Telefondienste und Bündelangebote in Fest- und Mobilfunknetzen Wettbewerbsentwicklung auf dem Markt für Telefonanschlüsse Festnetz-Verbindungen ins In- und Ausland Bündelangebote Kundenverweildauer Bundesnetzagentur Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 7

9 1.5 Komplementarität und Substitution zwischen Festnetz und Mobilfunk Anschlüsse Telefonie Anschlüsse Breitband / Datenübertragung Verkehrsmengen Sprachtelefonie Verkehrsmengen Breitband / Datenübertragung Wettbewerbssituation im Mobilfunk Breitbandmärkte Marktentwicklungen Breitbandanschlüsse DSL-Anschlüsse TV-Kabelanschlüsse Glasfaseranschlüsse Weitere Zunahme bei der Breitbandpenetration Verkehrsmengenentwicklung Anschlusskapazitäten Bündelprodukte und Komplettanschlüsse Breitbanddienste Voice over IP IPTV Vorleistungsmärkte im Breitbandbereich Entbündelter Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung Bitstromzugang Resale Weitere Entwicklungen ABSCHNITT C UNIVERSALDIENST TEIL II TÄTIGKEITEN...93 ABSCHNITT A GRUNDSATZFRAGEN DER MARKTREGULIERUNG Analytisches Kostenmodell für das Breitbandnetz Version Analytisches Kostenmodell Mobilfunk Netzneutralität NGA-Forum Infrastrukturatlas Mitwirkung der Bundesnetzagentur im Gremium der europäischen Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (BEREC) International Roaming Inhaltsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

10 6.1.1 Roaming Verordnung BEREC International Roaming Berichte, Stellungnahmen und Leitlinien Netze der nächsten Generation Netzneutralität im Rahmen von BEREC Empfehlung zu Nichtdiskriminierungsverpflichtungen und Kostenmethodologien zur Förderung des Wettbewerbs sowie Stärkung der Breitbandinvestitionen Überarbeitung der Märkte-Empfehlung Midterm Strategie Verordnungsentwurf zur Schaffung eines digitalen Binnenmarktes Artikel 7/7a Verfahren Mitwirkung in der Gruppe (IRG) Deutsch-israelisches Twinningprojekt ABSCHNITT B ENTSCHEIDUNGEN IM RAHMEN DER MARKTREGULIERUNG Entlassung von Märkten aus der sektorspezifischen Regulierung Zugang von Privat- und Geschäftskunden zum öffentlichen Telefonnetz an festen Standorten (Markt Nr. 1 der Empfehlung 2007) Marktdefinition und Marktanalyse Erlass einer Regulierungsverfügung Verbindungsaufbau im Festnetz und im Bereich der Anrufzustellung in einzelnen Festnetzen (Märkte Nr. 2 und 3 der Empfehlung 2007) Marktdefinition und Marktanalyse Regulierungsverfügungen Maßnahmen im Bereich der Entgeltregulierung Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (Markt Nr. 4 der Empfehlung 2007) Marktdefinition und Marktanalyse Regulierungsverfügung Anordnungsverfahren Maßnahmen im Bereich der Entgeltregulierung Breitbandzugang für Großkunden (Markt Nr. 5) und Breitbandzuführung Marktdefinition und Marktanalyse Maßnahmen im Bereich der Entgeltregulierung Mietleitungen im Abschluss-Segment (Markt Nr. 6 der Empfehlung 2007) Bundesnetzagentur Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 9

11 6.1 Marktdefinition und Marktanalyse Zugangsregulierung Mietleitungen Anrufzustellung in einzelnen Mobilfunknetzen (Markt Nr. 7 der Empfehlung 2007) Marktdefinition und Marktanalyse Regulierungsverfügung Maßnahmen im Bereich der Entgeltregulierung Standardangebote Weitere Regulierungsmaßnahmen im Bereich der Marktregulierung (Sonstige Märkte) Streitschlichtungsverfahren ( 133 TKG) Stellungnahmen im Rahmen von Fördermaßnahmen für den Breitbandausbau ABSCHNITT C GERICHTLICHE VERFAHREN Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen Regulierungsverfügung zu Markt Nr. 1 und der Auferlegung eines Anschluss-Resale Vereinbarkeit der gesetzlichen Pflicht zur Weitergabe von Telefon- Teilnehmerdaten mit dem Unionsrecht Wettbewerbskonformität von Werbemaßnahmen im Zuge von Kündigungen eines marktmächtigen Unternehmens Weitere Entscheidungen Entscheidungen zu Regulierungsverfügungen Auferlegung weiterer Verpflichtungen in der Regulierungsverfügung zu Markt Nr. 4 ( TAL-Regulierungsverfügung ) Regulierungsverfügung zu den Märkten 8 bis 10 und der Zulassung von Kooperationsmöglichkeiten Entscheidungen zu Zugangsanordnungen und Entgeltgenehmigungen Verfassungsmäßigkeit von 35 Abs. 5 Satz 3 TKG Vorläufige Genehmigung von Mobilfunkterminierungsentgelten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung am Schaltverteiler Verfahren bei Neubescheidung eines Entgeltantrags und der Genehmigung einmaliger Entgelte bei der Kündigung des TAL-Zugangs Entscheidung zur Übertragbarkeit von Wegerechten Entscheidungen zum Missbrauch von Rufnummern Inhaltsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

12 2.4.1 Reichweite des Rechnungslegungs- und Inkassierungverbotes nach 67 TKG Abschaltung einer Auskunftsnummer Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot wegen vermeintlicher R- Gespräche ABSCHNITT D NUMMERIERUNG Überblick über die Tätigkeiten Allgemeines Nummerierungskonzept Entwicklung in den einzelnen Nummernbereichen Ortsnetzrufnummern und Nationale Teilnehmerrufnummern Rufnummern der Bereiche 0700, 0800, 0180, 0900 und Nummern für Nutzergruppen und Nummern für Internationale Virtuelle Private Netze Rufnummern für Auskunfts- und Vermittlungsdienste Betreiberkennzahlen und Rufnummern für Online-Dienste Rufnummern für Mobile Dienste Kurzwahlnummern im Mobilfunk Rufnummern für harmonisierte Dienste von sozialem Wert Einheitlicher Behördenruf Nummern für Machine-to-Machine (M2M) Kommunikation Technische Nummern Neukonzeption der Zuteilungen im mobilen See- und Binnenschifffahrtsfunk und im mobilen Flugfunk ABSCHNITT E FREQUENZREGULIERUNG Umsetzung GSM-Konzept Umsetzung Flexibilisierungsentscheidung Bereitstellung von Frequenzen (Bereiche 700 MHz, 900 MHz, 1800 MHz sowie MHz) für mobiles Breitband (Projekt 2016) Überprüfung der Erfüllung der mit den 800 MHz Frequenzen verbundenen Versorgungsauflage Frequenzregulatorische Prüfung des geplanten Zusammenschlussvorhabens E-Plus / Telefónica Wegerecht Internationale Grundlagen der Frequenzregulierung Bundesnetzagentur Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 11

13 7.1 Vorbereitung der Weltfunkkonferenz (WRC-15) und europäische Harmonisierung Europäisches Frequenzinformationssystem (EFIS) Frequenzbereichszuweisung Frequenzplan Frequenzzuteilung Allgemeinzuteilungen von Frequenzen Einzelzuteilungen Einzelne Funkanwendungen Bündelfunk Satellitenfunk Nichtöffentlicher Mobilfunk Amateurfunk Frequenzen für öffentliche Bedarfsträger Kurzzeitzuteilungen Fester Funkdienst unterhalb 30 MHz Punkt-zu-Punkt-Richtfunk Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk (Frequenzen für Broadband Wireless Access) Seefunk und Binnenschifffahrtsfunk Prüf- und Messdienst LTE Überprüfungen der Versorgungsverpflichtung im 800 MHz-Band LTE Drahtloser Netzzugang Mobilfunkversorgung in der Grafschaft Bentheim Verfügbarkeit des Mobilfunks in Notsituationen im Landkreis Görlitz Forschungsprojekt FARAMIR (Flexible and Spectrum Aware Radio Access through Measurements and Modelling in Cognitive Radio Systems) Verträglichkeitsuntersuchungen LTE / drahtlose Mikrofone, Besucherführungssysteme und Hörhilfen im Bereich MHz Frequenzbelegungsmessungen Flugfunk Beobachtung von Bereichen bei 2, 4 und 8 MHz (u. a. Seefunk) Besondere Beobachtungsmessungen im Bereich 6,2-6,4 MHz Automatische Frequenzbelegungsmessungen im Bereich 1,6-27 MHz Manuelle Frequenzbeobachtungen im Kurzwellenbereich Verträglichkeitsuntersuchungen RFID / Kurzwellenempfang im Bereich bei 13,5 MHz Schutz des Amateurfunks gegen Störer aus dem Ausland Inhaltsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

14 12.14 Messungen für Weltraumfunkdienste Prüfung von Frequenznutzungen Bundesweite Überprüfungen von Kabelfernsehanlagen zum Schutz der Sicherheitsfunkdienste ABSCHNITT F TECHNISCHE REGULIERUNG Funkverträglichkeit Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) Sicherheitsfunk-Schutzverordnung (SchuTSEV) Powerline Telecommunication Systems (PLT, PLC) Zukunftssichere EMV-Normen für Kabelfernsehnetze und Rundfunkempfänger Rundfunkempfänger und Multimediageräte Kabelfernsehnetze und Empfängeranschlusskabel Marktüberwachung zur elektromagnetischen Verträglichkeit und zur effizienten Nutzung von Funkfrequenzen Drittstaatenabkommen (MRAs) Anerkennung von Benannten Stellen nach dem FTEG Anerkennung von benannten Stellen nach dem EMVG NANDO-Datenbank Behandlung gewerblicher Schutzrechte (Intellectual Property Rights, abgekürzt IPR) in Standardisierungsorganisationen World Telecommunications Standardization Assembly (WTSA-12 / Weltstandardisierungsversammlung Telekommunikation) Überarbeitung der ITR (International Telecommunication Regulation) Standardisierungsaktivitäten Flugfunk, Seefunk, Richtfunk Interoperabilität im Bereich der Rundfunkübertragung Aktionsbündnis verbraucherfreundliche Endgeräte für horizontale Märkte Austauschbare CA/DRM-Systeme Weitere Aktivitäten als Reaktion auf neue technische Marktentwicklungen Standardisierungsarbeit im Bereich neuer Technologien und rekonfigurierbarer Funksysteme Nutzung von LTE in Mobilfunknetzen Breitbandfunkanwendungen im 2,4 GHz Band WLANs Bundesnetzagentur Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 13

15 11.8 Verkehrstelematik Intelligent Transport Systems (ITS) DECT Ultra Low Energy (ULE) Standardisierungsaktivitäten im Bereich des Digitalen Behördenfunks Multi-Stakeholder Platform on ICT Standardisation (MSP) Bereitstellung von Schnittstellenbeschreibungen Diskussion um Netzabschlussgeräte Informationsverfahren nach EU-Richtlinie 98/34/EG Technische Richtlinie Notrufverbindungen Öffentliche Sicherheit Technische Schutzmaßnahmen nach 109 TKG Technische Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen nach 110 TKG Automatisiertes Auskunftsverfahren nach 112 TKG Sicherstellung der Post und der Telekommunikation ABSCHNITT G KUNDENSCHUTZ, VERBRAUCHERSCHUTZ Verbraucherservice Überblick über die Tätigkeit und Aufgaben des Verbraucherservice Schwerpunkte in der Beratung und der Bearbeitung von Anliegen der Verbraucher Vermittlungsdienst Transparenzmaßnahmen Qualitätsstudie, Auskunftsersuchen, Eckpunkte Anbieterwechsel Schlichtung in der Telekommunikation Bekämpfung von Rufnummernmissbrauch und unerlaubter Telefonwerbung Überblick Preisangabe/ Preisansage Call-by-Call Warteschleifen Abschaltung des Auskunftsdienstes Bekämpfung Rufnummern-Spam SMS-Spam Smartphone-Dialer Dialer mit Anwahl von Rufnummern Untersagung von Abrechnungen angeblicher R-Gespräche Predictive Dialer Verfahrensabschlüsse ohne Maßnahmen Inhaltsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

16 3.4 Verfolgung von unerlaubter Telefonwerbung Internationale Zusammenarbeit Marktüberwachung nach EMVG und FTEG Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt (EMVU/EMF) Erweiterung der Kommunalen Datenbank Nutzung der EMF-Datenbank für die Entschädigungsrichtlinie Einführung Online Hilfe für Nutzer des CB Funks Abrechnungsgenauigkeit Qualität von Internetzugängen Aktivitäten des Prüf- und Messdienstes Störungsbearbeitung Messtechnische Prüfungen im Rahmen der Marktüberwachung Elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU) ABSCHNITT H FERNMELDEGEHEIMNIS UND DATENSCHUTZ ABSCHNITT I QUALIFIZIERTE ELEKTRONISCHE SIGNATUR Marktaspekte Akkreditierung von Zertifizierungsdiensteanbietern Betrieb der Wurzelinstanz durch die Bundesnetzagentur Publikationen Überwachung der Einhaltung der Rechtsvorschriften Gremientätigkeit TEIL III POLITISCHE UND WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG ABSCHNITT A BEIRAT ABSCHNITT B WISSENSCHAFTLICHER ARBEITSKREIS FÜR REGULIERUNGSFRAGEN ABSCHNITT C FORSCHUNGSPROJEKTE ANHANG Bundesnetzagentur Dezember 2013 Inhaltsverzeichnis 15

17 Anhang 1 Grundzüge des nationalen, europäischen und internationalen Rechts im Bereich Telekommunikation Anhang 2 Ergänzende Daten zur Marktentwicklung Anhang 3 Liste mit den Datenlieferanten des Infrastrukturatlas Anhang 4 Anhang 5 Mitglieder des Wissenschaftlichen Arbeitskreises für Regulierungsfragen bei der Bundesnetzagentur Der Nummernraum für das öffentliche Telefonnetz / ISDN in Deutschland Zusammenfassende tabellarische Darstellung Anhang 6 Adressen und Rufnummern der Bundesnetzagentur Anhang 7 Verzeichnis der Abkürzungen und Kurzschreibweisen Inhaltsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

18 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Kennzahlen und Wettbewerberanteile im deutschen Telekommunikationsmarkt Abbildung 2: Außenumsatzerlöse auf dem Telekommunikationsmarkt Abbildung 3: Außenumsatzerlöse nach Segmenten Abbildung 4: Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt.. 25 Abbildung 5: Summe der Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt Abbildung 6: Beschäftigte auf dem Telekommunikationsmarkt Abbildung 7: Zugänge zur Sprachkommunikation Abbildung 8: Abbildung 9: Abbildung 10: Telefonanschlüsse/-zugänge und Wettbewerberanteile in Festnetzen Telefonanschlüsse/-zugänge der alternativen Teilnehmernetzbetreiber Verteilung der Telefonanschlüsse/-zugänge der alternativen Teilnehmernetzbetreiber nach Technologien Abbildung 11: Breitbandanschlüsse in Festnetzen Abbildung 12: Verteilung der vermarkteten Bandbreiten (Q2/2013) Abbildung 13: Anteile an den Breitbandanschlüssen Abbildung 14: DSL-Anschlüsse Abbildung 15: Internetzugänge der Kabel-TV-Netzbetreiber Abbildung 16: Datenvolumen Breitband in Festnetzen Abbildung 17: Abgehende Gesprächsminuten in Festnetzen Abbildung 18: Über alternative Anbieter geführte Gesprächsminuten Abbildung 19: Anteile der alternativen Anbieter nach Verbindungssegmenten Abbildung 20: TAL-Anmietungen Abbildung 21: Teilnehmer und Penetration in Mobilfunknetzen Abbildung 22: Aktive Mobilfunk-Teilnehmer in Mobilfunknetzen Bundesnetzagentur Dezember 2013 Abbildungsverzeichnis 17

19 Abbildung 23: Datenvolumen im Mobilfunk Abbildung 24: Anzahl der regelmäßigen UMTS- und LTE-Nutzer Abbildung 25: Versendete Kurznachrichten per SMS Abbildung 26: Abgehender und ankommender Mobilfunk-Sprachverkehr Abbildung 27: Penetrationsrate von Bündelangeboten Abbildung 28: Kundenverweildauer im ersten Quartal Abbildung 29: Relationen zwischen Festnetz und Mobilfunk beim Sprachverkehr.. 58 Abbildung 30: Entwicklung der Sprachverkehrsrelation zwischen Festnetz und Mobilfunk im EU-Durchschnitt Abbildung 31: Marktanteile im Mobilfunk Abbildung 32: Minutenpreise im Mobilfunk (in Eurocent) Abbildung 33: Penetrationsrate bei der Breitbandversorgung Abbildung 34: Anträge in Phase 3 auf Einsichtnahme nach Bundesländern Abbildung 35: Gebiete, die gemäß Antrag bisher in Phase 3 beauskunftet wurden Abbildung 36: Anträge in Phase 3 nach Einsichtnahmeberechtigten in Prozent Abbildung 37: Abbildung 38: Entwicklung des Anfrageersuchens von berechtigten Stellen und Abfrageantworten bei den TK-Diensteanbietern Abweichung zwischen nutzbarer und vereinbarter Datenübertragungsrate bei unterschiedlichen Produktklassen Abbildung 39: Ergebnisse der abgeschlossenen Verfahren Abbildung 40: Erfolgsquote der zulässigen Verfahren Abbildung 41: EMF-Messreihe 2012 mit der Messpunkteanzahl je Bundesland Abbildung 42: Anteile am Wholesalegeschäft Abbildung 43: Außenumsatzerlöse der Netzbetreiber und Service-Provider im Mobilfunk Abbildung 44: Teilnehmer-Marktanteile der Mobilfunknetze 2012 und Abbildung 45: Entwicklung der Preselection-Einstellungen Abbildung 46: Infrastrukturelle Anbindung von TV-Haushalten zum Jahresende Abbildungsverzeichnis Bundesnetzagentur Dezember

20 Teil I Wettbewerbsentwicklung 19

21

22 Abschnitt A Grundzüge der Marktentwicklung Die Lage und die Entwicklung auf dem Gebiet der Telekommunikation werden im Folgenden anhand ausgewählter Marktstrukturdaten beschrieben. Dazu wird zunächst auf die Umsatzerlöse, Investitionen und Arbeitsplätze der Unternehmen eingegangen. Des Weiteren werden Dienstleistungssegmente mit Bestands-, Verkehrs- und Umsatzzahlen beschrieben. 1 Ergänzende Darstellungen befinden sich im Anhang 2. Ausgewählte Kennzahlen und Wettbewerberanteile zeigt die folgende Übersicht. 1 Summenangaben in Tabellen und Grafiken können rundungsbedingt von der Aufsummierung der Einzelwerte abweichen. Bundesnetzagentur Dezember 2013 Teil I Abschnitt A Grundzüge der Marktentwicklung 21

23 Abbildung 1: Kennzahlen und Wettbewerberanteile im deutschen Telekommunikationsmarkt Kennzahlen e Umsatzerlöse (Mrd. ) Investitionen (Mrd. ) Beschäftigte Telefonanschlüsse/-zugänge (Mio.) Analog/ISDN (inkl. öffentliche Telefonstellen) VoIP über entbündelte DSL-Anschlüsse Sprachzugänge über HFC-Netze 57,8 1) 58,0 57,1 6,2 1) 6, ) 37,9 1) 37,5 37,2 28,4 1) 26,4 23,8 5,8 6,6 8,1 3,5 4,3 5,0 Sprachzugänge über FTTB/FTTH-Netze 0,2 0,2 0,3 Festnetz-Breitbandanschlüsse insgesamt (Mio.) DSL > Deutsche Telekom AG (DT AG) > Wettbewerber 27,3 28,0 28,4 4) 23,5 23,3 23,3 4) 12,3 12,4 12,4 4) 11,2 10,9 10,8 4) davon TAL, Vorleistungen alternativer Carrier, Eigenrealisierung 9,2 9,1 9,0 4) Bitstrom (DT AG) 0,7 0,6 0,8 4) Resale (DT AG) 1,3 1,2 1,0 4) Kabelnetzbetreiber (Wettbewerber) Penetrationsrate Breitband (bezogen auf Haushalte 3) ) TAL-Vermietung der DT AG (Mio.) Mobilfunkteilnehmer (Mio. Vertragsverhältnisse) Penetrationsrate Mobilfunk (bezogen auf Einwohner) 5) 3,6 4,4 4,8 4) 68,8% 70,1% 71,1% 4) 9,7 9,5 9,4 4) 114,1 113,2 113,6 4) 142,1% 1) 140,5% 1) 141,0% 4) Wettbewerberanteile Umsatzerlöse Investitionen Telefonanschlüsse/-zugänge Festnetz-Breitbandanschlüsse DSL (inkl. Bitstrom/Resale) e 54% 56% 55% 52% 1) 56% - 38% 40% 42% 55% 55% 56% 4) 48% 47% 47% 4) 1) aktualisierte Werte 2) Stand ) Anzahl der Haushalte nach Eurostat 4) Stand: ) 80,3 Mio. Einwohner, Stand , 80,5 Mio. Einwohner Stand , destatis, Zensus 2011 Teil I Abschnitt A Grundzüge der Marktentwicklung Bundesnetzagentur Dezember

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