Das Restless-Legs-Syndrom ist eine

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Das Restless-Legs-Syndrom ist eine"

Transkript

1 Wolfgang H. Oertel 1 Karin Stiasny 1 Thomas C. Wetter 2 Claudia Trenkwalder 2 Restless-Legs-Syndrom Die vergessene Krankheit Zusammenfassung Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gehört mit einer Prävalenz von circa zwei bis zehn Prozent zu den häufigsten und gut therapierbaren neurologischen Erkrankungen. Es ist durch einen überwiegend in Ruhesituationen auftretenden Bewegungsdrang, der üblicherweise mit Parästhesien in den Beinen einhergeht, charakterisiert. Typischerweise treten die Beschwerden verstärkt abends und in der Nacht auf und sistieren bei Bewegung. Charakteristisch sind nächtliche unwillkürliche Beinzuckungen, so genannte Periodic Limb Movements. Eine spezifische Therapie sollte erst nach differenzialdiagnostischer Abgrenzung von anderen beinbezogenen Missempfindungen (zum Beispiel Polyneuropathie) und bei deutlicher Beeinträchtigung der Lebens- beziehungsweise Schlafqualität des Patienten erfolgen. In kontrollierten Studien untersuchte Substanzen wie L-DOPA/ DDC-Hemmer in der Standard- und Retardform sowie bieten effiziente und sichere therapeutische Möglichkeiten. Schlüsselwörter: Restless-Legs-Syndrom, Periodic Limb Movement, L-DOPA, Dopaminagonist Summary Restless Legs Syndrome an Overlooked Disease The restless legs syndrome is one of the most common and well treatable neurological diseases with a prevalence of two to ten per cent. RLS symptoms consist of unpleasant sensations in the lower extremities that are accompanied by an urge to move. Symptoms predominantly occur at rest, are more pronounced in the evening and/or at night and are relieved by movement. Characteristically RLS patients have nocturnal periodic movements during sleep and while being awake. After differential diagnosis to distinguish paresthesias due to other diseases (e.g. peripheral neuropathy) pharmacotherapy should be started if RLS symptoms restrict the patient s well being and if sleep disturbances are present. As shown in controlled trials standard and slow release levodopa/ddi and dopamine agonists are effective and save treatment options. Key words: restless legs syndrome, periodic limb movement, L-dopa, dopamine agonist Das Restless-Legs-Syndrom ist eine häufige und oft übersehene Ursache von Schlafstörungen. In polysomnographischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass das RLS in fünf bis neun Prozent Ursache einer Insomnie ist (7, 20). Schätzungen über die Prävalenz des RLS in der Normalbevölkerung schwanken zwischen zwei und zehn Prozent (13, 22, 38), mit einer signifikanten Häufung im höheren Lebensalter (2, 10). In Deutschland leiden 9,4 Prozent der über 65-Jährigen an einem RLS, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind. 40 Prozent der Fälle sind idiopathisch familiär bei autosomal-dominantem Vererbungsmodus (11, 46, 51). Hier können sich RLS-Beschwerden bereits im Kindes- und Jugendalter erstmalig manifestieren. Symptomatische Formen finden sich bei circa 60 Prozent der Patienten. Bei 20 bis 40 Prozent der dialyseabhängigen niereninsuffizienten Patienten besteht ein RLS (9, 32, 57). Gesichert ist auch das Auftreten von RLS in 10 bis 20 Prozent während der Schwangerschaft (13, 14, 17), bei Eisenmangel (14, 15, 28, 39) und bei rheumatoider Arthritis (33). Eine mögliche Verstärkung der RLS-Symptomatik unter einer Behandlung mit Antidepressiva (tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Serotoninwiederaufnahmehemmer, Lithium) und am Dopamin-D2-Rezeptor antagonistisch wirkenden Neuroleptika Metoclopramid ist bekannt (30, 49, 51). Klinische Symptomatik Das Leitsymptom des RLS ist ein unangenehmer Bewegungsdrang der Extremitäten, der ausschließlich überwiegend in Ruhe und Entspannung vor allem und in der Nacht, mit einem Maximum kurz nach Mitternacht, 1 Klinik und Poliklinik für Neurologie (Direktor: Prof. Dr. med. Wolfgang H. Oertel), Philipps-Universität, Marburg 2 Max-Planck Institut für Psychiatrie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Florian Holsboer), München auftritt. Damit verbunden sind sensible Symptome wie Kribbelparästhesien, Ziehen, Reißen, Stechen, Schmerzen vom Patienten nicht näher zu beschreibende Missempfindungen, die unilateral alternierend symmetrisch auftreten. Durch Bewegen der Beine Lagewechsel im Bett können die Beschwerden etwas reduziert werden. Meist ist es jedoch notwendig aufzustehen und umherzugehen, um ein Sistieren eine deutliche Linderung der Beschwerden zu erzielen. Ein Teil der Patienten berichtet über das Auftreten von Zuckungen der Beine. Neben Einschlafstörungen, verursacht durch RLS-Symptome, treten bei vielen Patienten Durchschlafstörungen mit häufigem Erwachen auf. In den nächtlichen Wachphasen stehen die Patienten auf und gehen umher beziehungsweise versuchen durch Wechselduschen, Massagen Gymnastikübungen der Beine die Beschwerden zu lindern. Das primäre idiopathische Restless-Legs-Syndrom unterscheidet sich in seiner klinischen Symptomatik nicht vom sekundären RLS (22). Der neurologische Untersuchungsbefund bei idiopathischen RLS- Patienten ist unauffällig. Bei symptomatischem RLS kann, vor allem bei niereninsuffizienten Patienten, gleichzeitig eine Polyneuropathie vorliegen, die jedoch die Beschwerden nicht hinreichend erklärt. Der Verlauf der Erkrankung ist in aller Regel chronisch progredient, mit initial intermittierendem Auftreten der Beschwerden. Beschwerdefreie Intervalle werden zunehmend seltener und die nächtliche RLS-Symptomatik tritt häufiger und intensiver auf (Textkasten 1) (55). Typische Situationen in denen RLS-Beschwerden auftreten sind im Textkasten 2 beschrieben. Pathophysiologie Aufgrund beobachteter pharmakologischer Wirkungen wird pathophysiologisch eine Störung auf der Transmitter- A 2932 Deutsches Ärzteblatt½Jg. 97 ½Heft 44½3. November 2000

2 Textkasten 1 Diagnosekriterien des RLS (modifiziert nach 23) beziehungsweise Rezeptorebene des zentralen Nervensystems, insbesondere des dopaminergen opioidergen Systems, vermutet (2, 25, 27, 54). Hinsichtlich der lokalisatorischen Zuordnung zeigen funktionelle Kernspinuntersuchungen an Patienten mit RLS eine Aktivierung des Cerebellums und Thalamus während Phasen rein sensibler Symptome beziehungsweise des Nucleus ruber und Hirnstamms während Phasen motorischer Aktivität (PLM) (6). Die Basalganglien scheinen bei der Entstehung des RLS keine wesentliche Rolle zu spielen (48). Eine kortikale Beteiligung wurde bisher nicht angenommen, da elektrophysiologisch kein PLM-assoziiertes Bereitschaftspotenzial auftritt (43). Kürzlich konnte jedoch durch transkranielle Magnetstimulationsuntersuchungen eine verminderte Inhibition des motorischen Systems auf der Ebene des Motorkortex nachgewiesen werden (16, 41). Das Rekrutierungsmuster, die Dauer und Periodizität elektromyographisch erhobener Potenziale lassen auch einen spinalen Ursprung vermuten (44). Diagnostik Die Diagnostik umfasst die Anamnese und eine neurologisch-internistische Untersuchung. Es sollten Laborparameter (Nierenfunktion, Blutbild, Serumeisen und Ferritin) bestimmt und bei Verdacht Klinische/anamnestische Minimalkriterien Bewegungsdrang, üblicherweise assoziiert mit sensiblen Symptomen (Missempfindungen in den Extremitäten [ein- beidseitig] wie Kribbeln, Ziehen, Reißen, Jucken, Brennen, Krämpfe Schmerzen) Motorische Unruhe (Ruhelosigkeit, Dehnen Bewegen der Beine, Umhergehen, Drehen und Wenden im Bett, Reiben Massieren der Beine) Auftreten Verstärkung der Symptome in Ruhe (Bewegung reduziert die Beschwerden vorübergehend) Verstärkung der Symptomatik gegen Abend Nacht Zusätzliche, ergänzende Kriterien Schlafstörungen (Ein- und/ Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung) Unwillkürliche Bewegungen (Periodische Beinbewegungen im Schlaf/Wachzustand in Ruhe [ein- beidseitig]) Klinischer Verlauf (initial meist fluktuierend, im Verlauf kontinuierlich progredient Exazerbationen/Auftreten durch: Niereninsuffizienz, Eisenmangel, Schwangerschaft, Medikamente) Eventuell positive Familienanamnese (autosomal-dominante Vererbung) auf eine Polyneuropathie eine Neurographie und Elektromyographie erfolgen. Lässt sich klinisch-anamnestisch die Diagnose RLS nicht sicher stellen, ist eine Polysomnographie (PSG) indiziert. Diese Untersuchung dient auch dazu, andere spezifische Schlafstörungen, vor allem schlafbezogene Atmungsstörungen, auszuschließen. Typischerweise lassen sich bei RLS-Patienten periodische Beinbewegungen im Wachen und Schlaf (Periodic Limb Movements, PLM) durch Oberflächen-EMG-Ableitungen an den Mm. tibiales anteriores registrieren (Grafik 1). PLM führen vermehrt zu kurzzeitigen Weck- Aufwachreaktionen (PLM-Arousal Awakening) (Grafik 2), sodass die Einschlafzeit verlängert, die Gesamtschlafzeit verkürzt und somit die Schlafeffizienz (Gesamtschlafzeit bezogen auf die im Bett verbrachte Zeit) reduziert ist. Die Anzahl an PLM beziehungsweise assoziierten Weckreaktionen kann als Indikator für den Schweregrad eines RLS dienen. Zur Beurteilung werden hierfür der PLM-Index (Anzahl an PLM bezogen auf die im Bett verbrachte Zeit) und der PLM- Arousal-Index (Anzahl an PLM-Arousal pro Gesamtschlafzeit) herangezogen. Differenzialdiagnostisch sollte vor allem eine Polyneuropathie abgegrenzt werden. Dabei gilt die ungenügende Beschwerdebesserung durch Bewegung als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal. Eine seltene Differenzialdiagnose ist das painful legs and moving toes -Syndrom, das durch ziehende Schmerzen der Beine und unwillkürliche Bewegungen ausschließlich der Zehen charakterisiert ist. Weitere Differenzialdiagnosen werden im Textkasten 3 erläutert (45). Textkasten 2 Typische Situationen, in denen RLS-Symptome bemerkt werden Ruhiges Liegen Sitzen Längere Autofahrten Busreisen Langstreckenflüge Bettlägrigkeit bei Krankenhausaufenthalten Gipsverband Kino- Theaterbesuche Fernsehen Entspannungsübungen Dialysebehandlung Schwangerschaft Grafik sec 5 90 sec 5 90 sec Aktivität des M. tibialis anterior 3. mindestens 4 Einzelbewegungen Die typischerweise bei RLS-Patienten auftretenden periodischen Beinbewegungen (Periodic Limb Movement, PLM) haben definitionsgemäß eine Dauer von 0,5 bis 5 sec und treten in Serien von vier Einzelbewegungen im Abstand von 5 bis 90 sec auf (Kriterien der American Sleep Disorders Association, ASDA). Deutsches Ärzteblatt½Jg. 97 ½Heft 44½3. November 2000 A 2933

3 Therapie Grafik Sekunden Die Indikation zur Therapie stellt sich aus dem subjektiven Leidensdruck beziehungsweise dem Ausmaß der Schlafstörungen. Vor Beginn einer medikamentösen Therapie sollte geklärt werden, ob der Patient Medikamente einnimmt, die ein RLS verstärken auslösen können. Bei symptomatischem RLS steht die Behandlung der Grunderkrankung an erster Stelle, hier vor allem eine Eisensubstitution bei Eisenmangelanämie. Beim urämischen RLS ist die Nierentransplantation die Therapie der Wahl, da RLS-Beschwerden nach einer erfolgreichen Nierentransplantation sistieren. Ist die Möglichkeit einer kausalen Therapie nicht gegeben, sollte eine Pharmakotherapie eingeleitet werden. Dopaminergika stehen an erster Stelle der symptomatischen medikamentösen RLS-Therapie. Kontrolliert beziehungsweise ausreichend geprüfte Substanzen wie L-DOPA in der Standard- und Retardform und wie Pergolid bieten effektive therapeutische Möglichkeiten. Noch in diesem Jahr wird mit einem L-DOPA/Benserazid-Präparat Restex erstmalig in Deutschland ein Medikament für die Behandlung des RLS zugelassen. stehen derzeit noch in der klinischen Prüfung. Die Entscheidung, durch welches Präparat, als Einzel- Mehrfachgabe beziehungsweise in Kombinationstherapie, eine adäquate Wirkung erzielt werden kann, ist vom Schweregrad der Erkrankung, dem Zeitpunkt im Tagesverlauf des Auftretens der Symptomatik, der Dauer der Symptomatik und damit der erforderlichen Wirkdauer des Medikaments sowie von der Erfahrung des behandelnden Arztes abhängig. Der Einnahmezeitpunkt variiert je nach tageszeitlichem Auftreten der Beschwerden und Wirkungseintritt des Medikaments. Angesichts des initial meist fluktuierenden Auftretens und dann chronisch progredienten Verlaufs, sind häufig individuelle Therapieanpassungen notwendig (Textkasten 4). Levodopa Ausschnitt einer polysomnographischen Ableitung eines Patienten mit Restless-Legs-Syndrom. Charakteristisch sind die periodischen Oberflächen-EMG-Aktivierungen (Periodic Limb Movement, PLM), in diesem Ausschnitt vornehmlich des rechten M. tibialis anterior (Kanal 8: rechter M. tibialis anterior; Kanal 9: linker M. tibialis anterior). Nach der vierten Bewegung führen die PLM zum Erwachen des Patienten. Zu beachten ist der in diesem Fall ungewöhnlich kurze Abstand von 10 bis 15 sec zwischen den einzelnen Bewegungen. Kanäle 1 2: Registrierung der Augenbewegungen; Kanäle 3 6 und 14: EEG-Ableitungen (C4-A1, C3-A2, O2-A1, C3-C4); Kanal 7: Oberflächen-EMG der Kinnregion; Kanäle nasale beziehungsweise thorakale Atemexkursionen; Kanal 13: EKG. Der Kanal 12 ist nicht belegt. L-DOPA (plus Dopadecarboxylasehemmer) ist mit einer Therapieerfahrung über acht bis zehn Jahre und mehreren placebokontrollierten Studien derzeit die am besten geprüfte Wirksubstanz (2, 5, 8, 47). Mit 100 bis 200 mg nicht retardiertem zum Beispiel L-DOPA/Benserazid eine Stunde vor dem Schlafengehen kann eine signifikante Abnahme der RLS-Beschwerden insbesondere in der ersten Nachthälfte sowie eine Verbesserung der subjektiven und objektiven Schlafqualität bei idiopathischen und urämischen RLS-Patienten erzielt werden (47). Da die Wirkdauer von L-DOPA als Standardpräparat nur circa vier bis fünf Stunden beträgt, ist in der zweiten Nachthälfte häufig keine ausreichende Wirkung zu erzielen. Sollte diese erforderlich sein, ist die kombinierte abendliche Gabe von L-DOPA als Standard- (100 bis 200 mg) mit einem Retardpräparat (100 bis 200 mg) möglich. Die Überlegenheit der Kombinationstherapie konnte bei RLS-Patienten, die durch alleinige Einnahme von L-DOPA-Standard in der zweiten Nachthälfte nicht beschwerdefrei wurden, kontrolliert gezeigt werden (8). Im Einzelfall kann L-DOPA zusätzlich tagsüber in niedriger Dosierung verordnet werden. Durch die Einnahme von L-DOPA als lösliche Tablette kann der Wirkungseintritt nach unseren Erfahrungen um circa 50 Prozent beschleunigt werden. L-DOPA sollte zu Beginn niedrig dosiert werden und kann bei Bedarf langsam gesteigert werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten unter L-DOPA sowohl bei idiopathischen als auch bei urämischen RLS- Patienten auch bei Langzeitbehandlung bisher nicht auf (3, 18, 37). Dyskinesien das Auftreten psychotischer Symptome bekannte Nebenwirkungen der L-DOPA-Therapie bei Patienten mit Morbus Parkinson im Spätstadium wurden bei RLS-Patienten nicht beobachtet. Das Auftreten von Augmentation Time Shifting eine Zunahme beziehungsweise Verschiebung der RLS-Symptomatik tagsüber nach Beginn einer abendlichen dopaminergen Therapie wird bei manchen RLS-Patienten beobachtet und kann einen limitierenden Faktor in der Therapie des RLS darstellen. Möglicherweise ist dieses Phänomen dosisabhängig. Eine Maximaldosis von 400 mg L-DOPA sollte daher nicht überschritten werden. Gegebenenfalls sollte die Therapie dann unter gleichzeitiger Dosisreduktion von L-DOPA auf einen umgestellt werden. Besondere Vorteile der L-DOPA-Therapie stellen der schnelle Wirkungseintritt und die gute Steuerbarkeit dar. A 2936 Deutsches Ärzteblatt½Jg. 97 ½Heft 44½3. November 2000

4 Bromocriptin (Halbwertszeit drei bis acht Stunden) zeigte sich als erster Dopaminagonist in einer Studie mit sechs RLS-Patienten als effektiv und gut verträglich (52). Durch den Pergolid kann aufgrund der längeren Halbwertszeit von 7 bis 16 Stunden eine kontinuierliche Wirkung für die gesamte Dauer der Nacht erzielt werden, wie in einer placebokontrollierten Monotherapie-Studie mit 28 idiopathischen RLS-Patienten gezeigt wurde. Bei einer mittleren Dosis von 0,5 mg (0,25 bis 0,75 mg) konnte eine wesentliche Verbesserung der RLS-Symptomatik sowie eine signifikante Reduktion der PLM und assoziierter Weckreaktionen und folglich eine wesentliche Verlängerung der Schlafdauer erzielt werden (56). Bei RLS-Patienten, die unter L-DOPA Augmentationsphänomene zeigten, konnten wir mit einer mittleren Dosis von 0,4 mg (0,1 bis 1,25 mg) Pergolid neben einer Verbesserung der nächtlichen RLS- Symptomatik ein Sistieren der Tagesbeschwerden beobachten (58). Um periphere dopaminerge Nebenwirkungen wie arterielle Hypotonie, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden, sollte unbedingt eine langsame Dosissteigerung (beginnend mit 0,05 mg) erfolgen und zumindest initial Domperidon komediziert werden. Pergolid sollte bei späterem Wirkungseintritt circa zwei Stunden vor Einsetzen der RLS-Beschwerden eingenommen werden. In einer offenen, polysomnographischen Studie (n = 9) konnte die gute Wirksamkeit von Cabergolin auf die RLS-Symptomatik und das Schlafverhal- Textkasten 3 Differenzialdiagnosen des Restless-Legs- Syndroms Polyneuropathie Radikulopathien Kompressionssyndrome peripherer Nerven Spinale Prozesse Nächtliche Wadenkrämpfe Syndrom der schmerzhaften Muskelfaszikulationen nach körperlicher Aktivität Painful legs and moving toes Periphere Durchblutungsstörungen Chronisch venöse Insuffizienz Einschlafmyoklonien Akathisie Grafik 3 Indikation: Einschränkung der Lebens- bzw. Schlafqualität Indikation: Einschränkung (Ein- und/ Durchschlafstörungen, der Lebens- bzw. Schlafqualität Tagesmüdigkeit, RLS am Tage) (Ein- und/ Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, RLS am Tage) Kausale Therapie: Absetzen von Pharmaka, die RLS verstärken können Kausale Therapie: Absetzen (u. a. Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten, von Pharmaka, die RLS verstärken Antidepressiva), können (u. Eisensubstitution a. Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten, bei Eisenmangel, Antidepressiva), Eisensubstitution Nierentransplantation bei Eisenmangel, bei terminaler Niereninsuffizienz Nierentransplantation bei terminaler Niereninsuffizienz Symptomatische Therapie: Sporadisches leichtes RLS, mit Einschlafstörungen Dopaminergika Dauerbehandlung, RLS mit Durchschlafstörungen RLS mit Symptomen tagsüber Textkasten 4 Praktische Therapieempfehlungen Wann therapieren? Bei starkem Leidensdruck des Patienten Bei schweren Schlafstörungen Wenn Tagesmüdigkeit etwa die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt Wie therapieren? Zunächst eine Testdosis L-DOPA/Dopadecarboxylasehemmer (100/25 mg) um ein Ansprechen zu prüfen Bei Einschlafstörungen: ½ bis 1 Tablette L-DO- PA/ DDI (100/25 mg) etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen, maximal 2 Tabletten Bei Durchschlafstörungen: zusätzlich zur Abenddosis 1 bis 2 Tabletten/Kapseln retardiertes L-DOPA/DDI Bei Beschwerden tagsüber, beispielsweise während der Dialyse: 1 Tablette schnell anflutendes L-DOPA/DDI eine halbe Stunde vor Dialysebeginn In schweren Fällen Augmentation unter L- DOPA bei Überschreiten der täglichen L-DO- PA- Maximaldosis von 400 mg Kombination mit Umstellung auf einen L-Dopa standard*3 (+ Decarboxylasehemmer) 100/25 200/50 mg vor dem Schlafengehen Cabergolin 1 3 mg*1 (Beginn mit 0,5 mg) einmal tagsüber Pramipexol 0,088 0,36 mg*2 + L-Dopa retard*2 (+ Decarboxylasehemmer) 100/25 200/50 mg vor dem Schlafengehen Pergolid 0,25 0,75 mg*3 (Beginn mit 0,05 mg) ggf. + Domperidon 3 x mg Pergolid 0,15 0,5 mg*3 (Beginn mit 0,05 mg) + Domperidon 3 x mg Augmentation unter L-DOPA Wirkverlust von L-DOPA Schweres Restless Legs Syndrom Lisurid 0,1 0,4 mg*1 Ropinirol 0,5 4 mg*1 α-dhec mg*1 1 bis 2 mal abends tagsüber *3 Therapieempfehlung stützt sich auf mehrere placebokontrollierte Studien *2 Mindestens eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit ausreichender Fallzahl *1 Empirische Therapieempfehlung Therapieschema des Restless-Legs-Syndroms A 2938 Deutsches Ärzteblatt½Jg. 97 ½Heft 44½3. November 2000

5 ten insbesondere bei RLS-Patienten, die unter L-DOPA-Therapie eine Augmentation entwickelten, gezeigt werden. Cabergolin besitzt unter den die längste Halbwertszeit von circa 65 Stunden, sodass dadurch auch bei schwer Betroffenen über 24 Stunden eine Beschwerdefreiheit beziehungsweise eine deutliche Beschwerdereduktion erzielt werden kann (6). Erste Erfahrungen mit den Non-Ergot- Ropinirol (offene Studie, n = 16) (29) und Pramipexol (placebokontrolliert, n = 10; offene Studie n=18) (26) (35) zeigen ebenfalls eine gute Wirksamkeit, bei geringem Nebenwirkungsprofil. Dies konnte auch in offenen Studien mit den beiden Ergot- Lisurid (n=13) (12) und a-dihydroergotamin (n=16) (42) nachgewiesen werden. Opioide Bei unzureichendem Ansprechen auf Dopaminergika können Opioide im Einzelfall eingesetzt werden. Eine placebokontrollierte Studie mit zwei- bis dreimaliger nächtlicher Gabe von 25 mg Oxycodon belegte eine signifikante Besserung der RLS-Symptomatik und der Schlafstörungen (53). In einer offenen Studie berichteten sieben von zwölf Patienten eine komplette annähernde Beschwerdefreiheit durch die Einnahme von 50 bis 150 mg Tramadol (21). Andere Substanzen Durch Carbamazepin in Dosierungen von 200 bis 500 mg kann bei zwei Drittel der Patienten eine Verbesserung der RLS-Beschwerden und des Schlafs erzielt werden (40, 59). In offenen Therapiestudien zeigte das Antikonvulsivum Gabapentin bei allen 16 behandelten RLS-Patienten eine 50- bis 100-prozentige Besserung der RLS-Symptomatik (23) beziehungsweise eine Beschwerdelinderung bei 50 Prozent der acht Studienpatienten (1). In einer offenen Studie mit zehn Patienten, die an PLM-bedingten Schlafstörungen litten und zum Teil zusätzlich ein leicht ausgeprägtes RLS aufwiesen, besserte die abendliche Gabe von 12,4 mmol Magnesium die Symptomatik (19). Benzodiazepine beeinflussen die RLS-Symptomatik und das Schlafverhalten positiv, scheinen jedoch keine spezifische Wirkung auf das Auftreten von PLM zu haben (4, 24, 31), sodass sie derzeit nicht zur Therapie der engeren Wahl gehören. Sollten Patienten unter einer dopaminergen Therapie über vermehrte Wachheit und Einschlafstörungen klagen, obwohl eine Besserung ihrer RLS-Symptomatik eintritt, kann eine vorübergehende Kombination mit einem Benzodiazepin mit pharmakologisch ähnlichen Substanzen (zum Beispiel Zolpidem) hilfreich sein. Clonidin, welches in einer kontrollierten Studie eine Reduktion der RLS-Beschwerden, ohne wesentliche Verbesserung schlafpolygraphischer Parameter bewirkte, ist als alternative Therapieform derzeit ebenfalls nicht zu empfehlen (50). Unwirksame Substanzen Die Wirksamkeit folgender Substanzen, die teilweise zur Behandlung des RLS eingesetzt wurden, konnte bisher durch Studien nicht belegt werden: Zink, Vitamin B1, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Dextran, Propranolol. Praktische Therapieempfehlungen sind im Textkasten 4 und in der Grafik 3 aufgezeigt. Eine individuelle Therapieanpassung ist in jedem Fall bei einer Dauertherapie intermittierend erforderlich. Empirisch zeigt sich, dass ein Wechsel der Substanzen oft noch eine Verbesserung des Therapieeffekts bewirkt. Therapiepausen sind bei mittlerem bis schwerem RLS zwar erwünscht, jedoch wegen der ausgeprägten Symptomatik vom Patienten meist nicht mehr zu tolerieren. Betroffene haben sich zu einer Selbsthilfegruppe zusammengeschlossen. Informationsmaterial ist gegen Einsendung von 3 DM in Briefmarken unter folgender Adresse erhältlich: Restless Legs RLS e.v., Schillerstraße 3a, München, Telefon: 089/ , Fax: 089/ Zitierweise dieses Beitrags: Dt Ärztebl 2000; 97: A [Heft 44] Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet ( erhältlich ist. Anschrift für die Verfasser: Dr. med. Karin Stiasny Klinik und Poliklinik für Neurologie Philipps-Universität Marburg Rudolf-Bultmann-Straße 8, Marburg Referiert Transdermales Testosteron bei ovarektomierten Frauen Jan L. Shifren et al. konnten anhand einer placebokontrollierten Doppelblindstudie beweisen, dass schon physiologische Mengen von Testosteron ( µg), das transdermal mithilfe eines Pflasters verabreicht wurde, zusammen mit oralem, konjugiertem Pferde-Östrogen genügen, um bei ovarektomierten Frauen einen deutlichen Anstieg der Häufigkeit von Geschlechtsverkehr, sexuellen Phantasien und Masturbation hervorzurufen. Auch das psychische Wohlbefinden und depressive Verstimmungen konnten nachweislich gebessert werden. Frauen nach einer Ovarektomie werden in der Regel nur mit Östrogen substituiert. Diese Therapie allein kann nicht verhindern, dass die betroffenen Frauen ein reduziertes Geschlechtsleben beklagen. In früheren Versuchen konnte gezeigt werden, dass mithilfe von zusätzlichen Testosterongaben (hochdosierte i.m. Injektionen Hormonimplantate) der ovarielle Ausfall der körpereigenen Testosteronproduktion kompensiert werden kann. Durch eine physiologische Testosterondosis lassen sich nun auch unerwünschte Wirkungen des Hormons wie Hirsutismus und Akne vermeiden und damit Frauen nach chirurgisch induzierter Menopause wirkungsvoll therapieren. gro Jan L Shifren et al.: Transdermal testosterone treatment in women with impaired sexual function after oophorectomy. N Engl J Med 2000; 343: Dr. Jan L. Shifren, Department of Obstetrics and Gynecology, Massachusetts General Hospital, Boston, USA. A 2940 Deutsches Ärzteblatt½Jg. 97 ½Heft 44½3. November 2000

Bewegungsstörungen im Schlaf. Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Bewegungsstörungen im Schlaf. Restless-Legs-Syndrom (RLS) Bewegungsstörungen im Schlaf Restless-Legs-Syndrom (RLS) RLS Häufige neurologische Erkrankung Altersabhängige Prävalenz von 3-10 % 9,4% der über 65 Jährigen Frauen deutlich häufiger betroffen 40% idiopathisches

Mehr

Restless legs - Syndrom. Stefan Weis, Neckarsulm

Restless legs - Syndrom. Stefan Weis, Neckarsulm Restless legs - Syndrom Stefan Weis, Neckarsulm Kurzbeschreibung I Das Restless-Legs-Syndrom ist eine chronisch-progrediente Erkrankung mit sehr variabler klinischer Ausprägung von milden, intermittierenden

Mehr

Auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die noch bis zum 1. Oktober in

Auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), die noch bis zum 1. Oktober in Restless-Legs-Syndrom: Ein besseres Leben ist möglich Die Qual der ruhelosen Beine ist eine kaum bekannte Volkskrankheit Wiesbaden (29. September 2011) Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung sind von einem

Mehr

Neurologische Komplikationen bei Nierenerkrankungen

Neurologische Komplikationen bei Nierenerkrankungen Neurologische Komplikationen bei Nierenerkrankungen H. Lohner Neurologische Klinik RoMed Klinikum Rosenheim 10.05.2012 1 Übersicht Enzephalopathie/ Demenz Urämische Neuropathie Restless legs Syndrome Myopathie

Mehr

D ie unruhigen B eine

D ie unruhigen B eine Wenn die Beine nicht zur Ruhe kommen... RLS restless legs syndrome D ie unruhigen B eine Dieter VOLC, Wien R L S B eschwerden Typischerweise treten quälende MISSEMPFINDUNGEN (Kribbeln, Reißen, Krämpfe,

Mehr

Der Dopaminagonist neu in der Behandlung von RLS

Der Dopaminagonist neu in der Behandlung von RLS Der Dopaminagonist neu in der Behandlung von RLS Dr. Müller, ich habe schon eine Ewigkeit nicht mehr richtig geschlafen. Ich bin todmüde und habe ein eigenartiges, gräss-liches kribbelndes Gefühl in den

Mehr

Parasomnien, Motorische Störungen im Schlaf. Seminar Schlafstörungen FU Berlin, 30. Juni 2006

Parasomnien, Motorische Störungen im Schlaf. Seminar Schlafstörungen FU Berlin, 30. Juni 2006 Parasomnien, Motorische Störungen im Schlaf Seminar Schlafstörungen FU Berlin, 30. Juni 2006 Kriterien des Schlafes Entspannte Körperposition Reduktion des Muskeltonus Verringerte Reaktivität auf Reize

Mehr

Restless-Legs-Syndrom Informationen für Patienten

Restless-Legs-Syndrom Informationen für Patienten Restless-Legs-Syndrom Informationen für Patienten Ursachen Symptome Diagnose Behandlung Inhalt 1. Häufigkeit und Ursachen Das Restless-Legs-Syndrom 5 Verbreitung des Restless-Legs-Syndroms 5 Idiopathisches

Mehr

Restless Legs-Syndrom

Restless Legs-Syndrom Restless Legs-Syndrom Prof. Dr. med. Johannes Mathis, Klinik für Neurologie, Inselspital Bern 1. Definition Das «Restless Legs Syndrom» (RLS) ist eine häufige, chronisch verlaufende Erkrankung, charakterisiert

Mehr

RESTLESS LEGS UND PLMS.

RESTLESS LEGS UND PLMS. RESTLESS LEGS UND PLMS. DAS "RESTLESS LEGS"-SYNDROM (RLS) (zu deutsch «ruhelose Beine») «Es ist, als würden Ameisen unter meiner Haut krabbeln, wenn ich meine Beine stillhalte.» «Meine Beine verlangen

Mehr

Wenn Unruhe zum Alltag wird: Das Restless Legs Syndrom quält Millionen

Wenn Unruhe zum Alltag wird: Das Restless Legs Syndrom quält Millionen Wenn Unruhe zum Alltag wird: Das Restless Legs Syndrom quält Millionen Als die Symptome schlimmer wurden, war es für mich unmöglich, ein Konzert zu besuchen. Ich war unfähig still zu sitzen. Die Menschen

Mehr

Das RLS Restless legs - Syndrom der unruhigen Beine

Das RLS Restless legs - Syndrom der unruhigen Beine Seite 4 Volc et al, RLS Das RLS Restless legs - Syndrom der unruhigen Beine Dieter Volc, Gerhard Daniel Korrespondenzadresse: Primarius Dr. Dieter Volc Facharzt für Neurologie&Psychiatrie Initiative Restless

Mehr

Aktuelle Behandlung bei M. Parkinson: Update Früh - bis Spätphase. Prof. Dr. J. Kassubek Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Ulm

Aktuelle Behandlung bei M. Parkinson: Update Früh - bis Spätphase. Prof. Dr. J. Kassubek Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Ulm Aktuelle Behandlung bei M. Parkinson: Update Früh - bis Spätphase Prof. Dr. J. Kassubek Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Ulm Hawkes et al., Parkinsonism Rel Dis 2010 Morbus Parkinson: Therapie-Prinzipien

Mehr

Fatique Restless legs - Gangstörung

Fatique Restless legs - Gangstörung Fatique Restless legs - Gangstörung MS-Tag 2012 MS-Zentrum Zertifikat der DMSG Prof. Dr. med. Helmut Buchner und klinische Neurophysiologie Recklinghausen Fatigue MS-Fatigue: vorzeitige allgemeine physische

Mehr

L-Dopa und Dopaminagonisten: Einfluss auf Schlaf und Vigilanz

L-Dopa und Dopaminagonisten: Einfluss auf Schlaf und Vigilanz Klinik für Neurologie Parkinson und Schlaf L-Dopa und Dopaminagonisten: Einfluss auf Schlaf und Vigilanz Dr. med. Manuel Bertschi, Oberarzt Informationstagung Parkinson Schweiz, 20.10.2016, Basel Inhalt

Mehr

1 99 % Häufigkeit und Einteilung der Schlafstörungen. Häufigkeit von Schlafstörungen

1 99 % Häufigkeit und Einteilung der Schlafstörungen. Häufigkeit von Schlafstörungen Häufigkeit und Einteilung der Schlafstörungen Patientenkongress Berlin, 16. 6. 2007 Peter Geisler Schlafmedizinisches Zentrum Psychiatrische Universitätsklinik am Bezirksklinikum Regensburg Häufigkeit

Mehr

Schmerzen und Schlafstörungen bei HMSN: Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

Schmerzen und Schlafstörungen bei HMSN: Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es? Schmerzen und Schlafstörungen bei HMSN: Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es? Matthias Boentert Klinik für Neurologie, Sektion Schlafmedizin Universitätsklinikum Münster mb mb Schmerzen Schmerz ist

Mehr

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Die Behandlung der Parkinson-Erkrankung setzt sich aus mehreren Elementen zusammen. Dazu gehört zunächst eine Aufklärung

Mehr

Patienten-Informationen

Patienten-Informationen Deutsche restless legs vereinigung Das Restless Legs Syndrom das Syndrom der unruhigen Beine Patienten-Informationen Was verbirgt sich hinter dem Begriff Restless Legs Syndrom RLS? Das Restless Legs Syndrom

Mehr

Homepage: Online-Datenbank mit Autoren- und Stichwortsuche

Homepage: Online-Datenbank mit Autoren- und Stichwortsuche Restex(R) - Erste Zulassung zur Therapie des Restless Legs-Syndrom (RLS) Journal für Neurologie Neurochirurgie und Psychiatrie 2004; 5 (1), 66-68 Homepage: www.kup.at/ JNeurolNeurochirPsychiatr Online-Datenbank

Mehr

Restless Legs Syndrom (RLS)

Restless Legs Syndrom (RLS) Restless Legs Syndrom (RLS) Diagnose Ursachen Therapie PATIENTENINFORMATION Inhaltsverzeichnis Häufigkeit und Ursachen Was ist das Restless Legs Syndrom?... 3 Wie häufig ist das RLS?... 3 Was ist das idiopathische

Mehr

AMB 2014, 48, 73. Neues zur Behandlung von Restless legs

AMB 2014, 48, 73. Neues zur Behandlung von Restless legs AMB 2014, 48, 73 Neues zur Behandlung von Restless legs Zusammenfassung: Die Therapieergebnisse beim Restless-legs-Syndrom sind nach wie vor unbefriedigend. Vor einer medikamentösen Behandlung sollten

Mehr

Lichttherapie, Schlafrestriktion und mehr.. Wie finde ich zu meinem Schlaf? ICC, Berlin

Lichttherapie, Schlafrestriktion und mehr.. Wie finde ich zu meinem Schlaf? ICC, Berlin Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie Lichttherapie, Schlafrestriktion und mehr.. Wie finde ich zu meinem Schlaf? ICC, Berlin 16.06.2007 Priv.-Doz. Dr. Magdolna Hornyak Oberärztin Schlafmedizinisches

Mehr

Wie können wir in Zukunft diese Fragen beantworten?

Wie können wir in Zukunft diese Fragen beantworten? Parkinson Krankheit: Diagnose kommt sie zu spät? Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder Mannheim (23. September 2010) - Die Frage, ob derzeit die Diagnosestellung einer Parkinson-Erkrankung zu spät kommt,

Mehr

"Zappelphilipp" in der Hausarztpraxis - oder: Das Restless-legs-Syndrom (RLS) Dr. Cornelia Goesmann. Nieders. Ärzteblatt 1998/6

Zappelphilipp in der Hausarztpraxis - oder: Das Restless-legs-Syndrom (RLS) Dr. Cornelia Goesmann. Nieders. Ärzteblatt 1998/6 "Zappelphilipp" in der Hausarztpraxis - oder: Das Restless-legs-Syndrom (RLS) Dr. Cornelia Goesmann Nieders. Ärzteblatt 1998/6 Obwohl bereits im 17. Jahrhundert von Thomas Willis beschrieben, fand das

Mehr

individualisierten Therapie

individualisierten Therapie Gastrointestinale Störungen bei Morbus Parkinson: Herausforderung für Klinik und Praxis in der individu Gastrointestinale Störungen bei Morbus Parkinson Herausforderung für Klinik und Praxis in der individualisierten

Mehr

2

2 1 2 3 Auf die Frage, warum Lebewesen schlafen, gibt es bis zum heutige Tage seitens der Schlafforschung noch keine eindeutige Antwort. Schlaf ist für den außenstehenden Betrachter ein Zustand der Ruhe.

Mehr

Das Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom Das Restless-Legs-Syndrom Keine vergessene Krankheit Matthias Freidel 28 Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine häufige neurologische Störung, die gut und sicher zu diagnostizieren ist. Anhand von Minimalkriterien

Mehr

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD)

Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Restless-Legs-Syndrom (RLS) und Periodic Limb Movement Disorder (PLMD) Was gibt es Neues? Diagnose/Zusatzuntersuchungen Die Minimalkriterien zur Diagnose RLS wurden in einer Konsensuskonferenz des National

Mehr

Die vielen Gesichter des Parkinson

Die vielen Gesichter des Parkinson Die vielen Gesichter des Parkinson Prof. Rudolf Töpper Asklepios Klinik Harburg Sylt Harburg (Hamburg) Falkenstein Ini Hannover Bad Griesbach Sichtweisen der Erkrankung Klinik Hamburg-Harburg typischer

Mehr

Karoline Wenzel. so häufig wie Männer betroffen. Das RLS ist mit einer Prävalenz bei Kaukasiern von 3 10 % eine der häufigsten neurologischen

Karoline Wenzel. so häufig wie Männer betroffen. Das RLS ist mit einer Prävalenz bei Kaukasiern von 3 10 % eine der häufigsten neurologischen DOI 10.1007/s00739-016-0318-x The Author(s) 2016. This article is available at SpringerLink with Open Access Karoline Wenzel Universitätsklink für Neurologie, LKH-Univ. Klinikum Graz, Graz, Österreich

Mehr

Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom Restless-Legs-Syndrom Wechseln zu: Navigation, Suche Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) bzw. Ruhelose-Beine-Syndrom, auch Wittmaack- Ekbom-Syndrom genannt, ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen

Mehr

Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Dr. med. Andres Ricardo Schneeberger, Co-Chefarzt 1

Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Dr. med. Andres Ricardo Schneeberger, Co-Chefarzt 1 Schlafstörungen Wie komme ich zu meinem verdienten Ruheschlaf? 25. Februar 2014 Schneeberger, Co-Chefarzt 1 KOMPETENT UND GEMEINSAM FÜR LEBENSQUALITÄT Was ist Schlaf? Ein Zustand der äußeren Ruhe bei Menschen

Mehr

Studie bestätigt Wirksamkeit von Neurodoron

Studie bestätigt Wirksamkeit von Neurodoron Studie bestätigt Wirksamkeit von Neurodoron Schwäbisch Gmünd (12. August 2010) - Neurodoron von Weleda ist ein sehr gut wirksames und verträgliches Arzneimittel bei der Behandlung von Patienten, die stressbedingt

Mehr

Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Restless-Legs-Syndrom (RLS) J. Winkelmann, C. Gerloff Restless-Legs-Syndrom (RLS) ISBN 978-3-17-024492-4 Kapitel I10 aus T. Brandt, H.C. Diener, C. Gerloff (Hrsg.) Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen 6., vollständig

Mehr

Restless Legs Syndrom. Diagnose Ursachen Therapie PATIENTENINFORMATION

Restless Legs Syndrom. Diagnose Ursachen Therapie PATIENTENINFORMATION Restless Legs Syndrom Diagnose Ursachen Therapie PATIENTENINFORMATION Inhaltsverzeichnis Häufigkeit und Ursachen Was ist das Restless Legs Syndrom?... 3 Wie häufig ist das RLS?... 3 Was ist das idiopathische

Mehr

Schlafstörungen bei Dialysepatienten

Schlafstörungen bei Dialysepatienten 2. / 3. Dezember 2011 Schlafstörungen bei Dialysepatienten Ivo Quack Klinik für Nephrologie Universitätsklinikum Düsseldorf Schlafstörungen bei Dialysepatienten Epidemiologie der Schlafstörungen bei Dialysepatienten

Mehr

Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen Diagnose

Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen Diagnose Morbus Fabry - Niereninsuffizienz Kardiomyopathie Neurologische Störungen - Vom unklaren Sympto Morbus Fabry Niereninsuffizienz Kardiomyopathie Neurologische Störungen Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen

Mehr

15. Informationstagung der Reha Rheinfelden. Pharmakotherapie des idiopathischen Parkinsonsyndroms

15. Informationstagung der Reha Rheinfelden. Pharmakotherapie des idiopathischen Parkinsonsyndroms 15. Informationstagung der Reha Rheinfelden Pharmakotherapie des idiopathischen Parkinsonsyndroms Dr. med. Florian von Raison, assoziierter Arzt, Neurologische Klinik, Universitätsspital (USB) Donnerstag,

Mehr

Schlaf, Atmung und Restless Legs bei HMSN

Schlaf, Atmung und Restless Legs bei HMSN Schlaf, Atmung und Restless Legs bei HMSN Matthias Boentert Klinik für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen Department für Neurologie Universitätsklinikum Münster matthias.boentert@ukmuenster.de

Mehr

Symptome und Diagnosestellung des Morbus Parkinson

Symptome und Diagnosestellung des Morbus Parkinson meine Hand zittert habe ich etwa Parkinson? Symptome und Diagnosestellung des Morbus Parkinson Dr. med. Sabine Skodda Oberärztin Neurologische Klinik Morbus Parkinson chronisch fortschreitende neurodegenerative

Mehr

SCHLAFSTÖRUNGEN & TAGESMÜDIGKEIT BEI PARKINSON

SCHLAFSTÖRUNGEN & TAGESMÜDIGKEIT BEI PARKINSON Mit freundlicher Unterstützung von DESITIN, www.desitin.de SCHLAFSTÖRUNGEN & TAGESMÜDIGKEIT BEI PARKINSON Ein Vortrag für Betroffene und Angehörige Auf Basis der Patientenbroschüre SCHLAFSTÖRUNGEN & TAGES-

Mehr

Restless-Legs-Syndrom

Restless-Legs-Syndrom Wenn die unruhigen Beine zur Qual werden Restless-Legs-Syndrom Holger Stark Institut für Pharmazeutische Chemie Biozentrum, Johann Wolfgang Goethe-Universität E-Mail: h.stark@pharmchem.uni-frankfurt.de

Mehr

Schlucken / Verdauung und Darm. Aufmerksamkeit / Gedächtnis

Schlucken / Verdauung und Darm. Aufmerksamkeit / Gedächtnis Parkinson-Tagebuch: Untersuchung Ihrer Symptome Um das Parkinson-Tagebuch auszufüllen, folgen Sie bitte den Anweisungen der vorherigen Seite. Schlafstörungen abe Probleme, nachts einzuschlafen abe Probleme,

Mehr

Schlafmedizin - Schlafstörungen. Dr. Andor Harrach Vorlesung Psychotherapie Semmelweis Universität, SS 2015

Schlafmedizin - Schlafstörungen. Dr. Andor Harrach Vorlesung Psychotherapie Semmelweis Universität, SS 2015 Schlafmedizin - Schlafstörungen Dr. Andor Harrach Vorlesung Psychotherapie Semmelweis Universität, SS 2015 Definition von Schlafstörungen Diskrepanz zwischen Schlafbedürfnis und Schlafvermögen unzureichender

Mehr

Parkinson. durch Medikamente. Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin. Patienteninformation. Praxisstempel Stand April 2010

Parkinson.  durch Medikamente. Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin. Patienteninformation. Praxisstempel Stand April 2010 www.desitin.de Parkinson symptome durch Medikamente Praxisstempel Patienteninformation 213100 Stand April 2010 Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin Liebe Leserin, lieber Leser, das vorliegende Informationsblatt

Mehr

Migräne und andere zyklische Syndrome bei Kindern

Migräne und andere zyklische Syndrome bei Kindern Migräne und andere zyklische Syndrome bei Kindern Inselspital Bern, Auditorium Ettore Rossi Sandra Bigi, MD MSc Abteilung für Neuropädiatrie Universitätskinderklinik Inselspital Bern sandra.bigi@insel.ch

Mehr

Schlafstörungen und Schmerzen

Schlafstörungen und Schmerzen Schlafstörungen und Schmerzen Dr. med. Christoph Schenk Arzt für Neurologie und Psychiatrie Arzt für Psychotherapeutische Medizin Schlafmedizin Leitung des Ambulanten Schlaflabor Osnabrück www.schlafmedizin.de

Mehr

Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen Dr. Robert Göder Schlaflabor Kiel

Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen Dr. Robert Göder Schlaflabor Kiel Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen Dr. Robert Göder Schlaflabor Kiel Was ist Schlaf? Ein veränderter Zustand unseres Bewußtseins Ein Zustand mit hoher Abschirmung von der Außenwelt Ein Zustand,

Mehr

Diabetische Neuropathie Praxisgerechte Umsetzung der Leitlinien

Diabetische Neuropathie Praxisgerechte Umsetzung der Leitlinien Diabetische Neuropathie Praxisgerechte Umsetzung der Leitlinien Univ. Prof. Dr. med. Jochen Seufert, FRCPE, Freiburg Dreseden (1. Juni 2011) - Die diabetischen Neuropathien können neben den Veränderungen

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten. Tabletten gegen Magen-Darm-Beschwerden Similasan

Gebrauchsinformation: Information für Patienten. Tabletten gegen Magen-Darm-Beschwerden Similasan 1 Gebrauchsinformation: Information für Patienten Tabletten gegen Magen-Darm-Beschwerden Similasan Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels

Mehr

Verbesserte Lebensqualität für Brustkrebspatientinnen unter Chemotherapie

Verbesserte Lebensqualität für Brustkrebspatientinnen unter Chemotherapie Neue Studie zu Iscador Verbesserte Lebensqualität für Brustkrebspatientinnen unter Chemotherapie Schwäbisch-Gmünd (2. Dezember 2009) - Eine prospektive randomisierte offene Pilotstudie ergab eine Verbesserung

Mehr

Was hilft im fortgeschrittenen Krankheitsstadium?

Was hilft im fortgeschrittenen Krankheitsstadium? Was hilft im fortgeschrittenen Krankheitsstadium? Daniela Berg Zentrum für Neurologie und Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung Universität Tübingen Hertie-Institut für klinische Hirnforschung Aufmerksamkeit/Gedächtnis

Mehr

MediPreis Produktsteckbrief

MediPreis Produktsteckbrief MediPreis Produktsteckbrief DOCPELIN NACHTSTERNE DOCPELIN Nachtsterne Filmtabletten Pelikan-Apotheke PZN: 04386054 Menge: 20 St Art: Filmtabletten Link: https://www.medipreis.de/04386054 Anwendungsgebiete

Mehr

_ :50 Seite 1 Sieb Restless Legs Sieb Restless Legs Herst : Fr Dechow Umbruch

_ :50 Seite 1 Sieb Restless Legs Sieb Restless Legs Herst : Fr Dechow Umbruch Sieb Restless Legs Der Autor Prof. Dr. med. Jörn P. Sieb (* 1961) ist Chefarzt der Klinik für Neurologie, Geriat - rie und Palliativmedizin im Hanse-Klinikum Stralsund und einer der führenden Experten

Mehr

Migräne bei Erwachsenen Unterschätzt, unterdiagnostiziert, unterbehandelt. Ein Update.

Migräne bei Erwachsenen Unterschätzt, unterdiagnostiziert, unterbehandelt. Ein Update. Migräne bei Erwachsenen Unterschätzt, unterdiagnostiziert, unterbehandelt. Ein Update. Niklaus Meier, Oberarzt, Leiter Kopfschmerzsprechstunde Universitäres Ambulantes Neurozentrum Migräne EINE UNTERDIAGNOSTIZIERTE

Mehr

Behandlung nicht-motorischer. Beschwerden

Behandlung nicht-motorischer. Beschwerden Düsseldorfer Patienten-Seminar Parkinson Behandlung nicht-motorischer Stefan Groiß Klinik für Neurologie Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Beschwerden 19.04.2008 Nicht-motorische Symptome Für die Lebensqualität

Mehr

Befindlichkeits- und Verhaltensstörungen von fraglichem Krankheitswert Neurologie für Allgemeinmediziner 26. Januar 2008

Befindlichkeits- und Verhaltensstörungen von fraglichem Krankheitswert Neurologie für Allgemeinmediziner 26. Januar 2008 Neurologie für Allgemeinmediziner 26. Januar 2008 Prof. Dr. med. H. Buchner Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen Problem Befindlichkeitsstörung kein

Mehr

Kooperationstagung zum Thema Demenz Strategien für eine gemeinsame Versorgung

Kooperationstagung zum Thema Demenz Strategien für eine gemeinsame Versorgung Kooperationstagung zum Thema Demenz Strategien für eine gemeinsame Versorgung Arbeitsgruppe 4: Wege und Möglichkeiten der Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen zu Hause AG 4: Wege und Möglichkeiten

Mehr

INAUGURAL DISSERTATION zur Erlangung des Medizinischen Doktorgrades der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.br.

INAUGURAL DISSERTATION zur Erlangung des Medizinischen Doktorgrades der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.br. Aus der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychosomatik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau Wirksamkeit von Magnesium in der Behandlung

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Gebrauchsinformation: Information für Patienten Tropfen gegen Akne Similasan 1 Gebrauchsinformation: Information für Patienten Tropfen gegen Akne Similasan Acidum arsenicosum D 12, Clematis recta D 8, Graphites D 12 Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage

Mehr

Lidocain-Pflaster (Versatis )

Lidocain-Pflaster (Versatis ) Nociceptor SCHMERZ Neuropathischer PRAKTISCHES VORGEHEN - Patientenaufklärung: Geduld realistische Erfolgsaussichten Therapieversagen möglich Vorgehen nach Versuch/Irrtum - Individuelle Therapie - Dosistitration

Mehr

Vital sein, aktiv leben Die Bedeutung von Testosteron für Ihr körperliches, geistiges und sexuelles Wohlbefinden

Vital sein, aktiv leben Die Bedeutung von Testosteron für Ihr körperliches, geistiges und sexuelles Wohlbefinden Vital sein, aktiv leben Die Bedeutung von Testosteron für Ihr körperliches, geistiges und sexuelles Wohlbefinden Voraussetzungen für Ihr Wohlbefinden Zwischen dem jungen und dem älteren Mann steht, chronologisch

Mehr

Morbus Parkinson Ratgeber

Morbus Parkinson Ratgeber Morbus Parkinson Ratgeber Impressum Zarenga GmbH, Bonn 2015 Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, 53227 Bonn Alle Rechte sind vorbehalten. Dieses Buch, einschließlich seiner einzelnen Teile ist urheberrechtlich

Mehr

Inhalt. Vorwort Diagnostik peripherer Nervenerkrankungen. 1 Der Patient mit neuropathischen Beschwerden... 15

Inhalt. Vorwort Diagnostik peripherer Nervenerkrankungen. 1 Der Patient mit neuropathischen Beschwerden... 15 Inhalt Vorwort................................................ 11 A Diagnostik peripherer Nervenerkrankungen 1 Der Patient mit neuropathischen Beschwerden............. 15 2 Schlüsselinformationen aus Anamnese

Mehr

Eine Informationsbroschüre für Patienten mit Nervenschmerzen durch Diabetes. Diabetische Polyneuropathie - was ist das?

Eine Informationsbroschüre für Patienten mit Nervenschmerzen durch Diabetes. Diabetische Polyneuropathie - was ist das? Eine Informationsbroschüre für Patienten mit Nervenschmerzen durch Diabetes Diabetische Polyneuropathie - was ist das? Diabetische Polyneuropathie was ist das? Liebe Patientin, lieber Patient, wahrscheinlich

Mehr

2 Der Einfluss von Sport und Bewegung auf die neuronale Konnektivität 11

2 Der Einfluss von Sport und Bewegung auf die neuronale Konnektivität 11 I Grundlagen 1 1 Neurobiologische Effekte körperlicher Aktivität 3 1.1 Einleitung 3 1.2 Direkte Effekte auf Neurone, Synapsenbildung und Plastizität 4 1.3 Indirekte Effekte durch verbesserte Hirndurchblutung,

Mehr

Leiter des Ambulanten Schlafzentrums Osnabrück.

Leiter des Ambulanten Schlafzentrums Osnabrück. ...Liebling, schnarch woanders! Symposium Verkehrssicherheit 22.2.2013 Dr.med. Christoph Schenk Facharzt für Neurologie/Psychiatrie/Psychotherapie Schlafmedizin/Verkehrsmedizin Leiter des Ambulanten Schlafzentrums

Mehr

Gebrauchsinformation: Information für Patienten. Osanit Hustenkügelchen Wirkstoff: Drosera D6

Gebrauchsinformation: Information für Patienten. Osanit Hustenkügelchen Wirkstoff: Drosera D6 Osanit Hustenkügelchen Seite 1 von 5 Gebrauchsinformation: Information für Patienten Osanit Hustenkügelchen Wirkstoff: Drosera D6 Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Mehr

Früh- und Vorbotensymptome der Parkinsonerkrankung

Früh- und Vorbotensymptome der Parkinsonerkrankung Früh- und Vorbotensymptome der Parkinsonerkrankung 5. Hiltruper Parkinson-Tag 20. Mai 2015 Referent: Dr. Christoph Aufenberg, Oberarzt der Klinik für Neurologie Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup Westfalenstraße

Mehr

Hormone replacement therapy and risk of venous thromboembolism in postmenopausal women: systematic review and meta-analysis

Hormone replacement therapy and risk of venous thromboembolism in postmenopausal women: systematic review and meta-analysis Hormone replacement therapy and risk of venous thromboembolism in postmenopausal women: systematic review and meta-analysis Canonico M, Plu-Bureau G, Lowe G and Scarabin PY. BMJ May 2008;336:1227-1231

Mehr

Cimicifuga racemosa. Die Wirksamkeit ist dosisabhängig. Prof. Dr. med. Reinhard Saller Abteilung Naturheilkunde Universitätsspital Zürich

Cimicifuga racemosa. Die Wirksamkeit ist dosisabhängig. Prof. Dr. med. Reinhard Saller Abteilung Naturheilkunde Universitätsspital Zürich Prof. Dr. med. Reinhard Saller Abteilung Naturheilkunde Universitätsspital Zürich Folie 1 Menopause relevante Beschwerden Hitzewallungen Schweissausbrüche Schlafstörungen Nervosität, Gereiztheit Depression

Mehr

Tagesprofilbögen zeigen eine gute klinische Relevanz

Tagesprofilbögen zeigen eine gute klinische Relevanz Neue Entwicklungen in der Pharmakotherapie der ADHS Aachen (16. März 2007) - Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen nehmen nach neuesten Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts zur Kinder-

Mehr

Schlafstörungen können Hinweise auf neurologische Leiden sein

Schlafstörungen können Hinweise auf neurologische Leiden sein ENS 2013 Schlafstörungen können Hinweise auf neurologische Leiden sein Barcelona, Spanien (10. Juni 2013) Schlafstörungen können das erste Anzeichen schwerer neurologischer Erkrankungen sein, betonten

Mehr

Faktenbox Medikamentöse Therapie bei Agoraphobie mit und ohne Panikstörung

Faktenbox Medikamentöse Therapie bei Agoraphobie mit und ohne Panikstörung Faktenbox Medikamentöse Therapie bei Agoraphobie mit und ohne Panikstörung Nutzen und Risiken im Überblick Jede medizinische Behandlung bringt Nutzen und Risiken mit sich. Diese Faktenbox kann Sie bei

Mehr

Workshop Schlaf und klinische Chronobiologie

Workshop Schlaf und klinische Chronobiologie Workshop Schlaf und klinische Chronobiologie Teil I 1. Was ist normaler/gesunder Schlaf? 2. Wie kommt es, dass wir nachts schlafen? PD Dr. med. Richard Mahlberg Praxen für seelische Gesundheit Privatpraxis

Mehr

Sehr geehrte Patientin! Sehr geehrter Patient!

Sehr geehrte Patientin! Sehr geehrter Patient! Univ. Klinik f. Innere Medizin LKH Graz Klinische Abteilung für Rheumatologie und Immunologie Univ. Prof. Dr. W. Graninger Auenbruggerplatz 15, A-8036 Graz Tel 0 316-385-12645 PATIENTENAUFKLÄRUNG ZUR THERAPIE

Mehr

Neue medikamentöse Behandlungsstrategien

Neue medikamentöse Behandlungsstrategien Klinik und Poliklinik für Psychiatrie Psychosomatik und Psychotherapie der Universität am Bezirksklinikum /-missbrauch/ Neue medikamentöse Behandlungsstrategien Norbert Wodarz Medikamentöse Behandlung

Mehr

PATIENTENAUFKLÄRUNG UND EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG zur Therapie mit Cyclophosphamid

PATIENTENAUFKLÄRUNG UND EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG zur Therapie mit Cyclophosphamid PATIENTENAUFKLÄRUNG UND EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG zur Therapie mit Cyclophosphamid Sehr geehrte Patientin! Sehr geehrter Patient! Sie leiden unter einer schwerwiegenden entzündlichen Erkrankung des rheumatischen

Mehr

Eisenmangel. 1. Definitionen. 2. Risikogruppen. 3. Hepcidin und Eisenhaushalt. 4. Diagnostik des Eisenmangels. 5. Therapie des Eisenmangels

Eisenmangel. 1. Definitionen. 2. Risikogruppen. 3. Hepcidin und Eisenhaushalt. 4. Diagnostik des Eisenmangels. 5. Therapie des Eisenmangels 1. Definitionen 2. Risikogruppen 3. Hepcidin und Eisenhaushalt 4. Diagnostik des s 5. Therapie des s Eisendefiziente ohne Anämie Leere Eisenspeicher Normaler Zustand Leere Speicher ohne Anämie anämie anämie

Mehr

Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Operative Therapiemöglichkeiten. Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Chefarzt: Prof. Dr.

Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Operative Therapiemöglichkeiten. Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Chefarzt: Prof. Dr. Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Operative Therapiemöglichkeiten Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Chefarzt: Prof. Dr. Thomas Verse Diese Patienteninformation richtet sich an Patienten mit einer

Mehr

"Interventionell, operativ oder doch lieber konservativ. Wo geht es hin bei der Behandlung der pavk?"

Interventionell, operativ oder doch lieber konservativ. Wo geht es hin bei der Behandlung der pavk? "Interventionell, operativ oder doch lieber konservativ Wo geht es hin bei der Behandlung der pavk?" Vom Symptom zur Diagnose. Beispiel pavk. Besonderheiten der hausärztlichen Tätigkeit: Quantitative Bedingungen:

Mehr

Behandlung: Medikamente und Chirurgie

Behandlung: Medikamente und Chirurgie Parkinson Krankheit Behandlung: Medikamente und Chirurgie Parkinson Weiterbildung 14. November 2014 Priv. Doz. Dr. H. Grehl Neurologische Klinik Evangelisches Klinikum Niederrhein Duisburg 2 Diagnosestellung!

Mehr

Fallvorstellung M. Bechterew

Fallvorstellung M. Bechterew & Institut für Röntgendiagnostik Fallvorstellung M. Bechterew G. Pongratz, F. Poschenrieder 12. RIF 27.06.2007 Anamnese 2 22-jähriger Patient (1994) Seit 2 Jahren Schmerzen i. B. der LWS, v.a. nachts in

Mehr

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters

Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters Neurologische/ Neurogeriatrische Erkrankungen des höheren Lebensalters J. Bufler Neurologische Klinik des ISK Wasserburg Präsentation, Stand November 2008, Martin Spuckti Seite 1 Vier Giganten der Geriatrie

Mehr

Niereninsuffizienz und die Elimination von jodhaltigem Kontrastmittel per Dialyse

Niereninsuffizienz und die Elimination von jodhaltigem Kontrastmittel per Dialyse Niereninsuffizienz und die Elimination von jodhaltigem Kontrastmittel per Dialyse M. Liebetrau - Blankenhain Helios Klinik Blankenhain Akutes Nierenversagen und chronische Nierenerkrankung in Industrienationen

Mehr

FAKTEN. Migräne. von Stefan Evers. 1. Auflage. Thieme Verlag C.H. Beck im Internet: ISBN

FAKTEN. Migräne. von Stefan Evers. 1. Auflage. Thieme Verlag C.H. Beck im Internet:  ISBN FAKTEN. Migräne von Stefan Evers 1. Auflage Thieme 2006 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 78 3 13 143631 3 schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG 78 7 Besondere

Mehr

Das Alter hat nichts Schönes oder doch. Depressionen im Alter Ende oder Anfang?

Das Alter hat nichts Schönes oder doch. Depressionen im Alter Ende oder Anfang? Das Alter hat nichts Schönes oder doch Depressionen im Alter Ende oder Anfang? Depressionen im Alter Gedanken zum Alter was bedeutet höheres Alter Depressionen im Alter Häufigkeit Was ist eigentlich eine

Mehr

Zu Therapie und Prophylaxe des paroxysmalen Vorhofflimmerns

Zu Therapie und Prophylaxe des paroxysmalen Vorhofflimmerns AMB 2000, 34, 92 Zu Therapie und Prophylaxe des paroxysmalen Vorhofflimmerns In einer Untersuchung von G. Cotter et al. aus Israel (1) wurden 100 Patienten (Durchschnittsalter 68 Jahre) mit seit weniger

Mehr

was ist das? Reizdarmsyndrom

was ist das? Reizdarmsyndrom 1 was ist das? 2 Was ist das? Der Begriff bezeichnet im weitesten Sinne das Zusammentreffen einer Vielzahl von unterschiedlichen Symptomen, die bei den Betroffenen auftreten. Ihr Arzt fasst diese Symptome

Mehr

Safinamid- ein neuer Wirkstoff- eine neue Option? REM-Schlafstörung, Halluzinationen und Wahn

Safinamid- ein neuer Wirkstoff- eine neue Option? REM-Schlafstörung, Halluzinationen und Wahn Safinamid- ein neuer Wirkstoff- eine neue Option? REM-Schlafstörung, Halluzinationen und Wahn Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt Dr. Michael Ohms, 17.02.2016 Safinamid (Xadago ): Ein neues Parkinsonmedikament

Mehr

Cikatridina. Stoppt die vaginale Dürre. Zur vaginalen Anwendung bei Scheidentrockenheit. Hormonfrei! Rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.

Cikatridina. Stoppt die vaginale Dürre. Zur vaginalen Anwendung bei Scheidentrockenheit. Hormonfrei! Rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich. Hormonfrei! Zur vaginalen Anwendung bei Scheidentrockenheit. Rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich. Viele Frauen, auch junge, leiden an vaginaler Trockenheit. In der Scheide wird nicht genügend Feuchtigkeit

Mehr

Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen. Einführung in die Therapie mit Psychopharmaka

Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen. Einführung in die Therapie mit Psychopharmaka Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen Einführung in die Therapie mit Psychopharmaka Asmus Finzen unter Mitarbeit von Ulrike Hoffmann-Richter Psychiatrie-Verlag Vorwort 9 Vorwort zur Erstausgabe

Mehr

Cefavora - Tropfen. Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Cefavora - Tropfen. Gebrauchsinformation: Information für Anwender 1 von 5 Cefavora - Tropfen Gebrauchsinformation: Information für Anwender Wirkstoffe: Ginkgo biloba Ø / Viscum album Ø / Crataegus Ø Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor sie mit

Mehr

Broschüre zur Aufklärung von Patienten

Broschüre zur Aufklärung von Patienten Broschüre zur Aufklärung von Patienten Ihnen wurde Jinarc verordnet, weil Sie eine autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung bzw. ADPKD haben, die ein Wachstum von Zysten in den Nieren verursacht.

Mehr

Klinische Herangehensweise an den Patienten mit Sensibilitätsstörungen

Klinische Herangehensweise an den Patienten mit Sensibilitätsstörungen Klinische Herangehensweise an den Patienten mit Sensibilitätsstörungen Prof. Dr. med. Andrew Chan Universitäres Ambulantes Neurozentrum Kribbeln und Taubheitsgefühl 27jährige Frau Bis anhin gesund Kribbelparästhesien

Mehr

Agnusfemina - Natürliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden

Agnusfemina - Natürliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden Agnusfemina - Natürliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden Agnusfemina enthält den hochwertigen Trockenextrakt aus den Mönchspfefferfrüchten, ist deshalb reich an prolaktinsenkenden Substanzen und setzt

Mehr

Neue Wege in der Parkinsontherapie? Update Neurologie 2016

Neue Wege in der Parkinsontherapie? Update Neurologie 2016 Neue Wege in der Parkinsontherapie? Update Neurologie 2016 Tobias Warnecke Klinik für Allgemeine Neurologie Department für Neurologie Westfälische Wilhelms-Universität Münster Übersicht 1 Pharmakotherapie

Mehr

kontrolliert wurden. Es erfolgte zudem kein Ausschluss einer sekundären Genese der Eisenüberladung. Erhöhte Ferritinkonzentrationen wurden in dieser S

kontrolliert wurden. Es erfolgte zudem kein Ausschluss einer sekundären Genese der Eisenüberladung. Erhöhte Ferritinkonzentrationen wurden in dieser S 5.8 Zusammenfassung Auf der Grundlage der dargestellten Ergebnisse dieser Studie erscheint die laborchemische Bestimmung der Transferrinsättigung zur Abklärung einer unklaren Lebererkrankung und Verdacht

Mehr

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Borwin Bandelow: Medikamentöse Therapie der generalisierten Angststörung

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Borwin Bandelow: Medikamentöse Therapie der generalisierten Angststörung Medikamentöse Therapie der generalisierten Angststörung Von Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Borwin Bandelow Frankfurt am Main (17. November 2005) - Angststörungen sind die häufigsten psychiatrischen Erkrankungen.

Mehr