VWL für Ingenieure. Kernpunkte. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Programm Termin 9. Karl Betz

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1 Kernpunkte Karl Betz VWL für Ingenieure Termin 9: GELD Gelddefinition / -eigenschaften Geldmengenaggregate: H, Mo, M1. Abgrenzung willkürlich Kriterium: Je höher die Geldmenge, desto weniger liquide Titel kommen dazu. Passivum entweder der oder des system Programm Termin 9 Inwiefern eröffnet Geld die Möglichkeit, mit seinem Einkommen NICHT nachzufragen? (Und andere Güter tun das nicht.) Was ist eigentlich Geld? Wie entsteht es? Welche Eigenschaften folgen daraus? Geld und Nachfrage: Realtauschökonomie Exogene Geldmenge Endogenes Geld. ==> Preise können Geld AT und - NE nicht ausgleichen. Programm Termin 9 Programm Termin 9 Was ist eigentlich Geld? Wie entsteht es? Welche Eigenschaften folgen daraus? Geld und Nachfrage: Realtauschökonomie Exogene Geldmenge Endogenes Geld. Was ist eigentlich Geld? Wie entsteht es? Welche Eigenschaften folgen daraus? Geld und Nachfrage: Realtauschökonomie Exogene Geldmenge Endogenes Geld. ==> Preise können Geld AT und - NE nicht ausgleichen.

2 Kernpunkte Geld(vermögen) ist eine Forderung Forderungen entstehen durch Kreditvergabe ==> Geldvermögen entsteht (simultan mit Schulden) am Kreditmarkt ==> Das Nettogeldvermögen ist immer Null Die beeinflußt das Kreditangebot (durch ihre Zinspolitik) Programm Termin 9 Was ist eigentlich Geld? Wie entsteht es? Welche Eigenschaften folgen daraus? Geld und Nachfrage: Realtauschökonomie Exogene Geldmenge Endogenes Geld. ==> Preise können Geld AT und - NE nicht ausgleichen. Kernpunkte Endogenes Geld: Kein Ausgleich von AT und NE über Preise: P (Pigou-Effekt) nein, weil Geld kein RV r (Keynes-Effekt) nein, weil Geldmenge endogen + F und V entstehen simultan. Wenn Ausgleich nicht über Preise, über was dann?

3 Definitionen 9-1 Kapitel 8 Geld Folie 1 / 11 Mo = Bargeld (im ) M1 = Bargeld + Depositen (des s) (Verbindlichkeiten des systems gegen ) M2.. = M1 + Kriterium: Je höher Mx, desto umständlicher ist es, das in Bargeld umzuwandeln. Ansonsten recht willkürlich. Z = geld (Verbindlichkeiten der gegen Folie 4 / 11 und ) Technisches: Bilanz, T-Konto Aktiva, Haben Was habe ich damit gemacht Kapitalgüter Forderungen Lagerbestand Passiva, Soll Wo habe ich meine Mittel her? Eigenkapital Fremdkapital Folie 2 / 11 Alles was ich habe (Aktiva), muß irgendwie finanziert sein (Passiva) ==> beide Seiten der Bilanz sind immer gleich lang Folie 5 / 11 Def. Geld Als Geld wird alles bezeichnet, was die Geldfunktionen erfüllt: Recheneinheit Tauschmittel Wertaufbewahrungsmittel Schuldentilgungsmittel (Marshall) Das kann man aber außer mit Bargeld auch mit Guthaben Geld auf der Bank Folie 3 / 11 T-Konto, Bilanz Gemeinsamkeit: Bilanzen sind immer ausgeglichen ==> zu jeder Buchung gehört (mind.) eine Gegenbuchung auf der anderen Seite. Bilanz: Das gesamte Vermögen wird erfaßt. T-Konto: Man bucht nur die Änderungen. (Aber Achtung: auch hier: das T-Konto ist immer ausgeglichen, weil Änderungen im Soll ja auch Änderungen im Haben implizieren. (Irgendwas stellen Sie mit den zusätzlichen Mitteln ja an.) Folie 6 / 11

4 Aktiva Passiva Aktiva Passiva Notenumlauf Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute + Mo Z M 1 Mo Bargeld Einlagen bei Folie 7 / 11 Folie 10 / 11 Aktiva Passiva Notenumlauf Einlagen der Kreditinstitute bei ZB + Mo Z Bitte bearbeiten Sie die Fragen (1) a - b Folie 8 / 11 Folie 11 / 11 Aktiva + Passiva Notenumlauf Einlagen des s Mo M1 Folie 9 / 11

5 Was Sie hieran schon sehen können: In VWL hat man es immer mit (min.) Vier Bilanzänderungen zu tun: 9-2 Kapitel 8 Geldentstehung Aktivseite und Passivseite hat ihre Gegenparts in Passivseite und Aktivseite Bank. Die Akteure hängen (über Geld) zusammen, bilden ein SYSTEM. Folie 1 / 14 Folie 4 / 14 OK, wir haben bisher das Geld entweder auf der Passivseite von / ZB gefunden oder auf der Aktivseite des s. Wir haben dabei bisher nur eine Seite der Bilanz betrachtet. Spannende Frage: Was steht eigentlich auf der jeweils anderen Seite? Folie 2 / 14 Wie entsteht Z, Mo? M1 Die refinanzieren sich bei der - Reserven der Bargeld des s geld entsteht durch Kredit F P V P F B M 0 F P V ZB M1 F V P B Reserven = F ZB F B M 0 F B V B V B Folie 5 / 14 Wie entsteht M1? Der Gegenposten zu F B M 0 F P V ZB M1 V B Reserven = F ZB V P M 0 V B F B Die vergeben einen Kredit an das F P V F P B V B Einlagen sind Verbindlichkeiten der Forderungen von sind Verbindlichkeiten im Die haben keine Einlagen mehr, Sie brauchen keine Reserven und sie haben Mo vom zurück bekommen. Sie können sich bei der entschulden Geld entsteht durch Kredit Folie 3 / 14 0 Das Nettogeldvermögen ist Null. M Folie 6 / 14

6 Kreditmarkt Das Nettogeldvermögen (in einer geschlossenen Volkswirtschaft) ist Null. Damit jemand Geldvermögen hat, muß jemand anders Schulden haben. Folie 7 / 14 Kreditanbieter: Bank Kosten der Kreditvergabe: Refinanzierung (r ZB ), Unsicherheit Kreditnachfrager z.b. Unternehmen r Kr =? Steigen die Refinanzierungskosten (steigt r ZB ), dann verschiebt sich die Kreditangebotskurve nach oben. M x Kr AT Kr NE Kr Folie 10 / 14 Geld entsteht durch Kredit N.B.: Kredit und M Wenn man nur Depositen und Bargeld im Modell hat, ist das Kreditvolumen immer gleich M. Praktisch gibt es aber andere Formen von Geldvermögen, die nicht zu M zählen: Forderungen innerhalb des s (Bspl.: Unternehmensschuldverschreibungen) Verbindlichkeiten von, die nicht zu M zählen (Geldmarktfonds) Schularik/Taylor: Wichtig ist Kr, nicht M. Folie 8 / 14 Folie 11 / 14 Kredit ==> Geld M1 entsteht durch die Kreditvergabe der : Bei der Kreditvergabe räumt die Bank einem Kunden eine Forderung gegen die Bank ein. Mo, Z entstehen durch die Refinanzierung der bei der ==> Geld entsteht am Kreditmarkt geld entsteht durch die Refinanzierung der am Geldmarkt Die haben Kredit vergeben. Jetzt haben sie entweder Einlagen (und brauchen Reserven) oder sie müssen Geld auszahlen (und brauchen geld). Folie 9 / 14 Folie 12 / 14

7 Anbieter:, mit ÜR Z AT = r ZB Nachfrager: Lageparameter: Unsicherheit / Kreditnachfrage Geldmarkt Wenn die Notenbank ihren Zins erhöht, steigen die Refinanzierungskosten der. Also sinkt das Kreditvolumen und daher die erforderliche geldmenge, Folie 13 / 14 r r ZB Kr =? M x Z NE Kr Z AT Zinspolitik: in der Praxis: Zinstunnel

8 (a) Realtauschwirtschaft 9-2 Kapitel 8 Geldentstehung Faktoreinkommen werden in Gütern gezahlt. Ich kann meine Güter nur entweder behalten (Nachfrage nach Gut A) oder eintauschen (Nachfrage nach Gut B) (Wert-)Summe Einkommen (Faktorentlohnung) = (Wert-)Summe Nachfrage. Folie 1 / 12 Folie 4 / 12 (b) Wir wissen, daß es ein logischer Fehler ist, zu sagen, man könne mit seinem Einkommen auch nicht nachfragen. (Barro. Aus dem Gedächtnis zitiert.) Exogener Geldbestand Falls die Menschen sparen wollen: ÜAT Güter = ÜNE Geld Preis des Geldes steigt, Preis der Güter fällt bis: AT = NE ==> NE Güter = AT Güter ==> Geld wird so lange wertvoller, bis die gewünschte reale Ersparnis realisiert wurde. Folie 2 / 12 Folie 5 / 12 Programm Realkasseneffekte (a) Wie kommt Barro zu der Aussage? (b) Warum ist sie falsch. Folie 3 / 12 Pigou-Effekt: p sinkt (= p M steigt) ==> Vermögen steigt ==> Nachfrage steigt. Kritik: Vermögen = pm M netto Aber: M netto = 0 Keynes -Effekt: (reales) Kreditangebot steigt reale Kreditnachfrage unverändert ==> r sinkt ==> Nachfrage steigt. Kritik: M entsteht durch Kredit. ==> Geringeres Kreditvolumen = geringere Geldmenge. Folie 6 / 12

9 Ausgabenüberschuß refinanzieren Der Ausgleich von AT und NE über die Preise funktioniert bei endogenem Geld nicht. Das Sparen der Haushalte (nicht Ausgeben von Geld) erzeugt eine Kreditnachfrage der Unternehmen. Kr AT und Kr NE steigen gleichzeitig ==> Kein Ausgleich durch den Zinssatz Folie 7 / 12 Folie 10 / 12 Was passiert, wenn die HH sparen wollen? In Bilanzform Fehler: (4) ungleich (1). Da fehlt was. Folie 8 / 12 Kann es sein, daß die HH insgesamt mehr Geldvermögen halten wollen, als die Unternehmen Frendkapital haben möchten? Klar, wieso nicht? Folie 11 / 12 Bitte bearbeiten Sie die Fragen 9-3 Die Unternehmen müssen den Ausgabenüberschuß refinanzieren. Folie 9 / 12 Folie 12 / 12

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