Diese Faktoren beeinflussen die Stimmung Ihrer Mitarbeiter

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1 BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT BETRIEBE STÄRKEN GESUNDHEIT FÖRDERN MITARBEITER BINDEN DOWNLOAD ZUR AUSGABE 02/2016 In unserer Februar-Ausgabe stellen wir auf S. 1/2 die Ergebnisse einer Untersuchung der Deutschen Post vor: Der Glücksatlas untersucht u.a. die Arbeitszufriedenheit der Deutschen. Auf den folgenden Seiten finden Sie noch einmal den Kurzbeitrag und zusätzlich eine längere Auswertung der Studie. Diese Faktoren beeinflussen die Stimmung Ihrer Mitarbeiter BGM soll die Bedinungen und das Klima bei der Arbeit so gestalten, dass Beschäftigte gern zur Arbeit kommen und gesund wieder nach Hause gehen. Doch was macht Berufstätige glücklich? Seit Jahren untersucht die Deutsche Post für ihren Glücksatlas das Befinden der Deutschen. Interessant für Sie: In der aktuellen Ausgabe geht es vor allem um die Arbeitszufriedenheit. Vor dem Hintergrund der guten Beschäftigungslage in Deutschland haben Prof. Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg und Reinhard Schlinkert vom Bonner Meinungsforschungsinstitut dimap untersucht, welche Anforderungen Berufstätige an einen guten Arbeitsplatz stellen. Auch wenn wir heute Arbeit oft mit Stress in Verbindung bringen, zeigen die Analysen, dass Erwerbstätige ihre Lebenszufriedenheit deutlich besser bewerten als Arbeitslose. Für deren große Unzufriedenheit sind sowohl die finanziellen Einschränkungen ausschlaggebend, als auch der Rückgang des Selbstwertgefühls. Dieses Ergebnis zeigt, wie positiv Arbeit wirkt und dass ein enger Zusammenhang zwischen Arbeits- und Lebenszufriedenheit besteht. Wichtigste Faktoren: Zeit und Anerkennung Menschen, die mehr arbeiten, als sie eigentlich möchten, sind unzufriedener als diejenigen, deren gewünschte und tatsächliche Arbeitszeiten übereinstimmen. Aktuell verbringen Vollzeiterwerbstätige mit ihrem Beruf fünfeinhalb Stunden mehr Zeit pro Woche, als sie eigentlich wollen. Diese Zeit fehlt ihnen für die Familie oder die Freizeit. Mein Hinweis: Über 80 Prozent der Berufstätigen schätzen die Möglichkeit, einmal eine Stunde früher zu gehen oder eine Stunde später zur Arbeit zu kommen sowie die Elternzeit für Mütter und Väter als sehr wichtig ein. Prüfen Sie, welche Angebote Ihr Unternehmen hier machen kann. Zeit und Geld werden oft in einem Atemzug genannt: Die höchste Relevanz für die Arbeitszufriedenheit haben nichtmaterielle Aspekte wie eine erfüllende Arbeit, die Anerkennung der eigenen Leistung und ein gutes Verhältnis zum Vorgesetzten. Während die übergroße Mehrheit der Befragten mit ihren Chefs zufrieden ist, können nur zwei Drittel eigene Ideen im Beruf verwirklichen. Und es lohnt sich auch im BGM, die Generation Y zu berücksichtigen: Fast drei Viertel ist es wichtig, langfristig bei einem Arbeitgeber zu bleiben. Hier unterscheidet sie sich nicht von älteren Beschäftigten. Mein Hinweis: Vor allem der Nachwuchs ( Generation Y ) äußert den Wunsch, eigene Ideen zu verwirklichen. Doch häufig sind die jungen Leute unzufrieden, was die Umsetzung dieses Wunsches in der Arbeitsrealität angeht. Nehmen Sie diese Erwartung ernst - sie wird für die Zukunft immer wichtiger. Eine umfassende Auswertung der Studie finden Sie auf den folgenden Seiten. 1

2 Deutsche Post Glücksatlas 2015: Die Deutschen sind erstmals seit zwei Jahren wieder glücklicher Schleswig-Holstein bleibt die zufriedenste Region Deutschlands, Mecklenburg-Vorpommern liegt im Glücksranking auf dem letzten Platz. Der Glücksabstand zwischen Ost- und Westdeutschen ist so gering wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung. Das Sonderthema Arbeit zeigt: Die Digitalisierung wirkt sich tendenziell positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus. Deutschland ist erstmals seit zwei Jahren wieder etwas glücklicher geworden. So hat die Zufriedenheit der Deutschen 2015 leicht zugenommen und liegt auf einer Skala von 0 bis 10 aktuell bei einem Wert von 7,02. Eine weitere gute Nachricht im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Einheit ist, dass sich der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beim Glücksempfinden weiter verringert hat und nur noch 0,15 Punkte beträgt. So gering war der Unterschied noch nie seit der Wiedervereinigung. An der Spitze des regionalen Glücksrankings steht erneut Schleswig-Holstein, am Ende der Skala liegt Mecklenburg- Vorpommern. Neben den regionalen Unterschieden bei der Lebenszufriedenheit wurden bei der diesjährigen Erhebung als Sonderthema auch die Zufriedenheit mit der Arbeit sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Beruf untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Einfluss der Digitalisierung überwiegend positiv bewertet wird: 55 Prozent der Erwerbstätigen meinen, die Digitalisierung habe ihren Berufsalltag erleichtert, für lediglich 10 Prozent hat sie ihn erschwert. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des Deutsche Post Glücksatlas 2015, der diesjährigen Auflage der aktuellsten regelmäßigen Studie zur Lebenszufriedenheit der Deutschen. Glücksranking der Regionen Spitzenreiter unter den 19 deutschen Regionen ist in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge Schleswig-Holstein, das seine Führung sogar auf 7,36 Punkte ausbauen konnte. Überraschend stark fällt der Aufstieg 2 von Baden (7,22 Punkte) aus, das sich vom vierten auf den zweiten Platz verbesserte. Auch Franken (Platz 5) und Württemberg (Platz 7) zeigen, dass der Süden Deutschlands deutlich aufholt. Den dritten Platz behauptet Niedersachsen/Nordsee (7,17 Punkte), während Hamburg auf den 4. Platz zurückfällt. Die weiteren westdeutschen Regionen bilden das Mittelfeld. Die ostdeutschen Regionen konnten sich zwar verbessern, am stärksten das Vorjahres-Schlusslicht Brandenburg, das auf Platz 17 aufsteigt. Doch bilden sie weiterhin den hinteren Teil des Rankings. Letzter ist Mecklenburg-Vorpommern (6,67 Punkte), knapp hinter Sachsen- Anhalt (6,69 Punkte). Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung zeigt der Deutsche Post Glücksatlas zum einen, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit in Deutschland über Geschlechter und Generationen hinweg hoch ist. 69 Prozent der Berufstätigen geben auf einer Skala von 0 bis 10 einen Wert zwischen 8 und 10 für ihre Arbeitszufriedenheit an. Zum anderen veranschaulichen die Ergebnisse, wie sich die Digitalisierung auf die Zufriedenheit mit der Arbeit und die Work-Life-Balance auswirkt. Dabei äußern sich die Berufstätigen überwiegend positiv zur Digitalisierung der Arbeitswelt, sehen sich aber teilweise auch in ihrer Lebensqualität und Arbeitszufriedenheit beeinträchtigt. 55 Prozent der Berufstätigen geben an, die Digitalisierung habe ihren Berufsalltag eher erleichtert, für 10 Prozent hat sie ihn erschwert. Für 71 Prozent ist die Kommunikation mit Kunden und Kollegen durch die neuen Technologien leichter geworden, und 61 Prozent der Berufstätigen meinen, sie seien dadurch produktiver. 57 Prozent bereitet es Freude, dass sich die digitale Technik ständig weiter entwickelt. Diese Erkenntnisse zeigen, dass die Deutsche Post beim Thema Digitalisierung auf dem richtigen Weg ist. Auf der einen Seite erleichtern wir unseren Mitarbeitern und Kunden das Leben durch digitale Lösungen von der E-Post über Handscanner in der Zustellung bis hin zu flexiblen Paket- Zustellservices. Auf der anderen Seite bieten wir unseren Beschäftigten verstärkt zeitlich und örtlich flexible Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Arbeitswelt, unterstreicht Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - ecommerce - Parcel der Deutschen Post DHL Group. Allerdings belegen die Ergebnisse auch, dass die Digitalisierung nur begrenzt eine höhere Zeitsouveränität schafft: 39 Prozent der Berufstätigen meinen, ihre Arbeitszeit dadurch besser einteilen zu können, doch 60 Prozent sehen das nicht so. 47 Prozent sagen sogar, ihre Tätigkeit sei durch die digitale Technik stressiger geworden, und 40 Prozent haben das Gefühl, sie würden dadurch stärker überwacht. Die ständige Erreichbarkeit für Kunden, Kollegen und Vorgesetzte wird von 53 Prozent der Berufstätigen eher negativ bewertet, jeder Dritte sieht sie eher positiv. Gefragt wurde in der Erhebung auch nach der Einstellung der Generation Y (Jahrgänge 1980 bis 1995) zu ihrem Leben und ihrer Arbeit. Für 90 Prozent dieser Generation ist beruflicher Erfolg

3 wichtig bis sehr wichtig. Von allen Altersgruppen der Berufstätigen ist es der Generation Y am wichtigsten, im Beruf eigene Ideen verwirklichen zu können. Um sich beruflich weiter zu entwickeln, würden 26 Prozent der Generation Y ihren Job wechseln, bei den älteren Jahrgängen sind es nur 14 Prozent. Jeder Dritte der Generation Y würde für ein deutliches Gehaltsplus den Job wechseln, bei den Älteren ist es nur ein Viertel. In der sehr hohen Wertschätzung eines sicheren und langfristigen Arbeitsplatzes unterscheiden sich die Generationen aber kaum. Die Generation Y strebt wie keine Generation zuvor nach individueller Freiheit und Verwirklichung im Beruf, sagt Jürgen Gerdes. Als Arbeitgeber müssen wir diese Erwartungen unserer jungen Mitarbeiter im Arbeitsalltag noch stärker berücksichtigen. Das gilt auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle. Auffällig ist, dass sich aus Sicht aller Berufstätigen, vor allem aber der jungen Generation, beruflicher Erfolg und Familienleben nur schwer vereinbaren lassen. 68 Prozent der berufstätigen Frauen der Generation Y sind der Meinung, dass jemand, der mehr Zeit für seine Familie einfordert, sein berufliches Weiterkommen gefährdet. 3

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