Pressemitteilung London, 14. September 2010 Quelle: QS Quacquarelli Symonds. Aktuelle QS Umfrage ergibt: Der Trend geht zu kürzeren MBA-Programmen

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1 Pressemitteilung London, 14. September 2010 Quelle: QS Quacquarelli Symonds Aktuelle QS Umfrage ergibt: Der Trend geht zu kürzeren MBA-Programmen Die Interessen der MBA-Kandidaten haben sich weltweit stark verändert. Das ist das Ergebnis der aktuellen QS TopMBA.com-Bewerberumfrage 2010, der umfassendsten Studie, die bislang zum Thema Einstellungen und Hoffnungen von MBA-Bewerbern durchgeführt wurde. Die Studienergebnisse bieten ausserdem detaillierte Einblicke in die Situation, das Verhalten, die Ziele und Hoffnungen von MBA-Bewerbern weltweit und zeigt auf, was sich sowohl bei den Bewerbern als auch auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt für junge Führungskräfte verändert hat. Die Studie basiert auf Rückmeldungen von fast MBA-Kandidaten, die sich für die QS World MBA Tour im Herbst 2009 und Frühling 2010 angemeldet hatten. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass einjährige europäische Programme - gegenüber den zweijährigen, die an den meisten amerikanischen Fakultäten angeboten werden - immer beliebter werden. Folgt man den Umfrageergebnissen, so absolvieren die Kandidaten MBA-Kurse um ihre Karriereaussichten zu verbessern, höhere Gehälter zu beziehen, und, mehr als jemals zuvor, um sich selbständig zu machen. Zeitlich kürzere Programme werden also immer beliebter, wobei einjährige europäische MBAs mit 48 Prozent an der Spitze der Beliebtheit liegen. Im Gegensatz dazu sind die länger dauernden amerikansichen MBAs auf 39Prozent in der Beliebtheitsskala gefallen. Noch vor zwei Jahren stellte sich das Verhältnis umgekehrt dar. Laut Ross Geraghty, dem leitenden Redakteur von TopMBA.com, zeigen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage von 2010 (siehe: Tabelle 1) einen verstärkten Trend zu zeitlich kürzeren Kursen. Die Vermutung liegt nahe, dass MBA- Kandidaten - im Sinne der immer wichtigeren Kosteneffizienz - ihre Karriere nur so kurz wie möglich unterbrechen wollen um schneller auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Die Rezession hat zweifelsohne einen Einfluss darauf, worin Kandidaten ihre Zeit und ihr Geld investieren. In diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten lässt sich ein Jahr für die persönliche Karriere eher finanzieren als zwei Jahre. Tabelle 1 Kurslänge Unter 10 Monaten 5,9% 6,0% 6,2% Monate 40,2% 44,0% 48,0% Monate 47,8% 43,0% 38,8% Kursdauer über 24 Monate 6,1% 7,0% 7,0%

2 Die Zahlen der verschiedenen Regionen belegen, dass kürzere Kurse ihren prozentualen Anteil unter den Befragten in allen fünf Regionen erhöht haben. In den USA stehen zweijährige Programme jedoch immer noch unangefochten an erster Stelle. Aber selbst die Amerikaner ziehen immer öfter die kürzeren Optionen in Betracht. Eine wachsende Anzahl der US-Amerikanischen Bewerber interessiert sich für die einjährigen Kurse in Europa, nicht nur aufgrund der realen Kostenffizienz, sondern auch deshalb, weil ihnen kürzere Programme eher gestatten, schneller wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Tabelle 2 [Bevorzugte Kursdauer nach Regionen gestaffelt < 10 Monaten Monate Monate > 24 Monate USA & Kanada

3 Lateinamerika Europa Asien/Pazifischer Raum Afrika/Mittlerer Osten Quelle: QSTopMBA.com Bewerberumfrage 2010 Laut Ross Geraghty, dem leitenden Redakteur von TopMBA.com, interessieren sich amerikanische Kandidaten jetzt auch vermehrt für europäische Studienprogramme. Das ließe darauf schließen, dass die europäischen Betriebswirtschaftsfakultäten sowohl die Qualität ihrer MBA-Programme als auch ihre Vertriebskraft unter Beweis gestellt haben. Daneben gibt es noch weitere Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen. Abgesehen davon, dass die Kandidaten ihre Fremdsprachenkenntnisse vertiefen können, ist vor allem die Studentenschaft an den meisten europäischen Fakultäten weitaus vielfältiger als in den USA. Letztlich ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, dass die wirtschaftlich prosperierenden asiatischen und potentielle europäische Märkten näher liegen und zeitlich kürzer dauernde Kurse als kostenffektiver und letztlich rentabler angesehen werden. Diese Entwicklung wird von den amerikanischen Befragten der TopMBA.com- Studie bestätigt: Eric King, amerikanischer Vollzeit-MBA Student am ESADE Institut in Barcelona bekräftigt, dass ihm die internationale Ausrichtung an den europäischen Universitäten sehr wichtig ist. Mehr internationaler Austausch anzutreffen, als man sie an typischen US Fakultäten findet und meine Vorliebe neue Erfahrungen zu machen, waren die Gründe, warum ich mich für einen MBA im Ausland entschieden habe. Ich habe mir dann Fakultäten ausgesucht, die eine ähnliche akademische Herausforderung bieten und eine gleichwertige Qualifikation wie die besten US Fakultäten. Im asiatisch-pazifischen Raum haben sich die Zahlen zwischen 2008 und 2010 genau umgekehrt: kürzerer Kurse werden jetzt den zweijährigen Kursen vorgezogen. Die Europäer bleiben den kurzen MBA-Programmen konstant treu. Motivationen der MBA-Studenten Zur ihrer Motivation, den MBA zu machen, geben die Kandidaten unter mehreren Optionen (siehe Tabelle 3) primär immer noch die Verbesserung ihrer Karriereaussichten an, wobei das Erweben neuer Fähigkeiten gleich an zweiter Stelle liegt. Die Reihenfolge und Prozentsätze haben sich was die Motivation betrifft - über die Jahre kaum verändert. Laut Ross Geraghty, dem leitender Redakteur von TopMBA.com, haben sich über die fünf Jahre zwischen 2006 und 2010 bedeutende, wenn auch nicht weltbewegende Veränderungen in den Beweggründen der Kandidaten, eine MBA-Qualifikation zu erlangen, ergeben. So haben bessere Karriereaussichten innerhalb einer Organisation oder eines Sektors etwas an Bedeutung verloren, während die Möglichkeiten eines Berufswechsels (in einen anderen Sektor) wichtiger geworden sind. Daraus ließe sich schließen, dass MBA-Kandidaten

4 tendentiell mobiler werden eine Entwicklung, die auch von Einzelberichten bestätigt wird. Tabelle 3: Motivationen der MBA-Studenten (multiple choice) Motivation Verbesserung der Karriereaussichten 73% 64% Erwerben neuer Fähigkeiten 57% 63% Führende Position - 53% Aufbau eines professionellen Netzwerks 42% 49% Möglichkeit eines Berufswechsels 37% 42% Höheres Gehalt 29% 31% Existenzgründung 24% 31% Hauptsächlich aus Bildungsgründen 26% 28% Es ist auch interessant, dass der Wunsch eine eigene Existenz zu gründen unter den Befragten von 24% auf 31% angestiegen ist. In Zeiten der Rezession sei es nicht ungewöhnlich, dass talentierte Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft die Existenzgründung als attraktive Alternative betrachten, so Geraghty. Haben die Kandidaten aber nur eine Wahlmöglichkeit, dann ändert sich ihre Haltung (siehe Tabelle 4). Ein höheres Einkommen ist unweigerlich der vorrangigste Grund, sich für ein MBA-Programm zu bewerben. Dagegen ist die Existenzgründung der Hauptgrund für ein sechstel aller Befragten. Laut Ross Geraghty, dem leitenden Redakteur von TopMBA.com, ist eine angestrebte Selbständigkeit als Grund für ein MBA-Studium jedes Jahr wichtiger geworden. In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten sehen Unternehmer eine große Chance darin, ihren Arbeitsplatz aufzugeben, die entsprechende Qualifizierung zu erlangen und sofort mit ihrer großen Idee durchzustarten, wenn der unvermeidliche Aufschwung kommt. Tabelle 4 Motivation 2010 Höheres Gehalt 26,1% Existenzgründung 16,7% Führende Position 16,5% Bessere Karriereaussichten 12,6% Erwerben neuer Fähigkeiten 10,8% Möglichkeit des Berufswechsels 8,1%

5 Aufbau eines professionellen Netzwerks 7,3% Hauptsächlich aus Bildungsgründen 1,8% Voll- oder Teilzeit-Studium?? Generell bleibt festzuhalten: Vollzeitstudien liegen immer noch an der Spitze (Tabelle 5) der Wunschliste. Wenn die Befragten aber nur eine Wahlmöglichkeit haben, entscheiden sich 84% für ein Vollzeit-MBA-Programm. Wie andere Umfragen bestätigen, steigt der Prozentsatz derjenigen, die an Teilzeit- und Fernstudien interessiert sind, wenn Multiple-Choice die Befragungsgrundlage ist. Ross Geraghty meint hierzu: Im Juni 2010 habe ich innerhalb einer kleineren Gruppe als die TopMBA.com Bewerberumfrage 2010 auf meiner Blogseite, mbascene.wordpress.com, eine Meinungsumfrage durchgeführt. Daraus ging hervor, dass 34% der MBA-Kandidaten ein MBA-Programm im Teilzeitstudium in Betracht ziehen würden. Wenn es nur eine Wahl gibt, entscheiden sich 84% für die Vollzeit-Option, was darauf schließen lässt, dass Vollzeit-Programme zwar immer noch die beliebteste Option ist, aber nicht mehr die einzige Wahl. Tabelle 5 Geplantes Studium Vollzeit 82,0% 82,2% 83,2% Teilzeit 9,2% 9,5% 10,5% Management training 4,4% 3,7% 1,5% Fernstudium 2,4% 2,6% 2,7% Online-Studium 2,0% 2,0% 2,1%

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