Zwei Auffassungen von Demokratie

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1 Zwei Auffassungen von Demokratie 1. Ordnet bitte zuerst die Schnipsel den beiden Denkrichtungen zu, soweit ihr das begründet tun könnt. (Es dürfen dabei ruhig welche übrig bleiben.) 2. Holt euch dann bei mir eine Tabelle ab und versucht, die Schnipsel den beiden Theorien und dabei den jeweiligen Aspekten zuzuordnen. (Auch dabei ist es nicht schlimm, wenn Reste bleiben.)

2 Risiken / Gefahren typische Forderungen Aussagen der Begründer Geschichte + Begründer grundlegende Auffassung SW EF 10 Arnoldt Zwei Auffassungen von Demokratie Demokratie als Identität von Herrschenden und Beherrschten Demokratie als unmittelbare Herrschaft des Volkes Teilinteressen müssen abgewehrt werden. Plebiszit als Idealform der Demokratie Kampf gegen den Absolutismus französische Revolution: Ideal freier und gleicher Bürger Jean-Jacques Rousseau Es gibt ein objektiv erkennbares Gemeinwohl. Der Einzelne muss sich dem Gemeinwillen unterstellen. Egoistische Einzel- und Gruppeninteressen müssen ausgeschaltet werden. Ausweitung von Volksentscheiden imperatives Mandat, Abgeordnete nur als Beauftragte Abgeordnete jederzeit abwählbar Begründung für Schreckensherrschaft nach der franz. Revolution, Volksgemeinschafts -Ideologie der Nazis oder Parteiherrschaft in den ehemaligen kommunistischen Staaten ist sehr ähnlich Begründung für Unterdrückung von Teilinteressen totalitäre Herrschaft/ Erziehungsdiktatur Demokratie als Konkurrenz um den Auftrag zur Herrschaft auf Zeit Unterschiedliche Interessen sind legitim und notwendig für eine Demokratie Demokratie als Herrschaft auf Zeit Repräsentation als einzige praktisch realisierbare Form von Demokratie. angelsächsische Tradition: Entstehung der USA / US-Verfassung James Madison (Anfang 19. Jh.) Nachkriegszeit in Deutschland /Gegenmodell zur Nazi-Herrschaft Joseph Schumpeter (Anfang 20. Jh.) Die vielfältigen und widersprüchlichen Interessen zu regulieren, ist die vordringliche Aufgabe moderner Gesetzgebung. Das Gemeinwohl ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Interessen. Einigkeit muss nur über die Spielregeln bestehen. klare Regeln für die Auseinandersetzung und die Vergabe von Entscheidungspositionen freies Mandat, nach der Wahl sind Abgeordnete nur ihrem Gewissen verantwortlich Abgeordnete auf Zeit gewählt und nicht abwählbar Nachdenken über mehr Beteiligung der Bürger wird als unnötig erklärt Herrschaft der Eliten, die nur noch untereinander konkurrieren Vorherrschaft von Privat- und Gruppeninteressen, Fehlen gemeinsamer Werte

3 Risiken / Gefahren typische Forderungen Aussagen der Begründer Geschichte + Begründer grundlegende Auffassung SW EF 10 Arnoldt Zwei Auffassungen von Demokratie Demokratie als Identität von Herrschenden und Beherrschten Demokratie als Konkurrenz um den Auftrag zur Herrschaft auf Zeit

4 Zwei Auffassungen von Demokratie eine ungeordnete Liste von Aussagen, Namen, Erklärungen 1. Das Gemeinwohl ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Interessen. 2. Der Einzelne muss sich dem Gemeinwillen unterstellen. 3. Die vielfältigen und widersprüchlichen Interessen zu regulieren, ist die vordringliche Aufgabe moderner Gesetzgebung. 4. Egoistische Einzel- und Gruppeninteressen müssen ausgeschaltet werden. 5. Einigkeit muss nur über die Spielregeln bestehen. 6. Es gibt ein objektiv erkennbares Gemeinwohl. 7. Abgeordnete auf Zeit gewählt und nicht abwählbar 8. Abgeordnete jederzeit abwählbar 9. angelsächsische Tradition: Entstehung der USA / US-Verfassung 10. Ausweitung von Volksentscheiden 11. Begründung für Schreckensherrschaft nach der franz. Revolution, Volksgemeinschafts -Ideologie der Nazis oder Parteiherrschaft in den ehemaligen kommunistischen Staaten ist sehr ähnlich 12. Begründung für Unterdrückung von Teilinteressen 13. Demokratie als Herrschaft auf Zeit 14. Demokratie als unmittelbare Herrschaft des Volkes 15. französische Revolution: Ideal freier und gleicher Bürger 16. freies Mandat, nach der Wahl sind Abgeordnete nur ihrem Gewissen verantwortlich 17. Herrschaft der Eliten, die nur noch untereinander konkurrieren 18. imperatives Mandat, Abgeordnete nur als Beauftragte 19. James Madison (Anfang 19. Jh.) 20. Jean-Jacques Rousseau 21. Joseph Schumpeter (Anfang 20. Jh.) 22. Kampf gegen den Absolutismus 23. klare Regeln für die Auseinandersetzung und die Vergabe von Entscheidungspositionen 24. Nachdenken über mehr Beteiligung der Bürger wird als unnötig erklärt 25. Nachkriegszeit in Deutschland /Gegenmodell zur Nazi-Herrschaft 26. Plebiszit als Idealform der Demokratie 27. Repräsentation als einzige praktisch realisierbare Form von Demokratie. 28. Teilinteressen müssen abgewehrt werden. 29. totalitäre Herrschaft/ Erziehungsdiktatur 30. Unterschiedliche Interessen sind legitim und notwendig für eine Demokratie 31. Vorherrschaft von Privat- und Gruppeninteressen, Fehlen gemeinsamer Werte

5 Zwei Auffassungen von Demokratie eine ungeordnete Liste von Aussagen, Namen, Erklärungen 1. Das Gemeinwohl ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Interessen. 2. Der Einzelne muss sich dem Gemeinwillen unterstellen. 3. Die vielfältigen und widersprüchlichen Interessen zu regulieren, ist die vordringliche Aufgabe moderner Gesetzgebung. 4. Egoistische Einzel- und Gruppeninteressen müssen ausgeschaltet werden. 5. Einigkeit muss nur über die Spielregeln bestehen. 6. Es gibt ein objektiv erkennbares Gemeinwohl. 7. Abgeordnete auf Zeit gewählt und nicht abwählbar 8. Abgeordnete jederzeit abwählbar 9. angelsächsische Tradition: Entstehung der USA / US-Verfassung 10. Ausweitung von Volksentscheiden 11. Begründung für Schreckensherrschaft nach der franz. Revolution, Volksgemeinschafts -Ideologie der Nazis oder Parteiherrschaft in den ehemaligen kommunistischen Staaten ist sehr ähnlich 12. Begründung für Unterdrückung von Teilinteressen 13. Demokratie als Herrschaft auf Zeit 14. Demokratie als unmittelbare Herrschaft des Volkes 15. französische Revolution: Ideal freier und gleicher Bürger 16. freies Mandat, nach der Wahl sind Abgeordnete nur ihrem Gewissen verantwortlich 17. Herrschaft der Eliten, die nur noch untereinander konkurrieren 18. imperatives Mandat, Abgeordnete nur als Beauftragte 19. James Madison (Anfang 19. Jh.) 20. Jean-Jacques Rousseau 21. Joseph Schumpeter (Anfang 20. Jh.) 22. Kampf gegen den Absolutismus 23. klare Regeln für die Auseinandersetzung und die Vergabe von Entscheidungspositionen 24. Nachdenken über mehr Beteiligung der Bürger wird als unnötig erklärt 25. Nachkriegszeit in Deutschland /Gegenmodell zur Nazi-Herrschaft 26. Plebiszit als Idealform der Demokratie 27. Repräsentation als einzige praktisch realisierbare Form von Demokratie. 28. Teilinteressen müssen abgewehrt werden. 29. totalitäre Herrschaft/ Erziehungsdiktatur 30. Unterschiedliche Interessen sind legitim und notwendig für eine Demokratie 31. Vorherrschaft von Privat- und Gruppeninteressen, Fehlen gemeinsamer Werte

6 Zwei Auffassungen von Demokratie wir versuchen uns an der begründeten Zuordnung von Aussagen: 1. Die Politiker haben doch keine Vorstellung davon, was das Volk wirklich will! 2. Lobbyismus ist für die Demokratie durchaus sinnvoll. So können Politiker eine Vorstellung von den verschiedenen Interessen bekommen und die Argumente der Fachleute berücksichtigen. 3. Die Abgeordneten des Bundestages sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. 4. Man sollte Abgeordnete abwählen können, wenn sie sich nicht an den Wählerwillen halten. 5. Wer mit einer Entscheidung des Parlaments nicht einverstanden ist, hat ja die Chance, bei der nächsten Wahl für eine andere Mehrheit zu sorgen. 6. Lobbyismus sollte begrenzt oder verboten werden, da hier nur besondere Gruppen ihre Interessen durchsetzen.

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