Einladu ng zur Mitgliederversammlun g

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1 a VEREIN FÜR GESCHICHTE / DENKMAL- UND LANDSCHAFTSPFLEGE E.V. BAD EMS lm lntemel der Redaklinsadresse: Mühlbachweg6, 56357Berg/Taunus. fel06t VEREINSNACHRICHTEN Januar - Mäz Depesche Nr. 54 (VN 133) Liebe Mitglieder, Einladu ng zur Mitgliederversammlun g am Mittwch, dem 15. Februar 2017, um 19 (!) Uhr im beren Fyer des Kursaalgebäudes im Einvernehmen mit dem Vrstand möchte ich Sie fristgerecht und recht herzlich ftir Mittwch, den 15. Februar 2016 um 19 Uhr ins bere Fyer des Kursaalgebäudes zu unserer diesjährigen rdentlichen Mitgliederversammlung einladen. Nach dem frmellen Teil, den wir durch unseren ausführlichen Jahresbericht in dieser Ausgabe der Vereinsnachrichten,,entlastef' haben, erinnern wir an die wichtigsten Ereignisse aus unserem Vereinsjahr 2016, und wir geben einen Ausblick auf unsere Planung frir Tagesrdnung: 1. Begrüßung und Feststellung der BeschlussfÌihigkeit. 2. Genehmigung des Prtklls der letztenjahreshauptversammlung (Enthalten in der Depesche Nr. 47 vm Måi z letzten Jahres) 3. Ehrung verstrbener Mitglieder 4. Kurzberichte des Vrsitzenden und weiterer Vrstandsmitglieder, bes. des Schatzmeisters 5. Aussprache zu den Jahresberichten 6. Bericht der Kassenprüfer und ggf. Aussprache dazu 7. Entlastung des Schatzmeisters und des übrigen Vrst nds 8. Ggf. rü/ahl vn Kassenpräfern 9. Planung ftir das neue Vereinsjahr 10. Pwerpint-Pråisentatin,,Selters und Bad Hmburg" Erinnerungen an unsere Exkursin im Jahre 2016 I l. Verschiedenes Bad Ems, den 18. Januar 2017 Dr. Ulrich Brand, 1. Vrsitzender Es flgt die Vrtragseinladung für den 15. März (mit geändertem Prgramm!) 1

2 Da der frir l: lf.i:r:z geplante Vrtrag,,Als Karl Baedeker durch das Lahntal reiste" wegen einer überraschenden anderen Verpflichtng des Referenten nicht stattfinden kann, hat ein eigenes Team unseres Museums einen sehr lhnenden Altematiwrhag ausgearbeitet, zu dem wir Sie ganz herzlich einladen: Vrtragseinladung für den 15. Mùrz2017 Liebe Mitglieder, liebe Freunde vn Bad Ems, wir möchten Sie gern ar unserem nächsten Vrtragsabend einladen. Er findet trtz der Renvierungsarbeiten am Kursaalgebäude - wie üblich - im beren Fyer des Kursaals statt, und zwar (seit Januar) um 19 Uhr. Bitte beachten Sie, dass die PKW-Parkmöglichkeiten in Kurhausnåihe zurzeit eingeschråinkt sind. Andrea Schneider, Matthias Zller und I)r. Hans-Jürgen Sarhlz: Perspektiven r Bad Ems in histrischen Ansichten Die Referenten öffrten ihre Schatztruhen. In einem ersten Teil sind schöne, zum Teil seltene Stiche aus der Druckgrafrk-Sammlung des Museums zu sehen, vn den ältesten Bad Emser Ansichten aus dem 17. Jahrhundert über Lithgrafien bis zu Hlzstichen des späten 19. Jahrhunderts. Im zweiten Teil geht es um histrische Ftgrafien aus der umfangreichen Sammlung des Stadtarchivs. Der Bgen spannt sich vn den ältesten Aufnahmen um 1860 bis zum frühen 20. Jahrhundert. Schließlich zeig! unst Matthias Zöller Raritåiten aus seiner Privatsammlung histrischer Ansichtskarten. Die gesamte Bilderschau präsentiert viele heute nicht mehr bekannte Ansichten, belegt aber auch eindrucksvll, wie gut die histrische Bausubstanz vn Bad Ems nch erhalten ist. Der Vrtragsabend versteht sich auch damit als Beitrag des VGDL zur Welterbebewerbung,,Great Spas f Eurpe", denn wir sehen in der Geschichte unserer Stadt und in ihrer herausragenden Architektur wichtige Perspektiven ftir die Zukunft. Ftir Mittwch, den 12. April 2017 haben wir Dr. Achim-Rüdiger Börner (Aachen, Köln, Bad Ems) als Referenten gewnnen. Er berichtet über,,eidechsen in der Welterbe-Landschaft". Unser Dezember-Vrtrag 2016,rYrtreffliches Sauerwasser" - Mineralbrunnen im Rhein- Lahn-Gebiet vn Dr. Hans-Jürgen Sarhlz war gut besucht und brachte einen interessanten Überblick über Aufstieg und Niedergang der Mineralbrunnen unseres weiteren Heimatbereichs. Da zu diesem Thema und speziell zum Vrhag ein eigenes Bad Emser Heft (BEH 487) erschienen ist, können alle diejenigen, die nicht dabei waren, sich auf diesem Wege infrmieren. Das Heft gibt es - wie alle anderen - im Museum der über die Redaktin. 2

3 Rückbtick auf unser Vereinsj ahr 2016 vnrnäcn l. Dr. Ulrich Brand: Vn der Lahn nach Luxemburg: 125 Jahre Dynastie Luxemburg-Nassau (13. Januar 2016) 2. Dr. Astrid Krtiger (Bad Hmburg): Bad Hmburg als Kur- und Mdebad des 19. Jahrhunderts (9.I lf.înz2016) 3. Hartmut Paulus (Trier/Schmallenberg): Die Römer in Rheinland-Pfalz (13. April 2016) 4. Alexander Thn M.A. (Lahnstein):,,Ich bin nicht der Hahn, um den mantaí)zt." Franzvn Sickingen ( ) und die Refrmatin im heutigen Rheinland-Pfalz. (11. Mai 2016) 5. Dr. Ulrich Brand: Hurra (?) - Wir werden Preußen? - Die Übemahme des Herzgtums Nassau (15. Juni 2016) 6. Brunhilde Gldhausen (Kblenz): Madagaskar - Paradies im Indischen Ozean (13. Juli 2016) 7. Dipl.-Gegr. Uwe Schwarz (Bergisch Gladbach): Bad Ems, Lahn und Rhein: eine unterhaltsame Kartenschau durch frinf Jahrhunderte (14. September 2016) 8. Wilfried Dieterichs (LaatzenHannver): Viel riskiert, ft gewnnen, alles verspielt: Die Geschichten einer ungewöhnlichen Nachkriegs-Karriere: Hug Schmitz - nicht nur eine Rennfahrer-Legende (26. Oktber 2016) 9. Annegret Werner-Schlz: Vm mittelalterlichen V/ildbad zum mdernen Heilbad. Ein Streifzug durch 500 Jahre Medizingeschichte (9. Nvember 2016) 10. Dr. Hans-Jtirgen Sarhlz: Mineralbrunnen im Rhein-Lahn-Gebiet (14. Dezember 2016) EXKURSION Die einzige Vereins-Exkursin des Jahres führte am 16. April nach Niederselters und Bad Hmburg und wurde vn Dr. Hans-Jtirgen Sarhlz und dem Ehepaar Reibld vrbereitet. Sie stand im Zusammenhang mit dem Welterbeprjekf,,Great Spas f Eurpe", bei dem zu diesem Zeitpunkt Bad Hmburg nch - gemeinsam mit Bad Ems - auf der Bewerberliste stand. Dr. Nrbert Zabel,langjähriger Bürgermeister vn Niederselters und Leiter des Selterswasser- Museums machte uns in einer eindrucksvllen Führung mit der Geschichte dieses früher s bedeutenden Mineralbrunnes vertraut, der dem,,selterswasser" weltweit seinen Namen gab. Schn unter dem letzten Trierer Kurfürsten Clemens 'Wenzeslaus wurden vn hier jährlich Millinen Tnkrüge mit Heilwasser verschickt, und der Erlös daraus war einer der größten Einnahmepsten Kurtriers übernahm Preußen den nassauischen Brunnen, der nach einer weiteren Blütezeit, die auch an den Gebäuden ablesbar war, und dem allmåihlichen Niedergang im 20. Jahrhundert 1999 stillgelegt wurde. Nach der Ûbemahme durch die Gemeinde und einer grtindlichen Restaurierung gab es 2011 eine,,wiederauferstehung" mit histrischem Brunnentempel, Selterswassernuseum, Haustrunkanlage, Park und Veranstaltungsräumen, die den Besuch wieder lhnend machen - vr allem, wenn man das Glück hat, vn Dr. Zabel geführt zu werden. Die Ftihrung in Bad Hmburg übernahm Dr. Astrid Krüger, die uns bei unserem Vrtragsabend im Måirz bereits mit Bad Hmburg als bedeutendem Kurbad des 19. Jahrhunderts vertraut gemacht hatte und die uns nun nch einmal fast einen ganzen Tag beim Rundgang durch die Stadt, das Schlssgelände und den weitläufigen Kurpark widmete.

4 Nach der Baugeschichte der um 1860 erbauten und sehr eindrucksvllen Residenz der Landgrafen vn Hessen-Hmburg, die,,vr Ort" sehr kurzweilig und interessant war, und einem zünftigen Mittagessen in der Altstadt ging es in den weitläufigen, aber ein wenig abseits gelegenen Kurpark, der sich an dem inzwischen snnigen Frählingstag vn seiner besten Seite zeigte. Auch hier, im,,lieblingsbad" vn Kaiser Wilhelm II., haben sich die Preußen mit prächtigen Gebäuden und Anlagen ein Denkmal gesetzt, und die gepflegten Anlagen, die bewusst gestalteten weiten Sichtachsen und interessante histrische Details machten die Ftihrung durch Frau Dr. Krtiger zu einem besnderen Erlebnis. Nach dem Besuch an der Russischen Kirche und dem Siamesischen Tempel Thai Sala vn 1914 gab es nch eine (fast schn traditinelle) Vesper am Bus, und nach deinem besnderen Dank an unsere Führerin ging es wieder heim nach Bad Ems. Bad Emser Hefte / Vereinsnachrichten des VGDL Vn insgesamt 59 neuen Heften aus der Redaktin der Bad Emser Hefte im Kalendeqahr 2016 bezgen sich die flgenden auf Bad Ems und seine nähere Umsebuns: Nr. 482 Christph Graupners,,Wassermusik". Eine Kantate zur Badekur des Landgrafen Ernst Ludwig (um l7l6),vnbeate Srg (Darmstadt) Nr.472 Hurra (?) Wir werden Preußen! Die Übernahme des Herzgtums Nassau Heft 2: Vrtragstext vn Ulrich Brand am 16. Juni 2016 Nr. 475 Bad Ems im Ersten Weltkrieg l9l Aktuelles aus der Emser Zeitttng. Zusammengestellt vn V/ilhelm Augst für die Bärgerstiftung Bad Ems Nr. 478 Russische Gäste in Bad Ems (Ausgabe in russischer Sprache) vn Hans-Jürgen Sarhl z, ibersetzt vn Regina Schneider-Malkus Nr. 479 Vm V/ildbadnxn Grand Htel. Die Baugeschichte des Kurhauses Bad Ems (Bad Ems als V/eltkulturerbe - Heft 5) Nr. 480 Bad Ems als Kunstwerk (1973) vn W'erner Bmheim gen. Schilling Nr Jahre Geschichtsverein Bad Ems. Teil l: , vn Ulrich Brand Nr. 488 Bad Ems 1860: Fremdenführer durch den Currt Ems. aus dem Verlag L.J. Kirchberger - Faksimile-Nachdruck (Frmat vergrößert) Nr Bad Ems 1875: Bad Ems und seine Heilmittel vn G. Lange Faksimile-Nachdruck in vier Heften, Frmat vergrößert Nr Jahre Bad Emser Hefte, Gesamtverzeichnis mit einem Anhang über die Bad Emser Spendenmedaillen, Neuausgabe Stand Dezember 2016 Weitere Bad Emser Hefte, zum Teil mit Bezue zu Bad Ems: Nr.469 Luxus im Kurrt - Ausdruck der Mdernität? Vn Martina Belymehl-Eiler (Bad Ems als Weltkulturerbe? - Heft 4) Nr.483 Die Grändungsgeschichte des Bistums Limburg und die Limburger Bischöfe vn 1827 bis 2016 (Snderausgabe zur Bischfswahl am 18. September 2016) unter Verwendung vn BEH l0l und Texten des Bistums Limburg Nr.486 Henriette Alexandrine Friederike Wilhelmine Prinzessin vn Nassau-Weilburg, Namensgeberin des Henriettenweges und der Hernriettensäule in Bad Ems vn Berta Löser-Wagner Nr.487,,...vrtreffl iches Sauerwasser" - Mineralbnrnnen im Rhein-Lahn-Gebiet vn Hans-Jürgen Sarhlz

5 Aus der Sndeffeihe ntmortsjubilam 750 Jahre Obernhqf/Lahn: Nr.465 Nr.466 Nr.467 Nr.470 Nr.489 Neuseelbach bis 31. I v4inz 1938i Obernhf ab l. April 1938, vn Erika Gtinter (Nr. 2) Das waren nch Zeiten: Pilger-Snderzüge nach Obemhf zum Klster Arnstein ln den 1950er Jahren (Nr. 3) Das Prämnstratenserstift Amstein im 12. Jahrhundert, vn Brun Krings, Neuausgabe vn BEH 84 (Nr.a) Obemhf. Strukturwandel eine Weinbaugemeinde an der Lahn, vn Melanie Jankwic (Facharbeit 1988/89) mit einem Bildanhang vn 2007 (Nr. 5) Und jedem Anfang whnt ein Zauber inne... Anfang und Ende (?) der Arnsteiner Patres an der Lahn. Originaltexte und Bilder vnl920l21 und heute (1.{r. 6) Snderreihe der Jacques-Offenbach-Hefte Hier erschienen l8 neue Ausgaben, davn eine in englischer Sprache. Details dazu sind unter abzurufen. Ztsatzlicherschien vm Bad Emser Jacques-Offenbach-Jurnal die Nr. 18. Außerdem gab es 17 neue Hefte der Reihe der Bad Emser Hefte zur Mqß- und Ge'Á,ichtskunde: Nrn ,250, Gewichte aus Österreich (inkl. k.u.k. Bereich) des 18. bis 20. Jahrhunderts, - HefteAl-14 - vnulrichbrand Nr. 249 Schnellwaagen vn der römischen Antike bis ins 20. Jahrhundert, vn Ulrich Brand Nr. 251 Die Pstgewichte der Deutschen Reichspstverwaltung vn Jhannes Lindner (1992) Eine Übersicht über alle Bad Emser Hefte gibt es im Internet unter Die,,Vereinsnachrichten", seit Juli 2011 nicht mehr in Heftfrm sndern als,,emser Depeschen" per Dialgpsf, erfreuen sich weiterhin besnderer Beliebtheit und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Verein und seinen Mitgliedem gab es 8 neue Ausgaben mit immerhin 101 Seiten A 4. Sie sind ab Nr. 1 vn 54 im Internet unter zugänglich. SONSTIGES V/ie im Vrjahr musste unser Museums- und Archiveiter Dr. Hans-Jürgen Sarhlz im Rahmen des Prjektes zur Bewerbung vn Bad Ems um das V/eltkulturerbe,,Great Spas f Eurpe" auch 2016 wieder zahlreiche Termine wahrnehmen, zum Teil im Ausland. Wir knnten unsere kleine Snderreihe vn Heften erweitem (s..), die vr allem bei den,,knkurrierenden" Mitbewerbern und den Entscheidungsgremien als'v/erbung für Bad Ems eingesetzt werden. In der Jahreshauptversammlung im Februar gab es vr allem Rückblicke auf das,,rmantik- Wchenende" im Juli 2015 und einen Bericht,,Bilder vn der Baustelle" zu den aufivändigen Renvierungsarbeiten im Museum und Alten Rathaus durch Museums- und Archivleiter Dr. Sarhlz. Unserer Schriftführerin Andrea Schneider wurde für ihre besnderen Verdienste in der Vereinsund Museumsarbeit, aber auch für ihr Engagement bei Vrh?igen und Führungen in der Stadt und in den Emser Kurkliniken, die Ehrennadel des Vereins verliehen, der nassauischen Löwenschild, den wir seit 1984 mit Genehmigung des Grßherzgs vn Luxemburg nutzen dtirfen. Am 20. Februar gab es eine Vrstands- und Museumsteam-Exkursin nach Wetzlar zuir Snderausstellung,,Friedrich Christian Reinermann - ein 'V/etzlarer Landschaftsmaler der Rmantik". Bei den insgesarrrt 120 ausgestellten W'erken gab es eine kleine Abteilung mit 5

6 Ansichten vn Bad Ems, die unser besnderes Interesse fand, aber auch Lahn, Rhein und Msel waren mit vielen Werken vertreten. Am 12. Måirz fand ein Benefizktuert zugunsten unserer Vereinsarbeit statt, mit dem sich Stadtbürgermeister Bemy Abt für das vielfültige Engagement des Vereins frir Stadt und Museum bedankt hat. In Anknüpfung an unsere 2015 eröffnete,,rmantik-runde" wurde es ein Knzert mit Werken aus dem 19. Jahrhundert, die ihrerseits an die grßen Auftritte berühmter Künstler in der Glanzzeit des Emser Bades erinnerten. Wir danken Berny Abt für den sehr gelungenen Knzertabend in der Brunnenhalle, und wir danken den Spnsren, die durch seine Vermittlung den Abend ermöglicht haben. Im Herbst 2017 werden wir uns vielleicht an gleicher Stelle wieder sehen, wenn die geplante Auffiihrung vn Christph Graupners,,Wassermusik"-Kantate im Rahmen des Lahn-Festivals zustande kmmt. Am 9. April wurde das Museum nach dem Abschluss der Renvierungsarbeiten in diesem Teil des Alten Rathauses wieder in vllem Umfang eröffrret. Damit war eine,,harte Zeit" frir unser Museumsteam weitgehend beendet, mit vielen V/chen wirklich schwerer und mtfüsamer Arbeit. Ganz entgegen dem Ztg der Zeit können wir uns auf drei weitere Museumsräume freuen, die den beren Ausstellungsbereich bis zur Rathausstraße hin erweitern werden, s dass der,,rmantische Blick" auf den Kurpark und die Vier Türme demnächst mit einbezgen sind. Im Anschluss an die Römerabteilung sllen die neuen Räume Bad Emser Künstlern und dem füiheren V/eltbad gewidmet werden. Da der Rechnungsh(?) såimtliche vn der Sødt eingeplanten Gelder zur Ausstattung dieses Bereichs gestrichen hat, wird hier auf unseren Verein (und seinen Schatzmeister) eine ganz besndere Aufgabe zu kmmen! Ein erfreuliches Ereignis gibt es in diesem Zusammenhangzu erwåihnen: Aus Anlass vn,,runden Geburtstagen" haben zwei unserer Mitglieder auf Geschenke verzichtet und um Spenden für das Museum gebeten. Das Ergebnis waren deutlich über 1000 Eur, wfür wir uns auch auf diesem V/ege garz herzlich bedanken möchten. Der Stadtbürgermeister hat diese,,geniale" Idee ebenfalls besnders gewürdigt. Am 16. April fand unsere Tagesexkursin nach Niederselters und Bad Hmburg statt. (Bericht siehe ben) Bei der W'elterbebewerbung,,Great Spas f Eurpe" fiel eine wichtige Vrentscheidung zu Gunsten vn Bad Ems: Es bleibt zus ilnmen mit 10 weiteren Bewerbem vn Böhmen bis Südengland,,im Rennen", während die drei deutschen,,knkurrenten" Bad Pyrmnt, Bad Hmburg und Wiesbaden ausgeschieden sind. Die vielseitigen Bemühungen vr allem vn Dr. Sarhlz haben dazu wesentlich beigetragen, und wir knnten unseren Teil dazu durch die Snderreihe der Bad Emser Hefte zu diesem Thema beitragen. Am,,Welterbetag", dem 5. Juni, gab es einen,,histrischen Spaziergang durch die Kurstadt", zu dem Dr. Sarhlz und die,,histrischen Kurgäste" (unsere Bad Emser Kstümgruppe) samt Reiteseln eingeladen hatten. Am 4. Juni gab es einen grßen Gegenbesuch per Bus aus Bad Hmburg, bei dem die Gåiste unter der Leitung vn Archivleiterin Dr. Astrid Krüger mit Dr. Sarhlz das histrische Bad, den Wintersberg und Teile der Rmantikrunde bis zur Höhe der Bäderlei erwanderten. Am 9. Juni kam Gegenbesuch aus Wetzlar, wbei Frau Dr. Eichler vm V/etzlarer Stadtmuseum geradezu wehmütig das gute Miteinander vn Stadt, Verein und Museum, vr allem aber die grße Zahl der freiwillig engagierten Helfer, zur Kenntnis genmmen hat. Am 12. Juli erhielt der Vrsitzende Dr. Ulrich Brand im Kreishaus Bad Ems die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz, die ihm vn der Ministerpräsidentin Malu Dreyer für seine langiährigen Verdienste, insbesndere bei der Herausgabe der Bad Emser Hefte, verliehen wurde.

7 Am selben Tag wurde ein neues Bad Emser Heft in russischer Sprache (Russische Gäste in Bad Ems, vn Dr. Sarhlz, übersetzt vn unserem Mitglied Regina Schneider-Malkus) vrgestellt. Damit verfügen wir bereits über eine ganze Reihe russischsprachiger Hefte, die auch des öfteren im Museum verlangt werden. Anr22. Juli knnte u:ì.ser,,bad Emser Römer" (Vrstandsmitglied Jtirgen Eigenbrd) zwei neue Hinweistafeln zur römischen Geschichte vn Bad Ems ffiziell,,enthüllen": am Frnhf im Bereich des ehemaligen Römerkastells im,,drf Ems" und am ältesten deutschen,,neuen" Limesturm auf dem'wintersberg. Am Frnhf knnte er durch Grabungen auf einem Baugrundstück und im Keller des Nachbarhauses einen gegenüber der früheren Annahme geåinderten Verlauf der Kastellmauer nachweisen. An dem,,aus Kaiserc Zeiten" stammenden Limesturm auf dem Wintersberg ging es vr allem darum, den Gästen des Berghtels am Limes den lateinischen Text der grßen Widmungstafel für Kaiser V/ilhelm I. zu übersetzen und (vr dem Zeithintergrund nach dem Krieg vn l870l7l) zu erklåiren. Zwischenzeitlich haben sich nch weitere,,grße Dinge getan", was die römische Vergangenheit vn Bad Ems und die Entdeckungen vn Jtirgen Eigenbrd betrifft. Darüber werden wir berichten, wenn die Untersuchungen weiter frtgeschritten sind und die Kblenzer Bdendenkmalpflege,,grünes Licht gibt". Das Prjekt, die geplante Abteilung zum römischen Messen und Wiegen im Kastell Phl mit römischen Funden vn Gewichten aus unserem Raum und mit 'Waagenbruchstücken swie mit römischen Mtinzen mit Waagendarstellungen auszustatten, ist leider gescheitert. Die Generaldirekfin Kulturelles Erbe in Mainz hat - in sehr kleinlicher Auslegung des neuen,,kulturgut-schutzgesetzes" - die Ausstellung vn römischen Funden aus Privatbesitz im Kastell nicht gestattet. Wenig erfreulich waren in diesem Jahr die wiederhlten,,vandalen-akfinen" im Bereich der Rmantikrunde, aber auch im Kurpark, bei denen Schautafeln beschädigt und snstige Schäden angerichtet wurden. Abhilfe ist leider nicht in Sicht, Zeitungsberichte und Ratsdiskussinen führten zu nichts - wir mtissen uns mit der allgemeinen Hilflsigkeit abfinden. Am 19. August feierte unser Mitglied Julius Neumann, Veteran aus der Schlacht um England vn l94l und später ein wichtiger Vermittler zwischen den einstigen Gegnern, seinen 100. Geburtstag. Eine Vrstandsdelegatin nahm an dem Empfang im Vömelhaus teil. In mehreren Einsätzen knnten Mitglieder unseres ehrenamtlichen Museumteams den Alten Rathaussaal,,verschönern", der nach dem Einsetzen neuer Fenster eine Überhlungskur nötig hatte. Zur Freude des Stadtbürgermeisters werden die Ksten der nch laufenden Arbeiten vm Verein übernmmen. Da der Saal eine wertvlle Ergänzung unseres Museums ist - für Ausstellungen, Vrträge und auch,,feierliche Anlåisse" - lhnt sich diese Investitin, und wir haben drt ja schn ft sehr angenehme Stunden verbracht. Vm 9. September bis zum 3. Oktber gab es im Museum eine Ausstellung,,Vm Wildbad zum Grand Htel - Das Kurhaus in Bad Ems". Die vn Dr. Sarhlz und Matthias Zöller zusíilnmengestellte Ausstellung war dem gleichen Thema gewidmet wie unser Nvember-Vrtrag vn Annegret Vy'emer-Schlz und enthielt eine grße Zahl wertvller und seltener Ansichten des Kurhausbereiches aus verschiedenen Zeiten. Der traditinelle Adventskaffee-Nachmittag des Vereins fand diesmal aus Anlass des 750. Ortsjubiläums in Obemhf statt, w unser Mitglied, der Lahnwinzer Uwe Haxel, eine ausreichend grße und gemütliche V/einstube betreibt. Dank der Mbilitåit unserer Mitglieder wurde diese sehr gelungene,,auswärtsveranstaltung" am 1. Adventswchenende gut angenírmen. UB

8 Rückblick: Unser Adventskaffee am 26. Nvember Aus Anlass des 75Ojährigen Jubiläums vn Obernhf fand der traditinelle Adventskaffee in diesem Jahr im Weinlkal vn Uwe Haxel und seiner Ehefrau Sabine statt. ln der urigen Weinstube erwartete die über 30 Teílnehmer ein herzlicher Empfang. Nach der Begrüßung durch den Ersten Vrsitzenden gab es zunächst für alle Kaffee der Tee und leckeren Blechkuchen aus der Mühlenbäckerei Fetter bei Laurenburg. Auf ein ffizielles Unterhaltungsprgramm wurde dieses Mal absichtlich verzichtet, um dem Austauschbedarf Rechnung zu tragen, und s entwickelte sich beim Genuss des,,alkhlischen Hchgewächses" und deftiger Wurst- der Schinkenplatten eine angeregte und fröhliche Unterhaltung, alle Tische übergreifend. Reinhld Hilpüsch erinnerte mit dem Emser Gedicht,,Die Marktstrß" an den Emser Stadtamtmann Peter Ortseifen, der einmal als Zweiter Vrsitzender eine tragende Säule in unserem Vrstand war. Am frühen Abend löste sich die lustige Gesellschaft auf, nicht hne das eine der andere Fläschchen Wein im Gepäck, und man blickte auf ein gemütliches Beisammensein zurück. Familie Haxel sei hiermit nchmals ein herzliches Dankeschön für ihre Gastfreundschaft gesagt! A.S. Ubrigens: Schn der Vater vn Uwe Haxel war Mitglied in unserem Verein und einer der besten Kenner der lkalen Geschichte. Wer sich für die derzeitige Flurbereinigung mit einer geplanten deutlichen Vergrößerung des Weinbauareals interessiert, kann sich vn Uwe Haxel bei einem Glas Wein die hchinteressanten Kartenunterlagen dazu zeigen und erklären lassen, die Auskunft zu den unterschiedlichsten Faktren geben, die bei einem slchen Unternehmen in Betracht gezgen werden müssen, Schweizer lmpress nen - Nachlese zum Vrtrag am 11. Januar Traditinell zum Jahresauftakt unserer Vrtragsreihe stand wieder ein Diavrtrag vn Brunhilde Gldhausen aus Kblenz auf dem Prgramm, dieses Mal zeigte sie ihre Schweizer Reiseeindrücke vn lm österreichischen Bregenz begann die Rundreise. Es ging durch Graubünden, das Fürstentum Liechtenstein ins Engadin. Die Dreipässefahrt über Grimsel-, Furka- und Sustenpass gehörte natürlich zum Pflichtprgramm! Eindrucksvlle Aufnahmen vn der Gletscherwelt, der Fahrt auf das Grnergrat in Zermatt und später durch das Rhnetal, entlang am Genfer See vermittelten einen Eindruck vn der vielschichtigen Tpgraphie des Landes. Nicht nur herrliche Landschaften präsentierte uns die Referentin, auch kulturell mit Kirchen, Klöstern und ihren histrischen Bauernhäuschen hat die Schweiz einiges zu bieten. Trtz eng geschnürtem Reiseprgramm nahm Frau Gldhausen jede Gelegenheit für mehrstündige Wanderungen wahr, die einmal mehr die impsante Bergwelt mit ihrer Flra und Fauna erleben ließen. Das histrische Murten am gleichnamigen See im französischen Teil der dreisprachigen Schweiz swie die Hauptstadt Bern mit dem Münster, Zeitglckenturm und den herrlichen Flaníermeilen unter Arkaden sind eine Reise wert! Nicht fehlen durften ein Ausflug ins Berner Oberland swie ein Aufenthalt in Luzern am Vierwaldstätter See mit der uralten Kapellbrücke, ein Blick auf die Rütliwiese, die,,wiege der Schweize/', w der Legende nach das Bündnis der drei Urkantne Uri, Schwyz und

9 Unterwalden geschlssen wrden sein sll. Zum Abschluss der Rundreise bt sich der Rheinfall bei Schaffhausen in all seiner lmpsanz. Die Zuschauer erlebten - wie gewhnt - eine wunderschöne Bilderreise mit zahlreichen Eindrücken in das Land der Eidgenssen, lebhaft, lcker und auch mal kritisch kmmentiert vn der reiselustigen Referentin. Vielen Dank! A.S. Auszug aus einem Brief an unseren Stadtbürgermeister zur Freistellung der Henriettensäule vm 16. Dezember 2016 Sehr geehrter Herr Stadtbtirgermeister, lieber Herr Abt, im Namen der Mitglieder des VGDL danke ich herzlich für die gestem erflgte Freistellung der Henriettensäiule am Nrdhang des Malberges. Unser besnderer Dank gebtihrt den beteiligten Frstwirten für deren anstrengende und nicht ungefìihrliche Arbeit an dem steilen Hang und mit den schweren, ttickischen Stämmen. Nun kann man die Henriettensäule vm Balmral aus turd vn der Victria-Allee vrbei am Balmral gut sehen. Völlig neu sind ntm die Sichtachsen vm Kurpark aus. Vm Denkmal flir Zar Alexartder bis jenseits des Russischen Hfes ist die Henriettensäule jetzt deutlich zu erkennen. Das hebt sie bei der Bewerbung der Stadt als Weltkulturerbe hervr, hne dass wir dadurch das Landschaftsbild verändert haben. Herzliche Gräße Järgen Eigenbrd Und s sieht ein Teil der Planung unseres Römers und Bdendenhnalpflegers Jürgen Eigenbrd ftir dieses Jahr aus: An der Henriettensäule muss der,,nachwuchs" aus den Fugen entfemt werden, ebens der Rbinienaufivuchs und die Brmbeeren, es werden Christrsen gepflanz und die Efeupflanzung entlang der Bruchsteinmauer wird verdichtet. Alle Hinweisschilder müssen abgewaschen werden, vm Blöskpf im Nrden bis zum WP2l2 (Limesturmrest) im Süden - auch die in der Stadt. Die Palisaden am WP 212, im Pfahlgraben und an der Kemmenauer Straße müssen mit Hlzschutz gestrichen, das Laub im Graben an der Palisade beimwp 2/2 muss entfernt werden, ebens drt die Brmbeeren und Jungeichen und das Laub am und im eigentlichen WP. Die Mauersteine der Südmauer des Gerätehauses des Quellen-Bhrh rms sllen herausgenmmen werden, s dass mit zlttsätzlichem neuem Balkenwerk die Stabilität des Gebäudes verbessert wird, und danach erflgt eine Einschalung der Wand mit Brettem wie am gesamten Turm. Strich drunter: Ein vlles Prgramm. Aber, wie sagte Angela:,,Wir schaffen das!" Kleine Krrekfur: Der Beitrag,,Zur Geschichte der Synagge in Bad Ems" in der letzten VN- Ausgabe wurde mit einem falschen Kürzel versehen. Es stammte vn Ute Brand-Berg.

10 Vrtragsplanung und Termine flir 2OL7 Termin Vrtragsbeginn Referent ln diesem Jahr bereits um 19 Uhr Thema Kursaalgebäude Bad Ems Römerstr., 1. Stck 11. Januar Brunhilde Gldhausen Rundreise durch die Schweiz 15. Februar Ja hreshauptversammlung mit Exkursinsbericht Selters und Bad Hmburg März Geändert: Andrea Schneider, Matthias löller, Dr. H.-J. Sarhlz Perspektiven - Bad Ems in histrischen Ansichten 12. April Dr. Achim-Rüdiger Börner Eidechsen in der Welterbe-Kulturlandschaft 10. Mai Dr. Ulrich Rth, Bad Ems Über Aspekte einer nachhaltigen Wasservers rgu ng (wi rd ku rzfristig ge na uer gefasst) 7. Juni Berta Wagner-Löser und Dr. Hans-Jürgen Sarhlz Werner Birkelbach, Nievern 16. August (Seändert!) 13. September (geändert!) Alexander Thn M.A. Das böhmische Bäderdreieck Karlsbad, Marienbad und Franzensbad Reise durchs Lahntal an Hand histrischer Ansichtskarten,,Vn der mittelalterlichen Höhenburg zum Symbl der deutschen Demkratie - das Hambacher Schlss bei Neustadt an der Weinstraße', 25. Oktber Ute Brand-Berg Luther und die Bibelübersetzung L5. Nvember Christian Schröter,,Kanada - der Westen vn Calgary bis Vancuver" - lmpressinen Dezember Jürgen Eigenbrd Antike Spurensuche in Bad Ems Weitere Termine: 19. Mai bis 25. Juni2OtT Ausstellung:,,Emsige Künstlerinnen stellen aus", Werke vn Bettina Klein und Waltraud Eigenbrd (im Museum Bad Ems) 21. Mai 2OL7 zum lnternatinalen Museumstag und 10. September 2016 zu Tag des ffenen Denkmals:,,Frau Gräfin, Herr Kmmerzienrat" - Mit der histrischen Kstümgruppe durch das Kurviertel. Die,,Gruppe histrischer Kurgäste" ist ja sehr eng mit dem VGDL verbunden. 1. September bis 15. Oktber Ausstellung: Begegnungen auf der Prmenade - Kirche und Religinen im Weltbad Ems (im Museum Bad Ems) Erweiterung des Museums im ersten Stck: Die Gestaltung der neuen Räume, die unseren Ausstellungstrakt im Anschluss an die Límesabteilung bis zur Rathausstraße (Vier-Türme-Blick!) erweitern, ist in vllem Gang, aber ein Termin für die whl im Frühjahr anstehende ffizielle,,einweihung" steht nch nicht fest. Eine Tagesexkursin in das Obere Mittelrheintal unter dem Stichwrt,,Beispielhafte Renvatinen an histrischen Kulturdenkmälern im Oberen Mittelrheintal (Bppard / Oberwesel)" - Leitung Rudlf Reibld - ist für Mitte September 2017 geplant, und wir werden Sie zeitgerecht darüber infrmieren. 10

11 Beim traditinellen Adventskaffee in Obernhf ging es recht gemütlich zu, wbei das Ft in der,'pause" zwischen dem Kaffeetrinken und dernachflgeiden Köstlic'hkeiten aus dem Steilhang aufgenmmen wurde. Gesprächsstff gab es genügend, s dass ein ffizielles Prgramm gar nicht vermisst wurde. Ein ganz klein wenig ffiziell wurde es dann aber dch, als unsere,jüngste Autrin" Berta Löser-'Wagner zum Dank für Ihï Heft,,Kurgäste in Ems: Erzherzg Jhann vn Österreich und Anna Gräfin vn Meran" die gerahmten Fts eines Frankfurter Dppelguldens vn 1848 für Erzherzg Jhann überreicht bekam. 11

12 (Erzherzg Jhann vn Osterreich, Bruder vn Kaiser FranzI., wurde nach der deutschen Revlutin vn 1848 vn der Frankfurter Natinalversammlung zum prvisrischen Oberhaupt des geplanten Deutschen Reiches gewählt und gab diese Stellung im Dezember 1849 auf, nachdem die Revlutinsphase unter der Führung Preußens gewaltsam beendet wrden war.) Das im Dezember erschienene Heft vn Berta Löser-'Wagner über die nassauische Prinzessin Henriette (s.. S. 4) ist der Namensgeberin unserer Bad Emser Henrietten-Säule gewidmet, die einst den Weihnachtsbaum am österreichischen Kaiserhf eingefìihrt hat. Für dieses Heftchen hat sich inzwischen sgar der Nachfahre Henriettes, Erbgrßherzg Guillaume vn Luxemburg, sehr freundlich bedankt. r$l- Im Dezember knnten wir unserem verdienten Vrstandsmitglied Rudlf Reibld in einer kleinen Feier im bereits teilweise restaurierten Alten Rathaussaal neben dem Museum persönlich und auch fïziell zum 80. Geburtstag gratulieren. Unser Zweifer Vrsitzender, Christian Schröter; hatte dazu eine Ehrenurkunde entwrfen (Bild). An dieser Stelle möchte sich der Vrstand ganz herzlich für die zum Jahreswechsel vn einigen Mitgliedem eingegangenen grßzügigen Spenden für das Museum, die Vereinsarbeit und sgar für die,.römische" Bdendenkmalpflege in Ems" bedanken. Besnderer Dank - auch seitens der Stadt - gilt den beiden,,runden Geburtstagskindern", die auf Geschenke verzichtet und um Spenden für das Museum gebeten haben. Mit den dabei zusammen gekmmenen deutlich über tausend Eur kann die Museumserweiterung im ersten Stck gefördert werden, nachdem die Stadt wegen ihrer hhen Verschuldung leider auf eine Reihe vrgesehener,,freiwilliger" Ausgaben für das Museum, die Bücherei und das Jugendzentrum verzichten muss. 12

13 Die Geschichte der Aptheke am Kursaal, die es nicht mehr gibt - und \ilie es zur Gründung unseres VGDL kam Im Jahre 1686 erhielt der Wiesbadener Aptheker Gerg Buchhlz die Genehmigung, in Bad Ems eine Aptheke zu eröffiten. Die Erlaubnis wurde ihm zunächst nur vn der Landgräfin vn Hessen-Darmstadt erteilt. Erst nach längerem Zögem zeig e sich auch die nassauische Herrschaft in Diez bereit, zuzustimmen. Streitigkeiten mit hessischen Beamten aber füh ten zuí Kündigung der gemieteten Räume. Es wurde Buchhlz jedch freigestellt, seine Aptheke an eine andere Stelle zu verlegen. Schn 1695 wurde die hessische Fürstin bei ihrem Kuraufenthalt vn ihrem Darmstädter Hfaptheker Megerlein begleitet, der auch in den flgenden Jahren während der Kurzeit - und sgar darüber hinaus - in Bad Ems zu finden war. Auch ihm versagte die nassauische Regierung ihr Privileg nicht. Die Aptheke lag zwischen der Kapelle im Bad und dem damals neuen hessischen Kurhaus. Bereits 1698 zg Diez unter dem Vrwand, das Privileg vn 1695 sei hne Wissen des Landesfürsten ausgestellt wrden, sein Einverständnis zurück. Es erteilte einem eigenen Hfaptheker, Jhann Caspar Belln vn Diez, die Genehmigung zur Errichtung einer Aptheke für die Smmerzeit. Das Haus, in dem sich die Aptheke befand, hatte Nassau hne Zustimmung der Hessen erbaut, und erst nach jahrelangen Streitigkeiten nahm Hessen vn der Drhung Abstand, das Gebäude abzureißen trat Friedrich Gerhard Belln das Erbe seines Vaters an wurde eine neue Aptheke errichtet - das spätere Kmmissariatsgebäude - das vn mrn an bis 1835 die Aptheke beherbergte. Im Jahre 1769 kaufte der Aptheker Jhann Christian Wuth die Aptheken in Diez und Bad Ems, die bis zum zwangsläufigen Verkauf im Jahre 1824 in Händen der Familie blieb. Die Hessen-darmstädtische Aptheke wechselte öfter den Besitzer. Im Jahre 1769 kaufte ein Aptheker Erhardt die Hfaptheke in Darmstadt und mit ihr die Aptheke in Bad Ems. Er ließ die Emser Aptheke durch einen Prvisr Hpf verwalten, der kurz vr seinem Td 1784 die Aptheke kaufte. Seine Witwe heiratete den Aptheker Hein ich Gttlieb Mmberger, der nach der Neugründung einer Aptheke in Nassau 1795 eine weitere in Braubach 1799 emichtete, da sich eine zweite Aptheke in Bad Ems nur im Smmer lhnte. Nach dem Übergang vn Ems in den alleinigen Besitz des Herzgtums Nassau stellten die Aptheker vn Diez, Nassau und Braubach den Antrag auf Genehmigung einer Vllaptheke in Bad Ems. Das Medizinaledikt der Regierung vn 1818 sah nämlich für jedes Amt nur eine Amtsaptheke vr. Nach langjährigen Verhandlungen und Przessen knnte die Regierung den Verkauf der beiden Smmeraptheken erreichen. Ein Aptheker Kirsch aus Langenschwalbach hatte vrher das Gesuch nt Errichtung einer dritten, und zvrar einer Vllaptheke, an die Regierung gerichtet, zu dem er 1824 die Genehmigung erhielt. In demselben Jahre verkaufte der Aptheker Wuth seine Smmeraptheke an Kirsch, der 1826 die des Apthekers Mmberger ebenfalls hinzuerwarb. Vn da an bestand nur nch eine Aptheke in Bad Ems starb Kirsch. Seine Witwe heiratete Aptheker Weber, der 1833 die Erlaubnis zur Führung der Aptheke erhielt baute Weber die heutige Aptheke, die sich nun schn über hundert Jahre in demselben Gebäude befindet. Nach dem Td seines Shnes August Weber, der sich königlicher Hfaptheker nennen durfte, wurde die Aptheke 1893 an Dr. Julius Crne verkauft. Am 1. August 1925 erwarb sie der Aptheker Hans Dadder, dessen Shn Dr. Hans Dadder sie nun seit 3 Jahren führt. (Aus: Pharmazeutische Zei'+lng vm 30. Iluf:ârz 1961, S. 383, die sich auf eine Veröffentlichung in der Lahn-Zeitung vm 18. Marz196l beruft.) In der Jahreshauptversammlung am 9. Februar 1983 wurde Dr. Dr. Hans Dadder, der nach zehnjähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vrsitzender des VGDL aus beruflichen Grtinden aufgab, in einer ausführlichen Laudati vm 2. Vrsitzenden Peter Wilhelm Ortseifen gewürdigt, aus der wir hier einen Teil wiedergeben möchten (VN Nr. 13, S. 12 ff. - Nachflger als 1. Vrsitzender bis 1994 wurde Dr. Ulrich Brand):,,Als Dr. Dadder am 21. Februar 1964 aus den Händen des damaligen Vrsitzenden, Regierungsdirektr Wilhelm Jacb Balzer, den Vrsitz des Vereins übernahm, waren wir lediglich Ortsgruppe des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsfrschung in Wiesbaden. Wir waren der,,emser 13

14 Altertumsverein", dem Wrte und dem Sinne nach, mit nur wenigen Mitgliedern, die ganz überwiegend der älteren Generatin angehörten. Die Tätigkeit des Vereins vllzg sich im Rahmen der übernmmenen und überkmmenen Auffassungen über die Histrie... In Vrträgen (mit Besuchern, die kaum einmal die Zahl2Ù überstiegen) über eine weiter zurückliegende Vergangenheit wurden im kleinen Kreis interessierter Bürger geschichtliche Ereignisse dargestellt und verständlich gemacht. Außerdem bemühte sich der Verein, Bdenfunde sicherzustellen. Dch die Finanzen waren ganz kümmerlich. Lbenswert war in dieser Zeit der Idealismus eines kleinen Häufleins, aber das ergab leider keine sichere Grundlage für entwicklungsfühige Vrhaben und damit auch keine Ausgangsbasis für eine Anpassung an die wesentlich veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse. Herr Dr. Dadder erkannte lange Zeit vr den Repräsentanten anderer einschlägiger Organisatinen, dass ein Verein mit geschichtlicher Aufgabenstellung auf die Dauer nicht in den alten Geleisen fahren und existieren knnte, dass die Organisatinsfrm veraltet, eine erweiterte Aufgabenstellung unabdingbar und die Schaffung gesunder Finanzverhältnisse ntwendig waren. Wie Geschichte gesehen und dargestellt werden muss, durfte sich nach seiner Auffassung nicht in der Erfrschung der Vergangenheit erschöpfen, sndern die aus der Geschichte kmmenden Traditinen mussten neu interpretiert und die daraus gewnnenen Erkenntnisse in die Zukunft hinein entwickelt werden. Er sah die negativen Aspekte einer zunehmenden Geschichtslsigkeit, hervrgerufen und prpagiert aus ttaler wirtschaftlicher Expansin und tiefgreifender szilgischer Umschichtungen in unserem Vlk. Es war ihm auch klar, dass jegliches Handeln in der Öffentlichkeit der Kenntnis der Geschichte bedad hne die es zu Fehlentwicklungen kmmt, wie sie leider dann dch mit verheerenden Schäden im Bildungsbereich und im Strukturbereich eingetreten sind. Diese Einstellung und dieses Wissen hat Dr. Dadder in seine aktive, erflgreiche Tätigkeit umgewandelt... Mit jugendlichem Elan und whlbedachten, aber auch festen Vrstellungen, setzte Dr. Dadder mit den Repräsentanten des Hauptvereins in Wiesbaden Verhandlungen in Gang, die sich intensiv über Jahre hinzgen und die zum Ziele hatten, eine gewisse Freiheit und eine grundlegende finanzielle Besserstellung der Ortsvereine zu erreichen. Die Zugeständnisse, die Dr. Dadder nach zähen Auseinandersetzungen erreichen knnte, entsprachen nicht s seinen Vrstellungen, dass er sie im whlverstandenen Interesse des ihm anvertrauten Vereins hätte akzeptieren können. Dazu kam nch der gravierende Umstand, dass die Nassauische Kulturstiftung, die dem Verein finanziell den Rücken gestärkf hatte, nach der Rezessin 1966 ihre Zuwendungen einstellen musste. Dr. Dadder gab nicht auf. Er wllte die Selbständigkeit, die Erweiterung der Aufgabenstellung, die Öffirung des Vereins für die tragende und junge Generatin und eine gesicherte Finanzbasis als unabdingbare Vraussetzung für einen aufgeschlssenen und entwicklungsfìihigen Verein. Dr. Dadder setzte seine Vrstellungen sgar gegen den Widerstand aus eigenen Reihen, aber auch mit Unterstützung enger Mitarbeiter, schließlich und endgültig durch. Am2. Februar 1973 wurde der Verein für Geschichte, Denkmal- und Landschaftspflege in seiner heutigen Frm vn der damaligen Hauptversammlung gegründet. Der Verein war selbständig, blieb aber ganz natürlich Ortsgruppe (heute,,zweigverein") des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsfrschung. Das Verhälûris zu Wiesbaden... hat sich seitdem eng und harmnisch gestaltet, was gegenüber den Repräsentanten des Hauptvereins dankbar bekundet wird... Der Vereinszweck, der sich im Wesentlichen aus unserem Namen ergibt, hat sich in nunmehr zehn Jahren mit praktischer Tätigkeit erfi.illt. Wir sind l?ingst aus der,,altertümelei" - die ich, keineswegs im abwertenden Sinne, einmal s nennen darf - herausgekmmen, haben mit beachtenswerten und frtwirkenden lnitiativen im örtlichen Strukturbereich swie in der Denkmal- und Landschaftspflege Anlass und Auftrieb gegeben und auch ein lebhaftes Vereinsleben mit Vrhägen - auch aus der jüngeren Geschichte -, mit Studienreisen zu bedeutenden kulturellen Stätten und Ausstellungen und mit eigenen Publikatinen entwickelt. Die Zahl unserer Mitglieder hat sich vervielfacht, und wir z?ihlen auch recht viele junge Menschen zu unseren Mitgliedern und Freunden..." Dr. Hans Dadder verstarb im Jahre 2003, die Aptheke am Kurhaus wurde in den Jahren 1988 bis 1993 vn seiner Tchter Helke Dadder geführt, dann aber wegen der inzwischen ungtinstiger gewrdenen Lage am Kurhaus, einer eigenen Aptheke in der unteren Römerstraße (Marktaptheke vn ) und der Knkurrenz einer Reihe anderer Aptheken in Bad Ems aufgegeben. 14