Die Geheimnisse der deutschen würde-konstruktion

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1 Die Geheimnisse der deutschen würde-konstruktion Cathrine Fabricius-Hansen Wir müssen zugestehen, daß die Stellung der würde-formen im Paradigma unverstanden ist. 1. Einleitung Das obige Zitat ist dem Grundriss der deutschen Grammatik von Peter Eisenberg (1989: 137) entnommen und bezieht sich auf die Konstruktion würd(e) + Infinitiv, über deren Platz im verbalen Paradigma trotz ihrer präterital konjunktivischen Form bekanntlich kein Konsens besteht. 1 Sollte sie ihrer Form entsprechend als konjunktivisch kategorisiert oder angesichts der Tatsache, dass sie auch in indikativischen Kontexten vorkommt (s. Abschn. 4), eher als modusneutral betrachtet werden? Und sollte sie entsprechend ihrer normalen Anwendung in Indirektheitskontexten 2 als Futurform oder wegen ihrer Austauschbarkeit gegen den einfachen Konjunktiv Präteritum eher als analytische Realisierung des Konjunktiv II behandelt werden? Solche Fragen haben dazu geführt, dass Zifonun et al. (1997: 1735ff) die würd(e)-formen explizit und systematisch neben das Paradigma stellen. Ich werde im folgenden zu zeigen versuchen, dass der Bedeutungsbeitrag der würd(e)- Konstruktion sich in seinem Kern kompositional erklären lässt aus dem Beitrag der Konstruktion werd(en) + Infinitiv und dem des präteritalen Konjunktivs und dass das 1 2 Siehe Fabricius-Hansen (1998). In der dritten Auflage des Grundrisses (Eisenberg 1994: 136) sieht Eisenberg die Lage anscheinend nicht so negativ. Er folgt hier folgt Thieroff (1992), indem er die würd(e)-konstruktion als modusneutrales FutPrät einstuft, liefert aber wie Thieroff keine Erklärung für die Austauschbarkeit von Konjunktiv Präteritum und würd(e)-konstruktion in irrealen Kontexten. Mit diesem Terminus bezeichnen Zifonun et al. (1997: 1753) das, was traditionell indirekte Rede, indirektes Referat, berichtete Rede u. dgl. genannt wird.

2 Fehlen der Indikativkonstruktion wurd(e) + Infinitiv vor diesem Hintergrund gut motiviert ist ebenso wie das zwischen Gegenwarts- und Zukunftsbezug schillernde temporale Verhalten der Konstruktion, das seine Entsprechung im präsentischen werd(en) + Infinitiv hat. Zu dem Zweck wollen wir zuerst einen Blick auf werd(en) 3 im allgemeinen (Absch. 2) und präsentisches werd(en) + Infinitiv (Abschn. 3) werfen, bevor wir uns im Absch. 4 der würd(e)-fügung selber zuwenden. 2. Werd(en) Syntaktisch ist zwischen (a) werd(en) als einwertigem Vollverb (Jedes Leben wird und vergeht.. 4 ), (b) werd(en) als sog. Kopulaverb mit substantivischem oder adjektivischem Prädikativ (Der Vertrag wird ein Erfolg/ungültig.), (c) werd(en) als mit dem Partizip Perfekt verbundenem sog. Passivhilfsverb (Die Tür wird bald geöffnet.) und (d) werd(en) als mit dem reinen Infinitiv verbundenem temporal-modalem Hilfsverb (Die Bundesbank wird in den Markt einsteigen.) zu unterscheiden. In morphologischer Hinsicht fallen die vier syntaktischen Varianten nach dem Grad, in dem das Konjugationsparadigma von werd(en) selber ausgebaut ist, in zwei Kategorien:. (i) Als Vollverb, Kopulaverb und Passivhilfsverb weist werd(en) ein volles Konjugationsparadigma auf: alle möglichen finiten Tempus-Modus-Kombinationen (der Vertrag wird/werde/wurde/würde ein Erfolg/ungültig, die Tür wird/werde/wurde/würde geöffnet) sowie die infiniten Formen Infinitiv (der Vertrag muss ein Erfolg/ungültig werden, die Tür muss geöffnet werden), Partizip Präsens (werdend), das wohl eher selten verwendet wird, und Partizip Perfekt, wo die präfixlose Form worden das Passivverb von dem ein normales Partizip Perfekt (geworden) bildenden Voll- bzw. Kopulaverb unterscheidet (Der Vertrag ist ein Erfolg/ungültig geworden vs. die Tür ist göffnet worden) (ii) Mit dem Infintiv verbunden weist werd(en) hingegen ein defektes Konjugationsparadigma auf (Fabricius-Hansen 1998). Es kommt nur in finiter Form vor, wobei auch noch die unumgelauteten Formen des Präteritum fehlen (die Bundesbank 3 4 werd(en) symbolisiert hier und im folgenden das Verb, dessen Formen im Indikativ Präsens werde, wirst, wird, werden, werdet lauten. Das Beispiel ist Redder (1998) entnommen, die die verschiedenen Varianten ausführlich diskutiert und auf einen gemeinsamen abstrakten semantisch-pragmatischen Nenner zu bringen versucht. Soweit ich ihr folgen kann, ist ihr Ansatz dem hier vorgelegten in wichtigen Punkten verwandt.

3 wird/werde/*wurde/würde in den Markt einsteigen, *die Bundesbank muss in den Markt einsteigen werden, *die Bundesbank ist in den Markt einsteigen (ge)worden). Andererseits lässt es sich mit jedem beliebigen Infinitiv verbinden, einschließlich des Infinitivperfekt, d.h. haben/sein + Partizip Perfekt (die Bundesbank wird in den Markt eingestiegen sein, man wird den Fehler erkannt haben) und der Infinitivform des Passivhilfsverbs werd(en) (die Tür wird/würde geöffnet werden) oder eines Modalverbs (Die Bundesbank wird/würde in den Markt einsteigen müssen). Semantisch beschreibt die Prädikativkonstruktion P werd(en) den Übergang von dem durch nicht P sein beschriebenen Zustand (Vorzustand) in den durch P sein beschriebenen Zustand (Nach-, Resultatzustand), d.h. es handelt sich bei dieser werd(en)-variante um transformatives 5 Verb, ein "two-state"-prädikat im Sinne von Klein (1994), das als Ingressivum (Inchoativum) dem neutralen "one-state"-kopulaverb sein zur Seite steht (Der Vertrag wird/ist ein Erfolg/ungültig.) 6 Bekanntlich geht das werd(en)-passiv sprachgeschichtlich auf die Prädikativkonstruktion zurück. Seinen Ursprung bildete das normale ingressive werd(en) verbunden mit dem als Subjektsprädikativ dienenden und entsprechend flektierten Partizip Perfekt eines kausativen "two-state"-verbs m.a.w. eine Konstruktion vom Typ geöffnet/getrocknet wird, die auch heute noch semantisch einer Kopulativkonstruktion mit Adjektiv (offen/trocken wird) entspricht, nur dass das verbale Partizip die betreffende Eigenschaft als charakterisches Ergebnis der mit dem entsprechenden Verb beschriebenen Handlung kennzeichnet. In solchen Konstruktionen steht werd(en) auch heute weitgehend in Opposition zu sein (Die Tür wird/ist/bleibt geöffnet. sog. Zustandspassiv). Im Zuge der Grammatikalisierung des werd(en)-passivs dehnte sich die Konstruktion werd(en) + Part. Perf. auf Verben aus, die die Bedingungen der eindeutigen Transformativität und/oder der Transitivität nicht erfüllen; und je ferner die Konstruktion werd(en) + Part. Perf. dem diachronen Prototyp steht, um so schlechter lässt sich auch sein mit dem betreffenden Part. Perf. verbinden oder genereller: um so weniger lässt sich das Partizip wie ein normales Adjektiv verwenden Siehe dazu Zifonun et al. (1997: 1860ff). Ingressiv ist werd(en) auch als syntaktisch absolutes 'Existenzverb' wie in Jedes Leben wird und vergeht. Von dieser eher peripheren Variante sehe ich im folgenden ab. Siehe zur Entstehung und Entwicklung des werden(en)-passivs z.b.leiss (1992) Allgemeines zu Grammatikalisierungsprozessen im Bereich der verbalen Kategorien Bybee et al. (1994). Vgl. zur Semantik des Passivs auch Zifonun (1997: 1790ff).

4 Was die Entwicklung von werd(en) zu einem infinitivregierenden temporal-modalen Hilfsfsverb angeht, scheint festzustehen 8, (i) dass das Verb im Alt- und Mittelhochdeutschen sich mit dem Partizip Präsens zu einer Konstruktion vom Typ er wirt/wart dienende. verband, in der es seine normale ingressive Bedeutung hatte und der eine als Progessivumschreibung dienende Konstruktion wesen/sîn + Partizip Präsens (er ist/was dienende) entsprach, (ii) dass werd(en) + Infinitiv (vom Typ er wirt/wart dienen) vor dem 14. Jh. nur noch vereinzelt belegt ist, aber als zunächst gleichfalls primär ingressive Konkurrenzkonstruktion allmählichwerd(en) + Partizip Präsens verdrängt und (iii) und sich seit Mitte des 16. Jahrhunderts als Futurkonstruktion fest etabliert hat. Seitdem kommt sie nicht mehr im (Indikativ) Präteritum (*wurd(e) + Infinitiv) oder in infiniter Form vor. Werd(en) kann sich in dieser Funktion m.a.w. nicht im Skopus von anderen temporal-modalen Operatoren als den durch die finiten Tempus-Modus- Morpheme ausgedrückten befinden sofern man in dieser Konstruktion überhaupt den Bedeutungsbeitrag des infinitivregierenden werd(en) selber vom dem der finiten Tempus- Modus-Morpheme abtrennen kann. 9 Auf diese Kompositionalitätsproblematik kommen wir in den folgenden Abschnitten zu sprechen. 3. Präsentisches werd(en) + Infinitiv Bekanntlich wird traditionell 10 zwischen einer temporalen und einer rein modalen (inferentiellen, epistemischen, subjektiven) Variante der Konstruktion wird + Infinitiv unterschieden. Im ersten Fall dient sie als echtes Futur(perfekt), indem sie die Geschehenszeit selber bzw. (bei der Perfektumschreibung) die Zeit, vor der das Geschehen liegt 11, nach der Äußerungszeit ansiedelt. Im zweiten Fall besteht im Hinblick auf den Zeitbezug kein Unterschied zum einfachen Präsens(perfekt) 12, aber die wird-konstruktion enthält eine modale Komponente der subjektiven Vermutung o.dgl., die dem Präsens(perfekt) abgeht. Beide Varietäten sind im folgenden Beleg vertreten (die modale ist unterstrichen) Vgl. außer dem Grimmschen Wörterbuch Paul 1919: 126f und 147f, Paul/Moser/Schröbler 1969: 362ff. Dies wird, anders als hier, aufgrund einer nicht besonders tiefgehenden Analyse von Fabricius-Hansen (1986: 147f) bestritten; ähnlich z.b. Zifonun et al (1997). Siehe z.b. Helbig/Buscha (1986: 154f) In der Terminologie von Klein (1994) handelt es sich beim Futur(perfekt) um eine Verlagerung der Topikzeit. Nach Dahl (1985: 110) ist das wird-futur im Unterschied zu Futurperiphrasen mit intentionaler 'Grundbedeutung' (z.b. engl.will + Infinitiv) grundsätzlich ein prediktives Futur; vgl. auch Abraham (1989) Ich verwende u.a. im Anschluss an Zifonun et al. (1997: 1753) die durchsichtigen Bezeichnungen Präsensperfekt, Präteritumperfekt, Futurperfekt und Infinitivperfekt statt der traditionellen Termini Perfekt, Plusquamperfekt, Futur II und Infinitiv II.

5 (1) Am 31. Oktober wird Helmut Kohl als Kanzler länger amtiert haben als Konrad Adenauer. Als Historiker wird Helmut Kohl am besten wissen, was dieser Tag historisch bedeutet. [ ] Die Mediengesellschaft wird diesen irrelevanten Festtag trotzdem mit allerlei journalistischen Metaphern übergießen. Wie immer wird dabei keine Originalität ausgelassen werden: [ ]. (Die Zeit ) Echte Ambiguität entsteht allerdings eher selten. Meistens macht der satzinterne oder satzexterne Kontext deutlich von welcher Zeit oder zeitlich fixierter Situation gerade die Rede ist, und die Relation zwischen dieser kontextuell vorgebenen Zeit/Situation und der Äußerungszeit wird dann die Interpretation der Konstruktion festlegen. Und wenn der Kontext keine zeitliche Fixierung der beschriebenen Situation hergibt, tragen semantische Eigenschaften des Verbals zur Klärung bei (Vater 1975). So wird für die einfache wird- Konstruktion bei einem two-state -Prädikat auch ohne kontextuelle Fixierung der Situationszeit eine futurische Deutung präferiert, während one-state -Prädikate und auch die Perfektumschreibung mit wird unter ähnlichen Bedingungen eher rein modal verstanden werden; vgl. die wird-sätze in 2-4. (2) Die Bundesbank wird in den Markt Die BB steigt in den Markt ein. einsteigen. (3) Der Kanzler wird wissen, welchen - Der Kanzler weiß, welchen Effekt Effekt die Steuerrefom haben wird. die Steuerreform haben wird. (4) Helmut Kohl wird als Kanzler länger Helmut Kohl hat als Kanzler länger amtiert haben als Willy Brandt. amtiert als Willy Brandt. Freilich werden Sätze im einfachen Präsens(perfekt) temporal nach denselben Prinzipien interpretiert: Wenn wie in 2-4 kein Temporaladverbial o. dgl. für eine zeitliche Fixierung sorgt, wird auch beim reinen Präsens der Kulminationspunkt einer two-state -Situation, d.h. der Eintritt des Nachzustandes normalerweise nach der Äußerungszeit verlegt (2), während one-state -Situationen (3) und die Perfektkonstruktion (4) in der Äußerungszeit selber verankert werden. Man kann zwar sagen, dass das Präsens in einem Fall wie 2 Gegenwartsbezug aufweist, insofern die Sprechzeit wenigstens in eine charakteristische Vorphase des später erreichten Resultatzustandes fallen muss, und dass es sich dadurch von der echt zukunftsbezogenen wird-konstruktion unterscheidet, die nichts dergleichen verlangt und sich gerade deswegen für reine Voraussagen eignet. Dem Gegensatz zwischen wird-konstruktion und Präsens(perfekt) in Fällen wie 3 und 4 wird man jedoch so nicht gerecht; er muss auf einer anderen Ebene erklärt werden. Und die

6 Bedeutungsexplikation sollte einen natürlichen Zusammenhang zwischen der sog. futurischen und der rein modalen Verwendung der wird-konstruktion erkennen lassen, wobei zu beachten ist, dass das Nebeneinander dieser beiden Funktionen sich für viele Sprachen belegen lässt und typologische wie diachrone Befunde darauf hindeuten, dass die inferentielle Variante sekundär ist im Verhältnis zur temporalen eher als umgekehrt (Bybee et al. 1994, Dahl 1985). Der Zusammenhang zwischen den beiden Varietäten ist darin zu suchen, dass Zukünftiges aus der Perspektive der Sprecherin notwendigerweise einen besonderen modalen Stellenwert hat: Es kann für die Sprecherin im Hic-et-Nunc der Äußerungssituation nicht im selben Sinne zum Bereich der Fakten gehören wie Geschehen, die der Sprechzeit vorausliegen oder sich direkt vor ihren Augen abspielen (Langacker 1991: Kap. 6). Durch die Verwendung einer Futurkonstruktion bei kontextuell etabliertem Vergangenheits- oder Gegenwartsbezug kann die Sprecherin dementsprechend markieren, dass das Behauptete für sie ebensowenig als Tatsache gilt wie im Fall des Zukunftsbezugs was wohl heißen muss, dass ihr die nötige Evidenz fehlt, um es dem Bereich der Fakten zuschlagen zu können. Versuche, die verschiedenen Lesarten der wird-konstruktion unter einen temporalen oder modalen Hut zu bringen, gibt es in der Fachliteratur viele. 13 Die hier vorgeschlagene Explikation des Zusammenhangs steht der Auffassung nahe, die im folgenden Zitat von Comrie zum Ausdruck kommt (s. auch Lyons 1977: 677, Dahl 1985: 103, Fabricius-Hansen 1986: 141ff). Moreover, it is semantically not implausible to try to subsume future time reference under inferential modality: the general characteristic of both is that the speaker commits himself to a proposition for which there is no direct evidence, and one could therefore argue that the basic meaning of, for instance, German werden [ ] is the overt expression of this lack of direct evidence, which will then, depending on the context, receive either present or future time reference." (Comrie 1989: 60). Allerdings steht im vorliegenden Ansatz nicht so sehr die Dimension der Evidenz wie die des Realen, des Faktischen, im Zentrum. Und die Welt des Faktischen ist insofern an die Origo der jeweiligen Sprecherin gebunden, als sie nur das umfassen kann, was aus der Sicht der Sprecherin in die Vergangenheit oder Gegenwart fällt; der Wahrheitswert zukunftsbezogener Aussagen ist zur Sprechzeit selber zu grundsätzlich nicht entscheidbar. 13 Siehe zur Diskussion zwischen Modalisten und Temporalisten vor allem Vater (1975) und Matzel/Ulvestad (1982) mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Zifonun et al. (1997: 1699ff, 1900ff).

7 Die Entwicklung der Konstruktion werd(en) + Infinitiv bzw. Partizip Präsens von einer Ingressiv- zu einer sog. Futur-Periphrase, die sich morphosyntaktisch in der endgültigen Verdrängung des als Adjektiv kategorisierbaren Partizip Präsens durch den reinen Infinitiv und dem Verlust der infiniten Formen sowie des finiten Indikativ Präteritum äußert, beinhaltet auf semantischer Ebene somit folgendes: Aus einem Ingressivoperator, der Situationen in two-state -Situationen abbildet, wird ein Operator, der in seiner prototypischen Anwendung Propositionen Zeit-Welten zuordnet, die relativ zur Sprechzeit und dem Redehintergrund des jeweiligen Sprechers, d.h. im weiteren Sinne deiktisch definiert sind. Ingressives werd(p) ist ein Prädikat, das auf komplexe Situationen (Ereignisse) zutrifft, die dadurch gekennzeichnet sind, dass eine Situation vom Typ P eine Situation ablöst, auf die P nicht zutrifft oder stärker: auf die Nicht-P zutrifft. Der temporalmodale Operator hingegen weist das mit der Satzbasis beschriebene Geschehen dem Bereich dessen zu, was für die Sprecherin zur Sprechzeit mit der Realität verträglich ist, aber keine Realität hat. Mit einer Aussage der Form wird(p) lässt die Sprecherin erkennen, dass p aus ihrer Sicht nicht zu den Tatsachen gehört, und je nachdem, wie die Topikzeit relativ zur Sprechzeit zu lokalisieren ist, behauptet sie entweder, dass p mit Bezug auf eine zeitlich definierte Erweiterung (Fortsetzung) der aktuellen Faktenwelt wahr ist oder dass p relativ zu einer epistemischen Erweiterung ihres Redehintergrunds bei erweiterter Evidenz zu der durch die gegebene Sprechzeit begrenzten aktualen Faktenwelt gehört.. Semantisch ist diese Entwicklung insofern gut nachvollziehbar, als das sprechzeitverankerete Präsens eines ingressiven Verbs im typischen Fall die Sprechzeit eher dem Vorzustand, der Vorphase, zuordnet und somit im Hinblick auf den Nachzustand ( nahen, prospektiven ) Zukunftsbezug aufweist. Bis jetzt war nur von der präsentischen Indikativkonstruktion wird + Infinitiv die Rede. Die entsprechende Konjunktivkonstruktion werd(e) + Infinitiv ist wie der Konjunktiv I überhaupt im wesentlichen auf Indirektheitskontexte beschränkt. Ihr Bedeutungsbeitrag lässt sich kompositional erklären: Der präsentische Konjunktiv verschiebt die deiktische Origo einschließlich des epistemischen Redehintergrundes von der aktuellen Sprechsituation auf eine andere, und relativ zu dieser neuen Origo der der wiedergegebenen Person hat die werd(en)-konstruktion die oben beschriebene(n) Funktion(en), wobei jedoch die rein epistemische Lesart, wie sie in 6 vorliegt, eher selten eindeutig zu belegen ist.

8 (5) Viele Christdemokraten im Revier glaubten, Biedenkopf werde früher oder später Köppler als Spitzenfigur der CDU in Nordrhein-Westfalen verdrängen. (6) Sie scheute sich nicht einmal davor, uns allen zu sagen, ihr Mann werde schon wissen, was er tue. (zit. nach Confais 1990) 4. Würd(e) + Infinitiv 4.1 Funktionaler Kernbereich Der präteritale Konjunktiv hat im heutigen Deutsch zwei Hauptfunktionen (Zifonun et al. 1997: 1743ff): Er drückt Irrealität (Kontrafaktivität, Potentialität) i.w.s. aus, d.h. eine Verschiebung der Welt-Origo, oder er signalisiert Indirektheit i.w. S., d.h. eine Verschiebung der Sprecher-Origo; vgl. jeweils Achse D und C in Abb. 1. Aus diesen beiden Funktionen des präteritalen Konjunktiv und der oben beschriebenen Eigenleistung der werd(en)-konstruktion lässt sich die würd(e)-fügung in ihren typischen Funktionen verstehen. >Abb. 1 etwa hier< (i) Als Ausdruck der Irrealität ist die Konstruktion temporal neutral in dem Sinne, dass die Topikzeit je nach Kontext in den Gegenwarts- oder Zukunftsbereich fallen kann. Das entspricht im Prinzip dem oben beschriebenen Verhalten der präsentischen Konstruktion. Und es scheint plausibel, dass die temporale Interpretation der irrealen würde- Konstruktion ähnlich gesteuert wird; vgl. 7-9 mit 2-4. (7) Die Bundesbank würde in den Markt einsteigen, wenn es einen Sinn hätte. (8) Der Kanzler würde wissen, welchen Effekt die Steuerreform hat, wenn er die Zeitungen gelesen hätte. (9) Willy Brandt würde auch ohne Guillaume kaum länger amtiert haben als Konrad Adenauer. Der präsentischen und der präterital-konjunktivischen Konstruktion ist gemeinsam, dass sie das beschriebene Geschehen in einer aus der Sicht des aktuellen Sprechers nicht wirklichen Welt ansiedeln, die jedoch im Präsens-Fall mit der bis zum relevanten Jetzt heranreichenden Wirklichkeit verträglich sein muss (s. oben). Im irrealen würde-fall, um den es hier geht, handelt es sich der Funktion des irrealen Konjunktiv entsprechend um

9 eine Welt, die in bestimmter Weise von der wirklichen Welt bzw. einer erwartbaren Fortsetzung davon abweicht; vgl. zur Veranschaulichung Abb. 2. >Abb. 2 etwa hier< Irrreal im strengen Sinne (kontrafaktisch) sind Welten, die mit der Faktenwelt unverträglich sind. Zukunftswelten, für die das nicht gilt (nicht-kontrafaktische Zukunftswelten), die also objektiv mögliche Fortsetzungen der Faktenwelt sind, können nur irreal im Verhältnis zueinander, d.h. unverträglich miteinander, und mehr oder weniger weit entfernt sein von einer irgendwie ausgezeichneten Default-Fortsetzung der Faktenwelt zur relevanten Sprechzeit (vgl. den gestrichelten Pfeil nach rechts in Abb.1 und den Bereich I2 in Abb. 2). Bekanntlich kann die irreale würde-konstruktion als Ersatz des einfache(re)n Konjunktiv Präteritum(perfekt) dienen; die beiden Konstruktionstypen scheinen sogar temporal gegeneinander austauschbar zu sein was Präferenzunterschiede zwischen ihnen natürlich nicht ausschließt. Nach der hier vorgeschlagenen Analyse lässt die irreale würd(e)- Konstruktion sich grundsätzlich kompositional, als irrealer Konjunktiv des mit der Fügung werd(en) + Infinitiv ausgedrückten 'Non-Realis', erklären. Die Fügung werd(en) + Infinitiv markiert, dass wir aus der Sicht des Sprecherin die Faktenwelt verlassen; und der präteritale Konjunktiv verschiebt die Welt-Origo weiter ins Irreale. Der synthetische Konjunktiv Präteritum(perfekt) bewirkt dasselbe in einem Interpretationsschritt. (ii) Außerhalb von Irrealitätskontexten i.w.s. ist die würd(e)-konstruktion im wesentlichen auf Indirektheitskontexte i.w.s. beschränkt, wo sie die Einschaltung einer anderen (temporal-epistemischen) Personenperspektive als der der aktuellen Sprecherin anzeigt. Es kann sich dabei um abhängige oder unabhängige sog. indirekte Rede handeln, wo Konjunktiv II mit Konjunktiv I und die würd(e)-konstruktion dementsprechend mit werd(e) + Infinitiv alternieren kann; vgl (10) Der Polizeibeamte sagte mir, ich solle warten, ein anderweitig beschäftigter Kollege würde den Diebstahl aufnehmen. (Mannheimer Morgen) > werde aufnehmen (11) Allein in Ostdeutschland würden Firmen aus den alten Bundesländern bis Ende des Jahres fünf Mrd DM investiert haben, mehr als jeder andere Industriezweig, sagte Bahlsen. (Mannheimer Morgen)

10 Es kann sich aber auch um sog. erlebte Rede oder "erlebtes Denken (Zifonun et al. 1997: 1775) handeln, wo die würd(e)-konstruktion nicht dem einfachen Konjunktiv Präsens bzw. Präteritum, sondern dem einfachen Indikativ Präteritum gegenüber- oder zur Seite steht; vgl. 12. (12) Tonio Kröger stahl sich fort, ging heimlich auf den Korridor hinaus und stellte sich dort, die Hände auf dem Rücken, vor ein Fenster mit herabgelassener Jalousie [ ].Und er horchte hinter sich und wartete in unvernünftiger Spannung, daß sie [Inge Holm] kommen möge. [ ] Hatte auch sie ihn verlacht, gleich allen anderen? Ja, das hatte sie getan, so gern er es ihret- und seinetwegen geleugnet hätte. Und doch hatte er nur aus Versunkenheit in ihre Nähe 'moulinet des dames' mitgetanzt. Und was verschlug das? Man würde vielleicht einmal aufhören zu lachen! [ ] Es kam der Tag, wo er berühmt war, wo alles gedruckt wurde, was er schrieb, und dann würde man sehen, ob es nicht Eindruck auf Inge Holm machen würde Es würde keinen Eindruck machen, nein, das war es ja. Auf Magdalena Vermehren, die immer hinfiel, ja, auf die. Aber niemals auf Inge Holm, niemals auf die blauäugige, lustige Inge. Und war es also nicht vergebens? (12 ) "Hat auch sie mich verlacht, gleich allen anderen? [ ] Man wird vielleicht einmal aufhören zu lachen! [ ] Es kommt der Tag, wo ich berühmt bin, wo alles gedruckt wird, was ich schreibe, und dann wird man sehen, ob es nicht Eindruck auf Inge Holm machen wird Es wird keinen Eindruck machen, nein, das ist es ja. [ ]" Die würd(e)-konstruktion dient in indikativischen wie konjunktivischen Indirektheitskontexten normalerweise als Entsprechung der wird-konstruktion der direkten Rede und hat dabei wie werd(e) + Infinitiv im allgemeinen Zukunftsbezug relativ zur neuen Origo; vgl Die rein epistemische Interpretation lässt sich jedoch auch belegen:. (13) Im heißen Wasser liegend fühlte er [Melzer] das Gestrige wie einen kleinen Hügel bunter, unentwirrbarer Schnitzel gleichsam auf sich gehäuft [ ]. So stand denn ein längeres und ruhigeres Beisammensein mit dem Generalkonsul und Etelka bevor. Jetzt erst fiel Melzer ein, daß jener ja im gleichen Haus hier wohne. Er würde wohl noch schlafen. Es war kaum acht Uhr morgens.(heimito von Doderer: Die Strudelhofstiege. 1951) Würd(e) + Infinitiv kann auch in abhängigen Sätzen, z.b. bei Verben wie wissen, klar sein, als Futur neben dem Indikativ Präteritum(pefekt) vorkommen; aber auch in dem Fall ist ihre Verwendung durch die Verlagerung der Personenperspektive motiviert: Es handelt sich um die Zukunft relativ zur Origo der Person, deren Wissen oder Gedanken wiedergegeben werden; vgl. 14.

11 (14) Für mich war klar, daß die Braunen jetzt die Macht hatten und dass wir sie nicht mehr loswerden würden. Der konjunktivischen Form der würd(e)-konstruktion entspricht somit auch in Indirektheitskontexten eine typisch konjunktivische Funktion die Markierung einer verschobenen Personenperspektive. Dass die Konstruktion dabei nicht nur in der konjunktivischen indirekten Rede vorkommt, sondern auch zusammen mit präteritalen Indikativformen auftritt, liegt eben daran, dass der Indikativ Präteritum(perfekt), der sich im Defaultfall auf real Vergangenes relativ zur Origo des aktuellen Sprechers bezieht, unter bestimmten Bedingungen mit einem Wechsel der Personenperspektive verträglich ist; vgl. Achse B und C in Abb. 1. Es sollte aber nicht verwundern, dass die Verschiebung der Personenperpektive gerade mit Bezug auf Geschehen, die in den Bereich zwischen der aktualen Sprechzeit und einer in die Vergangenheit verlagerten neuen Origo liegen, eine deutliche Markierung verlangt hat doch gerade dieser Bereich für den aktuellen Sprecher und der Person, deren Äußerungen oder Gedanken wiedergegeben werden, notwendigerweise einen unterschiedlichen Realitätswert; vgl. Abb. 3. Die würd(e)- Konstruktion in solchen Kontexten als indikativisches Futur Präteritum und somit insgesamt als modusambivalent einzustufen, wie u. a. Thieroff (1992) und Zifonun et al. (1997: 1738) tun, mag zwar formal-grammatisch berechtigt erscheinen, wird jedoch dem tieferen Zusammenhang zwischen der unverkennbar konjunktivischen Gestalt des Hilfsverbs und den typischen Funktionen der Konstruktion nicht gerecht, der seinerseits erklären kann, wieso der einfache Konjunktiv Präteritum in der erlebten Rede als Ausdruck des verschobenen Futurs für die würd(e)-konstruktion einspringen kann (s. unten). >Abb. 3 etwa hier< Halten wir fest: Die würd(e)-konstruktion stellt nicht nur formal die Konjunktiv-II- Entsprechung des futurischen oder rein epistemischen wird/werd(e) + Infinitiv dar, sie lässt sich im normalen Gebrauch funktional auch so erklären, d.h. als Konjunktiv Präteritum der Fügung werd(en) + Infinitiv. Diese siedelt im Indikativ Präsens das beschriebene Geschehen aus der Sicht der aktuellen Sprecherin in einer nicht-realen, aber als Fortsetzung oder epistemische Erweiterung mit der Faktenwelt verträglichen Welt an. Der Konjunktiv Präteritum in der würd(e)-konstruktion verschiebt nun entweder die Personenperspektive, wodurch eine perspektivisch verschobene futurische bzw. inferentielle Lesart entsteht: würde + Infinitiv als 'Non-Realis' relativ zu einer verlagerten Sprecher-Origo. Oder der präteritale Konjunktiv verschiebt den Weltparameter, indem er

12 das beschriebene Geschehen einer Welt zuweist, die zur fraglichen Zeit von der als Basiswelt dienenden non-real erweiterten Faktenwelt abweicht (s. Abb. 2): würd(e) + Infinitiv als Irrealis. Im zweiten Fall bleibt die Personenperspektive, wenn der Kontext nichts anderes nahelegt, ungeändert, und die zeitliche Lokalisierung des Geschehens wird allein durch die infinite Verbform (einfach vs. Perfektumschreibung) und den Kontext geregelt. 4.2 Abweichungen und Funktionsausgleich Die oben beschriebene funktionale Systematik macht den prototypischen Kern der Verwendungs- oder Interpretationsmöglichkeiten der würd(e)-konstruktion aus. Von diesem Muster kann nun in verschiedene Richtungen abgewichen werden: (i) Die einfache würd(e)-konstruktion kann als Indirektheitskonjunktiv in konjunktivischen Umgebungen ihre charakteristische temporal-modale Funktion einbüßen und, gleichbedeutend mit dem einfachen Konjunktiv Präteritum, dem gegenwartsbezogenen Indikativ Präsens der direkten Rede entsprechen; vgl. 15. (15) a. Binder hat erzählt, die hier verschwindenden Nobelschlitten würden neuerdings mit großer Regelmäßigkeit am anderen Ende der Welt wieder zum Vorschein kommen. (Jürgen Ebertowski, Berlin Orainenplatz. 1995) b., die hier verschwindenden Nobelschlitten kämen neuerdings mit großer Regelmäßigkeit am anderen Ende der Welt wieder zum Vorschein. c. Die hier verschwindenden Nobelschlitten kommen neuerdings mit großer Regelmäßigkeit am anderen Ende der Welt wieder zum Vorschein. d. # Die hier verschwindenden Nobelschlitten werden neuerdings mit großer Regelmäßigkeit am anderen Ende der Welt wieder zum Vorschein kommen. (ii) Umgekehrt können einfache Konjunktiv-II-Formen in der erlebten Rede mit verschobenem Zukunftsbezug für die einfache würd(e)-konstruktion eintreten und somit als Futur relativ zum einfachen Indikativ Präteritum, dem Grundtempus der erlebten Rede, dienen; vgl. 16. (16) a. Ich ging schon beinahe in die fünfte Klasse des Gymnasiums.[ ] Nicht mehr lange, und ich bekäme einen Schülerausweis mit dem begehrten roten Stempel über 16, der mich berechtigte, in nicht jugendfreie Filme zu gehen [ ]. (Patrick Süsskind, Die Geschichte von Herrn Sommer. Zürich 1991.) b. [ ] Nicht mehr lange, und ich würde einen Schülerausweis mit dem begehrten roten Stempel über 16 bekommen, der [ ] c.?#[ ] Nicht mehr lange, und ich bekam einen Schülerausweis mit dem begehrten roten Stempel über 16 bekommen, der [ ]

13 d. "Nicht mehr lange, und ich bekomme einen Schülerausweis [ ]" / "Nicht mehr lange, und ich werde einen Schülerausweis bekommen [ ]" (i) und (ii) laufen letzten Endes auf einen funktionalen An- oder Ausgleich zwischen dem synthetischen Konjunktiv II und der würd(e)-konstruktion in Indirektheitskontexten hinaus, die ihrer gegenseitigen Austauschbarkeit in irrealen Kontexten gleichkommt (s. oben). Am Ende dieser Entwicklung steht der vollständige Funktionszusammenfall zwischen synthetischem' Konjunktiv II (soweit es ihn noch gibt) und würd(e)-gefüge, der die Bezeichnung 'analytischer Konjunktiv (II)' für die würd(e)-konstruktion berechtigt erscheinen lässt. 14 Es ist jedoch anzunehmen, dass die oben angedeutete Verwendungsoder Deutungsregularitäten für die würd(e)-konstruktion zumindest als Präferenzmuster noch lange erkennbar bleiben, so dass sie vor allem in Indirektheitskontexten und anders als synthetische Konjunktiv-II-Formen präferiert als verschobener Non-Realis (insbesondere als Futur) interpretiert wird. (iii) Würde + Infinitiv kommt vereinzelt auch in präteritalen Erzähltexten vor, ohne dass damit eine Verschiebung der Personenperspektive markiert wird. 15 Würd(e) + Infinitiv, das sich in solchen Kontexten oft durch sollte + Infinitiv ersetzen lässt, entspricht hier wird + Infinitiv als historischem Futur im Kontext des sog. historischen Präsens und ist vielleicht auf der Folie dieser Konstruktion zu erklären: (17) [ ] Dann machte sie sich [ ] daran, zu untersuchen, was der nächtliche Eindringling gesucht haben könnte. Es gab keine Spuren. [ ] Auf ihrem Schreibtisch lag der "Diskurs über den Freitod" noch da, wo sie ihn hingelegt hatte, daneben der Bleistift und ihr Kalender. Im Schreibtisch lag die Pistole. Erst am nächsten Tag würde ihr auffallen, daß ein anderes Datum aufgeschlagen war, aber dann würde sie nicht mehr wissen, ob sie das am Abend zuvor selbst gemacht hatte. (Doris Gercke: Weinschröter, du mußt hängen. Hamburg 1998, S ) (18) In ihren entscheidenden frühen Jahren wird Marion Dönhoff inder Tat mehr vom Leben geprägt als von Lehrern. Ir Leben lang wird sie auch das für Autodidakten so typische Grundmuster beibehalten: [ ]. (Alice Schwarzer: Marion Dönhoff. Köln 1996, S. 57) Es handelt sich in beiden Fällen um eine sekundäre Verwendung der Konstruktion werd(en) + Infinitiv, bei der die epistemische Sprecherperspektive und die Zeitperspektive 14 Vgl. Bausch (1979), Zifonun et al. (1997), die die würd(e)-formen generell als analytische Nebenformen des Konjunktiv Präteritum einstufen. 15 Vgl. Thieroff (1992), Zifonun et al. (1997: 1738). Ich bin mir aber nicht sicher, ob die dort angeführten Beispiele tatsächlich alle zur hier gemeinten Kategorie gehören.

14 auseinanderklaffen: Was für den Erzähler zur (vergangenen) Realität gehört, wird als nachzeitig zu einer willkürlich gewählten vergangenen Zeit präsentiert, ohne dass damit eine Verschiebung des Redehintergrundes verbunden wäre. Damit haben wir anscheinend den funktional als typisch konjunktivisch charakterisierbaren Verwendungsbereich der würd(e)-konstruktion verlassen; sie könnte hier tatsächlich als indikativisches Futur Präteritum (Thieroff 1992) eingestuft werden. Andererseits ist auch diese Variante irgendwie modal markiert, wie aus ihrer Austauschbarkeit gegen sollte + Infinitiv hervorgeht: Es wird zwar von einem willkürlichen Punkt in der Vergangenheit in die relative Zukunft geschaut, diese Zukunft ist jedoch mit bezug auf den relevanten Redehintergrund des Erzählers determiniert und unterscheidet sich eben dadurch von der in der Origo eines Individuums verankerten undeterminierten Zukunft der persönlichen Zukunft im eigentlichen Sinne. Abschließend sei noch darauf hingewisen, dass würd(e)-formen aufgrund der Bifunktionalität präteritaler Konjunktivformen in geeigneten Kontexten grundsätzlich und in wesentlicher Hinsicht ambig sein können und dass die Zahl theoretisch möglicher Deutungsalternativen sich noch erhöht, wenn man die oben erwähnten periphereren Deutungsalternativen mit berücksichtigt. Dass würd(e)-formen in der Praxis wohl eher selten ernsthafte Intepretationsschwierigkeiten veranlassen, führt uns wieder einmal die überragende Rolle des Kontextes im Verstehensprozess vor Augen. Oder zeigt es vielleicht, dass der linguistische Beschreibungsraster zu fein ist für unsere Köpfe?

15 Literatur Abraham, Werner (1989): Futur-Typologie in den germanischen Sprachen. In: Abraham/Janssen (eds.) (1989) Abraham, Werner und Janssen, Theo (eds.) (1989).Tempus - Aspekt -Modus. Die lexikalischen und grammatischen Formen in den germanischen Sprachen. Tübingen (Niemeyer). Bausch, Karl-Heinz (1979): Modalität und Konjunktivgebrauch in der gesprochenen deutschen Standardsprache: Sprachsystem, Sprachsituation und Sprachwandel im heutigen Deutsch, Teil I. München (Hueber). Bybee, Joan; Perkins, Revere und Pagliuca, William (1994): The Evolution of Grammar. Tense, Aspect, and Modality in the Languages of the World. Chicago/London (Cambridge University Press). Comrie, Bernard (1989): On identifying future tenses. In: Abraham/Janssen (eds.) (1989.) Confais, Jean-Paul (1990): Temp - mode - aspect. Les approches des morphèmes verbaux et leurs problémes á l'éxemple du français et de l'allemand. Toulouse (Presses universitaires du Mirail). Dahl, Östen (1985): Tense and Aspect Systems. Oxford (Blackwell). Eisenberg, Peter (1989): Grundriss der deutschen Grammatik. 2., überarb. u. erw. Aufl. Stuttgart (Metzler). (1994): Grundriss der deutschen Grammatik. 3., überarb. Aufl. Stuttgart (Metzler). Fabricius-Hansen, Cathrine (1986): Tempus fugit. Über die Interpretation temporaler Strukturen. Düsseldorf (Schwann)- Fabricius-Hansen, Cathrine (1998): Über den Platz des würde-gefüges im Tempus-Modus-System des gegenwärtigen Deutsch. In: Pors, Harald; Jakobsen, Lisbeth Falster und Stubkjær, Flemming Talbo (eds.), Sprachgermanistik in Skandinavien III. Handelshøjskolen i Århus Helbig, Gerhard und Buscha Joachim (1986): Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. 9., unveränderte Aufl. Leipzig (Verlag Enzyklopädie). Klein, Wolfgang (1994): Time in Language. London (Routledge). Langacker, Ronald W. (1991): Foundations of Cognitive Grammar. Vol. II. Descriptive Application. Stanford. Leiss, Elisabeth (1992): Die Verbalkategorien des Deutschen. Ein Beitrag zur Theorie der sprachlichen Kategorisierung. Berlin (de Gruyter). Lyons, John (1977): Semantics Vol 1-2. Cambridge (Cambridge University Press). Matzel, Klaus und Ulvestad, Bjarne (1982): Futur I und futurisches Präsens. Sprachwissenschaft 7: Paul, Hermann (1919): Deutsche Grammatik. Bd. IV. Teil II. Nachdruck Halle (Niemeyer) Paul, Hermann; Moser, Hugo und Schröbler, Inbeborg (1969): Mittelhochdeutsche Grammatik. 20. auflage. Tübingen (Niemeyer). Redder, Angelika (1998): Werden funktional-grammatische Bestimmungen. In: Redder, Angelika und Rehbein, Jochen (eds.), Grammatik und mentale Prozesse. Tübingen (Stauffenburg).

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