Partizipation in der kommunalen Gesundheitsförderung

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1 Partizipation in der kommunalen Gesundheitsförderung Rolle und Kompetenzen an der Schnittstelle von top-down und bottom-up Workshop, Regionalkonferenz Hamburg Prof. Dr. Petra Wihofszky, Hochschule Esslingen 1

2 2 Theoretischer Hintergrund

3 3 Begriffsbestimmung Partizipation ist Teilnahme und Teilhabe von Zielgruppen und lokalen Akteuren.

4 4 Warum ist Partizipation gesund? Modell der Salutogenese Gesundheit als Kontinuum Kohärenzgefühl = globale Lebensorientierung Erfahrungen der Teilhabe stärken Kohärenzgefühl Starkes Kohärenzgefühl ermöglicht Teilhabe Faltermaier, 2005, Faltermaier & Wihofszky, 2012

5 5 Gesundheitsfördernde Praxis nach Public Health Action Cycle (PHAC) Problemdefinition Evaluation Strategieformulierung Implementation Rosenbrock, 2004 Kolip, Ackermann, Ruckstuhl & Studer, 2012

6 6 Partizipative Qualitätsentwicklung

7 Das Modell Parallel-tracking modifiziert nach Laverack 7 Top-down Expertenorientierter Pfad Bottom-up Partizipationspfad Problemdefinition Bedarfsbestimmung Bedürfniserhebungen Strategieformulierung Morbiditätsorientierte Ziele Ressourcenorientierte Ziele Implementation Steuerung durch Projektleitung Teilhabe der Zielgruppe an der Steuerung Evaluation Externe Evaluation Wissenschaft-Praxis- Partnerschaften

8 8 Praxisbeispiel aus der kommunalen Gesundheitsförderung

9 9 Kommunale Strategien Präventions- und Gesundheitsförderungsketten Merkmale Lebensphasenübergreifend Rahmen für Abstimmung und Zusammenführung von Angeboten öffentlicher und privater Träger Fact Sheet Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit Kindheit Jugend Junges Erwachsenenalter Mittleres Erwachsenenalter Hohes Erwachsenenalter Zahlreiche Ansätze Noch wenig Ansätze

10 10 NeustadtGesund Stadtteilprojekt in Flensburg Welche Ziele verfolgt das Projekt? Förderung einer datenbasierten, kommunalen Gesamtstrategie auf Stadtteilebene Förderung sozialer und gesundheitlicher Ressourcen in der Bewohnerschaft Wer partizipiert am Projekt? Bewohner/innen des Stadtteils Neustadt Akteure des Stadtteils Studierende der Gesundheitsstudiengänge Vertreter/innen kommunaler Gremien

11 11 Aufsuchende Bewohnerbefragung Fragebogen (standardisiert und stadtteilbezogen) Schulung von Befragungshelfern/innen Stichprobe: n=231

12 12 Vernetzung der Akteure Fachtagung Lebendiges Soziogramm Kleingruppen Kontakt zu über 150 Akteuren

13 13 Schulung von Gesundheitsmittlern/innen Werkstatt partizipative Curriculumsentwicklung Rekrutierung über Medien des Stadtteils und Kontakte 3 Schulungen mit 39 Teilnehmenden Erfahrungslernen mit persönlichen Gesundheitszielen Kennenlernen der Strukturen des Stadtteils Begleitung und Supervision

14 14 Studierende der Gesundheitsstudiengänge Organisation und Durchführung von Event-Tagen im Stadtteil Studierende BA Gesundheit und Ernährung MA Prävention und Gesundheitsförderung

15 15 Kommunale Gremien Regelmäßige Berichterstattung in Lenkungsgruppe Gesundheitsförderung Sozial- und Gesundheitsausschuss Workshop Kommunale Gesundheitsziele im Juli 14 Auf Grundlage der Daten des Stadtteilgesundheitsberichtes Teilnehmende aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft

16 16 Fazit Partizipation in der Praxis ist komplex und kann im Prozess eines Projektes verloren gehen. Modelle wie Parallel Tracking sind Hilfsmittel für ein partizipatives Vorgehen in der Praxis. Partizipation beginnt mit der Haltung von Praktikerinnen und Praktikern. Kleine Schritte können zu einer partizipativen Kursänderung eines Projektes führen. Partizipativ zu arbeiten braucht Raum und Zeit für Reflexion.

17 17 Literatur Faltermaier (2005). Gesundheitspsychologie. Stuttgart: Kohlhammer. Faltermaier, T. & Wihofszky, P. (2012). Partizipation in der Gesundheitsförderung: Salutogenese Subjekt Lebenswelt. In R. Rosenbrock & S. Hartung (Hrsg.), Handbuch Partizipation und Gesundheit (S ). Bern: Huber. Kolip, P.; Ackermann, G.; Ruckstuhl, B. & Studer, H. (2012). Gesundheitsförderung mit System: quint-essenz Qualitätsentwicklung in Projekten der Prävention und Gesundheitsförderung. Bern: Huber. Laverack, G. (2008). Berücksichtigung des Empowerments in der Programmplanung von Gesundheitsförderung. Das Gesundheitswesen. Heft 12, Jg. 70: Rosenbrock, R. (2004). Evidenzbasierung und Qualitätssicherung in der gesundheitsbezogenen Primärprävention. Zeitschrift für Evaluation. 1: Wihofszky, P. (2013). Die Praxis der Gesundheitsförderung zwischen Topdown und Bottom-up: Ansätze partizipativen Planens und Forschens in der Konzeptentwicklung. Prävention und Gesundheitsförderung. 8:

18 18 Förderung von NeustadtGesund Soziale Stadt Interreg 4A

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