Interkulturelle Orientierung und Öffnung von Organisationen Strategische Überlegungen und Praxisbeispiele

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1 Interkulturelle Orientierung und Öffnung von Organisationen Strategische Überlegungen und Praxisbeispiele LVG & AFS - Berlin18. Juni 2015 Dr. Hubertus Schröer Institut IQM

2 Interkulturalität bezeichnet das Verhältnis zwischen unterschiedlichen Lebensformen und umfasst alle Vielfaltsdimensionen. Sie beinhaltet Unterschiede des Geschlechts, der Generationen, der Herkunft, der körperlichen Ausstattung, der sexuellen Identität aber auch von Organisationskulturen.

3 Interkulturelle Orientierung versteht sich als eine sozialpolitische Haltung, die Verschiedenheit anerkennt, gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht, Machtasymmetrien analysiert und auf eine reflexive Interkulturalität setzt.

4 Interkulturelle Öffnung ist die Konsequenz dieser Haltung als Lernund Veränderungsprozess von Menschen und Organisationen, um Zugangsbarrieren abzubauen und Anerkennung zu ermöglichen durch Organisations- und Personalentwicklung.

5 Paradigmenwechsel Defizit- Ressourcenorientierung Minderheiten Mehrheitsgesellschaft Personen Strukturen Organisation Gesellschaftsveränderung Integration Inklusion

6 Integration versus Inklusion Eingliederung, Angleichung Eingliederung als Bringschuld der Migrant_innen Erwartung der Gesellschaft an Migrant_innen (abstrakte) Möglichkeit der Teilhabe (Teilhabechance) Verantwortung einzelner Fachkräfte Zugehörigkeit als neue Haltung Zugehörigkeit als Bringschuld der Gesellschaft Erwartungen der Migrant_innen an die Gesellschaft (konkrete) Ermöglichung von Teilnahme (Teilnahmefähigkeit) Verantwortung der Institution

7 Partizipation Beteiligung als ethisches Postulat (Neu-)Verteilung von Entscheidungs- und Gestaltungsmacht Das ganze System einbeziehen (Stakeholder) Beteiligung schafft Identifikation, Legitimation und Akzeptanz Besonderheiten von MO (Ehrenamtlichkeit, Sprache) Individuelle Ermöglichung (Empowerment, Ressourcen) Strukturelle Absicherung (Instrumente, Verfahren) => Partizipation ist wesentliches Erfolgskriterium

8 Ziele interkultureller Öffnung Anerkennung von Gleichheit und Verschiedenheit Gleichbehandlung, soziale Gerechtigkeit Integration als lebensweltliche Beteiligung und Inklusion als Teilhabe in den gesellschaftlichen Funktionssystemen Analyse struktureller Diskriminierungen Kritische Reflexion des Machtgefälles zwischen Organisationskultur und kulturellen Lebenswelten Abbau von Barrieren Verhinderung von Ethnisierung Einstellung Migrant_innen Vermittlung interkultureller Kompetenz

9 Konsequenzen Gelingensbedingungen auf drei Ebenen: =>Normative Ebene =>Strukturelle Ebene =>Personale Ebene

10 Normative Dimension Interkulturelle Orientierung: Top-Down Führungsverantwortung Vision Leitbild Strategien Gesellschaftliche Beteiligung

11 Top-Down Führungsverantwortung

12 Vision Leitbild Strategien

13 Unsere Vision Das Mehrgenerationenhaus Unter den Arkaden ist offen für alle Jungen und Mädchen sowie Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters. Diese willkommene Vielfalt erfordert ein buntes Angebot, das sich nach den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher richtet. Das Haus lebt und wächst mit der Beteiligung der Menschen, die sich für die gemeinsamen Ziele begeistern. Alle sind eingeladen, sich und ihre Ideen einzubringen.

14 Gesellschaftliche Beteiligung

15

16 Strukturelle Dimension Interkulturelle Öffnung: Gesamtstrategie Bestandsaufnahme Ziele Maßnahmen Monitoring

17 Gesamtstrategie

18 Strategische Steuerung Führungsverantwortung Leitbild Querschnittsaufgabe Evaluation Orientierung Partizipation Bestandsaufnahme Controlling Indikatoren Analyse Barrieren Maßnahmen Ziele / Strategien Personal Organisation Öffnung Ziele

19 Bestandsaufnahme

20

21 Ziele

22

23 Maßnahmen

24

25 Monitoring

26

27 Personale Dimension Interkulturelle Kompetenz: Personalmanagement Personalmarketing Personalgewinnung Personalentwicklung

28 Personalmanagement

29

30 Personalmarketing

31 Personalgewinnung

32

33 Personalentwicklung

34

35 Erfolgsfaktoren Von oben gewollt als strategischer Ansatz im Rahmen eines integrationspolitischen Gesamtkonzeptes Interkulturell orientierte Organisations- und Personalentwicklung als Führungsverantwortung und Querschnittspolitik Interkulturelle Öffnung als partizipativer Prozess Nachhaltigkeit durch institutionelle Absicherung und Vernetzung

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