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1 Rudolf Tippelt Institut für Gerontologie Heidelberg, Robert-Bosch- Stiftung und Institut der Deutschen Wirtschaft Köln Leistungsfähigkeit und Leistungsmotivation älterer Arbeitnehmer erhalten Stuttgart, 24. März 2010 Weiterbildung als Aufgabe und Verpflichtung

2 Altersaufbau 2007

3 Ältere Arbeitnehmer Veränderungen in Bevölkerungsstruktur und Arbeitsmarkt Grundgedanke des Lebenslangen Lernens 15 bis 29-Jährige 30 bis 49-Jährige 50 bis 65-Jährige ,6 % 19,9 % 18,4 % 49,9 % 47,3 % 41,8 % 29,5 % 32,8 % 40,3 % Anteil an der Bevölkerung im Erwerbsalter (Destatis 2009)

4 Beteiligung an Weiterbildung Nach Schulabschluss n = % 80 % 60 % 65 % 40 % 20 % 0 % 53 % Jahre erwerbstätig 33 % 32 %23 % 10 % Jahre nicht erwerbstätig 48 % 39 % 26 % 24 % 7 % 17% Jahre Gesamt Ja Nein Abitur FHS-Reife Mittlerer Abschluss Hauptschulabschluss

5 Weiterbildungsbeteiligung nach Alter Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre gesamt Erwerbstätige AES-Daten 2007 (n=7345)

6 Anlass von Weiterbildung 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% 45 bis 49 Jahre 50 bis 54 Jahre 55 bis 59 Jahre 60 bis 64 Jahre 65 bis 69 Jahre 70 bis 74 Jahre 75 bis 80 Jahre Gesamt privat motivierte WB beruflich motivierte WB Bildungsbeteiligung im außerberuflichen Bereich bleibt bis ins hohe Alter konstant.

7 Beteiligung an Weiterbildung der Erwerbstätigen öffentlicher Dienst Weiblich Männlich Ost West 45 bis 49 Jahre 50 bis 54 Jahre Handels- oder Dienstleistungsbereich Handw erk Industrie Landw irtschaft Mithelfende/r Familienangehörige/r Selbstständige/r 55 bis 59 Jahre 60 bis 64 Jahre Beamte/r Angestellte/r Arbeiter/in n = (n = 2070)

8 Beteiligung an Weiterbildung der 45 bis 80-Jährigen Kontrastgruppen Nein 28 Erwerbstätigkeit Ja n = 4909 Schulabschluss Berufsstatus Hauptsch. Abschluss Mittl./hoher Abschluss Angestellte, Selbstständige Beamte Arbeiter Alter Berufl. Abschluss Schulabschluss Alter Berufl. Abschluss <=60 >60 Berufsfach/ Hochschulabschluss Meister- / Fachschule niedrig Mittel + hoch <=56 >56 Berufsfach schule Kein Berufsab schluss

9 Informelles Lernen Am Arbeitsplatz Anlernen/Austausch am Arbeitsplatz durch Kollegen Unterweisung/Anlernen durch Vorgesetzte Austausch mit Personen außerhalb meines Betriebes Besuch von Fachmessen oder Kongressen Lesen von berufsbez. Fach-/Sachbüchern, Zeitschriften Fachbeiträge im Radio/ TV, Videos/Hörbücher Durch das Internet 78 % % % % % % % % % % % % % 22 % 37 % 24 % % % % 93 Hauptschul -abschluss % % % 146 Mittlerer Abschluss % % % 203 Abitur/FHS -Reife % % % 442 Gesamt n = 1990

10 Barrieren gegenüber Weiterbildung (Erwerbstätige) Berufliche Barrieren Benötige keine Weiterbildung für Beruf Arbeitgeber unterstützte WB- absichten nicht 49 % % % % % % % % 269 keine Zeit wegen beruflichen Belastungen 27 % % % % 495 n = 1770 Hauptschul -abschluss Mittlerer Abschluss Abitur/FHS -Reife Gesamt

11 Weiterbildungsträger (in %) Erwerbstätige Arbeitgeber anderes Unternehmen 4 7 Weiterbildungseinrichtung 5 2 IHK, Wirtschaftsverband 4 Gewerkschaft 1 45 Verein, Verband, Partei 5 Hochschule 12 andere öffentl. Einrichtung 13 Einzelperson/Trainer n = 1849 Sonstige

12 Typen älterer erwerbstätiger Weiterbildungsteilnehmer/-innen (n=977, Jährige; Quelle: Schmidt 2009) (1) Aufstiegsorientierte 23,8 % der weiterbildungsaktiven Erwerbstätigen (2) Verwertungszentrierte Clusteranalyse 11,5 % (3) Flexible (5) Ganzheitlich Orientierte insgesamt hohe sehr bildungsaktiv (4) Organisationsintern 12,7 Aktive % Weiterbildungsaktivität auch Fernlehrgänge ausschließlich jede Form von Weiterbildungsangeboten und E-Learning 10,4 längere % => kleinste Gruppe größtes Cluster (41,6 %) außer Fernlehrgänge Øund knapp E-Learning 60 Stunden viele Weiterbildungen eintägige Kurse/Lehrgänge primär Einzelunterweisungen am Arbeitsplatz, Schwerpunkt: Privatunterricht pro Kurs in der Freizeit Gesamtzahl Ø 63,6 Stunden besuchter pro Veranstaltungen aber auch längere Kurse/Lehrgänge überdurchschnittlich hoher Männer Anteil sind unterdurchschnittlich Maßnahme von Frauen kaum private Anbieter oder überrepräsentiert Fernlehre viele Selbständige und Existenzgründer jüngste Gruppe Beschäftigte aus öffentlichem Erwerbstätige Dienst in höchster Anteil von Personen mit (Fach-) hoher Anteil von Arbeitern hoher Männeranteil Großbetrieben Hochschulreife bzw. Hochschulabschluss häufig einfacher Schulabschluss höherer Bildungsabschluss hoher Anteil sehr aktive Freizeitgestaltung Unverheirateter wenig ehrenamtliche Tätigkeiten viele Freizeitaktivitäten, kulturelle ehrenamtliches Engagement selten Mitglied in Vereinen und Organisationen Teilhabe und ehrenamtliches Engagement zahlreiche kulturelle Aktivitäten

13 Der Übergang in die Nacherwerbsphase: Die zentrale Entwicklungsaufgabe im höheren Erwachsenenalter Berufsausstieg universell und irreversibel Potentiell krisenhafter Bruch Zeitliche Trennung von Berufsausstieg und Ruhestand ( Teilzeitübergang ) Jüchtern (2000): Unbeschwerter Übergang Gelungener Übergang mit großer Bedeutung Unauffälliger Übergang mit vielen Plänen Hinnehmender Übergang mit wenig Plänen Belasteter Übergang => Bildung als Hilfe zur Neuorientierung

14 Erwartungen zum und Bildungsforschung Übergang der LMU München (n=1849) werde nach Übertritt rasch neue Tätigkeitsfelder finden habe konkrete Pläne für nächste Jahre Kontakt zu Kollegen wird fehlen werde mir mehr Zeit für Freunde/Bekannte nehm en werde das Arbeitsleben vermissen werde meine neue Freiheit genießen werde m ich dann nicht m ehr gebraucht fühlen würde gerne noch lange weiterarbeiten Hobbys werden mein Leben ganz ausfüllen Ruhes tand als Gewinn Rudolf Ruhes Tippelt tand als Verlus t

15 Mittlere oder hohe Schulbildung verbeamtet oder angestellt Einflussfaktoren für Teilnahme an beruflich motivierter Weiterbildung Geboren in Deutschland Alter Beruflich motivierte Weiterbildungsteilnahme Geschlecht selbstständig erwerbstätig Mitgliedschaften Kulturelle Aktivitäten

16 Herzlichen Dank!

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