Marktüberblick, DANIEL ZINDSTEIN

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1 Marktüberblick, DANIEL ZINDSTEIN 1

2 Die Märkte sehen zur Zeit überall Probleme: Reihenweise schwächere Konjunkturdaten vor allem aus USA. Arbeitsmarktbericht war viel schlechter als erwartet. Angst vor neuer Rezession. Politischer Kampf in USA über die Schuldengrenze Spiel mit dem Feuer. US-Banken drohen mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen. Quantitative Easing II (QE II) in Amerika läuft im Juni aus. Was kommt danach? Massive konjunkturelle Dämpfungsmaßnahmen in China. Angst vor starken Auswirkungen auf andere Länder. Staatsschuldenkrise in Euroland. Vor allem politische Krise. Uneinigkeit zwischen Regierungen (Schäuble) und EZB ist besorgniserregend. Wie weit gehen die Zinserhöhungen der EZB? Die bisher stabilen US-Aktienmärkte kommen ins Rutschen. S&P 500 verlor seit Anfang Mai 7,6%, davon allein im Juni 5,9%! Technisch verschlechtert sich dadurch das Bild. Euro verliert überraschend im Zuge der EZB-Zinserhöhungsankündigung für Juli. Von Fukushima und Arabien gar nicht zu reden. 2

3 Aber: Weltwirtschaft wächst weiterhin dynamisch (nur eben in USA, Japan und Südeuropa nicht ) Weltwirtschaftswachstum 6 5 4,7 4,9 4,5 5,1 5,1 5,0 4,7 4 3,5 3,6 3 2,5 2,2 2,8 3, e 2011e -0,5-1 Quelle: LBBW 3

4 Aber: Unternehmensgewinne steigen weiter Summe der DAX-Gewinne, Aktien sind günstig Quelle: LBBW / Datastream 4

5 DAX: im Vergleich heute Übergangskonsolidierung beendet? Quelle: Bloomberg, CSR 5

6 DAX langfristiger Trend intakt Quelle: GECAM, VWD 6

7 Bundesrenditen 10 Jahre Seitwärtsphase, Rendite < 3 % Weiter sicherer Hafen? Quelle: GECAM, VWD 7

8 Euro/ Dollar: Konsolidiert mit Griechen-Diskussion Zinsdifferenz spricht für Euro Quelle: VWD, GECAM 8

9 Märkte 2011: Viel Risiko, wenig Ertrag! Quelle: GECAM, VWD 9

10 FAZIT Konjunktur und Zins Ängste in den Märkten nehmen zu. Vor allem Konjunkturängste: Double Dip oder Delle in USA? Wir haben jedoch eine Konjunkturdelle erwartet und angekündigt. Die Aprildaten in USA sind von Japan-Effekten teilweise verzerrt. Inflationsrisiken nehmen ab = fallende Rohstoffpreise. Dies ist gut für die Kosten- und Gewinnsituation vieler Unternehmen weltweit. Staatsdefizit-Diskussion schürt zusätzlich Ängste. Staatsdefizite werden jedoch in Euroland wenigstens angegangen, im Gegensatz zu USA und Japan. China steuert seine Konjunktur mustergültig, nämlich antizyklisch. Dies ist kein Anlass zur Sorge, sondern ein Zeichen der Stärke! Hauptszenario: Konjunktur-Delle nach zweijähriger starker Erholung, gute Unternehmensergebnisse trotz leicht steigender Zinsen, China wächst weiter zweistellig, nur moderate und temporäre Inflation. 10

11 FAZIT Aktien Ängste vor Konjunkturabschwächung belasten. Put/Call-Ratios auf hohem Niveau. Staatsschulden-Thematik belastet, vor allem über die Währung und Zinsentwicklung. Unternehmensübernahmen und Börsengänge kommen in Gang. Weiterhin viel Liquidität vorhanden (evtl. mit QE III in irgendeiner Form), niedrige Zinsen. Aktienmärkte sind nach zweijähriger Erholungsphase nun auf substanzielles, unternehmerisches Wachstum angewiesen. D.h. die Märkte differenzieren stärker, sind volatiler und weisen unter dem Strich keine so dynamischen Trends nach oben mehr auf. Sommerkonsolidierung bereits weit fortgeschritten Aber nach wie vor günstige Bewertungen: KGVs: DAX < 10, EuroStoxx 50 < 10, S&P 500 = 12. Hohe Neutralität und Verunsicherung der Anleger wird auf Dauer einen dynamischen Ausbruch nach oben oder unten zur Folge haben. Favoriten für uns nach wie vor: Deutsche Aktien 11

12 Ausblick Portfolio-Strategie Zielmärkte und Zielpositionen Aktien Strategisch hohe Aktienquoten, aber taktische Absicherungsinstrumente (DAX-Put, Bund-Future, evtl. Gold) notwendig. Fundamental Aktien attraktiv. Deutsche und US-amerikanische Aktien im Fokus. Branchen-Favoriten: Technologie, Energieeffizienz, Smart Grid. Renten Renten konsolidieren nach Erholung seitwärts. Ab Renditen von 3,5% 4% bei 10-jährigen Bundesanleihen könnte an ersten Positionsaufbau gedacht werden. Währungen Grundsätzlich sehen wir eher einen stärkeren Euro zu einem schwächeren Dollar und Yen, aber Griechenland-Diskussion muss zunächst abebben. 12

13 FAZIT Zur Zukunft einer schuldenfinanzierten Staatsökonomie: Die Alternative ist nur, ob die Krise früher kommt als Folge einer freiwilligen Abkehr von einer weiteren Schuldenexpansion oder später, als endgültige und vollständige Katastrophe im betroffenen Währungssystem. Ludwig von Mises Wirtschaftswissenschaftler (Österreichische Schule) 13

14 Nächster Marktüberblick: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 14

15 Die vorliegende Präsentation ist nur für den internen Gebrauch bestimmt. Eine Verwendung gegenüber Dritten bedarf der schriftlichen Genehmigung. Die in dieser Präsentation angezeigten Informationen, Performance- und Marktdaten dienen ausschließlich der Information und erfolgen ohne Gewähr für Richtigkeit, Genauigkeit und Vollständigkeit. Die verwendeten Inhalte der Datenquellen fremder Anbieter werden von der German Capital Management AG (GECAM) nicht notwendigerweise kontrolliert. Für diese Daten bzw. Inhalte sowie externen Datenlieferungen übernimmt die GECAM keine Gewähr. Dies gilt auch für Börsen-, Finanzund sonstige preissensitive Informationen, die aus Systemen fremder Anbieter übernommen werden. Inhalt und Struktur dieser Darstellungen sind urheberrechtlich geschützt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Wert der Anteile kann schwanken und nicht garantiert werden. Eine Aussage für Entwicklungen in der Zukunft kann nicht erfolgen. 15

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