E-Portfolios als Chance für forschendes Netzwerklernen. Anne Steinert FOM Hochschule für Oekonomie und Management

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1 E-Portfolios als Chance für forschendes Netzwerklernen FOM Hochschule für Oekonomie und Management

2 Agenda 1. Theoretischer Kontext 1.1 Netzwerklernen 1.2 Forschendes Lernen 2. Projektbeschreibung 2.1 Die FOM und ihre Struktur 2.2 Technische Umsetzung: Mahara 3. Umsetzung 3.1 Seminarablauf 3.2 Rückblick SS

3 1.1 Netzwerklernen Kollaborative Lerntheorien, basierend auf dem Konstruktivismus Konnektivismus Netzwerklernen Soziale Netzwerkanalyse insbes. Granovetters Theory of strength of weak ties (1973) 3

4 Bundesassistentenkonferenz (1970): Studium = 1.2 Forschendes Lernen - Ausbildung durch WissenschaftlerInnen in einer Wissenschaft - für einen auf Wissenschaft angewiesenen Beruf, - wobei Wissenschaft als sozialer Prozess durch Teilnahme an der Wissenschaft erfahren werden soll. - Ergänzung des forschenden Lernens durch genetisches, rezeptives und kritisches (entspricht heute wohl eher der Idee des reflexiven) Lernen [vgl. Huber, 2004]. 4

5 1.2 Forschendes Lernen Forschendes Lernen unterstützt den Erwerb von - Fachkenntnissen bzw. fertigkeiten, - Methoden- und Selbstkompetenz (wie z.b. die Fähigkeiten Informationen zu evaluieren und Teamfähigkeit) und - kann dabei eine höhere Motivation für Lernprozesse bei den Studierenden hervorrufen. Das Konzept des forschenden Netzwerklernens unterstützt die Lernenden dabei, den unterschiedlichen neuen Anforderungen gerecht zu werden: Das forschende Lernen vermittelt die Metakompetenz, um mittels Netzwerkstrukturen Wissen zu erwerben. 5

6 Agenda 1. Theoretischer Kontext 1.1 Netzwerklernen 1.2 Forschendes Lernen 2. Projektbeschreibung 2.1 Die FOM und ihre Struktur 2.2 Technische Umsetzung: Mahara 3. Umsetzung 3.1 Seminarablauf 3.2 Rückblick SS

7 2.1 FOM Die FOM: von Wirtschaftsverbänden in Essen gegründet - Staatlich anerkannte Hochschule - Gemeinnützig und stiftungsgetragen - Bundesweit einzigartiges Netz an Präsenzstudienzentren (23) - Präsenzvorlesungen für Berufstätige am Abend und samstags - Ca Studierende im In- und Ausland Marl Duisburg Essen Düsseldorf Neuss Aachen Köln Bonn Luxemburg Wuppertal Siegen Bremen Gütersloh Dortmund Frankfurt Mannheim Stuttgart Hamburg Berlin Leipzig Nürnberg München 7

8 2.2 Portfoliotypen nach Baumgartner Baumgartner, Himpsl, Zauchner (2009), S. 8. 8

9 2.2 Überlegungen zur Implementierung 1. Rahmen der Implementierung: Welche Organisationseinheiten sind am Prozess beteiligt? Wer koordiniert die Konzeption und Implementierung? Auf welcher Ebene findet die Implementierung statt (einzelne Lehrveranstaltungen, gesamte Studiengänge, gesamte Hochschule)? 2. Motivation, Zweck und Ziele der Portfolioarbeit: Für welchen Hauptzweck wird das Portfolio eingeführt? Welche Ziele werden verfolgt? Welche Kompetenzen sollen erworben werden? Was ist der Nutzen für die beteiligten Personengruppen? 3. Studien- und Prüfungsordnung: Wird die Portfolioarbeit im Curriculum verankert? In welcher Form erfolgt eine Anrechnung? Erfolgt eine Beurteilung der Portfolios? Was wird von wem nach welchen Kriterien beurteilt? 4. Didaktik und Lernkultur: Wie sehen die Lehr-/Lernprozesse aus, wie werden sie initiiert und begleitet? Welche Veränderungen ergeben sich durch die Portfolioeinführung gegenüber der traditionellen Lehre? Welche Inhalte bzw. Aufgabenstellungen sind geeignet? Wie wird über das Portfolio kommuniziert, wie wird Feedback organisiert? 9

10 2.2 Überlegungen zur Implementierung 5. Kompetenzen der Lehrenden: Wie verändert sich deren Rolle? Wie werden sie auf die Portfolioarbeit vorbereitet? Welche Kompetenzen brauchen sie, nicht nur hinsichtlich des Technologieeinsatzes? Wie werden Schwierigkeiten bzw. Widerstände überwunden? 6. Nutzen/Aufwand für Studierende: Welche Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Portfolioarbeit nötig? Wie und von wem werden die Studierenden in die Portfolioarbeit eingeführt? Welchen Mehrwert haben sie durch das Portfolio? Wie werden Barrieren überwunden? 7. Softwareunterstützung: Welche Software kommt zum Einsatz? Wer ist für die Administration zuständig, wer für die Einführung in die Softwarebedienung? In welcher Form werden Hilfen und Support organisiert? Wer hat Zugriff auf die Portfolios? Baumgartner, Himpsl, Zauchner (2009), S. 12/13. 10

11 2.2 Mahara Technische Umsetzung: Open-Source-E-Portfolio-System Mahara 11

12 Agenda 1. Theoretischer Kontext 1.1 Netzwerklernen 1.2 Forschendes Lernen 2. Projektbeschreibung 2.1 Die FOM und ihre Struktur 2.2 Technische Umsetzung: Mahara 3. Umsetzung 3.1 Seminarablauf 3.2 Rückblick SS

13 3.1 Projektbeschreibung - Das E-Portfolio dient als Hilfestellung zur Strukturierung und Erarbeitung der Seminararbeit. - Durch die elektronische Strukturierungshilfe und die damit einhergehende Unterstützung durch die Kommilitonen sowie die zeitliche Flexibilität, erscheint das Konzept für berufsbegleitende Studierende besonders geeignet. - Die Pilotstudien beinhalten, eine rein freiwillige Teilnahme, um ein möglichst offenes Feedback und kritische Evaluation zu erhalten. 13

14 3.1 Projektbeschreibung Das Seminar wird in vier Phasen in Anlehnung an Huber (2010) strukturiert, wobei Reflexionen durchgängig stattfinden sollen: 1.Einführung: Motivation wecken/steigern (Was ist der individuelle Nutzen?), Relevanz erkennen (Warum ist forschendes Lernen wichtig?), Ablauf und Erstellung anhand eines Best-Practice-Beispiels 2. Überblick über ein Forschungsfeld (a) Informationsbeschaffung: mittels (1.) sozialer Netzwerkstrukturen des Internets und (2.) klassischer Literaturrecherche (z.b. mittels Schneeballsystem) und (b) Suchen der Fragestellung für die Seminararbeit 3. Entwicklung des Forschungsdesigns 4. Durchführung der forschenden Tätigkeit (Erstellung der Seminararbeit) 14

15 15

16 3.2 Rückblick SS Das Modul Asset Management wurde an zwei Standorten (Essen und Köln) durchgeführt. - Unterstützt wurde er durch eine Mitarbeiterin der Abteilung wissenschaftliche Koordination. Ausblick WS 2011: - Das Pilotprojekt findet nochmals im Modul Asset Management (Düsseldorf) und im Modul (E)CRM (Dortmund) statt. Sie nutzen ein gemeinsames Forum. 16

17 3.2 Rückblick SS2011 Obwohl es rein freiwillig ist, nutzten ca. 50% der Studierenden das E-Portfolio. Software erhält sehr gemischtes Feedback, von super Plattform bis hin zu viel zu kompliziert und unübersichtlich. Den Studierenden gelingt es einen Überblick über ihr Forschungsfeld zu gewinnen; Reflexionen/Gespräche finden allerdings eher im Rahmen der Veranstaltung statt und noch nicht im E-Portfolio. Die Entwicklung und das Niveau der Lernenden lassen sich in Teilen in den E-Portfolios ablesen. Rezeptives und genetisches Lernen finden statt. 17

18 3.2 Rückblick SS2011 Kritisches / reflexives Lernen findet kaum bzw. nur in Ansätzen statt: Verständnis für den eigenen Lernprozess und dessen Reflexion stärken Reflexionen müssen stärker angeleitet werden (werden vielfach noch mit Tätigkeitsbeschreibungen verwechselt) Peer Review muss stärker angeleitet werden Wandel der Lernkultur zu einer offenen, kooperierenden Wissensgemeinschaft soll erzielt werden (durch Anleitung und Verpflichtung zum Peer Review) Ausblick: Berücksichtigung der E-Portfolio-Arbeit (im Besonderen der Reflexionen) in der Notengebung. 18

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen??? Abt. wissenschaftliche Koordination Sigsfeldstr. 5, Essen Tel.:

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