Verwaltungs AG. Leistungsbilanz

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1 Verwaltungs AG Leistungsbilanz

2 cerbomed smart I neuro I therapy [ Die Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds ]

3 2011 Leistungsbilanz [ HMW Emissionshaus AG MIG Verwaltungs AG ] [ Leistungsbilanz 2011 ]

4 [ Inhalt ] Inhalt I. Vorwort 05 II. Initiatoren der MIG Fonds MIG Verwaltungs AG 2. HMW Emissionshaus AG 3. Weitere handelnde Gesellschaften III. Bericht zur Leistungsbilanz Fondsinitiator 2. Portfolio-Management IV. MIG AG & Co. Fonds 1 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Exitübersicht 4. Ausschüttungen an Anleger V. MIG AG & Co. Fonds 2 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Exitübersicht 4. Ausschüttungen an Anleger VI. MIG AG & Co. Fonds 3 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Exitübersicht 4. Ausschüttungen an Anleger VII. MIG AG & Co. Fonds 4 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger VIII. MIG AG & Co. Fonds 5 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger IX. MIG AG & Co. Fonds 6 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger [ Leistungsbilanz ]

5 [ Inhalt ] X. MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger XI. MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger XII. MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger XIII. MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger XIV. MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft 2. Beteiligungsübersicht 3. Ausschüttungen an Anleger XV. MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft XVI. MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft XVII. Kennzahlen der Leistungsbilanz 48 im Überblick XVIII. Anhang zur Leistungsbilanz 52 Darstellung der MIG- Beteiligungsunternehmen 1. AFFiRiS AG AMSilk GmbH Antisense Pharma GmbH APK Aluminium und Kunststoffe AG BIOCRATES Life Sciences AG BioNTech AG B.R.A.I.N. Biotechnology 81 Research and Information Network AG 8. cerbomed GmbH certgate GmbH corimmun GmbH cynora GmbH Efficient Energy GmbH Ganymed Pharmaceuticals AG Ident Technology AG immatics biotechnologies GmbH instraction GmbH Nexigen GmbH nfon AG OD-OS GmbH PDC Biotech GmbH Protagen AG Siltectra GmbH Sovicell GmbH sunhill technologies GmbH SuppreMol GmbH ViroLogik GmbH 146 [ Leistungsbilanz ]

6 [ Hinweis ] Hinweis Diese vorliegende Leistungsbilanz 2011 ist kein Verkaufsprospekt. Sie soll dem Leser primär einen Überblick über die von der MIG Verwaltungs AG und der HMW Emissionshaus AG in Deutschland initiierten und in Deutschland und Österreich angebotenen Vermögensanlagen geben. Für die Anlageentscheidung eines Kapitalanlegers ist ausschließlich der jeweilige Verkaufsprospekt des jeweiligen MIG Fonds maßgeblich. Die vorliegende Leistungsbilanz stellt weder einen Prospektnachtrag noch eine Prospektergänzung oder eine Prospektberichtigung dar. Die vorliegende Leistungsbilanz ersetzt oder ergänzt keine Angaben, die in Verkaufsprospekten der MIG Fonds unter dem Stichwort Leistungsbilanz enthalten sind. Diese Leistungsbilanz wurde nicht extern durch einen Wirtschaftsprüfer geprüft. [ Leistungsbilanz ]

7 [ Vorwort ] I. Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren, die vielfältigen Entwicklungen an den Finanzmärkten brachten Anleger zur Neuordnung ihrer wesentlichen Anlagekriterien. Parameter wie Transparenz der Investition und Nachvollziehbarkeit der Vermögensanlage rückten dabei ebenso noch mehr in den Vordergrund wie Beständigkeit der handelnden Personen oder Prüfbarkeit realer Sach- und Produktivwerte. Die vorliegende Leistungsbilanz will in all diesen Kriterien Einblick in die Geschäftstätigkeit der einzelnen MIG Fonds im Geschäftsjahr 2011 gewähren. Die HMW Emissionshaus AG als verantwortliche Initiatorin der MIG Fonds im Jahre 2011 und die MIG Verwaltungs AG als ihre Vorgängerin, wollen mit dieser Leistungsbilanz einen Überblick über die Geschäftsentwicklung der MIG Fonds in diesem Geschäftsjahr erstatten. Die einzelnen Investitionen der MIG Fonds-Gesellschaften bis zum Stichtag werden eingehend dargelegt. Zudem wird zu jedem einzelnen Beteiligungsunternehmen deren jeweilige Entwicklung dargestellt und mit der Einschätzung eines externen Experten einer qualitativen Bewertung zugeführt. Die Leistungsbilanz 2011 soll dem interessierten Anleger und kritischen Analysten als Grundlage für eine eigene Einschätzung dienen und aufzeigen, dass das Vertrauen in die MIG Fonds gerechtfertigt ist. Pullach, den HMW Emissionshaus AG - Vorstand - Dr. Matthias Hallweger Pullach, den MIG Verwaltungs AG - Vorstand - Cecil Motschmann Michael Motschmann Jürgen Kosch Dr. Matthias Kromayer [ Leistungsbilanz ]

8 1776 Der Franzose Claude-François- Dorothée Jouffroy d Abbans baut das erste Dampfschiff, die 13 Meter lange Palmipède, bei dem eine Dampfmaschine Ruder mit rotierenden Schaufeln bewegte.

9 [ Jouffroy d Abbans ] [ Leistungsbilanz ]

10 [ Die Initiatoren ] II. Initiatoren der MIG Fonds Die HMW Emissionshaus AG steht in der Tradition der MIG Fonds, die über drei Fondsgenerationen von der MIG Verwaltungs AG initiiert worden sind. Seit dem MIG Fonds 7 werden die MIG Fonds von der HMW Emissionshaus AG konzipiert. Die MIG Verwaltungs AG hat sich auf das Portfolio-Management fokussiert. Struktur der Fondsgesellschaften (bei MIG GmbH & Co. Fonds 7 bis 11 KG) Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen MIG GmbH & Co. Fonds KG Fondsgesellschaft HMW Verwaltungs GmbH** Komplementärin Geschäftsführung der Fondsgesellschaft MIG Verwaltungs AG Portfolio-Manager N.N. Geschäftsführender Kommanditist MIG Beteiligungstreuhand GmbH* Treuhand- Kommanditistin Treuhandvertrag HMW Emissionshaus AG Initiatorin, Prospektverantwortliche Anleger * MIG Beteiligungstreuhand GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der MIG Verwaltungs AG. ** Die HMW Verwaltungs GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der HMW Emissionshaus AG. [ Leistungsbilanz ]

11 [ Die Initiatoren ] Struktur der Fondsgesellschaften (bei MIG GmbH & Co. Fonds 12 und 13 KG) Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen Beteiligungsunternehmen MIG GmbH & Co. Fonds KG Fondsgesellschaft HMW Komplementär GmbH** Komplementärin Geschäftsführung der Fondsgesellschaft MIG Verwaltungs AG Weitere Komplementärin und Portfolio-Manager MIG Beteiligungstreuhand GmbH* Treuhand- Kommanditistin Treuhandvertrag HMW Emissionshaus AG Initiatorin, Prospektverantwortliche Anleger * MIG Beteiligungstreuhand GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der MIG Verwaltungs AG. ** Die HMW Komplementär GmbH ist eine 100-%-Tochtergesellschaft der HMW Emissionshaus AG. [ Leistungsbilanz ]

12 [ Die Initiatoren ] Verwaltungs AG 1. MIG Verwaltungs AG Die MIG Verwaltungs AG ist Initiatorin der nachfolgenden MIG Fonds: MIG AG & Co. Fonds 1 KG MIG AG & Co. Fonds 2 KG MIG AG & Co. Fonds 3 KG MIG AG & Co. Fonds 4 KG MIG AG & Co. Fonds 5 KG MIG AG & Co. Fonds 6 KG Bei den Fondsgesellschaften MIG AG & Co. Fonds 1 KG bis MIG AG & Co. Fonds 6 KG (MIG Fonds 1 bis 6), jeweils in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, ist die MIG Verwaltungs AG als Komplementärgesellschaft beteiligt. Als Fondsinitiatorin dieser MIG Fonds 1 bis 6 ist sie zudem Herausgeberin des jeweiligen Verkaufsprospekts. Die MIG Verwaltungs AG ist darüber hinaus hundertprozentige Muttergesellschaft der MIG Beteiligungstreuhand GmbH, die in den Fondsgesellschaften als Treuhandkommanditistin fungiert. Die MIG Verwaltungs AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts und im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Tag der ersten Eintragung war der Das Grundkapital beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Aktionäre der Gesellschaft sind Cecil Motschmann Michael Motschmann Markus Fischer Jürgen Kosch Alfred Wieder (mehr als 25 % der Aktien) a) Vorstand Der Vorstand der MIG Verwaltungs AG besteht aus den Herren Michael Motschmann, Cecil Motschmann und Jürgen Kosch sowie Herrn Dr. Matthias Kromayer. Michael Motschmann, 54, Kaufmann, ist über 20 Jahre unternehmerisch tätig und war insbesondere maßgeblich verantwortlich für die Gründung und den Aufbau mehrerer Unternehmen mit Schwerpunkt im internationalen Handel sowie im Bereich von Immobilien und der Metallveredelung. Auf diesem Feld der Metallindustrie war Herr Michael Motschmann bis zum erfolgreichen Verkauf im Dezember 2007 geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens mit Markt- und Technologieführerschaft. Herr Michael Motschmann sitzt darüber hinaus im Anlageausschuss von zwei erfolgreichen VC-Gesellschaften, nämlich der Global Chance Fund GmbH & Co. KG und der Global Asset Fund GmbH & Co. KG. Cecil Motschmann, 56, Kaufmann, ist seit mehr als 25 Jahren erfolgreicher Unternehmer im internationalen Handel, Baugewerbe und Dienstleistungsbereich. Im Rahmen dieser Tätigkeiten hat er unterschiedliche Unternehmen im In- und Ausland als geschäftsführender Gesellschafter verantwortlich begleitet. Neben seiner Funktion als Vorstand der MIG Verwaltungs AG ist Herr Cecil Motschmann der geschäftsführende Gesellschafter eines Handelsunternehmens im Industriegüterbereich. Jürgen Kosch, 49, ist Diplom-Ingenieur der Elektro- und Informationstechnik. Seit mehr als 20 Jahren ist er unternehmerisch tätig und hat u. a. ein Software-Unternehmen im Bereich der Materialprüfung gegründet und im internationalen Markt etabliert. Herr Kosch ist ferner Mitglied im Anlageausschuss zweier erfolgreicher VC-Gesellschaften, nämlich der Global Chance Fund GmbH & Co. KG und der Global Asset Fund GmbH & Co. KG. Dr. Matthias Kromayer, 46, hat Biologie und Chemie studiert und wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Dr. rer. nat. promoviert. Dr. Kromayer ist Autor mehrerer wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Träger verschiedener Stipendien und Auszeichnungen. Herr Dr. Kromayer begann seine berufliche Laufbahn als Senior Consultant bei einer Beratungsgesellschaft und war mehr als zehn Jahre lang als Unternehmensberater in der biopharmazeutischen Industrie tätig. In dieser Zeit betreute er verantwortlich eine Vielzahl von [ Leistungsbilanz ]

13 [ Die Initiatoren ] Projekten mit den Schwerpunkten Strategische Planung, Unternehmensbewertung, Portfolio-Management und Transaktionen. Herr Dr. Kromayer vereint eine langjährige Erfahrung im Aufbau und der Führung von Unternehmen mit seinem wissenschaftlichen Verständnis für Technologien, Produkte und Märkte der Life-Sciences-Industrie. Herr Rechtsanwalt Kristian Schmidt-Garve, 40, ist Prokurist der MIG Verwaltungs AG und damit umfassend zur Vertretung der MIG Verwaltungs AG bevollmächtigt. Herr Schmidt-Garve ist nicht Mitglied des Vorstands der MIG Verwaltungs AG. b) Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der MIG Verwaltungs AG setzt sich wie folgt zusammen: Hans-Falko Graf von Schweinitz und Krain Freiherr von Kauder ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. Graf von Schweinitz und Krain Freiherr von Kauder absolvierte das Studium der Volkswirtschaft und Kommunikationswissenschaften und ist gegenwärtig geschäftsführender Gesellschafter einer Werbeagentur. Horst-Gregor Lappe ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Herr Lappe ist Diplom-Kaufmann sowie Industriekaufmann und als geschäftsführender Gesellschafter einer Personalagentur tätig. Klaus Dechamps ist praktizierender Arzt. Herr Dechamps absolvierte sein Medizinstudium in Berlin und München und war mehrere Jahre als Arzt in Peru, Burkina Faso und Somalia tätig, wo er sich speziell dem Thema Tropenerkrankungen widmete. Karl Baumer ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Kaufmann. Bei dem internationalen Automobilkonzern BMW ist er als Leiter zuständig für die Bereiche BMW Classic und BMW Welt. Herr Baumer verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Automobilindustrie. 2. HMW Emissionshaus AG Die HMW Emissionshaus AG ist Initiatorin und Prospektherausgeberin der nachfolgenden MIG Fonds: MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG Bei den Fondsgesellschaften MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG bis MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG (MIG Fonds 7 bis 13) jeweils in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, ist die HMW Emissionshaus AG Fondsinitiatorin und damit Herausgeberin des Verkaufsprospekts. Die HMW Emissionshaus AG ist zudem hundertprozentige Muttergesellschaft der HMW Verwaltungs GmbH, die in den Fondsgesellschaften MIG Fonds 7 bis 11 jeweils die Stellung der Komplementärgesellschaft einnimmt. Bei den Fondsgesellschaften MIG Fonds 12 und 13 übernimmt dies die HMW Komplementär GmbH, ebenfalls eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der HMW Emissionshaus AG. Die HMW Emissionshaus AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Pullach und im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Tag der ersten Eintragung war der Das Grundkapital beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Aktionäre der Gesellschaft sind Dr. Matthias Hallweger (mehr als 25 % der Aktien) Alfred Wieder (mehr als 25 % der Aktien) Cecil Motschmann Michael Motschmann Dr. Dr. Michael Dahm ist Mediziner und Molekularbiologe. Nach seinem Studium in Italien und den USA war er mehrere Jahre Geschäftsführer eines biotechnologischen Pharmaunternehmens. Herr Dr. Dr. Dahm ist darüber hinaus adjunct Professor der Medical University of South Carolina/Charleston. [ Leistungsbilanz ]

14 [ Die Initiatoren ] a) Vorstand Alleiniger Vorstand der HMW Emissionshaus AG ist Herr Dr. Matthias Hallweger. Dr. Matthias Hallweger, 43, absolvierte seine juristische Ausbildung in Deutschland und USA und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Themen. Dr. Hallweger ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und war mehr als zehn Jahre als Rechtsanwalt in diesem Bereich tätig. Dr. Hallweger leitete über Jahre als geschäftsführender Gesellschafter eine Wirtschaftskanzlei. An der Universität Augsburg und in England übte Dr. Hallweger wissenschaftliche Lehrtätigkeiten aus. Seit 2005 ist Herr Dr. Hallweger Lehrbeauftragter an der Hochschule in München für Venture Capital und Unternehmensfinanzierungen. Dr. Hallweger vereint langjährige Erfahrung in der rechtlichen und finanzwirtschaftlichen Konzeption zahlreicher Vermögensanlagen mit eigenständiger unternehmerischer Verantwortung, insbesondere der Leitung des Vertriebs von Vermögensanlagen. Herr Dr. Hallweger ist zudem Mitglied im Anlageausschuss zweier erfolgreicher VC-Gesellschaften, nämlich der Global Chance Fund GmbH & Co. KG und der Global Asset Fund GmbH & Co. KG. b) Aufsichtsrat* Der dreiköpfige Aufsichtsrat der HMW Emissionshaus AG setzt sich wie folgt zusammen: Frau Prof. Dr. Ingrid Huber-Jahn ist Vorsitzende des Aufsichtsrats. Sie war fünf Jahre lang in leitender Position bei verschiedenen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie zwei Jahre bei einer Unternehmensberatungsgesellschaft tätig. Lehrtätigkeiten führten sie an die Universitäten von Riga, Madrid, Glasgow und Ljubljana. Von 1994 bis 1996 war sie als Professorin für Steuerrecht an der Fachhochschule Bielefeld tätig. Seit 1996 ist sie Professorin für Steuerrecht an der Hochschule für angewandte Wissenschaften FH München. Frau Prof. Dr. Claudia Eckstaller ist stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte ein Gaststudium der Soziologie an der Fernuniversität Hagen, bei der sie heute die Position einer Mentorin innehat. Sie ist Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Human Resource Management an der Hochschule für angewandte Wissenschaften FH München. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Herr Michael Motschmann. Er ist Kaufmann, seit über 20 Jahren unternehmerisch tätig und war insbesondere maßgeblich verantwortlich für die Gründung und den Aufbau mehrerer Unternehmen, mit Schwerpunkt im internationalen Handel sowie im Bereich von Immobilien und der Metallveredelung. Auf diesem Feld der Metallindustrie war Herr Michael Motschmann bis zum erfolgreichen Verkauf im Dezember 2007 geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens mit Markt- und Technologieführerschaft. Herr Michael Motschmann sitzt darüber hinaus im Anlageausschuss von zwei erfolgreichen VC-Gesellschaften, nämlich der Global Chance Fund GmbH & Co. KG und der Global Asset Fund GmbH & Co. KG. [ Leistungsbilanz ]

15 [ Die Initiatoren ] * Wechsel im Aufsichtsrat zum : Herr Dr. Stefan Gritsch ist Vorsitzender des Aufsichtsrats. Dr. Stefan Gritsch, 45, ist Diplomphysiker, promoviert in Biophysik. Er war in leitender Funktion für einen Hersteller von Halbleitermaterialien tätig und ist derzeit verantwortlich für das Produktmanagement und Engineering eines international aufgestellten, marktführenden Anlagenbauers. Herr Michael Motschmann ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Weiteres Mitglied des Aufsichtsrats ist Frau Cornelia Fassold. Cornelia Fassold, 39, ist seit über 15 Jahren in der internationalen Finanzdienstleistungsbranche tätig. Frau Fassold ist u. a. Inhaberin der beiden Treuhandund Steuerberatungsunternehmen Fiduconsult AG in Liechtenstein und Fiduconsult Middle East in Dubai. Fiduconsult ist spezialisiert auf Finanzdienstleistungen und Vermögensstrukturierung für vermögende Privatpersonen und Gesellschaften im In- und Ausland. Nebenberuflich engagiert sich Cornelia Fassold als ehrenamtliche Präsidentin eines Charity-Golf-Clubs in Liechtenstein und der Schweiz. 3. Weitere handelnde Gesellschaften a) HMW Verwaltungs GmbH Komplementärin der MIG Fonds 7 bis 11 Die HMW Verwaltungs GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen Rechts mit Sitz in Pullach und im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Tag der ersten Eintragung war der Das Stammkapital beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Geschäftsführer der HMW Verwaltungs GmbH ist Herr Dr. Rolf Eckhard, alleinige Gesellschafterin die HMW Emissionshaus AG. b) HMW Komplementär GmbH Komplementärin der MIG Fonds 12 und 13 Die HMW Komplementär GmbH hat ihren Sitz ebenso in Pullach und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Tag der ersten Eintragung war der Das Stammkapital ist vollständig eingezahlt und beträgt EUR ,00. Geschäftsführer der HMW Kompllementär GmbH ist Herr Dr. Rolf Eckhard, alleinige Gesellschafterin die HMW Emissionshaus AG. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Übernahme von deren Geschäftsführung. Die HMW Verwaltungs GmbH ist die Komplementärgesellschafterin der Fondsgesellschaften MIG Fonds 7 bis 11. Bei den Fondsgesellschaften MIG Fonds 12 und 13 ist die Komplementärgesellschafterin die HMW Komplementär GmbH. [ Leistungsbilanz ]

16 [ Die Initiatoren ] c) MIG Beteiligungstreuhand GmbH Treuhandkommanditistin Die MIG Beteiligungstreuhand GmbH mit Sitz in München ist Treuhandkommanditistin der jeweiligen MIG Fonds und im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Geschäftsführer der MIG Beteiligungstreuhand GmbH ist Herr Nicolaus von Miltitz. Die MIG Beteiligungstreuhand GmbH ist hundertprozentige Tochtergesellschaft der MIG Verwaltungs AG. Der Gegenstand des Unternehmens ist die treuhänderische Verwaltung von Rechten Dritter und die Übernahme sonstiger Treuhandaufgaben, insbesondere das treuhänderische Halten von Kommanditanteilen an Kommanditgesellschaften, an denen die MIG Verwaltungs AG als Komplementärin oder als Portfolio Managerin beteiligt ist. Die MIG Beteiligungstreuhand GmbH hält als Treuhänderin die Kommanditanteile der Anleger der MIG Fonds. Die Aufgaben sowie Rechte und Pflichten der Treuhandkommanditistin sind in einem Treuhandvertrag geregelt, den jeder Anleger bei Beitritt zur Fondsgesellschaft mit der Treuhänderin abschließt. Das Muster des Treuhandvertrags ist im jeweiligen Verkaufsprospekt abgedruckt. Die Stimmrechte bei Gesellschafterbeschlüssen nimmt jeder Anleger grundsätzlich selbst war, sofern er der Treuhänderin hinsichtlich der Stimmrechtsausübung nicht alternativ Weisungen erteilt. Falls ein Anleger an eine Abstimmung nicht selbst oder durch einen Vertreter teilnimmt und auch keine Weisung erteilt hat, enthält sich die Treuhänderin der Stimme. Bei MIG Fonds 12 und MIG Fonds 13 hat sie in diesem Fall darüber hinaus die Möglichkeit, namens des Anlegers für Beschlussanträge der geschäftsführenden Gesellschafter zu stimmen. Die MIG Beteiligungstreuhand GmbH führt keine Mittelverwendungskontrolle bei den MIG Fonds durch; dies ist Aufgabe der von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh (hierzu näher unter lit. e). d) FinTex Consulting GmbH Anlegerverwaltung Für den Anlegerservice, die Fondsverwaltung und die Vertriebsabrechnung ist die FinTex Consulting GmbH mit Sitz in Landshut zuständig. Die FinTex Consulting GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 5299 eingetragen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Markus Fischer. Die FinTex Consulting GmbH hat für die einzelnen MIG Fonds die Anlegerbetreuung und die Finanzbuchhaltung übernommen. e) Von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh Mittelverwendungskontrolle Die von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh führt die Mittelverwendungskontrolle innerhalb der einzelnen MIG Fonds ebenso durch wie die Beratung und Unterstützung der Treuhandkommanditistin bei der Betreuung der Treuhandverhältnisse. Die von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh ist berechtigt und verpflichtet zu prüfen und sicherzustellen, dass das Gesellschaftskapital in rechtlicher Hinsicht in Übereinstimmung mit den Regelungen des Gesellschaftsvertrags und den Angaben zur Nutzung des Gesellschaftskapitals im jeweiligen Verkaufsprospekt des einzelnen MIG Fonds verwandt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass die von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh über die alleinige Kontoverfügungsberechtigung für alle Einlageneinzahlungskonten der jeweiligen Fondsgesellschaft verfügt. Damit hat die von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh die Verfügungsgewalt über das Gesellschaftskapital, da die jeweiligen Anleger ihre Kapitaleinlagen ausschließlich auf diese jeweiligen Einlageneinzahlungskonten leisten. Die von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Das Stammkapital beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Geschäftsführerin der von Schirach Rechtsanwaltsgesellschaft mbh ist Frau Rechtsanwältin Friederike von Schirach. [ Leistungsbilanz ]

17 [ Die Initiatoren ] f) Alfred Wieder AG Vertriebsgesellschaft Den Vertrieb der Kommanditanteile der jeweiligen Fonds hat die Alfred Wieder AG (AWAG) mit Sitz in Pullach übernommen. Die AWAG ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Herr Alfred Wieder und Herr Dr. Matthias Hallweger bilden den Vorstand der AWAG. Herr Alfred Wieder, 50, hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich Vertrieb verschiedener Vermögensanlagen. Dabei hat Herr Wieder insbesondere erfolgreich mehrere Vertriebsprojekte verantwortlich aufgebaut und geleitet. Seine beruflichen Erfahrungen in Deutschland und den USA mündeten in der grundlegenden Idee, Unternehmensbeteiligungen an innovativen Unternehmen durch Geschlossene Fonds einer breiten Anlegerschicht anzubieten. Herr Wieder hat als Gesellschafter-Geschäftsführer der ABC Beteiligungs- und Geschäftsbesorgungsgesellschaft mbh zwei vergleichbare Vermögensanlagen wie die MIG Fonds initiiert und organisiert, nämlich die Global Chance Fund GmbH & Co. KG sowie die Global Asset Fund GmbH & Co. KG. g) CAM Investment Marketing GmbH Marketing und Anlegerbetreuung Für die Pressearbeit, die Qualitätssicherung der Eigenkapitalvermittlung und das Marketing ist die CAM Investment Marketing GmbH mit Sitz in Pullach zuständig. Die CAM Investment Marketing GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB eingetragen. Das Stammkapital beträgt EUR ,00 und ist vollständig eingezahlt. Gesellschafter-Geschäftsführer der CAM Investment Marketing GmbH ist Herr Alfred Wieder. Die CAM Investment Marketing GmbH organisiert das Marketing der jeweiligen Fondsgesellschaft. Darüber hinaus richtet die CAM Investment Marketing GmbH den Internetauftritt der jeweiligen Fondsgesellschaft ein, verwaltet und pflegt diesen und führt eine Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung der Eigenkapitalvermittlung und der Öffentlichkeitsarbeit der Fondsgesellschaften durch. Der Aufsichtsrat setzt sich aus Frau Prof. Dr. Claudia Eckstaller (Aufsichtsratsvorsitzende), Herrn Michael Motschmann (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Marco Hässler und Herrn Andreas Hallweger zusammen.* *Wechsel im Aufsichtsrat zum Der Aufsichtsrat setzt sich aus Herrn Rainer Hörgl (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Marco Hässler (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Michael Motschmann und Herrn Andreas Hallweger zusammen. Die Aufgabe der AWAG liegt darin, Anleger zu werben und zu vermitteln, die sich aufgrund des Angebots des Verkaufsprospekts an der jeweiligen Fondsgesellschaft beteiligen wollen. Zudem übernimmt sie die Betreuung von Anlegern, die bereits in MIG Fonds investiert haben, und die laufende Anlegerinformation. Die AWAG unterstützt und berät in diesem Zusammenhang die jeweilige Fondsgesellschaft. [ Leistungsbilanz ]

18 1833 Dder österreichische Mathematiker Simon Ritter von Stampfer erhält für seine Erfindung der stroboskopische Scheiben, dem ersten Gerät zur Animation von Bildern zu Bewegungsabläufen, das kaiserliche Privileg Nr [ Leistungsbilanz ]

19 [ Stampfer ] [ Leistungsbilanz ]

20 [ Bericht zur Leistungsbilanz ] III. Bericht zur Leistungsbilanz 2011 Dr. Matthias Hallweger, Vorstand der HMW Emissionshaus AG 1. Bericht des Fondsinitiators HMW Emissionshaus AG Vorstand Dr. Matthias Hallweger Sehr geehrte MIG Anlegerinnen und Anleger, das Geschäftsjahr 2011 war für Ihre MIG Fonds und für die HMW Emissionshaus AG die Fondsinitatorin Ihrer MIG Fonds ein erfolgreiches Jahr. Die HMW konnte bei den MIG Fonds 10 und 11 im Jahr 2011 in der Eigenkapitalplatzierung jeweils das geplante Grundkapital von 60 Millionen EURO (MIG 11) bzw. 100 Millionen EURO (MIG 10) übertreffen. In beiden MIG Fonds mussten die Überzeichnungsreserven ausgelöst werden, um die Beteiligungswünsche der Anleger zu berücksichtigen. Insgesamt belief sich das neu eingeworbene Eigenkapital für die MIG Fonds 10 bis 13 im Jahr 2011 auf 130 Millionen EURO. Dies bedeutet abermals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr und auch damit hat die HMW ihre Ziele für 2011 erreicht. Das Fondsvolumen (Capital under Management) im gesamten MIG Fondskonstrukt beläuft sich damit zum auf insgesamt 827 Millionen EURO. Zum haben insgesamt Anleger Anteile an den MIG Fonds gezeichnet. Die MIG Fonds entwickelten sich im Jahr 2011 insgesamt stabil und positiv. Die turbulenten Entwicklungen an den internationalen Finanz- und Geldmärkten konnten auf die MIG Fonds nicht übergreifen. Die Geschäftstätigkeit aller Fonds mit dem Fokus auf mittel- und langfristige Wertentwicklungen konnte ohne Änderung konsequent beibehalten werden. In den MIG Direktfonds MIG 1, 3, 5, 7, 9 und 11 wurden die Fondsvolumen jeweils vollständig platziert und bei MIG 9 und MIG 11 mussten jeweils beide Überzeichnungsreserven in Anspruch genommen werden. Die prospektierten Investitionsquoten wurden in den MIG Direkt fonds ebenso erreicht wie die prognostizierten Kosten nicht überschritten wurden. Damit sind die in den jeweiligen Emissonsprospekten angegebenen Prognosen eingehalten. Bei den MIG Strategiefonds MIG 2, 4, 6, 8 und 10 wurden ebenfalls die Fondsvolumen jeweils vollständig platziert, bei MIG 8 und MIG 10 wiederum unter Ausnutzung von Überzeichnungsreserven. Die Anleger erbringen ihre Einlageverpflichtungen regelmäßig und kontinuierlich. Die MIG Strategiefonds können so plangemäß entsprechende Investitionen tätigen. Auch bei den Strategiefonds wurden die in den Emissionsprospekten prognostizierten Daten insgesamt eingehalten. Alle MIG Fonds konnten in 2011 insbesondere das Kapital der Anleger plangemäß in MIG Beteiligungsunternehmen investieren. Der Fokus lag und liegt weiterhin auf direkten Unternehmensbeteiligungen in Deutschland und Österreich. Die Anleger aus Österreich halten weiterhin einen Anteil von deutlich über 25 % aller MIG Fondsanleger. Wie in den Vorjahren auch sind die MIG Fonds in Österreich Marktführer im Bereich Geschlossene Fonds über alle unterschiedlichen Anlageklassen hinweg. In Deutschland halten sich die MIG Fonds auch 2011 in der Spitze der Geschlossenen Fonds im Bereich Private Equity und Venture Capital (PE/VC) und behaupten ihre Position als Marktführer im Bereich direkte Unternehmensbeteiligungen. Nach Ansicht der FERI Vermögensverwaltung und Fondsratingagentur gehört die HMW Emissionshaus zu den Top-Emissionshäusern Deutschlands im Bereich PE/VC. [ Leistungsbilanz ]

21 [ Bericht zur Leistungsbilanz ] Die HMW Emissionshaus AG hat in 2011 die MIG Fonds 12 und 13 emittiert und diese werden exklusiv durch das Vertriebsunternehmen Alfred Wieder AG derzeit platziert. Mit Vollplatzierung dieser beiden Fonds und Ausnutzung einer Überzeichnungsreserve wird die Grenze von 1 Milliarde EURO capital under management für die gesamte Fondsgruppe überschritten werden. Die Investitionstätigkeit der MIG Fonds in 2011 wurde stabil durch die MIG Verwaltungs AG gesteuert. Investitionen in neue MIG Beteiligungsunternehmen wurden dabei ebenso getätigt wie planvoll weitere Finanzierungsrunden in bestehenden MIG Beteiligungsunternehmen umgesetzt. Ein weiterer wesentlicher Part der Tätigkeit der MIG Verwaltungs AG liegt in der Betreuung der MIG Beteiligungsunternehmen. Hier konnten die Beteiligungsmanager der MIG Verwaltungs AG auch im Jahr 2011 die Entwicklung der einzelnen Unternehmen im Sinne der MIG Fonds fördern. Parallel dazu hat die MIG Verwaltungs AG bei mehreren Beteiligungsunternehmen die exit-prozesse vorangetrieben. Bei der IDENT Technology AG führte dies im Februar 2012 zum Abschluss und dem Verkauf aller Anteile an der IDENT Technology AG. Die Alfred Wieder AG hat im Jahr 2011 als exklusives Vertriebsunternehmen die Eigenkapitalplatzierung der MIG Fonds verantwortet. Dabei konnte mit 130 Millionen EURO Eigenkapital in die MIG Fonds das bereits sehr gute Ergebnis aus 2010 abermals gesteigert werden. Das Prinzip der AWAG, durch Transparenz die Vertriebspartner in Deutschland und Österreich möglichst nahe an die MIG Fonds und deren Konzeption und reale Umsetzung heranzubringen, hat sich bewährt. Für das Jahr 2012 erwartet die HMW Emissionshaus AG wiederum eine Eigenkapitalplatzierung im dreistelligen Millionenbereich. Zudem wird die Produktpalette der angebotenen Vermögensanlagen erweitert und in 2012 werden neue Vermögensanlagen aus dem HMW Emissionshaus angeboten. Im anspruchsvollen Jahr 2012 wird die HMW Emissionshaus AG ihre Position am freien Finanzmarkt weiter stabilisieren und das Prinzip der transparenten Vermögensanlagen kontinuierlich weiter verfolgen. Die Tätigkeit der MIG Verwaltungs AG war auch im Jahr 2011 geprägt von den wesentlichen Leitlininien der MIG Fonds: Einer komplexen Auswahl der Beteiligungsunternehmen folgt eine unternehmerische und hochprofessionelle Partnerschaft des Managements in den Zielunternehmen mit dem klaren Fokus auf einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung mit dem Ziel eines veritablen Exits. [ Leistungsbilanz ]

22 [ Bericht zur Leistungsbilanz ] Michael Motschmann, Vorstand der MIG Verwaltungs AG 2. Bericht des Portfolio-Managements MIG Verwaltungs AG Vorstand Michael Motschmann Sehr geehrte MIG-Anlegerinnen und -Anleger, im Jahr 2011 hat die MIG Verwaltungs AG als Portfolio- Manager der MIG Fonds zielgerichtet, konzentriert und erfolgreich an ihren Kernaufgaben gearbeitet: Im Deal- Flow-Management haben wir die Zahl der MIG-Beteiligungsunternehmen auf 25 erhöht. Das bewährte und äußerst selektive Auswahlverfahren stellte dabei sicher, dass ausschließlich in Unternehmen höchster Qualität investiert wurde. Im Beteiligungsmanagement haben wir eine kontinuierliche und arbeitsintensive Betreuung der bestehenden Beteiligungen geleistet und weitere Finanzierungsrunden durchgeführt. Zuletzt haben wir in mehreren Beteiligungsunternehmen strukturierte Verkaufsprozesse initiiert. Das Beteiligungsmanagement der MIG Verwaltungs AG zeichnet sich dabei durch einen klaren unternehmerischen Ansatz aus. Durch die partnerschaftliche, enge Begleitung der MIG-Beteiligungsunternehmen konnten wir unsere hohen Ansprüche an die Unternehmensentwicklung weitestgehend realisieren. Auch 2011 hat sich für die MIG als Beteiligungsmanager die Mischung aus unserer eigenen Expertise in den Branchen der Beteiligungsunternehmen, unserer unternehmerischen Erfahrung sowie aus unserem exzellenten fachlichen, unternehmerischen und finanziellen Beziehungsnetz bewährt. Auf dieser Grundlage und mit Hilfe eines strukturierten Vorgehens glauben wir, auch im vergangenen Jahr wieder weitgehend die richtigen Entscheidungen zum Wohl der MIG Fonds und ihrer Anleger getroffen zu haben. Einige unserer Entscheidungen mündeten plangemäß in weiteren Finanzierungsrunden bei bestehenden Beteiligungsunternehmen. Dabei gelang es uns, auch neue MIG Fonds als neue Gesellschafter einzelner Unternehmen zu etablieren. So konnten das für Investitionen zur Verfügung stehende freie Kapital insbesondere der neuen MIG Fonds 10 und 11 entsprechend der Prognosen im Emissionsprospekt investiert und ihr Portfolio mit attraktiven Beteiligungen gefüllt werden. Als Portfoliomanager der MIG Fonds legt die MIG Verwaltungs AG hierbei besonderes Augenmerk auf eine angemessene Diversifizierung nach Reifegrad (erwarteter Haltedauer), Risiko sowie möglicher Rendite der einzelnen Beteiligungsunternehmen. Weil diese Parameter in vielen Fällen mit der Branchenzugehörigkeit korrelieren, streuen wir die Beteiligungen jedes Fonds auch über verschiedene Branchen. [ Leistungsbilanz ]

23 [ Bericht zur Leistungsbilanz ] Im Jahr 2011 haben sich die MIG-Beteiligungsunternehmen weitgehend gemäß der Planung entwickelt; Einzelheiten finden sich im Anhang zu dieser Leistungsbilanz. Im selben Zeitraum haben wir eine Reihe strukturierter Verkaufsprozesse begonnen, in die wir die Transaktionserfahrung unseres Teams einbringen konnten. Im Februar 2012 konnte dadurch der Verkauf der Anteile an der Ident Technology AG realisiert werden. Im Juni 2012 wurden die Anteile an der corimmun GmbH veräußert. Die MIG Verwaltungs AG identifiziert weiterhin mehr attraktive Beteiligungsmöglichkeiten als Investitionskapital zur Verfügung steht. Damit kann der Investitionsfokus der MIG Fonds auch für das Geschäftsjahr 2012 als erfolgversprechend beibehalten werden. Im Jahr 2012 wird die MIG Verwaltungs AG nach strenger Auswahl weitere Beteiligungen eingehen und bestehende Investitionen eng und unternehmerisch betreuen. Darüber hinaus wird MIG dazu beitragen, die weitere Finanzierung der Beteiligungsunternehmen sicherzustellen, sowie weitere strukturierte Verkaufsprozesse initiieren und begleiten. Dabei können wir auf etablierte Strukturen und Abläufe zählen, die sich in unserer Gesellschaft, in der Arbeit mit unseren Beteiligungsunternehmen sowie innerhalb unseres Beziehungsnetzes bewährt haben. [ Leistungsbilanz ]

24 1888 In seinem Forschungsbericht über elektromagnetische Wellen legt der deutsche Physiker Heinrich Rudolf Hertz die Grundlage für die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie und des Radios.

25 [ Hertz ] [ Leistungsbilanz ]

26 [ Die Fonds MIG 1 ] IV. MIG AG & Co. Fonds 1 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Jürgen Kosch MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , und Fondsvolumen EUR 30 Mio. Vollständige Platzierung April 2006 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger ** Ausschüttungen an Anleger EUR 13,867 Mio. * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

27 [ MIG 1 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 4,4 % Antisense Pharma GmbH 59,2 % 8,7 % Straumann CADCAM GmbH 1,1 % ViroLogik GmbH 10,5 % Sovicell GmbH 3,3 % Protagen AG 8,3 % Ident Technology AG 4,5 % BIOCRATES Life Sciences AG 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG Antisense Pharma GmbH * BIOCRATES Life Sciences AG Ident Technology AG ** Protagen AG Sovicell GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , ,00 - AG Regensburg, HRB 7534 * * * 10, ,15 - LG Innsbruck, FN p , ,78 - AG München, HRB , ,72 - AG Dortmund, HRB , ,92 - AG Leipzig, HRB , ,09 - AG Fürth, HRB , ,00 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,66 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 1 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (9,44 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. 3. Exitübersicht Beteiligungsunternehmen Straumann CADCAM GmbH * Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Vollzogene Investition Anteile veräußert im Jahr Veräußerungspreis AG München, HRB , und ,75 * vormals etkon Centrum für dentale CAD/CAM-Technologie AG 4. Ausschüttungen an Anleger Im Jahr 2008 wurden Ausschüttungen an Anleger über EUR 12,0 Mio. und über EUR 1,867 Mio. durchgeführt. [ Leistungsbilanz ]

28 [ Die Fonds MIG 2 ] V. MIG AG & Co. Fonds 2 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Jürgen Kosch MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge Keine Fondsvolumen EUR 50 Mio. Vollständige Platzierung Dezember 2005 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger ** Ausschüttungen an Anleger *** bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich *** vgl. die Erläuterung unter V.4. [ Leistungsbilanz ]

29 [ MIG 2 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen Antisense Pharma GmbH 65,0 % 1,7 % Straumann CADCAM GmbH 6,3 % ViroLogik GmbH 4,8 % sunhill technologies GmbH 2,0 % Ident Technology AG 14,5 % Efficient Energy GmbH 5,7 % BIOCRATES Life Sciences AG 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma GmbH * BIOCRATES Life Sciences AG Efficient Energy GmbH Ident Technology AG ** sunhill technologies GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen AG Regensburg, HRB 7534 * * * 1, ,27 - LG Innsbruck, FN p , ,14 - AG München, HRB , ,45 - AG München, HRB , ,27 - AG Fürth, HRB , , ,48 AG Fürth, HRB , ,32 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,48 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 2 KG über eine Beteiligung von EUR 2.903,00 (2,74 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. 3. Exitübersicht Beteiligungsunternehmen Straumann CADCAM GmbH * Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Vollzogene Investition Anteile veräußert im Jahr Veräußerungspreis AG München, HRB , und ,25 * vormals etkon Centrum für dentale CAD/CAM-Technologie AG 4. Ausschüttungen an Anleger Der aus dem etkon-exit (Veräußerung der Beteiligung an der etkon Centrum für dentale CAD/CAM-Technologie AG) erzielte Veräußerungsgewinn, abzüglich einer erfolgsabhängigen Tätigkeitsvergütung der Geschäftsleitung sowie das zurückgeflossene Investitionskapital sind dafür genutzt worden, noch ausstehende Ausgabebeträge an das Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma GmbH zu bezahlen und sollen dem weiteren Ausbau des Beteiligungsportfolios der Fondsgesellschaft dienen. [ Leistungsbilanz ]

30 [ Die Fonds MIG 3 ] VI. MIG AG & Co. Fonds 3 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Cecil Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , , , und Fondsvolumen EUR 50 Mio. Vollständige Platzierung Dezember 2007 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger ** Ausschüttungen an Anleger EUR 1,547 Mio. * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

31 [ MIG 3 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 19,7 % Antisense Pharma GmbH 9,5 % 0,8 % Straumann CADCAM GmbH 3,7 % ViroLogik GmbH 9,1 % Protagen AG 6,3 % Ident Technology AG BIOCRATES Life Sciences AG 13,1 % 14,1 % Ganymed Pharmaceuticals AG B.R.A.I.N. AG 21,2 % 2,5 % cerbomed GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG Antisense Pharma GmbH * BIOCRATES Life Sciences AG B.R.A.I.N. AG ** cerbomed GmbH Ganymed Pharmaceuticals AG Ident Technology AG *** Protagen AG Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , ,00 - AG Regensburg, HRB 7534 * * * 2, ,22 - LG Innsbruck, FN p , ,89 - AG Darmstadt, HRB , ,79 - AG Fürth, HRB , ,89 - AG Mainz, HRB , ,78 - AG München, HRB , ,01 - AG Dortmund, HRB , ,01 - AG Fürth, HRB , ,01 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,60 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 3 KG über eine Beteiligung von EUR 2.114,00 (1,99 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG *** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. 3. Exitübersicht Beteiligungsunternehmen Straumann CADCAM GmbH * Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Vollzogene Investition Anteile veräußert im Jahr Veräußerungspreis AG München, HRB , ,50 * vormals etkon Centrum für dentale CAD/CAM-Technologie AG 4. Ausschüttungen an Anleger Im vierten Quartal 2009 wurde eine Ausschüttung an die Anleger i.h.v. EUR 1,547 Mio. vollzogen. [ Leistungsbilanz ]

32 [ Die Fonds MIG 4 ] VII. MIG AG & Co. Fonds 4 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Cecil Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , und Fondsvolumen EUR 100 Mio. Vollständige Platzierung Dezember 2007 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger ** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

33 [ MIG 4 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 7,2 % 18,2 % SuppreMol GmbH Antisense Pharma GmbH 20,3 % 4,4 % sunhill technologies GmbH 1,6 % Ident Technology AG BIOCRATES Life Sciences AG 11,5 % 13,3 % Efficient Energy GmbH B.R.A.I.N. AG 10,4 % 13,1 % cerbomed GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG Antisense Pharma GmbH * BIOCRATES Life Sciences AG B.R.A.I.N. AG ** cerbomed GmbH Efficient Energy GmbH Ident Technology AG *** sunhill technologies GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , ,00 - AG Regensburg, HRB 7534 * * - * ,66 - LG Innsbruck, FN p , ,35 - AG Darmstadt, HRB , ,90 - AG Fürth, HRB , ,04 - AG München, HRB , ,45 - AG München, HRB , ,05 - AG Fürth, HRB , , ,48 AG München, HRB , , ,24 SuppreMol GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,37 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 4 KG über eine Beteiligung von EUR 1.006,00 (0,95 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG *** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

34 [ Die Fonds MIG 5 ] VIII. MIG AG & Co. Fonds 5 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Michael Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * , , , , , , , Prospektnachträge , , , , und Fondsvolumen ** EUR 72 Mio. Vollständige Platzierung ** Dezember 2008 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Stand zum Ende der Platzierungsphase, nachdem die geschäftsführenden Gesellschafter von ihrer Berechtigung Gebrauch machten, das Platzierungsvolumen von ursprünglich geplanten EUR 70 Mio. einmalig um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf bis zu rund EUR 80 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 55 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

35 [ MIG 5 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 3,7 % Antisense Pharma GmbH 41,8 % 2,9 % ViroLogik GmbH 8,3 % SuppreMol GmbH 3,3 % instraction GmbH 2,9 % Ident Technology AG 9,4 % Ganymed Pharmaceuticals AG 3,2 % corimmun GmbH 5,0 % cerbomed GmbH APK Aluminium und Kunststoffe AG 6,3 % 11,1 % B.R.A.I.N. AG 2,1 % BIOCRATES Life Sciences AG 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG Antisense Pharma GmbH * APK AG ** BIOCRATES Life Sciences AG B.R.A.I.N. AG **** cerbomed GmbH corimmun GmbH Ganymed Pharmaceuticals AG Ident Technology AG ***** instraction GmbH ****** SuppreMol GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , ,05 - AG Regensburg, HRB 7534 * * * 12, ,00 - AG Stendal, HRB 7318 *** *** *** 11, ,50 - LG Innsbruck, FN p , ,94 - AG Darmstadt, HRB , ,13 - AG Fürth, HRB , ,86 - AG München, HRB , ,07 - AG Mainz, HRB , , ,00 AG München, HRB , ,87 - AG Ludwigshafen, HRB 4217 ****** ****** ****** 9, ,69 - AG München, HRB , , ,12 AG Fürth, HRB , ,00 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,30 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 5 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (11,25 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** APK Aluminium und Kunststoffe AG *** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 5 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (9,31 %) an der APK Aluminium und Kunststoffe AG verfügen. **** B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG ***** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. ****** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der instraction GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 5 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (9,16 %) an der instraction GmbH verfügen. Die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus. Mit Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhungen wird die MIG AG & Co. Fonds 5 KG weiterhin über eine Beteiligung von EUR ,00 (prozentualer Anteil abhängig von der Wahrnehmung von Bezugsrechten bei den weiteren Kapitalerhöhungen) an der instraction GmbH verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

36 [ Die Fonds MIG 6 ] IX. MIG AG & Co. Fonds 6 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform AG & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Einzelvertretungsmacht Weiterer Kommanditist MIG Verwaltungs AG Michael Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , und Fondsvolumen EUR 85 Mio. Vollständige Platzierung November 2008 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger ** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

37 [ MIG 6 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AMSilk GmbH 14,1 % 26,9 % ViroLogik GmbH Antisense Pharma GmbH 14,1 % BIOCRATES Life Sciences AG 16,3 % 7,0 % sunhill technologies GmbH 21,6 % Efficient Energy GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AMSilk GmbH Antisense Pharma GmbH * BIOCRATES Life Sciences AG Efficient Energy GmbH sunhill technologies GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen AG München, HRB , , ,38 AG Regensburg, HRB 7534 * * - * ,41 - LG Innsbruck, FN p , ,57 - AG München, HRB , ,45 - AG Fürth, HRB , , ,48 AG Fürth, HRB , , ,92 ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,90 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG AG & Co. Fonds 6 KG über eine Beteiligung von EUR 431,00 (0,41 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

38 [ Die Fonds MIG 7 ] X. MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft Treuhandkommanditist Weiterer Kommanditist und Portfolio-Manager HMW Verwaltungs GmbH Jürgen Kosch MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , und Fondsvolumen ** EUR 35 Mio. Vollständige Platzierung ** Juli 2009 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter machten von ihrer Ermächtigung Gebrauch, das Platzierungsvolumen von ursprünglich geplanten EUR 25 Mio. um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 35 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 20 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

39 [ MIG 7 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 8,3 % AMSilk GmbH 5,6 % APK Aluminium und Kunststoffe AG 19,9 % 6,5 % ViroLogik GmbH 1,4 % sunhill technologies GmbH 14,5 % OD-OS GmbH 6,6 % instraction GmbH BioNTech AG 17,1 % 9,6 % Efficient Energy GmbH 10,5 % certgate GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG AMSilk GmbH APK AG * BioNTech AG certgate GmbH Efficient Energy GmbH instraction GmbH *** OD-OS GmbH sunhill technologies GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , ,05 - AG München, HRB , ,00 - AG Stendal, HRB 7318 ** ** **13, ,19 - AG Mainz, HRB , ,00 - AG Nürnberg, HRB , ,82 - AG München, HRB , ,66 - AG Ludwigshafen, HRB 4217 *** *** *** 8, ,30 - AG Potsdam, HRB P , ,00 - AG Fürth, HRB , ,08 - AG Fürth, HRB , ,00 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,10 * APK Aluminium und Kunststoffe AG ** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister auf EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (11,53 %) an der APK Aluminium und Kunststoffe AG verfügen. *** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der instraction GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (7,39 %) an der instraction GmbH verfügen. Die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus. Mit Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhungen wird die MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG weiterhin über eine Beteiligung von EUR ,00 (prozentualer Anteil abhängig von der Wahrnehmung von Bezugsrechten bei den weiteren Kapitalerhöhungen) an der instraction GmbH verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

40 [ Die Fonds MIG 8 ] XI. MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft Treuhandkommanditist Weiterer Kommanditist und Portfolio-Manager HMW Verwaltungs GmbH Jürgen Kosch MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , und Fondsvolumen ** EUR 70 Mio. Vollständige Platzierung ** Mai 2010 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter machten von ihrer Ermächtigung Gebrauch, das Platzierungsvolumen von ursprünglich geplanten EUR 60 Mio. um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 70 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 50 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

41 [ MIG 8 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen BIOCRATES Life Sciences AG 12,8 % 23,0 % ViroLogik GmbH BioNTech AG 36,5 % 14,7 % SuppreMol GmbH 5,5 % sunhill technologies GmbH 7,5 % certgate GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen BIOCRATES Life Sciences AG BioNTech AG certgate GmbH sunhill technologies GmbH SuppreMol GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Innsbruck, FN p , ,57 - AG Mainz, HRB , ,00 - AG Nürnberg, HRB , , ,24 AG Fürth, HRB , , ,48 AG München, HRB , , ,24 AG Fürth, HRB , , ,21 ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,37 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

42 [ Die Fonds MIG 9 ] XII. MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft Treuhandkommanditist Weiterer Kommanditist und Portfolio-Manager HMW Verwaltungs GmbH Cecil Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , , , , , , , , , , , , , , , und Fondsvolumen ** EUR 80 Mio. Vollständige Platzierung ** November 2010 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter machten von ihrer Ermächtigung Gebrauch, das Platzierungsvolumen von ursprünglich geplanten EUR 60 Mio. zweimalig um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 80 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 50 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

43 [ MIG 9 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen Antisense Pharma GmbH 33,4 % APK Aluminium und Kunststoffe AG 3,4 % 3,4 % ViroLogik GmbH 1,8 % sunhill technologies GmbH 2,6 % Siltectra GmbH 6,0 % Protagen AG 4,6 % PDC Biotech GmbH 4,7 % OD-OS GmbH BioNTech AG 12,0 % 6,9 % nfon AG 5,5 % instraction GmbH cerbomed GmbH 2,7 % 13,0 % Ident Technology AG 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma GmbH * APK AG ** BioNTech AG cerbomed GmbH Ident Technology AG **** instraction GmbH***** nfon AG ****** OD-OS GmbH PDC Biotech GmbH Protagen AG Siltectra GmbH sunhill technologies GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen AG Regensburg, HRB 7534 * * * 13, ,58 - AG Stendal, HRB 7318 *** *** *** 5, ,79 - AG Mainz, HRB , ,00 - AG Fürth, HRB , ,00 - AG München, HRB , ,24 - AG Ludwigshafen, HRB 4217 ***** ***** ***** 29, ,12 - AG München, HRB ****** ****** ****** 21, ,00 - AG Potsdam, HRB P , ,00 - LG Wien, FN v , ,83 - AG Dortmund, HRB , , ,90 AG Dresden, HRB , ,00 - AG Fürth, HRB , , ,63 AG Fürth, HRB , ,08 - ViroLogik GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,14 * Die Eintragung von Kapitalerhöhungen bei der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (16,04 %) an der Antisense Pharma GmbH verfügen. ** APK Aluminium und Kunststoffe AG *** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (4,79 %) an der APK Aluminium und Kunststoffe AG verfügen. **** Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. ***** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der instraction GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (27,14 %) an der instraction GmbH verfügen. Die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus. Mit Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhungen wird die MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG weiterhin über eine Beteiligung von EUR ,00 (prozentualer Anteil abhängig von der Wahrnehmung von Bezugsrechten bei den weiteren Kapitalerhöhungen) an der instraction GmbH verfügen. ****** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der nfon AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (18,75 %) an der nfon AG verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

44 [ Die Fonds MIG 10 ] XIII. MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft Treuhandkommanditist Weiterer Kommanditist und Portfolio-Manager HMW Verwaltungs GmbH Cecil Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , und Geplantes Fondsvolumen ** EUR 110 Mio. Vollständige Platzierung Bis spätestens Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter haben von ihrer Ermächtigung Gebrauch gemacht und das geplante Platzierungsvolumen um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf bis zu EUR 110 Mio. erhöht. Die geschäftsführenden Gesellschafter sind weiterhin ermächtigt, das Platzierungsvolumen noch einmal um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 120 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 90 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

45 [ MIG 10 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen APK Aluminium und Kunststoffe AG 60,2 % 8,9 % OD-OS GmbH 27,3 % Nexigen GmbH 3,6 % cynora GmbH 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen APK AG* AG Stendal, HRB 7318 ** ** ** 5, , ,04 cynora GmbH AG Mannheim, HRB , , ,34 Nexigen GmbH AG Köln, HRB , , ,48 OD-OS GmbH AG Potsdam, HRB P , ,00 - Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,77 * APK Aluminium und Kunststoffe AG ** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (8,10 %) an der APK Aluminium und Kunststoffe AG verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

46 [ Die Fonds MIG 11 ] XIV. MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG 1. Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Geschäftsführender Kommanditist mit Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft Treuhandkommanditist Weiterer Kommanditist und Portfolio-Manager HMW Verwaltungs GmbH Michael Motschmann MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge , , , , , , , , , , , , und Fondsvolumen ** EUR 80 Mio. Vollständige Platzierung Dezember 2011 Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Stand zum Ende der Platzierungsphase, nachdem die geschäftsführenden Gesellschafter von ihrer Berechtigung Gebrauch machten, das Platzierungsvolumen von ursprünglich geplanten EUR 60 Mio. zweimalig um bis zu weitere EUR 10 Mio. auf bis zu rund EUR 80 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaften durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 50 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

47 [ MIG 11 Die Fonds ] Gesamtinvestitionen AFFiRiS AG 13,3 % AMSilk GmbH 3,4 % APK Aluminium und Kunststoffe AG 6,1 % cerbomed GmbH 6,3 % 6,4 % SuppreMol GmbH 3,1 % OD-OS GmbH 1,2 % nfon AG 1,3 % Nexigen GmbH 9,8 % instraction GmbH certgate GmbH 4,3 % corimmun GmbH 7,4 % 31,3% immatics biotechnologies GmbH cynora GmbH 3,4 % Efficient Energy GmbH 2,7 % 2. Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2011 Beteiligungsunternehmen AFFiRiS AG AMSilk GmbH APK AG * cerbomed GmbH certgate GmbH corimmun GmbH cynora GmbH Efficient Energy GmbH immatics biotechnologies GmbH instraction GmbH *** Nexigen GmbH nfon AG **** OD-OS GmbH Handelsregister Grund- bzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital Anteil am Grundbzw. Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen LG Wien, FN h , , ,00 AG München, HRB , , ,28 AG Stendal, HRB 7318 ** ** ** 2, , ,36 AG Fürth, HRB , , ,38 AG Nürnberg, HRB , , ,70 AG München, HRB , , ,00 AG Mannheim, HRB , , ,33 AG München, HRB , ,00 - AG Stuttgart, HRB , , ,72 AG Ludwigshafen, HRB 4217 *** *** *** 20, , ,40 AG Köln, HRB , , ,82 AG München, HRB **** **** **** 1, , ,84 AG Potsdam, HRB P , ,00 - AG München, HRB , , ,88 SuppreMol GmbH Gesamtinvestition (inkl. verbindlich zugesagter Leistungen) ,19 * APK Aluminium und Kunststoffe AG ** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (5,88 %) an der APK Aluminium und Kunststoffe AG verfügen. *** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der instraction GmbH im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (26,21 %) an der instraction GmbH verfügen. Die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus. Mit Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhungen wird die MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG über eine Beteiligung von EUR ,00 (prozentualer Anteil abhängig von der Wahrnehmung von Bezugsrechten bei den weiteren Kapitalerhöhungen) an der instraction GmbH verfügen. **** Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der nfon AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung wird die MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG über eine Beteiligung von EUR 4.765,00 (2,01 %) an der nfon AG verfügen. 3. Ausschüttungen an Anleger Eine Ausschüttung an die Anleger ist bisher noch nicht erfolgt. [ Leistungsbilanz ]

48 [ Die Fonds MIG 12 ] XV. MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Treuhandkommanditist Weitere Komplementärin und Portfolio-Manager HMW Komplementär GmbH MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen an nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften, Kommanditanteilen an anderen Kommanditgesellschaften sowie atypisch stillen Beteiligungen an anderen Unternehmen Prospekterstellung * Prospektnachträge - Geplantes Fondsvolumen ** EUR 100 Mio. Vollständige Platzierung Bis spätestens möglich Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter sind ermächtigt, das Platzierungsvolumen von den geplanten EUR 100 Mio. zweimal um jeweils bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 120 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 80 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

49 [ MIG 13 Die Fonds ] XVI. MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG Eckdaten der Fondsgesellschaft Gesellschaftsform GmbH & Co. KG Gründung auf unbestimmte Zeit Handelsregister AG München HRA Komplementärin Treuhandkommanditist Weitere Komplementärin und Portfolio-Manager HMW Komplementär GmbH MIG Beteiligungstreuhand GmbH MIG Verwaltungs AG Unternehmensgegenstand Verwaltung eigenen Vermögens der Gesellschaft durch den Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Anteilen an nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften, Kommanditanteilen an anderen Kommanditgesellschaften sowie atypisch stillen Beteiligungen an anderen Unternehmen Prospekterstellung* Prospektnachträge - Geplantes Fondsvolumen** EUR 60 Mio. Vollständige Platzierung Bis spätestens möglich Erstmalige Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung für Anleger *** Ausschüttungen an Anleger Bislang keine * Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt ** Die geschäftsführenden Gesellschafter sind ermächtigt, das Platzierungsvolumen von den geplanten EUR 60 Mio. zweimal um jeweils bis zu weitere EUR 10 Mio. auf insgesamt bis zu rund EUR 80 Mio. zu erhöhen, sofern und sobald das Festkapital der Fondsgesellschaft durch Kapitalerhöhungen mindestens einen Betrag von EUR 50 Mio. erreicht hat. *** vorherige Übertragung der Anlagebeteiligung grundsätzlich möglich [ Leistungsbilanz ]

50 [ Die Kennzahlen im Überblick ] XVII. Kennzahlen der Leistungsbilanz im Überblick MIG AG & Co. Fonds 1 KG AG München, HRA MIG AG & Co. Fonds 2 KG AG München, HRA MIG AG & Co. Fonds 3 KG AG München, HRA MIG AG & Co. Fonds 4 KG AG München, HRA MIG AG & Co. Fonds 5 AG AG München, HRA MIG AG & Co. Fonds 6 KG AG München, HRA Fondsvolumen Platzierungszeitraum Jan. 05 April 06 ausplatziert Jan. 05 Dez. 05 ausplatziert März 06 Dez. 07 ausplatziert Nov. 05 Dez. 07 ausplatziert Juli 07 Dez. 08 ausplatziert Sept. 07 Nov. 08 ausplatziert Gründung der Gesellschaft November 04 November 04 November 05 August 05 April 07 April 07 Geplante Laufzeit Provisionen Anlageform laufende Ausschüttung 19,97 % 1 zzgl. 5 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,97 % 1 zzgl. 5 % Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 23,79 % kein Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 22,10 % kein Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 15,95 % zzgl. bis zu 5,0 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,62 % kein Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet bisherige Ausschüttungen keine keine keine keine bisher getätigte bzw. vereinbarte VC-Investitionen , , , tatsächlich vorhandene Liquidität , , , , , ,50 Anzahl der Anleger Stand: opt. = optional, Grds. = grundsätzlich 1) Die USt. wurde insoweit (noch) mit 16 % berücksichtigt. 2) Angaben teilweise gerundet. 3) Gesamtbetrag des jemals investierten Fondskapitals (inkl. bereits erfolgter Investitionsrückflüsse durch Exits) zzgl. bereits vereinbarter Investitionszahlungen [ Leistungsbilanz ]

51 [ Die Kennzahlen im Überblick ] MIG GmbH & Co. Fonds 7 KG AG München, HRA MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG AG München, HRA MIG GmbH & Co. Fonds 9 KG AG München, HRA MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG AG München, HRA MIG GmbH & Co. Fonds 11 KG AG München, HRA Juli 08 Juli 09 ausplatziert Jan. 09 Mai 10 ausplatziert Jan. 09 Nov. 10 ausplatziert Feb. 10 derzeit in der Platzierung April 10 Dez. 11 ausplatziert MIG GmbH & Co. Fonds 12 KG AG München, HRA opt. auf bis zu erweiterbar Dez. 11 derzeit in der Platzierung MIG GmbH & Co. Fonds 13 KG AG München, HRA opt. auf bis zu erweiterbar Dez. 11 derzeit in der Platzierung April 08 September 08 September 08 Juli 09 Juli 09 Juni 11 Juni ,95 % zzgl. bis zu 6,75 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,96 % kein Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 16,96 % zzgl. bis zu 5,5 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,85 % zzgl. 3,5 % Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,85 % zzgl. bis zu 5,5 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,85 % zzgl. 4,5 % Agio ratierliche Zahlung möglich Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet 19,85 % zzgl. bis zu 5,5 % Agio Einmalanlage Grds. nicht reinvestierend; Gewinne werden grds. ausgeschüttet keine keine keine keine keine keine keine , , , , , , , [ Leistungsbilanz ]

52 1936 Paul Eisler, ein österreichischer Ingenieur, erfindet in London eine gedruckte Schaltung und verkauft sein Patent auf die erste Leiterplatte für nur ein Pfund Sterling.

53 [ Eisler ] [ Leistungsbilanz ]

54 [ Die Beteiligungsunternehmen ] XVI. Anhang zur Leistungsbilanz Darstellung der MIG-Beteiligungsunternehmen Die nachfolgende Darstellung der Unternehmen, an denen die MIG Fonds beteiligt sind, erfolgt für jedes Unternehmen zweigeteilt: Unter lit. a) werden Informationen präsentiert, die vom jeweiligen Beteiligungsunternehmen selbst zur Verfügung gestellt sind. Unter lit. b) ist jeweils die externe Analyse von BioMedServices abgedruckt, die eine eigene Einschätzung jedes Beteiligungsunternehmens vorgenommen hat. Über BioMedServices BioMedServices ist ein technologieorientierter Dienstleister mit den Schwerpunkten Recherchen, Analysen und Studien zu Unternehmen, Wettbewerb und Branchen. Die Gründerin, Dr. Julia Schüler, ist eine in Betriebswirtschaft promovierte Naturwissenschaftlerin. Sie hat während ihrer fast zehnjährigen Tätigkeit für die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young ein Expertenwissen vor allem zur Biotechnologie-Branche aufgebaut. Als Senior-Analystin für die LifeSciences-Industrie verantwortete sie unter anderem die Erstellung des jährlich veröffentlichten und in der Branche anerkannten Deutschen Biotechnologie- Reports. Nach dem Studium der Biologie absolvierte sie ein Postgraduierten-Studium der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Industriebetriebslehre, und promovierte ebenfalls in diesem Fach. Ihre unternehmensanalytischen Fähigkeiten wurden abgerundet durch die Ausbildung zum DVFA-Fachanalysten für Biotechnologie. [ Leistungsbilanz ]

55 [ AFFiris AG Die Beteiligungsunternehmen ] 1. AFFiRiS AG Rechtsform: Österreichische Aktiengesellschaft Sitz: Politische Gemeinde Wien Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister/Firmenbuch: LG Wien, FN h a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Das Management des Unternehmens besteht aus den beiden Firmengründern und Vorstandsmitgliedern Dr. Walter Schmidt (CEO) und Dr. Frank Mattner (CSO). Beide Vorstände sind Diplombiologen. Verstärkt wird das Management durch Richard Westmoreland (CFO). Produkte, Dienstleistungen, Technologien Die AFFiRiS AG identifiziert und entwickelt maßgeschneiderte Impfstoffe gegen Krankheiten mit dringendem medizinischem Bedarf und attraktiven Marktvolumina auf der Basis firmeneigener Patentpositionen. Aktuelle Projekte sind Impfstoffkandidaten gegen Alzheimer, Parkinson, Atherosklerose, Bluthochdruck und Diabetes. Darüber hinaus prüft AFFiRiS auch Möglichkeiten für die Entwicklung von Impfstoffen, die zur Behandlung von Krankheiten mit Orphan-Drug-Status eingesetzt werden können. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Im Zweijahresrhythmus will AFFiRiS die präklinische Entwicklung eines neuen Impfstoffes abschließen, sodass alle zwei Jahre ein Produkt in die klinische Prüfung gebracht werden kann. Die Tätigkeit erstreckt sich insbesondere auf die Entwicklung innovativer Produktkandidaten von der Idee bis zum Wirksamkeitsnachweis in Phase II. Eigene Phase-III-Studien und Zulassungen sind derzeit nicht geplant. Teil des AFFiRiS-Geschäftsmodells sind Lizenzvereinbarungen mit großen Pharmaunternehmen in allen präklinischen und klinischen Entwicklungsphasen. Der erste Lizenzvertrag wurde bereits 2008 abgeschlossen, als die Rechte an den AFFiRiS-Impfstoffen gegen Alzheimer an GlaxoSmithKline Biologicals auslizensiert wurden. Eine Sofortzahlung von EUR 22,5 Mio. im Jahr 2008 und drei Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt EUR 13,5 Mio. wurden bereits erreicht. Darüber hinaus wurde ein meilensteinabhängiges Gesamtvolumen von insgesamt bis zu EUR 430 Mio. vereinbart. Im Zulassungsfall sind Tantiemen in Milliardenhöhe möglich. Langfristige Ziele Langfristig soll der Projektschwerpunkt von AFFiRiS, der derzeit noch im präklinischen Bereich liegt, im klinischen Bereich angesiedelt werden. Strategie Die firmeneigene AFFITOM -Technologie von AFFiRiS spricht Indikationen mit dringendem medizinischem Bedarf und attraktiven Marktvolumina an. AFFiRiS identifiziert potenzielle Produkte und meldet sie zum Patent an. Nach dem präklinischen Proof of Concept beginnt die klinische Entwicklung. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Der Alzheimer-Impfstoffkandidat AD02 zeigte Hinweise auf Wirksamkeit. Tests des Alzheimer-Impfstoff-Kandidaten AD02 lieferten vielversprechende Ergebnisse hat AFFiRiS außerdem seine Entwicklungs-Pipeline mit der Gründung eines Christian-Doppler-Labors verstärkt, das der Erforschung der Grundlagen für die Entwicklung eines Diabetes-Impfstoffs dient. Darüber hinaus begann die Phase-I-Studie des Atherosklerose-Impfstoff-Kandidaten ATH01. Bei der klinischen Entwicklung des ersten Parkinson-Impfstoffes erhielt AFFiRiS im vergangenen Jahr prominente Unterstützung von der Michael J. Fox Foun dation, die dem Unternehmen USD 1,5 Mio. zur Verfügung stellte. Unternehmen: Mit Herrn Ali Alloueche wurde ein erfahrener Business Development Officer eingestellt, der zuvor bei Novartis und GlaxoSmithKline Biologicals tätig war. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Eine Kapitalerhöhung um EUR 25 Mio. wurde durchgeführt, wobei mit Santo VC und MIG 11 zwei neue Aktionäre gewonnen werden konnten. AFFiRiS erreichte außerdem weitere Ziele im Rahmen der Alzheimer-Impfstoff-Allianz mit GlaxoSmithKline und erhält deshalb eine Meilensteinzahlung von über EUR 3,5 Mio. Ausblick Ziele und Herausforderungen für das Jahr 2012 und darüber hinaus sind die Durchführung der Phase-II-Studie des Alzheimer-Impfstoffkandidaten AD02 sowie der Start der Phase-I-Studie des Parkinson-Impfstoffkandidaten PD01. [ Leistungsbilanz ]

56 [ Die Beteiligungsunternehmen AFFiris AG ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 56,95 % 4,08 % MIG 1 28,57 % MIG 3 2,04 % MIG 4 1,93 % MIG 5 1,93 % MIG 7 4,50 % MIG 11 b) Externe Analyse durch BioMedServices Sichere und effektive therapeutische Impfungen gegen bislang unbeherrschbare Erkrankungen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) AFFiRiS ist ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das mittels seiner patentierten AFFITOM -Technologie hochspezifische, therapeutische Peptid-Impfstoffe ent - wickelt. Derzeit stehen neurodegenerative sowie Herz- Kreislauf-Erkrankungen im Vordergrund. Das Medikamenten-Portfolio umfasst momentan vier Wirkstoffkandidaten, die bereits klinisch untersucht werden, zwei Programme in der Präklinik sowie weitere vier Forschungsprogramme. Praktisch alle Zielindikationen von AFFiRiS zeichnen sich dadurch aus, dass fehlerhafte körpereigene Proteine oder Peptide zur Erkrankung beitragen. Bei Morbus Alzheimer sind dies beispielsweise Beta-Amyloidpeptide. Ihre beständige und zunehmende Ablagerung, die durch Aggregation fehlerhafter Peptide entsteht, führt zu den krankhaften Plaques, die die Nervenzellen zerstören. Eine Auflösung der Plaques nach dem Auftreten erster kognitiver Symptome bringt meist keine Verbesserung der Demenz mit sich, da das Nervengewebe dann bereits nachhaltig geschädigt ist. Es müsste also sehr viel früher in die Bildung der Plaques eingegriffen werden. Genau hier können die Impfstoffe von AFFiRiS ansetzen. Denn sie sind im Gegensatz zu Wirkstoffen, die die Plaques einfach nur auflösen, in der Lage, das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Ansammlungen fehlerhafter körpereigener Proteine zu aktivieren. Die eigene Immunabwehr wäre prinzipiell die effektivste und nebenwirkungsärmste Therapie; im Fall der Beta- Amyloidpeptide erkennt sie die fehlgebildeten und aggregierenden Strukturen jedoch nicht als fremd. Eben diese Erkenntnis bildet die Basis der Impfstoffe, die von AFFiRiS entwickelt werden. Das Unternehmen hat einen Weg gefunden, eine sichere Immunisierung zu gewährleisten, bei der die zu bildenden Antikörper zwischen gesunden und krankmachenden Strukturen unterscheiden und die schädliche Form angreifen. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Der bedeutende Unterschied der AFFiRiS-Peptidimpfstoffe gegenüber Konkurrenzprodukten, die ebenfalls aktive Immunisierungsansätze verfolgen, ist: Für die Immunisierung werden nicht Peptide mit natürlicher Aminosäuresequenz genutzt, sondern solche mit leicht abgewandelter Abfolge der Peptid-Bausteine, die zudem die Fehlbildung der krankmachenden Strukturen nachahmen. Dies hat zur Folge, dass die gebildeten Antikörper hochspezifisch auf die fehlerhaften Moleküle ansprechen. Bei der Entwicklung seiner Medikamentenkandidaten setzt AFFiRiS auf verschiedene Strategien, die den Erfolg sichern sollen: Konzentration auf Erkrankungen mit unzureichenden bisherigen Behandlungskonzepten sowie Entwicklung von Vakzin-Familien, das heißt eines ganzen Pools an Impfstoffkandidaten. Diese werden dann möglichst früh an Patienten getestet; aufgrund des hervorragenden Sicherheitsprofils der AFFiRiS-Vakzine ist dies bereits in der ersten klinischen Phase möglich. Zeigt ein Wirkstoffkandidat in dieser Phase nicht bereits eine erste Wirksamkeit oder Sicherheit, kann auf ein anderes Molekül ausgewichen werden, das relativ schnell über die proprietäre AFFITOM -Technologie identifiziert und produziert werden kann. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,00 - MIG , ,00 - MIG , ,00 - MIG , ,05 - MIG , ,05 - MIG , , ,00 [ Leistungsbilanz ]

57 [ AFFiris AG Die Beteiligungsunternehmen ] Entwicklung 2011 Ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt im vergangenen Jahr war der erste Hinweis auf die Wirksamkeit von AD02, den die weitere Auswertung einer bereits in 2010 abgeschlossenen Phase-Ib-Studie lieferte: Daten zu sekundären Studienendpunkten wie die kognitive Leistungsfähigkeit der Patienten, die Entwicklung ihres Körpergewichts und ihre Immunantworten auf den Impfstoff verwiesen deutlich auf die potenzielle krankheitsverlaufs-modifizierende Wirkung dieses Impfstoffs bei Alzheimer-Erkrankungen. Die Bedeutung der AFFiRiS- Impfstoffe in dieser Indikation wurde auch erneut unterstrichen durch die 2011 von GlaxoSmithKline ausgeübte Option auf die Rechte an einem dritten Impfstoffkandidaten (AD03): 2011 startete die klinische Prüfung der Phase I und GlaxoSmithKline bezahlte 2,5 Millionen Euro an Lizenzgebühren. In der Indikation Parkinson kofinanziert die Michael J. Fox Stiftung weitere Entwicklungsschritte des Wirkstoffs PD01. Ein weiterer Fortschritt war der Eintritt des Atherosklerose-Impfstoffkandidaten ATH01 in die klinische Prüfung. Die 2012 beschlossene Ausweitung der Zielindikationen auf die Volkskrankheit Diabetes (Typ 2) wird AFFiRiS langfristig zusätzliche Märkte erschließen. Zuletzt sind die Verstärkung des Teams durch einen erfahrenen Mitarbeiter für die Aushandlung weiterer strategischer Allianzen und Partnerschaften sowie die erneute Kapitalerhöhung um 25 Millionen Euro als sehr positiv zu werten. Neben der bewährten Betreuung durch die MIG Verwaltungs AG sichert sich AFFiRiS mit dem Engagement der Santo VC einen finanzstarken Partner mit fachlicher Kompetenz und einem weit verzweigten Netzwerk. Abschließende Beurteilung und Ausblick AFFiRiS hat innerhalb weniger Jahre enorme Fortschritte gemacht. Seit der Lizenzvereinbarung mit Glaxo- SmithKline im Jahr 2008 wurde je ein potenzieller Alzheimer-Wirkstoff in die klinische Phase II (AD02) und I (AD03) gebracht. ATH03, eine mögliche Wirksubstanz gegen Atherosklerose, startete ebenfalls die klinische Prüfung im Menschen, die zunächst Sicherheit und Verträglichkeit testet. Für PD01 in der Indikation Parkinson steht diese kurz bevor; die finanziell unterstützende Michael J. Fox Stiftung sieht einen möglichen Durchbruch in der Parkinson-Therapie. PD01 wäre weltweit der erste Impfstoff gegen Parkinson. Die wachsende Entwicklungs-Pipeline, die auf der kontinuierlich potenzielle Produktkandidaten liefernden, einzigartigen Technologieplattform beruht, schafft für die Zukunft mehr und mehr kommerzielle Opportunitäten. [ Leistungsbilanz ]

58 [ Die Beteiligungsunternehmen AMSilk GmbH ] 2. AMSilk GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Sitz: Planegg, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG München, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die AMSilk GmbH wurde im Oktober 2008 gegründet. Axel H. Leimer ist Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Leimer war bis zur Gründung von AMSilk als Berater und Interims-Manager für Biotechnologie- und Industrieunternehmen sowie für Venture-Capital-Fonds tätig. Davor verbrachte er 17 Jahre in den USA und arbeitete in verschiedenen Positionen (Managing Director, Projektmanagement, Business Development) für Biotechnologieunternehmen (u. a. Source, Cortech, Vertex). Herr Leimer hält einen BA und ein Masters Degree von der University of Colorado. Produkte, Dienstleistungen und Technologien Spinnenseide ist mechanisch und chemisch enorm stabil sowie biokompatibel. Diese Eigenschaften macht sich AMSilk zu Nutzen und hat einen einzigartigen Prozess entwickelt, um Biopolymere, wie beispielsweise Spinnenseide, großtechnisch herzustellen. Es ist das weltweit erste Unternehmen mit einem skalierbaren und ökonomischen Prozess für die industrielle Herstellung von Spinnenseidenproteinen. Verarbeitungsprozesse zur Herstellung von Beschichtungen, Folien, Vliesstoffen u. a. unter Verwendung von Spinnenseidenproteinen konnten bereits etabliert werden. Darüber hinaus arbeitet AMSilk an einem Prozess zur Herstellung von Hochleistungsfasern, basierend auf dem Vorbild des Spinnennetzes. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Zielmärkte für die Produkte von AMSilk sind insbesondere High-Tech-Branchen wie die Automobil-, Luft- und Raumfahrt- und Medizintechnik sowie die Sportartikelbranche. Technologisch hat die AMSilk GmbH mittlerweile einen großen Vorsprung erarbeitet. Das Geschäftsmodell von AMSilk sieht Einkünfte aus dem Verkauf des Rohmaterials und Lizenzgebühren für Produkte vor. Partner sind in der Regel etablierte Firmen. In bestimmten Bereichen entwickelt AMSilk eigene Produkte und wird diese selbst oder mit Partnern vertreiben. Langfristige Ziele Langfristig strebt AMSilk an, Spinnenseide als Hochleistungsmaterial im Markt weltweit zu etablieren. Auf dem Weg dorthin ist der Verkauf an einen international führenden Technologiekonzern wahrscheinlich. Strategie AMSilk etabliert sowohl die industrielle Produktion von Spinnenseidenproteinen in eigener Regie oder mit Dienstleistern als auch die Verarbeitungsprozesse und erste Produkte. Durch Lizenzverträge werden Produkte und Zwischenprodukte, nicht jedoch die Herstellung des Rohmaterials, über Partner abgewickelt. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäfts jahr 2011 konnte AMSilk die Produktionsprozesse optimieren, die Materialkosten kontinuierlich reduzieren sowie eine höhere Ausbeute in der Produktion erreichen. Zudem machte das Unternehmen große Fortschritte bei der Reproduzierbarkeit in der Prozesstechnik für die Weiterverarbeitung der Spinnenseide in Vliese, Folien, Seidenkugeln für Wirkstofftransport und Beschichtungen. Es wurden erste Räumlichkeiten für ein Technikum angemietet, um die komplette Produktion im Industriemaßstab im eigenen Haus zu haben. Ein weiteres Technikum steht AMSilk seit 2011 zur Skalierung von Prozessen durch einen Partner zur Verfügung. AMSilk betreibt zehn Entwicklungsprojekte für erste Produkte aus Spinnenseide, darunter z. B. dermatologische Apothekenprodukte, Wundpflege und Sportartikel. Die Herstellerbeschreibung der ersten Produkte ist bereits fertiggestellt, Skalierung und Sicherung der Vertriebskanäle erfolgen im Jahr Unternehmen: Im Jahr 2011 wurden sechs neue Mitarbeiter in den verschiedenen Forschungsbereichen eingestellt, die an den Weiterentwicklungen von Produkten wie z. B. Kosmetika und pharmazeutische Anwendungen arbeiten. Ausblick AMSilk plant die Fertigstellung mehrerer Produkte im Jahr 2012 sowie die Markteinführung des weltweit ersten Produktes aus Spinnenseide. Weitere Produkte werden im Jahr 2013 folgen. [ Leistungsbilanz ]

59 [ AMSilk GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 81,55 % 3,33 % MIG 6 7,56 % MIG 7 7,56 % MIG 11 b) Externe Analyse durch BioMedServices Spinnenfäden als innovatives Hightech-Material Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) AMSilk entwickelt neuartige Hochleistungs- und Funktionsmaterialien auf biotechnologischer Basis. Die Materialien bauen auf dieselben Biopolymere, aus denen Spinnenseide und Spinnennetze bestehen. AMSilks Produkte zielen dabei auf unterschiedliche industrielle Bereiche ab: Beschichtungen in der Medizintechnik sowie in der Automobil- oder Sportartikelindustrie, Folien mit außergewöhnlichen mechanischen Eigenschaften für vielfältige industrielle Anwendungen, Seidenpartikel für Kosmetik- und Medizinprodukte sowie Vliese und Fasern für Filter, Wundversorgung und Spezialtextilien. Neben der Entwicklung derartiger Halbzeuge bietet AMSilk die Seidenproteine als Rohmaterial zur kundenspezifischen Weiterentwicklung an. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, biologisch inspirierte Hightech-Materialien herzustellen und ist dem Sektor der industriellen Biotechnologie zuzuordnen. Wegen des Verzichts auf die Nutzung fossiler Rohstoffe bedient AMSilk zudem den sogenannten Cleantech-Trend. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die Vorgehensweise von AMSilk besteht darin, bestehende Produkte zu verbessern und neue Materialien zu entwickeln, die aufgrund fehlender Ausgangsmaterialien bisher nicht oder nur schwer zu realisieren waren. Damit können sich vollkommen neue Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Dabei strebt das Unternehmen zum Beispiel die eigene Vermarktung von Medizinprodukten an, setzt aber auch auf Partnerschaften mit großen Industriekonzernen, die bereits Interesse signalisiert haben. AMSilk kann als weltweit einziges Unternehmen Spinnenseide-Proteine mithilfe gentechnisch veränderter Bakterien industriell skalierbar produzieren. Die wenigen Wettbewerber arbeiten mit anderen Produktionsorganismen bei Weitem nicht im selben Maßstab. Spinnenfäden sind, bezogen auf ihr Gewicht, viermal belastbarer als Stahl und können um das Zehnfache ihrer Länge gedehnt werden, ohne zu reißen. Diese Kombination mechanischer Eigenschaften erreichen selbst etablierte Hochleistungsfasern nicht. Zudem zeichnet sich Spinnenseide durch ein hohes Wasseraufnahmevermögen aus, vergleichbar mit dem von Wolle. Damit kann sie zugleich als Feuchtigkeitsspender dienen. Auch widersteht Spinnenseide mikrobiellen Angriffen und ist dennoch biologisch abbaubar. Sie löst beim Menschen keine Immunreaktion aus und bietet einen seidigen Glanz sowie eine angenehme Haptik. Spinnenseide ist dadurch ein Biomaterial, das gewöhnlichen synthetisch hergestellten Materialien weit überlegen ist und einen entsprechenden Kundennutzen liefert. Entwicklung 2011 Die Gesellschaft hat seit der Gründung innerhalb von drei Jahren die industriellen Herstellungs- sowie Weiterverarbeitungsprozesse von Spinnenseiden-Proteinen etabliert erreichte AMSilk eine weitere Optimierung hinsichtlich Dauer, Kosten und Ausbeute des Produktionsprozesses sowie bezüglich der reproduzierbaren Weiterverarbeitung. Das Vorgehen, die komplette Produktion im eigenen Haus zu haben, sichert die Kontrolle über die Prozesse und erlaubt schnelles Lernen und Steuern. Der Mitarbeiterstamm wuchs um gut 30 Prozent. Es befassen sich nun über 80 Prozent der Beschäftigten mit Forschung und Entwicklung. Die Innovationskraft von AMSilk wurde auch 2011 durch Auszeichnungen und Preise bestätigt. Eine Vielzahl von Presseberichten erhöht ständig die Sichtbarkeit der Gesellschaft. Die weitere Investition von fünf Millionen Euro durch die MIG Fonds und durch AT Newtec finanziert den Fortschritt des Unternehmens in den kommenden Jahren sowie die geplante Vermarktung der ersten spinnenseidenbasierten Produkte. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , , ,38 MIG , ,00 - MIG , , ,28 [ Leistungsbilanz ]

60 [ Die Beteiligungsunternehmen AMSilk GmbH ] Abschließende Beurteilung und Ausblick Das Anwendungspotenzial der von AMSilk hergestellten Spinnenseiden-Proteine ist aufgrund der einzigartigen Eigenschaften des Materials enorm. Über die bereits genannten Einsatzbereiche hinaus sind auch Anwendungen in der Medizin als Ersatz für Gewebe wie Nerven, Sehnen und Knochen sowie als Wirkstoffträger denkbar. Auch die Mikroelektronik, Photonik und Sensorik können von Seidenproteinen profitieren. Voraussetzung für die Umsetzung derartiger technologischer Innovationen ist die Verfügbarkeit von Spinnenseide-Material in ausreichenden, bezahlbaren Mengen, was durch die AMSilk-Technologie ermöglicht wird. Die Anfang 2012 erfolgte Verpflichtung eines neuen Beraters, der mehr als 23 Jahre in leitenden Funktionen beim Konsumgüterkonzern Procter & Gamble tätig war, wird helfen, den Zugang zu Märkten wie Kosmetik- oder Medizinprodukte zu erschließen. Der für 2012 geplante Eintritt in den Markt mit eigenen Produkten stellt einen entscheidenden Schritt in der Unternehmensentwicklung dar. Er wird damit früher erfolgen als ursprünglich angenommen: Noch im März 2009 hatte AMSilk laut einer Berichterstattung auf biotechnologie.de den Markteintritt innerhalb von vier bis fünf Jahren erwartet. [ Leistungsbilanz ]

61 [ Antisense Pharma GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 3. Antisense Pharma GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Sitz: Regensburg, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 (nach Eintragung von Kapital erhöhungen der Antisense Pharma GmbH im Handelsregister: EUR ,00)* Handelsregister: AG Regensburg, HRB 7534 a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Herr Dr. Hubert Heinrichs ist seit 2006 Chief Medical Officer und seit 2011 Acting Chief Executive Officer von Antisense Pharma. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie. Vor seiner Tätigkeit für Antisense Pharma war er bei Aventis Behring für die weltweite Koordination aller klinischen Studien von Phase I bis IV verantwortlich sowie für den klinischen Teil der Dossiers von fünf zugelassenen innovativen Arzneimitteln in Europa und den USA. Dr. Philippe P. Calais ist seit dem 01. März 2012 Chief Executive Officer bei Antisense Pharma. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der biopharmazeutischen und pharmazeutischen Industrie, sowohl in Nordamerika als auch in Europa. Branche, Segment Antisense Pharma ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt in der Erforschung und Entwicklung innovativer Krebsmedikamente. Die Wirkstoffentwicklung des Unternehmens greift hierbei auf die Antisense-Technologie zurück, mit deren Hilfe schwer behandelbare Krebserkrankungen zielgerichtet therapiert werden sollen. Der in der Entwicklung befindliche Antisense-Wirkstoff Trabedersen wirkt durch eine gezielte Hemmung der Bildung des tumorfördernden Proteins TGF-ß2. Dieses Protein ist ursächlich für die Entstehung und das Fortschreiten von Krebserkrankungen. Damit setzt der Technologieansatz von Antisense auf einer anderen Wirkebene ein als beispielsweise die Chemotherapie. Mit diesem immuntherapeutischen Ansatz strebt das Unternehmen eine kausale und zielgerichtete Therapie an. Strategie Antisense Pharma entwickelt innovative Medikamente zur zielgerichteten Behandlung aggressiver Tumoren, für die ein sehr großer therapeutischer Bedarf besteht. Dazu gehören Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs), hochmaligne Gliome (bösartige Gehirntumoren) und malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs). Dabei verfolgt Antisense Pharma einen immuntherapeutischen Ansatz, der einen lang anhaltenden Effekt gegen bösartige Tumorerkrankungen verspricht. Mittelfristig strebt Antisense Pharma an, die Arzneimittelentwicklung auf weitere Tumor- und andere bislang unheilbare Erkrankungen auszuweiten. Das Unternehmen deckt ein weites Spektrum der Arzneimittelentwicklung ab, von der Entdeckung und Patentierung eines geeigneten Wirkstoffkandidaten bis hin zur präklinischen und klinischen Entwicklung. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Glioblastom: Die Standardtherapie in der Erstlinientherapie ist Temodar (Temozolomid), das inzwischen generisch verfügbar ist. Dieses Medikament wird in Kombination mit einer Bestrahlung eingesetzt. Der weltweite Umsatz von Temodar vor Auslaufen des Patentschutzes im Jahr 2009 lag bei mehr als USD 1 Mrd. Bauchspeicheldrüsenkrebs: Die Standardtherapie in der Erstlinientherapie ist Gemzar (Gemcitabin), das ebenfalls inzwischen generisch verfügbar ist. Der weltweite Umsatz von Gemzar vor Auslaufen des Patentschutzes im Jahr 2009 lag bei USD 1,7 Mrd. Gemzar ist dabei zusätzlich für den Einsatz bei vier weiteren Tumor erkrankungen zugelassen, sodass der Umsatz im Bereich Bauchspeicheldrüsenkrebs allein nicht angegeben werden kann. Antisense Pharmas Geschäftsmodell ist, seine neuartigen Medikamente für den Einsatz in der Zweitlinienbehandlung als Monotherapie sowie für den Einsatz in der Erstlinientherapie in Kombination mit den genannten Wettbewerbsprodukten zu entwickeln. [ Leistungsbilanz ]

62 [ Die Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 60,51 % 10,21 % MIG 1 1,77 % MIG 2 2,09 % MIG 3 12,17 % MIG 5 13,25 % MIG 9 Entwicklungen im Jahr 2011 Klinische Forschung und Entwicklung: Die Phase-I-Studie mit Trabedersen zur intravenösen Verabreichung in Pankreaskarzinom, malignem Melanom und kolorektalem Karzinom wurde abgeschlossen. Dabei zeigten sich deutliche Trends zu Überlebensvorteilen einzelner Subgruppen der mit Trabedersen behandelten Patienten mit Pankreaskarzinom und Malignem Melanom gegenüber historischen Vergleichsgruppen. Darüber hinaus wurde die Phase-II-Studie in Zweitlinientherapie für Pankreaskarzinom einschließlich Meetings mit nationalen europäischen Zulassungsbehörden und der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA vorbereitet sowie eine Benchmarking-Studie durchgeführt. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat Trabedersen den Orphan Drug Status in der Indikation malignes Melanom erteilt. Die klinische Phase-III-Studie SAPPHIRE zur Behandlung von rekurrentem oder refraktärem anaplastischem Astrozytom (AA) oder sekundärem Glioblastom (GBM) mit Trabedersen wurde vorzeitig beendet, da trotz umfangreicher Maßnahmen keine ausreichende Zahl geeigneter Patienten rekrutiert werden konnte. Verschiedene akademische und industrielle Kooperationen wurden in den Bereichen TGF-β2 und Immuntherapie initiiert, die zu einem besseren Verständnis des Wirkungsmechanismus, der Immunologie von Trabedersen und seiner Spezifität für TGF-β2 führen sollen. Zur lokalen Verabreichung von Trabedersen für Patienten mit hochgradigem Gliom wurde ein Drug-Delivery- System entwickelt, und es wurde ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO eingeführt. Corporate: Maßnahmen zur Kostenoptimierung und zur Restrukturierung des Unternehmens in die vier Bereiche R&D, Manufacturing & Medical Devices, Corporate Development und Operations wurden ergriffen. Ausblick auf das Jahr 2012, Ziele und Herausforderungen Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien belegen, dass die Antisense-Wirkstoffe von Antisense Pharma sicher und verträglich sind. Antisense Pharma plant im Jahr 2012 den Beginn einer Phase-II-Studie für die Zweitlinien-Therapie des Pankreaskarzinoms mit intravenöser Trabedersen-Gabe. Aufgrund der vielversprechenden Hinweise aus der Phase-I/II-Studie auf eine Verlängerung des Überlebens dieser Patienten ist zusätzlich eine weitere Phase-I/II-Studie für neu diagnostizierte Patienten mit Pankreaskarzinom in Kombination mit Standard-Chemotherapie geplant. Darüber hinaus ist eine Erstlinien-Gliom-Studie in Kombination mit der Standardtherapie vorgesehen. Die Erstlinien-Therapie ermöglicht wesentlich mehr Patienten den Zugang zu Trabedersen, als es in der Zweitlinien-Therapie der Fall ist. Dadurch ist Antisense Pharma für die Zukunft gut aufgestellt. Für Trabedersen eröffnet sich ein wesentlich größeres Marktpotenzial. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds / Derzeitiger Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG * 10,21* ,15 - MIG * 1,77* ,27 - MIG * 2,09* ,22 - MIG 4 -* -* ,66 - MIG * 12,17* ,00 - MIG 6 -* -* ,41 - MIG * 13,25* ,58 - * Die Eintragung zweier beschlossener Kapitalerhöhungen von derzeit EUR ,00 auf EUR ,00 steht zum Stichtag dieser Leistungsbilanz ( ) im Handelsregister noch aus. Nach Eintragung werden MIG 1 mit insgesamt EUR (9,44 %), MIG 2 mit insgesamt EUR (2,74 %), MIG 3 mit insgesamt EUR (1,99 %), MIG 5 mit insgesamt EUR (11,25 %), MIG 9 mit insgesamt EUR ,00 (16,04 %) sowie erstmals MIG 4 mit insgesamt EUR (0,95 %) und MIG 6 mit insgesamt EUR 431 (0,41 %) am Stammkapital der Antisense Pharma GmbH beteiligt sein. [ Leistungsbilanz ]

63 [ Antisense Pharma GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Geplantes Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 57,18 % 9,44 % MIG 1 2,74 % MIG 2 1,99 % MIG 3 0,95 % MIG 4 11,25 % MIG 5 0,41 % MIG 6 16,04 % MIG 9 b) Externe Analyse durch BioMedServices Kausale Krebs-Therapien mit Antisense-Technologie Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Antisense Pharma entwickelt als biopharmazeutisches Unternehmen neuartige Wirkstoffe gegen schwer behandelbare Krebserkrankungen. Zur Anwendung kommen dabei sogenannte Antisense-Wirkstoffe. Diese agieren nicht wie beispielsweise Antikörper oder klassische Medikamente über die Steuerung der Funktion von Molekülen oder deren Rezeptoren, die als ursächlich für bestimmte Krankheiten identifiziert wurden. Vielmehr unterbinden sie grundsätzlich deren Vorhandensein. Das heißt, dass die Antisense-Wirkstoffe früher, nämlich beim Schritt der Umsetzung der abgelesenen Geninformation in Genprodukte eingreifen. Sie verhindern somit bereits die zelluläre Produktion von krankheitsassoziierten Molekülen. Damit erweist sich die Antisense- Technologie als eine sehr kausale und zielgerichtete Therapie auf molekularer Ebene. Das Zielmolekül des Medikamentenkandidaten Trabedersen ist TGF-β2, das eine große Rolle bei der Tumorentstehung, -entwicklung und -metastasierung sowie bei der Immunosuppression spielt. Für Antisense Pharma steht das Ziel im Mittelpunkt, Patienten ein deutlich längeres und beschwerdefreieres Leben zu ermöglichen. Als eines von wenigen Unternehmen weltweit hat es bereits sehr früh auf die Antisense-Technologie gesetzt und verfügt damit über entsprechende Erfahrung und internationale Anerkennung. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Antisense Pharma fokussiert sich derzeit auf Krebsindikationen, die sehr schwerwiegend und kaum behandelbar sind: Hirntumore (Gliome), Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom), Hautkrebs (malignes Melanom). Anders als in vielen anderen Krebsarten wurden hier in den vergangenen Jahrzehnten kaum verbesserte Behandlungen entwickelt. Bisher strebte das Unternehmen an, mit der Entwicklung von Trabedersen gegen Hirntumore bis zur Zulassung zum Markt eine Validerung des technologischen Ansatzes zu erzielen. Probleme bei der Patienten-Rekrutierung in der entscheidenden Marktzulassungs-Studie verlagern nun den Schwerpunkt von der Zweitlinien- auf die Erstlinientherapie, was zwar eine zeitliche Verzögerung ergibt, jedoch gleichzeitig auf eine größere Patientenpopulation abzielt. Zusätzlich verstärkt die Gesellschaft Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds / Geplanter Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,15 - MIG , ,27 - MIG , ,22 - MIG , ,66 - MIG , ,00 - MIG , ,41 - MIG , ,58 - [ Leistungsbilanz ]

64 [ Die Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma GmbH ] ihre Anstrengungen, die Medikamentenentwicklung gegen Pankreaskarzinome voranzutreiben. Im weltweiten Wettbewerb behauptet sich Antisense Pharma als das einzige Unternehmen, das sich basierend auf der Antisense-Technologie dem Zielmolekül TGF-beta widmet, welches international als bedeutend in der Onkologie erachtet wird. Entwicklung 2011 Die vorzeitige Beendigung der im März 2009 gestarteten SAPPHIRE-Studie erscheint als folgerichtige Entscheidung vor dem Hintergrund, dass trotz intensiver Bemühungen keine ausreichende Zahl geeigneter Patienten rekrutiert werden konnte. Probleme beim Einschluss von Patienten in klinische Studien führen oft zu Verzögerungen, korrelieren jedoch nicht mit der Wirksamkeit des zu testenden Medikamentes. Die grundsätzliche Wirksamkeit von Trabedersen war schon zuvor in einer Phase- IIb-Studie aufgezeigt worden. Die Fokussierung auf die weitere Entwicklung von Trabedersen als Erst- und Zweitlinientherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs ist im Zusammenhang mit dem hohen medizinischen Bedarf sinnvoll. Eine enge Abstimmung mit den Behörden, wie sie momentan erfolgt, ist sehr wichtig. Der Start der Phase-II für Pankreaskrebs als Zweitlinientherapie kann kurzfristig erfolgen. Die erneute Erteilung eines Orphan- Drug-Status (in 2011 für das maligne Melanom) ist positiv zu bewerten. Die grundlegend begleitende präklinische Forschung und Entwicklung zu Wirkmechanismus, Dosierung sowie Kombinationstherapie ist unerlässlich. Auch die Arbeiten zum besseren Verständnis der Rolle von TGF-beta im Tumorstoffwechsel können bedeutungsvolle Ergebnisse liefern. Insgesamt muss betont werden, dass die Medikamentenentwicklung bekanntermaßen ein sehr riskantes, im Erfolgsfall aber auch sehr lukratives Unterfangen ist. Abschließende Beurteilung und Ausblick Die Entwicklung von Antisense-Wirkstoffen ist grundsätzlich anspruchsvoll. Bisher wurde nur ein Antisense- Medikament zugelassen (1998): Fomivirsen von ISIS gegen Cytomegalovirus-induzierte Netzhautentzündung. In der Indikation Krebs scheiterte bisher je ein Antisense- Medikamentenkandidat der US-Firmen ISIS und Genta wegen fehlender Wirksamkeit. ISIS setzt dennoch nach wie vor stark auf die Antisense-Technologie und zielt mit über 20 Programmen auf den Einsatz in verschiedensten Indikationen inklusive Krebs. Hier untersucht die Gesellschaft meist mit Partnern die Wirksamkeit von Antisense-Molekülen gegen fünf unterschiedliche Zielmoleküle. Ein Programm befindet sich bereits in Phase III. In der Indikation Herz-Kreislauf erfolgte im vergangenen Jahr seitens Genzyme die Einreichung des Zulassungsantrages bei den europäischen Behörden für den Wirkstoff Mipomersen, der seit 2008 gemeinsam mit ISIS entwickelt wurde. Verglichen mit Trabedersen greifen die Wirkstoffe der Antisense-Konkurrenz an anderen Stellen im Tumorstoffwechsel ein. Mit dem Antisense-Ansatz zielend auf TGF-β2 leistet Antisense Pharma daher Pionierarbeit. Dieses Zielmolekül kommt etwa bei Patienten mit einem hochgradigen Hirntumor vermehrt vor, und die vorliegende Menge beeinflusst das Stadium der Krankheit, die klinische Prognose sowie die eigenen Abwehrkräfte der Patienten. Allerdings befinden sich weitere Gliom- Konkurrenzprodukte in den Pipelines, sodass die Herausforderung letztlich in der Auswahl des richtigen Zielmoleküls besteht. Für die weitere Projektentwicklung wird Antisense Pharma neue Finanzierungsquellen erschließen müssen. Pharma-Partnerschaften bieten sich hier an: So hat beispielsweise ISIS seit 2007 mehr als 800 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen einnehmen können und hat die Aussicht auf weitere 3,5 Milliarden Dollar an zukünftigen Meilensteinzahlungen sowie auf Umsatz- und Gewinnbeteiligungen, wenn die Partner neue Medikamente am Markt einführen. [ Leistungsbilanz ]

65 [ APK Aluminium und Kunststoffe AG Die Beteiligungsunternehmen ] 4. APK Aluminium und Kunststoffe AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Schkopau, Deutschland Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien (nach Eintragung einer Kapitalerhöhung der APK Aluminium und Kunststoffe AG im Handelsregister: EUR ,00)* Handelsregister: AG Stendal, HRB 7318 a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Gründer und Vorstand des Unternehmens sind Dr. Wolfgang Lindner (Maschinenbauingenieur, Fachrichtung Verfahrenstechnik), Björn Lindner (Maschinenbauingenieur, Fachrichtung Kunststofftechnik) und Ingo Lindner (Wirtschaftsingenieur). Branche, Segment APK produziert und verkauft Kunststoffe mit Neuwarencharakter und nutzt dafür gebrauchte Kunststoffe, vornehmlich aus dem Postconsumer-Bereich. Mit dem patentierten APK-Verfahren können dabei beliebige Kunststoff-Metall-Verbunde getrennt und sortenrein wiedergewonnen werden. Produkte und Dienstleistungen APK hat inzwischen verschiedene Technologiepakete entwickelt, um beliebige Kunststoff- und Kunststoff- Metall-Verbundfraktionen zu analysieren, aufzubereiten und zu veredeln. Mit der einzigartigen Verfahrenskombination kann das Unternehmen Rohstoffquellen nutzen, die bisher werkstofflich nicht verwertet werden konnten und der thermischen Verwertung zugeführt wurden. Damit ist APK im Markt technologisch konkurrenzlos. Derzeit besteht die Produktpalette aus den am häufigsten genutzten thermoplastischen Kunststoffen LDPE, HDPE und PP. Eine spätere Erweiterung auf weitere Kunststofftypen ist geplant. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Zielmärkte für APK-Produkte sind alle Branchen, in denen bisher die thermoplastischen Kunststoffe LDPE, HDPE und PP verwendet werden, insbesondere die Lebens- und Konsumgüterindustrie. APK-Produkte werden zukünftig verstärkt im Wettbewerb mit aus Rohöl hergestellter Neuware stehen, haben jedoch einen Kostenvorteil aufgrund der energieeffizienteren Herstellung. Den Wettbewerb um die Rohstoffe kann die APK aufgrund der höheren Wertschöpfung im Vergleich zu einfachem Recycling oder thermischer Verwertung potenziell regelmäßig für sich entscheiden. Das Geschäftsmodell der APK basiert auf dem Betrieb von eigenen Anlagen als Referenzbetrieben und einem kombinierten Joint-Venture- und Lizenzmodell, um nachhaltig am Erlös aus der Produktion beteiligt zu sein. Langfristige Ziele Langfristig strebt APK an, substanzielle Mengen von hochwertigen Kunststoffen aus schwierigen Abfallströmen zu gewinnen und wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Insbesondere ist es das Ziel, zunehmend Kunststoff-Neuware durch APK-Produkte mit neuwarenähnlichem Charakter zu ersetzen. Strategie Ausgehend von der ersten Anlage mit den Betriebsteilen MA1 + AP1, die für Verbundverpackungen mit Kunststofffolien mit Aluminiumfolienlaminaten und Hartkunststoffmischungen ausgelegt wurde, soll sowohl eine Expansion in dem Segment dieses Abfallstromtyps als auch eine Übertragung der Technologie auf andere Abfallströme erfolgen. Durch die Einzigartigkeit der APK- Aufbereitungstechnologie bestehen sehr gute Wachstumsaussichten. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 wurde das erste Anlagenmodul (Typ: MA) der Produktionsanlage hochgefahren. Die Produktionsmengen der MA-Anlage wurden von Monat zu Monat gesteigert. Aufgrund von erhöhten Restpapierfasergehalten im Rohstoff verlängerte sich die Hochfahrkurve um einige Monate. Bis Jahresende wurden ca. 85 % der Zielkapazität der MA-Anlage erreicht, wie die Produktion im Monat Januar 2012 zeigt. Die MA-Produkte (sortenreine Regranulate) wurden zeitgleich erfolgreich im Markt eingeführt. Parallel zur Hochfahrphase der MA- Anlage begann der Bau des zweiten Anlagenmoduls (Typ: AP), das ein LDPE mit neuwarenähnlichem Charakter produzieren wird. [ Leistungsbilanz ]

66 [ Die Beteiligungsunternehmen APK Aluminium und Kunststoffe AG ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 61,31 % 11,09 % MIG 5 13,74 % MIG 7 5,71 % MIG 9 5,16 % MIG 10 2,99 % MIG 11 Unternehmen: Im Berichtszeitraum wurden 20 neue Produktionsmitarbeiter eingestellt und für den Betrieb der 2012 startenden AP-Anlage geschult. Das Entwicklungsund Fertigungsleitungsteam wurde um zwei Mitarbeiter erweitert. Für den neuen Betriebsteil AP wurde ein zusätzliches Produktionsgebäude mit m² errichtet. Trotz der aktuell langen Lieferzeiten von neu bestellten Maschinen für den AP-Bereich und der zunehmenden Nachfrage nach chemietechnisch erfahrenen Technikern im Markt, verläuft die Entwicklung des Unternehmens insgesamt gemäß der Wachstumsplanung. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Das Jahr 2011 stand im Zeichen der Produktionshochfahrkurve des MA-Betriebsteils und im Aufbau des AP-Betriebsteils. Für beide Vorhaben wurden intensiv externe Industriepartner als Dienstleister eingesetzt, wobei alle Rechte bei APK liegen. Erste vielversprechende Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern für die Bereitstellung von neuen Stoffströmen im Rahmen der geplanten Expansionsstrategie ab Mitte 2012 wurden aufgenommen. Kundenbeziehungen: Im Jahr 2011 konnten wichtige Großkunden mit Abnahmevereinbarungen im Bereich von jeweils t/monat für die Produkte aus dem MA-Betrieb gewonnen werden. Die drei Kernprodukte (HDPE, PP und LDPE-A1) aus dem MA-Betrieb waren über das ganze Jahr hinweg regelmäßig ausverkauft. Zeitgleich wurde intensiver Kontakt zu potenziellen Kunden für AP-Produkte aufgebaut. Diese Kunden werden voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2012 mit Produkten beliefert werden. Somit verläuft insgesamt der Absatz der MA- und AP-Kernprodukte nach Plan. Ausblick APK wird im Jahr 2012 den Aufbau des sog. AP-Betriebs, welcher auf einer innovativen Lösetechnologie basiert, abschließen und diesen in Betrieb nehmen. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme sollen schnellstmöglich Maßnahmen zum Ausbau der Kapazitäten eingeleitet werden. Darüber hinaus soll die von APK entwickelte, einzigartige Trenntechnologie für Hartkunststoffmischungen (HDPE und PP) als weiteres, eigenständiges Geschäftsfeld ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang strebt APK strategische Partnerschaften mit Rohstofflieferanten an. Zur Finanzierung der weiteren Aufbauphasen soll weiteres Eigen- und Fremdkapital aufgenommen werden. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds / Derzeitiger Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG * 11,09* ,50 - MIG * 13,74* ,19 - MIG * 5,71* ,79 - MIG * 5,16* , ,04 MIG * 2,99* , ,36 * Die Eintragung einer beschlossenen Kapitalerhöhung von derzeit EUR ,00 auf EUR ,00 steht zum Stichtag dieser Leistungsbilanz ( ) im Handelsregister noch aus. Nach Eintragung werden MIG 5 mit insgesamt EUR (9,31 %), MIG 7 mit insgesamt EUR (11,53 %), MIG 9 mit insgesamt EUR (4,79 %), MIG 10 mit insgesamt EUR (8,10 %) und MIG 11 mit insgesamt EUR ,00 (5,88 %) am Grundkapital der APK Aluminium und Kunststoffe AG beteiligt sein. [ Leistungsbilanz ]

67 [ APK Aluminium und Kunststoffe AG Die Beteiligungsunternehmen ] Geplantes Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 60,39 % 9,31 % MIG 5 11,53 % MIG 7 4,79 % MIG 9 8,10 % MIG 10 5,88 % MIG 11 b) Externe Analyse durch BioMedServices Erstmaliges Recyceln von Mehrschicht-Getränke - verpackungen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die APK Aluminium und Kunststoffe AG gewinnt Kunststoffe und Metalle aus Verbundmaterialien zurück und bringt diese wieder in den Werkstoffkreislauf ein. So können leeren Multischicht-Kartons wie Getränkeverpackungen ( Tetra Paks ) Kunststoffe entzogen werden, die dann Verwendung wiederum als Verpackungsmaterial in der Lebensmittelindustrie finden. Typische Verbundverpackungen bestehen aus mehreren Schichten: Außen Polyethylen-Kunststoff, der vor Feuchtigkeit schützt; es folgt der eigentliche Pappkarton, der innen wieder mit Kunststofffolie beschichtet ist, die das Durchweichen des Kartons verhindert. Die danach folgende Aluminiumschicht sorgt für Licht- und Sauerstoffundurchlässigkeit. Im Inneren schließen zwei Schichten Kunststofffolie alles dicht ab. Bisher verwertet die Papierindustrie die als Abfall anfallenden Getränkeverpackungen und extrahiert die Papieranteile (75 %) beziehungsweise die Zellstofffasern nach einem Waschprozess. Das mit einer Kunststoffschicht verbundene Aluminium und restliche Bestandteile (25 %) werden lediglich in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken energetisch genutzt. Seit Jahrzehnten existiert bereits für viele Kunststoffprodukte wie Joghurtbecher oder PET-Flaschen ein geschlossener Werkstoffkreislauf. Diese herkömmlichen Verfahren versagen allerdings dann, wenn Kunststoffe nicht mechanisch voneinander getrennt werden können oder Kunststoffe in einem geklebten Verbund untereinander oder mit Metallen vorliegen. Genau hier setzt das innovative Verfahren der APK an: Es verwertet Materialmischungen, die bislang mit herkömmlichen Verfahren nicht sinnvoll werkstofflich zu recyceln waren. Die wiedergewonnenen Kunststoffe stehen nach der Prozessierung durch APK als industrielles Zwischenprodukt in Granulatform zur Verfügung. Als Unternehmen für Kunststoffrecycling positioniert sich APK somit zum einen als Werkstofflieferant und bedient zum anderen den allgemeinen Cleantech-Trend. Ziel der Gesellschaft ist, sich weltweit zum führenden Hersteller von gereinigten Kunststoffen aus gebrauchten Rohstoffen zu entwickeln. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) In einem weltweit einzigartigen und patentierten Verfahren wird ein Getränkekarton von der APK wieder in seine Bestandteile zerlegt. Innovation und Alleinstellung liegen dabei in der Neukombination von Standardverfahren, die bislang zum einen für das Recycling verwendet, und Techniken, die zum anderen bei der Kunststoffherstellung eingesetzt werden. Die APK-Technologie setzt sich aus zwei Stufen zusammen, die in zwei verschiedenen Betrieben erfolgen. Der erste Betrieb (MA-Anlage) umfasst eine mechanische Aufbereitung mit den Schritten Reinigung, Zerkleinerung und Trennung in Hartkunststoffe sowie in ein Gemisch verschiedener Folien. Der zweite Betrieb (AP-Anlage) unterwirft diese Stoffe dann einem chemisch-physikalischen Löseverfahren. Jeder gewünschte Kunststofftyp kann von den nicht gelösten Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds / Geplanter Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,50 - MIG , ,19 - MIG , ,79 - MIG , , ,04 MIG , , ,36 [ Leistungsbilanz ]

68 [ Die Beteiligungsunternehmen APK Aluminium und Kunststoffe AG ] Mischungsbestandteilen getrennt, gereinigt und durch Entzug des Lösemittels hochrein wiedergewonnen werden. Die mehrstufige Anwendung erlaubt entsprechend die Wiedergewinnung verschiedener Kunststofftypen. Da die recycelten Materialien in sehr hoher Reinheit und konstanter Qualität vorliegen, haben die Werkstoffe Neuwarencharakter und können Neuware substituieren ( Newcycling ). Ein weiteres Plus sind die geringen Herstellungskosten, die als Preisvorteil an die Kunden weitergegeben werden. Im Vergleich zur Herstellung von Neuware aus fossilen Rohstoffen zeichnet sich das APK-Verfahren schließlich durch einen geringeren Energieaufwand aus und ist daher in zweifacher Hinsicht ökologisch überlegen. Auch unter Einbeziehnung der bei der thermischen Verwertung wiedergewonnenen Energie spart das APK-Newcycling-Verfahren 80 % der Energie gegenüber der Herstellung von Neuware ein. Die APK plant durch eigene Expansion sowie über die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die in der Steuerung von Abfallströmen aktiv sind, oder solchen, die Industrie- und Konsumgüter herstellen, mittelfristig ein überdurchschnittlich starkes Unternehmenswachstum. Die äußeren Faktoren, wie zum Beispiel der anstehende Produktionspeak bei Erdöl, steigende Energie- und Ölpreise, Konsumwachstum, zunehmender Klimaschutz und Nachhaltigkeitsbewusstsein in den entwickelten Industrieländern, unterstützen in hohem Maße die Strategie der Gesellschaft. Entwicklung 2011 Im vergangenen Jahr erreichte die APK im Wesentlichen das Ziel des kontinuierlichen Betriebes der MA-Anlage. Auftretende Probleme wurden gelöst. Insgesamt erfüllte die Anlage mit Tonnen rund 85 % der Zielkapazität für Das Unternehmen konnte bereits aus dieser Anlage sortenreine Regranulate verkaufen und damit Umsätze generieren. Der regelmäßige Ausverkauf der Ware zeigt das hohe Interesse der Kundschaft. Die hochreinen Kunststoffe mit Neuwarencharakter können nur durch die AP-Anlage produziert werden, deren Bau 2011 begann. Hier liegt APK leicht hinter dem Jahresplan, der für das vergangene Jahr bereits die Inbetriebnahme vorsah; diese wird nun 2012 stattfinden. Verzögerungen ergaben sich beispielsweise durch lange Lieferzeiten von neu bestellten Maschinen. Allerdings konnte die Gesellschaft bereits Produktionsmitarbeiter einstellen, die für den Betrieb der AP-Anlage geschult wurden. Insgesamt erhöhte sich die Mitarbeiterzahl bei der APK damit um fast die Hälfte von 42 auf 62 Beschäftigte. Der Wachstumsplan wird zielgerichtet verfolgt. Abschließende Beurteilung und Ausblick Nach der Gründung der APK im Jahre 2008 und dem im September 2009 erfolgten Spatenstich für die MA- Anlage, die 2010 in Betrieb genommen wurde, generiert das Unternehmen heute bereits erste Umsätze. Wenn sich das Geschäftsmodell an einem Standort bewährt, kann es auf viele Orte weltweit übertragen werden. APK will sich zusätzlich anderen Rohstoffquellen, wie zum Beispiel dem Altautobereich, zuwenden. Jeder Kunststoff verarbeitende Betrieb, der jetzt neuen Kunststoff einsetzt, kann genauso den durch APK aufbereiteten Kunststoff mit neuwertigem Charakter einsetzen. Der weltweite Markt für die Kunststoff-Produktion liegt derzeit bei rund 260 Milliarden Euro. Rund ein Prozent Marktanteil, den APK heute als realistisches Fernziel erachtet, würden zwei bis drei Milliarden Umsatz bedeuten. Nicht zu verachten ist zudem der ökologische Aspekt der echten Kreislaufwirtschaft, die wichtige Beiträge zum Klimaschutz erbringt, die Rohstoffbasis in Deutschland sichert, die Abhängigkeit von Importen senkt und zur nachhaltigen Schonung natürlicher Ressourcen beiträgt. [ Leistungsbilanz ]

69 [ BIOCRATES Life Sciences AG Die Beteiligungsunternehmen ] 5. BIOCRATES Life Sciences AG Rechtsform: Österreichische Aktiengesellschaft Sitz: Politische Gemeinde Innsbruck, Österreich Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister/Firmenbuch: LG Innsbruck, FN p a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Branche, Segment Die BIOCRATES Life Sciences AG entwickelt und vermarktet als Vorreiter der Biomarker-Industrie sogenannte Kits, die unter Zuhilfenahme von Massenspektrometrie anhand bestimmter biochemischer Muster in kleinsten Blut- und anderen biologischen Proben Rückschlüsse auf Krankheitsmuster zulassen. Management BIOCRATES wurde von Professoren der Tiroler Landeskrankenanstalten (TILAK) gegründet. Geleitet wird das Unternehmen von den Mitgliedern des Vorstands Mag. Elgar Schnegg, MBA (Betriebswirt, vormals Führungspositionen bei Eli Lilly Inc., Sandoz GmbH [Novartis] und Head AG; nunmehr CEO) und Dr. Ralph Zahn (vormals Lehrbeauftragter der ETH Zürich und Geschäftsführer der Alicon AG Schweiz; nunmehr CTO). Produkte, Dienstleistungen, Technologien Die BIOCRATES-Produkte basieren auf den Ergebnissen jahrelanger Forschungen in der Massenspektrometrie. Die Verfahren wurden durch BIOCRATES um eigene Technologieplattformen erweitert. Diese Technik stellt ein hochsensibles System dar, das bei BIOCRATES insbesondere für die Beantwortung biologischer Fragestellungen genutzt wird. Bei der Auswertungstechnologie verfügt BIOCRATES dank der unternehmenseigenen Stoffwechselanalytikplattform über Alleinstellungsmerkmale. Das Unternehmen kann im industriellen Vergleich eine sehr hohe Datenqualität bei einer gleichzeitig hohen Auswertungsgeschwindigkeit vorweisen. Die von BIOCRATES generierten Daten werden derzeit vor allem für wissenschaftliche Fragestellungen in der öffentlichen und industriellen Forschung genutzt. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die derzeitigen Schätzungen der Umsatzmöglichkeiten auf dem Weltmarkt belaufen sich auf EUR 80 bis 120 Mio. Bereits 2011 zeichnete sich ab, dass der von BIOCRATES adressierte Markt zunehmend auch für Global Player eine attraktive Option darstellt. Dies zeigen kontinuierliche und vielversprechende Gespräche im Hinblick auf mögliche Kooperationen basierend auf der einschlägigen und guten Reputation von BIOCRATES. Langfristige Ziele BIOCRATES will weltweit im Bereich der Metabolomikforschung und der aus ihr resultierenden Kit-Vermarktung Vorreiter und Marktführer werden. Auf dem Weg dorthin sind der Verkauf an ein international führendes Unternehmen im Life-Sciences- und Diagnostik-Bereich oder der Börsengang mögliche Optionen. Strategie BIOCRATES hat mit den realisierten Vorlaufinvestitionen einen Reifegrad erreicht, der nun die gezielte und weitreichende Produktentwicklung und -vermarktung durch mehrere Vertriebskanäle ermöglicht. BIOCRATES plant außerdem weitere Absatzmärkte beispielsweise durch Kooperationen mit Distributoren außerhalb der DACH- Region zu erreichen. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: BIOCRA- TES erreichte 2011 eine wichtige Phase in der bisherigen Unternehmensgeschichte: Die Etablierung der 2008 eingeführten Forschungs-Kits sowie des neuartigen Produkts SteroIDQ. Damit ist BIOCRATES nun in der Lage, eine noch nie dagewesenen Fülle von Informationen auf der Grundlage von Konzentrationsmessungen von Steroiden in unterschiedlichem Probenmaterial auszuwerten. Außerdem konnte BIOCRATES den Absatz im Bereich Contract Research steigern. Unternehmen: BIOCRATES strebt jetzt vermehrt strategische Partnerschaften an, unter anderem mit führenden Produzenten von Massenspektrometern. Im Rahmen der ersten Kooperationen mit Thermo Fisher Scientific und Waters wird einerseits an der Positionierung BIOCRATES als führendes Metabolomics-Diagnostikunternehmen gearbeitet. Andererseits wird damit sichergestellt, dass die von BIOCRATES angebotenen Produkte auf einem Großteil der am Markt erhältlichen Massenspektrometer angewendet werden können. Besonderes Augenmerk wurde 2011 dem Thema Schutzrechtsposition geschenkt: Derzeit sind weltweit zahlreiche Patenterteilungsverfahren im Gange, die eine zusätzliche Steigerung des Unternehmenswertes versprechen. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Gerade im Bereich der Metabolomik -Forschung sind Entwicklungspartnerschaften unerlässlich. So wurde u. a. [ Leistungsbilanz ]

70 [ Die Beteiligungsunternehmen BIOCRATES Life Sciences AG ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 57,35 % 4,73 % MIG 1 1,70 % MIG 2 21,27 % MIG 3 3,51 % MIG 4 5,24 % MIG 5 3,10 % MIG 6 3,10 % MIG 8 die Weiterführung der Kooperation mit Hamilton Diagnostics beschlossen, um die Automatisierung der Probenvor- und aufbereitung weiter voranzutreiben. Auch Kooperationen mit Pharmaunternehmen, Distributoren in ganz Europa und die Zusammenarbeit mit den Global Playern in den Bereichen Diagnostik, Pharma etc. wurden vorbereitet. Kundenbeziehungen: BIOCRATES verfügt dank seiner starken Marktpräsenz bereits über zahlreiche Kunden im akademischen Forschungs- wie im Pharmabereich. Diese Kundenbasis hat BIOCRATES durch Intensivierung seiner Verkaufs-Aktivitäten weiter ausgebaut. Dazu gehörten regelmäßiger persönlicher Kontakt mit den Kunden durch die eigene Vertriebsmannschaft sowie regelmäßige Schulungen und Auftritte des Unternehmens auf Fachmessen im In- und Ausland. Durch solche Kundenbindungsmaßnahmen konnte sich BIOCRATES den Kunden als wichtiger und unverzichtbarer Partner im Bereich der Forschung und Diagnostik präsentieren. Ausblick In den kommenden zwei Jahren will BIOCRATES den Vertrieb der hauseigenen Kits weiter vorantreiben. Ein weiteres Ziel ist die Erweiterung der Palette der Kits. Die hauseigene Biomarker-Entwicklung kann hierzu entscheidende inhaltliche Inputs liefern. Auch das Servicegeschäft wird mit dem Ziel betrieben, im nächsten Jahr die Profitabilität des Unternehmens zu erreichen. Die angestrebten strategischen Partnerschaften werden das Unternehmen in der Wahrnehmung der Marktteilnehmer weiter stärken und zur Wertsteigerung von BIOCRATES beitragen. Mit dem Vertrauen und den zugesicherten Finanzierungen unserer Aktionäre ist ein Durchbruch in den verschiedenen Geschäftsbereichen in absehbarer Zeit möglich. b) Externe Analyse durch BioMedServices Mit aussagekräftigen Biomarkern Krankheiten diagnostizieren und die Entwicklung wirksamer Medikamente unterstützen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die BIOCRATES Life Sciences AG entwickelt und vermarktet In-vitro-Diagnostika (IVD) für die biowissenschaftliche Forschung sowie zur Krankheitsfrüherkennung und -überwachung in der Endokrinologie/Diabetologie, Nephrologie und Onkologie. Das Know-how wird in Form von Produkten und kundenspezifischen Dienstleistungen angeboten. Das Unternehmen hat sich auf die Untersuchung niedermolekularer Zwischenprodukte des Stoffwechsels, sogenannter Metaboliten, spezialisiert: Aminosäuren, Fettsäuren, Zucker und andere Stoffklassen, die dem Körper als Energiestoffe und Hormone beziehungsweise Signalstoffe dienen und die Stoffwechselstörungen sowie Membran- und andere Zellschädigungen anzeigen. Dieses Feld wird auch als Metabolomik bezeichnet. Technologische Basis sind proprietäre begleitende Materialien und Software (als Komplettpaket bzw. Kit angeboten) für die massenspektrometrische Untersuchung von Metaboliten. Die Massenspektrometrie (MS) zeichnet sich durch die höchste Präzision, Sensitivität, Spezifität und Reproduzierbarkeit innerhalb der Bioanalytik und Labormedizin aus. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Das Unternehmen ist Vorreiter in der Entwicklung metabolombasierter MS-Kits. Diese wurden in einem jüngst im Springer-Verlag aufgelegten Handbuch zu Biomarkern als best known bezeichnet. BIOCRATES hat in Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,78 - MIG , ,14 - MIG , ,89 - MIG , ,35 - MIG , ,94 - MIG , ,57 - MIG , ,57 - [ Leistungsbilanz ]

71 [ BIOCRATES Life Sciences AG Die Beteiligungsunternehmen ] den letzten Jahren eine automatisierte und qualitätskontrollierte Technologieplattform für die Bestimmung von bis zu 1000 Metaboliten etabliert. Die Kits heben sich durch folgende Merkmale hervor: präzise, standardisierte, reproduzierbare und simultane Identifizierung und Quantifizierung einer Vielzahl von krankheitsrelevanten Metaboliten verschiedener Stoffklassen aus geringsten Probenmengen im Hochdurchsatz. Vermarktet werden sie zur Anwendung mit massenspektrometrischen Geräten in der wissenschaftlichen Forschung und seit Kurzem auch in der klinischen Diagnostik (Steroidhormonkit SteroIDQ ). Das Vertriebsmodell ist vergleichbar mit dem von Druckern und Druckerpatronen: Der Verkauf der Verbrauchsmaterialien kann einen wesentlichen Teil der Wertschöpfung einnehmen. Weitere Strategie ist hier die verstärkte Zusammenarbeit mit führenden Herstellern von Massenspektrometern und Probenvorbereitungssystemen. Zu weiteren Erkenntnissen der metabolombasierten Biomarker-Forschung tragen die im Dienstleistungsgeschäft abgeschlossenen Partnerschaften mit Pharmaunternehmen sowie Kooperationen mit Forschungseinrichtungen bei. Das Metabolom stellt den funktionellen Endpunkt der physiologischen und pathophysiologischen Stoffwechselprozesse eines Organismus dar. Veränderungen geben daher unmittelbaren Aufschluss über die Reaktionen von Organismen auf genetische Veränderungen und umweltbedingte Einflüsse wie Ernährung, Sport oder Medikation. Demzufolge wird der umfassenden Analyse des Metaboloms eine zunehmend große Bedeutung im Vergleich mit anderen Ebenen der modernen IVD (Genomik, Transkriptomik, Proteomik) zugemessen. Im Vergleich zur herkömmlichen IVD kann die Bestimmung von dynamischen Stoffwechselveränderungen beispielsweise ein sehr frühes Stadium des Diabetes diagnostizieren; Jahre, bevor es ein Blutzuckertest ans Licht bringen würde. Schließlich wird mit dem BIOCRATES-Ansatz die Abkehr von der monoparametrischen hin zur multiparametrischen Diagnostik unterstützt. Entwicklung 2011 Im Jahr 2011 konnte BIOCRATES die bereits auf dem Markt befindlichen Produkte und Dienstleistungen weiter etablieren und die Umsätze erhöhen. Neu eingeführt wurde der erste als In-vitro-Diagnostikum zertifizierte SteroIDQ-Test, womit dem Unternehmen nun auch der Markteintritt in klinische Anwendungen gelang. Darüber hinaus wurden strategische Partnerschaften mit großen Geräteherstellern sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen eingegangen. Positiv zu sehen sind auch die aktive Pflege von Kundenbeziehungen sowie die Bemühungen, die Kits als Goldstandard und folglich BIOCRATES als Marke und Partner des Vertrauens zu positionieren. Abschließende Beurteilung und Ausblick Das Know-how des Unternehmens fußt auf langjährigen Erfahrungen in der Routinediagnostik angeborener Stoffwechselstörungen. Die Mehrheit der wesentlichen Stoffwechselwege ist aufgeklärt und in den meisten Fällen sehr detailliert beschrieben worden. Die molekulare Diagnostik reicht heute zudem weit über die reine Krankheitserkennung hinaus: Über die Erforschung der Biomarker lassen sich relevante Zielstrukturen für Medikamente sowie der Nachweis deren Wirksamkeit in klinischen Studien besser bestimmen. Auch ist die Definition von Patienten-Untergruppen (Stratifizierung) für klinische Studien möglich, die diese schneller und kostengünstiger durchführen lässt. Neben der Anwendung in der Grundlagenforschung, der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung sowie der klinischen Forschung und Diagnostik können die BIOCRATES-Tests auch in der Nahrungsmittelindustrie sowie den Ernährungswissenschaften eingesetzt werden. Das Unternehmen hat sich dank der Investitionen von einem reinen Dienstleister zu einem marktfähigen Produktentwickler gewandelt. [ Leistungsbilanz ]

72 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] 6. BioNTech AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Mainz, Deutschland Grundkapital: EUR ,00, eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister: AG Mainz, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die BioNTech AG wurde 2008 von Prof. Dr. Ugur Sahin gegründet. Prof. Dr. Ugur Sahin ist Mitglied des Vorstandes und leitet das Unternehmen zusammen mit Dipl.- Kfm. Michael Kring (CFO). Produkte, Dienstleistungen Die BioNTech AG (Biopharmaceutical New Technology) entwickelt innovative, hochpotente und gut verträgliche Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen sowie biomarkerbasierte diagnostische Ansätze. Unter dem Dach der Holding operieren mehrere Tochterfirmen mit jeweils eigenen Geschäftsmodellen, Technologie- und Patentportfolios. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Das Produktportfolio der BioNTech AG bietet Patienten den größten Vorteil durch seinen maßgeschneiderten Ansatz und eine synergistische Kombination der entwickelten Therapeutika. Vor allem der personalisierte Einsatz von zielgerichteten Immun-Therapeutika und die Anwendung von Kombinationen versprechen deutlich gesteigerte klinische Effekte mit verlängertem Überleben bei geringen Nebenwirkungen. Langfristige Ziele Das Ziel der BioNTech AG ist eine patientenorientierte Arzneimittelentwicklung, die für jeden Krebspatienten maßgeschneiderte Medikamente mit hoher Wirksamkeit und guter Verträglichkeit bereitstellt. Strategie Zur Umsetzung dieser Vision tragen ausgereifte innovative Konzepte, erfahrene Mitarbeiter, preisgekrönte Cutting-Edge-Technologien, transdisziplinäres Know-how und ein breites Patentportfolio bei. Das Unternehmen bildet die komplette Wertschöpfungskette von wissenschaftlicher Innovation, Leitstrukturentwicklung, Herstellung in Arzneimittelqualität und klinischer Testung bis zum Wirksamkeitsnachweis ab. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im August 2011 erhielt ein Tochterunternehmen der BioNTech AG die Herstellungsgenehmigung für zwei RNS-basierte Krebs-Impfstoffe. Damit gehört diese Tochtergesellschaft zu den wenigen Unternehmen weltweit, die langkettige RNS als Arzneimittel für die direkte Anwendung am Patienten herstellen dürfen. In Kombination mit der bereits bestehenden Herstellungserlaubnis für Zell- und Gentherapeutika ist dies eine einzigartige Grundlage und baut die Kompetenzen der BioNTech-Gruppe weiter aus. Als Dachgesellschaft im BioNTech-Konzern werden in der BioNTech AG zentrale Funktionen aufgebaut und die Dienste den Tochtergesellschaften zur Verfügung gestellt. Unternehmen: Alle Teams wurden kontinuierlich mit Leistungsträgern und Gerätschaften verstärkt und sinnvoll ergänzt. So sind heute, im dritten Jahr nach Gründung, bereits mehr als 180 Mitarbeiter an drei Standorten für die BioNTech-Gruppe tätig. Ausblick Zentrales Ziel der BioNTech-Gruppe ist die Initiierung präklinischer und klinischer Projekte und damit einhergehend eine Wertsteigerung in der Unternehmensgruppe, die nachfolgend im Einzelnen dargestellt wird. EUFETS GmbH Die EUFETS GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Geschäftsführer sind Dr. Klaus Kühlcke (Biologe, Uni Hamburg, Heinrich-Pette Institut) und Volker Jenzelewski (Biologe, Uni Münster, Rhein Biotech). Die EUFETS GmbH erbringt hochwertige Dienstleistungen als Lohnhersteller und Auftragslabor im Bereich innovativer medizinischer Therapien, insbesondere Gen- und Zelltherapien. Produkte und Dienstleistungen: EUFETS unterstützt mit einem integrierten Dienstleistungsspektrum Kunden von der Prozessentwicklung über die Herstellung, Testung und Freigabe klinischer Prüfmuster bis zur Beantragung klinischer Studien. Das Unternehmen hält Zertifizierungen nach GLP sowie GMP. EUFETS bildet die gesamte Kette vom Gen des Interesses zum freigegebenen klinischen Prüfmuster für die retrovirale Gentherapie und [ Leistungsbilanz ]

73 [ BioNTech AG Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 91,26 % 3,54 % MIG 7 1,15 % MIG 8 4,05 % MIG 9 die genetische Modifikation von Patientenzellen entwicklungs- und produktionsseitig ab. Ein weiterer Dienstleistungsschwerpunkt ist die Testung von Produkten wie monoklonalen Antikörpern in maßgeschneiderten, zellkulturbasierten Testsystemen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: EUFETS adressiert in einem wachsenden Markt als Auftragsentwickler/Auftragshersteller zum einen forschende akademische Zentren und Firmen, die sogenannte Advanced Medicinal Products entwickeln, zum anderen Unternehmen, die neuartige oder biogenerische Produkte entwickeln und funktional charakterisieren müssen. Aufgrund der langjährigen Expertise in diesem Bereich und spezialisierter Ausstattung kann EUFETS auch spezielle Kundenbedürfnisse professionell und flexibel realisieren. Gegenwärtig gibt es in Europa kaum gleichwertige privatwirtschaftliche Auftragsentwickler und -hersteller im Bereich retroviraler Gentherapie und Zelltherapie. Langfristige Ziele: EUFETS will seine Marktposition im Bereich Auftragsentwicklung/Auftragsherstellung ausbauen. Zu diesem Zweck sollen zum einen die Herstelltechnologie für virale Vektoren technologisch diversifiziert und molekulare Vektoren wie RNS zusätzlich genutzt werden. Um das Ziel zu erreichen, setzt EUFETS außerdem auf maßgeschneiderte Designerzelllinien und darauf aufbauende, standardisierte Tests. Strategie: Die anspruchsvolle technologische Diversifizierung soll im Rahmen anwendungsbezogener Zusammenarbeit mit erstklassigen akademischen Einrichtungen sowie forschungsaktiven Unternehmen erfolgen. Die öffentliche Förderung z. B. durch die EU und das BMBF wird angestrebt. Die angewandten Entwicklungsprojekte und daraus erwachsenden neuen Technologien sollen die Technologieführerschaft sichern und mittelfristig in Aufträge für die Herstellung von Produkten münden. Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Zusammen mit der Ribological GmbH (verbundenes Unternehmen) wurde die Technologie zur Herstellung und Analyse von RNS etabliert. Zwei hauseigene Designerzelllinien wurden für die Anwendung in speziellen Funktionstests validiert und in der Folge für die Testentwicklung im Kundenauftrag eingesetzt. Die Entwicklung eines neuen Herstellverfahrens für hochgereinigte virale Vektoren wurde erfolgreich fortgeführt. Entwicklungen des Unternehmens im Jahr 2011: Im Jahr 2011 wurden elf neue Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens (Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung) eingestellt. Die Rekrutierung von im Pharmaumfeld berufserfahrenen Mitarbeitern erwies sich als schwierig. Es wurde mit dem Ausbau einer weiteren Mehrzweckanlage mit 260 m² Reinraumfläche durch Modifikation bestehender Räume begonnen, Labore wurden funktional umorganisiert und moderne Geräte und Anlagen für neue Produkte angeschafft. Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: EUFETS ist Partner in mehreren vom FP7-Programm der EU geförderten, überwiegend akademisch ausgerichteten Konsortien, die sich mit der Entwicklung von Gentherapien in verschiedenen Erbkrankheiten beschäftigen. Entwicklungen der Kundenbeziehungen im Jahr 2011: Nach gemeinsamer Verfahrensentwicklung konnten erstmals klinische Prüfmuster eines Tumorvakzins für die Ribological GmbH (verbundenes Unternehmen) hergestellt werden. Parallel zu dieser fordernden Aufgabe wurden die Beziehungen zu Kunden für virale Gentherapievektoren erfolgreich gepflegt. Im Bereich Auftragstestung konnten neue Kunden gewonnen werden, darunter ein großer Pharmahersteller. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,00 - MIG , ,00 - MIG , ,00 - [ Leistungsbilanz ]

74 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] Ausblick: EUFETS strebt die Inbetriebnahme der zusätzlichen Produktionsräume und die Produktion weiterer Tumorvakzine für verbundene Unternehmen an. Wie im Jahr 2011 sollen der Markt für Gen- und Zelltherapie aktiv bearbeitet und Produkte für internationale Kunden hergestellt werden. Die Entwicklung des neuen Herstellverfahrens für gereinigte, virale Vektoren soll zur GMP-Reife gebracht werden. Es ist geplant, den Umsatz weiter zu steigern, um erbrachte Etablierungs- und Entwicklungsleistungen mittelfristig zu refinanzieren. Dies könnte im Rahmen wirtschaftlicher Unsicherheit bzw. möglicherweise restriktiver Fördermittelvergabe an akademische Auftraggeber verzögert werden. JPT Peptide Technologies GmbH Die JPT Peptide Technologies GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Sie wurde im Jahr 2004 aus der Jerini AG ausgegründet und wird von dem ehemaligen Geschäftsbereichsleiter Dr. Holger Wenschuh (CEO; Chemiker; Jerini AG, Chemotopix GmbH, MPI für Infektionsbiologie, Perseptive Biosystems, Inc., University of Massachusetts, Leibniz Institut für Molekulare Pharmakologie) und von Dr. Ulf Reimer (Head R&D; Jerini AG; Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.; Max-Planck Research Group Halle) geleitet. JPT Peptide Technologies ist ein Forschungsund Entwicklungspartner sowie Dienstleister für peptidbasierte Projekte in den Bereichen Vakzinentwicklung, Biomarker Discovery, Immundiagnostika und klinisches Immunmonitoring. Produkte und Dienstleistungen: Die Innovationskraft von JPT basiert auf einer Reihe von patentierten Verfahren und spezifischem Know-how in der chemischen Hochdurchsatzsynthese von Peptiden (PepSpotTM), in Design und Verwendung von Peptidmikroarrays für serologisches Profiling (PepStarTM), in der Herstellung von antigenüberspannenden Peptidpools für zellbasiertes Immunmonitoring und Immunotherapie (PepMixTM) und in der Herstellung definierter Peptidstandards für die Proteomanalyse (SpikeTidesTM). Die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens genügen sowohl den ISO 9001 : 2008 Standards als auch den GCLP-Richtlinien. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: JPT ist ein Dienstleister für die industrielle und akademische Forschung und Entwicklung der Pharma- und Biotechbranche. Die Hauptapplikationsmärkte sind die Vakzin- und Immuntherapieentwicklungen und Biomarker Discovery für neue Immundiagnostika und personalisierte Medizinansätze. Die geografischen Hauptmärkte sind gegenwärtig Nordamerika und Europa. Durch den Technologievorsprung und die hohe und regulierte Qualität der Produkte verfügt JPT über eine solide Marktposition, die aber zunehmend durch Nachahmer aus dem asiatischen Raum herausgefordert wird. Um dem zunehmenden Druck standzuhalten, hat JPT das Profil des Unternehmens deutlich diversifiziert und tritt seit 2011 mit einem dreigefächerten Geschäftsmodell auf (Katalogprodukte, Dienstleistungen und R&D-Partnerschaften). Langfristige Ziele: JPT strebt an, in Forschungs- und Entwicklungskooperationen an der Wertschöpfung der entwickelten Endprodukte (Biomarker, Diagnostika, individualisierte Therapien) zu partizipieren, um sich zunehmend unabhängig von zyklischen Entwicklungen des Marktes und der asiatischen Konkurrenz zu machen. Strategie: Zur Erreichung der o. g. Ziele werden durch Pilotprojekte mit Biotech- und Pharmaunternehmen sowie Non-Profit-Organisationen in verschiedenen klinischen Indikationen die Vorteile der JPT-Technologien herausgearbeitet. Dies hat zum Ziel, mit erfolgreichen Fallstudien den Markt zu überzeugen, die Überlegenheit der Technologie sichtbarer zu machen und Entwicklungspartner zu akquirieren. Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Im Geschäftsjahr 2011 wurde das Produktportfolio deutlich erweitert. Neben klassischen peptidbasierten Dienstleistungen werden nun auch hunderte von Katalogprodukten über einen neu etablierten Webshop vertrieben. Darüber hinaus bietet JPT seit April 2011 Expertise auch im Rahmen von FTE-basierten R&D-Kooperationen an. Die geschützte Peptidmikroarray-Technologie konnte im Rahmen einer Korrelationsstudie die immunologische Erklärung für den erstmaligen Erfolg einer HIV-Vakzinierungsstudie (RV144 Thailand Studie) liefern. Darüber hinaus konnte die Plattform in drei weiteren Indikationen (Krebs, SIV und TB) ihr Potenzial zur Identifizierung neuer Biomarker und zum Immunmonitoring unter Beweis stellen. [ Leistungsbilanz ]

75 [ BioNTech AG Die Beteiligungsunternehmen ] Entwicklungen des Unternehmens im Jahr 2011: JPT hat weiter in den Ausbau einer schlagkräftigen R&D-Abteilung und die Verbesserung der Infrastruktur in den Bereichen Peptidarrays und Medizinalchemie investiert. Ein Experte aus dem Bereich Vakzinentwicklung verstärkt seit 2011 die Abteilung Business Development & Sales. Des Weiteren wurde der Bereich Customer Support weiter ausgebaut. Durch diese Maßnahmen konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes (Kostensenkungsprogramme in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Pharmaindustrie und auslaufende Konjunktur- Programme) die Zahl der Aufträge im Vergleich zum Jahr 2010 um fast 20 % gesteigert werden. Im Ergebnis war es möglich, auch den Umsatz erneut leicht zu steigern. Das EBIT lag über dem Plan. Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: Das Biomarker-Entwicklungsprojekt mit der Theracode GmbH wurde fortgesetzt und führte zu einer weiteren Verbesserung der Robustheit der JPT-Peptidarray-Plattform. Darüber hinaus konnte mit dem Screening nach peptidbasierten Biomarkern in einer Krebsindikation begonnen werden. Mit einem spanischen Partner (IUCT) wurde ein von der EU gefördertes Projekt zur Entwicklung von nukleosid-konjugierten Peptiden als neuartige Therapieoption für Tumoren begonnen. Weiterhin wurde ein Forschungsprojekt gestartet, welches die Entwicklung von Kits zur quantitativen Proteomanalyse zum Ziel hat. Entwicklungen der Kundenbeziehungen im Jahr 2011: Durch die Verstärkung der Marketingaktivitäten und den personellen Ausbau in Business Development, Marketing & Sales konnte eine deutliche Zunahme der Marktpräsenz erreicht werden. Diese positive Entwicklung spiegelte sich auch in der Zunahme der Auftragszahlen (ca. 20 % Steigerung im Vergleich zum Vorjahr) und der Anzahl der aktiven Kunden (1050 im Jahr 2011 gegenüber 880 im Jahr 2010) wider. Ausblick: JPT plant für 2012 den Abschluss von 2 3 weiteren Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit dem Ziel, am Wertschöpfungspotenzial der eigenen Plattformen zu partizipieren. Weiterhin sollen 3 5 neue peptidbasierte Produkte fertiggestellt und am Markt platziert werden. Schließlich ist geplant, weitere 5 6 Pilotstudien für die eigene Peptidmikroarray-Technologie zu akquirieren und eine erste strategische Partnerschaft in diesem Bereich zu verhandeln. Das besondere Augenmerk wird dabei auf einer weiterhin stabilen Ertragslage und auf der Entwicklung werthaltiger Kooperationen liegen. Herausforderungen stellen vor allem weitere Einsparungs- und Kostensenkungsprogramme der Pharmabranche, die besonders die präklinische Forschung betreffen. Ribological GmbH Die Ribological GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Sie wurde gegründet und wird geleitet von den Mitgliedern der Geschäftsführung Prof. Dr. Ugur Sahin (Mediziner, Scientific Director; Vorstand der BioNTech AG) und Michael Kring (Kaufmann, Commercial Director, Vorstand der BioNTech AG). Das Unternehmen hat die Entwicklung von RNS-basierten Therapeutika maligner Erkrankungen als Hauptziel. Produkte und Dienstleistungen: Ribological entwickelt innovative und gut verträgliche RNS-Vakzine. Hierzu steht dem Unternehmen neben einem umfangreichen Technologie- und Patentportfolio für eine optimierte RNS-Leitstrukturentwicklung und -produktion auch ein exklusiver Zugriff auf eine umfangreiche Bibliothek patentgeschützter Zielantigene zur Verfügung. In synergistischer Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma EUFETS GmbH wurde ein GMP-Produktionsprozess etabliert, mit dem RNS im kontrollierten Umfeld für klinische Studien produziert werden kann. Für den ersten Impfstoff der Ribological GmbH liegt inzwischen klinisches Material aus GMP-Produktionen vor, und eine klinische Studie der Phase I wurde im Dezember 2011 beantragt. Es wird damit gerechnet, dass die ersten Patienten im 2. Quartal 2012 im Rahmen der klinischen Studie mit dem Impfstoff behandelt werden können. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: Ribological zielt mit ihrer breit einsetzbaren Leitstrukturplattform und dem Zugriff auf ein großes Portfolio tumorspezifisch exprimierter Targets auf den gesamten onkologischen Markt ab. Im Bereich der Entwicklung von Immuntherapeutika, insbesondere der therapeutischen Impfstoffe, sind in den letzten Jahren eine Reihe von kleinen, mittleren und großen Firmen aus dem In- und Ausland in den Wettbewerb in diesen großen Markt eingetreten. Ribological sieht sich in diesem Wettbewerb durch ihre [ Leistungsbilanz ]

76 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] Alleinstellungsmerkmale sehr gut aufgestellt. Deshalb kann das Unternehmen zum einen den hohen medizinischen Bedarf, der in vielen Krebsindikationen auch trotz der Entwicklung von Wettbewerbern noch herrscht, erfolgreich adressieren. Zum anderen können entwickelte Produkte durch eigene Patente wirkungsvoll vor Wettbewerbern geschützt werden. Das Unternehmen verfügt über eine duale Verwertungsstrategie. Diese beruht einerseits auf der eigenständigen klinischen Entwicklung von Therapeutika in der Onkologie, die zum jeweils idealen Zeitpunkt verpartnert oder auslizensiert werden können. Andererseits plant Ribological, Lizenzen aus dem eigenen Technologieportfolio für Produktentwicklungen in nicht-onkologischen Indikationen an externe Partner zu vergeben. Langfristige Ziele: Langfristig strebt Ribological an, mehrere wirksame und nebenwirkungsarme RNS-Vakzine für unterschiedliche Krebs-Indikationen erfolgreich zu entwickeln. Die Firma beginnt ab 2012 mit der Entfaltung des Produktportfolios, dessen Pipeline die Entwicklung von Impfstoffen gegen das maligne Melanom, Mammakarzinome und Ovarialkarzinome vorsieht. Zusätzlich entwickelt Ribological hoch innovative Ansätze zur Entwicklung personalisierter Impfstoffe, die gegen patientenspezifische Tumormutationen gerichtet sind. Strategie: Ribological strebt an, die Produktentwicklung bis in fortgeschrittene Stadien hinein eigenständig durchzuführen. Projekte sollen erst nach maximaler Wertschöpfung innerhalb des Unternehmens abgegeben oder extern verpartnert werden. Die Umsetzungsstrategie beinhaltet zudem die synergistische Zusammenarbeit von Ribological mit den Schwesterfirmen der BioN- Tech AG in der GMP-Produktion (EUFETS GmbH) und der Biomarkerentwicklung zur rationalen Statifizierung von Patienten (Theracode). Des Weiteren arbeitet Ribological mit Institutionen der Universitätsmedizin zusammen, aus der das Unternehmen ausgegründet wurde. Diese Verbindung zu einem der führenden Think-Tanks im Bereich Immuno-Onkologie unterstützt die weitere Entwicklung und ständige Innovation des Produktportfolios. Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Im Geschäftsjahr 2011 wurde erstmals RNS nach GMP ( Gute Herstellungspraxis ) für klinische Studien produziert. Die EUFETS GmbH erhielt daraufhin für diesen Prozess eine Herstellerlaubnis. Ribological beantragte anschließend eine Genehmigung für eine klinische Prüfung der Phase I mit dem RNS-Vakzin gegen das maligne Melanom, die planungsgemäß im 2. Quartal 2012 starten soll. Parallel wurde von Ribological ein Prozess zur nanopartikulären Formulierung der RNS entwickelt, die diese vor Abbauvorgängen schützt und dadurch zu einer signifikant höheren Potenz führt. Entwicklungen des Unternehmens im Jahr 2011: Im Jahr 2011 stellte Ribological 16 neue Mitarbeiter ein. Diese arbeiten zum einen im Bereich Forschung und Entwicklung, wo sie bei der Verbesserung der RNS-Plattformtechnologie sowie der Entwicklung von Nanopartikeln für die Darreichung von RNS bei systemischer Gabe tätig sind. Zum anderen verstärken die neuen Mitarbeiter den Bereich der klinischen Forschung bei der Planung und Durchführung der anstehenden klinischen Studien. Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: Eine im Jahr 2010 begonnene Kooperation mit der Universität Warschau zur Etablierung der Produktion eines wesentlichen Bausteins für die RNS-Synthese unter GMP konnte im Jahr 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Dadurch kann Ribological diese patentgeschützte Technologie in die erste Produktentwicklung einbringen. Um den Bedarf des Bausteins für die zukünftigen Projekte sicherzustellen, wurden 2011 darüber hinaus Zusammenarbeiten mit drei Lohnherstellern initiiert, um so einen strategischen Partner für die Zukunft zu finden. Entwicklungen der Kundenbeziehungen im Jahr 2011: Ribological hat im Jahr 2011 mit der Initiierung der eigenständigen klinischen Produktentwicklung begonnen und hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Kunden. Ausblick: Das Unternehmen strebt 2012 die Durchführung der ersten Phase-Ia/b-Studie mit einem RNS- Vakzin gegen malignes Melanom an, die je nach Rekrutierungszahl der Patienten auch noch 2013 andauern [ Leistungsbilanz ]

77 [ BioNTech AG Die Beteiligungsunternehmen ] wird. Parallel ist geplant, den Prozess der Produktion von Nanopartikeln zur EUFETS GmbH zu transferieren und dort als GMP-Prozess mit Herstellungserlaubnis zu etablieren. Zudem ist es vorgesehen, noch 2012 die GMP-Produktion für klinisches Material für das zweite Entwicklungsprojekt beim Mammakarzinom durchzuführen. Die größte Herausforderung liegt im kontrollierten Wachstum des Unternehmens, um die Integration entlang der Wertschöpfungskette sowie die parallele Initiation und erfolgreiche Durchführung mehrerer klinischer Produktentwicklungen gewährleisten zu können. Theracode GmbH Die Theracode GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Theracode wurde gegründet und wird geleitet von den Mitgliedern der Geschäftsführung Prof. Dr. Ugur Sahin (Mediziner, Scientific Director; Vorstand der BioNTech AG) und Michael Kring (Kaufmann, Commercial Director, Vorstand der BioN- Tech AG) sowie Dr. Michael Oed (Biologe, VP Development/QM, vormals Director Development&Production, mtm laboratories, Heidelberg). Theracode ist ein auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Krebsdiagnostik-Produkte spezialisiertes Biotechnologieunternehmen, das tumorrelevante Zielstrukturen sowie patientenspezifische molekulare und immunologische Signaturen identifiziert, präklinisch validiert und der Entwicklung von neuartigen Diagnostik-Produkten (In-Vitro-Diagnostika, IVDs ) direkt zuführt. Produkte und Dienstleistungen: Theracode fokussiert sich mit seinen IVD-Produkten auf zwei unterschiedliche medizinische Anwendungsbereiche. Den Kern bilden sog. Companion-Diagnostik-Produkte, die in Kombination mit therapeutischen Leitstrukturen der Töchter der BioNTech AG zur Therapiestratifizierung oder zum Therapiemonitoring eingesetzt werden können. Die zweite Säule bilden Produkte für die Krebsfrüherkennung, die auf krebsspezifischen molekularen und immunologischen Markern beruhen. Theracode betreibt alle Aktivitäten unter den internationalen Normen DIN EN ISO 9001:2008 und : 2003+AC : 2009; Ziel ist eine Zertifizierung durch die benannte Stelle für die Geschäftsbereiche Entwicklung, Herstellung und Vertrieb im Jahr Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: Zielmärkte für die Produkte des Unternehmens sind klinisch-chemische und pathologische Labore (privat und Krankenhaus); die Produkte sollen weltweit (Fokus: entwickelte Industrienationen) vermarktet und angewendet werden. Das Fundament für die Produktentwicklung beruht zum einen auf dem patentierten Biomarker-Portfolio der BioNTech AG sowie auf hochmodernen Hochdurchsatz- Biomarker-Discovery-Plattformen. Theracode bündelt alle Anstrengungen der Töchter der BioNTech-Gruppe bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Medizinprodukten; hierbei partizipiert die Firma an der IP der verbundenen Unternehmen und generiert eigene Schutzrechte. Langfristige Ziele: Langfristig strebt Theracode an, (i) als eigenständiges, zertifiziertes Unternehmen den hohen weltweiten Bedarf an Stratifizierungswerkzeugen für individualisierte Therapien zu bedienen und in diesem Marktsegment die Führung zu übernehmen sowie (ii) eine Reihe völlig neuartiger Diagnostikprodukte zur Früherkennung von Krebserkrankungen zu entwickeln. Strategie: Durch die enge Verzahnung mit den Konzerntöchtern der BioNTech AG und dem Institut für translationale Onkologie (TRON), Mainz, ist der Zugang zu Entwicklungsprojekten garantiert. Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Im Geschäftsjahr 2011 wurde erstmals eine normkonforme Produktentwicklung gestartet. Das Projekt verläuft planmäßig. Ziel ist es, das Projekt im ersten Halbjahr 2012 mit der Ausbietung eines ersten IVDs abzuschließen. Entwicklungen des Unternehmens im Jahr 2011: Im Jahr 2011 konnten zwei wissenschaftliche und vier technische Mitarbeiter für das Unternehmen gewonnen werden. Damit wurden die Ziele im Bereich HR erfolgreich umgesetzt. Durch den Audit-Report vom 16. Mai 2011 wird dem QM-System der Theracode GmbH durch die Benannte Stelle ein hohes Niveau bescheinigt. Das Vor- Audit ergab keinerlei Abweichungen der Schweregrade major, produktsicherheitsrelevant oder minor. Somit kann davon ausgegangen werden, dass sämtliche Geschäftsprozesse des Unternehmens derzeit normkonform durchgeführt werden. [ Leistungsbilanz ]

78 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: Theracode kooperiert eng mit der TRON ggmbh, Mainz. Ausblick: Ein Schwerpunkt stellt die Produktentwicklung des ersten marktgängigen Theracode-Produkts dar. Die Phase B der Produktentwicklung wurde wie geplant im 4. Quartal 2011 begonnen. Die Übertragung in die Produktion ist für das 2. Quartal 2012 geplant. Im ersten Halbjahr 2012 wird die Theracode GmbH ihr erstes CE-markiertes IVDD ausbieten. Im gleichen Zeitraum erfolgt die Zertifizierung des Unternehmens nach den internationalen Normen DIN EN ISO 9001 : 2008 und : 2003+AC : Mit Abschluss des o. g. Projektes und erfolgreicher Zertifizierung durch die Benannte Stelle hat sich Theracode als Entwickler und Hersteller von Medizinprodukten etabliert. Der Abschluss des Proof-of-Concept-Projektes Lung Cancer SeroScreen im ersten Halbjahr 2012 stellt den Startpunkt der normkonformen Produktentwicklung eines IVD-Produktes mit sehr hohem kommerziellen Potenzial dar. Dieses Produkt wird in der Lage sein, mit sehr hoher Spezifität und hoher Sensitivität die Tumorerkrankungen in einem frühen Stadium zu entdecken und einer Behandlung zuzuführen. Tulip GmbH Die Tulip GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Die Tulip GmbH wurde gegründet und wird geleitet von den Mitgliedern der Geschäftsführung Prof. Dr. Ugur Sahin (Mediziner, Scientific Director; Vorstand der BioNTech AG) und Michael Kring (Kaufmann, Commercial Director, Vorstand der BioN- Tech AG). Es handelt sich um ein Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences/Krebs-Immuntherapie. Produkte und Dienstleistungen: Tulip entwickelt innovative, hochpotente und gut verträgliche, auf Bio-Nanopartikel basierende Impfstoffe zur Prophylaxe und Therapie von Krebserkrankungen. Im Unterschied zur passiven Immunisierung mit monoklonalen Antikörpern eignen sich die von der Tulip GmbH entwickelten Vakzine zur aktiven Immunisierung und sind in der Lage, patienteneigene Antikörper zu induzieren, die hochselektiv und konformationsspezifisch Zielmoleküle auf der Oberfläche von Krebszellen erkennen und nachfolgend zelltötende Effektorfunktionen auslösen. Die Tulip-Technologieplattform ist patentrechtlich geschützt. Ferner besitzt Tulip als Tochtergesellschaft der BioNTech AG exklusive Nutzungsrechte für eine umfassende proprietäre Bibliothek von tumor-assoziierten Antigenen, die es erlauben, eine Vielzahl solider Tumore zu adressieren. Die von Tulip entwickelten Impfstoffe lassen sich kostengünstig in großen Mengen unter Anforderungen der Good Manufacturing Practice (GMP) herstellen und sind nach geeigneter Formulierung längerfristig in Raumtemperatur stabil. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: Zielmarkt für die Produkte der Tulip GmbH ist primär der Markt onkologischer Pharmazeutika im Bereich der Immuntherapeutika. Aufgrund der exklusiven Nutzungsrechte proprietärer Zielstrukturen existiert kein direkter Mitbewerber. Langfristige Ziele: Langfristig strebt Tulip an, Patienten und Medizinern neue Optionen zur Behandlung bisher nur schwer therapierbarer Krebserkrankungen zu liefern. Zielsetzung ist dabei die Schaffung neuer und die Erweiterung existierender Märkte, wie z. B. durch Verwendung von Antigen-Mimotopen. Strategie: Durch die Zusammenarbeit mit weiteren Tochterunternehmen der BioNTech AG (Ribological, Theracode) und die enge Kooperation mit biopharmazeutisch orientierten, gemeinnützigen Forschungseinrichtungen an der Universitätsmedizin Mainz (TRON) werden synergistische Effekte geschaffen, die es ermöglichen, nahezu sämtliche Fragestellungen innerhalb der Produktentwicklung der Tulip-Vakzine zu beantworten. Die strategische Zielsetzung der Tulip GmbH ist dabei generell die rasche und kostengünstige Translation einer Leitstruktur aus der Forschung und Entwicklung in die Klinik. Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Im Geschäftsjahr 2011 wurde vor allem die präklinische Entwicklung und Vorbereitung der Produktion (GMP-Prozessentwicklung und Formulierung) der Tulip-Leitstruktur TU001 vorangetrieben. Aufgrund technischer Hindernisse seitens eines Lohnherstellers konnte die GMP-Produktionskampagne nicht im Dezember 2011 begonnen werden, alle anderen Arbeiten sind jedoch im Zeitplan. Weiterer Fokus im Jahr 2011 war die Initiierung mehrerer Forschungs- und Ent- [ Leistungsbilanz ]

79 [ BioNTech AG Die Beteiligungsunternehmen ] wicklungsprojekte im Bereich von neuartigen, RNS-basierten Adjuvanzien, zur Kombination mit Tulip-Vakzinen sowie die Identifizierung von Zielstruktur-Mimotopen, die neue Einsatzgebiete der Tulip-Vakzine ermöglichen. Entwicklungen des Unternehmens im Jahr 2011: Es wurden zwei neue Beschäftigte (ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und ein technischer Angestellter) in Teilzeit angestellt. Ferner erfolgte in Kooperation mit weiteren Tochterunternehmen der BioNTech AG die Implementierung eines Qualitätssicherungssystems. Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: 2011 begann die operative Tätigkeit der Kooperation zwischen Tulip und der Lonza AG zur GMP-kompatiblen Prozessentwicklung und Drug-Substance-Produktion der Tulip-Leitstruktur TU001. Zudem schloss Tulip eine Entwicklungskooperation mit Coriolis Pharma, einem biopharmazeutisch orientierten Auftragsforschungsinstitut, zur Formulierungsentwicklung der Impfstoff-Leitstruktur ab. Ferner erfolgte 2011 eine Intensivierung der Kooperation zwischen Tulip und weiteren Tochterunternehmen der BioNTech AG sowie der TRON ggmbh. Ausblick: Tulip strebt 2012 den Abschluss der Formulierungsentwicklung und der GMP-Produktion der Impfstoff-Leitstruktur TU001 als Drug Substance sowie die nachfolgende Abfüllung als Drug Product für klinische Studien an. Ferner soll die präklinische Entwicklung für diese Impfstoff-Leitstruktur abgeschlossen werden, damit noch im Jahr 2012 die Genehmigung der ersten klinischen Studie beantragt werden kann. Im Rahmen der 2011 initiierten Forschungsvorhaben soll 2012 eine weitere Tulip-Vakzin-Leitstruktur identifiziert und in die präklinische Entwicklung transferiert werden. Im Bereich der RNS-Adjuvanzien sollen ebenfalls geeignete Kandidaten zur Weiterentwicklung identifiziert werden. Außerdem beabsichtigt Tulip, weitere Kooperationen mit Forschungsdienstleistern und universitären Arbeitsgruppen zur beschleunigten, zielgerichteten Entwicklung von Tulip-Vakzinen einzugehen. Zur Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsziele sollen Fördermittelanträge auf Länder- und Bundesebene gestellt werden. UniCell GmbH Die UniCell GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BioNTech AG. Sie wurde 2009 gegründet und wird geleitet von den Mitgliedern der Geschäftsführung Prof. Dr. Ugur Sahin (Mediziner, Scientific Director; Vorstand der BioNTech AG) und Michael Kring (Kaufmann, Commercial Director, Vorstand der BioNTech AG). UniCell hat sich auf die Entwicklung von Gen-Zelltherapeutika spezialisiert und verfügt über ein Technologieund Patentportfolio zur Nutzung von Zielstrukturen und optimierten Immunrezeptor-Leitstrukturen. Produkte und Dienstleistungen: UniCell entwickelt Verfahren und Prozesse zur Isolierung und immunologischen Validierung antigen-spezifischer T-Zell-Rezeptoren (TZR). Hierzu verfügt das Unternehmen über eine einzigartige, automatisierte Technologie-Plattform, welche die Hochdurchsatz-Klonierung von TZR im industriellen Maßstab erlaubt. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell: Die kurzfristige Zielsetzung der UniCell ist die Schaffung eines Schutzrechtspools als Ausgangsbasis für eine Positionierung in zukünftigen Märkten. Hierzu soll ein proprietäres Portfolio von rekombinanten TZR- und T-Zellepitopen identifiziert und charakterisiert werden, welches möglichst viele Krebsentitäten abdeckt. Die von UniCell identifizierten Epitope sind hierbei für die Entwicklung von neuartigen Vakzinen durch die Ribological GmbH von großer Bedeutung. Langfristige Ziele: Langfristig strebt UniCell die Nutzung von TZR-Leitstrukturen für ein therapeutisches Entwicklungsprogramm zum adoptiven Transfer TZR-reprogrammierter T-Zellen an. Strategie: Hierfür soll die weltgrößte TZR-Bibliothek generiert werden, die es erlaubt, für den Großteil aller Tumorpatienten krebszellhemmende Leitstrukturen bereitstellen zu können. Parallel zum Aufbau der TZR- Bibliothek werden Proof-of-Concept-Experimente zum Transfer TZR-reprogrammierter Lymphozyten durchgeführt, deren erfolgreicher Abschluss die Initiierung des klinischen Entwicklungsprogramms der UniCell GmbH einleiten wird. [ Leistungsbilanz ]

80 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Technologien im Jahr 2011: Im Geschäftsjahr 2011 hat die UniCell GmbH die Automation der TZR-Klonierungsplattform weiter vorangetrieben und ihr Portfolio an antigen-spezifischen TZR und korrespondierenden Epitopen erweitert. Durch diese Entwicklungen konnten eine Vielzahl neuer patentierbarer TZR und Epitope identifiziert werden. Entwicklungen der Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen im Jahr 2011: Die UniCell GmbH hat im Jahr 2011 den positiven Genehmigungsbescheid des beantragten Innotop-Projekts (Einzelbetriebliches Innovations- und Technologieförderungsprogramm Rheinland- Pfalz) erhalten. Die von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz genehmigte Fördersumme beträgt EUR ,00 über einen Zeitraum von drei Jahren. Entwicklungen der Kundenbeziehungen im Jahr 2011: In einer Kooperation mit der Universität Southampton konnten erfolgreich antigen-spezifische TZR aus dem Blut eines im Rahmen einer klinischen Studie vakzinierten Patienten gegen das entsprechende Impfantigen kloniert werden; diese könnten nun für die klinische Nutzung herangezogen werden. Ausblick: Im Jahre 2012 sollen mittels der etablierten Plattform weitere neue Tumortargets untersucht, d. h. T-Zellepitope identifiziert und hochaffine TZR gegen dieselben isoliert werden. Weiterhin sollen Prozesse für die Leitstruktur-Entwicklung etabliert und implementiert werden, die die vollständige Charakterisierung der klonierten TZR erlauben. Diese Prozesse sollen die Auswahl von TZR-Leitstrukturen sowie die Analyse modifizierter Varianten mit optimierten Eigenschaften für die klinische Anwendung erlauben. Für die Umsetzung der angestrebten Ziele wird der Mitarbeiterstamm der UniCell GmbH im Jahr 2012 erweitert. b) Externe Analyse durch BioMedServices Mit allen Waffen gegen den Krebs Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Als biopharmazeutisches Unternehmen entwickelt BioNTech neuartige molekulare Immuntherapien zur individualisierten Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen. Ein weiterer Fokus sind Biomarker beziehungsweise darauf basierende Tumor-Diagnostika. Die Aktiengesellschaft ist als Konzern mit sechs Töchtern unter dem Dach einer Holding organisiert. Drei der Tochtergesellschaften die Ribological GmbH, die Tulip GmbH sowie die UniCell GmbH beschäftigen sich mit der Entwicklung therapeutischer Impfstoffe gegen Krebs. Bei diesen wird das Immunsystem gegen den Krebs aktiviert, indem Tumorantigene zusätzlich von außen verabreicht werden und so eine Immunantwort auslösen, die den Krebs sozusagen auf natürliche Weise bekämpft. BioNTech verfolgt spezielle Konzepte zur Auslösung der Immunantwort. Bei dem Konzept der Ribological werden Antigene nicht direkt verabreicht, sondern die Behandlung sieht die Impfung mit dem Erbgut-Botenmolekül RNA vor. Aus der eingeschleusten RNA wird in den Zellen das Antigen gebildet, das die Immunantwort auslöst. Gegenüber reinen Peptid-Impfstoffen weisen die RNA- Vakzine möglicherweise Vorteile auf. Der Ansatz von Tulip koppelt die Tumorantigene an nicht-infektiöse virusartige Partikel (virus like particles, VLPs). Dies ermöglicht eine verstärkte Immunantwort, bei der sogar solche Antigene verwendbar sind, die sonst vom Körper nicht als fremd angesehen werden. Die UniCell GmbH baut auf ein weiteres Konzept, das sich auf die Rezeptoren fokussiert, die auf T-Zellen die Tumorantigene erkennen. Ziel der UniCell ist es, speziell designte T-Zellen herzustellen, die tumorantigen-spezifische T-Zellrezeptoren tragen und daher Krebszellen gezielt abtöten können. Hierfür werden patienteneigene T-Zellen mittels Gentransfer in ihrer Antigenspezifität neu ausgerichtet (Reprogrammierung) und an den Patienten zurückgegeben. Es handelt sich somit also um eine autologe Gen-Zelltherapie. Das Unternehmen ist in der Lage, tumorantigen-spezifische T-Zellrezeptoren ausfindig zu machen und sie mit einer einzigartigen Technologieplattform im Hochdurchsatz automatisiert herzustellen. [ Leistungsbilanz ]

81 [ BioNTech AG Die Beteiligungsunternehmen ] Die Diagnostik von Krebserkrankungen ist ein weiterer Schwerpunkt der BioNTech AG. Gebündelt werden die Aktivitäten im Tochterunternehmen Theracode GmbH. Ausgangspunkt für die diagnostischen Entwicklungen sind Biomarker. Biomarker sind körpereigene Substanzen, die einen bestimmten Gesundheits- oder Krankheitszustand anzeigen. Bei Krebs dienen unter anderem die Antigene auf den Krebszellen als Tumor-Biomarker. Tumorzellen können daher mit geeigneten Methoden im Grunde sehr früh diagnostiziert werden, lange bevor ein größeres Karzinom entsteht. Daneben werden Biomarker auch dafür eingesetzt, Patienten in klinischen Studien in Subgruppen einzuteilen (Stratifizierung). Ziel ist, Medikamente nur denjenigen Patienten zu verabreichen, die sich durch eine hohe Wahrscheinlichkeit der Ansprache auf das Medikament auszeichnen (Personalisierung). Zur Identifizierung von beispielsweise Peptid- Biomarkern nutzt BioNTech die Technologie der JPT GmbH. Das Unternehmen hat sich auf Dienstleistungen und Produkte rund um Peptide spezialisiert, die es ebenfalls externen Kunden anbietet und dadurch entsprechend eigene Umsätze erwirtschaftet. Neben der Begleitung der Forschung und Entwicklung in der BioNTech AG trägt JPT somit mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Die Gesellschaft stellt auch rund ein Drittel der Mitarbeiter der BioNTech-Gruppe. Ein weiteres Drittel an Beschäftigten sowie der restliche Umsatz entfällt im Konzern auf die Tochtergesellschaft EUFETS. Sie erbringt zertifizierte Dienstleistungen als Lohnhersteller und Auftragslabor und hat sich auf den Bereich Gen- und Zelltherapie spezialisiert. So produziert EUFETS Prüf muster mitsamt Analytik und Dokumentation für die Testung in klinischen Studien und berät bei deren Beantragung. Das Know-how der EUFETS GmbH ergänzt also hervorragend den Therapiefokus der Schwesterunternehmen. BioNTech steht am Übergang von der präklinischen in die klinische Entwicklung, also in einem noch relativ frühen Stadium der Arzneimittelentwicklung, die insgesamt mehr als zehn Jahre dauern kann. Dies trifft für die Töchter Ribological und Tulip zu. Die Projekte in der UniCell sind in der Wertschöpfungskette sogar noch früher einzuordnen, sie befinden sich in der späten Forschungsphase am Übergang zur Präklinik. Aufgrund der weniger langen Entwicklungszyklen für Diagnostika kann sich Theracode marktnäher positionieren: Für das zweite Halbjahr 2012 ist der Markteintritt eines ersten Produktes zu erwarten. Alle Projekte profitieren von Vorarbeiten, die in der Universität Mainz und vom TRON (Translationszentrum für Onkologie) geleistet wurden. Insgesamt scheint die Gesellschaft gut aufgestellt, um die Entwicklung innovativer onkologischer Therapeutika und Diagnostika voranzutreiben. Mit ihrer umfassenden Struktur positioniert sich BioNTech als ein Unternehmen, das in der europäischen Biotech-Landschaft zumindest unter den jüngeren Firmen kaum einen gleichrangigen Gegenspieler findet. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Neben der umfassenden Struktur erfährt die BioNTech AG sicherlich eine Alleinstellung durch die enge Verzahnung der einzelnen Tochterfirmen, die transdisziplinäres Know-how erzeugt. Am schlagkräftigsten erscheint die Vielfalt an diagnostischen und therapeutischen Konzepten rund um die Tumorimmunologie: Identifizierung von tumorspezifischen Biomarkern und Zielstrukturen, unterschiedliche Wirkmechanismen über RNA- und TULIP- Vakzine sowie T-Zellrezeptor-basierte Gen- bzw. Zelltherapie gepaart mit proprietären Technologieplattformen. Ergänzt wird die Alleinstellung durch exklusive Nutzungsrechte einer umfassenden Sammlung an neuartigen tumorassoziierten Antigenen, die es erlauben, eine Vielzahl solider Tumoren zu adressieren. Als Wettbewerber sind manche der größeren Pharmaunternehmen sowie die deutschen Biotech-Firmen Curevac und immatics biotechnologies auszumachen. In der Indikation malignes Melanom ist Ribologicals das einzige Unternehmen, das auf RNA-Vakzine setzt. immatics, die ebenfalls dem Portfolio der MIG Fonds angehören, fokussiert sich auf Peptid-Impfstoffe und befindet sich bereits in Phase III der klinischen Prüfungen für die Marktzulassung gegen Nierenzellkrebs. Curevac verfolgt die Anwendung seiner RNA-Vakzine bei Lungen- und Prostatakarzinomen und testet gerade in Phase I/IIa in der Klinik. Die BioNTech- Impfstoffe sind gegen eine Vielzahl krebsspezifischer Wirkstoffziele gerichtet, die mit Antikörpern nicht zu erreichen sind. So differenziert sich das Unternehmen gegenüber Konkurrenten aus diesem Bereich. Zudem lassen sich RNA- und TULIP-Vakzine wesentlich kostengünstiger produzieren als die meisten konventionellen Impfstoffe. Da sich jeder Tumor von Patient zu Patient unterscheidet, ist ein Vorteil von Impfstoffen, dass hier verschiedene Ziele kombiniert angegriffen werden kön- [ Leistungsbilanz ]

82 [ Die Beteiligungsunternehmen BioNTech AG ] nen. Dem Krebspatienten kann möglicherweise mit einer synergistischen Kombination aller BioNTech-Therapieansätze geholfen werden. Eine Personalisierung wäre auf Basis einer Genomsequenzierung für einzelne Patienten umsetzbar. Strategie der BioNTech AG ist, die Arzneimittel so weit wie möglich eigenständig zu entwickeln, um so zu einer hohen Wertschöpfung zu gelangen. Im Bereich der Biomarker steht zudem die Beteiligung an Pilotprojekten im Vordergrund, in denen die eingesetzten Technologien klinisch validiert werden sollen. Insgesamt bildet die BioNTech AG die komplette Wertschöpfungskette von wissenschaftlicher Innovation, Leitstrukturentwicklung, Herstellung in Arzneimittelqualität und klinischer Testung bis zum Wirksamkeitsnachweis ab. Entwicklung 2011 Im vergangenen Jahr hat BioNTech ihre Therapeutika- Projekte weiter vorangetrieben, erstes klinisches Material des RNA-Vakzins produziert und den Eintritt in die erste klinische Prüfung (malignes Melanom) beantragt. Gegenüber den ursprünglichen Planungen aus den Jahren 2009 und 2010 entstanden moderate Verzögerungen aufgrund von Lieferantenschwierigkeiten. Dennoch konnte der Konzern in seiner Mitarbeiterzahl abgesehen von den bereits etablierten Töchtern JPT und EUFETS im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent wachsen. Die Diagnostik-Sparte profitierte vom Start der Produktentwicklung, die dank sehr viel kürzerer Zyklen als im Medikamenten-Sektor bereits 2012 Jahr ein marktfähiges IVD anbieten kann. Der Bereich erhielt zudem ein positives Vor-Audit durch eine TÜV-Gesellschaft, die Zertifizierung als Medizinprodukte-Hersteller wird für dieses Jahr erwartet. Der Tochter JPT gelang die Umstellung auf ein dreigefächertes Geschäftsmodell, das nun neben Dienstleistungen den Verkauf von Katalogprodukten über einen Webshop sowie FuE-Kooperationen umfasst. Damit hat JPT ihr Profil deutlich diversifiziert und es mit begleitenden verstärkten Marketingbemühungen geschafft, Anfragen, Auftragszahlen sowie die Zahl der aktiven Kunden zu steigern. Der Konzern insgesamt erzielte rund 20 Prozent mehr Umsatz und das trotz eines schwierigen Marktumfeldes für JPT, bedingt durch Kostensenkungsprogramme in den FuE-Abteilungen der Pharmaindustrie, auslaufende Konjunktur-Programme und einem zunehmenden Wettbewerb aus dem asiatischen Raum. Schließlich ist die Herstellungserlaubnis für RNA-Vakzine seitens der EUFETS ein wichtiger Meilenstein. Abschließende Beurteilung und Ausblick Vor etwa drei Jahren startete die BioNTech AG mit ambitionierten Zielen und realisierte bislang den Aufbau von vier Tochtergesellschaften sowie die Akquisition zweier komplementärer Firmen, die nun auch als Töchter fungieren und rund 12 Millionen Euro an Umsatz erwirtschaften. Entwickelt von der Ribological steht jetzt ein erstes potenzielles Medikament, ein Tumorvakzin, kurz vor der ersten Testung am Menschen. Eine Vielzahl von Patentanmeldungen und -erteilungen (Stoffe und Verfahren) sichert die Alleinstellung des Konzerns. Die enge Kooperation mit dem weltweit als Think-Tank anerkannten Zentrum Translationale Onkologie der Universität Mainz garantiert ständigen wissenschaftlichen und technologischen Input. Unterstützung erfährt die Gesellschaft zudem durch Bundesfördermittel in Höhe von drei Millionen Euro, durch die Betreuung und Investition der MIG Fonds und von der branchenerfahrenen und finanzstarken koinvestierenden AT Impf GmbH (ein Unternehmen von Dr. Andreas & Dr. Thomas Strüngmann). Nicht zu verachten ist schließlich die Beteiligung zusammen mit anderen Partnern am CI3 (Cluster für Individualisierte ImmunIntervention). Das generell große Risiko der Medikamentenentwicklung wird bei BioNTech durch die Streuung auf unterschiedliche therapeutische Konzepte reduziert. [ Leistungsbilanz ]

83 [ B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG Die Beteiligungsunternehmen ] 7. B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Zwingenberg, Deutschland Grundkapital: EUR ,00, eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister: AG Darmstadt, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1993 wird B.R.A.I.N. von den beiden Molekularbiologen Dr. Holger Zinke (CEO) und Dr. Jürgen Eck (CTO) geleitet. Dr. Zinke ist Diplom-Biologe und war 1993 Mitgründer der B.R.A.I.N. AG mit Sitz in Zwingenberg an der hessischen Bergstraße. Er war seit Gründung als Geschäftsführer und ist, nach formwechselnder Umwandlung zur Aktiengesellschaft im Mai 2000, als Vorsitzender des Vorstands im Unternehmen tätig. Dr. Zinke ist aktiv in Gremien und Verbänden, u. a. im Verband der chemischen Industrie (VCI) und der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) wurde er in das Beratungsgremium der Bundesregierung für bioökonomische Fragen (BioÖkonomieRat an der Akademie für Technikwissenschaften) berufen. Mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU wurde Dr. Zinke 2008 zusammen mit Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker als Pionier des nachhaltigen Wirtschaftens mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas vom damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler ausgezeichnet. Für sein unternehmerisches Wirken wurde ihm 2010 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dr. Zinke wurde im Juni 2011 für seine unternehmerischen Beiträge auf dem Gebiet der Biologisierung von Industrien und für sein unternehmerisches Engagement mit dem IBN-Award des IBN e.v. ausgezeichnet. Weiterhin wurde er im November 2011 durch den Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin mit der höchsten Auszeichnung des VBIO, der Treviranus-Medaille, ausgezeichnet. Auf technologischer Ebene werden die Aktivitäten durch den CTO Dr. Jürgen Eck (Diplom-Biologe) administriert, der für den fortwährenden Ausbau von diversen Hochschulkooperationen (Karlsruher Institut für Technologie (KIT), TU München, TU Darmstadt, HS Mannheim, TU Aachen, TU Hamburg-Harburg, Uni Greifswald, Uni Göttingen, Uni Hohenheim, Uni Tübingen, Uni Rostock, Uni Würzburg, Uni Bremen etc.) verantwortlich zeichnet. Dr. Jürgen Eck ist berufenes Mitglied der Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Weiterhin ist er seit vielen Jahren Gutachter und Berater auf nationaler (DBU, BMBF) und internationaler (EU) Ebene (FP 7 und ausblickend Horizon EU-Förderprogramm). Produkte, Dienstleistungen B.R.A.I.N. identifiziert und entwickelt unter Verwendung eines B.R.A.I.N.-eigenen Technologieportfolios neue Enzyme und Biokatalysatoren für die Chemieindustrie sowie neue natürliche Substanzen als bioaktive Produktkomponenten für den Lebensmittel- und Kosmetikmarkt. Die Basis dafür sind eigene umfangreiche BioArchiv-Sammlungen, die aus Mikroorganismen und genetischen Bibliotheken (LIL, ABEL, Metagenom, EvoSolution ) sowie einer wachsenden Zahl von Peptiden, niedermolekularen Substanzen sowie einer Vielzahl von Naturstoffen (CompActives, BioCompActives ) bestehen. B.R.A.I.N. erarbeitet so die wesentlichen Grundlagen zu deren Produktion und industriellem Einsatz. In einer Vorwärtsintegration des Geschäftsmodells verfolgt B.R.A.I.N. intensiv die Entwicklung eigener innovativer BioActives, Peptide und Enzyme als Cosmeceuticals, Nutraceuticals und Medizinprodukte. Als einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil von B.R.A.I.N. gegenüber dem Wettbewerb sieht das B.R.A.I.N.-Management die Tatsache, dass B.R.A.I.N. über eine Vielzahl von Technologien (u. a. Stammsammlung und Stammentwicklung, Enzyme und Biokatalysatoren sowie bioaktive Substanzen für Kosmetik und Nahrungsmittelzusatzstoffe) verfügt, die von unterschiedlichen Industrie-Partnern und Marktteilnehmern angefragt werden. Das reduziert die Abhängigkeit von nur einem speziellen Markt. B.R.A.I.N. ist es somit möglich, neben dem Chemie-Markt (inklusive Energie-Markt) auch den Kosmetik-Markt, den Futtermittel-Markt und den Nahrungsmittel-Markt (und damit die Schlüsselmärkte der Bioökonomie) zu adressieren. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von B.R.A.I.N. sind in drei Technologieeinheiten, nämlich (a) Enzymtechnologie, (b) Bioaktive Wirkstoffe sowie Performance Biologics und (c) Produktionsstammentwicklung strukturiert. Derzeit beschäftigt das Unternehmen B.R.A.I.N. selbst 99 Mitarbeiter, überwiegend Wissen- [ Leistungsbilanz ]

84 [ Die Beteiligungsunternehmen B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 78,58 % 14,18 % MIG 3 1,35 % MIG 4 5,89 % MIG 5 Kosmetik-Linien: Eine erste Kosmetik-Linie mit auf molekularer Ebene wirksamen BioActives wurde Ende 2011 gestartet. Ein zweites im Jahre 2011 erfolgreich umgesetztes Programm umfasste einen Relaunch einer Kosmetik-Linie in einer bereits seit Jahren im Markt eingeführten und erfolgreichen Kosmetik-Marke. Eine Entschaftler, Ingenieure und Techniker, die etwa zu gleichen Teilen auf die einzelnen Technologieeinheiten verteilt sind. Der Anteil an Mitarbeitern mit einem akademischen Abschluss beträgt über 60 Prozent. Die vorgehaltenen Technologieplattformen von B.R.A.I.N. bedingen zum einen eine ungewöhnliche Breite der Kooperationsbasis, die aufgrund der Expertise der B.R.A.I.N.-Mitarbeiter auch zu einer signifikanten Tiefe der einzelnen Kooperationsbeziehungen führen. Mit der überwiegenden Zahl der B.R.A.I.N.-Kooperationspartner interagiert das Unternehmen seit vielen Jahren (z. B. Evonik (D) seit 2001, mehr als 14 langjährige F&E-Programme; Genencor (USA) seit 2004, DSM und DSM NP seit 2008, BASF, BayerSchering seit 2006, Südzucker seit 2005, Nutrinova, RWE, Clariant etc.). Dieses langjährig erarbeitete Vertrauen und die offenen Partnerschaften zeichnen die Vorgehensweise von B.R.A.I.N. aus und erweisen sich immer wieder als ein schwer kopierbarer Wettbewerbsvorteil des Unternehmens. Hinsichtlich der technologischen Breite (drei state of the art -Technologieeinheiten) hat B.R.A.I.N. keinen direkten Wettbewerb. In ähnlichen Segmenten wie B.R.A.I.N. sind etwa die beiden börsennotierten Unternehmen Codexis (Biokatalysatoren) sowie Senomyx (Geschmacksmodulatoren) in den USA tätig. Der (ehemalige direkte) Wettbewerber Diversa ist von dem Bio-Energie-Unternehmen Celulol übernommen worden und firmiert nun außerhalb des Kernbereiches der B.R.A.I.N. unter Verenium mit Fokus auf Bio-Energie. Novozymes, der größte Enzymhersteller der Welt, konnte seine Position halten und sogar leicht ausbauen. Die aktuelle Marktkapitalisierung belief sich Anfang Januar 2012 auf EUR 6,5 Mrd. und liegt ziemlich genau auf dem Wert des niederländischen Unternehmens DSM (EUR 6,6 Mrd.). DSM hat im Dezember 2010 die Martec Biosciences, ein Spezialunternehmen im Food- Segment für rund EUR 1,1 Mrd. erworben, um damit einer der Hauptanbieter dieser Nahrungsmittelzusatzstoffe zu werden. Danisco, das noch vor einigen Jahren den Kooperationspartner der B.R.A.I.N. AG Genencor Inc. akquiriert hatte, wurde Anfang 2011 von dem US-Chemiekonzern DuPont übernommen. B.R.A.I.N. konnte sich in diesem kompetitiven Marktumfeld durch technologische Spezialisierung und das kooperationsbasierte Geschäftsmodell nachhaltig am Markt etablieren und in speziell adressierbaren Segmenten auch die Produktenwicklung eigener Produkte vorantreiben. Langfristige Ziele Langfristig strebt B.R.A.I.N. an, das Kooperationsgeschäft weiter zu internationalisieren und die Führungsposition auszubauen. Als weitere Wachstumstreiber sieht B.R.A.I.N. den Ausbau der eigenen Produktlinien und Akquisitionen von in das B.R.A.I.N.-Geschäftsmodell passenden Unternehmen. Strategie B.R.A.I.N. verfolgt die Ziele strategischer Partnerschaften mit Industriepartnern, innovativer Produktentwicklungen sowie der Akquisition von Portfolio-Unternehmen. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen, Technologien: Die B.R.A.I.N.- Eigenentwicklungen sind im Jahr 2011 planungsgemäß fortentwickelt worden. Biotech-Wundkonditionierer: Auf dem Gebiet der Wundkonditionierung wurden mit einem Entwicklungspartner erste Prototypen einer Wundauflage (Biotech-Vliese) hergestellt und in die Stabilitätsanalytik portiert. Eine Herstellung des Wirkstoffes unter GMP wurde etabliert. Eine Zulassungsstrategie wurde zusammen mit Spezialisten und Beratern erarbeitet. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,79 - MIG , ,90 - MIG , ,13 - [ Leistungsbilanz ]

85 [ B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG Die Beteiligungsunternehmen ] wicklung einer Kosmetik-Produktlinie Green-Line, in welcher ausschließlich natürliche Wirkstoffe und Inhaltsstoffe eingesetzt werden, wurde 2011 in die Entwicklung gebracht. Erste Anwendungstests an Probanden wurden bereits durchgeführt. Eine Vermarktung der Green- Line ist für 2012 geplant. Technologie-Entwicklungen: Insbesondere in den Bereichen der Stammentwicklung wurden B.R.A.I.N.-eigene Entwicklungen intensiviert, um sie mit Erreichen eines höheren Entwicklungsstandes an einen Industriepartner zu lizenzieren. B.R.A.I.N. hat darüber hinaus auch die Sammlung an potenziellen Wirksubstanzen für hausinterne Screenings erweitert. Unternehmen: Im zurückliegenden Jahr hat B.R.A.I.N. seinen Mitarbeiterstamm um 10 % auf 99 Mitarbeiter ( ) ausgebaut. Auf Konzernebene hat sich die Mitarbeiterzahl von 107 auf nun 120 Mitarbeiter erweitert ( ). Die Anzahl der Partner im Kooperationsgeschäft wurde weiter ausgebaut. Eine Mehrheitsbeteiligung an einem traditionsreichen Kosmetikunternehmen mit etablierten Marken im Hochpreissegment konnte erzielt werden; die fünf Marketing- und Vertriebsmitarbeiter wurden übernommen. Die Entwicklung von B.R.A.I.N. sowie des Konzerns ist im Plan. Entwicklungspartnerschaften, Kooperationen Erstmals wurde ein trilaterales Joint Development Agreement mit einem großen deutschen Chemiekonzern und einem global agierenden, führenden US-amerikanischen Lebensmittel- und Kosmetik-Konzern auf dem Gebiet der innovativen Kosmetik-Entwicklung abgeschlossen. B.R.A.I.N. hat hier eine selbst vorfinanzierte Technologie eingebracht. Der US-Partner wird einen Großteil der nun anstehenden Entwicklung übernehmen. Der Chemie-Konzern wird die industrielle Produktion der Substanzen übernehmen. B.R.A.I.N. partizipiert über Meilenstein-Zahlungen und Royalties. Ein bilaterales mehrjähriges Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der Produktionsstamm-Optimierung mit einem deutschen Chemieunternehmen wurde ebenfalls abgeschlossen. Ein bilaterales mehrjähriges Forschungs- und Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet der mikrobiellen Edelmetall-Anreicherung konnte ebenfalls mit einem deutschen, im internationalen Bergbau vernetzten Unternehmen verhandelt werden. Viele laufende Kooperationen mit bereits bestehenden Partnern wurden verlängert bzw. ausgeweitet. Im zurückliegenden Kalenderjahr hat auch der B.R.A.I.N.-Kooperationspartner Symrise zwei weitere Kosmetik-BioActives, welche im Zuge der Kooperation entdeckt und entwickelt wurden, lizenziert. Insgesamt wurden damit vier Substanzen lizenziert. Mit einem Lebensmittelhersteller konnte B.R.A.I.N ein Programm erfolgreich abschließen. Der im Zuge der Kooperation entwickelte Produktionsorganismus hat einen Prozess beim Kooperationspartner in seiner Raum-Zeit-Ausbeute um mehrere Faktoren verbessert. Damit wird der Herstellprozess für den Partner deutlich preiswerter. B.R.A.I.N. partizipiert hierbei mit. Die Entwicklungskooperationen entwickelten sich überdurchschnittlich. Kundenbeziehungen: B.R.A.I.N. unterhält zum Ende des Jahres planungsgemäß im Kooperationsgeschäft mehr Kundenbeziehungen als Durch Übernahmen von Marken und Vertriebsstrukturen sowie durch die Einführung von eigenen Marken und Produkten konnte ein direktes Kundenfeedback etabliert werden. Für Kundenbeziehungen im Online-Marketing wurden dazu erste Verkaufsplattformen etabliert. Ausblick B.R.A.I.N. strebt 2012 an, das Kooperationsgeschäft weiter zu internationalisieren und die technologische Führungsposition, die B.R.A.I.N. in Europa innehat, auch global zu erreichen und auszubauen. Als weitere Wachstumstreiber sieht B.R.A.I.N. auf dem Weg den kontinuierlichen Ausbau der eigenen Produktlinien (Kosmetik, Medizinprodukte) und den kontinuierlichen Ausbau der M&A-Aktivitäten. Zur Finanzierung seiner Entwicklungsund Expansionsziele will B.R.A.I.N weiteres Eigenkapital aufnehmen. Die unberechenbare Lage auf den Eigen- und Fremdkapitalmärkten könnte die Umsetzung dieser Pläne erschweren. Seit 2008 verfolgt B.R.A.I.N. eine IPO-Strategie und prüft diese Optionen zusammen mit Banken und Investoren, sodass auch ein Börsengang des Unternehmens neben privater Finanzierungsrunden als eine Option der Expansionskapital-Beschaffung möglich ist. Zusätzlich zu solchen Kapitalmaßnahmen durch Eigen- und Fremdkapital soll auch 2012 der Anteil an Erlösen aus Royalties und eigenem Produktverkauf sowie Lizenzierungen weiter ausgebaut werden. Somit kann B.R.A.I.N. auch aus dem Cash-flow wachsen. [ Leistungsbilanz ]

86 [ Die Beteiligungsunternehmen B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG ] b) Externe Analyse durch BioMedServices Den Stoffwechsel von Mikroorganismen nutzen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die B.R.A.I.N. AG strebt den Ausbau zu einem voll integrierten Unternehmen der industriellen (weißen) Biotechnologie an. Die Technologie basiert auf der Stoffwechselleistung von Mikroorganismen und zielt darauf, Produkte und Prozesse in den Sektoren Chemie, Kosmetik, Nahrungsmittel, Medizinprodukte und Energie zu optimieren. Beispiele hierfür sind: Grundstoffe mit überlegenen oder neuartigen Eigenschaften, Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs (Naturstoffe) bzw. auf Basis nachwachsender Rohstoffe, optimierte industrielle Produktions- und Verarbeitungsprozesse, die Zurückführung von Abfallstoffen in einen Kreislauf wiederverwendbarer Rohstoffe sowie der Abbau von Schadstoffen. B.R.A.I.N. entwirft die Vision einer zukünftigen Biologisierung weiterer Industriezweige und bedient damit als Pionier insbesondere den allgemeinen Megatrend zur Nachhaltigkeit. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) B.R.A.I.N. weitet derzeit das bisher überwiegend auf dem sehr erfolgreichen Kooperationsgeschäft mit strategischen Partnern beruhende profitable Unternehmensmodell auf die eigene produktbezogene Forschung, Entwicklung und Vermarktung aus. Die Vorwärtsintegration über die Erweiterung um eigene Produkte und Vertrieb zielt außer auf den B2B-Sektor (business to business) auch auf Endkunden (B2C, business to consumer). Für die Expansion setzt B.R.A.I.N. neben eigenem, organischem Wachstum auf M&A-Opportunitäten sowie Joint- Venture-Konsortien. Als Alleinstellungsmerkmal zeichnet sich die relativ breite Aufstellung bezogen auf die Technologiebasis und die damit adressierbaren Zielmärkte aus. B.R.A.I.N. deckt folgende Bereiche ab: (1) Stammsammlung und Produktionsstammentwicklung: Know-how zu Mikroorganismen, deren Kultivierung und Optimierung unter Einsatz molekularbiologischer Technologien ( Designer-Mikroorganismen ) Nahrungsmittel: Optimierte Produktion (Raum- Zeit-Ausbeute, Preisvorteile) Chemie: Optimierte Produktion (ohne fossile Rohstoffe, umweltfreundlich, Raum-Zeit-Ausbeute), Produktion von chemischen Zwischenprodukten (z. B. Bioplastik) aus Abfallstoffen Bergbau: Mikrobielle Edelmetallanreicherung (umweltfreundlich, effizienter) Energie: Mikrobielle Energieerzeugung (Biomasse) unter Nutzung von Abfallströmen (2) Enzymtechnologie: Entwicklung von Enzymen, die den bisher nicht zugänglichen (unkultivierbaren) Mikroorganismen entstammen (Metagenomik). Enzyme sind Biokatalysatoren zur Auslösung chemischer Reaktionen. Entsprechend werden sie unter anderem in der Chemie-, Nahrungsmittel-, Konsumgüterund Textilindustrie eingesetzt. (3) Bioaktive Substanzen/ Performance Biologics : Rezeptorbasierte Suche nach bioaktiven, natürlichen Zusatzstoffen, die eine hohe bzw. zielgerichtete Wirksamkeit aufweisen; Entwicklung entsprechender Test-Systeme (z. B. Künstliche Zunge ). Medizinprodukte: Wundversorgung und -konditionierung mit biologisch wirksamen Substanzen Kosmetika/Cosmeceuticals: Natürliche Inhaltsstoffe mit medizinisch nachgewiesener Wirksamkeit (anti-aging, anti-irritation, etc.); eigene Produkte mit entsprechenden zukünftigen Erlösen: für Partner erhöhte Umsätze aufgrund gestiegener Nachfrage nach innovativen Produkten Nahrungsmittel/Nutraceuticals: naturbasierte Geschmacksstoffe für z. B. süß, anti-bitter [ Leistungsbilanz ]

87 [ B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG Die Beteiligungsunternehmen ] Es existiert kein direkter Wettbewerber, der eine ähnliche Technologie- und Zielmarktvielfalt aufweist. In einzelnen Segmenten konkurrieren jedoch Wettbewerber wie Metabolic Explorer, Senomyx, Codexis und vor allem Novozymes. Gerade die große Erfahrung bei der Stammsammlung und -entwicklung (BioArchiv) verschafft dem Unternehmen allerdings eine gute Wettbewerbsposition, die mit Patenten abgesichert ist. Die Tiefe ihrer Kooperationsbeziehungen ist ein weiterer Wettbewerbsvorteil der B.R.A.I.N. Gemeint sind damit langjährige und sich wiederholende Partnerschaften, die in einem preferred partner -Status resultieren. Dadurch baut die Gesellschaft zusätzliche Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber auf. Entwicklung wurden erste eigene kosmetische Produkte auf dem Markt platziert. B.R.A.I.N. bedient sich dabei innovativer Vermarktungskanäle (Online-Marketing). Zudem erfolgte der Start der Entwicklung einer weiteren Kosmetik-Linie, die bereits 2012, also nach einem Jahr, auf den Markt gebracht werden soll. Die Mehrheitsbeteiligung an einem traditionsreichen Kosmetik-Unternehmen mit etablierten Marken im Hochpreis-Segment stellt eine wichtige Basis für den weiteren Ausbau der Kosmetiksparte dar. Im Medizinprodukte-Markt konnten erste Klinik-Muster erarbeitet und ein GMP-Prozess etabliert werden. Der Abschluss neuer Kooperationen (u. a. namhafter US-Kosmetik- und Nahrungsmittelkonzern) sowie der Ausbau bestehender Partnerschaften sichern zukünftige Einnahmen über Lizenzzahlungen und FuE- Kompensationsleistungen. Die Internationalisierung bietet eine Ausweitung des Marktes und die weitere Validierung der B.R.A.I.N.-Technologien. Letztere erfolgt auch im Rahmen der formierten Innovationsallianzen, die sich zurzeit um die Unterstützung durch Fördermittel bewerben (Begutachtungsphase). Die Gesellschaft verzeichnete einen Mitarbeiterzuwachs um 12 % und sicherte sich 2011 die Erteilung von 10 Patenten. Mehr als 30 weitere Patente befinden sich in Anmeldung. Abschließende Beurteilung und Ausblick B.R.A.I.N. hat 2011 ihre Ziele durchweg erfüllt, zum Teil sogar übertroffen. Die Gesellschaft verfügt über ein Management mit langjähriger Erfahrung und hoher fachlicher Glaubwürdigkeit. Die Vielzahl und Vielfalt der verschiedenen Projekte und Zielmärkte reduzieren zwar die Abhängigkeiten von einzelnen Märkten, entsprechende Anforderungen an Projektmanagement und Branchenkenntnisse stellen jedoch gleichzeitig eine Herausforderung dar. Diesen stellt sich B.R.A.I.N. über den Aufbau von Geschäftseinheiten, die mit erfahrenen Personen aus den jeweiligen Märkten besetzt werden. Bei den Märkten Wundversorgung, Nahrungsmittelzusatzstoffe und Biokunststoffe handelt es sich um Milliardenmärkte mit zum Teil hohen Wachstumsraten. Im Vergleich zur medizinischen (roten) Biotechnologie mit Anwendung in der Entwicklung von Pharmazeutika benötigen Medizinprodukte kürzere Entwicklungszyklen und weniger aufwendige Zulassungsprozesse. Die Verwertung industrieller Nebenströme (z. B. Rauchgas) aus Kohlekraftwerken (Kooperation B.R.A.I.N. mit RWE) zur Herstellung von Biokunststoffen ermöglicht neben direkten Umsätzen einen Zutritt zum Markt des Kohlendioxid- Emissionshandels. Insgesamt ist die Grüne Chemie ein großer Zukunftsmarkt (Marktvolumen bis 2020: USD 100 Mrd.). Auch CleanTech ist ein Trend, der sich hohem Interesse gewiss ist. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Wettbewerbern zeigt die Möglichkeit einer weiteren Wertsteigerung der B.R.A.I.N. auf. Falls die Kapitalmärkte es zulassen, erscheint zum Beispiel ein erfolgreicher Börsengang realistisch. [ Leistungsbilanz ]

88 [ Die Beteiligungsunternehmen cerbomed GmbH ] 8. cerbomed GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Erlangen, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Fürth, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management CEO: Dr. Andreas Hartlep (Dipl.-Phys. und Med. Phys., Ph.D.) CMedO: Prof. Dr. Jens Ellrich (M.D., M.Sc.) CFO: Dr. Robert Pfeffer (Dipl.-Kfm., Dipl.-Volkswirt) Director R&D: Christoph Beck (Dipl.-Ing. (FH)) Director Marketing: Dr. Martin Hyca (MBA, MSc, M.D.) Branche, Segment Die cerbomed GmbH ist ein Medizintechnik-Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung innovativer Technologien und Produkte im Bereich der Neuromodulation konzentriert. Im Fokus der Aktivitäten steht die transkutane Vagusnervstimulation (t-vns ) durch das Therapiegerät NEMOS mit dem Ziel, Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen des Nervensystems eine Therapiealternative von gleichem klinischem Nutzen bei verbesserter Lebensqualität und geringeren Kosten anzubieten. Produkte, Dienstleistungen Die t-vns -Therapie erfolgt mit dem transkutanen Vagusnervstimulator NEMOS. Vorteile und Nutzen der t-vns -Therapie mit NEMOS : Therapiealternative für therapieresistente Patienten Keine Operationsrisiken Geringe Nebenwirkungen Einfache Anwendung Compliance-Kontrolle (Möglichkeit zur Überwachung der Therapietreue) Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Gegenwärtig wird der Bereich der Vagusnervstimulation durch das Unternehmen Cyberonics, Inc. besetzt. Dieses besitzt eine Vermarktungszulassung für die Indikation Epilepsie in den USA und Europa. Der Neurostimulator von Cyberonics liegt als Produkt vor, welches mittels chirur gischen Eingriffs zu implantieren ist. Cyberonics ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen (Nasdaq: CYBX; Marktkapitalisierung: mehr als USD 1 Mrd.) und setzte 2011 mehr als USD 190 Mio. um. Nach erfolgter Zulassung rechnet cerbomed mit klaren Wettbewerbsvorteilen gegenüber Cyberonics aufgrund mehrerer Alleinstellungsmerkmale wie z. B. transkutaner und damit nicht-invasiver Applikation, Portabilität, überlegenem Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie der Adressierung einer größeren Zahl von Indikationen. Langfristige Ziele Langfristig strebt cerbomed die Regelkostenerstattung auf dem Heimatmarkt Deutschland, die FDA-Zulassung in den USA und die Marktführerschaft im Bereich Vagusnervstimulation an. Auf dem Weg wird der Verkauf an einen international führenden Medizintechnologie- oder Pharmakonzern angestrebt. Strategie Zunächst wird das cerbomed-produkt NEMOS an selbstzahlende Patienten mit Erkrankungen im Bereich Epilepsie und Depression auf dem deutschen Markt vertrieben werden. Zeitgleich werden weitere Studien in diesen Indikationen durchgeführt, die diese Form des Marktzugangs unterstützen und als Datengrundlage für die langfristige Zielsetzung der Regelkostenerstattung dienen. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen, Technologie: Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende Ziele erreicht: Abschluss der Pilotstudie im Indikationsgebiet Schizophrenie Vorbereitung einer klinischen Studie im Indikationsgebiet Epilepsie Weiterführung der Pilotstudie im Indikationsgebiet Tinnitus Vorbereitung einer klinischen Studie im Indikationsgebiet chronische Migräne Abschluss der Entwicklung der 3. technischen Generation des Studienstimulators NEMOS Erteilung des CE-Zeichens für NEMOS Abschluss der Entwicklung der 8. Generation einer Ohrelektrode Weiterentwicklung einer 9. Generation einer Ohrelektrode Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde Vorbereitung des Marktzugangs 2012 in Deutschland [ Leistungsbilanz ]

89 [ cerbomed GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 46,01 % 6,15 % MIG 3 5,78 % MIG 4 17,59 % MIG 5 10,46 % MIG 9 14,01 % MIG 11 Unternehmen: Das Team konnte mit zusätzlichen Branchen- und Fachkompetenzen erweitert werden. Strategische Konzepte konnten weiterentwickelt und angepasst werden. Die Zertifizierung nach EN ISO 13485:2003 +AC:2007 konnte ein weiteres Mal erreicht werden. Der Stimulator NEMOS wurde als Medizinprodukt zugelassen (CE-Zeichen). cerbomed hat vier klinische Studien (Depression, Epilepsie, Schmerz, Schizophrenie) abgeschlossen. Daneben hat cerbomed eine Reihe kleinerer sog. präklinischer Studien vorbereitet, die zahlreiche indikationsübergreifende Fragestellungen beantworten und den Wirkmechanismus der Technologie besser zu verstehen helfen. Eine weitere Generation des Stimulators, der auch für den Marktzugang verwendet werden wird, wurde entwickelt. Entwicklungspartnerschaften, Kooperationen Insbesondere im klinischen Bereich konnten zahlreiche europäische und US-amerikanische Forschungskooperationen in verschiedenen Indikationsgebieten begründet werden. Solche Kooperationen ermöglichen es cerbomed, nicht nur auf weltweite Expertise im Bereich der Neuromodulation zuzugreifen, sondern zeigen auch die außerordentliche Kompetenz von cerbomed in der Vagusnervstimulation, die weltweit von Forschungsgruppen wahrgenommen wird. Dieser Ruf ist auch für den Beginn der Vermarktung von großer Bedeutung. Ausblick Die cerbomed GmbH strebt 2012 den Markteintritt in Deutschland für selbstzahlende Patienten in den Indikationen Depression und Epilepsie an. Weiterhin werden zwei Studien (Phase II) in den Indikationen therapieresistente Epilepsie und chronische Migräne begonnen. Zur Finanzierung der Entwicklungs- und Markteintrittsziele beabsichtigt cerbomed, 2012 weiteres Eigenkapital aufzunehmen. b) Externe Analyse durch BioMedServices Nervenanfälle, Gemütserkrankungen und Schmerzen mit elektrischen Impulsen in den Griff bekommen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die cerbomed GmbH ist ein Medizintechnik-Unternehmen, das sich auf die sogenannte Neuromodulation spezialisiert, und zwar durch Anwendung elektrischer Impulse (Neurostimulation). cerbomed fokussiert sich auf die Stimulation des Vagusnervs, einer der zwölf Hirnnerven, der die Tätigkeit fast aller inneren Organe reguliert. Mit seiner Technologie ist es dem Unternehmen möglich, den Vagusnerv transkutan ( durch die Haut ) zu stimulieren. Über diese nicht-invasive Applikation plant cerbomed die Behandlung verschiedener Erkrankungen des Nervensystems. Bislang am weitesten verbreitet ist die Vagusnervstimulation (VNS) zur Behandlung medikamentenresistenter Epilepsie. Mehr als 30 Prozent aller Patienten mit Epilepsie sind von der Pharmakoresistenz betroffen, bei wiederum nur 20 Prozent von diesen können das anfallsverursachende Hirngewebe operativ entfernt oder weiterleitende Nervenbahnen chirurgisch unterbrochen werden. Bei bisher zugelassenen Geräten zur Vagusnervstimulation (Cyberonics) stimuliert eine unter der Haut implantierte Elektrode den Vagusnerv im Halsbereich. Der Nerv leitet die Stromreize in den Hirnstamm weiter und aktiviert von dort aus höher gelegene Zentren des Gehirns. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,89 - MIG , ,04 - MIG , ,86 - MIG , ,00 - MIG , , ,38 [ Leistungsbilanz ]

90 [ Die Beteiligungsunternehmen cerbomed GmbH ] Bei gleicher Funktion erspart das System von cerbomed namens NEMOS den chirurgischen, invasiven Eingriff und die damit verbundenen Risiken und Kosten. Wie ein Ohrhörer passt die Elektrode in die Ohrmuschel, milde elektrische Impulse stimulieren durch die Haut hindurch einen Ast des Vagusnervs. Die tragbare Stimulationseinheit von der Größe eines Mobiltelefons ist über ein Kabel mit der Elektrode verbunden. Im Vergleich zum bisherigen Standard bietet cerbomed damit den Patienten eine schonendere Therapieoption. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Gegenüber dem Konkurrenzprodukt von Cyberonics zeichnet sich NEMOS dank der nicht-invasiven Applikation durch geringere Kosten und Risiken aus. Vollständige Anfallsfreiheit wird zwar durch beide Systeme selten erreicht, eine Reduktion der Anfallshäufigkeit ist aber bei einem Drittel bis der Hälfte der behandelten Patienten möglich. Die Wirkung des Vagusnervstimulators tritt oft erst einige Monate nach der Erstanwendung ein und kann häufig erst nach einem Jahr vollständig beurteilt werden. Im Gegensatz zur medikamentösen Epilepsiebehandlung hat er weniger starke Nebenwirkungen. Zudem kann die Therapietreue relativ leicht überwacht werden. Während der Stimulation kann der Patient weitestgehend seinen gewohnten Tätigkeiten nachgehen. NEMOS lässt sich aufgrund der selbstständigen Anwendung einfach in den Patientenalltag integrieren. Ein Flaschenhals für die Vermarktung von NEMOS stellt die noch nicht bestehende Erstattung durch die Krankenkassen dar. Das Unternehmen wird daher darauf angewiesen sein, das System zunächst auf Selbstzahlerbasis anzubieten. Für die von cerbomed angestrebte Regelkostenerstattung auf dem Heimatmarkt sind weitere Studien zur Wirksamkeit und ökonomischen Überlegenheit notwendig. Hier setzt die von cerbomed eingeschlagene Strategie an, über verschiedene klinische Studien weitere Daten zu sammeln. Pilotstudien für die Anwendung in weiteren Indikationen sowie präklinische Studien zur Aufklärung des Wirkmechanismus runden die Vorgehensweise ab. Entwicklung 2011 Im Jahr 2011 erhielt NEMOS die europäische Zulassung (CE-Zeichen) für die Indikationen Epilepsie und Depression, eine wichtige Voraussetzung für den 2012 geplanten Markteintritt. In Zusammenarbeit mit dem Epilepsiezentrum Erlangen erzielte eine prospektive Pilotstudie folgende Ergebnisse: Bei fünf von sieben Patienten, die seit vielen Jahren unter pharmakoresistenter Epilepsie litten, reduzierte sich die Anfallshäufigkeit nach neun Monaten. Wie in der Strategie vorgesehen, konnte cerbomed 2011 weitere klinische und Pilot-Studien vorbereiten, durchführen und abschließen. Die Aktivitäten umfassten zudem den Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde sowie technologische Optimierungen am Gerät. Abschließende Beurteilung und Ausblick cerbomed hat seit der Unternehmensgründung bereits zahlreiche Innovations- und Gründerpreise gewonnen, darunter den Hochschulgründerpreis und den Gründerpreis der IHK. Als Finalist war cerbomed auch für den Deutschen Gründerpreis nominiert. Die internationale Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen unterstützt die Positionierung am Markt und ist für die geplante Markteinführung von großer Bedeutung. Die Ausrichtung der t-nvs auf weitere Indikationen verspricht eine Ausweitung des Marktes, der bei der pharmakoresistenten Epilepsie etwa 10 Millionen Patienten in den USA sowie Europa beinhaltet. Insbesondere der Bereich Schmerz, so zum Beispiel die Behandlung von chronischer Migräne, erscheint vielversprechend. [ Leistungsbilanz ]

91 [ certgate GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 9. certgate GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Nürnberg, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Nürnberg, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die certgate GmbH wird von den erfahrenen Geschäftsführern Helmut Friedel (Diplom-Physiker, Serial Entrepreneur, CEO, CTO) und Axel Stett (Spezialist Business Development, Sales und Marketingstrategie in der Telekommunikationsbranche, COO) geleitet. In der erweiterten Geschäftsführung agieren Kathrin Böhm (Diplom- Betriebswirtin, Prokuristin und Leiterin Finanzen) und Stefan Schmidt-Egermann (Spezialist für Projekte und Vertrieb multifunktionaler Chipkartenlösungen, Leiter Business Development). Branche, Segment Die certgate GmbH entwickelt und vermarktet als innovatives IT-Sicherheitsunternehmen Produkte und Lösungen, die den Umgang mit mobilen Kommunikationsgeräten sicherer und benutzerfreundlicher machen und damit Sicherheitsanforderungen in den Marktsegmenten Öffentliche Verwaltung, Enterprise und Mid Market und erstmals im Sektor Konsumenten in ihrer jeweiligen Ausprägung mit kostengünstigen Produkten erfüllen. Das Unternehmen hat die weltweit erste microsd-card mit Smartcard-Funktionalität entwickelt, die in Mobilgeräten als zertifiziertes sicheres Element eingesetzt wird. certgate hat die hierzu entwickelten Lösungen mit Patentschutz versehen. Produkte und Dienstleistungen Ziel der certgate-produkte ist es, die Lücken in der Sicherheit mobiler Anwendungen und mobiler Kommunikation ohne Einschränkung der Praktikabilität zu schließen. Gleichzeitig fördern die Produkte des Unternehmens die risikofreie Abwicklung von Geschäftsvorgängen im Finanzsektor, von administrativen Prozessen in der Öffentlichen Verwaltung oder von mobilen Geschäftsmodellen, z. B. beim mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten. Sie ergänzen mobile Applikationen auf wirtschaftliche und ergonomische Weise um die Sicherheit einer smartcardbasierten Authentifizierung und Verschlüsselung. certgate konzentriert sich dabei auf die im Markt für mobile Sicherheit wesentlichen Geschäftsfelder Sichere Endgeräte Secure Device Business, Ersatz von herkömmlichen Smartcards Card Innovation Business, Mobilfunkbetreiber Mobile Network Operators (MNO) Business, Sprachverschlüsselungslösungen Secure Voice Business sowie Sicherheitstoken für Notebooks PC Token Business. Das Produktportfolio integriert softwarebasierte Sicherheitslösungen zur Basisabsicherung, kryptografische Sicherheitsinstrumente in Form von mobilen Token sowie die Einbindung des Token in mobile IT-Plattformen bis hin in die Applikationsebene. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Der Markt für sichere mobile Kommunikation definiert sich aktuell über die Bedarfsträger für geheimschutzklassifizierte Informationsbearbeitung mit Smartphones und Tablets in der Öffentlichen Verwaltung sowie deren Entsprechung in der Wirtschaft, insbesondere im Enterprise-Segment. Im Privatsektor sind die wesentlichen Treiber das Bedürfnis nach Schutz des geistigen Eigentums und des Markenwerts allgemein sowie Abwehrmaßnahmen gegen Wirtschaftsspionage im Besonderen. Das Geschäftsmodell von certgate besteht in der direkten Vermarktung der Lösungen an IT- und Compliance-Bereiche der Wirtschaftsunternehmen und der indirekten Vermarktung von Produkten und Lizenzen an Kooperationspartner und über Vertriebspartner, die selbst auf Basis der certgate-technologie weiterführende Lösungen anbieten bzw. in ihren jeweiligen Märkten als verlässliche Sicherheitslösungsanbieter etabliert sind. Mit zunehmender Reife des Marktes für sichere mobile Kommunikation bilden sich mehr Wettbewerber heraus, die auf Basis nachempfundener Technologien ihre jeweiligen Segmente bedienen. Hier ist an erster Stelle das Segment der mobilen Payment-Lösungen zu nennen, die teils mit und teils ohne sicheres Element an den Start gehen, wobei noch nicht abgesehen werden kann, welche Ausprägung sich durchsetzen wird. Langfristige Ziele Langfristig strebt certgate an, als Komplettanbieter umfassender mobiler IT-Sicherheitslösungen und -komponenten wahrgenommen zu werden und hier Standards zu setzen. Auf dem Weg dahin ist der Verkauf an einen international führenden Technologiekonzern wahrscheinlich. [ Leistungsbilanz ]

92 [ Die Beteiligungsunternehmen certgate GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 19,23 % 35,66 % MIG 7 10,14 % MIG 8 34,97 % MIG 11 Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Bedingt durch Veränderungen im Markt (andere Betriebssysteme mit anderen Eigenschaften) war eine Neuausrichtung der Produktpalette erforderlich, die im Laufe des Jahres 2011 bewältigt wurde. In teils neu gebildeten Partnerschaften und veränderten Kooperationen wird unter Beibehaltung der grundlegenden Unternehmensziele in den definierten Märkten im Jahr 2012 diese Neuausrichtung in Wachstum umgesetzt und das Erreichen der Gewinnschwelle zum Ende des Jahres angestrebt. Heute ist certgate in einer Reihe von wegweisenden Lösungsprojekten engagiert, welche die existierende Technologie auf den jetzt am Markt priorisierten Plattformen als Teiloder Gesamtlösungen positionieren sowie die Grundlage und die Erprobung für zukünftige Produktentwicklungen bilden. certgate konzentriert sich auf die im Markt für mobile Sicherheit wegweisenden fünf Geschäftsfelder Secure Device, Card Innovation, MNO, Secure Voice und PC Token. Das Unternehmen befindet sich mit der marktorientierten Produktentwicklung im Plan. Unternehmen: 2011 wurde die Geschäftsleitung umgebaut, der Bereich Business Development mit einem erfahrenen Branchenspezialisten neu besetzt sowie der Bereich Technik & Development mit neu definierten Verantwortungsbereichen umstrukturiert. Strategisch wichtige Kernaufgaben wurden an qualifizierte und engagierte Mitarbeiter delegiert; für die weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung wurden wichtige Mitarbeiter mit geeigneten Instrumenten langfristig an das Unternehmen gebunden. Darüber hinaus sind 2011 realisierte und 2012 geplante Personalmaßnahmen darauf ausgerichtet, die Geschäftsfelder im Organisationsaufbau widerzuspiegeln, um die systematische Bearbeitung der neu definierten Geschäftssegmente zu ermöglichen. Auf Basis der Erfahrungen aus Referenzprojekten sowie aus vertrieblichen und technisch orientierten Partnerschaf- ten und Kooperationen wurde der Geschäftsplan 2012 aufgestellt. Die strategische und operative Neuausrichtung des Unternehmens wurde konsequent umgesetzt und führte zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen zum Jahresende 2011 aus dem Umformungsprozess gestärkt hervorgeht. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Die bestehende Entwicklungspartnerschaft mit T-Systems International wurde im Jahr 2011 auf das neue Projekt SiMKo3 ausgeweitet. SiMKo3 ist ein androidbasiertes, sicheres Mobil-Device für Öffentliche Auftraggeber und die Wirtschaft. Neben grundlegenden Beiträgen zum Sicherheitskonzept und zur Lösungsdefinition liefert certgate Basisfunktionen zur Technologieentwicklung und einzelne Sicherheits-Software-Module sowie Kernkomponenten wie das sichere Element microsd-smartcard. In einer neuen Rahmenvereinbarung wurden auch die Grundlagen dafür gelegt, dass certgate diese im Laufe des Jahres 2012 zur Marktreife kommende Lösung international in definierten Geografien eigenständig und über Partner vermarkten kann. Weitere Entwicklungskooperationen wurden im Jahr 2011 im Bereich einzelner Sicherheitsapplikationen (Sprachverschlüsselung), im Bereich der Weiterentwicklung des sicheren Elements sowie der Einbindung der certgate-lösungen in standardisierte Management-Systeme (insbesondere Card Management und Zertifikats-Management ) begründet, um die Integration als innovative Weiterentwicklung in die Portfolios der Anbieter von klassischen Smartcard-Lösungen wie Time & Access, Payment und Identity Management zu ermöglichen. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,82 - MIG , , ,24 MIG , , ,70 [ Leistungsbilanz ]

93 [ certgate GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Kundenbeziehungen: certgate unterhält zum Ende des Jahres weniger Direktkundenbeziehungen als ursprünglich geplant. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass durch die massiven und schnellen Umwälzungen im Bereich der in den Zielmärkten faktisch eingesetzten Mobilfunk-Plattformen Neu-Akquisitionen erst mit Annäherung an die Bereitstellungszeitpunkte der neu zu entwickelnden Lösungsbausteine Aussicht auf Erfolg haben konnten. Kompensiert wurde dieser Umstand durch eine verstärkte Partnerakquisition, die mit Vervollständigung der neu definierten Produktpalette zu einem raschen weiteren Ausbau des Kundenstamms führen wird. Im Jahre 2012 werden sowohl die Direktkunden in Anzahl und Volumen ausgebaut als auch weitere Kooperationspartnerschaften gesucht und abgeschlossen, um die Integration der Lösungen in komplexere Öko systeme wie logische und physische Zugangskontrollen, Authentifizierung für Cloud Services und Payment-Lösungen sicherzustellen. Ausblick Die certgate GmbH strebt für 2012 an, sich durch die Konzentration auf das Produktgeschäft von den laufenden Projekten unabhängiger zu machen und dadurch zum Ende des Jahres in die Profitabilitätszone zu gelangen. Das Unternehmen positioniert sich demgemäß als Lösungsanbieter, als Anbieter modularer Sicherheitsbausteine mit und ohne Hardware und als Anbieter von kompletten Services. Dazu beschlossene Schritte sind die Adressierung der erkannten Geschäftsfelder und der korrespondierende verstärkte Aufbau des Partnergeschäfts. Für 2012 ist die Stabilisierung und Stärkung der Innovationskraft vorgesehen mit dem Ziel, weitere Patentanmeldungen zu tätigen, den Wert der IP des Unternehmens und letztlich den Unternehmenswert zu erhöhen. b) Externe Analyse durch BioMedServices Sichere und praktikable Kommunikation über mobile Geräte Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die certgate GmbH ist ein Entwickler von Sicherheitslösungen auf mobilen Kommunikationsgeräten. Mobile Telekommunikation über Mobiltelefone, Smartphones, PDAs oder Notebooks beinhaltet grundsätzlich die Gefahr des Verlustes oder gezielten Eingriffs in die Informationsübertragung mit der Folge der unerwünschten Preisgabe von vertraulichen oder privaten Daten. Die sichere Abwicklung von Kommunikationsprozessen ist vor allem im Finanzsektor, in der öffentlichen Verwaltung und beim mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten von großer Bedeutung. Die wesentlichen Sicherheitselemente digitaler Kommunikationsprozesse sind: Sicherstellung der Identität von Kommunikationspartnern (Authentifizierung, z. B. über eine PIN), Generierung von digitalen Unterschriften (Signaturen) sowie Verschlüsselung von Informationen zur Übertragung durch öffentliche Netze (Kryptografie). Eine bereits etablierte Lösung für die Handhabung von Kryptografieschlüsseln und Signaturen ist die Nutzung sogenannter Smartcards. Diese enthalten einen Chip, der anwendungsspezifische Programme ausführt und Daten über kryptografische Verfahren vor fremdem Zugriff schützt. Gegenüber reinen Speicherchips (z. B. Telefon- oder Krankenversicherungskarte) kann die Smartcard also eigene Funktionen ausüben. Die meisten der aktuellen Endgeräte für die mobile Telekommunikation verfügen jedoch nicht über Vorrichtungen zur direkten Aufnahme von Smartcards. Oftmals werden deshalb Smartcard-Lesegeräte per USB-Schnittstelle oder Bluetooth angebunden. Dies ist insbesondere für mobile Anwendungen keine elegante Lösung, da ein weiteres Gerät benötigt wird. Hier setzt die Technologie von certgate an, die die Sicherheit einer smartcardbasierten Authentifizierung und Verschlüsselung mit der Integration im mobilen Endgerät auf einfache Weise verbindet: Der benötigte kryptografische Mikroprozessor sitzt auf einer handelsüblichen, bisher lediglich als Speichermedium genutzten Mikro- SD-Karte für mobile Endgeräte. Das Unternehmen positioniert sich damit im Sektor der Sicherheits-/Verschlüsselungssoftware und profitiert vom ständig wachsenden Markt für mobile Kommunikation. [ Leistungsbilanz ]

94 [ Die Beteiligungsunternehmen certgate GmbH ] Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) certgate war weltweit das erste Unternehmen, das eine Mikro-SD-Karte mit Smartcard-Funktionalität entwickelt hat. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) hat das certgate-produkt zertifiziert und empfiehlt es für den Einsatz bei der sogenannten Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssachen nur für den Dienstgebrauch). Seitdem wird die certgate Smart- Card microsd von einer Reihe von Bundesministerien, Obersten Bundes- und Landesbehörden sowie sicherheitskritischen Unternehmen verwendet. Mittlerweile gibt es nachgeahmte Produkte, beispielsweise von dem Unternehmen secusmart. Die certgate-lösung ist ausgesprochen kostengünstig, denn sie arbeitet mit den üblichen, im Handel erhältlichen Smartphones. Unternehmen können auf diese Weise die Einsparungs- und Wachstumspotenziale mobiler IT-Anwendungen nutzen, ohne spezielle teure Kryptohandys anschaffen zu müssen. Der Administrationsaufwand ist gering, weil die Software nur einmal installiert werden muss und die certgate SmartCard einmalig personalisiert wird. Der Anwender hat keinen weiteren Verwaltungsaufwand für Zertifikate oder Schlüssel. Neben der Verschlüsselung von schriftlichen und sprachlichen Nachrichten bietet die certgate- Sicherheitskarte auch sichere Datenverbindungen (z. B. Banktransaktionen, Einwählen in Unternehmensnetze) und die Möglichkeit der Zugangskontrolle (Starten des Rechners) sowie die Absicherung gespeicherter Daten. Daraus leiten sich für das Unternehmen fünf strategische Geschäftsfelder ab, die alle auf einer Plattform beruhen. Die vom Unternehmen angebotenen Sicherheitslösungen sind entweder fertige Endprodukte, können aber auch kundenspezifisch entwickelt werden. So erfolgte die erste Anwendung der certgate SmartCard microsd im Projekt SiMKo2 im Auftrag von T-Systems, der Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom. In dem Projekt koordinierte T-Systems die Entwicklung eines sicheren Smartphones auf Basis von HTC-Geräten, dem Betriebssystem Windows Mobile von Microsoft sowie der Verschlüsselungstechnik von certgate. Eben diese Smartphones erhielten dann die Empfehlung des BSI. Ein weiteres Merkmal des certgate-geschäftsmodells ist die direkte wie auch indirekte Vermarktung über Kooperationspartner und Multiplikatoren, welche eine breite Bearbeitung des Marktes ermöglicht. Schließlich verfolgt das Unternehmen die permanente technologische Weiterentwicklung, die unabdingbar ist, da sich die Anwendungsfelder, Funktionalitäten und Wettbewerber ebenfalls stets dynamisch entwickeln. Ziel ist, immer wieder neue Standards zu setzen. Entwicklung konnte die Neuausrichtung der Produktpalette auf aktuelle Betriebssysteme auch die anderer Anbieter abgeschlossen werden. Hierzu zählen unter anderem die Anwendungsmöglichkeit bei Android-, Symbian- oder BlackBerry-Produkten. Weiterhin stattete certgate seine Sicherheitskarte mit zusätzlichen Merkmalen für die sogenannte Nahfeldkommunikation aus. Dies bietet in Zukunft Optionen, das Smartphone als Geldkarte, ÖP- NV-Ticket, Mitarbeiterausweis oder sogar Autoschlüssel einzusetzen. certgate konnte 2011 bestehende Kooperationen ausweiten (T-Systems) und über neue Partnerschaften erste Schritte zur Verbindung zu den herkömmlichen Smartcard-Anwendungen machen. Für ihre Aktivitäten erhielt die Gesellschaft drei Auszeichnungen: den Frost & Sullivan New Product Award, den Initiative Mittelstand Innovationspreis IT sowie die Ehrung als einer der 365 Orte im Land der Ideen. Die personellen Umstrukturierungen scheinen den zukünftigen Weg des Unternehmens zu unterstützten, insgesamt liegt es nun weitestgehend im Plan. Abschließende Beurteilung und Ausblick Basierend auf seiner Technologie-Plattform, der certgate SmartCard microsd, strebt das Unternehmen derzeit an, weitere Produkte und Anwendungsfelder zu erschließen und sich damit von laufenden Projekten unabhängiger zu machen. Eine Herausforderung wird das für dieses Jahr geplante Erreichen der Gewinnschwelle sein. In dieser Umbruchphase kommt certgate zugute, dass es sich auf eine Nische spezialisiert, die im modernen Geschäftsleben immer unverzichtbarer wird: die Sicherung mobiler Kommunikationsgeräte. Neben der rein geschäftlichen sowie der hochsicherheitsspezifischen Kommunikation wird zukünftig auch der Endkonsument ein Zielkunde sein, was ebenfalls einen Markt mit vielversprechendem Potenzial darstellt. [ Leistungsbilanz ]

95 [ Corimmun GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 10. corimmun GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Planegg, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG München, HRB Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Das Leitprodukt COR-1, ein Zyklopeptid zur Behandlung des durch Auto-Antikörper vermittelten Herzversagens (Herzinsuffizienz), konnte die Phase-I-Studie zur Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik in fünf ansteigenden Dosierungen von COR-1 bei 50 gesunden Probanden erfolgreich bereits im Jahr 2010 abschließen. Die Substanz war hervorragend verträglich, und die Ergebnisse zur Verfügbarkeit (Pharmakokinetik) und Wirksamkeit (Pharmakodynamik) übertrafen die Erwartungen. Die Phase-II-Studie an Patienten mit Herzinsuffizienz konnte im Herbst 2011 gestartet werden. Bisher sind keine unerwarteten Nebenwirkungen aufgefallen. Das Ergebnis dieser verblindeten, randomisierten, Placebo-kontrollierten Studie wird im Jahr 2013 vorliegen. Beim Plättchenhemmer Revacept wurden nach Kauf der Schutzrechte und Daten die bisherigen Befunde aufgearbeitet und ein Konzept für die klinische Entwicklung erarbeitet. Die gesamten Daten wurden beim BfArM bei einer wissenschaftlichen Beratung vorgestellt. Die Resonanz war hervorragend, sodass umgehend mit der Vorbereitung einer Phase-II-Studie an Patienten mit Carotisstenose begonnen wurde. Die Anmeldung bei den Genehmigungsbehörden erfolgte im Jahr corimmun erwartet den Studienstart im späten Frühjahr Das Produkt COR-2 zur Behandlung der Arterienverkalkung (Atherosklerose) wurde in präklinischen Versuchen getestet. COR-2 zeigte in wichtigen In-vivo- Untersuchungen an Mäusen mit Gefäßverkalkung (Atherosklerose) gute Hinweise auf Wirksamkeit. Die Ergeba) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management corimmun wurde gegründet und wird geführt von den Mitgliedern der Geschäftsführung PD Dr. Götz Münch (Internist und Kardiologe; CEO), Prof. Dr. Martin Ungerer (Internist und Kardiologe; CMSO) und Dr. Hans-Peter Holthoff (Chemiker; CSO). Branche, Segment Die corimmun GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Planegg, Ortsteil Martinsried. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und klinische Prüfung von Medikamenten im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Unternehmen entwickelt innovative Wirkstoffe in wichtigen kardiovaskulären Indikationen, die trotz verbesserter Behandlung mit einer hohen Sterblichkeit einhergehen und damit einen hohen medizinischen Bedarf ( unmet medical need ) adressieren. Medikamente werden auf Basis von therapeutischen Peptiden oder biologischen Substanzen (z. B. Proteine, Antikörper) entwickelt. Produkte und Dienstleistungen Das führende Produkt COR-1 stellt einen außergewöhnlichen, innovativen Therapieansatz bei Herzversagen dar, der im Gegensatz zu bisherigen Medikamenten kaum das Risiko von Nebenwirkungen beinhaltet und als erstes Medikament möglicherweise ursächlich in die Entwicklung der Herzinsuffizienz bei einer Subpopulation von Patienten eingreifen kann. Das Produkt Revacept hingegen ist der erste läsionsspezifische Blutplättchenhemmstoff und bietet den großen Vorteil einer selektiven Hemmung von Plättchen, ohne die gefürchtete Komplikation von Blutungen auszulösen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Der weltweite Markt der Behandlung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen hat einen Wert von ca. USD 100 Mrd. pro Jahr. Medikamente gegen Herzinsuffizienz (chronisches Herzversagen) und arteriellen Hypertonus haben den größten Marktanteil mit mehr als USD 30 Mrd. jährlich. Zweitwichtigstes Segment sind Produkte gegen Atherosklerose mit ca. USD 25 Mrd. pro Jahr. Langfristige Ziele Primäres Ziel ist es, die Wirksamkeit von COR-1 und Revacept bei Patienten zu zeigen (Phase II). Es ist zu erwarten, dass sich danach ein Partner in der pharmazeutischen Industrie findet, der gegen Lizenzzahlungen in die Entwicklung einsteigt. Es gibt inzwischen sehr konkrete Gespräche über mögliche Auslizenzierungen mit global tätigen Pharmaunternehmen, die an einer Übernahme eines oder mehrerer Projekte Interesse haben. Strategie Verkauf oder Partnering während oder nach der Phase II und dem Wirksamkeitsnachweis im Menschen. [ Leistungsbilanz ]

96 [ Die Beteiligungsunternehmen Corimmun GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 74,13 % 9,38 % MIG 5 16,49 % MIG 11 nisse konnten in einer hochrangigen wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht werden. Das Medikament soll möglichst im präklinischen Stadium an Pharmapartner auslizenziert werden. Unternehmen: Durch die Investitionen der MIG Fonds konnten in mehreren Projekten zwei Phase-I-Studien am Menschen mit großem Erfolg durchgeführt und eine Phase-II-Studie begonnen werden. Die zweite Phase-II-Studie steht kurz vor dem Start. Damit ist die corimmun GmbH eine klinische Entwicklungsfirma für zwei Therapeutika mit Phase-II-Studien in einem Marktsegment mit sehr großem Potenzial. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: 2011 schloss corimmun mit verschiedenen Kliniken Partnerschaften zur Durchführung zweier klinischer Phase-II-Studien ab. Daneben wurden verschiedene Forschungskooperationen mit namhaften Forschungsinstituten etabliert. Kundenbeziehungen: Für die mögliche Auslizenzierung oder den Verkauf des Unternehmens wurden im Jahr 2011 mehrere sehr interessante Kontakte zu internationalen Pharmafirmen geknüpft. Ausblick corimmun strebt 2012 die weitere Durchführung der Phase-II-Studie von COR-1 an. Außerdem soll die Phase- II-Studie von Revacept im späten Frühjahr begonnen werden. Kommerziell am wichtigsten werden die weiteren Gespräche mit den großen Pharmafirmen sein. Die Finanzierung von corimmun ist bis über das Jahr 2012 hinaus gesichert. Damit können die Phase-II-Studien komplett durchgeführt werden. b) Externe Analyse durch BioMedServices Ursächlich gegen Herzschwäche und Arterienverkalkung ankämpfen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die corimmun GmbH ist ein Medikamentenentwickler, der Peptid- und rekombinante Protein-Wirkstoffe zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt und diese bereits in klinischen Studien prüft. Die Medikamenten-Pipeline umfasst derzeit vier Wirkstoffe. Der am weitesten fortgeschrittene Wirkstoffkandidat COR-1 für die Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz befindet sich in Phase II der klinischen Prüfungen. Revacept ist ein Medikament gegen Atherosklerose, die zu akuten arteriellen Thrombosen und Thromboembolien wie beispielsweise Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Der Wirkstoff steht kurz vor Beginn der Testung in Phase II. Zwei weitere Kandidaten, COR-2 und COR-3 stehen am Übergang von der späten Forschung in die Präklinik und zielen ebenfalls auf die Verhinderung von Atherosklerose. Das Unternehmen basiert zwar nicht auf einer umfassenden Technologieplattform, deckt jedoch über die enge Kooperation mit den jeweiligen universitären Arbeitsgruppen der Gründer die wissenschaftliche Grundlagenforschung zu Ursachen und Mechanismen von Herz-Kreislauf-Krankheiten ab. Diese weisen bisher oft unzureichende oder mit starken Nebenwirkungen verbundene Behandlungsmöglichkeiten auf, was mithilfe der corimmun-wirkstoffe verbessert werden soll. corimmun zeichnet sich durch einen interdisziplinären Ansatz aus, der Kardiologie und Immunologie verbindet. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) corimmun konzentriert sich auf entzündliche und sklerotische Erkrankungen von Herz und Kreislauf und verfolgt die Strategie, unmittelbar in die Krankheitsentstehung einzugreifen. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,07 - MIG , , ,00 [ Leistungsbilanz ]

97 [ Corimmun GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Im Speziellen bedeutet dies, dass COR-1 entzündungsrelevante Auto-Antikörper gezielt im Blut abfängt, neutralisiert und daher eine durch Entzündung verursachte Herzmuskelschädigung unterbricht. Damit wird erstmals eine personalisierte Therapie entwickelt, die das Unternehmen in der laufenden Phase-II-Studie bei einer Untergruppe von herzinsuffizienten Patienten auf Wirksamkeit testet. Diese Untergruppe hat ein bis zu dreifach erhöhtes Risiko, an ihrer Herzerkrankung zu sterben. Ein Diagnostikum, das ermittelt, ob ein Patient dieser Untergruppe angehört, wurde ebenfalls von corimmun entwickelt. COR-1 wäre bei Erfolg das erste maßgeschneiderte Arzneimittel, welches den vorbeschriebenen Mechanismus adressiert. Standardtherapien setzen meist auf die Regulierung des Blutdrucks, wirken somit nur mittelbar und sind mit medizinischen Risiken verbunden. Revacept, das zweite klinische Produkt, bindet spezifisch an Verletzungen in Blutgefäßen, die wiederum den sklerotischen Prozess auslösen, und verhindert somit eine lokale Thrombose. Es hat dabei keinen Einfluss auf die generelle Blutstillung und erhöht daher anders als herkömmliche Medikamente nicht die Blutungsneigung. Mit diesen beiden Leitprojekten hat corimmun bereits großes Interesse bei Pharmaunternehmen geweckt. Abschließende Beurteilung und Ausblick Das Indikationsgebiet Herz-Kreislauf verspricht einen großen Markt. Allein die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten internistischen Erkrankungen mit mehr als zehn Millionen Betroffenen in Europa. In Deutschland ist sie einer der häufigsten Beratungsanlässe in einer allgemeinmedizinischen Praxis und der häufigste Grund für eine stationäre Krankenhausaufnahme. Das bereits bestehende Interesse von großen Pharmakonzernen unterstreicht das Potenzial der corimmun-wirkstoffe. Positiv zu bewerten ist auch die Ausrichtung auf die personalisierte Medizin, der für die Zukunft eine große Bedeutung vorhergesagt wird. Entwicklung 2011 In 2011 konnte die Phase-II-Studie für COR-1 gestartet werden, die mit zwei Jahren Laufzeit und Einschluss von rund 160 Patienten geplant ist. Die Untersuchungen werden an den Universitätskliniken in München, Regensburg, Tübingen und Würzburg durchgeführt. Die wissenschaftliche Studienleitung liegt bei Prof. Dr. Georg Ertl, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Herzund Kreislaufforschung sowie Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz Würzburg. Die klinische Studie wird teilweise mit Mitteln des BMBF im Münchner Spitzenclusterprogramm m4 gefördert. Für Revacept konnten die für eine Phase-II-Studie notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen werden, u.a. eine Anmeldung bei den Genehmigungsbehörden. Zudem wurden Partnerschaften mit Prüfkliniken eingegangen. Das Unternehmen liegt mit seinen Vorhaben voll im Plan, die Wirkstoffe werden über Patente abgesichert. [ Leistungsbilanz ]

98 [ Die Beteiligungsunternehmen cynora GmbH ] 11. cynora GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Eggenstein-Leopoldshafen, Landkreis Karlsruhe, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Mannheim, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die cynora GmbH wird von den geschäftsführenden Gesellschaftern Dr. Tobias Grab und Dr. Thomas Baumann geleitet. Die promovierten Chemiker beschäftigen sich wissenschaftlich seit der Diplomarbeit mit organischer Synthese, wobei der Schwerpunkt mittlerweile auf der Entwicklung neuer Materialien und deren photo-physikalischen Eigenschaften liegt. Unterstützt wird das Team durch erfahrene Berater aus Industrie und Forschung. Branche, Segment Organischen Halbleitern gehört die Zukunft: Seit der Entwicklung der ersten organischen Leuchtdioden (OLEDs) und Solarzellen (OPV), basierend auf organischen Molekülen, Mitte der Neunzigerjahre ist heute ein großer und stark wachsender Industriesektor mit einem Umsatz von USD 20 Mrd. geworden. Probleme wie zu geringe Lebensdauer oder die nicht mögliche Darstellbarkeit ganzer Farben wurden inzwischen gelöst. Erste Prototypen wie ultradünne Leuchtfolien, Taschen aus flexiblen Solarzellen, die Handys aufladen können, und halbtransparente Displays begeistern auf Innovationsmessen regelmäßig die Besucher. Kommerziell erhältlich sind vor allem hochpreisige Produkte. Zwar bestechen die bereits verfügbaren, auf OLEDs basierenden Displays durch extrem hohe Farbbrillanz und sind außerdem sehr energieeffizient. Sie sind aber ebenso wie die noch teuren OLED- Leuchtpanelen nur in kleinen Durchmessern und zu sehr hohen Preisen verfügbar. Produkte und Dienstleistungen Der cynora-ansatz: Die Wissenschaftler der cynora GmbH entwickeln die zweite Generation der organischen Halbleiter. Statt des bisher kommerziell verwendeten Edelmetalls Iridium werden andere, leichter verfügbare, umweltfreundliche und günstigere Ausgangsstoffe verwendet. Die cynora-materialien sind löslich und können durch Druck- und Beschichtungsprozesse verarbeitet werden. Durch konsequente Weiterentwicklung lassen sich im Gegensatz zu den heute üblichen Verdampfungsverfahren, bei denen die Kosten exponentiell mit der Größe des beschichteten Substrats ansteigen, Leuchtdioden und Solarzellen als Folien wie Zeitungen drucken. So könnte das volle Potenzial dieser Technologie genutzt werden. Durch Verzicht auf Stoffe wie Iridium und Platin, die rund fünfmal teurer als Feingold sind (Stand April 2011), werden die Kosten für die Materialien drastisch reduziert. Dabei weisen die neuen Halbleiter heute schon ähnlich gute physikalische Eigenschaften wie kommerzielle optoelektronische Materialien auf, sodass bei wesentlich geringeren Kosten ähnliche Eigenschaftsprofile erwartet werden. Außerdem sind die cynora-verbindungen löslich und können daher durch Flüssigprozessierung verarbeitet werden. So könnten auch in der späteren Prozessierung erhebliche Kosten eingespart werden. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die cynora GmbH entwickelt, vermarktet und patentiert neue Verbindungen für optische Halbleiteranwendungen. Um Massenmärkte zu erreichen, werden die Eigenschaften der entwickelten Materialien an bestehende Druck- und Beschichtungsprozesse angepasst und zur Marktreife entwickelt. Das Geschäftsmodell ist noch variabel: Der direkte Vertrieb der eigenen Materialien und Bauteile (OLED und OPV) ist ebenso möglich wie der Verkauf oder die Lizensierung der Funktionsmaterialien an Folien- und Displayhersteller. Innovative Produkte wie Leuchttapeten und flexible, halbtransparente Displays könnten so Massenmärkte erreichen. Neben großen Displays und Leuchttapeten sind auch Folien, die für Werbeund Verpackungszwecke etwa als leuchtende Etiketten in völlig neuen Märkten eingesetzt werden können, mit cynora-materialien denkbar. Der Weltmarkt für Beleuchtung beträgt derzeit etwa EUR 80 Mrd., jener für Displays über EUR 100 Mrd. Dem Bereich der gedruckten Elek tronik wird zusätzlich ein Milliardenvolumen in der nächsten Dekade prognostiziert. Ausblick cynora wird im Jahr 2012 das Patentportfolio durch Neuanmeldungen ausbauen sowie weiter nationalisieren und unter Beibehaltung der Forschungsleistung die Entwicklung intern und mit strategischen Partnern ausbauen. Dies bezweckt, neben der Erreichung des ersten technischen Meilensteins (flexible Leuchtfolie mit leistungsfähigen Kupfer-Emittern) den technischen Vorsprung in kostengünstigen, druckbaren, effizienten, nichttoxischen und iridium-freien optoelektronischen Materialien zu festigen. [ Leistungsbilanz ]

99 [ cynora GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 72,32 % 3,46 % MIG 10 24,22 % MIG 11 b) Externe Analyse durch BioMedServices Solarzellen und Leuchtdioden einfach drucken Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die cynora GmbH erforscht und entwickelt neue organische Halbleitermaterialien, die Anwendung in der Fotovoltaik (Solarzellen) und in Leuchtdioden (LED) finden. Mithilfe von Solarzellen lässt sich Licht in Strom umwandeln, bei den Leuchtdioden wird Strom in Licht umgesetzt. Organische optoelektronische Materialien haben gegenüber konventionellen anorganischen Funktionsmaterialien wie Galliumarsenid (für LEDs) oder Silizium (für Solarzellen) die Besonderheit, dass sie mit Lösemitteln lösbar und deshalb beispielsweise in Druckoder Beschichtungsverfahren in großem Durchsatz anwendbar sind. Damit lassen sich flächige Leuchtdioden oder Fotovoltaik-Folien preiswert in Serienfertigung herstellen. Bei den heute üblichen Vakuumbeschichtungsverfahren steigen die Kosten dagegen exponentiell mit der Größe des beschichteten Substrats an. Fotovoltaik- Folien könnten als transparente Solarfolien Einsatz auf Haus- und Autofenstern finden und bei gleichzeitiger Lichtdurchlässigkeit Energie erzeugen. Flächige Leuchtdioden ließen sich als Leuchttapete oder leuchtende Etiketten verwenden. Das Potenzial für die Entwicklung innovativer Produkte ist also gegeben. Bei den Leuchtdioden, insbesondere beim Einsatz in Displays, zeichnen sich die organischen Materialien durch weitere Vorteile aus: Hohe Energieeffizienz, exzellente Farbdarstellung, hoher Kontrast, schnelle Reaktionszeit (wichtig für Videos) sowie Betrachtungsmöglichkeit von der Seite. cynora will hocheffiziente, kostengünstige, recycelbare und umweltfreundliche optoelektronische Materialien produzieren und diese an Kunden aus der Solar-, Beleuchtungs-, Display-, Folien- und Verpackungsindustrie als Rohmaterial oder in Bauteilen verkaufen. Das Unternehmen positioniert sich damit als auf optische Funktionsmaterialien spezialisierter Zulieferer. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die ersten organischen Leuchtdioden (OLEDs) bestanden aus rein organischen polymeren Verbindungen, bei denen allerdings 75 Prozent der eingespeisten Energie unwiederbringlich als Wärme verloren gehen. Neuere OLEDs beruhen dagegen auf Metall-Kohlenwasserstoff- Verbindungen, die eine höhere Effizienz aufweisen. Die Alleinstellung von cynora besteht darin, dass sie an der zweiten Generation der metall-organischen Halbleitermaterialien arbeitet. Darin wird das bisher verwendete Edelmetall Iridium, das sehr teuer und toxisch ist, durch andere, leichter verfügbare, umweltfreundlichere und wesentlich günstigere Metallkomplexe ersetzt. Die Kupfer-Komponente, die cynora patentiert hat, ist zudem anders als die Iridium-Materialien löslich und damit in Druckprozessen verwendbar. Die kostengünstige Fertigung von Solarzellen über Druckverfahren erscheint vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien ebenfalls als ein wertvolles Unterfangen. Gerade die Druckbarkeit der cynora-materialien ermöglicht in Zukunft ultraflache, flexible, leichte und recycelbare Licht- und Energiequellen auch in großen Dimensionen. Strategie des Unternehmens ist es, die weitere technische Entwicklung intern und in Zusammenarbeit mit strategischen Partnern zunächst soweit voranzutreiben, dass ein Prototyp einer Leuchtfolie vorgestellt werden kann. Für das Auffinden strategischer Partner ist der jetzige Standort des Unternehmens in Karlsruhe nahezu ideal: In der nahe gelegenen Metropolregion Rhein- Neckar um Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim hat sich ein von der Bundesregierung ausgezeichnetes Spitzencluster Organische Elektronik gebildet: In Form einer sogenannten Public Private Partnership ziehen Unternehmen wie BASF, Merck, SAP und Heidelberger Druckmaschinen mit namhaften Forschern des Max- Planck-Instituts für Polymerforschung, der TU Braunschweig, der TU Darmstadt, der Universität Heidelberg Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , , ,34 MIG , , ,33 [ Leistungsbilanz ]

100 [ Die Beteiligungsunternehmen cynora GmbH ] und des Karlsruher Instituts für Technologie an einem Strang. Ziel ist die Erarbeitung neuartiger, energiesparender Beleuchtungssysteme, hocheffizienter Solarzellenfolien und der gedruckten Elektronik unter Anleitung national und international bekannter Experten. Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) besteht bereits eine Kooperationsvereinbarung für die OLED-Materialien. Entwicklung 2011 cynora konnte im vergangenen Jahr seine Mitarbeiterzahl nahezu verdoppeln. Das Unternehmen schloss daneben erfolgreich eine Finanzierungsrunde ab, die eine erstmalige Beteiligung der MIG Fonds erbrachte wurden zudem fünf Patente erteilt. Die technische Leistungsfähigkeit der Kupfer-OLED-Materialien übertraf das für 2013 erwartete Niveau bereits deutlich. Zwei neue Projekte, OLED-Beschichtungsverfahren sowie die druckbaren organischen Solarzellen, konnten begonnen werden. Beide Projekte werden mit Fördermitteln des Bundes unterstützt. Abschließende Beurteilung und Ausblick cynora befindet sich noch in einer frühen Forschungsund Entwicklungsphase. Allerdings zeichnen sich ihre optoelektronischen Materialien durch ein disruptives Potenzial aus. Die neuen Farbmoleküle zielen zudem auf ein margenstarkes Marktsegment, das heute schon gut zehnstellige Umsätze macht, mit zweistelligen Wachstumsraten. Beispielsweise nutzt Samsung OLED- Displays in den meisten seiner Mobiltelefone und in manchen Digitalkameras. Nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Bedeutung der effizienten Gewinnung und Nutzung von Energie ist bei cynora folglich mit einer ganz wesentlichen Wertsteigerung in den nächsten Jahren zu rechnen. [ Leistungsbilanz ]

101 [ Efficient Energy GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 12. Efficient Energy GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Sauerlach, Landkreis München, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG München, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die Efficient Energy GmbH wird geleitet von den Mitgliedern der Geschäftsführung Dr. Klaus Feix (CEO, Dipl.- Wirt.-Ing.), Holger Sedlak (CTO, Dipl.-Inf.) und Jens Schäfer (CFO, Dipl.-Kfm.). Branche, Segment Die Efficient Energy GmbH entwickelt, produziert und vermarktet als innovatives Unternehmen im Bereich der Klimatisierungstechnologie Produkte, die einerseits umweltfreundlich mit dem Kältemittel Wasser arbeiten und andererseits den Wirkungsgrad bestehender Systeme in diesen Segmenten bei Weitem übertreffen. Des Weiteren kann diese Entwicklung (System Wärmepumpe) auch zur Erzeugung von Wärme für die Beheizung eingesetzt werden. Produkte und Dienstleistungen Mit der Entwicklung eines hocheffizienten Turboradialverdichters (ct-turbo) leistet Efficient Energy einen wesentlichen Beitrag zur Kostenreduzierung und Energieeinsparung in den Bereichen der Klimatechnik und Wärmeerzeugung. Gegenüber konventionellen Systemen weist der ct-turbo einen beinahe verdoppelten Wirkungsgrad auf. Er arbeitet nach dem in großtechnischen Anlagen wiederholt erfolgreich realisierten Prinzip der Direktverdampfung von Wasser und Verdichtung des Wasserdampfs. Das Entwicklungsziel der Efficient Energy GmbH besteht darin, die bekannten technischen Vorteile des Wirkungsgrades von Turboverdichtern sowohl auf die industrielle als auch auf die häusliche Energietechnik zu übertragen. Der ct-turbo benötigt kein Öl und keine umweltschädlichen Arbeitsmittel und hat gegenüber konventionellen Systemen somit entscheidende ökologische Vorteile. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Der für Efficient Energy relevante Markt hat nach derzeitiger Einschätzung ein Volumen von ca. EUR 10 Mrd. Dies beinhaltet sowohl die Segmente Kühlungs- als auch Heizungstechnik im Bereich industrieller und häuslicher Anwendungen. Technologisch hat Efficient Energy einerseits durch die Verwendung von Wasser als Kältemittel sowie durch den deutlich höheren Wirkungsgrad andererseits gegenüber Wettbewerbsprodukten erkennbare Alleinstellungsmerkmale. Langfristige Ziele Langfristig strebt Efficient Energy an, den o. g. relevanten Markt zu revolutionieren und damit zu dominieren. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung wurde bereits durch den Abschluss eines Liefer- und Kooperationsvertrags mit einem führenden Hersteller der Präzisionsklimatisierung gemacht. Strategie Hinsichtlich der Zielerreichung sichert Efficient Energy den Erfolg strategisch durch einen hohen Innovationsgrad, eine breite Anzahl an Patenten und weitere Investitionen in Forschung & Entwicklung ab. Darüber hinaus tritt Efficient Energy am Markt als zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und Investoren auf und etabliert sich als attraktiver Arbeitgeber mit hoch motivierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Entwicklungen im Jahr 2011 Im Geschäftsjahr 2011 hat Efficient Energy weiter vor allem in den Bereichen Forschung & Entwicklung sowie Fertigung investiert. Darüber hinaus wurden aber bereits zu diesem Zeitpunkt die für einen bevorstehenden Markteintritt im 3. Quartal 2012 notwendigen Strukturen auf- und ausgebaut. Das Produktdesign wurde von der Laboranlage auf die Belange der Kundenanforderungen umgestellt und ist aufgrund seiner Modularität in der Lage, verschiedene Leistungsklassen abzubilden. Ausblick Zur Finanzierung der Entwicklungs- und Expansionsziele beabsichtigt Efficient Energy im Jahr 2012 weiteres Eigenkapital aufzunehmen. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten einer zusätzlichen Finanzierung der Gesellschaft durch Fremdkapital eruiert und konkret verfolgt. Wesentliche Herausforderung für das Geschäftsjahr 2012 werden einerseits die Gestaltung des Serienanlaufes und andererseits der sich anschließende Markt eintritt sein. [ Leistungsbilanz ]

102 [ Die Beteiligungsunternehmen Efficient Energy GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 59,43 % 6,25 % MIG 2 6,25 % MIG 4 6,25 % MIG 6 16,73 % MIG 7 5,09 % MIG 11 b) Externe Analyse durch BioMedServices Energieeffiziente Kühlung auf umweltfreundlicher Basis Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die Efficient Energy GmbH fokussiert sich auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Kälte- und Wärmelösungen. Sie positioniert sich damit auf dem Markt für Klima- und Heizungstechnik sowohl für industrielle als auch für häusliche Anwendungen. Industrielle Einsatzmöglichkeiten umfassen beispielsweise Rechenzentren, Schaltstationen, die Lebensmittelindustrie sowie die Prozess- und Raumkühlung. Kerntechnologie des Unternehmens ist ein hocheffizienter Radialverdichter (ct-turbo), der gasförmige Stoffe komprimiert, deren Temperatur daraufhin ansteigt. Die thermische Energie des aufgeheizten Gases kann dann an verschiedene Verbraucher (Brauchwasser, Heizung, Luft) abgegeben werden. Im Grunde funktioniert der ct-turbo also als Wärmepumpe. Zur Kühlung arbeiten konventionelle Systeme mit Flüssigkeiten, die bei niedrigem Druck unter Wärmezufuhr verdampfen und nach der Verdichtung auf einen höheren Druck unter Wärmeabgabe wieder kondensieren, wodurch ein Kreislauf entsteht. Die Wärmepumpe der Efficient Energy kommt zur Kühlung mit Wasser als Flüssigkeit beziehungsweise Wasserdampf als Arbeitsgas aus. Wasser zeichnet sich gegenüber herkömmlichen Fluiden wie FCKW durch Umweltfreundlichkeit aus. Zudem ermöglichen technische Vorteile der Turboverdichtung einen höheren Wirkungsgrad, das heißt die Erbringung der gleichen Leistung bei Einsatz von weniger Energie. Efficient Energy bedient durch den Verzicht auf umweltschädliche Substanzen sowie durch Reduzierung des Energieverbrauchs somit neben den eigentlichen Zielmärkten der Kühlung und Heizung den sogenannten Cleantech-Trend. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die Kerninnovation der Efficient Energy GmbH beruht auf der ct-turbo-einheit, die unter anderem ein extrem hochtourig drehendes Verdichterrad aus höchstfestem Material mit eigens entwickelter Geometrie umfasst. Herkömmliche Verdichter arbeiten mit Kolben oder Schrauben. Eine Magnetlagerung sichert im ct-turbo einen reibungs- und verschleißfreien sowie vibrationsarmen Lauf, der ohne Öl und Schmierstoffe auskommt. Dies reduziert Wartungen und stellt einen weiteren ökologischen Vorteil des Systems von Efficient Energy dar. Ein vollständig neu entwickelter, hocheffizienter Motor ermöglicht zusammen mit der maßgeschneiderten Antriebselektronik einen äußerst verlustarmen Betrieb. Insgesamt weist der ct-turbo damit gegenüber konventionellen Systemen beinahe einen verdoppelten Wirkungsgrad auf. Dies bedeutet eine zusätzliche Einsparung von Kosten und Energie. Als Alleinstellung dienen weiterhin weltweit einzigartige Verdampfungs- und Kühlflächen im vakuumdichten System sowie die effiziente Nutzung von Wasser als Kühlmittel. Strategie des Unternehmens ist, zunächst den Markt der Klima- und Kältetechnik zu bearbeiten, der sich gegenüber der Heiztechnik durch ein höheres Volumen und Wachstum auszeichnet. In Kooperation mit einem Marktführer aus diesem Sektor soll die Vermarktung durchgeführt werden. Zu bewältigen sind vorher noch die Überführung aus dem Labormaßstab in die industrielle Serienfertigung sowie erste Feldtests. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,45 - MIG , ,45 - MIG , ,45 - MIG , ,66 - MIG , ,00 - [ Leistungsbilanz ]

103 [ Efficient Energy GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Entwicklung 2011 Im vergangenen Jahr konnten durch die Errichtung eines modularen Industriekonzeptes erste Schritte bei der Überleitung aller Komponenten auf die industrielle Serien tauglichkeit abgeschlossen werden. Erste Prototypen wurden erstellt, die sich in Testung zur Langzeitstabilität befinden. Der für 2012 geplante Serienstart und Markteintritt kann somit eingehalten werden. Weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung sicherten die kontinuierliche Verbesserung des Systems. Die Einstellung weiterer Mitarbeiter für die Bereiche Entwicklung und Fertigung verdoppelte die Beschäftigtenzahl des Unternehmens. Erwähnenswert sind die Einstellung eines Fertigungsleiters sowie eines kaufmännischen Direktors. Zudem erzielte Efficient Energy im Oktober 2011 den Abschluss eines Kooperationsvertrags mit einem namhaften Klimatechnikhersteller in der Präzisionsklimatisierung. Damit ist die Markteinführung des ersten Produkts mit Technologie von Efficient Energy sichergestellt. Abschließende Beurteilung und Ausblick Innerhalb von vier Jahren hat das Unternehmen seine Technologie fast bis zur Serienproduktreife gebracht. Unterstützt wurde es dabei durch die Investition der MIG Fonds und durch Fördermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie des Bayerisches Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Mit dem neuartigen System, das effizient mit Wasser als Betriebsmittel auskommt, lässt sich der Prozess Kühlen wesentlich energieeffizienter und umweltfreundlicher durchführen als mit konventionellen Lösungen. So ist eine Halbierung der Energiekosten zu erwarten. Nach der für dieses Jahr geplanten Einführung im Markt der Kältetechnik ist als nächster Schritt die Ausweitung auf den Markt der Heiztechnik geplant. Hierzu müssen kleinere Anpassungen am System vorgenommen werden. Im Vergleich zu anderen Heizungen kann mit einem um ca. 40 % reduzierten Stromverbrauch gerechnet werden. Vor dem Hintergrund der immer größeren Bedeutung von Energieeinsparungen sollte Efficient Energy eine deutliche Wertsteigerung erfahren. [ Leistungsbilanz ]

104 [ Die Beteiligungsunternehmen Ganymed Pharmaceuticals AG ] 13. Ganymed Pharmaceuticals AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Mainz, Deutschland Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister: AG Mainz, HRB 7897 a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Ganymed verfügt über ein erfahrenes Management- Team. Mitgründerin PD Dr. med. Özlem Türeci erfüllt seit 2001 die Funktion des Wissenschaftsvorstands und verantwortet seit 2010 die medizinische Entwicklung. PD Dr. Türeci ist außerdem seit 2008 Vorstandsvorsitzende. Sie ist eine international ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Entwicklung neuer antigenspezifischer Immuntherapieansätze. Dipl.-Ing. oec. Dirk Sebastian vertritt die Gesellschaft als Vorstand für Finanzen und Operatives seit Er verfügt über langjährige Erfahrung in diesen Bereichen sowie in der Geschäftsentwicklung und ist ebenfalls Mitgründer von Ganymed. Branche, Segment Die Ganymed Pharmaceuticals AG ist ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen, das hochspezifische Antikörperwirkstoffe zur gezielten Behandlung solider Tumoren entwickelt. Führend auf dem Gebiet der Identifizierung proprietärer, hoch krebsspezifischer Zielstrukturen baut die Gesellschaft eine wachsende Pipeline von eigenen Antikörperwirkstoffen auf. Die therapeutischen Wirkstoffe des Unternehmens haben Blockbuster- Potenzial und richten sich gegen eine große Anzahl von Krebserkrankungen mit akutem medizinischem Bedarf wie Magen-, Brust-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Lungenkrebs. Produkte und Dienstleistungen Ganymed erprobt derzeit den am weitesten fortgeschrittenen Produktkandidaten Claudiximab (Projekt imab362) im metastatischen Magenkarzinom in der Klinik. Claudiximab ist ein Vertreter der vom Unternehmen selbst entwickelten idealen Antikörper (imab), welche gegen neuartige Zielstrukturen gerichtet sind und sich durch hervorragende Spezifität und Effektivität auszeichnen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die Ganymed Pharmaceuticals AG ist im angestrebten Onkologiemarkt durch ihren Ansatz mit hochwirksamen therapeutischen Antikörpern sehr gut positioniert. Die Verkäufe von Agensys, CAT, Celltech, Abgenix u. a. haben das große Exit-Potenzial von Antikörperfirmen in der Onkologie bereits demonstriert. Ein weiteres Mal unterstrichen wird dies nicht zuletzt durch die Übernahme von Genentech durch Roche. Das Potenzial von Ganymed sollte ähnlich groß sein. Aufgrund der eigenen, starken Target- und Antikörper-Pipeline des Unternehmens wäre auch ein Geschäftsmodell ähnlich dem von Genentech durchführbar. Es ist allerdings grundsätzlich zu beachten, dass alle Projekte von Ganymed deutliche Entwicklungs- und Vermarktungsrisiken bergen. Diese könnten, auch in späteren Phasen der klinischen Entwicklung, zu einer Einstellung des jeweiligen Projekts führen. Langfristige Ziele und Strategie Langfristig strebt die Ganymed Pharmaceuticals AG an, ihre Antikörpertherapeutika eigenständig so weit wie möglich in Richtung Arzneimittelmarkt zu entwickeln. Prioritär wird eine Entwicklungsstrategie verfolgt, die bei belastbaren klinischen Daten die Beantragung einer konditionalen Marktzulassung ermöglicht. Diese wäre für das Leitprodukt Claudiximab in einem Zeithorizont von 2014 bis 2016 möglich. Auslizenzierungen an große Pharma- und Biotechnologieunternehmen stellen optionale Kommerzialisierungswege dar, die in Abhängigkeit von gesamtstrategischen Überlegungen realisiert werden könnten. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen, Technologien: Die im Jahr 2010 begonnene Phase IIa der klinischen Erprobung von Claudiximab wurde im Jahr 2011 fortgesetzt. Diese Phase-IIa-Studie untersucht die Mehrfachgabe von Claudiximab in der Monotherapie bei gastro-ösophagealen Tumoren. Die Vorbereitungen zum Start der nachfolgenden Kombinationsstudien wurden im Jahr 2011 weit vorangebracht. Die erbrachten Planungsleistungen ermöglichen offene, internationale, multizentrische Studien, die auf eine schnelle Markterreichung zielen. Dabei wird angestrebt, Claudiximab als Kombinationspräparat mit Chemotherapeutika klinisch zu validieren und auf Wirksamkeit zu testen. Die Entwicklung eines eigenen Tests zur Patientenstratifikation wurde begonnen und [ Leistungsbilanz ]

105 [ Ganymed Pharmaceuticals AG Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 92,44 % 3,92 % MIG 3 3,64 % MIG 5 bisher planungskonform durchgeführt. Neben Claudiximab wird ein zweites Antikörperprojekt (GT512) in Richtung klinischer Erprobung entwickelt. Die bei Ganymed entwickelte Produktionszelllinie zur Herstellung von GT512-Antikörpern konnte 2011 erfolgreich an den Auftragshersteller transferiert werden. Die Entwicklung des Prozesses zur Produktion des notwendigen Materialbedarfs für die geplanten klinischen Studien wurde bereits begonnen. Die Produktionsläufe zur Herstellung des Prüfmaterials sind für 2012 geplant, der Start der ersten klinischen Erprobung ist für 2013 vorgesehen. Das Antikörperprojekt GT512 zielt auf multiple Indikationen, u. a. Ovarial-, Hoden- und Lungenkarzinome. Die Entwicklung des Targets GT468 (Indikation u. a. Brusttumoren) verbleibt auf der Ebene der erweiterten Targetvalidierung und wird insbesondere vor dem Hintergrund der Untersuchung neuer Antikörperformate kontinuierlich erforscht. Die Entscheidung über die klinische Entwicklungsstrategie wird in Abhängigkeit der erzielten Validierungsergebnisse und neuer präklinischer Erkenntnisse erfolgen. Die Pipeline der hoch krebsspezifischen Zielstrukturen (Targets) wurde weiter erforscht. Unternehmen: Eigene Kompetenzen wurden besonders im Bereich der klinischen Forschung erweitert. Zum beschäftigte Ganymed 79 Mitarbeiter. Zu diesem Zeitpunkt lagen 75 erteilte Patente und 325 Patentanmeldungen des Unternehmens vor. Durch die Neuregelung der Ausführungsordnung zum Europäischen Patentübereinkommen bezüglich Teilanmeldungen vom ergibt sich für Ganymed die Notwendigkeit, im Jahr 2012 eine Prüfung und Fokussierung des Patentportfolios vorzunehmen. Entwicklungen und Kooperationspartnerschaften: Wesentliche Entwicklungspartnerschaften bestehen zur TRON ggmbh, zur Universität Mainz sowie zu Unternehmen im Konzernverbund der BioNTech AG. Ausblick Vorrangige Ziele für 2012 sind der Abschluss der klinischen Phase-IIa-Testung von Claudiximab an Patienten mit Magen- und Speiseröhrenkrebs, sowie der Start der Phase-IIa-Prüfung in der Indikation Pankreaskarzinom. Auch ist geplant, die ersten Studien als Kombinationstherapien zu initiieren. Entsprechend sollen die Verträglichkeit gezeigt und Hinweise auf Wirksamkeit erbracht werden. Für das Antikörperprojekt GT512 (Indikationen u. a. Ovarial- und Bronchialkarzinome) wird die Herstellung des Prüfmusters durchgeführt, und es sollen die Vorbereitungen zur Durchführung der klinischen Erprobung gestartet werden. Auch die weitere Erforschung der Pipeline hoch krebsspezifischer Zielstrukturen (Targets) wird umgesetzt. Langfristig strebt die Ganymed Pharmaceuticals AG an, ihre Antikörpertherapeutika eigenständig so weit wie möglich in Richtung Arzneimittelmarkt zu entwickeln. Prioritär wird eine Entwicklungsstrategie verfolgt, die bei belastbaren klinischen Daten die Beantragung einer konditionalen Marktzulassung ermöglicht. Diese wäre für das Leitprodukt Claudiximab in einem Zeithorizont von 2014 bis 2016 möglich. Auslizenzierungen an große Pharma- und Biotechnologieunternehmen stellen optionale Kommerzialisierungswege dar, die in Abhängigkeit von gesamtstrategischen Überlegungen gegangen werden könnten. Die Finanzierung zur Durchführung der Projekte im Jahr 2012 kann als gesichert angesehen werden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass alle Projekte in dem bestehenden Finanzierungshorizont bis zum Markteintritt finanziert sind. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,78 - MIG , , ,00 [ Leistungsbilanz ]

106 [ Die Beteiligungsunternehmen Ganymed Pharmaceuticals AG ] b) Externe Analyse durch BioMedServices Neue und spezifische Angriffsziele zur Krebsbekämpfung Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die Ganymed Pharmaceuticals AG entwickelt hochspezifische Antikörpermedikamente gegen neue Zielstrukturen (Targets) zur gezielten Behandlung solider Tumore. Der am weitesten fortgeschrittene Wirkstoffkandidat imab362 ( Claudiximab ), der aktuell in der klinischen Phase II auf Wirksamkeit erprobt wird, zielt auf Magenund Speiseröhrentumoren. Zielmolekül ist das Protein Claudin, welches bei 70 % aller Magenkrebs- und 30 % aller Speiseröhrenkrebserkrankungen vorkommt. Zudem zeigt sich dieses spezifische Oberflächenantigen bei 50 % der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Für diese Indikation steht imab362 kurz vor dem Start einer Phase-II-Studie. Ein weiterer potenzieller Wirkstoff befindet sich in später präklinischer Untersuchung: imab027 zielt auf das Target GT512, das bei 70 % aller Eierstockkrebs- und 50 % der Lungenkrebsfälle auftritt. Ganymed erforscht darüber hinaus eine Vielzahl an weiteren tumorspezifischen Zielstrukturen. Sehr vielversprechend erscheint dabei das Zielmolekül GT468, das sich in 80 % der Brust- und 60 % der nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome findet. Das Unternehmen testet hier in vorklinischem Stadium die Relevanz in Zusammenhang mit den genannten Krebsarten und sucht zusätzlich nach neuen Antikörperformaten zu deren Bekämpfung. Mit seinen Antikörperwirkstoffen gegen neuartige krebsspezifische Zielstrukturen positioniert sich Ganymed als ein Krebs-Immuntherapie-Unternehmen der vordersten Front. Dabei setzt die Gesellschaft auf die sogenannte personalisierte Medizin. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Bei der personalisierten Medizin erhalten Patienten nur dann ein Medikament, wenn vorher diagnostiziert wurde, dass der Patient zu einer passenden Subpopulation gehört. Bei der Krebstherapie ist dies beispielsweise mit dem Vorkommen bestimmter Zielstrukturen auf den Tumoren verbunden. Der entscheidende Unterschied zu bereits auf dem Markt befindlichen personalisierten Antikörpermedikamenten gegen Krebs liegt bei den Ganymed-Wirkstoffen im Folgenden: Es werden absolut tumorspezifische Zielstrukturen angegangen, und die Tumorantigene treten noch gehäufter bei bestimmten Krebsarten auf (z. B. bei bis zu 80 % der Fälle versus 20 % bei einem anderen, bereits vermarkteten Antikörper). Zudem wirken die Ganymed-Antikörper auf gleich vierfache Weise: Direkte Unterdrückung des Tumorwachstums, antikörpervermittelte Aktivierung der natürlichen Killerzellen des Immunsystems und der Zelllyse sowie Induktion des natürlichen programmierten Zelltodes. Weil die proprietären Zielmoleküle von Ganymed eine unübertroffene Spezifität für Tumorzellen besitzen, können die als ideale monoklonale Antikörper (imabs) bezeichneten Wirkstoffe von Ganymed Tumore zerstören, ohne das normale Gewebe im Körper zu schädigen. [ Leistungsbilanz ]

107 [ Ganymed Pharmaceuticals AG Die Beteiligungsunternehmen ] Entwicklung 2011 Im vergangenen Jahr wurde die in 2010 gestartete klinische Phase-II-Studie mit Claudiximab fortgesetzt. Eine geringfügige Abweichung vom Plan ergab sich, da noch nicht die gesamte Zahl an Patienten rekrutiert werden konnte. Dadurch musste der ursprünglich für Ende 2011 geplante Abschluss auf Anfang 2012 verschoben werden. Strikte Einschlusskriterien sowie die Behandlung von Probanden mit dem potenziellen Ganymed-Wirkstoff als Monotherapie engen die Patientenauswahl ein. Das Vorantreiben von Kombinationsstudien, die den Einschluss von mehr Patienten erlaubt, erscheint vor diesem Hintergrund sehr sinnvoll. Hier konnte das Unternehmen in 2011 weitere Fortschritte bei der Vorbereitung erzielen. Für Wirkstoffe gegen das proprietäre Target GT512 ist dem Unternehmen in 2011 die Etablierung einer Produktions-Zelllinie sowie deren Übergabe an einen Auftragshersteller gelungen. Die Erforschung weiterer hoch tumorspezifischer Zielmoleküle sichert die Transformation des Unternehmens zu einer starken Entwicklungsorganisation mit einer tiefen Pipeline proprietärer Antikörperzielstrukturen und entsprechender Antikörper mit signifikantem Wert. Abschließende Beurteilung und Ausblick Ganymed verfolgt die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern gegen gefährliche Krebserkrankungen mit hohem medizinischen Bedarf und großem Marktpotenzial. Präklinische Studien haben bereits eine hohe Wirksamkeit des Leitprodukts Claudiximab bewiesen. Ausschlaggebend für den weiteren Erfolg sind jedoch die Ergebnisse der klinischen Prüfungen auf Wirksamkeit, die Gesellschaft unterliegt damit den gängigen Risiken der Medikamentenentwicklung. Ganymed verfügt über umfangreiche Schutzrechte und zählt zu den bestfinanzierten biopharmazeutischen Unternehmen Europas. Die überlegene Sicherheit und möglicherweise bessere, weil spezifischere Wirkungsweise der Ganymed-Wirkstoffe macht sie zu Antikörperwirkstoffen der nächsten Generation mit Blockbuster-Potenzial (Umsatz USD 1 Mrd. oder mehr). Vorbild ist beispielsweise Herceptin, ein antikörperbasiertes Brustkrebsmedikament der ersten Generation, welches seit 1998 auf dem Markt ist und 2010 rund USD 5 Mrd. Umsatz erzielte. [ Leistungsbilanz ]

108 [ Die Beteiligungsunternehmen IDENT Technology AG ] 14. IDENT Technology AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Gilching, Landkreis Starnberg, Deutschland Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister: AG München, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich aus Dr. Roland Aubauer (CTO/Technik, Sprecher des Vorstands), Christopher Kampshoff (CFO/Finanzen) und Klaus Zeyn (CSO/Vertrieb und Marketing) zusammen. Alle Vorstände verfügen über langjährige Erfahrungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die Vermarktung der Technologien von IDENT erfolgt sowohl über Lizenzen als auch zukünftig über die Vermarktung eigener Chips. IDENT tritt mit diesen Chips in einem neuen Markt für Gesten-Erkennungstechnologien auf. Aktuell gibt es einige wenige Wettbewerber mit vergleichbaren Technologien. Es gibt allerdings andere Technologien, wie z. B. Kameras, mit denen ebenfalls eine Gestenerkennung möglich ist. Keine bekannte Wettbewerbstechnologie ist aus Sicht von IDENT für den Gebrauch in mobilen Endgeräten so gut geeignet wie die von IDENT genutzte Technologie. Mit ULPP tritt IDENT in den Wettbewerb mit zahlreichen Unternehmen aus dem Bereich der kapazitiven Technologien. Langfristige Ziele Ziel der IDENT ist es, das führende Unternehmen in der 3D-Gestenerkennung bei mobilen Endgeräten der Elektronik im Konsumbereich zu werden. Strategie Die Strategie der IDENT Technology AG ist es, die selbst entwickelte Basistechnologie an Unternehmen aus dem Bereich der Konsumgüterindustrie zu lizensieren. Diese Kunden sind in erster Linie namhafte Unternehmen, die Produkte millionenfach produzieren. Einsatzbereiche sind Mobilfunktelefone, Computermäuse, Kopfhörer, Game-Controller und vieles mehr. Als Erweiterung des oben beschriebenen Geschäftsmodells hat IDENT im Jahr 2011 begonnen, einen eigenen Chip zu entwickeln und so sein Geschäftsmodell zu erweitern. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen, Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 hat die weltweite, erfolgreiche Markteinführung eines ersten Endgerätes im Konsumbereich stattgefunden, welches die ULPP-Technologie von IDENT nutzt. Die Entwicklung eines eigenen GestIC-Chips wurde angestoßen. Unternehmen: Die Venture-Capital-Investition ermöglichte den zügigen Ausbau mit qualifizierten Mitarbeitern. Im Jahr 2004 hatte das Unternehmen vier Mitarbeiter und konnte bis zum Jahr 2011 auf insgesamt 32 Mitarbeiter wachsen. Diese ermöglichen es, die beiden Basistechnologien ULPP und GestIC immer weiterzuentwickeln. Entwicklungspartnerschaften, Kooperationen: Operativ hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung des ersten eigenen GestIC-Chips konzentriert. Mit der Vermarktung dieses Chips wurde selektiv ebenfalls im Jahr 2011 begonnen, mit dem Ziel, erste Produktumsätze im Jahr 2012 zu erzielen. Hierbei wurde ein Alpha-Vertrag mit einem Weltmarktführer aus dem primären Zielmarkt Display abgeschlossen, der sich mit EUR ,00 an den Entwicklungskosten beteiligt hat. Ausblick Die IDENT Technology AG ist ein innovatives Unternehmen, das Technologie auf der Basis der Messung und Auswertung von elektrischen Feldern international vertreibt. Im Jahr 2011 hat das Unternehmen seine Position im weltweiten Umfeld als Chiplieferant erfolgreich aufgebaut. Mit der Markteinführung eines ersten Chips werden erste Produktumsätze zum Ende des Jahres 2012 erwartet. Der Abschluss weiterer Lizenzabkommen für das Jahr 2012 ist vorbereitet, um hier zusätzliche Mittelzuflüsse zu realisieren. Der Abschluss des ersten GestIC-Chip-Vertrags mit einem weltweit führenden Display-Hersteller in einer frühen Phase, die Marktpositionierung der ULPP durch die Chip-Lizenznehmer sowie die erfolgte Markteinführung des ersten Produkts durch einen führenden Konsumgüterhersteller Anfang 2011 zeigen deutlich die Werthaltigkeit der IDENT-Technologien. Der Beginn der Vermarktung von ULPP-Chips durch die Lizenzpartner sowie die Markteinführung des eigenen GestIC-Chips eröffnen IDENT weitere neue attraktive Ertragsfelder. Die Ident Technology AG wurde am an einen führenden US-amerikanischen Chiphersteller verkauft. [ Leistungsbilanz ]

109 [ IDENT Technology AG Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 52,88 % 4,57 % MIG 1 0,30 % MIG 2 4,55 % MIG 3 0,23 % MIG 4 6,60 % MIG 5 30,87 % MIG 9 b) Externe Analyse durch BioMedServices Energie sparen und berührungsfrei bedienen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Das Unternehmen IDENT Technology entwickelt und vermarktet Lösungen zur berührungsfreien Bedienung elektronischer Geräte. Der Fokus liegt dabei auf mobilen Endgeräten wie displaygesteuerten Smartphones oder Tablet PCs. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich auch bei Digitalkameras, Computermäusen oder Game-Controllern. Die berührungsfreie Bedienung wird realisiert durch die Interaktion des die Haut umgebenden elektrischen Feldes mit einem Sensor im zu bedienenden Gerät. Somit wird die Haut des Bedieners auf einfache Weise zur Schnittstelle für Daten und Aktionen. Dies nutzt die sogenannte Z-Sense-Technik der IDENT Technology momentan für zwei verschiedene Anwendungen: Das An- und Ausschalten elektronischer Geräte sowie deren Steuerung über die Erkennung von Gesten, die mit der Hand ausgeführt werden. Das Know-how des Unternehmens liegt dabei in der Sensortechnologie sowie in der Auswertung der Veränderung von elektrischen Feldern, die eine Annäherungs-, Benutzer- und Bewegungserkennung erlauben. Zwei grundlegende Technologien stehen hier im Vordergrund: Das Erkennen einer eindimensionalen Annäherung (ultra low power proximity, ULPP) sowie das Erkennen von dreidimensionalen Bewegungen im Raum (GestIC). Basierend auf diesen elektrischen Nahfeldmessungen sind somit völlig neuartige Eingabemethoden sowie die Einsparung von Energie möglich. IDENT Technology positioniert sich damit als führender Technologieanbieter bei intelligenten Sensorsystemen für neuartige Benutzerschnittstellen sowie für die energieeffiziente Nutzung mobiler Endgeräte. Kunden sind namhafte Unternehmen der Chip-, Konsumgüter- und Telekommunikationsindustrie sowie der Unterhaltungselektronik. Ziel ist, das führende Unternehmen für die 3D-Gestenerkennung zu werden. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die Kunden von IDENT Technology wurden bislang über die Vergabe von Lizenzen zur Nutzung der einzigartigen und patentierten Technologie bedient. Für die Zukunft baut das Unternehmen jedoch auf die eigene Produktion von 3D-Gestikerkennungs-Chips und erweitert damit das Geschäftsmodell. Die GestIC-Lösung erlaubt es, die dritte Dimension zur berührungslosen Steuerung zu nutzen. Im Gegensatz dazu sind herkömmliche Touchscreens nur zweidimensional zu steuern. Anwendungsbereiche für die Erkennung von Gesten können beispielsweise sein: Das Blättern und Scrollen von Seiten, das Aufrufen von Menüpunkten, das Annehmen, Ablehnen oder Beenden von Anrufen. Die dreidimensionale Gestenerkennung kann prinzipiell auch durch andere technologische Ansätze realisiert werden: Ultraschall, Infrarot oder aufwendige Kamerasysteme. Die Ergebnisse, die sich mit optischen Sensoren oder Kameras erzielen lassen, sind in der Regel jedoch abhängig von den Umgebungsbedingungen wie etwa dem Licht. Zudem benötigen sie designstörende Sichtfenster im Gehäuse. Auch haben optische Lösungen im Nahbereich ihre Probleme, weil aufgrund des Kamerawinkels keine komplette Abdeckung gewährleistet werden kann. Ferner müssen Bilder prozessiert werden, um Gesten zu detektieren. Dies be- Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,72 - MIG , ,27 - MIG , ,01 - MIG , ,05 - MIG , ,87 - MIG , ,24 - [ Leistungsbilanz ]

110 [ Die Beteiligungsunternehmen IDENT Technology AG ] nötigt eine hohe Stromaufnahme. Mit der elektrischen Nahfeldtechnologie erzielt IDENT eine Abtastrate, die um bis zu Faktor sechs höher ist, als diejenige optischer Lösungen. Sie erlaubt dadurch das Auslesen einer deutlich höheren Datenrate und damit eine Echtzeiterkennung von Gesten. Schließlich werden Bewegung, Position und Geschwindigkeit kostengünstig sowie wartungsfrei erfasst und ausgewertet. Ein entscheidender Vorteil der Z-sense-Technologie ist dabei der geringe Stromverbrauch, der um Größenordnungen niedriger liegt als bei anderen Lösungen für die Bedienung elektronischer Geräte. Neben der Gestenerfassung kann die Technologie daher in der ULPP-Anwendung auch relativ einfach für das Anschalten nur im Bedarfsfall beispielsweise von Smartphone-Displays genutzt werden. Der Gesten- und Nähe-Sensor von IDENT erlaubt seinen Kunden die Umsetzung tastenloser Design-Optionen und Features, kleinerer Batterien und signifikanter Kosteneinsparungen. Die Sensorelektrode kann ohne großen Aufwand in bestehende Geräte integriert werden. Entwicklung 2011 Dem Unternehmen gelang 2011 eine weitere Finanzierungsrunde, welche die bisherigen Investoren neben den MIG Fonds Danube Equity nun um Robert Bosch Venture Capital ergänzt. Das frische Kapital unterstützte im vergangenen Jahr den Start der strategisch wichtigen Ausrichtung auf die Produktion eigener GestIC-Chips. Im Rahmen erster Aktivitäten zu deren Vermarktung konnte IDENT einen Vertrag mit einem weltweit führenden Displayhersteller, AU Optronics Corporation aus Taiwan, abschließen. Da es sich hier um ein strategisch wichtiges Feld für IDENT handelt, ist die Kooperation von großer Bedeutung. Die Partner werden gemeinsam eine neue Generation an Multitouch- und 3D-Displays mit integrierter Gestensteuerung entwickeln. Ein Hauptfokus wird dabei zunächst auf dem wachsenden Markt der Tablet PCs liegen. Weiterhin erfolgte die weltweite Markteinführung eines Consumerendgerätes, das die ULPP-Technologie der IDENT nutzt: eine Computermaus, die sich erst einschaltet, sobald sie von der ergreifenden Hand vollkommen umschlossen wird. Neben der Vermeidung von unbeabsichtigtem Klicken oder Scrollen wird eine Batterielebenszeit von zwei Jahren unterstützt. Abschließende Beurteilung und Ausblick Die erfolgte Fokussierung des Unternehmens auf Märkte mit schnellen Produktzyklen und hohem Innovationsbedarf hat sich ausgezahlt: Die größten Markttreiber finden sich bei den Tablet PCs und Smartphones. Gerade in diesem hart umkämpften Markt sind die Hersteller gezwungen, immer weiter nach Alleinstellungs- bzw. Unterscheidungsmerkmalen ihrer Produkte zu suchen. Eine Differenzierung durch eine 3D-Steuerung ist eine hervorragende Möglichkeit dazu, weil diese die Effizienz des Nutzers erhöht und auch einen»wow«-faktor ausmacht. Laut Dataquest sollen in 2012 weltweit allein rund 394 Millionen Smartphones produziert werden, 2013 bereits 522 Millionen Stück. Hat nur ein Hersteller das IDENT- Konzept adaptiert, so ist damit zu rechnen, dass andere bald nachziehen. Hinsichtlich der GestIC-Technologie befindet sich das Unternehmen kurz vor Abschluss der Transformation vom reinen Lizensierungsgeschäft der Technologie zum Hersteller eigener Chips, die Hand- Gesten dreidimensional interpretieren können. Damit wird die Gesellschaft nun ein Anbieter von Halbleiterlösungen beziehungsweise fertigen Endprodukten für den CE-Markt. Der Markteintritt ist für Mitte 2012 geplant. [ Leistungsbilanz ]

111 [ immatics biotechnologies GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 15. immatics biotechnologies GmbH Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen Rechts Sitz: Tübingen, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Stuttgart, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Paul Higham, Chief Executive Officer (Studium der angewandten Biologie; zuvor tätig bei Bayer AG, Glaxo- Wellcome und Ark Therapeutics); Dr. Harpreet Singh, Chief Scientific Officer (Studium der Chemie und Biochemie, Promotion in Immunologie bei Prof. Hans-Georg Rammensee; Mitgründer der immatics im Jahr 2000); Dr. Carsten Reinhardt, Chief Medical Officer (Medizinstudium und Promotion in Immunologie; zuvor tätig bei Hoffmann-La Roche, Fresenius Biotech und Micromet) Branche, Segment Die immatics biotechnologies GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf der klinischen Entwicklung fortschrittlicher therapeutischer Impfstoffe zur Behandlung von Krebserkrankungen, bei denen ein hoher, bislang ungedeckter medizinischer Bedarf besteht. Zwar wurden im Laufe der vergangenen Jahre Fortschritte bei der Krebsbehandlung erzielt, doch kann in kaum einer Krebsart vor allem in späten Stadien eine bedeutende Lebensverlängerung erzielt werden. Es besteht daher ein hoher, bislang ungedeckter medizinischer Bedarf an neuen Krebstherapien, die sich durch eine höhere Wirksamkeit und geringere Nebenwirkungen auszeichnen als die derzeit verfügbaren Behandlungen. Therapeutische Impfstoffe stellen einen innovativen Ansatz bei der Krebsbehandlung dar und sollen diese beiden Anforderungen erfüllen. Dabei kommt die sogenannte aktive Immuntherapie zum Einsatz, bei der therapeutische Impfstoffe das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen Krebszellen aktivieren. Produkte und Dienstleistungen, Markt und Wettbewerb Die patentgeschützte Technologieplattform XPRESI- DENT ermöglicht es der immatics biotechnologies GmbH erwiesenermaßen, in kurzer Zeit Produktkandidaten von der Präklinik bis zur klinischen Erprobung zu führen. Der Ansatz von immatics gegenüber herkömmlichen Krebstherapien zeichnet sich dabei durch zwei wesentliche Vorteile aus: Die Krebsimpfstoffe wirken erstens spezifisch gegen Tumorzellen und nicht gegen gesundes Gewebe und haben zweitens sehr geringe Nebenwirkungen (die sich in der Regel lediglich auf Hautreaktionen an der Injektionsstelle beschränken). Im Ergebnis zielen die therapeutischen Krebsimpfstoffe von immatics darauf ab, direkt den hohen, bislang ungedeckten medizinischen Bedarf an einer spezifischen, wirksamen und gut verträglichen Therapie im Kampf gegen zahlreiche Krebsarten zu befriedigen. Außerdem haben die synthetischen Krebsimpfstoffe von immatics den Vorteil, dass sie sich durch wirkstoffähnliche ( druglike ) Eigenschaften, stabile standardisierte ( off-the-shelf ) Präparate und solide, leicht skalierbare Herstellungsprozesse auszeichnen. Ziele und Strategie Mithilfe der eigenen Technologieplattform, eines starken Patentschutzes auf die erforschten Peptide und einer vielversprechenden Produkt-Pipeline verfolgt die immatics biotechnologies GmbH das Ziel, sich als wesentlicher Anbieter therapeutischer Impfstoffe zu etablieren. Mit erfolgreicher weiterer Entwicklung des Unternehmens wird somit die Attraktivität von immatics als Übernahmekandidat für ein etabliertes Pharmaunternehmen gesteigert. Entwicklungen im Jahr 2011 Der Hauptfokus von immatics im Geschäftsjahr 2011 lag auf der weiteren klinischen Entwicklung der beiden Produktkandidaten IMA901 zur Behandlung von Nierenzellkrebs und IMA910 zur Behandlung von Darmkrebs. Für das IMA901-Phase-3-Studienprogramm konnten die regulatorischen Studienzulassungen in neun Ländern erreicht werden; bis zum Jahresende wurden erfolgreich 91 klinische Zentren geöffnet, die an der Rekrutierung und Behandlung von Patienten mitwirken sollen; insgesamt wurden bereits 389 Patienten für einen Einschluss in die Studie voruntersucht; 41 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen (d. h. randomisiert). Im Dezember konnte die Phase 1/2 des IMA910-Studienprogramms erfolgreich abgeschlossen werden. Die Ergebnisse dieser Studie wurden durch einen externen Statistiker gegen die Ergebnisse einer großen klinischen Studie in einer vergleichbaren Patientenpopulation verglichen: Wie schon zuvor für den IMA901-Produktkandidaten beobachtet, zeigte auch IMA910 vielversprechende Phase- 2-Ergebnisse, insbesondere eine statistisch signifikante Wirkung auf das Gesamtüberleben der behandelten Patienten. [ Leistungsbilanz ]

112 [ Die Beteiligungsunternehmen immatics biotechnologies GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 90,62 % 9,38 % MIG 11 Die in Kollaboration mit verschiedenen Projektpartnern vorgenommene klinische Entwicklung des dritten Produktkandidaten IMA950 zur Behandlung von Hirntumoren (Glioblastoma multiforme) machte ebenfalls gute Fortschritte. Zwei in unterschiedlichen Behandlungsphasen angesetzte klinische Phase-1-Programme werden hier mit renommierten Kollaborationspartnern in Großbritannien (Cancer Research UK) und den USA (National Cancer Institute an den National Institutes of Health) vorangetrieben. Die firmeneigene, patentgeschützte Technologieplattform XPRESIDENT konnte ebenfalls weiterentwickelt und optimiert werden, was zukünftig eine noch schnellere und zielgenauere Identifikation von tumor-assoziierten Peptiden ermöglichen wird. Ausblick Höchste Priorität für 2012 wird die erfolgreiche Weiterführung des klinischen Phase-3-Entwicklungsprogramms für IMA901 haben. Ziel des Unternehmens ist es, die Patientenrekrutierung bis Ende 2012 abgeschlossen zu haben und eine operativ exzellente Umsetzung des Studienprotokolls zu gewährleisten. Weitere wichtige Firmenziele bestehen in der Erarbeitung und Umsetzung weiterführender Entwicklungsszenarien für IMA910 sowie der erfolgreichen Fortführung der in Kollaboration durchgeführten IMA950-Studienprogramme. b) Externe Analyse durch BioMedServices Mit Peptiden das Immunsystem gegen Krebs aktivieren Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die immatics biotechnologies GmbH fokussiert sich als biopharmazeutisches Unternehmen auf einen neuartigen Ansatz zur Behandlung von Krebs. In Abgrenzung zur klassischen Chemotherapie, aber auch zu anderen modernen biomolekularbasierten Antikörper-Therapien, erfolgt eine therapeutische Impfung, die das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Tumoren aktiviert. Geimpft wird mit Peptiden (kurze Aminosäure-Ketten), die gehäuft auf der Oberfläche von Tumorzellen vorkommen. Diese sogenannten tumorassoziierten Peptide (TUMAPs) werden von immatics mithilfe ihrer proprietären Technologie-Plattform XPRESIDENT TM identifiziert, selektiert und validiert. Der am weitesten in der Entwicklung fortgeschrittene Multipeptid-Impfstoff IMA901 befindet sich aktuell in Phase III der klinischen Prüfung. immatics ist damit eines der wenigen Biotech-Unternehmen in Deutschland mit einem Medikament in einer späten Phase der klinischen Entwicklung. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die Gesellschaft fokussiert sich derzeit auf die erfolgreiche weitere Entwicklung von IMA901 in der Indikation Nierenzellkrebs. Wichtigstes Ziel ist der Nachweis der Wirksamkeit in einer größeren Patientenpopulation und gegenüber Standardbehandlungen. Diese Validierung wird eine substanzielle Wertsteigerung mit sich bringen und Aufmerksamkeit bei potenziellen Käufern, wie zum Beispiel etablierten Pharmaunternehmen, erregen. Eine Alleinstellung findet sich bei der Auswahl der TU- MAPs, die auf der Untersuchung von primärem Tumorgewebe beruht: immatics prüft zunächst, welche Peptide bei einer bestimmten Tumorart gehäuft auftreten. Gleichzeitig wird getestet, welche dieser Peptide eine Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Beteiligter Fonds in % Leistungen MIG , , ,72 [ Leistungsbilanz ]

113 [ immatics biotechnologies GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] starke Immunantwort auslösen. Damit ist eine Selektion von spezifisch wirksamen Peptiden für die aktive Krebs- Immuntherapie möglich, die zugleich gesunde Zellen nicht schädigt. Dieser Ansatz unterscheidet immatics von anderen Unternehmen, die therapeutische Krebsimpfstoffe entwickeln. Die Technologieplattform ermöglicht ein schnelles Auffinden von Medikamentenkandidaten. Zudem sind Peptide leicht und wesentlich billiger herstellbar als Antikörper. Für die Indikation Nierenkrebs gibt es keinen direkten Wettbewerber, der ebenfalls auf die Krebsvakzinierung setzt. Starke Konkurrenz herrscht hier in den Feldern Lungen- und Hautkrebs. Nur wenige andere technologische Ansätze in der Krebs-Immuntherapie sind ähnlich weit fortgeschritten wie IMA901. Entwicklung 2011 Bei der Umsetzung des Phase-III-Studienplans zur klinischen Prüfung von IMA 901 in der Indikation Nierenzellkrebs wurden definierte Zwischenziele erreicht: Die regulatorische Studiengenehmigung, die Eröffnung von klinischen Zentren, die Voruntersuchung sowie der erste Einschluss von Patienten. Die Bereitstellung von Sutent durch den Hersteller Pfizer als begleitende und als der Kontrolle dienende Standardtherapie ist positiv zu werten: Sie spart immense Kosten und zeigt das Interesse des nach Umsatz weltweit führenden US-Pharma-Konzerns am innovativen Ansatz von immatics. Die positiven Ergebnisse der abgeschlossenen Phase- I/II-Studie von IMA910 in der Indikation Darmkrebs sind ein weiteres Indiz für die klinische Wirksamkeit der immatics-impfstoffe. Überdies unterstreicht das Interesse renommierter Forschungsinstitute an einer Kollaboration bei der frühen klinischen Entwicklung von IMA950 zur Behandlung von Gehirntumoren die Bedeutung der Impfstoffe. Die weitere Optimierung der Entwicklungsplattform XPRESIDENT TM sichert die Qualität und schnelle Verfügbarkeit zukünftiger Medikamentenkandidaten. Die Gesellschaft steigerte in 2011 ihre Mitarbeiterzahl um rund zehn Prozent, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung. Abschließende Beurteilung und Ausblick immatics' technologischer Ansatz basiert auf grundlegenden tumorimmunologischen Erkenntnissen. Die Technologieplattform ermöglicht die schnelle und einfache Generierung von aussichtsreichen Nachfolgekandidaten, und zwar spezifisch für einzelne Krebsindikationen. Die gute finanzielle Ausstattung des Unternehmens es gehört zu den bestfinanzierten Biotech-Gesellschaften in Europa sichert eine Konzentration auf die weitere Entwicklung und Wertsteigerung des am weitesten fortgeschrittenen Medikamentenkandidaten IMA901. Eine Kollaboration mit einem Pharmaunternehmen ist daher für dieses Projekt nicht nötig. Das nächste Ziel ist hier der erfolgreiche Abschluss der Patientenrekrutierung. Erste Ergebnisse zum progressionsfreien Überleben sind für 2013 geplant, erste Ergebnisse zur Gesamtüberlebensrate (primäres Studienziel) für Die Planung liegt im Bereich des für Krebsstudien üblicherweise anzusetzenden zeitlichen Horizontes. Der Markt für Krebsvakzine soll laut einem aktuellen Bericht von TriMark auf über USD 7 Mrd. im Jahr 2015 anwachsen. Die etablierten Pharmaunternehmen sind auf der Suche nach Ersatz für auslaufende Patente, ihre Produkt-Pipelines weisen immer größere Lücken auf. Oft werden diese durch zum Teil hochpreisige Firmenübernahmen gefüllt: Anfang 2011 akquirierte Amgen den US-Krebsimpfstoff-Entwickler Biovex und zahlte bis zu USD 1 Mrd. für die Übernahme. [ Leistungsbilanz ]

114 [ Die Beteiligungsunternehmen instraction GmbH ] 16. instraction GmbH Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen Rechts Sitz: Ludwigshafen am Rhein, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 (nach Eintragung einer bereits durchgeführten Kapitalerhöhung der instraction GmbH im Handelsregister: EUR ,00*; die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus**.) Handelsregister: AG Ludwigshafen am Rhein, HRB 4217 a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Dr. Thomas Schwarz (Biochemiker, Universität Witten/ Herdecke, bitop AG, CLIB2021 e.v., CEO); Peter Kallien (Universität Münster und Bayreuth, apeer GmbH, Stiftung Witten/Herdecke Universität, bitop AG, CFO); Dr. Stefan Arnold (Chemiker, Merckle GmbH, BioGeneriX AG, CSO). Branche, Segment Die instraction GmbH entwickelt und vermarktet multimodale sowie hochselektive Chromatografie-Phasen für die Aufreinigung pharmazeutischer Wirktstoffe, insbesondere niedermolekularer pharmazeutischer Wirkstoffe und pharmazeutischer Proteine. Die Technologieplattform (funktionalisierendes coating von porösen Oberflächen) von instraction ist einzigartig und patentgeschützt. Produkte und Dienstleistungen Die instraction GmbH entwickelt und produziert stationäre Chromatografie-Phasen mittels der instraction - Technologie (instraction -Phasen), die nicht-kovalente, selektive, reversible Bindungen mit nieder- und auch hochmolekularen Zielsubstanzen eingehen. Die neuartigen instraction -Gele werden durch chemische Modifikation der Oberflächen einer breiten Auswahl von Trägermaterialien hergestellt, u.a. von sphärischen porösen Partikeln, die für chromatografische Anwendungen geeignet sind. Die außerordentlich hohe Selektivität der instraction -Phasen wird durch chemisch beständige Immobilisierung einer dedizierten Multiplizität funktioneller Liganden an ein hydrophiles, auf der Oberfläche des Trägermaterials fixiertes und dort quervernetztes Polymernetzwerk erzielt. Die selektive Bindung von Zielsubstanzen beruht wesentlich auf einer multivalent-multimodalen Wechselwirkung zueinander komplementärer Strukturelemente auf der Oberfläche der Zielsubstanzen mit den funktionellen Liganden der Phase. Langfristige Ziele Die instraction GmbH ist als einzige Firma im Bereich Chromatografie auf multimodale Phasen spezialisiert. Bei der Produktentwicklung konzentriert sich die instraction GmbH auf Anwendungsbereiche wie die Aufreinigung von Immunglobulinen, Antikörpern und anderer pharmazeutischer Wirkstoffe, die ein hohes Marktwachstum aufweisen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Neuetablierung der Prozesse in Emerging Countries bzw. weltweit bei Prozessen, die nach Patentablauf von Neuanbietern (Generika) neu eingerichtet werden. Eine günstige Wettbewerbssituation entsteht für die instraction GmbH aufgrund der effizienteren Nutzung von teuren Ressourcen, der Einsparung von Produktionskosten und dem möglichen Schutz der neuen Aufreinigungsprozesse durch Anwendungspatente, welche die Marktposition des Kunden sichern helfen. Mittel- bis langfristig ist eine breite industrielle Anwendung der instraction - Technologie zur Aufreinigung hochwertiger Wirkstoffe angestrebt. Insbesondere sollen auch Wettbewerbsverfahren wie Kristallisation und Extraktion ersetzt werden, um eine höhere ökonomische Effizienz und Qualität im Downstream-Processing insbesondere auch von pharmazeutischen Proteinen zu erreichen. Die enge Partnerschaft mit Unternehmen aus den Bereichen Pharma und Chromatographietechnologien ist angestrebt. Auf dem Weg dahin ist der Verkauf an einen international führenden Technologiekonzern wahrscheinlich. Strategie Realisierung von industriellen Referenzprojekten und Entwicklung von Plattformtechnologien für wichtige Wirkstoffklassen (z. B. monoklonale Antikörper etc.). Aufbau eines umfangreichen Know-how- und Patentschutzes. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 wurden verschiedene Entwicklungsprojekte in den industriellen Transfer gebracht oder dem Transfer vorausgehende Entwicklungsprojekte abgeschlossen. Es wurde eine neue Patentgeneration angemeldet und die vorhandene Bibliothek an Chromatografiephasen deutlich erweitert. Es wurden umfangreiche Arbeiten zum Scale-up der Phasensynthese und zur Etablierung von Qualitätsstandards durchgeführt. [ Leistungsbilanz ]

115 [ instraction GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 32,05 % 9,93 % MIG 5 8,01 % MIG 7 29,43 % MIG 9 20,58 % MIG 11 Unternehmen: Es erfolgte ein umfassender personeller Umstrukturierungsprozess. Die Positionen des CFO und des CSO wurden neu besetzt. Die Patentabteilung wurde neu aufgebaut. Der Bereich Marketing/technischer Vertrieb wurde ausgebaut. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: 2011 baute instraction die 2010 begonnene Kooperation mit NovaSep deutlich aus. Eine strategische Partnerschaft mit der Protagen AG wurde begonnen. Mit mehreren großen, international agierenden Pharmaunternehmen wurden Entwicklungsverträge geschlossen und Projektmeilensteine erreicht. Die Kooperationsstruktur im Bereich der Aufreinigung von Proteinen aus Blutplasma wurde neu geordnet. Die Entwicklungskooperationen verliefen nach Plan. Kundenbeziehungen: instraction konnte die bestehenden Kundenbeziehungen vertiefen, einige ehemalige Kunden als Partner zurückgewinnen und neue Kundenbeziehungen aufbauen. Ausblick instraction strebt 2012 den Abschluss der Entwicklung und den Beginn der Vermarktung einer neuen Technologieplattform zur Aufreinigung monoklonaler Antikörper an. Die entwickelte Technologie zur Aufreinigung von IgG aus Blutplasma soll bei mehreren Kunden über Pilotphasen in die industrielle Anwendung gebracht werden. Im Bereich der Aufreinigung niedermolekularer APIs sind fünf weitere Entwicklungspartnerschaften geplant. Im Bereich der Aufreinigung von pharmazeutischen Proteinen sollen Projekte zur gezielten Abreicherung von Verunreinigungen begonnen werden. b) Externe Analyse durch BioMedServices Pharma und Biotech mit innovativen Trennmaterialien unterstützen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) instraction entwickelt, produziert und vermarktet hochselektive Trennmaterialien (sogenannte Phasen) für chemische und biologische Moleküle. Der Prozess der Trennung eines Stoffgemisches ( Chromatografie ) wird sehr häufig zur Isolierung oder Reinigung von Substanzen in industriellen Produktionsprozessen eingesetzt. So findet die Technologie Anwendung in der Pharma- und Biotech- Industrie bei der Herstellung von Medikamenten-Inhaltsstoffen. instraction positioniert sich damit als Zulieferer dieser Branchen und zeichnet sich als langjähriger Kooperationspartner für maßgeschneiderte, kundenspezifische Chromatografie-Lösungen aus. instraction kann eine enorme Vielfalt unterschiedlichster Phasen nach Kundenwunsch entwickeln. Damit können verschiedenste Moleküle diverser Größe gereinigt werden, von niedermolekularen Substanzen (z. B. Acetylsalicylsäure aus Aspirin 21 Atome) bis zu großen Molekülen wie Antikörper-Wirkstoffen ( Atome). Der Schwerpunkt der instraction - -Lösungen liegt folglich bei drei großen, seit Jahrzehnten etablierten Sektoren der Arzneimittelentwicklung: a) Phasen zur Trennung sogenannter kleiner, also chemisch synthetisierter Wirkstoffe, b) Phasen zur Trennung der Bestandteile des Blutplasmas und c) Phasen zur Trennung sogenannter biologischer, also in lebenden Zellen produzierter Wirkstoffe. Die Herstellung folgt höchsten Qualitätsrichtlinien, die die Verwendung der Phasen in einem GMP-regu- Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds / Derzeitiger Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG * 9,93* ,69 - MIG * 8,01* ,30 - MIG * 29,43* ,12 - MIG * 20,58* , ,40 * Die Eintragung einer beschlossenen Kapitalerhöhung von derzeit EUR ,00 auf EUR ,00 steht zum Stichtag dieser Leistungsbilanz ( ) im Handelsregister noch aus. Nach Eintragung werden MIG 5 mit insgesamt EUR (9,16 %), MIG 7 mit insgesamt EUR (7,39 %), MIG 9 mit insgesamt EUR (27,14 %), und MIG 11 mit insgesamt EUR (26,21 %) am Stammkapital der instraction GmbH beteiligt sein. [ Leistungsbilanz ]

116 [ Die Beteiligungsunternehmen instraction GmbH ] Geplantes Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 30,10 % 9,16 % MIG 5 7,39 % MIG 7 27,14 % MIG 9 26,21 % MIG 11 lierten Umfeld (good manufacturing practice) ermöglicht, das wiederum Voraussetzung für die Zulassung von Medikamenten ist. Der Reinheit von Substanzen fällt in der Medikamentenentwicklung eine immense Bedeutung zu; instraction nimmt somit eine wesentliche Stellung in der Pharma-Wertschöpfungskette ein. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Die robusten, langlebigen und hochselektiven instraction -Phasen ermöglichen die sehr effiziente Trennung pharmazeutischer Wirkstoffe: Hinsichtlich Zeit, Kosten und Ausbeute verschaffen sie dem Kunden Produktionsvorteile, die dieser wiederum in Wettbewerbsvorteile umsetzen kann. Die Phasen sind ohne weiteren Aufwand in bestehenden Anlagen einzusetzen. In Kundenprojekten hat die patentgeschützte Technologie in der Vergangenheit ihre Leistungsfähigkeit gezeigt. Dabei werden große Einsparungen dadurch ermöglicht, dass meist ein einziger Chromatografie-Schritt mehrere konventionelle Reinigungsschritte ersetzt. Während bei der herkömmlichen Chromatografie meist nur eine oder zwei Arten (mixed mode) der denkbaren Wechselwirkungen von Zielmolekül und Chromatografie-Phase für eine Trennung genutzt werden, beruht die Trennung bei den instraction -Phasen auf multimodalen Wechselwirkungen. Besonders interessant ist die instraction - Technologie zur Reinigung von Stoffen aus komplex zusammengesetzten Stoffgemischen (komplexe Synthesen, Fermentationsüberstände, Pflanzenextrakte), sowie zur Trennung sehr ähnlicher Verbindungen. Eine Alleinstellung mit weltweiter Spitzenstellung bezieht instraction zudem aus einer Art Bibliothek mit mehr als Phasen-Prototypen. Diese Phasen-Bibliothek bietet eine große Anzahl an möglichen Strukturen für die Bindung der zu trennenden Stoffmischung und kann damit nahezu jedes Trennproblem lösen. Entwicklung 2011 Seit 2011 kann instraction die Produktion seiner einzigartigen Phasen unter GMP-Bedingungen anbieten, wie sie weltweit bei nur wenigen Herstellern von Chromatografie-Materialien etabliert ist. Das Unternehmen hat einen personellen Umstrukturierungsprozess abgeschlossen und Stellen in der Leitung von Forschung und Entwicklung sowie Finanzen neu besetzt sowie den technischen Vertrieb ausgebaut. Wichtig waren auch der Neuaufbau der Patentabteilung sowie Aktivitäten zu weiteren Patentanmeldungen. Weiterhin konnten verschiedene technische Entwicklungen sowie Kooperationen angestoßen, ausgeweitet oder abgeschlossen werden. Vor allem die Partnerschaft mit dem MIG Portfoliounternehmen Protagen, das auf GMP-konforme Protein- Analytik spezialisiert ist, verschafft zusätzliche Expertise für die Entwicklung maßgeschneiderter Trennphasen zum Einsatz bei der Herstellung von Biopharmazeutika. Die bestehende Allianz mit Novasep wurde erweitert, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, neue und generische Antikrebstherapeutika effektiv aufzutrennen. Im Rahmen der Kooperation mit Sanofi konnten zwei von drei Produkten zur Trennung biologischer Wirkstoffe entwickelt werden. Insgesamt liegt die Gesellschaft mit ihren Projekten weitestgehend im Plan. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds / Geplanter Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG ** 9,16** ,69 - MIG ** 7,39** ,30 - MIG ** 27,14** ,12 - MIG ** 26,21** , ,40 ** Die Durchführung von weiteren Kapitalerhöhungen bei der instraction GmbH auf dann bis zu EUR ,00 sowie deren jeweilige Eintragung im Handelsregister stehen ebenfalls noch aus. Mit Eintragung dieser weiteren Kapitalerhöhungen werden MIG 5 über eine Beteiligung von insgesamt EUR , MIG 7 über eine Beteiligung von insgesamt EUR , MIG 9 über eine Beteiligung von insgesamt EUR und MIG 11 über eine Beteiligung von insgesamt EUR (prozentualer Anteil jeweils abhängig von der Wahrnehmung von Bezugsrechten bei den weiteren Kapitalerhöhungen) an der instraction GmbH verfügen. [ Leistungsbilanz ]

117 [ instraction GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Abschließende Beurteilung und Ausblick instraction befindet sich derzeit in der Entwicklung vom reinen Dienstleister zum Produkt- und Prozessanbieter. Das Unternehmen konzentriert sich bei den kleinen Molekülen auf die Hersteller von Generika. Diese Kunden bauen in einem verkürzten Prozess Originalpräparate nach und leisten sich bei einer schlanken Struktur weniger Forschung und Entwicklung. Genau hier setzt das umfassende Angebot der instraction zur Trennung von Wirkstoffen an. Zudem fokussiert sich die Gesellschaft zunehmend auf die Chromatografie von Biomolekülen, bei denen die instraction -Technologie vielfältige, zusätzliche, vielversprechende Entwicklungsmöglichkeiten aufweist. Der Biochromatografie mangelte es während der letzten Dekade, verglichen mit den Fortschritten in der Expressions- und Fermentationstechnologie, an effektiven Innovationen. [ Leistungsbilanz ]

118 [ Die Beteiligungsunternehmen Nexigen GmbH ] 17. Nexigen GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Köln, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Köln, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Nexigen wird geleitet von den Geschäftsführern Dr. rer. nat. Hanjo Hennemann (Molekulargenetiker, University of California, Universität Essen, caesar Bonn; Gründer und CSO), und Dr. rer. nat. Jörg Vollmer (Biologe, MPI für Immunbiologie, Coley Pharmaceutical Group, Pfizer Inc.; CEO). Branche, Segment Als noch junges Unternehmen erforscht und entwickelt Nexigen neuartige peptidische Wirkstoffe zur Modulation onkologischer Krankheitsmechanismen, die gängigen Wirkstoffen nicht zugänglich sind. Ziel ist die Entwicklung neuartiger Produkte zur Behandlung von Tumorerkrankungen mit hohem medizinischen Bedarf. Die proprietäre Technologieplattform Nexi-Peptid-Screen wird auch als Dienstleistung für führende Pharma- und Biotechnologieunternehmen zur Targetidentifizierung und -validierung angeboten. Produkte und Dienstleistungen Nexigen besitzt eine innovative und neuartige Technologieplattform zur Identifizierung und Entwicklung peptidischer Wirkstoffe, die sich von anderen vergleichbaren Verfahren deutlich unterscheidet. Die Verfahren Nexi-Screen, Nexi-Function und Nexi-Cycle zeichnen sich durch die einzigartige, robuste und naturnahe Selektion und Optimierung von Wirkstoffen im Inneren lebender Zellen aus. Die von Nexigen entwickelten intrazellulären Peptide zeigen gegenüber den auf dem Markt befindlichen Produkten deutliche Vorteile in ihren Eigenschaften (z. B. hohe Spezifität, Nutzung neuer Wirkmechanismen und voraussichtlich geringere Nebenwirkungen). Dabei konzentriert sich Nexigen auf die Entwicklung peptidischer Wirkstoffe zur Hemmung von Molekülen, die eine wichtige Rolle in der Teilung und Metastasierung von Krebszellen in großen onkologischen Indikationen spielen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Der Bedarf an innovativen Therapien in der Krebstherapie ist ungebrochen hoch. In den letzten Jahren ist der Anteil der in der Entwicklung befindlichen, neuen biologischen Krebstherapeutika deutlich gewachsen. Das Marktpotenzial für therapeutische intrazelluläre Peptide ist hier besonders hoch. Für das primäre Target-Protein von Nexigen sind bisher noch keine Therapeutika auf dem Markt, es besitzt jedoch einen hohen Stellenwert in der Medikamentenentwicklung. Dies wird durch die große Zahl an pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen, die an diesem Target Interesse haben, nachdrücklich unterlegt. Die Verwendung einer neuartigen Technologieplattform sowie die optimale Kombination von bioinformatischen und experimentellen Methoden ermöglichen Nexigen die Entwicklung von Wirkstoffen mit geringeren unerwünschten Nebenwirkungen und deutlich höheren Erfolgschancen. Die Technologieplattform von Nexigen wurde bereits in Projekten mit führenden Pharmaunternehmen wie z. B. Bayer- Schering und Johnson & Johnson sowie mit nationalen und internationalen Biotechnologieunternehmen erfolgreich angewendet. Langfristige Ziele Langfristig strebt Nexigen eine Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von intrazellulären peptidbasierenden Wirkstoffen, den Aufbau einer soliden Wirkstoffpipeline für bisher unzugängliche Targets sowie die erfolgreiche klinische Entwicklung solcher Wirkstoffe an. Strategie Die Wirkstoffprojekte von Nexigen bestimmen den Hauptteil der Geschäftstätigkeit und werden die Basis für zukünftige Erlöse z. B. aus Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen darstellen. Ein erster Proof of Concept im Tiermodell wird kurzfristig angestrebt, um nach weiteren Entwicklungsschritten in die präklinische Entwicklungsphase eintreten zu können. Konkrete Kundenprojekte zielen auf kurzfristige Erlöse (z. B. durch sog. Fee-for-Service-Aktivitäten ). Die Weiterentwicklung und Vermarktung der proprietären Technologien und Services für die biotechnologische und pharmazeutische Forschung und Entwicklung werden hierfür weiter vorangetrieben. Die Plattformtechnologien erlauben darüber hinaus den gezielten Auf- und Ausbau des bestehenden IP-Portfolios. [ Leistungsbilanz ]

119 [ Nexigen GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 75,39 % 18,46 % MIG 10 6,15 % MIG 11 Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 konnte im onkologischen Hauptforschungsprojekt ein Leitmolekül nominiert werden. Dieses befindet sich momentan in der Optimierungsphase für den Proof of Concept im Tiermodell. Um die Wirkstoff-Pipeline weiter auszubauen, wurde ein weiteres Wirkstoffprojekt initiiert, das sich in der Nexi-Screen- Phase befindet. Weiterhin wurde an der Analyse und Optimierung der systemischen Verfügbarkeit und Zellgängigkeit von peptidischen Wirkstoffen gearbeitet, mit ersten Ergebnissen aus neuartigen und hochsensiblen bildgebenden Verfahren im lebenden Organismus. Ein im Jahr 2009 gestartetes Förderprojekt mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Plattformtechnologie Nexi-Screen konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Unternehmen: Zusätzlich zu den in den Jahren 2009 und 2010 eingeworbenen öffentlichen Fördermitteln in Höhe von insgesamt EUR 1,9 Mio. schloss die Nexigen GmbH im Jahr 2011 unter Beteiligung der bisherigen Investorin AT Newtec GmbH und erstmals auch der MIG Fonds eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von EUR 4,1 Mio. ab. Diese Gelder wurden bisher u. a. genutzt, um die beiden Standorte von Nexigen in Bonn und Baesweiler in neuen Räumlichkeiten in Köln zusammenzuführen. Dabei gelang es Nexigen, die notwendige biologische, bioinformatische und chemische Expertise zusammenzuführen, um die eigene Plattform auszubauen und einen peptidischen Wirkstoff erfolgreich in die klinische Entwicklung bringen zu können. Ende 2011 konnte mit Dr. Jörg Vollmer ein CEO mit langjähriger Erfahrung in der präklinischen biologischen Wirkstoffentwicklung aus Biotechnologie- und Pharmaunternehmen akquiriert werden. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: 2011 wurde in einem Kooperationsprojekt mit einem führenden deutschen Biotechnologieunternehmen die Identifizierung von spezifischen Peptiden für ein erstes Target- Protein durchgeführt. Der erfolgreiche Abschluss war mit einer Meilensteinzahlung verbunden; weitere sind vereinbart. Durch die fördermittelgestützten Forschungskooperationen mit der 4SC AG aus München und der Universität Aachen konnten im Jahr 2011 weitere Meilensteinzahlungen in Höhe von EUR gesichert werden. Zusätzliche Fördermittelprojekte und der Aufbau weiterer Kundenbeziehungen sind in Planung. Ausblick Nexigen strebt 2012 mit einem optimierten Leitmolekül den Proof of Principle im Tiermodell an. Die technologischen Herausforderungen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss des ersten Wirkstoffprojekts und damit den Eintritt in die präklinische Entwicklung sollte Nexigen mit der vorhandenen Expertise meistern. Zur zusätzlichen Unterstützung der Entwicklungsziele beabsichtigt Nexigen, neue Kundenprojekte einzugehen und weitere Fördermittel zu akquirieren. Außerdem soll die Technologieplattform ausgebaut und damit der Bereich Intellectual Property erweitert werden. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , , ,48 MIG , , ,82 [ Leistungsbilanz ]

120 [ Die Beteiligungsunternehmen Nexigen GmbH ] b) Externe Analyse durch BioMedServices Mit Hefe-Zellen neuartige Wirkstoffe gegen Krebs entdecken Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Nexigen ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich in einer sehr frühen Phase der Medikamentenentwicklung befindet. Bisher wurde eine Technologieplattform aufgebaut, die Wirkstoffe gegen Zielmoleküle identifiziert, die für bestimmte Krankheiten verantwortlich sind. Beide Prozesse sind der erste Schritt in der Medikamentenentwicklung. Das Unternehmen fokussiert sich derzeit auf onkologische Erkrankungen sowie die Indikationen AIDS und Hepatitis C. Entwickelt werden neuartige, sogenannte First-in-class Peptid-Therapeutika, die aufgrund eines neuen Wirkmechanismus möglicherweise überlegene Eigenschaften aufweisen. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Nexigen setzt speziell konstruierte Hefezellen ein, die es in einzigartiger Weise erlauben, Vorstufen von Peptid- Wirkstoffen unter natürlichen (in vivo) Bedingungen zu selektieren. Eine hohe Trefferrate bei der Identifizierung relevanter Moleküle und eine effiziente Optimierung ergeben signifikante Einsparungen an Zeit und Aufwand und somit Kosten bei der weiteren Entwicklung. Zudem adressiert das Unternehmen mit gebräuchlichen Arzneimitteln unzugängliche Wirkmechanismen: Im Inneren von Tumorzellen werden krankheitsassoziierte Proteine gezielt gehemmt; dadurch wird ihre krankheitsverursachende Wirkung unterbunden. Gängige Medikamente wie Antikörper dringen nicht in Zellen ein, sondern blockieren Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Kleine chemische Moleküle dringen zwar in die Zellen ein, wirken aber oft nur als Enzyminhibitoren und haben keine Möglichkeit, Interaktionen von Proteinen umfassend zu modulieren. Genau das ist jedoch die Wirkweise der zellgängigen Peptid-Therapeutika von Nexigen. Die Strategie des Unternehmens ist daher, sich auf solche Stoffwechselwege zu konzentrieren, die entscheidend an der Entstehung von Tumorerkrankungen beteiligt und bisher nicht erreichbar sind. Konkurrenten verfolgen zwar ebenfalls entsprechende Zielmoleküle, setzen dabei jedoch nicht auf Peptid-Wirkstoffe. Entwicklung erzielte Nexigen im Rahmen ihrer verfolgten Projekte verschiedene technologische Fortschritte: Die Identifikation eines Leitmoleküls, die Initiierung eines weiteren Wirkstoffprojektes, die Analyse und Optimierung der systemischen Verfügbarkeit und Zellgängigkeit peptidischer Wirkstoffe sowie die Weiterentwicklung der Technologieplattform. Mit der börsennotierten 4SC AG hat das Unternehmen einen erfahrenen Partner an seiner Seite. Bund oder Land unterstützten die meisten Projekte durch erhebliche Fördermittel. Weitere Mittel konnten durch eine neue Finanzierungsrunde unter erstmaliger Beteiligung der MIG Fonds eingeworben werden. Diese Mittel ermöglichten im vergangenen Jahr unter anderem die vollständige Integration von im Jahr 2010 erworbenen peptidchemischen Anlagen. Ein wichtiger Schritt für das Unternehmen war zudem die Einstellung eines CEO, der zuletzt für die deutsche Niederlassung eines Tochterunternehmens des US-Pharmakonzerns Pfizer verantwortlich war. Damit kann sich der Mitgründer und bisherige alleinige Geschäftsführer voll auf die wissenschaftliche und technische Entwicklung fokussieren. Schließlich war das Unternehmen erfolgreich, indem es ein Kooperationsprojekt abschloss und dadurch Meilensteinzahlungen auslösen konnte. Nexigen befindet sich mit all seinen Projekten im Plan. Abschließende Beurteilung und Ausblick Die innovative Technologieplattform von Nexigen hebt das Unternehmen in zweifacher Weise hervor: optimierte Selektion von Wirkstoffkandidaten aufgrund lebender Testsysteme sowie Entwicklung von Substanzen, die herkömmlichen Arzneimitteln überlegen sein können, da sie innerhalb der Zelle wirken. Die Nexigen-Technologie ist bislang angewandten Ansätzen zur Untersuchung von Protein-Protein-Interaktionen in mehreren Punkten überlegen. [ Leistungsbilanz ]

121 [ Nexigen GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Neuartige molekulare Technologieplattformen können das Interesse von großen Pharmaunternehmen wecken, wie es das Beispiel der Firma Cellzome aus Heidelberg zeigt. Auch wenn das Unternehmen sich auf die Untersuchung anderer Moleküle fokussiert, so ist es wie Nexigen mit seiner Technologie in der Lage, gängige etablierte Methoden zu ersetzen oder zu ergänzen und Stoffwechselwege im Inneren der Zelle aufzuklären. Cellzome konnte zwei große Kooperationen mit GlaxoSmith- Kline über die Identifikation von Wirkstoffen abschließen: 2008 mit einem potenziellen Wert von über einer Milliarde Euro und 2010 mit möglichen Zahlungen von mehr als 500 Millionen Euro. Derartige Transaktionen sollten für Nexigen nicht ausgeschlossen sein. Wichtig erscheint hierfür der für dieses Jahr angestrebte Wirksamkeitsnachweis im Tiermodell. [ Leistungsbilanz ]

122 [ Die Beteiligungsunternehmen nfon AG ] 18. nfon AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: München, Deutschland Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien (nach Eintragung einer Kapitalerhöhung der nfon AG im Handelsregister: EUR ,00)* Handelsregister: AG München, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die nfon AG wird geleitet von den Mitgliedern des Vorstands Jens Blomeyer (Marketing und Produktmanagement) und Marcus Otto (Vertrieb und Finanzen, CEO). Weitere Mitglieder des erweiterten Management-Teams sind Herr Jan-Peter Koopman (Technik) und Herr Torsten Lukas (Support). Branche, Segment Die nfon AG entwickelt und betreibt Telekommunikationsdienste für Unternehmenskunden. Die Serviceleistung von nfon ist gemeinhin bekannt als IP-Centrex-Dienste. Produkte und Dienstleistungen Kunden von nfon verzichten vollständig auf die Anschaffung einer eigenen Telefonanlage. Die benötigte Vermittlungstechnik wird von nfon in einem zentralen Rechenzentrum betrieben. Die Kunden von nfon benötigen lediglich IP-Telefonapparate an Ihrem Bürostandort. Neben Kosteneinsparungen profitieren die Anwender von einem deutlich erweiterten Funktionsumfang. Zusätzlich zum direkten Vertrieb der Leistungen an Unternehmenskunden vertreibt nfon die selbst entwickelte Technologie an andere Dienstleister. Diese nutzen die nfon-technik unter ihrem eigenen Markenauftritt als sogenannte White-Label-Anbieter. nfon verfügt über eine einzigartige Technik, die es ermöglicht, Erstinstallation und Konfiguration vollautomatisch zu realisieren (Plug & Play). Hierzu ist ein entsprechendes Patent erteilt worden. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Zielmarkt sind kleine und mittlere Unternehmen mit 5 bis ca Arbeitsplätzen. Das Gesamtmarktpotenzial wird auf rund EUR 5 Mrd. in Deutschland beziffert. nfon vermarktet die Services und Leistungen über die Kanäle Direktvertrieb, Systemhaus-Partner sowie White- Label-Lizenznehmer. Bei Letzteren wird die nfon-technik unter dem Namen des Lizenznehmers vertrieben. Der Kunde erkennt dabei nicht, dass es sich um das nfon- Produkt handelt. Langfristige Ziele Langfristig strebt nfon an, der dominierende Anbieter in dem adressierten Segment zu werden. Gleichzeitig soll die Telefonie-Plattform funktionell zu einer Unified-Communications-(UC)-Plattform ausgebaut werden. Strategie Die führende Marktposition soll insbesondere über Reseller-Partnerschaften erreicht werden. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Jahr 2011 konnten erstmals Kunden im Bereich von mehr als Arbeitsplätzen gewonnen werden. Diese werden nach Implementierung besondere Referenzwirkung entfalten. Der Funktionsumfang der Plattform konnte planmäßig weiterentwickelt werden. Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones im Markt bekommt die nfon FMC App zunehmende Bedeutung. Hier wird ein wesentlicher Fokus der Weiterentwicklung liegen. Unternehmen: nfon konnte in den letzten zwölf Monaten den Umsatz verdoppeln. Die Marktführerschaft konnte weiter gefestigt werden. Auch die Joint-Venture-Beteiligung an der nfon Ges.m.b.H. in Österreich entwickelt sich planmäßig. Mit Panasonic konnte ein zusätzlicher Hardware-Lieferant für Voice-over-IP-Telefone gewonnen werden. Von besonderer Bedeutung für die nfon AG ist dabei der Zugang zum Panasonic-Reseller-Kanal. Im Dezember 2011 konnte planmäßig ein neuer Investor gewonnen werden: Die BayernLB bringt neben zusätzlichem Kapital wichtige Expertise im Bereich von Unternehmen im Segment Software as a Service (SaaS) mit. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Aufgrund positiver Geschäftsentwicklung konnte die strategische Partnerschaft mit Telefónica Deutschland weiter ausgebaut werden. nfon wird von Telefónica nunmehr als Premium-Partner eingestuft und erhält neben verbesserten Konditionen auch einen verbesserten Support rund um die Produkte PSTN-Terminierung und SHDSL-Access. [ Leistungsbilanz ]

123 [ nfon AG Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 77,20 % 21,64 % MIG 9 1,16 % MIG 11 Ausblick nfon strebt für 2012 die Schaffung eines neuen Einstiegsproduktes im Bereich Mobiltelefonie an. Ziel ist die Senkung der Einstiegshürde für potenzielle nfon-kunden. Die neue Anwendung soll auch ohne einen Umstieg auf eine komplette nfon-tk-anlage genutzt werden können. Auf Basis der Erfahrungen mit der Gründung der Joint- Venture-Niederlassung in Österreich ist im Jahr 2011 ein neues Konzept zur Internationalisierung erarbeitet worden. Dieses soll 2012 erstmalig in ausgewählten Märkten getestet werden. b) Externe Analyse durch BioMedServices Virtuelle Telefonie bringt flexible Lösungen für Geschäftskunden Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die nfon AG ist ein Anbieter von Telekommunikationsdiensten. Im Gegensatz zu traditionellen Anbietern fokussiert sie sich rein auf ausgelagerte Telefonanlagen. Diese stehen in Form eines externen Hochleistungsrechenzentrums zur Verfügung, das über eine Breitband- Datenverbindung erreicht wird. Es handelt sich also um eine virtuelle Telefonanlage, die auf Basis von IP-Protokollen arbeitet ( Voice over IP -Telefonie). VoIP ist den neuartigen, auch als cloudbasiert bekannten Kommunikationsplattformen zuzuordnen. nfon entwickelt und betreibt eine eigene cloudbasierte IP-Kommunikationsplattform, die die Kunden auf Basis monatlicher Entgelte pro Arbeitsplatz nutzen. Daneben partizipiert nfon an den Telefonminuten seiner Kunden. Mit dem Angebot der virtuellen Telefonanlage positioniert sich nfon als IP-Centrex (Central Office Exchange)- Anbieter. nfon optimiert also die Kommunikation kleiner und mittelständischer Unternehmen durch die Bereitstellung von Leitungen und Services, die in der Vergangenheit aufgrund der damit verbunden Kosten nur Großunternehmen vorbehalten war. Ziel des Unternehmens ist die Marktführerschaft in Deutschland und die weitere Internationalisierung. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Gegenüber Wettbewerbern zeichnet sich die nfon-technologie durch eine große Bedienerfreundlichkeit aus: Vollautomatische Installation und Konfiguration (Plug & Play). Dies ist wichtig, um potenziellen Kunden die Um- Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds / Derzeitiger Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG 9 * , ,00 - MIG 11 * , , ,84 * Die Eintragung einer Kapitalerhöhung bei der nfon AG im Handelsregister auf dann EUR ,00 steht noch aus. Mit Eintragung werden MIG 9 über eine Beteiligung von EUR ,00 (18,75 %) und MIG 11 über eine Beteiligung von EUR 4.765,00 (2,01 %) am Grundkapital der nfon AG verfügen. [ Leistungsbilanz ]

124 [ Die Beteiligungsunternehmen nfon AG ] Geplantes Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 79,24 % 18,75 % MIG 9 2,01 % MIG 11 stellung auf eine neue Telefontechnologie zu erleichtern. Bis zu 50 Prozent der laufenden Kosten sowie Investitionskosten für eine herkömmliche Telefonanlage fallen nicht mehr an. Die Zahl der Nebenstellen lässt sich monatsweise nach Bedarf anpassen, der Kunde zahlt jeweils nur für die Dienstleistungen und Funktionen, die er benötigt. Besuche von Außendiensttechnikern entfallen meist, und die Anschaffungskosten sind relativ gering. Zusätzlich bietet die virtuelle Telefonanlage weit über 100 Funktionen, darunter beispielsweise Anrufsteuerung, Telefonkonferenzen, Chefsekretärin-Funktion, Sprachdialoge, Warteschlangen, Integration von Heimarbeitsplätzen oder die vollständige Einbindung von Mobiltelefonen. Die Auslagerung an ein externes Rechenzentrum erlaubt zudem, dass von jedem Ort der Welt mit dem Telefon, dem Mobiltelefon und dem PC auf die Telefonanlage zugegriffen werden kann. Das heißt auch, dass VoIP-Nutzer auf Reisen an jedem Breitbandanschluss weltweit per Telefon-Software oder VoIP-fähigem Handy unter ihrer Ortsrufnummer erreichbar sind. Da der Anschluss in Deutschland registriert ist, fällt für Telefonate in die Heimat nur der deutsche Tarif an. Gerade in Zeiten steigender Mobilität der Mitarbeiter, dem Trend zum Home-Office, aber auch der Standortvernetzung weist eine virtuelle Telefonanlage also viele Vorteile auf. Insgesamt ermöglicht die hohe Flexibilität das Eingehen auf individuelle Anforderungen von Geschäftskunden. nfon versteht sich als Systemanbieter und offeriert neben der TK-Dienstleistung IP-geeignete Telefone sowie Zubehör, einen leistungsstarken SHDSL-Breitbandanschluss und die nfon FMC App. Es handelt sich hierbei um eine kostenpflichtige Applikation, die die Möglichkeit bietet, günstig in und aus dem Ausland mobil zu telefonieren. Der Vertrieb der Dienstleistungen von nfon über mehrere Kanäle sichert eine breite Marktabdeckung, wobei der Partnerkanal den größten Erfolg bringt und daher auch einen strategischen Fokus darstellt. Um eine gute Flächendeckung zu erzielen, werden rund 400 Partner benötigt; nfon hat drei Viertel dieser Zielgröße bereits erreicht. Eine Herausforderung besteht darin, dass Kunden der komplette Umstieg von der herkömmlichen Technologie oft nicht leicht fällt. Auch ist zu registrieren, dass sich die etablierten Telefonkonzerne langsam aber sicher an das neue Feld der IP-Telefonie heranwagen. Entwicklung 2011 Wichtig für nfon war in 2011 die Gewinnung erster Referenzkunden mit mehr als Mitarbeitern. Eine wesentliche Kennzahl, die Anzahl der Nebenstellen, konnte im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt werden. Auch die neu geschlossene strategische Partnerschaft mit Panasonic ist wertvoll, da beide Unternehmen beim Ausbau ihrer Vertriebsnetze zusammenarbeiten sowie gemeinsame Marketing- und Vertriebskampagnen umsetzen werden. Zum Aufbau und zur Sicherung von Kundenbeziehungen erscheinen die Pflege und der Ausbau bestehender Kooperationen ebenfalls als bedeutende Maßnahmen. Die regelmäßige Teilnahme an Fach-Messen unterstützte die Bemühungen, die Sichtbarkeit der Gesellschaft zu verstärken. Schließlich trug eine weitere Finanzierungsrunde dazu bei, kostenintensive Marketingmaßnahmen und das damit angestrebte Wachstum zu realisieren. Abschließende Beurteilung und Ausblick nfon ist seit der Gründung im Jahr 2007 einer der wenigen Pioniere auf dem Markt für IP-Telefonie. Mit seinem softwaretechnischen Know-how hat es das Unternehmen geschafft, rund Nebenstellen zu betreuen. Zu den Kunden zählen beispielsweise die Postbank, der ADAC, die Alfred Wieder AG und die HMW Emissionshaus AG sowie die Allianz. Ein Schub kann insgesamt für alle Anbieter erwartet werden, da die Deutsche Telekom jüngst mit Deutschland LAN ein Cloud-Angebot auf den Markt gebracht hat, das einen Ritterschlag für die Technik darstellt. Einer aktuellen Studie zufolge ermöglichen virtuelle Telefonanlagen ein Einsparpotenzial von 1,4 Milliarden Euro pro Jahr allein für den deutschen Mittelstand sowie die Verzehnfachung der Zahl der Arbeitsplätze in diesem Sektor bis Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds / Geplanter Beteiligungsstand: Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,00 - MIG , , ,84 [ Leistungsbilanz ]

125 [ OD-OS GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 19. OD-OS GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Teltow, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Potsdam, HRB 20850P a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management OD-OS wird durch ein sehr branchenerfahrenes Managementteam geführt, geleitet durch den CEO Dr. Winfried Teiwes. Dr. Teiwes studierte Elektrotechnik an der TU in München und promovierte in der Medizintechnik/ Bildverarbeitung an der TU Berlin. Er gründete mit seinem Promotionsergebnis 1991 die Sensomotoric Instruments (SMI) GmbH, welche seither erfolgreich gewachsen ist und heute mehr als 80 Arbeitnehmer beschäftigt. Zuletzt war er vor allem für das wichtige OEM-Geschäft der SMI als Zulieferer in der Augenheilkunde und für die Technologiestrategie verantwortlich. Bei der OD-OS GmbH ist Herr Dr. Teiwes für den kommerziellen Bereich, Unternehmens- und klinische Strategie zuständig. Dr. Ben Liesfeld (Leiter Entwicklung) ist Physiker mit einer Promotion im Bereich Lasertechnik. Er ist Miterfinder der zum Patent angemeldeten NAVILAS-Technologie und leitete von Beginn an die Entwicklung der NAVILAS- Produkte bei der OD-OS GmbH übernahm er die Leitung des organisatorischen Bereichs und ist für die technische Produktstrategie verantwortlich. Herr Sebastian Laiblin leitet den Bereich Finanzen und verstärkt damit seit Mitte 2011 das Managementteam der OD-OS GmbH. Branche, Segment OD-OS entwickelt und vermarktet Geräte zur Behandlung von Netzhauterkrankungen, deren Hauptursachen u. a. in den Krankheitsbildern wie z. B. der zur Erblindung führenden diabetischen Retinopathie und altersbedingten Makuladegeneration (AMD) liegen. Die Technologie setzt auf eine neue Gerätearchitektur auf, die zum einen Diagnose- und Therapiefunktionen in einem Gerät verbindet und auf der anderen Seite erstmalig eine Navigation der Therapiemaßnahmen auf der Netzhaut ermöglicht. Mit Hilfe neuester Optik- und Bildverarbeitungsverfahren wird der praktizierende Arzt in die Lage versetzt, eine sicherere, genauere und zeitsparende Behandlung an der Netzhaut durchzuführen. Produkte und Dienstleistungen OD-OS eröffnet den Zugang zu einem neuen Standard in der Behandlung von Retina-Erkrankungen, der sich durch höhere Sicherheit, höhere Genauigkeit, verbesserte Effektivität und verringerten Zeitaufwand auszeichnet. Die NAVILAS-Technologie ermöglicht ferner durch ihre Prozessabläufe und Netzhautbilddarstellung während der Therapie größere Transparenz und damit neue Therapie- und Lehrmethoden sowie eine verbesserte Kommunikation mit dem Patienten. Dabei verwendet das Unternehmen für die Therapie mit der Laser- Foto ko agulation ein anerkanntes, bewährtes und weit verbreitetes Verfahren durch Verwendung gepulster Laserstrahlen, die im Augeninneren auf der Netzhaut fokussiert werden, wird durch die daraus entstehende thermische Wirkung eine gewünschte Veränderung des erkrankten Gewebes und der Blutgefäße bewirkt. Durch die Einbringung der Kernkompetenzen auf den Gebieten der Hochgeschwindigkeitsbildverarbeitung, Kameraentwicklung, Systemintegration und Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen konnte ein Innovationsschub in der Geräteentwicklung realisiert werden. Der mit der Entwicklung verbundene technologische Fortschritt erhöht die Behandlungssicherheit, verbessert die Genauigkeit und führt durch optimierte Prozesse zu einer Zeitersparnis für den behandelnden Arzt. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Kernziel der OD-OS GmbH ist die Verbesserung der bekannten Lasertherapieverfahren hinsichtlich Sicherheit, Genauigkeit bzw. Effektivität und Zeitbedarf und die Schaffung eines neuen Standards in der Behandlung der diabetischen Retinopathie. Die NAVILAS-Technologie soll dabei kontinuierlich entwickelt werden, um die Therapie und Diagnose von Netzhauterkrankungen weiter zu verbessern. Darüber hinaus ist die erweiterte Anwendung auch bei Krankheitsbildern, die bisher noch nicht von NAVILAS adressiert werden, ein Strategieziel. Entwicklungen im Jahr 2011 Im Jahr 2011 hat OD-OS den internationalen Marktzugang erweitert und arbeitet daran, NAVILAS im klinischen Einsatz weiter zu etablieren. NAVILAS ist für den europäischen und US-amerikanischen Markt zugelassen (CE und FDA). [ Leistungsbilanz ]

126 [ Die Beteiligungsunternehmen OD-OS GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 70,29 % 13,86 % MIG 7 10,07 % MIG 9 1,65 % MIG 10 4,13 % MIG 11 Ausblick Zulassungen für den asiatischen Markt sind derzeit in Planung. Die Wettbewerbssituation der Gesellschaft wird durch zwei Rahmenbedingungen bestimmt: Zum einen tritt OD-OS in direkten Wettbewerb mit den etablierten Anbietern von Laserkoagulationsgeräten. Zum anderen muss ein Blick auf alternative und damit substituierende Medikamenten- und Technologieansätze gerichtet werden. OD-OS bietet eine einzigartige Kombination der Diagnose und Therapie von Netzhauterkrankungen (insbesondere der Diabetischen Retinopathie) an. Obwohl der initiale Anwendungsmarkt der NAVILAS-Plattform die diabetische Retinopathie ist, ist das Unternehmen auf dem Weg, zukünftig diese Plattform auch für alle anderen Netzhauterkrankungen wie die Makuladegeneration zu erweitern. b) Externe Analyse durch BioMedServices Navigiertes Lasern von Netzhauterkrankungen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) OD-OS ist ein Medizintechnik-Unternehmen, das Geräte zur Behandlung von Netzhauterkrankungen entwickelt und vermarktet, beispielsweise der diabetischen Retinopathie und der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), die zur Erblindung führen können. Netzhautschädigungen bilden sich zum Beispiel durch die Ansammlung von Flüssigkeit (Ödem) in oder zwischen der Netzhaut und der diese mit Nährstoffen versorgenden Aderhaut. Die Ödeme entstehen wiederum durch Entzündungen oder durch Blutgefäßschäden, wie sie bei Diabetes auftreten. Bei der diabetischen Retinopathie besteht die Therapie darin, dass geschädigte oder infolgedessen unkontrolliert neuwachsende Blutgefäße mit Laserlicht verschweißt und somit abgedichtet werden. Eine weitere, medikamentöse Behandlungsoption ist die lokale Gabe von Medikamenten, die die Ausbildung neuer Blutgefäße verhindern. Das Gerät von OD-OS mit dem Namen NAVILAS erhielt in 2009 die Zulassung für den europäischen und USamerikanischen Markt. NAVILAS steht für NAVIgated LASer und bringt einen der großen Vorteile des Systems auf den Punkt: Die computergesteuerte und damit automatisierte Steuerung (Navigation) des Laserstrahls zur Behandlung der erkrankten Netzhaut. Ermöglicht wird die Navigation durch digitale Kameraaufnahmen der Retina sowie deren Verarbeitung in Hochgeschwindigkeit, elektronischer Speicherung und Darstellung auf einem Computerbildschirm. Mit diesem elektronischen Netzhautbild kann der Arzt genau diagnostizieren und planen, welche Stellen gelasert werden sollen. Der Laser wird dann manuell oder automatisch geführt. Das System kann während der Behandlung auch auf Au- Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,00 - MIG , ,00 - MIG , ,00 - MIG , ,00 - [ Leistungsbilanz ]

127 [ OD-OS GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] genbewegungen reagieren und nachjustieren. Während der herkömmlichen Therapie hält der Arzt eine spezielle Linse von Hand vor das Auge, mit der über ein Mikroskop jeweils nur ein kleiner spaltförmiger Ausschnitt der Netzhaut zu sehen ist. Er macht sich durch schrittweises Abtasten ein Bild von der Erkrankung und richtet den mit dem Mikroskop verbundenen Laser manuell auf die zu behandelnde Stelle aus. Mit seinem neuen System zielt OD-OS darauf, neue Standards für die Behandlung von Netzhauterkrankungen zu setzen und die Sehfähigkeit von zum Beispiel Diabetes-Patienten zu erhalten. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Zwar sind Kamerasysteme für digitale Netzhautbilder nichts Neues, die Kombination von digitaler Diagnostik und Computer-assistierter Laseranwendung in einem Gerät und in Echtzeit dagegen schon. Diese weltweit erste und einzigartige Gerätearchitektur ist das Alleinstellungsmerkmal von OD-OS. Die damit zusammenhängende Sicherheit, Genauigkeit, Effektivität und Zeitersparnis ergeben einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der herkömmlichen Laser-Therapie. Bei dieser muss die Behandlung in mehreren Sitzungen durchgeführt werden, und es bestehen Risiken der Fehlbehandlung, wenn der Patient seine Augen bewegt. Auch bei der relativ neuen, alternativen aber sehr teuren medikamentösen Behandlung der diabetischen Retinopathie müssen mehrfache Injektionen ins Auge erfolgen. Neben dem Nutzen für Patient und behandelnden Arzt bietet NAVILAS auch Vorteile in der medizinischen Ausbildung: Insbesondere die digitale Bildgebung sowie die erstmals komplette Dokumentation lässt eine umfangreiche und bisher nicht mögliche Erörterung zu. Klare Herausforderung beim Vertrieb der NAVILAS-Systeme ist die Kostenübernahme. OD-OS verfolgt hier die Strategie, den bereits erfolgten Nachweis der klinischen Überlegenheit mit Studien zu ergänzen, die die ökonomische Komponente einbeziehen. Als neuartiges Therapie- Konzept wird zudem derzeit geprüft, die medikamentöse Behandlung mit der NAVILAS-Therapie zu verbinden und damit insgesamt einen neuen Standard zu setzen, der gesamtökonomisch gesehen eine Kosteneffizienz bringen sollte. Entwicklung hat OD-OS eine Auszeichnung, den sogenannten Medica Excellence Award, erhalten: Prämiert wurde das Konzept, in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen einer klinischen Studie zu demonstrieren, dass die NAVILAS-Technologie in Kombination mit der Vorbehandlung mit Anti-VEGF- Therapeutika deren sparsameren Einsatz erlaubt. Das Gesundheitssystem soll damit um einen vierstelligen Euro-Betrag pro Patient und Jahr zu entlasten sein. Diesbezüglich erzielte die Gesellschaft im vergangenen Jahr bereits eine Genehmigung durch Ethikkomissionen in den USA und Europa sowie die Rekrutierung von ersten Patienten. Nachdem OD-OS 2010 den internationalen Markteintritt realisiert hat, wurde dieser 2011 weiter bearbeitet, weitere Geräte wurden verkauft. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Pflege und dem Ausbau von Kontakten zu klinischen Meinungsbildnern zu. Weiterhin erreichte OD-OS technologische Verbesserungen der Produktfunktionalität des NAVILAS-Geräts, so zum Beispiel die Einbindungsmöglichkeit bereits bestehender bildgebender Systeme. Das Unternehmen erzielte fünf Patenterteilungen und liegt insgesamt mit seinen Aktivitäten im Plan. Abschließende Beurteilung und Ausblick Seit der Gründung 2008 konnte OD-OS die Entwicklung der Geräte abschließen, die Vermarktungszulassung für Europa und USA erwirken (CE und FDA), den Markteintritt beginnen sowie eine US-Tochter aufbauen. Die Ergebnisse der aktuell laufenden und einer für 2012 geplanten weiteren klinischen Studie zum Nachweis möglicher Kosteneinsparungen bei Verwendung von NAVILAS werden entscheidend für die Vertriebssituation sein. Im vierten Quartal 2012 erwartete erste Daten sollen wissenschaftlich veröffentlicht werden. Positive Resultate würden der Gesellschaft belastbare Argumente für die Verhandlungen mit Krankenkassen erbringen. Die Häufigkeit von Diabetes-Erkrankungen und damit von Folgeerkrankungen wie der diabetischen Retinopathie nimmt vor allem in hochindustrialisierten Ländern dramatisch zu. Die vom Unternehmen geplante Ausweitung auf weitere Netzhauterkrankungen sowie auf den asiatischen Markt birgt zusätzliches Potenzial. [ Leistungsbilanz ]

128 [ Die Beteiligungsunternehmen PDC Biotech GmbH ] 20. PDC Biotech GmbH Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung österreichischen Rechts Sitz: Wien, Österreich Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister/Firmenbuch: LG Wien, FN v a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Patricia A. Griffin, M.Sc., Managing Director, CEO; Diane J. Kalina, B.Sc., C. Dir., Managing Director, Executive Vice President. Seit ist Dr. Roman Götz alleiniger Geschäftsführer. Branche, Segment Die PDC Biotech GmbH (PDC) ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das innovative Medikamente zur Behandlung von vorzeitigen Wehen ( preterm labour ) und Primärer Dysmenorrhoe ( PD ; schmerzhafte, krampfartige Menstruationsbeschwerden) entwickelt, zwei Gebiete mit erheblichem medizinischem Bedarf und großem Marktpotenzial. Produkte und Dienstleistungen Der primäre Schwerpunkt des Unternehmens ist die Entwicklung des Leitprodukts, PDC31, zur Behandlung von vorzeitigen Wehen und PD. PDC31 ist ein Antagonist des Prostaglandin-F2α-Rezeptors (FP-Rezeptors). Das Unternehmen hat von Theratechnologies Inc. weltweite Verwertungsrechte an einer Familie von FP-Rezeptor-Antagonisten erworben, die sowohl Peptide (Verbindungen aus mindestens zwei Aminosäuren) als auch Peptidomimetika ( small molecules ; Peptid-Nachahmer) umfassen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Patente auf die stoffliche Verbindung, auf pharmazeutische Zusammensetzungen und therapeutische Anwendungen von PDC31 wurden in den USA und in Australien erteilt. Korrespondierende Patentanmeldungen laufen in Europa und Kanada. PDC31 fällt auch in den Schutzumfang der Ansprüche einer zweiten Patentfamilie, für die Patente in den USA, Japan, Europa und Kanada erteilt wurden. Das Leitprodukt befindet sich derzeit in der klinischen Phase I. In den USA wurden Frühgeburten zu einem vordringlichen Problem des öffentlichen Gesundheitswesens erklärt, da dort die Rate an Frühgeburten weltweit unter den höchsten ist. Es gibt dort derzeit keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung vorzeitiger Wehen. Eine Reihe unterschiedlicher Tokolytika (Wehen-Hemmer) sind zwar in Verwendung, um Gebärmutterkontraktionen zu verhindern, mit dem Ziel, die Geburt so lange zu verzögern, um die Gabe von Kortikosteroiden zur Lungenreifung zu ermöglichen und/oder die Mutter in ein höherwertiges Versorgungszentrum zu verlegen. Alle diese Wehen-Hemmer sind jedoch mit dem Risiko potenzieller Toxizität für die Mutter oder den Fötus behaftet. Einige dieser Medikamente sind in Europa im frühen Schwangerschaftsstadium (ab ca. 24. Schwangerschaftswoche) zugelassen, jedoch konnte für keines der verwendeten Tokolytika eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Neugeborenen nachgewiesen werden. Daher gibt es einen dringenden Bedarf an einem sicheren und wirksamen Medikament, das die Schwangerschaft signifikant verlängert und zu einer Verbesserung der Gesundheit des Neugeborenen führt, sowohl im frühen als auch im späten Schwangerschaftsstadium. Langfristige Ziele Das Ziel des Unternehmens ist es, ein sicheres und wirksames Medikament zur Verfügung zu stellen, das die Schwangerschaft signifikant verlängert und den Gesundheitszustand des Neugeborenen verbessert, sowohl im frühen als auch im späten Schwangerschaftsstadium. Wie oben erwähnt, stehen dem Unternehmen nach Abschluss der Phase-IIa-Studie mehrere strategische Entwicklungsoptionen offen. [ Leistungsbilanz ]

129 [ PDC Biotech GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 65,44 % 34,56 % MIG 9 Entwicklungen im Jahr wurden 13 Patientinnen in die Phase-I-Studie (Patientinnen mit PD) aufgenommen. Der primäre Endpunkt dieser Studie ist die Bestimmung der maximal verträglichen Dosis (MTD). Bisher wurden vier Dosisstufen durchlaufen, wobei PDC31 in allen Dosisstufen gut vertragen wurde. Das Lenkungsgremium dieser Studie stimmt einer Fortsetzung der Studie bei höheren Dosisstufen zu, da die MTD noch nicht erreicht wurde und es Hinweise auf einen Arzneimittel-Effekt auf (Kontraktions-)Schmerzen und Gebärmutterkontraktilität gibt wurden auch erste Studien zur Entwicklung einer nicht-intravenösen Verabreichungsform von PDC31 (einer alternativen Formulierung zur Behandlung von PD-Patientinnen) abgeschlossen. Der Personalstand blieb 2011 unverändert bei einem Stammpersonal von vier Personen, darunter ein permanenter Consultant auf Vollzeit-Basis (klinischer Projektleiter) und ein permanenter Consultant auf Teilzeit-Basis (Finanzen). Für das Jahr 2012 sind Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur geplant, um die Kosteneffizienz weiter zu erhöhen. Ausblick Die Unternehmensziele für 2012 umfassen den Abschluss der Phase-I-Studie und einen signifikanten Projektfortschritt bei den Reproduktions-Toxizitätsstudien, wodurch der Start der Phase-IIa-Studie für vorzeitige Wehen im Jahr 2013 ermöglicht werden soll. Die Anstrengungen zu einer Series-B-Finanzierungsrunde, deren Mittel zum Abschluss der Reproduktions-Toxizitätsstudien und zur Durchführung der Phase-IIa-Studie verwendet werden sollen, werden fortgesetzt. b) Externe Analyse durch BioMedServices Zielgerichtet Frühgeburten verhindern und Menstruationsbeschwerden lindern Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) PDC Biotech entwickelt ein peptidbasiertes Medikament zur Unterdrückung vorzeitiger Wehen als gezielte Vorbeugung von Frühgeburten. Die übermäßige Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur kann auch zu starken, krampfartigen Menstruationsbeschwerden (primäre Dysmenorrhoe PD) führen, einer weiteren möglichen Indikation für eine spezielle Verabreichungsform des Leitprodukts PDC31. Beide Felder haben einen hohen medizinischen Bedarf an sicheren und wirksamen Behandlungen. PDC31 hat in der vorklinischen Entwicklungsphase bereits den Nachweis erbracht, Gebärmutterkontraktionen zu blockieren oder abzuschwächen. Derzeit befindet sich der Wirkstoff in einer klinischen Phase-I-Studie zur Testung der Sicherheit und Verträglichkeit an Nicht-Schwangeren. PDC Biotech lässt sich als sogenanntes NRDO -Unternehmen (no research development only) definieren. Es bedient eine Nische, in der es schon seit längerer Zeit keine Produktinnovation gegeben hat. Bei erfolgreicher Entwicklung ist mit großer Nachfrage nach den Produkten zu rechnen. Auf der anderen Seite birgt die Fokussierung auf nur einen Wirkstoff entsprechende Ausfallrisiken. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Beteiligter Fonds in % Leistungen MIG , ,83 - [ Leistungsbilanz ]

130 [ Die Beteiligungsunternehmen PDC Biotech GmbH ] Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Zielmolekül der Behandlung mit PDC31 ist ein Prostaglandinrezeptor auf der Oberfläche von Muskelzellen der Gebärmutter. Prostaglandine sind körpereigene Botenstoffe, die die Gebärmuttermuskulatur aktivieren. PDC31 konkurriert mit dem natürlichen Prostaglandin um die Bindung an den Rezeptor, löst jedoch nicht die herkömmliche Signalkette aus, die Muskelkontraktion wird abgeschwächt. Der spezifische Wirkmechanismus von PDC31 am FP-Rezeptor bedeutet geringe mögliche Nebenwirkungen. Klassische Wehenhemmer bergen ein höheres Risiko an unerwünschten Nebenwirkungen. Zuletzt wurde im Jahr 2000 ein neues Medikament (Atosiban von Ferring) in der EU für die Indikation vorzeitige Wehen zugelassen, das mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden ist, weil sein Zielmolekül in vielen anderen Geweben vorkommt. In den USA wurde Atosiban nicht zugelassen. Die klinische Entwicklungsstrategie ist, zunächst einen Sicherheits- und Wirknachweis bei nicht-schwangeren Frauen zu erbringen, die an starken Menstruationsbeschwerden leiden. Positive Ergebnisse einer späteren Phase-II-Studie mit Patientinnen, die an vorzeitigen Wehen leiden, sollten das Interesse von gynäko logisch ausgerichteten Pharma-Unternehmen wecken. Entwicklung 2011 Wie geplant konnte 2011 der Start der klinischen Phase-I-Studie erfolgen. Zwar handelt es sich bei den 13 eingeschlossenen Patientinnen mit krampfartigen Menstru a tionsbeschwerden bisher lediglich um gut die Hälfte der angestrebten Patientenzahl. Das Unternehmen rechnet dennoch mit einem zügigen Abschluss im Laufe des Jahres Sehr wichtig erscheint, dass PDC noch die grundlegenden Reproduktions-Toxizitätsstudien durch führt, da nur deren positive Ergebnisse eine Phase- II-Testung von PDC31 bei Schwangeren erlaubt. Der Personalstand blieb zwar bis zum Stichtag dieser Bilanz unverändert. Zur weiteren erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens wurden jedoch Anpassungen der Geschäftsführung geplant. Diese sollte der Gesellschaft größere Handlungsspielräume ermöglichen. Abschließende Beurteilung und Ausblick PDC Biotech fokussiert sich auf gynäkologische Spezialindikationen mit potenziell hoher Nachfrage und volkswirtschaftlicher Bedeutung: Laut Schätzungen gehen beispielsweise aufgrund Menstruationsbeschwerden allein in den USA pro Jahr 600 Millionen Arbeitsstunden verloren, und der Produktivitätsverlust erreicht USD 2 Mrd. Ebenfalls in den USA werden die jährlichen Kosten für die Behandlung und Nachsorge von Babys mit der Diagnose Frühgeburt/niedriges Geburtsgewicht auf über USD 26 Mrd. geschätzt. Auf der anderen Seite ist die Anwendung von Arzneimitteln an Schwangeren kein leichtes Unterfangen: Große Pharma-Unternehmen meiden das Gebiet, zum Teil aufgrund der zusätzlichen Kosten der Reproduktions-Toxizitätsstudien, insbesondere aber wegen des Risikos und der Folgekosten embryonaler Fehlbildungen. PDC Biotech unterliegt somit den gängigen Risiken der frühen Medikamentenentwicklung mit dem Zusatz des Sicherheitsnachweises für Schwangere. Im Erfolgsfall wäre das Medikament eine echte Produktinnovation. Patentanmeldungen, die die stoffliche Verbindung, pharmazeutische Zusammensetzungen und therapeutische Anwendungen des Wirkstoffes beanspruchen, wurden in allen wichtigen Rechtssystemen eingebracht. Das Unternehmen ist als schlanke Projektgesellschaft aufgestellt und agiert virtuell, was eine kapitaleffiziente Unternehmensentwicklung ermöglicht. [ Leistungsbilanz ]

131 [ Protagen AG Die Beteiligungsunternehmen ] 21. Protagen AG Rechtsform: Deutsche Aktiengesellschaft Sitz: Dortmund, Deutschland Grundkapital: EUR , eingeteilt in auf den Namen lautende Stückaktien Handelsregister: AG Dortmund, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die Protagen AG wurde gegründet u. a. von Dr. Stefan Müllner (Chemiker, CEO und Vorstandsvorsitzender). Das Managementteam wird komplettiert durch zwei weitere Mitglieder des Vorstands, PD Dr. Peter Schulz- Knappe (Mediziner und Zellbiologe, CSO und Excecutive Vice President Diagnostics) und Martin Blüggel (Chemiker und Executive Vice President Protein Services). Branche, Segment Die Protagen AG ist ein Unternehmen der Biotechnologie mit den zwei Geschäftsbereichen Protein Services und Diagnostics. Im Bereich Diagnostics sind die Arbeiten geprägt von der Leistungsfähigkeit der vertraglich gebundenen klinischen Zentren und der Vorbereitung klinischer Validierungsstudien der Marker Panel für die Differenzialdiagnose bei Prostata-Krebs und Früherkennung von Multipler Sklerose. Dafür konnten große Pharmafirmen wie z. B. Bayer und Biogen-Idec, aber auch zwei Biotech-Firmen für die Evaluierung und Nutzung der UNIarray -Technologieplattform, gewonnen werden. Der Bereich Protein Services fokussiert sich auf Dienstleistungen zur GMP-konformen Charakterisierung und zum Identitätsnachweis von Biotherapeutika unter Einsatz modernster analytischer Methodik und Bioinformatik. Im Jahr 2011 waren der Themenbereich Biosimilar-Entwicklung und die dafür bereitzustellenden Dienstleistungen für Protagen von stark wachsender Bedeutung. In diesem Zusammenhang konnten zahlreiche weitere Kunden, vor allem aus Korea, gewonnen werden. Produkte und Dienstleistungen Die Produkte und Dienstleistungen von Protagen basieren auf exzellenten Kenntnissen in den Bereichen der Molekularbiologie, Biochemie, Apparateanalytik, insbesondere der Massenspektrometrie, und in Hochdurchsatztechnologien. Alle Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Protein Services erfüllen bereits seit sechs Jahren die internationalen Standards der Good Manufacturing Practice und der ICH Guidelines Q6B. Der Bereich Diagnostics nutzt dabei für die eigenen Entwicklungen das firmeneigene, zertifizierte Qualitätsmanagementsystem und positioniert sich dadurch als bevorzugter Kooperationspartner für die Diagnostik- und Pharmaindustrie. Die im Hause Protagen entwickelte UNIarray -Technologieplattform wird zum einen für die Entwicklung von diagnostischen Tests zur Frühdiagnose von Multipler Sklerose und Differenzialdiagnose von Prostatakrebs, zum anderen auch sehr erfolgreich in Kooperationen mit der Pharma- und Biotech-Industrie genutzt. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die Zielmärkte für die Produkte und Dienstleistungen von Protagen sind Diagnostik, Pharma und angrenzende Bereiche. Während die Geschäftseinheit Protein Services insbesondere internationale Kunden im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Biotherapeutika (vor allem monoklonale Antikörper und Biosimilars) bedient, sind die wichtigsten Partner der Business Unit Diagnostics Pharma- und Biotech-Unternehmen mit Wirkstoffen in der klinischen Entwicklung und Produkten mit typischer Responder/Non-Responder-Problematik. Daneben finden sich potenzielle strategische Partner in der Gruppe der mittelgroßen, innovativen Diagnostik-Unternehmen mit Schwerpunkt in der Autoimmundiagnostik. Langfristige Ziele Kurz- bis mittelfristig wird Protagen das Dienstleistungsgeschäft Protein Services eigenständig weiterentwickeln. Langfristig strebt Protagen an, sich als Anbieter von Spezialdiagnostik im Markt der Personalisierten Medizin zu etablieren. Hierfür ist es notwendig, bereits bestehende Pharmakooperationen und weitere Partnerschaften mit Wirkstoffentwicklern langfristig zu entwickeln sowie strategische Partnerschaften mit vertriebsstarken Diagnostik-Unternehmen abzuschließen. Auf dem Weg dorthin ist der Verkauf an ein international führendes Diagnostik-Unternehmen möglich. [ Leistungsbilanz ]

132 [ Die Beteiligungsunternehmen Protagen AG ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 61,82 % 3,27 % MIG 1 15,30 % MIG 3 19,61 % MIG 9 Strategie Die grundsätzliche Offenheit für Partnerschaften in den Bereichen F&E, Marketing & Vertrieb und Technologie bestimmt die Unternehmensstrategie. In den letzten drei Jahren ist es Protagen bereits gelungen, einige strategische Partnerschaften mit international tätigen Spezialisten abzuschließen und weitere vorzubereiten. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 wurden wesentliche Meilensteine bei der Entwicklung der eigenen Diagnostikprojekte erreicht. Zunächst wurden etwa rekombinante humane Proteine selbst hergestellt, welche dann Ausgangspunkt der Planung zur Durchführung der klinischen Validierungsstudien in Prostatakrebs und Multipler Sklerose waren. Insgesamt wurden dann (Prostata) bzw. 600 (MS) Patientenproben mit der erfolgreich eingeführten und validierten Luminex-Technologie vermessen. Neue Erfindungen wurden durch fünf weitere Patentanmeldungen gesichert. Der Bereich Protein Services hat im Jahr 2011 vier strategische Partnerschaften zur internationalen Stärkung von Marketing und Vertrieb mit den zwei deutschen Unternehmen instraction GmbH und Cellca sowie Vela Labs, Österreich, und Charles River Laboratories, USA, abgeschlossen. Unternehmen: In derselben Zeit wurden 14 neue Mitarbeiter eingestellt, davon sechs im Bereich F&E, weitere fünf zur Stärkung von Marketing, Vertrieb und Qualitätsmanagement sowie drei zur Unterstützung allgemeiner Laborarbeiten. Werbung, Marketing, Pressearbeit und Kundeninformation wurden in Form von Imageanzeigen in spezialisierten Printmedien, regelmäßigen Newslettern, Artikeln in der Fachpresse, Publikationen in wissenschaftlichen Journalen, Organisation von und Teilnahme an wissenschaftlichen Seminaren und Fachtagungen intensiviert. Gezielt unterstützt wurden diese Aktivitäten durch einen neuen Internetauftritt. Wesentlich für die heutige Positionierung von Protagen im Markt waren die Pressemitteilungen zu verschiedenen Kooperationsprojekten sowie die strategische Partnerschaft mit Charles River. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Neben den oben bereits genannten Partnerschaften in Marketing & Vertrieb wurden 2011 wesentliche Kooperationen mit Wirkstoffentwicklern, d. h. Biogen-Idec, Bayer und SuppreMol abgeschlossen. Daneben wurde das Netzwerk zu relevanten Meinungsbildnern in den bearbeiteten Indikationsbereichen Prostatakarzinom und Multiple Sklerose durch Kooperationsverträge mit den Universitätskliniken Berlin, Basel, Graz, Hamburg, Ulm, Wien, Zürich sowie der Martiniklinik in Hamburg erweitert. Kundenbeziehungen: Die Einheit Protein Services hat in den letzten Jahren Projekte für über 200 internationale Kunden durchgeführt und unterhält zum Ende des Jahres mehr Kundenbeziehungen als ursprünglich geplant. Ausblick Die Einheit Diagnostics erwartet zum Anfang des 2. Quartals 2012 die statistische Auswertung der im letzten Jahr durchgeführten, klinischen Validierungsstudien abgeschlossen zu haben. Weiterhin erwartet die Unternehmensleitung, dass die derzeit schon bestehenden Kontakte und Verhandlungen mit einigen Pharmafirmen im Verlauf des nächsten Jahres in Kooperationsprojekte münden werden. Der Bereich Protein Services rechnet mit einem starken Umsatzwachstum bei GMP-konformen Dienstleistungen, insbesondere für Biosimilar-Hersteller. Investition / Anteile am Grundkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Grundkapital Anteil am Grundkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,92 - MIG , ,01 - MIG , , ,90 [ Leistungsbilanz ]

133 [ Protagen AG Die Beteiligungsunternehmen ] b) Externe Analyse durch BioMedServices Protein-Know-how für die Diagnostik und als Input der Medikamenten-Entwicklung Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die Protagen AG ist ein Spezialist für In-vitro-Diagnostik und GMP-konforme Proteinanalytik. Das Unternehmen ist in zwei Geschäftsbereiche organisiert: Diagnostics und Protein Services. Beide Säulen ruhen auf langjähriger und umfangreicher Expertise in der Proteinforschung und -analytik. Protein Services unterstützt die Kunden bei der Erarbeitung und Dokumentation von Analysen zu Proteinwirkstoffen; dies spielt insbesondere zum Nachweis der Ähnlichkeit bei den sogenannten Biosimilars (Folgeprodukte patentgeschützter Original-Biotherapeutika) eine sehr große Rolle. Protagen bietet diese Dienstleistung unter GMP (good manufacturing practice) an. Neben den Dienstleistungen hat die Gesellschaft eine proprietäre Technologie-Plattform (UNIarray ) aufgebaut, die es erlaubt, Protein-Protein- sowie Protein-Antigen- Bindungen zu untersuchen. Sie bildet die Basis für die Entwicklung eigener In-vitro-Diagnostika (IVD). Dabei konzentriert sich Protagen momentan auf die Entwicklung von Biomarkern für die präzise und frühzeitige Diagnose von Prostatakrebs und Multipler Sklerose. Mit ihrer Expertise, den Technologien und Produkten zielt die Gesellschaft darauf, einen Beitrag zur personalisierten Medizin zu leisten. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Protagen verfolgt derzeit den Ausbau zu einem integrierten Diagnostik-Unternehmen. Als weltweite Alleinstellung dient dabei die Herstellungskompetenz für die chipbasierte Protein-Diagnostik in Kombination mit dem Zugriff auf eine der größten patentgeschützten Sammlungen von Tausenden von Proteinen, die im menschlichen Körper in Hirn, Leber, Lunge, Darm und Zellen des Immunsystems vorkommen. Mit ihrer Hilfe kann Protagen Probenmaterial von Patienten auf Krankheiten untersuchen; bestimmen, welche Proteine für Erkrankungen verantwortlich sind und entsprechend als Zielmolekül für Medikamente dienen könnten; in klinischen Studien an Patienten testen, ob Wirkstoffe tatsächlich ursächlich wirken oder Nebenwirkungen aufzeigen; Patienten in Subgruppen einteilen, damit diese die bestmögliche Therapie erhalten und den Therapieverlauf überwachen. Diese Analysen können automatisiert in simultanen Hochdurchsatz-Tests von tausenden an molekularen Interaktionen durchgeführt werden. Die Biomarker-Identifizierung und -Validierung führt Protagen sowohl in eigenen Programmen als auch im Kundenauftrag als Basis für die kundeneigene Entwicklung von Wirkstoffen und begleitende Tests durch. Für Tumoren in Prostata, Brust, Eierstöcken, Darm und Bauchspeicheldrüse, für die Autoimmunerkrankungen Multiple Sklerose, systemischer Lupus und rheumatoide Arthritis sowie für die neurodegenerativen Krankheiten Alzheimer und Parkinson wurden bereits krankheitsspezifische Biomarker identifiziert und in klinischen Test bestätigt. Das Unternehmen hält dazu engen Kontakt mit einem internationalen Netzwerk an klinischen Zentren der Neurologie, Onkologie und Urologie. Aufbauend auf dem proprietäten Biomarker-Know-how befinden sich nun zudem eigene Tests in der Entwicklung. [ Leistungsbilanz ]

134 [ Die Beteiligungsunternehmen Protagen AG ] Entwicklung konnte Protagen wesentliche Schritte bei der Entwicklung der eigenen IVD erfolgreich abschließen: Identifizierung und Validierung von Biomarkern für Prostatakrebs und Multiple Sklerose (abschließende Auswertungen stehen noch an). Der Ausbau der Kooperation mit Bayer sowie der Neuabschluss einer Partnerschaft mit Biogen-Idec, einem der führenden US-amerikanischen Biotech-Unternehmen, zeigen das hohe Interesse an den Biomarker-Kapazitäten der Protagen. Der Geschäftsbereich Protein Services wurde durch den Abschluss von vier strategischen Partnerschaften gestärkt, die Kooperation mit Charles River, einem global agierenden Anbieter für pharmazeutische und klinische Dienstleistungen, ist darunter die bedeutendste: Das Marketing- und Vertriebsabkommen sieht vor, dass beide Firmen für ihre Kunden exklusiv die Dienste des anderen nutzen, wenn diese nicht selbst abgedeckt werden können. Protagen kann sich damit als voll integrierter Dienstleistungspartner positionieren. Der weitere Ausbau wird in Zukunft zudem verstärkt durch einen neuen Marketing-Leiter, der von der Konkurrenz abgeworben werden konnte. Die Steigerung der Mitarbeiterzahl sowie die verstärkten Marketing-Maßnahmen bestätigen das kontinuierliche Wachstum der Gesellschaft. Abschließende Beurteilung und Ausblick Die Protagen AG befindet sich in der Transformation von einem Technologie-Dienstleister und Werkzeugmacher der Protein-Analytik zu einem integrierten Unternehmen der Spezialdiagnostik. Die eingesetzte Technologie basiert auf Entwicklungen des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik in Berlin, das auch Gesellschafter ist. Das Unternehmen ist international aufgestellt. Die Strategie, stark auf die Charakterisierung von Biosimilars zu setzen, verspricht eine starke Positionierung im asiatischen Markt, der neben Europa Vorreiter bei deren Entwicklung ist. Eine längerfristige Vision von Protagen ist die Erschließung des Immun-Repertoires des Menschen für diagnostische Zwecke und zur Entwicklung individualisierter Wirkstoffe und Therapien. [ Leistungsbilanz ]

135 [ Siltectra GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 22. Siltectra GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Dresden, Deutschland Stammkapital: EUR Handelsregister: AG Dresden, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die SILECTRA GmbH wird geleitet von Frank Sreball als Geschäftsführer. Branche, Segment Die SILECTRA-Gruppe (hierzu gehört die schweizerische Tochtergesellschaft ENEXRA Tools GmbH in Zürich) positioniert sich im Segment der Halbleiterindustrie. Aufgrund der versatilen Einsatzbereiche der Fertigungstechnologie zählen dazu sowohl der Fotovoltaikbereich als auch LED-Segmente und die traditionellen Halbleiterbereiche der Integrierten Schaltungen. Produkte und Dienstleistungen Die SILECTRA-Gruppe hat eine revolutionäre chemischmechanische Plattform-Technologie entwickelt, die den Rohmaterialverlust bei der Waferherstellung dramatisch reduziert und zudem die Herstellung ultra-dünner Wafer erlaubt. So können die Herstellkosten von Siliziumwafern um über 70 % und für Siliziumsolarzellen um über 40 % gesenkt werden. Vergleichbare Kostenreduktionen können mit der SILECTRA-Technologie auch für Wafer aus anderen Materialien erzielt werden, wie z. B. für Germanium- und Saphirwafer. Da diese beiden Materialien signifikant teurer als Silizium sind, können hier die Einsparpotenziale pro Wafer sogar noch wesentlich höher liegen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Zielmärkte für SILECTRA sind alle Branchen, die für ihre Wertschöpfung Wafer aus monokristallinem Material verarbeiten. Diese Märkte sind globaler Natur. SILECTRA hat mit diesem breiten Einsatzbereich der Technologie nur indirekte Wettbewerber. Größter Widerstand ist jedoch von etablierten Technologien wie dem Sägen von Wafern zu erwarten: Die höchsten Markteintrittshürden bestehen darin, eine etablierte Technologie durch das effiziente und ressourcensparende Verfahren der SILECTRA GmbH zu ersetzen, was beim Kunden Umrüstungen und Qualifizierungen erfordern kann. In den traditionellen Fertigungsverfahren gibt es am Markt sehr große Wettbewerber. Ein Geschäftsmodell von SILECTRA könnte daher darin bestehen, die Technologie vorerst in Nischen zu platzieren und so einem Verdrängungswettbewerb der Global Players aus dem Weg zu gehen. Dabei bestehen interessante Marktnischen in diversen Branchen, die als höchst rentabel eingeschätzt werden. Langfristige Ziele Langfristig will SILECTRA das Verfahren auch in etablierten Märkten wie der Halbleiter- oder der LED-Industrie etablieren. Auf dem Weg dahin ist der Verkauf an einen international führenden Technologiekonzern wahrscheinlich. Mit diesem kann dann auch die Globalisierung mit den vorhandenen Strukturen erfolgreich angetreten werden. Strategie Beginnend mit einer Kleinserienproduktion, speziell in den angesprochenen Marktnischen, und der parallelen Entwicklung des Prototypen einer Fertigungsanlage ist später eine Erhöhung der Stückzahlen angestrebt. Ein Vertrieb von Lizenzen in Kooperationen mit etablierten Partnern ist eine ebenso attraktive Alternative. [ Leistungsbilanz ]

136 [ Die Beteiligungsunternehmen Siltectra GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 40,00 % 60,00 % MIG 9 Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 wurde die Entwicklung der Technologie maßgeblich vorangetrieben und reproduzierbar gemacht, sodass auch die Qualität der Wafer im Vergleich zu 2010 verbessert werden konnte. Zudem wurden erste Geräte zur Automatisierung des Prozesses entwickelt, gebaut und getestet, welche die Produktionszeit verkürzen, die Reproduzierbarkeit der Waferprodukte erhöhen und die spätere Industrialisierung beschleunigen. Ein kompetentes Team von Fachleuten wurde auf- und die Infrastruktur der Laborräume ausgebaut. Zudem wurden wichtige Branchenkontakte akquiriert und Kooperationen mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen geschlossen. Unternehmen: Die Unternehmensgruppe hat sich aus dem zweiköpfigen Gründerteam inzwischen zu einem elfköpfigen, starken Entwicklungsteam weitergebildet (dabei werden die im Rahmen eines geförderten Kooperationsprojektes mit der Universität Zürich exklusiv für SILECTRA tätigen vier Wissenschaftler in der ENEXRA Tools GmbH mitgezählt). Insbesondere sind inzwischen sämtliche notwendigen Leitungspersonen für die bevorstehende Phase identifiziert Leitung Finanzen, Leitung Technologieentwicklungen in Zürich und in Dresden. Technologisch konnten einige als Hürden identifizierte Fragestellungen beantwortet werden und auch die Grundlagen für weitere Patentanmeldungen gelegt werden. Ebenso konnte im Rahmen des Fundraisings durch das sehr große Interesse bestätigt werden, dass das Unternehmen mit der Entwicklung der Plattformtechnologie als revolutionäre Fertigungstechnik im Wafering den richtigen Weg eingeschlagen hat, nicht nur ein individuelles Produkt im Visier hat, sondern eine ausbaubare, für diverse Industriesegmente adaptierfähige Fertigungstechnologie entwickelt. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Bei den Kooperationen sind zwei starke Forschungspartner im Jahr 2011 zu nennen: Die Fraunhofer Gesellschaft für Silicatforschung in Würzburg und die Universität Zürich im Bereich der künstlichen Intelligenz. Mit beiden konnten die zu Jahresbeginn ausformulierten und gesteckten Ziele erreicht werden, sodass ein solides Fundament für die bereits beschlossene Fortführung der Zusammenarbeit gelegt werden konnte. Kundenbeziehungen: Es wurden zukünftige potenzielle Kunden und industrielle Entwicklungspartner angesprochen, die ein großes Interesse an der Technologie zeigten und auch in der Forschungs- und Entwicklungs- Phase die Absicht zur Kooperation bekundeten. Ausblick SILECTRA plant für 2012 die Herstellung erster prototypischer Solarzellen, die industriellem Standard entsprechen sollen. Diverse Entwicklungsprojekte in Kooperationen mit verschiedenen Partnern (Fraunhofer Gesellschaften, Leibniz-Institut und Universitäten) sowie die Zusammenarbeit mit der Industrie werden angestrebt. Die Entwicklungsprojekte werden in Neuentwicklungen resultieren, die die Qualität und Marktfähigkeit der Technologie verbessern. Zudem wird das Team erweitert, wodurch mehrere Entwicklungsthemen parallel und damit schneller bearbeitet werden können. Ein erstes Alpha-Tool soll bis Mitte des Jahres entwickelt werden und zu einer höheren Automatisierung und somit zu einer stabilen und reproduzierbaren Qualität führen. Zur Validierung der Ergebnisse werden die entwickelten Wafer von externen Unternehmen gemäß aktueller Standards vermessen sowie die Industrietauglichkeit der Wafer eingeschätzt. Parallel wird das Business Development intensiviert und auch die personelle Aufstockung beschleunigt. Außerdem sind bereits etliche Erfindungsmeldungen in der Feinabstimmung; auf ihrer Grundlage sollen Patentanmeldungen die Plattformtechnologie absichern. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Beteiligter Fonds in % Leistungen MIG , ,00 - [ Leistungsbilanz ]

137 [ Siltectra GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] b) Externe Analyse durch BioMedServices Kostensparendes und umweltfreundliches Fertigungsverfahren für die Halbleiterindustrie Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die SILTECTRA GmbH entwickelt ein neuartiges Fertigungsverfahren für Halbleitermaterialien. Dieses findet vor allem Anwendung in der Fotovoltaik (Solarzellen und LED) sowie bei integrierten Schaltungen (Computerchips). Rohmaterial für die meisten Halbleiterelemente ist Silizium, das zu Barren verschmolzen wird, die wiederum in dünne Schichten (Wafer) zersägt werden. Zum Einsatz kommen hierbei herkömmlicherweise Drahtsägeverfahren, die einen hohen Materialverlust (50 %) zur Folge haben. Das von SILTECTRA entwickelte Verfahren hingegen führt lediglich zu einem Materialverlust von fünf Prozent, was für den Hersteller enorme Kostenvorteile bietet. Die Technologie ermöglicht zudem die Herstellung ultradünner Wafer, die nur 1/5 bis 1/15 der Dicke traditioneller Produkte aufweisen. Die Gesellschaft befindet sich in einem noch sehr frühen Stadium der Technologie-Validierung und Überführung aus dem Labor in die industrielle Fertigung. Ziel ist die Herstellung von Silizium-Wafern im industriellen Maßstab, verbunden mit wesentlich geringeren Kosten, neuen Produkteigenschaften und höherer Umweltfreundlichkeit. Mit der Senkung von Materialeinsatz, höherer Ausbeute sowie geringerem Energieverbrauch bedient SILTECTRA neben dem Zielmarkt auch den Cleantech-Trend. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Das neuartige chemisch-mechanische Verfahren der SILTECTRA zur Bearbeitung von Silizium-Blöcken ermöglicht dank der radikalen Reduzierung des Materialverlustes, aus gleichem Ausgangsmaterial mindestens die vierfache Menge zu produzieren. Insgesamt sinken dadurch die Kosten für Silizium-Wafer um über 70 Prozent, die für Silizium-Solarzellen um mehr als 40 Prozent. Die effizientere Materialnutzung durch den SILTECTRA-Prozess reduziert zudem den Energieaufwand um rund 75 %. Zudem entstehen Einsparungspotenziale bei den Kosten für Abwasser- und Abluftreinigung. Weiterhin erlaubt die Möglichkeit zur Fertigung wesentlich dünnerer Silizium- Produkte neue Anwendungen wie leichtere oder flexible Solarzellen. Diese könnten breiter eingesetzt werden als die bisherigen relativ schweren Solaranlagen. Die SILTECTRA-Technologie konkurriert bei der Wafer-Fertigung direkt mit dem etablierten Drahtsäge-Verfahren, das ein rein mechanisches Verfahren ist. Die Überlegenheit von SILTECTRA resultiert daraus, dass im Abtrennverfahren zusätzlich eine chemische Komponente genutzt wird. Mit diesem Ansatz ist das Unternehmen einzigartig und hat zudem das Potenzial, weitere Schritte in der Halbleiter- Fertigung zu revolutionieren: die Integration der mehrfachen Schritte und Techniken zur Bildung von Strukturen, die beispielsweise für mikroelektronische Bauelemente notwendig sind, in einen Schritt. Dieser kann bereits zusammen mit dem allerersten Schritt, der Abtrennung vom Silizium-Block, erfolgen. Mögliche Vorteile wären die Einsparung von Material und Zeit, was letztlich wiederum zu Kosteneinsparungen führt. Für die Anwendung stellt sich die Herausforderung, labor technische Prozesse stabil und wiederholbar zu gestalten sowie in den industriellen Maßstab zu überführen. Da der Kunde höchstwahrscheinlich Umrüstungen und Mitarbeiterqualifizierungen durchführen muss, ergeben sich zusätzliche Markteintrittsbarrieren. Strategie der SILTECTRA ist daher, in einem ersten Schritt zu beweisen, dass die proprieträre Wafering-Technologie in fotovoltaischen Modulen technisch funktioniert und die gleiche Leistung wie Wettbewerbsprodukte erbringt. Darauf aufbauend soll demonstriert werden, dass die SILTECTRA-Fertigungstechnologie industrialisierbar ist. Parallel erfolgt die Ausarbeitung einer geeigneten Markteintrittsstrategie; erste Konzepte dazu liegen bereits vor: Die Fokussierung auf Nischen zur Validierung der Technologie und Ausarbeitung funktionierender Kleinserien, die dann die Aufmerksamkeit etablierter Wettbewerber und Kunden erzeugen soll. [ Leistungsbilanz ]

138 [ Die Beteiligungsunternehmen Siltectra GmbH ] Entwicklung hat das Unternehmen eine Vielzahl technologischer Herausforderungen identifiziert und gemeistert, unter anderem die Reproduzierbarkeit und Automatisierung der Prozesse. Beides sind wesentliche Voraussetzungen für eine Industrialisierung. Die 2010 geplante Implementierung der Organisations- und Infrastruktur konnte umgesetzt werden. Weitere Kooperationen mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen belegen die zunehmende Unternehmensreife ebenso wie die Absicherung der Technologien durch neue Patentanmeldungen. All diese Aktivitäten wurden 2011 weitestgehend nach Plan durchgeführt. Abschließende Beurteilung und Ausblick Bei SILTECTRA handelt es sich um ein noch sehr junges Unternehmen, das allerdings bei erfolgreicher Entwicklung des revolutionären Fertigungsverfahrens für Halbleitermaterialien sehr große Marktaussichten hat. Die ganze Halbleiterindustrie ist geprägt von hohem Kostendruck; die SILTECTRA-Technologie kann diesen Bedarf einzigartig befriedigen. Neben Silizium ist das Verfahren auch für die Bearbeitung von Germanium und Saphir (für LEDs) zu nutzen; daraus entsteht eine Ausweitung des Marktpotenzials. Zudem ergeben sich bei diesen Materialien noch größere Einsparpotenziale, da das Rohmaterial noch teurer ist als Silizium. Der nun in Dresden erfolgende Aufbau der Gesellschaft sichert einen direkten Zugang zur Mikroelektronik-, Halbleiter- und Fotovoltaik- Industrie. Viele dieser Unternehmen haben sich an diesem Standort angesiedelt, der auch als Silicon Saxony bezeichnet wird. Branchenbezogene Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen sind ebenfalls stark vertreten. Seit dem Jahr 2008 ist die Region eines der von der Bundesregierung geförderten Spitzencluster. [ Leistungsbilanz ]

139 [ Sovicell GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 23. Sovicell GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Leipzig, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Leipzig, HRB 9366 a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die Sovicell GmbH wird geleitet von Dr. Hinnerk Boriss (Biochemie, Physik, MBA, Universität Göttingen, University of California Davis, Stanford University). Branche, Segment Die Sovicell GmbH bietet State-of-the-art-Produkte und Dienstleistungen für den ADMET-Markt (Absorption, Distribution, Metabolismus, Exkretion and Toxikologie) an. Produkte und Dienstleistungen Die Produkte von Sovicell basieren auf der TRANSIL-Technologie für Bindungsassays zur pharmakokinetischen Charakterisierung von Medikamentenkandidaten. Diese Substanzen werden vor einem Einsatz im Menschen ausführlich in vitro und in vivo überprüft. Die Basis-Technologie der Sovicell basiert auf der Immobilisierung von Biomolekülen auf Mikrokugeln, die natürliche subzelluläre Strukturen simulieren. Mit assay-spezifischen Softwaretools wird die Auswertung der Assays automatisiert und standardisiert. Weltweite Patente und Patentanmeldungen schützen die Technologie und Produkte des Unternehmens und verleihen bestehenden und neuen Produkten Marktexklusivität. Die Unternehmensabläufe und Herstellungsverfahren genügen ISO-9001-zertifizierten Bedingungen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Zielmärkte von Sovicell sind Pharmafirmen in Europa, den USA und Japan. Weitere potenzielle Märkte sind die Chemie- und Nahrungsmittelindustrie. Technologisch hat Sovicell keinen direkten Wettbewerb für arbeitskostensparende Ready-to-use-Produkte. Die höchste Markteintrittshürde ist die niedrige Wechselwilligkeit der Industrie, da mit der Einführung von Sovicell-Produkten intern etablierte Arbeitsabläufe verändert werden. Langfristige Ziele Es ist das Ziel von Sovicell, die Technologie des Unternehmens als Industriestandard für das ADME-Screening in der Pharmaforschung zu etablieren. Strategie Im Bereich der Produktentwicklung arbeitet Sovicell eng mit führenden Pharmafirmen zusammen und kooperiert mit Meinungsführern in den Forschungsschwerpunktbereichen. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Im Geschäftsjahr 2011 wurden drei neue Produkte für das AD- ME-Screening entwickelt. Mit dem TRANSIL Equilibrium Shift Assay wurde ein neuer Markt erschlossen, denn Plasmaproteinbindung ist bei Biopharmazeutika mit anderen Verfahren nicht messbar. Damit adressiert Sovicell exklusiv einen neuen, schnell wachsenden Markt. Unternehmen: Das Unternehmen konnte im Jahr 2011 neue Kunden gewinnen und drei neue Produkte zur Marktreife entwickeln. Aufgrund der schwierigen Marktsituation der Pharmaindustrie, die durch zahlreiche Firmenzusammenschlüsse geprägt ist, konnten die Umsatzziele jedoch nicht erreicht werden. Besonders schwerwiegend war der Umstand, dass durch Restrukturierungsmaßnahmen bei einem Schlüsselkunden die Gesellschaft einen erheblichen Umsatzeinbruch verkraften musste. Zur weiteren Kostenreduktion wurde die Mitarbeiterzahl nochmals verringert. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Die im Jahr 2010 geschlossene Entwicklungspartnerschaft mit Hoffmann La Roche führte im Jahr 2011 zur Marktreife des TRANSIL Mikrosomal Binding assay Kits. Weiterhin konnte ein deutsches Pharmaunternehmen für eine neue Entwicklungspartnerschaft für ein weiteres, neues Produkt gewonnen werden. Kundenbeziehungen: Sovicell hält zu weltweit über 60 Kunden Beziehungen und konnte auch im Jahr 2011 neue Kunden hinzugewinnen. Ausblick Die Sovicell GmbH wird im Jahr 2012 zwei der drei neu entwickelten Produkte im Markt einführen. Zur Sicherstellung der weiteren Finanzierung der Sovicell ist notwendig, einen strategischen Partner für das Unternehmen zu finden, der nicht nur das Potenzial hat, das Unternehmen weiterzufinanzieren, sondern auch zu einer Erweiterung der Produktpalette beitragen kann. [ Leistungsbilanz ]

140 [ Die Beteiligungsunternehmen Sovicell GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 56,03 % 43,97 % MIG 1 b) Externe Analyse durch BioMedServices Sichere Wirkstoffentwicklung gewährleisten Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die Sovicell GmbH hat sich auf die Untersuchung der biologischen Eigenschaften neuer Wirkstoffe in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung spezialisiert. In der Wertschöpfungskette der Medikamentenentwicklung ist die Abklärung der potenziellen Toxizität von Wirkstoffen ein wesentlicher Schritt. Ohne Nachweis der Sicherheit und ohne genaue Charakterisierung des Einflusses auf menschliche oder tierische Zellsysteme können Medikamentenkandidaten nicht in die für die Marktzulassung relevante klinische Entwicklung eintreten. Hierfür werden die Produkte und Dienstleistungen von Sovicell verwendet. Schwerpunkt sind die sogenannten ADMET-Anwendungen: ADMET steht für Absorption (Aufnahme), Distribution (Verteilung), Metabolism (Verstoffwechselung), Excretion (Ausscheidung) und Toxicology (Giftigkeit). Sovicell entwickelt und verkauft dabei Fertigprodukte (Kits), die zur Analyse der Proteinbindung, Zellmembran-Permeabilität, Verstoffwechselung der Wirkstoffe und Zelltoxizität eingesetzt werden. Die TRANSIL-Technologie ermöglicht es, Zellbestandteile wie Proteine oder Membranen auf poröse Kieselgel-Kugeln mit spezieller, patentgeschützter Oberfläche anzuheften, ohne dass diese ihre Biofunktionalität verlieren. Dadurch wird die Situation, wie sie in einer lebenden Zelle herrscht, simuliert, was beispielsweise Tierversuche zum Teil ersetzt. Eine Analyse-Software wertet Messdaten automatisiert und standardisiert aus. Zudem kann Sovicell die Verstoffwechselung sowie Toxizität potenzieller Wirkstoffe mit seinen SOVICYTE Zellen messen. Die Testsysteme werden auf Kundenwunsch auch spezifisch entwickelt oder angepasst oder im Auftragsservice verwendet. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Sovicell ist der weltweit einzige Anbieter eines In-vitro- Testsystems, mit dem die Hirngängigkeit von Substanzen untersucht werden kann. Dies ist vor allem bei der Entwicklung von Medikamenten gegen neurologische und psychiatrische Erkrankungen von Bedeutung. Die TRANSIL-Produkte bieten dem Kunden weiterhin folgende Vorteile: schnell, sofort einsetzbar, einfach in der Handhabung, in hohem Maße reproduzierbar, akkurate Simulation der tatsächlichen Gegebenheiten im Körper sowie Eignung für hohen Durchsatz. Die Strategie des Unternehmens ist, ständig weitere spezielle Testsysteme zu entwickeln und diese, unterstützt durch eine enge Zusammenarbeit mit Pharma-Unternehmen sowie akademischen Meinungsführern, am Markt als Standard zu platzieren. Entwicklung 2011 Das Jahr 2011 war für Sovicell geprägt durch Konsolidierungen und Restrukturierungsmaßnahmen in der Pharmaindustrie. Als Folge musste das Unternehmen starke Umsatzeinbußen hinnehmen. Zwar gelang es der Gesellschaft, neue Kunden zu gewinnen, deren Umsatzvolumen kompensierte jedoch nicht den restrukturierungsbedingten Rückgang bei einem großen Schlüsselkunden. Mit dem 2010 gewonnenen Kooperationspartner Roche konnte im vergangenen Jahr ein neues Produkt zur Marktreife gebracht werden. Ein neues Testsystem zur Untersuchung der Stoffwechelstabilität von Medikamenten steht somit kurz vor der Markteinführung, ebenso ein weiteres 2011 entwickeltes Produkt, das sogar die Erschließung eines neuen Marktes ermöglicht: Die Bestimmung der Plasmabindung von Peptid- und Proteinmedikamenten. In diesem wachstumsstarken Sektor existiert für entsprechende Messungen kein Alternativ- Verfahren. Sovicell war zudem in der Lage, neue Entwicklungspartnerschaften abzuschließen. Diese könnten dem Unternehmen ermöglichen, Herausforderungen wie beispielsweise den aufgrund der hohen Trägheit Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Beteiligter Fonds in % Leistungen MIG , ,09 - [ Leistungsbilanz ]

141 [ Sovicell GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] der Pharmaunternehmen hinsichtlich der Veränderung etablierter Forschungsabläufe Markteintrittshürden zu begegnen. Grundsätzlich erscheint die Strategie, über die Kooperation validierte Produkte hervorzubringen, sinnvoll. Gleichwohl verbleibt für Sovicell ein hohes Risiko, dass die Profitabilität trotz erfolgter Kostenreduktion nicht erreicht werden kann. Abschließende Beurteilung und Ausblick Der im vergangenen Jahr erzielte Abschluss von drei Entwicklungen sowie die anstehende Markteinführung zweier Produkte sollten im aktuellen und kommenden Jahr neue Potenziale für eine Umsatzsteigerung generieren. Damit könnte der Gefahr begegnet werden, als kleines Unternehmen zu sehr in Abhängigkeit von wenigen großen Kunden zu geraten. Die Verstärkung der Vertriebsbemühungen unterstreicht diese Chance. Die Umstrukturierungen in der Pharmaindustrie haben zur Folge, dass mehr Entwicklungsarbeiten an spezialisierte Dienstleister gegeben werden, die wiederum ein neues Kundensegment für Sovicell darstellen könnten. [ Leistungsbilanz ]

142 [ Die Beteiligungsunternehmen sunhill technologies GmbH ] 24. sunhill technologies GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Bubenreuth, Deutschland Stammkapital: EUR ,00 Handelsregister: AG Fürth, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Die sunhill technologies GmbH wurde gegründet von Matthias Mandelkow, Andreas Mandelkow und Christoph Schwarzmichel. Die Geschäftsführung setzt sich aus den Herren Matthias Mandelkow, Christoph Schwarzmichel und Martin C. Körner (CFO) zusammen. Branche, Segment Das Unternehmen positioniert sich als Komplettanbieter und Dienstleister für Mobile-Payment-Lösungen, d. h. Bezahlverfahren mittels Mobiltelefon. Produkte und Dienstleistungen Der sunhill technologies GmbH ist es als erstem Anbieter in diesem Marktsegment gelungen, mit den Produkten sms&park und sms&exit registrierungsfreie Systeme zur mobilen Parkraumbewirtschaftung sowohl für das sog. on street parking als auch für beschrankten Parkraum, anzubieten. Weitere mobile Bezahllösungen wie z. B. sms&charge, ein neuartiges Bezahlverfahren für Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen, befinden sich in der Umsetzung. Durch die Nutzung der für Bestätigungen notwendigen SMS-Meldungen als Werbekanal für den lokalen Einzelhandel sollen in Zukunft zusätzliche Umsatzpotenziale erschlossen werden. Die Produkte von sunhill zeichnen sich dabei durch nachgewiesene Sicherheit, Wahrung des Datenschutzes und spontane Nutzbarkeit ohne zusätzliche Vertragsbindung aus. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Das Marktvolumen für Parkraumbewirtschaftung beläuft sich in Deutschland pro Jahr auf ca. EUR 3 Mrd., in Europa auf ca. EUR 32 Mrd. Das Bezahlen per Mobiltelefon wird als stark wachsender Markt eingeschätzt. sunhill partizipiert durch eine Transaktionsgebühr an jedem Bezahlvorgang, z. B. für ein Parkticket. Die Zahlung wird über das Billing-Center der Mobilfunkunternehmen mit der Telefonrechnung eingezogen. Im Markt sind mehrere Wettbewerber aktiv, die mit dem bisher üblichen Registrierungsmodell keine nennenswerten Nutzungsraten erreichen konnten. Mit sms&park wurden hingegen, aufgrund der spontanen Nutzbarkeit, nach kurzer Zeit teilweise Nutzungsquoten von über 50 % erreicht. Weitere Einnahmen für sunhill technologies entstehen durch Einrichtungsgebühren, monatliche Systempauschalen und die Werbeplattform. Langfristige Ziele und Strategie Schwerpunkt der weiteren Aktivitäten ist es, in Deutschland und zeitversetzt auch international sowohl die Anzahl der Stellflächen als auch die Nutzungsrate deutlich zu steigern. sunhill wird schon heute als Marktführer wahrgenommen und will diese Position, insbesondere durch die Einbindung von etablierten Marktteilnehmern, auch in eine verstärkte Marktpenetration übersetzen. Die europa- und weltweite Marktpräsenz wichtiger Kooperationspartner stellt einen interessanten Multiplikator für die regionale und inhaltliche Verbreitung des sunhill-portfolios dar. Die Anbindung an weitere Mobilfunkanbieter im Ausland sowie strategische Technologiepartner bildet daher einen weiteren Schwerpunkt in der technologischen Entwicklungsarbeit. Die deutlich gestiegene Anzahl internationaler Anfragen bestätigt sunhill technologies in dieser Strategie. Entwicklungen im Jahr 2011 Neben der Festigung der Marktposition der Kernapplikation sms&park durch die Anbindung von u. a. Köln und Berlin konnte mit der erfolgreichen Produkteinführung von sms&exit, der weltweit bislang einzigartigen, registrierungsfreien Mobile-Ticketing-Applikation für den beschrankten Parkraum, ein weiterer Meilenstein erreicht werden. Das Produkt sms&exit bietet kommunalen und privaten Betreibern von Parkflächen die Möglichkeit zur bargeldlosen Bewirtschaftung des beschrankten Parkraums, die nicht nur zu einer spürbaren Steigerung des Serviceniveaus führt, sondern zusätzliches Einsparpotenzial im Vergleich zum Parkscheinautomatenbetrieb generiert. Mit der Bereitstellung einer kostenlosen sms&park-app für das iphone und Android-Systeme wurde im Jahr 2011 der Bedienkomfort deutlich verbessert. Sinnvolle Zusatzfunktionen wie die automatische Parkplatzsuche oder die Rückführung zum Auto per Handynavigation stehen für alle sms&park-standorte in Deutschland zur Verfügung. [ Leistungsbilanz ]

143 [ sunhill technologies GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 67,92 % 3,62 % MIG 2 3,62 % MIG 4 3,62 % MIG 6 4,64 % MIG 7 3,62 % MIG 8 12,96 % MIG 9 Unternehmen: Im Berichtszeitraum konnte das Team von sunhill durch acht neue Mitarbeiter professionell verstärkt werden. Die Geschäftsführung wurde durch Herrn Körner verstärkt, der den Bereich Finanzen und Organisation verantwortet. Zur Organisation der weiteren Produktentwicklung konnte ein erfahrener Softwarespezialist ins Team integriert werden. Entwicklungspartnerschaften, Kooperationen Mittlerweile hat sunhill technologies auf dem Wachstumsmarkt des Mobile Payment durch einzigartige Kooperationen mit den Netzbetreibern, den Herstellern von Datenerfassungsgeräten zur kommunalen Parkraumüberwachung sowie den führenden Schrankenherstellern die Vorreiterrolle in Europa übernommen. Ebenso wurde der Grundstein für die Internationalisierung durch Kooperationen mit den Netzbetreibern Telekom A1 (Österreich) und KPN (Niederlande) gelegt. Ausblick Die sunhill technologies GmbH hat durch das Wachstum der letzten Monate gezeigt, dass im Bereich der Parkraumbewirtschaftung ein nachhaltiges Geschäft aufgebaut werden kann. Sowohl die Zuwächse der Stellplätze als auch der Nutzungsraten lassen das Erreichen der Gewinnschwelle im Bereich Parken im Jahr 2013 realistisch erscheinen. Das Unternehmen ist auf dem besten Weg, sich über Deutschland hinaus als Marktführer zu etablieren. Zur Finanzierung seiner Entwicklungs- und Expansionsziele beabsichtigt sunhill technologies, 2012 weiteres Eigenkapital aufzunehmen. b) Externe Analyse durch BioMedServices Per SMS Parktickets und andere Verkehrsgebühren bezahlen Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) sunhill technologies bietet softwarebasierte Systemlösungen für das bargeldlose Zahlen per Mobiltelefon. Als erste Anwendung hat das Unternehmen die mobile Parkraumbewirtschaftung etabliert, also das Bezahlen an unbeschrankten und beschrankten Parkplätzen. Der gesamte Vorgang erfordert keinerlei Registrierung und ist auch mit mobilen Prepaid-Verträgen sowie mit einfachen Mobiltelefonen durchführbar. Zur Umsetzung des gesamten Prozesses kooperiert sunhill technologies bisher mit Mobilfunkanbietern in Deutschland und Österreich und ist dabei direkt an deren Abrechnungssysteme angeschlossen. Verträge bestehen auch mit den Herstellern von Datenerfassungsgeräten zur kommunalen Parkraumüberwachung. Außerdem arbeitet die Gesellschaft mit weltweit führenden Schrankenherstellern zusammen. Das Start-up erwirtschaftet Umsatz über anteilige Provisionen bei den Parkgebühren, über Einrichtungsgebühren sowie über Systempauschalen auf monatlicher Basis. Mit mehr als zwei Millionen Kunden monatlich, verteilt auf vier europäische Länder und mehr als 80 Standorte für das bargeldlose Bezahlen von Parkgebühren per Mobiltelefon, ist sunhill technologies in Europa inzwischen Marktführer in diesem Sektor. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , , ,48 MIG , , ,48 MIG , , ,48 MIG , ,08 - MIG , , ,48 MIG , , ,63 [ Leistungsbilanz ]

144 [ Die Beteiligungsunternehmen sunhill technologies GmbH ] Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) sunhill technologies hat mit einer Pionierstrategie Wettbewerbsvorteile erlangt, da sie die Ersten waren, die ein registrierungsfreies mobiles Bezahlen der Parkgebühr ermöglichten. Wettbewerber wie Mobile City boten diesen Service anfangs nur über eine persönliche Registrierung und die Entrichtung einer zusätzlichen Gebühr an. Heute zählt das Unternehmen zur stärksten Konkurrenz, es deckt allerdings bislang weniger Standorte ab als sunhill technologies. Ferner scheint sunhill auch das einzige Unternehmen zu sein, das den Service für beschrankte Parkplätze anbieten kann. Weitere Pionierarbeit leistet sunhill durch das künftige Angebot, die Kosten für das Aufladen von Elektrofahrzeugen per Mobilfunkrechnung zu begleichen. Überdies zieht sunhill technologies eine Anwendung bei Mautgebühren in Betracht, erste Kooperationsgespräche laufen bereits. Beide Konkurrenten beschäftigen sich dagegen mit dem Einsatz von mobilen Bezahlsystemen für den öffentlichen Personennahverkehr. Bei sunhill ist dafür die Basistechnologie vorhanden, zwei erste Pilotprojekte stehen für das zweite Halbjahr 2012 an. Der Nutzen für die Kunden ist vielfältig: Dem Endnutzer bietet sich eine sichere, einfache, flexible, weg- und zeitsparende sowie registrierungsfreie Bezahlmöglichkeit. Da sich die Lösungen von sunhill technologies ohne großen Aufwand in bestehende Park- und Bezahlsysteme integrieren lassen, kann der Anbieter relativ einfach einen zusätzlichen Service bieten. Es ergeben sich zudem Kostenvorteile, da die Wartung von Automaten entfallen könnte. Nach dem Vorbild Kroatiens, das bereits seit 2001 die sunhill-lösung nutzt, ist zu erwarten, dass sich die Nutzungsquoten in Deutschland von derzeit maximal 50 % auf durchschnittlich 90 % erhöhen werden. sunhill technologies versteht sich somit als Dienstleister für kommunale Verwaltungen, und als Partner privater Unternehmen, die beim bargeldlosen Bezahlen auf dem aktuellsten Stand der Technik sein möchten. Entwicklung 2011 Die Vorteile der sunhill-lösungen konnten 2011 weitere Kunden überzeugen. Es erfolgte die Anbindung weiterer Standorte, unter anderem von Großstädten. Ein großer Gewinn für das Unternehmen war, dass Saarbrücken und ein Stadtteil in Berlin von einem bisherigen, registrierungspflichtigen Angebot zum sunhill-produkt gewechselt sind. Im vergangenen Jahr konnte sunhill ferner erstmalig das sms&exit-angebot implementieren. Es ist damit bundesweit das erste Projekt für das Bezahlen von Parkhaus-Gebühren via Handy. Für die Park-Bezahlsysteme wurde zudem eine Smartphone-Applikation zur Verfügung gestellt. Schließlich fiel in 2011 der Startschuss für sms&charge, das als Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Abschließende Beurteilung und Ausblick Innerhalb von vier Jahren konnte sunhill 60 deutsche Standorte zur Nutzung des Systems gewinnen, im vergangenen Jahr ergab sich ein Zuwachs von fast 50 Prozent. sms&park wurde als einziges Handypark-System vom TÜV Rheinland als barrierefrei zertifiziert. Gegenüber den registrierungspflichtigen Angeboten zeichnet sich der sunhill-ansatz durch eine deutlich höhere Akzeptanz aus, die nun bereits dazu geführt hat, dass der Konkurrenz Kunden entzogen werden konnten. Wettbewerber ahmen mittlerweile den sunhill-ansatz zwar nach, das Unternehmen verfügt jedoch über einen technologischen und zeitlichen Vorsprung. Die Möglichkeit, auch beschrankte Parkplätze nutzen zu können, ist einmalig und weist beispielsweise insbesondere an Flughäfen großes Potenzial auf. Zusätzliches Wachstums potenzial bergen die geplante weitere Internationalisierung sowie die Zuwendung zu Zukunftsthemen wie emobility. Die Applikationen können problemlos in anderen Anwendungsbereichen eingesetzt werden: Überall dort, wo eine einfache, sichere und bargeldlose Zahlmethode gewünscht wird. [ Leistungsbilanz ]

145 [ SuppreMol GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] 25. SuppreMol GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Planegg, Deutschland Stammkapital: EUR Handelsregister: AG München, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management SuppreMol wurde gegründet von Prof. Dr. Robert Huber, Dr. Uwe Jacob und Dr. Peter Sondermann Max-Planck- Institut für Biochemie in Martinsried. Die Firma wird seit 2005 von Prof. Dr. Peter Buckel als Geschäftsführer geleitet. Branche, Segment SuppreMol entwickelt neue biologische Arzneimittel gegen Autoimmunerkrankungen wie Immunthrombozytopenie, Lupus, Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, etc. Produkte und Dienstleistungen Das Leitprodukt SM101 stellt eine völlig neue Wirkstoffklasse dar und hat das Potenzial, schwere Autoimmunerkrankungen ohne wesentliche Nebenwirkungen zu behandeln und möglicherweise langfristig zu heilen. Das Leitprodukt sowie die Nachfolgeprodukte basieren alle auf dem Angriff von Schlüsselmolekülen im Immunsystem, darunter vor allen Dingen Fc-Rezeptoren, die ein Kernelement der Regulation des Immunsystems darstellen. SuppreMol besitzt für die verschiedenen Produkte und Produktentwicklungen weitreichende eigene Schutzrechte sowie den sog. Freedom to Operate. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Die Zielmärkte für die Produkte von SuppreMol sind weltweite Pharmamärkte. Es ist die Zielsetzung von SuppreMol, die Produkte des Unternehmens bis zum Wirksamkeitsnachweis im Menschen zu entwickeln, d. h. bis Phase II der klinischen Entwicklung, und dann Partnerschaften mit Pharmafirmen einzugehen, die die Stärke haben, diese Produkte durch die Phase III zur Marktzulassung zu bringen. Entwicklungen im Jahr 2011 Produkte, Dienstleistungen und Technologien: Die ITP- Phase-Ib-Studie, die im Jahr 2010 begonnen wurde, wurde 2011 zu Ende geführt. Der letzte Patient wurde im Juni 2011 in die Studie eingeschlossen. Die Nachverfolgung und Testung der Patienten dauerte bis Ende September, und die Entschlüsselung der verblindeten Daten wird im Februar 2012 erwartet. Ebenfalls wurde im Jahr 2011 eine SLE-Studie bei den Behörden von zehn Ländern (Europa/Australien) eingereicht, und die erste Genehmigung der klinischen Studie wurde im Juli 2011 erteilt. Der erste Patient der SLE-Studie wurde im Oktober 2011 eingeschlossen. Die Studie soll bis Dezember 2012 laufen. Die Daten werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013 verfügbar sein. Unternehmen: Insgesamt sind der Start der klinischen Studien und die Beendigung der ITP-Studie gegenüber den Annahmen bei der Serie-C-Finanzierungsrunde (November 2010) verspätet. Jedoch wurden in Abstimmung mit dem Beirat des Unternehmens die Studien aufgrund der Patientensituation und Prüfkriterien in Bezug auf die Zeitschiene und die Kosten angepasst. Die vereinbarten Ziele für 2011 wurden im Wesentlichen erreicht. Somit sind außer geringen Zeitverschiebungen von Studienbeginn und Studienfertigstellung keine Probleme und Verzögerungen bei der Wirkstoffherstellung, Abfüllung, Stabilitätsprüfung und dem Fill-&-Finish-Prozess aufgetreten. Auch mussten keine Abstriche bzgl. Qualität und Durchführbarkeit der klinischen Studien gemacht werden. Entwicklungspartnerschaften und Kooperationen: Parallel zur Produktentwicklung wurden im Jahr 2011 die Beziehungen zu möglichen Pharmakunden gepflegt. Drei potenzielle Kunden haben bereits angekündigt, eine Due Diligence durchführen zu wollen, oder sie haben bereits damit begonnen. Langfristige Ziele SuppreMol strebt nach der Phase II einen Exit an, d. h. eine Partnerschaft mit einer Pharmafirma oder den Verkauf an eine solche. [ Leistungsbilanz ]

146 [ Die Beteiligungsunternehmen SuppreMol GmbH ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 76,63 % 3,22 % MIG 4 11,45 % MIG 5 2,05 % MIG 8 6,65 % MIG 11 Ausblick Ein wichtiges Ereignis wird die Entblindung der ITP-Ib- Studie im Februar 2012 sein. Damit werden die ersten Wirksamkeitsdaten in Patienten verfügbar sein. Aus diesen Daten wird sich ableiten, ob Pharmakooperationen bereits in diesem Stadium eingegangen werden können oder ob auf die Ergebnisse der SLE-Studie im Jahr 2013 gewartet werden muss. Der weitere wichtige Meilenstein im Jahr 2012 ist der rechtzeitige Abschluss der SLE-Studie bzw. der Einschluss des letzten Patienten bis Ende Darüber hinaus ergeben sich bei SuppreMol bedeutende Meilensteine im Jahr 2012 aus den Nachfolgeproduktentwicklungen. Dies sind drei Antikörperprojekte, die das Therapieportfolio der SuppreMol GmbH im Bereich Autoimmunerkrankungen ausweiten und neue Therapiemöglichkeiten bei Allergie/Asthma bzw. in der frühen Erkennung und Behandlung von Rheumatoider Arthritis erlauben sollen. b) Externe Analyse durch BioMedServices Autoimmunerkrankungen innovativ und wirksam behandeln Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die SuppreMol GmbH fokussiert sich auf die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung von Auto immunerkrankungen und Allergien. Derzeit stehen die Indikationen Idiopathische Thrombozytopenische Purpura (ITP) sowie Sytemischer Lupus Erythematodes (SLE) im Vordergrund. Bei ITP ist die Blutgerinnung gestört, es bilden sich vermehrt Blutergüsse und in schweren Fällen resultieren lang andauernde und lebensbedrohliche Blutungen. Patienten mit SLE leiden unter der Entzündung zahlreicher Organe mit der Folge von totalem Organversagen. Das Unternehmen testet seinen Protein-Wirkstoff SM101 derzeit in klinischen Prüfungen auf Wirksamkeit bei ITP und SLE. Bei Autoimmunerkrankungen schätzt das menschliche Immunsystem körpereigene Substanzen irrtümlicherweise als fremd ein. Diese wirken dann als sogenannte Selbst-Antigene, regen die Bildung von Auto-Antikörpern an und verbinden sich mit ihnen zu Komplexen, die wiederum an bestimmte Rezeptoren von Immunzellen binden. Dadurch setzt sich eine Kaskade von Immunreaktionen in Gang, die körpereigenes Gewebe zerstört. SuppreMol setzt als Immuntherapie-Unternehmen auf grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rolle sog. Fc-Rezeptoren als Regulatoren des Immunsystems, um nebenwirkungsarme, kausale und effektive Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. Wissenschaftliche Grundlagen und Gründer des Unternehmens entstammen dem Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , , ,24 MIG , , ,12 MIG , , ,24 MIG , , ,88 [ Leistungsbilanz ]

147 [ SuppreMol GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Der technologische Ansatz von SuppreMol greift einfach, aber originell, gezielt und sehr früh in den Eskalationsmechanismus der Autoimmunerkrankungen ein: Der für das Immunsystem bedeutsame Fc-Rezeptor, ein körpereigenes Protein, das auf der Oberfläche von Immunzellen sitzt, wird dem Patienten zugeführt und fängt die krankheitsauslösenden Immunkomplexe ab. Sie können somit nicht mehr an ihrem eigentlichen Ziel, den Fc-Rezeptoren auf den Immunzellen, binden und diese aktivieren. Das Auslösen der Immunkaskade wird dadurch abgeschwächt. Die Anreicherung der SM101/ Immunkomplexe unterbindet zudem die Neuproduktion von Auto-Antikörpern. Das Immunsystem beruhigt sich sozusagen selbst. Der Vorteil des Wirkprinzips liegt darin, dass es das Immunsystem in seiner Funktion nicht moduliert oder unterdrückt, wie herkömmliche Medikamente es tun. In Folge verspricht der SuppreMol-Ansatz eine nebenwirkungsarme Therapie. Die Sicherheit von SM101 wurde bereits nachgewiesen. Aufgrund des frühen Eingreifens in der Krankheitsentstehung handelt es sich zudem um einen kausalen Behandlungsansatz, der nicht wie Standardtherapien nur Entzündungs-Symptome behandelt. SuppreMol ist führend in der Entwicklung von Fc-Rezeptor-Wirkstoffen, das Wirkprinzip ist neu und einzigartig, und SM101 wäre nach Bestehen der klinischen Prüfungen und Marktzulassung eine völlig neuartige Wirkstoffklasse. Entsprechend groß erscheint das Potenzial, nach dem Wirksamkeitsbeweis in den derzeit laufenden Studien einen Verkauf oder eine Auslizensierung zu realisieren. Entwicklung konnte ein erster Teil der aktuellen Wirksamkeitsstudie von SM101 für die Behandlung von ITP zu Ende geführt werden. Zum Bilanzstichtag lagen keine Hinweise auf Unverträglichkeit vor. SuppreMol verfolgte zudem die Strategie, weitere Wirkstoffe zu finden und zu entwickeln, die relevante Rezeptoren im Immunsystem ansprechen. Hier ist dem Unternehmen die Einlizensierung eines Antikörpers gegen Interleukin-3 (IL-3) gelungen, das bei der Entstehung der rheumatoiden Arthritis (RA) eine wichtige Rolle spielt. Schließlich konnte SuppreMol 2011 Vorbereitungen abschließen, das Leitprodukt SM101 auch für den USamerikanischen Markt klinisch testen zu lassen. Zwei weitere Antikörper aus der eigenen Entwicklung durchliefen erfolgreich die frühen Phasen der präklinischen Entwicklung. Abschließende Beurteilung und Ausblick Mit den Zwischenergebnissen aus der laufenden ITP-Studie wird Anfang 2012 ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die bereits in früheren Jahren erfolgte Ausweisung von SM101 als Arzneimittel für seltene Leiden ( Orphan Drug ) in der Europäischen Union und in den USA stellt einen weiteren positiven und bewertungsrelevanten Aspekt dar. Der Start der klinischen Wirksamkeitsprüfung von SM101 in der Indikation SLE bietet zum ersten Halbjahr 2013 die Chance, die therapeutische Aktivität in einer anderen autoimmunbasierten Erkrankung zu demonstrieren. SuppreMol verfügt zwar derzeit über keine breite Wirkstoff-Palette, die Konzentration auf einen Wirkmechanismus, der vermutlich für alle antikörperabhängigen Autoimmunerkrankungen verantwortlich ist, eröffnet jedoch breite Anwendungsmöglichkeiten mit entsprechendem Marktpotenzial. Der technologische Ansatz besticht insbesondere aufgrund der nicht vorhandenen generellen Immunsuppression herkömmlicher Arzneimittel. Diese können bewirken, dass Patienten dem Angriff von Viren und Bakterien fast schutzlos gegenüber stehen. Während die heute verfügbaren Therapien nur Symptome behandeln, hat der Ansatz von SuppreMol das Potenzial, tatsächlich zu kurieren. [ Leistungsbilanz ]

148 [ Die Beteiligungsunternehmen ViroLogik GmbH ] 26. ViroLogik GmbH Rechtsform: Deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung Sitz: Erlangen, Deutschland Stammkapital: EUR Handelsregister: AG Fürth, HRB a) Eckdaten und Selbstbewertung des Unternehmens Management Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Günter Frankenne. Unterstützt wird er von Herrn Servet Gül, Prokurist und Head of Finance, Herrn Dr. Ralf Kircheis, Head of Research, sowie Frau Dr. Julia Eva Diederichs, Projektleiterin Entwicklung. Branche, Segment Die ViroLogik GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neuartige Medikamente und Therapieformen zur Behandlung viraler Infektionskrankheiten entwickelt und testet. Grundlage ist die Hemmung von Wirtszellfaktoren zur Bekämpfung von HIV-, Hepatitis-Cund Influenza-A-Virusinfektionen. Markt, Wettbewerb und Geschäftsmodell Der technologische Ansatz von ViroLogik (Proteasominhibitoren in der antiviralen Therapie) ist hoch innovativ und zurzeit einzigartig. Er kann einen Paradigmenwechsel in der antiviralen Therapie herbeiführen. Durch den neuartigen Ansatz soll insbesondere die Entstehung von medikamentenresistenten Viren verhindert werden. Entwicklungspartnerschaften, Kooperationen: Die geltende Lizenz- und Kooperationsvereinbarung für den Medikamentenkandidaten SC68896 mit der 4SC AG, Martinsried, wurde auf den Bereich Onkologie erweitert. Die Kooperation mit dem Klinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg läuft nach Plan und wurde verlängert. Ausblick Zum Aufbau einer attraktiven Produkt-Pipeline im Marktsegment Virologie werden weitere Entwicklungssubstanzen getestet. Hierzu sind vier verschiedene Projekte definiert worden, darunter auch der Versuch einer weiteren Optimierung der in Entwicklung befindlichen VL-01. Zielrichtung der Entwicklungsarbeiten sind nach wie vor die Indikationen HCV und HIV. Die Hinzunahme weiterer viraler Krankheitsbilder wird geprüft. Im Laufe des Jahres 2012 soll eine weitere Finanzierungsrunde durchgeführt werden. Entwicklung im Jahr 2011 Bereich F&E: Der für das Geschäftsjahr 2011 geplante Eintritt in die klinische Prüfung mit dem ersten selbst entwickelten Wirkstoff-Molekül wurde aufgeschoben; die weitere Optimierung des Moleküls läuft. Derzeit werden vier Alternativen präklinisch geprüft. Unternehmen: Herr Karl Appelmann schied zum als Geschäftsführer der Gesellschaft aus. Herr Günter Frankenne wurde zum Nachfolger bestellt. Herrn Servet Gül wurde Einzelprokura erteilt. Die im Rahmen des Programms BioChance laufende Förderung verlief planmäßig. Im November 2011 wurde eine Finanzierungsrunde in Höhe von rund EUR 1,8 Mio. abgeschlossen. [ Leistungsbilanz ]

149 [ ViroLogik GmbH Die Beteiligungsunternehmen ] Derzeitiges Beteiligungsvolumen Weitere Gesellschafter 56,54 % 1,06 % MIG 1 1,99 % MIG 2 5,52 % MIG 3 6,58 % MIG 5 5,55 % MIG 6 6,58 % MIG 7 6,22 % MIG 8 9,96 % MIG 9 b) Externe Analyse durch BioMedServices Neuartiger Ansatz zur Bekämpfung von Viren Branche, Gegenstand, Vision/Ziel (= Positionierung) Die ViroLogik GmbH konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung viraler Infektionen, insbesondere mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) sowie HIV. Der technologische Ansatz basiert auf der Hemmung sogenannter Wirtszellfaktoren zur Unterbindung der Virusreplikation. Das Unternehmen befindet sich noch in einem frühen Stadium der Medikamentenentwicklung. ViroLogik hat bereits den klinischen Kandidaten VL-01 identifiziert, der in verschiedenen Modellsystemen eine Wirkung gegen HCV und HIV zeigt. VL-01 hemmt bestimmte Funktionen des Proteasoms und verhindert dadurch die Vermehrung eingedrungener Viren. Bei Hepatitis-C-Patienten, die nicht mehr auf die derzeitige Standardtherapie ansprachen, konnte die Gesellschaft schon einen grundsätzlichen klinischen Wirknachweis für Proteasom-Inhibitoren erbringen. Zur Anwendung kam dabei ein für die Therapie des Multiplen Myelom bereits zugelassener Proteasom-Inhibitor. Ziel der anstehenden klinischen Studien ist, die Wirksamkeit des eigenen Medikamenten-Kandidaten VL-01 in der antiviralen Therapie nachzuweisen. Strategie, USP, Wettbewerb, Markt, Kundennutzen (= Wertschöpfung) Mit dem Eingriff in den Wirtszellfaktor Proteasom verfolgt ViroLogik einen neu- und einzigartigen Ansatz, der bei Erfolg einen Paradigmenwechsel bei der Bekämpfung von viralen Infektionskrankheiten herbeiführen kann. Herkömmlicherweise zielen antivirale Medikamente auf Bestandteile der Viren als Angriffspunkt. Da Viren jedoch ihre Proteine durch Genmutationen sehr schnell ändern können, entstehen gegenüber den gängigen Arzneimitteln schnell Resistenzen. Mit der Vorgehensweise von ViroLogik wird diese Resistenzbildung möglicherweise vermieden, sodass mit einer nachhaltigeren Wirksamkeit der Medikamente gerechnet werden kann. Neben der nachlassenden Wirksamkeit verursacht die konventionelle antivirale Medikation starke Nebenwirkungen und schlägt im Falle der HCV-Infektion nur bei etwa der Hälfte der Patienten an. Die herkömmlichen Virus-Therapeutika machen im Grunde den Wettbewerb zu den Wirkstoffkandidaten der ViroLogik aus. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Erlanger Universität hat die Gesellschaft Zugang zu Testsystemen, die eine effektive Untersuchung der in Entwicklung befindlichen Wirkstoffkandidaten ermöglicht. Es besteht hier ein Vorsprung gegenüber Konkurrenten. Investition / Anteile am Stammkapital für die MIG Fonds Beteiligter Fonds Anteil am Stammkapital Anteil am Stammkapital in % Vollzogene Investition Verbindlich zugesagte Leistungen MIG , ,00 - MIG , ,32 - MIG , ,01 - MIG , ,00 - MIG , , ,92 MIG , ,00 - MIG , , ,21 MIG , ,08 - [ Leistungsbilanz ]

150 [ Die Beteiligungsunternehmen ViroLogik GmbH ] Entwicklung 2011 Der Aufschub des Starts der ersten klinischen Testung der Leitstruktur VL-01 war notwendig, da sich aufgrund präklinischer Untersuchungen Bedenken bezüglich der Verträglichkeit des Moleküls ergaben. Zur Lösung wird nun eine weitere medizinalchemische Optimierung vorgenommen. ViroLogik verfolgt zudem die präklinische Entwicklung anderer Substanzen, die als Proteasom- Inhibitoren wirken können. Grundsätzlich erscheint es sinnvoll, Restriktionen bei der Verträglichkeit von Wirkstoffen sehr früh zu begegnen, da eine Aussetzung zu einem späteren Zeitpunkt entsprechend weitere vermeidbare Kosten verursacht. Einer kosteneffizienten Steuerung des Unternehmens kommt ferner entgegen, dass ein bisheriges Beiratsmitglied nun die Geschäftsführung auf Interims-Basis ausübt, nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Geschäftsführer zum Jahresende 2011 ausgelaufen ist. Zusätzliche Gelder konnten über den planungsgerechten Abschluss einer Finanzierungsrunde gesichert werden. Ergänzt werden diese durch die fortwährende Unterstützung über Fördermittel. Im vergangenen Jahr erzielte ViroLogik schließlich eine Ausweitung der Lizenzvereinbarung mit 4SC. Mit dem neuen Vertrag erwarb das Unternehmen alle weltweiten, exklusiven Rechte für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Medikamenten mit dem Wirkstoff VL- 01. Damit werden nun auch onkologische Indikationen abgedeckt, was ViroLogik alle Freiheiten sichert, den Proteasom-Hemmer VL-01 zum Einsatz gegen Krebserkrankungen auszulizensieren. Letztlich bedeutet dies ein zusätzliches Marktpotenzial. Abschließende Beurteilung und Ausblick Als noch relativ junger Gesellschaft ist es ViroLogik bereits gelungen, in einer klinischen Studie ihren technologischen Ansatz zu validieren. Darauf aufbauend steht sie nun vor der Herausforderung, geeignete Medikamentenkandidaten zu identifizieren und zu entwickeln. Hierfür stehen derzeit vier Alternativen bereit, die nun weiter bearbeitet werden. Das Unternehmen unterliegt den generellen Risiken der Medikamentenentwicklung, besticht allerdings durch den einzigartigen technologischen Ansatz, der bei Erfolg einen Durchbruch in der viralen Therapie bedeutet. Neben der Behandlung von HCV- und HIV-Infektionen ist auch die Ausweitung auf die Grippe-Bekämpfung denkbar. [ Leistungsbilanz ]

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152 [ Impressum ] [ Herausgeber ] HMW Emissionshaus AG Münchener Straße 52 D Pullach MIG Verwaltungs AG Ismaninger Straße 102 D München [ Konzept ] Fa-Ro Marketing München [ Gestaltung ] Marketing & Verlag Thomas Mayer München [ Druck ] Neumann Druck Landshut [ Leistungsbilanz ]

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154 HMW Emissionshaus AG Münchener Straße 52 D Pullach MIG Verwaltungs AG Ismaninger Straße 102 D München

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