Kontenabschluss im Warenverkehr

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1 Der Wareneinkauf: S Warenbestand H S Aufwendungen für Waren H S Nachlässe für Waren H AB SBK Zugang - Mehrbestand Saldo ins Konto Bonus, oder Skonto, Mehr - Minder- + Minderbestand - Nachlässe Aufw. f. Waren Gutschrift oder einfach bestand bestand + Bezugskosten Ergebnis ins GuV nur Nachlass Unterkonten! Fracht, oder Transport S Bezugskosten H oder Transportversich- Aufw. f. Waren erung, Bahnfracht, Hausfracht, (Leih)Verpackung, Saldo ins Konto Unterkonto! ZUERST DIE UNTERKONTEN ABSCHLIESSEN! Erklärt am Beispiels-Konto Waren (gleiches Schema aber für die Werkstoffe: Rohstoffe, Betriebsstoffe, Hilfsstoffe und Vorprodukte/Fremdbauteile ) Im Konto Warenbestand: Mehrbestand oder Minderbestand = Die jeweilige Differenz zwischen Anfangsbestand und Schlussbestand Im Konto Aufwendungen für Waren: Alle Zugänge (wir buchen aufwandsorientiert), vermehrt um den Minderbestand und die Bezugskosten und vermindert um den Mehrbestand und die Nachlässe. Das Ergebnis ist der Betrag fürs GuV der Wareneinsatz (auch Einstandspreis, oder Bezugspreis) Im Konto Nachlässe für Waren: Die Nachlässe (Ursachen: Bonus, Skonto, Gutschriften, oder einfach nur Nachlässe ) werden im Haben des Nachlasskontos gebucht, weil sie den Warenaufwand verringern und dann umgebucht ins Konto Aufwendungen für Waren. Im Konto Bezugskosten: Wir beziehen Waren und zahlen dafür Bezugskosten (auch Fracht, Transport, Transportversicherung, Bahnfracht, Hausfracht, [Leih]Verpackung ). Die Bezugskosten werden im Soll des Bezugskostenkontos gebucht und dann umgebucht ins Konto Aufwendungen für Waren (siehe auch Stichwort: Anschaffungsnebenkosten ). Seite 1

2 Die Buchungssätze zum Kontenabschluss im Wareneinkauf: Das Konto Warenbestand: Bei Mehrbestand im Konto Warenbestand: Warenbestand an Aufwendungen für Waren Bei Minderbestand im Konto Warenbestand: Aufwendungen für Waren an Warenbestand Das Konto Bezugskosten: Aufwendungen für Waren an Bezugskosten Das Konto Nachlässe für Waren: Nachlässe für Waren an Aufwendungen für Waren Nach Abschluss aller Unterkonten: Das Konto Aufwendungen für Waren abschließen Gewinn und Verlustkonto an Aufwendungen für Waren (im GuV ist das dann der Wareneinsatz, auch der Bezugspreis, auch der Einstandspreis) Seite 2

3 Der Warenverkauf: S Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse H S Umsatzerlöse für Waren H Erlösberichtigungen Warenverkäufe Erlösberichtigungen Warenverkäufe Auch Fracht, Verpackung Auch Fracht, Verpackung Transport, Leihverpackung Transport, Leihverpackung = Vertriebskosten = Vertriebskosten S Erlösberichtigungen H S Erlösberichtigungen H Skonto, oder Bonus, Saldo ins Konto Skonto, oder Bonus, Saldo ins Konto Gutschrift, Umsatzerlöse für Gutschrift Umsatzerlöse für Waren oder einfach nur eigene Erzeugnisse oder einfach nur Nachlass Nachlass Achtung: Im Industriekontenrahmen gibt es 2 Konten Umsatzerlöse: Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse und Umsatzerlöse für Waren. UE für eigene Erzeugnisse: Selbst hergestellte Waren, die wir verkaufen (Möbelhersteller, verkauft selbst hergestellte Möbel) UE für Waren: Waren, die wir nicht selbst hergestellt haben, aber verkaufen (Wir machen den Vertrieb Beispiel Möbelhersteller verkauft Möbelpolitur). Die beiden Umsatzerlöskonten haben jedes ein eigenes Konto für Erlösberichtigungen. Es sind Ertragskonten, die Buchung erfolgt damit im Haben. Wir verkaufen Ware und müssen hier auch Fracht (auch Transport, Verpackung, Leihverpackung.) berechnen. Es sind für uns Vertriebskosten. Merksatz: Dem Kunden in Rechnung gestellte Vertriebskosten werden wegen der umsatzsteuerlichen Verprobung als Umsatzerlöse behandelt und entsprechend gebucht (im Konto Umsatzerlöse also im Haben, Verpackung, oder Fracht werden also als Umsatz gebucht) Seite 3

4 Oder vereinfacht gesagt: Wenn wir in der Lage sind, dem Kunden diese Kosten in Rechnung zu stellen, dann machen wir das! Beispiel Geschäftsfall: Ausgangsrechnung für eigene Erzeugnisse, netto 78600,- + Transportkosten 3400,- + Umsatzsteuer 13120, ,- Buchungssatz: Forderungen 95120,- an Umsatzerlöse 82000,- ( 78600,- und 3400,- ) Siehe auch die Kontendarstellung auf Seite 3! an Umsatzsteuer 13120,- Wenn diese Möglichkeit nicht besteht (Rechnung über Fracht kommt nachdem wir die Ware versendet haben, zur Ware war natürlich die Rechnung anbei) buchen wir die Frachtkosten als Aufwand. Beispiel Geschäftsfall: Beleg 1) Verkauf von eigenen Erzeugnissen laut Ausgangsrechnung netto 64700,- + Umsatzsteuer 12293,- (Natürlich können wir dem Kunden unseren Aufwand auch im Beleg 2) Ausgangsfrachten hierauf bar, netto 700,- nachhinein in Rechnung stellen, dann auch Buchungssatz: + Umsatzsteuer 133,- Forderungen an Umsatzerlöse Buchungssatz Geschäftsfall Beleg 1: an Umsatzsteuer) Forderung 76993,- an Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse 64700,- an Umsatzsteuer 12293,- Seite 4

5 Buchungssatz Geschäftsfall 2: Frachten und Fremdlager 700,- (Aufwandskonto, umbuchen auf GuV) + Vorsteuer 133,- (Vorsteuer = Wir kaufen uns die Leistung des Transports) an Kasse 833,- In der Regel (in den Prüfungen der IHK ) kommt das Konto Frachten und Fremdlager bei Rechnungen von Transportunternehmen vor (Beispiel: Die Spedition Meier-Müller-Huber-Schmidt Transporte stellt uns für den Transport/die Lieferung von Waren an unsere Kunden einen Betrag von. in Rechnung). Rücksendungen von (Leih)Verpackung (Leergut, Behältnisse Fässer für Öl usw.). An den Lieferanten, Buchungssatz: Verbindlichkeiten (die Bruttosumme) an Bezugskosten (Nettosumme). Vom Kunden, Buchungssatz: Umsatzerlöse für Waren/Eigene Erzeugnisse (Nettosumme) an Vorsteuer (wird korrigiert, weil wir an den Lieferanten Werte zurückgeben) + Umsatzsteuer (wird korrigiert, weil der Kunde uns Werte zurückgibt) an Forderungen (Bruttosumme) Die Buchungssätze zum Kontenabschluss im Warenverkauf: Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse an Erlösberichtigungen Umsatzerlöse für Waren an Erlösberichtigungen (die Erlösberichtigungen verringern unsere Umsatzerlöse Buchung also im Soll des Kontos UE) Nach Abschluss der Unterkonten: Umsatzerlöse für Waren/Eigene Erzeugnisse an GuV Bitte Beachtet auch die Übersicht von Accara ( Merkblatt Die Buchungsregeln im Rechnungswesen Hier sind ALLE grundlegenden Buchungssätze erklärt (zu Bonus/Skonto und auch zur Rücksendung von Waren). Dieses Merkblatt gibt s auch bei mir im Unterricht! Seite 5

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