Informationsökonomik
|
|
|
- Marcus Schneider
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 Informationsökonomik Tone Arnold Universität des Saarlandes 8. Januar 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
2 Signalisieren privater Information Der Wert privater Information In vielen Situationen, die wir bisher betrachtet haben, führt die private Information eines Agent (A), sei es über sein Verhalten oder seinen Typ, zu einer Abweichung von der First Best Lösung. Diese Verzerrung resultiert daraus, dass As versuchen, ihre private Information auszunutzen, was durch entsprechende Anreize verhindert werden soll. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
3 Signalisieren privater Information Moral Hazard Modelle: Agent würde lieber nichts tun, als eine Leistung zu erbringen. Wie wir gesehen haben, wird ein optimaler Vertrag dem A im Erwartungswert seinen Reservationsnutzen geben. Ein A kann also von seiner privaten Information nicht profitieren, und der Principal (P) ist schlechter gestellt als bei vollständiger Information. Modelle adverser Selektion: Effizientere Agents erhalten eine Informationsrente, damit sie einen Anreiz haben, ihren Typ nicht falsch anzugeben. Sie erhalten also mehr als ihren Reservationsnutzen. In diesem Fall profitieren diese As von ihrer privaten Information, während der P schlechter gestellt ist. In diesen Fällen hat der A kein Interesse, seine private Information preiszugeben. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
4 Wozu Signalling? Beispiel Versicherungsmarkt: Gute Risiken sind schlechter gestellt (tragen Teil des Risikos) als bei vollständiger Info. A hat Interesse, seinen Typ zu signalisieren, da die Aufdeckung seiner privaten Information ihm einen höheren Nutzen erbringt als die Verschleierung dieser Information. Aber: Die Behauptung, man sei ein guter Typ, reicht nicht aus: schlechtere Typen können Signal imitieren (Cheap Talk). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
5 Signalisieren privater Information Wirksames Signal Ein wirksames Signal muss dem Agent Kosten verursachen. Die Kosten müssen so hoch sein, dass Signal nicht von anderen Typen imitiert werden kann. Für die guten muss der zusätzliche Nutzen des Signals mindestens so gross sein wie die Kosten des Signals (nutzenmässig). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
6 Beispiel: Ausbildung als Signal Dieses einfache Beispiel geht zurück auf Michael Spence (1974). Eine Firma bei vollkommener Konkurrenz möchte einen Mitarbeiter einstellen. Es gibt zwei Typen von Arbeitern, die sich durch ihre Produktivität unterscheiden: Typ A: Produktivität 2, Typ B: Produktivität 1. Die Firma zahlt Lohn w. Der Gewinn der Firma ist bei Typ A: 2 w, Typ B: 1 w. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
7 Ausbildung als Signal Die Arbeiter können, bevor sie auf den Arbeitsmarkt gehen, eine Ausbildung y [0, 3] wählen. Ausbildung hat keinen Einfluss auf die Produktivität! Kosten der Ausbildung y für Typ A: y/2, für Typ B: y. Die Firma hat Vermutungen über den Typ: Ausbildungsniveau y, so dass Typ A falls y y, zahlt Lohn w = 2 (null Gewinn Bed.); Typ B falls y < y, Lohn w = 1. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
8 Ausbildung als Signal Strategie eines Arbeiters: Wähle entweder y = y oder y = 0. Separierendes Gleichgewicht: Typ A wählt y = y und Typ B wählt y = 0. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
9 Ausbildung als Signal Bedingungen: Der Nutzen von Typ A bei y muss mindestens so gross sein wie der Nutzen von Typ A bei 0: 2 y Der Nutzen von Typ B bei y darf nicht grösser sein als der Nutzen von Typ B bei 0: 2 y 1 0. Aus den beiden Bedingungen folgt 1 y 2. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
10 Ausbildung als Signal 1 y 2. Jeder Wert von y zwischen eins und zwei erfüllt die Bedingung. Multiple separierende Gleichgewichte: Typ A wählt y = y, Typ B wählt y = 0, und y [1, 2]. Least cost equilibrium y = 1. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
11 Informierte Agents signalisieren ihre Eigenschaften Das Modell: Firmen konkurrieren um Arbeiter Es gibt viele Firmen, die um Arbeiter (A) konkurrieren. Zwei Typen von A: Typ g ( good ) und Typ b ( bad ). Zwei Ergebnisse: x s ( success ) und x f ( failure ). Die Typen sind unterschiedlich produktiv: p g := prob(x = x s g), p b := prob(x = x s b), p g > p b. Leistung ist hier keine Entscheidungsvariable. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
12 Signalisieren Ergebnis ist beobachtbar, Löhne können vom Ergebnis abhängen: (w s, w f ). Firmen risikoneutral. Erwarteter Gewinn: Eπ = px s + (1 p)x f pw s (1 p)w f. A risikoavers. Erwartungsnutzen: Typ g: EU g = p g u(w s ) + (1 p g )u(w f ), Typ b: EU b = p b u(w s ) + (1 p b )u(w f ). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
13 Signalisieren Gesucht: Menge der gleichgewichtigen Verträge, wobei die Firmen um die Arbeiter konkurrieren. Definition 1 (Gleichgewicht) Ein Gleichgewicht (GG) ist ein Set von Verträgen so dass {(w g s, w g f ), (w b s, w b f )}, 1 keine Firma einen Vertrag anbieten kann, der von mindestens einem A bevorzugt werden würde, und 2 die Firma bei diesem Vertrag einen höheren erwarteten Gewinn machen würde. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
14 Symmetrische Information Die Firmen können die Typen von A unterscheiden. Jede Firma bietet für jeden Typ einen Vertrag an. Der GG Vertrag für Typ t, C t (ws, t wf t ) für t = g, b muss folgende Bedingungen erfüllen. 1 Der erwartete Gewinn jeder Firma ist gleich null. 2 Der Vertrag ist effizient (Pareto optimal). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
15 Symmetrische Information Der Vertrag C t (ws, t wf t ) ist Lösung des Problems max w s,w f px s + (1 p)x f pw s (1 p)w f unter der Nebenbedingung pu(w s ) + (1 p)u(w f ) Ū. Die Lagrange Funktion lautet L = px s + (1 p)x f pw s (1 p)w f +λ [ pu(w s ) + (1 p)u(w f ) Ū]. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
16 Symmetrische Information Die Lagrange Funktion lautet L = px s + (1 p)x f pw s (1 p)w f +λ [ pu(w s ) + (1 p)u(w f ) Ū]. Die Bedingungen erster Ordnung sind L ws : p + λpu (w s ) = 0, L wf : (1 p) + λ(1 p)u (w f ) = 0. Daraus folgt u (w s ) = u (w f ) w s = w f w. Der Lohn ist konstant (unabhängig vom Ergebnis). A ist vollständig versichert. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
17 Symmetrische Information Welcher Lohn soll gezahlt werden? Die Null Gewinn Bedingung besagt px s + (1 p)x f = pw + (1 p)w = w. Die optimalen Verträge sind: Typ g: w g = p g x s + (1 p g )x f, Typ b: w b = p bx s + (1 p b )x f. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
18 Asymmetrische Information Firmen können die Typen des A nicht beobachten. Ein GG besteht aus zwei Verträgen {C g, C b } := {(w g s, w g f ), (w b s, w b f )}, so dass keine Firma einen Vertrag anbieten kann, der von mindestens einem Typ präferiert wird, und der der Firma einen positiven Gewinn beschert. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
19 Asymmetrische Information Ergebnisse Ein Pooling GG existiert nicht. Separierende GGe (SG) Angenommen, der Anteil von Typ b in der Population ist gross genug, so dass ein separierendes SG existiert. Problem: Typ b will sich als Typ g ausgeben. Dann bekommt er einen höheren Lohn, und Leistung ist in diesem Modell kein Thema. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
20 Asymmetrische Information Im SG muss gelten: C b muss gleich dem Vertrag bei vollständiger Information sein: 1 Firmen machen null Gewinn. 2 Typ b vollständig versichert. Es gilt: w b f = w b s = w b = p bx s + (1 p b )x f, d.h. der Lohn für Typ b ist der selbe wie bei vollständiger Information. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
21 Separierendes GG: Typ b w f 45 o Ū b w b f C b ws b w s Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
22 Separierendes GG: Typ b w f 45 o Ū b w b f C b x ws b w s Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
23 Separierendes GG: Typ b w f 45 o Ū b w b f C b x ws b w s Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
24 Separierendes GG: Typ b Wegen Bedingung 1. muss der Vertrag für Typ b auf der Null Gewinn Linie der Versicherung liegen. Jeder andere als der Tangentialpunkt, z.b. x, liegt auf einer niedrigeren Indifferenzkurve des Agent vom Typ b. Wie sieht der Vertrag für Typ g aus? Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
25 Separierendes Gleichgewicht w f 45 o Ū g Ū b C b w s Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
26 Separierendes Gleichgewicht w f 45 o Ū g Ū b w g f C b C g w g s w s Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
27 Separierendes Gleichgewicht Im GG gilt für Typ g: Typ g trägt einen Teil des Risikos: w g s > w g f. Der Erwartungsnutzen von Typ g ist gleich dem Nutzen beim Lohn wb : p g u(ws g ) + (1 p g )u(w g f ) = u(w b ). (1) Die Firmen machen null Gewinn: p g x s + (1 p g )x f = p g w g s + (1 p g )w g f. (2) Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
28 Zusammenfassung Falls ein separierendes GG existiert (der Anteil von Typ b gross genug ist), gilt: 1 Typ b erhält den selben Vertrag wie bei symmetrischer Information, i.e. einen konstanten Lohn w b = w b. 2 Typ g erhält dieselbe erwartete Auszahlung wie bei symmetrischer Information: p g w g s + (1 p g )w g f = p g x s + (1 p g )x f (wegen der Null Gewinn Bedingung), aber einen geringeren Erwartungsnutzen: u(wg) = u ( p g ws g + (1 p g )w g ) f > p g u(ws g ) + (1 p g )u(w g f ) = EU g aufgrund der Konkavität der Nutzenfunktion. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
29 Zusammenfassung Typ g ist also schlechter gestellt als bei symmetrischer Information. Durch diesen Vertrag soll verhindert werden, dass Typ b versucht, sich als Typ g auszugeben. Wenn Typ g eine Möglichkeit hätte, seinen Typ glaubhaft zu signalisieren, würde er dies tun, denn seine private Information schadet in diesem Fall (statt zu nützen). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
30 Zusammenfassung Symmetrische Information w g = p g x s + (1 p g )x f, u(w g), wb = p bx s + (1 p b )x f, u(wb ). Asymmetrische Information w b = wb, EU g = p g u(ws g ) + (1 p g )u(w g f ) < u(w g). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
31 Signalisieren Bevor die A auf den Arbeitsmarkt gehen, können sie entscheiden, ob sie eine Ausbildung y {0, 1} absolvieren. (Z.B. y = 1 abgeschlossenes Studium, y = 0 kein abg. Studium.) Kosten der Ausbildung v g, v b mit v g < v b. Annahme Ausbildung hat keinen Einfluss auf die Produktivität! Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
32 Idee des Modells Ausbildung ist beobachtbar (Diplomzeugnis). Da Ausbildung für Typ g billiger ist als für Typ b, ist Typ g eher bereit, in Ausbildung zu investieren. Dies wissen auch die Firmen. Ausbildung kann als Signal für Typ g funktionieren, falls Ausbildung für Typ b so teuer ist, dass es sich für ihn nicht lohnt, sie zu absolvieren. Wenn eine Firma das Signal y = 1 beobachtet, revidiert sie ihre Vermutungen über den Typ des A: Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
33 Vermutungen (Beliefs) A priori Vermutungen: Typ g mit W. q, Typ b mit W. (1 q). A posteriori Vermutungen: q(g y) = W., dass Typ g vorliegt, wenn Ausbildung y beobachtet wurde, y {0, 1}. Diese Vermutungen werden nach dem Satz von Bayes gebildet: q(g y) = qσ(y g) qσ(y g) + (1 q)σ(y b), wobei σ(y t) die W. ist, dass Typ t die Ausbildung y wählt, t = g, b. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
34 Signal Bezüglich des Signals gibt es zwei Möglichkeiten: 1 pooling GG: Beide Typen wählen die selbe Ausbildung ŷ: σ(ŷ g) = σ(ŷ b) = 1. Das Signal ist uninformativ. Die Vermutungen der Firmen sind gleich den a priori Wahrscheinlichkeiten: q(g ŷ) = q. 2 separierendes GG: Typ g wählt das Signal y = 1, Typ b wählt y = 0: σ(1 g) = 1, σ(1 b) = 0. Wenn y = 1 beobachtet wird, vermutet jede Firma Typ g mit W. eins: q(g 1) = 1, q(b 1) = 0. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
35 Das perfekte Bayesianische GG Die Strategien der beiden Typen des A (y) und der Firmen (Löhne) sind gegenseitig beste Antworten, gegeben die Vermutungen der Firmen. Die Vermutungen werden, wenn möglich, nach dem Satz von Bayes gebildet. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
36 Separierendes Gleichgewicht Die Vermutungen sind q(g 1) = 1, q(g 0) = 0. Die Löhne hängen von dem beobachteten Signal ab: { w w(y) = g für y = 1 wb für y = 0 Der Nutzen der Typen des A ist (in Abhängigkeit von y): u(wg) bei y = 1, u(wb ) bei y = 0. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
37 Selbstselektionsbedingungen Typ g : u(wg) v g u(wb ), (3) Typ b : u(w b ) u(w g) v b. (4) Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
38 Interpretation Bedingung (3) besagt: Für Typ g muss das Signal so billig sein (v g klein), dass Typ g davon profitiert, es zu senden. Bedingung (4) besagt: Für Typ b muss das Signal so teuer sein (v b hoch), dass Typ b keinen Anreiz hat, Typ g zu imitieren. Anmerkung Das separierende GG ist hier eindeutig, da es nur zwei mögliche Ausbildungsniveaus (y {0, 1}) gibt. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
39 Pooling Gleichgewicht Beide Typen wählen y = 0. Die Vermutungen der Firmen sind gleich den a priori Wahrscheinlichkeiten, unabhängig vom Signal: q(g 0) = q, q(b 0) = 1 q, q(g 1) = q, q(b 1) = 1 q. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
40 Pooling Gleichgewicht Wir haben die klassische Situation von adverser Selektion bei asymmetrischer Information. Die Firma bietet zwei Verträge zur Selbstselektion an: {w b, (w s g, w f g)}. Ein Pooling GG (bezügl. des Signals) existiert. Aber: Sind die Vermutungen der Firmen intuitiv plausibel? Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
41 Ein Gedankenexperiment Angenommen, ein Typ weicht vom Pooling GG ab und wählt y = 1 in der Hoffnung, die Firmen mögen ihre Vermutungen über seinen Typ ändern (also das GG verlassen) zu q(g 1) = 1. Lohnt sich das für Typ b? Nur, wenn u(w g) v b > u(w b ). Typ b wird nicht abweichen, falls v b u(wg) u(wb ). (5) (Dies ist die selbe Bedingung wie im separierenden GG.) Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
42 Ein Gedankenexperiment Lohnt sich das Abweichen zu y = 1 für Typ g? Ja, falls u(w g) v g > EU g v g < u(w g) EU g. (6) Angenommen, Bedingungen (5) und (6) gelten. Falls eine Firma das Signal y = 1 (ausserhalb des GGs) beobachtet, sind die Vermutungen q(g 1) = q plausibel? Antwort: Nein, denn Typ b würde dieses Signal niemals senden. Folgerung: Die Firmen sollten ihre Vermutungen revidieren zu q(g 1) = 1. Dann überlebt nur das separierende GG. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
43 Das intuitive Kriterium Das intuitive Kriterium (Cho/Kreps 1987) besagt: Wenn Bedingungen (5) und (6) gelten, dann sind die Vermutungen der Firmen im Pooling GG unvernünftig, und es existiert kein Pooling GG mit intuitiv vernünftigen Vermutungen. Ist jedoch eine der Bedingungen verletzt, so existiert ein Pooling GG mit intuitiv vernünftigen Vermutungen. (Anmerkung: Bedingung (5) ist stärker als Bedingung (3) im separierenden GG, da EU g < u(w g).) Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
44 Niedriger Preis als Signal für Produktqualität Ein Monopolist verkauft ein Gut. Die Qualität (Typ) ist gut (g) mit W. q oder schlecht (b) mit W. 1 q. Kunden können die Qualität erst nach dem Kauf beobachten. Produktionskosten: c g > c b. Nutzen der Konsumenten: X bei g und 0 bei b. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
45 Niedriger Preis als Signal für Produktqualität Zwei Perioden, jeder Konsument kauft höchstens eine Einheit pro Periode. Monopol setzt Preise p 1 und p 2. (Qualität ist keine Entscheidungsvariable!) Leute, die in t = 1 kaufen, erfahren die Qualität und kaufen in t = 2, falls diese gut ist und falls p 2 X. Leute, die in t = 1 nicht kaufen, kaufen auch in t = 2 nicht. Annahme: qx < c b und X > c g. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
46 Rückwärtige Induktion In t = 2 wird nur gekauft, wenn die Qualität gut ist. Typ b verkauft nichts. Typ g setzt den höchsten Preis, den die Konsumenten zu zahlen bereit sind: p 2 = X. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
47 Gleichgewichte Im Pooling GG setzen beide Typen denselben Preis in t = 1. Im separierenden GG setzten beide Typen unterschiedliche Preise. Preis kann als Signal für gute Qualität fungieren, wenn Typ g einen Preis setzt, den Typ b nicht setzen würde. Annahme qx < c b : Pooling GG existiert nicht. Grund: qx ist die durchschnittlich erwartete Qualität, wenn das Signal (der Preis p 1 ) uninformativ ist. Die Konsumenten sind bereit, höchstens qx in t = 1 zu bezahlen. Bei diesem Preis kann Typ b aber nicht die Kosten decken. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
48 Separierendes GG Preis ist Signal für Qualität niemand kauft bei schlechter Qualität (Typ b). Typ b macht null Gewinn. Gewinn von Typ g: π g = (p 1 c g ) + δ(x c g ), wobei δ (0, 1) den Diskontfaktor bezeichnet. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
49 Separierendes GG Welchen Preis p 1 soll Typ g setzen? Bei p 1 > c b könnte Typ b gewinnbringend anbieten und würde Typ g imitieren. Also muss gelten p 1 c b. Der höchstmögliche Preis ist also p 1 = c b. Dann ist der Gewinn für Typ g: π g = (c b c g ) + δ(x c g ). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
50 Separierendes GG Gewinn für Typ g: π g = (c b c g ) + δ(x c g ). 2 Möglichkeiten: 1 δ(x c g ) < c g c b. Dann macht Typ g Verlust. Es existiert kein Markt. 2 δ(x c g ) > c g c b. Dann existiert ein separierendes GG: Typ g setzt Preise p 1 = c b < c g (Verlust in der ersten Periode) und p 2 = X (Gewinn in der zweiten Periode). Typ b tritt nicht in den Markt ein. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
51 Intuition Einführungspreise neuer (guter) Produkte sind oft niedrig und werden später, wenn die Konsumenten die Qualität kennen, angehoben. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
52 Screening: Der uninformierte Spieler zieht zuerst Unterschied zu einem Signalling Modell: Verträge werden angeboten, bevor die Agents ein Signal (z.b. eine Ausbildung) wählen. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
53 Screening Beispiel: 1 Die Produktivität eines Agent ist a {2; 5.5} mit jeweils der W Firmen bieten Verträge w(s) an, wobei s das Signal bezeichnet. 3 Die As wählen das Signal, d.h. ein Ausbildungsniveau s [0, 1]. 4 Ein A lehnt entweder alle Verträge ab oder akzeptiert einen Vertrag. 5 Die Ergebnisse entsprechen a und die Auszahlungen werden getätigt. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
54 Auszahlungen Auszahlung des A: U(w(s), a) = w 8s a wenn er den Vertrag akzeptiert, und 0 sonst. Gewinn einer Firma: π(w(s)) = a w(s). Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
55 Keine Vermutungen! In Screening Modellen werden die Vermutungen der Firma nicht angegeben, da sie das Signal erst erhalten, nachdem sie die Verträge angeboten haben. Daher ist dieses Modell sehr ähnlich einem Modell adverser Selektion, in dem die Firma ein Menü von Verträgen anbietet und der A einen Vertrag wählt. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
56 Separierendes Gleichgewicht 1 Beide Typen wählen unterschiedliche Ausbildungsniveaus. Der schlechte wählt s(2) = 0, der gute wählt s(5.5) = s. 2 Ausbildung fungiert als Signal. 3 Löhne Die Typen werden nach ihrer Produktivität bezahlt: w(s ) = 5.5, w(0) = 2. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
57 Selbstselektionsbedingungen w(0) 0 w(s ) 8s 2 (7) w(s ) 8s 5.5 w(0) (8) Aus (7) folgt s und aus (8) folgt s 2.4. Also gilt s [0.875, 2.4]. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
58 Least Cost equilibrium Das Least Cost equilibrium ist s = In diesem GG gilt: s(2) = 0, s(5.5) = s = 0.875, w(0) = 2, w(0.875) = 5.5. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
59 Kein Pooling Wir müssen noch zeigen, dass es keinen Pooling Vertrag gibt, der das separierende Gleichgewicht dominieren könnte. Ein Pooling Vertrag im hier betrachteten Rahmen muss einen Lohn in Höhe von 3.75 vorsehen (Null Gewinn Bedingung): 3.75 = ( )/2. Die Nicht Pooling Bedingung ist jedoch erfüllt, da w(0.875) = 4.23 > 3.75, so dass der effiziente Typ einen Anreiz hätte, vom Pooling Arrangement abzuweichen. Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik 8. Januar / 59
Genauer gesagt handelt es sich zum einen um Spiele mit einseitiger unvollständiger Information.
Spieltheorie Sommersemester 2007 1 Signalspiele Wir betrachten eine spezielle Klasse von Spielen mit unvollständiger Information, die sogenannten Signalspiele, für die es in der Ökonomik zahlreiche Anwendngen
Vorlesung. Informationsökonomik und die Theorie der Firma
Vorlesung Informationsökonomik und die Theorie der Firma Ulrich Schwalbe Universität Hohenheim 2. Vorlesung 24.10.2007 Ulrich Schwalbe (Universität Hohenheim) Informationsökonomik 2. Vorlesung 24.10.2007
Anreize -Vorlesung vom : Das Spence(1973)-Modell
Anreize -Vorlesung vom 2.12.2008: Das Spence(1973)-Modell Annette Kirstein Quelle: Salanié, Bernard (1997); The Economics of Contracts, MIT Press, 85-91. Gliederung 3.0 Einführung 3. Das Spence-Modell:
Lösungshinweise zu Übungsblatt 2
Lösungshinweise zu Übungsblatt 2 Aufgabe 1: Unsicherheit Gegeben sei ein Individuum mit streng monoton steigender und konkaver von Neumann- Morgenstern Nutzenfunktion. a) Erklären Sie anhand einer geeigneten
Klausur zur Vorlesung Spieltheorie Musterlösung
Prof. Dr. Ulrich Schwalbe Sommersemester 2001 Klausur zur Vorlesung Spieltheorie Musterlösung Die Klausur besteht aus vier Vorfragen, von denen drei zu beantworten sind sowie drei Hauptfragen, von denen
1. Adverse Selektion: Unsicherheit über die Schadenswahrscheinlichkeit 2. Moral Hazard: endogene Schadenshöhe.
In der bisherigen Analyse haben wir angenommen, dass die Schadenshöhe exogen ist und die Eintrittswahrscheinlichkeit allgemein bekannt ist. Damit schließen wir aber zwei extrem wichtige Charakteristika
Vorlesung. Informationsökonomik und die Theorie der Firma
Vorlesung Informationsökonomik und die Theorie der Firma Ulrich Schwalbe Universität Hohenheim 3. Vorlesung 14.11.2007 Ulrich Schwalbe (Universität Hohenheim) Informationsökonomik 3. Vorlesung 14.11.2007
Kapitel 13: Unvollständige Informationen
Kapitel 13: Unvollständige Informationen Hauptidee: Für das Erreichen einer effizienten Allokation auf Wettbewerbsmärkten ist es notwendig, dass jeder Marktteilnehmer dieselben Informationen hat. Informationsasymmetrie
Klausur zur Vorlesung Spieltheorie
Dr. Tone Arnold Sommersemester 2007 Klausur zur Vorlesung Spieltheorie Die Klausur besteht aus vier Vorfragen und drei Hauptfragen, von denen jeweils zwei zu bearbeiten sind. Sie haben für die Klausur
Informationsökonomik: Anwendung Versicherungsmarkt
Informationsökonomik: Anwendung Versicherungsmarkt Tone Arnold Universität des Saarlandes 13. Dezember 2007 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Informationsökonomik: Anwendung Versicherungsmarkt 13.
Klausur zur Vorlesung Spieltheorie
Dr. Tone Arnold Sommersemester 2006 Klausur zur Vorlesung Spieltheorie Die Klausur besteht aus drei Vorfragen und drei Hauptfragen, von denen jeweils zwei zu beantworten sind. Sie haben für die Beantwortung
Skript zur Vorlesung Soziale Sicherung (WS 2009) Teil 4
Skript zur Vorlesung Soziale Sicherung (WS 2009) Teil 4 4.2 Adverse Selektion auf Versicherungsmärkten Ausgangssituation ohne Versicherung: zwei Zustände: W 1 und W 2 ohne Versicherung: W 1 = W 0 W 2 =
Spieltheorie Teil 4. Tone Arnold. Universität des Saarlandes. 20. März 2008
Spieltheorie Teil 4 Tone Arnold Universität des Saarlandes 20. März 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Spieltheorie Teil 4 20. März 2008 1 / 64 Verfeinerungen des Nash GGs Das Perfekte Bayesianische
Bachelorprüfung für Volkswirte
Bachelorprüfung für Volkswirte Mikroökonomie II Dr. Peter Schwardmann 12. Februar 2015 Bitte beantworten Sie die folgenden drei Aufgaben. Zur Bearbeitung der Klausur stehen Ihnen 90 Minuten zur Verfügung.
Klausur zur Vorlesung Informationsökonomik
Dr. Tone Arnold Wintersemester 2003/04 Klausur zur Vorlesung Informationsökonomik Die Klausur besteht aus drei Vorfragen und drei Hauptfragen, von denen jeweils zwei zu beantworten sind. Sie haben für
Klausur zur Spieltheorie Musterlösung
Prof. Dr. Ulrich Schwalbe/Dr. Tone Arnold Sommersemester 2002 Klausur zur Spieltheorie Musterlösung Vorfragen Aufgabe 1 Berechnen Sie alle Nash Gleichgewichte des folgenden Spiels (in reinen und gemischten
wie in statischen Bayesianischen Spielen... doch dann ziehen die Spieler sequentiell
KAP 18. Dynamische Spiele unter unvollständiger Information Betrachten nun folgende Situation: wie in statischen Bayesianischen Spielen...... wählt zunächst Natur die Typen der Spieler doch dann ziehen
Spieltheorie mit. sozialwissenschaftlichen Anwendungen
Friedel Bolle, Claudia Vogel Spieltheorie mit sozialwissenschaftlichen Anwendungen SS 21 Asymmetrische Information Einführung asymmetrische Information Beispiel Arbeitsmarkt Screening durch den Arbeitgeber
Mikroökonomik B 5. Informationsökonomik
Mikroökonomik B 5. Informationsökonomik Paul Schweinzer 16. Juni 2009. 1 / 11 Literaturangaben Jehle, G. und P. Reny (2001), Kapitel 8.1 Varian, H. (2007), Kapitel 36 Bolton, P. & M. Dewatripont (2005),
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Johann Wolfgang Goethe-Universität Fachbereich Wirtschaftswissenschaften PD Dr. Georg Hirte Frankfurt am Main Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Verteilungs- und Sozialpolitik Klausur: Mikroökonomie
Spieltheorie Übungsblatt 5
Spieltheorie Übungsblatt 5 Tone Arnold Universität des Saarlandes 16. Juni 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Musterlösung Übungsblatt 5 16. Juni 2008 1 / 19 Aufgabe 1 (a) Betrachten Sie das
Grundlagen der Agency- Theorie: Hidden Information
Grundlagen der Agency- Theorie: Hidden Information Präsentation im Rahmen des Seminars Managementvergütung von Annika Krüger Einführendes Spiel Q 4 6 8 0 4 6 8 0 U 4 8 6 0 4 8 3 36 40 Q = Qualität der
Exkurs zur Spieltheorie. 1 Statische Spiele mit unvollständiger Information
Wettbewerbstheorie und -politik Spieltheorie-1 Dr. Florian Englmaier Exkurs zur Spieltheorie Bisher haben wir stets Spiele mit vollständiger Information analysiert (complete information). Alle Spieler
Bachelorprüfung für Volkswirte. Mikroökonomie II
Seminar für Wirtschaftstheorie Prof. Thorsten Chmura Bachelorprüfung für Volkswirte Mikroökonomie II Die Klausur besteht aus drei Aufgaben auf insgesamt 16 Seiten. Alle drei Aufgaben müssen bearbeitet
IÖ Übungsaufgaben: Lösungen
IÖ Übungsaufgaben: Lösungen Tone Arnold Universität des Saarlandes 21. Juli 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) IÖ Übungsaufgaben: Lösungen 21. Juli 2008 1 / 111 Aufgabe 1 Betrachten Sie einen
6. Adverse Selektion und Moralisches Risiko
6. Adverse Selektion und Moralisches Risiko Georg Nöldeke Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Basel Versicherungsökonomie (FS 11) Adverse Selektion und Moralisches Risiko 1 / 11 1. Adverse
Job Market Signaling (Spence 1973)
Spieltheorie Dezsö Szalay University of Bonn Winter 2013/14 Job Market Signaling (Spence 1973) Dieses Material basiert auf Kapitel 4 "Gibbons (1992), A primer in Game theory", Harvester Wheatsheaf. Die
Teil 3: Einige generelle Klassen von Spielen und Strategien. Einführung in die Spieltheorie Prof. Dr. Aleksander Berentsen 1
Teil 3: Einige generelle Klassen von Spielen und Strategien Einführung in die Spieltheorie Prof. Dr. Aleksander Berentsen 1 Teil 3 - Übersicht Kapitel 8: Unsicherheit und Information Kapitel 9: Strategische
Vorlesung. Informationsökonomik und die Theorie der Firma
Vorlesung Informationsökonomik und die Theorie der Firma Ulrich Schwalbe Universität Hohenheim 1. Vorlesung 17.10.2007 Ulrich Schwalbe (Universität Hohenheim) Informationsökonomik 1. Vorlesung 17.10.2007
Information und Verhaltensökonomik
Markt und Wettbewerb WS 2017/18 Kapitel 12 Information und Verhaltensökonomik, Lars Metzger 1 / 30 Kapitel 12: Information und Verhaltensökonomik Markt und Wettbewerb WS 2017/18 Kapitel 12 Information
Vorlesung. Informationsökonomik und die Theorie der Firma
Vorlesung Informationsökonomik und die Theorie der Firma Ulrich Schwalbe Universität Hohenheim 4. Vorlesung 21.11.2007 Ulrich Schwalbe (Universität Hohenheim) Informationsökonomik 4. Vorlesung 21.11.2007
Grundzüge der Spieltheorie
Grundzüge der Spieltheorie Prof. Dr. Stefan Winter Ruhr-Universität Bochum Begleitmaterialien zur Vorlesung sind abrufbar unter: http://www.rub.de/spieltheorie 1 Die folgende Vorlesungsaufzeichnung und
6. Dynamische Spiele mit unvollständiger Information
6. Dynamische Spiele mit unvollständiger Information Klaus M. Schmidt LMU München Spieltheorie, Wintersemester 2014/15 Klaus M. Schmidt (LMU München) 6. Dynamische Spiele mit unvollständiger Information
Effizienzgründe für die Existenz einer Sozialversicherung
Soziale Sicherung A.3.1 Effizienzgründe für die Existenz einer Sozialversicherung Erster Hauptsatz der Wohlfahrtsökonomik: In einer Ökonomie mit rein privaten Gütern und einer perfekten Eigentumsordnung
Vorlesung. Informationsökonomik und die Theorie der Firma
Vorlesung Informationsökonomik und die Theorie der Firma Ulrich Schwalbe Universität Hohenheim 5. Vorlesung 28.11.2007 Ulrich Schwalbe (Universität Hohenheim) Informationsökonomik 5. Vorlesung 28.11.2007
Kapitel 3. Probleme der Krankenversicherung. 3.1 Überblick 3.2 Ex-ante Moral Hazard 3.3 Ex-post Moral Hazard 3.4 Lösungen bei Moral Hazard
Kapitel 3 Probleme der Krankenversicherung 3.1 Überblick 3.2 Ex-ante Moral Hazard 3.3 Ex-post Moral Hazard 3.4 Lösungen bei Moral Hazard Literatur: BZK 6 (Auszüge), Breyer und Buchholz 6.2.1 Hendrik Schmitz
Grundzüge der. Kapitel 5 Mikroökonomie (Mikro I) Entscheidungen unter Unsicherheit
Grundzüge der Kapitel 5 Mikroökonomie (Mikro I) Entscheidungen unter Unsicherheit 1 BESCHREIBUNG VON RISIKO 2 Entscheidung unter Risiko Annahme: Wir kennen alle möglichen (sich gegenseitig ausschliessenden)
Aufgabenblatt 1: Rechenbeispiel zu Diamond/Dybvig (JPE 1983)
Aufgabenblatt 1: Rechenbeispiel zu Diamond/Dybvig (JPE 1983) Prof. Dr. Isabel Schnabel The Economics of Banking Johannes Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 2009/2010 1 Aufgabe Betrachten Sie den
In der VWL-Bibliothek befindet sich ein Mikro III-Ordner:
SS 2003 In der WL-Bibliothek befindet sich ein Mikro III-Ordner: Dort finden sie jeweils 3 Kopiervorlagen von - Literatur Eaton/Eaton, Shy und Bester - Artikel von Coase, Akerlof, Spence - Artikel von
Mikroökonomik B (Bachelor) Prüfung vom
Bitte eintragen: Matrikel-Nr.: Mikroökonomik B (Bachelor) Prüfung vom 28.07.2011 Wichtige Hinweise: Sie haben 90 Minuten Zeit, um die folgenden drei Aufgaben zu insgesamt 90 Punkten zu bearbeiten. Teilen
Vorlesung 3: Versicherungsnachfrage
Vorlesung 3: Versicherungsnachfrage Georg Nöldeke Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Basel Versicherungsökonomie, FS 12 Versicherungsnachfrage 1/20 2 / 20 3. 1 Das Versicherungsnachfrageproblem
Strategische Asymmetrien Stackelberg-Modelle und Markteintritt
Strategische Asymmetrien Stackelberg-Modelle und Markteintritt Stackelberg-Modelle In den Cournot- bzw. Bertrand-Modellen agieren die Firmen gleichzeitig. Diese Annahme ist nicht immer gerechtfertigt.
Aufgabenblatt 3: Versicherungsmärkte
Aufgabenblatt 3: Versicherungsmärkte Prof. Dr. Isabel Schnabel, Florian Hett Informationsökonomik Johannes Gutenberg-Universität Mainz Wintersemester 200/20 Lösungen Die folgenden Lösungen sind als Lösungsskizze
Spieltheorie Teil 6. Tone Arnold. Universität des Saarlandes. 25. März 2008
Spieltheorie Teil 6 Tone Arnold Universität des Saarlandes 25. März 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Spieltheorie Teil 6 25. März 2008 1 / 104 Wiederholte Spiele In vielen Fällen finden Interaktionen
4 Mengenwettbewerb und Kapazitätsschranken. 4.1 Simultaner Mengenwettbewerb. Augustin Cournot (1838)
Wettbewerbstheorie und -politik 4-1 Dr. Florian Englmaier 4 Mengenwettbewerb und Kapazitätsschranken bei Preiswettbewerb 4.1 Simultaner Mengenwettbewerb Augustin Cournot (188) Spieler: zwei Anbieter, i
Industrieökonomik Übungsblatt 2: Lösungen
Industrieökonomik Übungsblatt 2: Lösungen Tone Arnold Universität des Saarlandes 4. Juni 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) Industrieökonomik Übungsblatt 2 4. Juni 2008 1 / 28 Aufgabe 1 Betrachten
KAP 11. Teilspiele und Teilspielperfektheit (unvollk. Info)
1 KAP 11. Teilspiele und Teilspielperfektheit (unvollk. Info) Wir erweitern jetzt die Idee von Teilspielperfektheit auf Spiele unter unvollkommener Information Im Prinzip ist alles wie unter vollkommener
ökonomischen Agenten verfügen überunterschiedliche Informationsmengen, d.h. Agenten haben private Informationen.
5.1. Private Informationen Grundsätzlich lassen sich zwei Arten unvollständiger Information unterscheiden i. Informationsdefizite, die alle ökonomischen Agenten gleichermaßen betreffen ii. Asymmetrisch
Versicherungsmarktgleichgewicht nach Rothschild und Stiglitz
Versicherungsmarktgleichgewicht nach Rothschild und Stiglitz Daniel Kamhöfer Universität Duisburg-Essen Gesundheitsökonomik I 1 Januar 21 Aufgabe 4 (d) Bestimmen Sie das Trenngleichgewicht nach Rothschild
4. Adverse Selektion bei asymmetrischer Information (hidden information)
4. Adverse Selektion bei asymmetrischer Information (hidden information) In diesem Teil des Skripts wird die Problematik der Adversen Selektion am Beispiel des Versicherungsmarktes und des Arbeitsmarktes
Neue Institutionenökonomik, Aufgabe 18 Seite 1
Neue Institutionenökonomik, Aufgabe 18 Seite 1 Allgemeine Informationen zum Principal-Agent-Modell Es geht hier nun um die Vertragsausgestaltung zwischen dem Eigentümer (Prinzipal) einer Firma und dem
Aufgabe 1.3. Teil a) Teil b)
Informationsökonomik: Anreize, Verträge, Institutionen L ösung Blatt 1 FT 2012 Aufgabe 1.3 Faire Prämie Versicherungen können nicht beobachten, welchen Typen sie vor sich haben, daher werden sie den Erwartungswert
Verfeinerungen des Bayesianischen Nash Gleichgewichts
Spieltheorie Sommersemester 007 Verfeinerungen des Bayesianischen Nash Gleichgewichts Das Bayesianische Nash Gleichgewicht für Spiele mit unvollständiger Information ist das Analogon zum Nash Gleichgewicht
K nimmt das Angebot an oder lehnt es ab: ja oder nein. Nimmt K in t an, erzielen V und K die Nutzen:
1 Rubinsteins Verhandlungsspiel mit alternierenden Angeboten Spieler: Käufer K, Verkäufer V In Perioden t = 0, 2, 4,...: V macht ein Angebot p V,t [0, 1] K nimmt das Angebot an oder lehnt es ab: ja oder
Teil II Informationsökonomie
Teil II Informationsökonomie 5 Entscheidung unter Unsicherheit Die Welt ist unsicher! Bildung von Erwartungen über zukünftige Ereignisse! Wahrscheinlichkeitsverteilung über den Eintritt zukünftiger Ereignisse
Kapitel 2: Die Entscheidung des Konsumenten
Kapitel 2: Die Entscheidung des Konsumenten Hauptidee: Die Konsumentin wählt das Güterbündel, das sie unter all denen, die sie sich leisten kann, am liebsten hat. 2.1 Budgetbeschränkung Der Marktwert eines
Industrieökonomik II Wintersemester 2007/08 1. Industrieökonomik II. Prof. Dr. Ulrich Schwalbe. Wintersemester 2007/ 2008
Industrieökonomik II Wintersemester 2007/08 1 Industrieökonomik II Prof. Dr. Ulrich Schwalbe Wintersemester 2007/ 2008 Industrieökonomik II Wintersemester 2007/08 2 Gliederung 1. Wettbewerbsbeschränkungen
(a)... ein Spieler eine Entscheidung treffen muss... (b)... der andere Spieler (Experte) über private...
1 KAP 19. Expertenberatung Wir betrachten eine Modell, in dem... (a)... ein Spieler eine Entscheidung treffen muss... (b)... der andere Spieler (Experte) über private...... entscheidungsrelevante Information
Wann ist diese Vorgehensweise berechtigt? Hierzu:
IV. Risiko und Unsicherheit Risiko: Eine Entscheidung treffen, ohne den wahren Zustand der Welt zu kennen. Aber man kennt die Wahrscheinlichkeitsverteilung für die relevanten Zustände der Welt. z. B. {
Eine Einführung in das Moral-Hazard- oder Hidden-Effort-Problem: Fixe oder variable Bezahlung?
Eine Einführung in das Moral-Hazard- oder Hidden-Effort-Problem: Fixe oder variable Bezahlung? Dr. Annette Kirstein Quellen: Lazear, E.P. (1996), Personnel Economics, Cambridge: MIT Press, 13-16. Salanié,
Handout zum Zweiteiligen Tarif
Handout zum Zweiteiligen Tarif Es gebe 2 Gruppen von Nachfragern nach Pizza, Übungsleiter und Studenten. Die Nachfragen der beiden Gruppen sind s (p) =1 1 p θ s und u (p) =1 1 p, θ u wobei θ u > θ s. Die
Marktversagen Lösungsbogen Nr. 1. Betrachten Sie einen Markt für Gebrauchtwagen, welcher durch nachfolgende Tabelle zusammengefasst
Marktversagen Lösungsbogen Nr. 1 Aufgabe A (50 Punkte) Betrachten Sie einen Markt für Gebrauchtwagen, welcher durch nachfolgende Tabelle zusammengefasst wird. Klasse Qualität Maximale ZB der Mindestforderung
Statische Spiele mit unvollständiger Information: Bayesianische-Spiele
Statische Spiele mit unvollständiger Information: Bayesianische-Spiele In einigen Situationen verfügen Spieler (nur) über unvollständige Information. Möglicherweise kennen sie die relevanten Charakteristika
Kapitel 14: Unvollständige Informationen
Kapitel 14: Unvollständige Informationen Hauptidee: Für das Erreichen einer effizienten Allokation auf Wettbewerbsmärkten ist es notwendig, dass jeder Marktteilnehmer dieselben Informationen hat. Informationsasymmetrie
Klausur zu Vorlesung und. Versicherungsmärkte am 19.02.2002
Ludwig-Maximilians-Universität München Seminar für Versicherungswissenschaft Prof. Ray Rees / Prof. Achim Wambach, D.Phil. Versicherungsmärkte WS 2001 / 2002 Diplomprüfung für Volkswirte Klausur zu Vorlesung
Mikroökonomik 14. Vorlesungswoche
Mikroökonomik 14. Vorlesungswoche Tone Arnold Universität des Saarlandes 7. Februar 2008 Tone Arnold (Universität des Saarlandes) 14. Vorlesungswoche 7. Februar 2008 1 / 108 Ausgeschlossene Themen Folgende
Kapitel 5: Entscheidung unter Unsicherheit
Kapitel 5: Entscheidung unter Unsicherheit Hauptidee: Die Konsequenzen einer Entscheidung sind oft unsicher. Wenn jeder möglichen Konsequenz eine Wahrscheinlichkeit zugeordnet wird, dann kann eine rationale
Fach/Modul/Schwerpunkt: Wahlmodul / Wahlmodul BWL/VWL Klausur: Institutionenökonomik (Wiederholerklausur) (Klausur 60 Min) (211301)
Fach/Modul/Schwerpunkt: Wahlmodul / Wahlmodul BWL/VWL Klausur: Prüfer: Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff Prüfungstag: 15. Juli 2014 Blatt 1 von 6 Hinweise: Es können insgesamt 60 Punkte erworben werden.
Klausur AVWL 1. Klausurtermin:
Klausur AVWL 1 Klausurtermin: 25.02.2015 Dieses Deckblatt bitte vollständig und deutlich lesbar ausfüllen! Vom Prüfer Vom Prüfer Name: auszufüllen: auszufüllen: Aufg.1: / 25 Vorname: Punkte: Aufg.2: /
Übungsaufgaben Asymmetrische Information und Prinzipal Agenten Beziehungen
Mikroökonomie I Übungsaufgaben Asymmetrische Information und Prinzipal Agenten Beziehungen 1. Paula besitzt eine Firma, die Gewinnfunktion der Firma lautet Π(x) = R(x) C(x), wobei R(x) die Erlösfunktion
2. Rechnen Sie auf mindestens fünf genaue Ziffern (das sind nicht notwendigerweise fünf Nachkommastellen) im Endergebnis. 1
Fach: Prüfer: Finanzierung und Investition Prof. Dr. Dr. A. Löffler Veranstaltung: W2261 Entscheidungstheorie WS 8/9 Name Vorname Matrikelnummer Punkte Note Beachten Sie bitte folgende Hinweise: 1. Schreiben
Teil IV: Abweichungen vom Wettbewerbsmarkt und Marktversagen
Teil IV: Abweichungen vom Wettbewerbsmarkt und Marktversagen 1 Kapitel 11: Monopol Hauptidee: Ein Unternehmen mit Marktmacht nimmt den Marktpreis nicht als gegeben hin. Es maximiert seinen Gewinn indem
6. Adverse Selektion und soziale Wohlfahrt
Beispiel 1 Market of Lemons - das Beispiel des Gebrauchtwagenmarktes: Der Begriff Lemons steht im Amerikanischen umgangssprachlich für Gebrauchtwagen mit schlechter Qualität. Hingegen bezeichnet Plums
Marktversagen II: Externalitäten, Informationsasymmetrien und Marktmacht
Marktversagen II: Externalitäten, Informationsasymmetrien und Marktmacht Coase, Ronald H., 1960, The Problem of Social Cost, Journal of Law and Economics, 3, 1-44. Åkerlof, George A., 1970, The Market
EV = (0, 2)(125) + (0, 3)(100) + (0, 5)(50) = 80.
Mikroökonomie I Übungsaufgaben Erwartungsnutzen 1. Warum ist die Varianz ein besseres Maß der Variabilität als die Spannweite? Die Spannweite ist der Unterschied zwischen dem höchsten möglichen Ergebnis
Lösungshinweise zu den zusätzlichen Übungsaufgaben
Lösungshinweise zu den zusätzlichen Übungsaufgaben Aufgabe Z.1 Als Gleichgewicht ergibt sich, mit Auszahlungsvektor 5, 5. Aufgabe Z. Spieler 1: Zentralbank mit reinen und diskreten Strategien 0 und 4.
Prinzipal-Agent- Beziehung. in einer. Management-Eigenkapitalgeber- Beziehung Von Kristina Brüdigam
Beziehung in einer Prinzipal-Agent- Management-Eigenkapitalgeber- Beziehung Von Kristina Brüdigam 03.12.2007 1 Gliederung 1. Definition Prinzipal-Agent Beziehung 2. Annahmen 3. Informationsasymmetrie vor
Wiederholte Spiele. Grundlegende Konzepte. Zwei wichtige Gründe, wiederholte Spiele zu betrachten: 1. Wiederholte Interaktionen in der Realität.
Spieltheorie Sommersemester 2007 1 Wiederholte Spiele Grundlegende Konzepte Zwei wichtige Gründe, wiederholte Spiele zu betrachten: 1. Wiederholte Interaktionen in der Realität. 2. Wichtige Phänomene sind
Information und Anreize in Märkten und bei staatlichem Handeln
1. Information, Anreize und Verträge 2. Theorie der Firma 3. Anreize in Märkten und bei staatlichem Handeln Information und Anreize in Märkten und bei staatlichem Handeln Qualität, Information und Werbung
