Prof. Dr. Erika Regnet 1

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1 Konflikte zwischen Hauptund Ehrenamtlichen Prof. Dr. Erika Regnet 1 Konflikte zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen Das leitende Ehrenamt (Vorstand, Beirat, Präsident gewählt, berufen) Das helfende Ehrenamt / Freiwillige

2 Verteilungskonflikt Persönlichkeitsunterschiede Beurteilungskonflikt - unterschiedliche Informationen, Know-how Strukturelle Ursachen Organisation Unterschiedliche Werte, Interessen Konstanz und Dauer der Bindung Zeit Macht Loyalität Andere Interessen und Motivatoren Gute Führung, Feedback / Kritik, Motivation Aufgabendefinition Klarheit

3 Konflikte zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen Das leitende Ehrenamt - Anforderungen an die Führung? - Konfliktpotenziale? - Bei hoch qualifizierten MA? Bei zuarbeitenden? Das helfende Ehrenamt / Freiwillige - Anforderungen an die Führung? - Konfliktpotenziale? Konflikte - Grundsätzliches Konflikte sind unvermeidlich Konflikte bieten eine Chance zur Klärung, zur Verbesserung (Prinzip des Konfliktoptimums) Konflikte sind unangenehm Konflikte haben negative Folgen (Arbeitszufriedenheit, Zufriedenheit bezogen auf Zusammenarbeit, Effizienz der Organisation) Konflikte tendieren ohne befriedigende Lösung - zur Verstetigung Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 6

4 Beispiel: Konfliktdynamik Einfluss der Vorerfahrungen Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 7 Konflikthandhabungsstile Orientierung an den Zielen des anderen /9 Nachgeben 1/1 Flucht 5/5 Kompromiss 9/9 gemeinsames Problemlösen 9/1 Machtstrategie Orientierung an den eigenen Zielen und Belangen Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 8

5 - Streit - Blockaden - Emotionen etc. Wasser - Verletzungen, Kränkungen - Fluktuationsüberlegungen - Reibungsverluste - Auswirkungen auf Kollegen - Auswirkungen auf Klienten/Ratsuchende - Demotivation, Frust - Krankheiten Fragen zur Analyse der Konfliktsituation Worum geht es bei dem Konflikt? Was ist das Thema? Wie kam es dazu? Was ist hinsichtlich der Vorgeschichte wichtig? Wie lässt sich die Situation beschreiben? Warum ist es ein Problem? Wer ist an einer Lösung interessiert, wer nicht? Handelt es sich um einen punktuell auftretenden, themenbezogenen Konflikt oder um einen bereits chronifizierten? Welche Ursachen könnte der Konflikt haben? (Unterschiedliche Situationen erfordern auch verschiedene Reaktionsweisen) Handelt es sich um einen immer wiederkehrenden Konflikt? Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 10

6 Fragen zur Analyse der Konfliktsituation Wer ist am Konflikt beteiligt? Handelt es sich um einen Konflikt zwischen Einzelpersonen, in oder zwischen Gruppen? Ist er zwischen verschiedenen hierarchischen Ebenen angesiedelt? Welche Interessen und Ziele verfolgen die Beteiligten? Warum? Wie sehen wohl die anderen die Situation? Wurden weitere Personen hinzugezogen? Zur Unterstützung? Zur Moderation? Als Schiedsrichter? Wie intensiv, stark und wichtig ist der Konflikt? Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 11 Vorgehen zur Konflikthandhabung 1. Sammeln möglicher Vorgehensweisen 2. Entscheidung für eine Strategie 3. Entwickeln von Alternativen 4. Überlegen von konkreten Maßnahmen und Handlungsschritten. Sind sie realisierbar? Einsatz von Machtstrategien? 5. Aktionsplan (wer, was, bis wann) 6. Ergebnisprotokoll 7. Erfolgskontrolle 8. Ggf. Alternativstrategie Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 12

7 Konfliktprophylaxe - Erfolgsfaktoren - klare Aufgaben, Rollenerwartungen klären - Grenzen ziehen, Beibehaltung der AG-AN-Rolle - wechselseitiges Vertrauen - wechselseitige Information, d.h. regelmäßige, häufige, qualitative Kommunikation - wechselseitige Partizipation - Wertekongruenz bei Auswahl beachten Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 13 Verschiedene Studien, zusammengefasst nach Sarah Bürgisser, 2012

8 Konflikt - Literatur - Karl Berkel (2005). Konflikttraining. Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen. 8. Auflage. Frankfurt a.m. Bürgisser, S. (2012). Konflikte zwischen Vorstand und Geschäftsführung in Nonprofit-Organisationen. Wiesbaden. Erika Regnet (2007). Konflikt und Kooperation. Hogrefe. Wolfgang Salewski (2008). Die Kunst des Verhandelns. Motive erkennen erfolgreich kommunizieren. Weinheim. Prof. Dr. Erika Regnet, HS Augsburg 15

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