Andreas Kunz, Ralf Moryson
|
|
|
- Cornelia Voss
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 15. SYMPOSIUM DESIGN FOR X NEUKIRCHEN, 14. UND 15. OKTOBER 2004 MINIMIERUNG DER PROZESSKETTE IN DER GROBPLANUNGSPHASE DER PRODUKTIONSPLANUNG Andreas Kunz, Ralf Moryson Zusammenfassung Das schnelle Erreichen von Qualitäts- und Kostenzielen in der Produktionsplanung ist für erfolgreiche produzierende Unternehmen ein wichtiges Handlungsfeld. Dazu werden, vergleichbar zur Produktentwicklung, Phasenmodelle verwendet [1], [2], [3]. Häufig bauen die Phasen aufeinander auf und unterscheiden sich durch einen unterschiedlichen Detaillierungsgrad. Damit die Qualitäts- und Kostenziele schnell erreicht werden können, ist eine Methode zur Abschätzung der zu planenden Fertigung und Montage notwendig. Hierzu wird zu Beginn der Grobplanungsphase die Prozesskette mit den sich negativ beeinflussenden Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Prozessen als Ausgangspunkt betrachtet. In dem vorliegenden Paper wird eine Methode vorgeschlagen, bei der die Prozesskette als logische Kette der Booleschen Algebra interpretiert wird. Durch diese Interpretation ist die Aufstellung einer Lösungsgleichung möglich, die mit Hilfe von Verfahren der Booleschen Algebra minimiert und damit in einem ersten Schritt die Grobplanung einer Prozesskette unterstützen kann. Hierbei werden insbesondere zwei Verfahren näher betrachtet, nämlich die nach Karnaugh-Veitch [7] und Quine-McCluskey [8]. 1 Einführung Phasenmodelle der Produktionsplanung unterscheiden sich stark voneinander, so dass ein Vergleich nicht möglich ist. Gemeinsam ist jedoch, dass die einzelnen Phasen aufeinander aufbauen und durch Entscheidungen abgeschlossen werden.
2 2 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung Entscheidung Grobplanung des Produktionssystems Vorgehen Planungsstufe 3 Erarbeitung der Produktionsabläufe Entwicklung des Produktionssystems Bewertung und Auswahl der Varianten Entscheidung Feinplanung des Produktionssystems Vorgehen Planungsstufe 4 Detaillierung der Teilsysteme Planung des Personaleinsatzes Erstellung eines Realisierungsplans Entscheidung Bild 1: Zwei Phasen im Phasenmodell der Produktionsplanung nach REFA [4] Als Beispiel ist das Phasenmodell für die Produktionsplanung nach REFA in Bild 1 als Ausschnitt dargestellt. Das Phasenmodell nach REFA beinhaltet sechs Phasen, wobei die eigentliche Auswahl der Herstellprozesse und den damit verbundenen Fertigungsmittel [5] in der Grobplanungsphase stattfindet. Eine Einbeziehung von Phasenmodellen in das Prozessmodell der digitalen Fabrik wird in [6] näher untersucht. Hierbei findet eine Unterscheidung in eine Produkt-, Prozess- und in eine Ressourcensicht statt. In der Produktsicht sind die Daten des Produktmodells abgelegt. In der Prozesssicht ist die Prozesskette mit alternativen Prozessen dargestellt. Die Beschreibung der einzelnen Prozesse erfolgt unabhängig von den verwendeten Betriebsmitteln. Die Ermittlung der Prozesskette und deren Abbildung in der Prozesssicht stellt das Ergebnis der Grobplanungsphase in der hier vorliegenden Publikation dar. In Bild 2 ist eine Prozesskette mit alternativen Prozessen schematisch dargestellt. Weiterhin sind Wechselwirkungen zwischen einzelnen Prozessen eingetragen, die zur Verschlechterung der Prozessqualität führen.
3 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung 3 Bild 2: Schematische Darstellung der Prozesskette mit unterschiedlichen Arten von Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Teilprozessen Man erkennt aus Bild 2 drei grundlegende, unterschiedliche Arten von Wechselwirkungen: 1. relevante, eliminierbare negative Wechselwirkung: hier beeinflussen sich die Prozesse A und B negativ und sollten nicht in einer seriellen Prozesskette gemeinsam auftreten. Da es aber zu Prozess B einen weiteren Prozess C als Alternative gibt, ist diese negative Wechselwirkung eliminierbar. 2. relevante, prozessausschließende negative Wechselwirkung: zwischen den seriell angeordneten Teilprozessen B und E besteht eine negative Wechselwirkung, welche nicht eliminiert werden kann und somit die gesamte serielle Prozesskette ausschliesst. 3. irrelevante negative Wechselwirkung: der Teilprozess B hat eine negative Wechselwirkung auf den Teilprozess D. Diese negative Wechselwirkung kommt hier jedoch nicht zum Tragen, da B und D sich nicht in der gleichen, seriellen Prozesskette befinden. Das in Bild 2 zur Veranschaulichung und Erklärung gewählte Beispiel wurde bewusst einfach gehalten, während in der Praxis die Situation wesentlich komplexer ist. So werden hier neben wesentlich mehr Teilprozessen auch mehr gegenseitige Beeinflussungen vorliegen. In der Ressourcensicht werden die einzelnen Prozesse zusammengefasst und verschiedenen Betriebsmitteln zugeordnet. Das in der Ressourcensicht abgebildete Fertigungskonzept mit Arbeitsplänen und Tätigkeitslisten stellt das Ergebnis der Feinplanungsphase dar. Beim Übergang von der Grobplanung zur Feinplanung findet derzeit keine Entscheidung statt, inwiefern die Prozesskette die optimale Ausgangslage für die Zuweisung von Betriebsmitteln darstellt. Eine Beeinflussung von Prozessqualität und den Investitionskosten findet daher in der Grobplanungsphase nicht statt, stattdessen werden sämtliche Prozesse in der Feinplanung berücksichtigt [9]. 2 Zielsetzung Damit eine Beeinflussung der Prozessqualität und Investitionskosten in der Grobplanungsphase stattfinden können, ist eine Vorgehensweise mit zwei Zielen zu erarbeiten: Beeinflussung der Prozessqualität durch Minimierung der negativen Wechselwirkungen zwischen den Prozessen
4 4 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung Beeinflussung der Investitionskosten durch Minimierung der Prozesskette. Eine wichtige Voraussetzung für die Anwendung dieser Methode ist die Berücksichtigung von alternativen Prozessen in der Prozesskette und die Abbildung der negativen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Prozessen. 3 Lösung Die als Ergebnis der Grobplanungsphase erhaltene Prozesskette weist eine grosse Ähnlichkeit zu Schaltwerken auf, die der Booleschen Algebra gehorchen. Es liegt somit nahe, auch die Regeln zur Vereinfachung solcher Schaltwerke einzusetzen. In einem Schaltwerk stellt jeder Prozess stellt hierbei eine Variable dar, deren Ergebnis die Werte 1 annehmen kann, wenn der Prozess das Bauteil/Baugruppe in der gewünschten Qualität erzeugen kann, 0 annehmen kann, wenn der Prozess das Bauteil/Baugruppe in der gewünschten Qualität nicht. erzeugen kann Eine Boolesche Funktion wird vollständig beschrieben durch: die Argumente a, b,...x den Funktionswert f(a, b,...x) die Vorschrift f zur Bestimmung dieser Funktionswerte. Das Verfahren setzt darauf auf, dass die Prozesskette mit ihren möglichen Alternativen wertungsneutral als Boolesche Kette dargestellt wird. Eine weitere Boolesche Kette wird durch die möglichen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Teilprozessen gebildet. Die beiden Booleschen Ketten für die Struktur und die Wechselwirkungen werden anschliessend gemäss dem folgenden Zusammenhang verknüpft: T ges = T T (1) Struktur Wechselwirkung Dieser Ausdruck besagt, dass die Gesamtfunktion (der Gesamtprozess) genau dann erfüllt ist, wenn die Struktur eine Prozesskette aufweisen kann, in der keine negativen Wechselwirkungen auftreten. Anders ausgedrückt muss die Lösungsfunktion somit die folgenden beiden Anforderungen erfüllen: die Lösung muss durch die Struktur T Struktur abgebildet werden UND die Wechselwirkungen zwischen den Prozessen dürfen NICHT auftreten. Die einfachste Form, die oben erwähnten Verknüpfungen abzubilden, besteht in einer Wertetabelle: Bild 3: a b c d... x Bfkt f(a,b,c,d,...,x) Funktionsbeschreibung durch eine Wertetabelle
5 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung 5 Die tabellarische Form zur Darstellung Boolescher Operationen ist für den Menschen sehr unübersichtlich, so dass er hier zunächst noch keine Optimierung der Prozesskette durchführen kann. Um die Interpretierbarkeit einer Funktion zu vereinfachen, wurde von M. Karnaugh und E. W. Veitch eine graphische Darstellungsform vorgeschlagen, die es erlaubt, mit Hilfe von Anordnungsmustern und Strukturen unmittelbare Rückschlüsse auf die Vereinfachung Boolescher Funktionen zu ziehen. Die vorgeschlagene Darstellung wird als Karnaugh- Veitch-Diagramm (KV-Diagramm) bezeichnet. Die Anordnung der Variablen in diesem Diagramm geschieht derart, dass jede Kombination zwischen den Variablen genau einmal abgebildet wird. Für die in Bild 2 abgebildete Struktur ergibt sich somit in einem KV-Diagramm mit 5 Variablen der folgende Zusammenhang: a d e T Struktur T Stör c b c Bild 4: KV-Diagramm mit 5 Variablen und eingetragenen Struktur- und Störfunktionen Für dieses Diagramm wurden gemäss Bild 2 die folgenden Funktionen zugrunde gelegt: und T Struktur = ABE ACE AD ACDE (2) T Stör = AB BE BD (3) Von jeder dieser Funktionen werden die durch ODER (V) verknüpften Minimalterme (disjunktive kanonische Normalform) als logische 1 in das Diagramm eingetragen. Der Ausdruck Normalform bezieht sich auf Boolesche Ausdrücke, die als Disjunktion (V) von Konjunktionen (Λ) aufgebaut sind. Kanonisch sagt aus, dass die inneren Verknüpfungen (Konjunktionen) vollständig sind. Nachdem nun beide Funktionen in dem KV-Diagramm eingetragen worden sind, kann man die UND -Verknüpfung gemäss Gleichung (1) bilden, indem man lediglich die Felder sucht, in denen beide Funktionen eine 1 aufweisen. In das Diagramm sind die beiden Minimalterme eingetragen, welche graphisch das gesuchte Resultat der Zielfunktion darstellen. Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn man unter Zuhilfenahme der Booleschen Algebra die Gesamtfunktion mathematisch berechnet. Somit ergibt sich aus Gleichung (2) und (3): T Stör = ( A B)( B E)( B D) = ( AB B AE BE) = ABB ABD B BD ABE ADE BBE BD = = AB ABD B BD ABE ADE BE BD = = B ADE = (4)
6 6 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung T Strukt = AD ABE ACE ACDE = AD ABE ACE (5) In Gleichung (5) ist der letzte Term eliminiert worden. Dies ist bei dem angegebenen Beispiel sinnvoll, da offensichtlich die Grundfunktion auch allein mit den Teilprozessen A und D erreicht werden kann. Somit stellt der Algorithmus in einer ersten Stufe sicher, dass überflüssige oder zu lange Prozessketten eliminiert werden, ohne dass hier Wechselwirkungen zwischen den Teilprozessen bekannt sein müssen. Weiterhin gilt dann für die Gesamtstruktur unter Berücksichtigung der angegebenen Wechselwirkungen: T ges = ( ABE ACE AD)( B ADE) = ABBE AABDE E ABCE AACDEE ABD AADDE Unter Berücksichtigung des Komplementgesetzes der Booleschen Algebra: ergibt sich: T ges = (6) X X =0 (7) = ABD ABCE (8) Eben dieses Ergebnis lässt sich auch aus dem KV-Diagramm aus Bild 4 ablesen. Durch das einfach gewählte Beispiel hätte sich dieses Ergebnis auch noch direkt aus Bild 2 ablesen lassen, doch bei komplexeren Strukturen wäre dieses Resultat nicht mehr so offensichtlich gewesen. Die oben beschriebene KV-Methode hat den Nachteil, dass aufgrund der graphischen Methodik eine Begrenzung auf fünf bis sechs Argumente notwendig ist. Darüber hinaus wird die graphische Darstellung unübersichtlich und damit nicht mehr lösbar. Dies liegt insbesondere daran, dass das KV-Diagramm mit einer zunehmenden Anzahl von Variablen nicht mehr zweidimensional darstellbar ist. Das graphische Optimierungsverfahren hat zudem den Nachteil einer schlechten Programmierbarkeit. Eine gleichwertige Methode stellt dagegen das Verfahren nach Quine und McCluskey [8] dar, welches auf algebraischen Tabellenoperationen beruht und daher gut programmierbar ist. Es beruht auf der Booleschen Beziehung: AB AB = A (9) Diese Beziehung besagt, dass bei bis auf eine Stelle identischen algebraischen Termen die nicht-identische Stelle gestrichen werden kann. Bei dem Verfahren werden die Vollkonjunktionen, d. h. die Bestandteile der Booleschen Funktion nach der Anzahl der gesetzten 1 geordnet und miteinander verglichen. Wendet man das Quine-McCluskey-Verfahren auf den Strukturausdruck nach Gleichung (5) an, so ergibt sich für die Terme in binärer Schreibweise: ABE ACE AD ACDE Bild 5: Minterme in binärer Schreibweise Diese Ausdrücke werden nach der Häufigkeit der auftretenden 1 geordnet:
7 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung Ordnung Ebene 1 101*1 Ebene 2 Bild 6: Nach Häufigkeit der 1 geordnete Boolesche Ausdrücke. Die Terme, die sich nur durch Ändern einer Stelle ineinander überführen lassen, sind markiert. In Bild 6 sind die Terme nach Häufigkeit der 1 sortiert in Spalten eingetragen worden. Alle Terme, die sich nicht in einen anderen Term durch Ändern einer Stelle überführen lassen, sind Primimplikanden, ebenso diese, die nur eine einzige Funktion niedrigerer Ordnung enthalten. Somit handelt es sich bei den Ausdrücken 10010, und 101*1 um Primimplikanden (* don t care). Diese Primimplikanden trägt man in eine Tabelle ein, wo sie den ursprünglichen Implikanden der Funktion gegenübergestellt werden. Primimplikanden *1 0 1 Bild 7: Gegenüberstellung von Implikanden und Primimplikanden der Strukturfunktion In die Tabelle aus Bild 7 wird genau dann eine 1 in das entsprechende Feld eingetragen, wenn der Implikand durch den Primimplikand erzeugt werden kann. In einem nächsten Schritt werden die Spalten gesucht, in denen nur eine einzige 1 auftritt. Diese Spalte bleibt erhalten und die Zeile, in der die 1 steht, ist für die nächste Spaltenauswahl nicht mehr relevant. Die Tabelle aus Bild 7 lässt sich jedoch nicht weiter vereinfachen, so dass alle drei Primimplikanden verwendet werden müssen. Für das * wird in diesem Fall eine 0 gesetzt, um die Ausdrücke so kurz wie möglich zu halten. Als Ergebnis erhält man ebenfalls wieder den Ausdruck aus Gleichung (5). In gleicher Weise verfährt man mit der Störfunktion. Man stellt wieder eine Tabelle mit den geordneten Primimplikanden auf und erhält somit: Ordnung Ebene 1 001*1 0011* * *1 1011* Ebene 2 *01*1 *011* Ebene 3 Bild 8: Nach Häufigkeit der 1 geordnete Boolesche Ausdrücke. Die Terme, die sich nur durch Ändern einer Stelle ineinander überführen lassen, sind markiert.
8 8 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung Man hat hier die Primimplikanden 01100, *01*1 und *011* vorliegen. Diese werden wiederum in einer Tabelle den Implikanden gegenüber gestellt. Primimplikanden *01* *011* 1 Bild 9: Gegenüberstellung von Implikanden und Primimplikanden der Störfunktion Hieraus ergibt sich, wenn man für * eine 1 setzt (um die negierten Terme so kurz wie möglich zu halten) das gleiche Ergebnis wie in Gleichung (4). Entsprechend läuft das Verfahren auch für die Gesamtfunktion T ges ab. Alternativ zu dem gezeigten Vorgehen hätte man zunächst auch die Konjunktion zwischen T Struktur und T Stör durchführen können und anschliessend erst das tabellarische Minimierungsverfahren durchführen können. Aufgrund der kommutativen Eigenschaften des Verfahrens hätte dies zu dem gleichen Ergebnis geführt. 4 Zusammenfassung und Ausblick In dem vorliegenden Paper wurden die zur Produktionsplanung notwendigen Phasenmodelle vorgestellt. In einem schrittweisen Vorgehen wechselt man dabei von der Grobplanungsphase in eine Feinplanungsphase und benötigt hierfür Entscheidungskriterien. Die hier vorgestellte Prozesskette wird als logische Kette aufgefasst, welche der Booleschen Algebra unterliegt und eine erste Entscheidungshilfe liefern soll. Durch Einbezug bekannter Wechselwirkungen kann so zu einem frühen Zeitpunkt eine Grobauswahl und Verkürzung der Prozessketten erfolgen. Diese Auswahl und Verkürzung kann graphisch durch das KV- Diagramm erfolgen. Dieses KV-Diagramm weist allerdings den Nachteil auf, dass aufgrund der graphischen Methodik eine Begrenzung auf fünf bis sechs Argumente notwendig ist. Ausserdem ist bei mehreren ähnlichen minimalen Formen eine direkte Aussage über die absolut minimale (also optimale) Realisierung nicht möglich. Diese Probleme werden vermieden durch das Quine-McCluskey-Verfahren, welches exakt definierbare tabellarische Vorgänge benutzt, um de Primimplikanden einer Booleschen Funktion zu bestimmen. Dadurch wird es möglich, auch boolesche Funktionen mit beliebig vielen Variablen zu minimieren, ohne das graphische Verfahren mit Mehrdeutigkeiten eingesetzt werden müssten. Die beschriebenen Verfahren zur Minimierung Boolescher Operationen haben sich in der Schaltwerkoptimierung bereits bewährt. Es wurde in dem vorliegenden Paper der Versuch unternommen, diese Methoden auf den Bereich der Produktentwicklung umzusetzen. Es ist jedoch zu beachten, dass es sich bei dem hier vorgestellten Verfahren um ein digitales Verfahren handelt, welches neben den Werten 0 und 1 keine Zwischenstufen aufweist. Insbesondere für die Beurteilung der gegenseitigen störenden Beeinflussung wirkt sich dies nachteilig aus, da hier häufig auch Zwischenstufen möglich sind. Das Verfahren arbeitet zudem kommutativ, d. h. es nimmt keine Rücksicht auf die Reihenfolge der einzelnen Prozessschritte oder die Richtung der gegenseitigen störenden Beeinflussung. Prozesse sind dagegen in der Regel nicht kommutativ, d. h. hier muss eine exakte Reihenfolge eingehalten werden. Weiterhin noch nicht berücksichtigt wurde der Zeitpunkt des Auftretens einer negativen Wechselwirkung bzw. deren Dauer. Weiterführende Arbeiten werden sich vor allen Dingen damit beschäftigen, wie bei dem vorgestellten Minimierungsverfahren auch eine feinere Skalierung möglich wird, um somit eine
9 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung 9 exaktere Prozesskettenauswahl zu ermöglichen. Zusätzlich sollen Möglichkeiten erarbeitet und integriert werden, die auch die Abbildung von Richtungsabhängigkeiten von Prozessen ermöglichen. Weiterhin soll es künftig eine Ankopplung an Datenbanken erleichtern, die Stärke der gegenseitigen Beeinflussung zu ermitteln. 5 Literatur [1] Aggteleky, B.: Fabrikplanung Werksentwicklung und Betriebsrationalisierung. Band 1-3, Carl Hanser Verlag München, 1987, 1990 [2] Eversheim, W.; Schuh, G.: Betriebshütte Produktion und Management. 7. völlig neu bearbeitete Auflage, Springer Verlag, Berlin, 1999 [3] Kettner, H.; Schmidt, J.; Greim, H.-R.: Leitfaden der systematischen Fabrikplanung. Carl Hanser Verlag, München, 1994 [4] REFA, Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.v.: Planung und Gestaltung komplexer Produktionssysteme. Carl Hanser Verlag, München, 1987 [5] VDI-Richtlinie 2815: Begriffe für die Produktionsplanung und -steuerung; Betriebsmittel. VDI-Verlag, Düsseldorf, 1978 [6] Kunz, A.; Moryson, R.: CAPP basierter Assistent für Digitale Fabrik Tools innerhalb des Produktentstehungsprozesses. Design for X: Beiträge zum 14. Symposium, Neukirchen, 13. und 14. Oktober 2003, Friedrich-Alexander-Universität, Lehrstuhl für Konstruktionstechnik, Erlangen, 2003 [7] Piloty, R.: Schaltwerktechnik. Vorlesungsunterlagen, TU Darmstadt, 1985 [8] McCluskey, E.: Logic Design Principles. Prentice-Hall, 1986 [9] Moryson, R.: Die systematische, rechnerunterstützte Prozessauswahl und -kettenerstellung in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung. Dissertation, ETH Zürich Dr. Andreas Kunz, Dipl.-Ing. Ralf Moryson Eidgenössische Technische Hochschule Zürich Zentrum für Produkt-Entwicklung Tannen-Strasse 3, CH-8092 Zürich Tel: xx Fax: xx [email protected] [email protected] URL:
10 10 Minimierung der Prozesskette in der Grobplanungsphase der Produktionsplanung
03 Boolesche Algebra. Technische Grundlagen der Informatik
03 Boolesche Algebra Technische Grundlagen der Informatik Automation Systems Group E183-1 Institute of Computer Aided Automation Vienna University of Technology email: [email protected] Inhalt Operationen
Verwendung eines KV-Diagramms
Verwendung eines KV-Diagramms Ermittlung einer disjunktiven Normalform einer Schaltfunktion Eine Disjunktion von Konjunktionen derart, dass jeder Konjunktion ein Block in dem KV-Diagramm entspricht, der
2.4. Das Karnaugh Veitch Diagramm ( KV Diagramm )
2.4. Das Karnaugh Veitch Diagramm ( KV Diagramm ) Mit dem KV-Diagramm sollen Sie ein Verfahren kennen lernen, mit dem Funktionsgleichungen vereinfacht werden können. Dazu wird jeder Eingangskombination
Minimierung von logischen Schaltungen
Minimierung von logischen Schaltungen WAS SIND LOGISCHE SCHALTUNGEN Logische Verknüpfungszeichen: & = Logisches Und-Verknüpfung (Konjunktion). V = Logische Oder-Verknüpfung (Disjunktion). - = Nicht (Negation).
Satz von De Morgan A B A + B A + B A B A. Transistoren: A B U a A 0 0 Vcc Vcc Vcc V 0
Satz von De Morgan A + = A A A + A + A A 0 0 0 1 1 1 1 0 1 1 0 1 1 0 1 0 1 0 0 1 0 1 1 1 0 0 0 0 Transistoren: A U a A 0 0 Vcc 1 0 1 Vcc 1 1 0 Vcc 1 1 1 0 V 0 eispiel: Schaltung zur Erkennung gültiger
8. Tutorium Digitaltechnik und Entwurfsverfahren
8. Tutorium Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Tutorium Nr. 9 Alexis Tobias Bernhard Fakultät für Informatik, KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft
Schaltfunktion, Definition
Schaltfunktion, Definition Sei S = { 0,1}. Dann heißt eine Abbildung f: S n S eine Schaltfunktion. = f(x n-1,x n-2,...,,, ), x n-1, x n-2,...,,, S x i X = (x n-1,x n-2,...,,, ) Eingangsvariable Eingangsvektor
6. Minimierung Boolescher Polynome
H.J. Oberle Boolesche Algebra WiSe 2006/07 6. Minimierung Boolescher Polynome An Beispiel (5.11) c) erkennt man, dass die DNF eines Booleschen Polynoms i. Allg. ungünstig in Bezug auf die Anzahl der Auftretenden
Bisher. minimale DNF. logischen Formeln Booleschen Funktionen Schaltungen
Bisher Klassische Aussagenlogik (Syntax, Semantik) semantische Äquivalenz von Formeln äquivalentes Umformen von Formeln (syntaktisch) Normalformen: NNF, DNF, CNF, kanonische DNF und CNF Ablesen kanonischer
Electronic Design Automation (EDA) Logikoptimierung
Electronic Design Automation (EDA) Logikoptimierung Überblick digitale Synthese Logikoptimierung Begriffe Mehrstufige Logik Zweistufige Logik: Exakte Verfahren... Heuristische Verfahren... Expansion/Reduktion...
Boolesche (Schalt-) Algebra (8)
Boolesche (Schalt-) Algebra (8) Karnaugh-Diagramm ist eine graphische Technik zur Darstellung und Vereinfachung von Booleschen Ausdrücken ist eine andere, zweidimensionale Darstellung von Wahrheitstabellen
6. Vorlesung: Minimalformen
6. Vorlesung: Minimalformen Wiederholung Minterme Maxterme Disjunktive Normalform (DN) Konjunktive Normalform (KN) Minimalformen KV-Diagramme 24..26 fällt aus wegen Dozentenfachexkursion 2 Normalformen
Einführung in Computer Microsystems Sommersemester Vorlesung Dr.-Ing. Wolfgang Heenes
Einführung in Computer Microsystems Sommersemester 2010 10. Vorlesung Dr.-Ing. Wolfgang Heenes 16. Juni 2010 TechnischeUniversitätDarmstadt Dr.-Ing. WolfgangHeenes 1 Inhalt 1. Literatur 2. Minimierung
Informationsverarbeitung auf Bitebene
Informationsverarbeitung auf Bitebene Dr. Christian Herta 5. November 2005 Einführung in die Informatik - Informationsverarbeitung auf Bitebene Dr. Christian Herta Grundlagen der Informationverarbeitung
Grundlagen der Informationsverarbeitung:
Grundlagen der Informationsverarbeitung: Schaltungsentwurf und Minimierungsverfahren Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrike Lucke Durchgeführt von Prof. Dr. rer. nat. habil. Mario Schölzel Maximaler Raum für Titelbild
2.3 Logikoptimierung. Überblick digitale Synthese. Logikoptimierung
2.3 Logikoptimierung Logikoptimierung Überblick digitale Synthese Logikoptimierung Begriffe Mehrstufige Logik Zweistufige Logik:..Exakte Verfahen..Heuristische Verfahren..Expansion/ Reduktion..Streichen
Boolesche Algebra (1)
Boolesche Algebra (1) Definition 1: Sei B = Σ 2 = {0,1} das Alphabet mit den Elementen 0 und 1. Seien auf B die 3 Operatoren einer Algebra wie folgt definiert für x,y aus B: x+y := Max(x,y), x y := Min(x,y),
GETE DIGITAL TECHNIK CODIERUNG BCD: BINARY CODED DIGITAL. Hr. Houska
GETE DIGITAL TECHNIK Hr. Houska CODIERUNG Codes werden dazu verwendet, um Zahlen, Buchstaben und Zeichen in ander Darstellungsformen zu verwenden. So repräsentieren unterschiedliche Codes die verschiedenen
f ist sowohl injektiv als auch surjektiv.
Bemerkungen: Wir erinnern uns an folgende Definitionen: Eine Funktion f : U V heißt injektiv, wenn gilt: ( x, y U)[x y f(x) f(y)] Eine Funktion f : U V heißt surjektiv, wenn gilt: ( y V x U)[y = f(x)]
Teil 1: Digitale Logik
Teil 1: Digitale Logik Inhalt: Boolesche Algebra kombinatorische Logik sequentielle Logik kurzer Exkurs technologische Grundlagen programmierbare logische Bausteine 1 Analoge und digitale Hardware bei
Rückblick. Erweiterte b-adische Darstellung von Kommazahlen. 7,1875 dargestellt mit l = 4 und m = 4 Bits. Informatik 1 / Kapitel 2: Grundlagen
Rückblick Erweiterte b-adische Darstellung von Kommazahlen 7,1875 dargestellt mit l = 4 und m = 4 Bits 66 Rückblick Gleitkommazahlen (IEEE Floating Point Standard 754) lassen das Komma bei der Darstellung
Digital Design. Digital Design SS Prof. Dr. Richard Roth. 6 SWS SU und Übungen
SS 2005 Prof. Dr. Richard Roth 6 SWS SU und Übungen Richard Roth / FB Informatik und Mathematik Schaltungstechnische Grundlagen 1 Literatur zur Vorlesung DD [1] PERNARDS, P..; Digitaltechnik Hüthig, 1992
Rückblick. Erweiterte b-adische Darstellung von Kommazahlen. 7,1875 dargestellt mit l = 4 und m = 4 Bits. Informatik 1 / Kapitel 2: Grundlagen
Rückblick Erweiterte b-adische Darstellung von Kommazahlen 7,1875 dargestellt mit l = 4 und m = 4 Bits 66 Rückblick Gleitkommazahlen (IEEE Floating Point Standard 754) lassen das Komma bei der Darstellung
Rechnerstrukturen, Teil 1
Rechnerstrukturen, Teil 1 Vorlesung 4 SWS WS 18/19 Prof. Dr. Jian- Jia Chen Fakultät für Informatik Technische Universität Dortmund jian- [email protected] http://ls12- www.cs.tu-.de Übersicht 1. Organisatorisches
Digitaltechnik. KV-Diagramm
KV-01 ie unterscheidet sich von der Analogtechnik dahingehend, dass sie nur zwei (Spannungs)Zustände kennt: nämlich 0V (binär 0) oder 5V (binär 1). iese beiden Zustände werden durch verschiedene logische
Rechnerstrukturen, Teil 1. Vorlesung 4 SWS WS 14/15
Rechnerstrukturen, Teil 1 Vorlesung 4 SWS WS 14/15 Prof. Dr Jian-Jia Chen Dr. Lars Hildebrand Fakultät für Informatik Technische Universität Dortmund [email protected] http://ls1-www.cs.tu-.de Übersicht
Grundlagen der Technischen Informatik. 7. Übung
Grundlagen der Technischen Informatik 7. Übung Christian Knell Keine Garantie für Korrekt-/Vollständigkeit 7. Übungsblatt Themen Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : KMF, Nelson/Petrick-Verfahren Quine-McCluskey-Verfahren
Technische Informatik I
Rechnerstrukturen Dario Linsky Wintersemester 200 / 20 Teil 2: Grundlagen digitaler Schaltungen Überblick Logische Funktionen und Gatter Transistoren als elektronische Schalter Integrierte Schaltkreise
Rechnerstrukturen. Michael Engel und Peter Marwedel SS TU Dortmund, Fakultät für Informatik
Rechnerstrukturen Michael Engel und Peter Marwedel TU Dortmund, Fakultät für Informatik SS 203 Hinweis: Folien a. d. Basis von Materialien von Gernot Fink und Thomas Jansen 2. Mai 203 Boolesche Funktionen
Lehrveranstaltung: Digitale Systeme. KS-Praktikums-Vorbereitung Dipl.-Inf. Markus Appel , , ,
Lehrveranstaltung: Digitale Systeme KS-Praktikums-Vorbereitung Dipl.-Inf. Markus Appel 24.04.2012, 25.04.2012, 26.04.2012, 27.04.2012 Übersicht Kombinatorische Schaltungen n-bit-addierer Minimierungsverfahren
Boolesche (Schalt-) Algebra (1)
Boolesche (Schalt-) Algebra (1) Definition 1: Sei B = SS 2 = 0,1 das Alphabet mit den Elementen 0 und 1. Seien auf BB die folgenden 3 Operatoren definiert für xx, yy B: xx + yy max xx, yy xx yy min xx,
Übungsklausur - Beispiellösung
Digitale Systeme Übungsklausur - Beispiellösung Aufgabe 1 (a) Benutzt man n Bit für die Darstellung im 2-Komplement, so deckt man den Wertebereich von 2 n 1 bis 2 n 1 1 ab. Also ergibt sich der abgedeckte
Ab 5.11.: Vorlesung im HSG H.001
Rechnerstrukturen WS 202/3 Ab 5..: Vorlesung im HSG H.00 Boolesche Funktionen und Schaltnetze KV-Diagramme Beschreibung und Beispiel Minimalpolynome Algorithmus von Quine und McCluskey Einleitung, Berechnung
Störungen in Digitalsystemen
Störungen in Digitalsystemen Eine Lernaufgabe von Jost Allmeling Betreuer: Markus Thaler Inhalt und Lernziel: Die Studenten erkennen, dass man durch Einfügen von zusätzlichen Gattern Hazards vermeiden
Teil 1: Digitale Logik
Teil 1: Digitale Logik Inhalt: Boolesche Algebra kombinatorische Logik sequentielle Logik kurzer Exkurs technologische Grundlagen programmierbare logische Bausteine 1 Analoge und digitale Hardware bei
Logik (Teschl/Teschl 1.1 und 1.3)
Logik (Teschl/Teschl 1.1 und 1.3) Eine Aussage ist ein Satz, von dem man eindeutig entscheiden kann, ob er wahr (true, = 1) oder falsch (false, = 0) ist. Beispiele a: 1 + 1 = 2 b: Darmstadt liegt in Bayern.
Kapitel 6 Programmierbare Logik. Literatur: Kapitel 6 aus Oberschelp/Vossen, Rechneraufbau und Rechnerstrukturen, 9. Auflage
Kapitel 6 Programmierbare Logik Literatur: Kapitel 6 aus Oberschelp/Vossen, Rechneraufbau und Rechnerstrukturen, 9. Auflage Kapitel 6: Programmierbare Logik und VLSI Seite Kapitel 6: Programmierbare Logik
KAPITEL 5. Damit wird F n (B) selbst zu einer Booleschen Algebra und es gilt f(x) := f(x) 0(x) := 0 B 1(x) := 1 B
KAPITEL 5 Boolesche Polynome Polynome über R, d.h. reelle Funktionen der Form p(x) = a 0 + a 1 x + + a n x n, x R, sind schon aus der Schulmathematik bekannt. Wir beschäftigen uns nun mit Booleschen Polynomen,
Darstellung von negativen binären Zahlen
Darstellung von negativen binären Zahlen Beobachtung für eine beliebige Binärzahl B, z.b. B=110010: B + NOT(B) ---------------------------------------------- = B + NOT(B) 1 + (Carry) ----------------------------------------------
Technische Informatik - Eine Einführung
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Fachbereich Mathematik und Informatik Lehrstuhl für Technische Informatik Prof. P. Molitor Technische Informatik - Eine Einführung Boolesche Funktionen - Grundlagen
Computersysteme. 2. Grundlagen Digitaler Schaltungen 2.10 Minimierung Boole scher Funktionen 2.11 CMOS Komplexgatter
Computersysteme 2. Grundlagen Digitaler Schaltungen 2.10 Minimierung Boole scher Funktionen 2.11 CMOS Komplexgatter 1 Die Einsen im KV-Diagramm werden zu Blöcken maximaler Größe zusammengefasst. Dabei
kanonische disjunktive Normalform (KDNF, DKF) Disjunktion einer Menge von Mintermen mit gleichen Variablen
5.6 Normalformen (4) Noch mehr aber besonders wichtige Begriffe kanonische disjunktive Normalform (KDNF, DKF) Disjunktion einer Menge von Mintermen mit gleichen Variablen Beispiel: KDNF zur Funktion f(,,,
C.34 C Normalformen (4) 5.7 Hauptsatz der Schaltalgebra. 5.7 Hauptsatz der Schaltalgebra (2) 5.7 Hauptsatz der Schaltalgebra (3)
5.6 Normalformen (4) Noch mehr aber besonders wichtige Begriffe kanonische disjunktive Normalform (KDNF, DKF) Disjunktion einer Menge von Mintermen mit gleichen Variablen Beispiel: KDNF zur Funktion f(,,,
N Bit binäre Zahlen (signed)
N Bit binäre Zahlen (signed) n Bit Darstellung ist ein Fenster auf die ersten n Stellen der Binär Zahl 0000000000000000000000000000000000000000000000000110 = 6 1111111111111111111111111111111111111111111111111101
C Beispiel: Siebensegmentanzeige. Typische Anzeige für Ziffern a. f g. e d. Gesucht: Schaltfunktion für die Ansteuerung des Segmentes d
6.3 Beispiel: Siebensegmentanzeige Typische Anzeige für Ziffern a f g b 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 e d c Schaltfunktionen zur Ansteuerung der Segmente Parameter: binär codierte Zahl bzw. Ziffer Gesucht: Schaltfunktion
Allgemeingültige Aussagen
Allgemeingültige Aussagen Definition 19 Eine (aussagenlogische) Formel p heißt allgemeingültig (oder auch eine Tautologie), falls p unter jeder Belegung wahr ist. Eine (aussagenlogische) Formel p heißt
5. Vorlesung: Normalformen
5. Vorlesung: Normalformen Wiederholung Vollständige Systeme Minterme Maxterme Disjunktive Normalform (DNF) Konjunktive Normalform (KNF) 1 XOR (Antivalenz) X X X X X X ( X X ) ( X X ) 1 2 1 2 1 2 1 2 1
DIGITALTECHNIK 06 SCHALTUNGS- SYNTHESE UND ANALYSE
Seite 1 von 23 DIGITALTECHNIK 06 SCHALTUNGS- SYNTHESE UND ANALYSE Inhalt Seite 2 von 23 1 SCHALTUNGS- SYNTHESE UND ANALYSE... 3 1.1 NORMALFORM... 5 1.2 UND NORMALFORM... 5 1.3 ODER NORMALFORM... 7 1.4
DuE-Tutorien 17 und 18
DuE-Tutorien 17 und 18 Tutorien zur Vorlesung Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Christian A. Mandery TUTORIENWOCHE 7 AM 16.12.2011 KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum
Arbeitsblatt Logische Verknüpfungen Schaltnetzsynthese
Einleitung Zur Aktivitätsanzeige der 3 Gehäuselüfter (Signale a - c) eines PC-Systems soll eine Logikschaltung entwickelt werden, die über drei Signalleuchten (LEDs) anzeigt, ob ein beliebiger (LED1 x),
Eingebettete Systeme
Einführung in Eingebettete Systeme Vorlesung 7 Bernd Finkbeiner 03/12/2014 [email protected] Prof. Bernd Finkbeiner, Ph.D. [email protected] 1 Schaltfunktionen! Schaltfunktion:
2.1 Boole sche Funktionen
. Grundlagen digitaler Schaltungen. Boole sche Funktionen Darstellung Boolescher Funktionen. Boole sche lgebra Sätze der Booleschen lgebra.3 Realisierung von Booleschen Funktionen Normalformen zweistufiger
Minimalpolynome und Implikanten
Kapitel 3 Minimalpolynome und Implikanten Wir haben bisher gezeigt, daß jede Boolesche Funktion durch einfache Grundfunktionen dargestellt werden kann. Dabei können jedoch sehr lange Ausdrücke enstehen,
HM I Tutorium 1. Lucas Kunz. 27. Oktober 2016
HM I Tutorium 1 Lucas Kunz 27. Oktober 2016 Inhaltsverzeichnis 1 Theorie 2 1.1 Logische Verknüpfungen............................ 2 1.2 Quantoren.................................... 3 1.3 Mengen und ihre
1. Logische Verknüpfungen
1. Logische Verknüpfungen 1.1 UND - Verknüpfung Mathematik: X = A Schaltzeichen: A & X Wahrheitstabelle: A X 0 0 0 0 1 0 1 0 0 1 1 1 Am Ausgang eines UND Gliedes liegt nur dann der Zustand 1, wenn an allen
Digitalelektronik - Inhalt
Digitalelektronik - Inhalt Grundlagen Signale und Werte Rechenregeln, Verknüpfungsregeln Boolesche Algebra, Funktionsdarstellungen Codes Schaltungsentwurf Kombinatorik Sequentielle Schaltungen Entwurfswerkzeuge
Schaltsysteme Eine automatenorientierte Einführung
Heinz-Dietrich Wuttke Karsten Henke Schaltsysteme Eine automatenorientierte Einführung ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH Schaltsysteme - PDF Inhaltsverzeichnis Schaltsysteme - Eine automatenorientierte
Aufgabe 3.1 Schaltalgebra - Schaltnetze
Aufgabe 3.1 Schaltalgebra - Schaltnetze Zeichnen Sie die folgenden Funktionen als Zusammenschaltung von AND-, OR- und Invertergattern: a) b) F = X ( Y Z) F = EN ( X Y) ( Y Z) zur Lösung 3.1 Aufgabe 3.2
DuE-Tutorien 17 und 18
DuE-Tutorien 17 und 18 Tutorien zur Vorlesung Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Christian A. Mandery TUTORIENWOCHE 3 AM 18.11.2011 KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum
Anmerkungen zu den Aufgabenstellungen, Lösungen und Bewertungen. Beachten Sie also bei Ihrer Lösung unbedingt
Klausurdauer: 90 Minuten Probeklausur: Grundlagen der Technischen Informatik Seite: 1 von 14 Anmerkungen zu den Aufgabenstellungen, Lösungen und Bewertungen Dies ist eine Klausur im Multiple-Choice Verfahren,
Informatik I Tutorium WS 07/08
Informatik I Tutorium WS 07/08 Vorlesung: Prof. Dr. F. Bellosa Übungsleitung: Dipl.-Inform. A. Merkel Tutorium: 2 Tutor: Jens Kehne Tutorium 7: Dienstag,. Dezember 2007 Agenda des heutigen Tutoriums Übersicht
Aufgabe 1. Aufgabe 2. Abbildung 1: Schaltung für die Multiplikation mit 4
Aufgabe 1 Eine Zahl a ist mit 8 Bits vorzeichenlos (8 bit unsigned) dargestellt. Die Zahl y soll die Zahl a multipliziert mit 4 sein (y = a 4 D ). a) Wie viele Bits benötigen Sie für die Darstellung von
Teil III. Schaltnetze und ihre Optimierung
Teil III Schaltnetze und ihre Optimierung 1 Teil III.1 Schaltnetze 2 Beispiel 1 Schaltnetz für xor mit {+,, } x y x y 0 0 0 0 1 1 1 0 1 1 1 0 DNF: x y = xy + xy 3 Beispiel 2 xor mittels nand-verknüpfung;
1 Aussagenlogischer Kalkül
1 Aussagenlogischer Kalkül Ein Kalkül in der Aussagenlogik soll die Wahrheit oder Algemeingültigkeit von Aussageformen allein auf syntaktischer Ebene zeigen. Die Wahrheit soll durch Umformung von Formeln
A2.3 Lineare Gleichungssysteme
A2.3 Lineare Gleichungssysteme Schnittpunkte von Graphen Bereits weiter oben wurden die Schnittpunkte von Funktionsgraphen mit den Koordinatenachsen besprochen. Wenn sich zwei Geraden schneiden, dann müssen
2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln. 1) Intensionale Interpretation
2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln 1) Intensionale Interpretation Definition 11: Eine intensionale Interpretation einer aussagenlogischen Formel besteht aus der Zuordnung von Aussagen zu
Axiomatische Beschreibung der ganzen Zahlen
Axiomatische Beschreibung der ganzen Zahlen Peter Feigl JKU Linz [email protected] 0055282 Claudia Hemmelmeir JKU Linz [email protected] 0355147 Zusammenfassung Wir möchten in diesem Artikel die ganzen
Operatoren für das Fach Mathematik
Operatoren für das Fach Mathematik Anforderungsbereich I Angeben, Nennen Sachverhalte, Begriffe, Daten ohne nähere Erläuterungen und Begründungen, ohne Lösungsweg aufzählen Geben Sie die Koordinaten des
11. Beschreiben Sie die disjunktive und die konjunktive Normalform eines logischen Ausdrucks!
Kapitel 3 Logik Verständnisfragen Sachfragen 1. Was ist eine logische Aussage? 2. Wie ist die Konjunktion und die Disjunktion definiert? 3. Beschreiben Sie das Exklusive Oder, die Implikation und die Äquivalenz!
Minimierung mittels KV-Diagramm (Karnaugh-Plan)
MINIMIERUNG MITTELS KV-DIAGRAMM (KARNAUGH-PLAN) 16. 11. 2015 1 Minimierung mittels KV-Diagramm (Karnaugh-Plan) Grundlagen der Schaltungsminimierung Die Schaltfunktion ist als disjunktive oder konjunktive
Grundlagen der Informationverarbeitung
Grundlagen der Informationverarbeitung Information wird im Computer binär repräsentiert. Die binär dargestellten Daten sollen im Computer verarbeitet werden, d.h. es müssen Rechnerschaltungen existieren,
Design und Implementierung eines Tools zur Visualisierung der Schaltfunktionsminimierung
Design und Implementierung eines Tools zur Visualisierung der Schaltfunktionsminimierung mit KV-Diagrammen Design and implementation of an e-learning tool for minimization of boolean functions based on
Grundkurs Mathematik I
Prof. Dr. H. Brenner Osnabrück WS 2016/2017 Grundkurs Mathematik I Vorlesung 19 Kommutative Ringe Wir erfassen die in der letzten Vorlesung etablierten algebraischen Eigenschaften der ganzen Zahlen mit
Das vernetzte Balkendiagramm
Das vernetzte Balkendiagramm Von kritischen Wegen in Projekten Die Ausarbeitung stammt aus dem Jahr 1990 und behandelt lediglich das vernetzte Balkendiagramm aus dem Bereich Softwaretechnik. Vernetztes
Bimagische Quadrate. 14 Tage wurde dann die Lösung veröffentlicht Abb. 11.1: Das erste bimagische Quadrat der Ordnung n = 8 von Pfeffermann
K a p i t e l 11 Bimagische Quadrate Der Franzose G. Pfeffermann entdeckte 1890 das erste bimagische Quadrat der Welt und veröffentlichte es am 15. Januar 1891 in der Zeitschrift Les Tablettes du Chercheur
1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen
1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen Das Studium linearer Gleichungssysteme und ihrer Lösungen ist eines der wichtigsten Themen der linearen Algebra. Wir werden zunächst einige grundlegende Begriffe
Funktionen in der Mathematik
R. Brinkmann http://brinkmann-du.de Seite 05.0.008 Funktionen in der Mathematik Bei der mathematischen Betrachtung natürlicher, technischer oder auch alltäglicher Vorgänge hängt der Wert einer Größe oft
Technische Grundlagen der Informatik
Technische Grundlagen der Informatik WS 2008/2009 6. Vorlesung Klaus Kasper WS 2008/2009 Technische Grundlagen der Informatik Inhalt Wiederholung Boolesche Gesetze Boolesche Kürzungsregeln Antivalenz und
, SS2012 Übungsgruppen: Do., Mi.,
VU Technische Grundlagen der Informatik Übung 3: Schaltnete 83.579, SS202 Übungsgruppen: Do., 9.04. Mi., 25.04.202 Aufgab: Vereinfachung mittels KV-Diagramm Gegeben ist folgende Wahrheitstafel: e 0 Z Z
Einführung in die Informatik I
Einführung in die Informatik I Arithmetische und bitweise Operatoren im Binärsystem Prof. Dr. Nikolaus Wulff Operationen mit Binärzahlen Beim Rechnen mit Binärzahlen gibt es die ganz normalen arithmetischen
Physikalisches Praktikum für Vorgerückte. an der ETH Zürich. vorgelegt von. Mattia Rigotti Digitale Elektronik
Physikalisches Praktikum für Vorgerückte an der ETH Zürich vorgelegt von Mattia Rigotti [email protected] 14.02.2003 Digitale Elektronik Versuchsprotokoll 1 Inhaltverzeichnis 1. Zusammenfassung...
DuE-Tutorien 16 und 17
Tutorien zur Vorlesung Digitaltechnik und Entwurfsverfahren Tutorienwoche 6 am 0.2.200 Christian A. Mandery: KIT Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Grossforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft
Rechnerstrukturen, Teil 1. Vorlesung 4 SWS WS 15/16
Rechnerstrukturen, Teil Vorlesung 4 SWS WS 5/6 Dr. Lars Hildebrand Fakultät für Informatik Technische Universität Dortmund [email protected] http://ls-www.cs.tu-.de Übersicht. Organisatorisches 2.
Grundlagen der Technischen Informatik. 8. Übung
Grundlagen der Technischen Informatik 8. Übung Christian Knell Keine Garantie für Korrekt-/Vollständigkeit 8. Übungsblatt Themen Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : KMF, Nelson/Petrick-Verfahren Quine/McCluskey-Verfahren
Grundlagen der Technischen Informatik. 7. Übung
Grundlagen der Technischen Informatik 7. Übung Christian Knell Keine Garantie für Korrekt-/Vollständigkeit 7. Übungsblatt Themen Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : Aufgabe : KMF, Nelson/Petrick-Verfahren Quine/McCluskey-Verfahren
Rechnerorganisation 2.Vorlesung
Rechnerorganisation 2.Vorlesung Begriffe, Mathematische Grundlagen (1) Boolesche Algebren, Normalformen (2,3) Kombinatorische Schaltungen (4) Programmierbare Strukturen (5) Automaten, Sequentielle Schaltungen
8 Boolesche Algebra. 8.1 Grundlegende Operationen und Gesetze
82 8 Boolesche Algebra Die Boolesche Algebra ist eine Algebra der Logik, die George Boole (1815 1864) als erster entwickelt hat. Sie ist die Grundlage für den Entwurf von elektronischen Schaltungen und
Kapitel 4: Das Überdeckungsproblem
Kapitel : Das Überdeckungsproblem Kapitel Das Überdeckungsproblem Kapitel : Das Überdeckungsproblem Seite / 25 Kapitel : Das Überdeckungsproblem Inhaltsverzeichnis. Überdeckungsmatrizen.2 Minimalüberdeckungen.
Aussagenlogik. 1 Einführung. Inhaltsverzeichnis. Zusammenfassung
Tobias Krähling email: Homepage: 13.10.2012 Version 1.2 Zusammenfassung Die Aussagenlogik ist sicherlich ein grundlegendes mathematisches Gerüst für weitere
Aufgabe 1 Minimieren Sie mit den Gesetzen der Booleschen Algebra 1.1 f a ab ab 1 = + + Aufgabe 2. Aufgabe 3
Logischer Entwurf Digitaler Systeme Seite: 1 Übungsblatt zur Wiederholung und Auffrischung Aufgabe 1 Minimieren Sie mit den Gesetzen der Booleschen Algebra 1.1 f a ab ab 1 = + + 1.2 f ( ) ( ) ( ) 2 = c
Algorithmus von McClusky: Der Algorithmus von McCluskey liefert durch wiederholte Anwendung der ersten und zweiten Vereinfachungsregel:
Seite 1 Aufgabe 1 Algorithmus von McClusky: Der Algorithmus von McCluskey liefert durch wiederholte Anwendung der ersten und zweiten Vereinfachungsregel: f 1 = a b c d + a b c d + a b c d + a b c d + a
Boole'sches Modell <is web>
Boole'sches Modell basiert auf Mengentheorie und Boole'scher Algebra sehr einfaches Modell mit klarer Semantik Dokumente als Mengen von Indextermen Termgewichte sind binär: im Dokument enthalten oder nicht
Im allerersten Unterabschnitt wollen wir uns mit einer elementaren Struktur innerhalb der Mathematik beschäftigen: Mengen.
Kapitel 1 - Mathematische Grundlagen Seite 1 1 - Mengen Im allerersten Unterabschnitt wollen wir uns mit einer elementaren Struktur innerhalb der Mathematik beschäftigen: Mengen. Definition 1.1 (G. Cantor.
unabhängigen Variablen Eine Funktion dient der Beschreibung von Zusammenhängen zwischen mehreren verschiedenen Faktoren.
Funktionsbegriff 2.1 2 Funktionen mit einer unabhängigen Variablen 2.1 Funktionsbegriff Eine Funktion dient der Beschreibung von Zusammenhängen zwischen mehreren verschiedenen Faktoren. In den Wirtschaftswissenschaften
Da ist zunächst der Begriff der Menge.
1 In diesem Abschnitt werden wir uns mit den theoretischen Grundlagen der relationalen Datenbanken beschäftigen. Hierzu werden wir uns die wichtigsten Konzepte, Ideen und Begriffe näher ansehen, damit
Systemorientierte Informatik 1
Systemorientierte Informatik. Grundlagen Digitaler Schaltungen.8 Schaltnetze aus Gattern und Leitungen.9 Boole sche Algebra. Minimierung Boole scher Funktionen. CMOS Komplegatter Die nächste Funktion,
