Kurven & Flächen im Raum
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- Edmund Hofer
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1 Kurven & Flächen im Raum Ronald Balestra CH Zürich Name: Vorname: 20. Februar 2016
2 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 2 Repetition 2 3 Vektorielle Darstellung von Kurven im Raum Im R Im R Ableitung einer Kurve Physikalische Interpretation Der schiefe Wurf Flächen im Raum Partielle Ableitungen: Geometrische Interpretation Kurven & Flächen im Raum mit Mathematica 17 6 Ableitungsregeln bei Vektoroperationen Anwendungen & ein neuer Begriff Der Impuls Tangenten- und (Haupt-)Normaleneinheitsvektor nach Bogenlänge parametrisiert Krümmung einer Kurve im Raum 22 8 Skalar- & Vektorfelder Definitionen Gradient, Divergenz & Rotation Definitionen Eine wichtige Eigenschaft des Gradienten Eigenschaften & Anwendungen des Gradienten der Divergenz der Rotation Extremwerte Maxima & Minima Das Kriterium der 2. partiellen Ableitung Maxima & Minima mit Nebenbedingungen I
3 1 Einleitung Wir werden unseren Funktionsbegriff: f : R R der uns erlaubt reelle Zahlen auf reelle Zahlen abzubilden mit Hilfe von vektorgeometrischen Überlegungen auf die Abbildung von reellen Zahlen in den Raum R 3 erweitern: f : R R 3 was uns auf die sog. Parameterdarstellung von Kurven führt. Ein Begriff der sich problemlos auch auf Abbildungen in einen höher dimensionalen Raum fortsetzen lässt: f : R R n Die Erweiterung des Definitionsbereiches auf die reelle Ebene R 2 ermöglicht uns dann die Beschreibung von Flächen im Raum: f : R 2 R 3 Mit Hilfe des Programms scilab 1 werden wir diese Kurven und Flächen graphisch darstellen: Mathematisch interessant wird dann die Diskussion mit differentialgeometrischen Methoden. 1 scliab ist ein freiverfügbarer Pseudo-Klon des programms Matlab und lässt sich unter gratis downloaden 1
4 2 Repetition Wir beginnen mit einer Repetition von Grundbegriffen und -wissen das vorausgesetzt wird: Definiere die folgenden Begriffe: Funktion Definitions- und Wertebereich einer Funktion Umkehrfunktion (globales) Minimum/ Maximum einer Funktion Lokales Minimum/ Maximum einer Funktion Beschränktheit einer Funktion Symmetrieeigenschaften einer Funktion Monotonieverhalten einer Funktion Stetigkeit Differenzierbarkeit einer Funktion 2
5 Definiere und charakterisiere die folgenden Funktionstypen: Folge Affine Funktionen Quadratische Funktionen Polynomfunktionen Potenzfunktionen Exponentialfunktionen Gebrochen-rationale Funktionen Trigonometrische Funktionen 3
6 Diskutiere vollständig die folgenden Funktionen: 1. f(x) = x x g(x) = x 1 x 2 1 Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 1 (Zugehörige Lösungen) 4
7 3 Vektorielle Darstellung von Kurven im Raum 3.1 Im R 2 Die Idee ist, dass wir jedem Punkt des Graphen einer Funktion einen Orstvektor zuordnen: Wir erhalten dadurch eine Familie von Vektoren, welche bei bekannter Funktione f(x) nur noch vo x abhängt: ( ) x r(x) = f(x) Diese Darstellung ermöglicht uns auch eine beliebige Abhängigkeit einer Bewegung in x-richtung, was uns zu folgender Definition führt: Def.: r(t) := ( x(t) y(t) ) heisst eine vektorwertige Darstellung einer ebenen Kurve und ist eine Funktion, mit D( r) = R und W( r) = R 2. 5
8 Beispiel 3.1 Stelle die folgenden Kurven graphisch dar: ( ) 2t 1. r(t) := t 2 y(t) x(t) 2. r(t) := ( t + 2 3t ) y(t) x(t) 6
9 3.2 Im R 3 Natürlich fortgesetzt lautet die Definition für eine vektorwertige Darstellung einer Kurve im 3 dim reellen Raum: Beispiel 3.2 Stelle die folgenden Kurven graphisch dar: 1. r(t) := t t 2 2t z(t) x(t) y(t) und im n dim Raum R n folgt für die Darstellung einer Kurve: 7
10 3.3 Ableitung einer Kurve Kurven werden komponentenweise abgeleitet: Def.: Sei r : R R n eine differenzierbare Kurve. Dann folgt: x 1 (t) x 2 (t) r(t) := x 3 (t). x n (t) Beispiel 3.3 Leite die folgende Kurve ab: r(t) = r(t) = ( t 2 3t ) r(t) = r (3) (t) = Beispiel 3.4 Wir betrachten die folgende Kurve: r(t) := t cos t t sin t e 2t Bestimme den Tangentialvektor an die Kurve r im Kurvenpunkt P zum Zeitpunkt t = 0. 8
11 3.4 Physikalische Interpretation r(t) r(t) r(t) Das Newton sche Bewegungsgesetz lässt sich somit auf folgende einfache Form bringen: F (t) = m r(t) = m a(t) Beispiel 3.5 Wir betrachten die folgende Bewegung: r(t) = t 3 + 2t 3e t t 1. Bestimme die Geschwindigkeits- und Beschleunigungsvektoren. 2. Bestimme die Geschwindigkeit und die Beschleunigung zum Zeitpunkt t = 5. Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 2 (Zugehörige Lösungen) 9
12 3.4.1 Der schiefe Wurf Aus der Physik folgt für die Bahnkurve beim schiefen Wurf: ( ) (v r(t) = 0 cos α)t (v 0 sin α)t 1 2 gt2 mit v 0 (t) = Anfangsgeschwindigkeitsvektor und v 0 = Anfangsgeschwindigkeit. Bestimme die Geschwindigkeit und verifiziere, dass die Anfgangsgeschwindigkeit v 0 ist. Bestimme die Steigzeit. (d.h.: die Zeit, bis der Massenpunkt den höchsten Punkt erreicht.) 10
13 Zeige, dass die (wirkende) Beschleunigung konstant und immer gleichgerichtet ist. Bestimme die Geschwindigkeit und den Ort des Aufpralls (zurück auf der Erde) und den Anfangswinkel für eine maximale Wurfweite. 11
14 4 Flächen im Raum Repetition: Def.: Eine Fläche im n-dim Raum (n 3)ist eine 2-parametrige vektorwertige Abbildung: r : R 2 = R R R 3, (u, v) r(u, v) Veranschaulichung: 12
15 4.1 Partielle Ableitungen: Bei der Ableitung einer Funktion mit einem mehrdimensionlen Definitionsbereich muss bekannt sein, in welche Richtung abgeleitet werden soll: Beispiel 4.1 r(u, v) = u 2 v 2v e u u r(u, v) = v r(u, v) = u v r(u, v) = Analoges gilt für reellwertige Funktionen mehrere Variablen: Beispiel 4.2 f(x, y, z) = xyz 2 4 sin x x f = y f = z f = g(r, t) = rt e rt t g = r g = s g = t r g = r t g = 13
16 4.1.1 Geometrische Interpretation Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 3 (Zugehörige Lösungen) 14
17 Aufgaben : Wir schauen uns die folgende Fläche an: r(u, v) = u v u 2 + v 2 1. Bestimme die Koordinatengleichung für die Tangentialebene an die Fläche an der Stelle (2,1). 15
18 2. (a) Zu welchem Zeitpunkt, (b) an welchem Ort, (c) mit welcher Geschwindigkeit, (d) und unter welchem Winkel trifft ein Massepunkt, der sich auf der Kurve r(t) = die obige Tangentialebene? t t 2 5t bewegt, Stelle die Bahnkurve des Massepunktes so dar, dass er sich auf der gleichen Bahn aber doppelt so schnell bewegt. Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 4 (Zugehörige Lösungen) 16
19 5 Kurven & Flächen im Raum mit Mathematica 17
20 6 Ableitungsregeln bei Vektoroperationen Wir beginnen wie üblich mit einer kleinen Repetition: Seien f, g : A offen R B offen R zwei differenzierbare Funktionen mit g(x) 0, x A und λ R ein konstanter Skalar. Dann können wir die folgenden uns bekannten Ableitungsregeln definieren:... mit folgendem zugehörigen Bsp.:... mit folgendem zugehörigen Bsp.:... mit folgendem zugehörigen Bsp.:... mit folgendem zugehörigen Bsp.: 18
21 Seien nun a(t) und b(t) zwei differenzierbare vektorwertige Funktionen und f(t) wieder eine differenzierbare skalare Funktion und λ R ein konstanter Skalar. Dann gelten die folgenden Ableitungsregeln: Summenregel: Produkteregeln: Hieraus folgt unmittelbar: d dt (λ a) = d dt ( a b) = d dt (λ a b) = d dt (λ a b) = Aufgaben : Verifiziere mit einem eigenen Beispiel an zwei Vektoren a(t) und b(t) R 3 die Summen- und Produktregel. 19
22 6.1 Anwendungen & ein neuer Begriff Der Impuls Die auf einen Körper mit der Masse m einwirkende Kraft F ist definiert als die zeitliche Änderung des Impulses p Tangenten- und (Haupt-)Normaleneinheitsvektor : Wir können nun den Geschwindigkeitsvektor und den Beschleunigungsvektor in deren Tangential- und Normalkomponenten zerlegen: 20
23 6.1.3 nach Bogenlänge parametrisiert 21
24 7 Krümmung einer Kurve im Raum Für reellwertige Funktionen können wir das Krümmungsverhalten schon bestimmen: Die Krümmung einer Kurve ist ein Mass, dass uns die Grösse der Abweichung einer Kurve vom geradlinigen Verlauf darstellen soll. Wir werden dies an der folgenden graphischen Darstellung einer nach Bogenlänge parametrisierten Kurve diskutieren: Sie ändert sich im allgemeinen von Punkt zu Punkt und ist somit von der Bogenlänge abhängig: 22
25 Wir fassen zusammen: Durch die Krümmung κ wird die Grösse der Abweichung der Kurve von ihrem geradlinigen Verlauf gemessen und sie kann auch als ein Mass für die Richtungsänderung der Kurventangente pro Bogenlängeneinheit betrachtet werden. Der Krümmungsradius ϱ ist der reziproke Wert der Krümmung. Krümmung und Krümmungsradius sind orstabhängig, können ihren Wert von Kurvenpunkt zu Kurvenpunkt ändern und sind somit vom verwendeten Kurvenparameter abhängige Funktionen. Für eine nach Bogenlänge parametrisierte Kurve r = r(s) gilt: κ = d T ds = T (s) Durch eine Umparametrisierung folgt für die Krümmung einer nach der Zeit parametrisierten Kurve r = r(t) : κ = r r r 3 23
26 Beispiel 7.1 Ein Elektron in einem Magnetfeld folgt der folgenden Kurve: R cos(ωt) r(t) = R sin(ωt) ct Skizziere den Verlauf der Bahnkurve: Zeige, dass die Kurvenkrümmung konstant ist für den Krümmungsradius gilt: ϱ = R2 ω 2 + c 2 Rω 2 und Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 5 (Zugehörige Lösungen) 24
27 8 Skalar- & Vektorfelder Wir kennen bereits Funktionen mit den folgenden Definitions- & Wertebereichen: f : N R f : R R f : R R 3 f : R R n f : R 2 R 3 f : R 2 R n f : R 3 R 3 R 3 f : R 3 R 3 R f : R n R n R f : R n R m Neu kommen nun hinzu φ : R n R F : R n R n 25
28 8.1 Definitionen Def.: Ein Skalarfeld ist eine Funktion, die jedem Punkt P R n einen Skalar zuordnet: φ : R n R P = (x 1, x 2,..., x n ) φ(p ) = φ(x 1, x 2,... x n ) Beispiel 8.1 Dichteverteilung im Innern der Erdkugel Temperaturverteilung in einem Raum φ(x, y) = x 2 3x 4 y Bem.: Wir sprechen von einem ebenen Skalarfeld, falls P R 2 : P = (x/y) und somit φ(p ) = φ(x, y). Wir sprechen von einem räumlichen Skalarfeld, falls P R 3 : P = (x/y/z) und somit φ(p ) = φ(x, y, z). Eine Niveaufläche ist eine Fläche im Raum, auf welcher das skalare Feld einen konstanten Wert annimmt: Eine Niveaulinie wird bei einem ebenen Feld durch die folgende Gleichung dargestellt: φ(x, y) = const. Auf ihr nimmt das Skalarfeld einen konstanten Wert an. 26
29 Def.: Ein Vektorfeld ist eine Funktion, die jedem Punkt P R n einen Vektor zuordnet: F : R n T P R n = R n P = (x 1, x 2,... x n ) F (P ) F 1 (x 1, x 2,..., x n ) mit F (P ) = F F 2 (x 1, x 2,..., x n ) (x 1, x 2,... x n ) =. F n (x 1, x 2,..., x n ) Beispiel 8.2 Das Gravitationsfeld: F mm (P ) = γ r F (......) = x 2 z 4y 2 z 2 xyz 2 r 3 Bem.: Feldlinien sind Kurven im Raum, die in jedem Punkt durch den dortigen Feldvektor tangiert werden. Durch jeden Punkt eines Vektorfeldes genau eine Feldlinie. Daraus folgt unmittelbar, dass sich Feldlinien nie schneiden. Es gilt: r F = 0, mit r = Feldlinie 27
30 8.2 Gradient, Divergenz & Rotation Definitionen Def.: Sei φ = φ(x, y, z) ein differenzierbares, räumliches Skalarfeld. grad φ := φ x e x + φ y e y + φ x φ z e z = y φ z φ Bem.: grad φ heisst der Gradient von φ und ist eine vektorielle Grösse. Wir wollen noch den folgenden Operator definieren: := x y z und heisst Nabla Somit folgt für den Gradienten eines Skalarfeldes φ: grad φ = φ. Beispiel 8.3 Bestimme den Gradienten des Skalarfeldes φ, mit φ(x, y, z) = x 2 z 2 + xy 2 im Punkt P = (1/1/2). Wir beenden den ersten Kontakt mit dem Gradienten eines Skalarfeldes mit einigen wichtigen Rechenregeln: Seien φ und ψ skalare Felder und c eine Konstante. Dann gelten: grad c = 0 grad (cφ) = c grad φ grad (φ + ψ) = grad φ + grad ψ grad (φ + c) = grad φ grad (φ ψ) = φ grad ψ + ψ grad φ 28
31 8.2.2 Eine wichtige Eigenschaft des Gradienten 29
32 Def.: Sei F (x, y, z) = Vektorfeld. F 1 (x, y, z) F 2 (x, y, z) F 3 (x, y, z) ein differenzierbares, räumliches div F := F 1 x + F 2 y + F 3 z Bem.: div F heisst die Divergenz von F und ist ein skalares Feld. Mit Hilfe des Nabla-Operators gilt: div F =... Beispiel 8.4 Bestimme die Divergenz des Vektorfeldes F, mit F x 2 z (F 1, F 2, F 3 ) = 4y 2 z 2 im Punkt P = (1/2/1). xyz 2 Wir beenden auch hier den ersten Kontakt mit der Divergenz eines Vektorfeldes mit einigen wichtigen Rechenregeln: Seien A und B Vektorfelder, φ ein Skalarfeld, a ein konstanter Vektor und c eine Konstante. Dann gelten: div a = 0 div (φ A) = ( grad φ) A + φ div A div (c A) = c div A div ( A + B) = div A + div B div ( A + a) = div A 30
33 Def.: Sei F = ein differenzierbares, räumliches Vektorfeld. F 1 (x, y, z) F 2 (x, y, z) F 3 (x, y, z) rot F := F 3 y F2 z F 1 z F3 x F 2 x F1 y Bem.: rot F heisst die Rotation von F und ist eine vektorielle Grösse. Mit Hilfe des Nabla-Operators gilt: rot F =... Beispiel 8.5 Bestimme die Rotation des Vektorfeldes F, xyz 4 mit F = 4xz 2yz 2 im Punkt P = (1/ 1/1). Wir beenden ebenfalls den ersten Kontakt mit der Rotation eines Vektorfeldes mit einigen wichtigen Rechenregeln: Seien A und B Vektorfelder, φ ein Skalarfeld, a ein konstanter Vektor und c eine Konstante. Dann gelten: rot a = 0 rot (φ A) = ( grad φ) A + φ rot A rot (c A) = c rot A rot ( A + B) = rot A + rot B rot ( A + a) = rot A Analysis-Aufgaben: Kurven & Flächen im Raum 6 (Zugehörige Lösungen) 31
34 8.3 Eigenschaften & Anwendungen des Gradienten bei der Ableitung: Wir beginnen mit der Repetition der Ableitung einer Funktion f : R R Mit Hilfe er umformulierten Definition wollen wir die Kettenregel beweisen: Die Kettenregel: 32
35 Aus S. Lang: Undergraduate Analysis: Chain rule. Let f be defined on I, and 9 be defined on some other interval 1. Assume that the image off lies in J. Assume that f is differentiable at x, and that 9 is differentiable at fex). Then gof is differentiable at x, and (g 0 f)'(x) = g'(f(x»)f'(x). Für the proof, we must reformulate the definition of the derivative. We say that a function <pdefined for arbitrarily sm all values of h is o(h) for h ~ 0 if lim <p(h) h-o h = O. Then the function f is differentiable at x if and only if there exists some number L, and a function <pwhich is o(h) for h such that fex + h) = fex) + Lh + <p(h). Note that in this formulation, we may assume that (p is defined at 0 and (j)(0) = O. The equivalence of the preceding formulation with the one given at the beginning of the section is immediate. Assuming that f is differentiable at x, we let (j)(h) = fex + h) - fex) - f'(x)h, (j)(0) = o. if h =I-0, Conversely, if such a function (j) exists, we have fex + h) - fex) _ L (j)(h) - + h ' so that the limit as h ~ 0 exists and is equal to L. Thus L is uniquely determined and is equal to f'(x). The function (j)(h) can be written conveniently in the form where (j)(h) = htjj(h), lim tjj(h) = 0, h~o namely we simply let tjj(h) = (j)(h)jh if h =I-0, and tjj(o) = O. We can now prove the chain rule. Let k = k(h) = fex + h) - fex), and let y = fex). Then g(f(x + h)) - g(f(x)) = g(y + k) - g(y) = g'(y)k + ktjj(k) (where lim tjj(k) = 0), k~o and consequently g(f(x + h)) - g(f(x)) h = g'(f(x)) fex + h? - fex) + fex + ~)- fex) tjj(k(h)). Taking the limit as h ~ q, and using the fact that the functions tjj and k are continuous at 0 and take on the value 0, we obtain the chain rule. 33
36 Die neue Darstellung der Definition der Ableitung lässt sich auch auf weitere Funktionstypen anwenden: Im Folgenden seien jeweils J, U offene Teilmengen. Def.: Eine Funktion f : U R n R heisst differenzierbar im Punkt x : Es existiert ein Vektor A R n und eine Funktion ϕ(h) mit der Eigenschaft o(h), so dass gilt: f(x + h) = f(x) + A h + ϕ(h) Es lässt sich zeigen, dass für das A aus obiger Definition gilt: A = grad f(x) (Beweis: S. Lange: Undergraduate Anaylsis; Chap.15, Theorem 2.1) Die Verallgemeinerung der Kettenregel führt auf folgende Aussage: Satz: Sei ϕ : J R C1 U R n und f : U C1 R. Dann gilt: f ϕ : J R ist differenzierbar und (f ϕ) (t) = grad f(ϕ(t)) ϕ (t). (Beweis: S. Lange: Undergraduate Anaylsis; Chap.15, Theorem 2.2) Wir wollen noch die Ableitung für Funktionen f : U R n R m definieren: 34
37 Aufgaben : Bestimme die Ableitungen der folgenden Funktionen: 1. f : R R, mit f(x) = 5 sin x e cos x 2. r : R R 4, mit r(t) = 1 2 ln t 3 ln( 4 t ) 5e ln 6 3. g : R 4 R, mit g(x 1, x 2, x 3, x 4 ) = 6 5x x 2 3 x 4 x 1 4. g r 5. h : R 2 R 3, mit h(x, y) = 2xy 5x 2 q + e y x 2y 35
38 bei der Richtungsableitung Def.: Sei f eine reellwertige Funktion auf einer offenen Menge U R n und v ein normierter Richtungsvektor, dann heisst f (x) := lim v t 0 f(x + t v) f(x), x U t die Richtungsableitung von f im Punkte x in Richtung v Bem.: Aufgaben : Beweise die folgende Behauptung : Für eine in x differenzierbare Funktion f : R n R gilt: D v f(x) = f (x) v = grad f(x) v 36
39 Beispiel 8.6 Bestimme die Richtungsableitung des skalaren Feldes φ im Punkt P in Richtung v, mit φ(x, y, z) = x 2 y 2 z 2 +2xz 3, P = ( 1, 1, 1) und v = Bem.: 37
40 Noch eine kleine Anwendung: Die Temperatur einer Metallplatte wird durch die folgende Funktion angegeben: T (x, y) = e x cos y + e y cos x In welche Richtung steigt die Temperatur vom Punkt Q = (0, 0) aus am schnellsten? 38
41 der Divergenz Wir verwenden für eine selbständige Einarbeit folgende Quelle: L. Papula: Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaften, Bd.3 vieweg Verlag 39
42 Wir schliessen auch hier mit einer kleinen Anwendung: Wir beschäftigen uns mit dem elektrischen Feld eines unendlich langen homogen geladenen Zylinders, mit dem Zylinderradius R und der Ladungsdichte ρ el. Im Innern besitzt das (axialsymmetrische) Feld die elektrische Feldstärke E = ρ el 2ɛ 0 x y 0 für x 2 + y 2 R 2 im Aussenfeld dagegen die folgende Feldstärke ρ el R E 2 = x y 2ɛ 0 (x 2 + y 2 für x 2 + y 2 R 2 ) 0 mit ɛ 0 = elektrische Feldkonstante. (a) Zeige, dass das elektrische Feld im Aussenraum quellenfrei ist, d.h., dass sich ausserhalb des Zylinders keine Ladung befindet. (b) Zeige, dass im Innern die Divergenz nicht verschwindet, d.h., dass die positiven Ladungen im Innern die Quellen des elektrischen Feldes sind. 40
43 der Rotation Wir wollen eine Motivation für den Begriff der Rotation eines Vektorfeldes anhand einer Anwendung aufzeigen: Wir betrachten eine dünne, homogene Scheibe, welche sich mit einer konstanten Winkelgeschwindigkeit ω um die Symmetrieachse der Scheibe dreht: Ein beliebiges Teilchen auf der Scheibe mit dm Ortsvektor r besitzt den folgenden Geschwindigkeitsvektor: Wir erhalten dadurch eine Geschwindigkeitsvektorfeld: dessen Rotation gleich dem zweifachen des Vektors der Winkelgeschwindigkeit bei dieser Rotation ist: 41
44 Auch hier noch eine kleine Anwendung zum Abschluss: Im Innern einer homogen geladenen Kugel wird das elektrische Feld wie folgt definiert: E = Q r, mit r R 4πɛ 0 R3 Zeige, dass die Rotation diese Feldes verschwindet, d.h., dass das Feld im Innern der Kugel wirbelfrei ist. (Hinweis: Zeige zuerst, dass die Rotation jedes Ortsvektors r verschwindet.) 42
45 9 Extremwerte In der Weiterführung in der AM verwenden die folgende Vorlage: S.L. Salas / Einar Hille Calculus Einführung in die Differential- und Integralrechnung für eine selbständige, begleitete Bearbeitung der folgenden Themen: 9.1 Maxima & Minima 9.2 Das Kriterium der 2. partiellen Ableitung 9.3 Maxima & Minima mit Nebenbedingungen 43
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