Entwicklungsplan BG/BRG Klusemannstraße
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- Liane Schubert
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1 Entwicklungsplan BG/BRG Klusemannstraße Stand:
2 Beispiel Entwicklungsplan Soziales Lernen BG/BRG Klusemannstraße großstädtischer Bereich, 29 Klassen Ziele und Vorhaben für das Schuljahr 2013/14 Thema 2 [von der Schule frei zu wählen]: Bewusstes Lernen anhand des Stärkenportfolios im Rahmen des sozialen Lernens Rückblick und Ist-Analyse In unserer Schule wird seit 20 Jahren der Unterrichtsgegenstand Soziales Lernen mit einer Wochenstunde in jedem Jahrgang der Sekundarstufe I unterrichtet. Ein Lehrgang bei der Einführung des Unterrichtfaches und regelmäßige schulinterne und externe Fortbildungen der Lehrer/innen haben zur Professionalisierung der unterrichtenden Kolleg/innen beigetragen. Bereits gesetzte Maßnahmen: Jährlich findet ein kollegialer Erfahrungsaustausch zum Unterrichtsfach Soziales Lernen statt, in dem neue Unterrichtsbeispiele, neue Inhalte, Ideen und Literatur ausgetauscht werden. Es ist ein Materialpool aufgebaut worden, der Lehrer/innen die Gestaltung der sozialen Lernstunde erleichtern soll. Klassenvorstände bzw. -vorständinnen haben das Portfoliokonzept aus dem Projekt KL:IBO i Knowhow übernommen, an unsere schulischen Gegebenheiten angepasst und begonnen, in ihren Klassen mit den Schüler/inne/n Stärkenportfolios anzulegen. Das Stärkenportfolio ist eine Mappe, in der die Persönlichkeit des Kindes, sein Leistungszuwachs und seine Kompetenzen anhand von persönlich gestalteten Unterlagen, gesammelten Belegen, Reflexionen und Rückmeldungen von außen sichtbar gemacht werden und die vom Kind eigenverantwortlich geführt wird. Eine Arbeitsgruppe zum Thema Stärkenportfolio bildete sich im Rahmen der Schulprogrammsitzungen. Seit dem Schuljahr 2011/2012 sind die Schüler/innen der Sekundarstufe I verpflichtet, ein Stärkenportfolio zu führen; zeitgleich wurden schulintern begleitende Fortbildungen zum Thema Coaching angeboten. Jeder Lehrperson wurden einige Schüler/innen zugewiesen mit der Aufgabe, sie bei der Zusammenstellung ihres jeweiligen Stärkenportfolios zu coachen. Für das Coaching werden pro Semester zwei Unterrichtseinheiten aus dem Pool der Teamsitzungsstunden in der Freizeit der Schüler/innen verwendet. In den dritten Klassen wird am Beginn des 2. Semesters an einem Vormittag mit den Kindern die sogenannte Straße der Fähigkeiten als Projekttag gestaltet, bei der die Schüler/innen in einem Stationenbetrieb die unterschiedlichsten Fähigkeiten überprüfen können. Dabei wird ein großes Spektrum an Fähigkeiten untersucht, darunter auch sprachliche Fähigkeiten, Ausdauer, Kraft, etc. In den dritten Klassen ist das Thema einer der planmäßigen Kursphasen, die in jeder Schulstufe zweimal bei aufgelöstem Stundenplan projektartig eine Woche lang zu verschiedenen Themen durchgeführt werden, Wir sind Expert/innen. In dieser Woche organisieren und gestalten Schüler/innen Workshops, in denen sie besondere Kompetenzen an ihre Mitschüler/innen weitergeben (z.b. ungarischer Sprachkurs, Kochen, verschiedene Sportarten etc.) 2
3 Ein Materialpool, der im Rahmen der Schulprogrammsitzungen 1 unserer Schule erstellt wurde und ständig erweitert wird, wird allen Kolleg/innen zur Verfügung gestellt. Was haben wir erreicht? Wo gibt es Entwicklungsbedarf? Alle Schüler/innen arbeiten an Stärkenportfolios. Die Qualität der Portfolios ist allerdings sehr unterschiedlich. Es gibt Beobachtungen über Auswirkungen, z.b. dass die Stärken der Schüler/innen auch gegenseitig wahrgenommen werden und dass auch außerschulische Erfahrungen und (z.b. sportliche) Kompetenzen als bedeutsam gesehen werden. Die Kommunikation zwischen den Schüler/innen, aber auch zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen hat sich dadurch laut Aussagen einzelner Schüler/innen und Lehrer/innen verbessert. Die Einstellung der Kinder zu den Stärkenportfolios ist laut mündlicher Rückmeldungen durchwegs positiv. Schüler/innen nehmen vermehrt ihre auch außerschulischen Stärken gegenseitig wahr und bemerken, dass auch ihre außerschulischen Kompetenzen bedeutsam sind. Die schulische Kommunikation hat sich durch die größere Bandbreite verbessert. Unterschiedliche Haltungen zu Bildung im Elternhaus spielen allerdings eine erhebliche Rolle. Kinder, die zuhause kaum Unterstützung erhalten oder überfordert werden, haben z.t. große Schwierigkeiten, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und benötigen mehr persönliche Unterstützung. Die schriftliche Fassung des Portfolios bietet für manche Schüler/innen nur schwer überwindbare Hürden. Es sollten daher auch nach anderen Darstellungsformen gesucht werden, Stärken festzuhalten Einige Fächer scheinen für das Entstehen eines Stärkenbewusstseins besondere Bedeutung zu gewinnen, vor allem jene, in denen die Demonstration von Stärken leichter sichtbar gemacht werden kann (wie in den bildnerischen und kreativen Fächern). Es gibt noch wenig Feedback über die Auswirkungen des Coachings. Das Coaching findet im Rahmen von Teamsitzungsstunden statt. Dennoch empfinden einige Kolleg/innen die damit verbundene Verantwortung als Mehrbelastung. Einsatz von Ressourcen: Es wurden keine zusätzlichen Ressourcen eingesetzt. Coaching findet in den Teamsitzungsstunden statt. Mittel- und langfristige Ziele und Indikatoren 2 ( ) Unsere Entwicklungsziele in Bezug auf das Thema Bewusstes Lernen anhand des Stärkenportfolios im Rahmen des sozialen Lernens sind: Die Schüler/innen sollen über den gesamten Zeitraum der Sekundarstufe 1 ein sogenanntes Stärkenportfolio gestalten. Die kontinuierliche und betreute Arbeit am Stärkenportfolio soll zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Potenzialen führen und bewusstes Lernen implizieren. Die Schüler/innen sollen wissen, was soziales Lernen bedeutet und beschreiben können, welche Inhalte es umfasst und wie man diese im schulischen Alltag umsetzt, kurz, ihre sozialen Kompetenzen verbessern. Indikatoren: Jedes Kind, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, verfügt über ein aussagekräftiges, persönliches Stärkenportfolio, in dem es seine Stärken präsentiert. Die Fähigkeit der Schüler/innen der vierten Klassen, sich auf Grundlage eines Bewusstseins der eigenen Stärken realistische Pläne für die weitere Ausbildung zu formulieren hat sich verbessert. 1 Das Schulprogramm besteht aus dem Leitbild, dem Schulprofil, der Festlegung der jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen und den Entwicklungsplänen. Das Leitbild wurde im Schuljahr 2004/2005 in einem mehrstufigen Rückkoppelungsprozess zwischen Steuergruppe, Kollegium und Schulpartnern im Konsens festgelegt. Aus diesem Leitbild wurden in der Folge die jährlichen oder auch mehrjährigen Entwicklungsvorhaben abgeleitet. Einige dieser Entwicklungsvorhaben wurden zur Gänze, andere nur teilweise umgesetzt. Der Grad der Umsetzung hängt festgestellten Verhältnis des erwarteten zum tatsächlichen Nutzen ab. 2 Ein Indikator gibt an, woran man erkennen wird, dass ein Ziel erreicht wurde. 3
4 Ziele und Vorhaben für das Schuljahr 2013/14 Ziel: Wir wollen einen ersten Schritt zur Verbesserung die Qualität der Stärkenportfolios setzen. Maßnahme 1: Wir werden die Eltern über Inhalte des sozialen Lernens und das Stärkenportfolio informieren und sie in diesen Schulentwicklungsprozess einbinden, indem wir sie einladen, das Stärkenportfolio ihrer Kinder in die Sprechstunde bzw. zum Elternsprechtag mitzunehmen. Indikator: Die Stärkenportfolios werden in Elterngesprächen gezielt thematisiert. Maßnahme 2: Bei der Teamsitzung der Stufenteams werden die Kolleg/innen in regelmäßigen Abständen dazu angehalten, die Schüler/innen zu ermutigen, die in unterschiedlichsten Unterrichtsfächern erbrachten besonderen Leistungen in den Portfolios zu sammeln und zu reflektieren. Indikator: Den Schüler/inne/n fällt es leichter ihre Leistungen im Portfolio zu dokumentieren. Die Portfolios werden vielfältiger. Maßnahme 3: Die Schüler/innen werden von den Lehrer/innen, die sie jeweils coachen, angehalten, ihre sich erweiternden Kompetenzen graphisch (Kompetenzstern, Kompetenzraster) sichtbar zu machen und sich gelegentlich von den Lehrer/innen und Peers Feedback einzuholen. Indikator: In den Stärkenportfolios werden die sich erweiternden Kompetenzen auch graphisch sichtbar gemacht. Maßnahme 4: Für Schüler/innen, die von ihren Eltern wenig Unterstützung bekommen, werden zusätzliche Betreuungsstunden angeboten. Indikator: Fünf zusätzliche Betreuungsstunden wurden eingerichtet. Maßnahme 5: Es werden die technischen Voraussetzungen geschaffen, dass Schüler/innen das Portfolio auch elektronisch führen können. Indikator: Eine Testversion des elektronischen Stärkenportfolios liegt vor. Verantwortlichkeiten siehe Umsetzungsplan. Umsetzungsplan Maßnahme Wer? Was? Bis wann? Verbesserung der Information und Einbindung der Eltern Stufenteams Information und Beteiligung der Eltern Am ersten Elternabend im Schuljahr und vor den Elternsprechtagen. Periodische Anregung der Kolleg/innen zur Nutzung der Stärkenportfolios Steuerungsgruppe (Teamsprecher/innen + Direktor) fixer Tagesordnungspunkt bei jeweils einer Stufenteamsitzung im November, Februar und Mai Anregungen zur grafischen Darstellung von Stärken und gelegentlichen Feedbacks Steuerungsgruppe + Fachgruppe Bildnerische Erziehung Workshop im Rahmen des Schulentwicklungstages Ende Oktober Zusätzliche Betreuungsstunden für Kinder, die besonderer Unterstützung bedürfen Stufenteams + Administration Durchführung der Betreuungsstunden nach der ersten Coachingeinheit im Februar 4
5 Maßnahme Wer? Was? Bis wann? Zechnische Vorbereitung einer elektronischen Variante Direktion + Informatiklehrer/innen Schaffen der technischen Voraussetzungen Abschluss bis Mai 2013 Fortbildungsplan Thema Was brauchen wir? Wer macht s? Finanzierung Coaching Workshop am Nachmittag Dr. Renate Erlach SCHILF Kollegialer Erfahrungsaustausch Stärkenportfolio: Best practice Nachmittagsworkshop externe Moderation SCHILF Stärkenportfolio und Berufsorientierung Vortrag und Diskussion Sabine Fritz (PH) SCHILF Kollegialer Erfahrungsaustausch Soziales Lernen Ganztag Kollegiale Vernetzung (Organisation Maria Koppelhuber) kostenneutral Organisation des Entwicklungs- und Umsetzungsprozesses Seit dem Schuljahr 2011/12 sind die Schüler/innen der Sekundarstufe I verpflichtet ein Stärkenportfolio zu führen. Parallel dazu werden für die Professionalisierung der Lehrer/innen (und zugleich Coaches) Fortbildungsveranstaltungen organisiert und Gesprächsforen für den Erfahrungsaustausch und zur Erhebung von Best- Practice-Modellen angeboten. Verantwortung für organisatorische Belange und für inhaltliche Weiterentwicklung: Dir. Klaus Tasch, Administration und die Steuerungsgruppe (bestehend aus Schulentwicklungsteam und Stufenteamsprecher/innen). 5
6 Internetverweise i ( ) 6
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