INFORMATIONSNACHMITTAG ÜBERTRAGUNGSNETZAUSBAU
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- Ute Färber
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1 INFORMATIONSNACHMITTAG ÜBERTRAGUNGSNETZAUSBAU Kommunikation und Bürgerdialog von der Vorplanung bis zur Inbetriebnahme Erfolgsfaktor für den Netzausbau Fabian Böttger München, den 29. Juni 2016
2 1. UNTERNEHMEN 2 Hendricks & Schwartz Hendricks & Schwartz ist spezialisiert auf die Positionierung von Unternehmen, Projekten und Personen sowie auf das aktive Management der relevanten Stakeholder Damit leisten wir einen Beitrag zur Umsetzung von Groß-, Immobilien-und Infrastrukturprojekten sowie zur Realisierung von Vertriebszielen, Investitionen und Beteiligungstransaktionen Unsere Mandanten sind Vorhabenträger, multinationale Unternehmen, Mittelstand, Investoren und Politically Exposed Persons(PEPs) Unser Industriefokus liegt dabei auf Infrastrukturen, Immobilienwirtschaft, Investoren, High-Tech, Automotive Standorte: München, Berlin, Zürich
3 1. UNTERNEHMEN 3 Analysekompetenz, Sektorexpertise und langjährige Erfahrung 20 Mitarbeiter mit breitem, akademischem Hintergrund Geschäftsleitung: Dr. Marc Tenbücken: Gründer und Managing Director Fabian Böttger, Cornelia Maier und Daniel Schreyer: Project Manager Projektteams nach Mandatsspezifikation zusammengesetzt Eigenes Research- und Analyseteam zur Generierung erfolgskritischer Informationen Senior Advisory Board: ehemalige Top-Entscheider aus Politik & Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft Breites Netzwerk, über das alle relevanten Entscheider erreicht werden können
4 1. UNTERNEHMEN 4 Schwerpunkt Groß-, Infrastruktur- und Immobilienprojekte Mehrwert Schaffung von Akzeptanz und Erhöhung der Planungssicherheit Beschleunigung von erfolgskritischen Verfahren Koordinierung aus einer Hand (Technik, Finanzierung, Recht, Politik, etc.) Leistungen Vorbereitende Analyse der Arena: Stakeholder, Themen und Prozesse Unterstützung bei der Formulierung und Durchsetzung politischer Entscheidungen Management von Bürgerbeteiligung und -kommunikation Mediale Flankierung während der Planungs- und Bauphase Kunden Energiewirtschaft: Leitungsbauprojekte, Kraftwerke und Erneuerbare Energien Verkehrsprojekte: Kraftfahrtstraßen, Bahnprojekte und Flughäfen Immobilienwirtschaft: Bauträger, Projektentwicklung, Investoren ITK-Sektor: Breitband, Mobilfunk und digitale Medien
5 2. AUSGANGSSITUATION GROß- UND INFRASTRUKTURPROJEKTE 5
6 2. AUSGANGSSITUATION GROß- UND INFRASTRUKTURPROJEKTE 6 Die Protestbereitschaft gegen Infrastrukturprojekte ist heute hoch Umfrage: Wenn in meiner Umgebung ein Großprojekt wie ein Flughafen oder ein Kraftwerk gebaut werden sollte, würde ich mich dagegen engagieren. 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% voll und ganz zustimmen eher zustimmen eher ablehnen voll und ganz ablehnen Keine Angabe Weiß nicht (Quelle: Dimap, 2011)
7 2. AUSGANGSSITUATION GROß- UND INFRASTRUKTURPROJEKTE 7 Bürgerproteste sind real Pumpspeicher Jochberg(2013) HGÜ Korridor Süd-Ost (2015) Ausbau B15 neu (2015) 3. Startbahn Flughafen München (2011)
8 2. AUSGANGSSITUATION GROß- UND INFRASTRUKTURPROJEKTE 8 Die Motive für die Ablehnung sind dabei vielschichtig NIMBY-Effekt Sorge um die eigene Gesundheit Umweltfolgen Kostendimension Vertrauensverlust der Bürger gegenüber Politik und Vorhabenträgern Defizite in der Kommunikation, Gefühl mangelnder Einbindung Egoismus und mangelnder Sinn für das Gemeinwohl
9 2. AUSGANGSSITUATION GROß- UND INFRASTRUKTURPROJEKTE 9 Bedeutung des Themas hat zugenommen Netzwerke Studien Bürgerbeteiligung Leitfäden VDI Norm 7001 Planungsrecht - 25 Abs. 3 VwVfG seit 1. Juni Art. 25 BayVwVfGseit 1. Juni 2015
10 10 3. KONSEQUENZ: VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG
11 3. VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG 11 Kommunikations-und Dialogprozess heute über den gesamten Projektverlauf erforderlich Vorplanung Genehmigungsverfahren Realisierung/Bau FrüherDialog und Öffentlichkeitsbeteiligung Formelle Öffentlichkeitsbeteiligung Information Informeller Prozess Vorhabenträger kann Dialog und Beteiligung aktiv gestalten Spielräume in der Planung können genutzt, Hinweise bereits in Antragsunterlagen berücksichtigt werden Vertrauen kann aufgebaut werden Genehmigungsbehörde zuständig Vorhabenträger hat kaum Einfluss Spielräume in der Planung sind reduziert, da Antragsunterlagen bereits eingereicht sind Information und Dialog zur Begleitung der Maßnahme Durchführung durch Vorhabenträger Keine Spielräume mehr beim Projekt
12 3. VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG 12 Bürger ist nur ein Teil der Stakeholderlandschaft Stakeholder jede Gruppe oder Einzelperson, die die Erreichung der Unternehmensziele beeinflussen kann oder von dieser beeinflusst wird R.E. Freeman (1984)
13 3. VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG 13 In der Vorplanung Chancen Frühzeitig informieren und damit Hoheit über Kommunikation sicherstellen Träger öffentlicher Belange und Bürger beteiligen, wenn noch Spielräume in der Planung bestehen Sinn und Zweck des Projekts erklären, bevor eine Begründung zur Rechtfertigung wird Themen identifizieren, die Bürgern wichtig sind, Ängsten frühzeitig begegnen Vernetzen mit Trägern öffentlicher Belange Politik, Verwaltung, Verbänden Sachliche Gesprächsebene finden, bevor Bürger sich ungehört fühlen Zeigen, dass hinter dem Projekt Menschen stehen Glaubwürdigkeit des Vorhabenträgers aktiv entwickeln Herausforderung Stakeholder fordern detaillierte Projektinformationen in der Vorplanung
14 3. VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG 14 In der Genehmigungsphase Chancen Ansprechpartner bleiben, auch wenn Genehmigungsbehörde Herr des Verfahrens ist Fördern, dass Bürger sich beteiligt fühlen, indem Prozess der Verfahren sowie Struktur und Inhalte der Antragsunterlagen erklärt werden Kein Informationsvakuum zwischen den Genehmigungsverfahren entstehen lassen, indem Kommunikation und Dialog weitergeführt wird Einvernehmliche Lösungen mit Betroffenen/Grundstückseigentümern hinsichtlich der Nutzung von Flächen (Dienstbarkeiten) finden Herausforderung In den Genehmigungsverfahren Rollen transparent kommunizieren: Genehmigungsbehörde ist Herr des Verfahrens.
15 3. VERSTÄRKTER BEDARF AN KOMMUNIKATION UND DIALOG 15 Während der Umsetzung - Bauphase Chancen Beschwerden und Klagen vermeiden, die zu Verzögerungen in der Bauphase führen Kommunen sprechfähig machen, falls Anfragen und Beschwerden von Bürgern dort geäußert werden Akzeptanz für Baumaßnahmen und begleitende Beeinträchtigungen (z. B. für Baulärm und Schwerlasttransporte) schaffen Ausführende Unternehmen in Dialog und Kommunikation einbinden, weil sie vor Ort präsent und sichtbar sind: z. B. Informationsmaterialien, Sprachregelungen, Briefing von Mitarbeitern Akzeptanz bei Bürgern schaffen, indem Vorhabenträger weiterhin erreichbar ist, z. B. über Hotline und -Postfach Herausforderung Kritische Stakeholder, die das Projekt über den gesamten Prozess hinweg ablehnen, suchen Gelegenheiten, die Umsetzung zu verzögern
16 4. IN DERPRAXIS 16
17 4. IN DER PRAXIS 17 Strukturierter Prozess mit vier Komponenten Planung Vorbereitung Umsetzung Dokumentation Entscheidung über die Beteiligungsform Analyse Stakeholderlandschaft Vorbereitung Dialogund Beteiligungsformate Erstellung Informationsmaterialien Operativer Dialog und Beteiligung Beantwortung von Anfragen Systematische Aufarbeitung von Hinweisen und Rückmeldungen Evaluation des Prozesses
18 4. IN DER PRAXIS 18 Sinnvolle Beteiligung orientiert sich an Einflussmöglichkeiten Vorklärung - Spielräume im Projekt, bei denen Einflussmöglichkeiten bestehen - Weitere Beteiligungsmöglichkeiten, z. B. finanzielle Bürgerbeteiligung Entscheidung über Beteiligungsform (Entscheidung) Mitentscheidung Mitwirkung Information keine Beteiligung Netzausbau
19 4. IN DER PRAXIS 19 Analyse der Stakeholderlandschaft ist unerlässlich kritische Positionierung III Landrat Bürgermeister Gemeinde B Vorsitzender BUND Fraktionsvorsitzender Gemeinde A II Stakeholder-Gruppen I: aktivierbare Befürworter II: aktive Gegner III: ruhiges Negativpotential IV: schlafendes Potential Bürgermeister Gemeinde A IV Geschäftsführer IHK I hohe Aktivität
20 4. IN DER PRAXIS 20 Jeweils angemessene Kommunikationswege wählen Soziale Medien Gespräch Konvent. Medien Gesprächsrunde Veranstaltung
21 4. IN DER PRAXIS 21 Unterschiedliche Formate für verschiedene Beteiligungsformen Veranstaltung zur Information Infomarkt für den Dialog Projektwerkstatt und Runde Tische, um Lösungen zu erarbeiten Online-Beteiligung als Ergänzung zu persönlichem Dialog Wichtig: Motivation der Bürger und transparentes Erwartungsmanagement
22 4. IN DER PRAXIS 22 Bürgerorientiert informieren Einfache und sachliche Sprache Zumutbarer Umfang von Informationen Erklärungen Visualisierungen Unverständlichkeit und hohe Komplexität wecken Ängste und Vorbehalte.
23 4. FAZIT 23
24 4. FAZIT 24 Was bedeuten Kommunikation und Dialog für die ausführenden Unternehmen? Ausführende Unternehmen profitieren von hoher Akzeptanz des Projekts Unsicherheiten und Verzögerungen im Projekt führen zu späterer Beauftragung Ausführende Unternehmen können Informationen und Darstellungen zu Komponenten und technischen Abläufen für die Kommunikation bereitstellen In der Umsetzungsphase können neue Stakeholder relevant werden, die zuvor nicht in Erscheinung getreten sind Ausführende Unternehmen sind in dieser Phase im Projektraum präsent und damit für Bürger als Ansprechpartner greifbar Kommunikation und Dialog über den gesamten Projektverlauf sind heute unerlässlich. Die Einbindung der ausführenden Unternehmen ist dabei essentiell, da sie die konkreten Abläufe greifbar machen können und in der Bauphase vor Ort präsent sind.
25 25 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen?
26 KONTAKT 26 Berlin Neustädtische Kirchstraße Berlin Deutschland Tel.: Fax: München Tal München Deutschland Tel.: Fax: Zürich Gartenstraße Zürich Schweiz Tel.: Fax: [email protected]
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