Argumentationstheorie 10. Sitzung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Argumentationstheorie 10. Sitzung"

Transkript

1 Argumentationstheorie 10. Sitzung sind Schlüsse wie Alle Säugetiere sind Tiere. Alle Hunde sind Säugetiere. Alle Hunde sind Tiere. Prof. Dr. Ansgar Beckermann Wintersemester 2004/5 Alle S sind M Alle S sind P Alle S sind M Alle S sind P Grundsätzliches In jedem Syllogismus kommen nur drei Begriffe vor: der Subjektbegriff S der Prädikatbegriff P und der Mittelbegriff M Alle S sind M Alle S sind P Grundsätzliches In können Prämissen und Konklusion nur eine von vier Formen haben: Alle A sind B. Kein A ist B. Einige A sind B. a e i A a B A e B A i B Einige A sind nicht B. o A o B

2 Einige gültige Einige gültige barbara darii M a P M a P Alle S sind M S a M Einige S sind M S i M Alle S sind P S a P Einige S sind P S i P celarent ferio Kein M ist P M e P Kein M ist P M e P Alle S sind M S a M Einige S sind M S i M Kein S ist P S e P Einige S sind nicht P S o P Einige ungültige Einige ungültige a o i a M a P Einige M sind P M i P Einige S sind nicht M S o M Alle S sind M S a M e o o a Kein M ist P M e P Einige M sind nicht P M o P Einige S sind nicht M S o M Alle S sind M S a M

3 Das logische Quadrat Das logische Quadrat subaltern a kontradiktorisch konträr kontradiktorisch e subaltern p und q sind konträr, wenn nicht beide wahr, aber beide falsch sein können. p und q sind kontradiktorisch, wenn nicht beide wahr und nicht beide falsch sein können. (Wenn die eine Aussage wahr ist, ist die andere falsch, und umgekehrt.) q ist zu p subaltern, wenn q aus p folgt, aber nicht p aus q. i subkonträr o p und q sind subkonträr, wenn beide wahr, aber nicht beide falsch sein können. Äquivokation Quaternio terminorum Äquivokation Quaternio terminorum Only men are rational. Nur Menschen sind vernunftbegabt. No woman is a man. Keine Frau ist ein Mensch. No woman is rational. Keine Frau ist vernunftbegabt. men im Sinne von Menschen men im Sinne von Männer

4 Äquivokation Quaternio terminorum Äquivokation Quaternio terminorum Nur Männer sind vernunftbegabt. Nur Menschen sind vernunftbegabt. Keine Frau ist ein Mann. Keine Frau ist ein Mann. Keine Frau ist vernunftbegabt. Keine Frau ist vernunftbegabt. Äquivokation Mehrdeutigkeit Generell spricht man von einem Fehlschluss aufgrund von Äquivokation (Mehrdeutigkeit), wenn ein Argument ungültig ist, weil in ihm zumindest ein Begriff an verschiedenen Stellen nicht in derselben Bedeutung verwendet wird. Lexikalische Mehrdeutigkeit a) Hein geht zur Bank. Hein begibt sich zu einem Geldinstitut. Hein begibt sich zu einer Parkbank. b) Ein Bauer darf eine Dame nicht schlagen. Etiketteregel Schachregel c) Laster kosten viel. Lastkraftwagen sind teure Fahrzeuge. Die lasterhaften Gewohnheiten eines Menschen können ihn viel Geld kosten.

5 Mehrdeutigkeit Syntaktische Mehrdeutigkeit a) Die Wahl des Vorsitzenden fand Zustimmung. Der Vorsitzende wurde gewählt, und diese Wahl fand Zustimmung. Der Vorsitzende hat gewählt, und diese Wahl fand Zustimmung. b) Karlchen mag Logik lieber als Luise. Karlchen mag Logik lieber als er Luise mag. Karlchen mag Logik lieber als Luise Logik mag. Mehrdeutigkeit Beispiele 1. Der Absatz gefiel ihr nicht. lexikalisch 2. Er nahm seinen Hut. lexikalisch 3. Klaus stritt nie mit seinem Vater, wenn er betrunken war. syntaktisch 4. Er ist schon wieder geflogen. lexikalisch 5. Ich muss die Klausur in einer Stunde schreiben. syntaktisch Äquivokationen Ein weiteres Beispiel für eine Äquivokation Was notwendig wahr ist, ist wahr. Was wahr ist, ist möglich. (P3) Was möglich ist, kann falsch sein. Was notwendig wahr ist, kann falsch sein. Auf den ersten Blick scheinen P1 bis P3 wahr zu sein. Auf den ersten Blick scheint das Argument sogar logisch gültig zu sein: Alle A sind B, alle B sind C, alle C sind D, also sind alle A D. ) Äquivokationen Ein weiteres Beispiel für eine Äquivokation Was notwendig wahr ist, ist wahr. Was wahr ist, ist möglich. (P3) Was möglich ist, kann falsch sein. Was notwendig wahr ist, kann falsch sein. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass P2 und P3 nur dann beide wahr sind, wenn möglich in P2 etwas anderes bedeutet als in P3. möglich in P2: nicht notwendig falsch möglich in P3: kontingent oder kontingent wahr

6 notwendig wahr wahre Aussagen NW: notwendig wahr KW: kontingent wahr KF: kontingent falsch NF: notwendig falsch Äquivokationen kontingent wahr kontingent falsch falsche Aussagen notwendig falsch (z. B. Ein Quadrat hat vier Seiten. ) (z. B. Manche Tische sind rund. ) (z. B. Ich habe volles Haar. ) (z. B. Jörgs Vater hatte keine Kinder. ) verschiedene Bedeutungen von möglich : nicht notwendig falsch (NW & KW & KF) kontingent wahr (KW) kontingent (KW & KF) Ein Zirkelschluss ist ein Schluss, in dem die Konklusion in offener oder versteckter Form schon in den Prämissen auftaucht. Ein Zirkelschluss hat also ungefähr die Form: A B (P3) C B Solche Schlüsse sind natürlich deduktiv gültig. (Denn wenn B wahr ist, muss B wahr sein.) Ein Zirkelschluss ist ein Schluss, in dem die Konklusion in offener oder versteckter Form schon in den Prämissen auftaucht. Ein Zirkelschluss hat also ungefähr die Form: A B (P3) C B Ihr Fehler besteht darin, dass sie keine unabhängige Begründung für die Konklusion liefern. Ein Zirkelschluss ist ein Schluss, in dem die Konklusion in offener oder versteckter Form schon in den Prämissen auftaucht. Ein Zirkelschluss hat also ungefähr die Form: A B (P3) C B Denn hier wird eine Aussage letztlich auf sich selbst zurückgeführt.

7 Der Trick bei vielen Zirkelschlüssen besteht darin, dass die Konklusion nicht offen, sondern mehr oder weniger gut verkleidet unter den Prämissen vorkommt. Jedes vierbeinige Tier hat ein Fell. Kein Tier mit vier Beinen ist ohne Fell. Wenn wir Jonas einladen, müssen wir auch Susanne einladen. Wir können Jonas nicht einladen, ohne auch Susanne einzuladen. Der Trick bei vielen Zirkelschlüssen besteht darin, dass die Konklusion nicht offen, sondern mehr oder weniger gut verkleidet unter den Prämissen vorkommt. Jedermann ein unbegrenztes Rederecht zuzugestehen, muss für den Staat letztendlich immer von Vorteil sein; denn es ist in hohem Maße von Vorteil für die Interessen der Gemeinschaft, dass jedes Individuum eine völlig unbegrenzte Freiheit genießt, seinen Ansichten Ausdruck zu verleihen. (I.M. Copi Einführung in die Logik, München: Fink 1998, 65) Der Trick bei vielen Zirkelschlüssen besteht darin, dass die Konklusion nicht offen, sondern mehr oder weniger gut verkleidet unter den Prämissen vorkommt. nur, wenn man meint, dass ich hätte anders handeln können, werde ich für mein Tun moralisch verantwortlich gemacht. Man hält nämlich den Menschen nicht für moralisch verantwortlich für eine Handlung, die zu vermeiden nicht in seiner Macht stand. (Copi, op.cit., 66f.)

Rhetorik und Argumentationstheorie.

Rhetorik und Argumentationstheorie. Rhetorik und Argumentationstheorie 3 [[email protected]] Teil 3 Widerlegungsstrategien I 2 Widerlegung von Argumenten Allgemeine Hinweise Ein Argument kann widerlegt werden indem gezeigt

Mehr

Traditionelle Logik. Dr. Uwe Scheffler. Januar [Technische Universität Dresden]

Traditionelle Logik. Dr. Uwe Scheffler. Januar [Technische Universität Dresden] Traditionelle Logik Dr. Uwe cheffler [Technische Universität Dresden] Januar 2011 Wer und Wann Aristoteles, 4. Jh. v.chr. chüler latons Lehrer von Alexander dem Großen Organon Von den Kategorien (Categoriae)

Mehr

Argumentationstheorie 11. Sitzung

Argumentationstheorie 11. Sitzung rgumentationstheorie 11. Sitzung Prof. r. nsgar eckermann Wintersemester 2004/5 Ein Zirkelschluss ist ein Schluss, in dem die Konklusion in offener oder versteckter Form schon in den Prämissen auftaucht.

Mehr

Formale Logik. 1. Sitzung. Allgemeines vorab. Allgemeines vorab. Terminplan

Formale Logik. 1. Sitzung. Allgemeines vorab. Allgemeines vorab. Terminplan Allgemeines vorab Formale Logik 1. Sitzung Prof. Dr. Ansgar Beckermann Sommersemester 2005 Wie es abläuft Vorlesung Übungszettel Tutorien Es gibt ca. in der Mitte und am Ende des Semesters je eine Klausur

Mehr

Erinnerung 1. Erinnerung 2

Erinnerung 1. Erinnerung 2 Erinnerung 1 Ein Argument ist eine Folge von Aussagesätzen, mit der der Anspruch verbunden ist, dass ein Teil dieser Sätze (die Prämissen) einen Satz der Folge (die Konklusion) in dem Sinne stützen, dass

Mehr

7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten

7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten 7 Gültigkeit und logische Form von Argumenten Zwischenresümee 1. Logik ist ein grundlegender Teil der Lehre vom richtigen Argumentieren. 2. Speziell geht es der Logik um einen spezifischen Aspekt der Güte

Mehr

Einführung in die formale Logik. Prof. Dr. Andreas Hüttemann

Einführung in die formale Logik. Prof. Dr. Andreas Hüttemann Einführung in die formale Logik Prof. Dr. Andreas Hüttemann Textgrundlage: Paul Hoyningen-Huene: Formale Logik, Stuttgart 1998 1. Einführung 1.1 Logische Folgerung und logische Form 1.1.1 Logische Folgerung

Mehr

Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache

Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache Logik und Missbrauch der Logik in der Alltagssprache Wie gewinnt man in Diskussionen? Carmen Kölbl SS 2004 Seminar: " Logik auf Abwegen: Irrglaube, Lüge, Täuschung" Übersicht logische Grundlagen Inferenzregeln

Mehr

2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln. 1) Intensionale Interpretation

2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln. 1) Intensionale Interpretation 2.1.3 Interpretation von aussagenlogischen Formeln 1) Intensionale Interpretation Definition 11: Eine intensionale Interpretation einer aussagenlogischen Formel besteht aus der Zuordnung von Aussagen zu

Mehr

Formale Logik. 4. Sitzung. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL

Formale Logik. 4. Sitzung. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL. Die Logik der Sprache AL ormale Logik 4. Sitzung Prof. Dr. Ansgar Beckermann Sommersemester 2005 Erinnerung Ein Satz ist genau dann logisch wahr, wenn er unabhängig davon, was die in ihm vorkommenden deskriptiven Zeichen bedeuten

Mehr

Einführung in die Logik

Einführung in die Logik Einführung in die Logik Prof. Dr. Ansgar Beckermann Wintersemester 2001/2 Allgemeines vorab Wie es abläuft Vorlesung (Grundlage: Ansgar Beckermann. Einführung in die Logik. (Sammlung Göschen Bd. 2243)

Mehr

Vorlesung Einführung in die Logik Prädikatenlogik. Philipp Etti (Institut für Logik+Wissenschaftstheorie)

Vorlesung Einführung in die Logik Prädikatenlogik. Philipp Etti (Institut für Logik+Wissenschaftstheorie) Vorlesung Einführung in die Logik Prädikatenlogik Philipp Etti (Institut für Logik+Wissenschaftstheorie) www.etti.de.gg Aussagenlogik versus Prädikatenlogik AL: * Aussagenlogik Prädikatenlogik * Aussage

Mehr

Argumentationstheorie 5. Sitzung

Argumentationstheorie 5. Sitzung Zwei Arten von Schlüssen Argumentationstheorie 5. Sitzung All reasonings may be divided into two kinds, namely demonstrative reasoning, [ ] and moral (or probable) reasoning. David Hume An Enquiry Concerning

Mehr

1 Einführung in die Prädikatenlogik

1 Einführung in die Prädikatenlogik 1 Einführung in die Prädikatenlogik Die Aussagenlogik behandelt elementare Aussagen als Einheiten, die nicht weiter analysiert werden. Die Prädikatenlogik dagegen analysiert die elementaren Aussagen und

Mehr

Übung zu Grundlagen der Logik und Logik-Programmierung

Übung zu Grundlagen der Logik und Logik-Programmierung Übung zu Grundlagen der Logik und Logik-Programmierung Übungsblatt 7 (8.Übung) Florian Wittmann Uni Erlangen, Informatik 8 Inhalt 1 Aufgabe 7-1: Erfüllbarkeit 2 Aufgabe 7-2: Implikation 3 Aufgabe 7-3:

Mehr

14 Beurteilung umgangssprachlicher Sätze und Argumente mit aussagenlogischen Mitteln

14 Beurteilung umgangssprachlicher Sätze und Argumente mit aussagenlogischen Mitteln 14 Beurteilung umgangssprachlicher Sätze und Argumente mit aussagenlogischen Mitteln Erinnerung Man kann die logischen Eigenschaften von Sätzen der Sprache AL in dem Maße zur Beurteilung der logischen

Mehr

7 Bedeutung und Logik

7 Bedeutung und Logik 7 Bedeutung und Logik 7.1 Logische Eigenschaften von Sätzen 7.2 Logische Beziehungen zwischen Sätzen 7.3 Logische Beziehungen und Bedeutungsbeziehungen 7.4 Formale Semantik Johannes Dölling: Semantik und

Mehr

17 Grundbegriffe der Logik der Sprache PL

17 Grundbegriffe der Logik der Sprache PL 17 Grundbegriffe der Logik der Sprache PL Erinnerung Definition 11.1 Ein Satz A der Sprache AL ist genau dann logisch wahr, wenn sich allein aus der Bedeutung der in ihm vorkommenden logischen Ausdrücke

Mehr

7 Bedeutung und Logik

7 Bedeutung und Logik 7.1 Logische Eigenschaften von Sätzen 7.2 Logische Beziehungen zwischen Sätzen 7.3 Logische Beziehungen und Bedeutungsbeziehungen 7.4 Formale Semantik 7.1 Logische Eigenschaften von Sätzen Ein Satz φ ist

Mehr

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009 TU Dortmund, Wintersemester 2009/10 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Mehr

12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache AL

12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache AL 12 Wahrheitsbäume zur Beurteilung der logischen Wahrheit von Sätzen der Sprache L Eine zweite Methode Das Wahrheitsbaumverfahren Dieses Verfahren beruht auf der Methode des indirekten Beweises. Wahrheitsbäume

Mehr

Junktoren der Aussagenlogik zur Verknüpfung zweier Aussagen A, B

Junktoren der Aussagenlogik zur Verknüpfung zweier Aussagen A, B Junktoren der Aussagenlogik zur Verknüpfung zweier Aussagen A, B Name Zeichen Bedeutung Wahrheitstafel Bemerkung mit zugehöriger Dualzahl ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Mehr

Wissenschaftliches Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten Teil 7: Argumentieren und Begründen 1 Grundregel: Spezifisch argumentieren Wissenschaftliches Arbeiten Nie mehr zeigen, als nötig oder gefragt ist. Sonst wird das Argument angreifbar und umständlich. Schwammige

Mehr

Sudoku. Warum 6? Warum 6?

Sudoku. Warum 6? Warum 6? . / Sudoku Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem x Kästchen alle Zahlen von bis stehen.. / Warum?. / Warum?. / Geschichte der Logik Syllogismen (I) Beginn

Mehr

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 9.

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 9. Formale Logik PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg Wintersemester 16/17 Sitzung vom 9. November 2016 Weitere Begriffe Eine Zuweisung von Wahrheitswerten W bzw. F

Mehr

Logik für Informatiker Logic for computer scientists

Logik für Informatiker Logic for computer scientists Logik für Informatiker Logic for computer scientists Till Mossakowski Wintersemester 2014/15 Till Mossakowski Logik 1/ 31 Die Logik der Quantoren Till Mossakowski Logik 2/ 31 Wahrheitsfunktionale Form

Mehr

Klausurvorbereitung zum Seminar Formale Logik im Sommersemester 2005

Klausurvorbereitung zum Seminar Formale Logik im Sommersemester 2005 Klausurvorbereitung zum Seminar Formale Logik im Sommersemester 2005 Philipps-Universität Marburg, Fachbereich 03. Dozent: Willem Warnecke. Zusammenfassung Beispiele Merkblatt I und Formelsammlung (jeweils

Mehr

Epistemische Logik Einführung

Epistemische Logik Einführung Epistemische Logik Einführung Dr. Uwe Scheffler [Technische Universität Dresden] Oktober 2010 Was ist epistemische Logik? Epistemische Logik ist die Logik von Wissen und Glauben, so wie klassische Logik

Mehr

2.2.4 Logische Äquivalenz

2.2.4 Logische Äquivalenz 2.2.4 Logische Äquivalenz (I) Penélope raucht nicht und sie trinkt nicht. (II) Es ist nicht der Fall, dass Penélope raucht oder trinkt. Offenbar behaupten beide Aussagen denselben Sachverhalt, sie unterscheiden

Mehr

Verwendung von Methoden der formalen Logik in der Linguistik

Verwendung von Methoden der formalen Logik in der Linguistik 1.1 Logik und Linguistik 1 Einführung 1.1 Logik und Linguistik [ Gamut 9-27, Partee 93-95, Chierchia 17-52 ] Natürliche Sprachen sind durch Ambiguitäten und Vagheiten beim Ausdruck von Denkinhalten charakterisiert.

Mehr

Formale Methoden II. Gerhard Jäger. SS 2008 Universität Bielefeld. Teil 8, 11. Juni 2008. Formale Methoden II p.1/30

Formale Methoden II. Gerhard Jäger. SS 2008 Universität Bielefeld. Teil 8, 11. Juni 2008. Formale Methoden II p.1/30 Formale Methoden II SS 2008 Universität Bielefeld Teil 8, 11. Juni 2008 Gerhard Jäger Formale Methoden II p.1/30 Beispiele Anmerkung: wenn der Wahrheitswert einer Formel in einem Modell nicht von der Belegungsfunktion

Mehr

In Argumentationen wollen wir die Gültigkeit von Aussagen erweisen. Schauen wir uns noch einmal zwei Beispiele deduktiven Schließens an:

In Argumentationen wollen wir die Gültigkeit von Aussagen erweisen. Schauen wir uns noch einmal zwei Beispiele deduktiven Schließens an: Grundlagen: Die Grundlage unseres Argumentierens bildet der sog. Syllogismus, der aus Prämissen (Voraussetzungen) und einer Konklusion (Schlussfolgerung) aufgebaut ist. Der praktische Syllogismus besteht

Mehr

Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit

Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit Nietzsche gegen die Lehrer der Selbstlosigkeit Fabian Hundertmark Matrikel-Nummer: 1769284 26. November 2007 1 Was werde ich tun? Im folgenden Essay werde ich ein Argument analysieren, in welchem Friedrich

Mehr

Wenn alle Bären pelzig sind und Ned ein Bär ist, dann ist Ned pelzig.

Wenn alle Bären pelzig sind und Ned ein Bär ist, dann ist Ned pelzig. 2.2 Logische Gesetze 19 auch, was für Sätze logisch wahr sein sollen. Technisch gesehen besteht zwar zwischen einem Schluss und einem Satz selbst dann ein deutlicher Unterschied, wenn der Satz Wenn...dann

Mehr

Vorlesung. Einführung in die mathematische Sprache und naive Mengenlehre

Vorlesung. Einführung in die mathematische Sprache und naive Mengenlehre Vorlesung Einführung in die mathematische Sprache und naive Mengenlehre Allgemeines RUD26 Erwin-Schrödinger-Zentrum (ESZ) RUD25 Johann-von-Neumann-Haus Fachschaft Menge aller Studenten eines Institutes

Mehr

Kapitel 1.0. Aussagenlogik: Einführung. Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1

Kapitel 1.0. Aussagenlogik: Einführung. Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1 Kapitel 1.0 Aussagenlogik: Einführung Mathematische Logik (WS 2011/12) Kapitel 1.0: Aussagenlogik: Einführung 1/ 1 Ziele der Aussagenlogik In der Aussagenlogik analysiert man die Wahrheitswerte zusammengesetzter

Mehr

FORWARD THINKING. In der Argumentation überzeugen. Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Gespräch. 41. Controller Congress 2016

FORWARD THINKING. In der Argumentation überzeugen. Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Gespräch. 41. Controller Congress 2016 360 FORWARD THINKING Controlling Management Rechnungslegung Prof. Detlev R. Zillmer In der Argumentation überzeugen Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Gespräch 41. Controller Congress 2016 Dokumentation

Mehr

Logik und Beweise. Logik und Beweise. Vorsemesterkurs SoSe März 2016

Logik und Beweise. Logik und Beweise. Vorsemesterkurs SoSe März 2016 Logik und Beweise Logik und Beweise Vorsemesterkurs SoSe16 Ronja Düffel 21. März 2016 Logik und Beweise Wozu Beweise in der Informatik?... um Aussagen wie 1 Das Programm erfüllt die gewünschte Aufgabe.

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie. [[email protected]]

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Rhetorik und Argumentationstheorie 1 [[email protected]] Ablauf der Veranstaltung Termine 1-6 Erarbeitung diverser Grundbegriffe Termine 7-12 Besprechung von philosophischen Aufsätzen Termin

Mehr

Frege löst diese Probleme, indem er zusätzlich zum Bezug (Bedeutung) sprachlicher Ausdrücke den Sinn einführt.

Frege löst diese Probleme, indem er zusätzlich zum Bezug (Bedeutung) sprachlicher Ausdrücke den Sinn einführt. 1 Vorlesung: Denken und Sprechen. Einführung in die Sprachphilosophie handout zum Verteilen am 9.12.03 (bei der sechsten Vorlesung) Inhalt: die in der 5. Vorlesung verwendeten Transparente mit Ergänzungen

Mehr

Analyse ethischer Texte

Analyse ethischer Texte WEITERBILDUNGSSTUDIENGANG ANGEWANDTE ETHIK SOMMERSEMESTER 2005 Prof. Dr. Kurt Bayertz Analyse ethischer Texte 23. Juli 2005 I. Was sind Argumente? Zunächst eine allgemeine Charakterisierung von Argumenten

Mehr

Einführung in die Logik

Einführung in die Logik Einführung in die Logik Klaus Madlener und Roland Meyer 24. April 2013 Inhaltsverzeichnis 1 Aussagenlogik 1 1.1 Syntax................................. 1 1.2 Semantik............................... 3 1.3

Mehr

Kapitel 1. Aussagenlogik

Kapitel 1. Aussagenlogik Kapitel 1 Aussagenlogik Einführung Mathematische Logik (WS 2012/13) Kapitel 1: Aussagenlogik 1/17 Übersicht Teil I: Syntax und Semantik der Aussagenlogik (1.0) Junktoren und Wahrheitsfunktionen (1.1) Syntax

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie.

Rhetorik und Argumentationstheorie. Rhetorik und Argumentationstheorie 2 [[email protected]] Teil 2 Was ist ein Beweis? 2 Wichtige Grundlagen Tautologie nennt man eine zusammengesetzte Aussage, die wahr ist, unabhängig vom

Mehr

1 Aussagenlogischer Kalkül

1 Aussagenlogischer Kalkül 1 Aussagenlogischer Kalkül Ein Kalkül in der Aussagenlogik soll die Wahrheit oder Algemeingültigkeit von Aussageformen allein auf syntaktischer Ebene zeigen. Die Wahrheit soll durch Umformung von Formeln

Mehr

Paradoxien der Replikation

Paradoxien der Replikation Joachim Stiller Paradoxien der Replikation Alle Rechte vorbehalten Paradoxien Die Paradoxien (Wiki) Hier einmal Auszüge aus dem Wiki-Artikel zum Begriff Paradoxon Ein Paradox(on) (auch Paradoxie, Plural

Mehr

Seminar Übergänge. Einstieg: Kartenaufgabe. Gliederung

Seminar Übergänge. Einstieg: Kartenaufgabe. Gliederung Einstieg: Kartenaufgabe Gegeben sind vier Karten. Jede Karte hat auf der einen Seite einen Buchstaben und auf der anderen Seite eine Zahl. Seminar Übergänge Thema: Logische Probleme Thomas Hellwig, Thomas

Mehr

Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5. Grundlagen:

Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5. Grundlagen: Ethisch-moralisches Argumentieren Station 3: Sein-Sollen-Fehlschluss Seite 1 von 5 Grundlagen: Die Grundlage unseres Argumentierens bildet der sog. Syllogismus, der aus Prämissen (Voraussetzungen) und

Mehr

Aussagenlogik. Aussagen und Aussagenverknüpfungen

Aussagenlogik. Aussagen und Aussagenverknüpfungen Aussagenlogik Aussagen und Aussagenverknüpfungen Aussagen sind Sätze, von denen sich sinnvollerweise sagen läßt, sie seien wahr oder falsch. Jede Aussage besitzt also einen von zwei möglichen Wahrheitswerten,

Mehr

Leitfaden für die schriftliche Kommunikation im DSD I. Arbeitsversion

Leitfaden für die schriftliche Kommunikation im DSD I. Arbeitsversion Leitfaden für die schriftliche Kommunikation im DSD I Arbeitsversion 1 Aufgabe Aufgabe Haustiere 1) Gib alle vier Aussagen aus dem Internetforum mit eigenen Worten wieder. Wiedergabe 2) Hast du selber

Mehr

Begrüßung - Organisatorisches Vortrag: Grundfiguren der Logik Input: Kurzfilm Was ist Logik? Arbeitsphase Aussprache - Diskussion

Begrüßung - Organisatorisches Vortrag: Grundfiguren der Logik Input: Kurzfilm Was ist Logik? Arbeitsphase Aussprache - Diskussion Vorlesung Einführung in die Bildungswissenschaft (Winter 2012/13) Dr. Hans-Peter Gerstner / Markus Popp (16. 01. 2013) Schwerpunkt 1: Logik der Erziehungs- und Bildungswissenschaft Begrüßung - Organisatorisches

Mehr

1 Loesungen zu Analysis 1/ 1.Uebung

1 Loesungen zu Analysis 1/ 1.Uebung Loesungen ausgewaehlter Beispiele zu Analysis I, G. Bergauer, Seite 1 1 Loesungen zu Analysis 1/ 1.Uebung 1.1 Einleitung Gegeben Mengen X, A mit A X. Sei die Menge durch A = {a X : a erfuellt B} gegeben,

Mehr

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben?

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben? Ulrich Janßen Ulla Steuernagel Warum sind die Dinosaurier ausgestorben? Mit Illustrationen von Klaus Ensikat Deutsche Verlags-Anstalt München Zu Beginn des Erdmittelalters sah die Erde anders aus als

Mehr

Praktisches Studiensemester Seminar Präsentationstechnik

Praktisches Studiensemester Seminar Präsentationstechnik Praktisches Studiensemester Seminar Präsentationstechnik Trainer: Udo Albrecht, Kommunikation und mehr... Kommunikation und mehr... Udo Albrecht Folie 1 Kommunikation und mehr... Udo Albrecht Folie 2 Präsentationstechnik?

Mehr

5.2 Logische Gültigkeit, Folgerung, Äquivalenz

5.2 Logische Gültigkeit, Folgerung, Äquivalenz 5.2 Logische Gültigkeit, Folgerung, Äquivalenz Durch Einsetzung von PL1-Formeln für die Metavariablen in AL-Gesetzen erhält man PL1-Instanzen von AL-Gesetzen. Beispiele: φ φ AL PL1-Instanzen: Pa () Pa

Mehr

In der deutschsprachigen Hundeszene (ein unpassendes Wort, weil sich die Hunde ja nicht an den Diskussionen beteiligen können) herrscht heute ein

In der deutschsprachigen Hundeszene (ein unpassendes Wort, weil sich die Hunde ja nicht an den Diskussionen beteiligen können) herrscht heute ein Einleitung Hunde sind faszinierende Lebewesen. Ich glaube, es gibt kein anderes Tier, das derart viele Aufgaben und vor allem Ansprüche des Menschen erfüllt und erfüllen muss wie der Hund. Sie müssen für

Mehr

Diese Unterteilung ist nicht exklusiv, Fachgrenzen (gerade auch im Zuge der interdisziplinären Vernetzung) durchlässig!

Diese Unterteilung ist nicht exklusiv, Fachgrenzen (gerade auch im Zuge der interdisziplinären Vernetzung) durchlässig! Allgemeine Begriffsbestimmung von Wissenschaft Wissenschaft ist der Oberbegriff für alle diejenigen Disziplinen menschlicher Forschung, deren Ziel es ist, Tatsachen über Bereiche der Natur sowie der geistigen,

Mehr

Klassische Aussagenlogik

Klassische Aussagenlogik Eine Einführung in die Logik Schon seit Jahrhunderten beschäftigen sich Menschen mit Logik. Die alten Griechen und nach ihnen mittelalterliche Gelehrte versuchten, Listen mit Regeln zu entwickeln, welche

Mehr

Meine Damen und Herren, ich freue mich, Sie heute hier im Namen der Frankfurt School of Finance und Management begrüßen zu dürfen.

Meine Damen und Herren, ich freue mich, Sie heute hier im Namen der Frankfurt School of Finance und Management begrüßen zu dürfen. Meine Damen und Herren, ich freue mich, Sie heute hier im Namen der Frankfurt School of Finance und Management begrüßen zu dürfen. Manch einer wird sich vielleicht fragen: Was hat eigentlich die Frankfurt

Mehr

Logik für Informatiker

Logik für Informatiker Vorlesung Logik für Informatiker 1. Einführung Bernhard Beckert Universität Koblenz-Landau Sommersemester 2006 Logik für Informatiker, SS 06 p.1 Formale Logik Ziel Formalisierung und Automatisierung rationalen

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Beweistechniken 1.1 Prädikatenlogik..................................... 1. Direkter Beweis.................................... 3 1.3 Indirekter Beweis....................................

Mehr

Erläuterung zum Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch

Erläuterung zum Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch TU Dortmund, Wintersemester 2010/11 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Aristoteles, Metaphysik Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch (Buch 4/Γ; Woche 4: 8. 9.11.2010) I. Der

Mehr

Take Home Klausur BA4

Take Home Klausur BA4 Take Home Klausur BA4 im Seminar 050382 Deontische Logik bei Robert Mill im WS 15/16 vom 18. Februar 2016 Abgabe: Spätestens am Montag, den 4.4.2016 im Hausarbeitenkasten des Philosphischen Seminars Inhaltsverzeichnis

Mehr

Welcher der folgenden Sätze ist eine Aussage, welcher eine Aussageform, welcher ist keines von beiden:

Welcher der folgenden Sätze ist eine Aussage, welcher eine Aussageform, welcher ist keines von beiden: Übungsaufgaben 1. Aufgabe 1 Welcher der folgenden Sätze ist eine Aussage, welcher eine Aussageform, welcher ist keines von beiden: a. x ist eine gerade Zahl. Aussageform b. 10 ist Element der Menge A.

Mehr

Logik und Argumentation

Logik und Argumentation Logik und Argumentation Materialien zu einführenden Vorlesungen über formale Logik und Argumentationstheorie Prof. Dr. Torsten Wilholt Institut für Philosophie Leibniz Universität Hannover [email protected]

Mehr

VORANSICHT. Ob Comics, lustige Dialoge oder Scherzfragen, Das ist ja zum Lachen! Mit Witzen die wörtliche Rede kennenlernen.

VORANSICHT. Ob Comics, lustige Dialoge oder Scherzfragen, Das ist ja zum Lachen! Mit Witzen die wörtliche Rede kennenlernen. 1 von 14 Das ist ja zum Lachen! Ein Beitrag von Sandra Kroll-Gabriel, Ingolstadt Ob Comics, lustige Dialoge oder Scherzfragen, Kinder lieben Witze. Beste Voraussetzungen also für diese Unterrichtseinheit,

Mehr

Grammatikanalyse. Prof. Dr. John Peterson. Sprechstunde: Montags, 14:30-15:30h Raum LS10/Raum 425. Sommersemester 2015 Donnerstags, 14:15h-15:45h

Grammatikanalyse. Prof. Dr. John Peterson. Sprechstunde: Montags, 14:30-15:30h Raum LS10/Raum 425. Sommersemester 2015 Donnerstags, 14:15h-15:45h Grammatikanalyse Sommersemester 2015 Donnerstags, 14:15h-15:45h Prof. Dr. John Peterson Sprechstunde: Montags, 14:30-15:30h Raum LS10/Raum 425 1 Termin Thema 16.4. Einführung Zerlegung des Satzes in seine

Mehr

Klausur Basismodul Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Klausur Basismodul Einführung in die Volkswirtschaftslehre Friedrich-Schiller-Universität Jena Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre Makroökonomik PD Dr. Markus Pasche Klausur Basismodul Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Mehr

Vorkurs: Mathematik für Informatiker Steven Köhler, Anja Moldenhauer, Marcel Morisse

Vorkurs: Mathematik für Informatiker Steven Köhler, Anja Moldenhauer, Marcel Morisse Vorkurs: Mathematik für Informatiker Steven Köhler, Anja Moldenhauer, Marcel Morisse Wintersemester 2014/15 Aufgaben I-1. Es seien die folgenden Mengen A = {5,7,9}, B = {5,6,7} und C = {1,3,5,7,9} gegeben.

Mehr

AND -logische Multiplikation

AND -logische Multiplikation Posten: AND-logische Multiplikation Informationsblatt für die Lehrkraft AND -logische Multiplikation X X OR Y Y Posten: AND-logische Multiplikation Informationsblatt für die Lehrkraft Thema: Schultyp:

Mehr

Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt. Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt

Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt. Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt Kategorie Ecolier Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt 3. 4 595 36,3 4. 7 107 44,4 Kategorie Benjamin Schulstufe Teilnehmer/innen Punktedurchschnitt 5. 21 590 39,7 6. 22 414 47,8 Bei Untersuchung

Mehr

Handout zu Beweistechniken

Handout zu Beweistechniken Handout zu Beweistechniken erstellt vom Lernzentrum Informatik auf Basis von [Kre13],[Bün] Inhaltsverzeichnis 1 Was ist ein Beweis? 2 2 Was ist Vorraussetzung, was ist Behauptung? 2 3 Beweisarten 3 3.1

Mehr

Peter Bernhard: ÜBUNGEN zum KOMPAKTKURS FORMALE LOGIK. Erstellt in Zusammenarbeit mit Tabea Rohr

Peter Bernhard: ÜBUNGEN zum KOMPAKTKURS FORMALE LOGIK. Erstellt in Zusammenarbeit mit Tabea Rohr Peter Bernhard: ÜBUNGEN zum KOMPAKTKURS FORMALE LOGIK Erstellt in Zusammenarbeit mit Tabea Rohr Übungsblatt 1 Liegen hier Argumente vor? Wenn ja, was ist jeweils die Begründung, was die Behauptung? Falls

Mehr

Aristoteles Satz vom Widerspruch. Prof. Dr. Gregor Nickel: Philosophie der Mathematik. (Vorlesung im Sommersemester 2016)

Aristoteles Satz vom Widerspruch. Prof. Dr. Gregor Nickel: Philosophie der Mathematik. (Vorlesung im Sommersemester 2016) Aristoteles Satz vom Widerspruch Prof. Dr. Gregor Nickel: Philosophie der Mathematik (Vorlesung im Sommersemester 2016) Stand: 15.06.2016 Karsten Berg Ja, er gilt absolut! In der Logik und damit auch der

Mehr

Gegenstände / Themen / Inhalte Arbeitstechniken / Arbeitsmethoden Kompetenzen. - philosophisches Gespräch

Gegenstände / Themen / Inhalte Arbeitstechniken / Arbeitsmethoden Kompetenzen. - philosophisches Gespräch Gymnasium Sedanstr. Lehrpläne S II Fach: Philosophie Jahrgang: 11/I Unterrichtsvorhaben : Einführung in die Philosophie Einführung in die Philosophie 1. Traum und Realität 2. Staunen und Wissen 3. Die

Mehr

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 30.

Formale Logik. PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg. Wintersemester 16/17 Sitzung vom 30. Formale Logik PD Dr. Markus Junker Abteilung für Mathematische Logik Universität Freiburg Wintersemester 16/17 Sitzung vom 30. November 2016 Süddeutsche Zeitung, 8. Januar 2010 Fehlschluss: G L (L G) vielleicht

Mehr

Allgemeine Einführung

Allgemeine Einführung Neutestamentliche Briefliteratur Gottes Wort (nicht nur) in konkreten Situationen Prof. Dr. Jacob Thiessen, STH Basel Vgl. J. Thiessen, Hermeneutik der Bibel. Grundsätze zur Auslegung und Anwendung biblischer

Mehr

Bachelorprüfung/Diplomvorprüfung Einführung in die Unternehmensführung (BWL 1)

Bachelorprüfung/Diplomvorprüfung Einführung in die Unternehmensführung (BWL 1) Bachelorprüfung/Diplomvorprüfung Einführung in die Unternehmensführung (BWL 1) Wintersemester 2010/2011, 17. Februar 2011 Name, Vorname:... Ich bestätige hiermit, dass ich der Veröffentlichung Matr. Nr.:...

Mehr

Welcher Bruch liegt genau zwischen den Brüchen 1 9 und 1 10? Um diese Frage zu beantworten, musst du das arithmetische Mittel berechnen!

Welcher Bruch liegt genau zwischen den Brüchen 1 9 und 1 10? Um diese Frage zu beantworten, musst du das arithmetische Mittel berechnen! 1 Wie viele rationale Zahlen liegen zwischen folgenden Zahlen? a) 0 und 1 c) 0 und 0,001 b) 0 und 0,1 d) 0,001 und 0,0001 2 Welche rationalen Zahlen sind hier dargestellt? 3 In Kürze werden die Luftballons

Mehr

Ludwig Wittgenstein - alle Philosophie ist Sprachkritik

Ludwig Wittgenstein - alle Philosophie ist Sprachkritik Ludwig Wittgenstein - alle Philosophie ist Sprachkritik Andreas Hölzl 15.05.2014 Institut für Statistik, LMU München 1 / 32 Gliederung 1 Biographie Ludwig Wittgensteins 2 Tractatus logico-philosophicus

Mehr

Vorkurs: Mathematik für Informatiker

Vorkurs: Mathematik für Informatiker Vorkurs: Mathematik für Informatiker Teil 3 Wintersemester 2016/17 Steven Köhler [email protected] mathe.stevenkoehler.de 2 c 2016 Steven Köhler Wintersemester 2016/17 Inhaltsverzeichnis Teil 1 Teil

Mehr

Falscher Kläffer!? Was fällt Ihnen dazu ein? Sagen Sie ganz ehrlich Ihre Meinung...

Falscher Kläffer!? Was fällt Ihnen dazu ein? Sagen Sie ganz ehrlich Ihre Meinung... Falscher Kläffer!? Was fällt Ihnen dazu ein? Sagen Sie ganz ehrlich Ihre Meinung... Haben Sie an ihn gedacht? Ganz schön falsch Ihre ehrliche Meinung! Oder glauben Sie wirklich, ein Tier kann menschliche

Mehr

LEKTION. dick. dünn. Themen aktuell 2 Deutsch als Fremdsprache Niveaustufe A2 Kursbuch ISBN Max Hueber Verlag 2003 AUSSEHEN

LEKTION. dick. dünn. Themen aktuell 2 Deutsch als Fremdsprache Niveaustufe A2 Kursbuch ISBN Max Hueber Verlag 2003 AUSSEHEN LEKTION 1 dick dünn traurig fröhlich hübsch h ässlich Hut Brille blond schwarzhaarig Hemd Hose Schuhe Kleid Strümpfe Bluse Rock AUSSEHEN LEKTION 1 1 Drei Ehepaare Uta Brigitte Peter Hans Eva Klaus 1. Wie

Mehr

mathe plus Aussagenlogik Seite 1

mathe plus Aussagenlogik Seite 1 mathe plus Aussagenlogik Seite 1 1 Aussagenlogik 1.1 Grundbegriffe Def 1 Aussage Eine Aussage ist ein beschriebener Sachverhalt, dem eindeutig einer der Wahrheitswerte entweder wahr oder falsch zugeordnet

Mehr

Aufgabe 1. Wie muss? richtig angeschrieben werden?

Aufgabe 1. Wie muss? richtig angeschrieben werden? Aufgabe 1 Wie muss? richtig angeschrieben werden? Aufgabe 1 Wie muss? richtig angeschrieben werden? Aufgabe 2 Wie gross ist die Summe der Innenwinkel im konvexen und konkaven Viereck? Aufgabe 2 Wie gross

Mehr

Einführung in die Pragmatik

Einführung in die Pragmatik Einführung in die Pragmatik Inferenztypen Proseminar Institut für Deutsche Sprache und Literatur 1 Universität Köln 22.-25. Juli 2013 Inferenztypen Implikation, logische Schlussfolgerung (entailment) (1)

Mehr

Ethischer Relativismus und die moralische Beurteilung der Handlungen von Menschen in anderen Kulturen. Jörg Schroth

Ethischer Relativismus und die moralische Beurteilung der Handlungen von Menschen in anderen Kulturen. Jörg Schroth Philosophie und/als Wissenschaft Proceedings der GAP.5, Bielefeld 22. 26.09.2003 Ethischer Relativismus und die moralische Beurteilung der Handlungen von Menschen in anderen Kulturen Jörg Schroth Für den

Mehr

Klassische Logik. - eine Einführung - Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Semester: WS 2012/2013. (I.) Wichtiges in Kürze: Dozent(in): Anmeldefrist:

Klassische Logik. - eine Einführung - Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Semester: WS 2012/2013. (I.) Wichtiges in Kürze: Dozent(in): Anmeldefrist: Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Semester: WS 2012/2013 Klassische Logik - eine Einführung - Veranstaltungs-Nummer: B2-1/P2-1 Logik (neue PO) (I.) Wichtiges in Kürze: Dozent(in): Jun.-Prof. Dr. J.

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Klausur: Grundwissen Europäische Union I - Gründung, Binnenmarkt, Zuständigkeiten und Organe der EU Das komplette Material finden

Mehr

Einführung in die Mathematik (Vorkurs 1 )

Einführung in die Mathematik (Vorkurs 1 ) Einführung in die Mathematik (Vorkurs 1 ) Wintersemester 2008/09 Dr. J. Jordan Institut für Mathematik Universität Würzburg Germany 1 Modulbezeichnung 10-M-VKM 1 Inhaltsverzeichnis 1 Aussagen und Beweise

Mehr