Den Wandel verstehen

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1 Den Wandel verstehen

2 Phasen des Wandels: 8-Phasen-Change- Modell Emotionaler Energiegehalt u. rationale Auseinandersetzung O Strategische Planungsphase Wir müssen was ändern! Zeit 1 Überraschungsphase Das kann doch nicht wahr sein! 2 Verneinungs- u. Positionierungsphase Das stimmt nicht! 3 Rationale Akzeptanzphase Es ist furchtbar, aber es ist schon klar, dass 7 Integrationsphase Das ist schon selbstverständlich! 6 Erkenntnisphase So könnte es tatsächlich gehen! 5 Test- und Ausprobierphase 4 Emotionale Akzeptanzphase Es stimmt eigentlich doch! Wir können es mal versuchen!

3 0: Strategische Planungsphase Stunde 0 des Change Kleine Gruppe (Schulleitung oder einzelne Entscheider) planen die Veränderung aufgrund von der Schulaufsichtsbehörde gesehene Notwendigkeiten Möglich bei evolutionären oder revolutionären Change- Prozessen Ggf. erste Planungen über Schritte und deren Kommunikation Beteiligung interner und externer Berater Spannung, Entschlossenheit, Ärger, ggf. Neugierde Meetings der Schulleitung (auch ungeplant) finden statt, die Ergebnisse werden nicht deutlich; Vorahnungen entstehen Veränderungsnotwendigkeit führt zu grundlegend neuen Gedanken, Planungen, Handlungen

4 1: Thematisierungsphase, Überraschungs- oder Schockphase Konfrontation der Beteiligten mit einer neuen Situation bzw. neuen Anforderungen und Erwartungen, für die noch kein angemessenes Verhalten oder keine umfangreiche Lösung existiert Thematisierung von Mängeln und Problemen; Formulierung von neuen Zielen und Anforderungen Hohe Unsicherheit und starke Emotionen (denn überwiegende Mehrzahl ist überrascht) Abwartendes Verhalten Entscheidungen werden getroffen Irritation wird laut, Prozesse verlangsamen sich, Flurgespräche nehmen zu

5 2: Verneinungs-, Abwehr- und Positionierungsphase Bisherige Positionen der Beteiligten werden durch die Veränderungen in Frage gestellt im Interesse der eigenen Zukunftssicherung beziehen zahlreiche Beteiligte sehr deutlich Position Verteidiger scheinbar bewährter Positionen, Verhaltensweisen und Strukturen stehen Befürwortern des Change-Prozesses, die die anstehenden Veränderungsprozesse als Chance für die Schule und die eigene Position sehen, gegenüber Es wird Gas gegeben ( Wir können es doch! ), Veränderungsbedarf wird abgestritten oder mit Überschwang bestätigt allg. Zurückhaltung, auf klare Fragen sehr unterschiedliche oder unklare Antworten endlose Nebendiskussionen, Konflikte entstehen

6 3: Rationale Akzeptanz-, Klärungs- und Entscheidungsphase Realitätsbewusstsein wächst: Notwendigkeit und Grenzen der Veränderung werden deutlich Schrittweise Akzeptanz der neuen Situation (Andersartigkeit und damit verbundene Anforderungen und Erwartungen) Bearbeitung von Konflikten; ggf. Trennung von Lehrkräften Verteidiger des Alten (positivieren das Vergangene) und Beteiligte, die die Veränderung als schmerzlich, aber notwendig annehmen und akzeptieren Das Vergangene wird vermisst ( Damals war alles besser! ) Krankenquote steigt, Stimmung ist schlecht, Energie ist niedrig, Projekte laufen langsam, Leistungsniveau sinkt deutlich, es läuft nicht mehr rund

7 4: Emotionale Akzeptanz- und Planungsphase Neue Realität wird schrittweise erfasst; Blick wird nach vorne gerichtet Optimismus und ggf. Neugierde entstehen erforderliche Energien werden mobilisiert Pläne werden entwickelt (Wie können die Herausforderungen bewältigt werden?) Neue Verhaltensweisen werden entwickelt Motivation und Energie nehmen zu Projekte werden initiiert/neue Ideen entwickelt Hoffnung wird erzeugt und entwickelt sich Perspektiven nehmen erste Formen an

8 5: Test- oder Ausprobierphase Phase des bewussten Lernens neuer Verhaltensweisen sowie konkreten Planens und Ausprobierens Praktizierung neuer Verhaltensweisen, Erprobung erforderlicher Maßnahmen, Umsetzung und Evaluierung der Änderungen, Änderung der Einstellungen Erfolgsfaktoren Geduld und Ausdauer Bereitschaft zu Zielkorrekturen, wenn eingeleitete Maßnahmen nicht um gewünschten Gesamtergebnis zu führen scheinen Viele Themen werden bearbeitet ( Wir sind auf dem Weg! ) Neues wird vorgezeigt, Mut nimmt zu

9 6: Erkenntnisphase Ermittlung von Gründen für Erfolge/Misserfolge der Testphase Reflexion; ggf. werden erforderliche Abweichungen von der ursprünglichen Planung vorgenommen Bedeutung der Veränderung für die Schule, den Veränderungsprozess, die notwendigen Maßnahmen und für die persönliche Entwicklung Betroffener werden deutlich Ruhige Geschäftigkeit kehrt wieder ein Freude über Erreichtes Projekte werden abgeschlossen und ausgewertet

10 7: Integrations- und Konsolidierungsphase Veränderungen sind mittlerweile Tagungsroutine Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsperspektiven haben sich erweitert Veränderungsprozess ist erfolgreich abgeschlossen Normalität, eher Ruhe als Initiative, Routineprojekte, keine bahnbrechenden Innovationen Allgemein gilt Der Erfolg eines Veränderungsprozesses hängt davon ab, welche hemmenden Kräfte zu Beginn des Prozesses einwirken und inwieweit es gelingt, die unterstützenden Kräfte des Kollegiums einzustimmen und zu den erforderlichen Veränderungen zu bewegen

11 der Change- Phasen Phase 0 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 Phase 6 Phase 7 Spannung, Entschlossenheit, Ärger, ggf. Neugierde; Meetings der Schulleitung (auch ungeplant) finden statt, die Ergebnisse werden nicht deutlich; Vorahnungen entstehen; Veränderungsnotwendigkeit führt zu grundlegend neuen Gedanken, Planungen, Handlungen Abwartendes Verhalten, Entscheidungen werden nicht getroffen, Irritation wird laut, Prozesse verlangsamen sich, Flurgespräche nehmen zu Es wird Gas gegeben ( Wir können es doch! ), Veränderungsbedarf wird abgestritten oder mit Überschwang bestätigt, allg. Zurückhaltung, auf klare Fragen sehr untersch. oder unklare Antworten, endlose Nebendiskussionen, Konflikte entstehen Das Vergangene wird vermisst ( Damals war alles besser! ), Krankenquote steigt, Stimmung ist schlecht, Energie ist niedrig, Projekte laufen langsam, Leistungsniveau sinkt deutlich, es läuft nicht mehr rund Motivation und Energie nehmen zu, Projekte werden initiiert/neue Ideen entwickelt, Hoffnung wird erzeugt und entwickelt sich, Perspektiven nehmen erste Formen an Viele Themen werden bearbeitet ( Wir sind auf dem Weg! ), Neues wird vorgezeigt, Mut nimmt zu Ruhige Geschäftigkeit kehrt wieder ein, Freude über Erreichtes, Projekte werden abgeschlossen und ausgewertet Normalität, eher Ruhe als Initiative, Routineprojekte, keine bahnbrechenden Innovationen

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