Medikationsmanagement

Ähnliche Dokumente
Geriatrische Medikationsanalyse

Psychopharmaka - Definition

Psychopharmakotherapie griffbereit

Warum ist eine Medikamentenanamnese und umstellung notwendig?

2 Schwangerschaft und Entbindung bei psychischer Erkrankung... 7

Psychopharmakotherapie griffbereit

Psychopharmakotherapie griffbereit

Apotheker als Partner in der Arzneimittelsicherheit Christian Hoffmann Apothekerkammer Hamburg

Implementierung eines interprofessionellen Medikationsmanagements in der Geriatrie des Prosper-Hospitals Recklinghausen (ID-Nr.

Vorwort. Warum dieses Buch

Absetzen von Psychopharmaka-Kombinationen. Priv.-Doz. Dr. med. Dr. phil. Jann E. Schlimme M.A.

Petra Kaufmann-Kolle, Burgi Riens, Barbara Grün, Tonia Kazmaier. Pharmakotherapie Indikatoren für die Verordnung von Arzneimitteln

Medikamente im Alter - Hilfe oder Problem?

Lösungsansätze aus Sicht der Apothekerschaft

Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen

Verwirrt trotz oder wegen den Tabletten

DAK-Gesundheitsreport 2010 für Baden-Württemberg

Depression und Sucht im Alter(sheim)

rund 200 ausgewählte Wirkstoffe

Psychopharmaka und Freiheitsbeschränkungen

Abschlussbericht GEMED

Möglichkeiten und Grenzen der Pharmakotherapie bei Demenz

Benzodiazepine. Alprazolam 11-16

WANN UND WIE ABSETZEN - ANTIDEMENTIVA, NEUROLEPTIKA UND ANTIDEPRESSIVA

Off-label-use von Arzneimittel in der Palliativmedizin

Herausforderungen in der ärztlichen Behandlung demenzkranker Menschen

Interprofessionelle Zusammenarbeit als Schlüssel zu mehr AMTS?

Medikamente im Alter. Benomed 20. Oktober Sündenbock für eine AZ Verschlechterung? Andreas Stuck, Prof. Dr. med.

Medikation & Pflege im Rahmen des Projektes IV-Pflege

Eigene MC-Fragen Psychopharmaka. 1. Welche der folgenden Aussagen/Beispiele trifft auf atypische Neuroleptika zu?

Anhang III Änderungen der entsprechenden Abschnitte der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und der Packungsbeilage

Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen

Faktenblatt POLYMEDIKATION. Definition. Häufigkeit der Polymedikation bei GKV-Versicherten. Medikationsplan nach 31a SGB V

Medikamenteneinnahme: Risiken vermeiden

Pflegeheimbewohner erhalten zu viele Psychopharmaka

VORSICHT WECHSELWIRKUNG! Information für Ärztinnen & Ärzte zum Thema Polypharmazie. Reduktion der Polypharmazie

INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 1 1 EINLEITUNG/ZIEL DER DISSERTATION 3 2 LITERATURDISKUSSION 5

Faktenblatt POLYMEDIKATION. Definition. Häufigkeit der Polymedikation bei GKV-Versicherten. Medikationsplan nach 31a SGB V

Interaktionen zwischen Alkohol und Psychopharmaka (sowie anderen Medikamenten) W. Poser, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im

Ergebnisse der Bestandsaufnahme

PATHOS PATIENTEN-THERAPIE-OPTIMIERUNGS-SYSTEM Unser Beitrag zur Steigerung der Effizienz und Qualität in der Arzneimittelversorgung

Gesundheitsökonomische Aspekte der Pflege bei Demenz (Health economical aspects of dementia care) Prof. Dr. Gerd Glaeske

Polypharmazie im Alter: Eine Einführung

AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen

Vorbehandelnder Arzt. Anfangsdosierung Dosierung zurzeit Methadon Tagesdosis mg auf mg. L-Polamidon Tagesdosis mg auf mg

Datenbasierte Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie

Sicherheit durch Medikamente? Chancen und Gefahren

Patientenindividuelle Arzneimittel-Versorgung von Einrichtungen

Ursachen (unerwünschter) Polymedikation laut DEGAM-Leitlinie 3

Das Konstanzer Modell Entlassmanagement aus Sicht der Krankenhausapotheke

Polypharmakotherapie. Frau Müller, 83 Jahre, 58kg, Medikamente sind wichtig und gut! Wie viel ist zu viel?

RAUS AUS DER GAUSSKURVE

Phytotherapie bei älteren Patienten

Leitlinie der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung. Medikationsanalyse. Leitlinie Kommentar Arbeitshilfe. Stand der Revision:

Medikation bei Betreuung und Pflege dementiell erkrankter Menschen

ATHINA: Arzneimittel Therapiesicherheit in Apotheken

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) Multimorbidität als Trigger für Polypharmazie Risiken der Arzneimitteltherapie

1x1 der Psychopharmaka. Ordination Univ.-Doz. Dr. Schmitz Seisgasse 9/13 A-1040 Wien

Schlaf- und Beruhigungsmittel

Teilnahme Ärzte - Medizinische Versorgungsinhalte

Nebenwirkung Übergewicht? Zur psychopharmakologischen Behandlung psychiatrischer Komorbiditäten bei Adipositas

Medikamentöse Therapie der BPS. Jutta Stoffers Winterling Klaus Lieb

Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie

Pharmakotherapie Keule Fluch oder Segen?

Medikamente. Kurativ Symptombekämpfung Navigation?

Frühe Nutzenbewertungen nach AMNOG: Einblicke in die aktuellen Verfahren und mögliche Auswirkungen für Ärzte und Patienten

2 Schwangerschaft und Entbindung bei psychischer Erkrankung... 17

Copyright: Dr. Sebastian Kirsch, Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen 1

Patientensicherheit ReduPharm KREATIV

Optimierte Arzneimittelversorgung

Demenz Strategien für eine gemeinsame Versorgung

Versorgungsatlas-Studie zeigt Optimierungsbedarf bei der medikamentösen Demenz-Therapie

Schmidt. Pflege mini Psychopharmaka im Alter

ARZNEIMITTELTHERAPIESICHERHEIT (AMTS)

Pressegespräch Medikationsmanagement

Arzneimittelinteraktionen bei bipolaren Störungen

Das Sicherste ist die Originalverpackung

Polypharmakotherapie ein Dilemma der modernen Medizin?

Medikamentenkunde Teil 2 Version 1.2

Psychopharmaka Einsatz bei Demenz

Psychopharmaka-Verordnungen: Ergebnisse und Kommentare zum Arzneiverordnungsreport Jürgen Fritze, Pulheim

Stellen der Arzneimittel

Transkript:

Medikationsmanagement Ein Projekt zur Reduktion von Psychopharmaka - Pharmazeutische Betreuung in Pflegeheimen Dr. Ekkehart Salamon Marien Apotheke Wien

Zielsetzung soft hard Verbesserung der pharmazeutischen Betreuung von Pflegeheimen durch versorgende Apotheken. Verbesserung der Kenntnisse des Pflegepersonals im Umgang mit Arzneimitteln und der arzneimittelbezogenen Dokumentation. Reduktion des Einsatzes von Psychopharmaka im Beobachtungszeitraum. Verringerung von Medikamentenanzahl und Tagesdosierung in der Dauermedikation. Sensibilisierung für das Thema der chemischen Fesselung. Zielgerichteter Einsatz von Psychopharmaka. Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner. Stärkung der Apotheke als unverzichtbarer Partner im Gesundheitswesen. 2

Untersuchungszeitraum = 19 Monate Methoden Befragung der Stationsleitungen und des Pflegepersonals. Einsichtnahme in Pflegedokumentation und Patientenanamnese. Überprüfung des indikationsbezogenen Einsatzes von Psychopharmaka. Vorstellung eines vereinfachten Schemas zur Vermeidung von Polypharmazie in der Geriatrie (Algorythmus zum Kürzen langer Verordnungslisten) Beratung, Schulung und Interventionsvorschläge für Pflege, Heimleitung, Arzt. Verlaufskontrolle nach 7 und 19 Monaten 3

Ein Algorithmus zum Kürzen langer Verordnungslisten (Pardes Hana, Israel, 2010) (1) Good Palliative-Geriatric Practice (GP-GP) Prospektive Interventionsstudie (Pardes Hana, Israel, 2010) Ziele: Arzneimitteltherapie geriatrischer Patienten verbessern und auf das Notwendigste reduzieren Nicht evidenzbasierte und unverträgliche AM sollen konsequent abgesetzt werden Bei Mehrfachtherapien mindestens 1 AM weglassen, stattdessen das oder die anderen in höherer Dosierung verschreiben. 4

Ein Algorithmus zum Kürzen langer Verordnungslisten - (Pardes Hana, Israel, 2010) (2) 70 PatientInnen, im Mittel 7,7 verschiedene AM Bei 6 PatientInnen keine Änderungen 311 fragliche AM bei 64 PatientInnen 47% (256 AM) wurden abgesetzt Nur 6 Medikamente wurden in der Studienzeit (Median 19 Monate) wieder angesetzt 5

Ein Algorithmus zum Kürzen langer Verordnungslisten (Pardes Hana, Israel, 2010) (3) Abgesetzt wurden: Alle Nitrate 97% der Benzodiazepine 83% der Sulfonylharnstoffe 53% der Antihypertensiva 54% der Statine 58% der Magentherapeutika 30% der Antidepressiva und Antipsychotika 6

Ein Algorithmus zum Kürzen langer Verordnungslisten (Pardes Hana, Israel, 2010) (4) Keiner Person ging es nach eigenem Ermessen nach dem Absetzen schlechter 88% besser 67% deutlich besser 56% Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit 7

Ein Algorithmus zum Kürzen langer Verordnungslisten (Pardes Hana, Israel, 2010) (5) 8

[Geschlechterverteilung] % [Durchschnittsalter] Jahre Population 90 85 85,7 84 83,8 85 84,7 83,3 80 77,6 79 79,2 Bewohner gesamt Männer Frauen Relativ stabile Population mit einem Durchschnittsalter von 84 Jahren (107-124 Bewohner). 75 70 100 80 60 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 79 77 76 Männer Geschlechterverteilung Frauen/Männer = 4:1 3:1 Es wurden keine geschlechterspezifischen Unterschiede im Rahmen der Untersuchung festgestellt. 40 20 21 23 24 Frauen 00 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 9

Bewohneranzahl Polymedikation 30 25 20 15 10 5 Bewohner/Medikamentenanzahl 5,7 6,0 6,8 Mai.15 Reduktion Dez.15 Dez.16 Reduktion der Gesamtmedikation von 6,8 unterschiedlichen Arzneimitteln zu Beginn auf 5,7 Arzneimittel zum Ende der Untersuchung. Im Durchschnitt konnte auf 1 Medikament pro Patient verzichtet werden (unabhängig von Indikation und Arzneimitteltyp) 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Anzahl verblisterter Dauermedikamente 10

[Bewohneranteil] % Psyphopharmaka (PP) - 1 100% 80% 60% 40% 96 Reduktion 86 83 Bewohner mit PP Bewohner ohne PP Zu Beginn erhielten 96,3% aller Bewohner mindestens ein Psychopharmakon. Der Anteil der Bewohner, die mit Psychopharmaka behandelt wurden konnte deutlich reduziert werden. 20% 0% 04 14 17 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Zum Ende der Untersuchung kamen 16,9 % der Patienten ohne psychoaktive Medikation aus. 11

[Bewohneranteil mit PP] % Psychopharmaka (PP) - 2 100% 80% 60% 40% 20% 17 11 19 37 25 41 50 42 35 Zunahme 6 PP 5 PP 4 PP 3 PP 2 PP 1 PP 65 % der mit Psychopharmaka Behandelten benötigten zu Beginn 2 oder mehr Psychopharmaka (max. 6 PP) Der Anteil der Patienten, die zum Ende der Untersuchung mit nur einem PP auskamen vergrößerte sich auf 50% (max. 5 PP bei einem Bewohner) 0% Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 12

[Bewohneranteil] % Psychopharmaka - Wirkstoffgruppen 70 60 55 58 Antipsychotika waren zu Beginn des Projektes die am meisten eingesetzte Wirkstoffgruppe. 50 40 30 20 10 00 49 48 43 38 Reduktion 19 15 17 14 12 12 10 11 11 AntidementivaAntidepressivaAntipsychotika Anxiolytika Hypnotika Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Bis auf die Hypnotika, die jedoch nur bei ca. 10% der Bewohner zum Einsatz kamen, konnte in allen Wirkstoffgruppen eine deutliche Reduktion während des Untersuchunszeitraums erzielt werden. Besonders deutlich wurde der Einsatz von antipsychotischen Substanzen verringert (rel. Reduktion -35%). 13

Anzahl der Verordnungen Antidementiva 1 25 20 21 19 Der Einsatz von Antidementiva (gesamt) konnte um fast 30% reduziert werden. 15 10 Reduktion 11 11 6 6 15 10 Gesamt Donepezil Memantine Ginkgo Ursache: häufigere Beurteilung des therapeutischen Erfolgs mit der Konsequenz des Absetzens. 5 4 3 2 2 0 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 14

[Verodnungen von Atidementiva] % Antidementiva 2 100% 80% 19 11 13 32 20 Memantine setzte sich als Mittel der Wahl durch, bei gleichzeitig reduziertem Einsatz der Indikationsgruppe. 60% 40% 20% 29 52 58 67 Ginkgo Donepezil Memantine Bei den Antidementiva ging der Einsatz von Ginkgo- und Donepezil-Präparaten deutlich zurück. 0% Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 15

Anzahl der Verordnungen Antidepressiva - 1 90 80 70 60 7980 77 Insgesamt nahm die Anzahl der Verordnungen im Bereich der Antidepressiva zu, obwohl sich der mit Antidepressiva behandelte Bewohneranteil verringerte (!) 50 40 30 20 10 0 23 19 19 1413 9 9 10 10 11 8 7 171616 7 7 8 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Als Ursachen werden angeführt: Einsatz von Mirtazapin und Trazodon als Schlafmedikation Dadurch erhöhte antidepressive Polymedikation bei einzelnen Bewohnern 16

[Verodnungen von Atidementiva] % Antidepressiva - 2 100% 80% 18 16 14 Die Top-3 der Antidepressiva blieb über den Beobachtungszeitraum relativ konstant. 60% 40% 22 20 20 Sertralin Trazodon Citalopram Lediglich bei Sertralin gab es einen Rückgang, der auf Austausch gegen Duloxetin und Venlafaxin zurückzuführen ist. (Einzelfälle) 20% 25 29 24 0% Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 17

Anzahl der Verordnungen Antipsychotika - 1 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 81 71 60 2 2 2 20 16 11 41 35 33 12 11 10 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Der Einsatz an Antipsychotika konnte deutlich reduziert werden. Die Verordnungen gingen in den drei relevanten Arzneistoffen Quetiapin, Risperidon und vor allem Prothipendyl (Dominal ) zurück. Der Rückgang ist auf die konsequentere Einhaltung der Indikationen zurückzuführen, die durch Schulung der Pflege (Visitenvorbereitung) erzielt werden konnte. 18

[Verodnungen von Atidementiva] % Antipsychotika - 2 100% 80% 60% 15 15 17 25 23 18 Risperidon Unter den Top-3 gewann Risperidon am deutlichsten an Bedeutung hinzu, während der Einsatz von Prothipendyl (Dominal ) stark zurückging. Prothipendyl 40% Quetiapin 20% 51 49 55 0% Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 19

[Verodnungen von Atidementiva] % Anzahl der Verordnungen Anxiolytika 20 18 16 14 12 18 17 15 Anxiolytika konnten in geringem Umfang (kleine Fallzahlen und niedriger Ausgangswert) ebenfalls reduziert werden, ohne nennenswerte Veränderung im Einsatz der einzelnen Wirkstoffe. 10 Mai 2015 8 6 4 2 6 5 5 4 4 4 6 5 5 2 2 2 Dez. 2015 Dez. 2016 100% 80% 60% 33 29 33 Oxazepam 0 40% 28 24 27 Lorazepam Bromazepam 20% 28 35 27 Alprazolam 0% Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 20

[Verodnungen von Atidementiva] % Anzahl der Verordnungen Hypnotika 16 14 12 10 8 6 4 2 0 11 14 13 0 4 1 1 1 2 5 5 5 3 6 5 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Die Anzahl der Verordnungen an Hypnotika nahm aufgrund des Einsatzes von pflanzlichen Mitteln (Baldrian) zu. Die Verwendung der klassischen Schlafmittel blieb nahezu konstant. 100% 80% 60% 21 Zolpidem Triazolam 40% 45 38 14 Brotizolam Baldrian 20% 0% 08 29 09 00 08 Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 21

mittlere Tagesdosis mittlere Tagesdosis Dosisreduktionen 080 075 070 065 060 055 050 045 040 002 001 001 001 001 001 001 001 001 001 001 Prothipendyl Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Risperidon Mai 2015 Dez. 2015 Dez. 2016 Prothipendyl Risperidon - 12,8 % - 20 % Während in den meisten Fällen eine Alles-oder-Nichts -Entscheidung getroffen wurde, die ggf. zum Absetzen des Arzneimittels führte, konnte bei den Wirkstoffen Prothipendyl (Dominal ) und Risperidon zusätzlich eine Verringerung der eingesetzten durchschnittlichen Dosis erreicht werden. 22

was wurde erreicht? soft hard Verbesserung der pharmazeutischen Betreuung von Pflegeheimen durch versorgende Apotheken. Verbesserung der Kenntnisse des Pflegepersonals im Umgang mit Arzneimitteln und der arzneimittelbezogenen Dokumentation. Reduktion des Einsatzes von Psychopharmaka im Beobachtungszeitraum. Verringerung von Medikamentenanzahl und Tagesdosierung in der Dauermedikation. Sensibilisierung für das Thema der chemischen Fesselung. Zielgerichteter Einsatz von Psychopharmaka. Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner. Stärkung der Apotheke als unverzichtbarer Partner im Gesundheitswesen 23