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Transkript:

Institut für Pflegewissenschaft Strategien zur Etablierung des s Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege" im Klinikum Fürth - Inhalte des s - Maria Magdalena Schreier 5. Kongress Praxis Klinische Ernährung 13. Oktober 2011 Mangelernährung bei pflegebedürftigen Menschen Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Florence Nightingale (1820 1910) Every careful observer of the sick will agree in this that THOUSANDS OF PATIENTS ARE ANNUALLY STARVED IN THE MIDST OF PLENTY, from want of attention to the ways which alone make it possible for them to take food. (Nightingale, 1860) 1

Evidenzbasierte Empfehlungen im Gesundheitswesen in der Pflege Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) Multidisziplinäres Qualitätsniveau in der stationären Altenpflege Bundeskonferenz zur Qualitätssicherung im Gesundheits- und Pflegewesen e.v. (BUKO-QS) Medizinische Leitlinien Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.v. (AWMF) Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege (DNQP 2010) QN II - Orale Nahrungs- und Flüssigkeitsversorgung von Menschen in Einrichtungen der Pflege und Betreuung (BUKO-QS 2008) Enterale Ernährung bei Patienten mit Schlaganfall (AWMF 2007) Merkmale Monodisziplinäre Vorgehensweise bei der Entwicklung (mit externer Beratung) Wissenschaftliche Begründung Konsentierung (Fachöffentlichkeit) Umsetzungsorientiert, messbar Umsetzungsverantwortung bei der Pflege (unter Einbezug aller beteiligten Disziplinen bzw. Akteure) 2

Methodisches Vorgehen Literaturrecherche Studienbewertung*/-kennzeichnung Literaturanalyse Diskurs mit Experten Formulierung von Empfehlungen Konsensuskonferenz/Expertendiskurs Obligat: probeweise Implementierung, ggf. Überarbeitung Publikation (*Bewertungsmatrix ) Titel Zielsetzung Begründung Kriterien-Ebenen Matrix mit Zuordnung: Struktur Struktur-Kriterien (S) Prozess Prozess-Kriterien (P) Ergebnis Ergebnis-Kriterien (E) Kommentierung der Kriterien Strukturmodell 3

Setting Krankenhaus Stationäre Altenpflege Häusliche Kranken-/Altenpflege Setting und Zielgruppe Zielgruppe Erwachsene kranke und pflegeabhängige Menschen, die ganz oder teilweise in der Lage sind, oral Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen Zielsetzung Zielsetzung Bei jedem Patienten/Bewohner mitpflegerischem Unterstützungsbedarf oder einem Risiko für oder Anzeichen von Mangelernährung ist die orale Nahrungsaufnahme entsprechend seinen Bedürfnissen und seinem Bedarf sichergestellt 4

Begründung der Zielsetzung Begründung, dass Essen und Trinken die Lebensqualität beeinflussen, wichtige Bestandteile sozialer und kultureller Identität sind und der Gesunderhaltung durch die Nährstoffaufnahme dienen, dass durch frühzeitige Erfassung/Bewertung relevanter Gesundheitsprobleme, angemessene Unterstützung, Umgebungsgestaltung, spezifischer Maßnahmen sowie geeignetes Nahrungsangebot Mangelernährung verhindert und bestehenden Defiziten entgegengewirkt werden kann. Themen der Empfehlungen Themen der Standardkriterien 1. Erfassung der Ernährungssituation (Screening, tiefergehendes Assessment) 2. Planung, Steuerung und Umsetzung multiprofessioneller Maßnahmen 3. Maßnahmenplanung zur Mahlzeiten-,, Umgebungs- und Interaktionsgestaltung 4. Unterstützung bei spezifischen Einschränkungen 5. Information, Beratung und Anleitung von Patienten/Bewohnern und Angehörigen 6. Evaluation von Erfolg und Akzeptanz der Maßnahmen; Neueinschätzung und ggf. Veränderung der Maßnahmenplanung 5

Umsetzung und Nutzen Krankenhaus, Altenheim, häusliche Pflege Implementierung (Aufgabe im Qualitätsmanagement) Einbindung aller intern und extern an der Versorgung Beteiligten Multiprofessionelle Kooperation (z. B. Ernährungsteams, Fallbesprechungen) Schlüsselposition der Pflege beim Ernährungsmanagement Prävention von Mangelernährung Bedarfsdeckende Ernährung - sicherstellen - Bedürfnisorientierte Ernährung - ermöglichen - 6

Vielen Dank!... vielleicht noch Fragen 7