Mitarbeitergesundheit



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Transkript:

Mitarbeitergesundheit für Unternehmensleistungskraft und nachhaltigen Erfolg durch - Führung - Unternehmensorganisation - technische Maßnahmen. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 1

"Qualitätsmanagement und Gesundheit Dieser Zusammenhang ist eng verbunden mit dem wirksamen praktischen Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9000ff und ist noch expliziter enthalten in Elementen des EFQM-Modells wie z.b. Führung, Strategie, Mitarbeiterentwicklung als Befähiger und Mitarbeiterzufriedenheit, gesellschaftsbezogene Ergebnisse und Geschäftsergebnisse bei den Ergebnissen. Unternehmer und Unternehmensführungen sollten diesen Zusammenhang sehen, um sich ihr Leben sowie das der anderen mit der Organisation verbunden nicht unnötig schwer machen, und dadurch nicht die Betriebsleistung zu schmälern. Also ist Qualitätsmanagement auch Gesundheitsmanagement, jede Führungskraft in ihrem Handeln auch Therapeut für alle möglichen aus dem Betriebsalltag erwachsende, insbesondere psychologische, Leiden. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 2

Qualitätsmanagement ist nichts anderes als richtige Unternehmensführung! Qualitätsmanagement praktizieren in Übereinstimmung von Wort und Tat fördert die Gesundheit, erhöht die Lebenserwartung, schafft Lebensqualität, macht letztlich glücklich! 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 3

Qualitätsmanagement ist also auch Gesundheitsmanagement D.h. Gesundheit am Arbeitsplatz ist demnach Chefsache! Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter lohnen sich immer, selbst wenn sich der Gewinn kurzfristig und vielleicht nie explizit monetär in den Bilanzen wiederfindet. Dabei geht es hier nicht zuerst um Inhalt und Form konkreter Angebote und Maßnahmen gegen Stress, Existenzangst, Überbelastung, demographischen Wandel, richtige Ernährung, Körper- und Geistertüchtigung usw. sondern um die Denk- und Handlungsweise der Unternehmensführung dazu, die angepasste innerbetriebliche Organisation, das Managementsystem, die Integration eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements darin, das besondere Element Ressourcenplanung dabei, die daraus abgeleiteten präzisierten Strukturen und Prozesse, den Verbesserungsprozess und seine Wirksamkeitsüberwachung. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 4

Menschen sehnen sich nach ja sogar nach nach wollen Wohlbefinden, Glücksmomenten, Abwesenheit von Leid, Qualen vermeiden. Das ist doch der höchste Zweck unseres Denkens und Handelns! Und da Unternehmer, Betriebsführer, aber auch alle anderen Führungskräfte und das Unternehmenspersonal als Ganzes, auch Menschen sind, sollte man annehmen, dass diese Ziele, dieses Streben auch den meisten von ihnen eigen ist, im Unternehmen und zu Hause. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 5

Daran sollten alle Führungskräfte denken: Arbeitszufriedenheit und Geborgenheit sind Voraussetzungen für Mitarbeiter-Gesundheit. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 6

unternehmensführungs-egoistische Ziele Alle Anstriche zu den 3 Punkten sind umformulierte Forderungen aus DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagementsysteme Anforderungen! 1. Wir wollen mehr verdienen! - Firma läuft gutes Kundenimage - Aufträge werden systematisch und erfolgreich akquiriert - Aufträge sind präzise kalkuliert - Auftragsabarbeitung mit kaum zusätzlichen, nicht kalkulierte Kosten - DL-Verhalten mit Kompetenz, Service, Outfit und Freundlichkeit ist entwickelt - Analyseergebnisse und Bw-Kennzahlen zeigen den Stand und Verbesserungs- möglich- und -notwendigkeiten 2. Wir wollen weniger Arbeiten und keinen Stress! - Prozesse und Zuständigkeiten ausreichend detailliert beschrieben - Aufgaben delegiert und klar formuliert - Abläufe exakt festgelegt - Infos Top down Bottom up schnell und unverfälscht - Alle wissen was zu tun ist und halten sich an Vorgaben und Abmachungen. 3. Wir wollen ruhiger schlafen! - Betrieb und Abläufe organisiert und vermittelt - Mitarbeiter geschult und speziell instruiert - Arbeitsweise: Fleißig, umsichtig, kooperativ - Technik in Schuss und funktioniert zuverlässig - Vorbereitung der Auftragsrealisierung erfordert kaum Rückfragen 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 7

Wie Unternehmensführung und Mitarbeiter-Gesundheit zusammenhängen (Erlebnissituationen nach Herzberg) Macht krank, lethargisch und ggf. aggressiv, mindert Leistungs- Fähigkeit und -willen!!!!???!!!!!! 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 8

Schwerpunkte für Reproduktions- und Gesundheitsorientierung für Leistungsoptimierung in DIN EN ISO 9000ff [I] DIN EN ISO 9000:2005-12, 0.2 Grundsätze des Qualitätsmanagements b) Führung Führungskräfte schaffen die Übereinstimmung von Zweck und Ausführung der Organisation. Sie sollten das interne Umfeld schaffen und erhalten, in dem sich Personen voll und ganz für die Erreichung der Ziele der Organisation einsetzen können. c) Einbeziehung von Personen Auf allen Ebenen machen Personen das Wesen einer Organisation aus, und ihre vollständige Einbeziehung ermöglicht, ihre Fähigkeiten zum Nutzen der Organisation Einzusetzen. DIN EN ISO 9004:2009-12, 4.2. Nachhaltiger Erfolg Das Umfeld der Organisation ändert sich fortlaufend und ist ungewiss. Um nachhaltigen Erfolg zu erzielen, sollte die oberste Leitung - alle relevanten interessierten Parteien (das sind auch die Mitarbeiter) ermitteln, deren jeweilige möglichen Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit bewerten, wie auch ermitteln wie deren Erfordernisse und Erwartungen auf ausgewogene Weise erfüllt werden - sicherstellen, dass die Mitarbeiter der Organisation die Möglichkeit haben zu lernen und zwar sowohl zu ihrem eigenen Nutzen als auch zur Bewahrung der Vitalität der Organisation DIN EN ISO 9004:2009-12, 6.3.1 Mitarbeiterführung Die Mitarbeiter stellen für jede Organisation eine entscheidende Ressource dar, und ihre umfassende Einbindung verbessert ihre Fähigkeit, Wert für die interessierende Parteien zu schaffen. Die oberste Leitung sollte durch ihre Führung eine gemeinsame Vision, gemeinsame Werte sowie ein internes Umfeld schaffen und aufrechterhalten, in dem die Mitarbeiter in die Erreichung der Ziele der Organisation in vollem Umfang einbezogen werden. 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 9

Schwerpunkte für Reproduktions- und Gesundheitsorientierung für Leistungsoptimierung in DIN EN ISO 9000ff [II] DIN EN ISO 9004:2009-12, 6.6 Arbeitsumgebung Die Organisation sollte eine geeignete Arbeitsumgebung bereitstellen und lenken, um den nachhaltigen Erfolg der Organisation und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Als eine Kombination aus menschlichen und physikalischen Faktoren sollten für eine geeignete Arbeitsumgebung folgende Aspekte berücksichtigt werden: - kreative Methoden und Möglichkeiten für eine intensivere Einbindung, um das Potenzial der Mitarbeiter in der Organisation zu erschließen, - Sicherheitsregeln und -anleitung und der Gebrauch von Schutzausrüstungen, - Ergonomie, - psychologische Faktoren, einschließlich Arbeitsbelastung und Stress, - Lage des Arbeitsplatzes, - Einrichtungen für die Mitarbeiter der Organisation, - Effizienzmaximierung und AbfalIminimierung, - Wärme, Luftfeuchte, Licht, Belüftung und - Hygiene, Sauberkeit, Lärm, Vibrationen und Verschmutzung. Die Arbeitsumgebung sollte Produktivität, Kreativität und Gesundheit der Personen fördern, die in den Betriebsstätten der Organisation arbeiten oder sich zu Besuchszwecken dort aufhalten (z. B. Kunden, Lieferanten und Partner). Gleichzeitig sollte die Organisation sicherstellen, dass ihre Arbeitsumgebung alle geltenden gesetzlichen und behördlichen Anforderungen erfüllt und einschlägige Normen berücksichtigt (z. B. diejenigen zu Umweltschutz und Arbeitssicherheit). Der Unterschied zu DIN EN ISO 9001:2008-12 ist, dass hier bei Arbeitsumgebung der Mensch mit gemeint ist und nicht nur die Bedingungen zur Einhaltung der Konformität des Produktes mit den Kundenforderungen! 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 10

EFQM-Modell Geisteshaltung - (Qualitäts-)Managementsystem - House of Quality - Audits, Selbstbewertung - Benchmarking - Grundwerte kommunizieren - Grundwerte vorleben - Zielvereinbarungen - Führungsmethodik - Mitarbeiterqualifikation - Mitarbeiterkommunikation --> Vorbeugungsmaßnahmen - Mitarbeitermotivation - Betriebsklima - Arbeitsszeitmodelle - Verbesserungswesen - Arbeitssicherheit externe Kundenprozesse - Kundenanforderungen ermitteln - Kundenanforderungen umsetzen --> Vorbeugungsmaßnahmen - Kundenbetreuung/Beziehungsmanagement - Kundenwerbung interne Prozesse - Prozessorganisation - Prozessmanagement - Prozessanalyse --> Vorbeugungsmaßnahmen - Prozessgestaltung - Prozessoptimierung Indikatoren aus: - Mitarbeiterbefragungen - Fluktuation - Beobachtung - Datenanalyse - Überstunden - Anz. Verb.-vorschläge - Krankenstand Indikatoren aus: finanziellem u- techn. Controlling - Produktivität - Rendite, Liquidität, Cash Flow - Fehlerrate - Stör- und Unfälle - Bearbeitungszeiten, Termintreue - Innovationsrate(Produkte+Prozesse) - Börsenkurs - Beobachtung --> Firmenimage - Effizienzoptimierungsmaßnahmen - Visualisierung btriebswirtsch. Kenndatenentwicklung Mitarbeiterorientierung 9% Mitarbeiterzufriedenheit 9% Führungsverhalten 10% Unternehmenspolitik/-strategie 8% Prozesse 14% Kundenzufriedenheit 20% Geschäftserfolge 15% Mittel und Wege Ressourceneinsatz 9% Auswirkungen auf die Gesellschaft 6% Ergebnisse Finanzen Lieferanten - Target Costing - Auswahl - Budgetierung - Unterstützung - Prozeßkostenrechnung - Partnerschaften - Investitionsfähigkeit Informationen Technologie - Berichtswesen - Schlanke Fertigung - Öffentlichkeitsarbeit - TPM Kapazitätsplanung - Arbeits- und - Personaleinsatz Gesundheitsschutz - Arbeitsregimes - Umweltschutz - Unternehmenscredo/-kultur - Grundwerte erarbeiten - strategische Planung - lang-, mittel- und kurzfristige Ziele - Verbesserungsplanung Indikatoren für das Unternehmensimage: - Öffentlichkeitsarbeit - ".. dem Wohle der Allgemeinheit dienen... " (Grundgesetz., Art. 14) - Umweltschutzaktivitäten - Sozialverantwortung - Sponsoring Strukturiertes TQM-Organisations- und Bewertungsmodell der European Foundation for Quality Management Indikatoren aus: - Befragung - Beobachtung - Datenanalyse - Marktanteile - Kundentreue - Reklamationsquote 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 11

Was ist neben Unternehmensführung noch technisch da zu tun? Stoffe (Einwirkung, Konzentration, Dauer) Licht (arbeitsplatzbezogen Ausreichend) Temperatur (so, dass menschliche Handlungen ohne Schaden möglich sind, zeitbegrenzt oder dauerhaft) Maßnahmen führen zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter Lärm (vermindern wo nur möglich, nicht nur durch PSA!) Luftzug (gleichmäßig oder böig, ggf. noch mit unterschiedlicher Temperaturen Möglichst vermeiden Feuchte (dauerhaft gesundheitsschädlich beseitigen!) 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 12

26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 13

Wichtige Webseiten zur Mitarbeiter-Gesundheits-Präventions-Arbeit Initiative Gesundheit & Arbeit www.iga-info.de/index.php?d=88 Initiative Neue Qualität der Arbeit www. inqa.de/inqa/navigation/inqa.html Allgemeine Ortskrankenkasse Brandenburg www.aok-business.de/service/pragmagus/index.php?bi=4 Berliner Initiative Gesunde Arbeit www.berlin.de/biga CSR Germany deutsche Unternehmen tragen gesellschaftliche Verantwortung http://www.csrgermany.de/www/csrcms.nsf/id/home_de 26.02.2010 Schlenzig-Managementintensivierung Berlin 14