Persönliches Wissensmanagement



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Transkript:

Persönliches Wissensmanagement Open Online-Course SOOC13 7. Juni 2013 1 von 13

Gewusst wer Gabriele Vollmar M.A. Beratung und Training zu den Themen: + Wissens- und Informationsmanagement + Wissensbilanzierung + Organisationsentwicklung Einige Referenzen / aktuelle Projekte: + Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie + Schweizerische Nationalbank + Sandoz International GmbH / Hexal AG + Hessische Zentrale für Datenverarbeitung + Boehringer Ingelheim + Dozentin Duale Hochschule Baden-Württemberg, Universität Duisburg-Essen Präsidentin der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM) 2 von 17

GfWM e.v. www.gfwm.de Die Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM) unterstützt den professionellen und verantwortungsbewussten Umgang mit Wissen in Organisationen. Wir fördern die Weiterentwicklung von Wissensmanagement in Theorie und Praxis im Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft. 3 von 17

(Persönliches) Wissensmanagement 4 von 17

Organisationales WM meint die Gesamtheit organisationaler Strategien zur Schaffung einer Lernenden Organisation. Organisationales Wissensmanagement bezieht sich auf eine unternehmensweit relevante strategische Entscheidung, Wissen bewusst und aktiv mit Hilfe von Methoden, Prozessen, Instrumenten und Menschen zu managen. Quelle: D-A-CH Wissensmanagement-Glossar förderliche organisatorische, personelle und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für produktive Wissensarbeit zu schaffen. Nach: Vollmar (2007) Knowledge Gardening 5 von 17

Aggregatzustände von Wissen Öffentliches Wissen Persönliches Wissen Lernen unterstützen aufräumen veröffentlichen Austausch ermöglichen Aufgaben im Wissensmanagement 6 von 17

Definition persönliches WM Selbstführungskonzept, das darauf abzielt, Wissensbestände und Lernprozesse eigenverantwortlich und geschickt zu handhaben. ein Bündel von Konzepten, Methoden und Instrumenten zur Strukturierung und Ordnung von individuellen Wissensbeständen, welches es den Mitarbeitern ermöglicht, Verantwortung dafür zu übernehmen, was sie wissen und wen sie kennen. Ausgangspunkt: die Reflexion der individuellen Denkweisen und Handlungen, um die eigene Effizienz und die der partizipierenden Personen im Lern- und Arbeitsbereich zu verbessern. Quelle: European Guide to Good Practice in Knowledge Management Strategie Stress- und Fehlermanagement Networking und Kommunikation Zeit- und Selbstmanagement Lernpsychologie und -strategie 7 von 17

Zielsetzung und Nutzen + die eigene Wissensarbeit produktiv gestalten + den Marktwert als Wissensarbeiter strategisch entwickeln Wissensarbeiter sind Personen, die hauptsächlich aus dem Prozess ihrer Wissensgenerierung zur Wertschöpfung der Organisation beitragen. Wissensarbeiter sind in der Lage, hierbei relevante Zusammenhänge und Vorgänge zu beobachten und unter Einbeziehung ihres gesamten Wissensschatzes zu bewerten und Anwendungen zuzuführen. Sie setzen sich dabei mit gewonnenen Erkenntnissen immer wieder auseinander und entwickeln diese weiter, um neuen Aufgabenstellungen gerecht zu werden. Quelle: D-A-CH Wissensmanagement-Glossar 8 von 17

Werkzeuge eines persönlichen Wissensmanagements 9 von 17

Strategiegrundlage: eigene Kompetenzen kennen Persönliches Kompetenzrad Die eigenen Kompetenzen sichtbar machen und deren Weiterentwicklung gezielt planen 10 von 17

Strategie: Persönliche Wissensbilanz Das eigene intellektuelle Kapital strategisch bewerten und steuern; Stärken und Schwächen erkennen; Maßnahmen definieren 11 von 17

Networking Nutzen: Vorgehen: Grundregel: Werkzeuge: von anderen Lernen, eigenes Wissen und Fragestellungen mit anderen teilen basierend auf z. B. persönlicher Wissensbilanz oder einer persönlichen Übersicht der Interessens- und Wissensgebiete, die jeweiligen "Meinungsführer" identifizieren "nur wer selbst Information gibt, bekommt Informationen" Macchiavelli social networking (Xing, Linked In, Twitter, Facebook) social bookmarking Kollaboration, z. B. Google Docs, Shared Wiki 12 von 17

Networking: Persönliche Wissensnetzwerkkarte extern Fr. Schütz H. Goll intern H. Krull Fr. Mann intern Fr. Mann H. Abel extern Fr. Mayr H. Felder H. Moritz Kompetenz A Kompetenz B extern intern intern extern Fr. Göbel H. Sauter Fr. Luik H. Göbel Kompetenz n Kompetenz C 13 von 17

Eigenes Wissen strukturieren (1/3) Wissensstrukturkarte Darstellen eines zentralen Begriffs in seinem Bedeutungsraum Vertiefen des eigenen Verständnis Identifikation der Meinungsführer Networking 14 von 17

Eigenes Wissen strukturieren (2/3) MikroArtikel + Ziel von Mikroartikeln ist es, sehr kontextabhängiges Wissen leichter dokumentier- und wiederauffindbar zu machen. + Mikroartikel umfassen maximal eine Textseite. + Sie beinhalten eine kurze Problembeschreibung in Form einer Geschichte und die Erfahrungen, die daraus gewonnen werden können. Die Erzählform einer Geschichte sorgt dafür, dass dem Leser der Kontext des Problems nahe gebracht wird. + Mikroartikel sind auch geeignet, um in einem Lerntagebuch die wichtigste Lernerfahrung des Tages zu dokumentieren. Struktur + Thema Kurzcharakterisierung des Inhalts als Überschrift + Geschichte Knappe Schilderung des Sachverhalts + Einsichten Erfahrungen, die man gewonnen hat, kurz beschrieben + Folgerungen (optional) Schlüsse, die man aus den Erfahrungen zieht + Anschlussfragen (optional) Fragen, die offen geblieben sind als Denkanstöße [Willke, H.: Systemisches Wissensmanagement. Stuttgart: Lucius&Lucius 1998] 15 von 17

Eigenes Wissen strukturieren (3/3) Persönliches Wiki z. B. TiddlyWiki (ohne Webserver und ohne Internetzugang nutzbar) Persönlicher Blog eigenen Expertenstatus sichtbar machen andere zur Mitwirkung einladen Wissensentwicklung 16 von 17

Noch Fragen? Gabriele Vollmar www.wissen-kommunizieren.de gvollmar@wissen-kommunizieren.de 17 von 17