Angewandte Physiologie

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Transkript:

Angewandte Physiologie Übungsleiterausbildung Am Olympiazentrum Vorarlberg Hofer Manuel, Dipl. PT www.olympiazentrum-vorarlberg.at

Lern-Ziele Anatomisch physiologische Basisinformationen von Skelett, Knorpel, Bänder, Sehnen, Kapsel, Muskeln und Nervensystem Übertrag vom kleinsten Bestandteil (Zelle) bis in die eigentliche Funktion (Sport) Anhand der Basisinformationen verstehen, wieso Sport und Bewegung gesund und notwendig sind!

Brainstorming Belastung/Training Erholung Nährstoffe

Anpassung an Belastung Superkompensation:

Belastungsreize

Motorische Grundeigenschaften Beweglichkeit Ausdauer Schnelligkeit Koordination Kraft

Motorische Grundeigenschaften

ALLGEMEINE ANATOMIE Bewegungsapparat

AllgemeineAnatomie Die Zelle: Zellkern Mitochondrien Golgi-Apparat Endoplasmatisches Reticulum

Allgemeine Anatomie

Allgemeine Anatomie Bewegungsapparat: passive Strukturen des Bewegungsapparats: Knochen Bänder Sehnen Knorpel aktive Strukturen des Bewegungsapparats: Muskeln

Zellbestandteile des menschlichen Bewegungsapparates in ihrer kleinsten Einheit Zellen: Chondroblasten, Fibroblasten, Osteoblasten, Myoblasten Matrix: Grundsubstanz, Kollagen, Vernetzungsproteine Bestandteile der Matrix werden in der Zelle gebildet und nach außen entlassen Anpassungsfähigkeit und Trainierbarkeit aller Strukturen!!

Konsequenz Einzelne Strukturen des Bewegungsapparates sind trainierbar! Aber das Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit muss stimmen!

Knochen & Knorpel

Knochen Knochen: ständiger Umbau Anpassung an Belastung Abbau bei Inaktivität Thema Osteoporose

Knorpel * keine eigene Blutversorgung * Ernährung über Gelenksflüssigkeitsowie durch Be-und Entlastung * sehr schlechte Regenerierbarkeit * 4 Zonen Knorpel muss belastet werden

Kniegelenk (art.genu)

Kniegelenk - Röntgenaufnahme

Kniegelenk Knorpel / Bänder

Kniegelenk -Seitenansicht

Kniegelenk Menisciund Kreuzbänder Kreuzbänder Meniscus

Oberschenkel -Muskulatur Funktion m. Quadrizeps Kniestreckung Mithilfe Hüftbeugung Funktion Mm. Ischiocrurales oder Hämstrings: Kniebeugung Mithilfe Hüftstreckung

Oberschenkel Oberschenkel laterale Ansicht

Kniegelenk

Muskulatur

Muskel 3 Arten: glatte Muskulatur quergestreifte Muskulatur Herzmuskulatur

Muskel Funktionen: können sich nur kontrahieren / sich zusammenziehen - Streckung erfolgt über die Gegenspieler Agonist: der Muskel, der eine Bewegegung macht Synergist: der, der ihm dabei hilft Antagonist: Gegenspieler

Muskel Beispiel Armbeugung und Streckung:

Muskel Muskeln: Muskelhülle Muskelfaserbündel Muskelfasern Myofibrillen Sarkomer

Muskel 3 Muskelfaserarten der Skelettmuskulatur 1. Slow-Twich-Fasern(Typ I Fasern) langsam, rot, viel Mitochondrien, aerob 2. Fast-Twich-Fasern vom oxidativen Typ (Typ IIa Fasern) schnell, heller, weniger Mitochondrien, vorwiegend aerob 3. Fast-Twich-Fasern vom glykolytischen Typ (Typ IIx Fasern) sehr schnell, hell, wenige Mitochondrien, vorwiegend anaerob

Muskel

Muskel Komponenten der Muskulatur Aktive: Aktin-& Myosinfilamente Passive: Faszien, Zellmembranen, Zellskelettstrukturen

Muskel Mikroskopische Struktur der Muskelfaser:

Muskel Filamentgleiten

Muskel

Muskel Voraussetzung für die Muskelkontraktion: 1. Signal vom zentralen Nervensystem 2. Mineralstoffe (Kalzium und Magnesium) 3. Energie: ATP

Muskel Die motorische Einheit: 1 Motoneuron ca. 5-1500 Muskelfasern

Muskel-Sehnen-Übergang

Nervensystem

Nervensystem Zwei Arten: Vegetatives Nervensystem (unwillkürliches Nerensystem) Willkürliches Nervensystem Informationsweiterleitung sehr sensibel kaum dehnfähig gleitet innerhalb einer Hülle Gut durchblutet

Nervensystem Gleitfähigkeit der Neuralen Strukturen wird durch verschieden Faktoren beeinflusst: Druck Stoffwechsel Belastung Flexibilität und Mobilität aller umliegenden Strukturen bzw. innerhalb des Nerven Bewegung beeinflusst auch die Durchblutung des Nerven und die Nervenleitgeschwindigkeit (Warm up!)

Zentral-Nerven System

Mann spricht also nicht vom Muskel, sondern vom: NEURO MUSKEL SEHNE KNOCHEN-Komplex!!! Training hat Einfluss auf das Muskel-, Sehnenund Knochengewebe sowie auf die Neuralen Strukturen!

Kreislauf

Kreislauf

Belastbarkeitssteigerung Optimalprinzip versus Minimalprinzip

Die Funktion bestimmt das Organ

Adaptationsprinzipien Anpassungsreserve Fixe Grenze Stabil über Jahre MAXIMALE FUNKTIONSKAPAZITÄT genetisches Potential Bestimmt was möglich wäre (Anlage) AKTUELLE FUNKTIONSKAPAZITÄT momentane Trainingsgrenze beeinflusst durch das Vegetative NS, Hormonsystem und Immunsystem Funktionsreserve Variable Grenze Tage / Stunden AKTUELLE BEANSPRUCHUNG

Grundlagen der Trainingsgestaltung Belastung und Belastbarkeitsanalyse Sportartanalyse Methodik Allgemein vielseitig Zielorientiert Spezifisch Adaptationskriterien

Adaptationsvorgänge Kraft Neurale Adaptation Hypertrophie Starker Kraftanstieg durch neurale Adaptation Bis zu diesem Zeitpunkt resultiert die Adaptation vor allem in der Zunahme der Neuronalen Anpassung

Beweglichkeit Dehnen? Mobilisieren? Wann? Wie? Überhaupt notwendig? Hypermobil? Verkürzt?

Beweglichkeit

Beweglichkeit Setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Knöcherne Strukturen Passive Strukturen (Sehnen, Bänder, Kapsel, Menisken, Disci) Aktive Strukturen (Muskeln Agonist/Antagonist) Neurale Strukturen Es gibt also eine passive und eine aktive Beweglichkeit

Warmingup je besser die Vorbereitung, desto erfolgreicher und effektiver kann das anschließende Trainings- (Belastungs-) Programm durchgeführt werden! Vorbereitung auf eine folgende Belastung ist Leistungsbezogen

Warmingup 1. Allgemeines Aufwärmen 2.Beweglichkeit Flexibilität und Elastizität Allgemeines Tonisieren 3. Spezifisches Tonisieren 4. Spezifisches Belasten Anschließend: Durchführung der Sportart (Training, Wettkampf, )

Warmingup-TONISIEREN Spannungsaufbau Verbesserung der muskulären Stiffness Wichtig: Vorbereitung über das gesamte Bewegungsausmaß

Coolingdown = erste Schritt der optimalen Regeneration Herunterfahren aller Systeme Tonusregulation Abtransport von (Abfall-) Stoffwechselprodukten

Stabilisation

Rumpfmuskulatur

Rumpfmuskulatur

Rumpfmuskulatur Halte und Stützfunktion: bildet Korsett, Stamm, kräftige zentrale Säule wichtig für jede Sportart: Punktum Mobile Punktum Fixum zur optimalen Kraftübertragung der Extremitäten Ventral: bilden Grundlage der vorderen und seitlichen Bauchwand Vorbeugen (Flexion), Seitbeugen (Latflex), Seitdrehen (Rotation); 3D Bewegungen Rücken: Stabilisation und Bewegung Wirbelsäule, Antagonisten zur vorderen Muskelgruppe; Streckung Wirbelsäule (v.a.lws) - Extension (3D) Abdominale Druckerhöhung Hilfsatemmuskeln beim forcierten Ausatmen

Prävention bedeutet Belastung- und Belastbarkeitsanalyse Trainingsplanung Warming up (Vorbereiten) Athletiktraining (Grundmot. Eigenschaften) Technikschulung (Laufstilschulung / Lauf ABC) Cooling down (Regeneration einleiten, Kaltwasser, ) Beweglichkeitstraining / Dehnen / Mobilisieren Kräftigungs- und Stabilisationstraining Ausrüstung (Schuhe, Kleidung, ) Ernährung (Voraussetzung für Adaptation) Ergänzende Regenerationsunterstützende Maßnahmen (Massage, Massagerollen, Bäder, Sauna, Infrarot, )

Angewandte Physiologie Übungsleiterausbildung Am Olympiazentrum Vorarlberg Hofer Manuel, Dipl. PT www.olympiazentrum-vorarlberg.at

Lern-Ziele Anatomisch physiologische Basisinformationen von Skelett, Knorpel, Bänder, Sehnen, Kapsel, Muskeln und Nervensystem Übertrag vom kleinsten Bestandteil (Zelle) bis in die eigentliche Funktion (Sport) Anhand der Basisinformationen verstehen, wieso Sport und Bewegung gesund und notwendig sind!

Brainstorming Belastung/Training Erholung Nährstoffe

Anpassung an Belastung Superkompensation:

Belastungsreize

Motorische Grundeigenschaften Beweglichkeit Ausdauer Schnelligkeit Koordination Kraft

Motorische Grundeigenschaften

ALLGEMEINE ANATOMIE Bewegungsapparat

AllgemeineAnatomie Die Zelle: Zellkern Mitochondrien Golgi-Apparat Endoplasmatisches Reticulum

Allgemeine Anatomie

Allgemeine Anatomie Bewegungsapparat: passive Strukturen des Bewegungsapparats: Knochen Bänder Sehnen Knorpel aktive Strukturen des Bewegungsapparats: Muskeln

Zellbestandteile des menschlichen Bewegungsapparates in ihrer kleinsten Einheit Zellen: Chondroblasten, Fibroblasten, Osteoblasten, Myoblasten Matrix: Grundsubstanz, Kollagen, Vernetzungsproteine Bestandteile der Matrix werden in der Zelle gebildet und nach außen entlassen Anpassungsfähigkeit und Trainierbarkeit aller Strukturen!!

Konsequenz Einzelne Strukturen des Bewegungsapparates sind trainierbar! Aber das Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit muss stimmen!

Knochen & Knorpel

Knochen Knochen: ständiger Umbau Anpassung an Belastung Abbau bei Inaktivität Thema Osteoporose

Knorpel * keine eigene Blutversorgung * Ernährung über Gelenksflüssigkeitsowie durch Be-und Entlastung * sehr schlechte Regenerierbarkeit * 4 Zonen Knorpel muss belastet werden

Kniegelenk (art.genu)

Kniegelenk - Röntgenaufnahme

Kniegelenk Knorpel / Bänder

Kniegelenk -Seitenansicht

Kniegelenk Menisciund Kreuzbänder Kreuzbänder Meniscus

Oberschenkel -Muskulatur Funktion m. Quadrizeps Kniestreckung Mithilfe Hüftbeugung Funktion Mm. Ischiocrurales oder Hämstrings: Kniebeugung Mithilfe Hüftstreckung

Oberschenkel Oberschenkel laterale Ansicht

Kniegelenk

Muskulatur

Muskel 3 Arten: glatte Muskulatur quergestreifte Muskulatur Herzmuskulatur

Muskel Funktionen: können sich nur kontrahieren / sich zusammenziehen - Streckung erfolgt über die Gegenspieler Agonist: der Muskel, der eine Bewegegung macht Synergist: der, der ihm dabei hilft Antagonist: Gegenspieler

Muskel Beispiel Armbeugung und Streckung:

Muskel Muskeln: Muskelhülle Muskelfaserbündel Muskelfasern Myofibrillen Sarkomer

Muskel 3 Muskelfaserarten der Skelettmuskulatur 1. Slow-Twich-Fasern(Typ I Fasern) langsam, rot, viel Mitochondrien, aerob 2. Fast-Twich-Fasern vom oxidativen Typ (Typ IIa Fasern) schnell, heller, weniger Mitochondrien, vorwiegend aerob 3. Fast-Twich-Fasern vom glykolytischen Typ (Typ IIx Fasern) sehr schnell, hell, wenige Mitochondrien, vorwiegend anaerob

Muskel

Muskel Komponenten der Muskulatur Aktive: Aktin-& Myosinfilamente Passive: Faszien, Zellmembranen, Zellskelettstrukturen

Muskel Mikroskopische Struktur der Muskelfaser:

Muskel Filamentgleiten

Muskel

Muskel Voraussetzung für die Muskelkontraktion: 1. Signal vom zentralen Nervensystem 2. Mineralstoffe (Kalzium und Magnesium) 3. Energie: ATP

Muskel Die motorische Einheit: 1 Motoneuron ca. 5-1500 Muskelfasern

Muskel-Sehnen-Übergang

Nervensystem

Nervensystem Zwei Arten: Vegetatives Nervensystem (unwillkürliches Nerensystem) Willkürliches Nervensystem Informationsweiterleitung sehr sensibel kaum dehnfähig gleitet innerhalb einer Hülle Gut durchblutet

Nervensystem Gleitfähigkeit der Neuralen Strukturen wird durch verschieden Faktoren beeinflusst: Druck Stoffwechsel Belastung Flexibilität und Mobilität aller umliegenden Strukturen bzw. innerhalb des Nerven Bewegung beeinflusst auch die Durchblutung des Nerven und die Nervenleitgeschwindigkeit (Warm up!)

Zentral-Nerven System

Mann spricht also nicht vom Muskel, sondern vom: NEURO MUSKEL SEHNE KNOCHEN-Komplex!!! Training hat Einfluss auf das Muskel-, Sehnenund Knochengewebe sowie auf die Neuralen Strukturen!

Kreislauf

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Die Funktion bestimmt das Organ

Adaptationsprinzipien Anpassungsreserve Fixe Grenze Stabil über Jahre MAXIMALE FUNKTIONSKAPAZITÄT genetisches Potential Bestimmt was möglich wäre (Anlage) AKTUELLE FUNKTIONSKAPAZITÄT momentane Trainingsgrenze beeinflusst durch das Vegetative NS, Hormonsystem und Immunsystem Funktionsreserve Variable Grenze Tage / Stunden AKTUELLE BEANSPRUCHUNG

Grundlagen der Trainingsgestaltung Belastung und Belastbarkeitsanalyse Sportartanalyse Methodik Allgemein vielseitig Zielorientiert Spezifisch Adaptationskriterien

Adaptationsvorgänge Kraft Neurale Adaptation Hypertrophie Starker Kraftanstieg durch neurale Adaptation Bis zu diesem Zeitpunkt resultiert die Adaptation vor allem in der Zunahme der Neuronalen Anpassung

Beweglichkeit Dehnen? Mobilisieren? Wann? Wie? Überhaupt notwendig? Hypermobil? Verkürzt?

Beweglichkeit

Beweglichkeit Setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Knöcherne Strukturen Passive Strukturen (Sehnen, Bänder, Kapsel, Menisken, Disci) Aktive Strukturen (Muskeln Agonist/Antagonist) Neurale Strukturen Es gibt also eine passive und eine aktive Beweglichkeit

Warmingup je besser die Vorbereitung, desto erfolgreicher und effektiver kann das anschließende Trainings- (Belastungs-) Programm durchgeführt werden! Vorbereitung auf eine folgende Belastung ist Leistungsbezogen

Warmingup 1. Allgemeines Aufwärmen 2.Beweglichkeit Flexibilität und Elastizität Allgemeines Tonisieren 3. Spezifisches Tonisieren 4. Spezifisches Belasten Anschließend: Durchführung der Sportart (Training, Wettkampf, )

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Rumpfmuskulatur Halte und Stützfunktion: bildet Korsett, Stamm, kräftige zentrale Säule wichtig für jede Sportart: Punktum Mobile Punktum Fixum zur optimalen Kraftübertragung der Extremitäten Ventral: bilden Grundlage der vorderen und seitlichen Bauchwand Vorbeugen (Flexion), Seitbeugen (Latflex), Seitdrehen (Rotation); 3D Bewegungen Rücken: Stabilisation und Bewegung Wirbelsäule, Antagonisten zur vorderen Muskelgruppe; Streckung Wirbelsäule (v.a.lws) - Extension (3D) Abdominale Druckerhöhung Hilfsatemmuskeln beim forcierten Ausatmen

Prävention bedeutet Belastung- und Belastbarkeitsanalyse Trainingsplanung Warming up (Vorbereiten) Athletiktraining (Grundmot. Eigenschaften) Technikschulung (Laufstilschulung / Lauf ABC) Cooling down (Regeneration einleiten, Kaltwasser, ) Beweglichkeitstraining / Dehnen / Mobilisieren Kräftigungs- und Stabilisationstraining Ausrüstung (Schuhe, Kleidung, ) Ernährung (Voraussetzung für Adaptation) Ergänzende Regenerationsunterstützende Maßnahmen (Massage, Massagerollen, Bäder, Sauna, Infrarot, )