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Transkript:

Pädagogischer Arbeitskreis des IKG Protokoll der Sitzung vom 31.1.2013 Thema des Abends: Lerntypen In einer kurzen Einführung zu den Lerntypen wurde dargestellt, dass man unterschiedliche Einteilungen von Lerntypen findet: Bekanntgeworden ist die Kategorisierung nach Lerntypen durch ein Buch von F. Vester: Lerntyp 1 lernt auditiv ( durch Hören und Sprechen ), Lerntyp 2 lernt optisch/visuell ( durch das Auge, durch Beobachtung ), Lerntyp 3 lernt haptisch ( durch Anfassen und Fühlen ), Lerntyp 4 lernt durch den Intellekt. (Vester, Denken, Lernen, Vergessen, 1975) Daneben findet man andere Einteilungen (s.u. Anlage 2), z.b.: 1. auditiver Lerntyp: lernen durch Hören 2. visueller Lerntyp: lernen durch Sehen 3. kommunikativer Lerntyp: Lernen durch Gespräche 4. motorischer Lerntyp: lernen durch Bewegung (www.philognosie.net/index.php/article/articleview/163) Mit dem Begriff Lerntypen wird nahe gelegt, dass jeder Mensch eine typologisch klassifizierbare Veranlagung hätte, mittels bevorzugter Sinne Dinge wahrzunehmen und zu lernen, so dass er durch die Konzentration auf diese Sinne effektiver lernen könnte. Diese Theorie konnte aber wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. (vgl.: www.ifdn.tu-bs.de/didaktikbio/mitarbeiter/looss/looss_lerntypen.pdf) Man spricht daher korrekter von Lernstilen oder Lernstrategien. Bei W. Haller findet man die Einteilung folgender Lernstile: a) den handlungsorientierten b) den akustischen c) lesenden d) bildlich lernenden Lerntypentest (www.stangl-taller.at/arbeitsblaetter/lernen/lernstiletheorien.shtml www.stangl-taller.at/arbeitsblaetter/lernen/lernstrategien.shtml) In den PC-Räumen haben wir zwei unterschiedliche Lerntypentests gemacht, um zu sehen, mit welchen Fragen die jeweiligen Tests zu welchem Ergebnis kommen. Bei der Auswertung werden Prozentzahlen genannt, die eine Gewichtung der bevorzugten Lernwege angeben. Online Lerntypentests : http://www.philognosie.net/index.php/tests/testsview/150/ http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/test/halb/test.shtml Konsequenzen fürs Lernen Wenn man nun weiß, ob mit oder ohne Lerntest, welche Lernstile oder Lernstrategien man bevorzugt verwendet, dann kann man entweder diejenigen Methoden, die darauf aufbauen, stärker nutzen oder gerade andere ausprobieren, um das Spektrum der eigenen Lernstile zu vergrößern. Beschreibung der unterschiedlichen Lerntypen oder Lernstrategien mit beigefügten Lerntipps konnte man an Plakaten nachlesen; sie sind im Anhang angefügt.

In den anschließenden Gruppendiskussionen haben die Teilnehmer des Arbeitskreises weitere Lerntipps für die unterschiedlichen Lerner vorgestellt und darüber diskutiert. Einige Lerntipps lagen als Kopien aus. Diese von Wolfgang Endres erarbeiteten Tipps kann man in dem vom Sparkassenverlag herausgegebenen Heft 77 starke Lerntipps nachlesen, das unsere Schüler in der Unterstufe im Rahmen der Unterrichtseinheit Lernen lernen erhalten. Themen-Vorschläge für die nächste Sitzung Von der Schülergruppe wurde eine Diskussionsrunde vorgeschlagen, um sich über unterschiedliche Erfahrungen/Wahrnehmungen des Schul-Alltags auszutauschen. Termin für die nächste Sitzung: Donnerstag, der 7. März 2013, 19.30 Uhr. Anlage: 1) Teilnehmerliste 2) Lernstile Protokoll: 3.2.2013 Beate Baumann

Anlage 2: Lernstile/Lerntypen Auditiver Lerntyp Der auditive Lerntyp lernt vorwiegend über das Hören und Sprechen. Er kann leicht gehörte Informationen aufnehmen, sie behalten und auch wiedergeben. Er kann mündlichen Erklärungen folgen und sie verarbeiten. Man erkennt ihn daran, dass er beim Lernen die Lippen bewegt oder den Lernstoff laut vor sich hersagt. Auditiv lernende Kinder können schon nach kurzer Zeit Hörspielkassetten auswendig wiedergeben. Auch Gedichte und Melodien prägen sich ihnen zur Freude ihrer Lehrer schnell und dauerhaft ein. Schüler dieses Lerntyps verfügen über eine gute Auffassungsgabe. Sie hören aufmerksam zu, erzählen hervorragend nach und kombinieren gut. Wie lernt der auditive Lerntyp am effektivsten? Auditive Lerntypen haben mit reinem Frontalunterricht am wenigsten Probleme. Sie hören gerne zu und saugen Informationen mit den Ohren auf. Musik beim Lernen wovon die meisten Lehrer eher abraten - kann der Produktivität des auditiven Lerners Flügel verleihen. Er sollte Lerntexte laut lesen, damit sich Inhalt, Klang und Melodie des Schulstoffs besser einprägen. Auch das Aufnehmen von Vokabeln oder Gedichten mit Hilfe eines Kassettenrekorders ist empfehlenswert. Lassen Sie Ihr Kind diese Aufnahmen in einem entspannten Zustand anhören. Sprechen Sie möglichst oft über Lerninhalte und nehmen Sie interessante Dokumentationen im Radio auf. Visueller Lerntyp Der visuelle Lerntyp liest gerne, schaut gern Bilder, Illustrationen oder Grafiken an, um Sachverhalte zu verstehen. Er schreibt gerne mit und nimmt Informationen durch Sehen und zeigen lassen auf. Er erinnert sich besonders an das, was er selbst gelesen hat. Er nimmt Informationen besser auf, wenn er ein Bild hat oder sich eines machen kann. Man erkennt den visuellen Lerntypen daran, dass er sich häufig Notizen macht oder Skizzen anfertigt. Was wo in seinem Hefter steht, muss er nicht lange suchen. Er kann sich gut an Details erinnern, arbeitet genau und ordentlich. Seine Sprache und Träume sind meist bilderreich, farbig und voller Details. Lesen und Puzzeln zählen zu seinen Hobbys. Wer mit ihm Memory spielt, muss sich gehörig anstrengen, wenn er nicht verlieren will.

Wie lernt der visuelle Lerntyp am effektivsten? Informationen sollte übersichtlich und optisch ansprechend aufbereitet sein, Wesentliches mit Textmarkern hervorgehoben werden. Zeichnungen oder Skizzen können selbst komplizierte Textaufgaben einfach erscheinen lassen. Der visuelle Lerner sollte im Unterricht mitschreiben. Visuelle Lerner lesen gerne. Diese Leidenschaft können Sie mit regelmäßigen Besuchen in Büchereien und Buchhandlungen fördern. Wichtig ist auch eine ansprechende Lernumgebung: Ein aufgeräumter Schreibtisch, dem eigenen ästhetischen Empfinden entsprechende Wohnaccessoires und ausreichend Platz zum Aufhängen von Lernpostern sind ein Muss. Motorischer Lerntyp - handelnder Lerner Der motorische Lerntyp hat es gerne, wenn jemand etwas praktisch vorzeigt und er es bald danach selber ausprobieren kann. Er lässt sich von seinen Gefühlen leiten und setzt Impulse sofort in Aktionen um. Diese Lerner erinnern sich ausgezeichnet an Informationen, die sie durch Bewegung, Handeln und Fühlen aufgenommen haben. Diese Menschen sind praktisch veranlagt, bewegen sich gerne und begreifen auch das Lernen als einen aktiven Vorgang. Man erkennt diesen Lerntyp daran, dass er beim Erzählen auch seine Hände sprechen lässt, überdurchschnittlich lange die Finger beim Rechnen benutzt und gerne Kaugummi kaut. Im Kinderzimmer des motorischen Lerners stehen häufig Modellflugzeuge, Chemiebaukästen oder Produkte seiner Experimentierfreude. Wie lernt der motorische Lerntyp am effektivsten? Er kann nicht mehr als eine halbe Stunde am Stück am Schreibtisch sitzen. Ihr Bewegungsdrang sollte und kann nicht unterdrückt werden. Besser ist es, die Unruhe in sinnvolle Bahnen zu lenken. So hilft es motorischen Lernern, wenn sie beim Auswendiglernen von einer Zimmerecke in die andere gehen. Jeder Schritt kann dabei für ein Wort oder eine Strophe stehen. Das gleichzeitige Aussprechen der Lerninhalte verbindet den motorischen mit dem auditiven Kanal. Mancher Stoff lässt sich auch gestisch oder szenisch darstellen oder man probiert zu Hause einfach einmal aus, worüber im Unterricht gesprochen wurde. Vielen hyperaktiven Kindern ist geholfen, wenn sie während des Lernens in einer Hängematte schaukeln dürfen.

Kommunikativer Lerntyp Der kommunikative Lerntyp ist ein guter Redner und ein noch besserer Zuhörer. Er lernt am besten durch Diskussionen und Gespräche. Für ihn ist die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und das Verstehen im Dialog von großer Bedeutung. Er muss Erklärungen durchsprechen, besprechen, sie mit anderen diskutieren. Er neigt dazu, gut durchdachte Fragen zu stellen und Glaubenssätze zu hinterfragen. Er kommt bei den Mitschülern gut an: Häufig wird er zum Klassen-sprecher gewählt, um Rat gefragt oder er bringt sich bei Streitigkeiten selbst als Schlichter ein. Er lernt gerne und gut im Austausch mit anderen. Er hat einen großen Freundeskreis und engagiert sich häufig frühzeitig in der Politik oder im Umweltschutz. Wie lernt der kommunikative Lerntyp am effektivsten? Kommunikative Lerntypen lernen am liebsten in einer Gruppe von Gleich-gesinnten, mit denen sie sich über den zu lernenden Stoff austauschen. Eine gute Lernmethode ist die Quizshow: Jedes Mitglied der Lerngruppe schreibt Fragen zum aktuellen Lernstoff auf Karteikarten. Die Antworten werden bepunktet. Wenn Sie mit Ihrem Kind alleine sind, sollten Sie möglichst oft das Gespräch suchen. Nehmen Sie bei gesellschaftlichen Themen ab und zu eine provozie-rende Haltung ein. Widersprechen Sie Ihrem Kind. So bringen Sie ihm bei, sich aktiv mit Informationen auseinanderzusetzen und bestehende Glaubenssätze zu hinterfragen. Personenorientierter Lerntyp Der personenorientierte Lerntyp ist in hohem Maße auf eine sympathische und fähige Lehrkraft angewiesen. Am liebsten wäre ihm Einzelunterricht. Diese Schüler sitzen gerne in der Nähe des Pults. Selbst auf dem Pausenhof suchen sie Kontakt zu bestimmten Lehrern. Wenn dieser Lerntyp einen guten Draht zu seiner Lehrkraft hat, lernt er so gut wie alles. Ist das Verhältnis zum Lehrer jedoch schlecht, kann er sein volles Potential nicht entfalten. Der personenorientierte Lerntyp neigt zu Leistungsschwankungen und Selbstzweifeln. Er hat wenige oder keine Freunde, spielt meist alleine in seinem Zimmer und grübelt häufig.

Wie lernt der personenorientierter Lerntyp am effektivsten? Personenorientierte Lerntypen sind in besonderem Maße auf ein gutes Verhältnis zur Lehrkraft angewiesen. Häufig schwanken sie zwischen zwei Extremen: Entweder ist der Lehrer ganz toll oder er ist total blöd. Eltern können ihren Kindern helfen, eine allzu negative Haltung gegenüber Lehrern abzubauen: Reden Sie nicht schlecht über die Lehrer Ihres Kindes, auch wenn Sie Grund zum Klagen haben. Machen Sie deutlich, dass auch Lehrer Launen haben und ungerecht sein können, aber dass es sich trotz allem lohnt, offen und freundlich zu bleiben. Medienorientierter Lerntyp Der medienorientierte Lerntyp lernt gut mit technischen Medien. Im Grunde braucht er keine Lehrer, ist er doch in der Lage, sich die meisten Lehrinhalte von virtuellen Lehrern vermitteln zu lassen. Man erkennt diesen Lerntyp an seiner andauernden Begeisterung für technische Zusammenhänge. Er nutzt audiovisuelle Medien und den Computer nicht nur zum reinen Spiel, sondern zieht echten Nutzen daraus. Der medienorientierte Lerntyp hat schon frühzeitig einen Computer, Lernprogramme und einen Videorecorder auf der Wunschliste. Wie lernt der medienorientierter Lerntyp am effektivsten? Medienorientierte Lerntypen haben ihr technisches Verständnis mit der Muttermilch aufgesogen. Im Umgang mit dem Computer sind sie geborene Autodidakten. Lernprogramme dürfen nicht zu einfach sein, denn dieser Lerntyp braucht echte Herausforderungen. Nutzen Sie neben CD-ROMs auch das Internet, Videofilme, Fernsehbeiträge, Presseerzeugnisse und Bücher. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht vereinsamt. Öffnen Sie Ihr Haus für Klassenkameraden und Freunde. Regen Sie die Bildung von Arbeitsgruppen an. Auch dieser Lerntyp ist trotz aller Liebe zu Medien ein soziales Wesen.