FINANZIELLE UND NICHT- FINANZIELLE ERFOLGSKENNZAHLEN

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1 FINANZIELLE UND NICHT- FINANZIELLE ERFOLGSKENNZAHLEN 1. ERFA-Tagung für NPO-Finanzverantwortliche , SPZ Nottwil Rautenstrauch, Thomas, Prof. Dr. Agenda 1. Motivation zur Erfolgsmessung 2. Konzepte zur Erfolgsmessung in NPO 3. Spannungsfelder der Erfolgsmessung 4. Zwischen-Fazit zum Status Quo und Zentrale Thesen 2

2 Motivation zur Erfolgsmessung Erfolgsmessung ist ein Instrument, welches einer Organisation ermöglicht, sich auf klar definierte Ziele auszurichten und die eigene Leistung zu beurteilen. Ziele der Erfolgsmessung Erkenntnisse über die Vergangenheit und die Zukunft gewinnen Informationstransfer von der Ausführungsebene zur Führungsebene Kaskadierung der Informationen der Führungsebene zur Ausführungsebene Datengrundlage für das Anreiz-/Vergütungssystem Motivation. 3 Motivation zur Erfolgsmessung Klärungsbedürftig im Rahmen eines Konzepts zur Erfolgsmessung: Was wird gemessen? Wie wird gemessen? Wie häufig wird gemessen? Zusammenwirken mit anderen Bereichen? Zusammenwirken mit dem Anreiz- u. Vergütungssystem? 4

3 Konzepte zur Erfolgsmessung aus Sicht der Theorie Zielansatz (Der Erfolg einer NPO bestimmt sich daran, ob diese ihre Mission und die damit verbundenen Sachziele verwirklichen kann) Systemansatz (Erfolg ist die Fähigkeit zur Erhaltung des Systems) Interessenpluralistischer Ansatz (Erfolg ist die Wahrung der Interessen aller Anspruchsgruppen der Organisation) Erfolgspotenzial-/Kernkompetenz-Ansatz (Erfolg beruht auf der Fortschrittsfähigkeit der Organisation und den Erfolgsvorsteuergrössen Kernkompetenzen, Erfolgspotenzialen und faktoren) Reputationsansatz und komparative Ansätze (Qualitätsmanagement-Modelle, Benchmarking) 5 Konzepte der Erfolgsmessung aus Sicht der Theorie Strategie Mitarbeitende Management Leistungsempfänger Behörden Gesellschaft Wertbeitrag durch Zielerreichung Kritische Erfolgsfaktoren Erfolg Vorliegen von Effektivität und Effizienz Erfolgsmessung Effektivität i.w.s. («Wirksamkeitsgrad») Erreichungsgrad eines vorab definierten Zielniveaus Effizienz («Wirtschaftlichkeit») Bestmögliches Verhältnis von Wirkung und dem damit verbundenem Ressourcenverbrauch 6

4 Konzepte zur Erfolgsmessung: Wirkungsmessung Wirkungsstufe Fragestellung Input Output Outcome Impact Wie viele Ressourcen setzen wir ein? (Input) Welche Leistungen werden von uns angeboten und wer wird damit erreicht? Welche Veränderungen treten bei unserer Zielgruppe ein und in welchem Ausmass? Zu welchen gesellschaftlichen Entwicklungen tragen wir bei? Festlegung von: Messbereich Messgrösse(n) Messobjekt(e) 7 Konzepte zur Erfolgsmessung: ZEWO-Leitfaden zur Wirkungsmessung in NPO 8 8

5 Konzepte zur Erfolgsmessung: EFQM-Modell European Foundation for Quality Management Modell für Excellence 9 Konzepte zur Erfolgsmessung: Balanced Scorecard Leistungsempfänger Finanzen Vision und Strategie Prozesse Die Balanced Scorecard ist ein Kennzahlensystem aus finanziellen und nichtfinanziellen Grössen, die die verschiedenen Dimensionen einer Unternehmens gleichberechtigt nebeneinander darstellt. Lernen & Entwicklung Vision Strategie Ziele Messgrößen 10

6 Spannungsfelder der Erfolgsmessung Individualisierung von Erfolgskennzahlen Orientierung an gemeinsamen Zielen (System-)Verständlichkeit der Erfolgsziele und kennzahlen analytische Vollständigkeit Externer (politischer) Auftrag Messung durch (interne) Erfolgsgrössen Nutzen und Erwartungen der Erfolgsmessung Kosten für Erfolgsmessung und Befähigung der Führungskräfte bezüglich Erfolgskennzahlen 11 Zwischen-Fazit zum Status Quo 1. Es mangelt nicht an Konzepten, Methoden und Kennzahlen zur Erfolgsmessung, aber es herrscht Intransparenz zu deren Nutzung. 2. Erfolgsmessung kann nur in Abhängigkeit von der Strategie sowie vom zugrunde liegenden Stakeholder-Auftrag ausgestaltet und umgesetzt werden. 3. Während finanzielle Erfolgskennzahlen weitgehend bekannt sind, besteht Intransparenz vor allem bei nicht-finanziellen Kennzahlen. 4. Wechselnde, politische Einflüsse sorgen für ändernde Anforderungen 5. Erfolgsmessung ist nicht gratis, sondern erfordert Zeit, Kosten, Technologie, Wissen und andere Ressourcen. 6. Externe Anforderungen an die Erfolgsmessung bzw. Informationswünsche werden in zunehmendem Masse an NPOs herangetragen, allerdings ist bisher unklar, wer die Kosten hierfür übernimmt. 12

7 Zentrale Thesen 1. Welche nicht-monetären Erfolgskennzahlen zur Messung von Output, Outcome und Impact werden in den Leistungsverträgen mit Gemeinden, Kantonen, dem Bund, Grossspendern, u.a. heute bereits vereinbart bzw. verlangt? 2. Welche Methoden, Messinstrumente oder statistischen Vorgaben werden heute bereits von Verbänden, Kantonen und weiteren Stakeholdern eingefordert bzw. bereitgestellt? 3. Welche Erfahrungen liegen bereits vor und wie kann ein gemeinsamer Lernprozess unter den betroffenen NPOs ausgestaltet werden? 13

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