Betreutes Wohnen in Neubulach

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1 Betreutes Wohnen in Neubulach Ergebnisse einer Befragung der Bürgerinnen und Bürger Arbeitskreis Alt Werden in Neubulach Neubulach Oktober

2 Inhaltsverzeichnis 1. Zweck und Durchführung der Befragung Auswertung der Erhebung Ergebnisse der Befragung Demografischen Daten Wohn- und Lebenssituation Kenntniss über und Nutzung von Betreuungs- und Pflegediensten Bedarf an Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen Schlussfolgerungen... 5 Anhang... 5 Anhang... 5 Anhang 1: Tabellarische Zusammenfassung der Aussagen zu einzelnen Fragen...6 Tabelle 1: Altersstruktur der Befragten...6 Tabelle 1 a: Alterstruktur der Bevölkerung zum Tabelle 2: Verteilung nach Geschlecht der Befragten...6 Tabelle 3: Wohneigentum...6 Tabelle 4: Wohnsituation: Der Befragte lebt...6 Tabelle 5: Unterstützung durch Andere...6 Tabelle 6: Kenntnisse über und Nutzung von Hilfsdiensten...6 Tabelle 7: Nutzung von Tagespflege und Betreutes Wohnen...7 Tabelle 8: Nutzung einer Pflegeeinrichtung in...7 Tabelle 9: Konkretes Interesse an...7 Tabelle 10: Wohnort der Befragten...8 Anhang 2: Ergänzende Anmerkungen der Befragten...9 Anhang 3: Anschreiben an die Befragten und Fragebogen Zweck und Durchführung der Befragung Anlass für die Bedarfserhebung sind die Pläne der Stadtverwaltung, im Rahmen der Ortskernsanierung Liebelsberg und durch den Erwerb des "Sonneareals" in Neubulach Einrichtungen zur Betreuung und Pflege älterer Menschen zu schaffen. Ganz im Sinne des "Alt Werdens in gewohnter Umgebung" sollen in erster Linie Betreuungsangebote geschaffen werden, die es Älteren ermöglichen, möglichst lange zu Hause leben zu können. Die Tagesbetreuung Pflegebedürftiger soll diese Betreuungsangebote ergänzen. Menschen, denen der Aufenthalt in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich ist, sollen betreute altengerechte Wohnungen oder der Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung angeboten werden. Für die Gestaltung weiterer Betreuungsangebote sind Informationen über die Wohn- und Lebenssituation, über häusliche Pflegemöglichkeiten und über die Nutzung von Pflegediensten hilfreich. Schließlich sollten mit der Befragung ältere Menschen zu einer Teilhabe an der Gestaltung ihres Umfelds angeregt werden. Der Fragebogen wurde gemeinsam von der Stadtverwaltung und vom Arbeitskreis "Alt werden in Neubulach" entwickelt und an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ab 60 Jahre verschickt. Bis Ende September gaben 599 ihren Fragebogen zurück. Das entspricht etwa der Hälfte der in Neubulach lebenden über 60-Jährigen1. Diese vergleichsweise hohe Rücklaufrate ist ein deutliches Zeichen für die große Bedeutung, die die Neubulacher Bürgerinnen und Bürger dem Thema Wohnen im Alter zumessen. Das Interesse der Bevölkerung wird auch untermauert durch die Vielzahl von Anrufen im Rathaus, in denen die Angeschrieben ihren Dank für die Maßnahme bekundeten. 1 Zum lebten 1180 über 60-jährige Personen in Neubulach 2

3 2. Auswertung der Erhebung Der Bericht gibt die Häufigkeit der auf die Fragen gegebenen Antworten wider. Die Daten sind tabellarisch in Tabellen dargestellt (siehe Anhang 1). Die prozentualen Anteile der jeweiligen Kategorien beziehen sich auf die der richtig gegebenen Antworten, fehlende Antworten ("Keine Angabe") wurden in der Zuordnung nicht bewertet. Eine weitere Aufgliederung der Daten, z.b. nach Altersgruppen, oder nach Wohnorten, gab keine deutlich unterschiedliche Aussagen. Altersstruktur 3. Ergebnisse der Befragung Demografischen Daten 40 Die Verteilung der Befragten nach Geschlecht weist gleichermaßen Strukturen der älteren Bevölkerung auf. Der Anteil der Frauen ist mit 55 Prozent höher als in der durchschnittlichen Bevölkerung (Tabelle 2) Prozent In nebenstehender Grafik sind die Altersangaben der Befragten 10-Jahres-Altersgruppen zugeordnet. Zum Vergleich mit der Alterstruktur der Befragten sind die Daten der Bevölkerungsstatistik mit dargestellt. Die meisten Antworten kamen aus der Gruppe der 70 bis 79-jährigen, während die Antworten aus den andernen Altersgruppen, vor allem die der 60 bis 69-jährigen vergleichsweise geringer ausfielen. 25 Erhebung 20 Statistik Bis und älter Altersgruppen 3.2 Wohn- und Lebenssituation Die meisten älteren Menschen, 87,5 Prozent, leben in eigenen Häusern bzw. Wohnungen (Tabelle 3). Etwa ein Viertel dieser Älteren leben alleine, etwa 69 Prozent mit Partnern bzw. Partnerinnen, ein kleinerer Anteil lebt bei ihren Kindern (Grafik zur Haushaltsstruktur, Tabelle 4). Mögliche Hilfe zu Hause Haushaltsstruktur wohnt... 1,5 8,5 22,7 allein 34,7 keine mit Partner/ in bei Familie Nachbarn Kindern 63,7 68,8 3

4 Etwa ein Drittel der Älteren können keine Unterstützung erfahren, etwa 64 Prozent erwarten Hilfe von Familienmitgliedern, einige wenige von Nachbarn oder Freunden (Grafik zu "Mögliche Hilfe zu Hause", Tabelle 5). Insbesondere die alleine lebenden Älteren sind gegebenenfalls auf Betreuungsangebote karitativer oder anderer Organisationen angewiesen. Dies sind nicht notwendigerweise nur die Leistungen professioneller Pflegedienste, sondern auch einfachere Hilfeangebote. Bezogen auf das Stadtgebiet besteht der Kreis dieser Alleinstehenden aus etwa 250 Personen, der der Personen, die von Familienmitgliedern oder anderen keine Hilfe erwarten aus etwa 400 Personen. 3.3 Kenntniss über und Nutzung von Betreuungs- und Pflegediensten Die Befragten kennen die wesentlichen Hilfeangebote weitgehend, nur 13 Prozent gaben an, keine Dienstleister zu kennen. 12 Prozent gaben nicht an, welche Dienstleister ihnen bekannt sind (Grafik über "Kenntnisse über Hilfsdienste", Tabelle 6). Offensichlich sind die Befragten mit den wichtigen Dienstleistern Diakonie und Essen auf Rädern, aber auch DRK vertraut. Die Befragten erwähnten ausserdem Nachbarschaftshilfe, Zeitbank, Mission, Private Pflegedienste, Johanniter, Notruf, Fahrdienste, LQN und Einkaufshilfen als ihnen bekannte Hilfsangebote. In nebenstehender Grafik und in Tabelle 6 sind diese unter "Andere" zusammengefasst. Kenntnisse über Hilfsdienste 80,0 70,8 70,0 60,0 50,0 40,0 32,3 30,0 21,3 20,0 10,0 12,8 11,6 3,8 0,0...w elche *...DRK...andere...keine...Diakonie...Essen auf Rädern Zur Nutzung von Hilfsangeboten gaben 93 Prozent an, derzeit keine Hilfsdienste zu benötigen. Nur 3,5 Prozent nutzen derzeit die Dienste der Diakonie (Tabelle 6). Ein Prozent der Befragten erhalten Essen auf Rädern, weitere 2,6 Prozent nutzen andere Dienste wie Nachbarschaftshilfe, Johanniter, Notruf und Einkaufshilfen. Die Angaben über die Nutzung von Hilfsangeboten erscheinen vergleichsweise niedrig. Auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet nutzen demgemäß etwa 40 Personen die Dienste der Diakonie, 12 erhielten Essen auf Rädern. Deshalb sollten die Angaben mit den Leistungsanbietern überprüft werden. 3.4 Bedarf an Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen Die Fragen bezogen sich auf die Nutzung einer Einrichtung zur Tagespflege, zum betreuten Wohnen in altersgerechten Wohnungen, und zur Nutzung einer Pflegeeinrichtung in Neubulach. Die Fragen zur Nutzung von Einrichtungen der Tagespflege, des betreuten altengerechten Wohnens und der Pflege im Pflegeheim wurden zurückhaltend, "sollte sich die Notwendigkeit ergeben...", formuliert. Entsprechend sollten die Antworten eher als Interessensbekundungen bewertet werden. Vergleichsweise großes Interesse wird der Tagespflege beibemessen: 80 Prozent der Befragten würden sie im Bedarfsfall in Anspruch nehmen (Tabelle 7). Ähnlich hoch, 75 Prozent, ist die Zustimmung zu einer Pflegeeinrichtung in Neubulach (Tabelle 8). Eine altengerechte Wohnung zu nutzen können sich 53 Prozent der Befragten vorstellen, 43 Prozent lehnten die Nutzung betreuten Wohnens ab (Tabelle 7). Die meisten der Befragten, 93 Prozent, gaben an, keinen konkretem aktuellen Bedarf an Hilfsangeboten zu haben (Tabelle 9). Wenige bekundeten Interesse an Hilfsangboten der Diakonie, 4

5 DRK, Essen auf Rädern, aber auch an Nachbarschaftshilfe, Zeitbank und Fahrdiensten. 4. Schlussfolgerungen Es gibt potentiell Bedarf an Pflegediensten: In Neubulach leben etwa 250 ältere Personen allein. Etwa 400 Personen erwarten keine Hilfe von Familienangehörigen oder anderen. Deutlicher Zuspruch zu Tagesbetreuung und zu einer Pflegeeinrichtung in Neubulach. Verhaltenes Interesse an Betreutem Wohnen. Der hohe Rücklauf bestätigt das Interesse der Bevölkerung am Thema Alt werden. Anhang Anhang 1: Tabellarische Zusammenfassung der Aussagen zu einzelnen Fragen Anhang 2: Ergänzende Anmerkungen der Befragten Anhang 3: Anschreiben an die Befragten und Fragebogen 5

6 Anhang 1: Tabellarische Zusammenfassung der Aussagen zu einzelnen Fragen Tabelle 1: Altersstruktur der Befragten Keine Angabe 4 0,7 Altersgruppe, Jahre ,8 42,9 Bis , ,2 Tabelle 1 a: Alterstruktur der Bevölkerung zum ,4 Quelle: Statistisches Landesamt Altersgruppe, Jahre und älter ,3 21,0 2,3 Tabelle 2: Verteilung nach Geschlecht der Befragten Keine Angabe 4 0,7 Männer ,7 Frauen ,3 Eigentum ,5 in Miete 72 12,5 Tabelle 3: Wohneigentum Keine Angabe 23 3,8 Tabelle 4: Wohnsituation: Der Befragte lebt Keine Angabe 34 5,7 allein ,7 mit Partner/in mit Kindern ,8 8,5 Tabelle 5: Unterstützung durch Andere Keine Angabe 9 1,5 keine ,7 Familie ,7 Nachbarn 9 1,5 Tabelle 6: Kenntnisse über und Nutzung von Hilfsdiensten Kennt... Nutzt 6 Gesamt ,0 90 und älter 9 1,5

7 keine Angabe 13...keine 75...welche Diakonie DRK Essen auf Rädern andere ,2 12,8 11,6 70,8 21,3 32,3 3, ,3 93,2 0,3 3,5 0,0 1,0 2,6 : Der Befragte kennt Hilfsdienste, gab aber nicht an, welche : andere als bekannt erwähnte Hilfsdienste sind Nachbarschaftshilfe, Zeitbank, Mission, Private Pflegedienste, Johanniter, Notruf, Fahrdienste, LQN und Einkaufshilfen andere erwähnte Hilfen, die genutzt werden sind Nachbarschaftshilfe, Johanniter, Notruf und Einkaufshilfen. Tabelle 7: Nutzung von Tagespflege und Betreutes Wohnen Tagespflege Anteil% keine Angabe 14 2,3 nein ,4 ja ,0 evtl. 15 2,6 Betreutes Wohnen Anteil% 19 3, , ,1 17 2,9 Tabelle 8: Nutzung einer Pflegeeinrichtung in... keine Angabe 18 Neubulach 431 anderes Heim 16 keine Vorliebe 134 Anteil% 3,0 74,2 2,8 23,1 Tabelle 9: Konkretes Interesse an... keine Angabe 30...keine welche Diakonie 9...DRK 11...Essen auf Rädern andere Anteil% 5,0 93,1 1,1 1,6 1,9 2,1 2,0 : Das Interesse wurde nicht weiter konkretisiert : andere als von Interesse erwähnte Dienste sind Nachbarschaftshilfe, Zeitbank und Fahrdienste. 7

8 Tabelle 10: Wohnort der Befragten keine Angabe 21 Neubulach 210 Liebelsberg 163 Oberhaugstett 71 Altbulach 95 Martinsmoos 32 Kohlerstal 3 Seizental 4 Anteil% 3,5 36,3 28,2 12,3 16,4 5,5 0,5 0,7 8

9 Anhang 2: Ergänzende Anmerkungen der Befragten Die Befragten ergänzten die Anworten um folgene Anmerkungen: Bedarfserhebung Betreutes Wohnen: Sehr gut Optimal und Spitze!!! Ich finde es gut Nahversorgung: Haus "Nah und Gut" schaut nicht ermutigend aus; wenn auf dem Areal Fleck ein großes Einkaufszentrum entstehen soll. Ist das nicht ein Vertrauensbruch für die ältere Generation? Bitte diese Einkaufsmöglichkeit unbedingt erhalten, auch betr. Stadtkern. Unsere Innenstadt braucht noch mehr Attraktionen! Bitte Weiterleiten Umzug in altengerechte Wohnung: Kommt auf das Angebot an, z.b. Preis, Einrichtung, Lage: Nähe zum Arzt, Einkaufen Wohnung zum Kauf Wie ausgestattet? Bestehende Wohnung ist altengerecht. Umzug nach Stuttgart wegen kultureller Angebote und Infrastruktur Welches Pflegeheim? Die Qualität ist entscheidend Interesse (an Neubulach) bestände nur, wenn innerstädtische Einkaufsmöglichkeit geboten wäre In einem Mehrgenerationenhaus Welches konkrete Interesse: Fahrdienst, Begleitung zum Arzt, Hilfe im Haus (Wünscht) weitere Informationen 9

10 Anhang 3: Anschreiben an die Befragten und Fragebogen 10

11 11

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