BETRIEBSVEREINBARUNG. über die "Gleitende Arbeitszeit" für die Mitarbeiter der BRAHMS Aktiengesellschaft am Standort Hennigsdorf INHALTSVERZEICHNIS

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1 BETRIEBSVEREINBARUNG über die "Gleitende Arbeitszeit" für die Mitarbeiter der BRAHMS Aktiengesellschaft am Standort Hennigsdorf INHALTSVERZEICHNIS 1 GELTUNGSBEREICH 1.1 VORBEMERKUNG 1.2 GELTUNGSBEREICH 2 REGELMÄßIGE ARBEITSZEIT, ARBEITSRUHE 3 RAHMENARBEITSZEIT, PRÄSENZZEIT, PAUSENZEITEN, SAMSTAGSARBEIT, ARBEITSZEITGESETZE 3.1 RAHMENARBEITSZEIT 3.2 PRÄSENZZEITEN 3.3 PAUSENZEITEN 3.4 SAMSTAGSARBEIT 3.5 ARBEITSZEITGESETZE 4 GLEITZEITGUTHABEN UND GLEITZEITDEFIZITE 5 ARBEIT AUßERHALB DER RAHMENARBEITSZEIT UND NOTDIENSTE 5.1 "TARIFLICHE MITARBEITER" Arbeitszeit außerhalb der Rahmenarbeitszeit Arbeiten an Sonn- und Feiertagen Notdienste 5.2 "AUßERTARIFLICHE MITARBEITER" 5.3 ARBEIT AN TAGEN DER ARBEITSRUHE (SIEHE HIERZU AUCH 2) 6 REGELUNG ÜBER DIE GEWÄHRUNG VON FREIZEIT AUS DEM GLEITZEITGUTHABEN 7 REGELUNG VON ABWESENHEIT 7.1 URLAUB, SONDERURLAUB 7.2 VOM UNTERNEHMEN ORGANISIERTE WEITERBILDUNG, PERSONALFÖRDERMAßNAHMEN, INTERNE WORKSHOPS 7.3 DIENSTGANG UND DIENSTREISE 7.4 ZU HAUSE ERLEDIGTE ARBEITSAUFGABEN 7.5 KRANKHEIT, KUR- UND HEILVERFAHREN 7.6 ARZTBESUCH 7.7 WEHRERFASSUNG, MUSTERUNG, WEHRÜBUNGEN 7.8 VORLADUNGEN ZU BEHÖRDEN, ZEUGENAUSSAGEN VOR GERICHTEN 8 ZEITERFASSUNG 9 BESONDERE PERSONENGRUPPEN 10 VORGEHENSWEISE BEI KONFLIKTEN 11 ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN 12 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

2 Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat der BRAHMS schließen folgende Betriebsvereinbarung über die "Gleitende Arbeitszeit" für die Mitarbeiter am Standort Hennigsdorf: Präambel Um unseren Unternehmenserfolg und unsere Zusammenarbeit zu optimieren, haben wir unsere bisherige Gleitzeitregelung noch stärker flexibilisiert. Gleichzeitig ist es uns wichtig, den Wunsch der Mitarbeiter nach individuell gestaltbarer Arbeitszeit, soweit wie möglich, in das Arbeitszeitmodell mit einzubeziehen. Diese Betriebsvereinbarung ist entstanden auf der Grundlage einer standortweiten Mitarbeiterbefragung, firmeninternen Workshops zur Arbeitszeitgestaltung sowie intensiven Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Personalabteilung, stellvertretend für die Geschäftsleitung. Dieses Arbeitszeitmodell erlaubt den Mitarbeitern im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten, ihre Arbeit weitgehend selbständig einzuteilen und über Beginn, Ende sowie Dauer der täglichen Arbeitszeit zu entscheiden. Von jedem Teilnehmer wird erwartet, dass er die betrieblichen Belange bei seiner persönlichen Arbeitszeiteinteilung berücksichtigt (z. B. Arbeitsanfall, Vertretung, Kontaktmöglichkeiten extern und intern) sowie die Durchführung eines rationellen Arbeitsablaufes sicherstellt. Hierbei ist die Funktionsfähigkeit eines jeden Arbeitsbereiches zu gewährleisten. Es sollen neben den betrieblichen auch die privaten Bedürfnisse und die momentane Lebenssituation des Mitarbeiters berücksichtigt werden. Zielsetzungen : * Stärkung der Verantwortung von Führungskräften und Mitarbeitern für das Zeitmanagement innerhalb des Verantwortungsbereichs und den dazugehörenden Schnittstellen * Reduzierung von Überstunden durch bessere Ressourcenauslastung * höchstmögliches Maß an individueller Arbeitszeitflexibilität bei gleichzeitiger besserer Befriedigung der Anforderung interner und externer Kunden * Abbildung der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit auf dem Gleitzeitkonto * konsequente Einhaltung der Arbeitszeitgesetze * Minimierung des administrativen Aufwandes der Arbeitszeiterfassung 1 Geltungsbereich 1.1 Vorbemerkung Alle Mitarbeiter, die aufgrund der Besitzstandsregelung vom 12. November 1994 individual rechtlich die Fortgeltung des Mantel-Tarifvertrages für die chemische Industrie vom 24.Juni 1992 zugesagt bekamen, sind sogenannte Tarifmitarbeiter, die nachfolgend aus Vereinfachungsgründen als "tarifliche Mitarbeiter" bezeichnet werden. Alle anderen Mitarbeiter werden daraus folgend als "außertarifliche Mitarbeiter" bezeichnet.

3 Da BRAHMS nicht tarifgebunden ist, ist, wenn nachstehend der geltende Tarifvertrag genannt wird, der Tarifvertrag in obigem Besitzstandssinne gemeint. 1.2 Geltungsbereich Diese Betriebsvereinbarung gilt für alle in Hennigsdorf im Innendienst tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BRAHMS - nachfolgend Mitarbeiter genannt, sofern einzelvertraglich keine anderen Regelungen vereinbart worden sind. Darüber hinaus gelten Sonderregelungen für: - Mitarbeiter und Auszubildende, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben - werdende und stillende Mütter - Aushilfskräfte Für diese Mitarbeiter ist 9 dieser Betriebsvereinbarung zu beachten. 2 Regelmäßige Arbeitszeit, Arbeitsruhe Grundlage der Betriebsvereinbarung über die gleitende Arbeitszeit ist eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von : 37,5 Stunden Die regulären Arbeitstage sind : Montag bis Freitag Es wird vereinbart, die wöchentliche Arbeitszeit auf : 38 Stunden zu erhöhen. Dies entspricht einer täglichen Sollarbeitszeit von 7 Stunden und 36 Minuten (7,6h). Zum Ausgleich wird eine Arbeitsruhe jeweils am Freitag nach Christi Himmelfahrt und vom 24. bis 31. Dezember gewährt. Es handelt sich dabei um eine je nach Kalenderjahr unterschiedlich große, über das Sollmaß hinausgehende freiwillige Leistung des Betriebes. Teilzeitbeschäftigte mit einer täglich verkürzten Arbeitszeit erhalten anteiliges Arbeitsentgelt auf der Basis von 38 Stunden und können damit ebenfalls die Tage der Arbeitsruhe in Anspruch nehmen. Können die Tage der Arbeitsruhe aus einem der folgenden Gründe nicht in Anspruch genommen werden, erfolgt kein Ausgleich: - unbezahlter Urlaub, Freistellung - Mutterschutz- bzw. Erziehungsurlaub - Arbeitsunfähigkeit - Austritt/Kündigung im laufenden Kalenderjahr

4 Die Festlegung der Arbeitsruhe berührt nicht die Verpflichtung einzelner Mitarbeiter zur Arbeitsleistung an solchen Tagen. Näheres siehe hierzu unter Rahmenarbeitszeit, Präsenzzeit, Pausenzeiten, Samstagsarbeit, Arbeitszeitgesetze 3.1 Rahmenarbeitszeit Die an der Gleitzeitregelung teilnehmenden Mitarbeiter haben die Möglichkeit, den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende innerhalb der Rahmenarbeitszeit flexibel zu gestalten, wobei sichergestellt sein muss, dass dadurch keine Produktionsunterbrechungen eintreten. Die Rahmenarbeitszeit ist von: 6.00 bis Uhr Es ist zu beachten, dass das im Arbeitszeitgesetz festgelegte Höchstmaß von 10 Stunden täglicher Arbeitszeit exklusive der Pausen bzw. 10,75 Stunden Anwesenheit inklusive der Pausen nicht überschritten werden darf. Dies gilt für alle Mitarbeiter des Unternehmens. Zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn müssen mindestens 11 h Ruhezeit liegen. 3.2 Präsenzzeiten Es wird eine arbeitsgruppen- bzw. abteilungsbezogene Präsenzzeit festgelegt. Die Präsenzzeit ist die Zeit, in der die Funktionsfähigkeit und Ansprechbarkeit der für eine Aufgabe zuständigen Gruppe oder Person gegeben sein soll. Bei der Festlegung der Präsenzzeit sind sowohl die internen und externen Kundenbelange als auch die Belange der Abteilung und der Person einzubeziehen. Zur Festlegung der Präsenzzeiten erarbeiten Mitarbeiter und Vorgesetzte gemeinsam einen Vorschlag. Die Präsenzzeiten und deren Änderungen bedürfen der vorherigen Zustimmung des Betriebsrates. Die jeweils aktuellen Präsenzzeiten sind der Anlage dieser BV zu entnehmen und werden auf dem Computernetz gespeichert. Sie stehen so jedem Mitarbeiter des Unternehmens zur Verfügung. 3.3 Pausenzeiten Pausenzeiten sind unbezahlte Ruhezeiten, die automatisch vom Zeiterfassungssystem bei der Berechnung der täglichen Arbeitszeit berücksichtigt werden. Die Pausenzeiten betragen insgesamt 45 Minuten pro Tag. Die Lage der Pausen ist flexibel zu regeln, dabei sind die betrieblichen Anforderungen sowie die persönlichen Belange zu berücksichtigen. Entsprechend des Arbeitszeitgesetzes muss nach einer Arbeitszeit von 6 h eine Pause von mindestens 30 Minuten ohne Unterbrechung eingelegt werden. 3.4 Samstagsarbeit Der Samstag ist grundsätzlich kein regelmäßiger Arbeitstag.

5 Der Samstag ist kein regelmäßiger Produktionstag. Samstagsarbeit ist vorab schriftlich vom Mitarbeiter zu beantragen (siehe Anlage1); sie bedarf der Zustimmung des Vorgesetzten und des Betriebsrates und darf den betrieblichen Belangen innerhalb der Woche nicht entgegenstehen. Muss Samstagsarbeit vom Vorgesetzten aus dringenden betrieblichen Gründen kurzfristig angeordnet werden, ist der Betriebsrat unverzüglich zu informieren und seine Zustimmung einzuholen. Ist dies nicht rechtzeitig möglich, ist die Zustimmung umgehend nachträglich einzuholen. Samstagsarbeit wird dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben. An Samstagen erfolgt innerhalb der Rahmenarbeitszeit (6.00 bis Uhr) und bei einer geringeren Arbeitszeit als 7,60 h keine Zahlung von Zuschlägen. 3.5 Arbeitszeitgesetze Im übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Arbeitszeitgesetze und für "tarifliche Mitarbeiter" die tariflichen Regelungen des Tarifvertrages der Berliner chemischen Industrie, die am gültig waren. 4 Gleitzeitguthaben und Gleitzeitdefizite Gleitzeitguthaben sind positive, Gleitzeitdefizite negative Abweichungen von der zu leistenden Sollarbeitszeit. Das Gleitzeitguthaben darf zum Quartalsende bis zu höchstens 35 Stunden, das Gleitzeitdefizit bis zu 10 Stunden betragen. Beim Überschreiten des Gleitzeitguthabens zum Quartalsende wird nur die Höchstgrenze auf das folgende Quartal übertragen. Über ihre geleisteten Arbeitszeiten und ihre Gleitzeitguthaben werden alle Mitarbeiter monatlich informiert. Überschreitet das Gleitzeitguthaben eines Mitarbeiters am Ende des Quartals 65 h, werden der Vorgesetzte und der Betriebsrat von der Personalabteilung automatisch informiert. Der Vorgesetzte muss im Sinne seiner Fürsorgepflicht zusammen mit dem Mitarbeiter die Ursache für Überstunden klären und geeignete Maßnahmen ableiten, umsetzen und dokumentieren, um eine Wiederholung auszuschließen. Bei wiederholtem Überschreiten wird die Personalabteilung gemeinsam mit dem Betriebsrat über geeignete personelle Maßnahmen beraten und eine Lösung herbeiführen. Bei Austritt müssen die Mitarbeiter ihr Gleitzeitkonto ausgleichen. Bei etwaigen Abweichungen wird die tatsächliche Arbeitszeit bezahlt. Für "tarifliche Mitarbeiter" gilt darüber hinaus folgendes : Das Gleitzeitguthaben, das 35,0 bis 50,0 Stunden am Ende des Quartals beträgt, wird ohne Zuschlag vergütet.

6 Das Gleitzeitguthaben, das 50,0 Stunden am Ende des Quartals überschreitet, wird im Sinne des geltenden Tarifvertrages als Mehrarbeit bewertet. Diese Mehrarbeit wird mit einem Zuschlag von 25% vergütet. 5 Arbeit außerhalb der Rahmenarbeitszeit und Notdienste Arbeitszeit außerhalb der Rahmenarbeitszeit ist mitbestimmungspflichtig im Sinne des BetrVG 87. Sie kann daher nur anerkannt werden, wenn sie ordnungsgemäß beantragt und genehmigt worden ist. 5.1 "Tarifliche Mitarbeiter" Arbeitszeit außerhalb der Rahmenarbeitszeit Arbeitszeiten außerhalb der Rahmenarbeitszeit, sofern die tägliche Arbeitszeit von 7,6 h (nach Abzug der Pausen) insgesamt überschritten wurde, werden als Mehrarbeit im Sinne des geltenden Tarifvertrages bewertet. Diese Mehrarbeit wird den Mitarbeitern auf Antrag (siehe Anlage 1) zusammen mit der monatlichen Entgeltzahlung mit dem entsprechenden Zuschlag von 25 % ausgezahlt. Es erfolgt KEINE Anrechnung auf das Gleitzeitkonto Arbeiten an Sonn- und Feiertagen Arbeit an Sonn- und Feiertagen ist grundsätzlich nicht gestattet. Begründete Ausnahmefälle sind im Arbeitszeitgesetz geregelt. Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind im besonderen stattzugeben, wenn diese: * der Verhütung des Verderbens von Naturerzeugnissen und Rohstoffen, * der Verhütung des Misslingens von Arbeitsergebnissen bei kontinuierlich durchzuführenden Forschungsergebnissen, * der Instandhaltung von Betriebseinrichtung und Vorbereitung der Wiederaufnahme des vollen werktäglichen Betriebs oder * der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit von Datennetzen und Rechnersystemen dienen und während der regelmäßigen Arbeitszeit nicht durchführbar sind. Wird Arbeit an Sonn- und Feiertagen notwendig, wird die geleistete Arbeit plus einer Zeitpauschale von 2 h (für An- und Abfahrt) auf Antrag im Folgemonat auf ein gesondertes Zeitkonto gutgeschrieben. Bei Arbeitseinsätzen von weniger als einer Stunde werden 3 Stunden gutgeschrieben. Diese Zeiten sollen im Rahmen der Gleitzeit durch Freizeit ausgeglichen werden. Ist das gesonderte Zeitkonto zum Ende des Quartals nicht ausgeglichen, werden die Zeiten automatisch vergütet. Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit werden grundsätzlich vergütet.

7 Hat die geleistete Arbeit an Sonn- oder Feiertagen mindestens 7,6 h (Sollarbeitszeit) betragen, ist dem Mitarbeiter ein Ruhetag als Ausgleichstag innerhalb der folgenden 13 Tage zu gewähren Notdienste Arbeitseinsätze aufgrund von Notdiensten werden im Umfang der geleisteten Arbeit plus einer Zeitpauschale von 2 h (für An- und Abfahrt) auf Antrag (Anlage1) im Folgemonat auf ein gesondertes Zeitkonto gutgeschrieben. Bei Arbeitseinsätzen von weniger als einer Stunde werden 3 Stunden gutgeschrieben. Diese Zeiten sollen im Rahmen der Gleitzeit durch Freizeit ausgeglichen werden. Ist das gesonderte Zeitkonto zum Ende des Quartals nicht ausgeglichen, werden die Zeiten automatisch vergütet. Zuschläge für Zeiten außerhalb der Rahmenarbeitszeit werden grundsätzlich vergütet. Notdienste im Sinne dieser Betriebsvereinbarung sind dringende, unvorhersehbare, unplanbare und nicht aufschiebbare Ereignisse oder Tätigkeiten, für die eine außerordentliche Anreise des Mitarbeiters notwendig ist. Prüfmerkmale für Notdienste sind: * ohne den Notdienst droht Lieferunfähigkeit, * ohne den Notdienst drohen dem Unternehmen nicht zu vertretende finanzielle Schäden. Entstehen bei der Beurteilung Zweifel, entscheidet der zuständige Bereichsleiter. Für die Organisation von Notdiensten erstellt das Unternehmen adäquate Notfalllisten mit den Namen der Mitarbeiter, die im Notfall gerufen werden können. 5.2 "Außertarifliche Mitarbeiter" Arbeitszeiten außerhalb der Rahmenarbeitszeit werden auf dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben. Arbeiten an Sonn- und Feiertagen können nur anerkannt werden, wenn sie ordnungsgemäß beantragt und genehmigt worden sind. Es gelten hier die unter und beschriebenen Kriterien sowie zusätzlich Einsätze auf Messen und Symposien. Einsätze an Sonn- und Feiertagen werden im tatsächlich geleisteten zeitlichen Umfang auf Antrag (Anlage 1) dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben. Es erfolgt keine Gutschrift von An- und Abfahrtszeiten. Hat die geleistete Arbeit an Sonn- und Feiertagen mindestens 7,6 h betragen, ist dem Mitarbeiter ein Ruhetag als Ausgleichstag innerhalb der folgenden 13 Tage zu gewähren. 5.3 Arbeit an Tagen der Arbeitsruhe (siehe hierzu auch 2) Wird Arbeit an den Tagen der Arbeitsruhe notwendig, wird diese Arbeitszeit im Verhältnis 1:2 vergütet. Auf Antrag wird die Arbeitszeit im Folgemonat dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben oder entsprechend ausgezahlt. Es erfolgt keine

8 Zahlung von weiteren Zuschlägen. Diese Regelung gilt für "tarifliche Mitarbeiter" und "außertarifliche Mitarbeiter". 6 Regelung über die Gewährung von Freizeit aus dem Gleitzeitguthaben Gleitzeitguthaben kann täglich durch eine verkürzte Arbeitszeit innerhalb der Rahmenarbeitszeit genutzt werden. Wird dabei die verabredete Präsenzzeit verletzt, ist dieses mit dem Vorgesetzten und den Kollegen abzusprechen. Weiterhin hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, aus einem vorhandenen Gleitzeitguthaben maximal 12 ganze Tage pro Jahr als bezahlte Freizeit zu nehmen. Es wird die Sollarbeitszeit pro Tag aus dem Gleitzeitkonto abgebucht. Solche Gleitzeittage sind vorher vom Vorgesetzten auf dem Formular "Urlaubsschein" zu genehmigen; betriebliche Belange sind dabei zu berücksichtigen. Vom Mitarbeiter nicht in Anspruch genommene Gleitzeittage sind nicht auf das Folgejahr übertragbar. 7 Regelung von Abwesenheit 7.1 Urlaub, Sonderurlaub Die Bestimmungen über Urlaub und Sonderurlaub bleiben von der Gleitzeitregelung grundsätzlich unberührt. Pro Urlaubstag bzw. Sonderurlaubstag wird die tägliche Sollarbeitszeit angerechnet. 7.2 Vom Unternehmen organisierte Weiterbildung, Personalfördermaßnahmen, interne Workshops Personalfördermaßnahmen im Sinne dieser Betriebsvereinbarung sind die im Anhang des Mitarbeitergesprächsprotokolls aufgezählten Maßnahmen und hier im besonderen: * Seminare, Fort- und Weiterbildungen, Praktika, * Besuch von Kongressen, Vorträgen, universitären Lehrveranstaltungen, * Hospitationen, Unterweisungen und Erfahrungsaustausch in/mit anderen Unternehmen, soweit diese der Weiterbildung dienen. Für die Dauer der Veranstaltung wird inklusive der An- bzw. Abreise maximal die Sollarbeitszeit (in der Regel 7,6 h) dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben. Bei stundenweiser Abwesenheit wird die Differenz zwischen Anwesenheitszeit und der täglichen Sollarbeitszeit gutgeschrieben. Der Reiseplan bzw. die Seminarankündigung gilt als Nachweis über die Dauer der Veranstaltung. 7.3 Dienstgang und Dienstreise Es wird für ganztägige Abwesenheit die tägliche Sollarbeitszeit angerechnet; bei stundenweiser Abwesenheit wird die Differenz zwischen Anwesenheitszeit und der täglichen Sollarbeitszeit gutgeschrieben. Reisezeit, die im Rahmen der Durchführung einer ganz- oder mehrtägigen Dienstreise anfällt, gilt für "tarifliche Mitarbeiter" grundsätzlich als Arbeitszeit. An Tagen der An- und/oder Abreise können maximal je 10 h (inklusive Arbeitszeit)

9 gutgeschrieben werden. Diese Reisezeiten werden auf Antrag (Anlage 1) dem Gleitzeitkonto gutgeschrieben. Reisezeiten sind in keinem Fall zuschlagspflichtig. Auf dem Antrag zur Gutschrift auf das Gleitzeitkonto sind die Reisezeiten und die Arbeitszeit getrennt auszuweisen. 7.4 Zu Hause erledigte Arbeitsaufgaben Arbeiten, die zu Hause erledigt werden (Heimarbeit), werden nach vorheriger Zustimmung des Vorgesetzten auf Antrag (Anlage 1) maximal bis zur Höhe der Sollarbeitszeit dem Gleitzeitguthaben gutgeschrieben. Arbeiten am selben Tag am Standort Hennigsdorf werden entsprechend verrechnet. An Samstagen wird Heimarbeit nur in begründeten Fällen genehmigt. Es besteht kein Anspruch auf einen Heimarbeitsplatz. Es gelten hier besondere Datensicherheitsund Verschwiegenheitsvereinbarungen. Über "Heimarbeit" ist der Betriebsrat monatlich durch die Personalabteilung zu informieren. 7.5 Krankheit, Kur- und Heilverfahren Es wird für ganztägige Abwesenheit die Sollarbeitszeit gutgeschrieben, bei stundenweiser Abwesenheit wird die Differenz zwischen Anwesenheitszeit und Sollarbeitszeit gutgeschrieben. 7.6 Arztbesuch Arztbesuche, regelmäßige ärztliche oder therapeutische Maßnahmen sollten außerhalb der jeweiligen Präsenzzeit stattfinden. Müssen Arztbesuche oder therapeutische Maßnahmen nachgewiesenermaßen in dieser Zeit, sofern sie auch in der individuellen Präsenzzeit liegt, zwischen Uhr stattfinden, erfolgt auf Antrag (Anlage 1) für die Abwesenheit eine Zeitgutschrift auf dem Gleitzeitkonto. Dem Antrag ist ein entsprechender Nachweis über die zeitliche Notwendigkeit beizulegen. 7.7 Wehrerfassung, Musterung, Wehrübungen Diese Ausfallzeiten werden bei Vorlage entsprechender Vorladungen einschließlich der anfallenden Wegezeiten durch BRAHMS vergütet, d. h. diese Abwesenheitszeiten werden wie Arbeitszeit bewertet. 7.8 Vorladungen zu Behörden, Zeugenaussagen vor Gerichten Stundenweise Ausfallzeiten werden bei Vorlage entsprechender Vorladungen einschließlich der anfallenden Wegezeiten durch BRAHMS vergütet, d. h. diese Abwesenheitszeiten werden wie Arbeitszeit bewertet. Muss dagegen ein ganzer Arbeitstag ausfallen, wird der Mitarbeiter unbezahlt freigestellt. Die Bezahlung erfolgt dann durch die entsprechende Behörde bzw. das Gericht. 8 Zeiterfassung Die Zeiterfassung und Überwachung von An- und Abwesenheitszeiten erfolgt mit einem elektronischen Zeiterfassungssystem. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, seine Anwesenheitszeit mit Hilfe seiner Gleitzeitkarte am Zeiterfassungsgerät zu

10 dokumentieren. Bestimmte Abwesenheitsgründe müssen ebenfalls vom Mitarbeiter selbst am Zeiterfassungsgerät eingegeben werden (Anlage 2). 9 Besondere Personengruppen Teilzeitbeschäftigte können grundsätzlich an der Gleitzeit teilnehmen. Einschränkungen können sich durch den Teilzeitvertrag oder durch betriebliche Belange ergeben. Für Teilzeitbeschäftigte werden Rahmenarbeitszeit, Präsenzzeit und Pausenzeiten individuell vereinbart. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht länger als 8 Stunden arbeiten (Anwesenheit + Pause = max. 8,75 Std.). Eine Teilnahme an der Gleitzeit ist nur in diesem Rahmen möglich. Auszubildende dürfen nur nach Absprache mit dem jeweiligen Bereich unter Berücksichtigung der erforderlichen Betreuung an der gleitenden Arbeitszeit teilnehmen. Die Arbeitszeit werdender und stillender Mütter darf täglich 8,5 Stunden (Anwesenheit + Pause = max. 9,25 Std.) nicht überschreiten. Eine Teilnahme an der Gleitzeit ist nur in diesem Rahmen möglich. Aushilfen und Praktikanten nehmen nicht an der Gleitzeit teil. Ihre Arbeitszeit soll jedoch über das Zeiterfassungssystem erfasst werden. 10 Vorgehensweise bei Konflikten Kommt es im Rahmen dieser Betriebsvereinbarung zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem zu unterschiedlichen Vorstellungen und Auslegungen, soll im Vorfeld in einem Gespräch mit dem Mitarbeiter, dem Vorgesetzten sowie je einem Vertreter des Betriebsrates und der Personalabteilung versucht werden, den Streitfall gütlich zu klären. Wird keine Einigung erzielt, entscheiden der Betriebsrat und die Personalabteilung mit paritätischem Stimmenverhältnis. Diese Entscheidung gilt als verbindlich. 11 Übergangsbestimmungen Das bisherige Freizeitkonto ist bis zum 31. Dezember 2001 aufzulösen. Hierzu werden zwischen Arbeitnehmern, Vorgesetzten und dem Arbeitgeber individuelle und verbindliche Vereinbarungen getroffen. 12 Schlussbestimmungen Das Arbeitszeitgesetz sowie sonstige gesetzliche Arbeitszeitregelungen sind zu beachten. Sie gelten, soweit in Einzelfällen diese Betriebsvereinbarung Regelungen nicht enthält. Ein Verstoß gegen die Betriebsvereinbarung kann zu arbeitsrechtlichen

11 Konsequenzen (Abmahnung, in schwerwiegenden Fällen ordentliche/außerordentliche Kündigung ) führen. Die Betriebsvereinbarung einschließlich der Anlagen gilt für den Standort Hennigsdorf. Sie ist kündbar mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende. Diese Betriebsvereinbarung ersetzt die Betriebsvereinbarung über die "Gleitende Arbeitszeit" für die Mitarbeiter der BRAHMS vom 5. November Sie tritt in Kraft, wenn der Mitarbeiter seine Tätigkeit in Hennigsdorf aufgenommen hat. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Betriebsvereinbarung unwirksam sein oder werden oder im Widerspruch zum geltenden Tarifvertrag oder gesetzlichen Regelungen stehen, so bleiben die übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. Die unwirksam oder im Widerspruch stehende Bestimmung ist durch eine Regelung zu ersetzen, die dem von den Parteien Gewollten möglichst nahe kommt. Gleiches gilt für den Fall, dass eine Regelungslücke gegeben ist. Bestandteile dieser Betriebsvereinbarung sind ebenfalls: 1. Antragsformular zur gleitenden Arbeitszeit 2. Anwendungshinweise zur Zeiterfassung für Mitarbeiter 3. Präsenzzeiten BRAHMS Aktiengesellschaft Hennigsdorf, den 20.Dezember.2001 Geschäftsleitung Betriebsrat Anlagen: - I. Antrag auf Arbeit - II. Antrag auf Gutschrift auf das Gleitzeitkonto

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