Günter Hesse,

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Günter Hesse, 18.5.2014"

Transkript

1 Ein nüchterner Blick auf die Euro-Zone Griechenland Günter Hesse, Kürzlich kehrte Griechenland triumphal an den internationalen Kapitalmarkt zurück. Viele wollten darin das Ende der Griechenlandkrise sehen. Thomas Mayer, der sein Leben mit der Analyse von Kapitalmärkten verbracht hat, stellte dazu kürzlich in der HNA fest, dass diese Kreditaufnahme nichts mit der Lösung grundlegender Probleme zu tun hat. Aber wenn die Investoren davon ausgehen können, dass die griechischen Schulden von den anderen EWU- Mitgliedern und der EZB garantiert werden und der Austritt Griechenlands nicht mehr auf der Agenda steht, gibt es keinen Grund, warum die Rendite für griechische Staatsanleihen sich nicht weitgehend derjenigen von deutschen Bundesanleihen annähern sollte (HNA, , S.3). Deutschland hat ein AAA-Rating, Griechenland Schrottstatus, aber die faktisch schon bestehende Schuldenunion führt zur Zinsangleichung bei den Staatsanleihen. Es wird noch bizarrer: Die Zinsen, die Griechenland durchschnittlich auf seine Staatsschuld zahlen muss, sind niedriger als die Zinsen, die Deutschland durchschnittlich für seine Staatschulden bezahlen muss (Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, September 2013, S. 61). Hauptgrund sind die enormen Zinssubventionen, die Griechenland im Rahmen der Hilfsprogramme erhält. Ich werde nun versuchen, die Höhe dieser Subvention grob abzuschätzen. Das erste Hilfsprogramm, mit dem der völkerrechtlich verbindliche Vertrag von Maastricht gebrochen wurde, wie die damalige französische Finanzministerin und heutige IWF-Chefin Lagarde offen zugegeben hat, erhielt Griechenland im Frühjahr Damals wurde es uns als tolles Geschäft für Deutschland verkauft, auch in der HNA durch Herrn Drewes. Deutschland borge sich das Geld günstig und verleihe es zu höheren Zinsen (4 % bei 7 Jahren Laufzeit, nach meiner Erinnerung) an Griechenland. Bereits auf dem großen Gipfel im Juli 2011 wurden die Zinsen nachträglich gesenkt und die Laufzeit verlängert. Das ist ein Schuldenschnitt, denn für den Schuldner wird dadurch die Last der Schulden geringer, und für den Gläubiger sinkt der Wert (Barwert) seiner Forderung. Mittlerweile, nach weiteren Schuldenschnitten, zahlt Griechenland für 52,9 Milliarden Kredite aus dem ersten Hilfsprogramm 0,83 % Zinsen bei einer Laufzeit von 17 Jahren (WIWO , Hilfskredite Griechenland.). Wenn Deutschland einen Kredit mit nur 10 Jahren Laufzeit aufnehmen will, muss es für die bei besonders niedrigen Zinsen in den Jahren 2013 oder 2014 aufgenommenen Kredite zwischen 1,5 % und 2% Zinsen bezahlen. Es bezahlt also für das Geld, das es sich selbst borgt, etwa doppelt so hohe Zinsen wie es für einen Kredit an Griechenland mit fast doppelt so langer Laufzeit in Rechnung stellt. Das ist ein Geschäft aus dem Tollhaus der Euro-Zonen-Rettung. Das zweite Hilfsprogramm für Griechenland läuft über den EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität), der ab 1. Juli 2013 in den ESM überführt wurde. Laut EFSF/ESM Chef Klaus Regling muss Griechenland für diese Hilfskredite leicht über 1,5% Zinsen zahlen (Spiegel Online, ). Bisher wurden an Griechenland aus diesem Programm 139,9 Milliarden Euro Kredite vergeben. Die mittlere Laufzeit liegt bei 32,4 Jahren, der kürzlich vergebene Kredit hat eine Laufzeit von 40 Jahren.

2 - 2 Der EFSF/ESM muss sich das Geld, das er den Griechen als Kredit gibt, selbst am Kapitalmarkt borgen. Nach der Goldenen Bankregel müsste er Kredite mit ähnlich langen Laufzeiten aufnehmen. Das macht er aber nicht. Er hat bisher insgesamt 6 Kredite mit Laufzeiten zwischen 20 und 25 Jahren aufgenommen, für die er im Durchschnitt 3,5% Zinsen zahlt. Das sind 2% mehr, als er Griechenland für Kredite mit erheblich längerer Laufzeit in Rechnung stellt (außerdem gibt es für die ersten 10 Jahre eine Stundung der Zinsen). Nach der Goldenen Bankregel müsste er auch den Umfang der an Griechenland vergebenen Kredite in ähnlicher Höhe durch von ihm selbst aufgenommenen Kredite mit langer Laufzeit finanzieren. Auch das tut er nicht. Die eben erwähnten 6 Kredite mit den längsten Laufzeiten umfassen nur ein Kreditvolumen von 9 Milliarden Euro. Der EFSF/ESM zockt. Er nimmt immer wieder kurzfristige Kredite zu niedrigeren Zinsen auf und macht daraus die extrem lange laufenden Hilfskredite an Griechenland. Das kann sehr schnell sehr schief gehen (wenn die kurzfristigen Zinsen steigen) und zu außerordentlichen Verlusten führen. Die HRE-Bank mit ihrer Tochter DEPFA ist mit diesem Geschäftsmodell bankrott gegangen und wurde dann mit vielen Milliarden an Steuergeldern gerettet. EFSF/ESM Chef Regling hat selbst im Wall Street Journal vom zugegeben, dass die Hilfskredite an Griechenland ein erhebliches Zuschusselement ( huge grant element ) enthalten. Um die Größenordnung dieser Subvention überhaupt abschätzen zu können, nehme ich kontrafaktisch an, dass der EFSF/ESM extreme Verlustrisiken durch Einhaltung der Goldenen Bankregel vermeidet. Ohne diese Annahme wäre in einem so langen Zeitraum von 30, 40 oder noch mehr Jahren alles möglich. Wenn ich die Zinssubvention sehr vorsichtig auf minus 2% ansetze (1,5% erhaltene Zinsen aus Kreditvergabe minus 3,5% gezahlte Zinsen für Kreditaufnahme), so beträgt diese jährliche Subvention bei bisher vergebenen Hilfskrediten von 139,9 Milliarden Euro 2,8 Milliarden Euro. Bei Ausschöpfung der maximal möglichen Summe an Hilfskrediten (144,5 Milliarden) wären es 2,9 Milliarden Euro Zinssubvention durch den EFSF/ESM. Nimmt man zum Zweck einer groben Schätzung an, dass auch die Zinssubvention auf das erste bilaterale Hilfsprogramm ca. 2% beträgt, so kommen bei der Kreditsumme von ca. 53 Milliarden Euro noch einmal 1,06 Milliarden Euro jährliche Subvention hinzu. Wenn man sich eine runde Summe merken will und bedenkt, dass die eben vorgenommene Abschätzung sehr vorsichtig ist, so kann man durchaus sagen: Griechenland erhält für die nächsten 20, 30, 40 oder noch mehr Jahre aus den beiden Hilfsprogrammen der Euro-Länder (ca. 200 Milliarden Euro) eine jährliche Zinssubvention in der Höhe von 4 Milliarden Euro. Viele Journalisten, Politiker und auch manche Mitglieder der AfD fordern (oder erwarten) immer noch einen (weiteren) Schuldenschnitt für Griechenland. Es könne sonst seine Schuldenquote von 175 % des BIP nicht tragen. Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass auch nachträgliche Zinssatzsenkungen und/oder Laufzeitverlängerungen Schuldenschnitte sind.

3 - 3 Von diesen hat Griechenland, wie auch Klaus Regling (EFSF/ESM Chef) betont, bisher schon reichlich erhalten, aber eine schlichte Schuldenstreichung wird es nicht geben. Nach der Neuinterpretation des Nicht-Beistands-Gebots in Artikel 125 AEUV durch den EuGH dürfen zwar Hilfskredite an Krisenländer gegeben werden (was vorher aus guten Gründen verboten war), aber diese Kredite müssen zurückgezahlt werden. Deshalb ist die einfache Streichung der Schuldensumme (Verzicht auf Rückzahlung des nominellen Kreditbetrags) Tabu für die Euro-Zonen-Retter. Aber Schuldenschnitte durch Zinssatzsenkung und/oder Laufzeitverlängerung sind nicht explizit verboten und werden von einem großen Teil der nichtsahnenden Öffentlichkeit auch nicht als solche wahrgenommen. Wenn dann die Retter die Zinsen für die Hilfskredite gegen Null gehen lassen und die Fälligkeit auf den St. Nimmerleinstag verschieben, sind die Kredite keine Last mehr für Griechenland. Jeder von uns könnte unter solchen Bedingungen leicht einen Milliardenkredit tragen. Die Last tragen dann andere (z.b. Deutschland), die sich teuer verschulden und an Griechenland über Jahrzehnte laufende gigantische Kreditsubventionen verschenken. Das ist die Transfer- Union in Aktion. Ende der Krise, Wachstum in Südeuropa? Die Rezession sei überwunden, die südeuropäischen Krisenländer haben wieder Wirtschaftswachstum. Das ist die überall verkündete Nachricht in den letzten Monaten. Bevor ich einige Zahlen nenne, möchte ich daran erinnern, dass die gesamte Wirtschaftspolitik in der Euro-Zone darauf ausgerichtet ist, die Rezession zu bekämpfen und den Wirtschaftskreislauf expandieren zu lassen. Die Geldpolitik der EZB verbilligt seit fast 3 Jahren ununterbrochen die Finanzierungsbedingungen für Staaten und Unternehmen. Die Gesamtfinanzierungskosten der Unternehmen der Euro-Zone haben den niedrigsten Stand seit 1999 erreicht. Da würde man erwarten, dass die Investitionen stark ansteigen, aber die Bruttoinvestitionen in der Euro- Zone waren auch 2013 wieder rückläufig. Dazu später mehr. Auch die Finanzpolitik der Euro-Zonen-Länder wirkt expansiv (Ausnahme unter den größeren Ländern: Deutschland). Das kann man an den Haushaltsdefiziten und der unverändert zügig ansteigenden Staatsverschuldung ablesen. Viele Journalisten und Politiker verwechseln Einsparungen in einem Teil des Staatshaushalts (z.b. durch Rentenkürzungen in Spanien) mit einem gesamtwirtschaftlichen Sparen des Staates. Letzteres würde restriktiv auf den Wirtschaftskreislauf wirken, denn der Staat würde mehr einnehmen als ausgeben. Aber - bleiben wir bei Spanien - der spanische Staat spart nicht, er gab 2013 im Umfang von 7,1 % des spanischen BIP mehr aus als er eingenommen hat und besorgte sich die Differenz durch steigende Staatsverschuldung. Seine Finanzpolitik wirkte also expansiv. Ich möchte für einige wichtige Länder ihr Staatsdefizit und ihr Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr 2013 gegenüberstellen (Quelle eurostat): Griechenland, Defizit: - 12,7 % des BIP; Wachstumsrate des realen BIP: - 3,9 % Spanien - 7,1 % - 1,2 % Frankreich - 4,3 % 0,2 % Italien -3,0 % - 1,9 % Portugal - 4,3 % - 1,4 %

4 - 4 - Obwohl alle Register der expansiven Wirtschaftspolitik gezogen wurden, sank oder stagnierte das BIP in den Krisenländern im Jahr Am Anfang des Jahres 2014 ist das Bild uneinheitlich (siehe eurostat pressemitteilung 76/2014 vom ). Es folgen einige Zahlen für die BIP-Veränderung im 1.Quartal 2014 gegenüber dem letzten Quartal Dabei handelt es sich allerdings nicht um das reale, um Preisniveauänderungen bereinigte BIP, sondern um das BIP zu laufenden Preisen. Diese Zahlen sind also nur ein grober Anhaltspunkt, zeigen aber, dass die Krisenländer weiterhin mehr oder weniger stagnieren. Spanien : + 0,4% ; Frankreich : 0,0 % ; Italien: - 0,1%, Portugal : - 0,7%; (Für GR gibt eurostat nur die Veränderung gegenüber dem 1.Quartal 2013 an: -1.1 %) Für das 1.Quartal 2014 veröffentlicht eurostat noch keine Angaben über die Staatsdefizite dieser Länder. Aber für das letzte Quartal 2013 gibt es Zahlen. Da hatten alle ein Defizit, das höchste Defizit hatte Spanien mit -9,7 % des BIP. Eine Zunahme der Nachfrage nach Arbeitsleistungen ist bei diesem mit der Lupe zu suchenden Wachstum des BIP nicht zu erwarten. Die Arbeitslosigkeit wird wohl hoch bleiben. Mein Fazit: Hinter dem Abbremsen der Rezession und dem Übergang in eine Stagnation in den Krisenländern steht nicht ein sich selbst tragender Aufschwung, sondern eine expansiv ausgerichtete Geldpolitik (Niedrigzinspolitik, die an anderen Stellen erhebliche Schäden verursacht) und eine expansive Fiskalpolitik, die die Staatsverschuldung dieser Länder weiter in die Höhe treiben. Diese Staatsverschuldung wird als Damoklesschwert über den Krisenländern hängen bis sie, wie bei Griechenland, von anderen EWU-Staaten übernommen wird. Der sozialdemokratische Kommissionspräsidentenkandidat Schulz fordert ja bereits die Schuldenunion mit Eurobonds, und er ermutigt die Krisenländer, sich nicht an die Defizitgrenzen des Vertrages von Maastricht und des Fiskalpaktes zu halten, sondern sich munter weiter wachstumsfördernd zu verschulden. Neue Wege der Kreditvergabe an Unternehmen in Krisenländern. Die EZB versucht, wie schon erwähnt, seit fast 3 Jahren durch Senkung der Finanzierungskosten für Unternehmen (und private Haushalte), die Kreditnachfrage und die Investitionen der Unternehmen zu steigern. Niedrige Zinsen fördern Investitionen und damit das Wirtschaftswachstum. Das ist das traditionelle geldpolitische Rezept. Es hat aber in der Krise der Euro-Zone aus einer Reihe von Gründen nicht gewirkt. EU-Kommission, EZB, die Europäische Investitionsbank (EIB) und andere Euro-Zonen-Retter suchen deshalb nach neuen Wegen, um vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Krediten zu versorgen, deren Ausfallrisiken letztlich von den Steuerzahlern der EWU Länder getragen werden sollen. Die KMU erwirtschaften ihren Umsatz mit relativ viel Arbeitseinsatz, eine Belebung der Aktivität der KMU hätte daher merkliche Beschäftigungseffekte. Allerdings ist die Produktivität der Arbeit in diesen Betrieben deutlich niedriger als in größeren Unternehmen.

5 - 5 Im Rahmen dieses neuen Wegs zu den KMU der Krisenländer (und den Taschen der Steuerzahler) hat z.b. die deutsche Staatsbank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), auf Betreiben des Herrn Schäuble, der dort Verwaltungsratsvorsitzender ist, einen Kredit über 800 Millionen Euro an eine spanische Schwesterbank der KfW vergeben, für den die Steuerzahler in Deutschland haften. Die spanische Bank vergibt damit Kredite an spanische Unternehmen, denen sie auf eigenes Risiko keinen Kredit geben würde. Frau Merkel hat bei ihrem jüngsten Griechenlandbesuch eine Deutsch/Griechische Förderbank gegründet, die (nach den Wahlen) als Vehikel für einen ähnlichen Kredit an Griechenland dienen kann. Der Hauptakteur bei der Förderung der KMU ist allerdings die EIB, die den 28 Mitgliedstaaten der EU gehört. Deutschland hat einen Anteil von zur Zeit 16,1 % am gezeichneten Kapital von 243 Milliarden Euro. Aus einer Pressemitteilung der EIB vom : 2013 hat die EIB-Gruppe insgesamt 71,7 Mrd EUR bereitgestellt, hauptsächlich in der EU. In Spanien erreichte das Darlehensvolumen mit 10,656 Mrd EUR einen neuen Rekordstand. Das Land ist damit seit zehn Jahren in Folge der größte Empfänger von EIB- Finanzierungsmitteln Spanische Unternehmen wurden mit 4,836 Mrd EUR unterstützt. Aber auch Griechenland erhielt Finanzierungszusagen von 1 Mrd EUR. In ganz großem Stil will die EZB in diese Förderung der Unternehmen in den Krisenländern einsteigen. Das soll wie folgt ablaufen: Die Banken in den Krisenländern vergeben Kredite an die dortigen Unternehmen, deren Risiken die EZB übernimmt. Zu diesem Zweck bündeln und verbriefen die Banken diese Kredite an Unternehmen zu sogenannten Asset Backed Securities (ABS). Die EZB als Käufer dieser ABS-Papiere erwirbt das Recht auf die Zins-und Tilgungszahlungen aus den Krediten an die Unternehmen und das Ausfallrisiko! Nach der Wahl des EU-Parlaments will Draghi ( angeblich zur Bekämpfung einer Deflation, die es gar nicht gibt) nicht nur in großem Stil Mrd EUR- Staatsanleihen der Euro-Zonen- Länder aufkaufen, sondern auch Unternehmensanleihen. Die Steuerzahler, denen die EZB gehört, werden damit ungefragt nicht nur zu Gläubigern von Staaten, sondern auch von privaten Unternehmen. Damit würde ein Tabu gebrochen, das so selbstverständlich ist, das es im EZB Statut nicht einmal erwähnt ist. Der EZB-Rat kann aber Neue Maßnahmen beschließen, wenn sie dem Hauptziel der EZB, der Sicherung der Stabilität der Währung, dienen. Deshalb behauptet Draghi, dass er mit diesem Ankaufprogramm Deflationsbekämpfung, also Währungspolitik, betreibe. Ähnlich ist die EZB bei der Bezeichnung ihres OMT Programms verfahren. OMT heißt Outright Monetary Transactions, also etwa Strikte Monetäre Transaktionen. Das Verfassungsgericht hat dazu jüngst festgestellt, dass es sich dabei um eine verbotene verdeckte Staatsfinanzierung handelt. Die EZB spricht EU-Sprech, das ist vergleichbar mit dem Neu-Sprech aus George Orwells Buch 1984.

6

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege

Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Die Krise in der Eurozone Mythen, Fakten, Auswege Seminar: Geld ist genug da? Möglichkeiten zur Finanzierung einer neuen Wirtschafts- und Sozialpolitik 17.9.211, DGB Region Niedersachsen-Mitte, Celle Florian

Mehr

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise?

Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Eurobonds: Ausweg aus der Schuldenkrise? Prof. Dr. Kai Carstensen ifo Institut und LMU München 17. August 2011 Europäische Schuldenkrise und Euro Krisenmechanismus - Agenda 1. Warum werden Eurobonds gefordert?

Mehr

Haushalts- und Finanzkrise

Haushalts- und Finanzkrise Einführung in das politische System der Europäischen Union WS 2012/13 Haushalts- und Finanzkrise Wird der Euro überleben? Prof. Dr. Jürgen Neyer Die Theorie optimaler Währungsräume Eine gemeinsame Währung

Mehr

EZB in der Sackgasse

EZB in der Sackgasse EZB in der Sackgasse Günter Hesse Ohne die Wirkung ihrer erst im Juni beschlossenen Maßnahmen abzuwarten und zu bewerten, beschloss die EZB am 4.9.2014 neue, weitreichende, ökonomisch und rechtlich höchst

Mehr

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Nach einer Rettungsaktion im Jahre 2010 wurde im Februar 2012 ein weiteres Griechenlandpaket beschlossen. Die Euro-Staaten erklärten sich bereit, Griechenland

Mehr

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten

Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 11.12.2014 Jürgen Leibiger, 11.12.2014 Staatsverschuldung in Europa Mythen und Realitäten 1. Die schwäbischen Hausfrau und das Schuldenmanagement des Staates 2. Ursachen der Staatsverschuldung und Euro-Krise

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent In Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Bruttoinlandsprodukts (BIP), (BIP), ausgewählte ausgewählte europäische europäische Staaten,

Mehr

Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige Weg

Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige Weg 1 Die Welt http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article136849514/hilfen-fuer-griechenland.html 28.01.2015 Hilfen für Griechenland Nicht ein Schuldenschnitt, ein Wachstumsprogramm wäre der richtige

Mehr

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag vor dem Alumni Universität Hamburg e.v. am 10. April 2014 1 Gliederungsübersicht

Mehr

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD

Die Eurokrise. Herausforderung für Deutschland. Februar 2012. Georg Milbradt, TUD Die Eurokrise Herausforderung für Deutschland Februar 2012 Georg Milbradt, TUD 1 Währungsunion Vorteile Geringere Transaktionskosten Keine Wechselkurssicherung, keine Kosten für Kurssicherung besonders

Mehr

Europäischer Fiskalpakt ohne

Europäischer Fiskalpakt ohne Europäischer Fiskalpakt ohne Alternative? MdB BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Wirkungen des Europäischen Fiskalpaktes MdB Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages BERLIN, DEN 11. JUNI 2012 Überblick

Mehr

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte

Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Die Euro-Krisenstrategie: Erste Erfolge und weitere Schritte Klaus Regling, Managing Director des ESM, Europabüro, Konrad-Adenauer-Stiftung, Brüssel, 4. Dezember 2012 Europas Reaktion auf die Krise national

Mehr

Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro?

Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro? Auch Österreich ist pleite! Platzt jetzt auch noch die Bondblase und damit der Euro? Griechenland ist quasi zahlungsunfähig! Italien, Spanien, Portugal, England, Irland und Osteuropa sind krank und leiden

Mehr

Nationalrat, XXIV. GP 5. Oktober 2012 171. Sitzung / 1

Nationalrat, XXIV. GP 5. Oktober 2012 171. Sitzung / 1 Nationalrat, XXIV. GP 5. Oktober 2012 171. Sitzung / 1 13.52 Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Das ist ein beinhartes Geschäft, ein beinhartes Geschäft

Mehr

EUD-konkret 2/2010. Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands. 1. Warum braucht Griechenland Geld?

EUD-konkret 2/2010. Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands. 1. Warum braucht Griechenland Geld? EUD-konkret 2/2010 Häufig gestellte Fragen zur Finanzkrise Griechenlands 1. Warum braucht Griechenland Geld? 1 2. Warum setzt sich die Europa-Union Deutschland für die Unterstützung Griechenlands ein?

Mehr

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise

Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Wege aus der Europäischen Schuldenkrise Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag bei der Klausurtagung der Senatskanzlei am 15. Januar 2013 Prof. Dr. K.- W. Hansmann 1 1. Alle Graphiken

Mehr

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de

Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen. downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Vorlesung WS 2012/13: Wachsende Funktionsschwächen: Finanzausgleich und Aufbau-Ost in Deutschland

Mehr

Vorlesung SS 2012: Sichtbare und verdeckte Schulden in Deutschland-programmierte Last für nächste Generationen (Klausur: 03.07.

Vorlesung SS 2012: Sichtbare und verdeckte Schulden in Deutschland-programmierte Last für nächste Generationen (Klausur: 03.07. Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Vorlesung SS 2012: Sichtbare und verdeckte Schulden in Deutschland-programmierte Last für nächste

Mehr

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013

Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld. Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Zur Tragfähigkeit der Staatsschuld Univ.-Prof. Dr. Christian Keuschnigg Wirtschaftsmuseum, Wien, 19. November 2013 Rolle der Staatsschuld Trend zu höheren Schulden: «lieber ein paar Mrd. mehr Schulden

Mehr

Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik

Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik Forum 10 Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik 36. Wirtschaftsphilologentagung Menschen und Märkte 01. und 0 Universität Passau Aktuelle Herausforderungen für die europäische Geldpolitik

Mehr

Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise. Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse)

Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise. Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse) Konjunktur und Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der Schuldenkrise Fulda, 11. Oktober 2012 Dr. Jan Holthusen (DZ BANK AG, Leiter Anleihenanalyse) Seite 2 Ein aktueller Ratschlag Der Staatshaushalt muss

Mehr

Zusatzmaterialen zur Folge 06. Sparen bis zum Untergang? Reformpolitik in der Krise

Zusatzmaterialen zur Folge 06. Sparen bis zum Untergang? Reformpolitik in der Krise Zusatzmaterialen zur Folge 06 Sparen bis zum Untergang? Reformpolitik in der Krise Zusatzmaterialen zur Folge 06 Sparen bis zum Untergang? Reformpolitik in der Krise Interessierte Hörerinnen und Hörer

Mehr

Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands

Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands Workshop 3 Rechtliche Fragen der Eurokrise am Beispiel Griechenlands 36. Wirtschaftsphilologentagung Menschen und Märkte 01. und 02. Oktober 2015 Universität Passau RECHTLICHE FRAGEN DER EUROKRISE AM BEISPIEL

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2015

Wirtschaftsaussichten 2015 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Wirtschaftsaussichten 2015 Vortrag beim Rotary Club Hamburg Wandsbek 5. Januar 2015 Hoffnungen in 2015 1. Wirtschaftswachstum positiv (global, EU, Deutschland) 2. Reformfrüchte

Mehr

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation?

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Monetisierung von Staatschulden kann erfolgen durch... Ankauf von Staatsschulden auf dem Primärmarkt (der EZB verboten) Ankauf von Staatsschulden

Mehr

Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen, 19.

Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen, 19. Die Rolle der EZB in der Euro-Krise Gastvortrag im Rahmen des Master-Seminars Wirtschaft in der Schule, Universität Essen,, Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in NRW Die Rolle der EZB in der Euro-Krise

Mehr

Warum Deutschland eine Alternative braucht

Warum Deutschland eine Alternative braucht Roland Klaus Warum Deutschland eine Alternative braucht Die drei Phrasen der Volksverdummung Deutschland ist der größte Profiteur des Euro Das Ende des Euro ist das Ende Europas Deutschland ist finanziell

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

Staatsschulden in der Eurozone

Staatsschulden in der Eurozone Staatsschulden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 95 Staatsschulden in der Eurozone 90 85 Beginn der Wirtschaftsund Finanzkrise 80 75 70 65 60 1997 2008 2012 Quelle: Ameco-Datenbank Grafik: Andrej Hunko,

Mehr

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU

Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Aktuelle wirtschaftliche Lage in der EU Dr. Klaus Weyerstraß Institut für Höhere Studien (IHS), Wien Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft Gruppe Konjunktur, Finanzmärkte & europäische Integration Lehrerseminar,

Mehr

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin

Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege. Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 2014, Berlin Volkswirtschaftliche Folgen des Niedrigzinsumfeldes und mögliche Auswege Prof. Dr. Michael Hüther 5. Juni 014, Berlin Der Weg ins Niedrigzinsumfeld Auswirkungen auf die Volkswirtschaft Der Ausweg aus dem

Mehr

Geld, Preise und die EZB

Geld, Preise und die EZB Geld, Preise und die EZB MB Gebrauch von Geld Funktionen von Geld Tauschmittel Ohne Geld müssten Transaktionen durch Tauschhandel (Naturaltausch) durchgeführt werden Problem der Doppelkoinzidenz der Wünsche

Mehr

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste.

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. Seite 1 von 5 1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. rottmeyer.de /1-140-000-000-000-euro-fuers-erste/ von Thorsten Polleit Zusammenfassung Der EZB-Rat gibt den Startschuss zum QE also zur Monetisierung der

Mehr

Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015)

Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015) Europäische Finanzhilfen im Überblick (Stand: 31. Juli 2015) Die wichtigsten Zahlen zu den europäischen Finanzhilfen durch die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), den Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus

Mehr

Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar

Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar Die Europäische Finanz- und Staatsschuldenkrise Ökonomischer Kommentar Prof. Dr. Lars P. Feld Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Walter Eucken Institut Das Urteil des BVerfG vom 12.9.2012 Der Fiskalpakt

Mehr

Interview mit Klaus Regling, Managing Director, ESM Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Dezember 2015 Interview: Werner Mussler

Interview mit Klaus Regling, Managing Director, ESM Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Dezember 2015 Interview: Werner Mussler Interview mit Klaus Regling, Managing Director, ESM Veröffentlicht in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Dezember 2015 Interview: Werner Mussler FAZ: Herr Regling, nach der Einigung der Euro-Staaten

Mehr

Wie viel Geld braucht das Wirtschaftswachstum? Die Zukunft der Kreditfinanzierung in Vorarlberg

Wie viel Geld braucht das Wirtschaftswachstum? Die Zukunft der Kreditfinanzierung in Vorarlberg Wie viel Geld braucht das Wirtschaftswachstum? Die Zukunft der Kreditfinanzierung in Vorarlberg Studie von Macro-Consult im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen Mai 2014 Konjunktur nimmt langsam wieder

Mehr

Kann die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Eurozone stabilisieren?

Kann die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Eurozone stabilisieren? Alf Baumhöfer / Heinz Seel / 10.12.2015 Kann die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Eurozone stabilisieren? In den letzten Jahrzehnten wurde in der Eurozone über eine immer höhere Verschuldung

Mehr

Anleihekäufe der EZB für Dummies

Anleihekäufe der EZB für Dummies Wozu sie dienen, wie sie funktionieren, wer profitiert einfach erklärt. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, für mindestens 1,1 Billionen Euro, das sind 1100 Mrd Euro oder

Mehr

Strategie zum Kurswechsel in Europa

Strategie zum Kurswechsel in Europa Strategie zum Kurswechsel in Europa - Wachstum fördern, Beschäftigung sichern, Europe stabilisieren- Tagung der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Ver.di Bildungsstätte Das Bunte Haus, Bielefeld-Sennestadt,

Mehr

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich?

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Agenda Mandat der EZB Definitionen Inflation Klassische Instrumente der Geldpolitik der EZB Quantitative Easing Diskussion Mandat der EZB Artikel 127

Mehr

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch

Tagebuch Internet-Blog. Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Tagebuch Internet-Blog Datum: 3. März 2009 Fach / Thema: Volkswirtschaft Dozenten: Dörig Roman, roman.doerig@doerigausbildung.ch Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen: Repetition Begriffe: Der Wirtschaftsmensch-

Mehr

Wege aus der Krise. AG Eurokrise, März 2012

Wege aus der Krise. AG Eurokrise, März 2012 Wege aus der Krise AG Eurokrise, März 2012 Was will der Vortrag zeigen? Ursachen: Teufelskreis der Krise und Konstruktionsfehler der Eurozone Falsche Rettungspolitik Ein Ende der Dauerkrise ist möglich

Mehr

Die europäische Schuldenkrise

Die europäische Schuldenkrise Die europäische Schuldenkrise Änderung der institutionellen Rahmenbedingungen Sebastian Voll 1 Elemente des EG-Vertrages zur Staatsverschuldung bis 2001 ex-ante ex-post Art. 126 AEUV (ex Art. 104 EGV)

Mehr

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse?

Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Die Zukunft des Euro Europäische Integration in der Sackgasse? Schülerforum Wirtschaft am 12. Oktober 2011 der Raiffeisenbank Roth-Schwabach eg Prof. Dr. Karl Heinz Hausner (Fachhochschule des Bundes für

Mehr

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25.

Wie machen wir Europa krisenfest. Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. Wie machen wir Europa krisenfest Klaus Regling Director des ESM, Karlspreis-Veranstaltung, Handwerkskammer Aachen Aachen, 25. März 2013 Europas Reaktion auf die Krise national und auf EU-Ebene 1) Haushaltskonsolidierung

Mehr

Die Staatsverschuldung und das Sparpaket der Bundesregierung

Die Staatsverschuldung und das Sparpaket der Bundesregierung Die Staatsverschuldung und das Sparpaket der Bundesregierung 1. Was beeinflusst unseren Staatshaushalt? Ausgaben/ Einnahmen Staatshaushalt/ Etat Schuldenabbau Verschuldung 2. Ausgaben und Einnahmen des

Mehr

EWA. Unternehmensfinanzierung in Deutschland und Europa Die Bedeutung des Kredits

EWA. Unternehmensfinanzierung in Deutschland und Europa Die Bedeutung des Kredits EWA Unternehmensfinanzierung in Deutschland und Europa Die Bedeutung des Kredits TSI Kolloquium Banken- und Wirtschaftsfinanzierung Frankfurt am Main, 06. September 2012 Europäische Bankenmärkte: Ausgeprägte

Mehr

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Dr. Manuel Rupprecht, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Zentralbereich

Mehr

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015

Geld, Banken und Staat. Mechthild Schrooten Mai 2015 Geld, Banken und Staat Mechthild Schrooten Mai 2015 Überblick 1. Theoretische Vorüberlegungen 2. So viel Krise - schon so lange 3. Allheilmittel: Schuldenbremse? 4. Anwendungsfall: Deutschland 5. Ausblick

Mehr

Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro. Zeittafel der Maßnahmen (mit Links zu weiterführender Information): Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion

Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro. Zeittafel der Maßnahmen (mit Links zu weiterführender Information): Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion Zusatzthema zu Modul 6 Währungsunion Die Maßnahmen zur Stabilisierung des Euro Die Schuldenkrise Griechenlands und anderer Euro-Staaten seit 2010 hat zu Reformen geführt, die den Euro und die Wirtschafts-

Mehr

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen

Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen Die Eurokrise - Aktuelle Entwicklungen 08. November 2011, Frankfurt a.m. Volkswirtschaft, Makroökonomie Der Eurogipfel: die wichtigsten Resultate Wichtige Fortschritte, aber Herausforderungen bleiben groß:

Mehr

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Zur Lage der Unternehmensfinanzierung 28. Februar 2013 Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Das Jahr 2012 endete mit einem konjunkturell schwachen Quartal, im laufenden Jahr

Mehr

Was ist los an den Finanzmärkten?

Was ist los an den Finanzmärkten? Was ist los an den Finanzmärkten? Erlen, 27. Oktober 2011 Karel E. Ehmann Leiter Portfolio Management Thurgauer Kantonalbank Aktuelle Rahmenbedingungen der Märkte Konjunkturmotor stottert aber läuft noch.

Mehr

ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND. Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013

ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND. Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013 1 ZUR MESSUNG DER STAATSVERSCHULDUNG AM BEISPIEL GRIECHENLAND Dr. Reimund Mink 6. Berliner VGR-Kolloquium 13. und 14. Juni 2013 Zur Messung der Staatsverschuldung am Beispiel Griechenland 2 1.Zur Definition

Mehr

Öffentlicher Schuldenstand*

Öffentlicher Schuldenstand* Öffentlicher Schuldenstand* In Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ausgewählte europäische Staaten, 1997 bis 2011 Prozent 165 Griechenland 160 * Bruttoschuld des Staates (konsolidiert) 150 140 145

Mehr

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben

Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Konjunktur- und Kapitalmarktperspektiven : Warum die Zinsen noch lange niedrig bleiben Präsentation in Hamburg am 13. Mai 2014 1. Ökonomischer Ausblick: Weltwirtschaft Weltwirtschaft: Wichtige makroökonomische

Mehr

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik

Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Grundzüge der Geldtheorie und Geldpolitik Sommersemester 2014 Kapitel 10: Die Zeiten sind nicht normal: Geldpolitik in der Finanzkrise 10.1 Krisenmanagement 10.2 Die Geldpolitik der EZB 10.3 Reformen des

Mehr

Ökonomische Fakten: Staatsverschuldung und Banken. Staatsverschuldung in % des BIP (entsprechend Maastricht Konvergenz-Kriterien)

Ökonomische Fakten: Staatsverschuldung und Banken. Staatsverschuldung in % des BIP (entsprechend Maastricht Konvergenz-Kriterien) Ökonomische Fakten: Staatsverschuldung und Banken Mit dieser kurzen Analyse wollen wir einige wichtige ökonomische Fakten aus der Eurozone anschaulich aufbereiten und kommentieren. Sie befasst sich insbesondere

Mehr

Makroskop. Kritische Analysen zu Politik und Wirtschaft. Europäische Konjunktur: Alle reden vom Aufschwung, wir nicht (Teil 2)

Makroskop. Kritische Analysen zu Politik und Wirtschaft. Europäische Konjunktur: Alle reden vom Aufschwung, wir nicht (Teil 2) 1 Makroskop Kritische Analysen zu Politik und Wirtschaft. Europäische Konjunktur: Alle reden vom Aufschwung, wir nicht (Teil 2) Heiner Flassbeck Mittwoch den 22. April 2015 In diesem zweiten Teil wollen

Mehr

Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun?

Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun? Schuldenkrise und Euro - Was ist zu tun? Hans Fehr, Universität Würzburg Lehrstuhl für Finanzwissenschaft Hans Fehr - Schuldenkrise und Euro 1 / 13 "Der Euro wird zusammenbrechen" Hans Fehr - Schuldenkrise

Mehr

Umverteilung zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Gewinner und Verlierer der europäischen Transfers

Umverteilung zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Gewinner und Verlierer der europäischen Transfers cepstudie Umverteilung zwischen den EU-Mitgliedstaaten Gewinner und Verlierer der europäischen Transfers Zusammenfassung der Ergebnisse Matthias Kullas, Matthias Dauner, Urs Pötzsch und Iris Hohmann September

Mehr

Makroökonomik [PROTOLL VOM 17.06.2015]

Makroökonomik [PROTOLL VOM 17.06.2015] Finanzmärkte Die große Rezession Durch die große Depression hat die Regierung den Banken Regulierungen vorgeschrieben, damit es nicht wieder zu einer solchen Finanzkrise kommt. Die Banken haben versucht

Mehr

Euroraum: Das 150 Mrd. -Konjunkturpaket

Euroraum: Das 150 Mrd. -Konjunkturpaket Überblick Die umfassenden Maßnahmen der Europäischen Zentralbank seit dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise 211/12 haben zu einer deutlichen Entspannung an den Rentenmärkten beigetragen. Der Zinsrückgang

Mehr

Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler

Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler Staatsfinanzierung und Verschuldung: ein Fass ohne Boden? Dr. Marcel Bühler 1 Agenda Überblick Finanz- und Schuldenkrise Euro-Schuldenkrise Wie Staatsschulden entstehen Vor- & Nachteile der Staatsverschuldung

Mehr

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen

Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen Downloads: www.p8-management.de/universität Prof. Dr. Norbert Konegen WS 11/12 Zur Wirksamkeit der Euro-Rettungspakete. Versuch einer Bestandsaufnahme, Analyse sowie einer Abschätzung möglicher ökonomischer

Mehr

Ablauf der Finanzmarktkrise

Ablauf der Finanzmarktkrise Ablauf der Finanzmarktkrise Münster, 04. Mai 2010 04.05.2010; Chart 1 Ausgangslage im Vorfeld der internationalen Finanzkrise Zusammenbruch der New Economy 2001 / Anschlag am 09.11.2001. Anstieg der Wohnimmobilienpreise

Mehr

Finanzhilfe für Spanien

Finanzhilfe für Spanien Finanzhilfe für Spanien Fragen und Antworten Hintergrundinformationen zum Beschluss des Deutschen Bundestags vom 19.7.2012 Finanzhilfe für Spanien Fragen und Antworten In einer Sondersitzung des Deutschen

Mehr

Wege aus der Krise AG A Eu E r u okr o ise i, se De D ze e m ze be b r e 20 2 1 0 1 1

Wege aus der Krise AG A Eu E r u okr o ise i, se De D ze e m ze be b r e 20 2 1 0 1 1 Wege aus der Krise AG Eurokrise, Dezember 2011 Was will der Vortrag zeigen? Ursachen: Teufelskreis der Krise und Konstruktionsfehler der Eurozone Falsche Rettungspolitik Ein Ende der Dauerkrise ist möglich

Mehr

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere

des Titels»Die Krise ist vorbei«von Daniel Stelter (978-3-89879-875-4) 2014 by FinanzBuch Verlag, Münchner Verlagsgruppe GmbH, München Nähere des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) des Titels»ie Krise ist vorbei«von aniel Stelter (978-3-89879-875-4) So nutzen Sie das Buch Ohne große Worte zeigen Abbildungen die

Mehr

Rolle des Staates. Wie kann der Staat die Wirtschaftslage beeinflussen? Wie können Konjunkturpakete wirken? Was sind die langfristigen Folgen?

Rolle des Staates. Wie kann der Staat die Wirtschaftslage beeinflussen? Wie können Konjunkturpakete wirken? Was sind die langfristigen Folgen? Georg-August-Universität Göttingen Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk Rolle des Staates Wie kann der Staat die Wirtschaftslage

Mehr

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die derzeitigen Entwicklungen im Markt für Staatsanleihen, die hierfür verantwortlichen Ursachen sowie

Mehr

Wirtschaftsentwicklung. Daniel Lampart, SGB 16. September 2011

Wirtschaftsentwicklung. Daniel Lampart, SGB 16. September 2011 Nationale und internationale Wirtschaftsentwicklung Daniel Lampart, SGB 16. September 2011 Stark gestiegene Arbeitslosigkeit weltweit Arbeitslosenquote OECD-Länder 90 9.0 8.5 8.0 7.5 7.0 6.5 6.0 55 5.5

Mehr

Warum Regeln zur Fiskalpolitik?

Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Warum Regeln zur Fiskalpolitik? Wenn Inflation vor allem geldpolitisch verursacht wird, warum bedarf es dann einer Einschränkung der fiskalpolitischen Souveränität der Mitgliedstaaten? 1. In einer Währungsunion

Mehr

Bayerische Staatskanzlei

Bayerische Staatskanzlei Bayerische Staatskanzlei Pressemitteilung «Empfängerhinweis» Nr: 304 München, 11. November 2014 Bericht aus der Kabinettssitzung: 1. Ministerrat erörtert umstrittene Maßnahmen der Europäischen Zentralbank

Mehr

Der Staat, die Zentralbank und das frische Geld bei wem steckt der Schwarze Peter?

Der Staat, die Zentralbank und das frische Geld bei wem steckt der Schwarze Peter? Der Staat, die Zentralbank und das frische Geld bei wem steckt der Schwarze Peter? Ein Beitrag von Dirk Ehnts mit einer Anmerkung von Friederike Spiecker In dem Beitrag von Heiner Flassbeck vom 9. Oktober

Mehr

Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum?

Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum? Kreditgeschäft im Wandel: wie viel Geld braucht Wirtschaftswachstum? Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank Eine Studie von Macro-Consult im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen

Mehr

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe»

«Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Schweiz am Sonntag / MLZ; 12.07.2015; Seite 2 Sonntags-Thema «Wenn das Thema Griechenland durch ist, kommt das nächste Land an die Reihe» Der deutsche Starökonom Heiner Flassbeck, ehemals Chefökonom der

Mehr

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund. Meine sehr geehrten Damen und Herren, 1 Deutschland und die Euro-Krise Entwurf, Rede, Manfred Grund Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Euro-Krise ist einerseits eine unmittelbare Folge der Finanzkrise seit 2008. Andererseits und mittelbar

Mehr

SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer Staatsfinanzierung).

SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer Staatsfinanzierung). Prof. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de SS 2014 Die Europäische Zentralbank (EZB) in der Grauzone zwischen Geld- und Fiskalpolitik (monetärer

Mehr

Repetitorium der Vorlesung VWL II vom 23.11.2009

Repetitorium der Vorlesung VWL II vom 23.11.2009 Repetitorium der Vorlesung VWL II vom 23.11.2009 Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Exkurs: Finanzkrise 5. Das Finanzsystem: Sparen und Investieren Vorstellen des Mechanismus, wie Spar- und Investitionsentscheidungen

Mehr

Chronologie der Finanz- und Euro-Krise Stephan Raabe 7/2015

Chronologie der Finanz- und Euro-Krise Stephan Raabe 7/2015 Chronologie der Finanz- und Euro-Krise Stephan Raabe 7/2015. Sommer 2007: Aus der US-Immobilienkrise wird eine weltweite Finanzkrise Sommer 2008: die Krise wird dramatisch 10/2008: Monat der Rettungspakete

Mehr

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009

Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Entwicklung des realen BIP im Krisenjahr 2009 Ausgewählte europäische Staaten, prozentuale Veränderung des des BIP BIP* * im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich

Mehr

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr.

Makroökonomie. Prof. Dr. Thomas Apolte. Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse. Sommersemester 2011. Scharnhorststr. Makroökonomie Sommersemester 2011 Lehrstuhl für Ökonomische Politikanalyse Scharnhorststr. 100, Raum 114 1. EINFÜHRUNG 2 VORLESUNG: DI, 8 10 UHR DO, 8 10 UHR ÜBUNG: DO, 12 14 UHR ALLE VERANSTALTUNGEN IM

Mehr

So funktionieren die Rettungsschirme

So funktionieren die Rettungsschirme So funktionieren die Rettungsschirme Es gibt zwei Euro-Rettungsschirme den modifizierten vorläufigen Mechanismus EFSF und seinen dauerhaften Nachfolger ESM, der Mitte 2013 in Kraft tritt. Beide Instrumente

Mehr

Die Krise des Euroraumes

Die Krise des Euroraumes Die Krise des Euroraumes Juniorprofessor Dr. Philipp Engler Freie Universität Berlin Vortrag am Gymnasium Wiesentheid, 21.12.2011 Die Krise des Euroraumes Was ist in den letzten zwei Jahren passiert? Manche

Mehr

BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel

BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel Presseinformation Nr. 772 14. August 2011 BRÜDERLE-Interview für den Tagesspiegel BERLIN. Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer BRÜDERLE gab dem Tagesspiegel (heutige Ausgabe) das folgende

Mehr

Öffentliche Finanzen in Griechenland. Dafür was sich ein Land konsumtiven Ausgaben leisten kann, ist das BIP pro Kopf ein guter Maßstab.

Öffentliche Finanzen in Griechenland. Dafür was sich ein Land konsumtiven Ausgaben leisten kann, ist das BIP pro Kopf ein guter Maßstab. Öffentliche Finanzen in Griechenland Dafür was sich ein Land konsumtiven Ausgaben leisten kann, ist das BIP pro Kopf ein guter Maßstab. Das wären dann für Griechenland in etwa 52 % an konsumtiven Ausgaben

Mehr

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger

EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE. Professor Dr. Peter Bofinger EUROKRISE: URSACHEN AUSWIRKUNGEN FÜR DEUTSCHLAND LÖSUNGSANSÄTZE Professor Dr. Peter Bofinger Der Euro ist eine stabile Währung 12 1 8 6 4 2 Inflation (212) % 15 1 5-5 Langfristige Inflationstrends Deutschland

Mehr

Wieder einmal wird in Athen um die Zukunft Europas gerungen. Was muss Ihrer Ansicht nach geschehen?

Wieder einmal wird in Athen um die Zukunft Europas gerungen. Was muss Ihrer Ansicht nach geschehen? Münchner Merkur Was wäre, wenn die D-Mark wiederkäme 27.01.12 München - Prof. Dr. Michael Heise ist seit 2002 Chefvolkswirt der Allianz Gruppe. Im Interview mit dem Münchner Merkur spricht er über Rettungsfonds,

Mehr

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt?

Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise- Hat Europa dazugelernt? Mag. Alois Steinbichler Vorstandsvorsitzender, Kommunalkredit Austria 26.4.2012 Financial Times, 05.07.2011 Financial Times, 07.07.2011

Mehr

Öffentliche Verschuldung in der Europäischen Union

Öffentliche Verschuldung in der Europäischen Union Harald Hagn Referat Sonderaufgaben und statistische Analysen Telefon: 3 61 37-8 41 1 E-Mail: Harald.Hagn@statistik.thueringen.de Öffentliche Verschuldung in der Europäischen Union Die hohen Staatsschulden

Mehr

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen

Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Zur Bedeutung glaubwürdiger Risiko- Beteiligung für Investoren in Staatsanleihen Prof. Dr. Kai A. Konrad Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht FES, Berlin, Oktober 2010

Mehr

Die Schuldenlawine stoppen

Die Schuldenlawine stoppen Pressekonferenz, 26. März 2007, Berlin Die Schuldenlawine stoppen Statement Prof. Dr. Michael Hüther Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln Es gilt das gesprochene Wort. 1. Die Schuldenlawine

Mehr

Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise

Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise Von Krise zu Krise Zum eigentlichen trivialen Zusammenhang von Finanzmarkt-, Konjunktur- und Schuldenkrise Von Kai Eicker-Wolf Im Herbst 2008 bricht die internationale Finanzkrise offen aus mit verheerenden

Mehr

Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro)

Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro) Übersicht der europäischen Finanzhilfen und Rettungsschirme (alle Zahlen in Milliarden Euro) (aus Volumen 110 (ursprünglicher Betrag, der sich verringert, sofern beteiligte Staaten Finanzhilfen erhalten)

Mehr

Selbst unkonventionelle Maßnahmen der EZB werden weder den Euro noch Europa retten

Selbst unkonventionelle Maßnahmen der EZB werden weder den Euro noch Europa retten Selbst unkonventionelle Maßnahmen der EZB werden weder den Euro noch Europa retten Jacques Sapir 1 Am 26. Juli hat sich die EZB durch ihren Präsidenten, Mario Draghi, dazu verpflichtet, alles Notwendige

Mehr

3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen

3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen 3. Die europäische Schuldenkrise Institutioneller Rahmen und Ursachen Übersicht: Institutionen vor der Schuldenkrise Institutionelle Änderungen im Zuge der Schuldenkrise Die Strategie der Euro-Rettungspolitik

Mehr

Griechenland aktuell (03.02.2015) Alternativen für Hellas?

Griechenland aktuell (03.02.2015) Alternativen für Hellas? Prof. em. Dr. rer. pol. Norbert Konegen downloads: www.p8-management.de/universität konegen@uni-muenster.de Griechenland aktuell (03.02.2015) Alternativen für Hellas? Agenda I. Bisherige Hilfsprogramme

Mehr