Ergebnisse LandZukunft der Begleitforschung

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1 LandZukunft aus der Vogelperspektive Anne Margarian, Patrick Küpper, Stefan Kundolf, Christian Wandinger Thünen-Institut für Ländliche Räume Seite Abschlusskonferenz 0 Ergebnisse LandZukunft der Begleitforschung Berlin,

2 Ziel von LandZukunft- auf den Punkt gebracht: Durch die weitestmögliche Befreiung von bürokratischen Hindernissen Autonomie und die Beteiligung neuer Akteure Beteiligung innovative Wege zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung finden Innovation Seite 1

3 Durch die weitestmögliche Befreiung von bürokratischen Hindernissen Autonomie und die Beteiligung neuer Akteure Beteiligung innovative Wege zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung finden Innovation Seite 2

4 Autonomie im Förderkontext In den Grenzen des Förderrechts Selten direkt thematisiert aber stets präsent Regionalbudget: Relativ freie Entscheidung über Mittelverwendung Legitimationsfrage: Wer gibt Steuerungs-und Kontrollmöglichkeiten ab? Steuern über Ziele Steuerung Kontrolle (Output-) Legitimation Neue Gremien: Beteiligung neuer Akteure Wer gibt (gerne) Kontrolle ab? Bestätigung durch Erfolg ergänzt Legitimation qua Amt Seite 3

5 Steuern über Ziele Angst vor Anlastungsrisiken: Niedrige Zielwerte, Verzicht auf risikobehaftete Projekte Neue außerschulische Lernorte Anzahl teilnehmender Schulklassen Zusätzlich gewonnene Auszubildende Unbeeinflussbare und unbeobachtbare Einflüsse Maßnahmen? Wirkung Die Verträge / Zielvereinbarungen sind notwendigerweise offen und lassen Verhandlungsspielraum Strikte vs. Laxe Auslegung -Blockade von Innovationen vs. Verlust der Vertragsbindung Seite 4

6 Empfehlungen Autonomie Steuern über Ziele nutzen für erprobte Maßnahmen mit belastbaren Zielsystemen und verlässlichen Routinen Sonst argumentative Legitimation = gute Begründung neuer Entscheidungsbefugnisse auf allen Ebenen: Vorab den Problembereiche klar definieren Voraussetzungen für die Implementation vor Ort sondieren Gezielte Einbeziehung der relevanten Stellen und Experten Begründung kommunizieren: Wer erhält warum die Freiheit und Verantwortung für die Entwicklung von Lösungsansätzen Seite 5

7 Durch die weitestmögliche Befreiung von bürokratischen Hindernissen Autonomie und die Beteiligung neuer Akteure Beteiligung innovative Wege zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung finden Innovation Seite 6

8 Beteiligung unternehmerischer Menschen Gemeinsame Interessen und Vorstellungen Koordiniertes Handeln Betroffene Wissen um Probleme Unternehmen: Management- Know-How & Finanzen Motivation der richtigen Beteiligten Individuelle Ressourcen Führungs-und Entscheidungskraft Beteiligung von Machern oder Leadern Machtungleichgewicht Kompensieren fehlende Entscheidungsstrukturen Schwache berücksichtigen - Ressourcen der Starken nutzen Seite 7

9 Einbindung unternehmerischer Menschen Wenig spontane Kooperation wegen des diffusen Handlungsfeldes Regionalentwicklung Mobilisierendes und moderierendes Management bleibt nötig Kaum Kontroversen und Konsensorientierung im Entscheidungsgremium Gemeinsame Interessen: Direkte Ansprache Netzwerken von Unternehmen Kleinster gemeinsamer Nenner: Unterstützung bei Mittelabfluss der Vereinsbildung Managerin Großkonzern Einzelunternehmer Verwaltung Vertreter sozialer Einrichtungen Bürgermeister Seite 8

10 Empfehlungen Beteiligungen Ehrliche Kommunikation der Möglichkeiten und Grenzen von Förderung Überprüfung und Stärkung der sozialen & politischen Kompetenzen vor Ort Beispiel Modelldorfinitiative Ziel-und Handlungsorientierung statt Fixierung auf Fördergelder Abwägung: Einbeziehung neuer Akteure oder Autonomie von Verwaltung stärken? Seite 9

11 Durch die weitestmögliche Befreiung von bürokratischen Hindernissen Autonomie und die Beteiligung neuer Akteure Beteiligung innovative Wege zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung finden Innovation Seite 10

12 Management und Verstetigung von Innovation Verwaltung ist zentral für innovative Regionalentwicklung Bildungsprojekt erfordert für Nachhaltigkeit Einbindung der Schulleitungen Beschäftigte mit Eigeninitiative, flexible Projektangestellte, Quereinsteiger Sorgt für Konstanz, Integration und Koordination Unternehmerische Beamte nutzen LandZukunft als Hebel für die Unterstützung von neuen Ideen und Institutionen Unterstützung des neuen Tourismusmanagement Projektstellen, auf denen neue Mitarbeiterinnen ihre Kompetenzen demonstrieren und den Stellenerhalt motivieren Politisch ungeliebte Themen wie kleine deutsch-polnische Zusammenarbeit trotz Risiko auf die Agenda setzen Seite 11

13 Fördermittel: Fluch und Segen Innovative Finanzierungsinstrument e Gescheitert an rechtlichen Anforderungen Beispiel Mikrokreditinstitut Reaktion auf Förderrestriktionen Überwindung von Jährlichkeitsprinzip, Projektbindung Integration mit anderen Finanzierungswegen Seite 12 Mentorenprogramme: geringe Kosten, kein messbarer Output Scheitern an Fahrtkosten z.t. Spezialisierung auf Förderung Viele Finanzierungsformen mit unterschiedlichen Anforderungen Förderung liefert freie Ressourcen Gefahr der Entwicklung zur Förderwirtschaft Gemacht wird, was förderfähig ist Fördermittelabhängigkeit Leichte Abwickelbarkeit wichtiges Argument?

14 Empfehlungen Innovation Finanzierungsinstrumente zur Verstetigung von Mittelflüssen zentral entwickeln Mehr Beachtung für innovatives Verwaltungshandeln in Forschung und Fördergestaltung Managementkapazitäten der Verwaltung nutzen und entwickeln Stärkung von Finanzierungs- statt Förderkompetenzen Frühe Überwindung der Fixierung auf Fördergelder in Entscheidungsgremien Seite 13

15 Botschaften Zwischenbericht und Empfehlungen der Begleitforschung Der Zwang zur Legitimation über die Dokumentation von Erfolgen im Politikkontext hemmt Innovationen Erst eine gute Vorab-Begründung, wer warum unter welchen Regeln über Mittel entscheidet, befreit von bürokratischen Zwängen Beteiligung setzt ungleich verteilte Ressourcen und inhaltlich motiviertes Engagement voraus Abwägen zwischen Schaffung der Voraussetzungen für breite Beteiligung und Nutzung vorhandener Institutionen und Kompetenzen Innovation erfordert langfristige strategische Planung und Finanzierung Verwaltung als Partner ernst nehmen und überall Finanzierungs-statt Förderkompetenzen stärken Seite 14

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