STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL

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1 STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL DEUTSCHE WIRTSCHAFT MUSS AUFTRÄGE ABLEHNEN 10. Ausgabe STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL

2 ÜBER DIE STUDIE ManpowerGroup hat im ersten Quartal mehr als Personalverantwortliche in 42 Ländern befragt, ob sie Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen haben und welche Berufsgruppen am schwersten zu finden sind. Die Unternehmen wurden außerdem über die Gründe und die Auswirkungen des Fachkräftemangels interviewt und sollten angeben, ob und welche Maßnahmen sie treffen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. DEN RUND ARBEITGEBERN WURDEN FOLGENDE FRAGEN GESTELLT: Wie schwierig ist die Besetzung Ihrer offenen Stellen aufgrund des Fachkräftemangels? Wie schwer fällt es Ihnen im Vergleich zum letzten Jahr, offene Stellen zu besetzen? Welcher Job lässt sich am schwersten besetzen? Wie wirkt sich der Fachkräftemangel auf Ihre Fähigkeit aus, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen? Wie wirkt sich der Fachkräftemangel auf Ihr Unternehmen aus? Warum haben Sie Schwierigkeiten, diese Jobpositionen zu besetzen? Welche Strategien verfolgen Sie, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? GLOBAL DIE FAKTEN AUF EINEN BLICK Weltweit nimmt der Anteil der Arbeitgeber, die Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen haben, zu. Die ManpowerGroup-Studie zum Fachkräftemangel ergab, dass 38 % aller Unternehmen weltweit Probleme bei der Besetzung ihrer offenen Stellen haben. Der Anteil hat sich um zwei Prozentpunkte gegenüber erhöht. Der Wert ist der höchste seit PROZENTSATZ DER ARBEITGEBER WELTWEIT, DIE IHRE OFFENEN STELLEN NICHT BESETZEN KÖNNEN 60% 45% 41% 31% 31% % 36% 38% 15% 0% STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL

3 FACHKRÄFTEMANGEL NIMMT ZU AM STÄRKSTEN BETROFFEN SIND JAPAN, PERU UND HONGKONG Weltweit ist der Prozentanteil der Arbeitgeber, die Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen, weiter gestiegen. Waren es noch 36 %, so sind es 38 %. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr Während 2007 weltweit 41 % der Unternehmen angaben, einen Fachkräftemangel zu spüren, waren es 2009 nur 30 %. Am schwierigsten gestaltet sich die Suche nach dem richtigen Personal für die Arbeitgeber in Japan (83 %) und Peru (68 %). Am wenigsten von Fachkräftemangel betroffen geben sich irische Arbeitgeber mit 11 %. Betrachtet man die Veränderungen zum letzten Jahr, so hat sich der Prozentsatz der Arbeitgeber, die einen Fachkräftemängel berichten, in 29 der 42 Länder erhöht. Am stärksten ist der Wert in Singapur, Südafrika, Rumänien und Griechenland angestiegen. In 12 Ländern, davon 6 in Amerika, ist der Prozentsatz in Bezug auf Fachkräftemangel gesunken. Die stärkste Abnahme des Fachkräftemangels im Vergleich zum Vorjahr wird aus Argentinien und Panama berichtet. Fachkräftemangel in Deutschland 100% % 60% Slowenien 14% UK 11% 14% Spanien Irland 14% Tschechien Niederlande Finnland Guatemala Mexiko Rumänien Griechenland Brasilien Hong Kong Peru Japan 18% 28% 27% Italien Slowakei 28% Frankreich 29% Norwegen 32% 31% USA Südafrika 37% 32% Argentinien Kanada 39% 38% 39% Israel Globaler Durchschnitt 39% Österreich Schweden 41% Schweiz Polen Singapur 42% 41% Australien 46% 44% 46% Panama 47% 46% Costa Rica Deutschland 47% Ungarn Bulgarien Kolumbien 51% 50% Neuseeland 54% 52% Türkei 58% 57% Indien Taiwan 2013 % Keine Besetzungsprobleme China 2007 Belgien % Besetzungsprobleme 59% 61% 65% 61% % % FACHKRÄFTEMANGEL WELTWEIT 68% 83% 53 ÜBERBLICK 3

4 SCHWIERIG ZU BESETZENDE POSITIONEN Deutschland 46 Prozent der Unternehmen in Deutschland leiden unter akutem Fachkräftemangel. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als. Bei jedem zweiten Unternehmen führte die Personallücke bereits dazu, dass Aufträge abgelehnt werden mussten. Mehr als 40 Prozent sind nach eigenen Angaben weniger wettbewerbsfähig und innovativ, weil die richtigen Fachkräfte fehlen. Der Arbeitsmarkt hält mit dem wirtschaftlichen Aufschwung im Land nicht mehr Schritt, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. Um den Konjunkturmotor am Laufen zu halten, braucht es neue Ideen, wie wir Menschen in Arbeit bringen. Das Einstellen von Flüchtlingen sollte beispielsweise erleichtert werden. Facharbeiter und Handwerker sind echte Engpassberufe. Zudem gehen den Unternehmen die Manager aus. Eine ganze Generation der Babyboomer steht vor dem Ruhestand. Diese Lücke müssen die Arbeitgeber füllen, beispielsweise durch gezielte Nachwuchsprogramme, sagt ManpowerGroup-Deutschland-Chef Herwarth Brune. Äußerst schwierig gestaltet sich auch die Suche nach IT-Fachkräften. Es besteht dringend Handlungsbedarf, wenn deutsche Unternehmen eine Vorreiterstellung beim Megatrend Industrie 4.0 einnehmen wollen. Es lohnt sich zum Beispiel, zusätzlich mehr Arbeitnehmer intern für die neuen Anforderungen zu qualifizieren, statt eingleisig nach den perfekten Spezialisten zu suchen, so Brune. TOP 10 DER MEISTGESUCHTEN DEUTSCHLAND POSITIONEN WELTWEIT 2 Manager und Executives 2 Vertriebsmitarbeiter 3 Techniker 3 Ingenieure 4 IT-Fachkräfte 4 Techniker 5 Ingenieure 5 Fahrer 6 Finanz- und Rechnungswesen 6 Manager und Executives 7 Vertriebsmitarbeiter 7 Finanz- und Rechnungswesen 8 Vertriebsleiter 8 Assistenz / Bürokräfte 9 Fahrer 9 IT-Fachkräfte 10 Ärzte / Medizinische Berufe (kein 10 Pflegepersonal) Produktionsmitarbeiter / Maschinisten WELTWEIT MEISTGESUCHTE TOP-JOBS Vertriebsmitarbeiter 1 Ingenieure 2 Techniker 3 Facharbeiter/ Handwerker * STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL 4

5 EMEA ERGEBNISSE AUSGEWÄHLTER LÄNDER EMEA-RAUM 2 Ingenieure 3 Vertriebsmitarbeiter 4 Fahrer 5 Manager und Executives 6 Techniker 7 Finanz- und Rechnungswesen 8 IT-Fachkräfte 9 Assistenz / Bürokräfte ÖSTERREICH 10 Angelernte Helfer 2 Techniker % Keine 61 % 3 Fahrer 4 Assistenz / Bürokräfte FRANKREICH 2 Fahrer % Keine 71 % 5 Manager und Executives 6 Vertriebsmitarbeiter 7 Ingenieure 8 IT-Fachkräfte 3 Assistenz/Bürokräfte 9 Finanz- und Rechnungswesen 4 Vertriebsmitarbeiter 10 Krankenschwestern 5 Manager und Executives 6 Ärzte/Medizinische Berufe (kein Pflegepersonal) 7 Techniker 8 IT-Fachkräfte 9 Hotel- und Gastgewerbe GROSSBRITANNIEN 10 Vertriebsleiter 2 Ingenieure % Keine 86 % 3 Fahrer 4 Vertriebsmitarbeiter UNGARN 2 Fahrer % Keine 53 % 5 Finanz- und Rechnungswesen 6 Manager und Executives 7 Krankenschwestern 8 Techniker 3 Ingenieure 9 Assistenz / Bürokräfte 4 Finanz- und Rechnungswesen 10 Mitarbeiter Kundensupport und Service 5 IT-Fachkräfte 6 Mittlere Managementangestellte (Supervisor) 7 Ärzte/Medizinische Berufe (kein Pflegepersonal) 8 Produktionsmitarbeiter / Maschinisten 9 Vertriebsmitarbeiter 10 Hotel- und Gastgewerbe GRIECHENLAND 1 Vertriebsmitarbeiter 2 Manager und Executives % Keine 41 % 3 Facharbeiter / Handwerker 4 Ingenieure 5 Assistenz / Bürokräfte 6 IT-Fachkräfte 7 Techniker 8 Finanz- und Rechnungswesen 9 Angelernte Helfer 10 Vertriebsleiter ÜBERBLICK 5

6 AUSWIRKUNGEN DES FACHKRÄFTEMANGELS Wie bereits in berichtet mehr als die Hälfte (54 %) der befragten Arbeitgeber, die Probleme bei Stellenbesetzungen haben, dass dies einen hohen oder mittleren Einfluss auf die Erfüllung der Kundenbedürfnisse hat. Nur 21 % geben an, dass sich der Fachkräftemangel nicht auf die Kundenbeziehung auswirkt. AUSWIRKUNGEN DES FACHKRÄFTEMANGELS AUF DIE ERFÜLLUNG DER KUNDENBEDÜRFNISSE Hoher Einfluss Mittlerer Einfluss 26% Wenig Einfluss 21% Kein Einfluss 18% 1% 2% Weiß nicht 0% 10% 50% Neben dem Einfluss auf die Erfüllung von Kundenbedürfnissen sehen die befragten Arbeitgeber eine verringerte Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität (42 %), eine erhöhte Mitarbeiterfluktuation (30 %) sowie eine geringere Mitarbeiterloyalität und Arbeitsmoral (26 %) als Folge des Fachkräftemangels. AUSWIRKUNGEN DES FACHKRÄFTEMANGELS AUF DIE UNTERNEHMEN Kundenbedürfnisse können nicht erfüllt werden Minimierte Wettbewerbsfähigkeit/ Produktivität 42% 41% 42% Erhöhte Mitarbeiterfluktuation 27% Geringere Mitarbeiterloyalität/ Arbeitsmoral 26% Minimierte Innovationskraft und Kreativität Höhere Kompensationskosten 25% 22% Weiß nicht 6% 0% 25% 10% 10% 50% GRÜNDE FÜR DEN FACHKRÄFTEMANGEL Am häufigsten nennen die befragten Unternehmen als Gründe für den Fachkräftemangel fehlende Kandidaten, mangelnde Fachkenntnisse, fehlende Erfahrung sowie mangelnde Soft Skills. TOP 5 GRÜNDE FÜR DEN FACHKRÄFTEMANGEL 6 35% 22% 17% 13% Zu wenige oder keine Bewerber Unzureichende Fachkenntnisse Fehlende Erfahrung Fehlende soziale Kompetenzen Bewerber fordert zu viel Gehalt STUDIE FACHKRÄFTEMANGEL

7 STRATEGIEN, UM DEM FACHKRÄFTEMANGEL ENTGEGENZUWIRKEN Als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel setzt die Mehrheit der befragten Personalverantwortlichen auf neue HRAktivitäten (39 %, noch 47 %). An erster Stelle werden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für bestehendes Personal genannt. Darüber hinaus werden innovative Recruiting-Maßnahmen (intern sowie extern), zusätzliche Benefits oder höhere Einstiegsgehälter eingesetzt. Mehr als jeder fünfte Arbeitgeber (22 %) versucht, neue Quellen bei der Mitarbeitersuche anzuzapfen. Zu diesen zählen noch nicht genutzte Kandidatenpools, Bewerber außerhalb der unmittelbaren Region und junge Zielgruppen. 8 % der Personalverantwortlichen adressieren gezielt Kandidaten, die zwar aktuell noch nicht die erforderlichen Kenntnisse mitbringen, aber das Potenzial haben, sich diese anzueignen. Zu guter Letzt setzen 18 % auf alternative Arbeitsmodelle. Die meisten Personalverantwortlichen aus dieser Gruppe fokussieren sich gezielt auf ihre Kandidaten-Pipeline, um beispielsweise High Potentials zu identifizieren und daraus einen erfolgreichen Managementansatz zu entwickeln. 21 % jedoch setzen noch keine bestimmten Maßnahmen ein, um dem Mangel an Bewerbern entgegenzuwirken. ARBEITGEBER TUN NOCH NICHT GENUG, UM DEM FACHKRÄFTEMANGEL ENTGEGENZUWIRKEN 5. Jeder Arbeitgeber setzt noch keine gezielten Strategien gegen Fachkräftemangel ein. 1 von 10 Nur Arbeitgebern verändert seine Recruiting-Strategien, um noch nicht genutzte Bewerberpools zu adressieren. LÖSUNGSANSÄTZE FÜR UNTERNEHMEN > Entwicklung von neuen HR-Maßnahmen mit der herkömmlichen Recruiting-Praxis wird es schwer, andere Ergebnisse zu erzielen (z. B. Neudefinition des Anforderungskatalogs). > Weiterentwicklung innerhalb des Unternehmens ermöglichen sowie Motivierung der Mitarbeiter, ihre eigene Karriere voranzutreiben. > Offenheit für neue Denkweisen Entdeckung noch nicht genutzter Bewerberquellen (z. B. junge oder ältere Bewerber gezielt ansprechen, Bewerber außerhalb der gewohnten Umgebung). > Den Mehrwert des Unternehmens für Mitarbeiter herausarbeiten, um für Talente attraktiv zu sein. MANPOWERGROUP HILFT IHNEN DABEI, DIE RICHTIGEN TALENTE FÜR IHRE AUFGABEN ZU FINDEN ManpowerGroup erleichtert Ihnen den Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern und hilft Ihnen, die richtigen Talente für Ihre offenen Positionen zu finden. Weltweit besetzt die ManpowerGroup 3,4 Millionen Stellen pro Jahr. Der Kandidatenpool der ManpowerGroup Deutschland besteht aus über geprüften Lebensläufen. Dies macht es uns innerhalb kurzer Zeit möglich, Ihnen Bewerberprofile passend zu Ihrem Anforderungsprofil zu übermitteln. Statistisch gesehen, verkürzt sich die Recruiting-Zeit für Unternehmen damit um rund 80 Prozent. ÜBERBLICK 7

8 ÜBER DIE MANPOWERGROUP Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Unter dem Dach der ManpowerGroup agieren in Deutschland an 160 Standorten die Gesellschaften Manpower, Experis, ManpowerGroup Solutions und Right Management. Zusammen mit den Joint Ventures Bankpower, AviationPower und Vivento Interim Services ist die Unternehmensgruppe Vorreiter in der Branchen- und Fachspezialisierung. ManpowerGroup GmbH Düsseldorfer Straße Eschborn Tel ManpowerGroup. Alle Rechte vorbehalten.

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