Wissensmanagement im Enterprise 2.0. Eine Revolution des Wissens in drei Teilen.

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1 Wissensmanagement im Enterprise 2.0 Eine Revolution des Wissens in drei Teilen.

2 Das ist Lisa. Lisa arbeitet in der Produktion.

3 Das ist Brad. Brad arbeitet in der Entwicklung.

4 Beide arbeiten für einen großen Zulieferer der Automobilindustrie.

5 Lisa und Brad arbeiten km voneinander entfernt

6 an den selben Problemen.

7 Sie kennen sich nicht...

8 Sollten Sie aber.

9 Das ist eigentlich seine Aufgabe: Klaus ist Wissensmanager.

10 Klaus hat schon viel versucht, um Lisa und Brad zusammen zu bringen Incentives Groupware Taxonomien Fileserver Wissensdatenbank Yellow Pages Wissensmanagement Prozess

11 doch geholfen hat es wenig.

12 Liegt es an Brad und Lisa?

13 Nein.

14 Denn beide teilen gerne Wissen

15 Wir alle teilen gerne Wissen

16 wenn wir das richtige Publikum haben.

17 Mehr als 80 % der Internetnutzer, die selber Inhalte produzieren, geben Freude am Austausch mit anderen zu interessanten Themen als Grund für die Partizipation an. IBM/ZEM Studie Innovation in den Medien 2008

18 Wichtig sind positive Bewertungen anderer.

19 Das fördert unseren Status als Experte.

20 Doch ohne Publikum sind wir nicht motiviert

21 und kennen den Kontext der Wissensverwendung nicht. Wir wissen nur was wir wissen, wenn wir es wissen müssen. Wir wissen mehr als wir erzählen können und wir erzählen mehr als wir aufschreiben können. David Snowden, Complex Acts of Knowing - Paradox and Descriptive Self Awareness

22 Dem alten Wissensmanagement war das egal. 1. Schreibe dein Wissen in die Datenbank. 2. Finde dabei ein geeignetes Abstraktionsniveau. 3. Vielleicht wird irgendjemand, irgendwann darauf zugreifen und es wird irgendwie nützlich für ihn sein. 4. Verschwende möglichst wenig produktive Zeit damit!

23 Kein Wunder, dass Lisa Prioritäten setzt. Ich weiß nicht, wer und ob überhaupt jemand mein Wissen braucht. Ich weiß nicht, in welchem Kontext mein Wissen genutzt wird. Ich erledige lieber wirklich wichtige Dinge.

24 Das alte Wissensmanagement scheitert, weil es. Wissen als transplantierbares Gut definiert, dass man zentral bereitstellt. Wissensbereitstellung einfordert, ohne ein Publikum zu schaffen. Wissen managen will.

25 You can't manage knowledge. Knowledge is between two ears, and only between two ears. Peter Drucker Nach: Wilson, T.D. (2002) "The nonsense of 'knowledge management'" Information Research, 8(1), paper no. 144 [Available at Bild:

26

27 Und jetzt?

28

29 Das Web erobert das Unternehmen...

30 Klaus ist begeistert von Wikipedia!

31 Er staunt über die vielen Blogs im Internet

32 ... und sieht seine Chance.

33 Wir nutzen ein Wiki als Glossar!

34 Jeder macht mit und gemeinsam schaffen wir unser eigenes Wikipedia! Chris Harrison -

35 Social Software... macht Wissensmanagement erfolgreich!

36 FALSCH!

37 Social Software ist (leider) auch nur ein Tool...

38 Es ist zwar einfacher, intuitiver und schöner aber garantiert kein Publikum.

39 Social Software im Unternehmen 1. Schreibe dein Wissen in die Datenbank, in das Wiki, den Blog, [beliebiges Social Software Tool]. 2. Finde dabei ein geeignetes Abstraktionsniveau. 3. Vielleicht wird irgendjemand, irgendwann darauf zugreifen und es wird irgendwie nützlich für ihn sein. 4. Verschwende möglichst wenig produktive Zeit damit!

40 Aber im Internet funktioniert s doch

41 Ja, aber lediglich 1 % der Internetnutzer erstellt die Masse der Inhalte. 1 % der Nutzer erstellen die Masse der Inhalte 9 % der Nutzer kommentieren oder taggen. 90 % der Nutzer konsumieren nur Die Regel Quelle: Nielsen, 2006

42 Wie viel sind 1 % deiner Mitarbeiter im Unternehmen?

43 Wie viele deiner wichtigsten aber vielbeschäftigten Experten werden unter diesem einen Prozent sein??

44 Sorry, Klaus

45 aber das ist kein Wissensmanagement!

46 Knowledge Management and Social Media look very similar on the surface, but are actually radically different at multiple levels, both cultural and technical, and are locked in an undeclared cultural war for the soul of Enterprise 2.0. Social Media vs. Knowledge Management: A Generational War.

47 1. Wissen zu teilen ist immer freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden. 2. Wir teilen Wissen, wenn wir das richtige Publikum haben, das uns motiviert und Kontext schafft. 3. Social Software allein ist nicht die Lösung für die alten Probleme des Wissensmanagement.

48 Werden sich Lisa und Brad nie finden?

49 Demnächst unter und Slideshare

50 Frank Wolf, Christoph Rauhut, Simone Happ, Christopher Buschow, Katja Dräger Danke: Anne Glas, Holger Günzler, Dada Lin, Jana Frommhold, Ricarda Köckler

51

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