Gib se noch ne ChanZE! Produkte und Erfahrungen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft ChanZE

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1 Gib se noch ne ChanZE! Produkte und Erfahrungen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft ChanZE

2 Kapitel II Impressum Gib se noch `ne ChanZE! Produkte und Erfahrungen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft ChanZE hrsgg. von der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft ChanZE Autorinnen und Autoren: Projektverantwortliche der Teilprojekte und der Koordination Konzeption und Redaktionelle Bearbeitung: Inga Conteh, Joachim Dassow, Elisabeth Meyer, Dr. Ute Pascher, Gabriele Thiesbrummel Verantwortliche Redaktion: Dr. Ute Pascher, RISP Layout: zamzing Bildquellen: Duisburg/Gelsenkirchen, Februar 2008 Die Entwicklungspartnerschaft ChanZE - Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Zukunftsfeldern der Region Emscher-Lippe wird gefördert im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

3 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 4 I. Drei Jahre ChanZE... Arbeitspapier 3 Gender Mainstreaming in der Kompetenzfeldpolitik... Arbeitspapier 2 Zukunftsberufe in der Region Emscher-Lippe II. Kompetenzfeld Chemie... Servicebüro Beruf und Familie... Online-Akademie Chemie... Arbeitspapier 1 Daten und Qualität der Daten zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem ersten Arbeitsmarkt in Emscher-Lippe... Arbeitspapier 5 Ein Vorbild war meine Mutter nicht! Frauen mit einer Ausbildung in Chemieberufen III. Kompetenzfeld Zukunftsenergien... Arbeitspapier 4 Qualifizierungsmöglichkeiten und Beschäftigungsverhältnisse im Bereich Zukunftsenergien in der Region Emscher-Lippe... Arbeitspapier 6 Energie und neue Energietechnik in der Region Emscher-Lippe... Material für Informationsveranstaltungen an Schulen zum Thema Berufsperspektiven erweitern... Qualifizierungskonzept Energieberatung für Beschäftigte in Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärbetrieben... DVD Schornsteinfegerin Portrait einer Ausbildung... DVD Forstwirtin/Forstwirt Portrait eines Berufes IV. Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Weiterbildung... Leitfaden Gender-Workshop für Bildungsträger... Einrichtung einer Gender-Wand... Pro Gender -Logo... Projektbericht Sensibilisierung der Wahrnehmung von Genderaspekten bei der Arbeitssuche... Trainingskonzept Lebensplanung und Gender Mainstreaming... Spielanleitung Gender-Stadtrallye... Trainingskonzept für Frauen und Männer Elternzeit nutzen... DVD 3 Interviews mit Frauen in Qualifizierungen V. Transnationale Partnerschaft... Booklet Unlocking hidden potential - Women in Europe... DVD Challenging gender stereotypes at work... DVD Not just a man s world... Gender Living Library - Online-Bibliothek zu Gender und Arbeitsmarkt VI. Thematische Netzwerke der EQUAL-Entwicklungspartnerschaften... Plakat - Wettbewerbsbeitrag von Petra Döhle... Vereinbarkeitsausstellung Gemeinschaftsinitiative EQUAL... Broschüre Perspektiven eröffnen Übergang Schule Beruf

4 Vorwort Arena auf Schalke prallgefüllt. Rudi Assauer geht auf den Rasen und sagt: Die Nummer, die ich jetzt nenne, muss nach unten kommen und kann eine Reise nach Mallorca gewinnen. Assauer zieht die Nummer Bitte die Nummer 7845 nach unten kommen. Kommt eine Blondine nach unten. Assauer sagt: Wenn du diese Frage beantwortest, hast du gewonnen! Wie viel ist 5+2? Die Blondine überlegt und sagt 6. Leider falsch. Alle im Stadion schreien: GIB SE NOCH NE CHANCE!! Ok, sagt Assauer, eine Frage hast du noch. Wie viel ist 3+3? Blondie: 5. Alle schreien wieder: GIB SE NOCH NE CHANCE. Ok, sagt Assauer, aber jetzt ist das auch wirklich die letzte Chance. Wie viel ist 2+2? 4 sagt die Blondine. Alle Schalker schreien wieder: GIB SE NOCH NE CHANCE!!!! Verstanden? haha Frauen und besonders solche mit blonden Haaren haben eben doch nichts mit Naturwissenschaft und Technik zu tun und in den Fußballstadien im Revier weht auch nicht der klügste Geist. Zudem schreibt ChanZE sich doch auch anders! Haben Sie das vielleicht gedacht, als Sie den Titel dieser Dokumentation gelesen haben? Solche stereotypen Bilder sind noch in vielen Köpfen nicht nur im Ruhrpott präsent. Wie Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen arbeiten, welche Bedingungen sie brauchen und wie sie unterstützt werden können, dafür liefern die Projekte der Entwicklungspartnerschaft ChanZE (Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Zukunftsfeldern der Emscher-Lippe Region) viele gute Beispiele. ChanZE dahinter verbergen sich zahlreiche Projekte, die 3 Jahre lang im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert wurden. Ihr Ziel war es, den Strukturwandel in der Emscher-Lippe-Region unter dem Aspekt von Chancengleichheit zu beobachten und zu beeinflussen. Die dabei entstandenen Produkte stellen wir hiermit vor und hoffen, dass sie hier und in vielen anderen Regionen genutzt werden. Diese Ergebnisse sind Beiträge dazu, dass alte Klischees verschwinden und, dass aus Malocher-Regionen Regionen werden, in denen Frauen und Männer gleichwertig arbeiten und leben können und junge, gut ausgebildete Frauen nicht abwandern. Wie Frauen sich die Fußballstadien erobert haben (wo sie schon ca. 1/3 der Besucherinnen und Besucher ausmachen), so könn(t)en Frauen auch Windräder bauen, Abteilungsleiterin in einem Chemieunternehmen in Vollzeitbeschäftigung sein und Männer in Grundschulen die Kinder erziehen. Gib `se einfach die ChanZE! Frauen und Männern! Die Materialien und Ideen sollen dabei helfen. 4

5 Die Motive der Feuerwehrjahresaktion 2007/08 Frauen am Zug des Deutschen Feuerwehrverbandes für mehr Frauen in die Freiwilligen Feuerwehren: 5

6 Kapitel I ChanZE Chancengleichheit für Frauen und Männer in den Zukunftsfeldern der Region Emscher-Lippe Eine EQUAL-Entwicklungspartnerschaft von 2005 bis 2007 I. Drei Jahre ChanZE 2004 haben sich 7 Einrichtungen zusammengeschlossen und den Antrag für ein EQUAL- Projekt gestellt, das zum gestartet ist. Ausgangspunkt war, dass die Region Emscher-Lippe am Nordrand des Ruhrgebiets eine männer-dominierte Montanregion noch mitten im Strukturwandel steckt. Dazu zeigt sie demografische Besonderheiten: Eine geringe Geburtenrate und hohe Wanderungsverluste führen dazu, dass die negativen Auswirkungen dieses demografischen Aufbaus in der Region ca. 10 Jahre früher erwartet werden als andernorts. Unsere These war, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Region sich nur dann für die gesamte Bevölkerung positiv gestaltet, wenn es gelingt, diesen Trends entgegen zu wirken und qualifizierten Männern und Frauen attraktive, zukunftsträchtige Arbeitsplätze in der Region zu bieten. Dies müsste besonders in den so genannten Kompetenzfeldern passieren. Kompetenzfelder waren damals die Wirtschaftsbereiche, die von den einzelnen Regionen bestimmt wurden, weil sie dort ihre regionalen Wachstumskerne sahen. Für Emscher-Lippe haben wir beispielhaft die beiden Kompetenzfelder (Neue) Chemie und Zukunftsenergien gewählt. Beide Bereiche bieten eher Arbeitsplätze für Männer wenn auch mit großen Unterschieden. Mit der Methode des Gender Mainstreaming 1 wollten wir versuchen, die je nach Kompetenzfeld spezifischen Hindernisse für Chancengleichheit zu identifizieren und Lösungsansätze aufzuzeigen und umzusetzen. Lessons learnt Gender Mainstreaming als Methode zur Erreichung von mehr Chancengleichheit ist ein sperriges Konzept. Selbst wenn die Methode nicht benannt wird, so ist auch das Ziel die Realisierung von Geschlechtergerechtigkeit noch keines, was in der Realität der Region wirklich angekommen ist, besonders nicht in der Realität der Betriebe. Die betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten sind offensichtlich beherrschend und kurzfristig orientiert und lassen im Alltagsgeschäft wenig Raum für längerfristige Entwicklungen, die immer auch mit Unsicherheiten belastet sind. Chancengleichheit und demografische Entwicklung werden eher Politik und Verwaltung als Aufgabenbereich zugeordnet. Dies galt im Projektzeitraum um so mehr als in den beiden ersten Jahren die konjunkturelle Entwicklung noch schlecht war. Kleine und mittelständische Unternehmen kämpften ums Überleben, große Betriebe mit Personalabbau und Umstrukturierungen. Längerfristige Personalentwicklung und Personalbindung waren keine Themen. 1 Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. 6

7 Kapitel I Dazu kam bedingt durch den Regierungswechsel in NRW ein Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik. Die Idee der von den Regionen festgelegten Kompetenzfelder wurde aufgegeben zu Gunsten eines Clusteransatzes. Cluster werden landesweit nach dem Kriterium der Weltmarktexzellenz definiert und gefördert. Die Arbeitsmarktrelevanz spielt keine primäre Rolle und die Regionen sind als Akteure in diesem Prozess nicht mehr direkt beteiligt. Dieser Wechsel hat für Unruhe und Unsicherheit gerade in den Bereichen Chemie und Energie gesorgt, da sich Änderungen abzeichneten, ohne dass bereits das neue Konzept sichtbar geworden wäre. Dies führte auch zu Fragen hinsichtlich zu erwartender Fördermöglichkeit und zu wenig Aufgeschlossenheit für andere Fragen. Und was wir getan haben: Die Umsetzung von Chancengleichheit braucht (einigermaßen) feste Strukturen, in denen sich die Akteurinnen und Akteure auf Ziele, Handlungsfelder und Umsetzungsstrategien einigen können. Wenn sich solche Strukturen ändern oder im Umbruch begriffen sind, wird es schwer. Ohnehin sind Cluster in ihren Entwicklungszyklen unterschiedlich stark organisiert und deshalb schwierige Partner für solche Prozesse. Cluster können aber ein Hinweis darauf sein, welche Branchen oder Wirtschaftszweige als wichtig und zukunftsweisend angesehen werden. Und gerade die Wachstumsbranchen müssen im Mittelpunkt der Bemühungen um mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt stehen. Die Bezugsgrößen können dann nicht mehr die Cluster insgesamt sein, sondern die einzelnen Betriebe, Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungen. Und dann steht das ganze Instrumentarium zur Verfügung, das aus den Erfahrungen der Frauenpolitik, des Gender Mainstreaming oder des Diversity Managements entstanden ist. Allerdings müssen die Instrumente immer ganz konkret auf die Branche, die Betriebsgrößen und die Region bezogen sein bzw. zugeschnitten werden. Dafür finden Sie Beispiele auf den folgenden Seiten. Beispiele zur Öffnung des Berufsfeldes Neue Energie für junge Frauen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Gestaltung von Bildung, die Frauen und Männer anspricht und deren besondere Lebenssituation berücksichtigt zur Sensibilisierung von Menschen für die großen und kleinen Geschlechterbenachteiligungen Wir freuen uns, wenn die erarbeiteten Materialien Ihr Interesse finden. Setzen Sie sie gerne ein oder entwickeln Sie diese weiter. 7

8 Kapitel I Arbeitspapier 3 Gender Mainstreaming in der Kompetenzfeldpolitik - ein Plus für Wirtschaft und Region. Dokumentation einer Fachtagung Am fand in Recklinghausen eine Fachtagung statt, auf der angeregt über das Wie und Warum der Geschlechtergerechtigkeit in der regionalen Wirtschaftspolitik debattiert wurde. Chemie und Energie sollen neben anderen regionalen Stärken den Strukturwandel der Emscher-Lippe-Region nach vorne bringen. Jedoch in beiden Feldern haben Frauen und Männer ungleiche Berufschancen. Ein Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft und Energie NRW machte deutlich, warum Gender Mainstreaming noch nicht im Fokus der Strukturpolitik in NRW liegt. Es wurde klar, dass im Land zurzeit andere Themen Priorität haben. Im Anschluss stellte Frau Prof. Aufhauser (Universität Wien) dar, dass die bewusste Einbindung von Frauen und ihren Netzwerken letztendlich für alle Akteurinnen und Akteure einer Region von Vorteil sein könnte. Für Österreich durchgeführte Analysen bestätigen eine stark auf männerdominierte Branchen und Unternehmen abzielende innovationsorientierte Regionalentwicklung. Die österreichische Wissenschaftlerin beobachtete in den vergangenen Jahren eine männlich markierte Kompetenzfeldpolitik und einen weiblichen Ansatz, die es zu verschränken gilt. Mechthild Kopel (Beraterin für Chancengleichheit in Unternehmen) stellte deutlich dar, dass Geschlechtergerechtigkeit in der Clusterpolitik einen kontinuierlichen Wissenstransfer zwischen der Frauen- und Gleichstellungspolitik einerseits und dem Management ausgewählter Kompetenzfelder andererseits erforderte. Letztendlich muss es darum gehen, die beteiligten Unternehmen zu fördern. Diese seien mittlerweile in NRW viel sensibler im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit als beispielsweise die Administration. Zielgruppen Akteure und Akteurinnen der Wirtschaftspolitik und -förderung Gleichstellungsbeauftragte und andere Akteure / Akteurinnen im Bereich des Gender Mainstreaming Ein Beitrag zur Debatte über die Geschlechtergerechtigkeit in den regionalen Clustern / Kompetenzfeldern. 8

9 Kapitel I Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Projekt-Produkte und unter > B&C > Publikationen Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.v. (RISP) an der Universität Duisburg-Essen Ansprechpartnerin: Dr. Ute Pascher Tel.:

10 Kapitel I Arbeitspapier 2 Zukunftsberufe in der Region Emscher-Lippe Dokumentation einer Fachtagung Der erste Teil der Dokumentation beschäftigt sich mit den verschiedenen Facetten des Begriffs Zukunftsberufe und mit Methoden zur Identifikation. Dr. Ulrich Blötz (BiBB) zeigt unterschiedliche Betrachtungsweisen des Begriffs Zukunftsberufe auf. Aus dem Blickwinkel der Qualifikationsforschung erläutert er, welche Faktoren zur Entstehung neuer oder zukunftsträchtiger Berufe beitragen und welche Schritte der Einführung eines neuen Berufsbildes vorausgehen. Wie zukünftige Personal- und Qualifizierungsbedarfe der Betriebe frühzeitig erkannt und mit regionaler Arbeitsmarktpolitik und Weiterbildung in Einklang gebracht werden können, zeigt Dr. Klemens Wittebur (PERMANENT - Personal-Management Niederrhein). Mit dem Strukturwandel und den Zukunftsfeldern der Region beschäftigt sich Udo Höderath (Leiter der Regionalagentur Emscher-Lippe). Er lenkt den Blick auf die Tatsache, dass Strukturwandel nicht nur ökonomische und soziale Folgen hat, sondern von den betroffenen Menschen auch erhebliche mentale Veränderungen verlangt und Existenzängste auslösen kann. Im zweiten Teil rückt mit Beispielen aus der Praxis die Frage nach der Chancengleichheit beim Zugang zum Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt. Stefan Leopold (Leiter des Fachseminars für Alten- und Familienpflege) erläutert Rahmenbedingungen und Trends der Gesundheitsfachberufe, die aufgrund der demografischen Entwicklung als Wachstumsbereiche gelten. Mit der erst hochgejubelten, dann totgesagten Zukunftsbranche Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich Ralf Stock (Geschäftsführer bfw Ruhr-Emscher-Lippe). Die wirtschaftliche Erholung der IT-Branche hat neue Arbeitsplätze geschaffen, aber die Zugangsbarrieren zur Männerdomäne IT-Berufe für Frauen nicht verringert. Mit der Verbesserung der Chancengleichheit für Frauen und Männer im Kompetenzfeld Chemie be-schäftigt sich das Projekt Online-Akademie Chemie, das Petra Müller vom Projektpartner HBBK vorstellt. Zielgruppen (Kommunale) Arbeitsmarktakteure und -akteurinnen Institutionen der Berufsorientierung und Berufsberatung Institutionen der beruflichen Bildung Lehrerinnen und Lehrer Neben dem Wunsch, eine verlässlichere (Daten-)Basis für Planung, Entscheidung und Beratung zu gewinnen, verbindet sich mit dem Thema Zukunftsberufe auch die Hoffnung, 10

11 Kapitel I Ansatzpunkte für Strategien zu finden, die zur Verbesserung der Situation auf dem regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt beitragen. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Projekt-Produkte und unter > PROLOG > Publikationen Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.v. (RISP) an der Universität Duisburg-Essen Ansprechpartnerin: Dr. Ute Pascher Tel.:

12 Kapitel II II. Kompetenzfeld Chemie ChanZE konzentrierte sich auf zwei zu Projektbeginn ausgewählte Kompetenzfelder (Wirtschaftscluster) der Region, die auch von der damaligen Landesregierung als besonders förderungswürdig und zukunftsträchtig betrachtet wurden: Chemie und Zukunftsenergien bzw. Neue Energien. Ein Kennzeichen des Gesamtvorhabens lag darin, in beiden Kompetenzfeldern berufliche Bildungsprozesse und Karrierewege durch die Genderbrille näher zu betrachten und Aktivitäten zu entwickeln, die einen Beitrag zur geschlechtergerechten Verteilung von Arbeit und Positionen in der Branche leisten. Das Herzstück des Kompetenzfeldes Chemie in Emscher-Lippe bilden die produzierenden Chemieunternehmen, die primär im Chemiepark Marl (im nördlichen Ruhrgebiet) angesiedelt sind und sich zur Stärkung ihres Standortes in der ChemSite-Initiative zusammengeschlossen haben. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft zwischen der Chemieindustrie, dem Land Nordrhein-Westfalen und den örtlichen Kommunen im Ruhrgebiet nach dem public-private-partnership- Modell. Darüber hinaus finden sich weitere Akteure in dieser Assoziation zusammen: Sozialpartner, Bildungseinrichtungen, Personalvermittlungen etc. (siehe Grafik). Akteur in diesem Kompetenzfeld und zentrale Qualifizierungseinrichtung für mittlere Chemieberufe in der Region ist das Hans-Böckler-Berufskolleg. Dieses hatte in dem Projekt die Aufgabe übernommen, ein neues (Weiter-)Qualifizierungsinstrument in Form einer Online- Akademie zu konzipieren. Diese soll insbesondere Frauen dabei helfen, selbstverantwortlich und selbstgesteuert, unterstützt durch Tutorinnen, ihr Fachwissen im Bereich Chemie zu aktualisieren bzw. zu erweitern. Es sind doch gerade Frauen, die sich aufgrund von Familienphasen einem schwierigen Wiedereinstieg in den Beruf gegenübersehen. In einer Befragung von Absolventinnen des Kollegs wurden entscheidende Aspekte der Berufsverläufe junger Frauen, die eine Ausbildung in einem mittleren Chemieberuf und/oder auch aufstiegsorientierte berufsbegleitende Fortbildungen absolvierten, nachgezeichnet (Arbeitspapier 5). Ferner wurden verfügbare, d.h. vor allem frei zugängliche statistische Daten aus amtlichen Quellen recherchiert und differenziert nach Analysefeldern dargestellt, um die Erwerbssituation von Frauen und Männern in der Region darstellen zu können (Arbeitspapier 1). Mit besonderem Blick auf das Cluster Chemie wurde an einem Vorschlag für ein gendersensibles Arbeitsmarkt-Monitoring gearbeitet, das dazu beitragen soll, die geschlechtergerechte Entwicklung des Arbeitsmarktes zu beobachten. Ein dringlicher Aspekt ist die Versorgung mit Dienstleistungen am Kind. Die Annahme lautet, dass durch die Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, insbesondere auch mit Hilfe von betrieblichen Angeboten, die Arbeitsressourcen von Frauen effizienter genutzt werden können. Gemeinsam mit und für eines der großen Chemieunternehmen der Region wurde das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aktiv umgesetzt ( Servicebüro Beruf und Familie ). 12

13 Kapitel II Servicebüro Beruf und Familie Konzept zur Umsetzung eines Servicebüros in einem Chemieunternehmen Begleitet von der Wert.Arbeit GmbH in Duisburg arbeitet ein Unternehmen aus dem regionalen Kompetenzfeld Chemie an der Umsetzung eines Servicebüros Beruf und Familie. Sowohl für die Beschäftigten am Standort als auch für die Pendlerinnen und Pendler soll das Servicebüro tätig werden. An den Schnittstellen zwischen Beruf und Privatleben setzt diese Einrichtung an und bietet Information, Beratung und Vermittlung für die Beschäftigten am Standort. Konkret in Planung sind Serviceleistungen zu den Feldern: Rund ums Kind Vermittlung von Betreuung in Engpasssituationen Initiierung und Vermittlung von Ferienbetreuung Beratung zur bedarfsgerechten Kinderbetreuung Informationen in Fragen Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld, Kindergeld Rund um die (älteren) Angehörigen Beratung zur bedarfsgerechten Betreuung pflegeund betreuungsbedürftiger Angehöriger; Informationen zur Pflegeversicherung und anderer Leistungen Rund um den Haushalt Vermittlung haushaltsnaher Dienstleistungen Die Beschäftigten am Standort sollen mit der Einrichtung des Servicebüros eine Anlaufstelle erhalten, die sie bei Vereinbarkeitsfragen kontaktieren können, um wohnortnahe Lösungen für ihre Situation zu erzielen. Das Servicebüro kooperiert zu diesem Zweck mit kommunalen Stellen und Dienstleistern. Durch die Arbeit des Büros werden direkte Vorgesetzte, Personalabteilungen und Betriebsräte bei ihrer Arbeit kompetent unterstützt, da hier die Probleme sichtbar werden, wenn es in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht rund läuft. Zielgruppen Geschäftsführungen Verantwortliche aus Personalabteilungen Betriebsräte Gewerkschaften Kommunale Verantwortliche 13

14 Kapitel II Das Konzept bietet eine betriebsnahe Lösung für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es beinhaltet Hilfestellungen sowohl für Fragen der Vereinbarkeit mit dem Schwerpunkt Kind als auch mit dem Schwerpunkt Pflege. So können wohnortnahe Lösungen gefunden werden. Wert.Arbeit GmbH, Duisburg Anprechpartnerin: Susanne Dalkmann Tel:

15 Kapitel II Online-Akademie Chemie Einer der Eckpfeiler des Gesamtprojektes ChanZE ist das Teilprojekt des Hans-Böckler- Berufskollegs. In dessen Rahmen wurde eine Online-Akademie, eine Lernplattform entwickelt und erprobt, die Selbstlernprozesse im Berufsfeld Chemie ermöglicht. Frauen in der Familienphase, die eine Erstausbildung oder auch schon weiterführende Qualifizierungen durchlaufen haben, bekommen so die Möglichkeit, ihr (schnell veralterndes) Fachwissen von zu Hause aus auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus ist die Online-Akademie auch für das Themenfeld Naturwissenschaften im Kindergarten einsetzbar. Eine Demoversion stellt eine Reihe verschiedener Selbstlernkurse aus den Berufsbereichen Chemie und Sozialpädagogik vor. Die Demo-CD enthält zusätzlich ein Flashvideo zur Einführung in die Nutzung der Online-Akademie. Zielgruppen im Berufsfeld Chemie Auszubildende Berufsrückkehrerinnen Frauen in einer Orientierungsphase Zielgruppen im Berufsfeld Sozialpädagogik Erzieherinnen und Erzieher in der Ausbildung Berufstätige bzw. arbeitssuchende Erzieherinnen und Erzieher Selbstverantwortlich und selbstgesteuert, unterstützt durch Tutorinnen, sollen Frauen aus den Berufsbereichen Chemie und Sozialpädagogik mit Hilfe dieses neuen (Weiter-)Qualifizierungsinstruments ihr Lerntempo, die Lerninhalte sowie ihre Bildungsziele bestimmen können. Selbstverständlich kann die Online-Akademie auch von Männern genutzt werden. Die Demo-Version ist zu beziehen über das Hans-Böckler-Berufskolleg, Marl Ansprechpersonen: Dr. Eugen Rühl, Dr. Anke Siebrecht, Hannelore Lojewsky, Tel.:

16 Kapitel II Arbeitspapier 1 Daten und Qualität der Daten zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem ersten Arbeitsmarkt in Emscher-Lippe Das Arbeitspapier zeichnet ein statistisches Portrait der Geschlechterverhältnisse auf dem 1. Arbeitsmarkt in Emscher-Lippe und liefert damit einen Beitrag zur Debatte über adäquate Indikatoren. Dafür wird zunächst die gendersensible Beobachtung von Beschäftigung und Arbeitsmarkt erläutert und relevante Datenquellen vorgestellt. Anschließend werden die Daten für die Emscher-Lippe-Region zusammengetragen und teilweise mit Landesdaten verglichen. Außerdem werden auch Datenlücken thematisiert. Zielgruppen Personen, die sich mit Gender Mainstreaming befassen Regionale Akteure und Akteurinnen des Arbeitsmarktes Dieses Papier ist vor allem für die Personen gedacht, die oftmals ratlos vor einem Berg von Daten und Statistiken stehen und nach verlässlichen Zahlen für ihre Argumentation hinsichtlich der Wirklichkeit eines geschlechterungerechten Arbeitsmarktes suchen. Vorgestellt werden relevante Datenquellen, die auch in Zukunft verlässliche Daten liefern. Durch die Zusammenführung der Daten ist ein gendersensibles Bild der Region Emscher- Lippe entstanden. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Projekt-Produkte und unter > B&C > Publikationen Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.v. (RISP) an der Universität Duisburg-Essen Ansprechpartnerinnen: Inga Conteh, Tel.: , Dr. Ute Pascher, Tel.: , 16

17 Kapitel II Arbeitspapier 5 Ein Vorbild war meine Mutter nicht! Frauen mit einer Ausbildung in Chemieberufen Ergebnisse einer Befragung am Hans-Böckler-Berufskolleg in Marl Das Hans-Böckler-Berufskolleg (HBBK) in Marl bietet verschiedene Bildungsangebote im Themenfeld Chemie an. Um nähere Informationen über den beruflichen Verlauf von Frauen in mittleren Chemieberufen zu erhalten, wurde eine Befragung der Schülerinnen und Studentinnen durchgeführt. Dafür wurden alle Absolventinnen des HBBK, die in der Zeit von 2000 bis 2005 am HBBK eingeschrieben waren, angeschrieben mit der Bitte, einen Fragebogen auszufüllen. Der schriftliche Fragebogen umfasste neben soziodemographischen Daten und Fragen zur Berufsbiographie und zu Unterbrechungszeiten, Nachfragen zum Interesse an bestimmten Lerninhalten sowie zum Angebot einer Online- Weiterbildung. Außerdem wurden (nicht repräsentative) Interviews mit einigen Frauen durchgeführt. Zielgruppen Personalentwickler/innen Beschäftigte in der Chemiebranche Frauenpolitische Organisationen Gewerkschaften Weiterbildungsträger aus dem Bereich Chemie Das Arbeitspapier erlaubt interessante Einblicke in die beruflichen Wege und Merkmale der Erwerbstätigkeit von Frauen in mittleren Chemieberufen. Zudem werden Anforderungen an Weiterbildungen aus Sicht der Frauen dargelegt. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Projekt-Produkte und unter > B&C > Publikationen Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.v. (RISP) an der Universität Duisburg-Essen Ansprechpartnerin: Dr. Ute Pascher Tel.:

18 Kapitel III III. Kompetenzfeld Zukunftsenergien Das Kompetenzfeld Zukunftsenergien besitzt eine andere Struktur als das Wirtschaftscluster Chemie. Im Gegensatz zur Chemiebranche ist es geprägt von einer Vielzahl an KMUs darunter auch viele Handwerksbetriebe sowie diverser innovativer (technologieorientierter) Projekte, die unter dem Dach der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW durchgeführt werden. Die Emscher-Lippe-Region hat sich zum Ziel gesetzt, den Energiestandort im nördlichen Ruhrgebiet zu sichern, sich vor allem zu einem Standort für moderne Energietechniken zu entwickeln und Arbeitsplätze, die in traditionellen Industrien weggefallen sind, neu zu schaffen. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern auch Frauen in der Region von dieser Entwicklung profitieren (werden). Zugangswege in das Kompetenzfeld vor allem für junge Frauen zu erschließen, stand im Vordergrund der EP ChanZE. So war es zunächst interessant zu erfahren, in welchen Berufsfeldern es sowohl Arbeitsals auch Qualifizierungsmöglichkeiten mit dem Bezug zu Zukunftsenergien gibt. Darüber hinaus wurde beobachtet, welche Rolle erwerbstätige Frauen in diesem Sektor spielen, gemessen sowohl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen als auch an Teilnehmendenzahlen an Weiterbildungen. In einer Untersuchung des Handwerkssektors in der Region, d.h. im Bereich des Handwerkskammerbezirks Münster, belegte eine Auswertung der Ausbildungs- und Weiterbildungszahlen, dass Frauen in diesem Bereich stark unterpräsentiert sind (Arbeitspapier 4). Demnach ist der Zugang in das Cluster über Handwerksbetriebe für (junge) Frauen bisher schwer zu realisieren. Daraus resultierte die Idee, Mädchen und Jungen Berufe mit Bezug zum Sektor Zukunftsenergien in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer näher zu bringen (Informationsveranstaltung). Eine Annahme ist, dass junge Mädchen nicht ausreichend über diese Berufsfelder informiert sind und ihnen positive Vorbilder fehlen. Ein anderer Zugangsweg in das Cluster eröffnet sich über bestimmte Berufe. Daher wurde digitales Informationsmaterial entwickelt: Zwei Kurzfilme präsentieren junge Frauen, die einen untypischen Beruf gewählt haben (Schornsteinfegerin und Forstwirtin). Einen dritten Zugangsweg in das Cluster ermöglicht die Zusatzqualifikation Energieberatung für Beschäftigte in Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärbetrieben, die im Rahmen des ChanZE-Projektes entwickelt wurde. 18

19 Kapitel III Arbeitspapier 4 Qualifizierungsmöglichkeiten und Beschäftigungsverhältnisse im Bereich Zukunftsenergien in der Region Emscher-Lippe Geschlechterdifferenzierte Bestandsaufnahme im Handwerkssektor Das Arbeitspapier enthält eine geschlechterdifferenzierte Bestandsaufnahme bestehender Qualifizierungsmöglichkeiten und Beschäftigungsverhältnisse im Bereich Zukunftsenergien in der Region Emscher-Lippe. Dabei wird zunächst die Bedeutung von Baugewerbe, Dienstleistungssektor, Verarbeitendem Gewerbe, Handel und Kredit- und Versicherungsgewerbe für den regenerativen Anlagen- und Systembau dargestellt und der prozentuale Anteil der Frauen, die im jeweiligen Wirtschaftszweig tätig sind, näher bestimmt. Anschließend wird die Ausbildungsbeteiligung im Handwerk mit Bezug zum Bereich Zukunftsenergien näher betrachtet unter besonderer Beachtung des Geschlechterverhältnisses. Zielgruppen Entscheidungsträger/innen in: Politik Handwerk Wirtschaftsförderungen Bildungseinrichtungen Das Arbeitspapier dokumentiert den geringen Anteil von Frauen, die im handwerklichen Bereich des Kompetenzfeldes Zukunftsenergien in der Emscher-Lippe-Region arbeiten bzw. ausgebildet werden. Es bildet somit eine statistische Arbeitsgrundlage beispielsweise für Aktionen, die daran ansetzen, den geringen Anteil von Frauen in diesem Wirtschaftsbereich zu erhöhen. Für die Diskussion um ein neues Berufsbild für den Bereich Erneuerbare Energien bildet das Arbeitspapier ebenso eine Grundlage wie für die zukünftige geschlechtergerechte Wirtschaftsförderpolitik in der Region. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Abgeschlossene Projekte > ChanZE und unter > Projekt-Produkte Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e.v. Ansprechpartner: Joachim Dassow Tel.:

20 Kapitel III Arbeitspapier 6 Energie und neue Energietechnik in der Region Emscher-Lippe Die Entwicklungspartnerschaft ChanZE bewegte sich mit einem Teil ihrer Aufgaben im Kompetenzfeld Zukunftsenergien. Zukunftsenergien oder Neue Energien wurden von der Region als ein zukunftsträchtiger Wirtschaftsbereich definiert, in dem in Zukunft neue Arbeitsplätze geschaffen würden und deshalb gerade hier Gendergerechtigkeit thematisch angegangen werden sollte. In der Bearbeitung des Themas (und vor allem bei Interviews im Feld) stellte sich heraus, dass es für alle Projektbeteiligten sinnvoll wäre, sich intensiver als bisher mit diesen Energieformen zu beschäftigen, bedenkt man auch, dass das Land Nordrhein-Westfalen intensiv auf neue, regenerative oder erneuerbare Energien setzt. Eine individuelle Auseinandersetzung mit diesen Themen hatte jedoch seine Grenzen, so entstand ein Arbeitspapier, das zum einen verschiedene Techniken zur Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen darstellt, die in der Emscher-Lippe-Region angewendet werden und zum anderen die wirtschaftliche Bedeutung dieser Zukunftsenergien für die Region einschätzt. Dazu wurden Informationen von Unternehmen dieser Branche eingearbeitet, die durch qualitative Interviews mit Betriebsinhaber/innen zu den Themen Personal- und Arbeitszeitstruktur, Personalrekrutierung und -entwicklung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhoben wurden. Zielgruppen Alle, die eine erste Annäherung an die Thematik Neue Energien suchen. Es werden grundsätzliche Informationen zu den Zukunftsenergien im nördlichen Ruhrgebiet dargeboten. D. h. das Papier ist ein guter Einstieg in das Thema und regt zum Weiterlesen an. Das Arbeitspapier steht zum Download bereit unter > Abgeschlossene Projekte > ChanZE und unter > Projekt-Produkte Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e.v. Ansprechpartner: Joachim Dassow Tel.:

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