Materiale Umweltaneignung: Interaktionen auf dem Schulhof, Urban Education und der Stellenwert unangeleiteter Bewegungsanlässe im Schulalltag

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Materiale Umweltaneignung: Interaktionen auf dem Schulhof, Urban Education und der Stellenwert unangeleiteter Bewegungsanlässe im Schulalltag"

Transkript

1 Maud Hietzge: Materiale Umweltaneignung: Interaktionen auf dem Schulhof, Urban Education und der Stellenwert unangeleiteter Bewegungsanlässe im Schulalltag Zusammenfassung: Der Artikel thematisiert Lernprozesse durch informelles Bewegen auf dem Pausenhof. An videographischem Material aus der ZeitRäume-Studie des StuBSS- Projekts wird exemplarisch aufgezeigt, wie Heranwachsende Bewegungsexploration im Kontext ihrer Subjektivierung nutzen. Der theoretische Zusammenhang von Bewegung, Körperwissen, materialer Aneignung und Habitualisierung wird aufgewiesen sowie Folgerungen für schulpädagogische Forschung und schulische Praxis im Kontext ansteigender Urbanisierungsprozesse gezogen. Material Adoption of the World: Interactions in the Schoolyard, Urban Education, and the Priority of Unguided Moving Processes in Everyday School Life. Abstract: The following paper broaches the issue of informal moving at the school yard. By means of videographic materialfrom the study ZeitRäume as supplementary part of the StuBSS project, it is shown in exemplary form how kids rely on moves in the context of subjectivation. The theoretical background of moving, body knowledge, material acquisition processes and habit production is presented. From there, conclusions are drawn concerning future research and practices at school. 1. Materiales Lernen, Aneignung, Stadt eine unterschätzte Perspektive auf praktische Bildungsprozesse Weder die schul- noch die sportpädagogische Empirie haben sich traditionell mit nicht angeleiteten Bewegungsgelegenheiten beschäftigt, erst in jüngerer Zeit widmen sich u. a. Dietrich (2008) und Bindel (2010) in systematischer Hinsicht dieser kinder- und jugendkulturell zentral wichtigen Thematik. Unter dem Stichwort des informellen Lernensgeraten Settings in den Blick,die bisher nicht Gegenstand pädagogischer Reflexion waren (Dohmen 2001, Coelen 2008, Neuber 2010,Derecik 2011).In der Tat bedeutet die Abwesenheit einer direkt unterrichtenden Person nicht, dass Ereignisse und Interaktionen nicht zu Erfahrung, Lernen und Bildung beitragen. Insbesondere körperliche Bildungsprozesse sind dabei auf materiale Interaktionen angewiesen, die in Anbetracht logozentrischer 1 Schulleistungs-Evaluationen tendenziell unterschätzt werden oder aber vorschnell auf sportliche Leistungsfähigkeit eingegrenzt zu werden drohen. Die Pause wird vor diesem Hintergrund hier als Forschungslücke aufgefasst, die auch mit theoretischem Gewinn zu schließen ist und zu der bislang nur wenig publiziert ist (Kauke 1995, Tervooren 2001, im weiteren Sinne Krappmann/Oswald 1995, lediglich Kottmann/Küpper 2004 thematisieren dabei Bewegung explorativ). Im Folgenden wird zwischen Schul- und Sportpädagogik das Feld der Körperpädagogik aufgespannt, das sich ansteigender Aufmerksamkeit erfreut (Zinnecker 1990, Hengst/Kelle 1

2 2003, Kraus 2008, Langer et. al 2010). Insbesondere die Sozialpädagogik (Deinet 2003, Deinet/Reutlinger 2004) greiftin grundsätzlicher Weise auf theoretische Traditionen materialer Aneignung zurück (vgl. Holzkamp1993), die den eher passiv orientierten Sozialisationsbegriff (vgl. Bilden 1991, Klewes 1983, Trommsdorff/Behnken 1989) durch Aspekte der aktiven Aneignung in Auseinandersetzung mit der materialen Umwelt ergänzen (Bronfenbrenner 1977, Nissen 1998, Kade/Seitter 1999), was als für die Körperpädagogik wesentlicher Paradigmenwechsel aufgegriffen wird. Der Fokus auf Materialität (Alkemeyer2006) verlagert das wissenschaftliche Interesse vom sprachlich-kognitiven Lernen auf dessen Basis in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt (Raum, Zeit, Gegenstände) auf körperlicher Ebene. Ohne Selbstbewegung kann auch keine Verrechnung visueller und visuomotorischer Sinnesdaten aufgebaut werden (Simms 2008b, Rohrer 2007), die die scheinbar selbstverständliche Grundlage auch für kognitive Leistungen darstellen. Mit dem Bezug auf Praxéologie (Bourdieu 1974, 1976) wird hier jedoch nicht auf ein Gegenkonzept abgezielt 2, sondern auf die Thematisierung zu wenig berücksichtigter körperlicher Aneignungsprozesse und Habitualisierungen abgehoben, um Einseitigkeiten - z. B. im gegenwärtigen Kompetenzdiskurs vermeiden zu helfen. Körperliche Aneignungsprozesse werden im Folgenden in nicht unterrichtlichen, d. h. non-formalen (vgl. Dohmen 2001), Situationen des institutionellen Schultags an Ganztagsschulen untersucht. Besondere Relevanz erhält die Thematik von Bewegung auf dem Pausenhof angesichts globaler Entwicklungen, da eine immer größere Zahl von Kindern in hoch urbanen, wenig freie Bewegungsanreize und Bewegungsmöglichkeiten bietenden Arealen aufwächst: Zurzeit lebt bereits über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, nämlich mehr als 3,5 Milliarden Menschen, 10% davon in Mega-Städten. 3 Urbanität wurde im Kontext von kindlichen Sozialisationsprozessen vor allem zivilisationskritisch betrachtet (Muchow/Muchow 1935, Zeiher 1983, Zeiher&Zeiher 1994); die Stadt erscheint dabei als eine kinderfeindliche Umwelt mit nur mehrverinselten Aktionsräumen (Zeiher 1983), Institutionalisierung des Bewegens und Verhäuslichung der Kinderkultur sowie erschwerten sozialen Beziehungen, was in dieser Hinsicht vielfach reproduziert wird (vgl. Wagner 2000). Diese Lebensweltveränderungen werden durchaus zurecht als problematisch wahrgenommen, etwaige positive Effekte wie intensivierte Peergroup-Interaktionen, die Vielfalt zugänglicher Informationen und neue Betätigungsmöglichkeiten jedoch nicht ausgewogen erwähnt. War die Straße zunächst Gegenstand der Kritik (Blinkert 1986), wurde sie in der Folge dennoch zum imaginären Ort des nostalgischen Begehrens verschwindender Straßenkindheit, die in Kinder- und Jugendfilmen idealisiert dargestellt wurde ( Emil und die Detektive, Krieg der Knöpfe, Vorstadtkrokodile u. a.). Ein auf empirischer Basis ausgewogeneres Bild zeichnen u. a. Kleine/Podlich (2003); jenseits des Problems der Kinderarbeit ist es auch für europäische Großstädte relevant, wie genau Kinder sich in unterschiedlichen urbanen Räumen bewegen (Innenstadt, Suburbs, Slums usw.) und was sie sich damit aneignen bzw. was ihnen entgeht. Bewegung, menschliche Entwicklung und Umwelt wirken zusammen (Dietrich 2008). 4 Zeitgleich bestimmen in globalen Urbanisierungsprozessen Slums ohne Wasseranschluss und Internetzugang den Alltag von Kindern weltweit; allein in Mumbay leben 3 Mill. Kinder in Slums, 4 von 10 ihrer Bewohner sind unter 15 Jahre alt. 5 Die (Mega-)City wird damit zum Ort der Auseinandersetzung um kindgerechtes Aufwachsen und modernisierte Kindheit (Rolff 2001) als drängendem Zukunftsproblem. Postmoderne und traditionale Formen der Kindheit existieren dabei nebeneinander (vgl. Zinnecker 2004). Die Idee der Urban Education reagiert darauf und ist auf sozialwissenschaftliche Daten und Theoriebildungen angewiesen, die 2

3 längerfristig die Befunde der herkömmlichen Kindheitsforschung ergänzen können; Schulund Kindheits-/Jugendforschung gehen Hand in Hand (vgl. Breidenstein/Prengel 2005) oder sollten dies zumindest tun, globale und lokale Perspektiven müssen aufeinander bezogen werden, da in einer verknüpften Welt kein Ort isoliert zu verstehen ist. Auch die Konzepte von Kindheit und Jugend unterliegen dabei kulturellem Wandel (Ariès1978, Lenzen 1989) wie die Veränderungen der Realität. Vor dem Horizont globaler Urbanisierung erscheinen die Probleme in europäischen Großstädten dabei fast als vernachlässigbar. Über Heranwachsen unter Urbanisierungsbedingungen lässt sich hier dennoch Prinzipielles in Erfahrung bringen, zum Beispiel über Selbstorganisation in Kinderkulturen, Veränderungen von präreflexivem Körperwissen (s. u.), Interaktionen von Praxen und (visuellen) medialen Diskursen, Empfehlungen für Schulbauten (Rittelmeyer 1994, Böhme 2009, Westphal 2007) etc. Statt die Stadt nur als Kontrastfolie zum ländlichen Raum zu plakatieren (Lindner 2004, 26), bleibt zu erforschen, welche besonderen Gelegenheiten, Vor- und Nachteile für unterschiedliche Milieus der städtische Raum bietet. Die Schule, als der prinzipiell allen Kindern gleichermaßen zugängliche Ort, erhält für Bewegungssozialisation im Zuge des Ganztagsbetriebs erhöhte Bedeutung (vgl. Idel/Reh/Fritzsche 2009) und bedarf pädagogischer Reflexion im Kontext der Stadt in ihren unterschiedlichen globalen Erscheinungsformen. Schule vermittelt aufgrund der ihr eigenen Organisation von Lerngelegenheiten auch nicht intendierte Bewältigungskompetenzen im Sinne des hiddencurriculum(vgl. Lynch 1987), die nicht nur Anpassung an die Institution unter der Hand betreiben, sondern die Organisation der Gleichaltrigenkultur (Krüger 2011), Geschlechterordnungen, Auseinandersetzung mit medialen Einflüssen etc. betreffen. Verbale Diskurse und praktische Einübungsprozesse, Fitnessideale und alltägliche Stillstellung, schulische Normen und jugendkulturelle Einflüsse stehen nicht unbedingt in harmonischer Beziehung zueinander und können paradox strukturierte Anforderungssituationen für Heranwachsende schaffen, deren subjektive oder peerbezogene Lösung zukunftsrelevant sein kann. Interessant sind in diesem Zusammenhang die habituellen Kompromisse und Differenzsetzungen spezifischer Schülergruppen mit ihrem körperlichen Verhalten. Mit dem Körper wird agiert, reagiert und exploriert, ohne dass die beteiligten Prozesse zur Gänze ins Bewusstsein rücken. Adaption an und mimetische Umdeutung von zeitlichen und räumlichen Bedingungen (vgl. Hildebrandt-Stramann 2010) spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die vorzustellende Studie, durchgeführt an vier der insgesamt 21 Projektschulen des StuBSS-Projekts 6, wird im Folgenden kurzübersichtsartig dargestellt, am Beispiel näher erläutert und hier unter der Perspektive der bewegten Umweltaneignung unter urbanen Lebensbedingungen betrachtet. 2. Der Ansatzpunkt der ZeitRäume-Studie: Interaktionen auf dem Pausenhof Aufgabe der Zeit-Räume-Studie 7 war es vordergründig, die spezifischen Aktivitäten auf dem Schulhof in Pausen- und Grenzsituationen der Schule in der Saison vor den Sommerferien vollständig zu erfassen und eine umfassende Video-Dokumentation der nonformalen Bewegungskultur an den Schulen für diese Saison zu erstellen. Das Muster der aufgezeichneten Aktivitäten wurde in Beziehung zu den organisatorischen zeitlichen und räumlichen Vorgaben gesetzt. 3

4 Darüber hinaus interessierte, welche erworbenen habituellen Muster ersichtlich werden, d. h., die Interaktionen vor der Kamera wurden einer rekonstruktiven Interpretation unterzogen. Diese dritte Forschungsfrage verlässt den Boden der Schulentwicklungsforschung und betrifft die viel grundsätzlichere Ebene des Körperwissens (s. u.), das eines der zentralen Forschungsthemen des tacitdimensions network ist Ziel, Setting und Auswertung im Überblick Die Videographie der Interaktionen sowie daran anschließende videoelicitation 9 Sitzungen mit einzelnen und Gruppen, die sich zu ihren Aktivitäten also aus ihrer Warte äußern konnten, bildeten den methodischen Kern der Erhebung, ergänzt durch Leitfadengestützte, teil-strukturierte Schulleiterinterviews, die über die Orientierung der Schule zu Bewegung in der Pause insgesamt Aufschluss gaben. Vier Schulen wurden ausgewählt, die Videographie gegenüber unvoreingenommen reagierten und also nicht wegen bestimmter Organisations- oder Konzepttypen (Spielraumschule, Bewegungslebenschule, Bewegungsorientierte Unterrichtsschule, Sportorientierte Leistungsschule, vgl. Hildebrand-Stramann 2010, ähnlich Stibbe 2004) präjudizierend ausgewählt wurden. Der Feldaufenthalt erstreckte sich über mehrere Wochen von Ende April 2008 bis zu den Sommerferien und addierte sich auf eine komplette Woche je Schule unter Berücksichtigung aller Wochentage.Die Daten wurden auf Übereinstimmung mit den Beobachtungsdaten der Gesamtstudie überprüft, wobei für die betreffenden Schulen keine nennenswerte Abweichung bestand, mit Ausnahme der Aktivitäten an Schule IV, die durch die momentanen Bauaktivitäten (Steine, Sand etc.) auch neue Aktivitäten aufwies. Nach drei Tagen konnten keine nicht bereits registrierten Aktivitäten mehr beobachtet werden, sodass davon ausgegangen werden kann, ein relativ komplettes Bild der wichtigen Pausenaktivitäten der Schüler und SchülerInnen an der betreffenden Schule unter den gegebenen Bedingungen erstellt zu haben (Sättigung). Unter den Aspekten von Angebotsstruktur, Aneignungsaktivität und institutionellen Vorentscheidungen zeigten Peers systematisch unterschiedlichen Umgang mit Bewegungsmöglichkeiten in den Grenz- und Pausensituationen der Schule. Zu erwarten waren Geschlechts- und Altersgruppenunterschiede (vgl. Derecik 2010), wobei die Unterscheidung in Kinder und Jugendliche sich als zu grob erwies, da insbesondere die Altersgruppe der 9-12-jährigen Kids (vgl. Böhnisch 2008) auffällig in Erscheinung trat.rückzugs- und Präsentationsbedürfnisse lenken jugendliche Bewegungsaktivitäten in unterschiedliche Bahnen, Kids sind trotz ihrer anhaltenden Spielaktivitäten eher explorativ orientiert und experimentieren mehr oder weniger unterschwellig bereits mit kommenden Entwicklungsaufgaben von Pubertät und Adoleszenz. Fordern Jugendliche speziell ausgewiesene Bewegungsräume und Orte für ungestörte Kommunikation und sind Kinder in Spielaktivitäten engagiert, so beschäftigen sich Kids mit verschiedenen sportiven und spielerischen Praktiken, deuten aber ihre Aktivitäten bereits im Hinblick auf ihre anstehenden Entwicklungsaufgaben oder beschäftigen sich experimentell mit Neuem. 2.2 Vier Schulhöfe und ihre videographischen Bewegungsporträts Das StuBSS-Projekt war insgesamt am Verfahren des Schulporträts (Thiele 2008, Laging/Stobbe 2009) orientiert, das Ergebnisse auch unmittelbar an die Schulen 4

5 zurückspiegelt, um damit Schulentwicklungsprozesse zu unterfüttern; das Prinzip wurde auch in der Substudie zugrunde gelegt und auf die Videographie der Bewegungsaktivitäten angewandt. Die Analyse der videographierten Interaktionen in ihrer Gesamtheit führte zur Auswahl charakteristischer Szenen, die schulübergreifende alters- und geschlechtsangepasste Aktivitäten aufwiesen, aber auch Praktiken beinhalteten, die für die Situation an spezifischen Schulen einzigartig waren und diese differenzierend kennzeichneten. Die folgende Tabelle zeigt die häufigsten Aktivitäten, die insgesamt die Bewegungskultur der Einzelschule kennzeichneten (und nicht nur 1x kurz auftraten; zur Alterstypologie vgl. Derecik 2010). Aktivitäten Schule I Schule II Schule III Schule IV Ballspiele Fußball, BB- Tricks (vorw. J) Fußball, BB (mix) Fußball, BB (vorwiegend J.) Fußball (mix), wenig BB Tischtennis TT, Rundlauf, darauf liegen - Rundlauf TT mit großen Bällen Überschreiten von Grenzen - Schuhklau Mädchenspezifische Aktivitäten Im Gelände Fortbewegungsvariationen Kooperationen nur an dieser Schule: Stelzereien von Kids, an der Straße Jugend, Kinder hinter dem Gebäude mit Rollenspiel Sitzen und Zuschauen Steine fahren, Mauer bauen Inliner, Roller lose Koop. bei Rollenspielen, Gegeneinander Olli (Fußball nach Rundlaufprinzip auf Badmintonfeld) (Schulgelände mit Waldanteil) mehr mit Stelzen befasst, nicht ausgeschlossen Klettern, Steine etc. Stelzen, Topfstelzen, Rollstuhl, Pedalo geschlechts- und altersübergreifende Kooperationen Materialkiste (Seil, Jonglage etc.) 5 nur einzelne an Aktivitäten beteiligt Berg hinunter Reifen hinter dem Gebäude, Klettereien, in die Mülltonnen Catwalk, Zeck auf TTplatte Steine klopfen, rollen Bauen, Sand - (nur in Video- Spaziergang BMX) - nur für konkrete Spielaktivität Tab. 1: Charakteristische Aktivitätsmuster an den vier Schulen im Überblick Neben- und Miteinander Leerlauf Tanzen (J + M) Anhand der Tab. 1 wird zunächst ersichtlich, dass es Aktivitäten gab, die altersspezifisch in leichten Variationen an allen Schulen auftauchten. Dies betrifft die Ball- und Tischtennisspiele, die sich an die Sportspiele Fußball und in geringerem Maße und mehr die Jugendlichen betreffend Basketball eng anlehnen. Diese Sportspiele sind aus dem Sportsystem bekannt, verfügen aber auch über Freizeit- bzw. Street-Varianten, verknüpfen also Kinderkultur und gesellschaftliche Vorauswahl. Die Tischtennisaktivitäten hängen in ihrer genauen Ausprägung vor allem vom vorhandenen Spielmaterial ab, sind aber relativ durchgängig vorhanden. Für Kinder und Kids können gerade solche Spielmaterialien besonders intensive Anreize bieten, die als offene Settings kreative Nutzungen provozieren; dazu gehörte das viel geschasste, sehr abschüssige Gelände von Schule III, die sich sehr auf Regelkonformität bedacht zeigte, und die herumliegenden Baumaterialien an Schule IV. Nach Auskunft der

6 Schulleitung wurde ein Teil des zum Zeitpunkt der Erhebung gerade umgestalteten Schulhofs inzwischen rückgebaut, um sich diesem Zustand der Bewegungsvielfalt wieder anzunähern! Auch der schmale Streifen hinter einem Gebäude an Schule I, den insbesondere die ZweitklässlerInnen nutzten und woran sie dankenswerterweise nicht gehindert wurden, war ebenfalls ein solcher Raum; Schule II, die ein Waldgelände und gut gepflegte Materialien ihr Eigen nennt, verfügt ohnehin über eine seltene Vielfalt an Aktivitäten, der Inklusionsschwerpunkt der Schule und die entsprechende Personaldecke akzentuieren kooperative und konzentrierte Pausenaktivitäten. Die zur Verfügung gestellte Zeit und die differenzierten räumlichen Möglichkeiten sind entscheidende Parameter für das Entstehen vielfältiger Bewegungskulturen. Von diesen schulischen Bewegungskulturen ist nicht zu erwarten, dass sie die gender- und altersspezifischen Muster der Primärsozialisation, der Gleichaltrigen-Kultur und der Medien völlig zu verändern vermögen, sie erweitern oder begrenzen aber die gegebenen Spielräume und sind schulspezifisch. Lokale schulische Bedingungen haben das Potenzial, vorhandene Nachteile urbaner Räume durch Beschränkung von Bewegungsmöglichkeiten zu verstärken oder dafür eine raumzeitliche Tätigkeitssphäre zur Verfügung zu stellen. Als intervenierende Einflüsse auf das Pausenverhalten ging es hier konkret um die topologischen Gegebenheiten und die Möblierung des Schulhofs, die Zeitordnung (Tagestakt, Pausenzeiten etc.) und Grundsatzentscheidungen wie z. B. die Zugänglichkeit der Areale, bestimmte Regeln für Altersgruppen etc. So war an Schule I ein nicht mehr gepflegter Teich verbotenes und tatsächlich gemiedenes Terrain, bis das Areal neu gestaltet war, während andere Grenzzonen durchaus genutzt und diese Nutzungen geduldet wurden. Durch die benannten Koordinaten wird das Bedingungsgefüge gekennzeichnet, in dem sich schulspezifische informelle Bewegungskulturen entwickeln können und von diesen Vorgaben als begrenzenden bzw. ermöglichenden Faktoren bestimmt werden. (Weitere Einflüsse wie die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft, Einzugsgebiete etc. wurden aufgrund der Ausrichtung der StuBSS-Studie hier nicht berücksichtigt, wären aber in einer wünschenswerten repräsentativen Studie mit zu bedenken, was hier nur als Desiderat benannt werden kann.) Schule II lässt sich als Spielraumschule mit weitreichenden Freiheiten, flexibler Zeitordnung und Zugang zu naturbelassenem Gelände ansehen, Schule IV als bewegungsorientierte Unterrichtsschule mit Elementen der bewegungsorientierten Lernschule, Schule III als ansteigend bewegungsorientierte Unterrichtsschule, die in ihrem Unterricht Bewegung mit Sport identifiziert, ohne hier einen Profilschwerpunkt zu setzen. Schule I hat eigentlich einen interkulturellen Fokus und lässt sich auf der Grenze von Sportorientierung und Unterrichtsschule verorten, verfügt aber über ein altes Bewegungsraumkonzept mit altersdifferenzierenden Spiel- und Sportmöglichkeiten, das in den Zwischenräumen des Schulalltags für sichtbare Nischenaktivitäten die Grundlage bietet. Möglicherweise zeigten sich an dieser Schule nicht trotz, sondern gerade wegen dieser Konstellation von gelassener Möglichkeit und fehlender institutioneller Aufmerksamkeit in allen Altersgruppen und beiden Geschlechtern unterschiedliche Formen grenzüberschreitenden experimentellen Bewegungsverhaltens, das von besonderer theoretischer Relevanz ist und hier zulasten der vollständigen Darstellung der unterschiedlichen Ausprägungen der Aktivitäten fokussiert wird. Da Bildung die eigengeleitete Erweiterung des Handlungsspielraums meint (vgl. Meyer- Drawe 2003), sind die Gestaltung der materialen Umwelt (multipel nutzbare Flächen und Materialien, spezifische Gerätschaften, Plätze für Rückzug und Gespräche) und eine flexible 6

7 und großzügige Zeitordnung sowie eine tolerante Aufsicht, die zwischen Gefährdung und Herausforderung zu unterscheiden vermag, entscheidende Faktoren für die Vielfalt an Bewegungserfahrungen und damit einhergehenden Kooperationen und Konfliktlösungen. Das Geschehen auf dem Schulhof stellt eine erstklassige Lerngelegenheit unter urbanen Bedingungen zwischen Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft dar.unter den Aspekten von Angebotsstruktur, Aneignungsaktivität und institutionellen Vorentscheidungen zeigen Peers systematisch unterschiedlichen Umgang mit Bewegungsmöglichkeiten in den Grenzund Pausensituationen der Schule. 2.3 Schlüsselszenen und Ankerbeispiele In der qualitativen Sozialforschung werden Abstraktionen von Codierungen verwendet, um unter einem Begriff das Besondere eines Falls schlaglichtartig erfassen zu können. Solche Schlüsselmetaphern, -texte, -symbole sind interpretationsabhängig und haben daher expliziten oder impliziten Bezug zu Konzepten. Für die vorliegende Studie ist daher anzugeben, dass nicht von völliger theoretischer Blindheit, sondern von theoretischer Sensibilität ausgegangen wird (Strauss & Corbin 1996). Beim Bemühen um maximale Offenheit im Feld und um Unvoreingenommenheit in der Analyse wurde in Anbetracht der Forschungsfragen besondere Aufmerksamkeit auf Habitualisierungsprozesse gelegt, also in theoretischer Hinsicht relevante Szenen schwerpunktmäßig betrachtet, während andere Aspekte (wie etwa Rivalitäten, Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern, Sportbezug der informellen Aktivitäten etc.) hier nicht im Zentrum des Interesses standen. Die bei Bourdieu (1976) zwar in ihren Resultaten erforschten generativen Habitus, die körperlich verankerte unbewusste Dispositionen meinen, wurden im Rahmen seiner Praxeologie nicht hinsichtlich der individuellen Genese als verkörperlichtem sozialen Gedächtnis (Reckwitz 2008, 49) beschrieben; die vorliegende Studie erhebt hier lediglich den Anspruch, einige Aspekte derartiger Vorgänge in Schulhofsituationen zu analysieren, damit aber eine Methode zur Verfügung zu stellen, die auf praxeologischer Basis einen neuen Blick auf Bewegungsaktivitäten (und Unterricht) installiert, der weitreichende Folgen für zukünftige Forschungen haben könnte, da sie die Fragen verändert, die überhaupt in der körperpädagogischen Forschung gestellt werden. Interpretiert werden dann konkrete Tätigkeiten als performedknowledge (Alkemeyer 2011, 51), die materielle und semantische Dimensionen umfassen (Volbers 2011, 201), aber nicht auf der Ebene sprachlich geäußerter Einstellungen verbleiben. Mit der Kamera beobachtete Phänomene sind immer schon szenisch kontextualisiert, intervenierende Bedingungen werden explizit gemacht und die Phänomene auf zugrunde liegende Handlungsstrategien befragt (vgl. Miethling& Krieger 2004, 31).Root metaphorsund keyscenarios (Ortner 1973) lassen sich in ethnographischer Tradition zur Darstellung relevanter Szenen benutzen; sie dienen der Veranschaulichung zentraler Aspekte von codiertem Interviewmaterial (Mayring 2010, Gläser-Zikuda 2011), was hier auf Videographie übertragen wird. Sie haben nicht den Anspruch, das gesamte jeweils betreffende Material in allen Aspekten zu repräsentieren, sondern dienen dazu, die im Vergleich der Schulen hervorstechenden Merkmale der Bewegungskulturen der Einzelschule greifbar zu machen. 10 Als Schlüsselmetapher wurden die Schulen mittels derjenigen Aktivitäten gekennzeichnet, die sich für sie als charakteristisch erwiesen hatte, d. h. die die Schule von den anderen unterschied: Stelzereien für Schule I stehen sinnbildlich für die in 7

8 unterschiedlichen Kontexten und Altersstufen auftretenden Grenzaktivitäten, die nicht als Regelverstoß disziplinarisch geahndet wurden; Wuselbild wurde für Schule II gewählt, die über eine riesige Variabilität von Spielformen verfügte, die häufig kooperativen und übenden Charakter aufwiesen; Wanderdünen -Aktivitäten (Rollen und Liegen) wurden für Schule III in Anbetracht ihrer Hanglage aufgrund der Selbsttitulierung übernommen, die von der Leitungsebene vor allem als Problem mit Regelungsbedarf und weniger als Chance wahrgenommen wurde; an Schule IV wurde die Aktivität des Steineklopfens (von den Schülern Steinzeitpulver genannt) ausgewählt, das von den Erstklässlern auf einen Teil der älteren Schülerschaft überging und wie auch bei den Tanzaktivitäten beider Geschlechter - für das Phänomen steht, das unterrichtliche Inhalte in den Pausen transformiert weiter bearbeitet werden, hier sichtbar als Nutzung der Bauphase mit ihren bemerkenswerten Impulsen für verschiedene Aktivitäten. Abb. 1: Umnutzung von Stelzen zu Stabsprung und Stockkampf an Schule I Da es hier um den Bezug auf Urbanität und Körperwissen gehen soll, wird die Stelzereien -Szene (Schule I) als dafür besonders geeignetes Ankerbeispiel unter dieser Perspektive betrachtet. 11 Nacheinander nutzen zwei Mädchen des Kids-Alters Stelzen zu komplexen Tätigkeiten, aber nicht zum Stelzenlaufen: Sportive Praktiken wie Stabdrehen, Speerwurf und Stabhochsprung auf die Tischtennisplatte werden damit geübt, die Stelzen aber auch genutzt um Stockkampf zu betreiben und sich drehend um die eigene Achse Platz zu verschaffen. Schließlich dient die Stelze als Mikrofon. Der Vergleich der Aktivitäten innerhalb einer komplexen Interaktionssequenz, die in ähnlicher Form, jedoch nicht in dieser Dichte mehrmals beobachtet wurde, zeigt die unterschiedlichen und doch aufeinander bezogenen Interaktionen der beiden Mädchen.Abb. 2 qualifiziert die Versuche hinsichtlich Zahl und Bewegung, Abb. 3 zeigt die zeitlichen Verhältnisse der Nutzungen. Die Aktivitäten verteilen sich dabei unterschiedlich auf die beiden Mädchen (rot/blau), die mit demselben Material, jeweils einer Stelze, und aufeinander bezogenen Interaktionen dennoch unterschiedlich agieren. Insgesamt hat H. durch das Kreiseln der Stelze um sich selbst wesentlich mehr defensive Anteile als die größere R., obwohl H. die Stockkampf-Nutzung einleitet, die von den Zuschauerinnen dann durch Anfeuerungsrufe angeheizt wird. 8

9 Abb. 2: Zahl der spezifischen (Um-)Nutzungen der Stelze R. nutzt die Stelze dabei häufiger als Werkzeug sportspezifischer Aktivitäten (Stabhochsprung, Speerwurf). Bereits geübte Skills wie das Drehen der Stelze als Stab um sich selbst werden im späteren Verlauf der Sequenz, die ohne Schnitt aufgezeichnet wurde, in neuem Interaktionskontext mit verändertem Sinn wieder aufgerufen. Das explorative Spiel führt insgesamt dazu, dass Bewegungen mit leicht veränderter Qualität in neuem Kontext ganz anderen Aufgaben dienen, zum Beispiel wird das selbstvergessene Springen in die Weite nachher zur gezielten Positionsveränderung in einem Als-ob-Kampf Setting angewendet. Das Vorhandensein der alten Stelzen, der freien Fläche und Tischtennisplatten-Podeste, der zeitliche und kontrollbezogene Freiraum setzt sie überhaupt erst dazu in die Lage, hier komplexe Fertigkeiten zu erwerben und mit veränderter interaktiver Bedeutung wieder transferiert anzuwenden. Im Sportunterricht wäre eine solche Sequenz kaum vorstellbar, die aber exemplarisch zeigt, dass Bewegungen Transferpotenzial haben, also meta-aktional sein können und auf noch nicht Gekonntes vorgreifen. Sie tun dies durch Begreifen des Grundmusters ohne motorische Perfektion (vgl. Dietrich 2008, 92). Auf gestischer Ebene erhalten Bewegungen hier die Funktion nonverbaler sozialer Interaktionssteuerung (vgl. im Detail Hietzge 2012a). Auch wenn hier keine bewusste sprachliche Reflexion stattfindet, so wird doch bereits eine Erweiterung des Handlungsspielraums erreicht, also Bildung im eigentlichen Sinne, die hier den Bereich des körperlichen Wissens (s. u.) betrifft. 9

10 Abb. 3 Anteilige Aktivitäten in der Sequenz in Sekunden Die beiden Mädchen im Alter von 10 Jahren 12 beschäftigen sich hier in einer geschlossenen Sequenz von knapp 4,5 Min. Dauer mit Bewegungsskripten, die definitiv nicht aus dem schulischen Sportunterricht heraus gekonnt, sondern vor allem aus dem Fernsehen bekannt sind und in diesen Szenen koordinativ erst angeeignet werden. Beginnt die eine mit einer neuen Technik, spiegelt oder konterkariert die andere die betreffende Handlung. Kennzeichnend ist dabei, dass ein großer Teil der Neustarts ohne sprachliche Vermittlung auf rein körperlicher Ebene organisiert wird (en détail vgl. Hietzge 2012a). Macht R. den ersten, leerlaufenden Versuch einer Stockkampfbewegung, nimmt R. dies kurz darauf auf, zuschauende Mädchen schalten sich anfeuernd ein, was H. nicht begeistert aufnimmt, dem Kampf aber zunächst nicht ausweicht, sondern ihn später in das Kreisen der Stelze um die eigene Körperlängsachse auflöst, was die Angreiferin auf Distanz hält. Bewegung wird hier durch die Umnutzung kindlichen Spielmaterials zum Feld der Aneignung von ihnen direkt nicht zugänglichen motorischen Mustern und symbolischer Teilhabe an einer medial repräsentierten Welt des Wettkampfs in Leichtathletik, Kampfsport und Deutschland sucht den Superstar. 13 Sie spielen, aber sie spielen Ernst in Machtbezügen (vgl. Erikson 1978). In der Sequenz wird insgesamt deutlich, dass Bewegungsmuster und Haltungen agiert und allmählich inkorporiert werden. Sportliche und popkulturelle Skripte werden genutzt, um zunächst ohne bewusste Reflexion 14 Handlungen, Haltungen und Interaktionsmuster auszuprobieren und abzustimmen, die subjektiv bedeutsam werden können. 3. Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Konstitution bewegungsbezogener konjunktiver Erfahrungsräume 10

11 3.1 Erfahrung, Habitus, Körper wissen In der Umgebung eines städtischen, sogar im zentralen Bereich versiegelten Schulhofs entwickeln Kinder, Kids und Jugendliche körperliche Strategien für offene Bewegungserfahrungen, die ganz anderen Zwecken dienen können, als im üblichen Horizont von Bewegungslernen und Erziehung angedacht. In der Tat könnte die beschriebene Szene eher Bestürzung auslösen über die versäumte Intervention aus Sicherheitsgründen - genau diesem Umstand verdanken aber die beiden Mädchen die Erweiterung ihres Handlungsspielraums und die Forscherin ihre spannendste Szenenfolge. Die videographische Dokumentation 15 eröffnet Detail-Einsichten in die Organisation bewegter Interaktionen. Da die beiden Mädchen sich im Zuge der Sequenz in ihrer Bewegungsausführung sichtlich koordinativ verbessern, steigt das Gefühl das Versuchte auch zu können. Im nächsten Schritt kann das Gekonnte nun verwendet werden, indem eine Bewegung in neuem Kontext verändert benutzt und mit zusätzlicher Bedeutung versehen wird. Gerade Mädchen, die sich häufig in Randzonen des Schulhofs aufhalten (Diketmüller/Studer 2007) und mit ansteigendem Alter milieuabhängig eher passiv (Frohn 2007), spricht die Szene Bände über die Sehnsucht nach mehr aufregenden Bewegungserfahrungen. Im Laufe des Lebens festigen sich körperliche Dispositionen, die Zeit des Heranwachsens trifft die Personen noch plastisch. Der Habitus als zugleich strukturierende und strukturierte Struktur (Bourdieu 1972) wird über Aneignungsprozesse (re)konstruiert, kognitive Strukturen auf der Basis von Verkörperung an die Umwelt angepasst. Hier entscheidet sich viel über die Zukunftsmöglichkeiten der Heranwachsenden; im Prozess der Subjektivierung (Reckwitz 2008) hat der einzelne kaum eine Alternative dazu, als Produkt dieses sozial bestimmten Prozesses der Selbstherstellung zu agieren (Bourdieu 2001), dies allerdings aktiv! Das Konzept des körperlichen Wissens erlaubt es, Habitualisierungsprozesse nachzuzeichnen, nach denen man nicht sinnvoll fragen kann, weil sie notwendigerweise zunächst unbewusst ablaufen, was Polanyi stringent begründet (1966). Diese Art des Wissens, die mit dem Begriff knowing als Alternative zu dem des knowledge bei Polanyi noch tentativ gefasst ist, betrifft u. a. die Angemessenheit von körperlichem Verhalten, die selbstverständliche Strukturierung von Interaktionen, die Verlässlichkeit der Reaktionen. Dieses Wissen ist implizit in unserem Handeln verortet (Schön 1983) und nur da analysierbar. Vorwiegend psychometrische Standards an die betreffende Forschung anzulegen, verhindert also die Produktion von Wissen über körperliches Wissen, da es auf dieser Ebene nicht gefunden werden kann. Die Kategorie des körperlichen Wissens wurde zunächst aus wissenssoziologischer Perspektive in die Diskussion eingebracht (Knoblauch 2005, Hirschauer 2008, Keller/Meuser 2010) und wurde in der Tanzforschung mit etwas anderem Akzent schon länger verfolgt (vgl. Klinge 2011). Im systematischen Bezug auf Polanyi (1966), Schön (1983), Schatzky (1996), Nöe (2004), Caiani (2010) u. a. ist es allerdings möglich, den Bezug zu Bourdieus Habitus- Theorie einerseits, zur Philosophie der Kognition andererseits herzustellen, was das Konzept auch für Naturwissenschaftler akzeptabel machen kann. Deren Wissensbegriff ist gegenüber der philosophischen Tradition gewissermaßen tiefergelegt, er zielt auf vorsprachliche Kompetenzen, denen gegenüber das 11

12 auskunftsfähige Wissen nur eine Restgröße darstellt. Diese körpersoziologisch begründete Verschiebung des Wissensbegriffs eröffnet die Frage, wie etwas überhaupt gewusst wird. ( ) Ich gehe dabei davon aus, dass kulturelles Wissen in unterschiedlichen Aggregatzuständen existiert, eben auch als implizites Wissen oder habituelles Können, als epistemische Hybride (Hirschauer 2011, 90f). Damit könnte es gelingen, die tastenden Aussagen der phänomenologischpädagogischen Traditionen schrittweise zu konkretisieren. Sedimente verkörperter Erfahrung bilden das Grundgerüst der semantischen Einheiten, auf die sich Sprache dann beziehen kann (Caiani 2010); erst mit der sprachlichen Verknüpfung mit diskursiver Symbolik wird dann bewusste Verarbeitung möglich. Ihre Basis ist und bleibt: die körperliche Erfahrung. Zuzulassen, dass diese in innerstädtischen Räumen eingeschränkt und durch Fitnesstrainings ersetzt wird, verkennt die entscheidende Wichtigkeit der Qualität des Bewegens auch wenn gegen eine gute körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit nichts einzuwenden ist, nur ist das im Hinblick auf Bildung nicht des Pudels Kern. 3.2 Subjektivierung und Qualitäten des Bewegens Auf der Suche nach der zentral wichtigen sportpädagogischen Rechtfertigung, die der Marginalisierung von Bewegung in der Schule entgegengesetzt werden könnte, gilt noch immer Entwicklungsförderung bzw. Persönlichkeitsentwicklung als der kompromissfähige Kandidat. Zu bedenken ist hier allerdings die Nähe zu belasteten Diskursen wie dem der Charakterbildung durch Sport, die empirisch nicht zu stützen waren. Die Theorie der Subjektivierung hilft hier weiter und füllt die Lücke zwischen der soziologischen Habitus- Theorie Bourdieus und dem Gewinn, der Notwendigkeit und Unausweichlichkeit des Einlebens in gegebene Verhältnisse mit geringem Spielraum, die anstelle einer mechanistischen Vorstellung der Selbstreproduktion des Sozialraums treten können. Wenn vom Subjekt die Rede ist, muss noch immer klargestellt werden, dass es sich nicht um den Subjektbegriff der klassischen Subjektphilosophie handelt, in der das Subjekt als irreduzible Instanz aufgefasst ist. Eben so wenig ist er mit dem Identitätsbegriff deckungsgleich, sondern geht über diesen hinaus (Reckwitz 2008, 17) und integriert Körper, Psyche und implizites Wissen in Verbindung mit dem sozialen Raum. Praktiken unter dem Subjektaspekt zu betrachten, bedeutet zu fragen, ( ) welche Dispositionen eines zugehörigen Subjekts sie nahe legen und über welche Wege ihnen diese Modellierung eines entsprechenden Körpers, eines Wissens und einer Psyche gelingt. Subjektformen sind kulturelle Typisierungen ( ) und zugleich Muster des Erstrebenswerten für den einzelnen (Reckwitz 2008, 135; 140). Die Frage nach dem Subjekt ist der Subjektphilosophie also diametral entgegengesetzt (Bourdieu 1997, 165). Körper sind dabei deshalb relevant, weil sie den regelmäßigen Eindrücken aus der Umwelt unmittelbar und langfristig ausgesetzt sind. Sie erwerben ein harmonisiertes System von Dispositionen (ebd., 174). Noch weit ab von jeder bewussten Erfassung werden die Strukturen in körperlicher Erkenntnis der Welt einverleibt. Das Interagieren auf dem Schulhof ist nur ein kleiner, aber an der Grenze von formeller Unterrichtung und informellem Agieren angesiedelter Bereich, in dem Kompromisse zwischen den Vorerfahrungen der Heranwachsenden und erzieherischen Einflussnahmen durch die vermittelnden Inszenierungen der Gleichaltrigenkultur geschlossen und aufgeführt werden veritable Laboratorien körperlicher Weltaneignung. Die Kontingenz der 12

13 Anforderungsstrukturen dieser Umwelt nimmt Einfluss auf die Aneignungsmöglichkeiten in Bezug auf Geschlechterverhältnisse, Bewegungsgewohnheiten, Körperstilisierungen etc. Es lohnt daher, sie auf ihren pädagogischen Gehalt zu befragen und schulische Umwelten so zu gestalten, dass sie Möglichkeiten aufschließen, statt sie zu verhindern. Umgekehrt werden im performedknowldge (Alkemeyer 2011, 51) stumme Kompetenzen sichtbar und wechselseitig imitierbar ein solcher Prozess war im verhandelten Beispiel ersichtlich. Die Sportpädagogik ist ansteigend mit Gesundheits- und Fitnessdiskursen befasst, was zwingende volkswirtschaftliche Gründe unter sedentären Lebensbedingungen hat. Subjekte nehmen sich als attraktiv war und fühlen sich wohl im Einklang mit den akzeptierten Schönheitsidealen, wenn sie ihnen entsprechen und dafür das Erforderliche tun. Jedoch sollte dies nicht dazu führen, die Perspektive der Qualitäten des Bewegens zu vernachlässigen. Für Prozesse der Subjektivierung, die in ihrer strukturellen Ähnlichkeit in Milieus soziale Segregation (re-)produzieren, aber auch individuelle Verortung ermöglichen, ist das Zeigen (vgl. Alkemeyer2011) von Zugehörigkeit und Besonderheit zentral. Volbers (2011) sieht in situierten Sequenzen von Aktionen wie sie in der oben vorgestellten Szene vorliegt daher den Hauptfokus der Forschung. Die beiden Mädchen zeigen sich selbst und sich gegenseitig (und erst in zweiter Linie den mit wechselnder Aufmerksamkeit zuschauenden anderen beiden Mädchen) ihre sportiven Zitate, ihr einnehmendes räumliches Verhalten, und definieren sich dadurch auf bestimmte Weise: aktiv, raumgreifend, kämpferisch, sportlich, mutig, geschickt, kompetitiv sie trauen sich etwas zu, ermächtigen sich selbst (vgl. Villa 2008), auch wenn sie dabei auf mediales und sportives Bewegungsvokabular zurückgreifen (vgl. Butler in Reckwitz 2008, 89). 4. Folgerungen für eine sozialwissenschaftlich inspirierte Körperpädagogik unter Bedingungen ansteigender Urbanisierung 4.1 Urban Body Education Urban Education war das Thema der letzten EERA-Konferenz in Berlin im September 2011, die auf weltweite Entwicklungen reagiert hat. Urban Education bezieht sich zunächst auf Wandlungsprozesse in den USA, wo Schwarze und Latinos in die städtischen Zentren migrierten, die wohlhabende weiße Bevölkerung aber in die gediegenen Randbezirke auswich. Urban Education fokussiert daher auf die Konzentration von Problemen: Armut, fehlende Chancen, fehlende Ressourcen im Schulsystem, Marginalisierung, Migration. Die Zahl der Kinder, die sich in dieser Situation befinden, wird größer - und sie sind unsere Zukunft. 16 Die Diskussion um die (Aus)Bildung von Kindern mit diversen kulturellen Hintergründen deckt habituell noch immer vorhandene Diskriminierung auf. Vom Sport hier körperlich selbstverständliche Integration zu erwarten, war ein Fehlschluss (vgl. Bröskamp1994), was nicht heißt, dass Körperpädagogik sich darum nicht zu kümmern hätte. Ein türkisch- und ein syrisch-stämmiges Mädchen haben hier den Schulhof genutzt, um geschützt und ungestört einen Teil der globalen Körperkultur auszuprobieren, und haben dabei eine aktive und dominierende Rolle spielerisch inkorporiert. Der Schulhof bot Gelegenheit, sonst evtl. nicht zugängliche Erfahrungen machen zu können und damit den Handlungsspielraum auch unter sonstigen Benachteiligungsbedingungen zu erweitern; immer ist es ein Gerät oder ( ) ein Ausschnitt der Umwelt, der als Widerstand wahrgenommen wird ( ) (den ) die Kinder suchen, um es zu überwinden (Dietrich 2008, 85), was als zentral für Identitäts-Konstitution anzusehen ist. Die Chancen zu erhalten, 13

14 Spielideen und Bewegungsgrundmustern ohne Anspruch auf motorische Perfektion zu erfassen, ist für zukünftige Bewegungspädagogik eine zentrale Aufgabe. Hierbei spielen funktional offene, öffentliche Zwischenräume urbaner Stadtgestalten eine große Rolle, die sich als Netze von Schulhöfen, Parks, Brachen und Trampelpfaden vorstellen lassen. Bildungssysteme müssen auf die veränderten Bedingungen des Auswachsens in Anbetracht von Urbanisierung und Globalisierung reagieren. Dazu gehören neben Evaluationen, Leistungsbewertung und lokaler Schulentwicklung - auch Standards für die räumliche Ausstattung und zeitliche Organisation von Schulen als Lebensraum, der Kindern unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft vielfältige, eben auch körperliche Erfahrungsmöglichkeiten bietet und ihnen auf diese Weise Wertschätzung entgegen bringt (vgl. Overwien 2009). Kinder müssen Erfahrungen machen dürfen, die nicht vorarrangiert sind, sondern in informellen Szenarien Erfahrungslernen und implizites Lernen ermöglichen und so Neugier wecken. Die bauliche Grundausstattung vieler innerstädtischer Schulen ist davon denkbar weit entfernt und stellt keine materialen Anforderungsstrukturen bereit, die eine solche Aufforderung zur aktiven Aneignung übermitteln. Gerade dort, wo alternative Erfahrungsmöglichkeiten fehlen, müssten also die Schulen dies leisten meist verhält es sich so gerade nicht. Zusätzliche Hindernisse durch übersichernde Regelungen sind dazu angetan zu verhindern, dass die noch gegebenen kreativen Potenziale genutzt werden: selbstorganisierte körperliche Lernprozesse werden damit verhindert, wo auf der anderen Seite zu sportlicher Betätigung verpflichtet wird. Während R. beim Stabspringen intoniert Jetzt fehl n mir nur noch Flügel, wird ein Teil der gerade gemachten Erfahrung ins Bewusstsein geholt und damit konstatiert, was hier gelernt wurde: Selbstvertrauen, Körperbewusstsein, Lust auf mehr. Diese Erfahrung muss auf der Basis körperlicher Sinneswahrnehmungen und Selbstsensation gemacht worden sein, um mehr davon wollen zu können. 4.2 Den Legitimationsdiskurs verändern! Als letzten Punkt in der vorliegenden Argumentation für eine körperpädagogisch aufmerksame Urban Education innerhalb der Schul- und Sportpädagogik möchte ich den noch immer unter der Empfindung von Legitimationsdruck stehenden Diskurs ansprechen, der sich ansteigend auf instrumentalisierende, aber politisch durchsetzungsfähige Aspekte wie Fitness, Gesundheit, Leistung oder soziales Lernen einzuschränken droht. Wenn Körperpädagogik, für die vor allem die Sportwissenschaft zuständig ist, diese Legitimationen wählt, kann das probat sein, sachlich richtig und langfristig überzeugend wäre jedoch eine auf die Qualitäten des Bewegens abzielende Argumentation, die aus dem Gegenstand selbst ihren Sinn bezieht. Bewegung ist unabdingbar für Prozesse der Subjektivierung und Selbstsozialisation. Fertigkeitsorientierte Kompetenzmodelle für den Sport greifen also zu kurz, sondern müssten auf Körperwissen abzielen, was konditionelle Fähigkeiten, koordinative Fertigkeiten, tacticalawareness etc. beinhaltet, sich aber nicht darin erschöpft, sondern Gestaltung explorativer Situationen und Transferprozesse einbezieht. Dies formuliert einen neuen Fokus innerhalb der Sportpädagogik, der schulpädagogisch interessant ist. Erreichte Fähigkeiten, Fertigkeiten und komplexe Kompetenzen müssten dann an der vorhandenen raum-zeitlichen Infrastruktur gemessen und diese auf den Prüfstand gestellt werden. 14

15 5. Quellenangaben Alkemeyer, T. (2010): Auf den Spielfeldern der Subjektivierung, Einblicke Forschungsmagazin der Universität Oldenburg 52. URL: [Zugriff am ] Alkemeyer, T. (2011): Bewegen und Mitbewegen. In: Schmidt, R./Stock, W-M./Volbers, J. (Hg.), Zeigen. Dimensionen einer Grundtätigkeit (44-72). Göttingen Alkemeyer, T. (2006): Lernen und seine Körper. In: Friebertshäuser, B./Rieger-Ladich, M./ Wigger, L. (Hg.). Reflexive Erziehungswissenschaft ( ). Wiesbaden Ariès. P. (1978): Geschichte der Kindheit. München Becker, G./Bilstein, J./Liebau, E. (Hg.) (1997): Räume bilden. Donauwörth Bilden, H. (1991): Geschlechtsspezifische Sozialisation. In: Hurrelmann, K. (Hg.), Handbuch Sozialisationsforschung ( ). Weinheim Bindel, T. (2010): Informelles Lernen im selbstorganisierten Sport: eine Studie zur sozialen Regulierung informeller Sportgruppen im Jugendalter. In: Neuber, N. (Hg.), Informelles Lernen im Sport ( ). Wiesbaden, Blinkert, B. (1986):Zerstörte (?) Stadt - Zerstörte Kindheit? In: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (Hg.),Im Interesse der Kinder: Wohnumfeldverbesserung ist aktiver Kinder- und Jugendschutz (9-28). Bonn Böhm, G. (1986): Der stumme Logos. In: A. Métreaux/B. Waldenfels (Hg.), Leibhaftige Vernunft ( ). München Böhme, J. (Hg.) (2009): Schularchitektur im interdisziplinären Diskurs. Wiesbaden Böhnisch, L. (1997): Sozialpädagogik der Lebensalter. Weinheim Bourdieu, P. (1974): Zur Soziologie der symbolischen Formen. Frankfurt/M. Bourdieu, P. (1976): Entwurf einer Theorie der Praxis. Frankfurt/M. Bourdieu, P. (2001): Meditationen. Frankfurt/M. Breidenstein, G./Prengel, A. (Hg.) (2005): Schulforschung und Kindheitsforschung ein Gegensatz? Wiesbaden. Bröskamp. B. (1994): Körperliche Fremdheit. St. Augustin Bronfenbrenner, U. (1993):Die Ökologie der menschlichen Entwicklung: Natürliche und geplante Experimente. Frankfurt/M. Caiani, S. Z. (2010): Enacting Communication. Evidence Supporting an Embodied Theory of Language.Rivistaitalianafilosofia del linguaggio 2,

16 Coelen, Th. (Hg.) (2008): Grundbegriffe Ganztagsbildung: Das Handbuch. Wiesbaden: VS. Deinet, U. (2003):Der Sozialraum. Aneignungs- und Bildungsraum für Kinder und Jugendliche. In: Das Baugerüst, 55 (1), Deinet, U./Reutlinger, Ch. (Hg.) (2004): Aneignung als Bildungskonzept der Sozialpädagogik. Wiesbaden Derecik, A., (2011): Der Schulhof als bewegungsorientierter Sozialraum: Eine sportpädagogische Untersuchung zum informellen Lernen in Ganztagsschulen. Aachen Dietrich, K. (2008): Bewegungsförderung in gestaltbaren Umwelten. In: Funke-Wieneke, J./ Klein, G. (Hg.), Bewegungsraum und Stadtkultur (75-97). Bielefeld Diketmüller, R./Studer, H. (2007). Schulfreiräume Orte der Verhandlung von Geschlechterverhältnissen. Schule & Sportstätte 42 (3), Dohmen, G. (2001): Das informelle Lernen. Die internationale Erschließung einer bisher vernachlässigten Grundform menschlichen Lernens (BMBF). Bonn Ecarius. J./Löw, M. (1997): Raumbildungen Bildungsräume. Über die Verräumlichung sozialer Prozesse. Opladen Entwistle, H. (2011): Education andthe Urban Crisis. Abingdon Erikson, E. (1978): Kinderspiel und politische Phantasie. Frankfurt/M. Friebertshäuser, B./Rieger-Ladich, M./Wigger, L. (Hg.) (2001): Reflexive Erziehungswissenschaft. Wiesbaden Forster, J. (2000): Räume zum Lernen und Spielen. Untersuchungen zum Lebensumfeld Schulbau. Berlin Frohn, J. (2007):Mädchen und Sport an der Hauptschule: Sportsozialisation und Schulsport von Mädchen mit niedrigem Bildungsniveau. Baltmannsweiler Gläser-Zikuda, M. (2011): Empirische Bildungsforschung. Qualitative Auswertungsverfahren. Berlin Hengst, H./Kelle, H. (Hg.) (2003): Kinder Körper Identitäten. Weinheim: Juventa. Hietzge, M. (2012a):Fundamental corporal competences. In: A. Kraus (Hg.), Tacit Dimensions of Pedagogical Practices. Münster (im Druck). Hietzge, M. (2012b):Subjektivierung durch bewegungskulturelle Praktiken. In: N. Schroer/S. Kreher/A.Poferl /V. Hinnenkamp (Hg.), Ethnographie und Lebenswelt. Essen (im Druck) Hietzge, M. (2010a):Heterogene Bewegungskulturen auf Schulhöfen, meta-aktionale Inszenierungen und konforme Aktionismen. In: P. Böcker/R. Laging (Hg.), Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule ( ).Baltmannsweiler. 16

17 Hietzge, M. (2010b): Von der Bildinterpretation zur Videografie nur ein Schritt? Forum Qualitative Sozialforschung, 11 (1), Art. 11, fqs Hietzge, M. (2009):Die Interpretation des Visuellen. Videographische Methodenkonzepte. In: Leipziger sportwissenschaftliche Beiträge51(1), Hildebrandt-Stramann, R. (2010): Zeit- und Raumkonzepte in der bewegten Ganztagsschule. Baltmannsweiler Hirschauer, S. ( 2008): Körper macht Wissen - Für eine Somatisierung des Wissensbegriffs. In: Wetterer, A. (Hg.), Geschlechterwissen und soziale Praxis. Theoretische Zugänge empirische Erträge (82-95). Königstein Hirschauer, S. (2011): Sei ein Mann! Implizites Zeigen und praktisches Wissen. In: R. Schmidt/W. Stock/J. Volbers (Hg.), Zeigen (89-104). Bielefeld Holzkamp, K. (1993): Lernen. Subjektwissenschaftliche Grundlegung. Frankfurt/M. IBA Hamburg (Hg.) (2009): Metropole: Bilden. Berlin Idel, T./Reh, S./Fritzsche, B. (2009): Ganztagsschule als symbolische Konstruktion. Wiesbaden. Kade, J./Seitter, W. (1999): Aneignung, Vermittlung und Selbsttätigkeit. In: Arnold, R./Gieseke, W. (Hg.). Die Weiterbildungsgesellschaft, Bd. 1 (32-45). Luchterhand Kauke, M. (1995): Kinder auf dem Pausenhof. In: Behnken, I./Jaumann, O. (Hg.), Kindheit und Schule (51-62). München Weinheim Keller, R./Meuser, M. (Hg.) (2010): Körperwissen. Wiesbaden Kleine, W./Podlich, C. (Hg.) (2003): Kinder auf der Straße. Bewegung zwischen Begeisterung und Bedrohung. St. Augustin Klinge, A. (2011): Körperwissen eine vernachlässigte Dimension.http://www-brs.ub.ruhruni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/KlingeAntje/diss.pdf [Zugriff am 10. November 2011] Kottmann, L./Küpper, D. (2004): Informelles Sporttreiben in der Institution Schule. In:Balz, E./Kuhlmann, D. (Hg.), Sportengagements von Kindern und Jugendlichen ( ). Aachen Krappmann, L./Oswald, H. (1995): Alltag der Schulkinder. Weinheim Kraus, A. (Hg.) (2008): Körperlichkeit in der Schule - Aktuelle Körperdiskurse und ihre Empirie. Band I. Oberhausen Krüger, H.-H. et. al. (2011): Jüngere Jugendliche und ihre Peers. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 2, Laging, R./Stobbe, C. (2009): Schulporträts als Beratungszugang zur Entwciklung von bewegungsorientierten Ganztagsschulen. In: M. Hietzge/N. Neuber (Hg.), Schulinterne 17

18 Evaluation. Impulse zur Selbstvergewisserung aus sportpädagogischer Perspektive ( ). Baltmannsweiler Laging, R./Derecik, A./Riegel, K./Stobbe, C. (2010): Mit Bewegung Ganztagsschule gestalten. Beispiele und Anregungen aus bewegungsorientierten Schulportraits (StuBSS). Baltmannsweiler Langer, A./Richter, S./Friebertshäuser, B. (Hg.) (2010): (An)Passungen. Körperlichkeit und Beziehungen in der Schule - ethnographische Studien. Baltmannsweiler Lefebvre, H. (1991): The Production of Space.Oxford Lenzen, D. (1989): Kindheit. In: ders. (Hg.), Pädagogische Grundbegriffe Bd. 2. Reinbek Liebau, E. (2006): Der Störenfried. Pädagogen Bourdieu nicht mögen. In: Friebertshäuser et. al., Reflexive Erziehungswissenschaft (41-58). Wiesbaden Lindner, W.(2004): Jugendliche in der Stadt. In: W. Helsper/B. Stelmaszyk (Hg.), Schule und Jugendforschung zum 20. Jh. (24-39). Wiesbaden Lynch, K. (1987): The hidden curriculum. Reproduction in education. London Mayring, Ph. (2010): Qualitative Inhaltsanalyse. In: Handbuch der qualitativen Forschung in der Pschychologie, Hg. G. Mey/K. Mruck. Wiesbaden, Meuser, M. (2001): Repräsentationen sozialer Strukturen im Wissen: Dokumentarische Methode und Habitusrekonstruktion. In: Bohnsack, R./Nentwig-Gesemann, I./Nohl, A. (Hg.), Die dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis ( ). Opladen Meyer-Drawe, K. ( 2003): Lernen als Erfahrung. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 4, Miethling, W. /Krieger, C. (2004): Schüler im Sportunterricht. Schorndorf Muchow, M./Muchow, H. (1998): Der Lebensraum des Großstadtkindes. (Hg.) J. Zinnecker (1935). Weinheim Neuber, N. (Hg.) (2010): Informelles Lernen im Sport. Beiträge zur allgemeinen Bildungsdebatte. Wiesbaden. Nöe, A. (2004): Action in Perception. Massachusetts Nissen, U. (1998): Kindheit, Geschlecht und Raum. Sozialisationstheoretische Zusammenhänge geschlechtsspezifischer Raumaneignung. Weinheim Ortner, S. (1973): On Key Symbols. American Anthropologist 75, Overwien, B. (2009): Schulorte und Raumgefüge informellen Lernens. In: J. Böhme (Hg.), Schularchitektur im interdisziplinären Diskurs (42-57). Wiesbaden Overwien, B. (2010): Zur Bedeutung informellen Lernens. In: Neuber, N. (Hg.), Informelles Lernen im Sport (35-51). Wiesbaden 18

19 Polanyi, M. (1966): The Tacit Dimension. New York Reckwitz, A. (2008): Subjekt. Bielefeld Rittelmeyer, C. (1994): Schulbauten positive gestalten. Wiesbaden Berlin Rohrer, T. (2007): The Body in Space: Embodiment, Experientialism and Linguistic Conceptualization. In: Ziemke, T./Zlatev, J./Frank, R. /Dirven, R. (Hg.). Body, Language andmind, Bd. 1 ( ). Berlin Rolff, H. (2001): Bildung im Zeitalter von Wissensproduktion und Individualisierung. Bad Heilbrunn Schatzki, Th. (1996):Social Practices. Cambridge: University Press. Schön, D. (1983): The Reflective Practitioner. New York: Basic Books. Simms, E. (2008a): Children`s Lived Spaces in the Inner City. The Humanistic Psychologist 36, Simms, E. (2008b):The Child in the World. Embodiment, Time and Language in Early Childhood.Detroit: Wayne State University Press. Stibbe, G. (2004): Schulsport und Schulprogrammentwicklung. Aachen Strauss, A./Corbin, J. (1996): GroundedTheory. Weinheim Tervooren, A. (2001): Pausenspiele als performative Kinderkultur. In: Wulf, Ch. et. al. (Hg.), Das Soziale als Ritual ( ): Opladen Thiele, J. (2008): Das Schulsportportrait als Instrument im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen. In:Miethling, W./Schierz, M. (Hg.), Qualitative Forschungsmethoden in der Sportpädagogik (89-113). Schorndorf Trommsdorff, G./Behnken, I. (Hg.) (1989): Sozialisation im Kulturvergleich. Stuttgart Villa, P. (2008): Habe den Mut, dich deines Körpers zu bedienen! Thesen zur Körperarbeit in der Gegenwart zwischen Selbstermächtigung und Selbstunterwerfung. In: dies. (Hg.), Schön normal. Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst ( ). Bielefeld Volbers, J. (2011): Diesseits von Sagen und Zeigen. Eine praxistheoretische Kritik des Unsagbaren. In: Schmidt, R./Stock, W.-M./Volbers, J. (Hg.), Zeigen - Dimensionen einer Grundtätigkeit ( ). Göttingen Wagner, B. (2000): Raumerfahrung in der modernen Kindheit. Verhäuslichung, Verinselung, Institutionalisierung. München Wagner-Willi, M. (2005): Kinder-Rituale zwischen Vorder- und Hinterbühne: Übergänge von Pause zu Unterricht. Wiesbaden Waldenfels, B. (1980): Der Spielraum des Verhaltens. Frankfurt: Suhrkamp. Westphal, K. (2007): Orte des Lernens. Beiträge zu einer Pädagogik des Raumes. Weinheim 19

20 Woock, H./Miller, R. (1970): Social Foundations of Urban Education.Dryden Zeiher, H. (1983): Die viele Räume der Kinder. Zum Wandel räumlicher Lebensbedingung seit In: U. Preuss-Lausitz (Hg.), Kriegskinde, Konsumkinder, Krisenkinder ( ). Weinheim Zeiher, H./Zeiher, H. (1994): Orte und Zeiten der Kinder. Soziales Leben im Alltag von Großstadtkindern. Weinheim Zinnecker, J. (1978): Recherchen zum Lebensraum des Großstadtkindes. In: Muchow, M/Muchow, H., Der Lebensraum des Großstadtkindes (1-62). Weinheim Zinnecker, J. (1990): Sportives Kind und jugendliches Körperkapital. In: Neue Sammlung, 30 (1990) 4, Zinnecker, J. (2004): Konkurrierende Modelle von Kindheit in der Moderne. In: Geulen (Hg.), Sozialisationstheorie interdisziplinär ( ). Stuttgart 1 Vgl.Volbers (2011) in Bezug auf Böhms Kritik am Logozentrismus (1986). 2 Liebau (2006) macht prinzipiell deutlich, wie trotz gegebener Skepsis vieler Erziehungswissenschaftler Bourdieu gegenüber dieser Bezug lohnt. 3 Zugriff am Dietrich (2008) begründet dies detailliert mit Verweisen auf Piaget, Ciompi, Bronfenbrenner etc., lehnt aber unerfindlicher Weise das Aneignungskonzept ab (2008, 77). 5 Zugriff am letzter Zugriff am Durchgeführt im Rahmen der Studie zur Entwicklung von Bewegung, Spiel und Sport an der Ganztagsschule der Universität Marburg (StuBSS), letzter Zugriff am Mit videoelicitation bzw. stimulatedrecall in psychologischer Forschungstradition- ist die Konfrontation mit videographisch dokumentierten eigenen oder Peergroup-Aktivitäten gemeint, die kommentiert werden sollten und zu denen halb-strukturierte Gruppeninterviews geführt wurden. Genauere Darstellungen zur Methode finden sich in Hietzge (2009, 2010b). 10 Der frühe Vergleich ist ein Kennzeichen der dokumentarischen Methode, die von Bohnsack entwickelt und auf Bild- und Videoanalyse übertragen wurde (vgl. Anm. 8): Bohnsack, R. (2009), Qualitative Bild- und Videointerpretation. Opladen Farmington Hills. Die umfassende Darstellung würde hier den gegebenen Platz übersteigen. 11 Die Stelzereien-Szene wird zum Gegenstand einer interdisziplinären Publikation, an der WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln an demselben Material die Besonderheiten ihrer Umgangsweise mit videographischer Forschung deutlich machen: Hietzge, M. (Hg.) (2012). Seen from different perspectives.interdisziplinärevideoanalyse. Opladen Farmington Hills: Barbara Budrich (forthcoming). 12 Das größere Mädchen mit den ausladenden und etwas aggressiveren Aktivitäten ist möglicherweise 1 Jahr älter; es besteht Migrationshintergrund, als Geburtsdatum ist der 1.1. angegeben. 13 Vgl. L. Schindler (2011), Kampffertigkeit. Eine Soziologie praktischen Wissens. Stuttgart. 14 Kaum ein anderes Kind sagte zu seinen Aktivitäten so wenig wie diese beiden, kaum ein anderes agierte derart intensiv. 15 Die Szene wird als Flash-Video auf den Seiten der PH Freiburg demnächst einsehbar sein: https://www.phfreiburg.de/institut-fuer-alltagskultur-bewegung-und-gesundheit/fachrichtungen/sport/mitglieder.html, bitte auf Homepage-Link von Maud Hietzge klicken. 16 Vgl. Podcast des City Club of Cleveland von Emma Fraser-Pendelton, Turnaround-Projektmanagerin: Zugriff am

Spezielle wissenschaftliche Arbeitsmethoden

Spezielle wissenschaftliche Arbeitsmethoden Prof. Dr. Ralf Laging Einführung in die speziellen wissenschaftlichen Arbeitsmethoden Vorlesungsteil 1 Spezielle wissenschaftliche Arbeitsmethoden Einführung in forschendes Arbeiten Worum es in diesem

Mehr

Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld

Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld Auswirkungen von Alleinerziehung auf Kinder in prekärer Lage - 1 - Einleitung Der Familienstatus Alleinerziehung

Mehr

Handlungsansätze und Bedarf im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit

Handlungsansätze und Bedarf im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Gesundheitsförderung im Stadtteil Handlungsansätze und Bedarf im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit SenAFGJS Bremen, 400-42 1 Wie handelt die Jugendarbeit? Es gibt nicht die Kinder und Jugendlichen.

Mehr

Master of Science (MSc) der Erziehungswissenschaften. 90 oder 120 ECTS-Punkte

Master of Science (MSc) der Erziehungswissenschaften. 90 oder 120 ECTS-Punkte Master of Science (MSc) in Erziehungswissenschaften 90 oder 120 ECTS-Punkte Dieses Masterprogramm richtet sich an Studierende, welche sich für Rolle und Funktion von Erziehung und Bildung in einer sich

Mehr

Standpunkt Medienbildung. Grundschulkinder bei der Mediennutzung begleiten. und innovative Lernpotenziale in der Grundschule nutzen

Standpunkt Medienbildung. Grundschulkinder bei der Mediennutzung begleiten. und innovative Lernpotenziale in der Grundschule nutzen Standpunkt Medienbildung Grundschulkinder bei der Mediennutzung begleiten und innovative Lernpotenziale in der Grundschule nutzen Zur Lage Kinder erschließen sich die Welt zu großen Teilen mit und durch

Mehr

Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder

Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder 1 2 3 Die Quantitative und Qualitative Sozialforschung unterscheiden sich bei signifikanten Punkten wie das Forschungsverständnis, der Ausgangspunkt oder die Forschungsziele. Ein erstes Unterscheidungsmerkmal

Mehr

Lehrveranstaltungen zum Modul roo 2-11 (rk 2-11, re 2-11, ro 2-11) Unterrichts- und Schulforschung

Lehrveranstaltungen zum Modul roo 2-11 (rk 2-11, re 2-11, ro 2-11) Unterrichts- und Schulforschung Lehrveranstaltung: EW 1 Zur bildungstheoretischen Diskussion und ihre Relevanz für die Unterrichtsgestaltung reflektieren den Begriff Bildung und kennen unterschiedliche Bildungstheorien (W1) wissen um

Mehr

B.A. Sozialwissenschaften. Reiseführer durch das Pflichtmodul 5: Methoden der empirischen Sozialforschung

B.A. Sozialwissenschaften. Reiseführer durch das Pflichtmodul 5: Methoden der empirischen Sozialforschung B.A. Sozialwissenschaften Reiseführer durch das Pflichtmodul 5: Methoden der empirischen Sozialforschung Modulverantwortung Modulverantwortlich für die Methoden der empirischen Sozialforschung in Marburg

Mehr

Kindheit braucht Familie

Kindheit braucht Familie em. Prof. Dr. Richard Münchmeier Freie Universität Berlin Kindheit braucht Familie 50 Jahre Albert-Schweitzer Schweitzer- Kinderdorf in Berlin 10. September 2010 1. Was wissen wir über Kindheit und Aufwachsen

Mehr

Elternmitwirkung so gelingt sie!

Elternmitwirkung so gelingt sie! Elternmitwirkung so gelingt sie! Die Haltung Eine wertschätzende Haltung der Eltern den Lehrpersonen und umgekehrt der Lehrpersonen den Eltern gegenüber ist eine wichtige Grundlage für eine wertvolle Zusammenarbeit

Mehr

Sicherheit als mediales Konstrukt.

Sicherheit als mediales Konstrukt. Gerhard Vowe, Universität Düsseldorf Sicherheit als mediales Konstrukt. Sicherheitswahrnehmung aus Sicht der Kommunikationswissenschaft Beitrag zum Workshop der Arbeitsgruppe 1 Sicherheitswahrnehmungen

Mehr

Erziehungswissenschaft

Erziehungswissenschaft Erziehungswissenschaft im BA Sozialwissenschaften IfE Institut für Erziehungswissenschaft Waldweg 26 37073 Göttingen Hochhaus, 4. bis 8. Etage Thomas Göymen-Steck Studiengangsbeauftragter IfE Institut

Mehr

Lehren in der Weiterbildung. Eine Befragung der Lehrenden zu den Formen und Bedingungen ihrer Unterrichtstätigkeit

Lehren in der Weiterbildung. Eine Befragung der Lehrenden zu den Formen und Bedingungen ihrer Unterrichtstätigkeit Lehren in der Weiterbildung. Eine Befragung der Lehrenden zu den Formen und Bedingungen ihrer Unterrichtstätigkeit Ausgangspunkt Von der Einsicht in die Pluralität des Lehrens in der Weiterbildung Während

Mehr

Mobiles Lernen in Hessen: Erste Ergebnisse zum Einsatz von Tablets an hessischen Grundschulen

Mobiles Lernen in Hessen: Erste Ergebnisse zum Einsatz von Tablets an hessischen Grundschulen MOLE Mobiles Lernen in Hessen: Erste Ergebnisse zum Einsatz von Tablets an hessischen Grundschulen Digitale Medien in Lehre und Forschung 21. November 2014, Frankfurt Claudia Bremer, Dr. Alexander Tillmann

Mehr

Wintersemester 2006-07 / Vorlesung: Methoden der empirischen Sozialforschung / Lehrstuhl für Mikrosoziologie / Prof. Dr. Karl Lenz

Wintersemester 2006-07 / Vorlesung: Methoden der empirischen Sozialforschung / Lehrstuhl für Mikrosoziologie / Prof. Dr. Karl Lenz Vorlesung im Wintersemester 2006-07 Prof. Dr. Karl Lenz Methoden der empirischen Sozialforschung III. Komplex: Qualitative Forschungsmethoden Folien zur Vorlesung im Netz: www.tu-dresden.de/phfis/lenz

Mehr

Musik im Alltag von Jugendlichen und ihr Stellenwert für die Persönlichkeitsentwicklung

Musik im Alltag von Jugendlichen und ihr Stellenwert für die Persönlichkeitsentwicklung Musik im Alltag von Jugendlichen und ihr Stellenwert für die Persönlichkeitsentwicklung Dagmar Hoffmann Cro Musik im Alltag von Jugendlichen und ihr Stellenwert für die Persönlichkeitsentwicklung Dagmar

Mehr

Kinder brauchen Bewegung Gesetzliche Unfallversicherung

Kinder brauchen Bewegung Gesetzliche Unfallversicherung Ihre Unfallversicherung informiert Kinder brauchen Bewegung Gesetzliche Unfallversicherung Kinder brauchen Bewegung Bewegung ist unmittelbarer Ausdruck kindlicher Lebensfreude: Kinder springen und rennen,

Mehr

beziehung kommunikation im raum / dreidimensionale kommunikation interaction design

beziehung kommunikation im raum / dreidimensionale kommunikation interaction design beziehung kommunikation im raum / dreidimensionale kommunikation interaction design mensch - objekt - kontext gestaltung bedeutet kontextualisierung von informationen. statisch und dynamisch statisch designgebote

Mehr

Public Space? Virtual Space!

Public Space? Virtual Space! Fachtagung Public Space? Virtual Space! Dienstag, 8. November 2011 Workshop 2 Sozialraum «Online Community» Wie das Internet tradierte Raumvorstellungen herausfordert Julia Gerodetti Institut Kinder- und

Mehr

Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick

Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/ Bildungswissenschaft im Überblick Dr. Bernhard Schmidt-Hertha Der Bachelor-Studiengang Pädagogik/Bildungswissenschaft

Mehr

Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen

Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen Florian Baier Schule und Soziale Arbeit: Aktuelle Konzepte und strukturelle Voraussetzungen für gelingende Kooperationen Kinder- und Jugendhilfe in der Zeit nach PISA Positionen der Kinder- und Jugendhilfe:

Mehr

Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft. Wahlpflichtbereich Bildungsmanagement/Bildungsforschung. Modul-Handbuch

Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft. Wahlpflichtbereich Bildungsmanagement/Bildungsforschung. Modul-Handbuch Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft Wahlpflichtbereich Bildungsmanagement/Bildungsforschung Modul-Handbuch Stand 01.02.2014 Modul WBB1: Theoretische Zugänge der Bildungsforschung jährlich 2 Semester

Mehr

Mitarbeiter als Teil des Change Management

Mitarbeiter als Teil des Change Management (Publikation in ZHWinfo, Oktober 2005) Mitarbeiter als Teil des Change Management Kurt Spiess, Rebecca Frei In den letzten Jahren waren viele Firmen und Organisationen mit der Notwendigkeit von Veränderungen

Mehr

Statistisches Bundesamt (Hrsg.)

Statistisches Bundesamt (Hrsg.) Statistisches Bundesamt (Hrsg.) In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen, Mannheim (ZUMA) Datenreport 2006 Zahlen

Mehr

Sachbericht. Sachbericht Inhalte:

Sachbericht. Sachbericht Inhalte: Sachbericht Sachbericht Inhalte: Aus- und Fortbildung von Teamer-innen und Jugendleiter-inne-n, speziell für blinde, sehbehinderte und sehende Jugendliche; Durchführung einer integrativen Ferienfreizeit;

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan

Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan Lernmotivation intrinsische extrinsische Gegenstands- Bezogene (Interesse) Tätigkeits- Bezogene (tb Anreizen) Intrinsische Motivation effektives

Mehr

Facetten von Designforschung Einblicke in den Stand der Dinge

Facetten von Designforschung Einblicke in den Stand der Dinge Hans Kaspar Hugentobler Designforschung: Vielfalt, Relevanz, Ideologie Facetten von Designforschung Einblicke in den Stand der Dinge Hans Kaspar Hugentobler Master of Design Diplom-Kommunikationswirt Bremen

Mehr

Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning

Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning Medienzentrum Steffen Albrecht, Nina Kahnwald, Thomas Köhler Social Software an Hochschulen Zwischen formellem und informellem e-learning Duisburg, 12. September 2010 e-learning: Vom formellen Lernen...

Mehr

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte 3. Fall Lösung: Überraschung am Wochenende Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit A und B (nach 249 Abs. 1, 25 StGB, durch Schlagen, Fesseln und bedrohen des

Mehr

Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt fördern

Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt fördern Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt fördern Ansprechpartner im Projekt Projektleitung Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW: Tamara Sturm-Schubert t.sturm-schubert@vielfalt-foerdern. schulen.nrw.de

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen T R Ä G E R K O N Z E P T I O N Einleitung Die ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen Familien ergänzenden Bildungs- und Erziehungsangebot. Entstanden aus der Elterninitiative

Mehr

Strukturmerkmale des Ehrenamts Älterer im Sport ein Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Bereichen

Strukturmerkmale des Ehrenamts Älterer im Sport ein Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Bereichen Strukturmerkmale des Ehrenamts Älterer im Sport ein Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Bereichen Vortrag auf dem Auftaktworkshop zum Projekt Attraktives Ehrenamt im Sport Gesucht: Funktionsträger/innen

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Übersicht der Lehrveranstaltungen für das WiSe 2014/15

Übersicht der Lehrveranstaltungen für das WiSe 2014/15 Übersicht der Lehrveranstaltungen für das WiSe 2014/15 Fachliche Basis 25-ME1: Allgemeine Grundlagen [Angebotsturnus: WiSe / SoSe] E1: (Wissenschafts)theoretische und historische Grundlagen der Erziehungswissenschaft

Mehr

Zur Übertragbarkeit von Kompetenzmodellen Worauf gilt es im internationalen Talent Management zu achten?

Zur Übertragbarkeit von Kompetenzmodellen Worauf gilt es im internationalen Talent Management zu achten? One size fits all? Zur Übertragbarkeit von Kompetenzmodellen Worauf gilt es im internationalen Talent Management zu achten? Workshop Neujahresimpuls 2015 In welchem Kontext verwenden wir Kompetenzmodelle?

Mehr

Perspektiven der Lehrerbildung

Perspektiven der Lehrerbildung Perspektiven der Lehrerbildung Das Beispiel Kristina Reiss Heinz Nixdorf-Stiftungslehrstuhl für Didaktik der Mathematik 1 Bildung im 21. Jahrhundert: Qualität von Schule Leistung Vielfalt Unterricht Verantwortung

Mehr

Beobachtung und Dokumentation

Beobachtung und Dokumentation Beobachtung und Dokumentation Pflicht oder Kür? Eine Übersicht durch die Arbeitshilfe für Kitas im PARITÄTISCHEN Rechtliche Grundlagen Allgemeine Entwicklungen Portfolio-Arbeit Umsetzungsbeispiele Die

Mehr

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung

8 Mediennutzung. 8.1 Medienausstattung 8 Mediennutzung Im ersten Teil dieses Kapitels wird dargestellt, ob die befragten Kinder Zugang zu Computern, Internet, Mobil-, Smartphone oder Tablet haben und wie oft sie das Internet nutzen. Daran anschließend

Mehr

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder

gehört mir Mein Körper Ein interaktives Ausstellungsprojekt von Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder Association Suisse pour la Protection de l Enfant www.aspe-suisse.ch Associazione Svizzera per la Protezione dell Infanzia www.aspi.ch Kinderschutz Schweiz www.kinderschutz.ch Mein Körper gehört mir Ein

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Jungen- und Mädchenwelten

Jungen- und Mädchenwelten Tim Rohrmann Jungen- und Mädchenwelten Geschlechterbewusste Pädagogik in der Grundschule AbsolventInnen 2009/2010 nach Abschlussarten und Geschlecht 8% 26% 5% 18% 34% 24% 1% 2% 41% 41% ohne Abschluss Hauptschulabschluss

Mehr

Kreative Video- und Foto- und Audioarbeit mit dem Handy

Kreative Video- und Foto- und Audioarbeit mit dem Handy Kreative Video- und Foto- und Audioarbeit mit dem Handy Ein allgemeines Argument für das Arbeiten mit dem Handy ist die Möglichkeit, das Handy als kreatives Werkzeug kennen zu lernen. Das produktive Arbeiten

Mehr

Seminar: Angewandte Methoden der empirischen Bildungsforschung. Sommersemester 2012, Dozenten: Patrick Schaar, Tom Schröter

Seminar: Angewandte Methoden der empirischen Bildungsforschung. Sommersemester 2012, Dozenten: Patrick Schaar, Tom Schröter Seminar: Angewandte Methoden der empirischen Bildungsforschung Sommersemester 2012, Dozenten: Patrick Schaar, Tom Schröter Fahrplan für Heute: - Termine - Ablauf - Themen und Inhalte - Aufgaben im Seminar

Mehr

Berufliche Orientierung im Konzept der Lebensspanne

Berufliche Orientierung im Konzept der Lebensspanne Berufliche Orientierung im Konzept der Lebensspanne Prof. Dr. Karin Aschenbrücker Marco Schröder, M.A., M.A. 1 Überblick 1 Einführung 2 Theoretische Grundlagen zur Erklärung der Berufswahl 3 Berufliche

Mehr

CORPORATE COLLABORATION SPACES

CORPORATE COLLABORATION SPACES PROJEKTSTATUS CORPORATE COLLABORATION SPACES Strategien und Produkte für Räume der Zusammenarbeit zur Steigerung von Effizienz und Identifikation im Office Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur

Mehr

Braucht es ein schnelleres Bezahlsystem?

Braucht es ein schnelleres Bezahlsystem? Zahlungsverhalten in der Schweiz Braucht es ein schnelleres Bezahlsystem? Building Competence. Crossing Borders. Swiss Banking Operations Forum 2015 Sandro Graf, Corinne Scherrer 5. Mai 2015 Fragestellungen

Mehr

Aufwachsen mit digitalen Medien. Tendenzen. Tablets in Schulen. Stefan Aufenanger Universität Mainz. Digitale Medien in Schule und Unterricht!

Aufwachsen mit digitalen Medien. Tendenzen. Tablets in Schulen. Stefan Aufenanger Universität Mainz. Digitale Medien in Schule und Unterricht! Digitale Medien in Schule und Unterricht! Mediendidaktische Überlegungen zum Einsatz von Tablets und Apps Stefan Aufenanger Universität Mainz Aufwachsen mit digitalen Medien Tendenzen Tablets in Schulen

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Das»Prinzip Evernote«

Das»Prinzip Evernote« Das»Prinzip Evernote« Die Rede von der»informationsflut«ist in unserer Gesellschaft schon fast zu einer Standardklage geworden. In Zeiten des Internets schwirren so viele Informationen umher wie nie zuvor

Mehr

Phantasieren: Was tut der Wind, wenn er nicht weht?

Phantasieren: Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Prof. Dr. Annette Dreier FH Potsdam, Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit Fragen, Forschen, Phantasieren: Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Mit herzlichem Dank an Christian Richter und

Mehr

2 Kinästhetik als Konzept über die Grundlagen menschlichen Lernens... 8

2 Kinästhetik als Konzept über die Grundlagen menschlichen Lernens... 8 I Theoretische Grundlagen... 3 1 Kinästhetik im Überblick... 4 1.1 Einführung... 4 1.1.1 Geschichte der Kinästhesie... 4 1.1.2 Herkunft und Ziele des Konzepts Kinästhetik... 5 1.2 Kinästhetik in der beruflichen

Mehr

Berufsmatura / Physik Seite 2/18

Berufsmatura / Physik Seite 2/18 Berufsmatura / Physik Seite 1/18 Schulinterner Lehrplan nach RLP 001 Gültig ab 005 Physik BM 1 SLP 005 Allgemeine Bildungsziele Physik erforscht mit experimentellen und theoretischen Methoden die messend

Mehr

Insgesamt ist die Auswertung der Befragung positiv ausgefallen. Die besten Ergebnisse erzielten wir in diesen Bereichen

Insgesamt ist die Auswertung der Befragung positiv ausgefallen. Die besten Ergebnisse erzielten wir in diesen Bereichen Städtische Kindertagesstätte Herrenbach Juni 2015 Liebe Eltern, wir möchten ihnen recht herzlich für Ihre Unterstützung in den letzten Wochen danken. Es war eine turbulente und spannende Zeit die wir gemeinsam

Mehr

KERNFACHKOMBINATION ICT-Projektmanagement und Organisationsentwicklung Für das Magisterstudium der Wirtschaftsinformatik (Stand: 21.

KERNFACHKOMBINATION ICT-Projektmanagement und Organisationsentwicklung Für das Magisterstudium der Wirtschaftsinformatik (Stand: 21. KERNFACHKOMBINATION ICT-Projektmanagement und Organisationsentwicklung Für das Magisterstudium der Wirtschaftsinformatik (Stand: 21.10 2002) Allgemeines: Koordination: Renate Motschnig, Uni-Wien ab WS

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

Diversity Management ein Berufsfeld mit Zukunft und Entwicklungsperspektiven

Diversity Management ein Berufsfeld mit Zukunft und Entwicklungsperspektiven Diversity Management ein Berufsfeld mit Zukunft und Entwicklungsperspektiven Unternehmen, Non-Profit-Organisationen, staatliche Einrichtungen, öffenliche Verwaltungen und Hochschulen haben die Notwendigkeit

Mehr

360 FEEDBACK UND REFERENZEN IM MANAGEMENT AUDIT von KLAUS WÜBBELMANN

360 FEEDBACK UND REFERENZEN IM MANAGEMENT AUDIT von KLAUS WÜBBELMANN 360 FEEDBACK UND REFERENZEN IM MANAGEMENT AUDIT von KLAUS WÜBBELMANN 360 Feedback / Referenzen Referenzen und andere Verfahren der Einbeziehung von Personen aus dem Arbeitsumfeld einer einzuschätzenden

Mehr

Stand: April 2014. Comeback Kids IES

Stand: April 2014. Comeback Kids IES Stand: April 2014 Comeback Kids IES Ein Angebot für die Jahrgänge 9/10 an der Ida Ehre Schule im Rahmen der Kooperation von Jugendhilfe und Schule in Zusammenarbeit mit der Jugendberatung Apostelkirche

Mehr

sourcen, zum Teil auch auf die Bedeutung von Körperbildern für die Zuweisung des Attributs»alt«zurückführen.

sourcen, zum Teil auch auf die Bedeutung von Körperbildern für die Zuweisung des Attributs»alt«zurückführen. 56 6 57 Durch die Analyse von Altersbildern in sieben Ländern sollten Erkenntnisse über die Deutung des Alterns und den Umgang mit Herausforderungen des demographischen Wandels gewonnen werden. Die in

Mehr

Schülerschaft im Wandel Elternschaft im Wandel

Schülerschaft im Wandel Elternschaft im Wandel Schülerschaft im Wandel Elternschaft im Wandel (Die wichtigsten Ergebnisse der Studie: Eltern-Lehrer-Schulerfolg 2013, Prof. Dr. Carsten Wippermann, Katja Wippermann, Andreas Kirchner) Symposium Herausforderung

Mehr

Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland.

Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland. Autoren: Hans-Jürgen Weiss / Joachim Trebbe. Titel: Mediennutzung und Integration der türkischen Bevölkerung in Deutschland. Ergebnisse einer Umfrage des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung.

Mehr

Was brauchen Kinder und Jugendliche, um sich physisch, psychisch und sozial stabil zu entwickeln, und wie kann dies pädagogisch gefördert werden?

Was brauchen Kinder und Jugendliche, um sich physisch, psychisch und sozial stabil zu entwickeln, und wie kann dies pädagogisch gefördert werden? Inhaltsverzeichnis Vorwort 10 Themenkreis 2.1 (Inhaltsfeld 3) Was brauchen Kinder und Jugendliche, um sich physisch, psychisch und sozial stabil zu entwickeln, und wie kann dies pädagogisch gefördert werden?

Mehr

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie?

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? 1 Prof. Dr. Katharina Bluhm Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? Ein Exposé stellt den Grundriss einer geplanten wissenschaftlichen Arbeit dar, der das weitere Vorgehen

Mehr

IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Diplomarbeit

IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Diplomarbeit IT-basierte Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover vorgelegt von

Mehr

«Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen

«Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen 18 «Eine Person ist funktional gesund, wenn sie möglichst kompetent mit einem möglichst gesunden Körper an möglichst normalisierten Lebensbereichen teilnimmt und teilhat.» 3Das Konzept der Funktionalen

Mehr

Lehrplan Physik. Bildungsziele

Lehrplan Physik. Bildungsziele Lehrplan Physik Bildungsziele Physik erforscht mit experimentellen und theoretischen Methoden die messend erfassbaren und mathematisch beschreibbaren Erscheinungen und Vorgänge in der Natur. Der gymnasiale

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel 1 Dieses Buch wendet sich an alle, die sich für agile Softwareentwicklung interessieren. Einleitend möchten wir unser mit diesem Buch verbundenes Ziel, unseren Erfahrungshintergrund, das dem Buch zugrunde

Mehr

Ältere Menschen und Online Communities: Motive, Anreize und Hindernisse

Ältere Menschen und Online Communities: Motive, Anreize und Hindernisse Ältere Menschen und Online Communities: Motive, Anreize und Hindernisse Zusammenfassung How Online Communities Can Make a Contribution to the Social Integration of Persons Aged 60 to 75 Management Summary

Mehr

Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post

Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post Alter und Familie Frauen zwischen tradierten Normalitätsvorstellungen und neuen Gestaltungsanforderungen Cordula Kropp, Jana Türk und Sophia Post Sektionsveranstaltung Alter(n) jenseits der Normalfamilie?

Mehr

Sportliches Konzept. Soccer Academy Leipzig. Alen Dzaferovic

Sportliches Konzept. Soccer Academy Leipzig. Alen Dzaferovic Sportliches Konzept Soccer Academy Leipzig Vorwort: Aufgrund der stetig wachsenden Zahl der Stunden vor den Computern und anderen Spielkonsolen, nimmt die körperliche Fitness von Kindern und Jugendlichen

Mehr

Humboldt-Universität zu Berlin legt Befragung von Elternvertretungen zur Inklusion vor

Humboldt-Universität zu Berlin legt Befragung von Elternvertretungen zur Inklusion vor Humboldt-Universität zu Berlin legt Befragung von Elternvertretungen zur Inklusion vor In einer von der FDP-Landtagsfraktion in Auftrag gegebenen und von der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführten

Mehr

Impulse zur Gestaltung kompetenzorientierten Sportunterrichts

Impulse zur Gestaltung kompetenzorientierten Sportunterrichts Impulse zur Gestaltung kompetenzorientierten Sportunterrichts nach dem Lehr-Lern-Modell von Josef Leisen (Studienseminar Koblenz) StD Stefan Nitsche Fachberater Sport, Dez. 43 und Fachleiter Sport am ZfsL

Mehr

Die Pädagogische Hochschule Vorarlberg wird in den nächsten Jahren ihre berufsfeldbezogenen Forschungen in den Schwerpunkten

Die Pädagogische Hochschule Vorarlberg wird in den nächsten Jahren ihre berufsfeldbezogenen Forschungen in den Schwerpunkten Ausschreibung an die Mitglieder des Kollegiums der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg Die Pädagogische Hochschule Vorarlberg wird in den nächsten Jahren ihre berufsfeldbezogenen Forschungen in den Schwerpunkten

Mehr

Fremdevaluation Ergebnisse der Onlinebefragung

Fremdevaluation Ergebnisse der Onlinebefragung 2a1 Ich vermittle den Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Methodenrepertoire, das sie auch in anderen Fächern anwenden können. 2a2 0 2a3 0 2a4 2b 2c1 2c2 2d 2g 2h 2i 2k 2l 2n Tipps zur selbständigen

Mehr

Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte

Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte INTERNATIONALE AKADEMIE an der Freien Universität Berlin Warum der Griff zu Förderprogrammen nicht alternativlos ist Eine Ermutigung für pädagogische Fachkräfte Dr. Christa Preissing, 17. Februar 2012

Mehr

Befunde 2012 Zwischenergebnisse 24.10.2012

Befunde 2012 Zwischenergebnisse 24.10.2012 Befunde 2012 Zwischenergebnisse 24.10.2012 1 JAMES: Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz Die repräsentative JAMES-Studie von Swisscom und der ZHAW wurde zum zweiten Mal in den drei grossen Sprachregionen

Mehr

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Resonanz pädagogischer Fachkräfte auf ein interaktives Fortbildungsangebot zur Verwirklichung gesundheitlicher Chancengleichheit Grimm Iris,

Mehr

Unterstützung der emotionalsozialen. Berufsfachschule für Kinderpflege. Schuljahr 1 und 2. Unterstützung der emotional-sozialen Entwicklung 1

Unterstützung der emotionalsozialen. Berufsfachschule für Kinderpflege. Schuljahr 1 und 2. Unterstützung der emotional-sozialen Entwicklung 1 Unterstützung der emotional-sozialen Entwicklung 1 Berufsfachschule für Kinderpflege Unterstützung der emotionalsozialen Entwicklung Schuljahr 1 und 2 2 Unterstützung der emotional-sozialen Entwicklung

Mehr

Action Learning im Management Development

Action Learning im Management Development Bernhard Hauser Action Learning im Management Development Eine vergleichende Analyse von Action-Learning-Programmen zur Entwicklung von Führungskräften in drei verschiedenen Unternehmen 2. aktualisierte

Mehr

Auswertung qualitativer Interviews

Auswertung qualitativer Interviews Auswertung qualitativer Interviews Problem: umfangreiche Texte in eine Form zu bringen, die als Erzählung, als Leseangebot für den Leser dienen können Texte müssen eingedickt werden, sie müssen im Rahmen

Mehr

Welcher Unterschied macht einen Unterschied? Lernen in und von der Vielfalt.

Welcher Unterschied macht einen Unterschied? Lernen in und von der Vielfalt. Welcher Unterschied macht einen Unterschied? Lernen in und von der Vielfalt. ÖKOLOG-Sommerakademie 2010, Viktorsberg Mag. a Claudia Schneider ASD - Austrian Society for Diversity Folie 1 Diversity - Diversität

Mehr

1.2.1 Gestaltpsychologie

1.2.1 Gestaltpsychologie 1.2 Gestaltgesetze 1.2.1 Gestaltpsychologie... 40 1.2.2 Gesetz von der einfachen Gestalt... 41 1.2.3 Gesetz der Nähe... 42 1.2.4 Gesetz der Gleichheit... 43 1.2.5 Gesetz der Geschlossenheit... 44 1.2.6

Mehr

Städtische Kinderkrippe/Kinderhaus Felicitas-Füss

Städtische Kinderkrippe/Kinderhaus Felicitas-Füss Städtische Kinderkrippe/Kinderhaus Felicitas-Füss Füss-Straße 14 81827 München Trudering Konsultationseinrichtung Landeshauptstadt München Sozialreferat Stadtjugendamt Einzugsgebiet Das Kinderhaus liegt

Mehr

Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung WARUM ES SICH LOHNT, IN FRÜHE FÖRDERUNG ZU INVESTIEREN Neun Argumente für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung Argumentarium zuhanden der Programmstädte Primokiz Februar 2014 Frühe Förderung

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation 1. Einleitung In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Faktoren den erfolgreichen Ausgang eines Supply-Chain-Projektes zwischen zwei Projektpartnern beeinflussen. Dazu werden zum einen mögliche

Mehr

Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen

Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen Modelle der Gewaltprävention von Ingrid Weißmann 1. Auflage Formen und Ausmaß von Gewalt in den Schulen Weißmann schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de

Mehr

Einleitung: Der Horizont der Studie... 15. 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19. 3 Schritte zur Durchführung...

Einleitung: Der Horizont der Studie... 15. 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19. 3 Schritte zur Durchführung... Inhaltsverzeichnis Erster Teil Einleitung: Der Horizont der Studie... 15 1 Impulse zur Studie... 15 2 Fragen und Ziele der Studie... 19 2.1 Es geht um das Subjekt Der Blick auf den Einzelnen und seine

Mehr

Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell

Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell 1. Schulentwicklung Unter Schulentwicklung verstehen wir ein aufeinander abgestimmtes System zur Weiterentwicklung der Schule,

Mehr

Strukturmodell für die Lehrerbildung im Bachelor-Master-System

Strukturmodell für die Lehrerbildung im Bachelor-Master-System '*I( Strukturkommission, 2. September 2004 Strukturmodell für die Lehrerbildung im Bachelor-Master-System I. Leitende Gesichtspunkte und Erläuterungen 1. Gesamtkonzept Die DGfE legt ein Gesamtkonzept für

Mehr

Nicht ohne mein Handy! Nicht ohne mein Handy!

Nicht ohne mein Handy! Nicht ohne mein Handy! Lernziele Die SchülerInnen erfahren interessante Fakten rund um Mobilfunkverbreitung und Handynutzung in Österreich. setzen sich mit ihrem eigenen Handynutzungsverhalten auseinander. lernen die wichtigsten

Mehr

PD. Dr. Ulrike Martin, KITZ.do

PD. Dr. Ulrike Martin, KITZ.do KITZ.do Neue Zielgruppen: Kinder aus sozial benachteiligten Familien im Schülerlabor? 1 Inhalt 1. KITZ als ganzheitlicher Ansatz und KITZ.do Konzept 2. Wie kriegen wir die Kinder aus sozial benachteiligten

Mehr

Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen) Reinecke, Jost, Prof. Dr.

Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen) Reinecke, Jost, Prof. Dr. Universität Bielefeld Modul: Fakultät für Soziologie Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen) Modulschlüssel: 30-M2 Modulbeauftragte/r: Bergmann, Jörg R., Prof. Dr. Reinecke, Jost, Prof. Dr.

Mehr

Medienkonzept der. BBS EHS Trier. Projektschule im Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule"

Medienkonzept der. BBS EHS Trier. Projektschule im Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule Medienkonzept der BBS EHS Trier Projektschule im Landesprogramm Medienkompetenz macht Schule" Trier, 24.10.2011 1/5 1 Einleitung/Grundgedanke 1.1 Definition Medienkompetenz 1 Hauptziel von Medienkompetenz

Mehr

6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT

6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT 26 6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT 6.1. GESCHICHTE DER ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT Die Übersetzungswissenschaft ist eine sehr junge akademische Disziplin und wurde erst Anfang der 60er Jahre

Mehr

Wissen ist Macht? Wissensmanagement wird in den Köpfen entschieden.

Wissen ist Macht? Wissensmanagement wird in den Köpfen entschieden. Wissen ist Macht? Wissensmanagement wird in den Köpfen entschieden. Dr. Martin Wind Praxistag Wissensmanagement 2012 des Bundesverwaltungsamts Berlin, 14. Juni 2012 1 Unsere Arbeitsfelder 2 Unser Selbstverständnis

Mehr

Begleiten, beteiligen, begeistern

Begleiten, beteiligen, begeistern Begleiten, beteiligen, begeistern Professionelles Handeln mit heterogenen Elterngruppen Prof. Dr. Dörte Detert Forschungsgruppe: Prof. Dr. Dörte Detert. Prof. Dr. Norbert Rückert, Dr. Ulrike Bremer-Hübler,

Mehr

IdM-Studie der Hochschule Osnabrück Identity Management lokal oder aus der Cloud?

IdM-Studie der Hochschule Osnabrück Identity Management lokal oder aus der Cloud? IdM-Studie der Hochschule Osnabrück Identity Management lokal oder aus der Cloud? 02.07.12 Autor / Redakteur: Daniel Kasperczyk und André Schekelmann, HS Osnabrück / Stephan Augsten Identity Management

Mehr