Leseprobe. Kapitel 17:»SAP Lumira« Inhaltsverzeichnis. Index. Die Autoren. Leseprobe weiterempfehlen. Wissen aus erster Hand.

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1 Wissen aus erster Hand. Leseprobe In dieser Leseprobe stellen wir Ihnen das neue Produkt vor. Erfahren Sie, wie Mitarbeiter aus dem Fachbereich damit auf einfache Weise Datenquellen anbinden, Daten transformieren und diese dann verteilen können. Kapitel 17:»«Inhaltsverzeichnis Index Die Autoren Leseprobe weiterempfehlen Torsten Kessler, Torben Hügens, Frank Delgehausen, Mohamed Abdel Hadi, Victor Gabriel Saiz Castillo Reporting mit SAP BW und SAP BusinessObjects 956 Seiten, gebunden, 2. Auflage ,90 Euro, ISBN

2 In diesem Kapitel stellen wir Ihnen das neue Produkt vor. Erfahren Sie, wie Mitarbeiter aus dem Fachbereich damit auf einfache Weise Datenquellen anbinden, Daten transformieren und diese dann verteilen können. 17 In den meisten Unternehmen finden sich sämtliche Arten von Auswertungen wie Standardberichte, Dashboards, Excel-Berichte etc. Neben dem klassischen Standard-Reporting gibt es in vielen Unternehmen jedoch noch einen Anwenderkreis in den Fachbereichen, der selbst in der Lage sein möchte, Berichte zu erstellen, und dabei unabhängig von der IT-Abteilung agieren können möchte. Diese Ad-hoc-Berichterstellung sollte allerdings stets in enger Abstimmung mit der IT erfolgen, um alle wichtigen Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. ist ein relativ neues Werkzeug, das auf der HTML5-Technologie basiert und genau diesen Self-Service-Gedanken unterstützt. Mit navigiert der Anwender von Anfang bis Ende mithilfe eines Assistenten durch die Erstellung seiner Analysen. Dabei steht die Benutzerfreundlichkeit (Usability) im Vordergrund. ist eine Desktop-Anwendung, es steht aber auch eine OnlineVariante ( Server) zur Verfügung. Der Server kann über ein Add-in in das BI Launchpad der SAP-BusinessObjects-Business-Intelligence-Plattform (BI-Plattform) integriert werden. SAP stellt darüber hinaus ein Software Development Kit (SDK) zu dem Tool zur Verfügung, über das Sie auch kundeneigene Charts individuell integrieren können. Für ein aussagekräftiges Reporting können Sie in auf eine Vielzahl von Grafiktypen zugreifen, um Ihre Anforderungen umzusetzen. Mit diesem Werkzeug ist es außerdem möglich, Daten aus unterschiedlichen Datenquellen miteinander zu verbinden und auf Basis dieser Daten eigene Dashboards zu erstellen. Die Dashboards oder einzelnen Analysen können als PDF gespeichert und ausgedruckt oder online verteilt bzw. abgerufen werden. Hierzu bietet SAP einen Cloud Service sowie den Server an. Es ist auch möglich, auf Basis von Excel- oder CSV-Dateien kostenfrei zu verwenden. 699

3 Arbeitsoberfläche von 17.1 ist in der Lage, über 30 verschiedene Datenquellen anzubinden. Zum Beispiel können Sie auf SAP-BusinessObjects-Universen sowie auf die In-Memory-Datenbank SAP HANA zugreifen. Derzeit wird in den Unternehmen sowohl auf relationalen Datenbanken als auch auf SAP HANA eingesetzt. Im Folgenden werden wir Ihnen einen Überblick über die Arbeitsoberfläche und die Funktionen von geben. Wir werden Ihnen die wichtigsten Schritte zeigen, die notwendig sind, um auf Daten zuzugreifen und einen Bericht mit zu erstellen. Im Anschluss stellen wir Ihnen die Besonderheiten der Cloud und des Servers vor Arbeitsoberfläche von Die Arbeitsoberfläche von ist sehr übersichtlich aufgebaut, sodass Sie als Endanwender alle wichtigen Elemente sofort finden. Im Navigationsbereich auf der linken Seite wird jeweils der Bereich blau markiert, den Sie ausgewählt haben. In Abbildung 17.1 erkennen Sie im Navigationsbereich alle wichtigen Bereiche von. Abbildung 17.1 Startseite von Startseite Von der Startseite aus können Sie Testdaten aufrufen oder weitere Informationen in Social-Media-Portalen abrufen, wie z. B. dem SAP Community Network (SCN). Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Lumira-Webinare oder Tutorials direkt über die Startseite aufzurufen. Der Button LiveChat dient dazu, direkte Hilfe von SAP-Mitarbeitern rund um das Thema anzufragen. Über den Button Daten importieren können Sie sofort Daten in laden. Die weiteren Schritte der Berichterstellung sind auf der Startseite schon angedeutet. Wir werden sie Ihnen in den folgenden Abschnitten im Detail vorstellen. Meine Objekte Im Bereich Meine Objekte finden Sie alle Informationen zu Ihren Analysen in : Ein Dokument ist ein Bericht, der alle Visualisierungen und Storyboards, wie die Dashboards in genannt werden, beinhaltet. Im Bereich Visualisierungen finden Sie alle Diagramme, die Sie gespeichert haben. So können Sie die einzelnen Diagramme schnell wiederfinden und haben stets einen Überblick darüber, wie viele Diagramme Sie insgesamt in Ihren Dokumenten bereits erstellt haben. Im Bereich Datenmengen finden Sie die Excel- und CSV-Datenquellen, die Sie jederzeit aufrufen können, um die Daten anzuschauen oder wiederzuverwenden. Im Bereich Storys finden Sie eine Liste aller Storys, die Sie in Ihren Dokumenten bzw. Berichten verwendet haben (siehe Abschnitt 17.5,»Storys erstellen«). Cloud In diesem Abschnitt können Sie Ihre erstellten Berichte (Storyboards) oder reine Daten über die Cloud veröffentlichen. Verbindungen Im Bereich Verbindungen finden Sie alle angelegten Verbindungen zu den Datenquellen. An dieser Stelle können Sie den Pfad der Quelle ändern oder einen anderen Benutzernamen und ein anderes Passwort hinterlegen. Die Wiederverwendbarkeit der Verbindungen spielt eine große Rolle, da Sie die Verbindungsinformationen hier zentral ändern können. bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönlichen Einstellungen für die Anwendung zentral zu pflegen (siehe Abbildung 17.2). Sie gelangen über den Menüpfad Datei Einstellungen in die Einstellungen. Anschlie

4 Arbeitsoberfläche von 17.1 ßend öffnet sich ein Pop-up-Fenster mit acht Bereichen, die wir im Folgenden kurz beschreiben. Abbildung 17.2 Bereich»Einstellungen«in Allgemein Im Bereich Allgemein können Sie Standardeinstellungen wie die Sprache, die Schriftart und die Standardansicht definieren. Im Abschnitt Standardansicht können Sie einstellen, welcher Bereich Ihnen beim Start der Anwendung als Erstes angezeigt werden soll. Zur Auswahl stehen die Bereiche Vorbereitung, Visualisierung, Storyboard und Freigabe. Diese Bereiche sind für den Aufbau der Visualisierung notwendig. Folglich können Sie hier wählen, mit welchem Schritt Sie in den Berichterstellungsprozess einsteigen. Die einzelnen Schritte stellen wir Ihnen in den Abschnitten 17.3,»Daten vorbereiten«, bis 17.6,»Daten freigeben«, vor. Ansichten Im Bereich Ansichten können Sie das Layout der Daten definieren, die Ihnen im Bereich Vorbereitung angezeigt werden. Diagramme Im Bereich Diagramme können Sie die Farbpalette, den Schriftgrad und Vorlagen für alle Diagramme in diesem Abschnitt zentral pflegen. Besonders wenn in Ihrem Unternehmen eine spezielle Farbpalette für Diagramme verwendet wird, ist dies eine nützliche Option. Datenmengen Im Bereich Datenmengen können Sie sich z. B. Statistiken und Anreicherungsoptionen anzeigen lassen. Wenn Sie z. B. eine Excel-Datei als Datenquelle für nutzen, wird Ihnen an dieser Stelle angezeigt, wie viele Datensätze in geladen wurden, wann die Excel-Datei zuletzt aktualisiert wurde und wie viele Spalten für die Analyse zur Verfügung stehen. Updates Im Bereich Updates können Sie einstellen, wann Ihre Software automatisch aktualisiert werden soll. Dazu müssen Sie Ihren S-User und Ihr Passwort für den SAP Service Marketplace hinterlegen. Netzwerk Im Bereich Netzwerk können Sie Proxy-Einstellungen hinterlegen. Das ist besonders dann hilfreich, wenn Sie auf Datenquellen zugreifen, die durch die IT-Abteilung bereitgestellt werden. Außerdem können Sie in diesem Abschnitt Informationen zur Cloud hinterlegen, damit Sie Ihre Daten im Bereich Freigabe automatisch online bereitstellen können. SQL-Treiber bietet Ihnen die Möglichkeit, auf diverse Datenbanken zuzugreifen Voraussetzung ist jedoch, dass Sie auf Ihrem Computer die entsprechenden Treiber installiert haben. Im Abschnitt SQL-Treiber können Sie überprüfen, ob Ihnen ein Treiber fehlt, den Sie für einen Datenbankzugriff benötigen. Geo Map Service Seit der SAP-Lumira-Version 1.17 haben Sie die Möglichkeit, echtes Kartenmaterial in Ihre Storyboards einzubinden. Dabei können Sie den Geoinformationsdienst des Anbieters Esri in Anspruch nehmen (siehe Abbildung 17.3). Bevor Sie diesen Dienst in Anspruch nehmen können, müssen Sie sich auf der Seite registrieren. Im Bereich Visualisierung finden Sie auch ein Diagramm vom Typ Landkarte, mit dessen Hilfe Sie Karten einbinden können

5 Datenquellen anbinden 17.2 Wenn Sie später eine Verbindung z. B. zum Microsoft SQL Server herstellen möchten, benötigen Sie eine offizielle Lizenz von SAP. 2. Starten Sie über die Startleiste. 3. Klicken Sie links unten im Navigationsbereich auf den Button Mit Testdaten ausprobieren (siehe Abbildung 17.1). 4. Anschließend finden Sie eine Liste von Standarddokumenten und Datenquellen. Wählen Sie z. B. die Datenquelle BestRunCorp_Retail aus. Die Daten stehen Ihnen nun auf der Registerkarte Vorbereitung zur Verfügung Zugriff auf Daten in Excel- und Textdateien Über die Excel- und Textschnittstellen können Sie auf beliebige Dateien zugreifen, die auf Ihrem Computer oder Netzlaufwerk liegen. Eine neue Datenverbindung können Sie direkt von der Startseite aus anlegen (Abbildung 17.1). Klicken Sie dazu auf Datei Neu, es öffnet sich das Fenster Neue Datenmenge, in dem Sie die Datenquelle auswählen können (siehe Abbildung 17.4). Abbildung 17.3 Beispiel Esri Integration in 17.2 Datenquellen anbinden Um mit arbeiten zu können, müssen Sie eine passende Datenquelle bereitstellen. Sie können auf Daten in Microsoft Excel, CSV-Dateien und SAP HANA zugreifen. Für den Zugriff auf Daten in SAP HANA können Sie entweder eine Datenverbindung aufbauen oder die Daten aus SAP HANA herunterladen. Andere Datenquellen, z. B. Daten aus der BI-Plattform, können Sie über ein SAP-BusinessObjects-Universum anbinden. Schließlich haben Sie noch die Möglichkeit, über eine SQL-Abfrage auf Daten anderer Datenbanken zuzugreifen. Für die Beispiele in diesem Kapitel greifen wir auf Testdaten zu, die standardmäßig mit ausgeliefert werden. Um diese Daten nutzen zu können, sind einige vorbereitende Schritte notwendig: 1. Laden Sie z. B. die kostenlose Testversion über den SAP Store oder den SAP Service Marketplace herunter. Mit dieser Personal Edition können Sie kostenlos auf Excel- oder CSV-Dateien zugreifen. Abbildung 17.4 Neue Datenverbindung in anlegen

6 Datenquellen anbinden 17.2 Haben Sie eine Excel-Datei als Datenquelle definiert, können Sie genau festlegen, welche Arbeitsblätter Sie innerhalb der Excel-Datei als Datenbasis verwenden möchten. Zusätzlich können Sie auswählen, welche Spalten Sie verwenden möchten, da Sie gegebenenfalls nicht alle benötigen. Diese Funktion gilt ebenfalls für die Textschnittstelle, mit der Sie auf CSV-Dateien zugreifen. 3. Anschließend werden Ihnen die Daten sofort angezeigt (siehe Abbildung 17.5). Sie können nun die Informationen (Felder) auswählen, die Sie benötigen, und andere Felder deaktivieren, die Sie nicht mehr benötigen. 4. Bestätigen Sie die Auswahl Ihrer Datenbasis mit Anlegen. speichert die Daten daraufhin automatisch in eine interne Datenbank (SAP IQ), die mit ausgeliefert wird, damit die Daten auch offline zur Verfügung stehen. Dies gilt für alle Verbindungstypen, bei denen Daten auf den lokalen Rechner heruntergeladen werden (z. B. Download aus SAP HANA) Daten aus der Zwischenlage kopieren Wie Sie in Abbildung 17.4 schon sehen konnten, gibt es auch eine Zwischenablage-Funktion, die seit 1.17 verfügbar ist. Sie können Daten aus der Zwischenablage ebenfalls als Datenquelle in nutzen. Die auszuwertenden Daten müssen Sie dazu zuvor in die Zwischenablage kopieren. Wenn Sie beispielsweise eine Tabelle aus Ihrem SAP-NetWeaver-System auswerten möchten, markieren Sie alle Zeilen mitsamt der Spaltenüberschriften und speichern diese mit der Tastenkombination (Strg) + (C) in die Zwischenablage. In wählen Sie dann im Menü Datei Neu und anschließend Aus Zwischenablage kopieren. Die ausgewählten Daten können daraufhin in ausgewertet werden. Abbildung 17.5 Arbeitsblatt der Excel-Datenquelle auswählen Wir zeigen Ihnen hier beispielhaft, wie Sie eine Excel-Datei als Datenquelle einrichten. Diese Datenquelle wird uns in den nachfolgenden Abschnitten als Basis für alle weiteren Schritte dienen. 1. Starten Sie auf Ihrem Computer. Wählen Sie im Menü den Pfad Datei Neu Microsoft Excel. Im nächsten Schritt werden Sie aufgefordert, eine Excel-Datei auszuwählen, die in importiert werden soll. 2. Auf Ihrem Computer ist mit der Installation von bereits eine Testdatei installiert. Suchen Sie nach der Datei BestRunCorp_Retail.xlsx (in den meisten Fällen im Ordner Documents/ Documents), und wählen Sie diese aus Zugriff auf Daten aus SAP HANA Wenn Sie SAP HANA im Einsatz haben, können Sie ganz elegant auf die sogenannten SAP HANA Views zugreifen. SAP HANA Views verknüpfen einzelne Datenbanktabellen, die logisch zusammengehören, um sie später z. B. in auswerten zu können. Um eine Verbindung zu SAP HANA herzustellen, wählen Sie im Menü Datei Neu und anschließend Verbindung mit SAP HANA (siehe Abbildung 17.4). Im folgenden Fenster müssen Sie den HANA-Server für die Zugangsdaten zum SAP HANA View angeben (1 in Abbildung 17.6). Falls Sie den Namen des SAP HANA Views nicht kennen, können Sie das Objekt auch mithilfe der Suchfunktion 2 ermitteln. Haben Sie eine Verbindung zu einem SAP HANA View eingerichtet, greifen Sie in Echtzeit auf die Daten in SAP HANA zu, da die Daten im Hauptspeicher von SAP HANA gehalten und nicht lokal heruntergeladen werden. Als Alternative steht Ihnen der Download aus SAP HANA zur Verfügung. Hierbei werden die Daten automatisch auf Ihren Rechner heruntergeladen. Sie kön

7 Datenquellen anbinden 17.2 nen dann selbst entscheiden, wann Sie die Daten in aktualisieren möchten. Bei dieser Methode können Sie die Daten, wie in Abschnitt ,»Daten transformieren«, beschrieben, modifizieren oder Ihre Datenbasis mit anderen Datenquellen im Abschnitt vereinen (Join). Abbildung 17.7 Anmeldedaten für die BI-Plattform hinterlegen Zugriff auf externe Datenbanken über eine SQL-Abfrage Abbildung 17.6 Verbindung zu SAP HANA herstellen Download aus einem Universum Wenn Sie in Ihrem Unternehmen bereits Universen mithilfe des Information Design Tools erstellt haben, können Sie diese in verwenden. Bei der Wahl der Datenquelle Universum müssen Sie die Anmeldedaten Ihrer BI-Plattform hinterlegen, ähnlich wie für die Verbindung zu SAP HANA beschrieben (siehe Abbildung 17.7). Anschließend können Sie auf alle Universen der BI-Plattform zugreifen und die darin enthaltenen Daten herunterladen. stellt Ihnen einen Assistenten zur Verfügung, mit dessen Hilfe Sie genau definieren können, welche Daten (z. B. Dimensionen oder Kennzahlen) Sie selektieren möchten. Bei dieser Art des Datenzugriffs ist kein Online-Zugriff auf die Daten möglich, sondern Sie müssen Ihre Datenbasis immer selbst aktualisieren. Mit der SQL-Schnittstelle von können Sie direkt auf alle gängigen Datenbanken zugreifen. Betreiben Sie in Ihrem Unternehmen z. B. eine Terradata-, Oracle-, Microsoft- oder IBM-Datenbank, können Sie bei Wahl der Datenquelle SQL-Abfrage (siehe Abbildung 17.4) direkt auf diese Datenbanken zugreifen, ohne vorher ein SAP-BusinessObjects-Universum zu erstellen. Dazu benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort, mit dem Sie auf der entsprechenden Datenbank dazu berechtigt sind, Tabellen anzusehen. Mit der SQL-Schnittstelle können Sie auch auf sogenannte InfoSets in SAP ERP direkt zugreifen. Dabei können Sie die bestehenden Standard-InfoSets verwenden oder individuelle InfoSets in SAP ERP erstellen, auf die Sie in zugreifen möchten. Um auf die SQL-Schnittstelle zugreifen zu können, müssen Sie die zugehörigen Treiber auf Ihrem Computer installiert haben. Nachdem Sie den Verbindungstyp SQL-Abfrage ausgewählt haben, wird Ihnen das Fenster aus Abbildung 17.8 angezeigt. Ist ein notwendiger Treiber nicht installiert, können Sie das daran erkennen, dass neben dem Namen der Datenbank ein rotes Kreuz ( ) angezeigt wird. Wenn der Treiber auf Ihrem Computer installiert ist, erscheint ein grünes Symbol ( ), und der Treiber ist für Sie verwendbar. Beachten Sie, dass auch bei der Verwendung der SQL-Schnittstelle ein Download der Daten auf den lokalen Rechner stattfindet. Diese Daten werden jedoch in einem speziellen Verfahren komprimiert

8 Daten vorbereiten 17.3 Abbildung 17.9 Anmeldedaten BW-System Abbildung 17.8 Externe SQL-Verbindungen in einrichten Zugriff auf SAP BW mit Um auf Basis von Daten aus SAP BW verwenden zu können, gibt es zurzeit drei Möglichkeiten, die wir im Folgenden beschreiben. Online-Zugriff auf Daten in einem BW-System über die BW Query Mit 1.17, das im Juni 2014 veröffentlicht wurde, können Sie direkt auf BW Queries und -InfoProvider zugreifen, das heißt, der Umweg über ein Universum oder SAP HANA ist nicht mehr Voraussetzung. Auch bei dieser Zugriffsart werden die Daten nicht lokal auf Ihrem Computer gespeichert. Dank des Direktzugriffs müssen Sie auf der Seite von SAP BW keine Veränderungen an der BW Query vornehmen. Auch den Verbindungstyp Mit SAP Business Warehouse verbinden können Sie auf der Startseite von über Datei Neu auswählen (siehe Abbildung 17.4). Nachdem Sie diesen Verbindungstyp ausgewählt haben, müssen Sie auch hier die Anmeldedaten Ihres BW-Systems hinterlegen (siehe Abbildung 17.9). Nach einem Klick auf Verbinden wird Ihnen eine Liste Ihrer BW Queries und InfoProvider zur Auswahl angeboten. In 1.17 besteht die Limitierung, dass Sie die Analyseergebnisse auf Basis der BW-Daten nicht verteilen können, da sie nur für Sie im Bereich Visualisierungen zur Verfügung stehen. Dies gilt nur bei der BW-Query-Verbindung. Zugriff auf InfoProvider in SAP BW über relationale Universen (Offline-Szenario) Bei diesem Szenario müssen Sie zunächst mit dem Information Design Tool ein relationales Universum erstellen, das auf einem InfoProvider aus Ihrem BW-System basiert. Im Anschluss können Sie mit über das Universum auf SAP BW zugreifen. Beachten Sie, dass hierbei die Daten lokal auf Ihrem Computer in die interne Datenbank von gespeichert werden. Diese Vorgehensweise ist nur bedingt zu empfehlen, da Sie beim ersten Zugriff auf das Universum alle Daten herunterladen müssen, was je nach Datenmenge einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Zugriff auf Daten in einem BW-System auf SAP HANA In diesem von SAP empfohlenen Szenario können Sie über einen SAP HANA View online auf die InfoCubes in SAP BW zugreifen. Das bedeutet, dass Sie die Daten nicht herunterladen, sondern in Echtzeit auf die Datenbank zugreifen. Die Wartezeit, die sich durch das Abrufen der Datenbasis ergibt, entfällt dadurch Daten vorbereiten Bei fast allen in Abschnitt 17.2,»Datenquellen anbinden«, vorgestellten Datenquellen (ausgenommen ist die BW Query) gelangen Sie nach dem letz

9 Daten vorbereiten 17.3 ten Schritt der Anbindung auf die Registerkarte Vorbereitung. Die Registerkarte Vorbereitung wird dabei blau hervorgehoben, sodass Sie immer wissen, wo Sie sich gerade befinden. Hier finden Sie auf der linken Seite die Bereiche Kennzahlen und Dimensionen (siehe Abbildung 17.10). Auf der rechten Seite sehen Sie die Einstellungsmöglichkeiten für das Transformieren der Daten. Im rechten oberen Bereich können Sie weitere Datenquellen hinzufügen und berechnete Kennzahlen anlegen. Dies bedeutet, dass sich die Filtereinstellungen in diesem Bereich auf alle folgenden Analysen und Storyboards auswirken. 1. Um z. B. die Daten eines Monats zu filtern, klicken Sie auf die Spaltenüberschrift, in der daraufhin ein kleiner Pfeil erscheint. 2. Klicken Sie auf diesen Pfeil, um ein Kontextmenü mit weiteren Optionen zu öffnen. Wie in Abbildung zu sehen ist, finden Sie hier neben vielen anderen Bearbeitungsoptionen wie Sortieren und Duplizieren auch die Option Filtern. Abbildung Ansicht zur Datenvorbereitung Diese Ansicht ist der Dreh- und Angelpunkt zur Vorbereitung der Daten für die Berichterstellung. Hier können Sie globale Filter setzen, Daten transformieren (Daten ersetzen sowie Berechnungen und neue Attribute hinzufügen), Daten aus anderen Quellen hinzufügen, Datenquellen verbinden (zusammenführen oder anhängen) und Geo- und Zeithierarchien erstellen Globale Filter setzen Um die Datensätze an die Berichtsanforderungen anzupassen, ist es häufig notwendig, einen Filter zu setzen, der die Datenmenge z. B. auf ein bestimmtes Jahr, einen Monat oder ein konkretes Profitcenter einschränkt. Dadurch wird die zu verarbeitende Datenmenge reduziert, und es werden nur die Daten im Bericht aufgeführt, die Sie wirklich für Ihre Analysen benötigen. Im Rahmen der Datenvorbereitung können Sie nur globale Filter setzen. Abbildung Datenbearbeitungsoptionen für eine Tabellenspalte 3. Wählen Sie den Eintrag Filtern, woraufhin sich die Werteliste in einem neuen Fenster öffnet. 4. Im folgenden Pop-up-Fenster können Sie nun alle Werte markieren, die Sie filtern möchten (siehe Abbildung 17.12). Praktisch bei dieser Ansicht ist, dass Sie sehen, wie viele Ausprägungen, das heißt, wie viele Datensätze es zu jedem Wert gibt. In unserem Beispiel erkennt man, dass für die Stadt Mexico City die meisten Daten vorhanden sind. Über den Pfeil-Button können Sie die Daten aufsteigend und absteigend sortieren

10 Daten vorbereiten 17.3 Nachname zu einem neuen Feld zusammenfügen. Dieses Feld ist daraufhin ebenfalls auf der Registerkarte Vorbereitung verfügbar, und Sie können es in allen Berichten verwenden. Abbildung Filterwerte markieren Berechnete Kennzahlen und Attribute hinzufügen Sie können in auch berechnete Kennzahlen erstellen (siehe Abschnitt 3.9,»Berechnete und eingeschränkte Kennzahlen«). Dieser Schritt ist sowohl auf der Registerkarte Vorbereitung als auch auf der Registerkarte Visualisierung möglich. stellt Ihnen dazu einen Formeleditor zur Verfügung. Um ihn aufzurufen, klicken Sie auf der Registerkarte Vorbereitung rechts oben auf den Pfeil neben dem Feld Berechnen. Sie haben hier die Wahl, ein berechnetes Attribut oder eine berechnete Kennzahl anzulegen. Klicken Sie auf Berechnete Kennzahl anlegen, damit sich der Formeleditor öffnet. Anschließend sehen Sie den Formeleditor, in dem Ihnen sämtliche aus anderen SAP-BusinessObjects-Werkzeugen bekannten Funktionen zur Verfügung stehen, wie z. B. If-, Then- und Else-Anweisungen, ähnlich wie in SAP BusinessObjects Design Studio oder SAP Crystal Reports for Enterprise. Auch Formelfunktionen, die mit denen in Microsoft Excel vergleichbar sind, finden Sie hier. In unserem Beispiel haben wir die Kennzahl Discount mit 1,2 multipliziert, um eine neue Kennzahl zu erstellen. Wählen Sie dazu einfach die Kennzahl mit einem Doppelklick aus, die daraufhin im Formelfeld angezeigt wird. Über die Tastatur können Sie dann einfach Rechenzeichen zwischen der Kennzahl und dem Wert hinzufügen. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit OK. Anschließend wird die berechnete Kennzahl in den Bereich Kennzahlen eingefügt, und Sie können sie in allen Berichten verwenden. Auf ähnliche Weise erstellen Sie auch ein berechnetes Attribut. Dabei können Sie z. B. die zwei Tabellenfelder Vorname und Abbildung Anlegen einer berechneten Kennzahl mit dem Formeleditor Im Kennzahlenbereich können Sie auch das Aggregationsverhalten von Kennzahlen ändern. Neben der klassischen Summierung von Kennzahlen können Sie z. B. einstellen, dass eine Kennzahl Maximal-, Minimal- oder Durchschnittswerte abbildet. Solche Kennzahlen können Sie später flexibel in allen Visualisierungen in verschiedenen Kontexten verwenden. Um das Aggregationsverhalten einer Kennzahl zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Kennzahl und wählen im Kontextmenü den Eintrag Aggregation ändern aus (siehe Abbildung 17.14). In dem sich öffnenden Popup-Fenster können Sie auch die Formatierung einer Kennzahl anpassen, z. B. die angezeigten Dezimalstellen

11 Daten vorbereiten Gehen Sie dazu auf die Registerkarte Vorbereitung, und wählen Sie den Bereich Dimensionen. 2. Dort werden Ihnen die beiden Felder Country und City aus unserer Beispieldatenbasis angezeigt. Neben dem Feld City zeigt das Symbol an, dass dieses Feld für eine Hierarchie verwendbar sein könnte. Neben jeder Dimension wird Ihnen nach einem Klick auf diese ein Zahnradsymbol angezeigt, über das Sie weitere Optionen aufrufen können. Klicken Sie auf das Zahnradsymbol und dann im Kontextmenü auf Geohierarchie anlegen Nach Namen. Abbildung Aggregation einer Kennzahl in ändern Zeit- und Geohierarchie erstellen Auf der Registerkarte Vorbereitung können Sie auch Hierarchien anlegen. Diese Funktion wurde in erster Linie entwickelt, um einen Drill-down entsprechend der logischen Anordnung der betriebswirtschaftlichen Daten zu ermöglichen. Wenn Sie z. B. in einem Diagramm auf ein Jahr klicken, werden Ihnen anschließend die Umsätze nach Monaten auf einer neuen Ebene angezeigt (Zeithierarchie). Eine Geohierarchie funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Mit einem Klick auf ein Land können Sie sich z. B. ansehen, wie die Umsätze in den einzelnen Regionen sind. In 1.17 kann man solche Drill-downs nur auf die Dimensionen Zeit und Geografie anwenden. erkennt in den meisten Fällen automatisch anhand der Datenbasis, ob die Dimensionen (Felder) für eine Hierarchie verwendet werden können, und markiert diese dann mit einem Hinweissymbol ( für eine Zeithierachie oder für eine Geohierarchie). Legen Sie eine Zeithierarchie an, kann z. B. das Quartal automatisch aus dem Jahr und dem Monat berechnet werden. Das hat den Vorteil, dass Ihnen automatisch eine weitere Auswertungsebene zur Verfügung steht. Darüber hinaus können Sie ab 1.17 selbst definierte Hierarchien anlegen, um einen eigenen Navigationspfad für Ihre Analysen zu definieren. Im folgenden Beispiel möchten wir auf Basis der Felder Country und City aus der Beispieldatenbasis BestRunCorp_Retail.xlsx eine Hierarchie anlegen. Abbildung Hierarchie für Dimensionen anlegen 3. startet einen Assistenten, der prüft, ob Ihre Daten mit dem Kartenmaterial von übereinstimmen oder ob Sie gegebenenfalls Ihre Daten anpassen müssen, damit diese auch in Karten dargestellt werden können. Abbildung Felder den vorgegebenen Kategorien für geografische Daten zuordnen

12 Daten vorbereiten Anschließend können Sie die Felder Country und City den vorgegebenen Kategorien zuordnen (siehe Abbildung 17.16). Bestätigen Sie Ihre Eingabe, damit den Abgleich starten kann. Nun werden Ihnen die Werte angezeigt, die nicht mit dem SAP-Lumira-Kartenmaterial übereinstimmen. Für die Werte, die nicht gefunden wurden, können Sie Namensvorschläge von übernehmen oder die Werte selbst auf der Registerkarte Vorbereitung bearbeiten, damit Sie kompatibel werden. In Abbildung sehen Sie, dass neun Werte nicht im Kartenmaterial gefunden wurden. In unserem Beispiel wurde der Wert»USC«nicht eindeutig identifiziert, der eigentlich USA lauten sollte. Ändern Sie den Wert in»usa«um, wird eine 100 %ige Trefferquote erreicht. ren«, werden wir noch einmal darauf zurückkommen. Da wir nur Country und City als Felder definiert haben, können Sie über die rechte Maustaste die Region und Subregion aus der Hierarchie löschen. Abbildung Anzeige der Geohierarchie im Bereich»Dimensionen« Daten transformieren Eine Stärke von ist, dass Sie die zugrunde liegenden Daten anpassen oder erweitern können, um Ihre Berichtslogik besser umzusetzen. Dazu können Sie Kennzahlen oder Attribute bearbeiten. Durch diese Funktion möchte SAP dem Endanwender die Möglichkeit geben, selbst und flexibel Berichte zu ändern, ohne die IT-Abteilung zu involvieren. Dreh- und Angelpunkt dazu ist der Bereich Datenaktionen in der Menüleiste rechts auf der Registerkarte Vorbereitung. Hier können Sie Werte anpassen, Daten gruppieren und verschiedene Datenquellen miteinander verbinden. Abbildung Datenabgleich für geografische Analysen Nach Abschluss dieser Schritte wird Ihnen die neue Hierarchie im Abschnitt Dimensionen angezeigt (siehe Abbildung 17.18). Verwenden Sie diese Hierarchie in einem Diagramm, wird Ihnen die Drilldown-Funktion automatisch angeboten. In Abschnitt 17.4,»Daten visualisie- Werte anpassen Als Beispiel möchten wir die Werte im Feld Category ändern: 1. Gehen Sie dazu auf die Registerkarte Vorbereitung, und klicken Sie in den Daten im Feld Category auf einen beliebigen mittleren Wert. 2. Auf der rechten Bildseite öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die verschiedenen Werte sehen und erkennen, wie viele Datensätze dazu jeweils vorhanden sind (siehe Abbildung 17.19). Darunter wird der Bereich Datenaktionen angezeigt. Hier können Sie z. B. die Schreibweise aller Datensätze in Groß- oder Kleinbuchstaben umändern. Darüber hinaus können Sie Daten ersetzen, zuschneiden (z. B. einen Doppelpunkt am Ende oder Anfang einer Zeichenfolge entfernen) oder füllen (z. B. ein Präfix oder Suffix einfügen)

13 Daten vorbereiten 17.3 rungsfunktion. Mit dieser Funktion können Sie z. B. drei Produkte einer Gruppe hinzufügen und die restlichen Werte unter Sonstige einordnen. So können Sie diese beiden Blöcke in Ihren Berichten miteinander vergleichen. 1. Gehen Sie zuerst wieder auf die Registerkarte Vorbereitung. Klicken Sie dann in die Spaltenüberschrift der Dimension Category, um die ganze Spalte zu markieren (siehe Abbildung 17.20). Abbildung Details und Datenaktionen zum Feld»Category«In unserem Beispiel möchten wir den Wert Jeans für den ganzen Datenbestand in»jeans 2014«umbenennen. Klicken Sie dazu im Feld Category auf den Wert Jeans. 1. Anschließend klicken Sie auf der rechten Seite auf den Button Ersetzen. 2. Im sich öffnenden Fenster steht der von Ihnen ausgewählte Wert schon im Feld Suchen. Im Feld Ersetzen geben Sie dann den Wert»Jeans 2014«ein und bestätigen Ihre Eingabe mit OK. Als Ergebnis finden Sie nun die geänderten Daten auf der Registerkarte Vorbereitung im Feld Category. Sie können die geänderten Daten nun in sämtlichen Diagrammen verwenden. Besonders hilfreich ist diese Funktion, wenn in den Datensätzen fehlerhaft benannte Werte vorliegen. Auf die beschriebene Weise können Sie flexibel kleine Änderungen vornehmen. Abbildung Spalte»Category«für erweiterte Datenaktionen markieren Daten gruppieren Wenn Sie auf den Spaltenkopf eines Feldes klicken, werden Ihnen im Bereich Datenaktionen weitere Optionen angezeigt, wie z. B. die Gruppie- 2. Auf der rechten Bildseite werden Ihnen nun, wie in Abbildung zu sehen ist, erweiterte Optionen zur Verfügung gestellt. Dort finden Sie den Eintrag Nach Auswahl Gruppieren

14 Daten vorbereiten Klicken Sie auf den Button, woraufhin sich ein Pop-up-Fenster öffnet, in dem Sie eine neue Gruppierungsspalte anlegen können, die Sie in allen Visualisierungen verwenden können. Wie in Abbildung zu sehen ist, werden Ihnen auf der linken Seite alle Ausprägungen und die Anzahl der Datensätze in der Dimension Category angezeigt. 4. Markieren Sie im linken Bereich die Kategorien, die Sie der Gruppe hinzufügen möchten, und klicken Sie auf den Button Hinzufügen. In unserem Beispiel haben wir zuvor über den Button Neue Gruppe eine Gruppe namens Top Kategorien angelegt. 5. Legen Sie für die anderen Werte eine Gruppe Sonstige an, und fügen Sie die restlichen Kategorien (in unserem Beispiel nur Outdoor) hinzu. Abbildung Darstellung einer Gruppe in einer Tabelle Verschiedene Datenquellen miteinander verbinden Die Funktion, mehrere Datenquellen miteinander zu verbinden, steht Ihnen ebenfalls auf der Registerkarte Vorbereitung zur Verfügung (siehe Abbildung 17.23). Dabei können Sie alle Datenquellen, die offline verfügbar sind, miteinander»verheiraten«. Abbildung Neue benutzerdefinierte Gruppe anlegen Abbildung Verschiedene Datenquellen miteinander verbinden oder Daten anhängen Sobald Sie eine neue Gruppe angelegt haben, finden Sie eine neue Dimension mit dem Namen, den Sie oben rechts als Dimensionsname angelegt haben (z. B.»Neue Gruppe SAP Press«). Auf der Registerkarte Visualisierung können Sie die beiden Gruppenwerte z. B. in einer Tabelle darstellen (siehe Abbildung 17.22). Klicken Sie in der Menüleiste auf Kombinieren Zusammenführen. Daraufhin öffnet sich ein Pop-up-Fenster, in dem Sie die aktuelle Datenmenge mit der sogenannten Suchmenge (Zieldatenquelle) über einen Schlüssel (z. B. Kundennummer) vereinen können. Über den Menüeintrag Anhängen können Sie Ihre Datenbasis mit neuen Datensätzen anreichern. Sie benötigen je

15 Daten visualisieren 17.4 doch die entsprechenden Felder aus Ihrer originalen Datenquelle. Anschließend können Sie die neu zusammengestellte Datenquelle in Ihren Analysen verwenden Daten visualisieren Nachdem Sie Ihre Daten vorbereitet haben, können Sie diese visualisieren. Wechseln Sie dazu auf die Registerkarte Visualisierung (siehe Abbildung 17.24). Hier können Sie auf Basis Ihrer Daten Diagramme, Tabellen oder Karten erstellen. Sie können beliebig viele Analysen erstellen und diese automatisch speichern. Über den Plus-Button können Sie jeweils wieder eine neue Sicht generieren, die einen anderen Aufriss zeigt. Die Visualisierungen werden als kleine Vorschaubilder in der unteren Leiste angezeigt, sodass Sie erstellte Visualisierungen schnell wiederfinden können. Ähnlich wie beim SAP BusinessObjects Explorer (siehe Abschnitt ,»Visualisierungsbereich«) werden diese Diagrammtypen in Subdiagramme gruppiert: Säulendiagramme (z. B. Stapelsäulendiagramm) Liniendiagramme (z. B. kombiniertes Säulendiagramm) Kreisdiagramme (Kreis, Ring, 3-D-Kreisdiagramm) Geodiagramme (Geoblasen-, Geoflächen-, Geokreisdiagramm, Landkarte mit Esri-Integration) Streudiagramme (Streudiagramm, Blasendiagramm) Tabellen sonstige Diagramme und Darstellungsformen (Wasserfalldiagramm, Boxplot-Diagramm, Netzdiagramm, numerischer Punkt) Karten (Heatmap, Tree Map) Im linken Bereich der Registerkarte Visualisierung werden Ihnen wieder die verfügbaren Kennzahlen und Dimensionen angezeigt. Außerdem können Sie auf dieser Registerkarte eine erweiterte Datenansicht einblenden lassen, die sehr der Facettenansicht im SAP BusinessObjects Explorer ähnelt. Abbildung Facettenansicht in aktivieren Abbildung Registerkarte»Visualisierung« Diagramme, Tabellen und Karten anlegen Um Visualisierungen zu erstellen, stehen Ihnen in auf der Registerkarte Visualisierung verschiedene Diagrammtypen zur Verfügung. In dieser Ansicht sehen Sie die Datenmenge und die Visualisierung auf einen Blick. Bei Bedarf können Sie die Facettenansicht wieder deaktivieren. Markieren Sie Werte in dieser Übersicht, wird die Ansicht wird sofort Ihrer Selektion angepasst. Als weitere Funktion, die mit 1.17 veröffentlicht wurde, können Sie über den Button den Bereich Zugehörige Visualisierungen anzeigen. Hier werden Ihnen bereits Vorschläge für Analysen gemacht, die Sie sehr schnell verwenden können, ohne selbst Kennzah

16 Daten visualisieren 17.4 len und Dimensionen auszuwählen. Klicken Sie hier auf den Schraubenschlüssel, können Sie einstellen, welche Dimensionen und Kennzahlen in der Liste der zugehörigen Visualisierungen erscheinen sollen. Im Geodiagramm können Sie nun auf ein Land klicken und über den Button Nach unten zu Ebene auf die darunterliegende Ebene navigieren (siehe Abbildung 17.28). Abbildung Zugehörige Visualisierungen anzeigen Um eine erste Analyse zu erstellen, klicken Sie z. B. auf das Symbol für ein Säulendiagramm. Es wird ein leeres Diagramm erzeugt, in das Sie die Kennzahlen aus dem linken Bereich per Drag & Drop ziehen können. Klicken Sie auf das Zahnradsymbol, können Sie das Säulendiagramm weiterbearbeiten und z. B. Datenbezeichner einblenden. Abbildung Geo-Flächendiagramm auf Basis einer Geohierarchie Drill-down für eine Zeit- oder Geohierarchie erstellen Mithilfe der Einstellungen, die Sie auf der Registerkarte Vorbereitung vorgenommen haben (siehe Abschnitt ,»Zeit- und Geohierarchie erstellen«), können Sie nun ein Drill-down-Szenario aufbauen. 1. Dazu wählen Sie unter den Diagrammtypen z. B. das Geo-Flächendiagramm aus und ziehen es in den Analysebereich. 2. Anschließend wählen Sie die Geohierarchie aus dem Dimensionsbereich auf der linken Bildseite aus und ziehen sie per Drag & Drop auf das Diagramm. Im Analysebereich wird das Diagramm nun mit den eingefärbten Ländern in der Mitte angezeigt, und in der Diagrammseitenleiste wird Ihnen unter der Dimensionen Geografie die Hierarchie angezeigt (siehe Abbildung 17.27). Abbildung Drill-down-Funktion in einem Geo-Flächendiagramm Abwärtsnavigation In unserem Beispiel werden Ihnen so alle Städte der Schweiz angezeigt, für die relevante Daten vorliegen (siehe Abbildung 17.29). Fahren Sie mit dem Mauszeiger über eine Stadt, werden Ihnen die Kennzahl und der zugehörige

17 Daten visualisieren 17.4 Wert angezeigt. Über den Kontextmenüeintrag Nach oben zu Ebene können Sie jederzeit wieder zur übergeordneten Hierarchieebene gelangen. Wenn Sie den Navigationszustand speichern, können Sie diesen später in Ihren Storyboards verwenden. Abbildung zeigt die gleiche Auswertung auf Basis eines Säulendiagramms. Sie können fast alle Diagramme für Drill-down-Szenarien verwenden. Klicken Sie in unserem Beispiel auf eine der Säulen, gelangen Sie über das Kontextmenü auf die nächste Hierarchieebene, z. B. über den Button Nach Unten zu Ebene: City. Bei Tabellen ist kein Drill-down möglich Lokale Filter anlegen In Abschnitt ,»Globale Filter setzen«, haben Sie gelernt, wie Sie Daten im Bereich Vorbereitung für alle Berichte filtern können. Um dem Berichtsanwender eine gewisse Flexibilität bei seinen Analysen zu lassen, kann er die Daten im Bereich Visualisierung nochmals filtern. Wählen Sie dazu z. B. in der Menüleiste unter Filtern eine Dimension aus, und klicken Sie auf Filter hinzufügen ( ). Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie ähnlich, wie in Abschnitt beschrieben, die Werte einer Dimension oder Kennzahl filtern können. Hier werden Ihnen wie in Abbildung auch die globalen Filter (grau hinterlegt) angezeigt, damit Sie den Überblick haben, welche Filter bereits im Schritt Vorbereitung eingerichtet wurden. Für jede einzelne Sicht können Sie individuelle Filter anlegen. Globale Filter werden dabei immer automatisch berücksichtigt. Abbildung Drill-down-Funktion in einem Geo-Flächendiagramm untere Hierarchieebene Abbildung Filterleiste auf der Registerkarte»Visualisierung«Abbildung Drill-down-Funktion mit einem Säulendiagramm Raster erzeugen Eine nützliche Gruppierungsfunktion innerhalb der Visualisierungen ist das sogenannte Raster. Diese Funktion finden Sie im Bereich Raster in der Funktionsleiste auf der linken Bildseite (siehe Abbildung 17.32). Mit der Rasterfunktion können Sie das Diagramm durch eine zusätzliche Dimension gruppieren. So können Sie z. B. das erste Quartal eines Jahres mit dem zweiten Quartal vergleichen. Sie können die Daten entweder nach Zeilen oder nach Spalten gruppieren. In dem Beispiel aus Abbildung haben wir die Testdaten, die Ihnen zur Verfügung stellt, nach der Spalte Year- Quarter gruppiert. Als Basisdimension für die X-Achse haben wir die Dimension Country mit der Kennzahl Cross Margin hinzugefügt

18 Storys erstellen Storys erstellen Abbildung Rasterfunktion in einem Säulendiagramm Wenn Sie all Ihre Analysen in Form von Diagrammen, Tabellen und Karten erstellt haben, können Sie diese Visualisierungen nun in einem logischen Kontext (Story) zusammenbringen. Eine Story ist ein Dashboard, das verschiedene Sichten die Storyboards, Infografiken oder Reports enthält, die wiederum grafische Elemente beinhalten (Diagramme, Tabellen, Karten, Kommentare, Bilder). So können Sie z. B. eine Story Finanzen erstellen, die die Storyboards Forecast und Budget als einzelne Sichten enthält. Die Storyboards in können allerdings nicht mit den Dashboards aus SAP BusinessObjects Design Studio oder SAP BusinessObjects Dashboards verglichen werden, da Sie in diesen beiden Anwendungen komplexere Dashboards erstellen können. Mit können Sie jedoch selbst ohne große IT- oder Reportingtool-Kenntnisse bereits recht anspruchsvolle Ergebnisse erzielen Kennzahlen-Ranking erstellen Für die Kennzahlen, die Sie auf der Registerkarte Vorbereitung erstellt haben, können Sie auf der Registerkarte Visualisierung an verschiedenen Stellen ein Ranking anlegen. So können Sie sich z. B. nur die drei umsatzstärksten Länder anzeigen lassen. 1. Gehen Sie dazu auf der Seitenleiste für die Visualisierungen im linken Bildbereich zu Kennzahlen. 2. Wählen Sie eine Kennzahl aus, und öffnen Sie über die rechte Maustaste das Kontextmenü. Klicken Sie auf Ranking anwenden, woraufhin sich das Menü Ranking öffnet. Hier können Sie definieren, auf welches Feld das Ranking angewendet werden soll. In unserem Beispiel möchten wir nur die obersten drei Kostenstellen der Kennzahl Umsatz anzeigen (siehe Abbildung 17.33). Neben den obersten n Werten für diese Kennzahl können Sie auch nur die untersten n Werte anzeigen. Abbildung Registerkarte»Storyboard«Abbildung Ranking für eine Kennzahl erstellen Zum Erstellen der Stories dient die Registerkarte Storyboard (siehe Abbildung 17.34). Hier können Sie zwischen den Ausprägungen Storyboard,

19 Storys erstellen 17.5 Informationsgrafik und Report wählen, die wir in den folgenden Abschnitten im Detail erläutern Storyboard erstellen Um die Untersichten, das heißt die Storyboards, zu erstellen, stehen Ihnen verschiedene Templates zur Verfügung: Leer: Hier können Sie ein leeres Storyboard anlegen. Slide Show: Hier werden all Ihre bereits erstellten Visualisierungen als Slideshow auf mehreren Seiten dargestellt, das heißt, die Seiten werden automatisch nacheinander eingeblendet. Über die Pfeiltasten können Sie zwischen den Visualisierungen wechseln. Links, Rechts, Unten und Oben: In diesen Templates haben Sie auf der linken, rechten, unteren oder oberen Bildhälfte jeweils mehr Platz, um eine größere Grafik zu positionieren. Im Bereich Storyboard können Sie Ihre bereits erstellten Visualisierungen einfach per Drag & Drop auf einer freien Arbeitsfläche beliebig positionieren, das heißt, Sie ordnen die Objekte in Form eines Dashboards an. Auch neue Filter können Sie hier frei positionieren. Es lassen sich also aggregierte Informationen sehr einfach und schnell darstellen. Nehmen wir an, Sie haben vier verschiedene Visualisierungen erstellt und möchten diese nun in einem Storyboard zusammenführen. 1. Gehen Sie auf der Registerkarte Storyboard auf die Funktionsleiste im linken Bildbereich, und wählen Sie eine der Visualisierungen aus (siehe Abbildung 17.35). 2. Ziehen Sie die Visualisierung, z. B. ein Diagramm, per Drag & Drop in den mittleren Arbeitsbereich. Das Diagramm wird daraufhin dort angezeigt. 3. Ordnen Sie die anderen Visualisierungen in einer Art Quadrant an. Möchten Sie nur zwei Visualisierungen im Storyboard zusammenstellen, können Sie diese einfach neben- oder übereinander platzieren. 4. Über den Button Texte können Sie Kommentare einfügen, und über den Button Bilder können Sie Bilder von Ihrem Rechner hochladen. 5. Mithilfe der Funktionsleiste Seiteneinstellungen auf der rechten Seite der Registerkarte können Sie Ihr Storyboard bearbeiten. Darüber hinaus können Sie hier noch kleinere Formatierungen vornehmen. Zum Beispiel können Sie die Schriftart und die Farbe, in denen der Titel angezeigt wer- den soll, ändern oder transparente Hintergrundbilder hinzufügen. Abbildung zeigt ein Beispiel, wie ein solches Storyboard aussehen kann. 6. Über den Button Seite hinzufügen können Sie weitere Seiten hinzufügen. Abbildung Leeres Storyboard mit Eigenschaften Abbildung Beispiel für ein Storyboard mit Hintergrundbild

20 Storys erstellen 17.5 Wenn Sie Storyboards angelegt haben, werden diese einer Story zugeordnet. Über den Button Neue Story legen Sie eine neue Story an. Haben Sie verschiedene Storyboards in einer Story erstellt, können Sie über die Pfeile oder das Eingabefeld am unteren Bildrand zwischen diesen Sichten navigieren. Diese Funktion steht Ihnen auch zur Verfügung, wenn Sie die Storys in der Cloud-Version von oder mithilfe der App SAP BusinessObjects Mobile konsumieren Infografiken erstellen Eine Infografik ist eine optisch ansprechende Zusammenstellung aus Formen, Bildern, Piktogrammen und Farben. Grundsätzlich werden Infografiken verwendet, um eine verbesserte Darstellung von Inhalten zu erzielen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eigene Bilder als eine Art Bildergalerie in zu hinterlegen. Infografiken können Sie mit vorhandenen Storyboards in einer Story mischen. der linken Seite der Registerkarte auch Ihre bereits erstellten Visualisierungen überall positionieren (siehe Abbildung 17.37). Über die Funktionsleiste auf der rechten Seite stehen Ihnen sämtliche Formatierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Über den Button Seite hinzufügen können Sie weitere Infografiken erstellen. Damit Sie sehen können, wie das Endergebnis auf dem Computer, dem Tablet oder einem Smartphone aussieht, bietet Ihnen SAP Lumira einen Vorschaumodus an (siehe Abbildung 17.38). Klicken Sie dazu auf den Button Vorschau in der oberen Menüleiste. Über die Radiobuttons auf der rechten Seite können Sie zwischen den verschiedenen Vorschausichten hin und her schalten, um die Darstellung zu prüfen und Ihre Infografik gegebenenfalls noch einmal zu formatieren. Abbildung Vorschaumodus für eine Infografik mit verschiedenen Endgeräten Abbildung Infografik erstellen Wechseln Sie dazu auf der Registerkarte Storyboard in den Bereich Infografiken. In Infografiken können Sie neben Piktogrammen, Grafiken, Kommentaren etc. ähnlich wie bei einem Storyboard über die Funktionsleiste auf Report erstellen Eine weitere Ausprägung einer Story ist ein Report (siehe Abbildung 17.39). Im Bereich Storyboard Report können Sie eine Art formatierten Bericht erstellen. In diesem Bereich können Sie im Gegensatz zu dem Bereich Infografiken auch Filter hinterlegen ähnlich wie bei SAP BusinessObjects Web

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