Was ist interkulturelles Lernen?

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1 Was ist interkulturelles Lernen? Blockseminar: Interkulturelles Lernen und interkulturelle Kompetenz an der HHU bei PD Dr. Petra Buchwald Referenten: Mike Hille und Fabian Götz

2 Gliederung I. Einleitung 1.1 Definition II. III. Debatte wichtige Herausforderungen 1.3 Herausbildung der Begrifflichkeit Hauptteil 2.1 Ziele 2.2 Ziele- Qualifikation des Rollenhandelns 2.3 Selbstreflexion 3.1 Hat Interkulturelles Lernen in der Institution Schule eine Chance?

3 I. 1.1 Definition Interkulturelles Lernen heißt, Unvertrautem mit Neugierde zu begegnen, das Fremde als Bereicherung der eigenen Kultur und als selbstverständlichen Teil des Alltags wahrnehmen und erfahren. (BMW AG 1997)

4 I wichtige Herausforderungen 1. migrationsbedingte Multikulturalität unserer Gesellschaft 2. Der Globalisierungsprozess 3. Die europäische Vereinigung

5 I. 1.3 Herausbildung der Begrifflichkeit Ausgangspunkt des Begriffs im pädagogischen Praxisfeld der Austauschforschung Etablierung des Begriffs in der internationalen und interkulturellen Jugendarbeit alternative Begrifflichkeiten: antirassistische Bildungsarbeit oder antirassistische Erziehung Unterscheidung zwischen ungesteuertem und gesteuertem interkulturellen Lernen

6 II. 2.1 Ziele 2 Leitmotive: 1. Anerkennung 2. Gleichheit In Bezug auf identitätsrelevante Kulturelemente oder kulturelle Praxen (Religion und Sprache) Ungeachtet der ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, der Sprache und anderer fiktiven oder realen Gruppenmerkmale Autonomie des Individuums und seiner kulturellen Praxen Gleiche Partizipationschancen Toleranz gegenüber anderen Kulturen Überwindung von Vorurteilen Kooperations- und Konfliktfähigkeit

7 II. 2.2 Ziele - Qualifikation des Rollenhandelns ( von Lothar Krappmann 1971) Empathie Rollendistanz Ambiguitätstoleranz Frustrationstoleranz ist die Fähigkeit eines Menschen, sich kognitiv in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, seine Gefühle zu teilen und sich damit über sein Verstehen und Handeln klar zu werden (Einfühlungsvermögen) ist die Fähigkeit in einer Konfrontation mit fremden Wertesystemen, die eigenen Bedürfnisse in die Interaktion mit einzubringen ohne sich selbst aufzugeben ist die Fähigkeit, kulturell bedingte Unterschiede die schwer verständlich oder sogar inakzeptabel erscheinen, wahrzunehmen und nicht negativ oder vorbehaltlos positiv zu bewerten ist die Fähigkeit, Enttäuschungen zu kompensieren oder Bedürfnisse aufzuschieben, ohne dabei in Aggression oder Depression zu verfallen

8 II. 2.3 Selbstreflexion Zur Bearbeitung: von universalistischen und ethnozentralistischen Weltbildern von eigenen negativen Anteilen, die auf marginale Gesellschaftsgruppen projiziert werden von eigenen Ängsten in Bezug auf alles Fremde eigener Vorurteile, und diese anzustreben anstatt sie zu überwinden

9 Vierstufiges Modell von Winter (1988) Aneignung grundlegenden Orientierungswissens und sozialer Umgangsformen Erfassung von Werthaltungen und Normen Situationsangemessenes Interagieren auf Grund angemessener Interpretation Wiederholen interkultureller Kontakte

10 Methodische Prinzipien und institutionelle Rahmenbedingungen Gespräche Interaktionsspiele Gleichheit, Kooperation und der Verzicht auf wettbewerbsorientierte Beziehungen Verhinderung von Gruppenbildung Offenheit für Kontakte und Kooperation

11 III. 3.1 Diskussion- Hat Interkulturelles Lernen in der Institution Schule eine Chance? Zum Einen: Kontakt mit anderen Kulturen Weltbilder kommen nicht zum Tragen Gutes Sozialklima Zum Anderen: Migrantenjugendliche meist in Hauptschulen mehrgliedrige Sekundarstufe Förderung des Wettbewerbdenkens Gruppenbildung

12 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Wir sind nicht alle gleich aber gleich viel wert

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