SBA-Datenblatt 2014 ÖSTERREICH

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1 DE Unternehmen und Industrie SBA-Datenblatt 2014 ÖSTERREICH Auf einen Blick Österreichs KMU-Sektor ist auch während der Krise weiter gewachsen. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2009 stieg die Zahl der Firmen 2013 um weitere auf mehr als Die neu gegründeten Firmen schufen (zusammen mit den bereits bestehenden Unternehmen) nahezu zusätzliche Arbeitsplätze, was einem Nettozuwachs von mehr als 5 % während der Jahre entspricht. Gleichzeitig nahm die Wertschöpfung um mehr als 17 % zu. Mittlere Betriebe ( Beschäftigte) wiesen dabei hinsichtlich der Wertschöpfung (mit 25 %) die größte Wachstumsrate auf, die bedeutend höher ausfällt als bei den Kleinstunternehmen (15 %) und den kleinen Unternehmen (11 %). Die gute Leistung der mittleren Unternehmen war zum Teil dem Anstieg der Exporte der letzten Jahre zu verdanken. Interessanterweise nahm die Beschäftigung in Kleinstunternehmen um 5,4 % zu, in kleinen Unternehmen um 4,7 %, wohingegen der Anstieg bei mittleren Firmen 5,2% betrug. Der konstante Anstieg war in allen Sektoren zu beobachten, wobei Dienstleistungen an erster Stelle liegen. Österreich weist eines der wettbewerbsfähigsten SBA-Profile (SBA = Small Business Act) in der EU auf. In diesem Jahr übertraf Österreich den EU-Durchschnitt bei nicht weniger als den sechs Anzeigern für die Bereiche Eine zweite Chance, Binnenmarkt, Zugang zu Finanzierungsmitteln, Kompetenzen und Innovation sowie Umwelt und Internationalisierung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bei vielen Indikatoren während der letzten sechs Jahre einiges gebessert hat. Sensibilisierung der Behörden ist die einzige Kategorie, bei der Österreich unter dem EU-Durchschnitt liegt. Die Probleme beschränken sich auf einige spezifische, eng begrenzte Bereiche, wie beispielsweise hohe Anforderungen in Bezug auf Kapitalrücklagen. Viele dieser Probleme werden bereits in Angriff genommen. In fünf Bereichen haben sich die Bedingungen seit 2008 konsequent und ohne Rückschritte in auch nur in einer einzigen Kategorie verbessert. Für viele KMU ist aber der Fachkräftemangel in einigen Branchen, besonders der Mangel an IT-Fachkräften, zunehmend problematisch. Aufgrund der Nationalratswahlen im Jahr 2013 stand die Politik im KMU-Bereich eine Zeit lang still, weshalb während des Berichtszeitraums kaum Fortschritte bei der Einführung neuer Maßnahmen zu verzeichnen waren. Österreich setzte 2013 insgesamt zwölf neue Maßnahmen um, die sich auf sechs der zehn SBA-Politikbereiche bezogen. Vorläufigen Prognosen für zufolge wird die Zahl der KMU um weitere 6000 (+2,1 %) ansteigen und einen geschätzten Nettozuwachs von Arbeitsplätzen (+1 %) mit sich bringen. Hinweise zu den SBA-Datenblättern 1 Beim Small Business Act für Europa (SBA) handelt es sich um die politische Leitinitiative der EU zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Er umfasst eine Reihe politischer Maßnahmen, die nach zehn Grundsätzen von Förderung unternehmerischer Initiative über Sensibilisierung der Behörden bis zu Internationalisierung untergliedert sind. Bei der Überprüfung des Small Business Act wurde 2011 eine bessere Überwachung empfohlen, um die Steuerung des SBA zu verbessern. Die jährlich veröffentlichten Datenblätter zum SBA sollen dazu beitragen, aktuelle Trends und die einzelstaatliche KMU-Politik besser zu verstehen. Unternehmen und Industrie

2 1. KMU in Österreich Basisdaten Anzahl Unternehmen Anzahl Beschäftigte Wertschöpfung Österreich EU 28 Österreich EU 28 Österreich EU 28 Anzahl Anteil Anteil Anzahl Anteil Anteil Mrd. EUR Anteil Anteil Kleinstuntern % 92.4% % 29.1% % 21.6% Kleine Untern % 6.4% % 20.6% % 18.2% Mittlere Untern % 1.0% % 17.2% % 18.3% KMU % 99.8% % 66.9% % 58.1% Große Untern % 0.2% % 33.1% % 41.9% Gesamt % 100.0% % 100.0% % 100.0% Schätzwerte für das Jahr 2013 von DIW Econ auf Grundlage der Werte aus der Datenbank Strukturelle Unternehmensstatistik (Eurostat). Die Daten beziehen sich auf die Unternehmenswirtschaft, darunter fallen Industrie, Baugewerbe, Handel und Dienstleistungen (NACE Rev. 2 Abschnitte B bis J, L, M und N). Nicht berücksichtigt wurden Unternehmen in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei oder überwiegend nicht marktbestimmten Dienstleistungen etwa im Bildungs- und Gesundheitswesen. Der Vorteil der Eurostat-Daten ist, dass die Statistiken der verschiedenen Länder harmonisiert wurden und sich für den Ländervergleich eignen. Der Nachteil ist, dass diese Daten bei einigen Ländern von den Angaben der nationalen Behörden abweichen können. Auf die österreichischen KMU, bei denen mehr als zwei Drittel aller Beschäftigten tätig sind, entfallen 61 % der Wertschöpfung. Diese Werte sind knapp höher als der EU-Durchschnitt. Der Anteil an Kleinstunternehmen ist bei den Beschäftigten jedoch um 4 Prozentpunkte niedriger als der EU- Durchschnitt, was deutlich macht, dass Kleinstunternehmen für die österreichische Wirtschaft relativ von geringerer Bedeutung sind. Kleine und mittlere Unternehmen sind in Österreich von größerer Relevanz. Wie überall in der EU gibt es auch in Österreich die meisten KMU (25 %) im Sektor Groß- und Einzelhandel, in dem 23 % der bei KMU Beschäftigten tätig sind und 20 % der Wertschöpfung aller KMU erwirtschaftet werden. Das verarbeitende Gewerbe hat ebenfalls einen bemerkenswert hohen Anteil an der von KMU generierten Wertschöpfung (20 %). Der Sektor Beherbergung und Gastronomie ein Teil der gut entwickelten Tourismusbranche des Landes spielt hier eine bedeutendere Rolle als durchschnittlich in der EU: 15 % (EU: 8 %) aller KMU Österreichs sind in diesem Sektor tätig, stellen 15 % (EU: 9 %) aller Arbeitsplätze und generieren 7 % (EU: 4,5 %) der KMU-Wertschöpfung. Österreichs KMU-Sektor ist auch während der Krise weiter gewachsen. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2009 stieg die Zahl der Firmen im Jahr 2013 um weitere auf mehr als Die neu gegründeten Firmen schufen zusammen mit bereits bestehenden Firmen nahezu zusätzliche Arbeitsplätze, was einem Nettozuwachs von mehr als 5 % im Zeitraum entspricht. Gleichzeitig nahm die Wertschöpfung um mehr als 17 % zu. Die Untergruppe von mittleren Betrieben ( Beschäftigte) zeigte hinsichtlich der Wertschöpfung die größte Wachstumsrate (25 %), die bedeutend höher ist als die entsprechende Wachstumsrate der Kleinstunternehmen (15 %) und kleinen Unternehmen (11 %). Die gute Leistung der mittleren Unternehmen lag zum Teil am Anstieg der Exporte der letzten Jahre. Interessanterweise nahm die Beschäftigung in Kleinstunternehmen um 5,4 % zu, in kleinen Unternehmen um 4,7 %. Dagegen betrug der Anstieg bei mittleren Firmen 5,2. Der konstante Anstieg war in allen Sektoren zu beobachten, wobei Dienstleistungen an der Spitze stehen. In der Immobilienbranche stieg die KMU- Wertschöpfung um 23 % an, im Sektor Groß- und Einzelhandel um 20 % und im Sektor Information und Kommunikation um 18 %. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: Das BIP-Wachstum und die niedrigen Arbeitslosenquoten im Zeitraum wirkten sich positiv auf die Immobilienaktivitäten aus. Darüber hinaus hat sowohl bei den professionellen Anlegern als auch bei den Privatpersonen die Risikoaversion zugenommen, weshalb sie zunehmend auf Immobilien setzten. Die KMU im Groß- und Einzelhandelssektor profitieren vom Exportwachstum. Den KMU in der sektorübergreifenden Branche Information und Kommunikation kommen die günstigen Trends der anderen Sektoren der gewerblichen Wirtschaft zugute. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 2

3 Verglichen mit der Leistung von Großunternehmen (GU) war die Leistung der KMU im Sektor freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen herausragend. Die KMU- Wertschöpfung stieg zwischen 2009 und 2013 um 16 % an, wodurch in diesem Schlüsselsektor zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden (ein Anstieg um 14 % seit 2008), während dieser Wert bei den GU um 11 % fiel. Die hervorragende Leistung der KMU in diesem Sektor wird auch den politischen Entwicklungen zugeschrieben, vor allem der FTI- Strategie (Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation). Vorläufigen Daten für 2013 zufolge betrug die Zahl der Unternehmensgründungen rund , ein Anstieg um 1300 neue Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr, wobei jedoch die Gesamtzahl der von 2010 entspricht. Die Anzahl an Unternehmensgründerinnen erreichte einen Höchststand (58 %), was auch verschiedenen Maßnahmen zur Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen zu verdanken ist, darunter die Verbesserung der Regelungen für Wochen- und Kinderbetreuungsgeld für Unternehmer. Darüber hinaus wurde 2013 eine neue Form der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) eingeführt: die GmbH light. Das war ein bedeutender Schritt, um unter den Unternehmensgründungen insgesamt dem sinkenden Anteil dieser Art von Unternehmen zu begegnen, der zuletzt nur rund 10 % ausmachte. Die GmbH light-regelung unterstützt junge und kleine Firmen, indem sie ihnen ermöglicht, nur EUR Stammkapital einzubringen, statt bisher EUR. Nach der Bildung der neuen Regierung in Österreich wurde die GmbH light aber überarbeitet, da bestehende und/oder größere Firmen auf diese Form umstiegen und sich als GmbH light neu gründeten, was möglicherweise zu sinkenden Steuereinnahmen hätte führen können. Das Gesetz wurde geändert, um diesem Problem zu begegnen. Was die Überlebensrate von Start-ups betrifft, sind 95 % der Firmen nach dem ersten Jahr noch immer am Markt aktiv; ihr Anteil betrug 80 % nach drei Jahren, 68 % nach fünf Jahren und 60 % nach sieben Jahren. Der Großteil der Unternehmensgründungen des Jahres 2013 war im Sektor Gewerbe und Handwerk sowie in den Sektoren Information und Consulting zu verzeichnen. Gleichzeitig gingen die Insolvenzen 2013 im Vergleich zum Jahr 2012 um 10 % und die Verbindlichkeiten um 13 % zurück. In dieser Berechnung ist die Insolvenz der ALPINE Bau GmbH nicht enthalten, die die größte Insolvenz in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg darstellt und möglicherweise die Gesamtverbindlichkeiten verdoppeln wird. Abgesehen von diesem Einzelfall gab es insgesamt jedoch weniger und kleinere Insolvenzen. Die Gesamtzahl der Insolvenzen im Jahr 2013 liegt unter dem Durchschnitt der letzten 14 Jahre. Für 2014 wird erwartet, dass sich Österreichs Wirtschaft mäßig, aber konstant erholen wird. Laut den jüngsten Prognosen wird Österreich gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft wachsen und sein BIP um 1,8 % erhöhen. Nach einer Periode mit geringen Investitionen wird eine kräftigere Investitionsdynamik erwartet, die dann dem wirtschaftlichen Wachstum zugutekommen würde. Dieser Prognose liegen zwei Ursachen zugrunde: die verbesserte Finanzierungssituation und der dringende Bedarf an Ersatzinvestitionen. Jüngste Erhebungen bestätigen die positiven Aussichten. Die meisten Indikatoren, die vom Wirtschaftsbarometer Austria erhoben wurden, zeigen erstmals seit 2010 einen optimistischen Ausblick auf die nächsten zwölf Monate. Obwohl der Status quo unter dem der vergangenen sechs Monate liegt, sind die Prognosen für das nächste Jahr positiv. Die KMU bewerten ihre individuelle Lage optimistischer als das allgemeine wirtschaftliche Klima. Die Erwartungen in Bezug auf Investitionen und Beschäftigung sind gedämpft, aber die Trends im Hinblick auf Ausfuhren und Gesamtumsätze sind positiv. Vor diesem Hintergrund deuten die vorläufigen Prognosen für auf einen Anstieg der Zahl der KMU um weitere 6000 (+2,1 %), mit einem Nettozuwachs von Arbeitsplätzen (+1 %). Folglich setzt sich der Aufschwung fort, wenn auch mit langsamerem Tempo. Das überrascht aber nicht, die Arbeitslosigkeit in Österreich ohnehin schon vergleichsweise gering ist. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 3

4 KMU-Trends in Österreich 2 SBA-Datenblatt 2014 Österreich 4

5 2. Das SBA-Profil Österreichs 3 Österreich weist eines der wettbewerbsfähigsten SBA-Profile in der EU auf. Dieses Jahr übertraf Österreich den EU-Durchschnitt in nicht weniger als sechs Bereichen. Dabei handelt es sich um die Bereiche Eine zweite Chance, Binnenmarkt, Zugang zu Finanzierungsmitteln, Kompetenzen und Innovation sowie Umwelt und Internationalisierung. Wie schon im Vorjahr ist Sensibilisierung der Behörden die einzige Kategorie, in der Österreich unter dem EU-Durchschnitt liegt. Aber sogar in diesem Bereich kam es in den letzten sechs Jahren zu Verbesserungen. Folglich beschränken sich die Probleme auf einige spezifische, eng begrenzte Bereiche. Einige davon werden derzeit bereits in Angriff genommen. Österreichs Profil wird zudem dadurch gestärkt, dass sich die Bedingungen in fünf Bereichen seit 2008 kontinuierlich verbessert haben, ohne dass es zu Rückschritten in anderen Bereichen gekommen ist. Da 2013 die Nationalratswahlen stattfanden, war es nicht überraschend, dass die Politik im KMU-Bereich eine Zeit lang still stand. Folglich waren die SBA- Fortschritte in Bezug auf die Zahl der neu eingeführten Maßnahmen während des Bezugszeitraums moderat. Insgesamt setzte Österreich zwölf neue Maßnahmen um, die sich auf sechs der zehn SBA-Politikbereiche bezogen. Dabei sollte beachtet werden, dass es in der Vorperiode einen Anstieg der Aktivitäten im Bereich der KMU- Politik gegeben hatte. Neben neuen Maßnahmen wurde 2013 auch eine große Zahl an Maßnahmen aus der Zeit vor 2013 umgesetzt. Vor diesem Hintergrund zeigte der Bereich Zugang zu Finanzierungsmitteln die meisten Fortschritte, was die Zahl der im Zeitraum neu eingeführten Maßnahmen betrifft. Zu den Beispielen für Maßnahmen, die während des Bezugszeitraums eingeführt wurden, zählen: die Initiative European Angels Fund Austria, der KMU-Bonitätsrechner (eine kostenlose Online-Berechnungshilfe, die Unternehmen ermöglicht, ihre Kreditwürdigkeit zu bestimmen), die Anhebung der Schwelle für Wertpapierprospekte von EUR auf EUR, was Projekten und Start-ups die Möglichkeit für eigenkapitalbasiertes Crowdfunding mit einem Investitionsvolumen von bis zu EUR eröffnet, ohne ein teures Prospekt erstellen zu müssen, sowie Exportförderungskredite (günstige Kredite für Tourismusunternehmen mit Forderungen aus Ausfuhrgeschäften). In Bezug auf die Bereiche Kompetenzen und Innovation sowie Förderung unternehmerischer Initiative wurden durch die neuen Maßnahmen Initiativen ins Leben gerufen, um Unternehmergeist und praktische Unterstützungen für KMU zu fördern. Ein weiteres Zeichen für Österreichs Engagement für die KMU-Politik ist, dass das Land seine gute Umsetzungsrate beibehielt. Alle Maßnahmen, die 2012 und Anfang 2013 angekündigt worden waren, wurden auch angenommen und umgesetzt (z. B. die Gewerbeordnung 1994 GewO 1994 / Geplante Änderungen, der KMU-Test, das Gewerberegister NEU, Änderungen der Gewerbeordnung, Änderungen am Zahlungsverzugsgesetz und Änderungen zum Arbeitsvertragsrecht-Anpassungsgesetz). Die Koordinierungsstelle für die Umsetzung des SBA ist weiterhin das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. An der SBA-Umsetzung sind jedoch auch noch andere Bundesministerien beteiligt, etwa das Bundesministerium für Finanzen oder das Bundesministerium für Justiz. Auch die österreichischen Wirtschaftskammern sind wichtige Antriebskräfte. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie die Wirtschaftskammern entwickelten das gemeinsame Aktionsprogramm , das de facto das SBA- SBA-Datenblatt 2014 Österreich 5

6 Umsetzungsprogramm darstellt. Es betrifft besonders die Politikbereiche Förderung unternehmerischer Initiative, Eine zweite Chance, Zugang zu staatlichen Beihilfen und zum öffentlichen Beschaffungswesen, Zugang zu Finanzierungsmitteln sowie Kompetenzen und Innovation. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktivem Unternehmertum und intelligentem Wachstum. Darüber hinaus wurde mit Unterstützung einer neu eingeführten, ministerienübergreifenden Taskforce an der Umsetzung des Aktionsplans Unternehmertum 2020 gearbeitet.know-how, Informationsaustausch und Vernetzung sind dabei die Hauptthemen. Die Taskforce koordiniert künftige Aktivitäten und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Es gibt einen KMU-Beauftragten, der auf politischer Ebene die Arbeit der verschiedenen politischen Akteure (Ministerien, Wirtschaftskammern) koordiniert. Österreichs SBA-Bilanz: Derzeitiger Stand und Entwicklung im Zeitraum Das Prinzip Vorfahrt für KMU Das Prinzip Vorfahrt für KMU zählt zu den Bereichen, in denen Österreich bedeutende Fortschritte erzielte. Maßnahmen wie der KMU-Test, die Reform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und ein Programm für Machbarkeitsstudien unterstützen Start-ups und kleine KMU allgemein und fügen sich gut in weitere Maßnahmen in den Bereichen Zugang zu staatlichen Beihilfen und zum öffentlichen Beschaffungswesen, Zugang zu Finanzierungsmitteln und Kompetenzen und Innovation ein. Der gemäß der österreichischen Gesetzgebung seit 2013 erforderliche KMU-Test befasst sich mit den Auswirkungen von Gesetzen und Vorschriften auf KMU. So entwickelte das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft einen Fragebogen, der die Auswirkungen von Gesetzen und Vorschriften auf KMU im Rahmen der Entscheidungsprozesse des Bundes prüft. Innerhalb des Berichtzeitraums wurde die Reform der Gesellschaft SBA-Datenblatt 2014 Österreich 6

7 mit beschränkter Haftung umgesetzt. Die neue GmbH-light-Regelung hilft insbesondere jungen und kleinen Unternehmen, indem sie ihnen ermöglicht, (während der ersten zehn Jahre ihres Bestehens) nur EUR Stammkapital einzubringen, statt bisher EUR. Nachdem die neue Regierung gebildet worden war, wurde die GmbH-light-Regelung überarbeitet. Das Mindeststammkapital einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, das 2013 auf EUR reduziert worden war, wurde wieder auf den bisherigen Betrag von EUR erhöht. Vom Anteil des Stammkapitals, der in bar eingebracht werden muss, müssen mindestens EUR bei der Gründung der GmbH einbezahlt werden, statt des Betrags von 5000 EUR, auf den die Zahlung reduziert worden war. Damit die Rechtsform einer GmbH für Unternehmer mit begrenzten finanziellen Ressourcen attraktiv bleibt, sorgt eine neu eingeführte Bestimmung für ein Gründungsprivileg. Das bedeutet, dass eine GmbH mit einem privilegierten Barbeitrag von nur EUR gegründet werden kann, wobei EUR einbezahlt werden müssen. Sacheinlagen sind in diesen Fällen nicht möglich. Mit dem Programm für Machbarkeitsstudien werden Machbarkeits- und Proof-of-concept -Studien finanziert (bis zu EUR pro Machbarkeitsstudie), um neue Innovationen und F&E-Aktivitäten in KMU/Start-ups zu fördern. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 7

8 Förderung unternehmerischer Initiative Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) Unternehmerische Aktivität im Frühstadium (%); 2012; Österreich: 9.6; EU-DS: 8 Unternehmerische Aktivität im Frühstadium, weibliche Bevölkerung (%); 2012; Österreich: 8.1; EU-DS: 6 Quote der Eigentümer etablierter Unternehmen (%); 2012; Österreich: 7.6; EU-DS: 6.4 Gelegenheitsbedingte unternehmerische Initiative (%); 2012; Österreich: 38; EU-DS: 47 Unternehmerische Absichten (Anteil der Erwachsenen, die innerhalb der nächsten 3 Jahre ein Unternehmen gründen wollen, in %); 2012; Österreich: 8.6; EU-DS: 13.5 Anteil der Erwachsenen, nach deren Meinung Schulbildung bei ihnen die Entwicklung des unternehmerischen Geistes gefördert hat (in %); 2012; Unternehmer als wünschenswerte Laufbahn (%); 2012; Österreich: 46; EU-DS: 56.9 Anteil der Erwachsenen, nach deren Meinung erfolgreiche Unternehmer einen hohen gesellschaftlichen Status genießen (in %); 2012; Österreich: 76; EU-DS: 65.5 Medienaufmerksamkeit für unternehmerische Initiative (in %); 2007; Österreich: 57; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Österreich liegt im Bereich Förderung unternehmerischer Initiative wie bereits in den vergangenen Jahren im EU-Durchschnitt. Wie die Zahlen in obigem Abschnitt belegen, verfügt Österreich über ein hohes Niveau an unternehmerischen Aktivitäten. Der Anteil bestehender Unternehmenseigentümer an der Gesamtbevölkerung sowie die Indikatoren zur Rate des frühen Unternehmertums, einschließlich der Beteiligung von Unternehmerinnen, liegen weit über dem EU-Durchschnitt. Sie haben sich auch seit dem Beginn der Krise verbessert. Die Indikatoren, die das gesellschaftliche Umfeld der österreichischen KMU beschreiben, liegen ebenfalls über dem Durchschnitt. Das gilt auch für jene Indikatoren, die den Status, den erfolgreiche Unternehmer genießen, die Aufmerksamkeit, die ihnen in den Medien zuteilwird, und die Rolle der Schulbildung bei der Entwicklung von Unternehmergeist beschreiben. Auf den ersten Blick mag es erstaunen, dass Österreich in Bezug auf zukünftige Unternehmer, d. h. den Anteil an Personen in der Bevölkerung, die beabsichtigen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und das Unternehmertum als erstrebenswerte Karrieremöglichkeit betrachten, unter dem Durchschnitt liegt (46 % gegenüber 57 % in der EU). 5 Aufgrund der gesunden Arbeitsmarktsituation Österreichs insbesondere für hochqualifizierte Fachleute ist es für potenzielle Unternehmer jedoch attraktiver, einen sicheren Posten und ein gutes Gehalt bei bereits bestehenden Firmen anzunehmen, und zwar sogar noch mehr als in den Vorjahren. Die Politikfortschritte in diesem Bereich fielen 2013 und im ersten Quartal des Jahres 2014 nach einer außergewöhnlich aktiven Periode insbesondere im Jahr 2012 mäßig aus. Die wichtigste Maßnahme im Berichtzeitraum war die Verlängerung des 1995 gegründeten JUNIOR-Programms zur Förderung des unternehmerischen Denkens, das Schülern (im Alter von 15 bis 19 Jahren) ermöglicht, (für die Dauer eines Schuljahrs) echte Start-ups zu gründen und ihre Produkte und Dienstleistungen am Markt anzubieten. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 8

9 Eine zweite Chance Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) Dauer des Insolvenzverfahrens (in Jahren); 2014; Österreich: 1.1; EU-DS: 2 Kosten des Insolvenzverfahrens (Kosten der Schuldenbereinigung in % der Vermögensmasse des Schuldners); 2014; Österreich: 10; EU-DS: Grad der Unterstützung für eine zweite Chance (in %); 2012; Österreich: 77; EU-DS: 82 Angst vor dem Scheitern, Quote (%); 2012; Österreich: 36; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Österreich liegt im Bereich Eine zweite Chance über dem EU-Durchschnitt. Hauptgrund hierfür ist der vergleichsweise positive Rechts- und Regulierungsrahmen. Im Durchschnitt braucht es etwas mehr als ein Jahr, um einen Insolvenzfall zu lösen, im Vergleich zu zwei Jahren in anderen EU- Mitgliedstaaten. Obwohl die Politik vergleichsweise förderliche Bedingungen für einen zweiten Anlauf schafft, ist die allgemeine Unterstützung seitens der Gesellschaft für Personen, die nach einem Misserfolg einen Neuanfang wagen, relativ gering (77 % gegenüber 82 % in der EU). Die Fortschritte in diesem Bereich im Jahr 2013 und in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 sind begrenzt, da keine Maßnahmen von Bedeutung eingeführt wurden. Darüber hinaus steht seit 2012 die Annahme des neuen Insolvenzrechts aus, mit dem die Empfehlungen des SBA-Aktionsplans zur weiteren Verringerung des Schuldenerlasses nach der Insolvenz und der Abwicklungszeiten für ehrliche Unternehmer umgesetzt werden sollen. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 9

10 Sensibilisierung der Behörden Zeitaufwand für eine Unternehmensgründung (Kalendertrage); 2013; Österreich: 10; EU-DS: 4.2 Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) Kosten einer Unternehmensgründung (EUR); 2013; Österreich: 305; EU-DS: 318 Einzuzahlendes Mindestkapital (% des Pro-Kopf-Einkommens); 2014; Österreich: 47.8; EU-DS: Zeitaufwand für Eigentumsübertragung (Kalendertage); 2014; Österreich: 20.5; EU- DS: 27.7 Kosten der Eigentumsübertragung (% des Eigentumswertes); 2014; Österreich: 4.6; EU-DS: 4.7 Anzahl Steuerzahlungen pro Jahr; 2014; Österreich: 12; EU-DS: Zeitliche Belastung durch die wichtigsten Steuerzahlungen (Stunden pro Jahr); 2014; Österreich: 166; EU-DS: Kosten der Vertragsdurchsetzung (% der Forderung); 2014; Österreich: 18; EU-DS: Schnell veränderliche Rechtsvorschriften und Maßnahmen sind ein Problem für die geschäftliche Tätigkeit (% der Auskunftgebenden, die zustimmen); 2013; Österreich: 54; EU-DS: 70 Die Komplexität der Verwaltungsverfahren ist ein Problem für die geschäftliche Tätigkeit (% der Auskunftgebenden, die zustimmen); 2013; Österreich: 51; EU-DS: 63 KMU, die online mit Behörden verkehren (%); 2013; Österreich: 92.07; EU-DS: Lizenz- und Genehmigungssysteme (1=geringster Grad von Komplexität, 26=höchster Grad von Komplexität); 2011; Österreich: 22; EU-DS: Belastung durch behördliche Vorschriften (1=aufwändig, 7=nicht aufwändig); 2013; Österreich: 3.4; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Wie auch in den letzten beiden Jahren liegt Österreich im Bereich Sensibilisierung der Behörden unter dem EU-Durchschnitt. Diese Gesamtbewertung wird aber durch die sehr niedrigen Werte dreier Indikatoren verzerrt. Allgemein ist das administrative Umfeld relativ wettbewerbsfähig. Zum Beispiel beklagen sich weit weniger österreichische KMU über Probleme aufgrund rascher Änderungen in der Gesetzgebung und Politik (54 % gegenüber 70 % in der EU) oder die Komplexität administrativer Verfahren (51 % gegenüber 63 %). Die Indikatoren, die die Gesamtbewertung abschwächen, haben sich seit dem letzten Jahr nicht geändert. Dazu zählen: die Gründungszeit (für GmbH), 6 der Betrag des einzuzahlenden Mindestkapitals und das Genehmigungsverfahren. Diese Faktoren sind jedoch im relativen Zusammenhang zu betrachten. Erstens sind die Gründungszeiten nur für diese bestimmte Gesellschaftsform vergleichsweise lang. Für andere Formen ist die Gründungszeit kürzer. Einzelunternehmen können in Österreich innerhalb eines Tages gegründet werden. Was das einzuzahlende Mindestkapital betrifft, wurde der erforderliche Betrag durch die Reform des GmbH- Gesetzes (GmbH Neu) mit Wirkung vom 1. Juli 2013 von EUR auf EUR gesenkt. Auch die Genehmigungsverfahren können je nach Sektor sehr unterschiedlich sein. Kurzum: Die drei erwähnten Indikatoren sind eher die Ausnahme als die Regel. Alle anderen Indikatoren liegen über dem EU- Durchschnitt. Die Zeit, um Steuerpflichten nachzukommen, liegt unter dem EU-Durchschnitt (166 SBA-Datenblatt 2014 Österreich 10

11 gegenüber 193 Tagen), und die Steuerlast für österreichische KMU ist etwas geringer. Auch sind für KMU in Österreich die Kosten im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Verträgen niedriger als im Schnitt für KMU in der EU. Die letzten Jahre waren ein Beleg für die Entschlossenheit der Regierung, das Regulierungsumfeld zu verbessern. Insbesondere 2012 wurde eine Reihe von neuen Maßnahmen ergriffen. Vor diesem Hintergrund wurden die über die 12 Monate bis Ende März 2014 erzielten Fortschritte als begrenzt betrachtet, was die Einführung neuer Maßnahmen anbelangt. Einige zuvor bereits eingeleitete Maßnahmen halten noch an und sind mit den ursprünglichen Plänen im Einklang. Zum Beispiel gibt es Fortschritte mit dem neuen Gewerberegister (eine Maßnahme, die letztes Jahr angekündigt worden war), das Daten aus 14 Vorgängerdatenbanken kombiniert, die Suche sowie die Ausgabe von statistischen Daten erleichtern wird und 2015 abgeschlossen sein soll. Dasselbe gilt für das Unternehmensserviceportal, eine Initiative, die mehrere E-Government-Anwendungen für Unternehmen wie beispielsweise Steuerformulare und Genehmigungen auf einem einzigen Portal kombiniert. Beide Maßnahmen starteten Österreich richtete im Zuge der Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG neun einheitliche Ansprechstellen ein (www.eap.gv.at). Diese werden schrittweise im Hinblick auf eine bessere Benutzerfreundlichkeit (Übersetzung von Informationen und Verfahren ins Englische, weitere Informationen, Benutzerführung) weiterentwickelt. Zugang zu staatlichen Beihilfen und zum öffentlichen Beschaffungswesen KMU-Anteil am Gesamtwert der vergebenen öffentlichen Aufträge (%); 2013; Österreich: 30; EU-DS: 29 Anteil der Unternehmen, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen (%); 2013; Österreich: 37; EU-DS: 37 Durchschnittliche Zeitspanne bis zum Eingang von Zahlungen der Behörden (in Tagen); 2013; Österreich: 13; EU-DS: Nutzung elektronischer Beschaffungsverfahren (Anteil der KMU, in %); 2013; Österreich: 14.73; EU-DS: Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) Wie schon im vergangenen Jahr liegt Österreich in diesem Bereich über dem EU-Durchschnitt. Das liegt vor allem daran, dass KMU-Zulieferer von den öffentlichen Stellen in Österreich rasch bezahlt werden. Anderswo in der EU dauern Zahlungen durchschnittlich zwei Wochen länger. Die Teilnahme österreichischer KMU an öffentlichen Ausschreibungen entspricht insgesamt dem EU- Durchschnitt. Der Prozentsatz der Unternehmen, die dies auf elektronischem Weg durchführen, ist aber etwas höher (ca. 15 % gegenüber 13 %), sodass Österreich in diesem Bereich weiterhin über dem EU- Durchschnitt liegt. Wie schon im letzten Jahr gab es 2013 und in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 mäßige Fortschritte. Das Innovationsscheck-Programm unterstützt erste Kontakte zwischen Forschungseinrichtungen und KMU. Die Maßnahme wurde während des Berichtzeitraums weiterentwickelt, indem der bestehende Kleine Innovationsscheck durch den Innovationsscheck Plus ergänzt wurde. Das Leitkonzept für eine innovationsfördernde öffentliche Beschaffung in Österreich, das im Vorjahresbericht erwähnt wurde, hatte formal im September 2012 begonnen und wurde 2013 umgesetzt. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 11

12 Zugang zu Finanzierungsmitteln Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) Abschlägig beschiedene Darlehensanträge und inakzeptable Darlehensangebote (Anteil der KMU-Darlehensanträge, in %); 2013; Österreich: 3.7; EU-DS: 14.4 Zugang zu öffentlichen Finanzierungsmitteln einschließlich Bürgschaften (Anteil der Befragten, die eine Verschlechterung meldeten, in %); 2013; Österreich: 10.1; EU- DS: 17.3 Bereitwilligkeit der Banken zur Darlehensvergabe (Anteil der Befragten, die eine Verschlechterung meldeten, in %); 2013; Österreich: 17; EU-DS: 24.6 Relativer Unterschied zwischen dem Zinssatzniveau bei Darlehen bis zu 1 Mio. EUR und Darlehen über 1 Mio. EUR (in %); 2013; Österreich: 23.77; EU-DS: Gesamtzeitraum bis zur Auszahlung (Anzahl der Tage); 2013; Österreich: 34.67; EU-DS: Zahlungsausfälle (Anteil des Gesamtumsatzes, in %); 2013; Österreich: 2.1; EU-DS: 3.83 Wagniskapitalinvestitionen (% des BIP); 2012; Österreich: 0.008; EU-DS: 0.04 Index der Stärke der gesetzlichen Rechte (0-10); 2014; Österreich: 7; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Das Gesamtergebnis Österreichs beim Zugang zu Finanzierungsmitteln lag in den letzten vier Jahren über dem EU-Durchschnitt. Es wurden anteilsmäßig nur wenige KMU-Kreditanträge abgelehnt gaben nur 3,7 % der österreichischen KMU an, dass ihr Antrag abgelehnt worden war. Der Anteil an KMU, die diesbezüglich eine Verschlechterung feststellen, sank ebenfalls (von 31 % im Jahr 2009 auf 17 % im Jahr 2013). Der Zugang zu öffentlicher finanzieller Unterstützung scheint in Österreich leichter zu sein als durchschnittlich in der EU, da 2013 nur 10 % der Unternehmen eine Verschlechterung der Lage meldeten (EU: 17 %). Ein Aspekt, der möglicherweise weiter beobachtet werden sollte, ist der leichte Anstieg der Kosten für die Kreditfinanzierung. Zurzeit entspricht der Zinsenaufschlag auf Kleinkredite bis zu EUR fast dem Wert auf EU-Ebene. In beiden Fällen müssen kleine Kreditnehmer Zinssätze akzeptieren, die um 25 % höher sind als die für größere Kredite. Dieser Aufschlag hat sich in Österreich von nur 8 % im Jahr 2008 bis heute verdreifacht und ist im Begriff, weiter zu steigen. Die Cashflow-Position der österreichischen KMU scheint ebenfalls besser zu sein als in anderen Ländern der EU. Zahlungen erfolgen innerhalb von 16 Tagen (2008 waren es noch 42 Tage), wohingegen sie anderswo in der EU zwei Wochen länger brauchen. Die Zahl der Zahlungsausfälle ist in Österreich ebenfalls niedriger als durchschnittlich in der EU. In Bezug auf alternative Finanzierungsformen, insbesondere Finanzierungen über Eigenkapital, ist die Situation nicht viel besser als anderswo in der EU. Da Risikokapital knapp ist, bilden sich vor allem für junge, technologieintensive Unternehmen, die langfristige Finanzierungen benötigen, Engpässe. Der Anteil an Risikokapital am BIP liegt in Österreich trotz jüngster Initiativen seitens der Regierung weiterhin unter dem EU-Durchschnitt gab es deutliche Fortschritte, die auf den umfangreichen politischen Aktivitäten in den Jahren zuvor, insbesondere 2012 (z. B. mit der Einführung des European Angels Fund Austria), aufbauten. Zahlreiche Maßnahmen wurden in die Wege geleitet: - Die Finanzierung des Wertpapierprospekts und die Anhebung der Schwelle von EUR auf EUR. Dadurch wird die Bandbreite von Projekten und Start-ups, die auf Eigenkapital SBA-Datenblatt 2014 Österreich 12

13 basierendes Crowdfunding als alternative Finanzierungsmethode nutzen können, etwas erweitert. - Der KMU-Bonitätsrechner: eine kostenlose Online-Berechnungshilfe, die KMU ermöglicht, ihre Kreditwürdigkeit zu bestimmen. Das Online-Tool für KMU-Kredit-Rating bietet KMU erstmals die Möglichkeit, ihr Kredit-Rating zu bewerten. - Exportförderungskredite, die aus günstigen Krediten für Tourismusfirmen mit Exportforderungen (z. B. Übernachtungen ausländischer Touristen) und aus einem möglichen Refinanzierungsvolumen von 5,75 % des Auslandsumsatzes bestehen. Darüber hinaus wurde im Programm der neuen Regierung eine verbesserte Crowdfunding-Regelung angekündigt, wobei die Maßnahme noch diskutiert wird. Die Zahlungsverzugs-Richtlinie (Richtlinie 2011/7/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr) wurde umgesetzt. Binnenmarkt Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) KMU mit EU-Warenausfuhren innerhalb der EU (% der KMU im verarbeitenden Gewerbe); 2011; Österreich: 27.2; EU-DS: KMU mit EU-Wareneinfuhren innerhalb der EU (% der KMU im verarbeitenden Gewerbe); 2011; Österreich: 58.77; EU-DS: Von KMU im Ausland gesicherte öffentliche Aufträge (% des Gesamtwerts öffentlicher Aufträge); 2013; Österreich: 11.8; EU-DS: 2.6 Nicht umgesetzte oder notifizierte Binnenmarktrichtlinien (in %); 2013; Österreich: 8; EU-DS: 8.69 Durchschnittliche Verspätung bei der Umsetzung von Richtlinien (in Monaten); 2013; Österreich: 8.9; EU-DS: 8 Anzahl anhängiger Vertragsverletzungsverfahren; 2013; Österreich: 23; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. In diesem Jahr liegt Österreich im Bereich Binnenmarkt über dem EU-Durchschnitt. Das ist hauptsächlich der herausragenden Leistung der KMU zu verdanken, die Einkäufe und Verkäufe mit Geschäftspartnern in der EU tätigen. So exportiert mehr als ein Viertel der herstellenden KMU Österreichs (27 %) an Kunden im Binnenmarkt und damit doppelt so viele wie im EU-Durchschnitt (14 %). Der Unterschied ist bei den Importen sogar noch größer: Fast drei von fünf KMU importieren direkt von einem Partner in der EU (59 % gegenüber 17,5 %). Neben den KMU aus den Beneluxstaaten ist kein anderer KMU-Sektor stärker in den Binnenmarkt eingebunden. Es gibt zwar keine Vergleichszahlen für die Dienstleistungsbranchen, doch sind die Ergebnisse aufgrund von Österreichs gut entwickelter Tourismusindustrie neben anderen Faktoren wahrscheinlich ähnlich. Diese guten Ergebnisse werden noch dadurch abgerundet, dass Österreichs KMU in der Lage waren, einen Anteil von 12 % an öffentlichen Aufträgen im Ausland zu akquirieren, wohingegen dieser Wert bei den übrigen KMU in der EU bei 3 % liegt. Kurzum: Österreichs KMU nutzen das Potenzial des Binnenmarkts aktiver als die meisten anderen KMU in der EU. Auf politischer Ebene sieht das Bild besser aus als in den Jahren zuvor. Österreich unternahm Schritte zur Umsetzung der Binnenmarktvorschriften in nationales Recht. Zum Beispiel hat sich die Zahl der Vertragsverletzungsverfahren von 58 im Jahr 2008 auf nur 23 im Jahr 2013 reduziert. Insgesamt liegt Österreich, was die Umsetzung der Binnenmarktvorschriften in nationales Recht betrifft, weitgehend im Einklang mit anderen Ländern der EU. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 13

14 Angesichts dieser eher günstigen Lage und des sehr hohen Integrationsgrades österreichischer KMU in den Binnenmarkt ist es nicht verwunderlich, dass der Umfang der politischen Aktivitäten in den letzten Jahren eher gering ausgefallen ist gab es nur kleinere Änderungen am Gewerbeordnungsgesetz, um die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu erleichtern. Im Jahr 2013 und in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 wurden keine neuen bedeutenden Maßnahmen verzeichnet. Kompetenzen und Innovation Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) KMU, die Produkt- oder Prozessinnovationen einführen (Anteil der KMU, in %); 2010; Österreich: 42.2; EU-DS: KMU, die Marketing- oder Organisationsinnovationen einführen (Anteil der KMU, in %); 2010; Österreich: 42.33; EU-DS: 40.3 Anteil der KMU mit unternehmensinterner Innovationstätigkeit (Anteil der KMU, in %); 2010; Österreich: 36.35; EU-DS: Innovative KMU, die mit anderen zusammenarbeiten (Anteil der KMU, in %); 2010; Österreich: 20.52; EU-DS: Absatz von Markt- und Firmenneuheiten (Anteil des Umsatzes, in %); 2010; Österreich: 11.92; EU-DS: Anteil der KMU, die online verkaufen; 2013; Österreich: 11.88; EU-DS: Anteil der KMU, die online einkaufen; 2011; Österreich: 40.46; EU-DS: Umsatz im elektronischen Geschäftsverkehr; 2013; Österreich: 11.53; EU-DS: Unternehmen mit Fortbildungsangeboten für ihre Beschäftigten (Anteil aller Unternehmen, in %); 2010; Österreich: 87; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Österreich liegt im Bereich Kompetenzen und Innovation wie bereits in den vergangenen Jahren deutlich über dem EU-Durchschnitt. Fast alle Einzelindikatoren, mit denen Innovation und Qualifikationsniveau gemessen werden, zeigen ein positives Ergebnis. Das herausragendste Ergebnis hinsichtlich der Innovationen ist der hohe Anteil an KMU, die in Innovationskooperationen mit anderen Partnern involviert sind. Jedes fünfte österreichische KMU ist in eine Kooperation dieser Art eingebunden, während das in der EU im Schnitt nur für etwas mehr als jedes zehnte Unternehmen gilt. Darüber hinaus ist die Leistung österreichischer KMU hinsichtlich der Schulung von Beschäftigten bemerkenswert: Fast neun von zehn Unternehmen bilden ihre Angestellten aktiv aus (im EU-Durchschnitt sind es nur zwei Drittel). Die Internet-Kompetenz der österreichischen KMU könnte jedoch verbessert werden. Der Anteil an KMU in Österreich, die über das Internet einkaufen, ist zwar mit zwei von fünf Unternehmen recht hoch (im EU-Durchschnitt tut dies nur jedes vierte Unternehmen). Was aber die aktive Nutzung des Internets als Vertriebskanal betrifft, um die Umsätze aus dem elektronischen Handel zu steigern, müssen die österreichischen KMU im Vergleich zu den Unternehmen in anderen Ländern der EU erst noch nachziehen, da sie bei beiden Indikatoren hinter dem EU-Durchschnitt zurückliegen. Darüber hinaus waren die Ergebnisse bei beiden Indikatoren in den letzten sechs Jahren stagnierend, was möglicherweise auf den Mangel an qualifizierten IT-Mitarbeitern am inländischen Arbeitsmarkt zurückzuführen ist und in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 waren Fortschritte auf KMU-politischer Ebene zu verzeichnen. Diese konzentrierten sich jedoch auf eine kleine Zahl von Maßnahmen, von denen der SBA-Datenblatt 2014 Österreich 14

15 Markt.Chancen.Check die bedeutendste war. Im Rahmen dieser Beratungsmaßnahme, die 2013 von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) eingeführt wurde, werden KMU beraten und neue Marktchancen für deren Produkt-Portfolio analysiert. Dabei ist zu beachten, dass dem Jahr 2013 ein Jahr mit sehr vielen einschlägigen Aktivitäten vorausgegangen war. Umwelt Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) KMU, die Maßnahmen im Interesse der Ressourceneffizienz ergriffen haben (in %); 2013; Österreich: 97; EU-DS: 95 KMU, deren ressourcenschonenden Aktivitäten öffentlich gefördert wurden (in %); 2013; Österreich: 45; EU-DS: 35 KMU, die grüne Produkte oder Dienstleistungen anbieten (in %); 2013; Österreich: 43; EU-DS: 26 KMU mit einem Umsatzanteil grüner Produkte oder Dienstleistungen von über 50 % (in %); 2013; Österreich: 32; EU-DS: 22 KMU, die von staatlichen Fördermaßnahmen für die Produktion grüner Produkte profitiert haben (in %); 2013; Österreich: 28; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. Österreich rangiert im Bereich Umwelt weiterhin vor den anderen EU-Mitgliedstaaten. Die österreichischen KMU liegen bei allen Indikatoren über dem EU- Durchschnitt, was Investitionen in Maßnahmen für eine bessere Ressourceneffizienz und die Bereitstellung von grünen Produkten und Dienstleistungen betrifft. Der beste Wert wird wie in den Jahren zuvor beim Anteil der KMU, die grüne Produkte und Dienstleistungen anbieten, erzielt: 43 % der KMU Österreichs haben diese im Angebot, verglichen mit nur 26 % im EU-Durchschnitt. Diese Indikatoren weisen auch darauf hin, dass die relativ starke politische Unterstützung, die KMU für Investitionen in eine bessere Ressourceneffizienz sowie für die Entwicklung von grünen Produkten und Dienstleistungen erhalten, eine Rolle spielen könnte und in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 gab es auf politischer Ebene nur mäßige Fortschritte. Die wichtigste Maßnahme war die Inländische Umweltförderung. Sie bietet eine Projektförderung für energiesparende Maßnahmen, bei denen nachhaltige Energiequellen verwendet und die Energieeffizienz erhöht werden. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 15

16 Internationalisierung Abweichung vom EU-Durchschnitt (in Standardabweichungen, EU-Durchschnitt=0) KMU mit Warenausfuhren in Nicht-EU-Länder (% der KMU im verarbeitenden Gewerbe); 2011; Österreich: 15.06; EU-DS: 9.68 KMU mit Wareneinfuhren aus Nicht-EU-Ländern (% der KMU im verarbeitenden Gewerbe); 2011; Österreich: 15.72; EU-DS: 8.18 Mit der Einfuhr verbundene Kosten (in USD); 2014; Österreich: 1155; EU-DS: Zeitaufwand für die Einfuhr (in Tagen); 2014; Österreich: 8; EU-DS: Anzahl der für die Einfuhr erforderlichen Unterlagen; 2014; Österreich: 4; EU-DS: 4.68 Mit der Ausfuhr verbundene Kosten (in USD); 2014; Österreich: 1090; EU-DS: Zeitaufwand für die Ausfuhr (in Tagen); 2014; Österreich: 9; EU-DS: Anzahl der für die Ausfuhr erforderlichen Unterlagen; 2014; Österreich: 3; EU-DS: Anmerkung: Grüne Balken (nach rechts gerichtet) = Leistung über dem EU-Durchschnitt, rote Balken (nach links gerichtet) = Leistung unter dem EU-Durchschnitt. In Hinblick auf die Internationalisierung rangiert Österreich in diesem Jahr über dem EU-Durchschnitt und liegt mit nur einer Ausnahme mit allen Indikatoren darüber. Nachdem Österreich ein kleiner, offener Markt ist, spielt der Export-Sektor eine wichtige Rolle. Der internationale Handel ist stark diversifiziert und gut entwickelt, und KMU spielen eine bedeutende Rolle darin. Die österreichische Exportquote (Warenund Dienstleistungsexporte gemessen am BIP) ist von 34,8 % (1995) auf 57,2 % (2012) gestiegen und liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt (EU-27: 44,7 %). Die Importquote erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 35,8 % auf 54,0 % (EU-27: 42,7 %). Im Jahr 2012 stagnierten die traditionellen Exportmärkte eher und waren in einigen Fällen sogar rückläufig. Exporte nach Italien gingen um -9 % zurück, die Exporte nach Spanien um -5 % und die ins Vereinigte Königreich um -3 %. Indes wurden die Exporte in Drittmärkte wie in die USA (+15 %) sowie in asiatische (+4 %) und afrikanische Länder (+12 %) ausgeweitet. Österreichische KMU sind beim Handel mit Drittstaaten aktiver als andere EU-Mitgliedstaaten. Obwohl die Unterschiede weniger offensichtlich sind als beim innergemeinschaftlichen Handel (siehe Abschnitt über den Binnenmarkt), gibt es einen deutlich größeren Anteil an österreichischen KMU, die Ein- und Ausfuhren außerhalb der EU tätigen. Beide Anteile blieben stabil und liegen seit 2008 bei rund 15 %, zumindest was den Fertigungssektor betrifft. Wie im Bereich des Binnenmarkthandels gibt es auch für den internationalen Handel keine vergleichbaren Zahlen für den Dienstleistungssektor. Österreichische KMU profitieren von gut entwickelten und günstigen Bedingungen für den internationalen Handel. Alle relevanten Indikatoren zeigen, dass Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Zum Beispiel erzielt Österreich gute Ergebnisse hinsichtlich des für die Abwicklung der Ein- und Ausfuhren benötigten Zeitaufwands und der Zahl der hierfür erforderlichen Unterlagen, wenngleich die Kosten für Exporte nach Österreich und für Importe aus Österreich weniger vorteilhaft sind. In den vergangenen Jahren (bis 2012) wurde eine Reihe von neuen Initiativen gestartet, darunter die Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und SBA-Datenblatt 2014 Österreich 16

17 Wirtschaft, um die anhaltenden Herausforderungen für die österreichischen Exporte (wie beispielsweise eine zu starke Fokussierung auf EU-Länder und ein zu geringes Angebot an hochtechnologischen bzw. Know-how-intensiven Produkten) zu überwinden. Im Jahr 2013 waren die politischen Fortschritte aber weniger stark ausgeprägt. Das Jahr war mehr durch eine Konsolidierung und geringfügige Änderungen von bereits bestehenden Maßnahmen charakterisiert. Zum Beispiel ist die Internationalisierungsoffensive mit einer zusätzlichen Finanzierung von 31 Mio. EUR für nach wie vor Teil des offiziellen Arbeitsprogramms der Regierung. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 17

18 3. Bewährte Verfahren Im Folgenden wird ein ausgewähltes Beispiel eines interessanten Verfahrens aus Österreich dargestellt, das aufzeigt, was staatlicherseits zur Unterstützung von KMU getan werden kann: Gründerfonds und Business Angel Fonds Diese beiden Maßnahmen müssen zusammen besprochen werden, da sie Teil derselben Initiative sind, um junge Unternehmer zu unterstützen und ihnen einen leichteren Zugang zu Finanzierungsmitteln in einem (sehr) frühen Stadium der Unternehmensgründung, in dem junge Unternehmen in Österreich am ehesten scheitern, zu ermöglichen. Der Gründerfonds unterstützt junge Firmen durch die Bereitstellung von Risikokapitalfonds während der Gründungsphase. Der Business Angel Fonds (European Angels Fund Austria) tätigt selbst keine direkten Investitionen, sondern agiert in Partnerschaft mit Business Angels und stellt auf deren Entscheidung hin Ko- Investitionen bereit. Alle Investitions- und Aktionärsentscheidungen werden im Auftrag des Business Angels getroffen. Das Modell unterstützt KMU in der Seed-, Pre-Seed- und Expansionsphase. Beide Initiativen wurden im Zuge eines Verfahrens entwickelt, in das alle relevanten Interessengruppen einbezogen wurden. Vorkehrungen wurden getroffen, um bestehendes privates Risikokapital oder Business- Angel-Kapital nicht auszuschließen. Beide Maßnahmen erfordern umfassende Bewertungen, um zu beurteilen, ob sie die beabsichtigte Wirkung erzielen. Die Maßnahmen gehen mit der Schaffung von internationalen rechtlichen Rahmenbedingungen für bewährte Verfahren für private Eigenkapital- und Risikokapital-Investitionen einher, wie es im Arbeitsprogramm der neuen Regierung durch das Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften-Gesetz (MiFiG-Gesetz) vorgesehen ist. Weitere Informationen: https://www.awsg.at/content.node/risikokapital/weitere_foerderungen/77014.php https://www.awsg.at/content.node/risikokapital/business-angel-fonds/76717.php Wichtige Hinweise Die Datenblätter zum Small Business Act (SBA) werden von der GD Unternehmen und Industrie als Teil der Leistungsüberprüfung (SME Performance Review SPR) erstellt, die das Schlüsselinstrument für die wirtschaftliche Analyse von KMU-Themen ist. Sie bieten eine Übersicht über die aktuell verfügbaren Informationen aus Statistik und Politik für die 28 Mitgliedstaaten der EU und für neun Nichtmitgliedstaaten, die sich am Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) beteiligen. In den jährlich erstellten Datenblättern sind die verfügbaren Informationen so aufbereitet, dass sie zur Beurteilung der KMU- Politik und der Überwachung der Umsetzung des SBA genutzt werden können. Sie dokumentieren den erreichten Stand und die Fortschritte. Sie stellen keine Bewertung der Politiken der Mitgliedstaaten dar, sondern sollten als zusätzliche Informationsquelle zur Verbesserung der faktenbasierten Politikgestaltung betrachtet werden. So werden in die Datenblätter nur die politischen Maßnahmen aufgenommen, die von lokalen KMU-Politikexperten als relevant erachtet wurden. Ein umfassendes Bild aller staatlichen Maßnahmen im Betrachtungszeitraum soll und kann mit ihnen nicht vermittelt werden. Weitere Informationen zu den Maßnahmen finden Sie in einer über die Website SME Performance Review zugänglichen Datenbank. Beachten Sie bitte die Endnoten auf der nächsten Seite. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 18

19 Weitere Informationen KMU-Leistungsüberprüfung: Small Business Act: Europäisches Mittelstandsportal: 1 Die SBA-Datenblätter für das Jahr 2014 stützen sich zu einem Großteil auf Material der in Ispra (Italien) angesiedelten Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission. Der methodische Ansatz, die statistische Aufbereitung und die Darstellung der Daten wurden von der JRC erheblich verbessert. 2 Aus den drei nachstehenden Schaubildern wird die Trendentwicklung der Variablen im Zeitverlauf ersichtlich. Sie bestehen aus Indexwerten für den Zeitraum 2008 bis 2014 (Basisjahr 2008 = 100). Ab 2012 sind für die Entwicklung im Zeitverlauf Schätzwerte angegeben, die von DIW Econ auf der Grundlage von Zahlen des Zeitraums aus der Datenbank Strukturelle Unternehmensstatistik (Eurostat) ermittelt wurden. Die Daten beziehen sich auf die gewerbliche Wirtschaft, welche Industrie, Bauwirtschaft, Handel und Dienstleistungen umfasst (NACE Rev. 2, Abschnitte B bis J, L, M und N). Ausgeschlossen sind Unternehmen aus dem Finanzsektor, den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei oder überwiegend nicht marktbestimmte Dienstleistungen, beispielsweise im Bildungs- und Gesundheitswesen. Eine ausführliche Darstellung der Methodik finden Sie unter: 3 Die im vorliegenden SBA-Datenblatt vorgestellten politischen Maßnahmen stellen nur eine Auswahl der Maßnahmen dar, die von der Regierung 2013 und im ersten Quartal 2014 ergriffen wurden. Die Auswahl traf der nationale Sachverständige für KMU-Politik im Auftrag von CARSA Spain (Hauptauftragnehmer der Generaldirektion Unternehmen und Industrie für die Datenblätter 2014). Die Sachverständigen wurden ersucht, lediglich jene Maßnahmen auszuwählen, die ihrer Ansicht nach die wichtigsten waren, d. h. die Maßnahmen, von denen sie die stärksten Wirkungen im jeweiligen SBA-Bereich erwarteten. Die vollständige Reichweite der Maßnahmen, die von den Sachverständigen bei der Erstellung der diesjährigen Datenblätter erhoben worden war, wird parallel zu den Datenblättern in Form einer Politik-Datenbank auf der Website der Generaldirektion Unternehmen und Industrie veröffentlicht. 4 Im Quadranten-Diagramm werden zwei Arten von Informationen zusammengeführt: erstens der gegenwärtige Stand, der anhand der für die letzten Jahre verfügbaren Daten ermittelt wurde. Diese Informationen werden auf der x-achse aufgetragen und in Standardabweichungen vom einfachen, nicht gewichteten arithmetischen Durchschnitt der 27 EU-Mitgliedstaaten gemessen. Der vertikale Bereich (durch gestrichelte Linien markiert) stellt den EU-Durchschnitt dar. Zum anderen gibt das Diagramm die Entwicklung im Zeitverlauf wieder, also die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten für den Zeitraum Die Wachstumsraten werden anhand der einzelnen Indikatoren gemessen, die die Durchschnittswerte für die SBA-Bereiche angeben. Daher sagt die Position eines bestimmten SBA- Bereichsdurchschnitts in einem der vier Quadranten nicht nur etwas darüber aus, wie sich das Land im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedstaaten in dem betreffenden SBA-Bereich zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, sondern auch über die im Zeitraum erzielten Fortschritte. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 19

20 5 Es wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse zu den chancenorientierten Unternehmensgründungen, wie sie in der Grafik dargestellt sind, für Österreich viel positiver ausfallen, wenn sie auf die Untergruppe der ausschließlich jungen Unternehmer beschränkt werden. 6 Im Mai 2013 legte die Regierung eine Überarbeitung der Rechtsvorschriften mit dem Ziel vor, das Verfahren der Registereintragung einer GmbH weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen. SBA-Datenblatt 2014 Österreich 20

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