Tumormarker. Bewährtes und Aktuelles zum Einsatz von Tumormarkern im klinischen Alltag

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Tumormarker. Bewährtes und Aktuelles zum Einsatz von Tumormarkern im klinischen Alltag"

Transkript

1 Tumormarker Bewährtes und Aktuelles zum Einsatz von Tumormarkern im klinischen Alltag PD Dr. med. Lütje J. Behnken PD Dr. med. Markus Nauck Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik 1

2 Nachweis von Tumorzellen Langes, unsichtbares Vorstadium Monate bis viele Jahre Klinische Diagnose Tumormasse 1µg 1 mg 1g g 1 kg Tumorzellen Immunologische Methoden Biophysikalische Methoden Röntgen CT Ultraschall Diagnostische Schwelle früh spät 2

3 Tumormarker Entscheidungswert 3

4 4

5 Ausgangssituation in Praxis und Klinik Patient mit histologisch gesichertem Ca Patient unter Chemotherapie/Radiatio usw. Patient mit Verdacht auf ein Ca (z.b. hohe BSG, Gewichtsabnahme usw.): Organ bzw. Lokalisation? Patient zur Vorsorgeuntersuchung (Screening) Patient nach abgeschlossener Therapie (Prognose) 5

6 Ausgangssituation (Forts.) Screening Diagnostik Verlaufskontrolle/Follow-up Prognose 6

7 Potentielle Anwendung von Tumormarkern Zielsetzung Diagnostisches Hilfsmittel Stadieneinteilung Prognose Therapieauswahl Therapiekontrolle Rezidiverkennung Idealvorstellung 100%ige Sensitivität Keine falsch-negativen Ergebnisse 100%ige Spezifität Keine falsch-positiven Ergebnisse Relation zur Tumorgröße- und ausbreitung Aussage über Krankheitsverlauf Entscheidungshilfe Korrelation zum Krankheitsverlauf Tumormarker-Anstieg vor Klinik 7

8 Ziel dieser Fortbildung Was sind Tumormarker? Welche Tumormarker stehen zur Verfügung? Was können sie leisten? Wie sollten Tu-Marker eingesetzt werden? Was ist unsinnig und sollte nicht gemacht werden? Darstellung ausgewählter Marker Ausblick! 8

9 Verschiedene Informationen zum Mitnehmen 9

10 Mögliche Indikationen für Tumormarker-Bestimmungen (NHL = Non-Hodgkin-Lymphom, NSCLC = non small cell lung cancer, HCC = hepatozelluläres Karzinom) Marker Screening Diagnose Follow-up Prognose CEA C-Zelltumore C-Zelltumore Kolon-, Mamma-, Lungenkarzinome, C-Zelltumore Colon-, Magen-, Mammakarzinom AFP Risikogruppen Keimzelltumor, HCC Keimzelltumor, HCC Keimzelltumor Pankreaskarzinom Pankreas, Gallenwege Magen-, Kolonkarzinom CA 19-9 CA 72-4 Magen-, Ovarialkarzinom (muzinös) CA 125 Ovarialkarzinom (serös) Ovarialkarzinom (serös) CA 15-3 Mammakarzinom Mammakarzinom Lungenkarzinom NSE Lungenkarzinom (kleinzellig) Lungenkarzinom (kleinzellig), neuroblastisches Apudom ProGRP Lungenkarzinom (kleinzellig) Lungenkarzinom (kleinzellig) SCCA Zervixkarzinom, HNO-Tumore, Ösophagus CYFRA 21-1 Lungenkarzinom (NSCLC) Lungen-(NSCLC), Blasenkarzinom NSCLC Keimzell-Trophoblast-Tumoren HCG Risikogruppen Keimzell-TrophoblastTumor Keimzell-Trophoblast-Tumoren PSA Prostatakarzino m Prostatakarzinom Prostatakarzinom Calcitonin C-Zelltumore C-Zelltumore C-Zelltumore HTG follikuläres, papilläres Schilddrüsenkarzinom β2mikroglobulin Multiples Myelom, (NHL) C-Zelltumore Multiples Myelom Lamerz et al.,2004,129,

11 Tabelle aus LV 11

12 Epidemiologie maligner Erkrankungen In den Industrieländern ist die Tumorerkrankung die zweithäufigste Todesursache nach den Herzkreislauferkrankungen In den USA sterben etwa und in Deutschland etwa Menschen jährlich an Tumorerkrankungen Die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen ist etwa 1,5 x so hoch wie die Anzahl der Todesfälle Jeder dritte Mensch in der westlichen Welt erleidet in seinem Leben eine Tumorerkrankung, jeder 4. Mensch stirbt daran 12

13 Epidemiologie maligner Erkrankungen Krebs in Deutschland Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland Saarbrücken

14 Epidemiologie (Forts.) Die Zahl der Sterbefälle ist seit 1980 gering rückläufig Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt zu: a) die Lebenserwartung steigt (Krebs tritt überwiegend im Alter auf) b) durch verbesserte Früherkennungsprogramme werden mehr Frühstadien entdeckt (Scheineffekt!) 14

15 Definition eines Tumormarker Tumormarker sind Substanzen, - die von malignen Tumorzellen direkt gebildet werden oder - deren Synthese in Nicht-Tumorzellen durch Tumorzellen induziert wird - die auch bei gesunden Personen vorkommen Treten Tumormarker in erhöhter Konzentration im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten (humorale Tumormarker) bzw. in oder auf Zellen (zelluläre Tumormarker) auf, ermöglichen sie Rückschlüsse auf - das Vorliegen, - den Verlauf und - die Prognose einer Tumorerkrankung 15

16 Pathobiochemie der Tumorzelle Quelle: 16

17 Einteilung der Tumormarker Zelluläre Tumormarker - Zellmembranständige Antigene z.b. Immunphänotypisierungen bei akuten Leukämien oder malignen Lymphomen Humorale Tumormarker - Hormon- und Wachstumsrezeptoren z.b. HER-2/neu - Molekulargenetische Veränderungen z.b. Chromosomenanalysen, FISH oder CISH-Analysen zum Nachweis von Chromosomenaberrationen 17

18 Einteilung der Tumormarker Humorale Tumormarker - onkofetale und onkoplazentare Antigene (CEA, AFP, hcg) -mit monoklonalen Antikörpern erkennbare Kohlehydratepitope (CA 19-9, CA 125, CA 15-3) - Differenzierungs-und Proliferationsantigene: (NSE, PSA, TPA, 2-Mikroglobulin) - von Tumorzellen gebildete Hormone: (Calcitonin beim medullären SD-Karzinom, Insulin beim Insulinom, ektop gebildetes ACTH oder Calcitonin beim SCLC) - von Tumorzellen gebildete Proteine: (monoklonales Immunglobulin oder Bence Jones-Protein bei monoklonalen Gammopathien) - von Tumorzellen gebildete Enzyme: (z.b. NSE beim SCLC, PAP beim Prostatakarzinom) 18

19 Idealvorstellung eines Tumormarkers Grenzwert/Cutoff Spezifität 100% Sensitivität 100% alle Ergebnisse richtig negativ keine falsch-positiven Werte alle Ergebnisse richtig positiv keine falsch-negativen Werte gesund benigne Erkrankung Tumorerkrankung Differenzierung beider Kollektive zuverlässig möglich 19

20 Realität eines Tumormarkers Sensitivität steigt Spezifität steigt Sensitivität 100% Spezifität 60% Spezifität 100% Sensitivität 50% Eindeutige Differenzierung beider Kollektive nicht möglich 20

21 Spezifität und Sensitivität 21

22 Definitionen der Testcharakteristika N richtig-negativ Kollektiv der Gesunden Spezifität = N richtig-negativ + N falsch-positiv N richtig-positiv Kollektiv der Kranken Sensitivität = N richtig-positiv + N falsch-negativ N richtig-positiv Gemischtes Kollektiv Positiver PV = N richtig-positiv + N falsch-positiv N richtig-negativ Gemischtes Kollektiv Negativer PV = N richtig-negativ + N falsch-negativ PV = Predictive value = Vorhersagewert 22

23 Tumormarker Was sind Störgrößen und Einflußgrößen? 23

24 Störgrößen Lagerungsbedingungen (PSA) Lagerung über dem Blutkuchen (NSE) Hämolyse (NSE) Ikterus (PSA) Kontamination durch Hautkontakt (SSC) Interaktionen mit Medikamenten Humane Mausantikörper (HAMA) Heterophile Antikörper s Verdunstung Einfrieren/Auftauen Methodenabhängigkeit! A. Fateh.Moghadam, P. Stieber Tumormarker und ihr sinnvoller Einsatz J. Hartman Verlag GmbH 24

25 Einflussgrößen Tumormasse Produktionsrate des Tumormarkers Freisetzung des Tumormarkers Blutversorgung des Tumors Stoffwechsel Nierenfunktion Leberfunktion Cholestase Exogene Einflüsse Rektale Untersuchung (PSA) Biopsie Koloskopie Zystoskopie Rauchen (vor allem CEA) Benigne Erkrankungen 25

26 Ursachen falsch positiver Befunde bei TM? benigne Erkrankungen (z.b. verstärkte Zellproliferation bei entzündlichen Erkrankungen) Schwangerschaft (AFP, HCG) Zellschädigung durch Radio-, Chemo-, Hormontherapie Verlangsamter Katabolismus und verminderte Exkretion der TM (Niereninsuffizienz, Leberfunktionsstörung, Cholestase) Vorkommen von Tumormarkern in anderen Körperflüssigkeiten und Übertritt in das Blut (z.b. CA 125 in der Muttermilch und in manchen gutartigen Ovarzysten) Raucher (z.b. CEA) 26

27 Ursachen falsch negativer Befunde bei TM? Tumormarkersynthese blockiert (z.b. CA 19-9 bei Lewis-a/b negativen Personen; Prävalenz 3-7%) Tumormarker wird nicht oder ungenügend sezerniert Tumorzellmasse zu gering mangelnde Sensitivität der Bestimmungsmethode Maskierung des TM durch Immunkomplexbildung falscher Marker untersucht 27

28 Ausgangssituation (Forts.) Screening Diagnostik Verlaufskontrolle/Follow-up Prognose 28

29 TNM-Klassifizierung Nach L.Thomas, Labor und Diagnose, 4. Aufl.,

30 Indikationen für die Bestimmung von TM I Indikation Beispiel Screening in Risikogruppen AFP bei Patienten mit Leberzirrhose AFP und hcg bei Keimzelltumoren Calcitonin bei medullärem Schilddrüsenkarzinom, MEN II Screening asymptomatischer Patienten PSA bei Männern > 50 Jahre Primärdiagnose PSA beim Prostatakarzinom Thyreoglobulin beim primären SD-Karzinom Differentialdiagnose von Tumoren Prognose Metastase versus Primärtumor der Leber (CEA, AFP) der Lunge (CEA, CYFRA 21-1, NSE, ProGRP) CYFRA 21-1 beim SCLC der Lunge CEA und CA 19-9 beim colorectalen CA AFP und hcg bei Keimzelltumoren CA 15-3 und CEA beim Mamma-Ca CA 125 beim Ovarial-Ca b2-mikroglobulin beim Multiplen Myelom 30

31 Indikationen für die Bestimmung von TM II Indikation Beispiel Therapieauswahl z.b. Her2/neu bei Mamma-Ca und Herceptin Ausgangswert, Folgewerte, Kinetik, Ansprechen auf die Therapie? Wichtigstes Einsatzgebiet der TM Verlaufskontrolle Früherkennung eines Rezidivs Intraoperative Lokalisation des Tumors PTH bei Tumoren der Nebenschilddrüse 31

32 Organspezifität von Tumormarkern Relativ hohe Organspezifität: medulläres Schilddrüsenkarzinom Calcitonin PSA/PAP Prostatakarzinom NSE kleinzelliges Bronchialkarzinom hcg/ß-hcg Keimzelltumoren (gonadal, extragonadal) Chorionkarzinom AFP primäres Leberzellkarzinom Keimzelltumoren (gonadal, extragonadal) Mittlere Organspezifität: Pankreaskarzinom CA 19-9 CA 125 Ovarialtumor CA 15-3 Mammakarzinom Cyfra 21-1 NSCLC CA 72-4 Magen Marker ohne Organspezifität CEA TPA/TPS ß2-Mikro 32

33 Wann sollten die Marker bestimmt werden? vor der ersten Therapiemaßnahme: Chirurgie, Chemotherapie, Hormontherapie, Radiotherapie nach der Therapiemaßnahme abhängig von der Höhe des Ausgangswertes und der Halbwertszeit nach etwa 2 bis 14 Tagen anfänglich alle drei Monate, später alle 6 Monate in der Verlaufskontrolle vor jedem Therapiewechsel bei Verdacht auf ein Rezidiv bei Verdacht auf Metastasierung bei neuem Staging bei deutlichem Werteanstieg: 2 4 Wochen später wiederholen Signifikanter Werteanstieg, wenn Anstieg um % jährlich beim PSA-Screening: ab dem 50. Lebensjahr 33

34 Bewertung der Änderung im Zeitverlauf? serielle Bestimmungen haben große Bedeutung: Halbwertszeit - Dopplungszeit - Lead-time die biologische und analytische Variabilität sind zu berücksichtigen ein Tumormarkerabfall von >50% der biologischen Halbwertszeit mit Normalisierung des Wertes spricht für eine komplette Remission an (z.b. post-op) eine konstante Tumormarkerpersistenz oder ein weiterer Anstieg <25% spricht für eine stabile Erkrankung (no change) ein Tumormarker-Wiederanstieg nach Normalisierung spricht für ein Rezidiv mit Indikation für erneute (auch invasive) Diagnostik in >50% der Fälle geht der Tumormarkerwiederanstieg der bildgebenden Diagnostik voraus (positive lead time von bis zu 2 J.) Wichtig ist die Beibehaltung der Bestimmungsmethode! 34

35 CA 19-9: Intraindividuelle Variabilität Intraindividuelle Fluktuation eines Tumormarkers bei einer gesunden Frau. Jede Person und so auch jeder Tumor haben einen eigenen individuellen Basiswert. Dieser Basiswert liegt meistens aber nicht immer unterhalb des Grenzwertes. Der Basiswert ist in aller Regel nicht bekannt. P. Stieber J Lab.Med 2001; 25(9/10):

36 Übersicht über die biologische Halbwertszeiten TM Halbwertszeit (Tage) AFP IU/ml CA IU/ml CA IU/ml CA IU/ml CA IU/ml CEA µg/l 1 2 µg/l hcg IU/ml NSE 1 10 IU/ml PSA µg/l CYFRA 21-1 Oberer Grenzwert* * Abhängig von der verwendeten Methode SCC µg/l 36

37 CEA in der Verlaufskontrolle Fortgeschrittenes Stadium Therapieresistenz Unwirksamer Eingriff mit Tumorprogression Erfolgreicher Eingriff 37

38 CEA (Carcinoembryonales Antigen) entdeckt von Gold und Freedman 1965 Biochemische Charakterisierung: Glykoprotein, MG 180 kd; Kohlenhydratanteil 45-60% 6 verschiedene Antigendeterminanten definiert Halbwertzeit 2 8 Tage Vorkommen: Darm, Dickdarm Pankreas, Leber, Lunge, Mamma, bei benignen und malignen Erkrankungen erhöht bei Rauchern, bei extensivem Alkoholkonsum in fast allen Körperflüssigkeiten Elimination über die Leber 38

39 CEA (Carcinoembryonales Antigen) Klinischer Stellenwert: Therapieüberwachung und Verlaufskontrolle beim kolorektalem Karzinom Lungenkarzinom mit NSE, SCC und Cyfra 21-1 Mammakarzinom mit CA 15-3 C-Zellkarzinom der SD Prognoseabschätzung kolorektales Karzinom Mamma-Ca Magen-Ca Differenzierung von Lebertumoren Lebermetastasen versus HCC (AFP ) Häufigkeit erhöhter Werte beim kolorektalen Karzinom: Dukes A: 20-40%; Dukes B: 40-60%; Dukes C: 60-80; Dukes D: 80-85% 39

40 CEA: Verlauf bei Colon-Ca J Lab Med 2004; 27 (1/2):

41 CEA und Störeinflüsse Falsch-positive Werte bei: Rauchern Entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose Pankreatitis Entzündliche Darmerkrankungen: Colitis, Divertikulitis u.a. Entzündliche Lungenerkrankungen 41

42 CA 15-3 Cancer-Antigen identifiziert durch die Antikörper 115D8 und DF3 Biochemische Charakterisierung: Mucin, MG 300 kd Halbwertzeit 5 7 Tage Vorkommen: Mammakarzinom, Gynäkologische Karzinome, Leberzirrhose leicht erhöht bei Schwangeren im 3. Trimenon Klinischer Stellenwert: Therapieüberwachung und Verlaufskontrolle beim Mammakarzinom zusammen mit CEA verwenden prognostische Aussage präoperativer Werte zeigt Rezidiv vor der Klinik an (positive lead-time) 42

43 CA 15-3: Rezidiverkennung CA 15-3 Werte bei 6 Patienten nach Behandlung eines Mamma-CA Verlauf 1 und 2: stabiler Verlauf, kein Rezidiv Verlauf 3 und 4: stabiler Verlauf, Werte aber oberhalb des cut-offs (< 30 mu/ml) 2 6 Verlauf 5: Metastase 1 Verlauf 6: Lokalrezidiv, chirurgisch behandelt Basuyau et al Clin Chem Lab Med 2001; 39(12): C 43

44 CA 19-9 Kohlenhydrat-Antigen; nachgewiesen von Koprowski (1981) Biochemische Charakterisierung: Mucin; MG 10 kd, Hapten der Lewis-a-Blutgruppen-determinante Halbwertzeit 7 h Vorkommen: Magen, Darm, Pankreas, Leber, Lunge ist weder tumor- noch organspezifisch auch bei Gesunden und bei benignen Erkrankungen bei Personen mit der Blutgruppenkonstellation Lewis-a-/b- (3-7% der Bevölkerung) sind keine meßbaren CA 19-9-Erhöhungen sind zu erwarten. 44

45 CA 19-9 Klinischer Stellenwert: Diagnostik, Verlaufskontrolle und Nachsorge bei Pankreaskarzinom (Marker der Wahl) hepatobiliärem Karzinom (Leberkarzinom, Gallenwegskarzinom) Magenkarzinom kolorektalen Karzinom (Zweitmarker nach CEA) Ovarialkarzinom (Zweitmarker nach CA125) 45

46 CA 125 Cancer-Antigen erster Test von Bast et al (1980) Biochemische Charakterisierung: Glykoprotein, MG 200 kd im Serum assoziert mit einem anderen Glykoprotein: MG > 1 mio kd Vorkommen: Ovar, Tuben, Endometrium bei Entzündungen und benignen Tumoren erhöht im ersten Trimenon leicht erhöht Klinischer Stellenwert: Therapieüberwachung und Verlaufskontrolle beim - Ovarial-Ca - Endometrium-Ca Second Look Operation Zweitmarker beim Pankreas-Ca ggf. Screening bei hereditärer Brust- und Ovarialkrebsbelastung (BRCA1/2) 46

47 PSA Prostataspezifisches Antigen 1979 von Wang et al. entdeckt Biochemische Charakterisierung: Glykoprotein, Serinprotease, MG 34 kd im Serum als freies PSA und gebunden an a1-antichymotrypsin sowie a2-makrogobulin Halbwertzeit freies PSA 1,5 h; gebundenes PSA 3 Tage Vorkommen: Organspezifisch, aber nicht tumorspezifisch erhöht bei Entzündungen, Hyperplasie und Karzinom der Prostata erhöht durch Finasterid, LHRH-Analoga, Antiandrogen Klinischer Stellenwert: Prostata-Ca Screening asymptomatischer Männer > 50 Jahre (mit DRU) Staging vor Therapie Therapie- und Verlaufskontrolle 47

48 PSA: Methodenabhängigkeit PSA-Konzentration in Abhängigkeit von der Methode Bestimmung jeweils aus derselben Probe mit unterschiedlichen Methoden Patient 1 mit BPH Patient 2 mit Cancer Progression oder Remission vorgetäuscht durch Wechsel der Methode P. Stieber J Lab.Med 2001; 25(9/10):

49 Gesamt PSA und freies PSA % Freies PSA ist hoch beim gesunden Mann % Freies PSA ist niedrig bei Prostatakarzinom Gesamt PSA = 6 ng/ml Freies PSA = 2 ng/ml 33 % Freies PSA Gesamt PSA = 6 ng/ml Freies PSA = 0,5 ng/ml 8 % Freies PSA 49

50 PSA: Ultrasensitive Messverfahren Nachweis eines Residualkarzinoms nach radikaler Prostatektomie J Lab Med 2003; 27 (1/2):

51 PSA - Dynamik Neue Leitlinie für PSA-basierte Früherkennung ist in Arbeit Beachtung der Kritikpunkte: a) Anzahl unnötiger PSA-Bestimmungen b) Anzahl unnötiger Biopsien c) Anzahl unnötiger Behandlungen Keine starren Zeiträume für Screening-Untersuchungen Keine starren Schwellenwerte sondern Beachtung der PSA - Dynamik 51

52 PSA - Dynamik Kriterium für eine Stanzbiopsie ist z.b. eine PSA Verdopplungszeit von weniger als 2 Jahre Die PSA Verdopplungszeit kann auch Hinweis sein auf Aggressivität des Tumors PSA basierte Früherkennung beginnt mit 40 Jahren Kein starrer Schwellenwert sondern z.b. PSA Anstieg von 0,5 ng/ml / Jahr Die Leitlinie ist noch in Arbeit 52

53 Ist die Bestimmung mehrer Tumormarker sinnvoll? In aller Regel ist die gleichzeitige Bestimmung mehrerer Tumormarker nicht sinnvoll. Der Zugewinn an Sensitivität und/oder Spezifität rechtfertigt nicht den erhöhten Aufwand. Ausnahmen: Mamma-CA: Erhöhung der diagnostischen Effizienz durch gleichzeitige Messung CEA und CA 15-3 Lungen-CA: SCC, NSE, CEA und Cyfra 21.1 zur Differentialdiagnose Keimzelltumoren: ßHCG und AFP Differntialdiagnose der unterschiedlichen histologischen Typen M. Untsch J Lab.Med 2001; 25(9/10):

54 Tumormarker Entscheidungswert 54

55 Weitere Marker Protein S 100 und MIA: Melanoma inhibitory activity zur Melanom-Diagnostik und Therapieverlaufskontrolle ProGRP: Pro Gastrin Releasing Peptid zur Diagnostik von BronchialKarzinomen und zur Abklärung unklarer Lungenrundherde HER-2/neu: Human Epidermal Growth factor Receptor (immunhistochemisch im Gewebe oder im Serum) zur Therapieverlaufskontrolle eines Mamma-Ca unter Herceptin (Trastuzumab) Cg A: Chromogranin A zur Diagnostik und Therapieverlaufskontrolle neuro-endokriner Tumoren (Phäochromozytom, Neuroblastom, CZellen-Karzinom, Karzinoide u.a.) 55

56 Tumormarker im Verlauf: Zusammenfassung Therapiemaßnahmen Medikamentös Chirurgisch Wert Differentialdiagnose Rezidiv Progession Metastasen Abfall nach Therapie (Screening) Monitoring Rezidivkontrolle Zeit 56

57 Ausblick Frühe Stadien von Krebs werden nur unzureichend erkannt Lösung wäre: Entscheidungswert (EW) niedriger setzen; dies führt zur Aufdeckung früher Krebsformen bei symptomlosen Patienten: Sensitivität erhöht und Spezifität niedriger Bestimmung individueller Werte sensitiver Marker in jungen Jahren und mit zunehmendem Alter z.b. alle 5-10 Jahre kontrollieren. Eine Verdoppelung der Meßwerte führt zu intensiver Tumorsuche 57

58 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! PD Dr. med. Lütje J. Behnken Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik 58

59 59

Welche Fragen hat der Arzt an eine Untersuchung?

Welche Fragen hat der Arzt an eine Untersuchung? 38. Basler Fortbildungskurs Labmed Schweiz 9. November 213, Basel Die Sprache des Blutes bei Tumorerkrankungen Petra Stieber Onkologische Labordiagnostik, München Welche Fragen hat der Arzt an eine Untersuchung?

Mehr

Fachbereich: Tumormarker. Änderung: Referenzbereichsänderung bei SCC

Fachbereich: Tumormarker. Änderung: Referenzbereichsänderung bei SCC Freigegeben Seite 1 von 6 Stand: 20.06.2013 Bearbeiter: J. Böhm Fachbereich: Tumormarker Änderung: sänderung bei SCC Anmerkungen: 1. Einige Parameter werden in Speziallaboren unserer Einrichtung bestimmt.

Mehr

E I N S A T Z V O N T U M O R M A R K E R N

E I N S A T Z V O N T U M O R M A R K E R N E I N S A T Z V O N T U M O R M A R K E R N Ansprechpartner: Dr. P. Stieber, Inst. für Klin. Chemie, Tel. 3115, Funk -1451 Grundzüge der Indikation zur Tumormarker (TM)-Bestimmung: Maßvoller TM-Einsatz

Mehr

Tumormarker. Ausgabe 21 Stand: 06/2013. Lunge. Ösophagus. Magen CA 72-4, CA 19-9 CEA, CA 50, CA195, Gastrin. Pankreas. Uterus. Kolorektal.

Tumormarker. Ausgabe 21 Stand: 06/2013. Lunge. Ösophagus. Magen CA 72-4, CA 19-9 CEA, CA 50, CA195, Gastrin. Pankreas. Uterus. Kolorektal. Ausgabe 21 Stand: 06/2013 Knochentumore: Myelom: Lymphome: marker Alkalische Phosphatase Oxypyridinoline (Urin), TPA, TRAP 5b, CEA, monoklonale Antikörper Immunelektrophorese, β2-mikroglobulin, Ferritin

Mehr

Labordiagnostik bei Tumorerkrankungen

Labordiagnostik bei Tumorerkrankungen Labordiagnostik bei Tumorerkrankungen L. Binder Abteilung Klinische Chemie/Zentrallabor 04-06-29 Hämatoonkologisches Curriculum 1 Tumorepidemiologie Tumorerkrankungen 210.000 Todesfälle/a in Deutschland

Mehr

Tumormarker Nutzen und Schaden. Stefan Aebi Medizinische Onkologie Luzerner Kantonsspital

Tumormarker Nutzen und Schaden. Stefan Aebi Medizinische Onkologie Luzerner Kantonsspital Tumormarker Nutzen und Schaden Stefan Aebi Medizinische Onkologie Luzerner Kantonsspital stefan.aebi@onkologie.ch Zum Begriff A tumor marker is a substance found in the blood, urine, or body tissues that

Mehr

KREBS-RISIKO (TUMORMARKER)

KREBS-RISIKO (TUMORMARKER) KREBS-RISIKO ((TUMORMARKER)) Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung. Jeder Mensch ist vermutlich besorgt, ob er dieses in Aussicht stehende hohe Alter auch bei guter Gesundheit

Mehr

Themenheft. Tumormarker. Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung. 11182 e

Themenheft. Tumormarker. Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung. 11182 e Themenheft Tumormarker Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung 11182 e Ihr Labor vor Ort in einem starken Verbund Rendsburg Plön Ratzeburg Parchim Bremen Oldenburg Rotenburg

Mehr

Labordiagnostik von Tumormarkern für die Naturheilpraxis

Labordiagnostik von Tumormarkern für die Naturheilpraxis Labordiagnostik von Tumormarkern für die Naturheilpraxis Dr. Gabriele Schneider, Dr. Peter Rosler Zunehmend suchen Patienten mit Krebsverdacht oder Krebsdiagnose die Naturheilpraxis auf. Diese Übersicht

Mehr

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT

Tabelle 1: Bewertungskriterien für den Einsatz der PET-CT EN Die nachfolgenden differenzierten Indikationslisten wurden unverändert von der Homepage der DGN übernommen Der Arbeitsausschuss PET-CT der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. hat sich intensiv

Mehr

Fakten zu Prostatakrebs

Fakten zu Prostatakrebs Fakten zu Prostatakrebs Jetzt informieren: www.deine-manndeckung.de Mit bis zu 67.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. 1 Zudem ist er

Mehr

Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer. Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und. Isotopentherapie

Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer. Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und. Isotopentherapie Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und Isotopentherapie KONTAKT AKh Linz, Institut für Nuklearmedizin & Endokrinologie Leiter: Ao.Univ.-Prof.

Mehr

Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und Isotopentherapie

Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und Isotopentherapie Indikationen Onkologie AKh Klinischer Einsatz nuklearmedizinischer Methoden in der Onkologie: Indikationsliste für PET-CT und Isotopentherapie KONTAKT AKh Linz, Institut für Nuklearmedizin & Endokrinologie

Mehr

Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie?

Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie? Vorsorge im Alter Was ist möglich? Oder Vorsorge für wen und wie? Dr. med. Simone Maier Landesvorsitzende des Berufsverbands der deutschen Urologen, Württemberg Urologische Gemeinschaftspraxis Dres.. Maier/Löffler

Mehr

NSCLC: Diagnostik. PD Dr. med. F. Griesinger Abtl. Hämatologie und Onkologie Universität Göttingen

NSCLC: Diagnostik. PD Dr. med. F. Griesinger Abtl. Hämatologie und Onkologie Universität Göttingen NSCLC: Diagnostik PD Dr. med. F. Griesinger Abtl. Hämatologie und Onkologie Universität Göttingen Bronchialkarzinom Inzidenz: weltweit Jährliche Alters-bezogene Inzidenz des Bronchial-Karzinoms/100.000

Mehr

Personalisierte Tumortherapie (incl. Tumormarker und Liquid Biopsy)

Personalisierte Tumortherapie (incl. Tumormarker und Liquid Biopsy) Personalisierte Tumortherapie (incl. Tumormarker und Liquid Biopsy) W. Schmiegel / A. Baraniskin 05.2016 Personalisierte Tumortherapie Key concept Therapieoptimierung durch individuell angepasste Therapie

Mehr

Nuklearmedizinische Diagnostik in der Onkologie

Nuklearmedizinische Diagnostik in der Onkologie Nuklearmedizinische Diagnostik in der Onkologie Fallbeispiele Onkologie Wiederholung: Untersuchungsmethoden Unspezifische Verfahren: Skelettszintigraphie (z.b. Metastasensuche) unspezifische Tumormarker

Mehr

Tumormarker zur Verlaufskontrolle und Diagnostik von speziellen (aufgelisteten) Malignomen

Tumormarker zur Verlaufskontrolle und Diagnostik von speziellen (aufgelisteten) Malignomen Auf einen Blick GOÄ Leistungsbereiche von A-Z für Sie zusammengefasst Tumormarker zur Verlaufskontrolle und Diagnostik von speziellen (aufgelisteten) Malignomen Organ 1. Wahl 2. Wahl Bronchial-Ca: kleinzellig

Mehr

12. Gemeinsame Jahrestagung, 09. 11. September, Radebeul. Sächsische Radiologische Gesellschaft,

12. Gemeinsame Jahrestagung, 09. 11. September, Radebeul. Sächsische Radiologische Gesellschaft, 12. Gemeinsame Jahrestagung, 09. 11. September, Radebeul Sächsische Radiologische Gesellschaft, Thüringische Gesellschaft für Radiologie und Nuklearmedizin Leber: Von der Morphe zur (MR)-Funktion 1 Schlussfolgerungen

Mehr

b 42 Labor bericht Tumormarker Sinnvoller Einsatz in der Praxis Stand: M a i 2 014

b 42 Labor bericht Tumormarker Sinnvoller Einsatz in der Praxis Stand: M a i 2 014 b 42 w w w. b i o s c i e n t i a. d e Labor bericht Tumormarker Sinnvoller Einsatz in der Praxis Stand: M a i 2 014 Serum-Tumormarker (TM) sind diagnostisch wertvoll für die Therapieüberwachung, die Rezidivfrüherkennung

Mehr

PET- Die diagnostische Wunderwaffe?

PET- Die diagnostische Wunderwaffe? PET- Die diagnostische Wunderwaffe? Dr. Wolfgang Weiß Traunstein, 18. April 2015 Kreisklinik Bad Reichenhall + Kreisklinik Berchtesgaden + Kreisklinik Freilassing + Kreisklinik Ruhpolding + Klinikum Traunstein

Mehr

Molekulare Diagnostik in der Zytologie

Molekulare Diagnostik in der Zytologie Molekulare Diagnostik in der Zytologie Nicole Pawlaczyk Karsten Neumann Institut für Pathologie Pneumologische Onkologie Lungenkarzinom häufigste krebsbedingte Todesursache für beide Geschlechter dritthäufigste

Mehr

Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention

Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention Neues zum Thema Prostatakrebs Möglichkeiten der Prävention Dr. med. Simone Maier Landesvorsitzende des Berufsverbands der deutschen Urologen, Württemberg Urologische Gemeinschaftspraxis Dres.. Maier/Löffler

Mehr

Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung

Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung 29. Oktober 2009, Am Puls, Veranstaltung des FWF, Albert Schweitzer Haus Prostatakrebs - Diagnose & Therapie dank Medizin & Forschung Prim. Univ. Doz. Dr. Alfred Hobisch Abteilung für Urologie Landeskrankenhaus

Mehr

B0200 Bösartige Neubildungen (C00 C97)

B0200 Bösartige Neubildungen (C00 C97) B0200 Ambulante Kodierrichtlinien Version 2010 B02 NEUBILDUNGEN B0200 Bösartige Neubildungen (C00 C97) Die Schlüsselnummer(n) für den Primärtumor, den Rezidivtumor und/oder die Metastase(n) sind immer

Mehr

Diagnose und Therapie

Diagnose und Therapie Brustkrebs Diagnose und Therapie Seminar Untermarchtal 01 Wie entsteht Brustkrebs? Die gesunde weibliche Brustdrüse (Mamma) besteht aus Drüsengewebe, Fett und Bindegewebe. Das Drüsengewebe ist aus Drüsenläppchen

Mehr

Radiologische Staging- Untersuchungen beim Bronchialkarzinom. D. Maintz

Radiologische Staging- Untersuchungen beim Bronchialkarzinom. D. Maintz Radiologische Staging- Untersuchungen beim Bronchialkarzinom D. Maintz Fallbeispiel Gliederung n Bronchialkarzinom 20-25% kleinzelliges Lungenkarzinom Small cell lung cancer (SCLC) typisch frühe lymphogene

Mehr

Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs.

Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs. Schließen Sie Ihre Augen nicht vor Prostatakrebs. MDS_503041_Depl-ALL.indd 1-2 30/03/07 15:47:11 Der Prostatakrebs Veränderungen der Prostata gehören zu den häufigsten Männerkrankheiten. Ab dem 50. Lebensjahr

Mehr

Tumor-Marker CEA CEA. Tumor-spezifische Marker. Tumormarker erhöht. Prof. Martin Fey. wegen nicht-neoplastischer Erkrankungen

Tumor-Marker CEA CEA. Tumor-spezifische Marker. Tumormarker erhöht. Prof. Martin Fey. wegen nicht-neoplastischer Erkrankungen Tumor-arker Initiale Diagnostik Staging Verlaufskontrolle unter / nach Therapie Prof. artin Fey Serummarker Immunhistochemische arker olekulare arker CEA Kann erhöht sein bei...... Kolonkarzinom muko-purulente

Mehr

Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome

Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome Präventionspotenzial endoskopischer Vorsorgeuntersuchungen für kolorektale Karzinome Symposium Das Früherkennungsprogramm kolorektaler Karzinome in Deutschland eine Zwischenbilanz Oldenburg, 30.10.2004

Mehr

Epidemiologie CH 2008

Epidemiologie CH 2008 Das Bronchuskarzinom: Diagnostik, Therapie und Screening Ärzteforum Davos 06.03.2014 Michael Mark Stv. Leitender Arzt Onkologie/Hämatologie Kantonsspital GR Epidemiologie CH 2008 Krebsliga Schweiz Epidemiologische

Mehr

PSA? PSA ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper. auch bei gesunden Männern vorhanden.

PSA? PSA ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper. auch bei gesunden Männern vorhanden. Die Rolle des PSA PSA? PSA ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper auch bei gesunden Männern vorhanden. Das PSA wird hauptsächlich in die Samenflüssigkeit sezerniert Seine Aufgabe ist die Verflüssigung

Mehr

Medizin im Vortrag. Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich. Bronchialkarzinom

Medizin im Vortrag. Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich. Bronchialkarzinom Medizin im Vortrag Herausgeber: Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich Bronchialkarzinom Autoren: Dr. med. Stefan Krüger Prof. Dr. med. Christoph Frank Dietrich Text- und Grafikbausteine für die patientengerechte

Mehr

Vorsorge. Prostatakrebs. Die Prostata. Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden)

Vorsorge. Prostatakrebs. Die Prostata. Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden) Vorsorge Prostatakrebs H. Schorn Göttingen Die Prostata Produktion des Spermas: 97 % aus Prostata und Samenblase 3 % aus Hoden (Samenfäden) Teil der Harnröhre In der Jugend ca.15 Gramm schwere Drüse (Taubenei)

Mehr

FDG-PET/CT Indikationen. In der Onkologie: Zuweiserinformation

FDG-PET/CT Indikationen. In der Onkologie: Zuweiserinformation FDG-PET/CT Indikationen Die hier aufgeführten Indikationen basieren auf den Klinische Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (SGNM) für PET-Untersuchungen vom 07.04.2008. Bei diesen

Mehr

Prädiktive Pathologie Molekularpathologie Neue zielgerichtete Therapien

Prädiktive Pathologie Molekularpathologie Neue zielgerichtete Therapien Prädiktive Pathologie Molekularpathologie Neue zielgerichtete Therapien 1 Prädiktive Molekulare Pathologiewas bringt uns die Zukunft? Prof. Arndt Hartmann Pathologisches Institut Universität Erlangen Aufgaben

Mehr

Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich

Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich Krebstherapie maßgeschneidert individualisiert & ganzheitlich Günther Gastl UK für Innere Medizin V Hämatologie & Onkologie Medizinische Universität Innsbruck Die Heilkunst umfasst dreierlei: - die Erkrankung

Mehr

Mammakarzinom II. Diagnostik und Therapie

Mammakarzinom II. Diagnostik und Therapie Mammakarzinom II Diagnostik und Therapie MR - Mammographie Empfehlung einer MRT: lokales Staging (Exzisionsgrenzen) beim lobulären Mammakarzinom Multizentrizität? okkultes Mammakarzinom? MR - Mammographie

Mehr

Adrenalin EDTA Erw. < 60 pg/ml HPLC Zentrallabor MR Abnahme stressfrei, Probe in Eiswasser

Adrenalin EDTA Erw. < 60 pg/ml HPLC Zentrallabor MR Abnahme stressfrei, Probe in Eiswasser Einheit Methode ACTH EDTA Erw. 18-55 pg/ml LIA Mo-Fr Probe in Eiswasser Neugeb. 100-130 pg/ml Adiuretin= Antidiuretisches Hormon EDTA Erw. 2-8 ng/l RIA Fremdlabor Probe in Eiswasser Adrenalin EDTA Erw.

Mehr

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1

Thomas Henkel FA für Urologie Kelkheim Prostata Tag Bad Soden 13.06.15 1 1 Lage der Prostata 2 Funktion der Prostata - Sie ist eine Geschlechtsdrüse, die den Großteil der Samenflüssigkeit produziert ( Transportmedium und Nährlösung der Spermien) - Umschließt die Harnröhre -

Mehr

Chirurgische Therapie primärer und sekundärer Lungentumore

Chirurgische Therapie primärer und sekundärer Lungentumore Chirurgische Therapie primärer und sekundärer Lungentumore Hans-Stefan Hofmann Thoraxchirurgie Regensburg Universitätsklinikum Regensburg KH Barmherzige Brüder Regensburg - und Metastasenverteilung 2009

Mehr

AstraZeneca. Nach dem Start der Therapie nehmen die Patienten die Studientherapie,

AstraZeneca. Nach dem Start der Therapie nehmen die Patienten die Studientherapie, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen ggmbh Postfach 2920 5219 Trier Studienzentrum Aktuell (Juni 2016) wird die Teilnahme an folgenden Studien angeboten: Studien für die Indikation Bronchialkarzinom

Mehr

Nachsorge = Vorsorge

Nachsorge = Vorsorge Prof. Dr. Bernhard Wörmann DGHO - Leitlinien Berlin Hämatoonkologische Praxis Bremen Magdeburg, 29. August 2010 Aufgaben der Nachsorge Lokalrezidiv (örtlicher Rückfall) Fernmetastasen Nebenwirkungen der

Mehr

Chemotherapie und Antikörpertherapie bei Brustkrebs. Onkologische Gemeinschaftspraxis Siegburg Dr. med. Franz-Josef Heidgen

Chemotherapie und Antikörpertherapie bei Brustkrebs. Onkologische Gemeinschaftspraxis Siegburg Dr. med. Franz-Josef Heidgen Chemotherapie und Antikörpertherapie bei Brustkrebs Onkologische Gemeinschaftspraxis Siegburg Dr. med. Franz-Josef Heidgen Grundlegende Therapieverfahren Operation Chemotherapie und Antikörpertherapie

Mehr

Prostatakarzinom Überversorgung oder Unterversorgung? Rüdiger Heicappell Urologische Klinik Asklepios Klinikum Uckermark Frankfurt /Oder,

Prostatakarzinom Überversorgung oder Unterversorgung? Rüdiger Heicappell Urologische Klinik Asklepios Klinikum Uckermark Frankfurt /Oder, Prostatakarzinom Überversorgung oder Unterversorgung? Rüdiger Heicappell Urologische Klinik Asklepios Klinikum Uckermark Frankfurt /Oder, 10.6..2009 Die Weisheit des Alters... In Brandenburg wird zu viel

Mehr

Sinnvolles Tumorscreening nach Nierentransplantation

Sinnvolles Tumorscreening nach Nierentransplantation Sinnvolles Tumorscreening nach Nierentransplantation Berlin, den 05.12.2010 Prof. Dr. med. Christian Hugo, Nephrologie, Medizinische Klinik III, UKD Dresden Auftreten von Malignomen im NTx - Zentrum München

Mehr

Individualisierte Medizin Onkologie

Individualisierte Medizin Onkologie Individualisierte Medizin Onkologie Prof. Dr. med. Bernhard Wörmann Jena, 12. März 2013 Krebserkrankungen - Inzidenz Männer Frauen Prostata 25,7 Dickdarm 14,3 Lunge 13,8 Harnblase 4,6 Mundhöhle / Rachen

Mehr

Screening Lungenkrebs. Lutz Freitag

Screening Lungenkrebs. Lutz Freitag Screening Lungenkrebs Lutz Freitag Lungenkrebs Adeno T1N0 Frühkarzinom Plattenepithel T3N2 Kleinzelliges Karzinom Krebs USA 2014 CA: A Cancer Journal for Clinicians JAN 2014 Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Mehr

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn

Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Früherkennung Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Früherkennung des Darmkrebs Christoph Schmidt Bonn Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2006 Männer (200 018) Prostata Dickdarm, Mastdarm Lunge Harnblase Magen

Mehr

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA

Pressespiegel 2014. Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge. Inhalt. Axel Heidenreich. Zielsetzung des Screening/ der Früherkennung beim PCA Pressespiegel 2014 Klinik für Urologie Sinn und Unsinn der Prostatakarzinomvorsorge Ist die Prostatakrebs-Früherkennung für alle älteren Männer sinnvoll? Laut einer europäischen Studie senkt sie die Zahl

Mehr

Mammadiagnostik. Anna Maaßen Martina Paetzel Arpad Bischof

Mammadiagnostik. Anna Maaßen Martina Paetzel Arpad Bischof Mammadiagnostik Anna Maaßen Martina Paetzel Arpad Bischof Brusterkrankungen Gutartige Veränderungen: Zyste, Fibroadenom, Harmatome, Lipome, Mastopathie Maligne Veränderungen: In situ Karzinome: DCIS, ILC

Mehr

Prostatakrebs: in Deutschland

Prostatakrebs: in Deutschland Prostatakrebs: in Deutschland Häufigster bösartiger Tumor bei Männern ca. 32.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland Zweithäufigste Todesursache bei Männern Etwa 12.000 Todesfälle/Jahr wegen Prostatakrebs

Mehr

Sinnvoller Einsatz von Tumormarkern

Sinnvoller Einsatz von Tumormarkern J Lab Med 2008;32(5):339 360 2008 by Walter de Gruyter Berlin New York. DOI 10.1515/JLM.2008.015 2008/15 Onkologie Redaktion: P. Stieber Sinnvoller Einsatz von Tumormarkern Sensible use of tumor markers

Mehr

Darum liegt in mehr als der Hälfte der Fälle bereits bei Diagnosestellung ein fortgeschritteneres Stadium der Erkrankung vor.

Darum liegt in mehr als der Hälfte der Fälle bereits bei Diagnosestellung ein fortgeschritteneres Stadium der Erkrankung vor. OVARIALKARZINOM EPIDEMIOLOGIE Das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) stellt die häufigste Todesursache durch ein Malignom bei der Frau dar. In Österreich erkranken jährlich rund 936 Frauen an einem Eierstockkrebs.

Mehr

Befunderhebungsfehler aus der Sicht des niedergelassenen Arztes

Befunderhebungsfehler aus der Sicht des niedergelassenen Arztes Befunderhebungsfehler aus der Sicht des niedergelassenen Arztes erarbeitet von Dr. med. Werner Jörgenshaus Arzt für Allgemeinmedizin 41366 Schwalmtal Für einen möglichen Schadensersatzanspruch müssen drei

Mehr

Die Pankreasoperation - Indikation zur Operation nach Whipple PD Dr. med. Jan Langrehr

Die Pankreasoperation - Indikation zur Operation nach Whipple PD Dr. med. Jan Langrehr Die Pankreasoperation - Indikation zur Operation nach Whipple PD Dr. med. Jan Langrehr Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie Charité, Campus Virchow-Klinikum Universitätsmedizin

Mehr

Lungenkrebs. Inhalt. (Bronchialkarzinom) Anatomie Definition Ätiologie Epidemiologie Symptome Diagnostik Therapie Prävention Prognose Statistik

Lungenkrebs. Inhalt. (Bronchialkarzinom) Anatomie Definition Ätiologie Epidemiologie Symptome Diagnostik Therapie Prävention Prognose Statistik Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) Inhalt Inhalt Anatomie der Lunge Anatomie der Lunge Inhalt Definition: Bronchialkarzinom Bösartiger Tumor Unkontrollierte Zellteilung Zerstörung gesunder Zellen Entartung

Mehr

Tumormarker. 25.06.2005/Ha Seite 1/7

Tumormarker. 25.06.2005/Ha Seite 1/7 Tumormarker Aussagekraft von Tumormarkern Die Wertigkeit von Tumormarkern ist abhängig von der Fragestellung. Therapie- und Verlaufskontrolle - Die Bestimmung der Tumormarker hat ihre wichtigste Bedeutung

Mehr

Laborkatalog des Zentrallabors

Laborkatalog des Zentrallabors Freigegeben Seite 1 von 8 Stand: 19.10.2012 Bearbeiter: J. Böhm Fachbereich: Hormone Änderungen: sänderung bei AntiTPO, AntiTG erhöhte Werte niedrige Werte AFP Alpha1 Fetoprotein Fruchtwasser Elektrochemilumineszenz

Mehr

Onkologische Therapien bei HIV positiven - Patienten

Onkologische Therapien bei HIV positiven - Patienten Onkologische Therapien bei HIV positiven - Patienten Jan Siehl MVZ Ärzteforum Seestrasse Berlin www.aerzteforum-seestrasse.de Krebs & AIDS Epidemiologie 1 AIDS definierende Malignome: Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome

Mehr

Epidemiologie, Klinik und Prognose des Kolonkarzinoms Vergleichende Analyse der Tumorzentren Regensburg und Erlangen

Epidemiologie, Klinik und Prognose des Kolonkarzinoms Vergleichende Analyse der Tumorzentren Regensburg und Erlangen Epidemiologie, Klinik und Prognose des Kolonkarzinoms Vergleichende Analyse der Tumorzentren Regensburg und Erlangen M. Klinkhammer-Schalke, W. Hohenberger, S. Petsch, A. Pauer, F. Hofstädter Aufgaben

Mehr

Wege der Metastasierung. Knochenmetastasen. Wege der Metastasierung. Häufigkeiten von Knochenmetastasen. Osteophile. Osteophobe

Wege der Metastasierung. Knochenmetastasen. Wege der Metastasierung. Häufigkeiten von Knochenmetastasen. Osteophile. Osteophobe Wege der Metastasierung Knochenmetastasen F.-G. Smiszek Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Lösen von Zellverbänden vom Primärtumor

Mehr

PET und PET/CT. Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen

PET und PET/CT. Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen PET und PET/CT Abteilung Nuklearmedizin Universität Göttingen PET-Scanner Prinzip: 2-dimensionale Schnittbilder Akquisition: statisch / dynamisch Tracer: β+-strahler Auflösungsvermögen: 4-5 mm (bei optimalsten

Mehr

Prognostische und prädiktive Faktoren

Prognostische und prädiktive Faktoren Diagnostik und Therapie primärer und metastasierter Mammakarzinome Prognostische und prädiktive Faktoren Prognostische und prädiktive Faktoren Version 2002: Thomssen / Harbeck Version 2003 2009: Costa

Mehr

Prostatakrebs. viel häufiger als man denkt. Wert des PSA-Tests in der Diagnostik. Qualitätsinitiative Prostatakarzinom

Prostatakrebs. viel häufiger als man denkt. Wert des PSA-Tests in der Diagnostik. Qualitätsinitiative Prostatakarzinom Prostatakrebs viel häufiger als man denkt Wert des PSA-Tests in der Diagnostik Mit freundlicher Unterstützung von Qualitätsinitiative Prostatakarzinom 2 Sehr verehrte Patienten, liebe Männer, Jedes Jahr

Mehr

Therapie des Bronchialkarzinoms Welcher Patient profitiert von der Operation?

Therapie des Bronchialkarzinoms Welcher Patient profitiert von der Operation? Therapie des Bronchialkarzinoms Welcher Patient profitiert von der Operation? H.-S. Hofmann Thoraxchirurgisches Zentrum Universitätsklinikum Regensburg Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg Problem:

Mehr

Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik

Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik Aktueller Stellenwert des PET-CT s in der Tumordiagnostik Prof. Dr. med. Florian Lordick Chefarzt am Klinikum Braunschweig Sprecher des Cancer Center Braunschweig PET Positronen-Emissions-Tomographie (PET)......

Mehr

Zürcher Update Innere Medizin 15./16. Januar 2014 Tumorscreening

Zürcher Update Innere Medizin 15./16. Januar 2014 Tumorscreening Zürcher Update Innere Medizin 15./16. Januar 2014 Tumorscreening Dr. med. Reto Kühne FMH Onkologie, Hämatologie und Innere Medizin Oberarzt m.e.v. Onkologie/Hämatologie Medizinische Klinik Stadtspital

Mehr

Führt der molekulare Ansatz in der Pathologie zum Durchbruch in der personalisierten Onkologie?

Führt der molekulare Ansatz in der Pathologie zum Durchbruch in der personalisierten Onkologie? SULM - Bern June 25, 2015 Führt der molekulare Ansatz in der Pathologie zum Durchbruch in der personalisierten Onkologie? Joachim Diebold Luzerner Kantonsspital Pathologisches Institut Herr FU 1962 Amateur-Marathonläufer,

Mehr

TUMORMARKER "Serumbank"

TUMORMARKER Serumbank TUMORMARKER Tumormarker haben in den letzten Jahren die Differentialdiagnostik und insbesondere die Verlaufskontrolle der genannten Tumore wesentlich verbessert. Darüber hinaus konnten die Nachweisverfahren

Mehr

Lungenmetastasen Chirurgie

Lungenmetastasen Chirurgie Lungenmetastasen Chirurgie Definition Als Metastasierung (griechisch: meta weg; stase: Ort; Übersiedlung) bezeichnet man die Absiedlungen bösartiger Zellen eines Tumors, stammend aus einer anderen primären

Mehr

Individualisierte Therapieentscheidung Aktueller Stand aus klinischer Sicht

Individualisierte Therapieentscheidung Aktueller Stand aus klinischer Sicht Onkologischer Workshop: Individualisierte Therapieentscheidung Aktueller Stand aus klinischer Sicht Bernd Schmidt Schwerpunkt Pneumologie, Universitätsklinikum Halle (Saale) Samstag 6. März 2010 Histologie

Mehr

Gastro-Intestinalen-Stroma-Tumoren

Gastro-Intestinalen-Stroma-Tumoren Erfassungsbogen zur Registrierung von Patienten mit Gastro-Intestinalen-Stroma-Tumoren in Österreich Zentrum: Patientennummer: 2 1 Stammdaten Geburtsdatum: Initialen (Vorname Nachname): - - - Geschlecht:

Mehr

Fieber. B. Hug, Innere Medizin M. Weisser, Infektiologie & Spitalhygiene V. Hess, Onkologie U. Walker, Rheumatologie

Fieber. B. Hug, Innere Medizin M. Weisser, Infektiologie & Spitalhygiene V. Hess, Onkologie U. Walker, Rheumatologie Fieber B. Hug, Innere Medizin M. Weisser, Infektiologie & Spitalhygiene V. Hess, Onkologie U. Walker, Rheumatologie A. Infekte bei therapiebedingter Immunsuppression (Fieber in Neutropenie) B. Tumorfieber

Mehr

Aggressive Lymphome. Interna3onaler Welt- Lymphom- Tag Felicitas Hitz, Leitende Ärz3n Onkologie/Hämatologie KSSG

Aggressive Lymphome. Interna3onaler Welt- Lymphom- Tag Felicitas Hitz, Leitende Ärz3n Onkologie/Hämatologie KSSG Aggressive Lymphome Interna3onaler Welt- Lymphom- Tag Felicitas Hitz, Leitende Ärz3n Onkologie/Hämatologie KSSG Themen Defini3on aggressive Lymphome Subtypen aggressive Lymphome Klinischer Verlauf und

Mehr

Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung

Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung Quantifizierung von Cytomegalievirus (CMV)-DNA in Darmbiopsien mittels PCR zur Diagnostik der gastrointestinalen CMV-Erkrankung Dr. med. Tina Ganzenmüller Institut für Virologie Humanes Cytomegalievirus

Mehr

Untersuchung, Beratung und Vorsorge bei familiärem Brustkrebs

Untersuchung, Beratung und Vorsorge bei familiärem Brustkrebs Untersuchung, Beratung und Vorsorge bei familiärem Brustkrebs 20. Onkologisches Symposium Tumorzentrum Regensburg e.v. Teresa Neuhann MGZ München Einführung Brustkrebs häufigste Tumorerkrankung der Frau

Mehr

Behandlung von Krebsvorstufen. Dr. K. Röder Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Behandlung von Krebsvorstufen. Dr. K. Röder Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Behandlung von Krebsvorstufen Dr. K. Röder Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Krebsvorstufen - Was sind Vorstufen von Brustkrebs? - Wie fallen die Krebsvorstufen in der Diagnostik auf? - Welche

Mehr

Sonographie und Endosonographie zum Staging von Ösophagus- und Magentumoren

Sonographie und Endosonographie zum Staging von Ösophagus- und Magentumoren KLINIK UND POLIKLINIK FÜR INNERE MEDIZIN I Sonographie und Endosonographie zum Staging von Ösophagus- und Magentumoren I. Zuber-Jerger Endosonographie zum Staging von Ösophagus- und Magenkarzinom EUS beste

Mehr

Corpus uteri. 3.4 Corpus uteri

Corpus uteri. 3.4 Corpus uteri 77 Corpus uteri 3.4 Corpus uteri Das Korpuskarzinom ist nach Brust- und Darmkrebs gleich häufig wie Tumoren der Atmungsorgane und somit die dritthäufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland, die allerdings

Mehr

1. EINLEITUNG 1.1. Das Bronchialkarzinom

1. EINLEITUNG 1.1. Das Bronchialkarzinom 1. EINLEITUNG 1.1. Das Bronchialkarzinom 1.1.1. Definition, Epidemiologie und Ätiologie 1.1.1.1. Definition Das Bronchialkarzinom, auch bronchogenes Lungenkarzinom genannt, ist ein bösartiger Tumor der

Mehr

Next Generation Gene Sequencing bei Brustkrebs

Next Generation Gene Sequencing bei Brustkrebs Institut für Medizinische Genetik Next Generation Gene Sequencing bei Brustkrebs Prof. Dr. med. Anita Rauch 08.10.2015 Seite 1 Benefit der Krebsfrüherkennung Antilla et al. 2014 08.10.2015 Anita Rauch

Mehr

Taschenbuch Onkologie

Taschenbuch Onkologie Taschenbuch Onkologie Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2016/2017 Bearbeitet von Prof. Dr. Joachim Preiß, PD Dr. Dr. Friedemann Honecker, Prof. Dr. Johannes Claßen, Dr. Wolfgang Dornoff 18. Auflage

Mehr

Leitliniengerechte Therapie bei metastasiertem kolorektalem Karzinom

Leitliniengerechte Therapie bei metastasiertem kolorektalem Karzinom Leitliniengerechte Therapie bei metastasiertem kolorektalem Karzinom Case Report NZW Dresden 2010 Stefan Schalbaba stefan.schalbaba@klinikum-memmingen.de Patientenidentität und Subjektive Daten Patient

Mehr

Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes Diagnoseverfahren

Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes Diagnoseverfahren Strahlenschutzkommission Geschäftsstelle der Strahlenschutzkommission Postfach 12 06 29 D-53048 Bonn http://www.ssk.de Anwendung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) als effizientes, dosissparendes

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Darmkrebs 20

Labortests für Ihre Gesundheit. Darmkrebs 20 Labortests für Ihre Gesundheit Darmkrebs 20 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Darmkrebs Vermeiden statt Leiden Alle 20 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an Darmkrebs. Fast 27.000 Todesfälle und

Mehr

Onko-PET: Was ist gesichert? A. Stahl Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen

Onko-PET: Was ist gesichert? A. Stahl Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen Onko-PET: Was ist gesichert? A. Stahl Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen Eingrenzung des Themas Medizinische Sicht: nicht: Kostennutzenanalyse nicht: Technik (Krause et al. 2007, Nuklearmedizin)

Mehr

Klinische Angaben. Lehrserie Nr. 220

Klinische Angaben. Lehrserie Nr. 220 Klinische Angaben Lehrserie Nr. 220 Histologisches Typing von Lungentumoren an der Bronchusbiopsie unter dem Aspekt der individualisierten multimodalen Therapie von: Prof. Dr. med. Annette Fisseler-Eckhoff,

Mehr

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle

Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Grundlagen, Indikationen, therapeutischer Nutzen von Rainer Haas, Ralf Kronenwett 1. Auflage Fragen und Antworten zur hämatopoetischen Stammzelle Haas

Mehr

Epidemiologie 26,8 22,3 17,4 16,3 14,9 8,6. Männer. Frauen. Prostata KRK Lunge Harnblase Magen Niere. Mamma KRK Lunge Uterus Ovar Magen

Epidemiologie 26,8 22,3 17,4 16,3 14,9 8,6. Männer. Frauen. Prostata KRK Lunge Harnblase Magen Niere. Mamma KRK Lunge Uterus Ovar Magen Epidemiologie Männer Frauen 30 25 30 25 26,8 20 22,3 20 % 15 16,3 14,9 % 15 17,4 10 10 5 0 8,6 5,1 4,7 Prostata KRK Lunge Harnblase Magen Niere 5 0 6,1 5,5 4,8 4,0 Mamma KRK Lunge Uterus Ovar Magen 1 Epidemiologie

Mehr

Elecsys T HE4. Bei Verdacht auf Ovarialkarzinom und postoperativer Nachsorge: Ein Tumormarker für zwei Indikationen

Elecsys T HE4. Bei Verdacht auf Ovarialkarzinom und postoperativer Nachsorge: Ein Tumormarker für zwei Indikationen Elecsys T HE4 Bei Verdacht auf Ovarialkarzinom und postoperativer Nachsorge: Ein Tumormarker für zwei Indikationen Ovarialkarzinom Das Ovarialkarzinom (OvCa) ist weltweit die vierthäufigste Krebstodesursache

Mehr

Krebs in der Schweiz: wichtige Zahlen

Krebs in der Schweiz: wichtige Zahlen Krebs in der Schweiz: wichtige Zahlen Stand: November 2016 Wie viele Menschen in der Schweiz erkranken jährlich an Krebs? Wie hoch ist die Sterblichkeit bei Prostatakrebs? Sind Männer häufiger von Lungenkrebs

Mehr

Schilddrüsenkrebs. Informationen für Betroffene und Angehörige. Schilddrüsenkrebs 1

Schilddrüsenkrebs. Informationen für Betroffene und Angehörige. Schilddrüsenkrebs 1 Schilddrüsenkrebs Informationen für Betroffene und Angehörige Schilddrüsenkrebs 1 Inhalt Die Schilddrüse Was ist Schilddrüsenkrebs? TSH Regulation des Schilddrüsenhormonspiegels Schilddrüsenkarzinom Möglichkeiten

Mehr

Neoplasien des Uterus

Neoplasien des Uterus Neoplasien des Uterus Cornelius Kuhnen Institut für Pathologie am Clemenshospital Münster Medical-Center Düesbergweg 128 48153 Münster www.patho-muenster.de Endometriumkarzinom: Zunahme des Endometriumkarzinoms:

Mehr

Diagnose Darmkrebs Kompetenz-Netzwerk Kolorektales Karzinom am BETHLEHEM Krankenhaus

Diagnose Darmkrebs Kompetenz-Netzwerk Kolorektales Karzinom am BETHLEHEM Krankenhaus Diagnose Darmkrebs Kompetenz-Netzwerk Kolorektales Karzinom am BETHLEHEM Krankenhaus Chirurgie Hausarzt Niedergelassener Internist Diagnostische Radiologie Gastroenterologie in der Klinik Onkologie Pathologie

Mehr

Diagnostisches Vorgehen bei Leberraumforderungen. H. Diepolder

Diagnostisches Vorgehen bei Leberraumforderungen. H. Diepolder Diagnostisches Vorgehen bei Leberraumforderungen H. Diepolder Bei 20% aller Routinesonographien fällt eine Leberraumforderung auf Problem Problem Bei 20% aller Routinesonographien fällt eine Leberraumforderung

Mehr

Phasen der Krebsentwicklung

Phasen der Krebsentwicklung Phasen der Krebsentwicklung Nuklearmedizinische Diagnostik Onkologie PET/CT I Diagnostische Anforderungen bei der Tumorsuche Hohe Sensitivität Hoher Tumor-Background-Quotient Überlagerungsfreie Abbildung

Mehr

Flächendeckende Darstellung der Qualität der onkologischen Versorgung durch klinische Krebsregister im Sinne des Nationalen Krebsplanes

Flächendeckende Darstellung der Qualität der onkologischen Versorgung durch klinische Krebsregister im Sinne des Nationalen Krebsplanes Flächendeckende Darstellung der Qualität der onkologischen Versorgung durch klinische Krebsregister im Sinne des Nationalen Krebsplanes Anett Tillack, Wolfgang Hartmann Tumorzentrum Land Brandenburg Gliederung

Mehr

Versorgungs- und Leistungsinhalte Gastroenterologie in Verbindung mit der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV)

Versorgungs- und Leistungsinhalte Gastroenterologie in Verbindung mit der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) Anhang 3.1 zu Anlage 17 Versorgungs- und Leistungsinhalte Gastroenterologie in Verbindung mit der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) 1. Gastroenterologische Versorgung ggf. inkl. notwendiger Diagnostik

Mehr