Zur Einführung. I. Theologie im 19. Jahrhundert

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1 Michael Weinrich Evangelische Theologie im 19. u. 20. Jahrhundert Vorlesung Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur Wintersemester 2006/2007 Do Evangelisch Theologische Fakultät Ruhr-Universität Bochum GA 04/142 Zur Einführung 1. Warum Theologiegeschichte? 2. Auf welche Weise Theologiegeschichte? I. Theologie im 19. Jahrhundert 1. Womit beginnen? 1.1 Der Humanismus (Anthropozentrismus) Daher ließ sich Gott den Menschen gefallen als ein Geschöpf, das kein deutlich unterscheidbares Bild besitzt, stellte ihn in die Mitte der Welt und sprach zu ihm: Wir haben dir keinen bestimmten Wohnsitz, noch ein eigenes Gesicht, noch irgendeine bestimmte Gabe verliehen, o Adam, damit du jeden beliebigen Wohnsitz, jedes beliebige Gesicht und alle Gaben, die du dir sicher wünschst, auch nach deinem Willen und nach deiner eigenen Meinung haben und besitzen mögest. Den übrigen Wesen ist ihre Natur durch die von uns vorgeschriebenen Gesetze bestimmt und wird dadurch in Schranken gehalten. Du bist durch keinerlei unüberwindliche Schranken gehemmt, sondern du sollst nach deinem eigenen freien Willen, in dessen Hand ich dein Geschick gelegt habe, sogar jene Natur dir selbst vorherbestimmen. Ich habe dich in die Mitte der Welt gesetzt, damit von dort bequem um dich schaust, was es alles in dieser Welt gibt Der Skeptizismus»Um sicherzugehen, werde ich zu Anfang gar nichts als sicher annehmen. Ich werde alles anzweifeln, um zu sehen, was einem solchen radikalen Zweifel standhält. Nicht nur an allem, was ich durch Unterricht, aus Büchern und im Umgang mit den Menschen gelernt habe, muß ich zweifeln; auch daran, ob die mich umgebende Welt überhaupt in Wirklichkeit vorhanden ist, oder ob sie etwa bloße Einbildung ist, beziehungsweise ob sie so vorhanden ist, wie ich sie wahrnehme denn es ist bekannt, daß es vielerlei Sinnestäuschungen gibt; ja auch an dem, was als das Sicherste von allem erscheint, an den Grundsätzen der Mathematik, muß ich zweifeln, denn es könnte ja sein, daß unser menschlicher Verstand zur Erkenntnis der Wahrheit ungeeignet ist und dauernd in die Irre führt. Beginne ich also das Philosophieren damit, daß ich schlechthin alles in Frage stelle, so gibt es doch etwas, das ich nicht nur nicht bezweifeln muß, das mir vielmehr, gerade indem und je mehr ich zweifle, immer gewisser werden muß: nämlich die einfache Tatsache, daß ich jetzt, in diesem Moment, zweifle, das heißt denke. Alles, was ich von außen wahrnehme, 1 G. Pico della Mirandola, Über die Würde des Menschen, zit. n. M. Weinrich (Hg.), Religionskritik in der Neuzeit, Gütersloh 1985, 14. Datei: Vorlesungen / 19u20Jh-Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

2 2 Michael Weinrich könnte Täuschung sein, alles, was ich denken mag, könnte falsch sein aber im Zweifel werde ich jedenfalls meiner selbst als eines denkenden Wesens gewiß.«2 1.3 Die Verflüchtigung Gottes der Deismus Was übrigens Gott oder jenes Vorbild des waren Lebens ist, ob er Feuer, Geist, Licht, Gedanke usw. ist, gehört nicht zum Glauben, so wenig wie der Grund, aus dem er das Vorbild des wahren Lebens ist, ob deshalb, weil sein Sinn gerecht und barmherzig ist, oder weil alle Dinge durch ihn sind und handeln und infolgedessen auch wir durch ihn erkennen und durch ihn einsehen, was wahrhaft recht und gut ist. Es ist einerlei, was jeder davon hält. Es gehört ferner nicht zum Glauben, ob einer annimmt, das Gott nach seinem Wesen oder nach seiner Macht allenthalben ist, daß er die Dinge aus Freiheit leitet oder nach Naturnotwendigkeit, daß er die Gesetze als Herrscher vorschreibt oder sie als ewige Wahrheiten lehrt, daß ein Mensch aus freiem Willen oder aus Notwendigkeit göttlichen Ratschlusses Gott gehorcht, und daß endlich die Belohnung der Guten und die Bestrafung der Bösen auf natürlichem oder auf übernatürlichem Wege erfolgt. Bei diesen und ähnlichen Fragen ist es in Ansehung des Glaubens gleichgültig, wie ein jeder darüber denkt, solange er nicht zu dem Schlusse kommt, sich eine größere Freiheit zu sündigen herauszunehmen oder Gott weniger gehorsam zu sein. Ja, vielmehr ist ein jeder, wie schon gesagt, verpflichtet, diese Glaubenssätze seiner Fassungskraft anzupassen und sie sich so auszulegen, wie er glaubt, daß er sie leichter, ohne jedes Bedenken und mit ganzem Herzen annehmen kann, um dann Gott aus ganzem Herzen zu gehorchen. Denn, wie ich schon bemerkt, geradeso wie einst der Glaube entsprechend der Fassungskraft und den Anschauungen der Propheten und des Volkes jener Zeit offenbart und niedergeschrieben worden ist, so ist auch jetzt noch jedermann verpflichtet, ihn seinen Anschauungen anzupassen, um ihn auf diese Weise ohne inneres Widerstreben und ohne Zaudern annehmen zu können. Denn ich habe gezeigt, daß der Glaube nicht so sehr Wahrheit als Frömmigkeit fordert und nur in Ansehung des Gehorsams fromm und seligmachend ist und daß infolgedessen jeder nur in Ansehung des Gehorsams gläubig ist. Nicht wer die besten Gründe für sich hat, hat deshalb notwendig auch den besten Glauben, sondern derjenige, der die besten Werke der Gerechtigkeit und er Liebe aufzuweisen hat. Wie heilsam und wie notwendig diese Lehre im Staate ist, damit die Menschen in Frieden und Eintracht miteinander leben, und namentlich wie viele Ursachen von Wirren und Verbrechen dadurch beseitigt werden, das überlasse ich jedem selbst zu beurteilen Das Dogma des Rationalismus Immanentismus 2. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher ( ) 2.1 Der Apologet»Jetzt besonders ist das Leben der gebildeten Menschen fern von allem, was ihr [der Religion] auch nur ähnlich wäre. Ich weiß, daß Ihr eben so wenig in heiliger Stille die Gottheit verehrt, als Ihr die verlassenen Tempel besucht, daß es in Euren geschmackvollen Wohnungen keine anderen Hausgötter gibt, als die Sprüche der Weisen und die Gesänge der Dichter, und daß Menschheit und Vaterland, Kunst und Wissenschaft, denn Ihr glaubt dies alles ganz umfassen zu können, so völlig von Eurem Gemüte Besitz genommen haben, daß für das Ewige und heilige Wesen, welches Euch jenseits der Welt liegt, nichts übrig bleibt, und Ihr keine Gefühle habt für dasselbe und mit ihm. Es ist Euch gelungen das irdische Leben so reich und vielseitig zu machen, daß Ihr der Ewigkeit nicht mehr bedürfet, und nachdem Ihr Euch selbst ein Universum geschaffen habt, seid Ihr überhoben, an dasjenige 2 Zit. n. H.J. Störig, Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Stuttgart , Baruch de Spinoza, Theologisch-Politischer Traktat (1670), in: Sämtliche Werke in sieben Bänden, Bd. 3, hg. v. G. Gawlick (Philosophische Bibliothek 93), Hamburg 1976, 218f. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

3 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 3 zu denken, welches Euch schuf. Ihr seid Euch einig, ich weiß es, daß nichts Neues und nichts Triftiges mehr gesagt werden kann über diese Sache, die von Philosophen und Propheten, und dürfte ich nur nicht hinzusetzen, von Spöttern und Priestern, nach allen Seiten zur Genüge bearbeitet ist.«4»so behauptet sie [sc. die Religion] ihr eigenes Gebiet und ihren eigenen Charakter nur dadurch, daß sie aus dem der Spekulation sowohl als aus dem der Praxis gänzlich herausgeht, und indem sie sich neben beiden hinstellt, wird erst das gemeinschaftliche Feld vollkommen ausgefüllt und die menschliche Natur von dieser Seite vollendet.«5»sie begehrt nicht, das Universum seiner Natur nach zu bestimmen und zu erklären wie die Metaphysik, sie begehrt nicht, aus Kraft der Freiheit und der göttlichen Willkür des Menschen es fortzubilden und fertig zu machen wie die Moral. Ihr Wesen ist weder Denken noch Handeln, sondern Anschauung und Gefühl. Anschauen will sie das Universum, in seinen eigenen Darstellungen und Handlungen will sie es andächtig belauschen, von seinen unmittelbaren Einflüssen will sie sich in kindlicher Passivität ergreifen und erfüllen lassen.«6»praxis ist Kunst, Spekulation ist Wissenschaft, Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche.«7»Anschauen des Universums, ich bitte, befreundet Euch mit diesem Begriff, er ist der Angel meiner ganzen Rede, er ist die allgemeinste und höchste Formel der Religion, woraus Ihr jeden Ort in derselben finden könnt, woraus sich ihr Wesen und ihre Grenzen aufs genaueste bestimmen lassen. Alles Anschauen gehet aus von einem Einfluß des Angeschaueten auf den Anschauenden, von einem ursprünglichen und unabhängigen Handeln des ersteren, welches dann von dem letzteren seiner Natur gemäß aufgenommen, zusammengefaßt und begriffen wird.«8»wenn Sie den gegenwärtigen Zustand der Naturwissenschaft betrachten, wie sie sich immer mehr zu einer umfassenden Weltkunde gestaltet, von der man vor noch gar nicht langer Zeit keine Ahnung hatte: was ahndet Ihnen von der Zukunft, ich will nicht einmal sagen für unsere Theologie, sondern für unser evangelisches Christentum?«9»Soll der Knoten der Geschichte so auseinander gehen; das Christentum mit der Barbarei, und die Wissenschaft mit dem Unglauben? Viele freilich werden es so machen; die Anstalten dazu werden stark genug getroffen, und der Boden hebt sich schon unter unsern Füßen, wo diese düstern Larven auskriechen wollen, von enggeschlossenen religiösen Kreisen, welche alle Forschung außerhalb jener Umschanzungen eines alten Buchstaben für satanisch erklären.«10»wie ich fest davon überzeugt bin, so glaube ich es auch darstellen zu müssen nach bestem Vermögen, daß jedes Dogma, welches wirklich ein Element unseres christlichen Bewußtseins repräsentiert, auch so gefaßt sein kann, daß es uns unverwickelt läßt mit der Wissenschaft.«11»Diese Überzeugung, daß das lebendige Christentum in seinem Fortgange gar keines Stützpunktes aus dem Judentum bedürfe, ist in mir so alt, als mein religiöses Bewußtsein über- 4 Fr. Schleiermacher, Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern (zuerst anonym 1799), in der Ausgabe v. Rudolf Otto, 7. durchgesehene Aufl., Göttingen1991, 18f. 5 Ebd., Ebd., Ebd., Ebd., Fr. Schleiermacher, Zweites Sendschreiben über die Glaubenslehre an Dr. Lücke, in: Sämmtliche Werke. Erste Abteilung, 2. Bd., Berlin 1836, , Ebd., Ebd., 618. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

4 4 Michael Weinrich haupt. Für ein freudiges Werk kann ich dies Bestreben, Christum aus den Weissagungen zu beweisen, niemals erklären; und es thut mir leid, daß sich noch immer so viel würdige Männer damit abquälen.... Ich fürchte, je mehr wir uns, statt die reichen Gruben des neuen Bundes recht zu bearbeiten, an das alte halten, um desto ärger wird die Spaltung werden zwischen der Frömmigkeit und der Wissenschaft.«12 Karl Barth:»Apologetik ist der mit den Mitteln des Denkens und der Sprache unternommene Versuch des Nachweises, daß die in einer bestimmten Gegenwart maßgebenden Prinzipien der Philosophie, der Natur- und Geschichtsforschung die auf die Offenbarung, bzw. auf den Glauben begründeten Sätze der Theologie wenn nicht geradezu fordern, so doch sicher nicht ausschließen. Apologetik beweist einer bestimmten Gegenwart im kühneren Fall die Denknotwendigkeit, im vorsichtigeren Fall wenigsten die Denkmöglichkeit der der Bibel oder dem kirchlichen Dogma oder beiden entnommenen theologischen Grundsätze, über deren Umfang und Inhalt die Meinungen natürlich auch zu derselben Zeit zwischen den Apologeten selbst auseinandergehen können.« Neuzeitliche Theologie»Das Gemeinsame aller noch so verschiedenen Äußerungen der Frömmigkeit, wodurch diese sich zugleich von allen andern Gefühlen unterscheiden, also das sich selbst gleiche Wesen der Frömmigkeit, ist dieses, daß wir unsrer selbst als schlechthin abhängig, oder, was dasselbe sagen will, als in Beziehung mit Gott bewußt sind.«14»das Christentum ist eine der teleologischen Richtung der Frömmigkeit angehörige monotheistische Glaubensweise, und unterscheidet sich von andern solchen wesentlich dadurch, daß alles in derselben bezogen wird auf die durch Jesum von Nazareth vollbrachte Erlösung.«15»Soll die Selbsttätigkeit des neuen Gesamtlebens ursprünglich in dem Erlöser sein und von ihm allein ausgehen: so mußte er als geschichtliches Einzelwesen zugleich urbildlich sein, d.h. das Urbildliche mußte in ihm vollkommen geschichtlich werden, und jeder geschichtliche Moment desselben zugleich das Urbildliche in sich tragen.«16»der Erlöser ist sonach allen Menschen gleich, vermöge der Selbigkeit der menschlichen Natur, von allen aber unterschieden durch die stetige Kräftigkeit seines Gottesbewußtseins, welche ein eigentliches Sein Gottes in ihm war.« Der Kulturprotestant»Die christliche Theologie ist sonach der Inbegriff derjenigen wissenschaftlichen Kenntnisse und Kunstregeln, ohne deren Besitz und Gebrauch eine zusammenstimmende Leitung der christlichen Kirche, d.h. ein christliches Kirchenregiment, nicht möglich ist.«18 3. Richtungsdifferenzen 3.1 Liberale Theologie neben dieser öffentlichen Religionsform, welche alle Mitglieder durch ihre Einwilligung in einer besonderen Verbindung miteinander hält, die mit ihrer bürgerlichen Verfassung im- 12 Ebd., 620f. 13 K. Barth: Die protestantische Theologie im 19. Jahrhundert, Zürich 1947, Fr. Schleiermacher, Der christliche Glaube nach den Grundsätzen der evangelischen Kirche im Zusammenhange dargestellt, 2 Bde., Berlin /1831, Ebd., 74 (Leitsatz zu 11). 16 Ebd., Bd. 2, 31 (Leitsatz zu 93). 17 Leitsatz zu Fr. Schleiermacher, Kurze Darstellung des theologischen Studiums zum Behuf einleitender Vorlesungen, hg. v. H. Scholz (Nachdruck der 3. Aufl. 1910), Darmstadt 1993, 2. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

5 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 5 mer zusammenhängt: gibt es unter allen Religionsparteien auch eine innere oder Privat- Religion vieler einzelner Menschen, die übrigens immer zu der öffentlichen Religionsform, als öffentliche Mitglieder gehören können In jedem Staat war eine öffentliche Religionsform zunächst zu festerem Bande der bürgerlichen Gesellschaft durch Gesetze eingeführt; ohne die freistehende moralische Privat-Religion den einzelnen Mitgliedern der bürgerlichen Gesellschaft hiermit zu untersagen; sie mußten sie nur der öffentlichen Religion nicht entgegenstellen und eine neuen Staat anfangen wollen Spekulative Theologie: Der Weg der spekulativen Theologie»erhebt sich über die Unwahrheit des Supranaturalismus, die Offenbarung nur als unmittelbare, dem Denken äußerlich entgegentretende, starre, unbewegt zu erkennen, in die freie Bewegung des Denkens, dem sie innerlich erschlossen und eignes Leben geworden ist. Ebenso aber erhebt er sich über die Unwahrheit des Rationalismus, das des Inhalts des christlichen Dogmas beraubte leere subjektive Meinen des kritischen Verstandes, und bringt die göttliche Offenbarung nach ihrer ganzen Fülle zu Ehren.«20»Der Glaube stimmt mit dem Wahren, was geglaubt wird, nur überein, Wissen dagegen und was gewußt wird, sind mehr als übereinstimmend, sind identisch; zwischen Wahrem und Glauben ist ein Consensus, zwischen Wissen und Wahrem eine Identität.«21»In dem menschlichen Geiste ist Gott sich nicht durch diesen, sondern durch sich selbst offenbar und so auch dem menschlichen Geiste offenbar. Dieser ist als Vernunft in ihm aufgehoben. Dies ist das Schwerste, was die Wissenschaft jedem zumutet, der sich auf sie einläßt, daß die reine Substanz selbst sich als Subjekt zeige, er mit seinem Geiste sich dem göttlichen subjiziere und ihm gelassen sei.« Vermittlungstheologie:»Vermittlung ist die wissenschaftlich vollzogene Zurückführung relativer Gegensätze auf ihre ursprüngliche Einheit, wodurch eine innere Versöhnung derselben und ein höherer Standpunkt gewonnen wird, in dem sie aufgehoben sind, der wissenschaftliche Zustand, der als Resultat aus dieser Vermittlung hervorgeht, ist die wahre gesunde Mitte.« Kulturprotestantismus eine patriotische Variante der Vermittlungstheologie Die Kirche»hat in ruhiger und besonnener Weise die allmähliche Übersetzung des Christentums aus der kirchlichen Form in die nichtkirchliche (weltliche) zu betreiben und zu leiten, in der Art, daß der Übergang stetig und ohne Unordnungen erfolge und bei dieser Umkleidung des Christentums von seinem wirklichen Gehalt nichts abhanden komme« J.S. Semler, Letztes Glaubensbekenntnis über natürliche und christliche Religion [1792], zit. n. M. Weinrich (Hg.), Theologiekritik in der Neuzeit, Gütersloh 1988, E. Hirsch, Geschichte der neuern evangelischen Theologie, Bd. 5, Gütersloh , C. Daub, Vorlesung über die Prolegomena zur Dogmatik, hg. v Marheineke u. Dittenberger, Berlin 1839, 212, zit n. Fr. Mildenberger, Geschichte der deutschen evangelischen Theologie im 19. U. 20. Jahrhundert, Stuttgart 1981, Ph.K. Marheineke, Die Grundlehren der christlichen Dogmatik als Wissenschaft, 2., völlig neu bearb. Aufl., Berlin 1827, C. Ullmann, Über Partei und Schule, Gegensätze und deren Vermittlung, in: Theol. Stud. u. Kr., 1836, 5-61, 41; zit n. H. Berkhof, 200 Jahre Theologie, Neukirchen-Vluyn 1985, R. Rothe zit. n. Fr.W. Kantzenbach, Programme der Theologie, München 1978, 87. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

6 6 Michael Weinrich 4. Der Historismus und die historische Kritik 4.1 Der Historismus als Radikalisierung der Aufklärung 4.2 David Friedrich Strauß ( )»Aber soviel ist richtig: wem an der jetzigen Kirche und Theologie das unerträglich ist, daß wir das Christentum fort und fort als eine übernatürliche Offenbarung, den Stifter desselben als den Gottmenschen, sein Leben als eine Kette von Wundern ansehen sollen, dem bietet sich als das sicherste Mittel, seinen Zweck zu erreichen, dessen was ihn drückt loszuwerden, eben die geschichtliche Forschung dar. Denn da er der Überzeugung lebt, daß Alles, was geschehen, natürlich geschehen, daß auch der ausgezeichnetste Mensch doch immer nur Mensch gewesen ist, daß es folglich auch mit allem dem, was in der Urgeschichte des Christentums jetzt als vermeintliches Wunder die Augen blendet, in der Wirklichkeit nur natürlich zugegangen sein kann, so muß er hoffen, je genauer er dem wirklichen geschichtlichen Hergang auf die Spur kommt, desto mehr auch die Natürlichkeit desselben an den Tag zu bringen, d. h. er findet sich durch seine Tendenz selbst zu emsiger historischer Forschung, aber freilich auch zu strenger historischer Kritik angewiesen.«25»wer den Geist nicht in sich hat, der hat ihn außer sich, das ist sogar ein tautologischer Satz; wer sich nicht aus sich selbst zu bestimmen vermag, der sucht die Bestimmung bei einer Autorität; wer zum Vernunftglauben noch nicht reif ist, der bleibt beim Offenbarungsglauben.«26»Dem nichtwissenschaftlichen Standpunkte, der den Menschen nur in seiner Unmittelbarkeit faßt, ist Alles, was über diese hinausgeht, ein von außenher Gekommenes: in der Wissenschaft sich seines Wesens in dem ganzen Umfange seiner Kräfte bewußt geworden, erkennt der Mensch auch das Höchste, was innerhalb seines Geschlechtes zur Erscheinung gekommen, wie die sogenannte Offenbarung, als Fleisch von seinem Fleisch und Bein von seinem Bein, als eine Rinde, welche der Baum der Menschheit in früheren Jahrhunderten angesetzt hat, welche aber im Laufe der Zeiten immer mehr verholzt, durch den von innen nachdringenden Lebenstrieb zersprengt, und im unaufhaltsamen Abbröckeln begriffen ist.«27»so haben sich uns bis jetzt sämmtliche formellen Grundbegriffe der kirchlichen Glaubenslehre kritisch aufgelöst, oder vielmehr, sie sind in den Geist, der sie aus sich herausgesetzt hatte, zurückgegangen. Das Begreifen ihres Hervorgangs aus dem Geist ist ihr Rückgang in denselben.« Ernst Troeltsch ( ) Troeltsch charakterisiert die historische Methode durch drei Wesensmerkmale: 1. Historische Arbeit ist ihrem Wesen nach Kritik. Es gehört essentiell zur Kritik,»daß es auf historischem Gebiet nur Wahrscheinlichkeitsurteile gibt, von sehr verschiedenen Graden der Wahrscheinlichkeit, daß jeder Überlieferung gegenüber daher erst der Grad der Wahrscheinlichkeit abgemessen werden müsse, der ihr zukommt.«29 2. Das»Mittel, wodurch Kritik überhaupt erst möglich wird, ist die Anwendung der Analogie. Die Analogie des vor unseren Augen Geschehenen und in uns sich Begebenden ist der Schlüssel der Kritik.... Die Übereinstimmung mit normalen, gewöhnlichen und mehrfach bezeugten Vorgangsweisen und Zuständen, wie wir sie kennen, ist das Kennzeichen der Wahrscheinlichkeit für 25 D.Fr. Strauß, Das Leben Jesu (1864), Bonn (Gesammelte Schriften, Bd. 3), XXII, zit. n. M. Weinrich (Hg.), Theologiekritik in der Neuzeit, Gütersloh 1988, D.Fr. Strauß, Die christliche Glaubenslehre in ihrer geschichtlichen Entwicklung und im Kampfe mit der modernen Wissenschaft (1840), Darmstadt 1973, Ebd., Ebd., E. Troeltsch, Über historische und dogmatische Methode in der Theologie, in: Theologie als Wissenschaft, hg. v. G. Sauter (ThB 43), München 1971, , 107. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

7 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 7 die Vorgänge, die die Kritik als wirklich geschehen anerkennen oder übriglassen kann.«30 3. Historische Urteile sind nur möglich unter der Annahme,»daß alles Geschehen in einem beständigen korrelativen Zusammenhang steht und notwendig einen Fluß bilden muß, indem Alles und Jedes zusammenhängt und jeder Vorgang in Relation zu anderen steht.«31»die historische Methode führt durch Kritik, Analogie und Korrelation ganz von selbst mit unaufhaltsamer Notwendigkeit zur Herstellung eines solchen sich gegenseitig bedingenden Geflechtes von Betätigungen des menschlichen Geistes, die an keinem Punkte isoliert und absolut sind, sondern überall in Verbindung stehen und eben deshalb nur im Zusammenhang eines möglichst alles umfassenden Ganzen verstanden werden können.«32»für den ethisch und religiös gläubigen Menschen ist sie eine geordnete Folge, in der die zentrale Wahrheit und Tiefe des menschlichen Geisteslebens aus dem transzendenten Grunde des Geistes unter allerhand Kampf und Irrung, aber auch mit der notwendigen Konsequenz einer normal begonnenen Entwickelung emporsteigt.... So glaube ich mit den großen Idealisten, daß in diesem scheinbaren Chaos sich doch von verschiedenen Seiten her die göttliche Tiefe des menschlichen Geistes offenbart, daß der Gottesglaube in allen Formen, wo er nur überhaupt wirklicher Gottesglaube und nicht selbstsüchtiges Zauberwesen ist, im Kerne identisch ist, daß er aus seiner eigenen Konsequenz... überall an Energie und Tiefe gewinnt, soweit es die Schranke der ursprünglichen Naturgebundenheit des menschlichen Geistes erlaubt.«33 Religion folgt»einer gemeinsamen, verschieden vorwärtsdringenden Bewegungstendenz des menschlichen Geistes und vollzieht sich durch die in der unbewußten Tiefe des einheitlichen menschlichen Geistes geheimnisvoll wirkende Bewegung des göttlichen.«34 Troeltsch nennt das Christentum den Höhepunkt der Religionsgeschichte:»Hier ist die Tendenz der Religion zur Allgemeingültigkeit auf ihren Gipfel gelangt, alles Partikulare, Volkstümliche, weltlich Bedingte ausgetilgt, jede Abhängigkeit von einer bloß gegebenen, immer uneinheitlichen Lage durch die Allgemeinheit eines erst zu erreichenden, aber in Bestimmung und Wesen begründeten Zieles überwunden.«35»es ist... die einzige Religion, die eine schlechterdings unbedingte Allgemeinheit in Anspruch nimmt«36. Die Theologie»ist nicht reine, jedenfalls nicht freie Wissenschaft, sondern vielmehr an die rechtlichen Bestimmungen, die tatsächliche Tradition und die vorliegenden Verhältnisse und Zwecke gebunden, und ist daher mehr Kompromiss mit der Wissenschaft, als eigentliche Wissenschaft. Ihre Aufgaben sind in erster Linie praktische, durch den tatsächlichen Bestand des Kircheninstituts gegebene und sie kann wissenschaftliche Erkenntnisse meist nur indirekt auf ihren Stoff wirksam machen, indem sie allzu schroffe Gegensätze beseitigt und im übrigen vermittelt und ausgleicht... Ausgleich der Temperaturen...«37»Die heutige Dogmatik soll der heutigen Zeit dienen, die keine Zeit der Kirchengründung, sondern der religiösen Unruhe und Krisis, der intellektuellen und ethischen Umwälzungen ist. Da müssen die Kirchen, gerade um dem Leben zu genügen, individuelle Freiheit gewähren und kann gerade eine solche Dogmatik vielen Gläubigen entsprechen, während anderen Gruppen andere dogmatische Leitfäden entsprechen werden. Wenn die Kirchen diese Weitherzigkeit nicht mitmachen wollen und können, so werden sie in den Hinter- 30 Ebd., Ebd., Ebd., Ebd., 122f. 34 E. Troeltsch, Christentum und Religionsgeschichte, Gesammelte Schriften II, Tübingen 1913, , Ebd., Ebd., Ebd., 362. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

8 8 Michael Weinrich grund gedrängt werden.... Die heutige Krisis wird nicht durch kirchliche Neugründungen, sondern durch Ausweitung und Beweglichmachung der Kirchen überwunden.«38»wir müssen nicht bestimmte Beurteilungen Jesu, der Apostel, der Bibel, als den Preis bezahlen, um den allein die köstliche Perle feil ist. Wir vernehmen vielmehr den himmlischen Vater aus dem lebendigen Gang der Gegenwartsgeschichte, wie sie aus der Vergangenheit heraus geworden ist.«39 5. Sören A. Kierkegaard ( )»Nach und nach... ward dem Christentum all Saft und Kraft entzogen; das Paradox ward entspannt, man war Christ ohne es zu merken, und ohne das Mindeste zu merken von des Ärgernisses Möglichkeit. Man nahm Christi Lehre hin, wandte und schrappte sie, er selbst bürgte nun ohne weiteres für die Wahrheit ein Mann, dessen Leben derartige Folgen in der Geschichte gehabt hatte. So paßte alles gut zueinander wie das Bein in den Strumpf natürlich, denn auf diese Weise ist das Christentum Heidentum geworden. Es ist da in der Christenheit ein ewiges Sonntags-Geklapper wegen der herrlichen und unschätzbaren Wahrheiten des Christentums, wegen seines milden Trostes, aber freilich man merkt es, daß es achtzehnhundert Jahre her ist, daß Christus gelebt hat; das Zeichen des Ärgernisses und der Gegenstand des Glaubens ist geworden die abenteuerlichste von allen Märchengestalten: ein göttlicher dummer Hans.... Die Christenheit hat das Christentum abgeschafft, ohne es selber richtig zu merken; folglich muß man, wenn man etwas ausrichten will, versuchen, das Christentum wieder in die Christenheit einzuführen.«40»alles umsonst; es liegt nämlich am Gebäude. Dieser ganze Plunder mit einer Staatskirche, wo, geistlich gesprochen, seit undenklichen Zeiten nicht gelüftet worden ist die eingesperrte Luft in diesem Plunder hat Gift entwickelt. Und deshalb ist das religiöse Leben krank oder abgestorben, denn ach: gerade was die Weltlichkeit als Gesundheit betrachtet, ist, in christlichem Sinne, Krankheit; ebenso umgekehrt: das christlich Gesunde wird von der Weltlichkeit als Krankheit betrachtet.«41»die Subjektivität ist die Wahrheit. Dadurch, daß sich die ewige wesentliche Wahrheit zum Existierenden verhielt, entstand das Paradox. Laß uns nun weitergehen! La0 uns annehmen, daß die ewige wesentliche Wahrheit selbst das Paradox sei. Wie kommt das Paradox zustande? Dadurch, daß die ewige wesentliche Wahrheit und das Existieren zusammengesetzt werden. Wenn wir es dann also in der Wahrheit selbst zusammen setzen, so wird die Wahrheit ein Paradox.«42»Denk dir ein Krankenhaus. Die Patienten sterben wie die Fliegen. Man ändert die Behandlung, bald auf die eine, bald auf die andere Weise: hilft nichts. Woran kann es da liegen? Es liegt am Gebäude, das ganze Gebäude hat Gift in sich; Dieser ganze Plunder mit einer Staatskirche, wo, geistlich gesprochen, seit undenklichen Zeiten nicht gelüftet worden ist die eingesperrte Luft in diesem Plunder hat Gift entwickelt. Und deshalb ist das religiöse Leben krank oder abgestorben, denn ach: gerade was die Weltlichkeit als Gesundheit be- 38 E. Troeltsch, Die Dogmatik der religionsgeschichtlichen Schule, Gesammelte Schriften II, Tübingen 1913, , Ebd., S. Kierkegaard, Einübung im Christentum [1850], GW, 26. Abteilung, übers. v. E. Hirsch, Düsseldorf/Köln 1962, 33f. [(GTB 621), Gütersloh 1980, 41f.]. 41 S. Kierkegaard, Der Augenblick [1854/55], GW, 34. Abteilung, Düsseldorf/Köln 1959, S. Kierkegaard, Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken [1846], GW, 16. Abteilung, übers. v. H.M. Junghans, Düsseldorf/Köln 1959, 175 [GTB 612), Gütersloh 1982, 200]. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

9 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 9 trachtet, ist, in christlichem Sinne, Krankheit; ebenso umgekehrt: das christlich Gesunde wird von der Weltlichkeit als Krankheit betrachtet.«43»nein, laßt uns doch lieber bei dem bleiben, was... allerdings der Staat mit Zuchthaus bestraft: sich zu bereichern durch Fälschen von Zollstempeln, oder durch unberechtigtes Benutzen von berühmten Fabriknamen! Aber eine Macht zu werden und das Irdische zu gewinnen durch Stempelfälschung im Verhältnis zu einer Sache, der gedient wurde durch Leiden bis zum Letzten und Äußersten, bis dahin, von Gott verlassen zu sein; falsch zu stempeln im Verhältnis zu dem, was der am Kreuze Sterbende menschlicher Redlichkeit in der Nachfolge anvertraute, also das zu tun, unbewegt davon, daß es Liebe war, die litt, und Liebe, die sterbend ihre Sache der menschlichen Redlichkeit anvertraute, und unbewegt davon, daß es Millionen waren, welche man auf solche Weise um das Höchste und Heiligste betrog, dadurch betrog, daß man ihnen einbildete, sie seien Christen: nein, das ist entsetzlich.«44 II. Theologie in der Krise 1. Der religiöse Sozialismus»Und wer einen Blick tut in die Grundlagen der Sozialdemokratie und in die daraus notwendig folgenden Anschauungen, muß sofort erkennen, daß ein Nachfolger Christi sehr wohl sich mit der Sozialdemokratie verbünden kann, ja wohl noch mehr als mit anderen Parteien. Wo z. B. Nationalitäten-Ehrgeiz, Verherrlichung der durch Krieg und Blutvergießen verlangten Ehre, Bekämpfung religiöser Überzeugung zugunsten einer Konfession, wo einseitige Wirtschaftsinteressen parteimäßig verfolgt werden zum Schaden anderer Menschen, kurz, wo mehr oder weniger der Egoismus oder Kapitalismus die Triebfeder des Handelns sein muß, da kann ich viel weniger im Geiste Christi mittun, als wo zugunsten Mühseliger und Beladener, zugunsten Enterbter und Unterdrückter, zugunsten von stumpf gewordenen Massen eine andere Gesellschaftsordnung gesucht wird. Wo Krieg und Blutvergießen, wo Völkerhaß und Klassenherrschaft, wo Völlerei und Unsittlichkeit bekämpft wird, was soll mich da hindern, als wahrer Nachfolger Christi mich zu beteiligen?« Hermann Kutter ( ): Gott kommt im Sozialismus»Man fühlt heute mehr als irgendwann in der Geschichte, daß mit den alten religiössittlichen Kategorien nicht auszukommen ist, daß sie sich abgenutzt, zur bloßen Phrase abgeschwächt haben. Man verlangt nach einer Welt wirklicher Gerechtigkeit, in welcher der Mammon wirklich überwunden ist. Mit andern Worten: Man fängt wieder an, Verständnis für das zu gewinnen, was ursprünglich mit dem Wort: Reich Gottes, gemeint gewesen etwas ganz Neues.«46»In der Tat: Es gibt nichts, was die christliche Gottlosigkeit so grell beleuchtet, als der Vorwurf, den die Christen gegen die Sozialdemokratie erheben. Die Christenheit lebt Jahrhunderte träge und selbstzufrieden dahin, ohne sich mit seltenen Ausnahmen um die Armen anders zu bekümmern, als daß sie ihnen das harte Brot des frommen Almosens gewährt; sie denkt nicht daran, wozu doch das Evangelium auf jeder Seite sie auffordert, Übel und Sünde, Schlechtigkeit und Finsternis aufzulösen; sie dient Gott mit allerhand Frömmigkeit und Seligkeitsdrang, aber sie vergißt von Jahrhundert zu Jahrhundert, daß Gott seinen wahren Dienst in der Überwindung des Argen und in der Liebe zum Geringen er- 43 S. Kierkegaard, Der Augenblick [1854/55], GW, 34. Abteilung, übers. v. H. Gerdes, Düsseldorf/Köln 1959, 170 [(GTB 627), Gütersloh 1985, 158]. 44 Ebd., 178 [165]. 45 Chr. Blumhardt d.j., Antwortschreiben an seine Freunde [1899], in: A. Pfeiffer (Hg.), Religiöse Sozialisten, 1976, H. Kutter, Sie müssen. Ein offenes Wort an die christliche Gesellschaft, Zürich 1904, 250f. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

10 10 Michael Weinrich blickt. Sie träumt auf ihren Dogmen und Einrichtungen einen süßen Traum und nun, da sie Gott durch die Donner der sozialen Revolution zum Erwachen bringt, ist das erste Wort, das sie über ihre schläfrigen Lippen haucht: Gottlosigkeit. Gottlosigkeit war die Losung, die Stöcker der Sozialdemokratie gegenüber ausgab, Gottlosigkeit das Wort, das ein Naumann immer und immer wieder den Sozialdemokraten entgegengehalten. Wie? Eine Bewegung, die so sehr den Stempel des lebendigen Gottes an sich trägt, die so ernst macht mit den Forderungen seines Wortes, die sich als Gegnerin seines einzigen Feindes, des Mammons, erklärt, wird von den Trägern des christlichen Glaubens gottlos genannt? Ist es da nicht klar, daß zwischen Gott und diesem Glauben eine tiefe Kluft befestigt ist?«47»diesem Müssen solltest du, Kirche Christi, dein Müssen entgegenhalten oder verbinden. Hast du kein Müssen dem der Sozialdemokratie anzubieten, dann hast du das Recht verwirkt, ihnen entgegenzutreten. Aber gerade der Umstand, daß du so wuchtig auf ihre wissenschaftlichen Theorien hereingefallen bist, daß du glaubtest, Theorie mit Theorie, Postulat mit Postulat vergelten zu sollen, daß du im Dorngestrüpp der sozialen Fragen und Frägelchen stecken geblieben bist, das beweist, daß du dich dieses Rechtes wirklich verlustig gemacht hast. Du hast kein Müssen keinen Gott.«48»Hat das Evangelium nicht von dem Gott gesprochen, der da kommt in Gericht und Gnade? Aber die Kirche bleibt stehen. Sie baut sich eine falsche Ewigkeit mit den Worten des Evangeliums, sie setzt sich auf den Thron, um mit ihrem Machtanspruch allen Fortschritt, alle Änderungen zu hemmen. Kirche und Reaktion ist ein und dasselbe geworden. Warum? Sie hat am Zauberquell des Mammons Wasser der Eitelkeit gekostet. Der Mammon hat sie berauscht. Nun treibt sie seine Geschäfte. Würde es je anders in der Welt, wenn es auf die Kirche allein ankäme?... War es nicht die Botschaft des Evangeliums, daß alle Sünde und Schuld der Menschen im Siege des Gottessohnes überwunden sei und aufhören werde? Aber wo anders als bei den Sozialdemokraten versteht man noch etwas von ihr? Ist nicht die ganze Kirche an der Hölle und Sünde orientiert? Lebt sie nicht davon, daß es einen Satan gibt, viel mehr, als davon, daß es einen Gott gibt? Ist nicht ihr vornehmstes Dogma die Unüberwindlichkeit der Sünde, ihr Hauptpostulat, daß man der Hölle stets gedenke? Ist nicht das erste Kennzeichen ihrer Frömmigkeit das Ernstnehmen der Sünde?«49»Gott selbst nichts anderes; das gilt vor allem für die Kirchen. Sie haben bis dahin Göttliches und Menschliches durcheinander gepredigt, sie müssen jetzt Gott allein predigen; sie haben ein Christentum gepredigt, nun müssen sie Christum predigen. Nicht mehr Christus im Christentum, sondern Christentum in Christus. Nicht mehr kirchliches Evangelium, sondern Evangelium. Nicht mehr Kirchenbewußtsein, sondern Gottesbewußtsein!Gottsucher, nicht nur Frömmigkeitspfleger, nicht nur Menschentröster, nicht nur Erbaulichkeitsprediger, nicht nur Präsidenten aller möglichen Liebeswerke sollen wir sein, nein, Gott selbst suchende Pfarrer, arm im Geist, Leid tragend, hungernd und dürstend nach Gerechtigkeit.« Leonhard Ragaz ( ): Reich-Gottes-Arbeit»Der religiöse Sozialismus soll und will nicht bloß ein Sozialismus mit religiösem Anstrich sein, sondern schlichtweg das ganze Christentum, ohne irgendwelchen Abzug.... Der reli- 47 H. Kutter, Sie müssen (Ausgabe von 1910), 5f. 48 Ebd., 28f. 49 H. Kutter, Sie müssen, Zürich 1904, 259f. 50 H. Kutter, Wo ist Gott? Ein Wort zur Religiösen und theologischen Krisis der Gegenwart, Basel 1926, 65 u. 67. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

11 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 11 giöse Sozialismus ist ein Verständnis des ganzen Christentums, das dessen sozialen Sinn ins Licht stellt.«51»der religiöse Sozialismus ist ein Verständnis des ganzen Sozialismus, das dessen religiösen Sinn ins Licht stellt.«52»meine Arbeit wurde von einem Russen übersetzt... Die Übersetzung durchzuredigieren übernahm der Zürcher Professor Ragaz. Das gab mir die Möglichkeit, diese eigenartige Persönlichkeit kennenzulernen. Ein gläubiger Christ, mehr noch: Theologe seiner Bildung und Profession nach, stand Ragaz auf dem äußersten linken Flügel des schweizerischen Sozialismus, er vertrat die radikalsten Kampfmethoden gegen den Krieg und war für die proletarische Revolution. Sowohl er wie seine Frau erregten meine Sympathie durch den tiefen sittlichen Ernst, mit dem sie an politische Probleme herangingen, was sie von den österreichischen, deutschen, schweizerischen und anderen gedankenlosen Bürokraten der Sozialdemokratie so vorteilhaft unterschied.... Bei den Unterhaltungen, die ich mit ihm hatte, empfand ich neben Hochachtung für diesen hervorragenden Menschen beinah physisch einen dünnen, aber absolut undurchdringlichen Schleier zwischen uns. Er war Mystiker durch und durch, und obwohl er seinen Glauben keinem aufzudrängen suchte noch ihn überhaupt erwähnte, umgab er in seinen Reden sogar den bewaffneten Aufstand mit einem Hauch von Jenseitigkeit, der bei mir einen unangenehmen Schüttelfrost hervorrief... Ich empfand nicht nur kein Bedürfnis nach anderen Welten, sondern ich könnte niemals eine psychologische Brücke zu jenen Menschen finden, denen es gelingt, gleichzeitig Darwin und die Heilige Dreifaltigkeit anzuerkennen.« Paul Tillich ( ): Kampf gegen die Dämonie»Will der Sozialismus im Gegensatz zur Auflösung der bürgerlichen Kultur auf der Grundlage einer Einheitswirtschaft ein neues einheitliches Geistes- und Gesellschaftsleben schaffen, so muß er die Autonomie vertiefen zur Theonomie, das heißt zu dem freien unbedingten Erfassen des Unbedingten durch alle Dinge hindurch.«54»der Kampf einer religiösen Bewegung kann sich niemals gegen das Profane, Unreligiöse richten. Das lebt in dem Religiösen und hat gerade so viel Realität, als noch religiöse Substanz in ihm steckt. Der Kampf der Religion ist vielmehr gegen die gegengöttliche Religion, gegen das Dämonische, gerichtet. Eine aus der Tiefe geschöpfte Feststellung der Kampfobjekte des religiösen Sozialismus muß darum von dem allgemeinen Wesen des Dämonischen ausgehen und von da aus die Dämonie dieses Kairos verstehen.«55»und doch: wenn wir uns den neuen Realismus ansehen, es ist etwas anderes darin als Geist der bürgerlichen Gesellschaft. Es ist der Durchbruch zum Wesen darin, zum Dämonischen, das durchschaut, zum Göttlichen, das geglaubt wird. Es ist nicht der Realismus der in sich ruhenden Endlichkeit, sondern es ist ein Realismus, der offen ist für das Ewige. Es ist ein gläubiger Realismus. Und vielleicht ist dieses das letzte, was wir heute, in dieser Stunde, vom Kairos, vom Kommen der Ewigkeit in die Zeit schauend und fordernd sagen können.«56 51 Zit. n. W. Deresch [Hg.], Der Glaube der religiösen Sozialisten, Hamburg 1972, Ebd., L. Trotzki, Mein Leben, Berlin 1930, S. 230f, zit. n. H. Kirsch, Zum Problem der Ethik in der kritischen Theologie Karl Barths, Diss. Bonn 1972, 90f. 54 P. Tillich, Christentum und Sozialismus I [1919], in: Gesammelte Werke II, Stuttgart 1962, 21-28, P. Tillich, Grundlinien des Religiösen Sozialismus, in: Gesammelte Werke II, Stuttgart 1962, , P. Tillich, Kairos II. Ideen zur Geisteslage der Gegenwart [1926], Gesammelte Werke VI, Stuttgart 1963, 29-41, 41. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

12 12 Michael Weinrich 2. Karl Barth ( ): Die neue Welt in der Bibel Gleichzeitig mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges erschien» für mich fast schlimmer noch als die Verletzung der belgischen Neutralität das schreckliche Manifest der 93 deutschen Intellektuellen, die sich vor aller Welt mit der Kriegspolitik Kaiser Wilhelms II und seines Kanzlers Bethmann-Hollweg identifizierten. Und unter denen, die es unterschrieben hatten, mußte ich mit Entsetzen auch die Namen ungefähr aller meiner deutschen Lehrer ( ) entdecken«.»ich habe eine Götterdämmerung erlebt, als ich studierte, wie Harnack, Herrmann, Rade, Eucken etc. sich zu der neuen Lage stellten«, wie Religion und Wissenschaft»restlos sich in geistige 42 cm Kanonen«verwandelten. Barth wurde dadurch irre»an der Lehre meiner sämtlichen theologischen Meister in Deutschland, die mir durch das, was ich als ihr Versagen gegenüber der Kriegsideologie empfand, rettungslos kompromittiert erschienen«. An ihrem»ethischen Versagen«zeigte sich,»daß auch ihre exegetischen und dogmatischen Voraussetzungen nicht in Ordnung sein könnten«. Und also,»eine ganze Welt von Exegese, Ethik, Dogmatik und Predigt, die ich bis dahin für grundsätzlich glaubwürdig gehalten hatte, kam damit und mit dem, was man damals von den deutschen Theologen sonst zu lesen bekam, bis auf die Grundlagen ins Schwanken« Der fremde Gott»Aber warum lassen Sie bei dieser ganzen weltlichen, sündigen Notwendigkeit Gott nicht aus dem Spiele?«Das ist die entscheidende Frage, mit der sich Barth dem Gleichschritt der deutschen Kriegstheologie, der»frommen Kriegsfertigkeit«zu Beginn des Ersten Weltkrieges entgegenstellte. Jenseits aller historischen und politischen Einschätzungen wird es Barth»schrecklich... zu Mute, wenn die Theologen kommen und das Alles nun religiös verklären wollen mit ihrer furchtbar gewandten Dialektik. Da regt sich aller Widerspruch in mir,... «58 (127f) Martin Rade and Karl Barth am »Nicht, daß Sie Schweizer sind, erschwert Ihnen das Verständnis. Aber, daß Sie neutral sind, daß Sie mit Ihrem Volk und Staat an diesem Krieg keinen Anteil haben... Eines entgeht Ihnen: das Erlebnis... Eins habe ich durch voraus vor Ihnen: die Erfahrung, wie dieser Krieg über die Seele meines Volkes kam.... Wie das Bewußtsein alle bewegt: wir wollen keinen Krieg, aber wenn es sein muß, wollen wir ihn auf uns nehmen.... Das einhellige Laufen zu den Waffen. Die ruhige, klare, von keinem moralischen Mißton getrübte Mobilisierung. Die Ordnung, die Alkoholfreiheit, die Sicherheit des Betriebes und der Leitung. (Freuen sich die Engel im Himmel denn nicht über alles, was gut ist in der Welt?)... Und Sie verlangen, wir sollten bei dem Erleben dieses Krieges Gott außerm Spiele lassen. Das ist unmöglich. Für eine so überwältigende Sache gibt es nur Einen möglichen Grund und Urheber: Gott.... Wer wagt da Vorschriften zu machen und nur zu kritisieren, wenn eine Volksseele erzittert, weil sie Gottes Walten spürt!... Aber dafür, daß der Krieg bloß Menschenwerk sein soll, während Gott der Herr eigentlich etwas ganz anderes möchte: eine solche Gottesvorstellung mache ich nicht mit. Übernimmt also mein Gott die Verantwortung für das Kriegsgeschick, so ist es dann auch fromm, aus dem Kriege herauszuholen an Gutem, was man nur kann.... Daß Sie nun diesen Krieg nicht so miterleben wie wir Reichsdeutschen, dafür können Sie nichts. Es ist ganz recht, daß Sie ihn auf Ihre Weise erleben.... Die Neutralen müssen eben diesen Krieg anders verarbeiten als wir. Und mit unseren verschiedenen Erfahrungen sollen wir uns dann dienen. Wir leiden alle stellvertretend. Sie für uns, wir für Sie. Und die ratio vicaria [stellvertretende Einsicht] ist und bleibt doch schließlich Kern und Stern der christlichen 57 Zitiert nach E. Busch: Karl Barths Lebenslauf, 93; vgl. zum ganzen Kapitel M. Weinrich, Der Katze die Schelle umhängen. Konflikte theologischer Zeitgenossenschaft, in: Karl Barth: Der Störenfried? (Einwürfe 3) hg. v. Fr.-W. Marquardt, D. Schellong u. M. Weinrich, München 1986, K. Barth/M. Rade, Ein Briefwechsel, hg. v. Chr. Schwöbel, Gütersloh 1981, 96, 127f. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

13 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 13 Ethik. So meine ich, daß wir uns auf gemeinsamem Boden immer wieder zusammenfinden werden.«59»nun ist die Abrechnung da, und sie lautet nicht gut. Ja, wir sind gescheiter und mächtiger als die Wilden, als unsere Vorfahren, aber unsere ganze Kultur war kein Eigentum und kein Werk von Brüdern, sondern selbstsüchtig, neidisch standen wir nebeneinander, gierig sucht ein Jeder sich in die Höhe zu arbeiten, böser Zündstoff sammelte sich an zwischen den selbstsüchtigen Massen, die man Völker nennt, immer weiter trieben wirs, immer mächtiger wollte jeder werden, bis nun schließlich diese Explosion des Bösen kommen mußte. Es kann nicht anders sein bei einer Welt, die auf den Konkurrenzkampf, auf das Recht des Stärkeren aufgebaut ist; eine solche Welt kann nicht anders als mit Krieg enden, mit gegenseitigem Morden und Zerstören. Und wenn wir nach dem Kriege wieder in der bisherigen Weise weiterfahren wollen, dann werden uns über kurz oder lang andere noch fürchterlichere Ereignisse belehren, daß es nicht geht auf diesen Wegen, daß es einfach nicht geht.«60»und nun ist uns Gott ein Fremder geworden. Das ist unser Zustand. Wir haben uns so verhalten, daß er nicht bei uns bleiben konnte.... Der Hochmut überfiel uns, daß wir mehr sein wollten als Gottes Kinder, große, selbständige Wesen wollten wir werden, wohl gar Gott selber gleich, selber wollten wir ausmachen und wissen, was gut und böse sei. Und Gott ließ uns gehen. Nein er ließ uns stehen, da wo wir uns hingestellt, und ging weiter, ohne uns, und wurde uns ein Fremder.«61»Noch sind wir Christen! Noch ist unser Volk ein christliches Volk! Eine wundervolle Illusion, aber eine Illusion, ein Selbstbetrug! Wir sollten hier zu allererst ehrlich werden und uns noch ganz anders offen fragen: was haben wir eigentlich davon? Cui bono? Was soll all das Predigen, Taufen, Konfirmieren, Läuten und Orgeln? all die religiösen Stimmungen und Erbauungen, all die sittlich-religiösen Ratschläge den Eheleuten zum Geleite, die Gemeindehäuser mit und ohne Projektionsapparat, die Anstrengungen zur Belebung des Kirchengesanges, unsere unsäglich zahmen und nichtssagenden kirchlichen Monatsblättlein und was sonst noch zu dem Apparat moderner Kirchlichkeit gehören mag! Wird denn dadurch etwas anders in unserem Verhältnis zur Gerechtigkeit Gottes?« Die Harmlosigkeit der Religion»Wir predigen Gesinnung, wir machen Stimmung. Vielleicht gelingt es uns, aber was soll das eigentlich?... Es ist eben auch nichts Ernstes. Ernst sind nur Kräfte. Darum hat doch z.b. der Kapitalismus die Religion nie ernst genommen, sondern ganz ruhig Kirchen und Schulen gebaut ohne die geringste Furcht, daß von daher jemals eine ihm gefährliche Gegenkraft sich erheben könnte. Darum nimmt der Militarismus die Religion so wenig ernst, daß er ganz ruhig Feldprediger anstellt, die auf Feldkanzeln zwischen zwei Geschützen ihre Gesinnungssprüchlein sagen dürfen, wie die Spatzen, die zwischen den Zähnen eines Krokodils herumhüpfen. Das militärische Ungeheuer weiß eben ganz genau, daß es von den wackeren Feldpredigern nichts Böses u befürchten hat. Es wird keine Kraft von ihnen ausgehen. Darum sagt der Sozialismus ganz freundlich: Religion ist Privatsache!, nimmt auch ganz duldsam Notiz von uns paar sozialdemokratischen Pfarrern ohne eine Spur von Furcht vor den Kräften, die von daher ins Spiel kommen und die seinen Kräften eines Tages ernstliche Konkurrenz machen könnten. Religion nimmt man doch nicht ernst! Die Vor- 59 Ebd., Predigt am , in: K. Barth, Predigten 1914, hg. v. U. u. J. Fähler, (Karl Barth Gesamtausgabe), Zürich 1974, Predigt am , in: K. Barth, Predigten 1914, hg. v. U. u. J. Fähler (Karl Barth Gesamtausgabe), Zürich 1947, K. Barth, Die Gerechtigkeit Gottes [1916], in: ders., Das Wort Gottes und die Theologie. Gesammelte Vorträge [1924], 7. u. 8. Tsd., München 1929, 5-17, 12. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

14 14 Michael Weinrich stellung, daß sie etwas Reales sei, etwas mit wirklichen Kräften zu tun haben könnte diese Vorstellung gibt es einfach nicht in der Welt und wenn wir uns auf den Kopf stellen.«63»es ist typische Mittelstandsideologie mit ihrem gediegenen, aber etwas beschränkten Horizont, mit ihrer bescheidenen, aber in sich gegründeten Selbstzuversicht, mit ihrer klugen Fügsamkeit nach oben und mit ihrer Behäbigkeit nach unten, mit ihrer Richtung auf das Praktische und Greifbare und mit ihrem berechtigten Wunsch nach äußerem Frieden und innerer Ruhe, mit ihrem Bedürfnis nach Erhebung über die Sorgen des Alltags und mit ihrer soliden Abneigung gegen unverständliche Paradoxien, was, wenn wir von dem christlichen Inhalt einmal absehen wollen, etwa den Liturgien und Gesangbüchern, aber auch den Predigtinhalten dieser Zeit [sc. des 19. Jh.s] das Gesicht gegeben hat.«64»er ist einem reichen Mann zu vergleichen, der, im Bedürfnis, noch reicher zu werden (das doch kein absolutes Bedürfnis sein kann!), einen Teil seines Vermögens in ein Nutzen versprechendes Unternehmen steckt. «65»Er verliert nichts bei diesem Rückzug; er zieht ja bloß sein Kapital zurück aus einer Unternehmung, die ihm nicht mehr rentabel erscheint: die Vitalität und Intensität, die er bis jetzt an die Gestalt des Gottesbildes und die Erfüllung des Gesetzes seiner Religion verwendete, schlagen nun nach innen, werden nun fruchtbar gemacht zugunsten und in der Richtung der gestaltlosen und werklosen, der gedankenlosen und willenlosen Wirklichkeit, aus deren Reichtum die Religion einst hervorging, um nun in sie zurückgenommen zu werden.... Dasselbe so gar nicht bedürftige religiöse Bedürfnis sucht seine Befriedigung nun in seiner Nicht-Befriedigung, in einem pathetischen Verzicht auf die Darstellung, in einem pathetischen Schweigen, in einem pathetischen Zur-Ruhe-Kommen der Seele in sich selbst, in der feierlichen Leere, die es der ebenso feierlichen Fülle von vorher nun auf einmal vorziehen zu wollen glaubt.«66 Exkurs: Religion nach der Religionskritik»Eine Wiederentdeckung der Transzendenz bedeutet vor allem, daß wir gegenüber der Wirklichkeit Offenheit der Wahrnehmung zurückgewinnen müssen. Dabei werden wir nicht etwa nur, was die vom Existentialismus beeinflußten Theologen bei weitem überschätzen, der Tragödie begegnen. Vielleicht ist es viel wichtiger, daß wir uns der Banalität, dem Trivialen stellen. Offen zu sein für die Zeichen der Transzendenz bedeutet nämlich auch, die Erfahrung wieder in angemessenen Verhältnissen wahrzunehmen. Erlösung ist auch Entlastung bis zur Komik. Wir lachen wieder und spielen aus neugewonnener Fülle.... Offenheit für die Zeichen der Transzendenz, das neue Sehen in angemessenen Verhältnissen, hat, meiner Ansicht nach, moralische, um nicht zu sagen, politische Bedeutung. Das beste ist, man vergegenwärtigt sich die Einsicht, daß, um Dietrich Bonhoeffers suggestiven Ausdruck zu zitieren, alle historischen Begebenheiten 'vorletzte' sind. Denn ihre letzte Bedeutung liegt in einer Wirklichkeit, die sie und alle anderen Koordinaten des menschlichen Daseins transzendiert.«67 Fortsetzung von Kap. 2.2:»Als man nicht mehr wußte oder wissen wollte, was Glauben und Gehorsam ist, da fing man an, von Religion zu reden. 'Religion', das ist, geistesgeschichtlich betrachtet, die Flagge, die den Winkel bezeichnet, in den sich die neuere Theologie fluchtartig zurückzuziehen begann, als sie den Mut verlor, vom Worte Gottes aus zu denken, und froh war, in der dieser Größe scheinbar entsprechenden menschlichen Gemütsaffektion ein Flecklein Hu- 63 K. Barth, Religion und Leben, EvTh 11 (1951/52), , K. Barth, Die protestantische Theologie im 19. Jahrhundert, Zürich 1947, K. Barth, KD I/2, K. Barth, KD I/2, P.L. Berger, Auf den Spuren der Engel [1969], Frankfurt/M. 1981, 109f. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

15 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 15 manität zu finden, auf dem sie sich, im Frieden mit dem modernen Wissenschaftsbegriff, als rechte Als-Ob-Theologie ansiedeln und niederlassen konnte.«68»das Christliche ist jetzt... tatsächlich zu einem Prädikat des neutral und allgemein Menschlichen, die Offenbarung ist nun zu einer geschichtlichen Bestätigung dessen geworden, was der Mensch auch ohne Offenbarung von sich selbst und damit von Gott wissen kann« Christus und das Christentum»Daß Ihr als Christen mit Monarchie, Kapitalismus, Militarismus, Patriotismus und Freisinn nichts zu tun habt, ist so selbstverständlich, daß ich es gar nicht zu sagen brauche. Die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir in ihr weiterleben können? ([Röm.]6,2). Viel näher liegt euch natürlich die andere Möglichkeit, die im Christus kommende Revolution willkürlich vorauszunehmen und dadurch hintanzuhalten. Und davor warne ich Euch! Die Sache der göttlichen Erneuerung darf nicht vermengt werden mit der Sache des menschlichen Fortschritts. Das Göttliche darf nicht politisiert und das Menschliche nicht theologisiert werden, auch nicht zugunsten der Demokratie und Sozialdemokratie. Ihr müßt euch, mag eure Stellung in den vorletzten Dingen sein, welche sie wolle, freihalten für das Letzte. Ihr dürft in keinem Fall in dem, was ihr gegen den jetzigen Staat tun könnt, die Entscheidung, den Sieg des Gottesreiches suchen.«70» Absolutismus kann... allgemein bedeuten: ein Lebenssystem, das gegründet ist auf die gläubige Voraussetzung der Allmacht des menschlichen Vermögens. Der Mensch, der seine eigene Kraft, sein Können, die in seiner Humanität, d. h. in seinem Menschsein als solchem schlummernde Potentialität entdeckt, der sie als Letztes, Eigentliches, Absolutes, will sagen: als ein Gelöstes, in sich selbst Berechtigtes und Bevollmächtigtes und Mächtiges versteht, der sie darum hemmungslos nach allen Seiten in Gang setzt, dieser Mensch ist der absolutistische Mensch.«71 Die Theologie bewegt sich unter dem neuzeitlichen Modernisierungsdruck trotz aller intendierter Fortschrittlichkeit und trotz allem Traditionsverzicht»eben immer etwas hinter ihrer Zeit her, so daß sie, obwohl sie sich wahrhaftig absolut genommen sehr lebhaft bewegte, relativ betrachtet doch immer etwas überholt altmodisch dastand, für das allgemeine Bewußtsein immer den Anschein einer Hüterin von wer weiß was für einer altertümlichen Tradition hatte, während ihr jeweiliger Stand doch nur anzeigte, daß sie jetzt, getreulich folgend, bei einem früheren Stadium der allgemeinen Entwicklung angekommen war.«72»es steckte auch in jener ganzen neuzeitlichen Emanzipation der Ethik gegenüber der Dogmatik nicht nur ein berechtigtes Anliegen... und geschichtlich wohl verständliche Reaktion gegenüber dem Sündenfall, vor dem keine Dogmatik sicher ist, dem Sündenfall in eine Zuschauermetaphysik, in den Luxus einer müßigen Weltanschauung. Es ist aber an der Zeit, daß man aus diesem geschichtlich berechtigten, aber sachlich hoch gefährlichen Reagieren gegen eine unethische Dogmatik herauskomme, Zeit, jenem Anliegen so gerecht zu werden zu suchen,... daß jene letztlich heidnische Einführung eines zweiten heterogenen Gesichtspunktes, bei dem dann wohl der erste und eigentliche unvermeidlich verlorenzugehen pflegt, rückgängig gemacht und auch in der Ethik ausschließlich, wenn auch in der 68 K. Barth, Die christliche Dogmatik im Entwurf, hg. v. G. Sauter, Karl Barth Gesamtausgabe, Zürich 1982, 594f. 69 K. Barth, KD I/2, 315. Zum ganzen Kapitel vgl. M. Weinrich, Die religiöse Verlegenheit der Kirche, in: P. Eicher u. M. Weinrich, Der gute Widerspruch. Das unbegriffene Zeugnis von Karl Barth, Düsseldorf/Neukirchen-Vluyn 1986, K. Barth, Der Römerbrief, unverändeter Nachdruck der 1. Aufl. von 1919, Zürich 1963, 381 (GA 509; zu Röm. 12,21-13,8). 71 K. Barth, Die protestantische Theologie im 19. Jahrhundert, Zürich 1947, Ebd., 115. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

16 16 Michael Weinrich besonderen Zuspitzung ihrer Frage nicht nach einem Zweiten, sondern nach dem Einen und Einzigen, was not tut, gefragt wird.«73»seid ihr willig und bereit, eine ähnliche Bewegung und Großkundgebung zu starten und zu besuchen: Gegen das Begehren nach Ausrüstung der westdeutschen Armee mit Atomwaffen? Gegen den Krieg und die Kriegsführung der mit Westdeutschland verbündeten Amerikaner in Vietnam? Gegen die immer wieder sich ereignenden Ausbrüche eines wüsten Antisemitismus (Gräberschändungen) in Westdeutschland? Für einen Friedensschluß Westdeutschlands mit den osteuropäischen Staaten unter Anerkennung der seit 1945 bestehenden Grenzen? Wenn euer richtiges Bekenntnis zu dem nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift für uns gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus das in sich schließt und ausspricht, dann ist es ein rechtes, kostbares und fruchtbares Bekenntnis. Wenn es das nicht in sich schließt und ausspricht, dann ist es in seiner ganzen Richtigkeit kein rechtes, sondern ein totes, billiges, Mücken-seigendes und Kamele-verschluckendes... Bekenntnis.« Die Aufgabe der Theologie»Theologie ist wie alle anderen Funktionen der Kirche ausgerichtet auf das Faktum, daß Gott gesprochen hat und daß der Mensch hören darf. Theologie ist ein besonderer Akt der Demut, die dem Menschen durch dieses Faktum geboten ist. Darin besteht dieser besondere Akt der Demut: in der Theologie versucht die Kirche, sich immer wieder kritisch darüber Rechenschaft zu geben, was das heißt und heißen muß vor Gott und vor den Menschen: Kirche zu sein. Existiert doch die Kirche als eine Versammlung von Menschen, und zwar von fehlbaren, irrenden, sündigen Menschen. Nichts ist weniger selbstverständlich als dies, daß sie immer aufs neue Kirche wird und ist. Sie existiert unter dem Gericht Gottes. Eben darum kann es nicht anders sein, als daß sie sich auch selbst richten muß, nicht nach eigenem Gutdünken, sondern nach dem Maßstab, der identisch ist mit dem Existenzgrund, also nach Gottes Offenbarung und also konkret nach der Heiligen Schrift. Und eben dies: die immer wieder notwendige und gebotene Selbstprüfung der Kirche am Maßstab des göttlichen Wortes ist die besondere Funktion der Theologie in der Kirche.«75 Unter allen Wissenschaften ist die Theologie die schönste, die den Kopf und das Herz am reichsten bewegende, am nächsten kommend der menschlichen Wirklichkeit und den klarsten Ausdruck gebend auf die Wahrheit, nach der alle Wissenschaft fragt, am nächsten kommend dem, was der ehrwürdige und tiefsinnige Name einer Fakultät besagen will, eine Landschaft mit fernsten und immer noch hellen Perspektiven wie die von Umbrien oder Toskana und ein Kunstwerk, so wohl überlegt und so bizarr wie der Dom von Köln oder Mailand. Arme Theologen und arme Zeiten in der Theologie, die das etwa noch nicht gemerkt haben sollten. Aber unter allen Wissenschaften ist die Theologie auch die schwierigste und gefährlichste, diejenige, bei der man am ehesten in der Verzweiflung oder, was fast noch schlimmer ist: im Übermut endigen, diejenige, die zerflatternd und verkalkend, am schlimmsten von allen zu ihrer eigenen Karikatur werden kann. Gibt es eine Wissenschaft, die so ungeheuerlich und die so langweilig werden könnte wie die Theologie? Der wäre kein Theologe, der nicht vor ihren Abgründen noch nie erschrocken wäre oder der vor ihnen zu erschrecken aufgehört hätte K. Barth, Ethik I. Vorlesung Münster 1928, wiederholt in Bonn 1930, hg. v. D. Braun, Karl Barth Gesamtausgabe, Zürich 1973, K. Barth, Offene Briefe , hg. v. D. Koch, Karl Barth Gesamtausgabe, Zürich 1984, 520f. 75 K. Barth, Offenbarung Kirche Theologie, in: ders., Theologische Fragen und Antworten. Gesammelte Vorträge, Bd. 3, Zollikon 1957, , Ebd., 175. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

17 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur Barths Kampf gegen die natürliche Theologie sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus»Wenn die Theologie es, wissend um ihre Verantwortlichkeit gegenüber dem ersten Gebot, in der Tat nicht unterlassen kann, indem sie von der Offenbarung redet, auch vom Menschen, von Vernunft und Erfahrung, von Geschichte und geschöpflicher Existenz und dann gewiß auch von Volkstum, Sitte und Staat zu reden, dann wird sich diese Verantwortlichkeit darin zeigen, daß jene anderen Instanzen nach Maßgabe der Offenbarung und nicht etwa die Offenbarung nach Maßgabe jener andern Instanzen interpretiert wird.«77»der internationale Faschismus mit seinem Rasse, Volk, Nation! ist, was er ist, genau in dem, was ihn von einer Weltanschauung unterscheidet und als Religion charakterisiert: in seinem dogmatisch fixierten Wissen um diese eine, die nationale Wirklichkeit, in seinem Appell an Gründe, die gar keine Gründe sind, in seinem Auftreten als unqualifizierte Macht, in seiner für uns alle, die wir vor 20 Jahren uns bildeten, so befremdlichen Unfreiheit und Ungeistigkeit. Wer nicht sieht, daß hier eine neue oder uralte Naturreligion am Werke ist, der wird mit seinem Zorn oder Gelächter über Gestalten wie Mussolini oder Hitler nur daneben greifen können.« Das christliche Leben Wer oder was bestimmt eigentlich die Mode: etwa die, der gehorsam der Mensch seine Bekleidung und Behauptung und nicht zuletzt seinen Haarwuchs jetzt so, jetzt so gestalten zu müssen glaubt: jedes Mal seiner Sache ganz sicher und jedes Mal nur zu bald zur mitleidigen Verwunderung und ein wenig später schon zum Entsetzen und Gelächter derer, die dann schon wieder einer neuen Mode folgen zu müssen meinen? 79 Oder eine andere Frage: Was ist eigentlich die Doxa etwa des keuchenden Siegers im Tour de Suisse oder Tour de France? Sollte es vielleicht um eine Art Repräsentierung: um des Menschen uraltes Bedürfnis gehen, in dem im Wettkampf - - sich Bewährenden und über alle Anderen Triumphierenden die zu finden, die sie alle selber gern wären, und also in deren Person in Wahrheit sich selbst, eifersüchtig auf alle Nebenbuhler, zu begleiten, zu bejubeln oder im Fall des Mißerfolgs zu beweinen? Wer diktiert dem Menschen dieses oder ein ähnliches Bedürfnis und dessen Befriedigung gerade in dieser letztlich doch etwas primitiven Form? Welches ist die Majestät, der jeweils an der Olympiade in regelrecht kultischer Form Anbetung, Lob, Preis und Dank dargebracht wird? 80»Seufzen: Veni creator spiritus! Ist nun einmal nach Röm. 8 hoffnungsvoller als triumphieren, wie wenn man ihn schon hätte. Sie sind in meine Theologie eingeführt, wenn Sie diesen Seufzer gehört haben.«81 III. Dietrich Bonhoeffer ( ): Kirche in der Welt 1»Christus als Gemeinde existierendfriede ist das Gegenteil von Sicherung. Sicherheiten fordern heißt Mißtrauen haben, und dieses Mißtrauen gebiert wiederum Krieg. Sicherheiten suchen heißt sich selber schützen wollen. Friede heißt sich gänzlich ausliefern dem Gebot Gottes K. Barth, Das erste Gebot als theologisches Axiom, in: Theologische Fragen und Antworten, Gesammelte Vorträge Bd. 3, Zollikon 1957, , 138f. 78 K. Barth, Fragen an das Christentum, in: Theologische Fragen und Antworten, Gesammelte Vorträge Bd. 3, Zollikon 1957, 93-99, K. Barth, Das christliche Leben. KD IV/4. Fragmente aus dem Nachlaß, hg. v. H.-A. Drewes u. E. Jüngel (Karl Barth Gesamtausgabe), Zürich 1976, Ebd., K. Barth, Not und Verheißung der christlichen Verkündigung, in: ders., Das Wort Gottes und die Theologie. Gesammelte Vorträge, München 1924, , 123. Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

18 18 Michael Weinrich Wie wird Friede? Wer ruft zum Frieden, daß die Welt es hört, zu hören gezwungen ist?, daß alle Völker darüber froh werden müssen? Der einzelne Christ kann das nicht er kann wohl, wo alle schweigen, die Stimme erheben und Zeugnis ablegen, aber die Mächte der Welt können wortlos über ihn hinwegschreiten. Die einzelne Kirche kann auch wohl zeugen und leiden ach, wenn sie es nur täte, aber auch sie wird erdrückt von der Gewalt des Hasses. Nur das eine große ökumenische Konzil der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, daß die Welt zähneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muß und daß die Völker froh werden, weil diese Kirche Christi ihren Söhnen im Namen Christi die Waffen aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet und den Frieden Christi ausruft über die rasende Welt. Warum fürchten wir das Wutgeheul der Weltmächte? Warum rauben wir ihnen nicht die Macht und geben sie Christus zurück? Wir können es heute noch tun. Das ökumenische Konzil ist versammelt, es kann diesen radikalen Ruf zum Frieden an die Christusgläubigen ausgehen lassen. Die Völker warten darauf im Osten und Westen. Müssen wir uns von den Heiden im Osten beschämen lassen? Sollten wir die einzelnen, die ihr Leben an diese Botschaft wagen, allein lassen? Die Stunde eilt die Welt starrt in Waffen und furchtbar schaut das Mißtrauen aus allen Augen, die Kriegsfanfare kann morgen geblasen werden worauf warten wir noch? Wollen wir selbst mitschuldig werden, wie nie zuvor?«82 2 Die Kirche vor der 'Judenfrage' (1933)»Das bedeutet eine dreifache Möglichkeit kirchlichen Handelns dem Staat gegenüber: erstens... die an den Staat gerichtete Frage nach dem legitim staatlichen Charakter seines Handelns, d.h. die Verantwortlichmachung des Staates. Zweitens der Dienst an den Opfern des Staatshandelns. Die Kirche ist den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet, auch wenn sie nicht der christlichen Gemeinde zugehören.... Die dritte Möglichkeit besteht darin, nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden, sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen. Solches Handeln wäre mittelbar politisches Handeln der Kirche und ist nur dann möglich und gefordert, wenn die Kirche den Staat in seiner Recht und Ordnung schaffenden Funktion versagen sieht, d.h. wenn sie den Staat hemmungslos ein Zuviel oder ein Zuwenig an Ordnung und Recht verwirklichen sieht. In beiden muß sie dann die Existenz des Staates und damit auch ihre eigene Existenz bedroht sehen. Ein Zuwenig läge vor bei der Rechtlosmachung irgendeiner Gruppe von Staatsuntertanen, ein Zuviel läge dort vor, wo vom Staate her in das Wesen der Kirche und ihre Verkündigung eingegriffen werden sollte, d.h. etwa in dem zwangsmäßigen Ausschluß der getauften Juden aus unseren christlichen Gemeinden, in dem Verbot der Judenmission. Hier befände sich die christliche Kirche in statu confessionis und hier befände sich der Staat im Akt der Selbstverneinung.«83 3 Die billige Gnade»Billige Gnade heißt Gnade als Lehre, als Prinzip, als System; heißt Sündenvergebung als allgemeine Wahrheit, heißt Liebe Gottes als christliche Gottesidee.... In dieser Kirche findet die Welt billige Bedeckung ihrer Sünden, die sie nicht bereut und von denen frei zu werden sie erst recht nicht wünscht.... Billige Gnade heißt Rechtfertigung der Sünde und nicht des Sünders. Weil Gnade doch alles allein tut, darum kann alles beim alten bleiben.... Billige Gnade ist die Gnade, die wir mit uns selbst haben. Billige Gnade ist die Predigt der Vergebung ohne Buße,... ist Abendmahl ohne Bekenntnis der Sünden... Billige Gnade ist 82 D. Bonhoeffer, Kirche und Völkerwelt, in: ders., London , hg. v. H. Goedeking, M. Heimbucher u. H.-W. Schleicher (DBW 13), Gütersloh 1994, , 300f. 83 D. Bonhoeffer, Die Kirche vor der Judenfrage, in: ders., Berlin , hg. v. C. Nicolaisen u. E.-A. Scharffenorth (DBW 12), Gütersloh 1997, , 353f. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

19 Evangelische Theologie im 19. und 20. Jahrhundert Gliederung, Schlüsselzitate und Literatur 19 Gnade ohne Nachfolge, Gnade ohne Kreuz, Gnade ohne den lebendigen, menschgewordenen Jesus Christus.«84»Teure Gnade ist das Evangelium, das immer wieder gesucht, die Gabe, um die gebeten, die Tür, an die angeklopft werden muß. Teuer ist sie, weil sie in die Nachfolge ruft, Gnade ist sie, weil sie in die Nachfolge Jesu Christi ruft; teuer ist sie, weil sie dem Menschen das Leben kostet, Gnade ist sie, weil sie ihm so das Leben erst schenkt; teuer ist sie, weil sie die Sünde verdammt, Gnade, weil sie den Sünder rechtfertigt. Teuer ist die Gnade vor allem darum, weil sie Gott teuer gewesen ist, weil sie Gott das Leben seines Sohnes gekostet hat ihr seid teuer erkauft, und weil uns nicht billig sein kann, was Gott teuer ist. Gnade ist sie vor allem darum, weil Gott sein Sohn nicht zu teuer war für unser Leben, sondern ihn für uns hingab. Teure Gnade ist Menschwerdung Gottes.«85»Wann wurde die Welt grauenvoller und heilloser christianisiert als hier? Was sind die 3000 von Karl dem Großen am Leibe getöteten Sachsen gegenüber den Millionen getöteter Seelen heute? Es ist an uns wahr geworden, daß die Sünde der Väter an den Kindern heimgesucht wird bis ins dritte und vierte Glied. Die billige Gnade war unserer evangelischen Kirche sehr unbarmherzig.«86»was mich unablässig bewegt, ist die Frage, was das Christentum oder auch wer Christus für uns eigentlich ist. Die Zeit, in der man das den Menschen durch Worte seien es theologische oder fromme Worte sagen könnte, ist vorüber; ebenso die Zeit der Innerlichkeit und des Gewissens, und d.h. eben die Zeit der Religion überhaupt. Wir gehen einer völlig religionslosen Zeit entgegen; die Menschen können einfach, so wie sie nun einmal sind, nicht mehr religiös sein.... Wie sprechen wir von Gott ohne Religion, d.h. eben ohne die zeitbedingten Voraussetzungen der Metaphysik, der Innerlichkeit etc. etc.? Wie sprechen (oder vielleicht kann man eben nicht einmal davon sprechen wie bisher) wir weltlich von Gott, wie sind wir religionslos-weltlich Christen, wie sind wir ekklhsi a, Herausgerufene, ohne uns religiös als Bevorzugte zu verstehen, sondern vielmehr als ganz zur Welt Gehörige? Christus ist dann nicht mehr Gegenstand der Religion, sondern etwas ganz anderes, wirklich Herr der Welt. Aber was heißt das? Was bedeutet in der Religionslosigkeit der Kultus und das Gebet?«87 IV. Vermittlungstheologische Entwürfe des 20. Jahrhunderts 1 Rudolf Bultmann ( ): Entmythologisierung und Existentiale Interpretation»Denn die einzige Garantie für die Objektivität der Exegese, bzw. dafür, daß in ihr die Wirklichkeit der Geschichte zu Wort kommt, ist eben die, daß der Text auf den Exegeten selbst als Wirklichkeit wirkt. Voraussetzung ist also, daß der Exeget in keinem Sinne vorher über die Möglichkeiten des Gesagten bzw. Gemeinten verfügt, also daß er die Meinung preisgibt, mittels einer Methode feststellen zu können, was geschichtliche Wirklichkeit ist. Kurz gesagt: die Möglichkeit einer objektiven Exegese ist allein durch die Sachhaltigkeit der Geschichte selbst gewährleistet. Und diese kommt zu Worte nur, wo der Exeget bereit ist, den Text als Autorität reden zu lassen. Das bedeutet aber nicht, daß er als toter Spiegel die 84 D. Bonhoeffer, Nachfolge [1937], hg. v. M. Kuske u. I. Tödt (DBW 4), München 1989, 29f. 85 Ebd., Ebd., D. Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, hg. v. Chr. Gremmels, E. Bethge u. R. Bethge (DBW 8), Gütersloh 1998, Datei: Vorlesungen / 19u20JH-Paper doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

20 20 Michael Weinrich Geschichte abspiegelt, oder daß er das Bild der Geschichte photographiere, sondern daß er in existentieller Lebendigkeit steht.«88»die Offenbarung kann nur in Frage stellen, was schon in Frage steht. Sie aktualisiert die Fragwürdigkeit, in der die menschliche Existenz mit ihrem natürlichen Selbstverständnis immer schon steht, eine Fragwürdigkeit, die nicht eine dogmatische Etikettierung dieser Existenz bedeutet, sondern als die Unheimlichkeit des Existierens in ihr lebendig ist.«89»der Mensch redet von Gott, weil er in seinem Wünschen und Fürchten umgetrieben wird, weil er sich dem Unheimlichen, dem Rätsel ausgeliefert weiß und seine Wunsch- und Angstträume hypostasiert zu einem Wesen, das seinem Leben Erfüllung und Vernichtung bringen kann.«90 2 Paul Tillich ( ): Theologie der Korrelation»Religiös sein bedeutet, leidenschaftlich nach dem Sinn unseres Lebens fragen und für Antworten offen sein, auch wenn sie uns tief erschüttern. Eine solche Auffassung macht die Religion zu etwas universal Menschlichem, wenn sie auch von dem abweicht, was man gewöhnlich unter Religion versteht. Religion als Tiefendimension ist nicht der Glaube an die Existenz von Göttern, auch nicht an die Existenz eines einzigen Gottes. Sie bedeutet nicht Handlungen und Einrichtungen, in denen sich die Verbindung des Menschen mit seinem Gott darstellt. Niemand kann bestreiten, daß die geschichtlichen Religionen Religion in diesem Sinne sind. Aber Religion in ihrem wahren Wesen ist mehr als Religion in diesem Sinne: Sie ist das Sein des Menschen, sofern es ihm um den Sinn seines Lebens und des Daseins überhaupt geht.«91»religion ist im weitesten und tiefsten Sinne des Wortes das, was uns unbedingt angeht. Und das, was uns unbedingt angeht, manifestiert sich in allen schöpferischen Funktionen des menschlichen Geistes.«Sie ist»der allbestimmende Grund und die Substanz des Geisteslebens des Menschen.... Sie öffnet die Tiefe des menschlichen Geisteslebens, die zumeist vom Staub unseres Alltagslebens und vom Lärm unserer profanen Arbeit verdeckt ist. Die Religion läßt uns das Heilige erfahren, etwas, das unberührbar, Ehrfurcht gebietend, letzter Sinn, Quelle höchsten Mutes ist.«92 "Der eine Brennpunkt stellt die existentielle Frage dar und der andere die theologische Antwort. Beide stehen im Raum derselben religiösen Grundhaltung, aber sie sind nicht identisch." 93 In der Korrelation müssen nun Form und Inhalt unterschieden werden: "Inhaltlich hängen die christlichen Antworten von dem Offenbarungsgeschehen ab, in dem sie sichtbar werden; formal hängen sie von der Struktur der Fragen ab, auf die sie Antwort sein sollen." 94 So sind die Antworten zwar nicht aus der existentiellen Situation ableitbar, jedoch als Antwort "nur sinnvoll, sofern sie in Korrelation stehen mit Fragen, die das Ganze unserer Existenz betreffen, also mit existentiellen Fragen." 95 Diesen Fragen kann der Mensch nicht ausweichen, er kann sie höchstens vernachlässigen, um damit die Existenz selbst substanzlos werden zu lassen. 88 R. Bultmann, Das Problem einer theologischen Exegese des NT, in: J. Moltmann (Hg.), Anfänge der dialektischen Theologie, Teil II, München , 47-72, R. Bultmann, Das Problem der»natürlichen Theologie«, in: ders., Glauben und Verstehen, Bd. I, Tübingen , , 297f. 90 Ebd., P. Tillich, Die verlorene Dimension [1958], in: Gesammelte Werke V, Stuttgart , 43-50, P. Tillich, Religion als eine Funktion des menschlichen Geistes? [1955], in: Gesammelte Werke V, Stuttgart , 37-42, P. Tillich, Systematische Theologie, Bd. II, Stuttgart , P. Tillich, Systematische Theologie, Bd. I, Stuttgart , 78f. 95 P. Tillich, Systematische Theologie, Bd. I, Stuttgart , 76. Datei: Vorlesungen / 19u20JH.Paper aktualisiert.doc / Bearbeitungsstand: / Druck: / 21:49

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