Forschung & Lehre. Studenten Großer Akademischer Stellenmarkt. alles was die wissenschaft bewegt. Ziele, Pläne, Lebensgefühl ab Seite 708

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1 20. Jahrgang 7, $ Forschung & Lehre 9 13 alles was die wissenschaft bewegt Studenten 2013 Ziele, Pläne, Lebensgefühl ab Seite 708 GHOSTWRITER Lektoren als kollektive Krücke? ab Seite 724 BERUFUNGS- VERFAHREN Zuverlässig und fair ab Seite 728 W-BESOLDUNG Negative Gewinngrenzen ab Seite 734 Großer Akademischer Stellenmarkt ab Seite 767

2 Stipendienprogramm 2013 für Postdoktoranden und Juniorprofessoren Das Stipendienprogramm der Daimler und Benz Stiftung wendet sich an junge Nachwuchswissenschaftler nach der Promotion und soll sie auf ihrem Weg in die Wissenschaft unterstützen. Das Programm ist gemäß der Stiftungssatzung offen für alle Fachdisziplinen und Themen und fördert eigenständige Forschungsvorhaben. Das Stipendium ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt; die jährliche Fördersumme beträgt Euro. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die institutionelle Anbindung an eine deutsche Universität oder wissenschaftliche Einrichtung. Die Promotion darf zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Die Bewerbungsfrist endet mit Ablauf des Kontakt Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden sich unter

3 9 13 Forschung & Lehre STANDPUNKT 701 Risse im Sicherheitsgerüst Melanie Mühl ist Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Als die Internationale Arbeitsorganisation vor wenigen Monaten in Genf ihren Trendbericht vorstellte, fiel ein äußerst beunruhigender Satz, und man wunderte sich, dass dieser Satz irgendwie unterging. Das Wohlergehen einer ganzen Generation sei gefährdet, hieß es. Gemeint war die Generation der Jugendlichen, die eigentlich froh in die Zukunft blicken sollte. Doch in diesem Jahr wird die weltweite Jugendarbeitslosigkeit von 12,4 Prozent auf voraussichtlich 12,6 Prozent steigen. Eine Steigerung von 0,2 Prozent mutet zwar wenig beängstigend an doch es könnte der berühmte Tipping Point sein, der Punkt, an dem ein System kippt, etwa weil die Zuversicht auf Besserung endgültig verloren geht. Die Lage ist dramatisch: In Griechenland übersteigt die Jugendarbeitslosigkeit sechzig Prozent, in Portugal vierzig, in Spanien fünfzig. Ein großer Teil der europäischen Jugend verliert den Glauben an die Zukunft, an die Regierung, die Solidarität ihrer Gesellschaft und womöglich sogar an die Demokratie. Wer kann, geht. Dieser Brain Drain ist eine ökonomische und soziale Katastrophe. Ein Land, das einen großen Teil seiner hervorragend ausgebildeten Jugend verliert, verliert seine Zukunftsfähigkeit. Eltern bereiten ihre Kinder auf das Leben vor, indem sie sie mit Urvertrauen ausstatten, dem Glauben daran, dass am Ende des Tunnels immer Licht ist. Jeder weiß, dass absolute Sicherheit eine Illusion darstellt, aber es ist eine der wichtigsten Illusionen überhaupt. Erst das System illusorischer Überzeugungen erlaubt es uns, in der Welt zu funktionieren. Robert D. Stolorow, Psychoanalytiker am Institute of Contemporary Psychoanalysis in Los Angeles, hat dafür den Begriff Absolutismen des Alltags geprägt. Wir riskieren etwas, weil wir sicher sind, dass sich die Mühe lohnt. Es sind diese Absolutismen des Alltags, die gerade vor unser aller Augen erschüttert werden. Was folgt daraus? Unser inneres Sicherheitsgerüst bekommt Risse im schlimmsten Fall bricht es irgendwann zusammen. Sich ständig zu fragen: Kann ich meine Miete nächsten Monat bezahlen? Werde ich nach dem Studium einen Job finden? zermürbt jeden. Ständige Alarmiertheit vergiftet die Psyche. In Deutschland beträgt die Jugendarbeitslosigkeit lediglich acht Prozent. Trotzdem wäre es naiv zu glauben, wir würden auf einer Insel des Glücks leben. Schließlich lauten die Etiketten, die hierzulande der jungen Generation angeheftet werden, nicht zufällig Generation Altersarmut, Generation Praktikum oder Generation Zeitvertrag. Wer sollte es da wagen, sich festzulegen? Wer sollte eine Familie gründen, gar Kinder kriegen? So treffen die globalen Alarmnachrichten auf ein fragiles individuelles Sorgenumfeld der jungen Erwachsenen, denen der Mut zum Wagnis verlorengeht. Und diese Realität verschärft die Krise auf fatale Weise.

4 702 INHALT Forschung & Lehre 9 13 Inhalt Studenten 2013 STANDPUNKT Melanie Mühl 701 Risse im Sicherheitsgerüst NACHRICHTEN 704 HRK-Präsident für Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer STUDENTEN 2013 Stephan Grünewald 708 Die umgekehrte Angst Zum Lebensgefühl von Jugendlichen zwischen 68 und heute Umfrage 712 Was habe ich von meinen Studenten gelernt? Antworten von Hochschullehrern Dieter Timmermann 714 Erstaunliche Beharrlichkeit Ein Vergleich der Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks 716 Es ging um mich, mein Leben, meine Perspektiven Studenten über ihr Studium, Wohnen, Leben und erste Projekte Karin Wilcke 718 Wie sieht das in meinem Lebenslauf aus? Fragen an eine Berufsberaterin Foto: picture-alliance Jede neue Generation entwickelt Neues, will sich von ihren Eltern unterscheiden. Die Studenten sehen sich im Jahr 2013 ganz anderen Studienbedingungen, gesellschaftlichen Veränderungen und Zukunftsszenarien gegenüber als noch ihre Vorgänger. Wie gehen sie damit um? Was bewegt sie, wovon träumen sie? Warum studieren sie? Beiträge aus vielen Perspektiven. Studenten Ghostwriter Friedrich Schleiermacher 720 Akademische Freiheit Eine Erinnerung in Zeiten der Helikopter-Eltern Hans-Georg Predel Manuela Preuss Georg Rudinger 722 Healthy Campus Über eine Gesundheitsinitiative für Studenten Felix Grigat 723 Masterstudienplätze dringend gesucht Ergebnisse einer CHE-Hochrechung GHOSTWRITER Christian Scholz Manuel René Theisen 724 Bologna auf dem Tiefpunkt Lektoren als kollektive Krücke? Benedikt Laubert 726 Schreiben und schreiben lassen Ein Bericht Foto: picture-alliance Immer wieder gibt es Medienberichte über Promotionsberater, Ghostwriter oder gar Lektoren, die Abschlussarbeiten gegen Geld für Studenten oder Promovierende erstellen. Zwei Beiträge zu einem brisanten Thema. Lektoren als kollektive Krücke?

5 9 13 Forschung & Lehre INHALT 703 Berufungsverfahren und nsp faire Berufungsverfahren sind das Kerngeschäft jeder Universität. Mit ihrem Gelingen, der Berufung des besten Hochschullehrers, steht und fällt die Qualität einer Hochschule. Wie kann das Verfahren verbessert werden? Zuverlässig und fair W-Besoldung Stufe 2 Stufe Baden-Württemberg W 2 W 3 gütesieg des DHV b e r u f u n g sv e Bayern W 2 W 3 Ver Erh 5 Jahre 5 Jahre Stufe 1 7 Jahre danach Stufe 3 Stufe 1 7 Jahre danach Stufe 3 LB Stufe 2 Stufe W 2 W 3 Berlin Brandenburg W 2, W 3 Bei des hun GG zzgl. LB mind. i.h.v. 644, 30 Bremen W 2, W 3 GG zzgl. LB mind. i.h.v. 600,00 Bei des hun Hamburg W 2, W 3 GLB GG zzgl. Grundleistungsbezug (GLB) mind. i.h.v. 606,88 LB sind den Hessen W 2 je Stufe 5 Jahre W 3 je Ver Stufe 5 Jahre höh Stufe 1 Stufe 2 Stufe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 3 Stufe 4 Stufe 5 ble 4.780, , , , , , , , , ,00 Mecklenburg- W 2 W 3 Vorpommern Wer erhält in Folge der Novellen der W- Besoldung durch die Bundesländer automatisch höhere Bezüge? Welche Folgen hat die Konsumtion? Ab wann führt diese zu einem Nullsummenspiel? Analyse und Übersicht. Negative Gewinngrenzen Wissenschaft und Öffentlichkeit h a n Während die Wissenschaft im 20. Jahrhundert weitgehend über die Massenmedien in die Gesellschaft transportiert wurde, könnte im digitalen Zeitalter der direkte Dialog zwischen Forscher und Öffentlichkeit zu neuem Leben erweckt werden mit entsprechenden Folgen für die interne Wissenschaftskommunikation. Zurück in die Zukunft ben BERUFUNGSVERFAHREN Manfred Nettekoven 728 Zuverlässig und fair Der Kanzler der RWTH Aachen über Berufungskultur und das Gütesiegel des DHV Wolfgang Weber 730 Anleitung zur Manipulation von Berufungsverfahren Satirische Hinweise W-BESOLDUNG Hubert Detmer Martin Hellfeier Ulrike Preißler 734 Negative Gewinngrenzen Zur neuen W-Besoldung 736 Reform der W-Besoldung Aktueller Stand NORDRHEIN-WESTFALEN Rolf Wank 738 Höchstaltersgrenze unzulässig Über eine Einstellungs- und Verbeamtungspraxis in NRW RANKINGS Dominik Rohn Karsten Weihe 740 Sind Rankings inhärent willkürlich? Und wie wirkt sich das auf die Ergebnisse aus? WISSENSCHAFT UND ÖFFENTLICHKEIT Carsten Könneker Beatrice Lugger 742 Zurück in die Zukunft Öffentliche Wissenschaft 2.0 FORSCHUNGSFÖRDERUNG Razvan T. Radulescu 744 Pioniere der Wissenschaft und wie man sie am besten fördert WAS IST EIGENTLICH...? Monika Arnez Jan van der Putten 748 Was ist eigentlich Austronesistik? Sprachen und Kulturen Südostasiens RUBRIKEN 750 Forschung: Ergründet und entdeckt 752 Zustimmung und Widerspruch 754 Lesen und lesen lassen 756 Entscheidungen aus der Rechtsprechung 757 Steuerrecht 758 Karriere-Praxis 760 Habilitationen und Berufungen 766 Impressum und Informationsservice 767 Akademischer Stellenmarkt 795 Fragebogen II: Zu Ende gedacht Alfred Kieser 796 Exkursion

6 704 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 9 13 Nachrichten Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer ZAHL DES MONATS 15 Prozent der Einwohner Deutschlands zwischen 16 und 74 Jahren haben noch nie das Internet genutzt. Quelle: Statistisches Bundesamt, 20. August 2013 Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Horst Hippler, hat den Vorschlag der baden-württembergischen Grünen begrüßt, für Nicht-EU- Ausländer Studiengebühren zu erheben. Da wir als Deutsche im Ausland außerhalb der EU Gebühren zahlen, wäre das auch umgekehrt in Ordnung, sagte Hippler dem Handelsblatt. Nach Plänen der Grünen könnten ausländische Studenten bis zu Euro pro Semester zahlen. Die Grünen Fraktionsvorsitzende Edith Sitzmann geht laut Medienberichten davon aus, dass sich die von den neuen Plänen betroffenen Studenten die Gebühren leisten könnten. In der Regel stammten diejenigen, die aus den USA oder Asien nach Deutschland kämen, nicht aus den ärmsten Elternhäusern. Auf diese Weise könnte ein zweistelliger Millionenbetrag eingenommen werden. Neben der baden-württembergischen Landesrektorenkonferenz habe sich laut Frankfurter Allgemeine Zeitung auch die Gruppe U15, in der sich forschungsstarke Universitäten zusammengeschlossen haben, in einem Papier für Gebühren für Nicht-EU-Ausländer ausgesprochen. Der Koalitionspartner der Grünen lehnte diese Pläne bereits ab. Nach dem Regierungswechsel hatte die Grün-Rote-Landesregierung die generellen Studiengebühren in Baden- Württemberg abgeschafft. Kürzungen bei Musikhochschulen Mit einer Neuordnung der Musikhochschulen will das Land Baden- Württemberg laut Medienberichten mittelfristig vier Millionen Euro im Jahr sparen. Während an den Hochschulen in Stuttgart, Freiburg und Karlsruhe das gegenwärtige Studienangebot erhalten bleiben soll, werden die Standorte Trossingen und Mannheim aufgefordert, sich zu spezialisieren und zusammen 500 Studienplätze abzubauen. Nicht betroffen vom Abbau sei die Schulmusik. Das kündigte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart an. Lehrende und Studierende wollen gegen die Einschnitte protestieren. Die Rektoren der Musikhochschulen in Trossingen und Mannheim sind aus der Landesrektorenkonferenz der Musikhochschulen ausgetreten und haben eine unabhängige Landesrektorenkonferenz gegründet. Mit den Kürzungsplänen reagiert das Ministerium auf Kritik des Landesrechnungshofs. Dieser hatte empfohlen, die Kapazität der Musikhochschulen von Studienplätzen landesweit zu reduzieren und angesichts des hohen Anteils von Studierenden aus Nicht-EU-Staaten für diese Studienbeiträge in Höhe von Euro pro Jahr einzuführen. Die Erhebung von Studienbeiträgen für Nicht-EU-Ausländer will die Landesregierung prüfen, die ebenfalls vom Rechnungshof vorgeschlagenen Quoten für Nicht-EU-Ausländer lehnt sie ab. Universität Bochum prüft Vorwürfe gegen Bundestagspräsidenten LINK DES MONATS Aktuelle Nachrichten in lateinischer Sprache sind unter latein-nachrichten. 93.de.html zu finden. Die Universität Bochum ist laut Medienberichten der Bitte des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert gefolgt und lässt durch ihren Ombudsmann Vorwürfe prüfen, nach denen der CDU-Politiker in seiner Dissertation aus dem Jahre 1974 plagiiert haben soll. Ein Plagiatsjäger namens Robert Schmidt, der auch erste Hinweise auf Plagiate in der Doktorarbeit der ehemaligen Bundesministerin Annette Schavan gegeben haben will, wirft Lammert wissenschaftliches Fehlverhalten vor. Auf der Internetseite lammertplag.wordpress.com schreibt der Blogger, er habe bei Lammert auf 42 Seiten Textpassagen aus 21 Quellen gefunden, bei denen er Unregelmäßigkeiten festgestellt habe. Lammert, so der Vorwurf, habe einen erheblichen Teil der in der Doktorarbeit als verwendet angegebenen Literatur ganz offenbar nicht gelesen. Der Bundestagspräsident, der seit 2008 Honorarprofessor in Bochum ist, erklärte gegenüber der Welt, die als erste über die Vorwürfe berichtet hatte, seine Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen gefertigt zu haben. Seine Dissertation hat er inzwischen auf seiner Homepage zugänglich gemacht.

7 9 13 Forschung & Lehre NACHRICHTEN 705 Niedersachsen will Promotionszahlen festlegen Professoren in Niedersachsen sollen künftig nicht mehr beliebig viele Doktoranden betreuen dürfen. Die rot-grüne Landesregierung will mit den Hochschulen vereinbaren, wie viele Promovierende ein Professor künftig maximal betreuen darf. Einen solchen Betreuungsschlüssel gebe es bisher noch nirgendwo, sagte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić laut Nachrichtenagentur dpa. Die Obergrenze werde aber von Fach zu Fach unterschiedlich hoch sein. Hintergrund des Vorstoßes sind die Affären um Plagiate und Schummeleien in Doktorarbeiten. Die Ministerin sagte, Universitäten dürften bei der Annahme von Promotionen nicht auf Quantität statt auf Qualität setzen, auch wenn sich dies finanziell auszahle. Einige Hochschulen könnten aus ihrer Sicht aber durchaus Studierende mit Studienstruktur unzufrieden Die Rektorin der Universität Leipzig, Beate Schücking, will nach Informationen des Berliner Tagesspiegel eine Initiative für Nationallizenzen für wissenschaftliche Onlinejournale starten. So sollen die Etats der Unibibliotheken entlastet Weniger als die Hälfte der Studierenden ist mit dem Aufbau und der Struktur der Studiengänge zufrieden. Dies gilt auch für die Lehrangebote zum wissenschaftlichen Arbeiten, die Rückmeldungen der Lehrenden zu Studienleistungen oder die Forschungsbezüge der Lehre. Dennoch studiert die große Mehrheit gerne an ihrer Hochschule und ist mit wichtigen Aspekten der Studienqualität zufrieden. Dazu zählen vor allem das Engagement der Lehrenden in Lehre und Beratung, die fachliche Qualität der Lehrveranstaltungen und die Zugänglichkeit von Bibliotheken und EDV-Einrichtungen. Das geht aus einer repräsentativen Online-Befragung von rund Studenten hervor, die das Hochschulinformationssystems (HIS) im Jahr 2012 durchgeführt hatte. Mehr als zwei Drittel der Studierenden waren im Sommersemester 2012 mit der Vorbereitung der Lehrenden auch mehr Doktoranden annehmen. Außerdem sollen künftig mindestens zwei Professoren gemeinsam darüber entscheiden, wer als Doktorand angenommen werden, um Gefälligkeitsentscheidungen zu vermeiden. Der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen Hochschulverband (DHV), Professor Dr. Volker Epping, hat den Vorstoß der niedersächsischen Landesregierung strikt zurückgewiesen: Der Vorstoß ist weder dazu geeignet, Plagiate einzudämmen, noch ist er rechtskonform. Weder per Gesetz und erst recht nicht mittels Vereinbarung mit den Hochschulen dürfen Obergrenzen für die Annahme von Doktoranden von der Landesregierung getroffen werden. Das wäre ein nicht zu rechtfertigender, schwerwiegender Eingriff in die Hochschulautonomie und die grundgesetzlich verankerte Wissenschaftsfreiheit. Jeder betreuungsberechtigte Hochschullehrer könnte hiergegen erfolgreich Rechtsschutz erwirken. Gleiches gälte für jeden abgelehnten Bewerber unter dem Aspekt der nicht zu rechtfertigenden Einschränkung der verfassungsrechtlich gewährleisteten Berufswahlfreiheit. Epping räumte zwar ein, dass eine gute und wirksame Promotionsbetreuung bei einer zu großen Zahl an Doktoranden schwierig sei. Dies zu kontrollieren sei aber ausschließlich Aufgabe jedes einzelnen Hochschullehrers und der promovierenden Fakultät. Diese seien im Übrigen auch für die Implementierung von Betreuungsvereinbarungen zuständig. Die anvisierte vertragliche Vereinbarung mit den Hochschulen ginge daher rechtlich ins Leere. auf die Lehrveranstaltungen (73 Prozent) und dem Engagement der Lehrenden bei der Stoffvermittlung (70 Prozent) zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Die Beratung in Sprechstunden, informellen Gesprächen oder per E- Mail erhielt ebenfalls ein gutes Urteil: Von den Studierenden, die eine solche Beratung durch Lehrende in Anspruch genommen hatten, waren bis zu 81 Prozent mit dem Ertrag (sehr) zufrieden. Nationallizenzen für Uni-Bibliotheken gefordert werden. Der Bund solle nationale Lizenzen für die wichtigsten Zeitschriften, die von Großverlagen vertrieben werden, erwerben. Damit würden die wissenschaftlichen Einrichtungen in den Ländern enorm entlastet, erklärte Schücking laut Tagesspiegel. Bislang müssen Universitätsbibliotheken und andere große Büchersammlungen die Nutzungsrechte für viele Onlinejournale auf eigene Kosten bei den Großverlagen kaufen. Etliche Einrichtungen sehen sich damit überfordert. KOMMENTAR Irrlicht Plagiateeindämmung durch Kontingentierung von Promotionen das ist in etwa so effektiv wie die Senkung der Kindersterblichkeit durch Geburtenkontrolle. Auf diese absurde Idee ist in der Tat noch niemand gekommen. Bemerkenswert für eine deutsche Wissenschaftsministerin, die bedenkenlos das angreift, was sie schützen soll: die Autonomie der Wissenschaft. Noch schlimmer als der Vorschlag selbst ist das ministerielle Räsonieren über die staatliche Regulierung von Promotionen in Fächern mit vermeintlich zu hoher oder zu niedriger Dissertationsquote. Abgründe tun sich auf. Sie schließen sich auch nicht durch den Hinweis, dass die Betreuungsqualität auch von der Zahl der Doktoranden pro Hochschullehrer abhängt. Ob es denn ein Doktorand mehr sein darf, entscheidet zunächst einmal der Examinierte selbst, der einen Rechtsanspruch auf Zulassung zur Promotion hat, wenn er die fachlichen Voraussetzungen erfüllt. Ein freiheitliches System kennt eben keine dirigistische Bewirtschaftung von Qualifikationsnachweisen. Für die Wissenschaft ist dieser Vorgang eine Warnung. Wenn sie ihr Plagiatsproblem nicht in den Griff bekommt, werden noch mehr Vorschläge dieser Art und Güte kommen. Autonomie der Wissenschaft kommt nicht aus der Steckdose. Sie muss verteidigt, aber auch verdient werden. Michael Hartmer

8 706 NACHRICHTEN Forschung & Lehre 9 13 BADEN-WÜRTTEMBERG Abkehr vom Einheitslehrer Die Grünen im baden-württembergischen Landtag haben sich laut Medienberichten auf eine Umstellung der Lehrerbildung auf Bachelor- und Master-Studiengänge geeinigt. Die eigenständigen Lehramts-Studiengänge für Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Sonderpädagogik wollen sie entgegen ursprünglicher Überlegungen nun doch nicht abschaffen. Damit wenden sich die Grünen wie die Koalitionspartner der SPD gegen die Vorschläge einer vom Kultusund vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Expertenkommission. Diese hatte vorgeschlagen, nur noch ein Lehramt für Grundschulen und eines für weiterführende Schulen zu erhalten sowie die sonderpädagogischen Studiengänge zugunsten einer sonderpädagogischen Grundbildung für alle aufzulösen. Beliebte Ärzte Der Beruf des Arztes liegt bei der Berufsprestige-Skala des Allensbach-Instituts weiter unangefochten an der Spitze der Berufsprestige-Skala: 76 Prozent der Deutschen zählen den Arzt zu den fünf Berufen, die sie am meisten schätzen. Den zweiten Rang belegt abermals die Krankenschwester mit 63 Prozent. An dritter Stelle im Ranking folgt der Beruf des Polizisten, der von 49 Prozent geschätzt wird. Dahinter liegen Lehrer mit 41 Prozent und Handwerker mit 38 Prozent. An siebter Stelle steht der Hochschullehrer. Die Allensbacher Berufsprestige-Skala Frage: " Hier sind einige Berufe aufgeschrieben. Könnten Sie bitte die fünf davon heraussuchen, die Sie am meisten schätzen, vor denen Sie am meisten Achtung haben?" (Vorlage einer Liste) Arzt Krankenschwester Polizist Lehrer Handwerker Pfarrer, Geistlicher Hochschulprofessor Ingenieur Rechtsanwalt Apotheker Unternehmer Journalist Spitzensportler Offizier Buchhändler Politiker Fernsehmoderator Banker, Bankangestellter 76 % Basis: Bundesrepublik Deutschland, Bevölkerung ab 16 Jahre Quelle: Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage IfD-Allensbach Diskriminierungen im Bildungsbereich und Benachteiligungen im Arbeitsleben sind in Deutschland weit verbreitet und wirken sich negativ auf den Bildungserfolg, die Leistungsfähigkeit und Arbeitsmotivation der Betroffenen aus. Zudem mangelt es an unabhängigen Hilfe- und Beratungsangeboten, an die sich Opfer von Diskriminierungen wenden können. Das sind die zentralen Erkenntnisse des zweiten gemeinsamen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) und der zuständigen Beauftragten der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag. Dem Bericht zufolge fühle sich jeder vierte Schüler oder Studierende mit Migrationshintergrund im Bildungsbereich diskriminiert; sechs Prozent der Befragten mit einer anerkannten Behinderung gaben an, eine Benachteiligung in Schule oder Tenure Track bei Starting Grant Die Ludwig-Maximilians-Universität München will künftig jungen Forscherinnen und Forschern eine Tenure Track -Stelle anbieten, die zuvor ein Stipendium vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einwerben konnten. Bezieher eines Starting Grant hätten sich Diskriminierungen weit verbreitet Mit einer Neuordnung der Musikhochschulen will das Land Baden- Württemberg mittelfristig vier Millionen Euro im Jahr sparen. Das kündigte das Wissenschaftsministerium an. Die Rektoren der Musikhochschulen in Trossingen und Mannheim sind aus der Landesrektorenkonferenz Hochschule erlebt zu haben. Schüler werden laut Bericht aufgrund ihres türkischen oder arabischen Hintergrunds oft beschimpft; homosexuellen Schülern werde durch Schulhofbeleidigungen häufig jedwedes Selbstwertgefühl genommen. Alle Formen der Diskriminierung beeinträchtigten die Leistungen der Schüler in Deutschland. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes fordert deshalb unabhängige Beratungs- und Beschwerdestellen für Schulen und Hochschulen, die Betroffenen rasche und niederschwellige Hilfe anbieten könnten. Beim Zugang zur Arbeit und im Arbeitsleben selbst klagen Betroffene oft über Benachteiligungen aus Gründen des Geschlechts oder des Alters, über Nicht- Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen oder über Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung. gegen starke internationale Konkurrenz behauptet und könnten daher auch ohne Ausschreibung auf eine Tenure-Track -Stelle berufen werden. Diese ist auf sechs Jahre befristet und kann bei einer positiven Evaluation entfristet werden. Sparkurs bei Musikhochschulen der Musikhochschulen ausgetreten und haben eine unabhängige Landesrektorenkonferenz gegründet. Mit den Kürzungsplänen reagiert das Ministerium auf Kritik des Landesrechnungshofs. Dieser hatte empfohlen, die Kapazität der Musikhochschulen von Studienplätzen landesweit zu reduzieren.

9 9 13 Forschung & Lehre FUNDSACHEN 707 Fundsachen Distanz Eine der Hauptursachen für die Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten sehe ich in der verbreiteten politischen Naivität der Intellektuellen der Weimarer Zeit, vor allem aber in ihrer oft überheblichen Distanz zu den staatlichen Organen und den sie tragenden politischen Parteien. Ich habe daraus für mich den Schluß gezogen, immer die politische Seite meiner Arbeit im Blick zu haben, aber dabei nicht stehen zu bleiben, sondern auch in einer politischen Partei mit zu arbeiten. Das ist, gerade in der Universität, ambivalent. Einerseits wird man mißtrauisch beäugt. Andererseits lernt man politische Akteure kennen und gewinnt Einsichten in politische Abläufe was der politischen Kunst zu Gute kommt. Professor Manfred Löwisch; zitiert nach Freiburger Universitätsblätter, Heft 200, Juni 2013 Ehrgeiz Länder, die den Zugang auf weiterführende Schulen völlig freigegeben haben und die Entscheidung darüber allein den Eltern überlassen, haben weder ihren Schulen noch den Kindern einen Gefallen getan. Der scheinbar libertäre Akt öffnet falschem elterlichen Ehrgeiz Tür und Tor. Da inzwischen auch Bildungsgurus Eltern einreden, jedes Kind sei hochbegabt, wundert es nicht, dass sich Eltern von derlei Utopien beeinflussen lassen decken sie sich doch vielfach mit ihren eigenen Wünschen. Heike Schmoll; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. August 2013 Vollkommenheit In der Kunst wie in der Wissenschaft und der Religion begegnen wir dem Absoluten, das wir weder in der Politik noch in der Ökononmie jemals antreffen werden. Mängelwesen können Vollkommenheit nicht schaffen. Aber dessen ungeachtet ahnen wir das Absolute, das Gute und das Vollkommene, und wir fühlen uns ihm verpflichtet. Und indem wir es ahnen, uns danach sehnen, verwandeln wir die Tristesse der Erkenntnis I Mit Wissenschaft kann ich keinen Wahlkampf machen. Niederungen unserer Lebenswelten und bleiben aktiv und werden aktiv, weil wir das, was wir besitzen, schöner machen wollen und verändern wollen. Tag für Tag. Bundespräsident Joachim Gauck bei einer Tischrede zu Ehren des Ordens Pour Le Mérite am 4. Juni 2012 Quellen Wolfgang Heubisch (FDP), Wissenschaftsminister des Freistaates Bayern; zitiert nach Die Zeit, 14. August 2013 Die alten großen Quellen des Enthusiasmus, der doch wohl das Beste am Menschen ist, der Gottesglaube und der Patriotismus, die Liebe zum Vaterland, sind weitgehend versiegt. Auch die Universität als Institution kann keine Leidenschaft mehr entzünden. Aber eines bleibt uns: die Wissenschaft, eine sich philosophisch, das heißt frei machend, nicht utilitaristisch oder positivistisch definierte Wissenschaft. Professor Wilhelm Hennis (1923 bis 2012); zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. August 2013 Klarheit Es ist keineswegs so, dass die schwächeren Schüler die längere Schulzeit wählen. Gerade bildungsnahe Elternhäuser entscheiden sich dafür. Die ökonomischen Gesichtspunkte, die vor zehn Jahren zur Umstellung führten, Erkenntnis II Der Meister der Zukunft ist ein Türke. zählen heute nichts mehr. Jedem ist klar, dass Deutschland heute nicht deshalb wirtschaftlich gut dasteht, weil seine Abiturienten neuerdings mit 17 die Schule verlassen. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes; zitiert nach Die Welt vom 19. Juli 2013 Wunderwaffe Man müsste glatt darüber schmunzeln, wäre die Sache nicht so ernst: Während die deutsche Berufsausbildung nach Jahrzehnten der Geringschätzung weltweit endlich die gebührende Anerkennung erfährt, geht ihr in ihrem Urspungsland allmählich die Puste aus. Politiker und Bildungsfachleute aus ganz Europa pilgern mittlerweile nach Deutschland, weil sie in der Kombination von Schul- und Werkbank nichts weniger als eine Wunderwaffe gegen die grassierende Jugendarbeitslosigkeit in ihren Heimatländern sehen. Gleichzeitig winken hierzulande immer mehr Jugendliche ab, wenn es um eine Lehre geht. Oder wie es in der Sprache der Zielgruppe heißt:,ausbildung? Kein Bock! (...) das Gros der Abiturienten zieht den Studienplatz einer Lehrstelle vor. Sven Astheimer; zitiert nach Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. August 2013 Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, in einem Appell an Handwerksbetriebe, auch junge Menschen mit ausländischen Wurzeln die Chance für eine qualifizierte Ausbildung im Handwerk zu geben. Zitiert nach dpa-kulturpolitik vom 12. August 2013

10 708 STUDENTEN 2013 Forschung & Lehre 9 13 Die umgekehrte Angst Zum Lebensgefühl von Jugendlichen zwischen 68 und heute STEPHAN G RÜNEWALD Jugendliche von heute müssen sich mit völlig anderen gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen auseinandersetzen als etwa in der 68er Zeit. Was bewegt junge Menschen heute? Wovon träumen sie, und was beunruhigt sie? Was verbinden sie mit dem Wunsch, ein Studium zu beginnen? Foto: dpa picture-alliance

11 9 13 Forschung & Lehre STUDENTEN Forschung & Lehre: In vielen Ländern Europas finden Jugendliche selbst mit bester Ausbildung keine Arbeit, keine Perspektive für die Zukunft. In Deutschland sieht es ungleich besser aus. Da müsste es der Jugend hierzulande doch eigentlich sehr gut gehen. Stephan Grünewald: Materiell betrachtet geht es den Jugendlichen auch gut, allerdings ticken sie ganz anders als man sich das als Erwachsener vorstellt. Das Grund- und Lebensgefühl der Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Man»Es wird keine gesellschaftliche Utopie entwickelt, sondern ein kleinbürgerliches Ideal.«kann sich das immer am besten vor Augen führen im Vergleich mit der 68 er Generation. Die hatte das Gefühl, in einer engen, bornierten Welt zu leben und war darauf erpicht, sich Freiheitsgrade zu erobern, also auszubrechen aus dieser gesellschaftlichen Starre. Bei den heutigen Jugendlichen ist es genau umgekehrt. Sie haben das Gefühl, in einer brüchigen und zerrissenen Welt zu leben, die wenig Verlässlichkeiten bietet. Da spielen Kindheitserfahrungen eine Rolle, wie instabile Familiengefüge mit allein erziehenden Müttern, Patchwork-Familien und desertierenden Vätern. F&L: Sie haben den Verlust fester Familiengefüge genannt. Ist das eine der Hauptursachen für die Verunsicherung der Jugendlichen? Stephan Grünewald: Die Jugendlichen wachsen nicht mehr in einer Welt großer oder unumstößlicher Verlässlichkeiten auf. Sie bekommen ständig mit, wo wieder eine Trennung ist und etwas auseinander bricht. Diese Zerrissenheit erleben die Jugendlichen auch in der Politik, zum Beispiel der Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler. Und dann der Nachfolger, der auch zurücktreten musste. Das hat es früher nie gegeben. Selbst der Heilige Vater, der seit 700 Jahren immer stabil im Amt war, hatte den Rückzug angetreten. Das Grundgefühl der Jugendlichen ist das einer großen Unsicherheit. Das führt dazu, dass bei den jungen Leuten eine sehr große Sehnsucht nach Verlässlichkeit entsteht. Sie setzen viel daran, ihr Leben zu stabilisieren. F&L: Sie haben einmal das Lied von Peter Fox Haus am See als die Hymne der heutigen Generation bezeichnet. Da heißt es Alle komm n vorbei, ich brauch nicht auszugehen. Das ist eine Rückzugsutopie ins Idyll Stephan Grünewald: Ja, das Idyll taucht immer wieder auf. Die Jugendlichen beschreiben meist so ihre Wunschvorstellung. Es wird keine gesellschaftliche Utopie entwickelt, sondern ein kleinbürgerliches Ideal. Sie träumen da von ihrem Häuschen mit Garten, mit einer kleinen Familie, zwei Kindern. Verschiedene Personalverantwortliche von deutschen Unternehmen haben mir erzählt, dass Bewerber in den Auswahlgesprächen bei der Aufforderung etwas zu zeichnen immer wieder das Häuschen mit Garten darstellen. Das hat es vor zehn, fünfzehn Jahren in dem Maße noch nicht gegeben. F&L: Prägend für die Generation, über die wir sprechen, ist auch der intensive Gebrauch von Medien. Vor allem MP3- Player, Smart-Phones, zudem sind sie komplett vernetzt über Facebook und andere soziale Plattformen. Würden Sie das als eine Flucht aus der realen Welt sehen? Stephan Grünewald: Nein, es ist eher so, dass die Medien so etwas wie ein Ersatz für Mütterlichkeit sind. Die Mütter stehen für diese bedingungslose Liebe, für Stabilität, während die Väter mitunter eher skeptisch oder argwöhnisch betrachtet werden. Nur ist die Mutter nicht rund um die Uhr da, aber die Jugendlichen wollen die ganze Zeit Zuspruch und Umsorgtheit verspüren. Daher bauen sie einen mehrfachen medialen Kokon um sich auf. Für junge Leute ist die Vorstellung untragbar, allein in einem Raum zu sitzen, auf sich zurückgeworfen. Daher hat man immer das Handy dabei, der Computer läuft, man ist über Facebook angeschlossen, im Hintergrund läuft auch noch das Radio. Das sind alles Stabilisierungsmaßnahmen. F&L: Wie kommt es in der heutigen Generation, also der 17-plus-Jugendlichen, zu einer Entscheidung, ein Studium aufzunehmen? Welche Hoffnung verbinden die Jugendlichen heute damit? Dipl. Psych. Stephan Grünewald ist Mitbegründer des rheingold Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen in Köln. Jüngst erschien von ihm das Buch Die erschöpfte Gesellschaft Warum Deutschland neu träumen muss bei Campus. Stephan Grünewald: Die Jugendlichen haben häufig das Schreckgespenst vor Augen, den Halt zu verlieren und abzustürzen. Bei der Wahl des Studiums folgt man dann häufig nicht dem inneren Ruf, sondern richtet sich danach, was nützlich ist und was die Sicherheit eines stabilen Auskommens gibt. Das ist schon in der Schulzeit zu beobachten, wo eine Art Kompetenzhamsterei betrieben wird. Man stellt sich die Frage, welche Bescheinigungen sind nötig, um die nächste Stufe zu erreichen. In meiner Studienzeit war es noch so, dass man sich das ganze Lehrprogramm anschaute und dann auch mal in andere Fakultäten gegangen ist, weil da eine interessante Vorlesung war, die einen persönlich weiter brachte. Dieses Denken ist fast überhaupt nicht mehr vorhanden. Heute schauen die Studenten, wie sie den Plan optimal erfüllen können, was gefordert und gebraucht wird, was sich im Lebenslauf gut macht. Das bedeutet zum Beispiel, dass Studenten ein Praktikum im Ausland machen, weil das für den Beruf günstig ist, aber nicht weil sie eine Sehnsucht nach der Ferne entwickeln. F&L: Also spielt während des Studiums weniger die Suche nach Identität oder die Möglichkeit, noch einmal Freiräume auszuleben, eine Rolle? Stephan Grünewald: In einer Studie, die wir gemacht haben, wurde deutlich,

12 710 Forschung & Lehre 9 13 Jetzt erschienen: Seminarprogramm 2013/2014 Als einziges deutsches Wirtschaftsforschungsinstitut verfügt das ZEW über einen eigenen Weiterbildungsbereich. Dieser führt seit mehr als 10 Jahren erfolgreich Seminare für Fach- und Führungskräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft durch. Einen Schwerpunkt des ZEW-Weiterbildungsangebots bilden Seminare, in denen statistische und ökonometrische Methoden und Praktiken vermittelt und angewendet werden. Darüber hinaus beinhaltet das neue ZEW-Seminarprogramm Expertenseminare, die sich speziell an wissenschaftliche Einrichtungen richten: Scientific Talks in English 01./ in Mannheim Wissenschaftliche Besprechungen und Diskussionen moderieren 08./ in Mannheim Exzellent führen Ein Seminar für Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen 10./ in Mannheim Internationaler Mitarbeitereinsatz in Wissenschaft und Forschung in Mannheim Digitale Literatur in der wissenschaftlichen Praxis in Mannheim und in Berlin Weitere Informationen und Seminaranmeldung unter: dass die Studienzeit eine Art doppelter Flur ist. Es geht einerseits darum, diese ganzen Bescheinigungen zu machen, andererseits darum zu arbeiten. Die Maxime während des Studiums ist auch, es möglichst effizient und schnell durchzuziehen. Die Studienzeit als eine Zeit der Selbsterfahrung, des Experimentierens mit Liebens- oder Lebensformen ( Ich zieh jetzt mal in die WG und guck mal, wie ich mit anderen klar komme oder Ich mache mal eine Reise nach Indien, um mich selbst zu finden ) ist überhaupt kein Thema mehr. F&L: Wie wirkt sich diese Haltung auf den Alltag im Studium aus? Herrscht da eine emsige Arbeitshaltung vor?»unsere jetzige Generation hat die Angst, ins Bodenlose zu fallen.«stephan Grünewald: Unter den Studenten herrscht eine sehr, sehr disziplinierte Arbeitshaltung. Ich würde aber jetzt nicht sagen, dass sie sich übermäßig in die Arbeit stürzen, sondern das ist im Grunde genommen Studium nach Vorschrift. F&L: Was beeinflusst die Wahl des Studienfaches? Geht es in erster Linie darum, damit für einen sicheren Arbeitsplatz zu sorgen? Stephan Grünewald: Die Karriere spielt bei der Wahl des Studienfaches schon eine Rolle, ist aber nicht mehr die dominante Triebfeder. Vielen jungen Leuten geht es beruflich darum, verbindlich anzukommen. Sie wollen also nicht weiter kommen und flexibel sein, wie vor etwa zehn Jahren, wo man wegen der eigenen Vita alle vier Jahre den Arbeitgeber wechselte, um zu zeigen, dass man mobil ist. Die Sehnsucht heute geht dahin, ultimativ aufgehoben zu sein, einen Platz zu finden, wo man dann auch bleiben kann. F&L: In Ihrem neuen Buch Die erschöpfte Gesellschaft sagen Sie, dass die Gesellschaft träumen muss, um angstfreier zu werden Stephan Grünewald: Ich plädiere in meinem Buch nicht für Angstfreiheit, da die Angst auch lebenswichtig und produktiv ist. Angst und Traum sind psychologisch betrachtet Geschwister. Was uns erschöpft, ist ja der Versuch, in einen Zustand besinnungsloser Betriebsamkeit zu geraten. Alles, was mich ängstigen könnte, was mir Probleme bereitet, was mich als Zukunftsungewissheit drücken könnte, das ist nicht mehr im Blickfeld, weil ich mich im Hamsterrad abplage. In dem Moment aber, wo wir zur Besinnung und zur Ruhe kommen, erwacht im Grunde genommen über das Träumen auch die Kreativität. Dann bekomme ich einen anderen Blick auf mich und die Wirklichkeit, dann bin ich auch wirklich in der Lage, andere Wege zu gehen, innovativ zu sein. Gleichzeitig packt mich aber auch das Unbehagen und die Angst, weil mir dann erst klar wird, wo die Probleme sitzen. Das ist der Grund für unsere Traumfeindlichkeit, denn die nächtlichen Träume provozieren uns ja auch, die legen den Finger in die Tageswunde, sie rücken in den Blick, welche Sehnsüchte untergegangen sind, welche Probleme nicht bearbeitet wurden. F&L: Kann man denn sagen, dass Jugendliche heute weniger Ängste aushalten könnten? Stephan Grünewald: Die Vision einer angstfreien Gesellschaft ist ein verhängnisvoller Wunschtraum. Wenn wir die jetzigen Jugendlichen mit der 68er-Generation vergleichen, können wir nicht sagen, die 68er hatten weniger Angst. Die hatten Angst zu erstarren und das Gefühl, wenn sie jetzt nicht ausbrechen, dann sind sie so unbeweglich und so spießig wie ihre Eltern. Und die jetzige Generation hat die Angst, ins Bodenlose zu fallen, hat also genau die umgekehrte Angst. Der heutigen Jugend macht das Offene, das Unstrukturierte Kummer, während den 68ern gerade das Strukturierte, das Reglementierte ein Feindbild war. Was wir auch machen, wir kommen nicht umhin, dass wir uns ängstigen. Zu meiner Zeit war das Problem der Studenten, mit dem Studium fertig zu werden. Man wollte im Grunde genommen immer in diesem offenen vagen Traum haften bleiben. Ich hatte Kommilitonen, die haben 18, 20 oder 22 Semester studiert. Aktuell haben Studenten das Problem, dass sie sich nicht mehr dieses Offene und Vage, dieses Experimentelle gönnen, dass sie nur noch auf formale Effizienzerfüllung getrimmt sind.

13 Deutscher Hochschulbaupreis 2014 Die Deutsche Universitätsstiftung lobt unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) den Deutschen Hochschulbaupreis aus. Der Preis wird durch ein Preisgeld der Eberhard-Schöck-Stiftung in Höhe von Euro unterstützt. Mit dem Preis sollen beispielhafte Hochschulgebäude oder -ensembles ausgezeichnet werden, die eine besondere baukulturelle Qualität aufweisen bzw. von vorbildlichem Umgang bei der Sanierung und Modernisierung historischer Bausubstanz zeugen. Sie sollen in herausragender Weise ästhetische und funktionale Gesichtspunkte vereinen und als Hochschulgebäude für Studierende und Hochschullehrende attraktiv sein. Sie sollen dem nachhaltigen Bauen in ökologischer, ökonomischer und sozio-kultureller Hinsicht verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Bemühungen um eine Verringerung der CO 2 -Emissionen und der Notwendigkeit eines Ressourcen schonenden Bauens sollen ganzheitliche Konzeptionen ausgezeichnet werden, die eine zukunftsweisende architektonische Gestalt- und Nutzungsqualität mit hoch energieeffizienten Maßnahmen vereinen. Damit sollen Anregungen für zukünftige Planungen gegeben und eine breite Öffentlichkeit auf die heutigen und künftigen Belange nachhaltigen Bauens im Sinne der Baukultur aufmerksam gemacht werden. Zugelassen zur Teilnahme sind Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus, die nach dem 1. Januar 2011 in Deutschland fertig gestellt und ihrer Bestimmung übergeben wurden. Zur Einreichung berechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland in Kooperation mit den hauptverantwortlich für den Entwurf zeichnenden Architekten. Jedes Objekt kann nur einmal eingereicht werden. Beurteilung Die eingereichten Arbeiten werden beurteilt nach: Funktionalität für Studierende, Lehrende und Forschende Entwurfsidee und Gestaltungsqualität gestalterischem, konstruktivem, technischem und sozialem Innovationsgehalt Nachhaltigkeit, insbesondere energetische Qualität, hohem Nutzerkomfort, Flexibilität Einbindung in das räumliche Umfeld Die Jury Günther Hoffmann, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Fraunhofer Institut für Bauphysik, Valley (für die Eberhard-Schöck-Stiftung, Baden-Baden) Dr. Michael Hartmer (Deutsche Universitätsstiftung) Prof. Dr. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart Gernot Schulz, Architekt, Köln Stefan Behnisch, Architekt, Stuttgart Prof. Claus Anderhalten, Architekt, Berlin Ferdinand Heide, Architekt, Frankfurt Susanne Hofmann, Architektin, Berlin Stellvertretretendes Jurymitglied: Martin Boden-Peroche, Architekt, Dresden Vorprüfung Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Referat A 2. Preis und Auszeichnungen Die Gesamtpreissumme beträgt Euro. Der Deutsche Hochschulpreis ist mit Euro dotiert. Für bis zu zwei weitere Auszeichnungen à Euro stehen weitere Euro zur Verfügung. Die Jury kann einstimmig die Gesamtpreissumme anders aufteilen oder, falls nicht genügend preiswürdige Objekte eingereicht werden, reduzieren. Ausgezeichnet werden die Bauherren mit einer Urkunde und 1/2 des Geldpreises, die Entwurfsverfasser mit einer Urkunde und 1/2 des Geldpreises. Für das prämierte Gebäude erhält die jeweilige Hochschule darüber hinaus eine im Bereich des Haupteingangs anzubringende Plakette. Die Entscheidung der Jury wird am 24. März 2014 auf der Gala der Deutschen Wissenschaft bekannt gegeben. Alle Teilnehmer sowie die Presse und Fachpresse werden über das Ergebnis informiert. Einzureichende Unterlagen Zur Beurteilung sind ausschließlich die folgenden Unterlagen einzureichen: das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular (Formblatt 1) Erläuterungsbericht mit Beschreibung der Maßnahmen zur Energieeffizienz und zur Nachhaltigkeit in deutscher Sprache (Formblatt 2) Lageplan, beurteilungsrelevante Grundrisse, Schnitte und Ansichten Fotografien: Außenaufnahmen vom Gebäude/Ensemble im städtebaulichen Kontext sowie Innenaufnahmen, die Aufschluss geben über die Unterbringung der jeweiligen hauptsächlichen Nutzung Alle Unterlagen sind außerdem in digitaler Form als pdf und/oder jpg/tiff auf USB-Stick oder CD-ROM einzureichen. Die Darstellung ist pro eingereichtem Objekt auf einem Plan DIN A1, Querformat, einseitig bedruckt, zu beschränken. Städtebauliche Ensembles gelten als ein Objekt. Formatüberschreitungen oder Verstöße gegen das vorgegebene Format führen zum Ausschluss. Eine Rücksendung der eingereichten Unterlagen erfolgt nicht. Darüber hinausgehende Unterlagen und Modelle sind nicht zugelassen. Die auszufüllenden Bewerbungsformulare sind unter der Internet-Adresse des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, (Baubereich/Wettbewerbe/Deutscher Hochschulbaupreis 2014) erhältlich. Alternativ können sie elektronisch über die Anschrift unter Angabe der -Adresse angefordert werden. Termine Die zur Teilnahme geforderten Unterlagen müssen für den Empfänger kostenfrei bis zum 30. November 2013, 16:00 Uhr eingegangen sein bei: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Referat A2 Kennwort: Deutscher Hochschulbaupreis 2014 Straße des 17. Juni Berlin Für Sendungen, die per Kurierdienst eingereicht werden, gilt das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum als Nachweis des fristgerechten Versands. Verspätet versandte sowie rechtzeitig versandte, aber nach dem 30. November 2013 eingehende Einsendungen werden nicht berücksichtigt. Teilnahmebedingungen 1. Teilnahmeberechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Deutschland gemeinsam mit dem/den verantwortlichen Entwurfsverfasser/n. Jedes Objekt kann nur einmal eingereicht werden. Die Entwurfsverfasser müssen zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt berechtigt sein (d.h. in Deutschland Kammermitgliedschaft). Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Voraussetzung, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG und der Richtlinie 2001/19/EG gewährleistet ist. 2. Mit der Teilnahme an dieser Auslobung werden die hier festgelegten Bestimmungen anerkannt. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und nicht anfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 3. Den Teilnahmeberechtigten ist es freigestellt, Bauwerke oder Gebäudeensembles einzureichen, die nach dem 1. Januar 2011 in der Bundesrepublik Deutschland fertig gestellt wurden. 4. Mit der Teilnahme bestätigt der/die Bewerber/in, dass er/sie geistige/r Urheber/in der eingereichten Arbeit/Arbeiten ist. Veröffentlichung der Ergebnisse Die Deutsche Universitätsstiftung, das BMVBS und der Hauptsponsor und ihre Beauftragten haben das Recht, die prämierten Arbeiten mit allen eingereichten und weiteren für eine Publikation notwendigen Unterlagen (Fotos, Planmaterial usw.) im Rahmen von Ausstellungen und in sonstigen Publikationen sowie im Internet zur Dokumentation des Deutschen Hochschulbaupreises 2014 honorarfrei unter Namensnennung der/des Verfasser/s zu veröffentlichen. Die Teilnehmenden bestätigen mit ihrer Einreichung, dass sie und ihre Bauherren sowie die Urheber der Fotografien mit den oben genannten Veröffentlichungen einverstanden sind und stellen die hierfür notwendigen Unterlagen honorar- und kostenfrei zur Verfügung.

14 712 STUDENTEN 2013 Forschung & Lehre 9 13 Was habe ich von meinen Studenten gelernt? Antworten von Hochschullehrern UMFRAGE Beim Lehren und Lernen an der Universität scheinen die Rollen klar verteilt zu sein. Doch ist es zum Glück für alle Beteiligten oft nicht so und im besten Fall ein wechselseitiges Verhältnis. Denn die Lehrenden ziehen Gewinn aus Fragen und Perspektiven der Studenten. Einige Zeugnisse von Hochschullehrern. Ohr ist das Stichwort. Ich habe gelernt, welche Bedeutung jedenfalls in meinem Fach der Form der guten, gesprochenen Vorlesungen nach wie vor zukommt. Und zwar der Lesung ohne ablenkende Folien, als Spannungsbogen wirklich zusammenhängender Argumente und Gedanken. Studierende merken den Unterschied nach kürzester Petra Gehring lehrt Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Zeit: das ist der Stoff, aus dem Aha-Effekte sind. Das Problem der Flüchtigkeit des gesprochenen Wortes hat sich ja erübrigt. Seit mehr als zehn Jahren stelle ich alles als MP3 Audio Datei ins Netz. Nachhören ist beliebig oft und in jeder Lebenslage möglich. Die studentischen Rückmeldungen sind begeistert. Ich wiederum bin erstaunt, wie großartig ausgerechnet zu den Vorlesungen die Prüfungen ausfallen. Dank simpelster Technik erweist sich das gute alte Format der sorgfältig gemachten Vorlesung als Renner. Konzentration hat Drogenwirkung. Wir denken mit dem Ohr. Meine 30-jährige Lehrtätigkeit in Bereichen von Ökologie, Naturschutz und Evolutionsbiologie an beiden Münchner Universitäten war für mich ein steter Lernprozess, der sich dank der Wechselwirkung mit den Studierenden keineswegs nur im Dazulernen bei der Wahl des Inhalts und in Verbesserungen der Form der Präsentation der Vorlesungen erschöpfte. Die Studierenden lehrten mich weit mehr. An ihrem Interesse, an den Fragen, die Josef H. Reichholf ist Zoologe und Evolutionsbiologe. Er war bis April 2010 Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Sammlung und lehrte an beiden Münchner Universitäten (Naturschutz, Gewässerökologie an der TU München; Allgemeine und Terrestrische Zoogeographie sowie Ornithologie an der LMU München). sie stellten, und an den Ergebnissen der schriftlichen Prüfungen sah ich den Wandel des Zeitgeistes in den Erwartungen und Einstellungen der jungen Menschen. Hielten sie anfänglich Umweltprobleme, wie Verschmutzung, Waldsterben, Verkehr und Siedlungstätigkeit, für lösbar, so wandelte sich ihre Haltung zu einem ausgeprägten Zukunftspessimismus als der Klimawandel zum alles überlagernden medialen Thema geworden war. Mich bedrückte, dass oft gerade die Besten die geringste Zuversicht in Bezug auf die Zukunft äußerten. So negativ war diese von den Medien geprägt worden. Entsprechend bemühte ich mich, den Studierenden eine weniger pessimistische Sicht zu vermitteln, gemäß dem Grundsatz: Wir wissen längst nicht alles, aber die Jugend wird mehr wissen als wir und es besser machen.

15 9 13 Forschung & Lehre STUDENTEN Foto: Ivo Kljuce Christian Hesse ist Professor für Mathematische Stochastik an der Universität Stuttgart. Als Mathematiker hat man es besonders schwer, seinen Themen Unterhaltungswert zu geben. Bei den Chemikern knallt s oder wird s schön bunt, Kunstgeschichtler können immer so famose Geschichten über tolle Gemälde erzählen. Mathematiker haben Definitionen, Sätze und Beweise. Von meinen Studenten habe ich gelernt, in den Vorlesungen vielfältige Anwendungsbezüge herzustellen. Besondere Herausforderungen sind die Großvorlesungen vor mehr als 500 Hörern. Sie haben mich ein empirisches Gesetz gelehrt. In pointierter Fassung: Im Schnitt sind nur e von pi Personen in großen Ansammlungen von Menschen bei jedem beliebigen Thema bei der Sache. Darüber hinaus habe ich gelernt: Respekt vor den nicht wenigen alleinerziehenden Müttern in meinen Vorlesungen, die neben dem Studium noch für adäquate Kinderbetreuung sorgen müssen. Unbehagen über den zunehmenden Abstand zwischen den Digital Natives und mir in Bezug auf das Zaubern mit den neuesten Medien. Freude darüber, dass meine Studenten sehr gute Jobs finden: Mein erster Doktorand ist mittlerweile selbst Professor, hat auch schon Doktoranden betreut und mich auf diese Weise sozusagen zum Wissenschafts-Opa gemacht. Im vergangenen Sommersemester ging ich ein Lehrwagnis ein: Studierende im Master Russische Philologie übertrugen bei begleitender wissenschaftlicher Analyse Teile aus einem noch unübersetzten Gegenwartsroman. Das Seminar hatte einen dezidierten Praxisbezug: literarisches Übersetzen. Hierfür werteten wir auch übersetzungstheoretische Texte aus. Einer davon war Walter Benjamins sprachlich hermetische Sabine Koller ist Professorin für slavisch-jüdische Studien an der Universität Regensburg. und in ihrer messianischen Ausrichtung komplexe Aufgabe des Übersetzers. Plötzlich hatte ich Zweifel an dieser Wahl: Wie würden die Studierenden, die ich bereits mit einem sehr schwierigen literarischen Text konfrontiert hatte, nun mit Walter Benjamin zurechtkommen? Ich hatte Angst, dass sie aufgeben und wurde eines Besseren belehrt. Die beiden Studierenden, die Benjamins Schlüsseltext vorstellten, wurden wahre Benjaminianer und setzten sich bis zum Ende des Seminars in der Diskussion und in der eigenen Übersetzungspraxis für dessen übersetzerische Richtlinien ein. Was ich von den Studierenden gelernt habe? Dass maximale intellektuelle Offenheit und philosophisch-philologische Desorientierung einem Seminar mit Praxisbezug sehr zupass kommen kann. Gelernt wird in Seminaren der Geisteswissenschaften im Dialog (unter Anwesenden): Hinweise auf übersehene Informationen in Quellen und Literatur, Widerspruch, nicht zuletzt unerwartete Perspektiven sind für mich oft weiterführend. Ich schätze es ebenso als Erkenntnisgewinn, meinen Standpunkt gegen fundierte Kritik zu behaupten. In einem gelungenen Seminar haben Dozenten und Studenten trotz Unterschieden in Erfahrung und Vorkenntnissen Tassilo Schmitt ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Bremen und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages. die Chance, neue Einsichten zu gewinnen. Nicht Mangel an Wissen, sondern unzureichender Eifer für die Sache (lat. studium) lähmendes Nicht-Wissen- Wollen sind die größte Gefahr für den Lernerfolg aller Beteiligten. Auch in der Vorlesung lerne ich von Studenten. Gute Fragen zwingen dazu, das eigene Verständnis von Problemen präziser zu fassen. Nicht zuletzt stellt mich schon die Vorbereitung darauf, was fraglich sein könnte, permanent vor die Herausforderung, vermeintlich sichere Erkenntnisse zu durchdenken und neu zu strukturieren. Keine Vorlesung kann ich mehrmals halten; das hieße, dass ich nicht weitergekommen bin. Manchmal wundere ich mich, was der Forschung und mir bislang nicht aufgegangen war. Öfter aber freue ich mich darüber, etwas nun besser zu verstehen weil ich es erklären muss.

16 714 STUDENTEN 2013 Forschung & Lehre 9 13 Erstaunliche Beharrlichkeit Ein Vergleich der Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks DIETER T IMMERMANN Wie verändern politische Umbrüche wie die deutsche Wiedervereinigung oder radikale Hochschulreformen wie der Bologna-Prozess das Studieren? Ein Vergleich der Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks zeigt: Die Mobilität, das Studier-, Wohn- und Essverhalten ist geprägt von feinen Unterschieden. Und es gibt zähe Konstanten wie die soziale Selektivität beim Hochschulzugang. Worin unterscheiden sich die Studierenden von heute von jenen von vor zehn, vor zwanzig Jahren? Die regelmäßigen Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden sind eine äußerst ergiebige Quelle für die Beantwortung dieser Frage. Ich vergleiche für ausgewählte Themenkomplexe die Sozialerhebungen der Jahre 1991, 2002 und 2012, greife aber dort, wo es sich anbietet, noch weiter in die Vergangenheit zurück. Elternhäuser zunehmend akademisch Der familiäre Bildungshintergrund der Studierenden ist von einer deutlichen Akademisierung geprägt. Das zeigt die soziale Zusammensetzung der Studierenden nach Bildungsherkunft. Kamen im Jahr 1985 acht Prozent aus einer Familie, in der beide Elternteile einen Hochschulabschluss vorweisen konnten, sind es im Jahr Prozent. Der Anteil der Studierenden mit der Bildungsherkunft niedrig (maximal ein Elternteil mit einem nicht-akademischen Berufsabschluss) hat sich von 29 AUTOR Professor Dieter Timmermann ist Präsident des Deutschen Studentenwerks.»Die große Mehrheit ist sesshaft bei der Wahl der Hochschule.«auf neun Prozent verringert. Das Bildungsniveau der Gesamtbevölkerung insgesamt ist gestiegen, aber noch immer ist das deutsche Bildungssystem sozial selektiv. Das gilt insbesondere beim Hochschulzugang: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 77; von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen aber nur 24 den Sprung an eine Hochschule. Die Sprach- und Kulturwissenschaften werden männlicher Bei der Wahl des Studienfachs unterscheiden sich die Studierenden von heute nur geringfügig von der Generation unmittelbar nach der Wende und jener von waren 15 Prozent in den Sprach- und Kulturwissenschaften eingeschrieben; heute sind es 19 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der Studierenden in den Medizin- und Gesundheitswissenschaften von neun auf sechs Prozent. Die Sprach- und Kulturwissenschaften haben diesen Zulauf vor allem den Männern zu verdanken; ihr Anteil an den Studierenden dieser Fächergruppe hat sich erhöht. Gleichzeitig studierten im Zeitraum von 1991 bis 2002 deutlich weniger Männer Medizin, während der Frauenanteil in der Fächergruppe Medizin/Gesundheitswissenschaften relativ konstant blieb. Inlandsmobilität: Die sesshafte Mehrheit Für die Inlandsmobilität der Studierenden erlauben die DSW-Sozialerhebungen immerhin einen Blick auf das erste Jahrzehnt des neuen Millenniums. Auch hier herrscht Konstanz vor: Der Anteil der Studierenden, die das Bundesland verlassen, in welchem sie die Hochschulreife erlangt haben, liegt bei 35 Prozent. Im Umkehrschluss heißt das: Die große Mehrheit ist sesshaft bei der Wahl der Hochschule. Die regionale Mobilität verläuft viel stärker von Ost nach West als umgekehrt. Während zwischen 21 bis 31 Prozent der innerdeutsch mobilen Studierenden aus den neuen in die alten Bundesländer wechseln, liegt der Anteil der West-Ost-Wechsler konstant bei gerade einmal vier Prozent allen Werbekampagnen für ein Studium in Fernost zum Trotz. Bologna (noch) kein Mobilitätstreiber Die Auslandsmobilität der Studierenden hat in den Jahren nach 1991 von damals 20 Prozent deutlich zugenommen; sie lag im Jahr 2003 bei 32 Prozent fast jeder Dritte studierte im Ausland, absolvierte ein Praktikum oder einen Sprachkurs. Aktuell gaben im Sommer 2012 für die 20. DSW-Sozialerhebung jedoch nur 30 Prozent der Studierenden an, einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt hinter sich zu haben. Der mit der 1999 verabschiedeten Bologna-Reform realisierte europäische Hochschulraum mit 47 Staaten hat also die Auslandsmobilität der deutschen Studierenden bislang nicht befördert. Im Gegenteil: Bei der Befragung zur 20. Sozialerhebung im Sommer 2012 nannten 55 Prozent als Hinderungsgrund für einen Auslandsaufenthalt die befürchtete Verlängerung des

17 9 13 Forschung & Lehre STUDENTEN Studiums. 42 Prozent gaben als Hinderungsgrund die starre Struktur des Studiengangs in Deutschland an; 35 Prozent vermuteten Probleme bei der Anerkennung der im Ausland zu erbringenden Leistungen. Der Bologna-Prozess ist noch lange kein Mobilitätstreiber. Mehr Zeit dank Bachelor/ Master? Die Daten der Sozialerhebungen lassen dafür manche andere Kritik an Bologna ins Leere laufen. Beispiel Zeitaufwand der Studierenden: 1991 wendeten die Studierenden im Bundesdurchschnitt für Selbststudium und Lehrveranstaltungen (ohne Nebenjob!) 37 Stunden in der Woche auf. Im Jahr 2012 sind es 35 Stunden in der Woche, also zwei Stunden weniger (Notabene: Zu beiden Werten muss man den Zeitaufwand für den Nebenjob hinzurechnen; Studierende haben heute und hatten vor 20 Jahren einen Fulltime-Job.). Mir geht es aber darum, dass die von den Studierenden artikulierte Kritik an Bachelor/Master sich in der zeitlichen Belastung nicht widerspiegelt; sie muss viel stärker in der Art und Weise der Leistungserbringung und des subjektiv empfundenen Drucks ihre Ursache haben. Bachelor/Master hat auch das Studium aus Sicht der Studierenden nicht zentraler oder wichtiger gemacht, als es vorher schon war.»bachelor/master hat das Studium aus Sicht der Studierenden nicht zentraler gemacht, als es vorher schon war.«wgs immer beliebter Bei den Wohnformen der Studierenden ist seit 1991 eine starke Angleichung von Ost an West festzustellen. In den neuen Bundesländern hat sich der Anteil der Studierenden, die in einer Wohngemeinschaft leben, seit 1991 (damals fünf Prozent) ungemein erhöht auf 35 Prozent (alte Bundesländer: 28 Prozent). Die Untermiete hingegen ist praktisch verschwunden. Fast ein Fünftel der Studierenden in den neuen Bundesländern lebt inzwischen alleine in einer Wohnung; in den neuen Bundesländern sind es fast gleich viele. Mensa konstant beliebt Das Essverhalten der Studierenden auf den Campi von heute unterscheidet sich zumindest quantitativ ebenfalls kaum von dem früherer Studierenden-Generationen. Mehr als 80 Prozent besuchen mehrmals in der Woche eine Mensa oder Cafeteria ihres Studentenwerks. Die Zahl der Stammgäste und der sporadischen Nutzer hat sich zwischen 1991 und 2012 kaum verändert. Die soziale und wirtschaftliche Situation der Studierenden ist geprägt von Konstanz, mitunter einer erstaunlichen Beharrlichkeit. Eine instruierte Bildungs- und Hochschulpolitik tut gut daran, die in den DSW-Sozialerhebungen ausgebreitete Datenlage zur Kenntnis zu nehmen. Recherche: Bernhard Börsel, Deutsches Studentenwerk Anzeige Man lernt nie aus. Der Bildungsmarkt der WELT und WELT am SONNTAG Von Schüler bis Top-Manager, von Lernwerkstatt bis Business-School: Der Bildungsmarkt der WELT und WELT am SONNTAG bietet das optimale Umfeld für Ihr Bildungsangebot. Profitieren Sie von Qualitätsjournalismus mit einem breiten Spektrum von Sonder veröffentlichungen sowie von unseren leistungs- und bildungsorientierten Lesern. Buchen Sie Klasse! DIE WELT GEHÖRT DENEN, DIE NEU DENKEN. Beratung und Kontakt: Theresia Maas-Jacobs Telefon 030/

18 716 STUDENTEN 2013 Forschung & Lehre 9 13 Es ging um mich, mein Leben, meine Perspektiven Studenten über ihr Studium, Wohnen, Leben und erste Projekte Aras Direkoglu hat eines der Diversitätsstipendien der Zeppelin Universität erhalten, und zwar für Studierende mit Zuwanderungsgeschichte. Kaum ausgeschlafen und voller Aufregung begann für mich der Auswahltag an der Zeppelin Universität für den Bachelor in Soziologie, Politik und Ökonomie. Die Aufregung hatte allen Grund, denn es ging in dieser für mich völlig unbekannten Situation gleich um zweierlei: Ich wollte nicht nur einen Studienplatz an meiner Wunschuni, ich wollte ihn unbedingt mit einem Stipendium für Studierende mit Zuwanderungsgeschichte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Gruppenarbeit und einem verkorksten Mathetest standen nun die Gespräche an. Mein Herz pochte. Doch die Aufregung verflog, die Gespräche machten sogar richtig Freude. Es ging um mich, mein Leben, meine Perspektiven. Danach setzte ich mich erleichtert an den Bodensee, genoss die abendliche Frühlingssonne und merkte, dass ich noch einmal einiges über mich gelernt hatte an diesem Tag. Als ich nach einem Monat die Post mit der Zusage im Doppelpack auspackte, jubelte ich so, als wären Deutschland und die Türkei gleichzeitig Fußball- Weltmeister geworden. Die bloße Anzahl an Studiengängen, die heute zur Auswahl stehen, stellt für viele Schulabsolventen eine sehr große Herausforderung dar. Dabei stellt sich die Frage, ob die Beschreibungen oder Informationen über ein Studienfach auch in der Realität den Vorstellungen entsprechen. Um diese Unsicherheiten zu beseitigen, fehlen oftmals die nötigen Kontakte, und auch Laura Thiessen studiert Bionik an der Hochschule Bremen und engagiert sich in dem Projekt Rent a student : Ein Studierender begleitet einen Abiturienten einen Tag in seinem Wunsch-Studium und steht für Fragen zur Verfügung. Anfragen bei den entsprechenden Stellen in den Hochschulen liefern meist nur eine ungefähre Darstellung der tatsächlichen Gegebenheiten. Als im Sommersemester dieses Jahres die Anfrage an uns gestellt wurde, ob aus unserem Semester Studenten an dem Projekt teilnehmen würden, habe ich mich daher sehr gerne dazu bereit erklärt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser Austausch auf Augenhöhe den gesamten Kontakt erleichtert, und wer, wenn nicht ein betroffener Student, könnte besser über einen Studiengang Auskunft geben. Die gesamte Situation aus der anderen Perspektive, nämlich als Student, zu erleben, war auch für mich eine neue bereichernde Erfahrung.

19 9 13 Forschung & Lehre STUDENTEN Für mich ist es genial, in einem Wohnwürfel zu leben, da die Lage so gut ist: Ich bin direkt am Englischen Garten, habe es nicht weit zur U-Bahn und einen kurzen Weg zur Uni. Außerdem ist es Amelie Mussack lebt in einem 6,8 qm großen Wohnwürfel in der Studentenstadt Freimann/München. Es handelt sich dabei um eine transportable Kleinwohnung, die sich durch zusätzliche Kuben beliebig erweitern und an unterschiedliche Standorte anpassen lässt. nicht so beengt, wie man meint, da man durch eine Sitzecke und ein ausreichend großes Bett viel Platz hat. Mir persönlich gefällt vor allem, dass es in diesem Micro-Compact-Home sehr ruhig ist; man Foto: Studentenwerk München fühlt sich durch die Lage irgendwie abgeschieden. Sehr positiv finde ich, dass es in der Studentenstadt Freimann auch eine Bibliothek gibt, die man in fünf Minuten zu Fuß erreichen kann. Und wenn man schon länger in einem Micro-Compact-Home wohnt, fällt einem gar nicht mehr auf, dass es so klein ist. Man hat sogar das Gefühl, etwas eigenes, separates zu haben, wie etwa ein Mini-Haus. Im Wohnwürfel ist alles da, was man braucht, und man zahlt nur einen geringen Mietpreis. Positiv ist außerdem, dass man sich gut strukturieren und Ordnung halten muss. Nicht besonders gut am Wohnwürfel finde ich, dass das Duschen dort etwas aufwändiger ist. Und eher störend empfinde ich, dass öfter Personen (Familien, Senioren und Einzelpersonen) vorbei kommen und sich den Wohnwürfel ansehen, an die Tür oder ans Fenster klopfen oder sich vor das Fenster stellen und rein sehen. Da fühlt man sich manchmal ein bisschen wie ein Tier im Zoo. Die Idee zur Sinnflut kam uns einst an Weihnachten, was weniger mit dem Weihnachtsmann zu tun hat, sondern damit, dass man im Kreise alter Freunde ein Jahr Revue passieren lässt. Auffällig war, wie alle große Freude daran hatten, Tipps für andere fachfremde Studienprojekte zu geben. Unbeantwortet blieb dabei, warum unsere Gesellschaft die so vielseitige Ressource Student Max Willaschek arbeitet als Koordinator und Mitbegründer beim Netzwerk Sinnflut. Er studiert Betriebswirtschaftslehre an der WHU Otto Beisheim School of Management. nicht noch stärker in ihre innovativen Prozesse mit einbindet? Im Frühjahr 2012 begannen wir über verteiler Studenten auf der Suche nach Lösungen für allgemeine Problemstellungen zu vernetzen. Heute basiert Sinnflut auf einer Open Innovation Software, die die Kreativität von Studenten an 22 verschiedenen Universitäten bündelt. Das Netzwerk ist inzwischen für Unternehmen, soziale Organisationen und staatliche Einrichtungen tätig. Mit anderen Worten, Sinnflut lässt Studenten an Innovationsprozessen teilhaben und dient ihnen gleichzeitig als flexible Einnahmequelle mit kreativem Hintergrund. Unser Motto: Je interaktiver und ungewöhnlicher dieser Prozess ist, desto besser.

20 718 STUDENTEN 2013 Forschung & Lehre 9 13 Wie sieht das in meinem Lebenslauf aus? Fragen an eine Berufsberaterin KARIN W ILCKE Wer sich heute für ein Studium interessiert, hat scheinbar unendliche Möglichkeiten. Doch ist das wirklich so? Wie reagieren Abiturienten und häufig auch deren Eltern auf diese Vielfalt? Erfahrungen einer Berufsberaterin, die seit 20 Jahren Abiturienten und Hochschulabsolventen berät. Forschung & Lehre: Was hat sich in den letzten 20 Jahren verändert? Dr. Karin Wilcke ist Berufsberaterin in Düsseldorf. Ihre Arbeitsfelder sind Berufsberatung für Abiturienten im Hinblick auf Studienfach- und Hochschulwahl sowie Karriereplanung für Studierende und Hochschulabsolventen. Sie ist Dozentin für Germanistik an der Universität Düsseldorf. Foto: Katja Thiele Karin Wilcke: Die Hochschullandschaft hat sich komplett verändert. Früher gab es eine sehr überschaubare Anzahl an Studiengängen und eine klare Trennung zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Letztere ist durch die Bologna- Reform nahezu aufgehoben, und das Studienangebot hat sich explosionsartig vermehrt. Dazu sind private Hochschulen unterschiedlichster Qualität wie Pilze aus dem Boden geschossen. Das führt zu einer enormen Verunsicherung bei denen, die noch vor der Studienwahl stehen, zumal man aus dem Namen eines Studiengangs nicht immer auf den Inhalt schließen kann. Die Abiturienten sind heute viel stärker sicherheitsorientiert, wollen ein Studium, das ihnen eine Jobgarantie gibt. So entscheiden sich manche gegen Geschichte und für BWL. Leider benachteiligt unser Studienplatzvergabesystem die Naturwissenschaften, denn beim Kampf um die gute Abiturnote werden Mathe und Physik eher abgewählt. In der Folge werden die technischen Studienfächer, die die guten Beschäftigungsaussichten böten, nicht belegt. Interessanterweise wünschen sich auch die Eltern, die selbst vor 30 Jahren ganz unbeschwert mit ihrer eigenen Berufswahl umgegangen sind, für ihre Kinder in erster Linie Sicherheit bis hin zur Ausbildung im Öffentlichen Dienst. Die Bachelor-Absolventen fühlen sich vielfach gar nicht richtig vorbereitet für den Berufsstart. Sie sind ja oft erst 21 oder 22 Jahre alt und empfinden sich selbst noch nicht als erwachsen. Viele streben den Master nicht aus Interesse am Fach an, sondern um die Studienzeit zu verlängern. Wenn sie die gewonnene Zeit dann auch noch für Praxiserfahrung nutzen, finde ich das gut. F&L: Fällt Ihnen ein konkretes Beispiel aus der Beratung ein, das die heutige Situation der jungen Menschen auf den Punkt bringt? Karin Wilcke: Ja, eine 22-jährige, die im falschen Studium gelandet war, sich aber zu alt für einen Neuanfang fand. Sie hatte schon ein Germanistikstudium erfolgreich abgeschlossen, obwohl ihr klar war, dass keines der möglichen Berufsfelder sie interessierte. Was man angefangen hat, führt man auch zu Ende, ist eine von den falschen Devisen. Zu mir kam sie wegen der Entscheidung für ein Masterstudium, was den falschen Weg nochmals fortgesetzt hätte. Ihre Begabung für Handwerkliches und ihr»viele streben den Master nicht aus Interesse am Fach an, sondern um die Studienzeit zu verlängern.«interesse für Restaurierung standen für sie eigentlich fest, sie fand sich nur schon viel zu alt dafür, etwas ganz von vorn zu beginnen. Und diese Haltung ist weit verbreitet. Die Lockerheit ist verloren gegangen, das Gefühl, ich probiere etwas aus, und wenn es mir nicht gefällt, ist das kein Problem. Alles wird ausschließlich unter dem Aspekt betrachtet: Wie sieht das in meinem Lebenslauf aus? F&L: Ehrgeizig, selbstbewusst, verwöhnt: Sind das nur Klischees, oder trifft es den Kern der jungen Generation? Karin Wilcke: In der Kombination ist das ein Klischee. Ehrgeizig sollten Studierende idealerweise sein. Ich erlebe eher Abiturienten, die mit wenig Einsatz viel erreichen wollen. Selbstbewusster sind sie sicherlich, früher hätte keiner gewagt, mit einem Professor um die Note zu feilschen. Und verwöhnt sind einige in der Hinsicht, dass sie zuhause einen hohen Lebensstandard ha-

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