International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens

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1 International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Wirtschaftswissenschaftliche Studie Stand: September 2014 Von: Goldmedia GmbH Strategy Consulting Oranienburger Str Berlin-Mitte Tel Fax

2 Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt. Jede Art der Vervielfältigung, inklusive des Erstellens von Fotokopien, ist ohne schriftliche Genehmigung des Auftraggebers (Länder der Bundesrepublik Deutschland) untersagt und wird rechtlich verfolgt. Alle Inhalte des Dokuments wurden nach bestem Wissen recherchiert und erstellt. Für Irrtümer und Druckfehler kann der Herausgeber jedoch keine Verantwortung oder Haftung übernehmen. Der Herausgeber übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für Handlungen, Aktivitäten o- der Unterlassungen, die auf Grundlage der Inhalte und Empfehlungen dieser Studie erfolgen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz- Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Alle hier genannten und ggf. durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweils eingetragenen Eigentümer. Redaktionsschluss:

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5 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 1 International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Inhalt 1 Methodik und Vorgehensweise Auftraggeber der Studie Hintergrund der Studie Anpassungen gegenüber der Vorgängerstudie (2009) Erstellungszeitraum der Studie Methodik der Studie Terminologie und Begriffserläuterung Länderprofile Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA Zusammenfassende Analyse der untersuchten Glücksspielmärkte Internationaler Vergleich der untersuchten Glücksspielmärkte Internationaler Vergleich nach Glücksspielsektoren Lotteriewesen (terrestrisch) Spielbanken (ohne Online-Casinos) Spielautomaten außerhalb von Spielbanken Wettwesen (terrestrisch) Wohltätigkeitsinstitutionen Internetglücksspiel... 90

6 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 2 4 Glücksspielsektoren in den untersuchten Märkten Lotteriewesen (terrestrisch) Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA Spielbanken (ohne Online-Casinos) Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA Spielautomaten außerhalb von Spielbanken Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA

7 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen (terrestrisch) Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA Von Wohltätigkeitsinstitutionen veranstaltetes Glücksspiel Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA Internetglücksspiel Dänemark Deutschland Frankreich Italien Malta Österreich Schweden Spanien Vereinigtes Königreich Norwegen Schweiz USA

8 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 4 5 Besondere Aspekte des Glücksspielwesens Suchtprävention Jugendschutz Werbebeschränkungen Durchsetzung von Internetverboten Vergabekriterien für Konzessionen und Genehmigungen Maßnahmen gegen Geldwäsche Betrugs- und allgemeine Kriminalitätsbekämpfung Kriminelle Aktivitäten von Online-Glücksspielanbietern Kriminelle Angriffe auf Online-Glücksspielplattformen Zahlungs- bzw. Kreditkartenbetrug durch Nutzer Vorbeugung von Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs bei Sportwetten Literatur- und Quellenverzeichnis Primärquellen Sekundärquellen Literatur Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis

9 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 5 1 Methodik und Vorgehensweise 1.1 Auftraggeber der Studie Im Rahmen eines Vergabeverfahrens beauftragte das Land Baden-Württemberg die Goldmedia GmbH Strategy Consulting am mit der Erstellung einer umfangreichen wirtschaftswissenschaftlichen Studie mit dem Titel Entwicklung der legalen Glücksspielmärkte in ausgesuchten Ländern seit dem Jahr 2007 (d.h. ab dem ). Die Studie ist angelegt als Fortschreibung des Teils Drei der International vergleichenden Studie des Glücksspielwesens vom Die Vorgängerstudie wurde erstellt von Délia Nilles von der Universität Lausanne 1. Die hier vorliegende Studie lehnt sich daher in Aufbau, Struktur, Herangehensweise und Methodik weitestgehend an die Studie der Universität Lausanne an, um eine möglichst hohe Kontinuität der Datenausweisung sicherzustellen. Das Land Baden-Württemberg hat als vorsitzendes Land der Ministerpräsidentenkonferenz den Vertrag mit Goldmedia abgeschlossen. Das Land handelt dabei im eigenen Namen, aber im Auftrag aller in der Ministerpräsidentenkonferenz zusammengeschlossenen Länder. Ein Lenkungsausschuss aus Vertretern der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt begleitete die Erstellung der Studie und diente als Ansprechpartner für Goldmedia. 1.2 Hintergrund der Studie Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am der länderoffenen Arbeitsgemeinschaft der Chefs der Staatskanzleien zur Zukunft des Lotteriemonopols (Kurz: CdS-AG) den Auftrag erteilt, die nationale Evaluierung des am in Kraft getretenen Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags mit einem ersten Zwischenbericht der obersten Glücksspielaufsichtsbehörden nach zwei Jahren zu begleiten und zur Entwicklung des Glücksspielwesens, insbesondere in den Mitgliedsstaaten der EU, zu berichten. Im Rahmen der nationalen Evaluierung soll die Zielerreichung auch durch eine ökonomische Analyse erfasst werden. Für die von der CdS-AG begleitend zu erstellende internationale Berichterstattung mangelte es für die sozialökonomische Analyse an aktuellen Daten und einem aus gesicherten und robusten Kennziffern aufgebauten Vergleich der internationalen Entwicklung. 1 Nilles, Délia (2009): International vergleichende Analyse des Glücksspielwesens. Teil Drei: Wirtschaftswissenschaftliche Studie vom Institut Créa de macroéconomie appliquée. Université de Lausanne. Im Internet abrufbar unter: PDF/International_vergleichende_Analyse_des_Glueckspielwesens_Schweiz.pdf

10 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Anpassungen gegenüber der Vorgängerstudie (2009) Gegenstand des Auftrags ist eine wirtschaftswissenschaftliche Studie zur Entwicklung der regulierten Glücksspielmärkte in ausgesuchten Ländern ab dem Illegale Glücksspielangebote wurden bei der Analyse nicht berücksichtigt. Die Daten der Vorgängerstudie der Universität Lausanne wurden hierzu in die Analyse und Darstellung mit einbezogen. An wenigen Punkten wurde die Gliederung im Vergleich zur Altstudie angepasst, um den geänderten Erfordernissen des Auftraggebers gerecht zu werden. Als neu zu untersuchende Staaten kamen Dänemark und Deutschland hinzu, wohingegen Australien nicht weiter berücksichtigt wurde. Die Schwerpunkte der Studie bilden das Automatenspiel außerhalb von Spielbanken, das legale Sportwettwesen und das legale Internetglücksspiel. Illegale Glücksspielangebote sowie der Schwarzmarkt blieben in der Studie konsequent unberücksichtigt. Im Bereich der zuvor genannten Schwerpunkte wurde bei entsprechender Datenlage auf eine besonders detaillierte Darstellung Wert gelegt. Folgende Punkte aus der Altstudie von 2009 fanden vereinbarungsgemäß in der vorliegenden Untersuchung keine Beachtung: Kapitel II.1.5 Gewinnspiele des Rundfunks und der Telemedien Kapitel II.1.6 Werbeausspielungen Kapitel III.7 Aufsichts- und Kontrollfunktionen Darüber hinaus wurden aus methodischen Erwägungen Umsätze kontextbezogen entweder als Spieleinsätze oder Bruttospielerträge bezeichnet. Die nähere Erläuterung finden Sie im Kapitel Erstellungszeitraum der Studie Die Arbeit an der Studie begann mit dem Tag der Auftragserteilung am Die Erhebung der Primärdaten war am abgeschlossen. Die finale Fassung inkl. der zusammenfassenden Analyse der untersuchten Glücksspielmärkte wurde zum vorgelegt.

11 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Methodik der Studie Der Auftraggeber hat die in der Studie enthaltenen Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen in den untersuchten Ländern (mit Ausnahme von Deutschland) selbst erstellt. Die Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingen wurden im Zuge der Studienerstellung redaktionell bearbeitet und ggf. um weitere Inhalte ergänzt. Besondere Aufmerksamkeit bei der vorliegenden Studie galt der Transparenz und Validität der erhobenen und ausgewiesenen Daten. So wurde von Goldmedia im Besonderen darauf geachtet, nur Zahlen aus belastbaren Primärquellen zu verwenden. Durch einen umfangreichen Desk Research wurden alle relevanten zitierfähigen Quellen erfasst. Die dort erhobenen Daten wurden dann von Goldmedia in einer umfangreichen Datenbank zusammengetragen, vereinheitlicht und bereinigt. Durch eine strukturierte Anordnung der Primärdaten konnte Goldmedia die einzelnen Kennzahlen den entsprechenden Sektoren (Lotto, Wetten, Online, etc.) zuordnen. Die Sektorendarstellung unterscheidet neben verschiedenen Glücksspielsegmenten auch das Internet als eigenen Vertriebskanal und, als einen Spezialfall, die von Wohltätigkeitsinstitutionen veranstalteten Glücksspiele. 2 Die Daten wurden in Verbindung mit der Altstudie gebracht und hierbei einer Erstprüfung unterzogen. Durch eine umfangreiche systematische Aufbereitung konnten auch Werte dargestellt werden, die teilweise nur indirekt ausgewiesen wurden, jedoch eindeutig rekonstruiert werden konnten. Um die Vergleichbarkeit der Daten herzustellen, wurden die Daten im nachfolgenden Schritt validiert, indem die Werte der Regulierungsbehörden jeweils mit weiteren Veröffentlichungen der Regulierungsbehörden, staatlicher Verwaltungen o- der der Glücksspielanbieter verglichen wurden. Die notwendige Überprüfung und Validierung der Daten und genutzten Quellen wurde von Goldmedia mehrfach durchgeführt. Die verwendeten Quellen finden sich im Literatur- und Quellenverzeichnis. Im Anschluss erstellte Goldmedia aus den validierten Daten tabellarische Übersichten, um einen bestmöglichen Überblick über eine Vielzahl einzelner Segmente zu ermöglichen. In den Länderprofilen in Kapitel 2 sowie in den zusammenfassenden Darstellungen in Kapitel 3 fließen alle belegbaren und transparent ausgewiesenen Spieleinsätze bzw. Bruttospielerträge aus der Einzelsektorendarstellung (Kapitel 4) mit ein. Sektoren bzw. Länder, zu denen keine Informationen zu beschaffen waren, blieben in der Darstellung unberücksichtigt. In der Studie wurden konsequent Spieleinsätze sowie Bruttospielerträge für alle Märkte ausgewiesen, da beide Kenngrößen mitunter für sektorale Vergleiche gebräuchlich sind. Mitunter wurden durch die jeweiligen Länderbehörden jedoch nur eine der beiden Kenngrößen durchgehend ausgewiesen. Die fehlende Größe wurde in diesen Fällen über die Rohertragsmarge ermittelt. Falls die Rohertragsmarge für einzelne Jahre nicht bekannt war und geschätzt werden musste, ist dies 2 Bei den von Wohltätigkeitsinstitutionen veranstalteten Glücksspielen wurde auf eine zusätzliche Differenzierung zwischen stationären und Online-Umsätzen verzichtet.

12 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 8 durch die Angabe k.a. in der Spalte Rohertragsmarge kenntlich gemacht. Die Grundlage der Schätzung ist in diesen Fällen in den Anmerkungen zur Datengewinnung, die jeder Abschnitt enthält, dargelegt worden. Um den Überblick darüber zu erleichtern, in welchem Umfang die unterschiedlichen Staaten die Kennziffern ihrer Glücksspielmärkte veröffentlichen, wurden fehlende Angaben durch leere Datentabellen kenntlich gemacht. Die jeweiligen Landeswährungen der Nicht-Euro-Länder wurden in Euro konvertiert, um den Vergleich zu vereinfachen. Grundlage der Umrechnung war der mittlere Euro-Wechselkurs des Jahres Hierdurch ist es möglich, die Entwicklung der Kennziffern im Längsschnitt über den gesamten Zeitraum zu betrachten, ohne dass Schwankungen im Euro-Wechselkurs die Binnenentwicklung eines Marktes verfälschen. Die gemittelten Wechselkurse des Jahres 2010 müssen nicht den zum Zeitpunkt der Erstellung der Studie gültigen Euro-Wechselkursen entsprechen. Bei vertretbarer Quellenlage ermöglichten qualifizierte Schätzungen eine näherungsweise Bestimmung. Falls eine Schätzung vorgenommen wurde, ist diese entsprechend ausgewiesen. Häufig veröffentlichen Regulierungsbehörden nur eine der beiden zentralen Umsatzkennziffern, also entweder die Spiel- bzw. Wetteinsätze oder den Bruttospielertrag. Aufgrund vorliegender einzelner detaillierter Jahresabschlüsse wurde in einem solchen Fall dann eine landesspezifische Ertragsmarge ermittelt. Typischerweise schwanken Ertragsmargen spielbedingt nur um einige Zehntelprozent bis maximal ein Prozent, sodass auch eine fehlende Kenngröße recht präzise bestimmt werden kann. Pro-Einwohner-Angaben beziehen sich in der Regel auf die Bevölkerung ab 18 Jahren zum Stichtag 1. Januar Da sich Stichtag und Altersklasse geringfügig von der Vorgängerstudie unterscheiden, sind die Pro-Kopf-Angaben nicht direkt miteinander vergleichbar. Daher wurden die Pro-Kopf-Angaben innerhalb dieser Studie auch für den Zeitraum der Vorgängerstudie erneut gerechnet. In den internationalen Vergleichsdarstellungen wurden nur Bevölkerungszahlen der Staaten berücksichtigt, die auch Zahlen ausgewiesen haben. Staaten, in denen ein bestimmter Glücksspielsektor nicht legal betrieben wird oder die keine Daten ausweisen, gingen nicht in den Pro-Kopf-Vergleich eines Sektors mit ein. Die Reihenfolge der Länder richtet sich nach folgenden Kriterien: Die übergeordnete Sortierung unterscheidet EU- sowie nicht EU-Ländern. In nachrangiger Sortierung wurden die Staaten alphabetisch nach ihrer deutschen Bezeichnung angeordnet. In den übergreifenden Kapiteln 2 und 3 wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf eine detaillierte Quellenausweisung verzichtet und stattdessen auf die Kapitel zu den Glücksspielsektoren in den einzelnen Märkten verwiesen. Hier (Kapitel 4) finden sich zu jeder Darstellung die jeweiligen Quellenangaben.

13 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Terminologie und Begriffserläuterung Im Glücksspielwesen ist eine Terminologie etabliert, die sich leicht von üblichen Unternehmenskennzahlen unterscheidet. Begründet liegen sie in der Tatsache, dass Einnahmen der Unternehmen nicht gleichzusetzen sind mit Umsätzen in herkömmlichen Unternehmen. Ein Großteil der Einnahmen wird als Spielgewinne wieder ausgezahlt, sodass die Erträge eines Unternehmens nur einen Teil der Einnahmen ausmachen. Hinzu kommt, dass generische Begriffe wie Umsatz je nach Branche mitunter sowohl für Erträge als auch für Spieleinnahmen Anwendung finden können. Im Folgenden wird daher die Verwendung der Begriffe Spieleinsatz, Gewinnausschüttung und Bruttospielertrag beispielhaft erläutert, die in der Studie einheitlich zur Anwendung kommen. Von einem Betrag von zehn Euro, die Spieler als sog. Spieleinsatz setzen (alternativ werden auch die Begriffe Umsatz oder Bruttoumsatz in der Branche verwendet), zahlt ein Anbieter beispielsweise neun Euro als sog. Gewinnausschüttung an die Spieler aus. Der verbleibende Betrag von einem Euro ist der Bruttospielertrag, also die Gewinnspanne, die bei dem anbietenden Glücksspielunternehmen verbleibt. Hier spricht man im englischen Sprachraum auch vom Gross Gaming Revenue (GGR) oder dem Gross Gaming Yield (GGY). Aus diesem Ertrag finanziert das Unternehmen seine Kosten, seine Steuern und Abgaben sowie seinen eigenen Reingewinn. Die folgende Abbildung illustriert die verwendeten Begrifflichkeiten. Abb. 1: Verwendung glücksspielspezifischer Fachbegriffe Quelle: Goldmedia Zentral ist in der Glücksspielbranche die Unterscheidung zwischen den Spieleinsätzen und dem daraus erwirtschafteten Rohertrag. Der Rohertrag genauer, der Bruttospielertrag definiert sich als Spieleinsätze minus Gewinnausschüttung.

14 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 10 Insbesondere bei Spielen mit hoher Spielfrequenz (bspw. Casino, Poker, Automaten) werden oft die Bruttospielerträge verkürzt als Umsätze angegeben, da die Einsätze nicht zwangsläufig über ein Buchungssystem registriert werden. Die hohe Spielfrequenz bei diesen Spielen führt zu einem Kreislauf von Gewinnen und Verlusten, wobei durch den ständigen Wiedereinsatz des Geldes ein hoher kumulierter Spieleinsatz pro Spieler generiert werden kann. In dieser Studie wurde auf eine konsequente Bezeichnung als Bruttospielertrag geachtet. Der BSE stellt aufgrund der hohen nominalen Spieleinsätze bei Spielen mit hoher Spielfrequenz die geeignete Kennzahl im Hinblick auf Marktbetrachtungen dar. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Betrachtungsweise werden daher folgende Begriffsverwendungen vereinbart: Umsätze sind Spiel- oder Wetteinsätze bzw. Bruttoumsätze. Der Bruttospielertrag (BSE) bzw. Rohertrag ist der Betrag, der nach Abzug der Gewinnauszahlungen gegenüber dem Spieleinsatz beim Glücksspielunternehmen verbleibt. Dieser Begriff wird in der Glücksspielbranche auch häufig als Gross Gaming Revenue (GGR) bzw. Gross Gaming Yield (GGY) oder schlicht als Hold bezeichnet. Zur Ermittlung des Bruttospielertrags lässt sich daher die Gewinnausschüttung vom Spieleinsatz subtrahieren. Die Gewinnausschüttung ist der Betrag, der als Gewinn an den bzw. die Spieler ausbezahlt wird. Die Rohertragsmarge bezeichnet das Verhältnis zwischen Bruttospielertrag und Spieleinsatz. Eine niedrige Rohertragsmarge bedeutet, dass ein hoher Anteil der Einsätze an die Kunden ausbezahlt wird. Die Gewinnausschüttungsquote bezeichnet das Verhältnis zwischen Gewinnausschüttungen an die Spieler und dem eingenommenen Spieleinsatz. Eine niedrige Gewinnausschüttungsquote bedeutet, dass ein hoher Anteil der Einsätze als Ertrag beim Anbieter verbleibt. Die Addition von Gewinnausschüttungsquote und Rohertragsmarge ergibt per Definition 100 Prozent. Im Folgenden werden die untersuchten Glücksspielsektoren, die Gegenstand dieser Studie sind, kurz erläutert. Hierbei wurden in der Regel die impliziten Definitionen der Vorgängerstudie (2009) übernommen. Lotteriewesen: Das sogenannte Lotteriemonopol besteht in Ländern wie Dänemark, Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweden, Vereinigtes Königreich und Norwegen. In diesen Ländern darf nur jeweils eine konzessionierte Lottogesellschaft Lottospiele in einem definierten Territorium durchführen. Ausgenommen sind hierbei Wohltätigkeitslotterien, die fast in allen untersuchten Ländern zugelassen sind. In der Schweiz ist das Lotteriemonopol auf der Ebene der Kantone organisiert, in Deutschland auf Ebene der Bundesländer. In dieser Studie werden sämtliche von Lotterien veranstalteten Glücksspiele unter Lotteriewesen subsumiert, solange sie nicht einem anderen Glücksspielsektor angehören. Zum Lotteriewesen zählen Nummern- bzw. Zahlenspiele wie das klassische Zahlenlotto, die Klassenlotterien, Bingo-Spiele sowie Rubbellose.

15 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 11 Nicht berücksichtigt sind hingegen Sport- oder Totowetten einer Lotto- bzw. Totogesellschaft. Diese zählen zum Sektor Wettwesen. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind sogenannte virtuelle Lotterien, die in vielen Ländern existieren. Hierbei handelt es sich um Automatenspiele außerhalb von Spielbanken, daher zählen diese Automatenspiele zum Sektor Spielautomaten außerhalb von Spielbanken. Spielautomaten außerhalb von Spielbanken: Ein Spielautomat ist ein mechanisches oder elektronisches Gerät, das einen Spielverlauf bietet, der vornehmlich per Zufall bestimmt wird. Mit dem Begriff Spielautomaten werden meist Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit assoziiert. Diese zählen jedoch nur in diesen Sektor, solange sie in Gaststätten und Spielhallen aufgestellt sind. Automaten in Spielbanken zählen hingegen nicht dazu. Außerdem werden auch virtuelle Automatenlotterien (sog. virtual lottery terminals, VLT) dazugerechnet, da es sich bei diesen Angeboten ebenfalls um Spielautomaten außerhalb von Spielbanken handelt. Aufgrund der hohen Spielfrequenz und dem ständigen Wiedereinsatz von Gewinnen werden typischerweise Bruttospielerträge als Kennzahl im Automatensektor publiziert, Angaben zu den Spieleinsätzen sind eher branchenunüblich. Zur Berechnung eines Spieleinsatzes musste daher oft eine regional übliche Rohertragsmarge unterstellt werden, um einen Spieleinsatz beziffern zu können. Die Angaben zum Spieleinsatz können daher nur als Angabe zur Größenordnung verstanden werden, welche Spieleinsätze den erzielten Bruttospielerträgen zugrunde gelegen haben müssen. Spielbanken: Casinos oder auch Spielbanken sind konzessionierte Unternehmen, die zum Teil vom Staat geführt werden. In Spielbanken können unterschiedliche Glücksspiele gespielt werden, etwa Roulette oder Kartenspiele wie Poker oder Black Jack. Auch Spielautomaten können in Spielbanken stehen und zählen zum Spielbanken-Sektor. Wichtig ist hierbei jedoch ist die Unterscheidung zwischen einer Spielbank und einer Spielhalle. Spielhallen mit Spielautomaten mit Geldgewinnmöglichkeit zählen nicht zu der Rubrik Spielbanken, sondern stellen einen eigenen Glücksspielsektor dar. Aufgrund der hohen Spielfrequenz und dem ständigen Wiedereinsatz von Gewinnen werden typischerweise Bruttospielerträge als Kennzahl im Spielbankensektor publiziert, Angaben zu den Spieleinsätzen sind eher branchenunüblich. Zur Berechnung eines Spieleinsatzes musste daher oft eine regional übliche Rohertragsmarge unterstellt werden, um einen Spieleinsatz beziffern zu können. Die Angaben zum Spieleinsatz können daher nur als Angabe zur Größenordnung verstanden werden, welche Spieleinsätze den erzielten Bruttospielerträgen zugrunde gelegen haben müssen. Wettwesen: Das Wettsegment ist in den zu untersuchenden Ländern sehr unterschiedlich reguliert. Teilweise bietet ein Monopolunternehmen das Wettgeschäft an, oder der Markt ist liberalisiert und private Unternehmen bieten Wetten an. In diesem Fall ist meist jedoch das (ehemalige) Monopolunternehmen weiterhin im Markt präsent. Zu den verbreitetsten Produkten zählen die klassische Pferdewette (als Totalisator- oder Buchmacherwette), Sportwetten mit fixen Quoten (Odd-Wette) sowie flexiblen Quoten (Toto-Wette), sonstige Rennwetten (Windhundrennen) und sonstige Wetten (Wetten auf den Wahlausgang einer politischen Wahl etc.).

16 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 12 Wohltätigkeitsinstitutionen: Hierbei handelt es sich um gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die für ihre eigenen wohltätigen Zwecke ein Glücksspiel veranstalten können. In der Regel handelt es sich bei diesen Glücksspielangeboten um Lotterien, Bingo-Spiele oder Tombolas. Wohltätigkeitsinstitutionen gibt es in unterschiedlichen Prägungen in den meisten Staaten. Internetglücksspiel: Das Internetglücksspiel umfasst fast alle vorhergegangenen Kategorien und ist bereits in allen zu untersuchenden Ländern für mindestens einen Sektor reguliert. Das Internetglücksspiel teilt sich in folgende Unterkategorien auf: Online-Lotto, Online-Casino, Online-Poker und Online-Wetten. Das Internetglücksspiel lässt sich in zweierlei Weise darstellen einerseits als eigener Untersuchungsgegenstand, andererseits als bloßer Vertriebskanal für vorhandene Glücksspiele aus den einzelnen Sektoren. Die Zuordnung ist daher nicht einfach. In vielen Ländern werden die online erzielten Erlöse nicht konsequent separat ausgewiesen, was eine trennscharfe Segmentierung des Internetglücksspiels erschwert. In dieser Studie werden ausschließlich die legalen Märkte behandelt, d.h. die staatlich zugelassenen Glücksspiele in den jeweiligen Ländern. Die genutzten Quellen beziehen sich daher ebenfalls auf die legalen, regulierten Glücksspiele. Sollten, wie etwa in Dänemark, Aufsichtsbehörden eigene Schätzungen zum Schwarzmarkt mit Glücksspielen als Teilmenge des Gesamtmarktes ausgewiesen haben, wurden diese Angaben nicht weiter berücksichtigt. Waren für einen Sektor keine Angaben zu recherchieren, wurde in den Tabellen ein k.a. (keine Angaben) vermerkt. War ein Glücksspielsektor in einem Land regulatorisch nicht zulässig, wurde dies in den Übersichtstabellen mit einem - vermerkt. 3 3 In Abbildungen konnte aus technischen Gründen nicht zwischen - und k.a. unterschieden werden. Die Angaben zur Regulierung lassen sich jedoch aus der jeweilig korrespondieren Tabelle ablesen.

17 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 13 2 Länderprofile 2.1 Dänemark Der Glücksspielmarkt in Dänemark ist umfassend reguliert. Lediglich der Sportwetten- und Online-Markt wurden 2012 liberalisiert und sind offen für gewerbliche Anbieter. In Dänemark gibt es den staatlichen Anbieter Danske Spil, der eine Exklusivlizenz für definierte Lotterien wie z.b. Lotto, Keno besitzt und über eine Tochtergesellschaft auf den seit 2012 teilliberalisierten Glücksspielsegmenten Wetten und Online-Glücksspiel aktiv ist. Danske Spil ist, ebenfalls über eine Tochtergesellschaft, im Automatenspiel engagiert. 4 Spillemyndigheden bzw. The Danish Gaming Authority ist die dänische Regulierungsbehörde, die im Auftrag der dänischen Steuerverwaltung (SKAT) arbeitet. Die dänische Glücksspielbehörde ist für die Sicherung eines ordnungsgemäßen und regulierten Glücksspielmarktes in Dänemark verantwortlich. 5 Die dänische Steuerverwaltung hingegen führt die Registrierung der Lizenzinhaber sowie deren Prüfung und Verwaltung der Glücksspielabgaben durch. 6 Zur Unterbindung illegaler Glücksspielaktivitäten sind in Dänemark, neben einem Werbeverbot, IP- und Payment-Blocking zur Unterbindung der illegalen Glücksspielaktivitäten vorgesehen. Tab. 1: Dänemark: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohl tätigkeit Online Gesamt Gesamt 2004 k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. 4 vgl. om.danskespil.dk 5 vgl. spillemyndigheden.dk 6 vgl. skat.dk

18 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 14 Abb. 2: Dänemark: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Wetten 27% Wohltätigkeit 0,4% Lotterien 20% Spielautomaten 30% Spielbanken 23% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 2,3 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 2,4 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). Tab. 2: Dänemark: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2004 k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Bei den Bruttospielerträgen machten im Jahr 2012 mit 45 Prozent die Lotterien den größten Anteil aus. Es folgen die Spielautomaten mit 29 Prozent und Wetten mit 19 Prozent.

19 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 15 Abb. 3: Dänemark: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Wetten 19% Wohltätigkeit 1% Spielautomaten 29% Spielbanken 6% Lotterien 45% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 955 Mio. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. 2.2 Deutschland Die Glücksspielregulierung liegt in Deutschland größtenteils in der Gesetzgebungskompetenz der Länder. Mit Inkrafttreten des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags [Erster GlüÄndStV] am haben die Länder auf Basis einer Experimentierklausel die rechtlichen Voraussetzungen für eine Teilöffnung des Glücksspielmarktes im Bereich der Sportwetten geschaffen. Mit der Neuregelung wurden Ausnahmen vom Internetverbot bei Lotterien und Sport- und Pferdewetten zugelassen sowie die probeweise Konzessionierung von bis zu 20 Wettanbietern in Deutschland beschlossen. Im Bereich der gewerblichen Spielautomaten wurde für Spielhallen eine zusätzliche Erlaubnispflicht eingeführt. Das Land Schleswig-Holstein hatte vom Januar 2012 bis Februar 2013 als einziges der 16 Länder ein eigenes Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels, trat aber im Februar 2013 dem Ersten GlüÄndStV bei. Die bis dahin in Schleswig-Holstein bereits erteilten 25 Lizenzen für Sportwettenangebote und 23 Lizenzen für Online-Casinospiele behalten jedoch für eine Übergangszeit ihre Gültigkeit. Allerdings sind diese Angebote nur für registrierte Nutzer zugänglich, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben. 7 7 vgl.

20 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 16 Tab. 3: Lotterien Deutschland: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. Gesamt k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 49 Prozent der Spielautomatensektor aus. Es folgten die Spielbanken mit 32 Prozent und die Lotterien mit 17 Prozent. Abb. 4: Deutschland: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 49% Wetten 0,6% Wohltätigkeit 2% Lotterien 17% Spielbanken 32% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 39,1 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 0,1 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

21 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 17 Tab. 4: Deutschland: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Bei den Bruttospielerträgen machten im Jahr 2012 mit 50 Prozent die Spielautomaten den größten Anteil aus. Es folgten die Lotterien mit 38 Prozent und die Spielbanken mit 6 Prozent. Abb. 5: Deutschland: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielautomaten 50% Wetten 1% Wohltätigkeit 5% Lotterien 38% Spielbanken 6% Bruttospielerträge i.h.v. 8,9 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

22 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Frankreich Frankreich verfügt über sektorale Glücksspielmonopole im Bereich Lotterien und terrestrische Wetten sowie über einen staatlich konzessionierten und regulierten Spielbankenbereich. Das Lotterie- und Sportwettensegment wird vom Monopolisten Française des Jeux (FDJ) betrieben. Pari Mutuel Urbain (PMU) ist der nationale Pferdewettenanbieter und verfügt nach der Einführung des Lizenzmodells weiterhin über das terrestrische Pferdewettmonopol. 8 Gewerbliches Automatenspiel außerhalb von Spielbanken ist in Frankreich nicht erlaubt. Seit 2010 wurde der Online-Markt teilliberalisiert, sodass hier auch private Anbieter am Markt tätig werden können. Die Monopolisten FDJ und PMU bieten ihre Produkte auch auf dem Online-Markt an. Die L Autorité de Régulation des Jeux en Ligne (ARJEL) ist für die Regulierung des Online-Marktes zuständig. 9 Zur Unterbindung illegaler Glücksspielanbieter bestehen Werbeverbote, und technische Maßnahmen wie IP- und Payment-Blocking werden eingesetzt. Im französischen Glücksspielmarkt wurden im Jahr 2004 Einsätze in Höhe von insgesamt 53,0 Mrd. Euro gespielt. Bis zum Jahr 2012 wuchs diese Zahl auf 61,7 Mrd. Euro und damit um rund 17 Prozent. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate betrug dabei rund 1,9 Prozent. Tab. 5: Frankreich: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. - k.a. - k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. 8 vgl. 9 vgl.

23 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 19 Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 63 Prozent der Spielbankensektor aus. Es folgten die Wetten mit 19 Prozent und die Lotterien mit 17 Prozent. Abb. 6: Frankreich: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Wetten 19% Lotterien 17% Spielbanken 63% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 61,7 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 14,0 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). Tab. 6: Frankreich: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. - k.a. - k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

24 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 20 Den größten Teil der Bruttospielerträge erlöste im Jahr 2012 mit 40 Prozent das Lotteriewesen. Es folgten die Wetten mit 32 Prozent und die Spielbanken mit 28 Prozent. Abb. 7: Frankreich: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Wetten 32% Spielbanken 28% Lotterien 40% Bruttospielerträge i.h.v. 9,4 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. 2.4 Italien Italien verfügt über einen der größten Glücksspielmärkte in Europa. Der Glücksspielmarkt wurde in Italien ab 2004 sukzessive liberalisiert und privatisiert. Die Glücksspielpolitik in Italien ist stark auf die Bekämpfung von Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Kriminalität im Allgemeinen ausgelegt. Der Vorbeugung von Spielsucht kommt, wie anderen Verbraucherschutzaspekten, nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Der staatlichen Regulierungsbehörde AAMS (unter dem Dach der italienischen Zollund Monopolbehörde angesiedelt) kommen weitreichende Kompetenzen bei der Lizenzierung und Kontrolle des Glücksspiels zu. Bei der Kontrolle spielen die elektronische Erfassung der Zahlungsströme beim Automatenspiel und die elektronische Erfassung der Wettaufträge der Buchmacher durch die AAMS eine gewichtige Rolle. So werden über ein staatliches Kontrollsystem alle Wetten der Buchmacher elektronisch zentral erfasst und dann erst für die Teilnahme freigegeben. 10 In Italien gilt das Werbeverbot für illegale Glücksspielangebote. Seit 2006 wird IP- Blocking praktiziert und es gibt eine Black List mit nicht legitimierten Anbietern. Diese Liste wird alle 14 Tage aktualisiert und verzeichnet mittlerweile rund vgl.

25 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 21 Webserver. Italiens Internet-Provider müssen den Zugang zu diesen Servern für italienische Spieler sperren. Zugleich werden die Spieler auf Internetportale verwiesen, die in Italien genehmigt sind. 11 Tab. 7: Italien: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. - k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 54 Prozent der Spielautomatensektor aus. Es folgten die Lotterien mit 23 Prozent und der Spielbankensektor mit 18 Prozent. Abb. 8: Italien: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 54% Wetten* 5% Lotterien 23% Spielbanken 18% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 85,1 Mrd. Euro * Wettsegment ohne Pferdewetten. Wetteinsätze aus Pferdewetten wurden für 2012 noch nicht veröffentlicht. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. 11 vgl.

26 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 22 Tab. 8: Italien: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohl-tätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. - k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. - k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Bruttospielerträge generierte im Jahr 2012 mit 53 Prozent das Spielautomatenwesen. Es folgten die Lotterien mit 38 Prozent sowie das Wettwesen und die Spielbanken mit 5 Prozent der Bruttospielerträge. Abb. 9: Italien: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielautomaten 53% Wetten* 5% Spielbanken 5% Lotterien 38% Bruttospielerträge i.h.v. 17,9 Mrd. Euro * Wettsegment ohne Pferdewetten. Wetterträge aus Pferdewetten wurden für 2012 noch nicht veröffentlicht. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

27 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Malta hat sich als Niedrigsteuerland für Online-Glücksspielanbieter (Internet, Telefon) positioniert. Mit der Ansiedlung von Online-Anbietern sollen Arbeitsplätze und staatliche Einnahmen generiert werden. Ein wesentlicher Faktor und Standortvorteil ist hierbei die EU-Mitgliedschaft. Gesellschaften, die sich in Malta niederlassen und von hier aus agieren, berufen sich auf die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit im europäischen Binnenmarkt. Malta startete im Jahr 2000 mit der Lizenzierung von Online-Glücksspielanbietern. Die staatliche Regulierungsbehörde Lotteries and Gaming Authority (LGA) hat für die sogenannten Remote-Gambling -Aktivitäten einen regulatorischen Rahmen (Kategorien, Lizenzbedingungen, Lizenzgebühren, Steuern) entwickelt. 12 Zwischenzeitlich wurde die maltesische Gesetzgebung um aktuelle Erfordernisse weiterentwickelt. Es bestehen spezielle Regelungen für den Casino-Bereich, für Wetten, Wettbörsen, Online-Poker und Casino-ähnliche Lotterieformen. Zugleich verfügt Malta über eine Lotterie, die Glücksspielangebote für die inländische Bevölkerung offeriert. Die Steuern und Lizenzgebühren auf Online-Glücksspiele bewegen sich im internationalen Vergleich auf einem niedrigen Niveau. Neben einem nominal niedrigen Steuersatz ist für Unternehmen insbesondere der tax cap attraktiv, der die Steuerlast auf maximal Euro begrenzt. Die Besteuerung und die dadurch entstehenden Abgaben des Online-Glücksspiels werden in Kapitel noch detailliert erläutert. Durch Glücksspielsteuern und Lizenzgebühren nahm die LGA im Jahr 2013 insgesamt 52,1 Mio. Euro ein. Damit stagnieren die Einnahmen nahezu seit Tab. 9: Malta: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. 12 vgl.

28 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 24 Tab. 10: Malta: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohl tätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Tab. 11: Malta: Einnahmen der Lotteries and Gaming Authority aus dem Glücksspielmarkt Glücksspielsteuer Lizenzgebühren Gesamt Quelle: Lotteries and Gaming Authority

29 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Österreich In Österreich werden in den verschiedenen Sektoren Konzessionen vergeben. Einige Glücksspielarten (Lotto, Sofortlotterien, Klassenlotterien, Elektronische Lotterien, Online-Casinospiele) fallen unter das österreichische Glücksspielmonopol. Die Betreiberlizenzen werden vom Staat ausgeschrieben. Seit 1. Oktober 2012 haben die österreichischen Lotterien 13 eine Lizenz, die sie für weitere 15 Jahre als Monopolbetreiber vorsieht. 14 Ähnlich wie im Lottosektor, werden auch im Spielbankenbereich Konzessionen ausgeschrieben. Bislang hat Casinos Austria sämtliche Konzessionen erhalten. In Österreich hat die Aufsicht über konzessioniertes Glücksspiel ihren Sitz im Bundesministerium für Finanzen. Ein wesentlicher operativer Arm der Aufsicht befindet sich im Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel. Sportwetten werden in Österreich nicht als Glücksspiel betrachtet und sind nicht bundesweit geregelt. Sportwettenanbieter können sich in den einzelnen Bundesländern lizenzieren lassen. Neben einem Werbeverbot ist für illegale Glücksspielangebote ein Payment Blocking vorgesehen. Tab. 12: Österreich: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. Anmerkung: Spielautomaten nur WinWin-Lotterieautomaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. 13 vgl vgl.

30 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 26 Abb. 10: Österreich: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 4% Wetten 9% Spielbanken 64% Lotterien 23% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 10,9 Mrd. Euro. Anmerkung: Spielautomaten nur WinWin-Lotterieautomaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Tab. 13: Österreich: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a Anmerkung: Spielautomaten nur WinWin-Lotterieautomaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

31 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 27 Abb. 11: Österreich: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielbanken 19% Spielautomaten 2% Wetten 9% Lotterien 70% Bruttospielerträge i.h.v. 1,4 Mrd. Euro Anmerkung: Spielautomaten nur WinWin-Lotterieautomaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. 2.7 Schweden Der Glücksspielmarkt in Schweden hat ein Glücksspielmonopol, daneben gibt es auch eine Vielzahl an Wohltätigkeitslotterien, die einen hohen Stellenwert annehmen. Hier gibt es zahlreiche Organisationen, die eine Vielzahl an verschiedenen Spielen anbieten. Svenska Spel, der Monopol-Anbieter für Lotterie, Sportwetten, Spielbanken und Lotterie-Automaten, ist unter staatlicher Kontrolle. Svenska Spel bietet einen Teil seiner Produkte auch online an. Pferdewetten werden von Aktiebolaget Trav och Galopp (ATG), dessen Eigentümer die schwedischen Rennvereine sind, angeboten. Gegründet wurde Svenska Spel im Jahr 1997, es ist der größere der beiden Anbieter in Schweden. Im Juli 2014 hat Svenska Spel eine Pflichtkundenkarte für den terrestrischen Vertrieb eingeführt. 15 Diese Maßnahme dient der Stärkung des Spielerschutzes. Nur Sofortlotterien und Spielbanken (terrestrisch) sind davon ausgeschlossen. Für das Online-Spielgeschäft besteht bereits eine Registrierungspflicht für Spieler. 16 Zur Unterbindung illegaler Glücksspielaktivitäten besteht in Schweden ein Werbeverbot für illegale Angebote. 15 vgl. media.svenskaspel.se/en/2013/11/08/svenska-spel-introduces-registration-for-all-gaming 16 vgl.

32 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 28 Tab. 14: Schweden: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a. k.a k.a k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 29 Prozent das Wettwesen aus. Es folgen die Spielbanken mit 23 Prozent, das Wohltätigkeits-Segment mit 20 Prozent, die Lotterien mit 16 Prozent sowie die Spielautomaten mit 12 Prozent. Abb. 12: Schweden: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Wetten 29% Wohltätigkeit 20% Lotterien 16% Spielautomaten 12% Spielbanken 23% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 6,2 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 12,7 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

33 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 29 Tab. 15: Schweden: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Bruttospielerträge generierten im Jahr 2012 mit 31 Prozent die Wohltätigkeitsinstitutionen. Es folgten das Wett-Segment mit 26 Prozent und das Lotteriewesen mit 24 Prozent. Abb. 13: Schweden: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Wohltätigkeit 31% Lotterien 24% Spielbanken 8% Wetten 26% Spielautomaten 10% Bruttospielerträge i.h.v. 2,1 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

34 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spanien In Spanien war das Glücksspiel 50 Jahre lang generell verboten. Erst im Jahr 1977 wurden Glücksspiele reguliert. Spanien verfügt innerhalb Europas über einen der größten Lotteriemärkte. Dabei teilen sich den Lotteriemarkt in Spanien zwei große Anbieter. Zum einen die Sociedad Estatal Loterias y Apuestas del Estado (SELAE) 17 und die Organización Nacional de Ciegos de España (ONCE) 18, eine Wohltätigkeitslotterie, die Lotterien zugunsten von Blinden und Behinderten veranstaltet. SELAE ist eine staatlich geführte Gesellschaft. Sie bietet neben Lotto auch Sportwetten an. Der spanische Glücksspielmarkt ist sowohl von der nationalen Glücksspielgesetzgebung als auch von den Kompetenzen der Regionen bestimmt. Bei der Regulierung von Spielbanken, der Spielautomaten (außerhalb der Spielbanken) und des Bingo-Spiels verfügen die einzelnen Regionen in Spanien über weitreichende Kompetenzen. Auf nationaler Ebene ist das Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (MINHAP, Ministerium für Finanzen und öffentliche Verwaltung) die maßgebliche Kontroll- und Regulierungsbehörde. 19 In Spanien besteht ein Werbeverbot für illegale Glücksspielangebote. Zur Bekämpfung der illegalen Online-Glücksspielangebote gibt es außerdem auch IP- und Payment-Blocking. Tab. 16: Spanien: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 43 Prozent das Lotteriewesen aus. Es folgten das Spielautomaten-Segment mit 33 Prozent sowie die Spielbanken mit 12 Prozent. 17 vgl vgl vgl.

35 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 31 Abb. 14: Spanien: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 33% Wetten 5% Wohltätigkeit 7% Spielbanken 12% Lotterien 43% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 26,1 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Tab. 17: Spanien: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Bruttospielerträge generierte im Jahr 2012 mit 51 Prozent das Lotteriewesen. Es folgten die Spielautomaten mit 32 Prozent und die Wohltätigkeitsinstitutionen (12 Prozent).

36 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 32 Abb. 15: Spanien: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielautomaten 32% Wetten 1% Wohltätigkeit 12% Spielbanken 4% Lotterien 51% Bruttospielerträge i.h.v. 8,7 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. 2.9 Vereinigtes Königreich Im Vereinigten Königreich wird eine Exklusivlizenz für das Lotteriewesen über eine befristete Zeit vergeben. Dies geschieht über ein Ausschreibungs- und Vergabeverfahren, das bisher ausschließlich durch die Camelot Group gewonnen wurde. Das Vereinigte Königreich verfügt über einen liberalisierten, kompetitiven Wettmarkt mit zahlreichen Wettunternehmen (William Hill, Ladbrokes, Bet365, Paddy Power, etc.). Insgesamt verfügt das Vereinigte Königreich über rund Wettshops (Stand März 2013). Im Vereinigten Königreich wurde das Glücksspiel im Jahr 2007 unter Anwendung eines gestärkten Responsible Gaming neu geordnet. Verantwortlich für Regulierung und Kontrolle ist seitdem die Gambling Commission. Seit Oktober 2013 hat die Gambling Commission überdies die Aufgaben der National Lottery Commission 20 übernommen. Bis dahin wurde das Spielangebot von The National Lottery von der National Lottery Commission reguliert. Die Gambling Commission ist jedoch nicht zuständig für das sogenannte Spread Betting, das Wetten auf Finanztitel ermöglicht, welche von der zuständigen Behörde für Finanzdienstleistungen beaufsichtigt werden. 21 Es besteht ein Werbeverbot für illegale Angebote. 20 vgl vgl.

37 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 33 Tab. 18: Vereinigtes Königreich: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 48 Prozent das Wettwesen aus. Es folgten die Spielautomaten mit 21 Prozent, das Lotteriewesen mit 15 Prozent sowie die Spielbanken mit ebenfalls 15 Prozent. Abb. 16: Vereinigtes Königreich: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Wetten 48% Wohltätigkeit 0,6% Lotterien 15% Spielbanken 15% Spielautomaten 21% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 59,4 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 10,9 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

38 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 34 Tab. 19: Vereinigtes Königreich: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Bruttospielerträge generierte im Jahr 2012 mit 35 Prozent das Wettwesen. Es folgten das Lotteriewesen mit 34 Prozent, die Spielautomaten mit 21 Prozent sowie die Spielbanken mit 8 Prozent. Abb. 17: Vereinigtes Königreich: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Wetten 35% Wohltätigkeit 2% Spielautomaten 21% Lotterien 34% Spielbanken 8% Bruttospielerträge i.h.v. 12,4 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

39 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Norwegen Norwegen verfügt über ein umfassendes und restriktives Glücksspielmonopol. Lotterien werden vom Monopolisten Norsk Tipping betrieben. Norsk Tipping gehört dem norwegischen Staat und wird von der Regierung kontrolliert. Mit den Gewinnen von Norsk Tipping werden Kultur und Sport in Norwegen gefördert. Neben Norsk Tipping existieren weiterhin kleinere Wohltätigkeitslotterien. Im Bereich Pferdewetten verfügt die norwegische Gesellschaft Norsk Rikstoto 22 über das Monopol. Neben Rikstoto ist auch Norsk Tipping im Wettgeschäft tätig und bietet Sportwetten an. Terrestrische Spielbanken sind in Norwegen nicht erlaubt. Spielautomaten werden inzwischen ebenfalls ausschließlich von Norsk Tipping betrieben. Das Verbot des privaten Betriebes von Spielautomaten trat im Juli 2007 in Kraft. Norsk Tipping begann 2008 mit dem Roll-Out seiner eigenen Automaten. Bei diesen Automaten liegt der Fokus auf dem Spielerschutz, sie können nur mit Kundenkarte und Spielerlimit genutzt werden. 23 Reguliert wird der norwegische Glücksspielmarkt von Lotteri-og stiftelsestilsynet, der norwegischen Regulierungsbehörde. 24 Es besteht Werbeverbot für illegale Angebote und Payment Blocking. Tab. 20: Norwegen: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. 22 vgl vgl vgl. lottstift.no

40 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 36 Den größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 54 Prozent das Lotteriewesen aus. Es folgten die Spielautomaten mit 24 Prozent sowie das Wettwesen mit 22 Prozent. Abb. 18: Norwegen: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 24% Wetten 22% Lotterien 54% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 3,6 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 9,0 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). Tab. 21: Norwegen: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

41 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 37 Den größten Teil der Bruttospielerträge generierte im Jahr 2012 mit 69 Prozent das Lotteriewesen. Es folgten das Wettwesen mit 26 Prozent und die Spielautomaten mit 5 Prozent. Abb. 19: Norwegen: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielautomaten 5% Lotterien 69% Wetten 26% Bruttospielerträge i.h.v. 1,4 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel Schweiz In der Schweiz erfolgt das Lotterieangebot über zwei verschiedene Lotteriegesellschaften. Dabei deckt die Loterie Romande den französischsprachigen Raum ab und die Interkantonale Lotterie Swisslos den deutsch- und italienischsprachigen Raum. Sportwetten werden von Swisslos 25 und Loterie Romande angeboten. Pferdewetten von Pari Mutuel Urbain (PMU) jedoch nur von Loterie Romande. In der Schweiz existieren insgesamt 21 Spielbanken. Glücksspielautomaten außerhalb von Spielbanken wurden 2006 durch die Schweizer Glücksspielaufsichtsbehörde Commission fédérale des maisons de jeu (CFMJ) prinzipiell verboten wurde das Verbot gerichtlich wieder aufgehoben. Seitdem unterliegen Lotterieautomaten dem Schweizer Lotterie- und Wettgesetz und sind legal. Bislang stellt nur die Loterie Romande Lotterieautomaten unter der Marke Tactilo auf. Die maximale Zahl der Automaten ist auf 350 Geräte und die französischsprachige Schweiz begrenzt. 26 Das Bundesamt für Justiz, welches dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement unterliegt, ist für die Kontrolle und Aufsicht der Lotterien zuständig vgl vgl vgl.

42 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 38 Tab. 22: Schweiz: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den mit Abstand größten Teil der Spieleinsätze machte im Jahr 2012 mit 85 Prozent das Spielbanken-Segment aus. Es folgten die Lotterien mit 9 Prozent, die Spielautomaten mit 5 Prozent sowie das Wettwesen mit 0,9 Prozent. Abb. 20: Schweiz: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 5% Wetten 0,9% Spielbanken 85% Lotterien 9% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 13,0 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Terrestrische Pferdewetten sind im Wettsektor enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 0,6 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

43 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 39 Tab. 23: Schweiz: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Der größte Teil der Bruttospielerträge wurde im Jahr 2012 mit jeweils 46 Prozent im Lotteriewesen sowie durch die Spielbanken erlöst. Es folgten die Spielautomaten mit 6 Prozent, das Wettwesen mit 3 Prozent und die Wohltätigkeitsinstitutionen (0,1 Prozent). Abb. 21: Schweiz: Bruttospielertrag nach Sektoren 2012 Spielbanken 46% Spielautomaten 6% Wetten 3% Wohltätigkeit 0,1% Lotterien 46% Bruttospielerträge i.h.v. 1,2 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

44 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite USA Bei Glücksspielangeboten liegt die Gesetzgebungskompetenz grundsätzlich bei den Bundesstaaten, was eine sehr uneinheitliche Regulierungssituation zur Folge hat. Die USA verfügen daher über einen fragmentierten Glücksspielmarkt. Aufgrund dessen sind generalisierende Aussagen über den Gesamtmarkt schwer zu treffen. Die Haltung zu den einzelnen Glücksspielarten ist in den USA nicht einheitlich. Teilweise spielen auch protektionistische Erwägungen eine Rolle: In Nevada sind aus diesem Grund etwa Lotterien nicht reguliert, um den Spielbankenmarkt zu schützen. In anderen Staaten (z.b. Utah) wird hingegen eine restriktive Haltung zum Glücksspiel mit religiösen Motiven begründet. 28 Der Lotteriesektor ist in den Bundesstaaten der USA fast überall konzessioniert, jeder Staat betreibt dabei seine eigene Lotterie. Keine Lotterien werden in den folgenden Bundesstaaten betrieben: Alabama, Alaska, Hawaii, Mississippi, Nevada, Utah und Wyoming. 29 Spielbanken sind in 39 Staaten vorhanden. Im Vergleich zu Europa gibt es eine regulatorische Sonderstellung für sogenannte Cardrooms Spielcasinos, in denen kein klassisches Tischspiel angeboten werden kann. Eine weitere Besonderheit sind Tribal Land Casinos. Diese Spielbanken befinden sich innerhalb von Reservationen der indigenen Bevölkerung und fallen nur beschränkt unter die jeweilige Staatenregulierung. 30 Spielautomaten außerhalb von Spielbanken sind in Form von virtuellen Lotterieautomaten nur in wenigen Staaten zugelassen. Hierzu zählen: Delaware, Maryland, New York, Ohio, Oregon, Rhode Island, South Dakota, West Virgina. Sportwetten werden in den USA ebenfalls restriktiv gehandhabt. Legale Sportwetten können nur in den Staaten Delaware, Montana, Nevada und Oregon platziert werden. 31 Tab. 24: USA: Übersicht über die Regulierung von Glücksspielarten, Stand: 2013 Länder Land-based/ Riverboat Casinos Racetrack Casinos Tribal Casinos Cardrooms Spiel-automaten (VLT) Lotto Alabama Alaska Arizona Arkansas Colorado Connecticut Delaware Florida Wetten 28 vgl. abcnews.go.com/us/powerball-states-refuse-play/story?id= vgl. money.cnn.com/2013/12/17/news/economy/states-without-lotteries/ 30 vgl vgl.

45 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 41 Länder Land-based/ Riverboat Casinos Racetrack Casinos Tribal Casinos Cardrooms Spiel-automaten (VLT) Lotto Georgia Hawaii Idaho Illinois Indiana Iowa Kalifornien Kansas Kentucky Louisiana Maine Maryland Massachusetts Michigan Minnesota Mississippi Missouri Montana Nebraska Nevada New Hampshire New Jersey New Mexico New York North Carolina North Dakota Ohio Oklahoma Oregon Pennsylvania Rhode Island South Carolina South Dakota Tennessee Texas Utah Vermont Virginia Washington West Virginia Wisconsin Wyoming Summe Anzahl der Staaten Wetten Legende: reguliert nicht reguliert Quellen: Spielbanken: American Gaming Association www. americangaming.org Geschäftsbericht 2012; Lotto, VLT: US Lotteries Statistics; Wetten:

46 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 42 Tab. 25: USA: Entwicklung der Spieleinsätze nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Den größten Teil der Spieleinsätze machten im Jahr 2012 mit jeweils 33 Prozent die Spielautomaten sowie die Spielbanken aus. Es folgten das Lotteriewesen mit 31 Prozent sowie der Wohltätigkeitsbereich mit rund 3 Prozent der Spieleinsätze. Abb. 22: USA: Spieleinsatz nach Sektoren 2012 Spielautomaten 33% Wohltätigkeit 3% Spielbanken 33% Lotterien 31% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 147,9 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel.

47 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 43 Tab. 26: USA: Entwicklung der Bruttospielerträge nach Sektoren Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Online Gesamt Gesamt k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

48 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 44 3 Zusammenfassende Analyse der untersuchten Glücksspielmärkte 3.1 Internationaler Vergleich der untersuchten Glücksspielmärkte Der Gesamtvergleich der untersuchten Märkte gestaltet sich schwierig, da für einige entscheidende Märkte (bspw. den maltesischen Online-Markt und den USamerikanischen Wettmarkt) keine Informationen veröffentlicht werden. Daher, sowie auch aufgrund der Heterogenität der unterschiedlichen Märkte, können die vergleichenden Darstellungen in diesem Kapitel nur indikativen Charakter haben Den größten Teil der Spieleinsätze machten im Jahr 2012 mit 33 Prozent die Spiebanken aus, dicht gefolgt von den Spielautomaten mit 30 Prozent. Es folgten die Lotterien mit 24 Prozent, Wetten mit 11 Prozent und die Wohltätigkeitsinstitutionen mit 2 Prozent der gesamten Einsätze. Abb. 23: Gesamt: Verteilung d. Spieleinsätze nach Sektoren 2012 Wetten 11% Spielautomaten 30% Wohltätigkeit 2% Lotterien 24% Spielbanken 33% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 457,0 Mrd. Euro. Bemerkungen: Ohne Malta, USA ohne Wettwesen, Italien ohne Pferdewetten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel.

49 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 45 Abb. 24: Europa: Verteilung d. Spieleinsätze nach Sektoren 2012 Wetten 16% Spielautomaten 29% Wohltätigkeit 1% Lotterien 21% Spielbanken 32% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 309,1 Mrd. Euro. Bemerkungen: Ohne Malta, Italien ohne Pferdewetten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Abb. 25: Europa: Verteilung d. Bruttospielerträge nach Sektoren 2012 Wetten 15% Wohltätigkeit 4% Spielautomaten 31% Spielbanken 10% Lotterien 41% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 64,4 Mrd. Euro. Bemerkungen: Ohne Malta, Italien ohne Pferdewetten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel. Die jeweiligen nationalen Glücksspielmärkte sind sehr unterschiedlich strukturiert. So bilden bspw. in den USA die Lotterien den mit Abstand größten Anteil an den Bruttospielerträgen. In Italien haben Spielautomaten die größte Bedeutung, in der Schweiz die Spielbanken und im Vereinigten Königreich das Wettwesen. Auch sind nicht alle Glücksspielsegmente in allen Märkten präsent.

50 Anteil BSE in % Anteil Einsätze in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 46 Abb. 26: Verteilung der Spieleinsätze an den jeweiligen nationalen Glücksspielmärkten % 80% Lotterien Spielbanken 60% 40% 20% 0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Gesamt Lotterien 20,2 17,0 17,3-22,8 15,9 43,0 15,3 53,9 9,4 - - Spielbanken 22,8 31,6 63,3-63,8 22,6 12,2 15,0-84,6 - - Spielautomaten 30,0 49, ,2 12,4 32,7 21,4 24,0 5,1 - - Wetten 26,7 0,6 19,3-9,1 29,1 4,9 47,7 22,1 0,9 - - Wohltätigkeit 0,4 1, ,9 7,3 0,6-0,0 - - Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Einsätze aus dem Internetglücksspiel. Abb. 27: Verteilung der Bruttospielerträge an den jeweiligen nationalen Glücksspielmärkten % 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Lotterien 44,9 38,5 40,0-70,1 24,3 51,3 34,1 68,9 45,8 - - Spielbanken 5,6 6,0 27,7-19,0 7,8 4,1 8,2-45,5 - - Spielautomaten 29,4 49, ,2 10,0 31,6 20,8 5,2 5,6 - - Wetten 19,0 1,1 32,3-8,8 26,5 1,3 34,7 25,9 2,9 - - Wohltätigkeit 1,1 4, ,4 11,7 2,2-0,1 - - Lotterien Spielbanken Spielautomaten Wetten Wohltätigkeit Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Glücksspielsektoren inkl. der Erträge aus dem Internetglücksspiel.

51 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 47 Tab. 27: Entwicklung aller betrachteten Spieleinsätze in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Tab. 28: Entwicklung aller betrachteten Bruttospielerträge in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

52 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 48 Abb. 28: Entwicklung der Spieleinsätze in allen betrachteten Märkten pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

53 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 49 Abb. 29: Entwicklung der Bruttospielerträge in allen betrachteten Märkten pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

54 Bruttospielerträge pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 50 Betrachtet man die durchschnittlichen gesamten Spieleinsätze pro Kopf im Jahr 2012, so zeigt sich, dass diese in Schweiz, Italien und Österreich mit Pro-Kopf- Einsätzen in Höhe von jeweils über Euro mit Abstand am höchsten lagen. Es folgten das Vereinigte Königreich und Frankreich mit jeweils knapp über Euro pro Kopf im Jahr Im Durchschnitt lagen die Pro-Kopf-Spieleinsätze bei 892 Euro. Abb. 30: Spieleinsätze pro Kopf 2012 im Ländervergleich DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Bei den Bruttospielerträgen lag der Wert in Norwegen mit 375 Euro am höchsten, dicht gefolgt von Italien mit 366 Euro. Der Durchschnittswert lag hier 2012 bei 167 Euro pro Person. Abb. 31: Bruttospielerträge pro Kopf 2012 im Ländervergleich DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

55 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 51 Steuern und Abgaben Die unterschiedliche Datenlage in den einzelnen Ländern und Segmenten erschwert einen aufschlussreichen Vergleich von Steuern und sonstigen Abgaben (hier definiert als Gewinnabführungen und sonstige Zuweisungen an öffentliche Haushalte sowie Zweckabgaben und Spenden für gemeinnützige Zwecke). Zwar liegen für den Großteil der Länder Informationen über die Steuersätze vor, jedoch ist die Höhe der gezahlten Steuern und Abgaben in vielen Ländern nicht lückenlos ausgewiesen. Tab. 29 gewährt einen Überblick über die Steuerregelung in den jeweiligen Ländern und Sektoren. Mitunter sind Steuerzahlungen von einzelnen Sektoren nicht separat ausgewiesen, weshalb eine segmentgenaue Trennung der Steuern nicht immer möglich ist. Die Höhe des gesamten Steueraufkommens in den ausgewählten Ländern wird in Tab. 30 veranschaulicht. In einigen Ländern (Norwegen, Schweden, Frankreich, Österreich, Schweiz und Vereinigtes Königreich) müssen Glücksspielbetreiber obligatorische Abgaben bzw. Spenden für wohltätige und gemeinnützige Zwecke entrichten. Von Wetteinnahmen müssen beispielsweise in Norwegen und Schweden Abgaben an den Pferdesport geleistet werden. Das österreichische und britische Lotteriewesen unterstützen durch Spenden nationale Sportorganisationen. Seit 2007 haben sich die Steuern und Zahlungen anderer Abgaben in den untersuchten Ländern, mit Ausnahme der Schweiz, erhöht.

56 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 52 Tab. 29: Überblick über die Steuerregelungen in den ausgewählten Ländern Sektor Steuer/Gebühren Sektor Steuer/Gebühren Sektor Steuer/Gebühren Lotteriewesen Steuer auf Lotterieeinnahmen Lotteriewesen Spielabhängige Abgaben Lotteriewesen Gebühr auf Einsätze, bei Bingo Gebühr auf BSE, zzgl. Spenden Spielbanken Steuer auf Einnahmen, ab Einnahmen >4 Mio. Kronen höherer Steuersatz Spielbanken Spielabhängige Steuern, progressiv Spielbanken Gebühr auf BSE, abhängig von Höhe des BSE DK Spielautomaten Steuer auf BSE abhängig von Standort, pauschale Steuer pro Automat pro Jahr AT Spielautomaten Verschieden von Region zu Region, keine Angaben UK Spielautomaten Gebühr auf Nettoeinnahmen der Automaten Wettwesen Steuer auf BSE Wettwesen Umsatzsteuer zzgl. Steuer/Lizenz in den jeweiligen Bundesländern Wettwesen Gebühr auf BSE, abhängig von Höhe des BSE Internet Steuer auf BSE Internet Umsatzsteuer und Abgabe auf BSE Internet Gebühr auf BSE, inklusiv bei Spielbanken Lotteriewesen Steuer auf Nennwert der Lose Lotteriewesen Keine Angaben Lotteriewesen Norsk Tipping ist nicht steuerpflichtig Spielbanken Spielbankenabgabe auf BSE, unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern Spielbanken Unterschiedliche Steuer auf Tischspiele und Spielautomaten Spielbanken Norsk Tipping ist nicht steuerpflichtig DE Spielautomaten Teil der einheitlichen Vergnügungssteuer MT Spielautomaten Keine Angaben NO Spielautomaten Norsk Tipping ist nicht steuerpflichtig Wettwesen Steuer auf Wetteinsätze Wettwesen Keine Angaben Wettwesen Steuer auf Umsatz Internet Steuer auf Wetteinsätze Internet Abhängig von Lizenzklasse: Lizenzgebühr oder Steuer auf Wetteinsatz Internet Norsk Tipping ist nicht steuerpflichtig Lotteriewesen Einheitssteuer auf Umsatz, zzgl. Spenden der FDJ Lotteriewesen Svenska Spel ist nicht steuerpflichtig Lotteriewesen Steuer auf BSE an jeweilige Kantone, zzgl. Spenden Spielbanken Steuer auf BSE, progressiv, abhängig von Höhe des BSE Spielbanken Svenska Spel ist nicht steuerpflichtig Spielbanken Steuer auf BSE, progressiv, abhängig von Casino-Typ, zzgl. Spenden FR Spielautomaten Spielautomaten sind außerhalb von Casinos verboten Spielautomaten Svenska Spel ist nicht steuerpflichtig Spielautomaten Spielautomaten sind außerhalb von Casinos SE CH verboten Wettwesen Inklusiv im Lotteriewesen, zzgl. Steuer auf Pferdewetten Wettwesen Totalisatorsteuer und Abgaben an Pferde-industrie Wettwesen inklusiv im Lotteriewesen Internet Steuer auf Wetteinsätze, zzgl. Abgabe auf Pferdewetten Internet Totalisatorsteuer Internet Internetglücksspiel ist verboten Lotteriewesen Spielabhängige Steuern, auf Umsatz oder BSE Lotteriewesen Einheitssteuer auf Umsatz Lotteriewesen keine Steuer, Lotterien werden als Staats-monopole betrieben Spielbanken Keine Angaben Spielbanken Verschieden von Region zu Region Spielbanken unterschiedliche Steuersätze in den Bundesstaaten IT Spielautomaten Einheitssteuer auf Umsatz Spielautomaten Gebühren pro Automat, verschieden von Region zu ES Region US Spielautomaten Keine Angaben Wettwesen Verschiedene Steuersätze je nach Spiel Wettwesen Verschieden von Region zu Region, keine Angaben Wettwesen Keine Angaben Internet Steuersatz auf BSE Internet Steuer auf Umsatz oder BSE, abhängig von Art der Wette Internet Keine Angaben

57 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 53 Tab. 30: Entwicklung der Steuern und Abgaben in allen betrachteten Märkten und Segmenten Steuern und Abgaben in Tsd. Euro DK DE FR IT AT MT SE ES UK NO CH US Summe 2007 k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Anmerkungen zur Datenlage bzgl. Höhe der Steuern/Abgaben: Angaben auf Tsd. gerundet Dänemark (DK): Keine Angaben zu Spielautomaten, Keine Angaben zu Abgaben/Spenden, Spielbanken nur , Wettwesen nur 2012, Internetglücksspiel nur 2012 Deutschland (DE): Nur Spielbankenabgabe ansonsten keine Angaben zu Abgaben/Spenden, Keine Angaben zu Internetglücksspiel Frankreich (FR): Inkl. Spenden des Lotteriewesens, Spielbanken nur , Internetglücksspiel nur Italien (IT): Keine Angaben zu Internetglücksspiel, Keine Angaben zu Spielbanken, Keinerlei Daten für , Keine Angaben zu Abgaben/Spenden Österreich (AT): Keine Angaben zu Spielautomaten, inkl. Spenden des Lotteriewesens ab 2008 Malta (MT): Steuern und Lizenzgebühren, Keinerlei Angaben für 2007, Keine Angaben zu Spielautomaten, Keine Angaben zu Wettwesen, Keine Angaben zu Abgaben/Spenden Schweden (SE): Inkl. Spenden des Lotteriewesens, Keine Angaben zu Internetglücksspiel, Lotteriewesen, Spielbanken und Spielautomaten sind steuerbefreit Spanien (ES): Keine Angaben zu Wettwesen, Internetglücksspiel nur , Keinerlei Daten für 2007 Vereinigtes Königreich (UK): Inkl. Abgaben/Spenden des Wettwesen , Norwegen (NO): Lotteriewesen, Spielbanken, Spielautomaten und Internetglücksspiel sind steuerbefreit Schweiz (CH): Keine Angaben zu Spielautomaten, Keine Angaben zu Wettwesen, Keine Angaben zu Internetglücksspiel USA (US): Angaben nur zu Spielbanken vorliegend

58 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Internationaler Vergleich nach Glücksspielsektoren Lotteriewesen (terrestrisch) Dieses Kapitel enthält in sämtlichen Übersichten keine Lotterien, die von Wohlfahrtslotterien veranstaltet werden. Diese werden separat in Abschnitt behandelt. Im Lotteriewesen wurden im Jahr 2004 in allen untersuchten Märkten insgesamt Einsätze in Höhe von 93,1 Mrd. Euro gespielt 32. Bis zum Jahr 2012 wuchs diese Zahl auf 102,5 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum wuchsen die gesamten Bruttospielerträge von 39,2 Mrd. Euro im Jahr auf 41,4 Mrd. Euro im Jahr Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich haben die USA mit 40,8 Prozent, gefolgt von Italien mit 18,6 Prozent, womit die beiden Länder mehr als die Hälfte des gesamten Lotteriewesens in den betrachteten Märkten ausmachen. Dänemark, die Schweiz, Österreich, Schweden und Norwegen machen hingegen jeweils einen Anteil von unter 2 Prozent des Gesamtmarktes aus. In den folgenden Darstellungen sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt dargestellt. Abb. 32: Lotteriewesen: Verteilung der Spieleinsätze im Ländervergleich 2012 US: 40,8% DK: 0,8% DE: 6,5% CH: 1,2% NO: 1,6% UK: 7,6% ES: 10,8% SE: 0,8% AT: 1,3% IT: 18,6% FR: 10,1% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 102,5 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt Das gleiche Bild spiegelt sich auch bei den Bruttospielerträgen wider. Die USA machten mit 40,3 Prozent den größten Anteil aus, es folgen Italien mit 16,3 Prozent und Spanien mit 10,7 Prozent der gesamten Bruttospielerträge. 32 Keine Daten von Dänemark für das Jahr Keine Daten von Dänemark für das Jahr 2004

59 Anteil BSE in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 55 Abb. 33: Lotteriewesen: Verteilung der Bruttospielerträge im Ländervergleich 2012 US: 40,3% DK: 0,9% DE: 8,2% CH: 1,3% NO: 1,9% FR: 8,7% UK: 8,8% ES: 10,7% SE: 1,0% AT: 1,7% IT: 16,3% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 41,4 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt Den größten Anteil macht das Lotteriewesen mit 78,6 Prozent der Bruttospielerträge im US-amerikanischen Glücksspielmarkt aus, am geringsten ist er mit 24,3 Prozent in Schweden. In der Summe aller betrachteten Märkte liegt der Anteil bei 50,7 Prozent. Abb. 34: Lotteriewesen: Anteil des Bruttospielertrags am nationalen Glücksspielmarkt ,0 80,0 70,0 70,1 68,9 78,6 60,0 50,0 44,9 38,5 40,0 51,3 45,8 50,7 40,0 38,0 34,1 30,0 24,3 20,0 10,0 - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

60 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 56 Tab. 31: Lotteriewesen: Entwicklung der Spieleinsätze DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. Tab. 32: Lotteriewesen: Entwicklung der Bruttospielerträge DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a.

61 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 57 Abb. 35: Lotteriewesen: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. UK bis 2007 ohne Bingo-Spiele. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

62 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 58 Abb. 36: Lotteriewesen: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

63 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 59 Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Spieleinsätze pro Kopf in Norwegen mit rund 427 Euro am höchsten und damit mehr als 4-mal so hoch wie in Deutschland, das mit 97 Euro den niedrigsten Pro-Kopf-Wert aufweist. Im Durchschnitt lagen die Spieleinsätze pro Kopf in allen betrachteten Märkten 2012 bei rund 200 Euro. Dänemark, Italien, Spanien und Norwegen liegen deutlich über diesem Wert, Deutschland, Schweden, das Vereinigte Königreich sowie die USA liegen unter dem Durchschnitt. Abb. 37: Lotteriewesen: Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Auch der Bruttospielertrag lag in Norwegen mit Abstand am höchsten und ist mit 211 Euro fast 3-mal so hoch wie der Durchschnittswert von 80 Euro. Den niedrigsten Wert weist auch beim Bruttospielertrag Deutschland mit nur 50 Euro pro Kopf im Jahr 2012 auf.

64 Rohertragsmarge in % BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 60 Abb. 38: Lotteriewesen: Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Die höchste Rohertragsmarge in den betrachteten Märkten weist Österreich mit 53,5 Prozent auf. Es folgen Schweden (52,0 Prozent) und Deutschland (51,2 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschaften Frankreich mit 35,1 Prozent und Italien (35,5 Prozent). Abb. 39: Lotteriewesen: Rohertragsmargen ,0% 50,0% 40,0% 53,5% 51,2% 52,0% 45,5% 46,6% 49,5% 45,3% 39,9% 39,9% 35,1% 35,5% 30,0% 20,0% 10,0% - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt

65 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spielbanken (ohne Online-Casinos) In den Spielbanken wurden im Jahr 2004 in den untersuchten Märkten in Summe Einsätze in Höhe von 123,1 Mrd. Euro gespielt befanden sich die Einsätze auf gleicher Höhe. Sie beliefen sich in Summe auf 124,7 Mrd. Euro. Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich haben die USA mit 39,5 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 25,3 Prozent, womit die beiden Länder mehr als die Hälfte des gesamten Spielbankenwesens in den betrachteten Märkten ausmachen. Dänemark, Italien, Schweden, Spanien machen hingegen jeweils einen Anteil von unter 5 Prozent des Gesamtmarktes aus. In den folgenden Darstellungen sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt dargestellt. Abb. 40: Spielbanken: Verteilung der Spieleinsätze im Ländervgl ES: 1,2% SE: 0,5% UK: 6,7% CH: 8,8% AT; 5,6% US: 39,5% IT: 1,8% DE: 9,9% FR: 25,3% DK: 0,7% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 124,7 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. 34 Keine Daten von Dänemark für das Jahr 2004

66 Anteil BSE in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 62 Da zu den USA keine Daten zum Spielertrag vorliegen, trägt Frankreich einen Anteil von über 40 Prozent an den gesamten Bruttospielerträgen. Es folgen das Vereinigte Königreich mit 18,2 Prozent, die Schweiz mit 10,0 Prozent und Deutschland mit 9,7 Prozent der gesamten Bruttospielerträge in den betrachteten Ländern. Abb. 41: Spielbanken: Verteilung der Bruttospielerträge im europäischen Ländervergleich 2012 CH: 10,0% ES: 5,6% UK: 18,2% DK: 0,8% SE: 2,7% AT: 5,0% DE: 9,7% IT: 6,6% FR: 41,6% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 5,5 Mrd. Euro Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Den mit Abstand größten Anteil macht das Spielbankenwesen mit 45,5 Prozent der Bruttospielerträge im Schweizer Glücksspielmarkt aus, am geringsten ist er mit 4,1 Prozent in Spanien. In der Summe aller betrachteten Märkte liegt der Anteil bei 7,3 Prozent. Abb. 42: 50,0 45,0 Spielbanken: Anteil des Bruttospielertrags am nationalen Glücksspielmarkt ,5 40,0 35,0 30,0 27,7 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0-19,0 6,0 5,6 7,8 8,2 4,8 4,1 7,3 - - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

67 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 63 Tab. 33: Spielbanken: Entwicklung der Spieleinsätze in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. Tab. 34: Spielbanken: Entwicklung der Bruttospielerträge in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a.

68 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 64 Tab. 35: Spielbanken: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

69 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 65 Tab. 36: Spielbanken: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

70 BSE pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 66 Abb. 43: Spielbanken: Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Keine Aussage über Dänemark und Schweiz möglich, da Rohertragsmarge nicht bekannt ist. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Bruttospielerträge pro Kopf in der Schweiz mit 87 Euro am höchsten. Der Bruttospielertrag liegt in der Schweiz mit 87 Euro pro Kopf fast 5-mal so hoch wie der Durchschnittswert von 20 Euro. Abb. 44: Spielbanken: Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Frankreich folgt mit 46 Euro pro Kopf. Ebenfalls weit überdurchschnittlich ist der Ertrag pro Kopf mit 40 Euro in Österreich. Im Durchschnitt lagen die Bruttospielerträge pro Kopf in allen betrachteten Märkten 2012 bei 20 Euro. Während die Schweden und das Vereinigte Königreich auf dem Durchschnitt liegen, sind Dänemark, Deutschland, Italien sowie Spanien deutlich unter dem Durchschnitt. Der

71 Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 67 Bruttospielertrag in den USA konnte nicht ermittelt werden. Den niedrigsten Wert weist beim Bruttospielertrag Italien mit 7 Euro pro Kopf im Jahr 2012 auf. Die höchste Rohertragsmarge in den betrachteten Märkten weist Schweden mit 22,0 Prozent auf. Es folgen Spanien mit 20,6 Prozent und Italien mit 16,5 Prozent. Die geringsten Margen erwirtschaften Österreich mit 4,0 Prozent und Deutschland (4,3 Prozent). Abb. 45: Spielbanken: Rohertragsmargen ,0% 20,0% 16,5% 22,0% 20,6% 15,0% 12,1% 10,0% 7,3% 5,0% 4,3% 4,0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Keine Aussage über Dänemark und Schweiz möglich, da Rohertragsmarge nicht bekannt ist. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

72 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spielautomaten außerhalb von Spielbanken In Spielautomaten außerhalb von Spielbanken wurden im Jahr 2004 in den untersuchten Märkten 35 Einsätze in Höhe von 65,2 Mrd. Euro gespielt. Bis zum Jahr 2012 wuchs diese Zahl auf 137,8 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum wuchsen die gesamten Bruttospielerträge von 11,8 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf 24,2 Mrd. Euro im Jahr Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich haben die USA mit 34,9 Prozent, gefolgt von Italien mit 33,2 Prozent, womit diese beiden Länder mehr als die Hälfte der gesamten Einsätze an Spielautomaten in den betrachteten Märkten stellen. Die Schweiz, Österreich, Schweden, Dänemark und Norwegen machen hingegen jeweils einen Anteil von unter 2 Prozent des Gesamtmarktes aus. Abb. 46: Spielautomaten: Verteilung der Spieleinsätze im Ländervergleich 2012 US: 34,9% DK: 0,9% NO: 0,6% CH: 0,5% DE: 13,8% UK: 9,1% ES: 6,1% SE: 0,6% AT: 0,3% IT: 33,2% Basis: Spieleinsätze i.:h.v. 139,0 Mrd. Euro Anmerkung: Österreich, USA nur VLT-Automaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. 35 Für Dänemark und Österreich (VLT) lagen keine Daten für 2004 vor.

73 Anteil BSE in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 69 Ein ähnliches Bild spiegeln auch die Bruttospielerträge wider. Italien macht mit 39,1 Prozent den größten Anteil aus, es folgen die USA mit 19,0 Prozent und Deutschland mit 18,2%. Abb. 47: Spielautomaten: Verteilung der Bruttospielerträge im Ländervergleich 2012 NO: 0,3% CH: 0,3% US: 19,0% UK: 10,7% DK: 1,0% ES: 11,4% DE: 18,2% SE: 0,9% AT: 0,1% IT: 39,1% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 24,2 Mrd. Euro Anmerkung: Österreich, USA nur VLT-Automaten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Den größten Anteil machen die Spielautomaten mit 52,6 Prozent der Bruttospielerträge im italienischen Glücksspielmarkt aus, am geringsten ist der Anteil mit 5,2 Prozent in Norwegen. In Österreich wurden nur VLT-Automaten und keine Geldspielgeräte betrachtet, daher erreicht der Anteil der Automaten in Österreich ebenfalls nur einen geringen Anteil. In der Summe aller betrachteten Märkte liegt der Anteil bei 27,8 Prozent. Abb. 48: Spielautomaten: Anteil des Bruttospielertrags am nationalen Glücksspielmarkt ,0 50,0 49,7 52,6 40,0 30,0 20,0 10,0-29,4 31,6 27,8 20,8 19,7 10,0-2,2 5,2 5,6 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Anmerkung: Österreich, USA nur VLT-Automaten.

74 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 70 Tab. 37: Spielautomaten außerhalb von Spielbanken: Entwicklung der Spieleinsätze in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. Tab. 38: Spielautomaten außerhalb von Spielbanken: Entwicklung der Bruttospielerträge in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a.

75 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 71 Abb. 49: Spielautomaten: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø , Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres USA: Die Pro-Kopf-Angaben beziehen sich auf die Erwachsenenbevölkerung der acht Bundesstaaten, in denen das Automatenspiel reguliert ist. Hierfür wurden die Einwohnerzahlen der acht Staaten auf den Anteil der Erwachsenen an der gesamten US-amerikanischen Bevölkerung abgewichtet (75,3 Prozent).

76 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 72 Abb. 50: Spielautomaten: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø , Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Anmerkung: Österreich, USA nur VLT-Automaten. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres USA: Die Pro-Kopf-Angaben beziehen sich auf die Erwachsenenbevölkerung der acht Bundesstaaten, in denen das Automatenspiel reguliert ist. Hierfür wurden die Einwohnerzahlen der acht Staaten auf den Anteil der Erwachsenen an der gesamten US-amerikanischen Bevölkerung abgewichtet (75,3 Prozent).

77 BSE pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 73 Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Spieleinsätze pro Kopf in den USA mit rund Euro am höchsten und damit mehr als 10-mal so hoch wie in Schweden und der Schweiz, die mit 104 Euro den niedrigsten Pro-Kopf-Wert aufweisen 36. Im Durchschnitt lagen die Spieleinsätze pro Kopf in allen betrachteten Märkten 2012 bei rund 525 Euro. Nur die USA und Italien (938 Euro) liegen über dem Durchschnitt, die anderen betrachteten Länder liegen darunter. 37 Abb. 51: Spielautomaten: Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres USA: Die Pro-Kopf-Angaben beziehen sich auf die Erwachsenenbevölkerung der acht Bundesstaaten, in denen das Automatenspiel reguliert ist. Auch der Bruttospielertrag liegt in Italien mit Abstand am höchsten und ist mit 192 Euro über zweimal so hoch wie der Durchschnittswert von 91 Euro. Den niedrigsten Wert weist auch beim Bruttospielertrag die Schweiz mit nur 11 Euro pro Kopf im Jahr 2012 auf. Abb. 52: Spielautomaten: Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres USA: Die Pro-Kopf-Angaben beziehen sich auf die Erwachsenenbevölkerung der acht Bundesstaaten, in denen das Automatenspiel reguliert ist. 36 Österreich hier nur Teilbetrachtung, da keine Angaben zu Geldspielgeräten neben VLT-Automaten in Erfahrung zu bringen waren. 37 Zu Dänemark kann aufgrund mangelnder Informationen zur Ertragsmarge keine Angabe zu den Spieleinsätzen erfolgen.

78 Rohertragsmarge in % Automaten pro Einwohner Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 74 Ein weiterer Indikator für die Bedeutung des Spielautomatenmarktes in den einzelnen Märkten ist die Gerätedichte. Italien steht hier mit rund 7,5 Automaten pro Einwohner an erster Stelle und liegt damit etwa doppelt so hoch wie der Durchschnittswert von 4,3. Es folgen Dänemark mit 6,5 und Spanien mit 5,6 Geräten pro Einwohner. In der Schweiz fallen auf Einwohner im Durchschnitt nur 0,06 Automaten. Abb. 53: Zahl der Spielautomaten pro tausend Einwohner ,0 7,5 7,0 6,5 6,0 5,0 4,0 3,0 2,0 1,0-5,6 4,3 3,9 3,3 2,3 1,7 0, ,1 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. USA: Die Pro- Kopf-Angaben beziehen sich auf die Erwachsenenbevölkerung der acht Bundesstaaten, in denen das Automatenspiel reguliert ist. Die höchste Rohertragsmarge in den betrachteten Märkten weist Spanien mit 32,3 Prozent auf. Es folgen Schweden (27,5 Prozent) und Deutschland (22,9 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschafteten Norwegen mit 8,3 Prozent und die USA (9,5 Prozent). Abb. 54: Spielautomaten: Rohertragsmargen ,0% 32,3% 30,0% 27,5% 25,0% 20,0% 22,9% 20,5% 20,4% 15,0% 10,0% 6,9% 8,3% 10,4% 9,5% 5,0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

79 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen (terrestrisch) Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich hat das Vereinigte Königreich mit 40,3 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 34,8 Prozent, womit die beiden Länder mehr als 75 Prozent des Wettwesens in den hier betrachteten Märkten ausmachen. Für die Malta und die USA konnten keine Daten in Erfahrung gebracht werden, weshalb diese beiden Staaten in den folgenden Darstellungen dieses Abschnittes nicht berücksichtigt wurden. Italien hält einen Anteil von 9,3 Prozent, wohingegen Dänemark, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Schweden, Spanien und Norwegen jeweils weniger als 5 Prozent am gesamten Wettwesen halten. In den folgenden Darstellungen sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt dargestellt. Abb. 55: Wettwesen: Verteilung der Wetteinsätze im Ländervgl ES: 0,8% SE: 4,1% UK: 40,3% NO: 2,2% CH: 0,4% AT: 3,4% DK: 3,7% DE: 0,8% IT: 9,3% FR: 34,8% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 29,0 Mrd. Euro Anmerkung: Ländervergleich ohne Malta und USA. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

80 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 76 Das gleiche Bild spiegelt sich auch bei den Bruttospielerträgen wider. Das Vereinigte Königreich macht mit 44,4 Prozent den größten Anteil aus, es folgen Frankreich mit 33,1 Prozent, Italien (8,1 Prozent) und Schweden mit 4,6 Prozent der gesamten Bruttospielerträge. Abb. 56: Wettwesen: Verteilung der Bruttospielerträge im Ländervergleich 2012 UK: 44,4% NO: 3,9% CH: 0,4% DK: 2,0% DE: 1,2% ES: 0,6% SE: 4,6% AT: 1,6% IT: 8,1% FR: 33,1% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 7,9 Mrd. Euro Anmerkung: Ländervergleich ohne Malta und USA. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Den größten Anteil macht das Wettwesen mit 34,7 Prozent der Bruttospielerträge im britischen Glücksspielmarkt aus. Es folgen Frankreich mit 32,3 Prozent, Schweden (26,5 Prozent) und Norwegen mit 25,9 Prozent. Am geringsten ist der Anteil mit 1,1 Prozent in Deutschland. In der Summe aller betrachteten Märkte liegt der Anteil bei 11,0 Prozent.

81 Anteil BSE in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 77 Abb. 57: Wettwesen: Anteil des Bruttospielertrags am nationalen Glücksspielmarkt ,0 35,0 32,3 34,7 30,0 25,0 20,0 19,0 26,5 25,9 15,0 10,0 5,0-11,0 8,8 1,1 4,6 2,9 1,3 - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

82 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 78 Tab. 39: Wettwesen: Entwicklung der Spieleinsätze in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Tab. 40: Wettwesen: Entwicklung der Bruttospielerträge in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a k.a. k.a. k.a. - k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a. - k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. - k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

83 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 79 Abb. 58: Wettwesen: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

84 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 80 Abb. 59: Wettwesen: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

85 BSE pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 81 Abb. 60: Wettwesen: Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Spieleinsätze pro Kopf in Dänemark mit rund 252 Euro am höchsten und damit circa 2,5-mal so hoch wie der Durchschnitt, der bei 103 Euro pro Kopf liegt. Deutschland und Spanien weisen einen Spieleinsatz von 4 Euro bzw. 6 Euro pro Kopf aus Abb. 61: Wettwesen: Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Länder die keine Daten ausgewiesen haben, wurden im Durschnittswert nicht berücksichtigt 39 Länder die keine Daten ausgewiesen haben, wurden im Durschnittswert nicht berücksichtigt

86 Rohertragsmarge in % Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 82 Der Bruttospielertrag im Jahr 2012 liegt in Norwegen mit Abstand am höchsten und ist mit 84 Euro 3-mal so hoch wie der Durchschnittswert von 28 Euro. Den niedrigsten Wert beim Bruttospielertrag weisen Spanien und Deutschland mit 1 Euro pro Kopf auf. Die höchste Rohertragsmarge bei Sportwetten in den betrachteten Märkten weist Norwegen mit 64,6 Prozent auf. Es folgen das Vereinigte Königreich (54,8 Prozent) und Deutschland (43,9 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschaften Dänemark mit 14,5 Prozent und Italien (23,7 Prozent). Abb. 62: Sportwetten: Rohertragsmarge ,0% 64,6% 60,0% 54,8% 50,0% 43,9% 43,7% 40,0% 30,0% 35,1% 23,7% 32,8% 20,0% 10,0% - 14,5% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Die höchste Rohertragsmarge bei Pferdewetten in den betrachteten Märkten weist Norwegen mit 32,7 Prozent auf. Es folgen Schweden, Italien (beide 30,2 Prozent) und die Schweiz (25,2 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschaften das Vereinigte Königreich mit 12,5 Prozent und Dänemark (14,5 Prozent). Abb. 63: Pferdewetten: Rohertragsmarge ,0% 30,0% 25,0% 25,0% 24,5% 30,2% 30,2% 32,7% 25,2% 20,0% 15,0% 10,0% 14,5% 12,5% 5,0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

87 Rohertragsmarge in % Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 83 Die höchste Rohertragsmarge im gesamten Wettwesen weist in den betrachteten Märkten Norwegen mit 48,4 Prozent auf. Es folgen Deutschland (39,5 Prozent) und Schweden (31,1 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschaften Dänemark mit 14,5 Prozent und Österreich (12,8 Prozent). Abb. 64: Wettwesen: Rohertragsmargen ,0% 50,0% 48,4% 40,0% 39,5% 30,0% 26,0% 23,7% 31,1% 30,1% 30,6% 20,0% 14,5% 12,8% 19,6% 10,0% - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US - Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Abb. 65: Wettwesen: Rohertragsmargen bei Sport- und Pferdewetten 2012 Sportwetten Pferdewetten 70,0% 64,6% 60,0% 54,8% 50,0% 40,0% 30,0% 43,9% 35,1% 25,0% 30,2% 23,7% 14,5% 24,5% 32,8% 30,2% 43,7% 32,7% 25,2% 20,0% 14,5% 12,5% 10,0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

88 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wohltätigkeitsinstitutionen Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich haben die USA mit 50,1 Prozent, gefolgt von Spanien mit 23,2 Prozent, womit die beiden Länder mehr als 73 Prozent der gesamten Einsätze in den betrachteten Märkten ausmachen. In Schweden liegt der Anteil bei 15,0 Prozent, in Deutschland bei 7,3 Prozent und in Dänemark und der Schweiz unter einem Prozent. Allerdings muss in dieser Darstellung berücksichtigt werden, dass zu den Glücksspielen durch Wohltätigkeitsinstitutionen in Österreich und Norwegen keine Daten recherchiert werden könnten. Diese beiden Staaten wurden daher in den folgenden Darstellungen nicht berücksichtigt. Abb. 66: Wohltätigkeit: Verteilung der Spieleinsätze im Ländervergleich 2012 US: 50,1% DK: 0,2% CH: 0,04% DE: 7,3% ES: 23,2% SE: 15,0% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 8,3 Mrd. Euro. Anmerkung: Ländervergleich ohne Österreich und Norwegen. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Bruttospielerträgen. Spanien hat mit 36,4 Prozent den höchsten Wert, es folgen Schweden und Deutschland mit 23,7 bzw. 15,0 Prozent sowie die USA mit 14,9 Prozent.

89 Anteil BSE in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 85 Abb. 67: Wohltätigkeit: Verteilung der Bruttospielerträge im Ländervergleich 2012 CH: 0,1% UK 9,7% US: 14,9% DK: 0,3% DE: 15,0% ES: 36,4% SE: 23,7% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 2,8 Mrd. Euro. Anmerkung: Ländervergleich ohne Österreich und Norwegen. Bezogen auf den gesamten nationalen Glücksspielmarkt ist der Anteil in Schweden mit 31,4 Prozent mit Abstand am höchsten. Es folgt Spanien mit 11,7 Prozent, Deutschland mit 4,7 Prozent und das Vereinigte Königreich mit 2,2 Prozent. Im Durchschnitt liegt der Anteil bei 3,2 Prozent. Abb. 68: 35,0 30,0 Wohltätigkeit: Anteil des Bruttospielertrags am nationalen Glücksspielmarkt ,4 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0-11,7 4,7 3,2 1,1-2,2 1, ,1 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ges. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

90 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 86 Tab. 41: Wohltätigkeitsinstitutionen: Entwicklung der Spieleinsätze in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a. - - k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a. - - k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. - - k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Tab. 42: Wohltätigkeitsinstitutionen: Entwicklung der Bruttospielerträge in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe 2000 k.a. k.a. - - k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a. - - k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. - - k.a k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

91 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 87 Abb. 69: Wohltätigkeit: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø , , , , , , , , Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

92 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 88 Abb. 70: Wohltätigkeit: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø , , , , , , , , ,2 2 7 Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

93 BSE pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 89 Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Spieleinsätze pro Kopf in Schweden mit rund 167 Euro mit Abstand am höchsten und damit circa 9-mal so hoch wie der Durchschnitt, der bei 21 Euro pro Kopf liegt. In Spanien lagen sie bei 50 Euro pro Kopf. Die USA weisen einen Spieleinsatz von 18 Euro pro Kopf aus. In Deutschland liegt er bei 9, in Dänemark bei 3 und in der Schweiz bei 0,5 Euro. Abb. 71: Wohltätigkeit: Spieleinsätze pro Kopf ,5 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Auch der Bruttospielertrag liegt in Schweden am höchsten und ist mit 89 Euro fast 15-mal so hoch wie der Durchschnittswert von 7 Euro. Niedrigere Werte weisen beim Bruttospielertrag Dänemark und die USA, mit 2 Euro, sowie die Schweiz mit nur 0,2 Euro pro Kopf im Jahr 2012 auf. Abb. 72: Wohltätigkeit: Bruttospielerträge pro Kopf ,2 2 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

94 Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 90 Die höchste Rohertragsmarge in den betrachteten Märkten weist das Vereinigte Königreich mit 77,5 Prozent auf. Es folgen Deutschland (69,3 Prozent), Dänemark (60,2 Prozent), Schweden (53,6 Prozent), Spanien (53,2 Prozent) und die Schweiz (49,0 Prozent). Die mit Abstand geringste Marge besteht mit 10,1 Prozent in den USA. Abb. 73: Wohltätigkeit: Rohertragsmargen ,0% 80,0% 70,0% 60,0% 50,0% 60,2% 69,3% 53,6%53,2% 77,5% 49,0% 40,0% 30,0% 20,0% 10,0% - 10,1% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Internetglücksspiel Im Internetglücksspiel wurden im Jahr 2007 in den untersuchten Märkten insgesamt Einsätze in Höhe von mindestens 3,3 Mrd. Euro gespielt. Es handelt sich insbesondere bei den Daten für 2007 um Mindestangaben, da eine gesonderte Online-Ausweisung zu diesem Zeitpunkt nicht für alle Sektoren gleichermaßen erfolgte. Es ist daher möglich, dass nicht gesonderte ausgewiesene Online-Umsätze im jeweiligen terrestrischen Vertrieb mit enthalten sind. 40 Zwischen 2007 und 2012 begannen Deutschland, Italien, die Schweiz und die Vereinigten Staaten mit einer gesonderten Ausweisung der online erzielten Umsätze. Die Entwicklung zwischen 2007 und 2012 ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Bis zum Jahr 2012 wuchs diese Zahl auf 53,5 Mrd. Euro. Zwischen 2007 und 2012 wuchsen die gesamten Bruttospielerträge von mindestens 333,5 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 5,7 Mrd. Euro im Jahr Den größten Anteil am Gesamtspieleinsatz im Ländervergleich hat das Vereinigte Königreich mit 34,6 Prozent, gefolgt von Italien mit 28,1 Prozent, womit die beiden 40 In der Regel findet eine separate Ausweisung der Online-Umsätze in den verschiedenen Märkten ab dem Zeitpunkt statt, wenn dort signifikante Umsätze erzielt wurden (ca. 5 Prozent). Der Anteil der Online-Umsätze, die in den terrestrischen Bertrieb zugeordnet geblieben sind, dürfte daher als vernachlässigbar betrachtet werden.

95 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 91 Länder mehr als die Hälfte des gesamten Internetglücksspiels in den betrachteten Märkten ausmachen. Die Norwegen, Österreich und Schweden liegen hier jeweils unter 5 Prozent des gesamten Marktes. Abb. 74: Online: Verteilung der Spieleinsätze im Ländervergleich 2012 UK: 34,6% NO: 1,0% US: 7,7% FR: 18,3% ES: 5,2% SE: 2,9% AT: 2,1% IT: 28,1% Basis: Spieleinsätze i.h.v. 53,5 Mrd. Euro. Österreich ohne Online-Wetten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Ein ähnliches Bild spiegelt sich auch bei den Bruttospielerträgen wider. Wobei hier die USA mit 29,1 Prozent den größten Anteil halten. Es folgen das Vereinigte Königreich mit 25,2 Prozent und Frankreich mit 14,7 Prozent der gesamten Bruttospielerträge. Abb. 75: Online: Verteilung der Bruttospielerträge im Ländervgl US: 29,1% CH: 0,1% NO: 4,0% DE: 0,3% FR: 14,7% UK: 25,2% IT: 13,2% ES: 2,7% SE: 5,5% AT: 5,2% Basis: Bruttospielerträge i.h.v. 5,7 Mrd. Euro. Österreich ohne Online-Wetten. Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

96 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 92 Tab. 43: Entwicklung der Spieleinsätze im Internetglücksspiel in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. Tab. 44: Entwicklung der Bruttospielerträge im Internetglücksspiel in Euro DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Summe k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a.

97 Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 93 Abb. 76: Online: Entwicklung der Spieleinsätze pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Österreich ohne Online-Wetten. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

98 BSE pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 94 Abb. 77: Online: Entwicklung der Bruttospielerträge pro Kopf DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø , Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Österreich ohne Online-Wetten. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

99 BSE pro Kopf in Euro Spieleinsätze pro Kopf in Euro Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 95 Im Vergleichsjahr 2012 lagen die Spieleinsätze pro Kopf im Vereinigten Königreich mit rund 379 Euro am höchsten und damit mehr als 3-mal so hoch wie der Durchschnitt, der bei 105 Euro pro Kopf lag. Deutschland bildete das Schlusslicht mit 0,46 Euro Spieleinsätze pro Kopf. Abb. 78: Online: Spieleinsätze pro Kopf , DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Österreich ohne Online-Wetten. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres Der Bruttospielertrag war in Norwegen mit Abstand am höchsten und war mit 61 Euro pro Kopf fast 7-mal so hoch wie der Durchschnittswert von 9 Euro. Den niedrigsten Wert weist auch beim Bruttospielertrag Deutschland mit 0,24 Euro pro Kopf im Jahr 2012 auf. Ebenfalls geringe Pro-Kopf-Erträge werden in Spanien mit 4 Euro und der Schweiz mit 1 Euro erzielt. Abb. 79: Online: Bruttospielerträge pro Kopf ,2 1 DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Ø Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Österreich ohne Online-Wetten. Pro-Kopf-Angaben basieren auf den Angaben von Eurostat sowie des U.S. Census Bureau zur Erwachsenenbevölkerung des Jahres 2010.

100 Rohertragsmarge in % Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 96 Die höchste Rohertragsmarge im Online-Lotteriewesen in den betrachteten Märkten weisen Schweden und Deutschland mit 52,0 Prozent auf. Es folgen Norwegen (49,5 Prozent) und das Vereinigte Königreich (48,6 Prozent). Die geringste Marge im Online-Lotteriewesen erwirtschaftet Italien mit 30,7 Prozent. Abb. 80: Online-Lotteriewesen (Teilsektor): Rohertragsmarge ,0% 50,0% 52,0% 52,0% 48,6% 49,5% 40,0% 30,0% 35,1% 30,7% 41,0% 39,9% 36,7% 20,0% 10,0% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Die Rohertragsmargen bei Online-Casinospielen pendeln zwischen 2,5 Prozent (Schweden) und 3,9 Prozent (Vereinigtes Königreich). Abb. 81: Online-Casinos (Teilsektor): Rohertragsmarge ,5% 4,0% 3,9% 3,8% 3,9% 3,5% 3,0% 2,5% 2,5% 3,0% 2,0% 1,5% 1,0% 0,5% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

101 Rohertragsmarge in % Rohertragsmarge in % Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 97 Die höchste Rohertragsmarge im Online-Wettwesen weist Norwegen mit 32,7 Prozent auf. Es folgen Schweden (30,6 Prozent) und Frankreich (21,9 Prozent). Die geringsten Margen im Vergleich erwirtschaften das Vereinigte Königreich mit 4,8 Prozent und Spanien (6,1 Prozent). Abb. 82: Online-Wettwesen (Teilsektor): Rohertragsmarge ,0% 30,0% 30,6% 32,7% 25,0% 21,9% 20,0% 15,0% 14,2% 10,0% 5,0% - 6,1% 4,8% DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt. Die höchste Rohertragsmarge im Internetglücksspiel in den betrachteten Märkten weist Deutschland mit 52,0 Prozent auf. Es folgt Norwegen (44,4 Prozent) und die USA (39,9 Prozent). Die geringsten Margen erwirtschaften Italien mit 5,0 Prozent und Spanien (5,5%). Abb. 83: Online (gesamter Sektor): Rohertragsmarge ,0% 50,0% 40,0% 52,0% 44,4% 39,9% 36,7% 30,0% 26,0% 20,0% 10,0% - 20,0% 8,5% 5,0% 5,5% 7,7% - DK DE FR IT AT SE ES UK NO CH US Quellennachweise sind in den Abschnitten zu den entsprechenden Sektoren in Kapitel 4 vermerkt.

102 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 98 4 Glücksspielsektoren in den untersuchten Märkten 4.1 Lotteriewesen (terrestrisch) Dänemark Das staatliche Glücksspielunternehmen Danske Spil verfügt über eine Exklusivlizenz für definierte Lotterien wie Lotto, Keno, Joker/Zusatzlotterie und Sofortlotterien und partizipiert zugleich mit Tochtergesellschaften an den seit 2012 teilliberalisierten Glücksspielsektoren Wetten und Online-Glücksspiele. Des Weiteren ist Danske Spil über eine Tochtergesellschaft im Automatenspiel (Lizenzmodell) involviert. Anteilseigner an Danske Spil sind der dänische Staat (80 Prozent) und zwei dänische Sportverbände (20 Prozent). Tab. 45: Entwicklung des dänischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,1% ,5% ,5% ,2% ,9% ,5% ,8% ,7% ,1% ,7% ,3% ,7% k.a ,6% k.a ,5% k.a. Quelle: Danske Spil Anmerkungen zur Datengewinnung: Dargestellt sind Spieleinsätze und Bruttospielerträge von Danske Spil. Berücksichtigt sind die Danske-Spiel-Produkte Lottospil und Instantspil ( ). Der Bruttospielertrag ist aus den Einsätzen abgeleitet. Ab 2011 wurde für die Rohertragsmarge der mittlere Wert der Jahre angenommen (45,5 Prozent). Ab 2012 hat Dankse Spil die Methodik seiner Ausweisung geändert. Ab 2012 wurden die Einsätze aus dem Bruttospielertrag abgeleitet. Dänische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, EUR/DKK in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres 2010.

103 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 99 Steuern und Abgaben Danske Spil zahlt an den Staat eine wöchentliche Steuer von 15 Prozent auf die Lotterieeinnahmen, deren Spieleinsätze über dem Schwellenwert von 200 dänischen Kronen (DKK, rund 27 Euro) liegen. Die Lotterieeinnahmen von Einsätzen ab 200 DKK der Lizenznehmer der Klassenlot terie und anderer Lotterieveranstalter sind ebenfalls mit 15 Prozent besteuert. Gemeinnützige Lotterien zahlen eine Steuer von 15 Prozent auf Geldpreise und 17,5 Prozent des Wertes von Sachpreisen. Gewinne bis 200 DKK sind nicht steuerpflichtig. Danske Spiel hat 2013 Staats- und Ertragsaufwandssteuern von rund 139,5 Mio. Euro entrichtet. Tab. 46: Steueraufwand von Danske Spil in Dänemark , in Euro Steuern in Euro Staatssteuer Ertragssteuer Total Anteil am BSE Abgaben in Euro % k.a % k.a % k.a % k.a % k.a % k.a % k.a % k.a % k.a. Quelle: Danske Spil Danske Spil entrichtet auch Abgaben an den dänischen Sportverband und das Olympische Komitee sowie den dänischen Turn- und Sportverband. Über die Höhe dieser Abgaben konnten jedoch keine Daten gewonnen werden. Teile des Ertrages von kleinen Lotterien werden an gemeinnützige Zwecke abgeführt. Die Einnahmen der dänischen Landwirtschaftslotterie (Landbrugslotteriet) gehen bspw. zu 40 Prozent an die Dansk Landbrugs Familiebrugssektion und zu 25 Prozent an die dänische Landwirtschaft. Die Waren-Lotterie spendet jedes Jahr etwa 10 Mio. DKK (ca Euro) an soziale und humanitäre Organisationen.

104 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland Der Deutsche Lotto- und Totoblock ist die Gemeinschaft von 16 selbstständigen Lotteriegesellschaften der Länder. Die Gesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks führen die staatlichen Glücksspielangebote bundesweit nach gemeinsamen Grundsätzen durch. Den Vorsitz innerhalb des Deutschen Lotto- und Totoblocks übernimmt federführend für jeweils drei Jahre eine der Mitgliedsgesellschaften. Seit 2013 hat Saartoto den Vorsitz inne. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 47: Entwicklung des deutschen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,0% k.a ,6% k.a ,2% k.a ,5% k.a ,7% k.a ,2% k.a ,6% ,2% ,5% ,5% ,4% ,9% ,0% ,2% ,3% ,5% ,2% ,2% ,8% ,8% Quelle: Archiv- und Informationsstelle der deutschen Lotto- und Totounternehmen, Jahresabschlüsse der NKL und SKL, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen Anmerkungen zur Datengewinnung: Dargestellt sind Einsätze und Erträge der deutschen Klassenlotterien und des deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB) abzgl. der DLTB-Umsätze, die mit Wetten und im Internet generiert wurden. Die Spieleinsätze der deutschen Klassenlotterien wurden für die Jahre geschätzt. Der Bruttospielerträge der Klassenlotterien leiten sich aus den jeweiligen Spieleinsätzen ab. Grundlage bildete die gemeinsame Rohertragsmarge von Norddeutscher Klassenlotterie (NKL) und Süddeutscher Klassenlotterie (SKL) des Jahres 2011 (39,0 Prozent). Die Rohertragsmarge für DLTB-Lotterien bis 2006 ist geschätzt (50,7 Prozent)

105 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 101 Steuern und Abgaben Die Besteuerungsgrundlage bei deutschen Lotterien ist der Nennwert der Lose. Die Lotteriesteuer beträgt effektiv Prozent der Besteuerungsgrundlage. Zudem sind die Lotteriegesellschaften zu einer Gewinnablieferung oder Konzessionsabgabe verpflichtet. Die Konzessionsabgabe beträgt 20 Prozent der Wetteinsätze und ist von Unternehmen zu zahlen, die eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen und auf eigene Rechnung wirtschaften. Die Gewinne der Unternehmen, die im Namen und für Rechnung des Staates tätig sind, werden nach individuellen Sätzen der Länder an diese verteilt. Tab. 48: Lotteriesteuer und -abgaben in Deutschland , in Euro Steuern in Euro Gewinnablieferungen und Konzessionsabgaben der Lotteriegesellschaften in Total in Euro Anteil am BSE 2000 k.a k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a % % % % % % % % % * % Quelle: Steuern: Bundesfinanzministerium 41, Abgaben: Statistisches Bundesamt *Soll-Zahl (Stand: ) Die Einnahmen durch Steuern und Abgaben der Lotteriegesellschaften unterlagen in den vergangenen Jahren kleinen Schwankungen. Im Jahre 2013 beliefen sich die Einnahmen auf rund 2,7 Mrd. Euro (+ 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Gewinnablieferungen und Abgaben des Lotteriewesens kommen sozialen, sportlichen und kulturellen Zwecken zu Gute. 41 vgl. Zusammenstellung der Ländersteuern nach Kalenderjahren des Bundesfinanzministeriums, Referat I A 6

106 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Frankreich Die französische Gesellschaft Française des Jeux (FDJ) verfügt in Frankreich über das Lotterie- und Sportwettenmonopol (Sportwetten: terrestrisch). Zum Produktportfolio der Gesellschaft gehören Lotto, Euro- Millions, Keno, 5-Minuten-Keno, Bingo, Toto, Sportwetten mit festen Quoten und Sofortlotterien. Im Rahmen des Online-Lizenzmodells verfügt FDJ über eine Online- Sportwettenlizenz (seit 2010). Der französische Staat ist mit 72 Prozent an FDJ beteiligt. Im Jahr 2012 erzielte FDJ Spieleinsätze i.h.v. von 10,3 Mrd. aus Lotterien. Die Überschüsse werden an den Staat transferiert und für gesellschaftspolitische Belange aufgewendet. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 49: Entwicklung des französischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,6% ,4% ,8% ,1% ,4% ,5% ,1% ,9% ,2% ,6% ,3% ,9% ,3% ,3% ,0% ,8% ,8% ,5% ,9% ,5% ,7% ,0% ,7% ,7% ,1% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Française des Jeux Anmerkungen zur Datengewinnung: Spieleinsätze aus Nilles (2009) Rohertragsmarge aus Nilles (2009)

107 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 103 Steuern und Abgaben Im Jahr 2012 flossen rund 2,9 Mrd. des Umsatzes von FDJ als Steuern an den Staat. Dies entspricht 24 Prozent der Gesamt-Umsätze von FDJ. Tab. 50: Steueraufkommen im Bereich Lotteriewesen in Frankreich Steuern in Euro Anteil am BSE ,3% ,8% ,3% ,6% ,5% ,9% ,6% ,0% 2008 k.a. k.a ,4% ,5% ,3% ,5% 2013 k.a. k.a. Quelle: : Française des Jeux nach Nilles (2009) ; : Française des Jeux FDJ unterstützt insbesondere das nationale Zentrum für Sportentwicklung (CNDS). Während dieses im Jahr 2012 mit 214 Mio. Euro unterstützt wurde, ist die Höhe anderer Spenden von FDJ, die in soziale Projekte flossen, nicht bekannt. Tab. 51: Aufwendungen für Spenden im Bereich Lotteriewesen in Frankreich Spenden in Euro Anteil am BSE ,0% ,0% ,1% ,2% ,2% ,2% ,8% ,6% 2008 k.a. k.a ,1% ,5% ,0% ,9% 2013 k.a. k.a. Quelle: : Nilles (2009); : Française des Jeux

108 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Italien Für die großen Lotterien (Lotto 5 aus 90 Festquotenlotto/SuperEnalotto 6 aus 90 Totalisatorprinzip) werden Einzellizenzen ausgeschrieben, die zeitlich befristet sind. Konzessionsinhaberin für Lotto 5 aus 90, mit Abstand Hauptspiel in Italien, ist das italienische Unternehmen Lottomatica. Das italienische Unternehmen Sisal verfügt derzeit über die Konzession von SuperEnalotto. Lottomatica ist in Italien Marktführer und verfügt neben der Lottokonzession über diverse andere Glücksspielkonzessionen (Pferdewetten, Wettsektor, Sofortlotterien). Des Weiteren gehört der Glücksspielsystemlieferant GTECH (Weltmarktführer) zur Unternehmensgruppe Lottomatica. Der zweitgrößte Anbieter Sisal besitzt neben der Lottokonzession ebenso noch weitere Glücksspielkonzessionen. Beide Gesellschaften verfügen über ein weit umspanntes und technisch hochentwickeltes Vertriebsnetz, über das die Vermarktung erfolgt. Lottomatica ist Mitglied eines Konsortiums, das die Ausschreibung für Sofortlotterien gewonnen hat. Die Vermarktung erfolgt über das Vertriebsnetz von Lottomatica, aber auch über das Vertriebsnetz von Sisal. Neben den klassischen Lotterien wird in Italien Bingo durch eine Vielzahl an Anbietern vertreten. Insgesamt hat die Regulierungsbehörde AAMS 222 Bingo-Konzessionen (Stand: 2013) registriert. 42 In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 52: Entwicklung des italienischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,5% k.a ,9% k.a ,5% k.a ,3% k.a ,3% k.a ,8% k.a ,8% k.a ,0% ,5% ,0% k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: AAMS Anmerkungen: Hochrechnung für 2012 aus drei Quartalen. Bruttospielertrag geschätzt nach Rohertragsmarge Vgl. Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato (2014): Libro Blu 2014, S. 88.

109 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 105 Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2006 aus Nilles (2009) Spieleinsätze 4. Quartal 2012 geschätzt Der Bruttospielertrag ist geschätzt und leitet sich aus den Spieleinsätzen ab. Die Rohertragsmarge entspricht der Rohertragsmarge von 2011 und wurde auf den gesamten Zeitraum der Darstellung übertragen. Steuern und Abgaben Unter die Steuerabgaben des Lotteriewesens in Italien fallen Abgaben von Lottomatica (Lotto), Sisal (SuperEnalotto), traditionellen nationalen Lotterien sowie Bingo. Sämtliche Bereiche werden durch die Amministrazione autonoma dei monopoli di Stato (AAMS) beaufsichtigt. Traditionelle Lotterien und Lotto haben eine Glücksspielsteuer i.h.v. 6 Prozent zu zahlen. SuperEnalotto (Sisal) unterliegt demselben Steuersatz. Für den Bingo-Bereich sind keine Steuersätze bekannt. Tab. 53: Steuereinnahmen im Bereich Lotteriewesen in Italien Steuern in Euro Lotto SuperEnalotto Lotterien Bingo Total Anteil am BSE ,1% ,7% ,9% ,0% ,6% ,0% ,8% 2010 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a. Quelle: Nilles (2009), AAMS Über die Abgaben für gemeinnützige Zwecke liegen lediglich für das Jahr 2007 Daten vor wurden von den Lotterien, Lotto, SuperEnalotto und Bingo rund 2,25 Mrd. Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet.

110 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 106 Tab. 54: Abgaben für gemeinnützige Zwecke des Lotteriewesen in Italien Abgaben in Euro Lotto SuperEnalotto Lotterien Bingo Total Anteil am BSE 2003 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a % 2008 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: 2007: Nilles (2009) Malta Malta verfügt über eine separate Gesetzgebung für den inländischen Lotterie- und Wettbereich und Online-Glücksspiele wurde die Nationallotterie als Staatsmonopol ins Leben gerufen. Seit 2004 ist diese privatisiert. Die Operativgesellschaft Maltco Lotteries Ltd. ist Betreiberin der Nationallotterie. Maltco Lotteries wird von einem Konsortium betrieben (u. a. ist Intralot beteiligt). Das Produktangebot von Maltco Lotteries umfasst neben Lotterien (inkl. Sofortlotterien) auch Oddset-Sportwetten. Den in Malta ansässigen Off-Shore-Anbietern ist es untersagt, ihre Angebote an die maltesische Bevölkerung zu richten. Tab. 55: Entwicklung des maltesischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge 2003 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

111 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 107 Steuern und Abgaben Die Höhe der Steuerabgaben von Maltco Lotteries ist unbekannt. Zusammen mit den Abgaben der maltesischen Bingo-Hallen wurden jedoch laut der Lotteries and Gaming Authority (LGA) im Jahre ,7 Mio. Euro Steuern entrichtet. Tab. 56: Steuereinnahmen im Bereich Lotteriewesen in Malta Steuern in Euro Anteil am BSE Lotterie Bingo Total k.a k.a k.a k.a. Quelle: Lotteries and Gaming Authority (LGA) Für die Jahre 2012 und 2013 liegen keine speziell für das Lotteriewesen ausgewiesenen Daten vor. Bei Betrachtung der in Kapitel 2.5 dargelegten, stagnierenden Gesamtsteuerabgaben des Glücksspielmarktes in Malta ist davon auszugehen, dass auch die Lotterie- und Bingo-Abgaben seit 2011 keinen signifikanten Änderungen unterliegen. Tab. 57: Abgaben für gemeinnützige Zwecke des Lotteriewesens in Malta Abgaben in Euro Anteil am BSE Lotterie Bingo Total 2008 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a Österreich Nach dem österreichischen Glücksspielgesetz fallen bestimmte Lotterien (Lotto, Toto, Zusatzspiele, Sofortlotterien, Klassenlotterien, Zahlenlotto, Nummernlotterien, elektronische Lotterien wie Videolotterien) unter das staatliche Glücksspielmonopol. Zur Durchführung können Konzessionen ausgeschrieben werden. Die Österreichischen Lotterien haben die Ausschreibung zur Durchführung von bestimmten Lotterien gewonnen und am 1. Oktober 2012 eine Konzession für 15 Jahre erhalten. Die Spieleinsätze der Österreichischen Lotterien betrugen im Jahr 2012 rd. 3,0 Mrd. Euro (inkl. Automaten und Casinospiele exkl. Automaten und Casinospiele: 1,3 Mrd. Euro).

112 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 108 In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 58: Entwicklung des österr. Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,5% ,3% ,7% ,9% ,7% ,0% ,8% ,4% ,4% ,7% ,6% ,5% k.a ,6% k.a ,0% k.a ,4% k.a ,1% k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Österreichische Lotterien Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2005 aus Nilles (2009) Bruttospielertrag ab 2008 geschätzt, hierzu wurde die mittlere Rohertragsmarge der Jahre (53,5%) unterstellt. Steuern und Abgaben Die Höhe der Glücksspielabgabe beträgt bei allen Spielen der Österreichischen Lotterien mit Ausnahme der elektronischen Lotterien 16 Prozent der Wetteinsätze. Bei den elektronischen Lotterien bei WINWIN (VLTs) unterliegt der Bruttospielertrag einer Glücksspielabgabe in Höhe von 10 Prozent als Bundesabgabe zuzüglich Landeszuschlägen auf diese Abgabe in Höhe von bis zu 150 Prozent. Des Weiteren wird seit dem 1. Januar 2011 aus den Bruttospielerträgen der elektronischen Lotterien bei WINWIN eine Umsatzsteuer gemäß UStG abgeführt. Die Gesamtsteuerleistung der Österreichischen Lotterien betrug im Jahr 2013 rund 433,8 Mio. Euro. Hierin sind die spielabhängigen Abgaben, Steuern vom Einkommen und sonstige Steuern und Abgaben berücksichtigt wurden etwa 24 Prozent mehr Steuern entrichtet als im Jahr 2007.

113 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 109 Tab. 59: Steuereinnahmen im Bereich Lotteriewesen in Österreich Steuern in Euro Anteil am BSE ,3 % ,7% ,4% ,9% ,8% ,6% ,5% ,9% ,1% ,2% k.a. Quelle: 2003: Nilles (2009); : Österreichische Lotterien Gemäß der im Glücksspielgesetz verankerten Sportförderung tragen die Österreichischen Lotterien zur finanziellen Unterstützung des Sports in Österreich bei. Mit der Änderung des Glücksspielgesetzes im Dezember 2004 wurde mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2005 ein Förderbetrag in Höhe von 3 Prozent der Umsatzerlöse der Österreichischen Lotterien bestimmt. Tab. 60: Abgaben der Österreichischen Lotterien an die Sportförderung Abgaben in Euro Anteil am BSE 2003 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,4% ,3% ,9% ,0% ,1% k.a. Quelle: Österreichische Lotterien Seit der neuerlichen Änderung des Glücksspielgesetzes im Juli 2010 wurde diese Regelung geändert. Seit Anfang 2011 wird ein Betrag in Höhe von 80 Mio. Euro fällig. Dieser Betrag erhöht sich jährlich, erstmals im Jahr 2013, in dem Ausmaß, in dem die glücksspielrechtlichen Bundesabgaben des Konzessionärs nach 14 im Vorjahr gegenüber dem vorletzten Jahr gestiegen sind.

114 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweden Schweden verfügt über ein ausgeprägtes Glücksspielmonopol. Zentrale Gesellschaft ist Svenska Spel, die sich unter staatlicher Kontrolle befindet. Svenska Spel bietet eine breite Produktpalette an, über eine Tochtergesellschaft werden auch Spielbanken und ein Online-Poker-Angebot betrieben. Das breite Angebot des Monopolisten wird mit der spezifischen Marktsituation in Schweden (vorhandene Nachfrage nach bestimmten Angeboten, Bekämpfung des illegalen Angebots) begründet. Die Glücksspielsektoren von Svenska Spel umfassen im Einzelnen Lotterien, Wetten und Videolotterie-Terminals (außerhalb von Spielbanken); Spielbanken werden von Svenska Spel im Rahmen der Tochtergesellschaft Casino Cosmopol betrieben erzielte Svenska Spel Lotterie-Spieleinsätze in Höhe von rund 880 Mio. Euro. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 61: Entwicklung des schwedischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertrags- marge k.a. k.a. k.a ,8% k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,0% k.a. k.a ,3% k.a. k.a ,5% k.a. k.a ,1% ,7% ,8% ,8% ,2% ,4% ,0% ,0% ,8% ,9% ,9% ,0% ,5% ,0% ,9% ,0% Quelle: Lotteriinspektionen, Svenska Spel Anmerkungen zur Datengewinnung: Berücksichtigt sind Zahlenspiele und Lotterien von Svenska Spel. Daten Spieleinsätze bis 2007 aus Nilles (2009), und um den Online-Anteil bereinigt Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres 2010.

115 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 111 Steuern und Abgaben Da sich Svenska Spel in staatlicher Hand befindet, ist das Unternehmen von Steuern befreit. Der Großteil der Profite fließt somit direkt an den schwedischen Staat. Nebenbei kommen noch eher geringe Beträge kulturellen Zwecken oder dem schwedischen Sportbund zugute. Die folgende Tabelle bezieht sich auf Daten des Gesamtkonzerns Svenska Spel, nicht speziell auf deren Lotteriesegment. Demnach wird der Anteil des Gewinns am Net Gaming Revenue (NGR) des Gesamtkonzerns ausgewiesen. Tab. 62: Verteilung des Gewinns von Svenska Spel Verteilung des Gewinns in Euro Anteil am BSE Kultur Sport Staat Übertrag Total 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,8% ,6% ,5% ,3% ,2% ,4% ,5% ,7% Quelle: Svenska Spel

116 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spanien Spanien verfügt innerhalb Europas über einen der größten Lotteriemärkte. Die Gesellschaften Sociedad Estatal Loterías y Apuestas del Estado (SELAE) und die Blindenorganisation Organización Nacional de Ciegos de España (ONCE) haben ein Monopol im Bereich des Lotteriewesens. Das klassische Lotterie- und Wettgeschäft (Totalisatorwetten) wird dabei von SELAE, dem Marktführer, betrieben. Die Gesellschaft befindet sich in staatlicher Hand. Die gesamten Lotterien erzielten im Jahr 2012 Spieleinsätze in Höhe von 11,1 Mrd. Euro. Die Wohltätigkeitsorganisation ONCE erzielt ebenfalls signifikante Umsätze mit Lotterien; sie vertreibt im Wesentlichen Passivlotterien und Sofortlotterien zu Gunsten der Blinden in Spanien. ONCE ist als Wohltätigkeitsorganisation nicht in nachfolgender Tabelle enthalten, sondern wird separat in Kapitel dargestellt. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 63: Entwicklung des spanischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertrags- marge k.a ,9% ,6% ,3% ,0% ,3% ,1% ,9% ,4% ,2% ,0% ,0% ,5% ,9% ,3% ,6% ,6% ,8% ,8% ,8% ,9% ,0% ,4% ,7% ,5% ,9% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Loterias y Apuestas del Estado (SELAE), ONCE Anmerkungen zur Datengewinnung: Enthalten sind sämtliche Angebote von SELAE. Neben Lotterien und Bingo umfasst das Angebot von SELAE auch Toto-Angebote. Deren Einsätze konnten nicht bestimmt werden und sind ebenfalls in Tab. 63 enthalten. Nicht berücksichtigt wurde die regionale Lotteriegesellschaft der Region Katalonien (Loto Catalunya).

117 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 113 Steuern und Abgaben Die Einnahmen von SELAE und ONCE unterliegen keiner gesonderten steuerlichen Regelung. Da sich SELAE in staatlicher Hand befindet, wird ein Großteil der Gewinne ohnehin in die Staatskasse abgeführt. Im Falle von ONCE werden die Einnahmen in wohltätige Projekte investiert. Bei Bingo-Spielen ist der Steuersatz abhängig vom Sitz des Betreibers. Diese werden von den jeweiligen Regionen autonom festgelegt. Im Jahr 2012 kamen der Staatskasse durch die SELAE Mio. Euro zugute. Im Falle der SELAE erscheint dies wie ein deutlicher Einbruch der Steuerzahlungen in Höhe von rund 46,5 Prozent ggü. dem Vorjahr. Die DGOJ weist jedoch in ihrem Jahresbericht 43 darauf hin, dass die Abgabenpflicht im Jahr 2011 besonders hoch war, da die SELAE damals einmalige Abgaben in Höhe von Mio. Euro leistete. Der ebenfalls nicht unbeträchtliche Rückgang im Vergleich zu dem Wert für das Jahr 2010 wird in der Quelle nicht näher erläutert. Die Steuerabgaben der SELAE aus den Jahren 2008 und 2009 sind nicht bekannt. Tab. 64: Einnahmen des Staates im Bereich Lotteriewesen in Spanien Einnahmen des Staates in Euro Anteil am BSE Lotterien (SELAE) Bingo Total ,7% ,3% ,1% ,7% ,2% ,7% ,1% ,2% 2008 k.a k.a. k.a k.a k.a. k.a ,0% ,6% ,9% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: : Nilles (2009); Direccion General de Ordenacion del Juego (DGOJ) 43 DGOJ (2013): Memoria Anual 2012, Seite 56.

118 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Vereinigtes Königreich Der Lotteriebereich (The National Lottery/Camelot) wird über eine Exklusivkonzession gesteuert (Ausschreibungsmodell, ein Unternehmen). Der britische Anbieter Camelot hat bis dato alle Ausschreibungen gewonnen (aktuelle Lizenz 2009 bis 2023). Das Produktportfolio umfasst Große Lotterien (LOTTO 6aus49, EuroMillions, Zusatzlotterien, Sofortlotterien u. a.). Die Besteuerung von The National Lottery liegt bei 12 Prozent. Insgesamt liegen die Abgaben bei rund 40 Prozent. Im Jahr 2012 lagen die Spieleinsätze von The National Lottery bei 7,8 Mrd. Euro. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 65: Entwicklung des Lotteriewesens im Vereinigten Königreich Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,2% ,2% ,0% ,0% ,0% ,4% ,9% ,9% ,9% ,9% ,0% ,3% ,6% ,0% ,1% k.a ,2% ,6% ,6% ,0% ,2% ,0% ,6% ,4% ,6% ,8% ,8% Quelle: Gambling Commission, National Lottery Commission. Anmerkung: : Keine Angaben zu Bingo. Umsätze 2008 nicht vergleichbar mit Vorjahr. Anmerkungen zur Datengewinnung: Enthalten sind die britischen Lotteriespiele (ab 2000) sowie Bingo-Spiele ab dem Jahr Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres 2010.

119 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 115 Steuern und Abgaben Im Lotteriewesen müssen Gebühren in Höhe von 12 Prozent auf den Einsatz entrichtet werden. In Sonderfällen sind Lotterien von der Gebühr befreit. Dies trifft vor allem zu, wenn sie einen wohltätigen Zweck verfolgen. Die Besteuerung von Bingo-Spielen beträgt 20 Prozent des Bruttospielertrages. Im Jahr 2013 wurden durch Lotterien und Bingo-Spiele Gebühren in Höhe von rund Mio. Euro gezahlt. Tab. 66: Aufwendungen für Steuern im Bereich Lotteriewesen im Vereinigten Königreich Gebühr in Euro Anteil am BSE Lotterie Bingo Total ,2% ,7% ,5% ,8% ,9% ,0% ,3% ,1% ,7% ,4% ,8% ,3% ,3% k.a. Quelle: HM Revenue and Customs Die englische National Lottery Commission unterstützt jährlich gemeinnützige Zwecke. Teil des Umsatzes gehen an den National Lottery Distribution Fund (NLDF) sowie den Olympic Lottery Distribution Fund (OLDF).

120 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 116 Tab. 67: Aufwendungen für Spenden im Bereich Lotteriewesen im Vereinigten Königreich Spenden in Euro Anteil am BSE ,9% ,3% ,9% ,8% ,4% ,8% ,2% ,9% ,6% ,8% ,5% ,9% ,1% 2013 k.a. k.a. Quelle: National Lottery Commission Anmerkung: Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr, nicht das kalendarische Jahr Norwegen Norwegen verfügt über ein umfassendes und restriktives Glücksspielmonopol. Norsk Tipping AS besitzt in Norwegen das Exklusivrecht zur Veranstaltung und Durchführung von Lotterien (einschließlich Sofortlotterien), Sportwetten und Videolotterien (elektronische Geldautomaten, die über einen Zentralrechner gesteuert werden). Die Spieleinsätze von Norsk Tipping betrugen im Jahr 2012 rd. 1,6 Mrd. Euro. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

121 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 117 Tab. 68: Entwicklung des norwegischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,6% k.a ,3% k.a ,3% k.a ,2% k.a ,4% k.a ,3% k.a ,3% k.a ,3% k.a ,8% ,5% ,5% k.a ,4% k.a ,2% k.a k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Lotteri- og stiftelsestilsyne Anmerkungen zur Datengewinnung: Berücksichtigt sind die Lotterie- und Zahlenspiele von Norsk Tipping sowie weitere norwegische Lotteriespiele (Lotteri, Bingo, Talspelet extra). Ab 2008 wurden Online-Umsätze separat ausgewiesen. Der Bruttospielertrag ist aus den Spieleinsätzen abgeleitet. Zugrunde lag die Rohertragsmarge des Jahres 2009 (49,5 Prozent), die auf die gesamte Zeitreihe übertragen wurde. Norwegische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, NOK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Norsk Tipping ist von sämtlichen Steuern befreit. Die Gewinne von Norsk Tipping werden hauptsächlich zur Förderung des norwegischen Sports sowie von gemeinschaftlichen und kulturellen Zwecken verwendet. Tab. 69: Verteilung der Gewinne von Norsk Tipping in Euro Sport Kultur Gesundheit Fiskus Bingo Bürger Andere Total Anteil am BSE 59,4% 57,1% 56,5% 55,0% 63,5% Quelle: Norsk Tipping

122 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweiz In der Schweiz erfolgt das Lotterieangebot über zwei Lotteriegesellschaften. Die Interkantonale Landeslotterie (Swisslos) deckt alle Gebiete der deutsch- und italienischsprachigen Kantone ab, die Loterie Romande die französischsprachigen Kantone. Beide Lotteriegesellschaften wurden 1937 gegründet. Ihre Gewinne kommen gemeinnützigen, öffentlichen Projekten zugute. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 70: Entwicklung des schweizerischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,4% ,1% ,4% ,5% ,4% ,8% ,4% ,5% ,9% ,9% ,9% ,2% ,5% ,1% ,8% ,9% ,4% ,2% ,3% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Bundesamt für Justiz Anmerkungen zur Datengewinnung: Berücksichtigt sind die Lotteriespiele von Swisslos und Loterie Romande. Spieleinsätze Loterie Romande geschätzt nach Bruttospielertrag. Grundlage bildete die mittlere Rohertragsmarge der Jahre ohne das Tactilo-Spiel (56,7 Prozent). Spieleinsätze Swisslos geschätzt nach Bruttospielertrag. Rohertragsmarge Swisslos übernommen aus Nilles (2009). Rohertragsmarge 2008 geschätzt (mittlere Rohertragsmarge von 2007 und 2009) Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Seit 2007 zahlen Swisslos und Loterie Romande 0,5 Prozent des Bruttospielertrags als Steuern an die einzelnen Schweizer Kantone. Diese Steuern werden von den Kantonen zur Prävention und Bekämpfung von Spielsucht eingesetzt.

123 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 119 Tab. 71: Steuereinnahmen im Bereich Lotteriewesen in der Schweiz in Euro BSE Loterie Romande Swisslos Total Steuersatz (Anteil BSE) Steuern BSE Steuersatz Steuern Steuern 2003 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% ,5% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Loterie Romande, Swisslos, Goldmedia-Berechnung Neben der erst 2007 eingeführten Steuer werden die Gewinne von Loterie Romande und Swisslos gemeinnützigen Zwecke gespendet. Diese umfassen Ausgaben für das Sozialwesen, bezüglich der Jugend und Ausbildung, Gesundheit, Kultur, Umwelt, Forschung und Wirtschaft sowie für den Sport. Ebenso fließt ein Teil der Gewinne in unabhängige kantonale Fonds. Tab. 72: Spendenausgaben von Loterie Romande Loterie Romande in Euro Total Anteil am BSE von Loterie Romande 2003 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a ,4% ,5% 2011 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. 0,0% ,0% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Loterie Romande 1: Kultur, 2: Sozialhilfe und ältere Menschen, 3: Gesundheit und Behindertenbetreuung, 4: Kulturerbe und Naturschutzprojekte, 5: Förderung, Tourismus und Entwicklung, 6: Jugend und Bildung, 7: Ausbildung und Forschung, 8: Umwelt

124 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 120 Tab. 73: Spendenausgaben von Swisslos Swisslos in Euro Kantonale Lotteriefonds Sport Total Anteil am BSE von Swisslos 2003 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a ,1% ,0% ,2% ,8% ,7% ,1% ,3% ,4% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Swisslos USA Der Lotteriesektor ist fast in sämtlichen Bundesstaaten der USA konzessioniert. Lediglich in sieben von 50 Bundesstaaten gibt es keine eigene staatliche Lotterie. Es handelt sich hierbei um die Bundesstaaten Alabama, Alaska, Hawaii, Mississippi, Nevada, Utah und Wyoming. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 74: Entwicklung des US-amerikanischen Lotteriewesens Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,7% ,7% ,9% ,3% ,0% ,7% ,7% ,6% ,9% ,8% ,7% ,1% ,3% ,9% ,1% ,9% ,9% ,4% ,7% ,6% ,5% ,5% ,2% ,5% ,9% ,8% ,7% Quelle: US Lotteries Statistics

125 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 121 Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten 2000 bis 2005 aus Vorstudie Angaben zu 2013 sind vorläufig. US-Dollar wurden mit einem Kurs von 0, USD/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben In den USA werden keine Steuern auf Lotteriespiele erhoben. Da jede Lotterie als Staatsmonopol betrieben wird, kommen die Gewinne, die nach den Vertriebs- und verwaltungskosten übrig bleiben, dem Staat zugute. Dieser setzt sie mitunter für gemeinnützige Zwecke ein. Tab. 75: Abgaben an den Staat des US-amerikanischen Lotteriewesens Abgaben an den Staat in Euro Anteil am BSE 2000 k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a % % % % 2012 k.a k.a. Quelle: US Lotteries Statistics

126 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spielbanken (ohne Online-Casinos) Dänemark In Dänemark ist es zurzeit nicht möglich, eine weitere Spielbanklizenz zu erhalten. Nur wenn eine der bestehenden Lizenz erlischt, kann die Regierung entscheiden, ob diese neu vergeben werden soll. Die Lizenz kann bis zu einer Dauer von zehn Jahren ausgesprochen werden. Dabei können bestimmte Spielarten eingeschränkt werden. Für die Regulierung und die Kontrolle ist das dänische Finanzministerium zuständig. Des Weiteren bestimmt das Finanzministerium die erforderlichen Anforderungen einer Spielbank. Hierzu zählen die Eintrittspreise, Öffnungszeiten sowie die erlaubten Spiele. Die dänische Glücksspielaufsicht reguliert zudem die Ausrichtung von Poker Turnieren. Tab. 76: Entwicklung des dänischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospiel-ertrag Rohertragsmarge Anzahl Casinos k.a k.a ,9% k.a. 6 Quelle: Spillemyndigheden Anmerkungen zur Datengewinnung: Spieleinsätze abgeleitet aus Bruttospielertrag. Da die derzeitige Regulierungsbehörde erst seit 2012 Daten ausweist und davor keine öffentlichen Daten zugänglich sind, werden hier die Werte erst ab 2012 ausgewiesen. Zur Rohertragsmarge waren keine Informationen erhältlich. Daher wurde pauschal eine Rohertragsmarge von 5 Prozent angenommen. Dänische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, EUR/DKK in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Dänische Spielbanken unterliegen bis zu einem Ertrag in Höhe von 4 Mio. Kronen (rund Euro) einem Steuersatz von 45 Prozent. Für den restlichen Teil des Ertrages wird eine Steuer von 75 Prozent fällig. Laut der European Casino Association beliefen sich die Steuern des dänischen Spielbanksektors auf 26 Mio. Euro ein Anstieg von rund 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr Da das Regulierungsregime gewechselt hat, gibt es für den Zeitraum vor 2012 keine vergleichbare Datenausweisung 45 European Casino Association: ECA s European Casino Industry Report 2013 Prepared by Gambling Compliance, S.33

127 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 123 Tab. 77: Steuereinnahmen im Spielbankensektor in Dänemark Steuern in Euro Anteil am BSE k.a k.a ,1% 2013 k.a. k.a. Quelle: European Casino Association, Danish Casino Association Über Abgaben der dänischen Spielbanken für gemeinnützige Zwecke liegen keine Informationen vor. Tab. 78: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielbankensektor in Dänemark Abgaben in Euro Anteil am BSE 2010 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

128 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland Die Länder entscheiden über die Zulassung einer begrenzten Zahl von Spielbanken. In einigen Ländern wird zudem noch der Ort festgelegt, an dem ein Casino betrieben werden darf. Grundlegend gibt es zwei Arten von Spielbanken in Deutschland. Zum einen die von privater Hand betriebenen und zum anderen die direkt oder indirekt von den Ländern betriebenen Spielbanken. Tab. 79: Entwicklung des deutschen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,9% k.a ,7% k.a ,4% k.a ,1% k.a ,2% ,6% ,5% ,6% ,0% ,6% ,2% ,4% ,4% ,4% ,3% ,3% ,9% ,3% ,9% ,3% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Westspiel Anmerkungen zur Datengewinnung: Spieleinsätze abgeleitet aus den Rohertragsmargen für das Klassische Spiel und das Automatenspiel in Spielbanken Für das Klassische Spiel wurde eine Rohertragsmarge von 2,5 Prozent unterstellt Rohertragsmarge für das Automatenspiel in Spielbanken (6,0 Prozent) nach Unternehmensangaben von Westspiel 46 Rohertragsmarge geschätzt (4,6 Prozent), da der Split zwischen Klassischem Spiel und Automatenspiel nicht bekannt war 46 vgl. zuletzt abgerufen am

129 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 125 Steuern und Abgaben Die deutschen Spielbanken haben eine Spielbankabgabe zu zahlen, die in den Spielbankgesetzen der Bundesländer geregelt ist. Bemessungsgrundlage für die Spielbankabgabe ist der Bruttospielertrag der jeweiligen Spielbanken. Die Höhe des Abgabensatzes variiert in den einzelnen Ländern zwischen 20 und 80 Prozent. In einigen Bundesländern kommen noch Sonder- bzw. Tronc-Abgaben hinzu. Die deutschen Spielbanken zahlten im Jahr 2013 Abgaben in Höhe von rund 174 Mio. Euro an den Staat. Damit haben die seit Jahren sinkenden Abgaben einen neuen Tiefstwert erreicht. Dies ist insbesondere auf Umsatzrückgänge der Casinos sowie Senkungen der Abgabensätze zurückzuführen. Tab. 80: Spielbankenabgaben in Deutschland Spielbankenabgaben in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a ,0% ,0% ,2% ,4% ,5% ,5% ,4% ,9% ,9% ,2% ,2% ,5% * k.a. Quelle: Statistisches Bundesamt *Soll-Zahl (Stand: ) Die Spielbankabgaben werden für soziale und kulturelle Zwecke verwendet. Daneben geht ein Teil der Spielbankabgabe (10-23%) an die Sitzgemeinde der jeweiligen Spielbank Frankreich Spielbankenlizenzen werden vom französischen Innenministerium erteilt. Der Antrag kann nur mit Zustimmung der Sitzgemeinde gestellt werden. Eine Kommission, bestehend aus Vertretern des Parlaments, der Kommunen und der Verwaltung prüft den Antrag und gibt im Verfahren ein beratendes Votum ab. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

130 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 126 Tab. 81: Entwicklung des französischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spiel banken k.a ,3% k.a ,7% ,3% k.a ,8% ,3% k.a ,7% ,3% ,1% ,3% ,1% ,3% ,2% ,3% ,1% ,3% ,7% k.a ,0% k.a ,0% k.a ,0% k.a ,8% k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Casinos de France Anmerkungen zur Datengewinnung: Angaben aus Nilles (2009) (außer Bruttospielertrag ab 2003 und Anzahl Spielbanken) Spieleinsätze ab 2008 abgeleitet aus Bruttospielertrag Rohertragsmarge ab 2008 übernommen aus Nilles (2009) Steuern und Abgaben Die Spielbanken in Frankreich müssen sowohl staatliche als auch kommunale Steuern zahlen. Insgesamt müssen sie sechs verschiedene Steuern abführen. Tab. 82: Steuersätze im Spielbankensektor in Frankreich Steuer Progressive Staatssteuern Feste Staatssteuern (seit 1991) Feste Staatsteuern (seit 1991) Kommunale Abgaben Beitrag zur Rückzahlung der Sozialschuld (Seit ) Allgemeiner Sozialbeitrag (seit 2005) Steuersatz Von 10 Prozent bis 80 Prozent auf BSE 0,5 Prozent des BSE der Tischspiele 2 Prozent des BSE der Spielautomaten Maximal 15 Prozent des BSE 3 Prozent des BSE 9,5 Prozent des BSE der Spielautomaten Quelle: Casinos de France

131 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 127 Die progressiven Staatssteuern variieren abhängig vom Bruttospielertrag zwischen 10 und 80 Prozent. Die Steuerausgaben der französischen Spielbanken beliefen sich im Jahr 2012 auf Mio. Euro und sind damit um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Tab. 83: Steuereinnahmen im Spielbankensektor in Frankreich Steuern in Euro Anteil am BSE ,9% ,9% ,9% ,9% ,5% ,9% ,9% ,9% 2008 k.a. k.a k.a. k.a ,9% ,1% ,4% 2013 k.a. k.a. Quelle: : Schätzung durch Nilles (2009); Ab 2008: European Casino Association, Casinos de France Bis zu 10 Prozent des entstandenen Steueraufkommens kommt den jeweiligen Gemeinden zugute. Somit unterstützen die französischen Casinos indirekt gemeinnützige Zwecke. Die Höhe der Abgaben an die Gemeinden konnte nicht erhoben werden. Tab. 84: Gemeindeabgaben der französischen Spielbanken Abgaben in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

132 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Italien Spielbanken fallen nicht unter die Aufsicht und Kontrolle der Aufsichtsbehörde AAMS. Stattdessen werden die Spielbanken auf kommunaler Ebene reguliert, von den örtlichen Behörden in den jeweiligen Provinzen oder Kommunen betrieben und vom Finanzminister überwacht. Spielbanken wurden in Italien vor allem aus touristischen Gründen eröffnet. Die derzeitig bestehenden vier Spielbanken sind: Casinos Sanremo, Casino di Venezia, Saint Vincent, Casino Campione. Darüber hinaus sind alle Spielbanken für Online-Glücksspiele autorisiert. Das Online-Glücksspielsegment wird von der AAMS überwacht. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 85: Entwicklung des italienischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vormarge Bruttospielertrag Rohertragsjahr Anzahl Spielbanken ,5% k.a ,9% ,5% k.a ,7% ,5% k.a ,0% ,5% k.a ,7% ,5% ,2% ,5% ,6% ,5% ,5% ,5% ,6% ,3% ,9% ,7% ,9% k.a. k.a. k.a. Quelle: European Casino Association (ECA) Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2007 aus Nilles (2009) Die Spieleinsätze sind geschätzt und leiten sich aus den Spielerträgen ab. Die Rohertragsmarge (16,5 Prozent) wurde für den gesamten Zeitraum aus der Vorstudie übernommen. Steuern und Abgaben In Italien gibt es keine besonderen Steuern für Spielbanken. Über die Höhe der Steuerabgaben italienischer Casinos konnten keine Daten gewonnen werden.

133 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Spielbanken in Malta bieten Tischspiele und Spielautomaten an. Die Spielbanken sind zwar von der Lotteries and Gaming Authority (LGA) lizenziert, jedoch ist die Lizenz unter Vorbehalt einer Genehmigung, die lediglich von der maltesischen Regierung ausgestellt werden kann. Aktuell gibt es drei Spielbanken in Malta. Ein 2001 eröffnetes, viertes Casino (Casino di Venezia) wurde von der LGA im April 2013 bis auf Weiteres geschlossen. Bereits 2005 reformierte die LGA die Bestimmungen für Spielbanken. Seitdem sind Spielbanken verpflichtet, strenge Vorgaben zu befolgen und Kontrollen vor Ort zuzulassen. 47 Daten über die Umsätze und Besucherzahlen konnten nicht ermittelt werden. Eine der maltesischen Spielbanken, das Dragonara Casino, wirbt in seiner Selbstdarstellung mit einer jährlichen Besucherzahl von Tab. 86: Entwicklung des maltesischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vor- Bruttospielertrag jahr Rohertragsmarge Anzahl Spielbanken 2002 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Steuern und Abgaben Spielbanken in Malta haben für Tischspiele und Spielautomaten gesonderte Steuersätze an die LGA zu zahlen. Im Falle von Tischspielen beträgt der Steuersatz 36 Prozent auf die Bruttospielerträge aller Tischspiele. Bei Spielautomaten sind 40 Prozent auf die BSE aller Automaten zu zahlen. Außerdem haben alle Spielbanken-Betreiber eine erste Lizenzerteilungsgebühr in Höhe von Euro zu zahlen. Der zusätzlich jährlich zu zahlende Lizenzbetrag wurde 2011 von Euro auf Euro angehoben. 49 Die Glücksspielsteuer beträgt 0,5 Prozent des Spieleinsatzes. 47 Lotteries and Gaming Authority: zuletzt abgerufen: Dragonara Casino: zuletzt abgerufen: vgl. LGA Annual Report 2011, S. 4

134 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 130 Die Höhe aller Steuern von Spielbanken betrug ,1 Mio. Euro, rund 30 Prozent mehr als noch Für die Jahre 2012 und 2013 liegen keine speziell für das Spielbanken-Segment ausgewiesenen Daten vor. Bei Betrachtung der in Kapitel 2.5 dargelegten, stagnierenden Gesamtsteuerabgaben des Glücksspielmarktes in Malta ist davon auszugehen, dass auch die Abgaben der Spielbanken seit 2011 keinen signifikanten Änderungen unterlagen. Tab. 87: Gebühreneinnahmen im Bereich Spielbanken in Malta Gebühren in Euro Anteil am BSE k.a k.a k.a k.a. Quelle: Lotteries and Gaming Authority Über Abgaben der maltesischen Casinos für gemeinnützige Zwecke konnten keine Daten erhoben werden. Tab. 88: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielbankensektor in Malta Abgaben in Euro Anteil am BSE 2008 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a Österreich In Österreich müssen laut Glücksspielnovelle 2010 für den terrestrischen Spielbankenbereich Konzessionen ausgeschrieben werden. Aufgrund europarechtlicher Notwendigkeiten wurde im Rahmen der Glücksspiel-Novellierung 2010 die europaweite Ausschreibung im Glücksspielgesetz manifestiert. Die in diesem Kontext bislang erfolgten Ausschreibungen (zwölf Konzessionen) hat allesamt Casinos Austria erhalten. Casinos Austria verfügte zuvor über Exklusivlizenzen im Bereich der terrestrischen Spielbanken in Österreich. Das Unternehmen ist ein international aufgestellter Spielbankenbetreiber und seit dem Erwerb des BAWAG-Anteils (ca. 36 Prozent) jetzt mit 68 Prozent an den Österreichischen Lotterien beteiligt. Für Pokerclubs ist eine Exklusivlizenz ausgeschrieben worden. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

135 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 131 Tab. 89: Entwicklung d. österreichischen Spielbankensektors Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vor- Bruttospielertrag jahr Rohertragsmarge Anzahl Spielbanken ,0% k.a ,2% ,6% k.a ,4% ,1% k.a ,5% ,0% ,0% ,9% ,6% ,1% ,9% k.a ,8% k.a ,2% k.a ,8% k.a ,3% k.a k.a. - k.a. - k.a. Quelle: Casinos Austria Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2004 aus Nilles (2009), Rohertragsmarge bis 2007 aus Vorstudie Spieleinsätze abgeleitet aus Bruttospielerträgen. Hierfür wurde eine Rohertragsmarge von 4,0 Prozent unterstellt (mittlere Ertragsmarge ). Steuern und Abgaben Die Basis für die Spielbankabgabe sind die Bruttospieleinnahmen eines Casinos nach Abzug der Mehrwertsteuer. Nach den Änderungen des Glücksspielgesetzes am 1. Januar 2011 beläuft sich die Spielbankabgabe auf einen einheitlichen Satz von 30 Prozent. Seit 2008 sind die Steuerabgaben der Casinos Austria AG stetig gesunken. Waren es 2008 noch 134 Mio., wurden 2013 nur noch 96 Mio. Euro fällig. Tab. 90: Steuereinnahmen im Spielbankensektor in Österreich Steuern in Euro Anteil am BSE ,1% ,4% ,3% ,7% ,5% ,7% ,9% ,5% ,4% ,7% ,8% k.a. Quelle: Casinos Austria

136 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 132 Über die Höhe von gemeinnützigen Abgaben durch österreichische Casinos konnten keine Daten erhoben werden. Tab. 91: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielbankensektor in Österreich Steuern in Euro Anteil am BSE 2002 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a Schweden Das schwedische Gesetz, das für das Spielbankenwesen relevant ist, ist das Spielbanken-Gesetz von Es besagt, dass es keine Form des Glücksspiels jenseits von Roulette, Würfeln, Kartenspielen und vergleichbaren Spielen geben darf. Zusätzlich sind auch Spielautomaten erlaubt, die zuvor durch das Lotterie-Gesetz reguliert wurden. Regulatorisch gibt es in Schweden ein Maximum von sechs Spielbanken. Alle Spielbanken, aktuell vier, werden von Svenska Spel betrieben. Casino Cosmopol ist das Tocherunternehmen von Svenska Spel, welches das Casino-Geschäft operativ durchführt. Neben den Spielbanken von Casino Cosmopol existieren jedoch noch weitere Formen des Casino-Spiels. In sogenannten Restaurant-Casinos ist es ebenfalls möglich, Tisch-, Würfel- und Kartenspiele zu spielen. Die Gewinnmöglichkeiten sind jedoch deutlich eingeschränkter als in den Spielbanken von Casino Cosmopol. Der maximale Einsatz ist auf rund 60 Cent, der maximale Gewinn auf rund 21 Euro begrenzt. In Schweden sind etwa 50 Restaurant-Casinos von der Regulierungsbehörde Lotteriinspektionen lizensiert. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

137 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 133 Tab. 92: Entwicklung des schwedischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospiel-etrag Rohertragsmarge Anzahl Spielbanken Anzahl Besucher k.a ,9% k.a. k.a ,9% ,3% k.a. k.a ,5% ,6% ,6% ,3% 4 k.a ,6% ,5% 4 k.a ,3% ,9% 4 k.a ,4% ,6% ,8% ,2% 4 k.a ,3% ,1% 4 k.a ,8% ,0% 4 k.a ,7% ,0% 4 k.a ,2% ,0% 4 k.a ,1% ,9% k.a. k.a. Quelle: Lotteriinspektionen Anmerkungen zur Datengewinnung: Bruttospielertrag bis 2004 aus Nilles (2009) Zu den Produkten zählen Spielbanken (betrieben durch Casino Cosmopol) und Restaurant-Casinos Anzahl Spielbanken nur Spielbanken von Casino Cosmopol, ohne Restaurant-Casinos Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Sowohl Svenska Spel als auch Casino Cosmopol sind von Steuern befreit. Die Verteilung des Gewinns von Svenska Spel zum Einsatz von gemeinnützigen Zwecken ist unter Kapitel dargelegt. Private Anbieter (Restaurant-Casinos) haben hingegen eine monatliche Steuer zu zahlen, deren Höhe von der Anzahl der Spieltische abhängig ist und sich wie folgt staffelt: Schwedische Kronen (210 Euro) für einen Spieltisch Schwedische Kronen (420 Euro) für zwei Spieltische Schwedische Kronen (945 Euro) für drei Spieltische Schwedische Kronen (1.889 Euro) für vier Spieltische (2.624 Euro) Schwedische Kronen für fünf Spieltische. Für jeden weiteren Spieltisch werden weitere Schwedische Kronen (525 Euro) pro Monat fällig. Über die Höhe der Steuern und Abgaben der privaten Anbieter konnten keine Daten gewonnen werden.

138 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 134 Tab. 93: Steuerabgaben privater Spielbanken in Schweden Steuern in Euro Anteil am BSE 2001 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. Tab. 94: Abgaben privater Spielbanken für gemeinnützige Zwecke in Schweden Abgaben in Anteil am BSE 2001 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

139 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spanien 1979 wurde in Spanien ein nationales Spielbanken-Gesetz verabschiedet. Jedoch wird der Spielbankensektor vorwiegend auf regionaler Ebene in den 17 autonomen Provinzen reguliert. Teilweise wurden Elemente der nationalen Gesetzgebung übernommen. Das Gesetz definiert Spielbanken als Einrichtung, die speziell für Glücksspiele ausgelegt sind. Unternehmen, die ein Casino betreiben, müssen zusätzliche Dienste, wie zum Beispiel ein Restaurant, Konzerthallen oder Konferenzräume anbieten. Auf Ebene der Provinzen wird unter anderem festgelegt, welche Spiele angeboten werden, wie die Besteuerung aussieht und weitere allgemeine Festlegungen. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 95: Entwicklung des spanischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorrag Bruttospiel-etjahr Rohertragsmarge Anzahl Spielbanken Anzahl Besucher k.a ,8% ,7% ,1% ,6% ,2% ,4% ,5% ,0% ,8% ,3% ,5% ,6% ,5% ,7% ,8% ,3% ,8% ,9% ,5% ,7% ,9% ,2% ,1% ,6% ,6% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap) Anmerkungen zur Datengewinnung: Anzahl Spielbanken bis 2005 aus Nilles (2009) Rohertragsmarge wurde durch Spieleinsatz und BSE errechnet Steuern und Abgaben In Spanien werden die Spielbanken von den Provinzen reguliert. Daher unterscheiden sich die Steuersätze von Region zu Region. Die Steuerabgaben der spanischen Spielbanken haben in den letzten Jahren stark variiert und sind zuletzt deutlich gefallen. Mit 69 Mio. Euro im Jahr 2012 erreichten die Steuerabgaben der Spielbanken ihren niedrigsten Wert seit 2008.

140 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 136 Tab. 96: Steueraufwand im Spielbankensektor in Spanien Steuern in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,7% ,9% ,8% ,9% ,5% 2013 k.a. k.a. Quelle: Direccion General de Ordenacion del Juego (DGOJ) Vereinigtes Königreich Im Vereinigten Königreich werden insgesamt rund 140 Spielbanken betrieben, die im Wesentlichen auf Basis des Gaming Acts von 1968 lizenziert sind. Zwei Anbietern gehört die Mehrzahl der Spielbanken: Genting UK und Rank Group. Seit dem neuen Glücksspielgesetz aus dem Jahr 2005, das 2007 in Kraft trat, wird im Vereinigten Königreich zwischen zwei Spielbankentypen (großen und kleinen Casinos) unterschieden: Das erste große Casino eröffnete im Dezember 2011 in Westfield Statford City. Es folgte das Casino Milton Keynes, das im September 2013 eröffnete. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

141 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 137 Tab. 97: Entwicklung des britischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielbanken Anzahl Besucher k.a ,1% ,0% ,3% ,0% ,6% ,3% ,5% ,6% ,3% ,9% ,7% k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,0% ,7% ,0% ,5% ,0% ,9% ,1% ,3% ,2% k.a. k.a. Quelle: Gambling Commission Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2005 aus Nilles (2009) Spieleinsatz wurde aus Rohertragsmarge und BSE abgeleitet Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Spielbanken-Betreiber im Vereinigten Königreich sind dazu verpflichtet, eine Gebühr auf ihren Bruttospielertrag zu zahlen. Im Gambling Act von 2005 wurden die Gebührensätze abhängig von der Höhe des Ertrags gestaffelt. Damit einhergehend wurden ab April 2007 der minimale Gebührensatz von 2,5 Prozent auf 15 Prozent und der maximale Satz auf 50 Prozent festgelegt (für Geschäftsjahre beginnend am 1. April). Mit Wirkung vom 1. April 2013 gelten folgende Gebührensätze: Tab. 98: Gebührensätze im Spielbankensektor im Vereinigten Königreich Bruttospielertrag Gebührensatz Von Euro Bis Euro Prozent Prozent Prozent Prozent > Prozent Quelle: HM Revenue and Customs

142 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 138 Die Höhe der Gebühren ist pro Kalenderjahr aufgeführt. Im Jahr 2013 hat das Lotteriewesen rund 336 Mio. Euro Gebühren gezahlt. Hierbei ist zu beachten, dass seit dem 1. September 2007 die für Online-Glücksspiele neu eingeführte Gebühr (Remote Gambling Duty) in die hier so genannte allgemeine Gaming Duty integriert ist. Der Gebührensatz für auf Online-Glücksspiel liegt bei 15 Prozent auf den Bruttospielertrag. Tab. 99: Gebühreneinnahmen im Spielbankensektor im Vereinigten Königreich Gebühren in Euro Anteil am BSE % % % % % % k.a k.a k.a % % % % % Quelle: HM Revenue and Customs. Anmerkung: 2007 wurde eine Abgabe auf Online-Glücksspiel Bestandteil der allgemeinen Gaming Duty. Bei der Ausweisung des BSE-Anteils wurde das Online-Geschäft jedoch nicht weiter berücksichtigt. Der Anteil zeigt lediglich den Anteil am BSE des Spielbankenwesens an (vgl. Tab. 98) Norwegen In Norwegen gibt es keine regulierten Spielbanken. Nicht-regulierte Märkte finden innerhalb dieser Studie keine Berücksichtigung Schweiz In der Schweiz gibt es 21 konzessionierte Spielbanken. Davon verfügen acht über eine Konzession A (Casino A) und 13 über eine Konzession B (Casino B). Die Spielbanken des Typs A unterscheiden sich von den Spielbanken des Typs B in erster Linie durch die Ausgestaltung des Spielangebots. So gelten für B-Spielbanken Einsatz- und Gewinnlimits von 25 Franken beziehungsweise Franken. Ebenfalls gilt für diese Spielbanken eine Beschränkung auf den Betrieb von maximal 250 Glücksspielautomaten. B-Casinos dürfen nur maximal drei Tischspiele betreiben. Zudem ist die Gesamtsumme aller Jackpots auf Franken beschränkt. Für A-Casinos gelten diese Einschränkungen nicht.

143 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 139 Tab. 100: Entwicklung des Schweizer Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,4% k.a ,1% k.a ,7% k.a ,2% k.a ,8% k.a ,7% k.a ,6% k.a ,2% k.a ,1% k.a ,2% k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Eidgenössische Spielbankenkommission Anmerkungen zur Datengewinnung: Spieleinsätze abgeleitet aus Bruttospielertrag. Zur Rohertragsmarge waren keine Informationen erhältlich. Daher wurde pauschal eine Rohertragsmarge von 5 Prozent angenommen. Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Zwischen den Spielbanken des Typs A, die sich vorwiegend in großen Ballungsgebieten befinden, und Spielbanken des Typs B (kleinere Städte) unterscheiden sich auch die Steuersätze. Diese können progressiv ausgestaltet sein. Seit 2010 beträgt für A- und B-Casinos der Steuersatz bis zu einem Bruttospielertrag (BSE) i.h.v. 10 Mio. CHF ( Euro) 10 Prozent auf den BSE. Für jede weitere Million an Spielertrag steigt der Steuersatz um 1 Prozent. Der Bundesrat kann den Steuersatz jederzeit verändern, dieser beträgt jedoch mindestens 40 Prozent und maximal 80 Prozent. B-Casinos können von einer Steuerentlastung profitieren, wenn sie Teile ihrer Nettoerträge in gemeinnützige Projekte oder in das öffentliche Gesundheitswesen investieren. Der Bundesrat kann den Abgabensatz in diesem Fall um bis zu 25 Prozent reduzieren. Spielbanken, die in einer vom saisonalen Tourismus abhängigen Region liegen, können durch eine Reduzierung des Abgabensatzes von bis zu einem Drittel begünstigt werden. Der effektive Abgabensatz der A-Casinos lag 2012 zwischen 45 Prozent und 60 Prozent (durchschnittlich rund 53 Prozent) und der Abgabensatz der B-Casinos zwischen 26 Prozent und 52 Prozent (durchschnittlich rund 44 Prozent). Neben Spielbankabgaben auf Basis des BSE fallen für die Spielbanken zudem eine Ertragssteuer sowie Abgaben an die Glücksspielaufsicht an.

144 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 140 Tab. 101: Spielbankabgabe in der Schweiz A-Casino B-Casino Spielbankenabgabe in Euro Casino Gesamt Ertragssteuern Aufsichtsabgabe Total Anteil am BSE ,5% ,0% ,4% ,8% ,7% ,2% ,4% ,5% ,2% ,5% ,1% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: : Nilles (2009), : Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) Für gemeinnützige Zwecke wurden von B-Casinos in den vergangenen Jahren folgende Spenden getätigt: Tab. 102: Spendenausgaben im Bereich Spielbanken in der Schweiz Spenden von B-Casinos in Euro Anteil am BSE ,7% ,1% ,9% ,9% ,9% ,0% ,9% ,1% ,2% ,1% ,9% 2013 k.a. k.a. Quelle: : Nilles (2009); : Eidgenössische Spielbankenkomission (ESBK)

145 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite USA Spielcasinos sind in insgesamt 39 Bundesstaaten der USA zugelassen. Hierbei ist zwischen kommerziellen Casinos (zugelassen in 23 Staaten), die teilweise als Racinos in Verbindung mit Pferde- oder Hunderennbahnen betrieben werden, und von den amerikanischen Ureinwohnern betriebenen Indian Casinos (zugelassen in 28 Staaten) zu unterscheiden. Tab. 103: Entwicklung des US-amerikanischen Spielbankenwesens Spieleinsätze Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,5% k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,4% k.a. k.a ,3% k.a. k.a ,3% k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,4% k.a. k.a ,5% k.a. k.a ,8% k.a. k.a ,8% k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: American Gaming Association Anmerkungen zur Datengewinnung: Ab 2002 sind Erträge von Racinos mit enthalten. US-Dollar wurden mit einem Kurs von 0, USD/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Jedes Casino wird von dem Staat reguliert und besteuert, in dem es sich befindet. Die Steuersätze variieren stark zwischen den unterschiedlichen Bundesstaaten.

146 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 142 Tab. 104: Steuerausgaben in den USA Steuern in Euro Anteil am BSE k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a k.a. k.a. Quelle: American Gaming Association Die American Gaming Association (AGA) ist der Branchenverband der amerikanischen Spielbanken. Nach Angaben der AGA beliefen sich die Steuerabgaben aller Spielbanken in den Vereinigten Staaten 2012 auf insgesamt 6,5 Mrd. Euro. 14 der 22 Staaten konnten 2012 ein Wachstum der Steuerabgaben verzeichnen American Gaming Association (2013): State of the States The AGA Survey of Casino Entertainment, S. 6

147 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spielautomaten außerhalb von Spielbanken Dänemark In Dänemark werden Spielautomaten außerhalb von Spielbanken über das dänische Glücksspielgesetz geregelt. Die dänische Glücksspielaufsichtsbehörde vergibt zwei unterschiedliche Lizenzen für Automaten in Spielhallen bzw. in Restaurants. Das Aufstellen von Geldspielautomaten in Dänemark ist demnach nur an diesen beiden Orten erlaubt: zum einen in speziellen Spielhallen, zum anderen in Restaurants, welche eine Lizenz für den Alkoholausschank besitzen. In den Restaurants ist die Zahl der Automaten auf maximal drei pro Restaurant begrenzt. Danske Spil betreibt über eine Tochtergesellschaft das Automatenspiel in Spielhallen. Anteilseigner an Danske Spil sind der dänische Staat (80 Prozent) und zwei dänische Sportverbände (20 Prozent). Die Ausschüttung pro Automat darf 74 Prozent des Spieleinsatzes nicht unterschreiten. Der Spieleinsatz liegt bei maximal 0,50 DKK (7 Cent), die Ausschüttung bei höchstens 300 DKK (~40 Euro) pro Spiel. Grundsätzlich sind Spiele nur mit Wertchips (Coins) möglich. Tab. 105: Entwicklung des dänischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. Vorjahr Durchschnittlicher BSE pro Gerät 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. k.a ,9% k.a k.a. k.a. k.a ,2% k.a k.a. k.a. k.a ,4% k.a k.a. k.a. k.a ,3% k.a k.a. k.a. k.a ,9% k.a k.a ,0% ,3% ,0% ,1% ,3% ,4% ,2% ,5% ,7% ,0% ,5% ,2% k.a. k.a Quelle. European Gaming and Amusement Federation

148 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 144 Anmerkungen zur Datengewinnung: Die Spieleinsätze sind geschätzt und leiten sich aus den Spielerträgen ab. Die Rohertragsmarge wurde mangels näherer Informationen von Spillemyndigheden mit 20,0 Prozent angenommen. Dänische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, EUR/DKK in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Der Betrieb der Automaten wird je nach Ort der Aufstellung unterschiedlich besteuert (Stand: Januar 2012): In Restaurants: 41 Prozent des Bruttospielertrags bei monatlich bis zu Dänischen Kronen (DKK, rund Euro) 71 Prozent des Bruttospielertrags ab monatlich DKK In Spielhallen: 41 Prozent des Bruttospielertrags bei monatlich bis zu DKK (rund Euro) 71 Prozent des Bruttospielertrags ab monatlich DKK Inbegriffen ist eine Steuer von einem Prozent des Ertrags für die Behandlung und Erforschung der Glücksspielsucht. Darüber hinaus wird pauschal eine Steuer von 600 DKK (~80 Euro) pro Jahr und Automat erhoben. Über die Höhe der Steuern speziell im Spielautomatensektor konnten keine Daten gewonnen werden. Die gesamten Steueraufwendungen von Danske Spil sind in Kapitel aufgeführt. Tab. 106: Steueraufkommen im Spielautomatensektor in Dänemark Steuern in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

149 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland Spielautomaten in Deutschland unterliegen auf Bundesebene der Gewerbeordnung sowie der Spielverordnung. Zur Umsetzung des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags [Erster GlüÄndStV] wurden in den Jahren 2011 und 2012 auf Länderebene inhaltlich unterschiedliche Ausführungsgesetze beschlossen. Diese regeln unter anderem den Bereich der Spielhallen. Für diese werden über die Vorgaben der Spielverordnung hinaus zusätzliche spielhallenbezogene Anforderungen gestellt, wie zum Beispiel das Verbot der Abgabe von Speisen und Getränken, Sperrstunden, ein Verbot von Außenwerbung und Mindestabstände zu anderen Spielhallen. Durchgesetzt und geprüft werden diese Vorgaben durch die jeweiligen Aufsichtsbehörden der Länder. Zudem ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) für die Bauartzulassung von Spielautomaten nach der Spielverordnung verantwortlich. Die PTB veröffentlicht in diesem Zusammenhang außerdem technische Richtlinien für die Automaten. Für Gewinne und Verluste an Automaten gelten die folgenden Anforderungen: Gewinne werden per Zufall verteilt mit gleichen Chancen für alle Spieler. Der maximale durchschnittliche Verlust pro Stunde darf nicht höher als 33 Euro sein. Der maximal mögliche Verlust pro Stunde beträgt 80 Euro. Der maximal mögliche Gewinn pro Stunde beträgt 500 Euro. Spieleinsätze und Auszahlungen müssen dokumentiert werden. Die Mindestspieldauer beträgt fünf Sekunden mit einem Einsatz von 0,20 Euro und einem Höchstgewinn von zwei Euro. Zurzeit läuft das Verfahren der 6. Novelle der Spielverordnung, durch die u. a. die automatenbezogenen Anforderungen deutlich verschärft werden sollen. Insgesamt wurden 2013 in Deutschland rund Spielautomaten außerhalb von Spielbanken betrieben. Der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) gab bekannt, dass mit Spielautomaten im Jahr 2013 ein Bruttospielertrag von rund 4,4 Mrd. Euro erzielt wurde. Der zugrunde liegende Spieleinsatz beträgt einer vorsichtigen Schätzung zufolge ca. 19,1 Mrd. Euro. Die Schätzung beruht dabei auf dem in der Spielverordnung regulierten langfristigen maximalen Stundenverlust und nicht auf empirisch belegten Rohertragsmargen der zum Einsatz kommenden Geldspielautomaten. Die Angaben zum Spieleinsatz können daher nur als Angabe zur Größenordnung verstanden werden, welche Spieleinsätze den erzielten Bruttospielerträgen zugrunde gelegen haben müssen.

150 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 146 Tab. 107: Entwicklung des deutschen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Änderung Automaten ggü. Vorjahr Anzahl Spielautomaten Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a (40,0%) ,6% ,6% (40,0%) ,6% ,9% (40,0%) ,5% Methodikwechsel (22,9%) ,3% ,7% (22,9%) ,5% ,7% (22,9%) ,3% ,8% (22,9%) ,9% ,9% (22,9%) ,3% ,1% (22,9%) ,8% ,1% (22,9%) ,1% ,7% (22,9%) ,8% Methodikwechsel bei der Schätzung der Spieleinsätze. Quelle: Verband der Deutschen Automatenindustrie, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Goldmedia Anmerkungen zur Datengewinnung: Angaben zum Spielertrag nach Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) Der Spieleinsatz wurde aus der Rohertragsmarge abgeleitet. Die Schätzung der Rohertragsmarge wurde übernommen von G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten. In: Jahrbuch Sucht Bei der Schätzung der Spieleinsätze ist generell zu berücksichtigen, dass es sich um Mindestangaben handelt, die tatsächlich gespielten Einsätze können hiervon abweichen. Vor 2006: Die Rohertragsmarge betrug nach Meyer maximal 40 Prozent (vgl. G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten. In: Jahrbuch Sucht 2012, S. 129). Ab 2006: Neue Berechnungsgrundlage der Rohertragsmarge nach Meyer ist der in der SpielV ( 12, Abs. 2) festgelegte maximale, auf langfristiger Betrachtung beruhende Stundenverlust von 33 Euro, der auf einer Auszahlungsquote von 77,1 Prozent basiert (vgl. G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten. In: Jahrbuch Sucht 2012, S. 129). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der langfristige Stundenverlust nur eine grobe Schätzung der tatsächlich getätigten Spieleinsätze erlaubt. Insbesondere durch die Entkoppelung von Geldeinzahlung und Geldspiel (Umwandlung von Spieleinsätzen in Spielpunkte) handelt es sich bei den Schätzungen lediglich um Mindestangaben der Spieleinsätze.

151 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 147 Steuern und Abgaben Grundsätzlich sind die Betreiber von Spielautomaten umsatz- und gewerbesteuerpflichtig. Auf kommunaler Ebene wird in allen Ländern außer Bayern zudem eine Vergnügungssteuer in Höhe von 10 bis 15 Prozent erhoben. Der Vergnügungssteuer unterliegen neben Spiel- und Musikautomaten auch das Vorführen von Kinofilmen sowie das Aufführen von Theaterstücken. Eine separate Ausweisung der Steuerabgaben auf Spielautomaten im Rahmen der Vergnügungssteuer wird vom Statistischen Bundesamt nicht vorgenommen. Die Höhe des Steuersatzes variiert von Bundesland zu Bundesland in Bayern wird keine Vergnügungssteuer erhoben. Seit 2007 hat sich das Steueraufkommen aus der Vergnügungssteuer nach einer kontinuierlichen Steigerung auf rund 707 Mio. Euro im Jahr 2013 erhöht. Tab. 108: Steueraufkommen aus der Vergnügungssteuer in Deutschland Steuern in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,7% ,7% ,9% ,2% ,0% ,0% ,2% Quelle: Statistisches Bundesamt Frankreich Geldspielautomaten außerhalb von Spielbanken sind in Frankreich nicht reguliert. Nicht-regulierte Märkte finden innerhalb dieser Studie keine Berücksichtigung.

152 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Italien Bis zum Jahr 2002 war der Geldautomatensektor in Italien weitestgehend unreguliert. Im Jahr 2004 erfolgte für den Geldautomatenbereich, basierend auf einer neuen gesetzlichen Grundlage, ein Ausschreibungsprozess. Zu den Auflagen gehörte es beispielsweise, dass die Geldautomaten elektronisch vernetzt sind, damit die Zahlungsvorgänge erfasst werden können (Einnahmen und Ausgaben nach Gerät). Hier gibt es diverse Anbieter, die durch die AAMS kontrolliert werden. Tab. 109: Entwicklung des italienischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. schnittlicher Durch- Vorjahr BSE pro Gerät k.a k.a k.a k.a k.a ,1% ,6% k.a ,2% ,0% k.a ,9% ,2% k.a ,8% ,7% k.a ,4% ,2% k.a ,0% ,6% ,5% ,1% ,6% k.a ,0% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a Quelle: L'Amministrazione autonoma dei monopoli di Stato (AAMS) Anmerkungen zur Datengewinnung: Spieleinsätze und Anzahl Spielautomaten bis 2007 aus Nilles (2009) Daten 2012 geschätzt auf Basis Angaben AAMS für Jan.-Okt Bruttospielertrag geschätzt nach Spieleinsätzen. Schätzung basiert auf Angaben von AAMS zur Rohertragsmarge 2011 Anzahl Spielautomaten für 2008 geschätzt Die Spielautomaten in Italien unterliegen der Regulierung durch die AAMS (Amministrazione autonoma dei monopoli di Stato). Der starke Anstieg der Spielautomaten-Zahl führte dazu, dass seit 2007 strengere Vorgaben gelten; erlaubt sind in Italien zwei Formen von Spielautomaten: Geldspielautomaten sowie Video-Lotterie-Terminals (VLTs). Der Einsatz bei den Spielautomaten beträgt maximal 1 Euro, der Höchstgewinn 100 Euro pro Spiel. Die Gewinnausschüttungsquote muss mindestens 75 Prozent erreichen. Auch existieren neue Kriterien für die Aufstellung der Geldspielautomaten. Ziel ist es, Automaten nur noch in eigenen Automatencasinos zu erlauben, die sich leichter kontrollieren lassen.

153 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 149 Steuern und Abgaben Der Steuersatz im Bereich Spielautomaten ist abhängig von der Art des Spielautomaten. Dabei wird zwischen Geldspielautomaten und VLTs unterschieden. Bei Spielautomaten werden 12,7 Prozent auf den Umsatz fällig. Bei VLTs beträgt der Steuersatz 5 Prozent vom Umsatz. Die AAMS weist in ihren Jahresberichten aggregierte Steuereinnahmen für Spielautomaten aus. Tab. 110: Steuereinnahmen im Spielautomatensektor in Italien Steuern in Euro Anteil am BSE ,9% ,4% ,4% ,3% ,3% ,5% 2010 k.a. k.a k.a. k.a ,9% k.a. Quelle: L'Amministrazione autonoma dei monopoli di Stato (AAMS) Über Abgaben der italienischen Spielautomatenbetreiber für gemeinnützige Zwecke konnten keine Daten gewonnen werden. Tab. 111: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielautomatensektor in Italien Abgaben in Euro Anteil am BSE 2004 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

154 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Neben Spielautomaten in Spielbanken existieren in Malta Lotterieautomaten in speziellen Spielhallen, den sog. Gaming Parlours. Darüber hinaus gibt es in Malta Automaten für die Angebote der nationalen Lotterien sowie reine Unterhaltungsspielautomaten. Die Automaten werden durch die Malta Lotteries and Gaming Authority (LGA) reguliert. Diese veröffentlichte im Mai 2011 ihre Gaming Devices Regulations, die u.a. die Besteuerung regelt. Die Locations for Gaming Parlours Directive 2011 definiert, an welcher Stelle die Spielautomaten aufgestellt werden dürfen. So müssen Spielhallen mindestens 75 Meter entfernt von Örtlichkeiten wie Kirchen, Moscheen, Schulen oder Spielplätzen sein. Die maltesische Lotteries and Gaming Authority weist keine Umsätze, Erträge und Steuern des Automatensektors aus. Tab. 112: Entwicklung des maltesischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Änderung Automaten ggü. Vorjahr Anzahl Spielautomaten Durchschnittlicher BSE pro Gerät 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a.

155 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 151 Tab. 113: Steuereinnahmen im Spielautomatensektor in Malta Steuern in Euro Anteil am BSE 2004 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. Tab. 114: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Bereich Spielautomaten in Malta Abgaben in Euro Anteil am BSE 2004 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

156 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Österreich Der Automatenbereich mit Geldgewinnen (Kleines Spiel) ist in Österreich gewerblich organisiert und wurde im Rahmen der Glücksspielnovelle 2010 reformiert. Grundsätzlich steht es in der Kompetenz der Bundesländer, ob das gewerbliche Automatenspiel in ihrem Bundesland erlaubt werden soll. Im Jahr 2013 waren Spielautomaten in drei Ländern (Salzburg, Tirol, Vorarlberg) verboten. In drei Bundesländern (Niederösterreich, Kärnten und Steiermark) sind Automaten prinzipiell erlaubt. In Wien waren Automaten ebenfalls noch zugelassen, diese Zulassung wird jedoch über das Jahr 2014 hinaus nicht verlängert. Im Burgenland waren Automaten bis 2013 nicht erlaubt, jedoch wurden im August 2013 Lizenzen für insgesamt 236 Automaten vergeben. Auch in Oberösterreich wurden bereits 2011 Lizenzen für insgesamt Automaten vergeben. Innerhalb des Glücksspielgesetzes wurden Rahmenbedingungen zur Ausgestaltung des gewerblichen Automatenspiels in den Bundesländern manifestiert (Einsatzgrenzen, Begrenzung der Automaten in Automatensalons/Einzelaufstellung, Höchstzahl Automaten auf Basis von Einwohnerschlüssel, Mindestabstände, es sind höchstens drei Konzessionäre je Bundesland zugelassen, Anforderungen an den Konzessionär, Bewilligungsdauer höchstens 15 Jahre, Regelungen für die Zutrittskontrolle, Spielschutzmaßnahmen etc.). Insgesamt sind die Rahmenbedingungen unter ordnungspolitischen und geldwäscherechtlichen Anforderungen des Spielerschutzes zu betrachten. Die Glücksspielautomaten müssen an einen Zentralrechner des Bundesfinanzministeriums angeschlossen werden (u. a. zur Steuerkontrolle). Darüber hinaus sind auch die Österreichischen Lotterien mit ihren WinWin-Lotterieautomaten im Markt präsent. Da sie als elektronische Lottospiele gelten, können diese im ganzen Land installiert werden und unterliegen keiner landesspezifischen Regulierung. Neben den illegalen Automaten sind seit der Verabschiedung des Glücksspielgesetzes von 2010 zwei Arten von Spielautomaten am Markt zu finden: Geräte mit höheren Einsätzen von bis zu 10 Euro und Gewinnen von bis zu Euro dürfen ausschließlich in Spielhallen mit insgesamt 10 bis 50 Automaten aufgestellt werden. Hingegen dürfen Spielautomaten mit niedrigeren Einsätzen von maximal einem Euro und Ausschüttungen von höchstens Euro an sonstigen Aufstellorten mit maximal drei Automaten aufgestellt werden. Leider konnten über die Anzahl und Umsätze der österreichischen Spielautomaten keine offiziellen Daten gewonnen werden. Lediglich über die WinWin-Automaten der Österreichischen Lotterien konnten Kennziffern in Erfahrung gebracht werden. Diese werden im Folgenden dargestellt. Leider bilden die WinWin-Lotterieautomaten nur einen Bruchteil des österreichischen Spielautomatenmarktes ab.

157 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 153 Tab. 115: Entwicklung des österr. Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a k.a. k.a. k.a ,2% k.a. k.a. k.a ,2% k.a. k.a. k.a ,2% k.a. k.a. k.a ,9% k.a. k.a. k.a ,6% k.a. k.a. k.a ,9% k.a. k.a. k.a ,6% ,9 % k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Österreichische Lotterien Anmerkungen zur Datengewinnung: Angaben beziehen sich ausschließlich auf die WinWin-Automaten der Österreichischen Lotterien. Zu den legalen Geldspielautomaten in den Bundesländern konnten keine Daten gewonnen werden BSE für WinWin-Automaten abgeleitet aus Spieleinsätzen und Ertragsmarge Ertragsmarge für WinWin-Automaten des Jahres 2012 (6,9 Prozent) übertragen auf die gesamte Zeitreihe Steuern und Abgaben Die Abgaben auf die Spielautomaten liegen bei 10 Prozent für den Fall, dass der Automat unter eine landesspezifische Regulierung fällt. In allen anderen Fällen liegen die Steuern auf Spielautomaten und virtuelle Lotteriespiele bei 30 Prozent auf den Bruttospielertrag. Daten über die Höhe der Steuereinnahmen im Bereich Spielautomaten konnten in Österreich nicht erhoben werden. Aufgrund der Vertraulichkeit der Unternehmensdaten sah sich das Bundesministerium für Finanzen auf Nachfrage von Goldmedia nicht in der Lage, Auskunft zu erteilen.

158 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 154 Tab. 116: Österreich: Steueraufkommen im Bereich Spielautomaten Steuern in Euro Anteil am BSE 2002 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a Schweden Spielautomaten in Schweden waren ab 1979 verboten, u.a. da sie für die Spielsucht verantwortlich gemacht wurden. Nach einer Untersuchung der schwedischen Regierung im Jahr 1992 und einer parlamentarischen Entscheidung im Jahr 1995 wurden jedoch staatliche Lotterieautomaten eingeführt. Die staatseigene Svenska Spel erhielt die Berechtigung, insgesamt maximal Geräte aufzustellen. Die Genehmigung wurde seitdem kontinuierlich für die Dauer von jeweils einem bis zu drei Jahren verlängert. Spielautomaten von Svenska Spel dürfen entweder in Restaurants mit Alkohol-Lizenz oder in lizenzierten Bingo-Hallen aufgestellt werden. Dabei liegt die maximale Anzahl pro Restaurant bzw. Bingo-Halle bei 5 Geräten. Darüber hinaus ist die Aufstellung in internationalen Fortbewegungsmitteln (insb. Fähren) möglich.

159 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 155 Tab. 117: Entwicklung des schwedischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Bruttospielertrag Einsatz ggü. Vorjahr Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. Vorjahr Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a ,0% k.a ,2% ,5% k.a. k.a. k.a ,7% ,5% k.a. k.a. k.a ,5% ,5% k.a. k.a. k.a ,1% ,6% k.a. k.a. k.a ,1% ,1% k.a ,3% ,8% ,8% ,1% ,2% ,6% ,9% ,9% ,1% ,3% ,7% ,1% ,9% ,9% ,2% ,9% ,9% ,4% ,7% ,5% ,6% ,0% ,3% ,3% Quelle: Lotterieinspektionen Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2006 aus Nilles (2009) Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Bei den Vegas-Automaten von Svenska Spel handelt es sich um Lotterieautomaten, auf denen die Spieler aus einer Reihe verschiedener Spiele wählen können darunter auch Geldspiel, Videopoker und Keno. Der maximale Einsatz beträgt fünf Schwedische Kronen (SEK, rund 55 Cent) und der höchstmögliche Gewinn 500 SEK (rund 55 Euro). Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt, sondern als Scheck ausgedruckt. Laut Geschäftsbericht von Svenska Spel gab es 2013 rund Spielautomaten, die in rund Restaurants und Bingo-Hallen aufgestellt waren. Die Zahl ist damit im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil geblieben. Auch die Spieleinsätze pro Gerät entwickelten sich auf einem vergleichsweise konstanten Niveau zwischen und Euro pro Gerät und Jahr. Die Spieleinsätze lagen 2013 bei rund 716 Mio. Euro und damit um sieben Prozent unterhalb des Vorjahres. Auch der Bruttospielertrag reduzierte sich von rund 211 Mio. im Jahr 2012 auf 189 Mio. Euro im Jahr Steuern und Abgaben Svenska Spel ist von Steuern befreit. Die Abgaben für gemeinnützige Zwecke von Svenska Spel sind unter Kapitel erfasst.

160 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spanien Bei Glücksspielautomaten außerhalb von Spielbanken und dem Bingospiel verfügen die Regionen über weitreichende Kompetenzen. Insgesamt lag die Zahl der Spielautomaten im Jahr 2012 bei rund und damit um etwa unter dem Vorjahreswert. In Spanien unterscheidet man zwischen drei Arten von Spielautomaten: Die sog. A-Typ Spielautomaten mit einer Gesamtzahl von rund sind weit verbreitet. Sie stehen in Bars, Cafés oder Spielhallen. Der Spieler setzt hier zwar Geld ein, Gewinne werden aber lediglich in Spielzeit ausgezahlt. Eine Gewinnausschüttung erfolgt nicht. Darüber hinaus befinden sich sogenannte B-Typ Spielautomaten ebenfalls in Bars, Cafés, Spielarkaden sowie in Bingo-Sälen, bei denen eine Gewinnausschüttung erfolgt. Die sog. C-Typ Spielautomaten befinden sich ausschließlich in Spielbanken. Tab. 118: Entwicklung des spanischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. Vorjahr Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a ,0% k.a ,7% ,0% ,6% ,1% ,0% ,1% ,7% ,0% ,4% ,1% ,0% ,5% ,5% ,0% ,1% ,9% ,0% ,2% ,4% ,0% ,3% ,8% ,0% ,2% ,8% ,0% ,3% ,2% ,8% ,7% ,2% ,2% ,8% ,3% ,3% ,4% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a Quelle: Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap) Anmerkungen zur Datengewinnung: Dargestellt sind die Einsätze und Erträge der sog. Máquinas B". Steuern und Abgaben Die Angaben zu Spenden und Ausgaben im Bereich Spielautomaten beinhalten lediglich Automatentyp B. Automaten des Typs C sind in den Abgaben der Spielbanken enthalten.

161 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 157 Spielautomaten von Typ B werden in Spanien auf regionaler Ebene besteuert. Dabei wird in der Regel eine fixe Abgabe pro Automat erhoben. Diese beläuft sich je nach Region auf zwischen und Euro pro Jahr. Haben die Abgaben in den Jahren 2008 und 2009 noch nahezu stagniert, sind sie seitdem zurückgegangen bis auf 722 Mio. Euro im Jahr Tab. 119: Steuereinnahmen im Spielautomatensektor in Spanien Steuern in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,7% ,9% ,8% ,9% ,5% 2013 k.a. k.a. Quelle: Direccion General de Ordenacion del Juego (DGOJ) Tab. 120: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielautomatensektor in Spanien Abgaben in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. Über Abgaben für gemeinnützige Zwecke liegen keine Daten vor.

162 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Vereinigtes Königreich In Großbritannien gibt es verschiedene Formen von Geldspielautomaten. Der Gambling Act von 2005 unterscheidet zwischen Spielautomaten und Vergnügungsautomaten. Bei Letzteren handelt es sich um sog. SWP-Automaten (Skill with Prizes), d.h. Geschicklichkeitsspiele, bei denen der Gewinn nicht ausschließlich vom Zufall abhängt. Alle anderen Automaten, bei denen der Zufall eine Rolle spielt, werden als Spielautomaten kategorisiert. Darunter findet man hauptsächlich sog. AWP-Automaten (Amusement with Prizes), Club- oder Jackpot-Automaten und, seit Dezember 2005, auch sog. FOBTs (Fixed Odds Betting Terminals). Die FOBTs sind Wettspielautomaten, die nur in Wettbüros aufgestellt werden. Im Dezember 2005 wurden diese regulatorisch neu eingeordnet und werden seitdem nicht mehr als Wettspielmaschinen, sondern als B2-Spielautomaten angesehen. Seit August 2006 wird auf FOBTs auch keine Wettgebühr, sondern eine Spielautomatenlizenzgebühr erhoben. Die Gambling Commission unterscheidet in Abhängigkeit von Spieleinsatz und Ausschüttung die folgenden Automaten-Kategorien: Tab. 121: Lizenzkategorien von Spielautomaten im Vereinigten Königreich Quelle: Gambling Commission (Stand: Januar 2014)

163 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 159 Tab. 122: Entwicklung des britischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. Vorjahr Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a ,6% k.a. k.a. k.a ,4% ,3% k.a. k.a. k.a ,0% ,3% k.a. k.a. k.a ,7% ,7% k.a. k.a. k.a ,9% ,3% k.a. k.a. k.a ,8% ,4% k.a. k.a. k.a ,0% ,4% k.a. k.a. k.a ,4% ,4% k.a. k.a. k.a ,5% k.a. k.a. k.a. k.a ,6% k.a k.a ,6% k.a ,6% ,9% k.a ,5% ,8% k.a ,0% ,4% k.a ,5% Quelle: Gambling Commission Anmerkungen zur Datengewinnung: Bis 2007 wurden die Daten aus der Nilles (2009) übernommen. Daten ab 2008 aufgrund der Bruttospielerträge und der Rohertragsmarge aus 2007 geschätzt. Spieleinsätze aus Bruttospielerträgen abgeleitet. Grundlage der Schätzung bildete die Rohertragsmarge des Jahres 2007 (20,4 Prozent). Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Im Dezember 2010 beschloss die Regierung, die Besteuerung von Spielautomaten zu reformieren, indem sie die Machine Games Duty (MGD) ankündigte. Mit Einführung zum 1. Februar 2013 ersetzt die MGD die bis dahin erhobene Amusement Machine License Duty (AMLD) sowie die Mehrwertsteuer auf Spielautomaten. Mit der MGD gibt es zwei Gebührensätze, die auf den Nettoeinnahmen aus Spielautomaten basieren: Der niedrige Gebührensatz in Höhe von 5 Prozent gilt für Maschinen, bei denen die maximalen Kosten pro Spiel (Höchsteinsatz) bei 20 Pence und der Geldpreis bei 10 Pfund oder weniger liegen. Der Standardsatz in Höhe von 20 Prozent gilt für alle Automatenspiele, die nicht unter den niedrigen Gebührensatz fallen. Für Automaten, bei denen man Sachpreise oder Geldpreise, die unter dem Wert des Einsatzes liegen, gewinnen kann, wird keine MGD fällig. Die Einführung der

164 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 160 MGD führte in ihrem ersten Jahr zu einem deutlichen Anstieg der Gebührenabgaben. Mit rund 355 Mio. Pfund erreichte die Summe der Gebührenabgaben auf Spielautomaten einen nie zuvor erreichten Wert. Tab. 123: Gebühreneinnahmen im Spielautomatensektor im Vereinigten Königreich Gebühren in Euro Machine Games Amusement Machine Licence Duty Total Anteil am BSE ,4% ,8% ,5% ,4% ,2% ,3% ,9% ,5% ,7% ,3% ,1% ,0% ,2% ,8% Quelle: HM Revenue and Customs (Umrechnungskurs 1,16671 GBP/EUR) Über Abgaben für gemeinnützige Zwecke der Spielautomatenbetreiber im Vereinigten Königreich liegen keine Daten vor. Tab. 124: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Vereinigten Königreich Abgaben in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

165 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Norwegen Norsk Tipping besitzt in Norwegen das Exklusivrecht zur Durchführung von Videolotterien. Diese werden über einen Zentralrechner gesteuert. Die ersten Videolotterie-Automaten von Norsk Tipping wurden 2008 eingeführt. Der private Betrieb von Spielautomaten ist in Norwegen seit Juli 2007 verboten. Die einzige Ausnahme bilden Spielautomaten auf Fähren zwischen Norwegen und Überseehäfen, die von privaten Anbietern betrieben werden dürfen. Die VLT-Automaten sind überwiegend in Kiosken aufgestellt und verlangen eine Registrierung sowie eine Spielerkarte zur Identifizierung an den Automaten. Die Verlustquoten der Spieler sind dadurch kontrollierbar und auf 400 Norwegische Kronen (NOK, rund 48 Euro) täglich bzw NOK (rd. 266 Euro) pro Monat beschränkt. Eine obligatorische Zwangspause wird nach einer Stunde Spielzeit durchgeführt. Tab. 125: Entwicklung des norweg. Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Durchschnittlicher Spielautomaten BSE pro Gerät k.a ,4% k.a. k.a ,3% ,4% k.a. k.a ,2% ,0% k.a. k.a ,7% ,8% k.a. k.a ,2% ,1% k.a. k.a ,6% ,1% k.a. k.a ,4% ,0% k.a. k.a ,2% ,1% k.a. k.a ,9% ,7% k.a. k.a Neuregulierung ,4% k.a. k.a ,1% ,1% k.a. k.a ,6% ,4% k.a. k.a ,9% ,3% ,1% ,3% k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping Anmerkungen zur Datengewinnung: Bis 2008: Spielautomaten, ab 2009: die Spiele Multix und Belago. Bis 2007: Daten aus Nilles (2009) Bruttospielertrag 2013 geschätzt, Grundlage hierfür ist der Bruttospielertrag des Jahres 2012 (8,3 Prozent). Norwegische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, NOK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Norsk Tipping agiert steuerbefreit. Die Verteilung der Erträge für gemeinnützige Zwecke wird in Kapitel erwähnt.

166 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweiz Glücksspielautomaten außerhalb von Spielbanken wurden 2006 durch die Schweizer Glücksspielaufsichtsbehörde Commission Fédérale des Maisons de Jeu (CFMJ) prinzipiell verboten. Ausnahme waren Automaten für Geschicklichkeitsspiele, die auch außerhalb von Spielbanken betrieben werden dürfen, sofern sie nach kantonalem Gesetz zugelassen waren wurde das Verbot jedoch gerichtlich aufgehoben. Seitdem unterliegen Lotterieautomaten dem Schweizer Lotterie- und Wettgesetz und sind wieder legal. Lotterieautomaten könnten durch beide Schweizer Lotterien (Loterie Romande und Swisslos) betrieben werden, jedoch stellt bislang nur die Loterie Romande Lotterieautomaten unter der Marke Tactilo auf. Die maximale Zahl der Automaten ist auf 350 Geräte und das Vertriebsgebiet der Loterie Romande begrenzt. Die Automaten werden offiziell durch die Schweizer Kantone zertifiziert und beaufsichtigt. In der Praxis kümmert sich jedoch eine staatliche Behörde, das Secrétariat d'etat à l'économie, mit der Kontrolle der Automaten. Tab. 126: Entwicklung des schweizerischen Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a ,1% k.a. k.a ,0% ,2% k.a. k.a ,3% ,2% k.a. k.a ,9% ,2% k.a. k.a ,7% ,4% k.a. k.a ,1% ,4% k.a. k.a ,0% ,4% k.a. k.a ,1% ,4% k.a. k.a ,1% ,4% k.a. k.a ,4% ,4% k.a. k.a ,0% ,4% k.a. k.a ,2% ,4% k.a. k.a ,1% ,4% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Loterie Romande Anmerkungen zur Datengewinnung: Enthalten ist das Tactilo-Spiel der Loterie Romande. Daten übernommen aus Vorstudie Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Die Steuern und Abgaben der Loterie Romande wurden bereits unter Kapitel dargestellt. Eine Aufteilung der Abgaben nach Sektoren ist nicht möglich.

167 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite USA Spielautomaten, inkl. Video-Poker- und Bingo-Geräten, außerhalb von Spielbanken sind in den acht Staaten Delaware, Illinois, Louisiana, Montana, Nevada, Oregon, South Dakota und West Virginia erlaubt. 51 Hiervon unterschieden werden muss die Regulierung von Video-Lotterieautomaten. In den acht Staaten Delaware, Maryland, New York, Ohio, Oregon, Rhode Island, South Dakota und West Virginia betreiben die Länderlotterien solche Lotterieautomaten, die nach der Methodik dieser Studie als Automatenspiel betrachtet werden. Bei den im Folgenden ausgewiesenen Daten handelt es sich ausschließlich um Videolotterien (VLT) in den vorgenannten Staaten, da für sonstige Spielautomaten keinerlei Daten vorliegen. Tab. 127: Entwicklung des US-amerik. Spielautomatensektors Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge Anzahl Spielautomaten Änderung Automaten ggü. Vorjahr Durchschnittlicher BSE pro Gerät k.a k.a. k.a. k.a. k.a ,5% k.a. k.a. k.a. k.a ,9% k.a. k.a. k.a. k.a ,4% k.a. k.a. k.a. k.a ,4% k.a. k.a. k.a. k.a ,5% k.a. k.a. k.a. k.a ,8% k.a k.a ,6% k.a ,2% ,5% ,5% ,5% ,8% k.a ,0% k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a Quelle: Annual Lotteries Report Anmerkungen zur Datengewinnung: Dargestellt sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge von Lotterieautomaten (VLTs ), die in folgenden acht Staaten reguliert sind: Delaware Maryland, New York, Ohio, Oregon, Rhode Island, South Dakota, West Virginia. Die Spieleinsätze sind geschätzt und basieren auf den Bruttospielerträgen. Grundlage der Schätzung ist die Rohertragsmarge des Jahres US-Dollar wurden mit einem Kurs von 0, USD/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres vgl. letzter Abruf am 17. Juni 2014

168 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 164 Steuern und Abgaben Für Steuern und Abgaben konnten keine Daten gewonnen werden. Tab. 128: Steuereinnahmen im Spielautomatensektor in den USA Abgaben in Euro Anteil am BSE 2003 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. Tab. 129: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Spielautomatensektor in den USA Abgaben in Euro Anteil am BSE 2003 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

169 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen (terrestrisch) Dänemark Seit 2012 sind in Dänemark im Wesentlichen der Wettbereich (terrestrisch, online) und Online-Casinospiele (inkl. Poker) im Rahmen eines Lizenzmodells reguliert. Als Steuersatz wurden 20 Prozent des Bruttoertrags festgelegt. Lizenzen sind längstens für fünf Jahre vorgesehen. Die Glücksspielreform sollte ursprünglich schon zum 1. Januar 2011 umgesetzt werden. Eine Beschwerde dänischer Automaten- und Spielbanken-Verbände bei der Europäischen Kommission wegen unterschiedlicher Steuersätze bei terrestrischen Spielhallen und Spielbanken (bis zu 75 Prozent des Bruttospielertrags) einerseits und der beabsichtigten Besteuerung von Online-Casinospielen (20 Prozent des Bruttospielertrags) andererseits sowie des damit verknüpften Vorwurfs unerlaubter Beihilfe hatte zu einer Verzögerung von einem Jahr geführt. Tab. 130: Entwicklung des dänischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,5% ,9% ,5% Quelle: Spillemyndigheden Tab. 131: Entwicklung des dänischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,5% ,9% ,5% Quelle: Spillemyndigheden Tab. 132: Entwicklung des dänischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Gesamt: Rohertragsmarge Pferdewette: Rohertragsmarge Sportwette: Rohertragsmarge k.a ,5% 14,5% 14,5% ,87% ,5% 14,5% 14,5% Quelle: Spillemyndigheden Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 9,0 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). 52 Eine Ausnahme bildet der Abschnitt Österreich. Hier konnte der Anteil der Online-Umsätze nicht getrennt ausgewiesen werden.

170 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 166 Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten sind ab 2012 verfügbar, da zu diesem Zeitpunkt eine Neuregulierung des Glücksspielwesens stattfand und Spillemyndigheden seit diesem Zeitpunkt erstmalig Marktkennziffern kommuniziert. Auf die Wetteinsätze wurde aus der Rohertragsmarge geschlossen Die Rohertragsmarge wurde im Quartalsbericht I/2014 von Spillemyndigheden für einen 9-Monats-Zeitraum ermittelt und für die Jahre 2012/2013 übernommen. Auf die Größe des Pferdewettmarktes wurde aus einer Aussage aus dem Jahresbericht von Spillemyndigheden von 2013 geschlossen. Laut dem Bericht beträgt der Anteil der Pferdewetten 2 Prozent am BSE des Wettsektors (Spillemyndigheden Årsberetning for 2013, S. 16) Dänische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, EUR/DKK in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Wetteinsätze werden mit 20 Prozent auf die erzielten Bruttospielerträge besteuert. Für Totalisator-Wetten muss Danske Spil eine Steuer an den Staat von 11 Prozent der Bruttospielerträge bis 16,7 Mio. Dänischen Kronen zahlen. Für die darüber liegenden Bruttospielerträge wird eine Steuer von 19 Prozent fällig. Bei Pferdewetten ist eine Reduzierung in Höhe von Kronen pro organisierten Renntag erlaubt, wobei die Anzahl an reduzierfähigen Renntagen auf 24 Tage pro Jahr und Betreiber limitiert ist. Nach einer Schätzung der Danish Gambling Authority beliefen sich die Steuerabgaben auf Wetten im Jahr 2012 auf rund 30,5 Mio. Euro. 53 Dies entspricht einem Anteil am BSE des dänischen Wettwesens in Höhe von 19,6 Prozent. Weitere Daten konnten nicht erhoben werden. Tab. 133: Steuerabgaben des dänisches Wettwesens Steuern in Euro Anteil am BSE ,6% 2013 k.a. k.a. 53 vgl. The Danish Gambling Authority (2012): The Liberalisation of the Gambling Market. Präsentation, gehalten am Online abrufbar unter: presentation_birgitte_sand.pdf

171 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland Mit Inkrafttreten des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags [Erster GlüÄndStV] am wurden in Deutschland die rechtlichen Voraussetzungen des Wettwesens neu gegliedert, indem die Grundlagen für eine erweiterte Teilöffnung des Glücksspielmarktes geschaffen wurden. Auf Basis einer Experimentierklausel wurde die probeweise Konzessionierung von 20 privaten Wettanbietern in Deutschland beschlossen und die zu entrichtende Steuer auf Sportwetten auf fünf Prozent des Wetteinsatzes festgelegt. Um die Steuersätze zwischen den zu konzessionierenden privaten Wettanbietern einerseits und den bereits regulierten Pferdewettangeboten andererseits zu harmonisieren, wurde die Rennwettsteuer einheitlich auf fünf Prozent des Wetteinsatzes festgelegt. Die privaten Wettanbieter werden in dem Stand August 2014 noch andauernden mehrstufigen Konzessionsverfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterienkatalogs ausgewählt. Bislang wurden noch keine Konzessionen vergaben, die aufgeführten Marktdaten in diesem Abschnitt beziehen sich daher ausschließlich auf die legalen staatlichen Sportwettenangebote. Der Schwarzmarkt der in Deutschland nicht-konzessionierten Angebote wird nicht berücksichtigt. Eine Reihe von Wettanbietern entrichtet jedoch bereits seit 2012 die nach Rennwett-/Lotteriegesetz zu zahlende Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent des in Deutschland generierten Wetteinsatzes. Die Konzessionäre dürfen nach Abschluss des Vergabeverfahrens bundesweit online und terrestrisch vermarkten. Die einzelnen Länder haben dabei unterschiedliche Regelungen zur Begrenzung der terrestrischen Wettvermittlungsstellen getroffen. Die Konzessionen haben eine Laufzeit bis zum Bis zu diesem Zeitpunkt soll entschieden werden, ob man in Deutschland die Zulassung einer begrenzten Anzahl an Sportwettenanbietern unbefristet ermöglicht oder zu einem staatlichen Monopol zurückkehrt. Verbunden mit der Konzession werden Einschränkungen des Produktportfolios bestehender, derzeit unerlaubt tätiger Wettanbieter erwartet. Vor allem der Umfang des Live-Wetten-Angebots soll für konzessionierte Anbieter im Vergleich zum heutigen Angebot deutlich eingeschränkt werden. Bislang sind nur die Sportwettenangebote des DLTB regulierte Angebote in Deutschland. Daher werden in Tab. 134 nur die Sportwettenumsätze des DLTB berücksichtigt. Der Pferdewettmarkt ist in Deutschland ein regulierter Markt. Das Rennwett- und Lotteriegesetz, ein Bundesgesetz, definiert die Grundlagen und die Besteuerung für die Buchmacher- bzw. Wettvermittlungstätigkeit sowie für das Veranstalten von Totalisatoren. Das Rennwett- und Lotteriegesetz wurde 1922 verabschiedet und bis zum Jahr 2012 nur geringfügig angepasst. Vor 2012 betrug die Rennwettsteuer 16,67 Prozent des Wetteinsatzes. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

172 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 168 Tab. 134: Entwicklung des deutschen Sport-Wettwesens (Unternehmen des Deutschen Lotto- und Totoblocks) Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,8% ,6% ,0% ,2% ,9% ,2% ,8% ,3% ,9% ,9% ,8% ,3% ,6% ,1% ,8% ,0% ,7% ,5% ,9% ,2% ,9% ,7% ,4% Quelle: Ab 2007: DLTB; bis 2006: Einsätze: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Anmerkung: Bis 2006 BSE abgeleitet aus Wetteinsätzen. Annahme für Marge bis 2006: Durchschnitt der Jahre (Oddset: 41,6 Prozent, Toto: 49,8 Prozent). Hinweis: TOTO-Umsätze sind in der Darstellung enthalten. Nach aktueller Terminologie des GlüStV gilt die TOTO-Wette in Deutschland nicht länger als Sportwette, da Sportwetten Wetten zu festen Quoten sind ( 3 Abs. 1 Satz 4 GlüStv). Im Sinne der internationalen Vergleichbarkeit blieb diese Besonderheit unberücksichtigt. Tab. 135: Entwicklung des deutschen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a k.a ,3% k.a ,0% k.a ,0% k.a ,1% k.a ,8% k.a ,6% k.a ,8% k.a ,1% k.a ,8% k.a ,7% k.a ,0% k.a. Quelle: Albers, N. (2009), Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Triple Crown. Anm.: Totalisatoreinsatz für Galopper 2012 wurde für 2013 fortgeschrieben. Ertragsmarge geschätzt (25,0 % nach Barth 2012). Da es sich bei der Ertragsmarge von 25,0 Prozent um eine Schätzung handelt und nicht um die tatsächlich erwirtschaftete Marge, wurden in der entsprechenden Spalte k.a. vermerkt.

173 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 169 Der stetige Umsatzrückgang der Sportwettenangebote des DLTB seit 2004 spiegelt sich in einer rückläufigen Marktentwicklung des Pferdewettwesens in Deutschland wider. Lediglich von 2010 auf 2011 gab es bei der Pferdewette ein leichtes Wachstum. Die vorherigen Ergebnisse aus Sport- und Pferdewetten spiegeln sich auch deutlich in der Gesamtdarstellung wider. Seit 2004 nehmen die Spieleinsätze sowie die Bruttospielerträge im deutschen Wettwesen kontinuierlich ab. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass lediglich der legale Markt betrachtet wird, Umsätze von unerlaubt tätigen Anbietern flossen nicht in die Darstellung ein. Tab. 136: Entwicklung des deutschen Wettwesens (Sport- und Pferdewetten) Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a k.a. k.a. k.a ,1% k.a. k.a. k.a ,1% k.a. k.a. k.a ,6% k.a. k.a. k.a ,6% k.a. k.a. k.a ,7% k.a. k.a. 42,0% ,6% k.a. k.a. 42,0% ,4% k.a. k.a. 42,0% ,1% k.a. k.a. 42,0% ,5% k.a. k.a. 42,0% ,8% k.a. k.a. 42,0% ,0% k.a. k.a. 38,0% Quelle: DLTB, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Triple Crown Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 23,2 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

174 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 170 Anmerkungen zur Datengewinnung: Dargestellt sind für Sportwetten die Buchmacherumsätze von Oddset sowie die Umsätze im Fußballtoto und des DLTB. Die Angaben zu Wetteinsätzen und Wetterträgen stammen von der Archivund Informationsstelle der deutschen Lotto- und Totounternehmen ( ) sowie von G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten ( ). In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hg.): Jahrbuch Sucht Für die Jahre wurden die Erträge der Sportwetten aus den Einsätzen abgeleitet. Grundlage bildete die mittlere Ertragsmarge der Jahre (41,6 Prozent). Die Totalisatorumsätze mit Galopp-Pferdewetten für die Jahre 2002, beruhen auf G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hg.): Jahrbuch Sucht Die Totalisatorumsätze mit Galopp-Pferdewetten für beruhen auf Albers, Norman (2009): Warten auf den Wettbewerb. Die Galopp-Einsätze für das Jahr 2003 sind geschätzt. Für 2013 wurden die Galopp-Einsätze von 2012 fortgeschrieben. Die Totalisatorumsätze mit Trab-Pferdewetten beruhen auf der Umsatzstatistik von Triple Crown ( Für Pferdewetten wurde die Schätzung der Rohertragsmarge übernommen von Barth, Dietmar (2012): Der deutsche Glücksspielmarkt 2010, und auf den Zeitraum der Darstellung übertragen (25,0 Prozent). Da es sich bei der Ertragsmarge um eine Schätzung handelt und nicht um die tatsächlich erwirtschaftete Marge, wurden in der entsprechenden Spalte k.a. vermerkt. Steuern und Abgaben Seit dem 1. Juli 2012 sind alle in Deutschland aktiven Sportwettenanbieter steuerpflichtig. Die Besteuerung beträgt fünf Prozent der Wetteinsätze. Die Totalisatorsteuer sowie die Steuer auf andere Rennwetten beträgt seitdem ebenfalls einheitlich fünf Prozent der Wetteinsätze. Die Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen beliefen sich auf insgesamt 191 Mio. Euro im Jahre Das deutliche Wachstum gegenüber den Vorjahren ist insbesondere auf die seit 2012 neu eingeführte Besteuerung von Sportwetten zurückzuführen. Aufgrund der Tatsache, dass auch Sportwettenanbieter, die in Deutschland unerlaubt tätig sind, teilweise Steuern entrichten, war das Steueraufkommen aus Sportwetten im Jahr 2013 deutlich größer, als es die Betrachtung des regulierten Marktes nahe legen würde. Die Steuereinnahmen überstiegen 2013 dadurch den Wetteinsatz mit Sportwetten im regulierten deutschen Markt (vgl. Tab. 136).

175 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 171 Tab. 137: Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen in Deutschland, , ineuro Steuern in Euro Anteil am BSE Totalisatorsteuer Andere Rennwettsteuer Sportwetten Total 2002 k.a. k.a. - k.a. k.a k.a. k.a. - k.a. k.a ,8% ,4% ,1% ,9% ,4% ,6% ,2% ,2% ,3% ,7% Quelle: Bundesfinanzministerium Die Einnahmen aus der Totalisatorsteuer werden größtenteils zur Förderung der Pferdezucht und des Pferdesports an Pferderennvereine weitergegeben Frankreich Die französische Gesellschaft Française des Jeux (FDJ) verfügt in Frankreich über das Sportwettenmonopol (Sportwetten: terrestrisch). Zum Produktportfolio der Gesellschaft gehören u.a. Toto, und Sportwetten mit festen Quoten. Der Pferdesport und Pferdewetten haben in Frankreich historisch und kulturell betrachtet einen hohen Stellenwert. PMU (Pari Mutuel Urbain) ist der nationale Pferdewettenbetreiber und verfügt nach der Einführung des Lizenzmodells weiterhin über das terrestrische Wettmonopol. PMU hat seine Geschäftsfelder im Rahmen des Online-Lizenzmodells (2010) ausgeweitet und bietet jetzt neben Online-Pferdewetten auch Online-Sportwetten an. Der Gesellschaftsstatus von PMU wird im Englischen als Economic Interest Group bezeichnet. Gesellschafter von PMU sind die regionalen und nationalen Pferdeverbände Frankreichs. Die Gesellschaft ist damit betraut, Pferdewetten (Oncourse und Off-course) zu organisieren und zu veranstalten. Es werden ausschließlich Pferdewetten veranstaltet, die auf dem Totalisatorprinzip basieren. Die Infrastruktur des Pferdesports wird durch die Tätigkeit von PMU gefördert. Die erzielten Überschüsse kommen dem Pferdesport und dem Staat (Abgaben) zugute. PMU erzielte im Jahr 2012 einen Wetteinsatz von 10,5 Mrd. Euro. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt.

176 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 172 Tab. 138: Entwicklung des französischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,6% ,4% ,8% ,1% ,4% ,7% ,1% ,7% ,2% ,4% ,3% ,5% ,3% ,0% ,0% ,5% ,8% ,2% ,9% ,8% ,7% ,8% ,7% ,2% ,1% Quelle: Française des Jeux, Pari Mutuel Urbain Im Gegensatz zu den Sportwetten, die in der Gesamtbetrachtung stetig gewachsen sind, erreichten die Pferdewetten in Frankreich 2009 ihren Höchstwert. Seit dem Einbruch 2010 wächst der Markt wieder kontinuierlich. Tab. 139: Entwicklung des französischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,9% ,9% ,9% ,2% ,9% ,8% ,9% ,3% ,9% ,8% ,6% ,2% ,2% ,1% ,0% ,8% ,2% ,4% ,2% ,1% ,4% ,3% ,7% ,7% ,5% ,3% ,8% Quelle: Française des Jeux, Pari Mutuel Urbain Auch in der Gesamtbetrachtung spiegelt sich 2010 der leichte Einbruch durch die Pferdewetten wider. Insgesamt wachsen die Spieleinsätze jedoch.

177 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 173 Tab. 140: Entwicklung des französischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a ,1% 26,9% 40,6% ,9% ,1% 26,9% 40,8% ,2% ,1% 26,9% 40,4% ,1% ,3% 26,9% 40,1% ,3% ,3% 26,9% 40,2% ,5% ,0% 27,6% 40,3% ,4% ,8% 27,2% 40,3% ,6% ,6% 26,0% 40,0% ,2% ,1% 25,2% 38,8% ,0% ,1% 25,2% 36,9% ,0% ,6% 25,4% 35,7% ,4% ,0% 24,7% 35,7% ,8% ,0% 24,5% 35,1% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Française des Jeux, Pari Mutuel Urbain Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 72,6 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). Anmerkungen zur Datengewinnung: Wetteinsätze bei FDJ gehen als Buchmacherwetten in den Markt mit ein. Ab 2010 ist bei Sport- und Pferdewetten auch der Anteil der privaten Wettanbieter mit inbegriffen (siehe ARJEL Geschäftsbericht 2010, Seite 21). Der Bruttospielertrag bei FDJ leitet sich aus den Einsätzen ab. Die Rohertragsmarge aller FDJ-Produkte wurde auf die Buchmacherwetten übertragen. Wetteinsätze bei PMU gehen als Totalisatorwetten in den Markt mit ein. Bruttospielertrag bei PMU von übernommen aus Nilles (2009). Wetteinsätze sind geschätzt, hierfür wurde eine mittlere Rohertragsmarge bei PMU ( ) unterstellt. Steuern und Abgaben Die Steuern und Abgaben von FDJ lassen sich nicht getrennt nach den Sektoren Lotterie und Wetten darstellen. Daher werden im Folgenden lediglich die Steuern und Abgaben der PMU aus dem Bereich Pferdewetten dargelegt. Jeder Ticket-Kauf von PMU unterliegt der Stempelsteuer von 3,8 Prozent der Höhe des Wetteinsatzes. Zudem zahlt PMU Sozialversicherungsbeiträge. Die Tätigkeiten der PMU dienen der Finanzierung des französischen Pferdesports. Der gesamte Nettoertrag kommt dem französischen Pferdesport zugute.

178 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 174 Tab. 141: Steueraufwand von PMU in Frankreich Steuern in Euro Anteil am BSE ,1% ,5% ,5% ,2% ,9% ,6% ,2% ,7% 2008 k.a. 0,0% ,6% ,4% ,8% ,7% ,0% Quelle: PMU

179 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Italien Für das Wettwesen in Italien wird eine Vielzahl von Lizenzen vergeben. Beispielsweise wurden in einem Ausschreibungsprozess für Wetten im Jahr 2006 insgesamt zusätzliche Lizenzen ausgeschrieben. Die überwiegende Mehrheit dieser Lizenzen ging an italienische Buchmacher. Das italienische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen ist verantwortlich für die Erlaubniserteilung und die Regulierung der verschiedenen Glücksspielangebote. Es erteilt die Lizenzen bzw. Konzessionen über die dem Ministerium unterstellte AAMS (Amministrazione autonoma dei monopoli di Stato). Diese übernimmt die Regulierung und Aufsicht für sämtliche Lotterie- und Wettaktivitäten der Lizenzinhaber. Rechtlich betrachtet kann die italienische Bevölkerung auf alle Sportarten wetten. Pferderennen werden ebenfalls in Italien veranstaltet. Hunderennen wurden 2002 abgeschafft gab es 400 Konzessionen für Wettanbieter in Italien. 54 In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 142: Entwicklung des italienischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a k.a ,8% k.a ,7% k.a ,0% k.a ,0% k.a ,7% k.a Methodikwechsel k.a ,5% k.a ,5% ,7% ,7% k.a k.a k.a k.a. k.a. Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato. Anmerkung: Ab 2009 ohne Online-Einsätze (siehe Kapitel 4.6.4). Die Spieleinsätze bei Sportwetten wuchsen stark bis 2008 und erreichten ihr Maximum. Seitdem gibt es einen leicht rückläufigen Trend bei den Wetteinsätzen. 54 vgl. Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato (2014): Libro Blu 2014, S. 88.

180 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 176 Tab. 143: Entwicklung des italienischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,0% k.a ,4% k.a ,8% k.a ,5% k.a ,4% k.a ,8% k.a ,4% k.a ,7% ,2% 2012 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Der Pferde-Wettmarkt ist stark rückläufig. In den sieben Jahren zwischen 2003 und 2010 haben sich die Einsätze in etwa halbiert. Tab. 144: Entwicklung des italienischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt k.a k.a ,5% k.a ,6% k.a ,9% k.a ,3% k.a ,0% k.a Methodikwechsel k.a ,6% k.a ,7% ,8% 2012 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Anmerkung: Ab 2009 ohne Online-Einsätze (siehe Kapitel 4.6.4). Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2007 aus Nilles (2009) Bruttospielertag geschätzt nach Spieleinsätzen. Schätzung basiert auf Angaben von AAMS zur Rohertragsmarge von Pferde- und Sportwetten Sportwetten bis 2008 inklusive Online-Sportwetten, daher lässt sich der starke Einbruch im Jahr 2009 (Sportwetten) zum Teil erklären.

181 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 177 Abb. 84: 14% Italien: Anteil von Livewetten- und Online-Livewetten am Wetteinsatz ,6% 12% 10% 8% 6% 4,7% 5,6% 7,5% 9,1% 5,7% 7,8% 4% 2% 0% Anteil Spieleinsatz von Livewetten am Spieleinsatz Anteil Spieleinsatz von Online-Livewetten am Spieleinsatz Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Abb. 85: Italien: Entwicklung der Wetteinsätze von Livewetten und Online-Livewetten in Euro Gesamtspieleinsatz Livewetten Online-Livewetten Spieleinsatz Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato

182 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 178 Abb. 86: 100% Italien: Anteil der Wetteinsätze (inkl. online) nach Sportarten ,2% 80% 60% 40% 20% 0% 5,2% 4,3% 1,3% 0,4% Fußball Tennis Basketball Volleyball Eishockey Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Abb. 87: Italien: Anteil der Wetteinsätze (inkl. online) nach Anbietern % 31,1% 20% 20,7% 13,2% 6,9% 6,6% 0% SNAI Lottomatica Scommesse Match Point Brickagent Intralot Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Steuern und Abgaben Der Steuersatz für Festquoten-Wetten in Italien ist variabel. Er richtet sich nach den Wetteinnahmen des Wettbetreibers und wird auf jeden Wetteinsatz erhoben. Wettanbieter der Kategorie 1 bieten Wetten auf bis zu sieben Veranstaltungen an, während Wettanbieter der Kategorie 2 auf mehr als sieben Veranstaltungen Wetten anbieten.

183 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 179 Tab. 145: Besteuerung der Wetteinsätze im Bereich Wettwesen in Italien Wetteinnahmen/Jahr Kategorie 1 Kategorie 2 Über Prozent 8 Prozent Über Prozent 6,8 Prozent Über Prozent 6 Prozent Über ,5 Prozent 5,5 Prozent Über Prozent 5 Prozent Quelle: Gesetz vom 4. August 2006, Nr. 248 Art. 38 Die Abgaben auf Pferdewetten betragen 6,28 Prozent. Die Steuereinnahmen aus Sport- und Pferdewetten lagen 2012 bei 225 Mio. Euro und haben sich damit seit 2007 um rund 160 Mio. Euro reduziert. Tab. 146: Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen in Italien, Steuern in Euro Anteil am BSE ,6% ,1% ,5% ,9% ,3% ,3% ,0% 2010 k.a. k.a k.a. k.a ,1% k.a. Quelle: Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Teile der Umsätze aus Sport- und Pferdewetten dienen der Unterstützung des italienischen Sport- bzw. Pferdesportwesens.

184 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Maltco bietet unter dem Produkt U*Bet eine Reihe von Sportwetten mit festen Quoten an. Über die generierten Einnahmen und Steuerabgaben aus dem Wettwesen liegen keine Daten vor. Tab. 147: Entwicklung des maltesischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge 2000 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a.

185 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Österreich Sportwetten werden in Österreich nicht als Glücksspiel betrachtet, da sie nicht rein zufallsbasiert sind. Sportwetten werden gewerbsmäßig von Buchmachern angeboten. Die Sportwettenanbieter müssen sich auf Landesebene lizenzieren lassen. Lizenzen für Wettbüros können von den einzelnen Bundesländern vergeben werden. Der größte Anbieter auf dem Sportwettenmarkt in Österreich ist Admiral Sportwetten. Nach eigener Aussage betreibt Admiral Sportwetten 200 Wettbüros in Österreich und erreicht damit einen Marktanteil von über 50 Prozent. 55 In der folgenden Tabelle sind, abweichend von der allgemeinen Darstellung in diesem Kapitel, sowohl Spieleinsätze und Bruttospielerträge aus dem terrestrischen als auch aus dem Online-Vertrieb dargestellt. Der Anteil der Online-Umsätze an den österreichischen Umsätzen mit Sportwetten konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Tab. 148: Entwicklung des österreichischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Gesamt: Rohertragsmarge k.a ,6% ,0% ,9% ,6% ,0% ,2% ,6% ,9% ,8% ,9% ,0% Quelle: Kreutzer Fischer ( ) Anmerkung: inklusive online platzierte Wetten Anmerkungen zur Datengewinnung: Wetteinsätze enthalten online platzierte Wetten. Diese wurden nicht separat ausgewiesen. Daten stammen nicht aus einer staatlichen Quelle, sondern vom Beratungsunternehmen Kreutzer Fischer & Partner 55 vgl. zuletzt abgerufen am

186 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 182 Steuern und Abgaben Nach den Änderungen des Bundesgebührengesetzes im Jahre 2005 unterliegen Wetten einer Umsatzsteuer in Höhe von zwei Prozent. Allerdings sind die Bundesländer berechtigt, Lizenzgebühren oder andere zusätzliche Gebühren zu erheben. Über die effektiven Steuersätze liegen daher keine aussagekräftigen Informationen vor. Tab. 149: Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen in Österreich Steuern in Euro Anteil am BSE 2002 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a. Tab. 150: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Bereich Wettwesen in Österreich Abgaben in Euro Anteil am BSE 2002 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a.

187 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweden In Schweden werden die Pferdewetten (Totalisatorwetten) von AB Trav och Galopp (ATG) durchgeführt. Eigentümer von ATG sind die schwedischen Rennvereine (Galopper und Traber). Im Aufsichtsrat von ATG sitzen paritätisch die Eigentümer der Rennbahnen und politische Vertreter. Svenska Spel bietet Sportwetten als Teil seines Produktportfolios an. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 151: Entwicklung des schwedischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,2% k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,0% k.a. k.a ,6% k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,5% ,9% ,9% ,0% ,7% ,6% ,0% ,4% ,2% ,8% ,0% ,8% ,7% ,8% ,3% ,7% Quelle: Svenska Spel, Aktiebolaget Trav och Galopp (ATG)

188 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 184 Tab. 152: Entwicklung des schwedischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,5% ,3% ,3% ,3% ,0% ,1% ,6% ,9% ,2% ,7% ,0% ,6% ,1% ,8% ,2% ,8% ,8% ,8% ,9% ,2% ,8% ,0% Quelle: Svenska Spel, Aktiebolaget Trav och Galopp (ATG) In der Gesamtbetrachtung war 2007 das umsatzreichste Jahr nach Einsatz und Ertrag. Seitdem sind die Wetteinsätze etwa um ein Drittel gefallen. Sie lagen im Jahr 2012 bei circa 1,1 Mrd. Euro. Tab. 153: Entwicklung des schwedischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a. k.a. k.a ,3% k.a. k.a. k.a. k.a ,7% k.a. k.a. k.a. k.a ,4% k.a. k.a. 30,3% k.a ,1% k.a. k.a. 30,3% k.a ,1% k.a. k.a. 30,1% k.a ,4% ,5% 29,9% 40,9% ,3% ,7% 29,7% 38,0% ,0% ,4% 29,6% 32,6% ,2% ,0% 29,8% 38,4% ,3% ,7% 29,8% 36,8% ,4% ,0% 29,8% 33,8% ,1% ,1% 30,2% 32,8% ,4% ,0% 30,0% 32,7% Quelle: Svenska Spel, Aktiebolaget Trav och Galopp (ATG) Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 43,5 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

189 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 185 Anmerkungen zur Datengewinnung: Daten bis 2007 aus Nilles (2009) Online-Spieleinsätze von ATG werden ab 2008 separat ausgewiesen. Online-Wetteinsätze bei Svenska Spel sind nicht separat ausgewiesen. Zwar lag der Online-Anteil bei Svenska Spel 2013 insgesamt bei 22 Prozent (2012 bei 20 Prozent), der Anteil der Sportwetten war jedoch nicht in Erfahrung zu bringen. Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben ATG muss eine Totalisatorsteuer entrichten zahlte ATG rund 138,5 Mio. Euro an Totalisatorsteuer, wobei dieser Wert seit 2009 nahezu konstant geblieben ist. Tab. 154: Steueraufwand von ATG in Schweden Quelle: ATG Totalisatorsteuer in Euro Anteil am BSE 2000 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,7% ,8% ,7% ,9% ,0% ,2% ,8% ,5% ,1% ,6% 2013 k.a. k.a. Gemäß einer Vereinbarung mit dem Staat zahlt ATG jährlich einen Betrag an den Pferdesport. Nach kontinuierlicher Steigerung belief sich dieser im Jahr 2012 auf 180,4 Mio. Euro und damit rund 30 Mio. Euro mehr als 2007.

190 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 186 Tab. 155: Abgaben des schwedischen Wettwesens an den Pferdesport Abgaben in Euro Anteil am BSE ,000 k.a k.a k.a ,1% ,9% ,2% ,5% ,3% ,9% ,2% ,2% ,1% ,1% 2013 k.a. k.a. Quelle: ATG

191 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Spanien Das klassische Wettgeschäft (Totalisatorwetten) wird von SELAE, dem staatlichen Monopolunternehmen, betrieben. Eine Einzelausweisung der Wetteinsätze mit Totalisatorwetten durch SELAE erfolgt nicht. Private Sportwetten sind in Spanien erst seit kurzem reguliert. Den 17 Regionen steht die Kompetenz bei der Ausgestaltung des Buchmachergeschäfts (terrestrisch und Internet) zu. Bislang haben die Regionen Madrid und Katalonien damit begonnen, den Markt für Buchmacher (Wettshops) auf regionaler Ebene zu öffnen. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 156: Entwicklung des spanischen Wettwesens 2012 Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Gesamt: Rohertragsmarge k.a ,6% Quelle: Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap) Anmerkungen zur Datengewinnung: Die Daten entstammen den Regionen Madrid und Katalonien, die den Markt für Wettshops 2010 geöffnet haben. Nicht enthalten sind die Toto-Angebote von SELAE. Der Anteil der Wetteinsätze an den gesamten Spieleinsätzen von SELAE konnte nicht bestimmt werden. Daher sind diese ebenfalls mit in Tab. 63 enthalten. Steuern und Abgaben Die Steuerregelungen unterscheiden sich in den jeweiligen Regionen. Die Steuer schwankt um ca. zehn Prozent des Bruttospielertrages. Über die exakte Höhe der entrichteten Steuern und Abgaben im Bereich Wettwesen konnten jedoch keine Daten erhoben werden. Tab. 157: Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen in Spanien 2012, in Euro Steuern in Euro Anteil am BSE 2012 k.a. k.a. Tab. 158: Abgaben für gemeinnützige Zwecke im Bereich Wettwesen in Spanien 2012 Steuern in Euro Anteil am BSE 2012 k.a. k.a.

192 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Vereinigtes Königreich Das Vereinigte Königreich hat einen historisch gewachsenen, stark ausgeprägten Wettmarkt. Pferdewetten stehen im Fokus der britischen Wetter und verfügen über mehr als 50 Prozent Marktanteil innerhalb des klassischen Wettsegments (Sport- und Pferdewetten u.a.). Das Vereinigte Königreich verfügt über stark kompetitiv ausgerichtete Wettunternehmen (William Hill, Ladbrokes etc.). Die Glücksspielanbieterstruktur im Vereinigten Königreich ist oligopolistisch geprägt. Insgesamt verfügt das Vereinigte Königreich über Wettshops (Stand März 2013). Die Marktführer William Hill und Ladbrokes kommen dabei gemeinsam auf einen Anteil von rund 50 Prozent. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 159: Entwicklung des Sport-Wettwesens im Vereinigten Königreich Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,7% ,0% ,4% ,1% ,5% ,6% ,8% ,7% ,3% Quelle: Gambling Commission Der Sportwettenmarkt war 2010 und 2011 rückläufig, hat sich seitdem jedoch wieder stabilisiert. Die Pferdewetteneinsätze sinken hingegen im Beobachtungszeitraum. Lediglich 2012 wurde der Abwärtstrend kurzzeitig gestoppt. Tab. 160: Entwicklung des Pferde-Wettwesens im Vereinigten Königreich Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,4% ,9% ,8% ,2% ,4% ,2% ,5% ,0% ,9% Quelle: Gambling Commission

193 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 189 Tab. 161: Entwicklung des Wettwesens im Vereinigten Königreich Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a ,9% 26,6% 26,9% ,2% ,8% 27,8% 27,8% ,1% ,3% 27,9% 30,4% ,8% ,1% 27,6% 30,2% ,9% ,1% 28,1% 33,3% Quelle: Gambling Commission Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 22,8 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online). Anmerkungen zur Datengewinnung: Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Die Gebühren des britischen Wettwesens unterscheiden zwischen Gebühren auf Wetten mit festen Quoten (General Betting) und Gebühren auf Totalisatorwetten (Pool Betting). Die General Betting Duty basiert auf den Bruttospielerträgen der Betreiber und beträgt 15 Prozent. Für Pool Betting beträgt die Gebühr 15 Prozent der Netto-Wetteinsätze. Die Neueinordnung von FOBTs als Spielautomaten statt Wettautomaten führte 2006 zu einem starken Rückgang der Gebührenabgaben im Wettwesen. Tab. 162: Gebühreneinnahmen im Bereich Wettwesen im Vereinigten Königreich Gebühren in Euro Anteil am BSE General Betting Pool Betting Total ,2% ,7% ,5% ,4% ,0% Quelle: HM Revenue and Customs

194 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 190 Anmerkungen zur Datengewinnung: Das Steueraufkommen von HM Revenue and Customs (HMRC) umfasst sämtliche Wettsteuern, die von britischen Unternehmen entrichtet wurden. Im Unterschied zu den Umsätzen in Tab. 161 beinhaltet das Steueraufkommen somit auch besteuerte Umsätze von Online-Wettkunden, die britische Online- Angebote von außerhalb des Vereinigten Königreiches genutzt haben. Ab Januar 2015 wird die Erhebungsmethode von HMRC dahingehend angepasst, dass nur noch Umsätze von britischen Spielern erfasst werden, unabhängig von Unternehmenssitz des Wettanbieters. Das Steueraufkommen nach HMRC beinhaltet ebenfalls besteuerte Umsätze aus Finanzwetten. Finanzwetten werden in den Wettumsätzen der Gambling Commission (vgl. Tab. 161) jedoch nicht mit berücksichtigt. Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Zusätzlich werden vom britischen Wettwesen gesetzlich geregelte Abgaben an den Pferdesport in Form des British Horseracing Levy Board (BHLB) fällig. Das BHLB nahm im Geschäftsjahr 2012/13 77,8 Mio. Euro (2011/12: 79,0 Mio. Euro) durch Abgaben ein. Rund 84 Prozent (2011/12: 83 Prozent) davon wurden von lizenzierten Wettbüros entrichtet British Horseracing Levy Board (2013): The Horserace Betting Levy Board Annual Report and Accounts 2012/13, S. 37

195 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Norwegen Im Bereich Pferdewetten (Totalisator) verfügt die norwegische Gesellschaft Norsk Rikstoto über das Monopol. Norsk Tipping, das staatliche Lotterieunternehmen, bietet Sportwetten an. In der folgenden Tabelle sind ausschließlich Spieleinsätze und Bruttospielerträge abgebildet, die im terrestrischen Vertrieb erzielt wurden. Online-Umsätze sind, soweit solche ausgewiesen wurden, in Abschnitt 4.6 dargestellt. Tab. 163: Entwicklung des norwegischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,5% ,6% ,9% ,0% ,7% ,3% ,5% ,0% ,9% ,9% ,2% ,5% ,6% ,3% ,7% ,9% ,0% ,5% ,7% ,4% ,8% ,1% ,1% ,1% ,6% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Rikstoto Norwegen verzeichnet im internationalen Vergleich einen stabilen Wettmarkt. Der Wettmarkt bewegt sich seit fünf Jahren auf demselben Umsatzniveau. Auch im Bereich Pferdewetten verfügt Norwegen über eine langfristig sehr stabile Nachfrage. Die Umsätze des Jahres 2012 lagen in etwa auf dem Niveau des Jahres 2000.

196 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 192 Tab. 164: Entwicklung des norwegischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,9% ,8% ,8% ,7% ,4% ,0% ,6% ,3% ,4% ,6% ,5% ,4% ,0% ,8% ,4% ,4% ,7% ,5% ,7% ,0% ,9% ,5% ,0% ,8% ,7% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Rikstoto Tab. 165: Entwicklung des norwegischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a ,7% 39,3% 68,2% ,1% ,3% 39,2% 68,2% ,0% ,6% 39,1% 68,2% ,8% ,3% 39,2% 68,2% ,9% ,9% 39,5% 68,2% ,6% ,8% 39,1% 68,2% ,3% ,3% 38,7% 68,2% ,6% ,9% 38,1% 68,2% ,4% ,8% 37,0% 68,2% ,0% ,5% 37,1% 68,2% ,9% ,9% 37,2% 68,2% ,2% ,2% 37,2% 68,2% ,0% ,4% 37,0% 68,2% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Rikstoto Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 40,9 Prozent der Wetteinsätze (inkl. Online).

197 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 193 Anmerkungen zur Datengewinnung: Berücksichtigt sind die Wetteinsätze der Wettangebote Tipping und Oddsen von Norsk Tipping sowie die Kennziffern von Rikstoto. Der Bruttospielertrag von Norsk Tipping ist geschätzt. Grundlage der Schätzung bildete die gemeinsame Rohertragsmarge der Angebote Tipping und Oddsen des Jahres 2009 (64 Prozent). Ab 2008 wurden Online-Umsätze von Norsk Tipping separat ausgewiesen. Hierbei konnte der Anteil der Online-Sportwetten nur geschätzt werden, da der Online-Anteil nur für das Gesamtangebot von Norsk Tipping ausgewiesen wird. Norwegische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, NOK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Norsk Rikstoto entrichtet an den Staat eine Abgabe in Höhe von 3,7 Prozent des Umsatzes. Seit 2003 sind diese Abgaben kontinuierlich gestiegen bis auf zuletzt rund 17,9 Mio. Euro im Jahre Tab. 166: Steuereinnahmen im Bereich Wettwesen in Norwegen Steuern in Euro Anteil am BSE ,4% ,5% ,6% ,9% ,6% ,9% ,8% ,0% ,5% ,6% ,8% ,9% ,7% 2013 k.a. k.a. Quelle: Norsk Rikstoto Die Verteilung der Gewinne von Norsk Rikstoto zur Unterstützung von gemeinnützigen Zwecken sind unter Kapitel dargelegt.

198 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweiz Swisslos und die Loterie Romande veranstalten in der Schweiz die Sport-Toto-Wetten und die Sportwette Sporttip" mit fixen Quoten; in den Kantonen der Westschweiz (fünf Kantone) bietet überdies die Loterie Romande die sog. Pari Mutuel Urbain Wetten (PMU) auf in- und ausländische Pferderennen an. Tab. 167: Entwicklung des schweizerischen Sport-Wettwesens Sportwetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Sportwetten: Bruttospielertrag Sportwetten: Rohertragsmarge k.a ,7% ,1% ,8% ,6% ,6% ,3% ,8% ,4% ,2% ,2% ,2% ,2% ,7% ,3% ,7% ,6% ,7% ,3% ,0% ,4% ,9% ,6% ,6% ,3% ,7% Quelle: Bundesamt für Justiz Der schweizerische Sportwettenmarkt ist seit 2004 von einer rückläufigen Entwicklung der Spieleinsätze geprägt konnten sich die Umsätze erstmals seit 2007 wieder stabilisieren. Die Wetteinsätze auf Pferdewetten in der französischen Schweiz haben sich über die letzten fünf Jahre überaus stabil gezeigt wurden nahezu dieselben Umsätze erzielt wie 2007.

199 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 195 Tab. 168: Entwicklung des schweizerischen Pferde-Wettwesens Pferdewetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Pferdewetten: Bruttospielertrag Pferdewetten: Rohertragsmarge k.a ,2% ,9% ,6% ,7% ,9% ,7% ,6% ,1% ,1% ,8% ,2% ,8% ,1% ,2% ,4% ,4% ,5% ,8% ,4% ,9% ,7% ,3% ,7% ,9% ,2% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Bundesamt für Justiz Tab. 169: Entwicklung des schweizerischen Wettwesens Wetteinsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Bruttospielertrag gesamt Rohertragsmarge gesamt Totalisator: Rohertragsmarge Buchmacher: Rohertragsmarge k.a ,0% k.a. k.a ,2% ,9% k.a. k.a ,1% ,1% k.a. k.a ,5% ,3% k.a. k.a ,7% ,3% k.a. k.a ,9% ,6% k.a. k.a ,0% ,1% k.a. k.a ,1% ,5% 29,5% 46,7% ,1% ,8% 27,7% 44,7% ,6% ,2% 26,8% 44,0% ,3% ,0% 26,8% 42,9% ,5% ,0% 25,7% 44,6% ,9% ,6% 26,5% 43,7% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Bundesamt für Justiz Terrestrische Pferdewetten sind im Wettwesen enthalten. Sie erreichten 2012 einen Anteil von 71,1 Prozent der gesamten Wetteinsätze (inkl. Online).

200 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 196 Anmerkungen zur Datengewinnung: Enthalten sind die Totalisatorwetten Toto R, Toto X und Totogoal, die Buchmacherwetten Sporttip Set und Sporttip Goal. Außerdem die Pferdewetten von PMU, die ausschließlich von der Loterie Romande vertrieben werden. Daten übernommen aus Vorstudie Die Einsätze waren, im Unterschied zum Bruttospielertrag, nicht für jedes Spiel separat, sondern nur als Summe ausgewiesen. Daher wurde das Verhältnis der Erträge zwischen Totalisator- und Buchmacherwetten untereinander auch auf die Aufteilung der Einsätze zwischen Totalisator- und Buchmacherwetten übertragen. Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Steuern und Abgaben Das Wettwesen wird in der Schweiz von Loterie Romande und Swisslos betrieben. Deren Steuerabgaben sind unter Kapitel erfasst und lassen sich nicht getrennt nach Glücksspielsektoren aufteilen.

201 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite USA Sportwetten sind durch den Professional and Amateur Sports Protection Act of 1992 (Pub.L ) des Bundes weitgehend ausgeschlossen. Ausnahmen bestehen lediglich für die Staaten Delaware, Montana, Nevada und Oregon. In jüngerer Zeit gibt es jedoch Bestrebungen verschiedener Staaten insbesondere von New Jersey, das bundesrechtliche Verbot der Sportwetten aufzuheben und damit legale Sportwettenangebote in weiteren Bundesstaaten zu ermöglichen. Wetteinsätze und Bruttospielerträge, die mit Sportwetten in den vier Staaten Delaware, Montana, Nevada und Oregon erzielt wurden, konnten nicht ermittelt werden. Die Regelungskompetenz für den Bereich der Pferdewetten liegt grundsätzlich bei den Bundesstaaten. 57 Es gibt jedoch ergänzende bundesrechtliche Regelungen wie etwa den Interstate Horse Racing Act. Pferdewetten sind in den meisten US-Bundesstaaten ausschließlich in Form der Totalisatorwette erlaubt. Überwacht wird das Pferdewettangebot in den Bundesstaaten durch sogenannte State Racing Commissions der jeweiligen Staaten. 58 In einigen Bundesstaaten sind Pferdewetten allerdings generell verboten, so bspw. in Alaska oder Utah. 59 Für das sog. Off-Track Betting (Wetten außerhalb der Rennbahn) legt der Inter State Horse Racing Act bestimmte Regeln fest. Danach sind grenzüberschreitende Pferdewetten nur unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Vorschriften der einzelnen Staaten und mit Zustimmung der jeweiligen Rennvereine (Host Racing Associations), der Host Racing Commission sowie der Off-Track Racing Commission möglich. 60 Es konnten keine amtlichen Daten zu Wetteinsätzen und Bruttospielerträgen mit Pferdewetten in den Vereinigten Staaten recherchiert werden. Aufgrund der einzelstaatlichen Zuständigkeit findet keine aggregierte Datenerhebung durch den US-amerikanischen Bundestaat statt vgl. 15 U.S. Code 3004 (a) vgl. Commissions, letzter Abruf am vgl. letzter Abruf am vgl. 15 U.S. Code 3004 (a)

202 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Von Wohltätigkeitsinstitutionen veranstaltetes Glücksspiel Dänemark Die dänische Krebsgesellschaft (Kræftens Bekæmpelse) ist die einzige Wohltätigkeitsinstitution, die selbst Lotterien veranstaltet und nicht nur von Zuwendungen einer Lotterie profitiert. Die Association of Charity Lotteries in the European Union (acleu) sieht daher ausschließlich die Lotterie der dänischen Krebsgesellschaft im Sinne der Definition an. 61 Zehnmal im Jahr wird die Lotterie der Kræftens Bekæmpelse gespielt, die nach Spenden und Mitgliedsbeiträgen die zweitgrößte Einnahmequelle für die dänische Krebsgesellschaft darstellt lag der Umsatz bei 14,8 Millionen Euro, die Erträge lagen bei 9,2 Millionen Euro. 62 Tab. 170: Entwicklung der dänischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,9% ,0% ,5% ,6% ,5% ,8% ,7% ,2% ,5% ,9% ,9% ,4% ,2% ,6% ,1% ,2% ,2% ,5% ,8% Quelle: Kræftens Bekæmpelse Anmerkungen zur Datengewinnung: Dänische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, EUR/DKK in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres vgl. S. 1. Zuletzt abgerufen am vgl. Danish Cancer Society (2014): Annual Report 2013, S. 54

203 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland In Deutschland veranstalten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zwei Wohltätigkeitslotterien. Die Sendeanstalten der ARD veranstalten gemeinsam die Deutsche Fernsehlotterie. Das ZDF betreibt mit Aktion Mensch eine eigene Fernsehlotterie. Daneben gibt es noch weitere, kleinere Wohltätigkeitslotterien. Tab. 171: Entwicklung der zwei deutschen Fernsehlotterien Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a k.a ,0% k.a ,2% k.a ,8% k.a ,6% k.a ,6% k.a ,7% k.a ,2% k.a ,3% k.a ,4% ,2% ,1% ,3% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Aktion Mensch, Deutsche Fernsehlotterie, G. Meyer: Glücksspiel Zahlen und Fakten Anmerkungen zur Datengewinnung: Bruttospielerträge leiten sich aus den Spieleinsätzen ab. Grundlage hierfür war die mittlere Rohertragsmarge von Fernsehlotterie und Aktion Mensch der Jahre 2011 und 2012 (69,3 Prozent) Frankreich In Frankreich gibt es keine Glücksspiele, die von Wohltätigkeitsinstitutionen veranstaltet werden. Es existieren zwar kleine Lotterien, diese dürfen allerdings keine Geldgewinne ausschütten Italien In Italien ist es Wohltätigkeitsorganisationen nicht möglich, eigene Lotterien zu veranstalten Quelle: Association of Charity Lotteries in the European Union. Online abrufbar unter:

204 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Wohltätigkeitsglücksspiele, wie zum Beispiel Lotterien oder Tombolas, können von maltesischen Wohltätigkeitsorganisationen veranstaltet werden. Konzessionen werden vom Finanzministerium erteilt. Der Ticketpreis darf 0,60 Euro nicht überschreiten, und es dürfen keine Geldgewinne ausgeschüttet werden. Darüber hinaus müssen 25 Prozent aller möglichen Gewinne, durch die Lotterie und Gaming Authority an das Finanzministerium abgeführt werden. Angaben zu Spieleinsätzen und Bruttospielerträgen konnten nicht recherchiert werden. Tab. 172: Entwicklung der maltesischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge 2000 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

205 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Österreich Wohltätigkeitslotterien sind in Österreich erlaubt, wenn sie von einer in Österreich ansässigen Person veranstaltet werden und keine kommerziellen Ziele verfolgen. Angaben zu Spieleinsätzen und Bruttospielerträgen konnten nicht recherchiert werden. Tab. 173: Entwicklung der österreichischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge 2000 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a Schweden Glücksspiele von Wohltätigkeitsinstitutionen machen einen großen Teil des schwedischen Glücksspielmarktes aus. Wohltätigkeitsinstitutionen können eine Lizenz für Lotterien und Bingo erhalten. Bei diesen Institutionen muss eine Gewinnausschüttung von 35 Prozent bis 50 Prozent eingehalten werden. Ein angemessener Anteil des Gewinns muss hierbei für Wohltätigkeitszwecke verwendet werden. Dieser Wert ist jedoch nicht exakt definiert. 64 Die größte Wohltätigkeitsinstitution ist Folkspel, eine Gruppe von 71 Wohltätigkeitsorganisationen. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf über 5 Millionen. Unter den Organisationen sind zum Beispiel die nationale Sportgesellschaft, die Brustkrebs-Gesellschaft, die Rheuma-Gesellschaft und die Gesellschaft für alte Menschen. Folkspel bietet Bingo-Lotto an und erwirtschaftete damit seit 1991 rund 1,5 Milliarden Euro vgl vgl.

206 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 202 Seit 1915 agiert Lottericentralen für verschiedene Wohltätigkeitsinstitutionen und arrangiert Lotterien. Derzeit betreiben sie die Lotterien für 15 Wohltätigkeitsinstitutionen, wie zum Beispiel das schwedische Rote Kreuz, BRIS (Kinderrechte) und Ärzte ohne Grenzen. 66 Ideellaspel ist ein Zusammenschluss aus vier Wohltätigkeitsorganisationen (Zusammenschluss der Blinden, Vereinigung der Gehörlosen, Naturleben und der schwedischen Gesellschaft für Naturschutzprojekte). 67 Svenska Postkodlotteriet wurde im Jahr 2005 gegründet. Der Lizenzhalter ist Svenska PostkodFöreningen und verantwortlich für die Verteilung der Erlöse an Bedürftige. A-Lotterierna, 1956 gegründet, ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die zur Schwedischen Arbeiterpartei und der Schwedischen Sozialdemokraten gehört. Die Erträge kommen den politischen Vereinigungen zugute. Das bekannteste Produkt von A-Lotterierna ist die Kombilotterie. 68 Tab. 174: Entwicklung der schwedischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,4% ,1% ,4% ,4% ,4% ,9% ,4% ,1% ,4% ,9% ,2% ,6% ,9% ,5% ,8% ,3% ,9% ,5% ,0% ,7% ,8% ,7% ,6% ,1% ,6% ,1% ,5% Quelle: Lotterieinspektionen Anmerkung zur Datengewinnung: Lotterien von Folkspel (ohne Internetlotterie), die Lotterien von IOGT-NTO (Abstinenzbewegung) ohne Internetlotterie, die Angebote von Kombispel (ohne Internetlotterie), die Postleitzahlenlotterie, die Monatslotterie, die Datumslotterie, Rubbellose von Kosing sowie die Lotterie- und Bingo-Angebote der NGOs. 66 vgl vgl vgl.

207 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 203 Keine Angaben für regionale und lokale NGO-Lotterien vor 2005 verfügbar Keine Angaben für die Lotterien von Folkspel, IOGT-NTO, Kombispel, der Postleitzahlenlotterie, der Monatslotterie, der Datumslotterie und der Rubbellose von Kosing vor 2008 verfügbar Bruttospielertrag aus Spieleinsatz abgeleitet. Grundlage bildeten allein die Rohertragsmargen der NGO-Lotterien, für Svenska Spel waren keine Roherträge oder Rohertragsmargen der Lotteriespiele in Erfahrung zu bringen. Für 2012 und 2013 wurde die Rohertragsmarge der NGO-Lotterien des Jahres 2011 fortgeschrieben. Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Spanien Die Organización Nacional de Ciegos de España [ONCE] ist die spanische Blindenorganisation und wurde 1938 gegründet. Zu den Angeboten von ONCE zählen neben Lottospielen auch Zahlenspiele und Rubbellose. Tab. 175: Entwicklung der spanischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,0% ,1% ,0% ,1% ,0% ,5% ,0% ,6% ,0% ,6% ,0% ,8% ,0% ,1% ,0% ,0% ,0% ,7% ,0% ,0% ,7% ,0% ,7% ,1% ,2% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Organización Nacional de Ciegos de España

208 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Vereinigtes Königreich Im Vereinigten Königreich gibt es zahlreiche Lotterien, die ihre Einnahmen für wohltätige Zwecke nutzen und einsetzen. Die drei größten unter ihnen sind: die People s Postcode Lottery. Sie wurde im Jahre 2005 in England ins Leben gerufen. Seit 2007 ist die Lotterie auch in Schottland aktiv, ehe die Lotterie im Jahr 2009 auf das gesamte Vereinigte Königreich ausgedehnt wurde. Die Erträge der Lotterie werden von zehn unterschiedlichen Trusts an gemeinnützige Institutionen vergeben. Unter anderem an Kinder-, Tier- und Naturschutzorganisationen, das Rote Kreuz, kulturelle Einrichtungen wie Museen wie auch an medizinische Einrichtungen. Bei der Unity Lottery können sich begünstigungswillige Organisationen selbstständig registrieren. Aktuell haben sich mehr als 100 lokale Organisationen registriert. 50 Prozent der Einnahmen der Unity Lottery werden an wohltätige Organisationen abgegeben, 20 Prozent zu administrativen Zwecken aufgewendet und 30 Prozent als Gewinne ausgezahlt. Die Erträge der walisischen Pembrokeshire Lottery werden als zinslose Darlehen an Unternehmen in Pembrokeshire (Wales) gewährt mit dem Ziel der regionalen Wirtschaftsförderung. Die Höhe der Darlehen variiert zwischen rd Euro und Euro oder maximal 25 Prozent des für ein Projekt notwendigen Betrages. Die Regulierung und Kontrolle obliegt der Gambling Commission. Zum waren circa 17% aller vergebenen Lizenzen im Vereinigten Königreich bei Wohltätigkeitslotterien. Tab. 176: Entwicklung der Wohltätigkeitsglücksspiele im Vereinigten Königreich Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,4% ,1% ,3% ,6% ,7% ,8% ,5% ,1% ,3% Quelle: Gambling Commission Anmerkungen zur Datengewinnung: Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres 2010.

209 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Norwegen In Norwegen gibt es neben dem Monopolisten Norsk Tipping viele kleine private Lotterien und Bingo-Anbieter. Diese zählen als Wohltätigkeitsinstitutionen und bedürfen keiner gesonderten Glücksspiel-Lizenz. Norwegen besitzt über Wohltätigkeitsorganisationen, die in einem Register der norwegischen Glücksspielbehörde geführt werden. 69 Tab. 177: Entwicklung der norwegischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge 2000 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. 69 vgl. lottstift.no/en/lottstift-front-page/the-foundation-authority/the-foundation-register

210 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweiz Das Schweizer Lotteriegesetz ermöglicht Tombolas und Lotterien zu gemeinnützigen oder wohltätigen Zwecken. Die Zulassung und die nähere rechtliche Regelung der Tombolas und gemeinnützigen Lotterien (sog. kleine Lotterien ) erfolgt durch die Kantone. 70 Tab. 178: Entwicklung der schweizerischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertrags-marge k.a ,5% ,6% ,5% ,4% ,5% ,4% ,5% ,8% ,5% ,2% ,5% ,5% ,5% ,2% ,5% ,5% ,9% ,9% ,0% ,4% ,7% ,7% ,1% ,4% ,0% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Bundesamt für Justiz Anmerkungen zur Datengewinnung: Bruttospielertrag abgeleitet aus Spieleinsätzen : Rohertragsmarge geschätzt aus Mittelwert der Jahre (52,5 Prozent). Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres vgl. ref_rechtliche_grundlagen.html

211 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite USA In fast allen Staaten gibt es Sonderregeln, die bestimmte Formen des Glücksspiels für wohltätige Zwecke zulassen. Mit Ausnahme von Hawaii und Utah sind Wohltätigkeitsglücksspiele in allen Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten möglich. In einigen Staaten gibt es unterschiedliche Regularien auf County- oder Gemeindeebene, so dass Wohltätigkeitsglücksspiel nicht im gesamten Staatsgebiet zulässig ist. Weitere Regelungen (wie Registrierungs- bzw. Lizenzierungspflichten, Lizenzierungsverfahren, Begrenzungen der möglichen Gewinne oder Regularien zur Verwendung der erzielten Gewinne) unterscheiden sich von Staat zu Staat, teilweise auch innerhalb der Staaten. Die verbreitetste Form legalen Glücksspiels für wohltätige Zwecke ist Bingo. Viele Staaten lassen auch Verlosungen zu. Teilweise sind auch Spiele wie Poker oder Casino-Spiele genehmigungsfähig. Tab. 179: Entwicklung der US-amerikanischen Wohltätigkeitsglücksspiele Spieleinsatz Änderung Einsatz ggü. Vorjahr Bruttospielertrag Rohertragsmarge k.a ,0% ,8% ,0% ,1% ,3% ,2% ,9% ,1% ,1% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: NAFTM Anmerkungen zur Datengewinnung: US-Dollar wurden mit einem Kurs von 0, USD/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Ausführliche Informationen zu den ca registrierten Charitable Lotteries stellt die National Association of Fundraising Ticket Manufacturers (NAFTM), ein Branchenverband der Glücksspieldienstleister für Wohltätigkeitslotterien, zusammen. 71 Aus dem Jahresbericht des Branchenverbandes NAFTM stammen auch die Zahlen in vorausgehender Tabelle. Hierzu erhebt der Verband jährlich Kennziffern bei den Glücksspielbehörden in den einzelnen Bundesstaaten. Für das Jahr 2011 und 2012 haben 23 Bundesstaaten ihre Umsatzzahlen an die NAFTM gemeldet waren es noch 26 Bundesstaaten. Die Zahl der Bundesstaaten, die Zahlen für die NAFTM-Erhebung zuliefern, war über den dargestellten Zeitraum somit leicht rückläufig. 71 vgl.

212 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Internetglücksspiel Dänemark Seit 2012 sind in Dänemark im Wesentlichen der Wettbereich (terrestrisch, online) und Online-Casinospiele (inkl. Poker) im Rahmen eines Lizenzmodells reguliert. Als Steuersatz sind 20 Prozent des Bruttoertrags festgelegt. Lizenzen sind längstens für fünf Jahre vorgesehen. Die Glücksspielreform sollte ursprünglich schon zum 1. Januar 2011 umgesetzt werden. Eine Beschwerde dänischer Automaten- und Casino-Verbände bei der Europäischen Kommission wegen unterschiedlicher Steuersätze bei terrestrischen Spielhallen und Spielbanken (bis zu 75 Prozent des Bruttospielertrags) einerseits und der beabsichtigten Besteuerung von Online-Casinospielen (20 Prozent des Bruttospielertrags) andererseits und des damit verknüpften Vorwurfs unerlaubter Beihilfe hatte zu einer zeitlichen Verzögerung von einem Jahr geführt. Die dänische Regulierungsbehörde Spillemyndigheden weist den Anteil der online erzielten Bruttospielerträge nicht aus, sodass leider keine Angaben zum dänischen Online-Markt gemacht werden können. Tab. 180: Entwicklung des dänischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2012 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a. Steuern und Abgaben Bruttospielerträge von Online-Glücksspielbetreibern werden mit 20 Prozent besteuert. Über die Höhe der dadurch entstehenden Steuerabgaben konnten keine exakten Daten gewonnen werden. Die Danish Gambling Authority schätzt die Steuerabgaben von Online-Casinos im Jahr 2012 auf 19,8 Mio. Euro. 72 Weitere Daten konnten nicht erhoben werden. Tab. 181: Steuerabgaben dänischer Online-Glücksspielbetreiber Steuern in Euro Anteil am BSE k.a 2013 k.a. k.a Quelle: Spillemyndigheden 72 vgl. The Danish Gambling Authority (2012): The Liberalisation of the Gambling Market. Präsentation, gehalten am Online abrufbar unter: presentation_birgitte_sand.pdf

213 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Deutschland Mit Inkrafttreten des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags [Erster GlüÄndStV] am wurden in Deutschland die rechtlichen Voraussetzungen für eine erweiterte Teilöffnung des Glücksspielmarktes geschaffen. Mit der Neuregelung wurde die Veranstaltung und Vermittlung von Lotterien im Internet ermöglicht. Die Lotteriegesellschaften der Länder bieten ihre Produkte seit 2012 auch online an. Darüber hinaus regelt der Erste GlüÄndStV die probeweise Konzessionierung von 20 privaten Wettanbietern in Deutschland. Die Konzessionäre werden in dem derzeit noch andauernden ländereinheitlichen Verfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterien- und Punktekatalogs ausgewählt (vgl. Kap ). Die Konzessionäre dürfen je nach Antrag ihre Wettangebote bundesweit online und terrestrisch vermarkten. Pferdewetten werden von der Sportwettenkonzession nicht umfasst. Für das Veranstalten und die Vermittlung von Pferdewetten im Internet kann jedoch, ebenfalls im ländereinheitlichen Verfahren, eine unbegrenzte Zahl von Erlaubnissen erteilt werden. Konzessionierte Anbieter müssen eigenständige Online-Angebote für den deutschen Markt betreiben. Auf diesen Online-Plattformen müssen sämtliche nicht-regulierten Glücksspielangebote (v.a. Online-Casino-, Slot-Machine- oder Pokerspiele) entfernt werden. Die konzessionierten Anbieter dürfen sich mit ihren internationalen Plattformen nicht an Spieler aus Deutschland wenden. Die in Deutschland je nach Landesrecht aktiven staatlichen und privaten Spielcasinos dürfen ihre Casino-Spiele ebenfalls nicht online anbieten. Damit ist der Online- Glücksspielmarkt in Deutschland auf Lottoprodukte und Sportwettenangebote beschränkt. Bei der Konzessionierung der Sportwettenangebote handelt es sich Stand August 2014 weiterhin um ein schwebendes Verfahren. Tab. 182: Entwicklung des deutschen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt Quelle: DLTB k.a ,0% ,6% ,9% Steuern und Abgaben Für Online-Wetten gilt der gleiche Steuersatz wie im Bereich Wettwesen. Die Anbieter haben 5 Prozent auf Online-Wetteinsätze zu zahlen.

214 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Der Betrag der Online-Lotterie-Spieleinsätze im Jahr 2013 liegt bei 219 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge lag 2013 für alle Lotterieangebote des DLTB bei 49,6 Prozent. Tab. 183: Entwicklung des deutschen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,0% Quelle: DLTB ,1% ,9% Wettwesen Tab. 184: Entwicklung des deutschen Online-Wettwesens 2013 Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge Quelle: DLTB k.a ,1% Frankreich Im Rahmen des Online-Lizenzmodells verfügt FDJ über eine Online- Sportwettenlizenz (2010). Der französische Staat ist mit 72 Prozent an FDJ beteiligt. Im Juni 2010 wurde die Teilliberalisierung des Online-Glücksspiels in Frankreich vorgenommen. Das Lizenzmodell in Frankreich umfasst Online-Poker, Online-Pferdewetten und Online-Sportwetten. Bei der Regulierung und Kontrolle kommen der französischen Glücksspielregulierungsbehörde ARJEL weitreichende Kompetenzen zu.

215 in Tsd. Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 211 Tab. 185: Entwicklung des französischen Online-Marktes Quelle: ARJEL Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2006 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,4% ,4% ,5% ,9% ,5% 2013 k.a. k.a. k.a. 6,6% Abb. 88: Frankreich: Verteilung der Online-Wetteinsätze nach Sportarten, viertes Quartal % 2% 1% 6% 3% 8% 11% 66% Fussball Basketball Tennis Rugby Eishockey Volleyball Handball Sonstige Quelle: ARJEL Abb. 89: Frankreich: Durchschnittlich aktive Accounts pro Woche nach Online-Glücksspielarten , in Tsd. Sportwetten Pferdewetten Poker Quelle: ARJEL

216 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 212 Steuern und Abgaben Für Online-Sport- und Pferdewetten haben Betreiber eine Steuer in Höhe von 5,7 Prozent auf Wetteinsätze zu zahlen. Zusätzlich erfolgt eine Sozialabgabe von 1,8 Prozent auf die Wetteinsätze. Zu Gunsten des nationalen Zentrums für die Entwicklung des Sports (CNDS) wird eine Abgabe in Höhe von 1,8 Prozent auf Wetteinsätze fällig. Außerdem wird seit dem 1. Januar 2014 eine steuerähnliche Abgabe von 5,6 Prozent auf Online-Pferdewetten erhoben. Um durch die Liberalisierung des Glücksspielmarktes den Pferdesport nicht zu gefährden, hatte die französische Regierung 2010 eine solche Abgabe vorgeschlagen. Die Absicht der französischen Regierung wurde von der Europäischen Kommission geprüft und genehmigt. 73 Vor der Liberalisierung lag das Monopol für Pferdewetten bei PMU, die mit ca. 80 Prozent ihrer Erträge den Pferdesport finanzierten. Im Bereich Online-Poker beträgt die Steuer 1,8 Prozent auf die Spieleinsätze sowie zusätzlich 0,2 Prozent Sozialabgaben. Diese Sätze werden auch fällig, wenn Gewinnen in neuen Spielen erneut gesetzt bzw. gespielt werden. Die französische Glücksspielregulierungsbehörde ARJEL verzeichnete im Jahr 2012 rund 327 Mio. Euro Steuerzahlungen. Dies entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tab. 186: Steuereinnahmen aus dem Internetglücksspiel in Frankreich Steuern in Euro Anteil am BSE 2006 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a ,1% ,2% 2013 k.a. k.a. Quelle: ARJEL 73 Europäische Union (2013). Beschluss der Kommission vom 19. Juli 2013 über die Staatliche Beihilfe SA (C34/10) (ex N 140/10), die Frankreich zugunsten der Pferderennveranstalter durchzuführen plant

217 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Tab. 187: Entwicklung des französischen Online-Marktes Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,3% ,8% ,0% ,9% ,8% ,9% ,9% ,2% ,7% ,5% ,7% ,7% ,1% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: ARJEL Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 188: Entwicklung des französischen Online-Casinomarktes Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge ,4% ,6% ,6% ,4% ,9% ,0% ,0% Quelle: ARJEL Wettwesen Tab. 189: Entwicklung des französischen Online-Wettwesens Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a ,8% ,7% ,0% ,5% ,9% ,3% ,9% Quelle: ARJEL

218 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Italien Glücksspiele im Internet sind in Italien gesetzlich geregelt und reguliert. Glücksspiele dürfen nur angeboten werden, wenn sich der Betreiber in Italien niederlässt und die rechtlichen Auflagen erfüllt. Nicht in Italien zugelassenes Internetspiel wird in Italien rechtlich verfolgt. Die AAMS erstellt Blacklist, auf der nicht lizenzierte Anbieter verzeichnet werden. Aktuell sind Web-Server mit Glücksspielangeboten nicht von Italien aus zugänglich. Im Jahr 2013 gab es über 1,5 Milliarden Zugriffe auf diese Angebote aus Italien heraus 74. Tab. 190: Entwicklung des italienischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2009 k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,8% ,1% ,5% ,4% ,0% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Gioco a Distanza, Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Steuern und Abgaben Die geltende Besteuerung des Internetglücksspiels in Italien ist abhängig von der Art des Spiels. Im Falle von Skill Games (Geschicklichkeitsspielen) werden 3 Prozent auf die eingegangenen Einsätze fällig. Wetten mit festen Quoten sind mit 20 Prozent auf den Bruttospielertrag besteuert Lotterien Tab. 191: Entwicklung des italienischen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,4% ,4% ,1% ,8% ,7% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Gioco a Distanza, Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato 74 vgl. AAMS Geschäftsbericht 2013, S.114

219 in Prozent in Prozent Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 192: Entwicklung des italienischen Online-Casinomarktes Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge k.a ,4% ,6% ,2% ,7% ,8% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Gioco a Distanza, Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Abb. 90: 30% 25% Italien: Marktanteile Online-Casino-Spiele der TOP 5 Marktteilnehmer ,1% 20% 15% 10% 5% 8,3% 7,1% 6,9% 5,1% 0% Lottomatica Bwin Italia WHG (Int.) Winga Sisal Match Point Quelle: AAMS Abb. 91: 35% 30% Italien: Marktanteile Online-Cash- Pokerspiele der TOP 5 Marktteilnehmer in Italien ,3% 25% 20% 15% 12,4% 10% 5% 6,8% 2,7% 2,5% 0% Reel Italy Lottomatica Bwin Italia People's Gioca Live Quelle: AAMS

220 in Prozent Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen Tab. 193: Entwicklung des italienischen Online-Wettwesens Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,1% ,6% ,8% ,1% ,7% ,2% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Gioco a Distanza, Amministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato Abb. 92: 25% Italien: Marktanteile Online-Sportwetten der TOP 5 Marktteilnehmer in Italien ,1% 20% 15% 10% 10,0% 9,4% 8,3% 7,1% 5% 0% Lottomatica Snai Bwin Italia Sisal Match Point Eurobet Italia Quelle: AAMS Der Anteil der Live-Wette betrug im Jahr ,8 Prozent der online getätigten Wetteinsätze. Die Entwicklung der Online-Livewetten in den Jahren 2011 und 2012 geht auch aus Abb. 84 auf Seite 177 hervor.

221 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Malta Malta betreibt eine aktive Standortpolitik, um Internetglücksspielunternehmen auf Malta anzusiedeln und verfügt über eine liberale Regulierung des Internetglücksspiels. Online-Lizenzen sind erhältlich für: Online-Casinos, Online-Poker, Online-Sportwetten sowie für Zulieferer und Dienstleister der Glücksspielanbieter. Die Lizenzen werden in vier Klassen unterschieden: Klasse 1: Betreiber von Online-Casinos, zufallsbasierte Spiele Klasse 2: Anbieter von Online-Sportwetten Klasse 3: Poker-Anbieter Klasse 4: Unternehmen, die Hosting-Plattformen für den Spielbetrieb verwalten, aber nicht selbst betreiben. Die Lizenz läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Jahr 2014 hat die LGA insgesamt 348 Lizenznehmer im Bereich Online-Glücksspiel erfasst. Den in Malta ansässigen Off-Shore-Anbietern ist es untersagt, ihre Angebote an die maltesische Bevölkerung zu richten. Tab. 194: Entwicklung des maltesischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2008 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

222 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 218 Spenden und Ausgaben Jeder Lizenznehmer hat eine Glücksspielsteuer zu zahlen. Die Höhe dieser Steuer hängt von der Art der Lizenz, die der Betreiber hält, ab. Laut dem Glücksspielgesetz von 2001 wird zwischen vier Lizenzen unterschieden: Tab. 195: Steuersätze im Sektor Internetglücksspiel in Malta Lizenzklasse Steuer Klasse 1 Für die ersten sechs Monate: Euro Anschließend Euro pro Monat für den restlichen Lizenzzeitraum Falls ein Klasse 1-Lizenznehmer auf einer Hosting-Plattform mit einer Klasse 4-Lizenz arbeitet: Euro pro Monat für die gesamte Laufzeit der Lizenz Klasse 2 (einschließlich Klasse 2-Lizenznehmer, die auf einer Hosting-Plattform von Klasse 4-Lizenznehmern arbeiten) Klasse 3 (einschließlich Klasse 3-Lizenznehmer, die auf einer Hosting-Plattform von Klasse 4-Lizenznehmern arbeiten) 0,5 Prozent des Wetteinsatzes durch Online-Wetten 5 Prozent auf die Umsätze (Rake) abzgl. Bonus, Transaktionskosten, Affiliate Payments Klasse 4 keine Steuer für die ersten sechs Monate anschließend Euro pro Monat für die folgenden sechs Monate anschließend Euro pro Monat für die restliche Laufzeit der Lizenz Laut der LGA betrugen die gesamten Gebühren aus Online-Wetten im Jahr ,8 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von rund 60 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 und unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Online-Glücksspielmarktes für Malta. Klasse 2-Lizenznehmer, die ihre eigene Hosting-Plattform nutzen, trugen mit 56 Prozent den größten Beitrag zum Steueraufkommen bei. Tab. 196: Steueraufkommen im Sektor Internetglücksspiel in Malta Steueraufkommen in Euro Anteil am BSE k.a k.a k.a k.a. Quelle: Lotteries and Gaming Authority

223 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Österreich In Österreich ist es win2day (Online-Glücksspielanbieter) möglich, Online-Glücksspiele zu betreiben. Die Internetseite wird zusammen von den Österreichischen Lotterien und Casino Austria betrieben. Dort werden neben der elektronischen Lotterie auch Casino-Spiele angeboten. Für Sportwetten liegen einzelne Lizenzen privater Anbieter vor. Diese werden von den Bundesländern vergeben und reguliert. Auch lizenzierte Buchmacher sind berechtigt, Online-Sportwetten zu betreiben. Tab. 197: Entwicklung des österreichischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2006 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,5% ,0% ,6% ,8% ,0% ,0% ,2% ,4% Quelle: Österreichische Lotterien Steuern und Abgaben Die Steuern und Abgaben der Österreichischen Lotterien werden unter Kapitel dargestellt und können nicht nach einzelnen Sektoren getrennt ausgewiesen werden Lotterien Tab. 198: Entwicklung des österr. Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,7% k.a. k.a ,0% k.a. k.a ,1% k.a. k.a ,5% ,0% ,7% ,8% ,1% ,0% ,3% ,4%

224 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 220 Quelle: Österreichische Lotterien Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 199: Entwicklung des österr. Online-Casinomarktes Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge k.a. k.a. k.a ,3% k.a. k.a ,8% k.a ,9% k.a ,3% k.a ,9% k.a. Quelle: Österreichische Lotterien Anmerkung: Bruttospielertrag abgeleitet aus allg. Rohertragsmarge der Österreichischen Lotterien Wettwesen Tab. 200: Entwicklung des österr. Online-Wettwesens Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2008 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a.

225 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Schweden Im November 2005 bekam Svenska Spel von der schwedischen Regierung die Erlaubnis, auch Online-Poker anzubieten. Das Verbot zur Veranstaltung von Glücksspielen für private Anbieter blieb bestehen, das schwedische Glücksspielmonopol von Svenska Spel (Lotterien und Online-Poker) und AB Trav och Galopp (Wettwesen) blieb in Kraft. Tab. 201: Entwicklung des schwedischen Online-Marktes (Wetten ab 2003, Poker ab 2006, Svenska Spel ab 2008) Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt k.a k.a ,0% k.a ,4% k.a ,2% k.a ,9% k.a ,7% ,9% ,4% ,0% ,4% ,5% ,3% ,7% ,1% ,0% ,0% ,8% Quelle: Lotterieinspektionen; Wettsegment bis 2007: Nilles (2009), ab 2008: Lotterieinspektionen Lotterien Tab. 202: Entwicklung des schwedischen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge 2003 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,4% ,9% ,0% ,2% ,9% ,5% ,0% ,8% ,0% ,8% ,0%

226 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 222 Quelle: Lotterieinspektionen Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 203: Entwicklung des schwedischen Online-Casinomarktes (ausschließlich Poker) Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge 2003 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,5% ,9% ,5% ,4% ,5% ,0% ,5% ,3% ,5% ,4% ,5% ,2% ,5% ,1% ,5% Quelle: Lotterieinspektionen. Anmerkung: Einsätze aus Bruttospielertrag abgeleitet. Von Casino Cosmopol unterstellte Rohertragsmarge 2,5 Prozent Wettwesen Tab. 204: Entwicklung des schwedischen Online-Wettwesens Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a k.a ,0% k.a ,4% k.a ,4% k.a ,7% k.a. k.a ,8% ,3% ,8% ,2% ,4% ,8% ,1% ,4% ,8% ,6% ,8% ,5% Quelle: bis 2007: Nilles (2009), ab 2008: Lotterieinspektionen. Anm: bis 2007: BSE aus Einsätzen abgeleitet.

227 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 223 Anmerkung zur Datengewinnung: Schwedische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, SEK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Spanien Der spanische Online-Glücksspielmarkt ist seit Juni 2012 liberalisiert. Die Liberalisierung umfasst im Wesentlichen die Produktbereiche Sportwetten, Casinospiele, Poker und Bingo. Neben der nationalen Regelung haben drei autonome spanische Regionen den Betrieb innerhalb ihrer Regionen für Online-Glücksspiele genehmigt. Eine Regulierung von Online-Spielautomaten befindet sich derzeit in der politischen Diskussion. Tab. 205: Entwicklung des spanischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2007 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,5% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap) Loterias y Apuestas del Estado (SELAE) Steuern und Abgaben Über die Höhe der Steuern liegen erst seit 2011 Daten vor. Seitdem haben sich diese auf 133 Mio. Euro im Jahr 2012 nahezu verdoppelt. Tab. 206: Steuereinnahmen aus dem Internetglücksspiel in Spanien Steuern in Euro Anteil am BSE 2007 k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a k.a. k.a % % 2013 k.a. k.a. Quelle: Direccion General de Ordenacion del Juego (DGOJ)

228 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Tab. 207: Entwicklung des spanischen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,4% ,1% ,6% ,9% ,7% ,2% ,3% ,2% ,3% ,8% ,0% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap) Loterias y Apuestas del Estado (SELAE) Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 208: Entwicklung des spanischen Online-Casinomarktes Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge k.a ,0% ,0% ,9% Quelle: Loterias y Apuestas del Estado (SELAE) Wettwesen Tab. 209: Entwicklung des spanischen Online-Wettwesens Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a ,1% ,9% ,1% ,3% ,1% ,5% ,1% ,1% ,2% Quelle: Loterias y Apuestas del Estado (SELAE), Ministerio de Hacienda y Administraciones Publicas (Minhap)

229 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 225 Steuern und Abgaben Die Besteuerung im Bereich Online-Wetten ist abhängig von der Art der Wette. Tab. 210: Steuersätze des Internetglücksspiels in Spanien Art der Wette Steuersatz Basis Pool-Wette Sport 22 Prozent Umsatz Sportwette mit festen Quoten 25 Prozent Bruttospielertrag Pool-Wette Pferderennen 15 Prozent Umsatz Pferderennen mit festen Quoten 25 Prozent Bruttospielertrag Vereinigtes Königreich Glücksspiellizenzen können für alle Glücksspielkategorien (Ausnahme: The National Lottery) im Rahmen eines Lizenzmodells erworben werden. Im Kontext der Gesetzgebung hat das Vereinigte Königreich für die Online-Glücksspielanbieter (Remote Gambling) eine sogenannte White List entwickelt. Gesellschaften, die in Ländern ansässig sind, die definierte Glücksspiel- Standards erfüllen, dürfen im Vereinigten Königreich für ihre Glücksspielangebote werben. Gesetzt sind derzeit Länder aus dem EWR (erweiterter europäischer Wirtschaftsraum) sowie die Kanalinseln Alderney und Isle of Man. Es ist somit für die Online-Anbieter nicht zwingend notwendig, sich im Vereinigten Königreich niederzulassen. Tab. 211: Entwicklung des Online-Marktes im Vereinigten Königreich Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2005 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,4% ,6% ,0% ,1% ,5% ,6% ,7% ,3% ,5% Quelle: Gambling Commission, National Lottery Commission Anmerkungen zur Datengewinnung: Britische Pfund wurden mit einem Kurs von 1,16671 GBP/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres 2010.

230 in Tsd. in Prozent Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 226 Steuern und Abgaben Seit dem 1. September 2007 wird die Gaming Duty auf die Bruttospielerträge im Online-Glücksspiel erhoben. Die Gebühr beträgt 15 Prozent des Bruttospielertrages. Die dadurch entstehenden Abgaben werden innerhalb der Gaming Duty (Spielbankwesen) mit erfasst und nicht gesondert ausgewiesen (vgl. Kapitel 4.2.9). Abb. 93: 16% 14% Vereinigtes Königreich: Anteil Befragter nach Nutzungsart von Online-Glücksspiel , in Prozent Internet via PC, Laptop und PDA WAP/Internet oder SMS via Mobiltelefen 12% 10% 8% 6,9% 7,8% 9,1% 9,9% 11,0% 10,8% 6% 5,2% 4% 2% 2,2% 2,5% 2,9% 2,8% 2,9% 2,9% 3,4% 0% Quelle: Gambling Commission Abb. 94: Vereinigtes Königreich: Aktive Accounts pro Jahr im Internetglücksspiel , in Tsd Quelle: Gambling Commission

231 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Tab. 212: Entwicklung des Online-Lotteriewesens im Vereinigten Königreich Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,0% ,4% ,6% ,8% ,1% ,0% ,2% ,8% ,0% ,6% ,2% ,6% ,1% ,7% ,6% ,2% ,4% Quelle: Gambling Commission, National Lottery Commission Casinospiele (inkl. Poker) Tab. 213: Entwicklung des Online-Casinomarktes im Vereinigten Königreich Online-Casino: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Casino: Bruttospielertrag Online-Casino: Rohertragsmarge k.a ,5% ,8% ,3% ,3% ,7% ,4% ,9% ,5% ,8% Quelle: Gambling Commission, National Lottery Commission

232 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen Tab. 214: Entwicklung des Online-Wettwesens im Vereinigten Königreich Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a ,6% ,5% ,6% ,1% ,9% ,6% ,8% ,0% ,0% Quelle: Gambling Commission, National Lottery Commission Abb. 95: Vereinigtes Königreich: Anteil der Wettangebote am Bruttospielertrag des Internetglücksspiels 2013, in Prozent Sonstige 31% Tennis 15% Pferderennen 15% Fußball 33% Sonstige 4% Finanzen 1% Hunderennen 1% Golf 0% Basis: Bruttospielertrag 2013 i.h.v Euro Quelle: Gambling Commission

233 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Norwegen Aktuell erweitert Norsk Tipping das Produktportfolio und führt Online- Casinospiele (inkl. Poker), E-Bingo sowie Online-Sofortlotterien ein (seit 3. KW 2014). Tab. 215: Entwicklung des norwegischen Online-Marktes Online-Einsätze gesamt Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online- Bruttospielertrag gesamt Online- Rohertragsmarge gesamt 2001 k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a. k.a. k.a. k.a k.a ,9% ,8% ,9% ,8% ,5% ,8% ,8% ,6% ,4% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Lotteri- og stiftelsestilsyne, Rikstoto Lotterien Tab. 216: Entwicklung des norwegischen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,5% ,2% ,5% ,7% ,5% ,9% ,5% ,8% ,5% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Lotteri- og stiftelsestilsyne

234 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Wettwesen Tab. 217: Entwicklung des norwegischen Online-Wettwesens Online-Wetten: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Wetten: Bruttospielertrag Online-Wetten: Rohertragsmarge k.a ,8% ,7% ,4% ,4% ,6% ,2% ,4% ,8% ,5% ,0% ,0% ,3% ,4% ,9% ,7% ,5% ,7% ,9% ,9% ,2% ,0% ,7% ,7% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Norsk Tipping, Rikstoto Anmerkungen zur Datengewinnung: Bruttospielerträge abgeleitet aus Spiel- bzw. Wetteinsätzen und Rohertragsmarge. Allg. Rohertragsmarge von Norsk Tipping bzw. Risktoto auf Online-Bereich übertragen. Norwegische Kronen wurden mit einem Kurs von 0, NOK/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Schweiz Online-Glücksspiel ist in der Schweiz verboten. Lediglich die Lotteriegesellschaften (Swisslos und Loterie Romande) dürfen ihre Spiele online anbieten. Im Rahmen einer Glücksspielreform sind u. a. die grundsätzliche Steuerbefreiung von Gewinnen (Casinobereich derzeit bereits der Fall) und die Einführung eines Lizenzsystems für Online-Casinospiele (Einschätzung: fünf bis sechs Lizenzen) vorgesehen. Derzeit läuft hierzu der Konsultationsprozess mit relevanten Stakeholdern. Es wird mit einer Umsetzung frühestens 2018, eher 2019 gerechnet.

235 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Tab. 218: Entwicklung des Schweizer Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,0% ,2% ,2% ,8% ,0% ,5% ,7% 2013 k.a. k.a. k.a. k.a. Quelle: Bundesamt für Justiz Anmerkungen zur Datengewinnung: Schweizer Franken wurden mit einem Kurs von 0, CHF/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres USA Die Zulässigkeit von Internet-Glücksspielangeboten in den USA wird sowohl durch Bundesrecht als auch durch das Recht der Einzelstaaten bestimmt. Durch den Wire Act des Bundes aus dem Jahr 1961 wird die vorsätzliche Nutzung drahtgebundener Kommunikationsmittel bei der Tätigkeit im Wettgeschäft für bestimmte Informationsübertragungen mit Bezug zu Wetten im einzelstaatenübergreifenden Handel oder Auslandshandel unter Strafe gestellt. Nach einer Entscheidung des U. S. Fifth Circuit Court of Appeals eines Bundesberufungsgerichts aus dem Jahr 2002 gilt diese Vorschrift allerdings nur für Sportwetten und nicht für andere Arten von (Online-)Glücksspielen. Das US-Justizministerium nahm sich im Jahr 2011 unter Aufgabe seines früheren Standpunktes der Auffassung des Gerichts an und ermöglichte Liberalisierungen durch die Bundesstaaten im Bereich anderer Online-Glücksspiele. Bisher haben jedoch nur die Bundesstaaten Delaware 75, Nevada 76 und New Jersey 77 entsprechende Regelungen getroffen. Die Online-Angebote wurden im April (Nevada) bzw. im November (Delaware und New Jersey) des Jahres 2013 in Betrieb genommen, wobei Nevada sich auf den Aufbau eines Online-Poker-Geschäfts beschränkt. 75 vgl. The Delaware Gaming Competitiveness Act of vgl. Assembly Bill No vgl. 31 U.S.C

236 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Lotterien Tab. 219: Entwicklung des US-amerikanischen Online-Lotteriewesens Online-Lotto: Einsätze Änderung Einsätze ggü. Vorjahr Online-Lotto: Bruttospielertrag Online-Lotto: Rohertragsmarge k.a ,2% ,8% ,9% 2013* ,8% ,7% Quelle: US Lotteries Statistics * 2013: Spieleinsätze vorläufiger Wert Anmerkungen zur Datengewinnung: Bruttospielerträge abgeleitet aus Spieleinsätzen und Rohertragsmarge. Allg. Rohertragsmarge der US-Lotterien auf Online-Bereich übertragen. US-Dollar wurden mit einem Kurs von 0, USD/EUR in Euro konvertiert. Dies war der mittlere Wechselkurs des Jahres Zu den Umsätzen mit Online-Casinospielen in den Staaten Delaware, Nevada und New Jersey konnten keine Daten gewonnen werden.

237 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Besondere Aspekte des Glücksspielwesens Im nachfolgenden Kapitel werden besondere regulatorische Aspekte des Glücksspiels beleuchtet, mit denen die negativen sozioökonomischen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Glücksspiels auf nationaler Ebene in den untersuchten Ländern bekämpft werden. Analog zu der heterogenen Ausgestaltung der Regulierung von Glücksspiel in Bezug auf Marktöffnung, Zulassung und Besteuerung existieren auch bei den Vorgaben zu Präventionsmaßnahmen unterschiedliche Ansätze in den einzelnen Ländern. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass auf europäischer Ebene noch keine einheitlichen Vorgaben zur Glücksspielregulierung bestehen. Die Europäische Kommission hatte bereits im Oktober 2012 in der Mitteilung Ein umfassender europäischer Rahmen für das Online-Glücksspiel eine Reihe von Initiativen und Maßnahmen zur Bewältigung der rechtlichen, gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen des Online-Glücksspiels vorgeschlagen. Zugleich wurden Empfehlungen an die Mitgliedstaaten zum Schutz der Verbraucher, einschließlich Minderjähriger, sowie zur verantwortungsvollen kommerziellen Kommunikation für Online-Glücksspieldienstleistungen angekündigt. Die in diesem Zusammenhang am 14. Juli 2014 von der Europäischen Kommission verabschiedete Empfehlung enthält dabei im Wesentlichen die folgenden Grundsätze für Online-Glücksspiele: Erhöhte Informationsanforderungen beim Anbieten von Glücksspielen im Internet (z.b. deutliche Informationen für ein verantwortungsvolles Glücksspiel und der Hinweis keine Glücksspiele für Minderjährige ) Schutz Minderjähriger (Sicherstellung des Ausschlusses Minderjähriger vom Glücksspiel in Internet) Spielerregistrierung und Spielerkonto (Sicherstellung, dass eine Teilnahme an einem Online-Glücksspiel nur registrierten und identifizierten Spielern gestattet wird) Spieleraktivität und Unterstützung (Spieler sollen standardmäßig eine Einzahlungsgrenze und zeitliche Begrenzung festlegen können) Zeitsperre und Selbstausschluss (Sicherstellung des Ausschlusses und des Setzens einer Zeitsperre durch den Spieler selbst) Kommerzielle Kommunikation (u.a. Sicherstellung, dass Spieler nicht situativ zur Teilnahme gedrängt werden; Glücksspiel soll nicht als sozial attraktiv dargestellt werden) Sponsoring (Sicherstellung, dass sowohl das Sponsoring als auch der Sponsor erkennbar sind) Aufklärung und Sensibilisierung (regelmäßige Kampagnen zur Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit) vgl. Empfehlung der Kommission vom 14. Juli 2014 mit Grundsätzen für den Schutz von Verbrauchern und Nutzern von Online-Glücksspieldienstleistungen und für den Ausschluss Minderjähriger von Online- Glücksspielen.

238 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 234 Auch die Glücksspielbranche hat auf europäischer Ebene eigene Standards zur Selbstregulierung verabschiedet. Hierzu zählen vor allem: das CEN Workshop Agreement Responsible remote gambling measures 79 der Responsible Gaming Standards and Certification Process der European Lotteries das Responsible Gambling Statement von Euromat Die in der European Gaming and Betting Association (EGBA) organisierten Anbieter unterziehen sich jährlich verpflichtenden Prüfungen ihrer Übereinstimmung mit den CEN-Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit im Fernabsatz angebotenen Glücksspielen und Wetten CEN Workshop Agreement 16259:

239 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Suchtprävention Problematisches oder krankhaftes Glücksspielverhalten stellt ein soziales und volkswirtschaftliches Problem dar. Die Prävalenzrate für problematisches bis pathologisches Glücksspielverhalten liegt in Deutschland nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland derzeit addiert bei 1,5 Prozent der 16- bis 65-jährigen Bevölkerung in Deutschland. 81 Damit bewegt sich die Prävalenzrate für problematisches Glücksspiel (inkl. pathologischem Glücksspiel) in Deutschland auf einem vergleichbaren Niveau vieler anderer europäischer Staaten. 82 Tab. 220: Anteil Glücksspielteilnehmer und Anteil problematischer und pathologischer Spieler (12-Monats-Prävalenz) im Ländervgl. Land Jahr der Erhebung Teilnahme an Glücksspiel Problemspieler Belgien % 2,0% Dänemark % 2,3% Deutschland ,2% 1,5% Frankreich ,8% 2,8% Großbritannien % 1,3% Italien % 1-3% Niederlande % 0,9% Norwegen 2010 k.a. 1,4% Österreich % 1,1% Schweden % 1,6% Schweiz ,4% 0,4% USA 2003 k.a. 1,5% Basis: Erwachsene Bevölkerung. Bezugszeitraum: Vorjahr der Untersuchung Quellen: Williams, Volberg, Stevens (2012): The Population Prevalence of Problem Gambling - Report prepared for The Ontario Problem Gambling Research Center & The Ontario Ministry of Health and Long Term Care, Goldmedia Recherche Als besonders suchtgefährdend stuft die BZgA dabei Glücksspielformen mit hoher Ereignisfrequenz ein. Darunter fallen zum einen Live-Wetten-Angebote. Aber auch Spielautomaten und Online-Casino-Spiele weisen diese Merkmale auf. Hierbei verstärken das häufige Auftreten von Fast-Gewinnen sowie in Spielhallen die Möglichkeiten des Synchronspielens an mehreren Geräten und die Umwandlung des Geldeinsatzes in Punkte das Suchtpotenzial. 83 Diese Umwandlung in Punkte soll in Deutschland durch eine Neufassung der Spielverordnung zukünftig nicht mehr möglich sein Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2014): Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2013, S. 61 ff 82 Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die nationalen Erhebungen zur Spielsuchtprävalenz in Bezug auf Grundgesamtheit und abgefragte Glücksspielangebote teilweise deutlich unterscheiden und eine direkte Vergleichbarkeit von Studienergebnissen damit nicht gegeben ist. 83 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2014): Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2013, S html

240 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 236 Die sozioökonomischen Belastungen (soziale Kosten) der Gesellschaft, die vor allem durch ein pathologisches Glücksspielverhalten erzeugt werden, können generell in direkte und indirekte Kosten aufgeteilt werden: Direkte Kosten umfassen den volkswirtschaftlichen Ressourcenverbrauch, der vor allem zur Behandlung von Krankheiten sowie durch Verwaltungskosten entsteht. Indirekte Kosten bilden den volkswirtschaftlichen Produktionsverlust ab, der einer Ökonomie dadurch entsteht, dass krankheitsbedingt Güter und Dienstleistungen nicht erzeugt werden. Nach Berechnungen der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim betragen die jährlichen sozialen Kosten des Glücksspiels für Deutschland auf Basis des Jahres 2008 insgesamt 326 Millionen Euro. Hinzu kommen die sog. intangiblen Kosten, die durch Einschränkungen der Lebensqualität bei einem an einer Krankheit leidenden Menschen und bei seinen Angehörigen auftreten. Sie umfassen vor allem die physischen oder psychischen Belastungen sowie die damit verbundenen Einschränkungen an Lebensqualität. Diese Kosten werden in der Regel nicht monetär bewertet. 85 Tab. 221: Schätzung der jährlichen sozialen Kosten der Glücksspielsucht in Deutschland (Stand: 2008) Direkte Kosten der Glücksspielsucht Kostenfaktor Stationäre Behandlung Ambulante Behandlung Jährliche Kosten in Mio. Euro Indirekte Kosten der Glücksspielsucht Kostenfaktor 16,97 Verlust des Arbeitsplatzes 24,09 Krankheitsbedingte Fehlzeiten Schuldnerberatung 0,39 Verringerte Arbeitsproduktivität (Beschaffungs-)Kriminalität 30 Aufsicht, Gerichte und Strafverfolgung Verwaltungskosten Arbeitslosigkeit 18,2 12,1 Ehescheidungen 15,9 Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen 26 Präventionsforschung 8,8 Jährliche Kosten in Mio. Euro 84,8 75,19 13,62 Direkte Kosten gesamt 152,45 Indirekte Kosten gesamt 173,62 Quelle: Tilman Becker, Forschungsstelle Glücksspiel Universität Hohenheim (2011): Soziale Kosten des Glücksspiels in Deutschland In den untersuchten Ländern existieren detaillierte Regulierungsregime, um das Suchtpotenzial der zugelassenen Glücksspielangebote zu reduzieren. Nachfolgend wird die Anwendung einiger Hauptmaßnahmen übersichtsartig zusammengefasst: 85 Tilman Becker, Forschungsstelle Glücksspiel Universität Hohenheim (2011): Soziale Kosten des Glücksspiels in Deutschland

241 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 237 In den in dieser Studie untersuchten Ländern bestehen für die terrestrischen Glücksspielangebote (v.a. Spielbanken und Spielhallen) Vorgaben zu den Öffnungszeiten. Eine Öffnung rund um die Uhr ist in der Regel ausgeschlossen. Vielfach liegen die maximalen Öffnungszeiten zwischen 18 und 20 Stunden pro Tag. In Deutschland (auf Länderebene) und in Österreich gibt es zusätzlich konkrete Vorgaben zum Mindestabstand einzelner Spielstätten voneinander sowie der Anzahl von Spielgeräten in gastronomischen Einrichtungen. Hinzu kommen gesetzliche oder regulatorische Vorgaben zu den Maximaleinsätzen von Geldspielautomaten und Casinospielen sowie teilweise auch zu Maximalgewinnen und -verlusten. 86 Unterschiedliche Vorgaben in Bezug auf Maximaleinsätze gibt es hingegen im Bereich der Online-Glücksspielangebote und des stationären Sportwettengeschäfts: Bei den in dieser Studie untersuchten Ländern mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt sind Maximaleinsätze auf einzelne Sportwetten (fixed odds) derzeit nur in Italien 87 und Spanien 88 festgeschrieben. In Dänemark 89, Italien, Malta 90 und Spanien 91 existieren konkrete Regulierungsvorgaben für Online-Glücksspielanbieter, dass den Kunden Möglichkeiten täglicher, wöchentlicher oder monatlicher Limitsetzung (auf Einsätze oder Verluste) und (zeitlich begrenzter) Selbstsperrung anzubieten sind. In Großbritannien ist die verpflichtende Einführung einer persönlichen Limit-Verwaltung für Oktober 2014 geplant. 92 In Dänemark, Italien, Malta und Spanien werden die Informationen zur Selbstsperrung in zentralen Registern geführt. Spieler, die auf einem Portal eine Selbstsperre eingerichtet haben, sind damit auch auf den anderen lizenzierten Plattformen gesperrt. 93 In Ländern wie Großbritannien gilt die Selbstsperre nur für das jeweilige Portal, die jeweilige Einrichtung oder den terrestrischen Spielstättenverbund eines Anbieters. 94 Darüber hinaus existieren in allen untersuchten Ländern Maßnahmen der zugelassenen terrestrischen Glücksspielanbieter, Spielsucht durch Informations- und Aufklärungskampagnen sowie durch Schulung der Mitarbeiter entgegenzuwirken. Diese Schulungsmaßnahmen zur Identifikation und Beratung von Problemspielern durch das Personal werden i.d.r. im Rahmen einer Selbstverpflichtung der Anbieter 86 European Casino Association: ECA s European Casino Industry Report 2013 Prepared by Gambling Compliance Resolution issued by the Directorate General for the Regulation of Gambling on 16 November, 2011, to establish the test for responsible gaming and the prevention of addictive behaviour, in accordance with article 36 of Royal Decree 1614/2011 of 14 November, which develops Law 13/2011 of 27 May, on the regulation of gaming, regarding matters related to licences, authorisations and gambling registers European Casino Association: ECA s European Casino Industry Report 2013 Prepared by Gambling Compliance 94

242 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 238 durchgeführt. Teilweise, wie bspw. in Frankreich 95, müssen auch Werbemaßnahmen mit Warnhinweisen zur Suchtgefahr versehen werden. Bei den in dieser Studie untersuchten Ländern mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt gibt es in Dänemark 96 und Frankreich 97 zudem konkrete gesetzliche bzw. regulatorische Vorschriften, Warnhinweise zur Suchtgefahr sowie Informationen zum Selbsttest und zu Beratungsangeboten gut erkennbar auf der Website des Anbieters zu platzieren. Online-Glücksspielanbieter, die sich zu den Standards der European Gaming and Betting Association (EGBA) bekennen bzw. dort Mitglied sind, lassen die Einhaltung der Standards für ein verantwortungsbewusstes Glücksspiel in unabhängigen Audits überprüfen. 98 Beratungs- und Hilfsangebote zum Thema Spielsucht werden in der Regel durch staatliche Stellen wie der BZgA angeboten. Darüber hinaus existieren unabhängige Beratungsplattformen wie Gamblingtherapy 99 oder Gamcare 100, die sich v.a. aus Mitgliedsbeiträgen der Glücksspielanbieter finanzieren. In einzelnen Ländern werden geringe Prozentsätze der Bruttospielerträge ausgewählter Glücksspielformen direkt in die Suchtprävention investiert. Beispiele hierfür sind die Schweiz (Lotto) sowie Dänemark (Geldspielgeräte) und Norwegen (Spielbanken) Williams, Volberg, Stevens (2012): The Population Prevalence of Problem Gambling - Report prepared for The Ontario Problem Gambling Research Center & The Ontario Ministry of Health and Long Term Care

243 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Jugendschutz In allen betrachteten Märkten bestehen Vorgaben zur Einhaltung einer Ab-18-Altersbeschränkung für die Nutzung von Glücksspielangeboten. Ausnahmen bestehen teilweise für das Lotteriespiel. In einigen Ländern wie Dänemark, Frankreich oder Großbritannien gilt hier ein Mindestalter von 16 Jahren. Eine zentrale Rolle zur Durchsetzung des Jugendschutzes spielen hierbei die verwendeten Identifikations- und Authentifizierungsverfahren. Diese werden im terrestrischen Bereich in Spielcasinos und Wettvermittlungsstellen in der Regel durch Registrierung mit Ausweis sowie den Einsatz von Spielerkarten oder Mitgliedsausweisen durchgesetzt. In Spielhallen erfolgt die Ausweiskontrolle meist nur, wenn das Personal Zweifel an der Volljährigkeit hat. Die Einhaltung der Altersbegrenzung in Spielhallen kann daher bislang nur durch Kontrollen der Aufsichtsbehörden geprüft werden. Eine verpflichtende Einführung von Chipkarten für das Automatenspiel (wie bei den Zigarettenautomaten) ist europaweit bislang noch in keinem Land erfolgt. Bei den in dieser Studie untersuchten Ländern mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt kommen im Online-Bereich Identifikations- und Authentifizierungsverfahren zum Einsatz. Die in den einzelnen Ländern zur Anwendung kommenden Verfahren zur Altersverifizierung unterscheiden sich jedoch. Vielfach gibt es nationale Lösungen. Einige Länder wie z.b. Großbritannien überlassen es den Anbietern, welche Identifizierungsverfahren sie nutzen. Entsprechend kommen in Großbritannien verschiedene Online-Identifikationsverfahren zum Einsatz, die bei einer Neuanmeldung öffentlich zugängliche Datenbanken der Behörden sowie Auskunfteien durchsuchen, um Wohnsitz und Alter der Person zu verifizieren. Marktführer wie Ladbrokes und William Hill nutzen hierfür z.b. das ID3-Verfahren der GB Group. 102 Schlägt der Identifikationsprozess fehl, muss in der Regel eine Face-to-Face-Registrierung mit Ausweisdokument vorgenommen werden. 103 Der spanische Regulierer DGOJ stellt für die Authentifizierung einen eigenen Online-Service zur Verfügung, in dem personenbezogene Daten spanischer Bürger abgeprüft werden können. 104 Andere Länder wie bspw. Dänemark schreiben den lizenzierten Anbietern den Einsatz bestimmter Verfahren (in dem Fall das aus dem Online-Banking-Bereich stammende NemID-System) vor. 105 Der Vorteil landesweit einheitlicher Plattformen besteht darin, dass sich die Spieler nicht bei jedem Anbieter neu identifizieren lassen müssen Gamcare UK (2013): Study into underage access to online gambling and betting sites 104 Dictao (2013): Regulators Traceability Requirements and Solutions for igambling operators on New Regulated Markets in Europe Denmark, Spain, France & Schleswig-Holstein cases cntnt01,detail,0&cntnt01item_id=14&cntnt01title=workshop%20on%20know-your-customer%20%28kyc%29%20in%20gambling%204%20october%20in%20copenhagen%20-%20updated%20agenda%26amp%3b%2333%3b%26amp%3b%2333%3b&cntnt01returnid=19

244 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 240 In Italien müssen sich Online-Glücksspielnutzer vorab bei der nationalen Registrierungsstelle mit Steuernummer und Ausweisdokument registrieren lassen. Sie erhalten daraufhin eine eigene Glücksspiel-ID, mit der sie sich bei den Online- Wettanbietern registrieren können und die sie vor jeder Wettabgabe eingeben müssen. 106 Für international operierende Anbieter elektronischer Authentifizierungsverfahren für Glücksspielplattformen bedeutet dies bislang, dass sie für jedes Land ein individuelles System entwickeln müssen. 107 Die EU-Kommission hat es sich im Rahmen ihrer Digitalen Agenda (Europe 2020) zum Ziel gesetzt, den Markt für Online-Identifikationsverfahren und elektronische Signaturen zu harmonisieren. Ziel ist es zum einen, den Bürgern zu ermöglichen, ihre bestehenden nationalen elektronischen Identifizierungsmittel zu verwenden, um sich in einem anderen Mitgliedstaat zu authentifizieren. Zum andern soll es den Diensteanbietern erleichtert werden, ihre elektronischen Authentifizierungsverfahren in allen Mitgliedsstaaten zu vertreiben. Der hierfür von der EU-Kommission im Jahr 2012 entwickelte Verordnungsvorschlag über die Elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt 108 wurde im Laufe des Jahres 2014 sowohl vom Parlament 109 als auch vom EU-Rat mit Änderungen angenommen. 110 Eine Umsetzung der Verordnung in nationale Gesetze könnte mit Blick auf die oftmals international operierenden Anbieter von Online-Glücksspielplattformen mittelfristig dazu führen, dass es im Glücksspielsegment zu einer Konsolidierung der zur Authentifizierung und Verifizierung genutzten Systeme kommt. 106 Lex and Gaming (5/2014): History and Trends of the Italian Remote Gambling

245 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Werbebeschränkungen Im Vorfeld zur Mitteilung Ein umfassender europäischer Rahmen für das Online- Glücksspiel im Jahr 2012 hatte die EU-Kommission einen Konsultationsprozess auf Basis eines Grünbuchs zum Online-Glücksspiel im Binnenmarkt 111 gestartet. Die Analysen des Grünbuchs sowie die Eingaben im Rahmen des Konsultationsprozesses zeigten, dass die Mitgliedsstaaten und deren Regulierungsinstitutionen sehr unterschiedliche regulatorische und technische Konzepte anwenden bzw. favorisieren, um ihre Bürger vor übermäßiger, sozial schädlicher bzw. jugendgefährdender Glücksspielwerbung zu schützen. Während einige Mitgliedsstaaten bislang keine spezifischen Vorgaben zur Bewerbung von Glücksspielangeboten implementiert haben, existieren in anderen Ländern (vor allem in Ländern mit Marktöffnung) explizite gesetzliche Regelungen sowie Umsetzungsempfehlungen. 112 In fast allen Märkten mit und ohne Marktöffnung existieren konkrete Vorschriften oder gesetzliche Regelungen, die es nicht lizenzierten/konzessionierten Glücksspielanbietern untersagen, im Inland Werbung/Sponsoring zu betreiben, sowie Regelungen, die es inländischen Werbeplattformen oder Veranstaltern untersagten solche Werbung oder Sponsorings zu verbreiten. 113 Darüber hinaus gibt es in den Glücksspielgesetzen und Werberichtlinien in den Ländern mit Marktöffnung explizite Verbote in Bezug auf die Werbeschaltung für Glücksspielangebote im Umfeld von Medieninhalten, die sich vornehmlich an Minderjährige richten bzw. in Bezug auf Werbebotschaften, die konkret auf Jugendliche abzielen. 114 In Ländern mit staatlichen Monopolen existieren teilweise auch Werbeverbote für staatliche Spielbanken und Regelungen für die Bewerbung der staatlichen Lotterien. Dies ist bspw. in Schweden 115 oder Norwegen der Fall. 116 Die Durchsetzung der Werbeverbote für illegale Glücksspielangebote erfolgt aufgrund höherer Durchgriffsmöglichkeiten vornehmlich bei inländischen Offline-Medien wie Fernsehsendern, Printverlagen und Direktmarketing-Anbietern. Mittlerweile gibt es jedoch auch erste Bemühungen, landessprachliche Werbung illegaler Angebote im Internet zu begrenzen. So hat beispielsweise die norwegische Lotteriebehörde Lotteritilsynet im November 2013 Youtube aufgefordert, 122 Werbevideos mit Glücksspielwerbung in norwegischer Sprache aus dem Videoportal zu löschen Gambling Compliance im Auftrag des Australian Wagering Council (2013): Gambling Advertising and Sport: A Comparison of Regulated Markets 114 Gambling Compliance im Auftrag des Australian Wagering Council (2013): Gambling Advertising and Sport: A Comparison of Regulated Markets 115 Vgl. z.b. Schweden:

246 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 242 Darüber hinaus existieren in einzelnen geöffneten Märkten wie Dänemark 118 und Frankreich 119 weiterführende Leitlinien, die konkreter vorgeben, wie Glücksspielangebote sozialverträglich beworben werden können. In Spanien muss sich zudem jeder lizenzierte Anbieter eine individuelle Genehmigung für Werbung und Sponsoring einholen. 120 Italien hat 2013 sogar ein Verbot mit hoher Geldstrafe für Glücksspielwerbung erlassen, die Glücksspielaktivitäten als ein positives Erlebnis präsentieren. Ergebnis ist, dass sich die Medienanbieter in Italien vielfach Werbebotschaften für Glücksspielangebote vorab von der Behörde freigeben lassen. 121 Eine Ausnahme stellt Großbritannien dar, wo die Gambling Codes of Practice der Gambling Commission 122 nur auf die Vorgaben verweisen, die in den allgemeinen Werberichtlinien für Rundfunk und für andere Mediengattungen aufgeführt sind. 123 Dafür hat die britische Glücksspielindustrie einen eigenen Code of Practice in Bezug auf die Bewerbung ihrer Produkte entwickelt, die eine Reihe von Selbstbeschränkungen beinhaltet Gesetz 13/ Gambling Commission: Gambling codes of practice Consolidated for all forms of gambling March Gambling Commission: Gambling industry code for socially responsible adervtising August 2007

247 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Durchsetzung von Internetverboten Bei den in dieser Studie untersuchten Ländern mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt existieren mit Ausnahme von Großbritannien überall die gesetzlichen Voraussetzungen, um Webseiten nicht lizensierter Anbieter, die auf inländische Kunden ausgerichtet sind, zu blockieren. In Dänemark, Frankreich und Spanien wird die Blockierung der Dienste um die Vorgaben an Banken ergänzt, Zahlungen an und von Glücksspielplattformen zu blockieren und solche als illegal einzustufen. 125 Diese Überwachungsfunktion der Behörden wird jedoch in unterschiedlichem Ausmaß umgesetzt: Die dänische Glücksspielbehörde Spillemyndigheden erwirkte bereits im Jahr 2012 mehrere gerichtliche Anordnungen an einzelne Internet-Service-Provider (ISP), mehr als 16 Online-Glücksspielportale zu blockieren. In den Jahren 2013 und 2014 erfolgten weitere Blockierungs-Anordnungen. 126 Die französische Glücksspielbehörde ARJEL konnte auf Basis einer Gerichtsentscheidung im November 2012 eine generelle Verfügung an alle französischen ISPs erlassen, die es ihnen zur Auflage macht, alle illegalen Online-Wettbörsen und Online-Casinos zu blockieren. ARJEL stellt den ISPs hierfür aktualisierte Listen mit zu blockierenden Anbietern zur Verfügung. 127 Die italienische Gerichtsbarkeit zählte zu den ersten in Europa, die die rechtlichen Voraussetzungen zur Blockierung illegaler Online-Glücksspielangebote geschaffen und die dafür notwendigen behördlichen Strukturen aufgebaut hat. Das in Italien für Glücksspiel zuständige Kartellamt AAMS erstellt bereits seit 2010 ein Register mit illegalen Online-Glücksspielangeboten, die von den italienischen ISPs geblockt werden müssen. Die Datenbank wird 14-tägig aktualisiert und umfasst mittlerweile über Adressen. 128 Damit betreibt die italienische Aufsichtsbehörde den intensivsten Aufwand zur Durchsetzung von Internetverboten. Dieses massive Vorgehen ist von einigem Erfolg gezeichnet. Seit 2010 hat die Mehrzahl der größeren internationalen Online- Wett- und Casinoplattformen eine Lizenz in Italien erworben. 129 Ende des Jahres 2013 waren in Italien rund 400 Online-Sportwettenanbieter und über 140 Online-Spielcasinos lizenziert. 130 Auch der spanische Regulierer DGOJ hat gem. Artikel 47 des Gesetzes 13/2011 die Verfügungshoheit, IP-Adressen illegaler Online-Glücksspielportale durch ISPs blockieren zu lassen. Ein eigenständiges kontinuierliches Monitoring illegaler Angebote findet jedoch nicht statt. Bislang wird die DGOJ nur auf Grundlage von Hinweisen durch legale Anbieter tätig und MUNICA/2014/Libro%20blu%202014%20finale%20dime%20ridotte.pdf 131

248 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Vergabekriterien für Konzessionen und Genehmigungen In Dänemark, Frankreich, Italien, Malta, Spanien und Großbritannien kann jeder Anbieter eine Lizenz erhalten, der die vorgegebenen Lizenzauflagen erfüllt. 132 Die Zahl der lizenzierten Anbieter in diesen Ländern hängt hier im Wesentlichen von wirtschaftlichen Erwägungen ab. Die Anbieter müssen für sich entscheiden, ob die vorgegebenen Steuermodelle sowie ggf. vorliegende Angebotsbeschränkungen in Bezug auf Casinospiele (z.b. Frankreich) oder Livewetten (z.b. Spanien) ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell ermöglichen. Ein zentrales Vergabekriterium in fast allen untersuchten europäischen Ländern mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt ist, dass sich der Unternehmenssitz des Lizenznehmers in einem Land innerhalb der Europäischen Union oder innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums befinden muss. 133 Eine Ausnahme stellt Malta dar: Um eine Glücksspiellizenz in Malta zu erwerben, muss der Unternehmenssitz nach Malta verlegt oder dort gegründet werden. Malta betreibt durch diese Vorgabe mit seiner Glücksspielregulierung in gewissem Umfang auch Wirtschaftsförderung. 134 Ein weiteres zentrales Vergabekriterium stellt die Einhaltung der vorgegebenen (sicherheits-)technischen und buchhalterischen Standards dar, die im Rahmen von Konformitätstests (Audits) nachgewiesen werden müssen. 135 In Italien muss z.b. das Ergebnis eines aktuellen technischen Audits des Zufallsgenerators mit der Lizenzbewerbung abgegeben werden. 136 Um die Eintrittsbarriere für unerfahrene o- der unseriöse Anbieter weiter zu erhöhen, haben die untersuchten Länder mit einem liberalisierten Glücksspielmarkt zusätzlich unterschiedlich hohe einmalige o- der jährliche Lizenzgebühren festgesetzt. In Italien existiert darüber hinaus eine weitere monetäre Zugangsbedingung: Glücksspielanbieter, die in Italien zugelassen werden wollen, müssen bereits über eine gültige Lizenz in einem anderen Land im europäischen Wirtschaftsraum verfügen und im Rahmen dieser Lizenz innerhalb der letzten beiden Jahre vor Lizenzantrag einen Jahresumsatz von mind. 1,5 Mio. Euro erwirtschaftet haben und ebenda und Artikel 2(1) Verordnung 666 von Januar

249 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 245 Tab. 222: Übersicht über die Gebühren für lizenzierte Glücksspielanbieter Land Lizenzgebühren Dänemark Online-Wettanbieter: Einmalig Euro Online-Wettanbieter mit Online-Casino: Euro Jährlich umsatzabhängig: bis Euro Frankreich Eine Lizenz: Einmalig: Euro Zwei Lizenzen (z.b. Online-Sportwette u. -Poker): Euro Drei Lizenzen: Euro Italien Online-Sportwette oder -Casino: Einmalig Euro zzgl. MwSt. Online-Bingo: Euro zzgl. MwSt. Malta Einmalig: Euro Jährlich: Euro Spanien Einmalige Lizenzkosten Registrierung: Euro Lizenzierung: Euro Jährliche Lizenzkosten Erstellung technischer Compliance-Reports: Euro Audits: Euro Verwaltungsgebühr: 0,0001% der Einsätze Vereinigtes Königreich Hinterlegbare Bankgarantien Bei Einzellizenzen müssen unterschiedliche Prozentsätze des letztjährigen Spielertrags hinterlegt werden: Sportwetten mit festen Gewinnquoten: 6,5% Pferdewetten mit festen Gewinnquoten: 7,5% Totalisator-Wetten: 1,5% Roulette: 8% Baccarat: 8% Bingo: 6,5% Blackjack: 8% Poker: 8% Bei General-Lizenzen für ein Glücksspielsegment müssen Bankgarantien in Höhe von 2 Mio. Euro erbracht werden. Die UK Gambling Commission erhebt jährliche Lizenzgebühren abhängig vom Spielertrag der Plattformen. Es werden für folgende Glücksspielarten unterschiedliche Gebühren erhoben: Online-Sportwetten Online-Bingo Online-Casino (Tischspiele) Online-Spielautomaten Online-Lotto Beispiel: Online-Sportwettenanbieter mit einem jährlichen Spielertrag ab 130 Mio. Euro zahlen rund Euro an jährlichen Lizenzgebühren. Die Mindestlizenzgebühr für den Betrieb von Online-Sportwetten liegt bei rund Euro pro Jahr. Quellen: und Spanien: Beschluss November 16/2011 UK: _what_you_ne/applying_for_a_licence_-_remot/how_do_i_apply/how_much_-_application_cost.aspx

250 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Maßnahmen gegen Geldwäsche Spielhallen und Sportwettenplattformen werden aufgrund ihrer hohen Ausschüttungsquoten von 80 bis 90 Prozent (tlw. sogar darüber hinaus) immer wieder auch zu Geldwäschezwecken genutzt. Im Bereich der Sportwetten kann die Rückzahlungsquote durch sog. Sure Bets 138 erhöht werden. Während im stationären Markt Spielhallenbetreiber häufiger im Verdacht stehen, an den Geldwäschegeschäften direkt beteiligt zu sein, läuft die Geldwäsche über Online-Plattformen i.d.r. ohne Beteiligung der Wettvermittler oder Wetthalter. Die im Jahr 2014 veröffentlichte Studie der Universität Sorbonne im Auftrag des International Centre for Sport Security zum Schutz der Integrität des sportlichen Wettbewerbs schätzt, dass allein über Sportwetten Geldwäsche im Umfang von jährlich bis zu 140 Mrd. USD stattfindet. 139 Terrestrische und online-basierte Glücksspielangebote unterliegen in den untersuchten Ländern mit Marktöffnung in der Regel dem jeweils gültigen nationalen Geldwäschegesetz. Die staatlichen Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche vor allem bei den lizenzierten Online-Wettanbietern erfolgen jedoch unterschiedlich. In mehreren Ländern gibt es für terrestrische Spielbanken bei höheren Gewinnen konkrete Aufgreifschwellen, ab wann genauere Überprüfungen des Kunden erfolgen müssen (Customer Due Diligence). In Italien sind darüber hinaus keine Bareinzahlungen über Euro erlaubt. 140 In Frankreich und Italien wurden spezifische Aufgreifschwellen auch auf die Online-Anbieter übertragen. In Frankreich muss bspw. eine (zusätzliche) Identitätsüberprüfung ab einer bestimmten Gewinnhöhe durchgeführt werden. Darüber hinaus muss die Finanzbehörde über ungewöhnliche Transaktionen informiert werden. 141 In Italien müssen alle Transaktionen über Euro mit Angabe der Spielerdaten sowie der Transaktionsfluss an die Glücksspielbehörde AAMS gemeldet werden. 142 In Großbritannien existieren solche konkreten Vorgaben nur für terrestrische Spielbanken. Allerdings hat die Glücksspielbehörde für Online- und Offline-Glücksspielanbieter Richtlinien zur Verhinderung von Geldwäsche veröffentlicht, deren Einhaltung im Rahmen von Audits überprüft wird Bei Surebets werden Wetten auf alle möglichen Ausgänge eines einzelnen Events abgeschlossen. Unter Ausnutzung von Quotenunterschieden zwischen verschiedenen Wettplattformen können so vielfach sogar Gewinne erzielt werden. 139 Universität Sorbonne im Auftrag des International Centre for Sport Security (2014): Protecting the Integrity of Sport Competition - The Last Bet for Modern Sport - An executive summary of the Sorbonne-ICSS Integrity Report Sport Integrity Research Programme, , S. 29, abrufbar unter: F79CD25F4B6BBB163279A4E9CE896F7D.tpdjo17v_3?idArticle=LEGIARTI &cidTexte=LE- GITEXT &dateTexte= Gambling Commission: Money laundering: the prevention of money laundering and combating the financing of terrorism Guidance for remote and non-remote casinos - Second edition - July 2013

251 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 247 Die in Europa lizenzierten online-basierten Sportwetten- und Casinoplattformen haben jedoch aus eigenem Antrieb heraus bereits eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, um die Abwicklung von Geldwäsche in großem Stil über ihre Plattformen zu verhindern. Dazu zählen u.a.: Abschreckung durch Benennung spezifischer Strafverfolgung im Falle von Geldwäsche und anderer illegaler Aktivitäten in den AGBs und Meldung verdächtiger Transaktionen an die zuständigen Behörden Risikomanagement: Überwachung des Wettverhaltens, Mustererkennung Ausschließlich Zusammenarbeit mit renommierten Zahlungsabwicklern Unzulässigkeit anonymer Zahlungsmittel Closed Loop: Einzahlung und Auszahlung erfolgen auf dem gleichen Weg Keine Auszahlung auf Konten Dritter Keine Auszahlung auf Konten im Ausland Abgleich der personenbezogenen Daten des Kunden gegen globale Sanktionslisten Zusammenarbeit mit den Behörden bei Anfrage144 Im Februar 2013 hatte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine überarbeitete vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie sowie eine komplementäre Verordnung vorgelegt, mit der das aktuelle EU-Regulierungsregime zur Verhinderung von Geldwäsche geändert werden soll. Damit fällt zukünftig jede Form von Glücksspiel unter die Geldwäscheregulierung, während bislang darunter nur Spielcasinos gefasst werden. 145 Im Mai 2014 wurde unter der griechischen Präsidentschaft ein aktueller Kompromissentwurf des Europäischen Rates vorgelegt. 146 Auf Basis dieses Kompromissvorschlags können Mitgliedsstaaten Ausnahmen festlegen, um bestimmte Glücksspielarten aus der Geldwäscheregulierung zu entlassen (z.b. Lotto), die ein sehr geringes Geldwäscherisiko beinhalten. Zentraler Aspekt der Geldwäschekontrolle im Glücksspiel ist die verpflichtende Überprüfung der Kunden (Customer Due Diligence) durch den Anbieter (Artikel 10 des Vorschlags zur Geldwäscheverordnung 147 ) bei einzelnen oder verbundenen Transaktionen (Einsatz oder Gewinnauszahlung) oberhalb von Euro. Auf Basis dieses Kompromissvorschlags wurde im Juni 2014 durch das Permanent Representatives' Committee (Coreper) das weitere Vorgehen zur Verabschiedung des Gesetzespakets festgelegt. Im nächsten Schritt wird der Europäische Rat zusammen mit dem Europaparlament und der EU-Kommission in den sog. Trilog gehen, um das Gesetzespaket Ende des Jahres 2014 verabschieden zu können vgl. Artikel 10 des Proposal for a Directive of the European Parliament and of the Council on the prevention of the use of the financial system for the purpose of money laundering and terrorist financing, abrufbar unter: register.consilium.europa.eu/pdf/en/14/st10/st10970.en14.pdf 148

252 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite Betrugs- und allgemeine Kriminalitätsbekämpfung Kriminelle Aktivitäten im organisierten oder gewerbsmäßigen Ausmaß finden in Europa und den USA im Glücksspiel vornehmlich auf Internetplattformen statt. Illegal betriebene stationäre Casinos oder Wettannahmestellen können in diesen Ländern bei eindeutiger Gesetzeslage mit Ausnahme sog. Hinterzimmeraktivitäten in der Regel effektiv bekämpft werden. Illegalen Aktivitäten einzelner Mitarbeiter in stationären Glücksspieleinrichtungen wird in der Regel durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen der Betreiber vorgebeugt. Bei der Online-Kriminalität lassen sich folgende Aktivitäten unterscheiden: Kriminelle Aktivitäten von Online-Glücksspielanbietern Kriminelle Angriffe auf Online-Glücksspielplattformen Zahlungs- bzw. Kreditkartenbetrug durch Wettspieler Kriminelle Aktivitäten von Online-Glücksspielanbietern Bei den kriminellen Aktivitäten von Glücksspielanbietern muss unterschieden werden zwischen a) seriösen Glücksspielanbietern, die ihre Online-Angebote in verschiedenen Sprachversionen (auch) in Ländern anbieten/bewerben, in denen sie über keine Lizenz verfügen, d.h. als Schwarzmarkt-Angebote auftreten b) Online-Angeboten, die über die Manipulation von Gewinnausschüttungsquoten oder Veruntreuung von Gewinnsummen Einnahmen erzielen c) Online-Angeboten, die vornehmlich zu dem Zweck betrieben werden, Zahlungsinformationen der Nutzer zu Betrugszwecken abzugreifen (Phishing/Datenverkauf). Durch Schwarzmarktangebote entgehen dem Staat in erster Linie Steuereinnahmen, da sich Online-Anbieter, die über keine Lizenz am Wohnsitz des Kunden verfügen, dort in der Regel auch steuerlich nicht registrieren lassen. Die im Jahr 2014 veröffentlichte Studie der Universität Sorbonne im Auftrag des International Centre for Sport Security zum Schutz der Integrität des sportlichen Wettbewerbs schätzt das jährliche weltweite Volumen von Sportwetten-Spieleinsätzen auf 200 bis 500 Mrd. Euro. Davon werden über 80 Prozent auf illegalen Wettplattformen platziert bzw. auf Plattformen, die am Wohnsitz des Nutzers über keine Lizenz/Konzession verfügen. Legale Sportwettenangebote erbringen weltweit nach Schätzungen der Universität Sorbonne nur rund 4 Mrd. Euro an Steuereinnahmen Universität Sorbonne im Auftrag des International Centre for Sport Security (2014): Protecting the Integrity of Sport Competition - The Last Bet for Modern Sport - An executive summary of the Sorbonne-ICSS Integrity Report Sport Integrity Research Programme, , abrufbar unter:

253 Vergleichende Analyse des Glücksspielwesens Seite 249 Abb. 96: Bruttospielertrag nach Kontinent 2011 Legale und illegale Plattformen Legale Plattformen Quelle: Universität Sorbonne im Auftrag des International Centre for Sport Security (2014): Protecting the Integrity of Sport Competition, S. 20 Dieses Problem wird ab 2015 für europäische Mitgliedsstaaten noch relevanter, wenn die EU-Verordnung zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 282/2011 bezüglich des Ortes der Dienstleistung in Kraft tritt und von da an die Mehrwertsteuer auf elektronisch erbrachte Dienstleistungen (auch Glücksspiel) von Anbietern innerhalb und außerhalb der EU am Wohnsitz des Kunden (Point of Consumption) zu entrichten ist. 150 Eine Eindämmung dieser Schwarzmarktangebote ist durch behördliche Schritte nur eingeschränkt möglich. Die Verpflichtung von ISPs zu DNS- und IP-Blocking bestimmter Websites (vgl. Abschnitt 0) kann sowohl von den Portalen als auch von den technikaffinen Nutzern umgangen werden. 151 Allerdings lässt sich durch entsprechende Werberichtlinien (vgl. Abschnitt 0), die von den inländischen etablierten Werbeplattformen eingehalten werden müssen, der Vermarktungsdruck von Schwarzmarktangeboten deutlich reduzieren. Eine direkte Schädigung der Wettnutzer erfolgt vor allem durch Portale, die das Online-Angebot ggf. durch Unterstützung von Massen- s mit angeblichen Gewinnmeldungen zu Phishing-Zwecken nutzen oder die Glücksspielangebote so manipulieren, dass keine ordentliche Gewinnauszahlung erfolgt. Eine Bekämpfung dieser Angebote von staatlicher Seite unterliegt denselben Restriktionen wie die Bekämpfung seriöser Schwarzmarkt-Anbieter. Allerdings ist für den Nutzer in der Regel nachprüfbar, ob es sich bei dem Online-Angebot um ein staatlich lizenziertes Angebot handelt oder das Angebot sich unabhängigen Prüfungen zur Einhaltung von Standards für einen verantwortungsbewussten, sicheren, verlässlichen und überprüfbaren Online-Glücksspielbetrieb unterzieht. Solche Standards sind z.b. von der European Gaming and Betting Association (EGBA) 152 entwickelt worden

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