Berufsbildungsbericht BMBF PUBLIK

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1 Berufsbildungsbericht 2003 BMBF PUBLIK

2 Berufsbildungsbericht 2003 BMBF PUBLIK Impressum Herausgeber Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Referat Öffentlichkeitsarbeit 5370 Bonn Gesamtredaktion Referat 22 Bestellungen Schriftlich an den Herausgeber Postfach Bonn oder telefonisch unter der Rufnummer 0805-BMBF02 bzw Fax: 0805-BMBF03 bzw ,2 Euro/Min. Internet: Gestaltung Titel Weber Shandwick, München Druckerei DCM Druck Center Meckenheim GmbH & Co. KG Stand Mai 2003 Gedruckt auf Recyclingpapier

3 Berufsbildungsbericht 2003 Herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

4 Vorbereitung des Berufsbildungsberichtes 2003 Die Aufbereitung der statistischen Daten sowie wesentliche Beiträge zu Teil II des Berufsbildungsberichtes 2003 (Informationen und Daten zur beruflichen Bildung) wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung im Rahmen seiner gesetzlichen Aufgaben geleistet (vgl. Liste der beteiligten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kapitel 7.2). Die Bundesanstalt für Arbeit, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung haben ebenfalls an der Erstellung des Berufsbildungsberichtes mitgewirkt. Die Stellungnahme des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung mit Minderheitsvoten von Beauftragten der Arbeitgeber und von Beauftragten der Arbeitnehmer ist in die Überlegungen einbezogen worden. Die Verantwortung für den Berufsbildungsbericht liegt beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Gesamtredaktion: Referat 22 Grafik, Gestaltung Titel: Weber Shandwick, München Druck: DCM Druck Center Meckenheim GmbH & Co. KG (Mai 2003)

5 Gliederung Gliederung Seite Teil I Berufsbildungsbericht Neue Herausforderungen für die duale Berufsausbildung. Neue Herausforderungen für die duale Berufsausbildung Ausbildungssituation Vorausschätzung der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Jahr Ausgewählte Aktivitäten zur Modernisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung Zukunftssicherung der dualen Berufsausbildung Berufsbildungspolitische Schwerpunkte der 5. Legislaturperiode Beschluss des Bundeskabinetts zum Berufsbildungsbericht 2003 vom 30. April Stellungnahme des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung vom 8. März 2003 mit Minderheitsvoten von Beauftragten der Arbeitgeber und von Beauftragten der Arbeitnehmer zum Entwurf des Berufsbildungsberichts 2003 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung III

6 Gliederung Gliederung Seite Teil II Informationen und Daten zur beruflichen Bildung. Ausbildungsplatznachfrage und Ausbildungsplatzangebot Ausbildungsplatzbilanz Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge Entwicklung der unbesetzten Stellen und der unvermittelten Bewerber und Bewerberinnen Statistik der Ausbildungsvermittlung Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher (Jugendsofortprogramm) Ausbildungsplatzprogramme Weitere Programme und Initiativen zur Sicherung des Ausbildungsplatzangebotes Regionale Entwicklung der Berufsausbildung Bildungsverhalten von Jugendlichen Berufliche Orientierung von Schülern/Schülerinnen aus allgemeinbildenden Schulen Situation von Bewerbern und Bewerberinnen, die nach der Verbleibstatistik der Bundesanstalt für Arbeit nicht in eine duale Berufsausbildung einmündeten Regionale Mobilität von Auszubildenden und jungen Fachkräften Vorausschätzung der Ausbildungsplatznachfrage Bestand und Struktur der Berufsausbildung Berufsausbildung im dualen System Schulische Vorbildung und Altersstruktur der Auszubildenden Ausländische Jugendliche Betriebliche und außerbetriebliche Ausbildung Vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen Prüfungsteilnehmer und -teilnehmerinnen sowie Berufsabschlüsse Ausbildungsbereiche und ausgewählte Berufe Entwicklung der Ausbildungszahlen nach Dauer der Ausbildung Ausbildungsbereitschaft der Betriebe Ausbildungsbeteiligung der Betriebe Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Ausbildung und Beschäftigung Ergebnisse der Beschäftigtenstatistik Kosten und finanzielle Förderung Entwicklung der Ausbildungsvergütungen Kosten und Nutzen der betrieblichen Berufsausbildung Bildungsausgaben der öffentlichen Hand Schulische Berufsausbildung Berufsvorbereitungsjahr, Berufsgrundbildungsjahr, Berufsfachschulen Vollqualifizierende Berufsausbildung an Schulen Ausbildung in Berufen des Gesundheitswesens Ausbildung im öffentlichen Dienst Quantitative Synopse zur Beteiligung an beruflichen Bildungsprozessen Inhaltliche Gestaltung der Berufsausbildung Ausbildungsordnungen Bestand und laufende Neuordnungsverfahren Weitere Aspekte der Neuordnungsarbeit Ausbildungsgestaltung Neue Medien und Bildungstechnologien Innovative Entwicklungen mit Modellvorhaben Logistische Inhalte in der beruflichen Bildung Verbundausbildung im Spiegel von Trägern und Koordinatoren IV

7 Gliederung Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung Qualifizierungsmaßnahmen für bestimmte Zielgruppen Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Förderung benachteiligter Jugendlicher Berufliche Ersteingliederung von Menschen mit Behinderungen Prüfungen und neue Prüfungsformen Faktoren für den Prüfungserfolg bei Abschlussprüfungen in ausgewählten Handwerksberufen Verbleib von Absolventen und Absolventinnen der Berufsausbildung im Beruf Mediengestalter/Mediengestalterin für Digital- und Printmedien Der betriebliche Auftrag als Prüfungsform bei Mechatronikern und Mechatronikerinnen Gestreckte Abschlussprüfung Personal in der beruflichen Ausbildung Entwicklung der Ausbilder-Eignungs- und Meisterprüfungen Gender Mainstreaming in Ausbilder-Lehrgängen Qualifizierung von Migranten und Migrantinnen nach der Ausbilder- Eignungsverordnung Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten für Ausbilder und Ausbilderinnen nach Aufstiegsfortbildung Fachpädagoge/Fachpädagogin für die betriebliche und überbetriebliche Bildung Qualifizierung von Mitgliedern und Mitgliederinnen von Prüfungs- und Berufsbildungsausschüssen der zuständigen Stellen Aufbau eines Kommunikations- und Informationssystems Berufliche Bildung Berufsausbildung und Arbeitsmarkt Berufsorientierung und Berufswahl Wechselwirkung zwischen Arbeitsmarkt und Bildungsstrukturen Experten-Workshop der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz Früherkennung von Qualifikationserfordernissen Zusatzqualifikationen in der Berufsausbildung Das Informationssystem AusbildungPlus Entwicklungen im IT-Bereich Übergang von Ausbildung in Beschäftigung Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf Innovative Arbeitsgestaltung Neue Arbeitsformen erfordern neue Qualifizierungskonzepte Weiterbildung Quantitative Entwicklung Weiterbildung nach dem Sozialgesetzbuch III Weiterbildungsprüfungsstatistik Weiterbildung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz Berufliche Weiterbildungsangebote Datenbank KURS Berichtssystem Weiterbildung Fernunterricht Strukturen und Rahmenbedingungen Ordnung der beruflichen Weiterbildung IT-Weiterbildungssystem Modulare Aufstiegsfortbildung im Handwerk Hochschulkompatibilität in der Aufstiegsfortbildung Initiative zur Sicherung von Transparenz und Qualität in der beruflichen Weiterbildung Internetportal Weiterbildungsdatenbanken Lebensbegleitendes Lernen in komplexen Strukturen V

8 Gliederung 5.3. Grundlagenforschung Lernen im Prozess der Arbeit Lernen im sozialen Umfeld Lernen in beruflichen Weiterbildungseinrichtungen Lernen im Netz und mit Multimedia Programm Lernende Regionen Förderung von Netzwerken Modellprogramm Lebenslanges Lernen Expertenkommission Finanzierung Lebenslangen Lernens Konzertierte Aktion Weiterbildung Beispiele für weitere aktuelle Entwicklungen Personalentwicklung und Weiterbildung in Klein- und Mittelbetrieben IT-Weiterbildung für Multiplikatorinnen in den neuen Bundesländern Erfahrungsgeleitete Lern- und Arbeitsprozesse bei der Industriemeisterfortbildung Professionalisierung in nichtformalisierten Strukturen am Beispiel der Arbeit in Call Centern Ausgewählte Zielgruppen Berufliche Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen Begabtenförderung berufliche Bildung Power für Gründerinnen Europäische und internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung Berufsbildungspolitische Zusammenarbeit in der Europäischen Union Entwicklungen und Initiativen in der EU-Bildungszusammenarbeit Entwicklungen in den Bildungs- und Berufsbildungsprogrammen der EU ESF-unterstützte berufsbildungspolitische Aktivitäten auf Bundesebene Kooperation mit europäischen Berufsbildungseinrichtungen Bilaterale und multilaterale Aktivitäten Bilanz der BMBF-Austauschprogramme und Mobilitätsmaßnahmen Initiativen zur verstärkten Förderung der Mobilität in der beruflichen Bildung Standortmarketing berufliche Weiterbildung Schwerpunkte der Zusammenarbeit in der Berufsbildungsforschung Beispiele bilateraler Kooperationen zur Berufsbildung Schwerpunkte der Zusammenarbeit in multinationalen Organisationen Entwicklungszusammenarbeit und Beispiele für Systemberatung in der beruflichen Bildung Anhang Daten der Berufsbildungsstatistik Vorbereitung des Berufsbildungsberichtes 2003 durch das Bundesinstitut für Berufsbildung u.a Nützliche nationale und internationale Informationsquellen zur beruflichen Bildung im Internet eine Auswahl Links zu Modellvorhaben in der beruflichen Bildung Verzeichnis der Tabellen, Tabellen Quellenverzeichnis Gesetze, Verordnungen, Richtlinien Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis VI

9 Verzeichnis der Übersichten Verzeichnis der Übersichten Übersicht : Angebot und Nachfrage seit 992, Bundesgebiet sowie alte und neue Länder Übersicht 2: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen in den alten Ländern 998 bis Übersicht 3: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen in den neuen Ländern und Berlin 998 bis Übersicht 4: Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage in den Ausbildungsbereichen der einzelnen Länder im Jahr Übersicht 5: Zusammenhänge zwischen der Arbeitsmarktsituation und der Ausbildungsstellenlage vor Ort im Jahr Übersicht 6: Zusammenhang zwischen der Angebots- und Nachfrageseite des Ausbildungsstellenmarktes im Jahr Übersicht 7: Entwicklung des Ausbildungsvolumens in BBiG/HwO-Berufen von 999 bis 2002 jeweils zum 30. September Übersicht 8: Betriebliche und nichtbetriebliche neu abgeschlossene Verträge nach Ausbildungsbereichen Übersicht 9: Eintritte in Maßnahmen des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher nach Ländern und Maßnahmearten von Januar bis Dezember Übersicht 0: Regionalcluster nach ausgewählten Bereichen der Beschäftigtenstruktur Übersicht : Prozentuale Veränderungen zentraler Berufsbildungsbereiche zwischen 200 und 2002 nach Regionalclustern Übersicht 2: Prozentuale Veränderungen in ausgewählten Bereichen der Beschäftigtenstruktur Übersicht 3: Unterschied in den prozentualen Anteilen in der Beschäftigung und im Gesamtangebot an Ausbildungsstellen nach Berufssektoren Übersicht 4: Geplanter beruflicher Werdegang von Schülern und Schülerinnen aus allgemeinbildenden Schulen in den alten Ländern in Prozent Übersicht 5: Geplanter beruflicher Werdegang von Schülern und Schülerinnen aus allgemeinbildenden Schulen in den neuen Ländern in Prozent Übersicht 6: Einschätzung des Betriebspraktikums von Schülern und Schülerinnen aus allgemeinbildenden Schulen Übersicht 7: Verbleib von Bewerbern und Bewerberinnen, die nach der Geschäftsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit bis zum 30. September nicht in eine Lehre einmündeten Übersicht 8: Regionale Mobilität von Auszubildenden und jungen Fachkräften aus den neuen Ländern einschließlich Berlin in Prozent Übersicht 9: Schulische Vorbildung der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag nach Ausbildungsbereichen 2000 und 200 in Prozent Übersicht 20: Schulische Vorbildung der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag nach Ländern 200 in Prozent Übersicht 2: Die zehn am häufigsten von Ausbildungsanfängern und Ausbildungsanfängerinnen mit Hauptschulabschluss gewählten Ausbildungsberufe 200 und Vergleich mit Übersicht 22: Die zehn am häufigsten von Ausbildungsanfängern und Ausbildungsanfängerinnen ohne Hauptschulabschluss gewählten Ausbildungsberufe 200 und Vergleich mit Übersicht 23: Die zehn am häufigsten von Ausbildungsanfängern und Ausbildungsanfängerinnen mit Realschulabschluss gewählten Ausbildungsberufe 200 und Vergleich mit VII

10 Verzeichnis der Übersichten Übersicht 24: Die zehn am häufigsten von Ausbildungsanfängern und Ausbildungsanfängerinnen mit Studienberechtigung gewählten Ausbildungsberufe 200 und Vergleich mit Übersicht 25: Vorbildung der Ausbildungsanfänger und Ausbildungsanfängerinnen in ausgewählten neuen Berufen 200 in Prozent Übersicht 26: Teilzeitberufsschüler nach Alter und Geschlecht Übersicht 27: Anteil der Jugendlichen mit neuen Ausbildungsverträgen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung und den neuen Verträgen insgesamt für das Jahr Übersicht 28: Ausländische Auszubildende nach Staatsangehörigkeit und Ausbildungsbereichen 997 bis Übersicht 29: Ausländische Auszubildende nach Berufsgruppen und Geschlecht 997 bis Übersicht 30: Die zehn am häufigsten von ausländischen Auszubildenden gewählten Ausbildungsberufe 200 und Vergleich mit Übersicht 3: Ausländische Schüler und Schülerinnen an beruflichen Schulen Übersicht 32: Auszubildende mit betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungsverträgen zum Übersicht 33: Vorzeitig gelöste Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen 998 bis Übersicht 34: Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge an den neu abgeschlossenen Verträgen nach Ausbildungsbereichen 998 bis Übersicht 35: Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge an den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen nach Geschlecht 997 bis 200 in Prozent Übersicht 36: Beruflicher Verbleib nach einer Vertragslösung, untergliedert nach höchstem Schulabschluss in Prozent Übersicht 37: Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Abschlussprüfungen in der beruflichen Ausbildung und Prüfungserfolg nach Ausbildungsbereichen Übersicht 38: Gesamtzahl der Auszubildenden von 997 bis Übersicht 39: Auszubildende nach Ausbildungsbereichen 997 bis Übersicht 40: Auszubildende in neuen Berufen 2000 und Übersicht 4: Anteile der Auszubildenden nach Ausbildungsbereichen in den alten und neuen Ländern 2000 und 200 in Prozent Übersicht 42: Anteil der weiblichen Auszubildenden an allen Auszubildenden nach Ausbildungsbereichen 997 bis 200 in Prozent Übersicht 43: Weibliche Auszubildende in ausgewählten Gruppen von Berufen 977, 99 und Übersicht 44: Die zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe für männliche und weibliche Auszubildende Übersicht 45: Neuabschlüsse nach Ausbildungsdauer gemäß Ausbildungsordnung Übersicht 46: Beschäftigte und Anteil in Prozent und Auszubildende 200 in Millionen Übersicht 47: Ausbildungsquoten nach Betriebsgrößenklassen und Branchen 200 in Prozent Übersicht 48: Anteil der weiblichen Auszubildenden an allen Auszubildenden 200 in Prozent Übersicht 49: Gesetzliche Ausbildungsvoraussetzungen nach Betriebsgrößenklassen und Branchen 200 in Prozent Übersicht 50: Ausbildungsbeteiligung der Betriebe in den alten Ländern nach Betriebsgrößenklassen und Branchen 200 in Prozent Übersicht 5: Ausbildungsbeteiligung der Betriebe in den neuen Ländern nach Betriebsgrößenklassen und Branchen 200 in Prozent VIII

11 Verzeichnis der Übersichten Übersicht 52: Betriebe und Ausbildungsbetriebe nach Betriebsgrößenklassen in den alten Ländern 990, 999 bis Übersicht 53: Beschäftigte und Auszubildende nach Betriebsgrößenklassen in den alten Ländern 990, 999 bis Übersicht 54: Betriebe und Ausbildungsbetriebe nach Betriebsgrößenklassen in den neuen Ländern und Berlin 995, 999 bis Übersicht 55: Beschäftigte und Auszubildende nach Betriebsgrößenklassen in den neuen Ländern und Berlin 995, 999 bis Übersicht 56: Durchschnittliche betriebliche Ausbildungskosten 2000 insgesamt und nach Ausbildungsbereichen Übersicht 57: Durchschnittliche betriebliche Ausbildungskosten 99 und 2000 in Industrie und Handel in den alten Ländern Übersicht 58: Bildungsausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Ausgaben für Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit 997 bis 200 in Mrd Übersicht 59: Aufwendungen für die Berufsausbildung im dualen System nach Finanzierungsträgern 2000 bis 2002 in Mrd Übersicht 60: Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen außerhalb BBiG/HwO und im dualen System Übersicht 6: Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen außerhalb BBiG/HwO und im dualen System im. Jahrgang Übersicht 62: Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen gemäß BBiG/HwO Übersicht 63: Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen außerhalb BBiG/HwO nach Ländern Übersicht 64: Schüler und Schülerinnen an Berufsfachschulen gemäß BBiG/HwO nach Ländern Übersicht 65: Teilnehmer und Teilnehmerinnen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen 200 und Übersicht 66: Austritte von Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und deren Verbleib Übersicht 67: Förderung der Berufsausbildung von benachteiligten Auszubildenden 998 bis Übersicht 68: Befragung von Trägern der Benachteiligtenförderung Verbreitung der Ansätze einer kooperativen Ausbildung Übersicht 69: Bestand an behinderten Menschen in berufsfördernden Bildungsmaßnahmen der beruflichen Ersteingliederung nach Maßnahmearten 998 bis Übersicht 70: Bestand an behinderten Menschen in berufsfördernden Bildungsmaßnahmen der beruflichen Ersteingliederung nach Lernorten Übersicht 7: Bestandene Ausbilder-Eignungsprüfungen in allen Ausbildungsbereichen und Befreiungen von der Ausbilder-Eignungsprüfung im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 997 bis Übersicht 72: Bestandene Ausbilder-Eignungsprüfungen nach Ausbildungsbereichen 2000 und 200 in Prozent Übersicht 73: Bestandene Meisterprüfungen nach Ausbildungsbereichen 997 bis Übersicht 74: Arbeitslosenzugänge nach der Berufsausbildung in Deutschland von 997 bis Übersicht 75: Erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse und Übernahmequoten 2000 und Übersicht 76: Erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse und Übernahmequoten im Jahr Übersicht 77: Eintritte und Jahresdurchschnittsbestand an Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach SGB III IX

12 Verzeichnis der Übersichten Übersicht 78: Eintritte von Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach SGB III mit Abschluss in anerkannten Ausbildungsberufen im Jahre 2002 (Jan. bis einschließlich Okt.) nach ausgewählten Merkmalen Übersicht 79: Weiterbildungsprüfungen nach Bereichen 992 bis Übersicht 80: Bildungseinrichtungen in der beruflichen Weiterbildung (KURS Teil C) Übersicht 8: Unterrichtsformen in der beruflichen Weiterbildung (KURS Teil C) Übersicht 82: Themenschwerpunkte in der beruflichen Weiterbildung Übersicht 83: Weiterbildungsteilnahme von Männern und Frauen von 979 bis 2000 in Prozent Übersicht 84: Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Fernlehrgängen nach Themenbereichen, Geschlecht und Alter Übersicht 85: Leistungsangebote der Weiterbildungsanbieter Übersicht 86: Bestand an behinderten Menschen in berufsfördernden Bildungsmaßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung nach Maßnahmeart 998 bis X

13 Verzeichnis der Schaubilder Verzeichnis der Schaubilder Schaubild : Vereinbarungen zur tariflichen Ausbildungsförderung nach den Hauptzielen von 996 bis Schaubild 2: Prozentuale Veränderungen des Gesamtangebots an Ausbildungsstellen zwischen 200 und 2002 nach Arbeitsamtsbezirken Schaubild 3: Gründe für den Ortswechsel Schaubild 4: Wichtige Faktoren für die Wahl des Wohnorts Schaubild 5: Hauptgründe für die Lösung von Ausbildungsverträgen in Prozent Schaubild 6: Betriebliche Gründe für die Lösung von Ausbildungsverträgen in Prozent Schaubild 7: Beruflicher Verbleib nach Lösung eines Ausbildungsvertrags in Prozent Schaubild 8: Tarifliche Ausbildungsvergütungen von 998 bis 2002 in den alten und neuen Ländern Schaubild 9: Nettokosten (Teilkosten) und Nutzen der betrieblichen Berufsausbildung Schaubild 0: Entwicklungen der Zahl der Schüler und Schülerinnen des Berufsgrundbildungsjahrs, des Berufsvorbereitungsjahrs und der Berufsfachschulen seit Schaubild : Entwicklung der Zahl der Schüler und Schülerinnen des Berufsgrundbildungsjahrs, des Berufsvorbereitungsjahrs und der Berufsfachschulen seit Schaubild 2: BQN s als Netzwerke zur Förderung der beruflichen Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten Schaubild 3: Qualifikationen, die die Weiterbildungsmaßnahmen des Weiterbildungs-Innovations-Preises vermitteln 200 und 2002 im Vergleich Schaubild 4: Weiterbildungsteilnahme 979 bis 2000 im Vergleich Schaubild 5: Aufstieg im Bereich Unternehmensführung Schaubild 6: Qualitätsentwicklung bei Weiterbildungsanbietern Schaubild 7: Wie wählen die Unternehmen externe Bildungsträger aus? Schaubild 8: Erfahrungsgeleitete Lern- und Arbeitsprozesse bei der Industriemeister-Fortbildung Schaubild 9: Anteil der weiterbildenden Unternehmen (Lehrveranstaltungen) an allen Unternehmen im Jahr Schaubild 20: Anteil der Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Lehrveranstaltungen in den Unternehmen, die diese Maßnahmen anbieten (Jahr 999) Schaubild 2: Kursstunden pro Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Unternehmen, die Lehrveranstaltungen anbieten (Jahr 999) Schaubild 22: Professionalisierungsgrad der beruflichen Weiterbildung in Unternehmen institutionelle Rahmenbedingungen (Jahr 999) XI

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15 . Neue Herausforderungen für die duale Berufsausbildung Teil I Berufsbildungsbericht Neue Herausforderungen für die duale Berufsausbildung Gute allgemeine und berufliche Bildung haben eine wachsende Bedeutung für die individuellen Lebenschancen der Menschen sowie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Land. Neue Technologien, eine veränderte Arbeitsorganisation, ein wachsender Dienstleistungssektor und zunehmende internationale Verflechtung der Wirtschaft erfordern neue Qualifikationen und mehr Flexibilität. Eine Gesellschaft, die sich solchen Entwicklungen nicht nur anpassen, sondern diese globale Herausforderung aktiv gestalten und auch morgen in Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit leben will, braucht mehr und bessere Bildung und die Bereitschaft zu Innovation. Bildung, Wissenschaft und Forschung stärken das ist die bildungspolitische Antwort der Bundesregierung auf die umfassenden Herausforderungen des 2. Jahrhunderts. Die qualifizierte Aus- und Weiterbildung ist das Kernstück jeder modernen Bildungspolitik und eine wichtige Zukunftsvorsorge. Sie entscheidet über die Berufs- und Lebenschancen und damit über die Chancen auf soziale Teilhabe jeder und jedes Einzelnen in Wirtschaft und Gesellschaft. Nur mit gut ausgebildeten Menschen können Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie Arbeitsplätze gesichert werden und neue Arbeitsplätze entstehen. Der Sicherung einer breiten und qualitativ hochwertigen beruflichen Ausbildung kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Die Aufgabe, möglichst allen ausbildungsgeeigneten Ausbildungsplatznachfragern und -nachfragerinnen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können, war 2002 mit großen Herausforderungen verbunden. Mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen und damit rund weniger im Vergleich zum Vorjahr ging die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge in einer unerwarteten Größenordnung zurück. Der entscheidende Grund für diesen Rückgang der Angebote dürfte vor allem die schwache konjunkturelle Entwicklung sein, die Betriebe und Unternehmen zurückhaltender in Ausbildung investieren lässt, da sich diese tendenziell erst mittelfristig rechnet. Zudem erschwert eine als unsicher wahrgenommene wirtschaftliche Entwikklung die Einschätzung des zukünftig erforderlichen Bedarfs an Fachkräften. Der Rückgang des Ausbildungsplatzangebotes betrifft daher nahezu alle Ausbildungsbereiche und Berufe, vom Tischlerhandwerk, in der Bauwirtschaft, im Bankwesen bis zur IT- und Medienbranche. Das Angebot ist allerdings auch von anderen Gründen abhängig, wie z. B. ganz allgemein von der Nachfrageentwicklung und mit welchen Kompetenzen die Schüler und Schülerinnen die allgemeinbildenden Schulen verlassen und ob sie die für eine erfolgreiche duale Berufsausbildung notwendige Ausbildungsreife besitzen. Infolge des unzureichenden betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes hat sich auch das Verhältnis zwischen den noch nicht besetzten Ausbildungsplätzen und den noch nicht vermittelten Bewerbern und Bewerberinnen zum 30. September 2002 verschlechtert. Am 30. September 2002 wurde ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage noch nicht vollständig erzielt. Dieser konnte allerdings durch nachträgliche Vermittlungen, durch den beachtlichen Einsatz staatlich finanzierter Sonderprogramme, durch zusätzliche Länderinitiativen zum Ende des Jahres annähernd erreicht werden. Dabei hat sich auch das Nachfrageverhalten der Jugendlichen verändert, die sich häufiger als im Vorjahr für alternative Qualifizierungswege wie die Aufnahme eines Studiums oder den Besuch einer Berufsfachschule entschieden haben. Zugleich stieg die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen an berufsvorbereitenden Maßnahmen weiter an ). Erfreulich ist die gestiegene Studierneigung der Schulabsolventen und Schulabsolventinnen mit Hochschulzugangsberechtigung (+,4%), die auch auf Verbesserungen des BAföG zurückzuführen sein dürfte. Damit hat sich im Jahr 2002 auch bedingt durch das deutlich zurückgegangene Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen erneut von der demografischen Entwicklung entfernt. Vor allem deshalb blieb der Anstieg der Zahl der noch nicht vermittelten Bewerber und Bewerberinnen vergleichsweise gering. Gemessen an der demografischen Entwicklung hätte bei unverändertem Berufswahlverhalten der Jugendlichen die Ausbildungsplatznachfrage in den alten Ländern größer ausfallen müssen als in den Vorjahren, in den neuen Ländern wäre eine geringere Abwärtsentwicklung der Nachfrage zu erwarten gewesen. Die Rückwirkungen des gesunkenen Ausbildungsplatzangebotes und eines veränderten Nachfrageverhaltens auf die Zukunftsfähigkeit und Stabilität des dualen Systems dürfen nicht unterschätzt werden. Gegenwärtig befinden sich zwar immer noch insgesamt rund,7 Millionen Auszubildende in einer dualen Berufausbildung. Es wäre jedoch schon wegen der demografischen Entwicklung eine Fehleinschätzung, wenn die hohen Anteile der jeweiligen Altersjahrgänge, die in den vergangenen Jahrzehnten eine duale Ausbildung absolviert haben, als selbstverständlich fortgeschrieben würden. Die 2002 besonders spürbare Konjunkturabhängigkeit des Ausbildungsplatzangebotes muss deshalb durch nachhaltige Anstrengungen und konkrete Maßnahmen der Wirtschaft zur Erhöhung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes überwunden werden. Die aktuellen Daten der Ausbildungsvermittlungsstatistik für das Vermittlungsjahr 2002/2003 der Bundesanstalt für Arbeit lassen vermuten, dass im Ausbildungsjahr 2003 mindestens ähnliche Probleme auftreten werden wie im vergangenen Jahr, so dass verstärkte Anstrengungen erforderlich sind, um eine ausgeglichene Bilanz von Angebot und Nachfrage erreichen zu können. ) Ein Teil dieser Maßnahmen betrifft die Grundausbildungslehrgänge, mit denen ausbildungsgeeignete Jugendliche gefördert werden, die keinen betrieblichen Ausbildungsplatz gefunden haben.

16 2. Ausbildungsstellensituation 2002 Angesichts der bekannten demografischen Kerndaten deutlicher Rückgang der Jahrgänge in den neuen Ländern ab den Jahren 2005/2006, in den alten Ländern ab 2009 bleibt die Wirtschaft gefordert, wieder verstärkt in die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses zu investieren. Dies gilt umso mehr, wenn in einzelnen Wirtschaftsbereichen und einigen Regionen über einen partiellen Fachkräftemangel geklagt wird. Diesem Mangel kann nur begegnet werden, wenn Betriebe und Unternehmen rechtzeitig und verstärkt ausbilden. Dabei müssen Arbeitgeber auch verstärkt prüfen, Jugendlichen mit schlechteren Startchancen eine Ausbildungschance zu geben. Ob sich insbesondere leistungsstärkere Jugendliche in den nächsten Jahren für die duale Berufsausbildung oder für eine andere Form der beruflichen Qualifizierung entscheiden werden, wird neben einem quantitativ und qualitativ hinreichendem Angebot an Ausbildungsplätzen auch davon abhängen, mit welcher Ausbildung sich welche Optionen auf dem Arbeitsmarkt und für berufliche Weiterentwicklung eröffnen. Diese Herausforderungen erfordern auch weitere und verstärkte Initiativen zur qualitativen Weiterentwicklung der Berufsbildung von allen Beteiligten. Eine der wichtigsten Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft bleibt eine solide und breit angelegte Berufsausbildung für alle Jugendlichen. Die Bundesregierung hat entsprechend der Vereinbarung im Ausbildungskonsens ihr Ausbildungsplatzangebot ausgeweitet. Sie fordert von der Wirtschaft, dass diese ihren Teil der Vereinbarung ebenso einlöst und in diesem Jahr ihr Ausbildungsangebot deutlich erhöht. Sie fordert zu dem die öffentlichen Verwaltungen auf, dies in ihrem Verantwortungsbereich ebenfalls zu tun. Ein Schwerpunkt der künftigen Berufsbildungspolitik der Bundesregierung wird darin liegen, die Wirtschaft bei ihren Anstrengungen, ein der Nachfrage entsprechendes Ausbildungsplatzangebot bereit zu stellen, durch förderliche Rahmenbedingungen zu unterstützen. Dazu gehört neben der Reform des Berufsbildungsrechts auch eine mittelstandfreundliche Wirtschaftpolitik, die neben einer Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten kann. Zugleich werden die in der vergangenen Legislaturperiode begonnen Reformen zur Modernisierung, Flexibilisierung und internationalen Öffnung der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit Nachdruck ausgebaut. Das System der dualen Berufsausbildung verfügt durch seine innere Struktur und durch die Einbindung der in der Berufsausbildung Verantwortlichen über ein weiteres Innovationspotenzial, um auch die zukünftigen Herausforderungen bewältigen zu können. Dieses Potenzial gilt es durch alle Beteiligte in den nächsten Jahren über Reforminitiativen und innovative Maßnahmen zur strukturellen und fachlichen Verbesserung der beruflichen Bildung auch auszuschöpfen. 2. Ausbildungsstellensituation 2002 In der gesetzlichen Definition nach 3 Abs. 2 Berufsbildungsförderungsgesetz (BerBiFG) ergibt sich das Angebot an Ausbildungsplätzen aus der Zahl bis zum 30. September neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sowie der bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldeten unbesetzten Ausbildungsplätze. Die Nachfrage errechnet sich aus der Zahl der bis zum 30. September neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sowie der bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldeten noch nicht vermittelten Bewerber und Bewerberinnen. Es gibt darüber hinaus Nachfrage und Angebote bei Ausbildungsplätzen, die in diesen Abgrenzungen nicht erfasst werden und statistisch nicht nachweisbar sind. ) Nach dieser Definition betrug am 30. September 2002 das Angebot Ausbildungsplätze, das sind weniger als im Vorjahr. Zugleich hat sich die Anzahl der Nachfragenden auf verringert, das ist ein Rückgang um im Vergleich zum Jahr 200. Die Angebots-Nachfrage-Relation hat sich nach den Verbesserungen in den Jahren 2000 und 200 wieder verschlechtert, und zwar bundesweit von 00,6 Ausbildungsplätzen pro 00 Nachfragenden im Jahr 200 auf 99, (vgl. Übersicht ). Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September 2002 Bis zum 30. September 2002 wurden bundesweit neue Ausbildungsverträge 2 ) abgeschlossen. Damit war im Vergleich zum Vorjahr mit neu abgeschlossenen Verträgen ein erheblicher Rückgang von Verträgen oder -6,8% zu verzeichnen. Im Jahr zuvor war im Vergleich zum Jahr 2000 der Rückgang mit -,3% bzw Neuverträgen noch moderat ausgefallen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge entwickelte sich im Jahr 2002 in fünf der insgesamt sieben Ausbildungsbereiche rückläufig, jedoch mit unterschiedlicher Intensität. So waren bundesweit in absoluten Zahlen die Rückgänge in Industrie und Handel ( bzw. -7,7%) sowie im Handwerk ( bzw. -7,7%) am größten, bei den Freien Berufen (-.064 bzw. -2,0%) im Öffentlichen Dienst (-604 bzw. -3,9%) sowie in der Hauswirtschaft (-96 bzw. -3,9%) war der Rückgang der Neuverträge etwas geringer. In der Landwirtschaft gab es dagegen einen geringfügigen Zuwachs um 296 neue Verträge (oder +2,2%) sowie in der Seeschifffahrt um 48 Verträge (+35,8%). Im gesamten Öffentlichen Dienst, d. h. in der Bundesverwaltung, den Ländern und Kommunen, wird allerdings ein erheblicher Teil der abgeschlossenen Ausbildungsverträge statistisch in anderen Ausbildungsbereichen insbesondere Industrie und Handel erfasst. Dies gilt auch für einen Teil der Ausbildungsleistungen, der im Bereich der Freien Berufe erbracht wird. ) So dürfte es z.b. weitere Berufsausbildungsstellen gegeben haben, die am 30. September noch unbesetzt waren. Da Betriebe und Unternehmen nicht verpflichtet sind, ihre freien Ausbildungsplätze der Bundesanstalt für Arbeit zu melden, konnten diese auch statistisch nicht erfasst werden. 2 ) Vgl. Teil II, Kapitel.. 2

17 2. Ausbildungsstellensituation 2002 Übersicht : Angebot und Nachfrage seit 992, Bundesgebiet sowie alte und neue Länder ) Neue Ausbil- Offene Plätze Noch nicht Angebot Nachfrage Angebots- Überhang Entwicklung zum Vorjahr in Prozent dungsverträge Vermittelte Nachfrage- Relation Verträge Angebot Nachfrage Insgesamt , , ,2-9, -3, , ,4-5, -0, , ,8-0,8, , ,3 -,3 2, , ,3 0,7 3, , ,3 3,7 2, , ,0 2,9, , ,5 -, -2, , ,2 -,3 -, , ,8-7,6-6,2 Alte Länder , , ,8 -, -5, , ,7-9,7-3, , ,2 -,8 0, , ,3-2,2 0, , ,, 4, , 478 4,6 3,8 2, , ,9 2,7 2, , ,2 0,6-0, , ,6-0,8 -, , ,8-7,8-6,4 Neue Länder und Berlin , , ,6,5 4, , ,3 6,3 5, , ,0 2,7 6, , ,2 2, 8, , ,3-0,7, , ,3 3,2 0, , ,5 3,6, , ,8-6,7-7, , ,3-3,3-3, , ,9-6,9-5,3 ) Zur Entwicklung von Angebot und Nachfrage vor dem Jahr 992 siehe die Berufsbildungsberichte der Jahre bis 2000 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung; Erhebungen zum 30. September 3

18 2. Ausbildungsstellensituation 2002 In der Bundesverwaltung wurden im Jahr 2002 mit insgesamt 5.58 neuen Ausbildungsverträgen 42 oder 0,82% mehr Verträge abgeschlossen als im Vorjahr. Darin eingeschlossen sind Ausbildungsverträge in Berufen, die anderen Ausbildungsbereichen zugeordnet werden waren dies im Bereich der Bundesverwaltung oder rund 48,5% der insgesamt neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Im Rahmen der Ausbildung von Behinderten nach 48 Abs. 2 BBiG bzw. 42 b Abs. 2 HwO wurden im Jahr 2002 bundesweit 3.40 neue Ausbildungsverträge (200: 2.082) abgeschlossen, die in der Gesamtzahl der eingetragenen Ausbildungsverträge enthalten sind. Davon entfielen auf die alten Länder: Verträge (Vorjahr: 6.394) sowie Verträge auf die neuen Länder (Vorjahr: Verträge). Alte Länder im Einzelnen In den alten Ländern wurden neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit ist die Anzahl der Neuverträge um bzw. -6,8% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen (vgl. Übersicht 2). In Industrie und Handel verringerte sich die Zahl der Neuverträge um bzw. -8,3% im Vergleich zum Jahr 200. Zu einem deutlich spürbaren Rückgang kam es auch im Handwerk mit einer Verringerung um Verträge oder -7,0%. Bei den Freien Berufen ging die Anzahl der neuen Verträge weniger zurück, nämlich um -706 oder -,5%, ebenso im Öffentlichen Dienst mit -292 oder -2,5,%. Auch im Bereich der Hauswirtschaft war der Rückgang nur gering: -32 Verträge oder -3,9%. Dagegen gab es in der Landwirtschaft einen leichten Zuwachs von 27 Verträgen bzw. +2,9% sowie in der Seeschifffahrt um 9 Verträge oder +4,5% Neue Länder und Berlin im Einzelnen In den neuen Ländern und Berlin hat sich die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge um reduziert. Mit neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurde das Vorjahresergebnis um 6,9% unterschritten. Dieser Rückgang dürfte primär auch auf die Zurückhaltung der Betriebe und Unternehmen im Hinblick auf die unsichere wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen sein; dazu kommt auch eine durch die Demografie bedingte bereits leicht zurückgehende Nachfrage. In den neuen Ländern stellt die Wirtschaft rund 66% aller Ausbildungsplätze, die zu einem großen Anteil noch mit unterschiedlich hohen öffentlich finanzierten Beträgen unterstützt wurden, für Jugendliche aus den neuen Ländern zur Verfügung. Nach wie vor ist allerdings die Ausbildungsquote der Betriebe bezogen auf die Beschäftigtenzahl höher (200: 6,5%) als in den alten Ländern (200: 5,6%) ). Rund 34% der Jugendlichen werden im Rahmen außerbetrieblichen Ausbildung Benachteiligter und Behinderter nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III), des Bund-Länder-Ausbildungsplatzprogramm Ost 200 sowie von Sonderprogrammen der neuen Länder oder des Jugendsofortprogramms (Artikel 4) oder in Betrieben der alten Länder ausgebildet. ) Wie in den alten Ländern waren auch hier mit Ausnahme von Landwirtschaft und Seeschifffahrt in den anderen Ausbildungsbereichen nur Rückgänge bei den neu abgeschlossenen Verträgen zu verzeichnen. Im Bereich von Industrie und Handel wurden (-5,8%), im Handwerk oder -0,5% weniger Verträge abgeschlossen (vgl. Übersicht 3). Bei den Freien Berufen ging die Anzahl der Neuverträge um 358 (-5%), im Öffentlichen Dienst um 32 Verträge (-8,%) sowie in der Hauswirtschaft geringfügig um 64 (- 4%) zurück. Dagegen gab es minimale Zuwächse in der Landwirtschaft (um 25 Verträge oder +0,6%) sowie in der Seeschifffahrt um 29 Verträge (+966,7%, im Jahr 200 wurden nur 3 neue Verträge abgeschlossen). Entwicklung der betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungsverträge Neben Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen ist insbesondere die Zahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge 2 ) für die Beurteilung der Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt von Bedeutung. Eine unmittelbare Unterscheidung der rein betrieblichen Ausbildungsverträge außerhalb der staatlichen Sonderprogramme und der außerbetrieblichen Ausbildung Benachteiligter und Behinderter nach dem SGB III ist weder anhand der Daten der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zum 30. September noch anhand der Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum 3. Dezember möglich. Es sind daher vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) Berechnungen durchgeführt worden, die jedoch mit gewissen Unsicherheiten behaftet sind. 3 ) Die Zahl der neu abgeschlossenen außerbetrieblichen Ausbildungsverträge ist im Jahr 2002 im Vergleich zum Vorjahr im Saldo gleich geblieben. Sie betrug nach den Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit bundesweit Plätze (200: ). Dabei war in den neuen Ländern und Berlin insgesamt ein leichter Rückgang der außerbetrieblich abgeschlossenen Ausbildungsverträge (-.93 oder -3,2%) zu verzeichnen. Insbesondere in Sachsen ( -.380) und Mecklenburg-Vorpommern ( - 688) wurden weniger, in Brandenburg ( +766) und Thüringen (+229) mehr außerbetriebliche Verträge abgeschlossen. In den alten Ländern wurden dagegen insgesamt.94 außerbetriebliche Verträge mehr abgeschlossen (Nordrhein-Westfalen: +98; Niedersachsen: +32). Auf der Grundlage der Daten über die außerbetriebliche Ausbildung gemäß SGB III sowie im Rahmen von Sonderprogrammen und dem Jugendsofortprogramm 4 ) hat das Bundesinstitut für Berufsbildung durch Subtraktion von ) Vgl. Teil II, Kapitel.., Übersicht 7 ) Auch wenn die höheren Anteile der außerbetrieblichen Ausbildung abgezogen werden, ist die Ausbildungsquote bezogen auf die Beschäftigtenzahl in den neuen Ländern mit der in den alten Ländern etwa gleich hoch; vgl. Teil II, Kapitel ) Vgl. Teil II, Kapitel.. 3 ) Ausführliche Hinweise hierzu befinden sich im Berufsbildungsbericht 2000, Teil II, Kapitel.. 4 ) Vgl. Teil II, Kapitel.., Übersicht 7 4

19 2. Ausbildungsstellensituation 2002 Übersicht 2: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen in den alten Ländern 998 bis 2002 Zuständige Stelle Veränderung 2000 Veränderung 200 Veränderung 2002 Veränderung zum Vorjahr zum Vorjahr zum Vorjahr zum Vorjahr Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Industrie und Handel , , , ,3 Handwerk , , , ,0 Öffentlicher Dienst ) ,0.70 2,0.52 -, ,5 Landwirtschaft , , , ,9 Freie Berufe ) , , , ,5 Hauswirtschaft , , , ,9 Seeschifffahrt ,0 27-0,6 3 3, 50 4,5 Insgesamt , , , ,8 ) Ohne jene neuen Ausbildungsverträge, für die andere Stellen (Kammern) zuständig sind. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung; Erhebungen zum 30. September 5

20 2. Ausbildungsstellensituation 2002 Übersicht 3: Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge nach Ausbildungsbereichen in den neuen Ländern und Berlin 998 bis 2002 Zuständige Stelle Veränderung 2000 Veränderung 200 Veränderung 2002 Veränderung zum Vorjahr zum Vorjahr zum Vorjahr zum Vorjahr Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Industrie und Handel , , , ,8 Handwerk , , , ,5 Öffentlicher Dienst ) , , , , Landwirtschaft , , , ,6 Freie Berufe 2 ) , , , ,0 Hauswirtschaft , ,8.607, ,0 Seeschifffahrt 4 7 2,4 3-23,5 3-76, ,7 Insgesamt , , , ,9 Nachrichtlich: Ost-West-Mobilität 3 ) Verträge von Jugendlichen aus den neuen Ländern und Berlin insgesamt ) Ohne Laufbahnausbildungen im Beamtenverhältnis und ohne jene neuen Ausbildungsverträge, für die andere Stellen (Kammern) zuständig sind. 2 ) Ohne jene neuen Ausbildungsverträge, für die andere Stellen (Kammern) zuständig sind. 3 ) Zusatzerhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung in Berufsschulen der alten Länder über Schüler/Schülerinnen aus den neuen Ländern, die eine Ausbildung in den alten Ländern begonnen haben. Durch die ab 2000 rückwirkend vorgenommene Zurechnung Berlins zu den neuen Ländern entfallen die vorher ausgewiesenen Zahlen über die Binnenpendler/Binnenpendlerinnen innerhalb Berlins. Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung; Erhebungen zum 30. September sowie Mobilitätsuntersuchungen 6

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