Deutsche Bundespräsidenten und christlicher Glaube. L u i s a H e l l m a n n E 1 a

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1 Deutsche Bundespräsidenten und christlicher Glaube L u i s a H e l l m a n n E 1 a

2 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Theodor Heuss (FDP)

3 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Heinrich Lübke (CDU)

4 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Gustav Heinemann (SPD)

5 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Walter Scheel (FDP)

6 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Karl Carstens (CDU)

7 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Richard von Weizsäcker (CDU)

8 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Roman Herzog (CDU)

9 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Johannes Rau (SPD)

10 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Horst Köhler (CDU)

11 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland : Christian Wulff (CDU)

12 Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland seit 2012: Joachim Gauck (parteilos)

13 Aufgaben des Bundespräsidenten Artikel 54 bis 61 des Grundgesetzes: Staatsoberhaupt Mitwirkung bei Regierungsbildung und Gesetzgebung Völkerrechtliche Vertretung Repräsentationsorgan Begnadigungsrecht

14 Rahmenbedingungen Artikel 4: Religionsfreiheit Artikel 56: Amtseid Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deut-schen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe."

15 Gustav Heinemann Zur Person geboren: 23. Juli 1899 in Schwelm, gestorben: 7. Juli 1976 in Essen, studierte Rechtswissenschaft, politische Wissenschaft, zunächst tätig als Rechtsanwalt, heiratete 1926 Hilda Ordemann (Theologin), kam durch sie dem evangelischen Glauben nahe, Mitbegründer der CDU; 1952 Austritt, Gründer der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), nach Auflösung 1957 Beitritt zur SPD, Politische Ämter: u.a Oberbürgermeister von Essen, danach 1 Jahr Bundesinnenminister, Bundesjustizminister, Bundespräsident.

16 Gustav Heinemann Kirchliche Ämter: bis 1955 erster Präsident im Rat der EKD; bis 1962 Mitglied der Leitung der Evangelischen Kirche Rheinland; bis 1955 Präses der gesamtdeutschen Synode der EKD; Mitbegründer des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Mitglied des Weltkirchenrates; Herausgeber der Zeitschrift Stimme der Gemeinde. Christliche Werte Mehr Demokratie : Nicht weniger, sondern mehr Demokratie das ist die Forderung, das ist das große Ziel, dem wir uns alle und zumal die Jugend zu verschreiben haben. Frieden: Nicht der Krieg ist der Ernstfall, sondern der Friede ist der Ernstfall, in dem wir uns zu bewähren haben. Soziale Gerechtigkeit.

17 Richard von Weizsäcker Zur Person geboren: in Stuttgart, studierte Rechtswissenschaft, Geschichte u. Sprachen u. promovierte zum Dr. jur., danach in Industrieunternehmen führend tätig, heiratete 1953 Marianne von Kretschmann, 1954 Eintritt in die CDU, 1965 als Kandidat für den Deutschen Bundestag vorgeschlagen, lehnte ab wegen Interessenkonflikt mit Ehrenamt als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Politische Ämter (u.a.): Vizepräsident des Deutschen Bundestages,1981 Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschlands.

18 Richard von Weizsäcker Kirchliche Ämter: 1962 Beitritt zum Präsidium des Evangelischen Kirchentages, und Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Mitglied der Synode und des Rates der EKD. Christliche Werte Engagement für Randgruppen der Gesellschaft (Jugend, Ausländer), Aussöhnung mit dem Ostblock; Präsident aller Deutschen, Wiedervereinigung: Sich zu vereinen, heißt teilen lernen. Engagement für Entwicklungsländer, Welthungerhilfe, starke Kritik an Parteien (Ziel: Gewinnen der nächsten Wahl, nicht langfristig Probleme des Landes zu lösen).

19 Johannes Rau Zur Person geboren: 16. Januar 1931 in Wuppertal, gestorben: 27. Januar 2006 in Berlin, Verlagsbuchhändler, später Direktor des Verlags, verheiratet mit Christina Delius, lebte den protestantisch-christlichen Glauben öffentlich( Bruder Johannes ), Mitglied der GVP, nach Auflösung Mitglied der SPD, Politische Ämter: u.a Oberbürgermeister von Wuppertal, Wissenschaftsminister, Ministerpräsident in NRW, Bundespräsident; Kirchliche Ämter: Mitglied der Landessynode u. Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Mitherausgeber der evangelischen Zeitschrift Zeitzeichen.

20 Johannes Rau Christliche Werte Solidarität und Loyalität (in Bezug auf Konfessionen, Religionen, Völker und Staaten, besonders zwischen Deutschland u. Israel): Versöhnen statt spalten, gegen rein ökonomisches u. egoistisches Denken, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein, Soziale Gerechtigkeit, Integration von Ausländern u. Minderheiten, geregelte Einwanderungspolitik, Kinderhilfswerke, Schüler helfen leben.

21 Joachim Gauck Zur Person geboren am 24. Januar 1940 in Rostock, nach Abitur Theologiestudium, seit 1959 mit Gerhild Gauck verheiratet; zwischenzeitlich getrennt, lebte er zusammen mit Helga Hirsch, seit 2001 mit Daniela Schadt, ab 1967 Pastor in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg, seit 1974 Beobachtung durch Ministerium für Staatssicherheit, : Leitung der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg, seit Oktober 1989 Einsatz für Wiedervereinigung, Politische Ämter:1990: Abgeordneter des Bündnis 90 in der Volkskammer der DDR, Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen, seit 2012 Bundespräsident.

22 Joachim Gauck Christliche Werte Freiheit und Demokratie ( Kandidat des Volkes ), Sozialstaat Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen, Solidarität, Nächstenliebe und Liebe zwischen Menschen und Nationen, Direkte Verbindung zwischen Politik und Religion: Ich glaube, dass dieses Land seine Stärke und sein Wohlergehen auch daher hat, dass der christliche Glaube eben keine Privatsache war und ist, sondern immer wieder politisches Handeln provoziert hat Die Politik braucht Menschen, die, die an eine Sache glauben, die größer ist als sie selbst. Sie braucht Menschen, die eine Haltung haben und dafür mutig eintreten. Sie braucht jene überzeugten und daher überzeugenden Persönlichkeiten, wie sie oft und zu unserem Wohl aus kirchlicher Heimat und aus christlichem Engagement gekommen sind.

23 Auswirkungen auf die Amtsführung Amtsführung der vier Bundespräsidenten war bzw. ist stärker als die der anderen beeinflusst durch: Nächstenliebe, Solidarität und Gemeinschaft, Soziale Gerechtigkeit (Unterstützung der Rand-gruppen in unterschiedlicher Ausprägung und abhängig von den innen- und außenpolitischen Verhältnissen und Konstellationen der jeweiligen Amtszeit), christliche Werte als starken Gegenpart zur auf Erreichung kurzfristiger Ziele angelegten Regierung und Politik.

24 Vielen Dank fürs Zuhören!

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