Swiss Issues Regionen 50 Jahre Walliser Wirtschaft Zwischen Tradition und Moderne

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1 Swiss Issues Regionen 50 Jahre Walliser Wirtschaft Zwischen Tradition und Moderne Oktober 2011

2 Impressum Herausgeber Martin Neff, Head Credit Suisse Economic Research Uetlibergstrasse 231, CH-8070 Zürich Kontakt Telefon +41 (0) Autoren Dr. Sara Carnazzi Weber Andreas Christen Dr. Vivien Kappel Thomas Rieder Nora Sydow Mitwirkung Viktor Holdener Boris Meier Melanie Sütterlin Titelbild Staumauer Grande Dixence Bild: Grande Dixence SA Redaktionsschluss 21. September 2011 Bestellungen Telefon +41 (0) Besuchen Sie uns auf dem Internet Disclaimer Dieses Dokument wurde vom Economic Research der Credit Suisse hergestellt und ist nicht das Ergebnis einer/unserer Finanzanalyse. Daher finden die "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung auf vorliegendes Dokument keine Anwendung. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken. Die darin vertretenen Ansichten sind diejenigen des Economic Research der Credit Suisse zum Zeitpunkt der Drucklegung (Änderungen bleiben vorbehalten). Die Publikation darf mit Quellenangabe zitiert werden. Copyright 2011 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten. Swiss Issues Regionen

3 Inhalt Zusammenfassung 4 1 Das Wallis Region und Raum 5 2 Land und Leute Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung seit Bevölkerungsentwicklung Siedlungsentwicklung Jahre Walliser Wirtschaft ein wirtschaftshistorischer Rückblick Das Wallis im Ursprung ein Agrarkanton Die Industrie im Wallis Branchenstruktur und Arbeitslosigkeit im Wallis 26 4 Die Credit Suisse im Wallis Die Banken im Wallis Die Credit Suisse im Wallis 31 5 Walliser Wasser Fluch oder Segen? Hochwasser Die Wasserkraft 39 6 Goldgrube Tourismus Geschichte des Walliser Tourismus Wettbewerbsfähigkeit und Tourismus heute 44 7 Verkehr ein Kernthema für den Bergkanton Der motorisierte Individualverkehr Die neue Eisenbahn-Alpentransversale 49 8 Der Walliser Immobilienmarkt im Fokus des Zweitwohnungsbaus Das Wallis als Wiege des Stockwerkeigentums Der Walliser Immobilienmarkt im Banne des Zweitwohnungsmarktes 52 9 Literaturverzeichnis 57 Swiss Issues Regionen 3

4 Zusammenfassung Das Wallis Heimat des Matterhorns, Obst-, Weinkammer und Wasserschloss der Schweiz. Dies sind nur einige der Wahrzeichen, die typischerweise mit dem Bergkanton in Verbindung gebracht werden. Obschon das Wallis in den Köpfen vieler Touristen gewiss aber auch manch eines Eidgenossen ein traditionelles, bisweilen gar leicht verstaubtes Dasein fristet, entspricht seine wirtschaftliche Realität doch vielmehr einem Spagat zwischen Tradition und Moderne. In kaum einem anderen Kanton der Schweiz finden sich traditionelle Werte und moderner Fortschritt in so ausgeprägter Form in friedlicher Koexistenz. Bewahrt sich der Alpenkanton die traditionellen Werte zum Beispiel durch die Landwirtschaft, die der Walliser typischerweise nebenberuflich ausübt, so zeugen gleichzeitig hochtechnologische Bergbahnanlagen und gewaltige Staumauerbauten von einer modernen Zukunft, in die das Wallis längst aufgebrochen ist. Dass der Kanton noch heute in den jährlich wiederkehrenden traditionellen Kuhkämpfen seine "Königin" kürt und gleichzeitig für die neuste iphone App "Vins du Valais" wirbt, bringt diesen Umstand deutlich zum Ausdruck. In diesem Jahr 2011 feiert die Credit Suisse ihre 50-jährige Präsenz im Kanton Wallis. Aus diesem Anlass blickt das Economic Research im Rahmen der vorliegenden Jubiläumsstudie "50 Jahre Walliser Wirtschaft zwischen Tradition und Moderne" auf ein halbes Jahrhundert bewegter wirtschaftshistorischer Entwicklung zurück. In einem separaten Kapitel befasst sich die Studie mit der Entwicklung der Credit Suisse im Wallis. Auf der Basis von Recherchen im historischen Archiv der Credit Suisse sowie persönlichen Interviews mit drei ehemaligen Direktoren aus dem Ober- und Unterwallis soll ein halbes Jahrhundert Erfolgsgeschichte der Credit Suisse im Bergkanton zusammenfassend dargestellt werden. Als einer der letzten Kantone trat das Wallis 1815 nicht ganz freiwillig der Eidgenossenschaft bei. Mit seinen 5'224 km 2 Gesamtfläche ist das Wallis der drittgrösste Kanton der Schweiz. Gleichzeitig zählt der Kanton jedoch nur 307'392 Einwohner, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 4% entspricht. Als traditioneller Bergkanton war das Wallis lange Zeit von der Landwirtschaft geprägt. Die Industrialisierung setzte im Vergleich zum Rest der Schweiz erst spät ein. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieses Umstands ist der Kanton Wallis noch heute etwas stärker industriell geprägt als der Schweizer Durchschnitt. Die vielfach als "die Grossen Drei der Industrie" bezeichneten Unternehmen Lonza, Alusuisse und Ciba, die sich um 1900 im Zuge der industriellen Entwicklung im Wallis ansiedelten, haben die Wirtschaftsstruktur des Alpenkantons nachhaltig geprägt und sind noch heute wenn auch vielleicht unter anderem Namen im Wallis präsent. Längst hat aber auch im Wallis die Tertiarisierung und damit die Verschiebung hin zur modernen Dienstleistungsgesellschaft eingesetzt. Im Bereich des Dienstleistungssektors gehört der Tourismus zu den bedeutendsten Branchen des Alpenkantons. Dank seinen topographischen Gegebenheiten, idealen klimatischen Bedingungen und einer einmaligen Bergkulisse verfügt das Wallis über optimale Voraussetzungen für einen ganzjährig profitablen Tourismus. Eine gute verkehrstechnische Erreichbarkeit sowie eine ausreichende Infrastrukturversorgung sind für einen erfolgreichen Tourismus unerlässlich. Die verkehrstechnische Erschliessung war und ist für die Entwicklung des Bergkantons daher ein zentrales Thema. Die Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels und die damit massiv verkürzte Reisezeit haben die Attraktivität des Wallis als Tourismusregion entscheidend erhöht. Aufgrund der starken Ausrichtung auf den Tourismus ist auch das Baugewerbe im Kanton Wallis überdurchschnittlich stark vertreten. Der Umstand, dass es sich bei beiden Branchen um stark konjunkturabhängige und vorwiegend wertschöpfungsschwache Wirtschaftszweige handelt, gehört zu den Herausforderungen des Kantons hinsichtlich seiner zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung. Ebenfalls zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Tourismus zählt unweigerlich die Zweitwohnungspolitik. Der hohe Anteil an Zweitwohnungen im Wallis, der in einigen Gemeinden gar 80% übersteigt, birgt Chancen und Risiken zugleich. Es gilt daher, die Vor- und Nachteile des Zweitwohnungsbaus sorgfältig abzuwägen, um nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch sozialen Anliegen und den Bedürfnissen der Umwelt gleichermassen gerecht zu werden und so eine erfolgreiche Entwicklung des Alpenkantons langfristig und in nachhaltiger Weise zu gewährleisten. Swiss Issues Regionen 4

5 1 Das Wallis Region und Raum Der Kanton Wallis erstreckt sich mit seinen Seitentälern vom Rhonegletscher bis hin zum Genfersee über das Rhonetal (Abbildung 1). Er wird im Norden von den Berner und Waadtländer Alpen, im Süden von den Walliser Alpen mit nicht weniger als 47 Berggipfeln, die höher als 4'000 m sind, begrenzt. Der Kanton umfasst zudem nicht nur die drei grössten Gletscher der Schweiz, sondern insgesamt noch 47 weitere. Mit einer Fläche von 5'224 km 2 deckt der Kanton rund 13% der gesamten Fläche der Schweiz ab, beherbergt allerdings mit 307'392 Einwohnern nur 4% der schweizerischen Bevölkerung. Östlich von Sierre verläuft die Sprachgrenze, die das Ober- vom Unterwallis trennt. Das Hauptzentrum für das Unterwallis ist der Kantonshauptort Sion, im Oberwallis übernimmt Brig diese Funktion. Der Zugang zum Kanton wird lediglich durch wenige Zufahrten ermöglicht: im Westen aus der Waadt über die A9, aus Frankreich über den Col de la Forclaz und den Pas de Morgins, im Norden über den Lötschberg, im Osten über die Furka (Pass und Autoverlad), den Nufenen- und den Grimselpass, im Südosten über die Simplonpassstrasse, im Südwesten über den Grossen St. Bernhard (Pass und Tunnel). Dank der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels 2007 wurde die Bahnreisezeit aus der Deutschschweiz ins Wallis um rund eine Stunde verkürzt, wovon der Tourismus stark profitiert. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten konzentrieren sich die meisten Aktivitäten mit Ausnahme des Tourismus im Haupttal. Abbildung 1 Der Kanton Wallis im regionalen Kontext Glâne/ Veveyse Bulle La Gruyère Thun Grindelwald BernerOberland-Ost nne Vevey/Lavaux Vevey Montreux Saint-Gingolph Pays d'enhaut Gstaad Saanen/ Obersimmental Kandertal Kandersteg Leukerbad Ferden Brig Oberwald Münster-Geschinen Goms Fiesch Aigle Aigle Montana Leuk Leuk Raron Brig-Glis Sierre Visp Monthey Conthey Sion Monthey/ St-Maurice Sion Sierre Grächen Visp Simplon Martigny Verbier Evolène Saas-Fee Martigny Bagnes Zermatt Kanton Wallis Wirtschaftsregionen Zentren Agglomerationen 0 105k m Hauptverkehrsstrassen Quelle: Credit Suisse Economic Research, Geostat, DDS Swiss Issues Regionen 5

6 Der Kanton punktet nicht nur mit seiner einmaligen Bergkulisse, sondern kann auch kulinarisch auftrumpfen. Neben regionalen Spezialitäten wie Trockenfleisch, Roggenbrot, Cholera und Sii erlaubt das trockene und heisse Klima sogar den Anbau von Safran. Auch für den Rebbau ist das Klima im Wallis wie geschaffen. Mehr als ein Drittel der Schweizer Produktion stammt aus dem grössten zusammenhängenden Anbaugebiet in der Schweiz. Die bekanntesten Walliser Weine sind der Fendant, der Pinot noir und der Verschnitt Dôle. Ein weiteres Symbol des Kantons ist die aus dem Eringertal stammende gleichnamige Rinderrasse, die an Topographie und Klima bestens angepasst für ihr kampflustiges Temperament bekannt und zur touristischen Attraktion geworden ist. Quelle: Schweizerische Vereinigung der AOC-IGP (Appelation d'origine Contrôlée; Indication Géographique Protégée) Wallis: Top-Tourismusdestination Mit seinen naturnahen Gebirgslandschaften und seiner gut ausgebauten Infrastruktur verfügt das Wallis über optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tourismus. Wegen seiner besonderen Lage geniesst der Kanton zudem deutlich mehr Sonnenschein als andere. Diese Aspekte tragen immer wieder zur Attraktivität des Wallis als Feriendestination bei. In den 60er Jahren war die Tourismusentwicklung von starken Steigerungsraten und der Zunahme des Massentourismus gekennzeichnet. Der Wirtschaftsaufschwung, erweiterte Urlaubsansprüche und die mit der Motorisierung steigende Mobilität führten zu einer starken Ausweitung von Angebot und Nachfrage in der Tourismusbranche. Durch die Diversifikation im Fremdenverkehr entwickelten sich die Walliser Tourismusdestinationen zu ihrem heute charakteristischen Erscheinungsbild. Naturpark Pfyn / Finges Der 1997 zum Naturpark ernannte Pfynwald ist eines der vielfältigsten Gebiete des Wallis, das stark durch Auen- und Gebirgswälder geprägt ist. In dem Gebiet finden sich die grössten zusammenhängenden Föhrenwälder Mitteleuropas. Das Naturschutzgebiet umfasst zudem die frei laufende Rhone mit Auengebiet und einer einmaligen Seenlandschaft, die zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum dient. Massgeblich verantwortlich für diese Landschaft ist der Illgraben, der mit seinem imposanten Erosionskegel ein markantes Landschaftselement im Mittelwallis darstellt. Zu Beginn der neunziger Jahre war der Pfynwald Gegenstand von zwei national bedeutsamen Planungsprojekten, die eine Kompromisslösung zwischen Naturschutz und Verkehr verlangten: Erstens wurde eine neue Nationalstrasse im Rhonetal geplant. Zweitens sollte die Eisenbahnstrecke ausgebaut und modernisiert werden. Die Autobahn sowie die Eisenbahnstrecke wurden mit einer Tunnelvariante unter dem Wald gelegt. Swiss Issues Regionen 6

7 Ein Kanton mit bewegter Geschichte Ausgrabungen bescheinigen dem Alpenkanton bereits Besiedlungen in der Steinzeit wurde eine der grössten Nekropolen der Eisenzeit in den Schweizer Alpen in Sion freigelegt und als keltische Grabungsstätte von grosser Qualität bezeichnet. Die späteren Eroberungen durch die Römer, Burgunder und Allemannen haben den Kanton ebenfalls geprägt. Ausgehend vom Oberwallis führten Walserwanderungen im 13. und 14. Jahrhundert zur Besiedelung des übrigen östlichen Alpenraumes. Auch nach dem Mittelalter blieb die Geschichte des Kantons bewegt. Sie reicht vom unabhängigen Verbündeten der Alten Eidgenossenschaft zur Verwaltungseinheit unter Napoleon bis hin zum heutigen Kanton der Eidgenossenschaft marschierte Napoleon I. über den Grossen St. Bernhard ins Wallis ein, erklärte es zur unabhängigen Republik und beendete die Republik der sieben Zenden wurde das Wallis französisches Département. Nach dem Zusammenbruch des Empires und dem Einmarsch der Österreicher 1813 akzeptierte der Kanton den 1815 im Wiener Kongress beschlossenen Anschluss an die Eidgenossenschaft. Zusammen mit Genf und Neuenburg ist das Wallis einer der letzten Kantone, die der Schweizerischen Eidgenossenschaft beigetreten sind. Die vorliegende Studie vertieft die letzten 50 Jahre des Kantons, die vor dem Hintergrund einer so bewegten Geschichte zwar flüchtig erscheinen, für das Profil des Kantons jedoch eine bedeutende Rolle gespielt haben. Jungfrau/Aletsch das erste alpine Unesco-Weltnaturerbe Das Wallis zeichnet sich durch seine ganz eigene Topographie aus und ist reich an Naturschätzen. Eine breite Vielfalt an Flora und Fauna sowie atemberaubende Gletscher ziehen seit jeher Touristen aus aller Welt an und dienen als Grundlage für den erfolgreichen Fremdenverkehr. Die Auszeichnung des Jungfrau/Aletsch-Gebiets als Unesco-Weltnaturerbe zeugt von der Schönheit der Region und unterstreicht insbesondere auch die Bedeutung der Erhaltung dieses Naturerbes. Mit der Unterzeichnung der offiziellen Charta im Jahr 2001 haben sich die ursprünglich 25 beteiligten Standortgemeinden dazu verpflichtet, als Heimat des weltweit ersten alpinen Weltnaturerbes für den nachhaltigen Schutz der Region zu sorgen und die Erhaltung des Gebiets für künftige Generationen zu gewährleisten. Als grösstes zusammenhängendes vergletschertes Gebiet Eurasiens ist das Weltnaturerbe Jungfrau/Aletsch Zeuge der Entstehungsgeschichte von Gebirgen und Gletschern und bietet die Möglichkeit, im Herzen der Alpen liegend, als gutes Beispiel des nachhaltigen Tourismus zu dienen. Abbildung 2 veranschaulicht die wichtigsten demographischen und wirtschaftlichen Indikatoren für den Kanton Wallis und die umliegenden Kantone sowie für Regionen des Untersuchungsraums und entsprechende Vergleichsgebiete. Regionale Strukturen und Perspektiven lassen sich am besten auf der Ebene sogenannter Wirtschaftsregionen analysieren, die wir auf der Grundlage von ökonomischen Zusammenhängen in Anlehnung an die Mobilité-Spatiale- Regionen (MS-Regionen) des Bundesamts für Statistik definiert haben. Gemäss dieser Abgrenzung unterscheidet man im Kanton Wallis acht Wirtschaftsregionen (Goms, Brig, Visp, Leuk, Sierre, Sion, Martigny und Monthey/St-Maurice), die sich flussabwärts entlang der Rhone aneinanderreihen, von der Quelle am Rhonegletscher im Goms bis zur Mündung in den Genfersee in der Region Monthey/St-Maurice. 1 Die 13 Sterne im Kantonswappen gingen aus den 13 Zenden (Vorläufer der heutigen 14 Bezirke) des Kantons hervor und dokumentieren einen Teil dieser Geschichte. Swiss Issues Regionen 7

8 Abbildung 2 Demographische und wirtschaftliche Indikatoren Bevölkerung Beschäftigung Wertschöpfung Bevölkerungswachstum Haushaltseinkommen Pro Beschäftigten, Nominal Jährliches Wachstum in Prozent Sektor I Sektor II Sektor III Anteil am CH-Total in CHF pro Kopf, in CHF Wirtschaftsregionen Goms 5'018 5' % -0.8% ' % 108'384 30'853 Brig 15'546 26' % 0.4% 249 2'080 7' % 128'582 35'823 Visp 24'480 35' % 0.1% 584 7'324 10' % 145'246 35'066 Leuk 9'232 12' % 0.1% 443 1'015 2' % 108'773 32'246 Sierre 23'505 43' % 1.3% 577 4'598 9' % 123'526 34'381 Sion 45'100 77' % 1.2% 1'664 7'769 22' % 134'949 34'400 Martigny 34'043 58' % 1.7% 1'566 5'392 12' % 132'708 32'833 Monthey/St-Maurice 20'859 47' % 1.8% 386 6'840 8' % 159'324 33'813 Aigle 38' % 927 3'896 8' % 126'518 39'367 Vevey/Lavaux 86' % 836 4'846 23' % 136'143 50'580 Berner Oberland-Ost 46' % 1'035 4'494 14' % 119'426 37'978 Bündner Rheintal 72' % 816 9'274 23' % 140'650 46'468 Oberengadin 23' % 440 3'450 10' % 112'447 50'666 Kantone Beschäftigung 1960 VS 177' ' % 1.1% 18'190 31'183 20' % 136'219 44'223 BE 813' ' % 0.3% 56' ' ' % 136'346 52'525 VD 429' ' % 1.3% 25'156 82'045 83' % 143'733 43'134 GR 147' ' % 0.3% 13'088 25'742 22' % 124'829 41'440 UR 32'021 35' % 0.0% 2'266 6'442 3' % 122'968 34'065 CH 5'429'061 7'785' % 0.8% 280'191 1'267' ' % 144'190 47'529 Kantone Beschäftigung 2008 VS 5'664 35'490 75'366 BE 23' ' '553 VD 9'884 62' '851 GR 5'017 23'671 58'288 UR 958 5'078 7'347 CH 114'222 1'001'183 2'395'732 Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Research Starke regionale Unterschiede Prägende Aspekte für die Situation im Wallis sind ein unterdurchschnittliches Einkommensniveau, eine weitgehend unterdurchschnittliche Wertschöpfung pro Beschäftigten und eine hohe Bevölkerungsdynamik. Innerhalb des Kantons bestehen jedoch grosse regionale Unterschiede. Ein überdurchschnittlich hohes Bevölkerungswachstum lässt sich lediglich im Unterwallis beobachten, insbesondere in den Regionen Monthey/St-Maurice und Martigny. Diese Regionen konnten sich in den letzten Jahren als Ausweichgebiete zu den von Bevölkerungs- und Immobilienpreisdruck gekennzeichneten Wohnlagen am Genfersee etablieren. Aber selbst in den Regionen mit hoher Bevölkerungsdynamik bleibt das Haushaltseinkommen pro Kopf unterdurchschnittlich. Das Erscheinungsbild der Schweizer Wirtschaft hat sich durch die Tertiarisierung in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Ausgehend von einer weitgehend agrarisch geprägten Wirtschaftsstruktur hat sich eine moderne Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft entwickelt. Die Schweizer Wirtschaft verzeichnete zwischen 1960 und 2008 ein Beschäftigungswachstum von rund 40%. Den grössten Wachstumsbeitrag leistete dabei der Dienstleistungssektor mit 57%, dem ein Rückgang im Primär- und Sekundärsektor gegenüberstand. 50 Jahre im Wallis: Tiefgreifender Strukturwandel Auch das Wallis erlebte zwischen 1960 und 2008 einen bedeutenden Strukturwandel war die Walliser Branchenstruktur weitgehend ausgewogen: die Landwirtschaft beschäftigte Swiss Issues Regionen 8

9 rund 26% der Erwerbstätigen, die Industrie 44% und der Dienstleistungssektor rund 30%. Knapp 50 Jahre später haben sich die Gewichte deutlich verschoben. Der Beschäftigungsanteil des Primärsektors liegt bei nur noch 5%, während im Sekundär- und Tertiärsektor 30% bzw. 65% aller Beschäftigten tätig sind. Die Branchenstruktur ist von zentraler Bedeutung für das Leistungspotential einer Region. Der Anteil von Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen im Kanton Wallis unterscheidet sich nicht stark von der nationalen Verteilung, allerdings mit regionalen Unterschieden. Weit überdurchschnittlich hohe Landwirtschaftsanteile bestehen noch in den Regionen Goms, Leuk und Martigny. Brig und Sion haben aufgrund ihrer Zentrumsfunktion einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Dienstleistungsbranchen, während Visp, Sierre und Monthey/St-Maurice industriell geprägte Wirtschaftsregionen sind. Diese Unterschiede in der Branchenstruktur spiegeln sich in einer grossen Bandbreite der Wertschöpfungsintensität wider. Die durchschnittliche Wirtschaftsleistung pro Beschäftigten reicht von 108'773 CHF in Leuk bis zu 159'324 CHF in der Region Monthey/St-Maurice, die sich als Standort der Spitzenindustrie positioniert. Swiss Issues Regionen 9

10 2 Land und Leute Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung seit 1960 Bevölkerungsstruktur und -entwicklung sind wichtige Aspekte regionaler Entwicklung. Die in der Schweiz sowie in anderen Industrieländern zunehmend stagnierenden Geburtenraten führen zu einem Rückgang des natürlichen Bevölkerungswachstums. Dadurch hat die Migration für die Bevölkerungsentwicklung an Bedeutung gewonnen. In der Schweiz ist die Zuwanderung schon lange ein wesentlicher Einflussfaktor der Bevölkerungsentwicklung. 2.1 Bevölkerungsentwicklung Die Bevölkerung in der Schweiz ist in den vergangenen 50 Jahren um insgesamt 43% gewachsen. Dies entspricht einer jährlichen Zunahme von durchschnittlich 0.7%. Die einzelnen Kantone haben sich dabei sehr unterschiedlich entwickelt. Das Wallis hat in dieser Zeitperiode ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum verzeichnet. Insgesamt hat die Bevölkerung um nahezu 73% zugenommen, was einer jährlichen Zuwachsrate von 1.1% entspricht. Deutliche regionale Unterschiede Innerhalb der Kantonsgrenzen zeigen sich regional jedoch deutliche Unterschiede (Abbildung 3). Während die Bevölkerung im Unterwallis insgesamt mehrheitlich gewachsen ist, sind insbesondere Oberwalliser Gemeinden allen voran in den Regionen Goms und Visp, zu grossen Teilen aber auch in Brig und Leuk von einem markanten Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet. Abbildung 3 Bevölkerungswachstum im Kanton Wallis, Glâne/ Veveyse La Gruyère Thun Berner Oberland-Ost nne Kandertal Vevey/Lavaux Pays d'enhaut Saanen/ Obersimmental Brig Goms Aigle Leuk Monthey/ St-Maurice Sierre Visp Sion Bevölkerungsentwicklung Martigny 0 105k m > 150% 70% - 150% 35% - 70% 0% - 35% - 35% - 0% < -35% Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Research, Geostat Swiss Issues Regionen 10

11 Das vergleichsweise hohe Bevölkerungswachstum in der Region Monthey/St-Maurice kann vor allem in der jüngsten Zeit auf den kontinuierlichen Siedlungsdruck und die ansteigenden Immobilienpreise in der Region Genfersee zurückgeführt werden. Absoluter Spitzenreiter ist die Gemeinde Collombey-Muraz, deren Bevölkerung zwischen 1960 und 2009 um nicht weniger als 315% von 1'679 auf 6'991 angestiegen ist. Stark geschrumpft ist im Vergleich die kleine Gemeinde Niederwald, deren Einwohnerzahl seit 1960 um nahezu zwei Drittel von ursprünglich 116 auf 42 zurückgegangen ist. Am stärksten ausgeprägt war der Rückgang jedoch in der Gemeinde Bourg-Saint-Pierre im sonst eher bevölkerungsstarken Unterwallis. Die Gemeinde hat einen Rückgang von 65% verzeichnet und zählt heute nur noch 180 Einwohner. Migration Entwicklungen und Massnahmen Viele Junge wollen im Dorf bleiben Abbildung 4 stellt die Entwicklung der Migration im Kanton Wallis seit 1990 dar. Insbesondere seit der Jahrtausendwende verzeichnet das Wallis neben der positiven internationalen Migration auch eine positive Bilanz der interkantonalen Migration. Somit sind in den vergangenen Jahren jeweils mehr Personen aus anderen Kantonen ins Wallis eingewandert als aus dem Kanton ausgewandert, was die Attraktivität des Kantons als Wohnregion widerspiegelt. Begünstigt wird diese Entwicklung auch durch die Positionierung einiger Walliser Standorte als Ausweichgebiet zum dichtbesiedelten Metropolitanraum Genf/Lausanne. Während sich der Kanton also insgesamt positiver Nettozuwanderung erfreut, kämpfen innerhalb der Kantonsgrenzen viele Berggemeinden mit der zunehmenden Abwanderung der Bevölkerung in die Täler. Grund für diese Entwicklung ist zum einen der Rückgang der Landwirtschaft und die zunehmende Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten in zentralen Talgemeinden. Aber auch die Infrastruktur Ausbildungsstätten, Einkaufsmöglichkeiten oder Einrichtungen der Freizeitgestaltung sowie die verkehrstechnische Erreichbarkeit sind Faktoren, die den Wegzug vor allem jüngerer Generationen aus abgelegenen Berggemeinden begünstigen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Zukunft der Berggemeinden zu sichern, hat in der Gemeinde Embd eine Arbeitsgruppe die Jugend zu den aus ihrer Sicht nötigen Voraussetzungen für ein attraktives Leben in den Bergdörfern befragt. Anders als erwartet brachte die Auswertung zutage, dass viele Jugendliche gerne in ihrem Dorf bleiben würden. Gemäss der Auswertung stehen für die Jungen die sichere Erreichbarkeit des Dorfs im Winter sowie moderner und erschwinglicher Wohnraum als zentrale Voraussetzungen für ein Leben im Dorf im Vordergrund. Ob das von der Gemeinde ausgearbeitete Vorprojekt zur Erstellung neuen Wohnraums am Ende auch tatsächlich realisiert wird, ist heute noch nicht absehbar. Dass laut den Ergebnissen aber eine Dreiviertelmehrheit der befragten Jugendlichen eigentlich in ihrem Dorf verbleiben möchte, lässt hoffen, dass es für die Berggemeinden eine Zukunft gibt. Abbildung 4 Migrationsbilanz des Kantons Wallis, Saldo in Personen 5'000 4'000 Interkantonal International Total 3'000 2'000 1' ' Quelle: Bundesamt für Statistik Swiss Issues Regionen 11

12 Rückläufige natürliche Bevölkerungsentwicklung Aufgrund rückläufiger Geburtenraten und der demographischen Alterung in modernen Gesellschaften wird das Bevölkerungswachstum in den meisten Kantonen der Schweiz zunehmend durch Migration getrieben. Auch im Wallis zeichnet sich die abnehmende natürliche Bevölkerungsentwicklung deutlich ab (Abbildung 5 und Abbildung 6). Abbildung 5 Natürliche Bevölkerungsentwicklung im Kanton Wallis und in Vergleichskantonen Geburtenüberschuss in Anzahl Personen, 1950/1960* vs Abbildung 6 Natürliche Bevölkerungsentwicklung im Kanton Wallis und in Vergleichskantonen Geburtenüberschuss pro 1'000 Personen, 1950/1960* vs '000 6' / / ' '000 3'000 2'000 1' '000 VS BE FR GR UR VD -2 VS BE FR GR UR VD Quelle: Bundesamt für Statistik * Jahresmittel, berechnet auf Basis der Zählperiode 1950/1960. Quelle: Bundesamt für Statistik * Jahresmittel, berechnet auf Basis der Zählperiode 1950/1960. Während der Geburtenüberschuss im Kanton Wallis 1960 noch bei knapp 2'000 Personen lag, betrug er 2009 nicht einmal mehr 500. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den Vergleichskantonen ab, mit Ausnahme des Kantons Waadt, wo der Geburtenüberschuss innerhalb der letzten 50 Jahre deutlich zugenommen hat. Ein möglicher Grund hierfür dürfte die zunehmende Wohnraumknappheit im Kanton Genf sein, die viele Familien veranlasst, auf das angrenzende Waadtland auszuweichen. "Fruchtbarste Gemeinden": Martigny und Sion Auch innerhalb der Kantonsgrenzen zeichnen sich deutliche regionale Unterschiede ab. Insbesondere im Ober- und Mittelwallis verzeichnen einige Gemeinden einen negativen Geburtenüberschuss. Über das gesamte Kantonsgebiet verteilt finden sich zahlreiche Gemeinden mit einem Geburtenüberschuss von null oder nur schwach positiver natürlicher Bevölkerungsbilanz. Martigny und Sion verzeichnen die grössten Geburtenüberschüsse und sind damit die mit Abstand "fruchtbarsten Gemeinden" des Kantons. Aber auch andere Unterwalliser Gemeinden weisen eine durchwegs positive natürliche Bevölkerungsbilanz auf. Das Bevölkerungswachstum bleibt in aller Regel nicht ohne Folgen für die Raumentwicklung, insbesondere für die Entwicklung der mit zunehmender Bevölkerung zusätzlich benötigten Siedlungsflächen. 2.2 Siedlungsentwicklung Schweiz: Siedlungsfläche wächst schneller als Bevölkerung Die haushälterische Nutzung des Bodens, eine gezielte Besiedlung, die Berücksichtigung von Umwelt, Bevölkerung und Wirtschaft sind Hauptanliegen des Raumplanungsgesetzes, das seit rund 30 Jahren in Kraft ist. Die hochgesteckten Ziele konnten jedoch nicht in geplantem Masse erreicht werden. Gesamtschweizerisch nimmt die Siedlungsfläche schneller zu als die Bevölkerung, wodurch das in der Bundesverfassung verankerte Ziel des haushälterischen Umgangs mit dem Boden verletzt wird. Vor allem politökonomische Forderungen behindern die ursprünglichen Planungsabsichten in der Siedlungsentwicklung. Der Wunsch von Familien nach Wohnraum im Grünen, tiefe Bodenpreise an den Agglomerationsrändern, der starke Anstieg an Einpersonenhaushalten sowie die Zunahme der Wohnfläche pro Person sind erschwerende Faktoren bei der Swiss Issues Regionen 12

13 Implementierung der Siedlungspolitik. Hinzu kommen die mangelnde interkommunale und interkantonale Zusammenarbeit in der Bauzonenpolitik sowie die Zweitwohnungspolitik in Tourismuskantonen wie dem Wallis. Siedlungsflächenwachstum auf Kosten der landwirtschaftlichen Nutzflächen Abbildung 7 zeigt die Entwicklung der Bodennutzung in den Wirtschaftsregionen des Wallis für die Periode Der wirtschaftliche Strukturwandel im ersten und zweiten Wirtschaftssektor widerspiegelt sich deutlich in der Bodennutzung. Das Wachstum der Siedlungsflächen hat vor allem auf Kosten der landwirtschaftlichen Nutzfläche stattgefunden. Die Auswertungen der Arealstatistiken 1979/1985 und 1992/1997 attestieren dem Kanton in dieser Periode einen insgesamt sparsamen Umgang mit der Ressource Boden. Lediglich in den Regionen Brig und Sitten überstieg das Wachstum der Siedlungsfläche bereits die Bevölkerungsdynamik. In den letzten Jahren hat sich das Siedlungswachstum in der Schweiz jedoch beschleunigt. Gemäss einer aktuellen Studie 2 wuchs das Siedlungsgebiet zwischen 1980 und 2002 jährlich noch um 13 km 2, verdoppelte sich dann jedoch zwischen 2002 und In dieser Periode wuchs die Siedlungsfläche in 23 von 26 Kantonen schneller als die Bevölkerung. Das Tessin, der Kanton Zug und das Wallis verzeichneten in diesem Zeitraum das höchste Siedlungswachstum. Abbildung 7 Entwicklung der Bodennutzung, Veränderung der Bodenflächen zwischen 1979/1985 und 1992/1997, in Prozent Bevölkerungsentwicklung , in Prozent 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% -10% -20% -30% -40% CH Goms Visp Martigny Leuk Sierre Brig VS Monthey/ St- Maurice Siedlungsfläche Landwirtschaftliche Nutzfläche Bestockte Fläche Unproduktive Fläche Bevölkerung Sion Quelle: Bundesamt für Raumentwicklung, Credit Suisse Economic Research Anspruch auf Siedlungsfläche schweizweit gestiegen Abbildung 8 zeigt die Entwicklung der Siedlungsfläche pro Einwohner. Die Siedlungsfläche umfasst dabei nicht nur Gebäude- und Industrieareale, sondern auch die Verkehrsinfrastruktur, Grünanlagen und besondere Siedlungsflächen wie Ent- und Versorgungsanlagen. Ein Wachstum der Siedlungsfläche führt also unter anderem auch zu hohen Infrastruktur- und Unterhaltskosten. Der Anspruch an Siedlungsfläche pro Einwohner ist in nahezu allen Kantonen gestiegen formulierte der Bundesrat das Ziel, die bebaute Fläche auf 400 m 2 pro Einwohner zu begrenzen, um die Ansprüche an die begrenzten Bodenressourcen zu stabilisieren. Die disperse Siedlungsstruktur des Wallis kommt in den vergleichsweise hohen Werten deutlich zum Ausdruck. 2 Müller-Jentsch, D., L. Rühli (2010): "Siedlungsentwicklung und Siedlungssteuerung in den Kantonen". Swiss Issues Regionen 13

14 Abbildung 8 Siedlungsfläche pro Einwohner in den Kantonen Fläche in Quadratmetern pro Einwohner / / BS GE ZH BL ZG NE LU AR BE SG SO NW SZ SH AG GL VD TI AI UR OW TG FR JU VS GR CH Quelle: Bundesamt für Statistik Regionale Unterschiede in der Siedlungsdichte Abbildung 9 veranschaulicht die Entwicklung der Siedlungsdichte 3 in den Walliser Wirtschaftsregionen. Visp, Sion und Brig sind die am dichtesten besiedelten Wirtschaftsregionen im Kanton. Im intrakantonalen Vergleich ist Sion zwar rund doppelt so dicht besiedelt wie das Goms, national betrachtet aber nur halb so dicht wie der Kanton Zürich. Abbildung 9 Siedlungsdichte der Walliser Wirtschaftsregionen und der Vergleichskantone, Anzahl Einwohner pro nutzbarer Siedlungsfläche, in Hektaren Abbildung 10 Siedlungsfläche und Bevölkerungsdynamik in 55 Walliser Gemeinden Bevölkerungswachstum , in Prozent; Wachstum der Siedlungsfläche 1979/ / Goms Martigny GR Leuk Monthey/St-Maurice Sierre VS Visp Sion VD Brig CH ZH Entwicklung der Siedlungsfläche Mase Konstanter Flächenverbrauch Veyras Wiler (Lötschen) Kippel pro Einwohner 0.8 Varen Albinen Salgesch Saint-Léonard Guttet-Feschel Montana Sierre Sion Ayent Leukerbad Vernamiège Nax 0.2 Veysonnaz Saint-Gingolph Chermignon 0 Ferden Saint-Maurice Bevölkerungswachstum Siedlungsdichte 1980 Siedlungsdichte 1997 Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Research Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Research Ziel des haushälterischen Umgangs mit Boden teilweise verletzt Abbildung 10 stellt die Bevölkerungsdynamik der Siedlungsflächenentwicklung gegenüber. 4 Auf der Horizontalen ist das Bevölkerungswachstum abgetragen, auf der Vertikalen die Veränderung der Siedlungsfläche im gleichen Zeitraum. In 21 von 55 Gemeinden wächst die Siedlungsfläche schneller als die Bevölkerung. Die vorliegenden Daten erlauben jedoch keine 3 Darunter versteht man die Anzahl Einwohner pro Siedlungsfläche. 4 Da die Erhebung der Arealstatistik 2004/2009 zum Zeitpunkt der Verfassung der vorliegenden Studie noch nicht abgeschlossen ist, liegen für das Wallis nur Zahlen für 55 Gemeinden vor. Swiss Issues Regionen 14

15 Rückschlüsse darauf, ob dieser überproportionale Verbrauch auf die touristische Bedeutung von Gemeinden zurückzuführen ist oder ob er das Resultat des hohen Wachstums der Wohnbevölkerung ist. Als typischer Tourismuskanton verzeichnet das Wallis einen hohen Anteil an Zweitwohnungen. Exemplarisch hierfür ist das Goms, wo es mehr Wohnungen als Einwohner gibt. Der hohe Anteil an Zweitwohnungen verlangt eine gute Infrastruktur. Die Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Müllabfuhr etc. muss auf die Spitzenkapazitäten ausgerichtet werden und ist ausserhalb der Hauptsaison überdimensioniert. Auf die spezifischen Chancen und Risiken, die mit dem Zweitwohnungsmarkt verbunden sind, wird in Kapitel 8 vertieft eingegangen. Swiss Issues Regionen 15

16 3 50 Jahre Walliser Wirtschaft ein wirtschaftshistorischer Rückblick Der Kanton Wallis hat in den vergangenen 50 Jahren einen enormen wirtschaftlichen Wandel erlebt. In seinen Ursprüngen war das Wallis lange Zeit überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Im Zuge der Industrialisierung, die insgesamt erst spät einsetzte, haben sich bedeutende Industrieunternehmen im Wallis angesiedelt, die die wirtschaftliche Struktur nachhaltig geprägt haben. Obwohl das Wallis heute im Vergleich noch leicht überdurchschnittlich industriell geprägt ist, hat auch die Tertiarisierung und damit der Schritt zur modernen Dienstleistungsgesellschaft im Alpenkanton längst Einzug gehalten. Bereits heute arbeiten rund 65% der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor, was nahezu dem Schweizer Durchschnitt entspricht. 3.1 Das Wallis im Ursprung ein Agrarkanton Als alpiner Kanton war das Wallis lange Zeit stark von der Landwirtschaft geprägt. Dieser Umstand hielt noch bis weit ins 19. Jahrhundert an. Verglichen mit dem Rest der Schweiz setzte die Industrialisierung im Wallis erst relativ spät ein. In einem Verwaltungsbericht der Walliser Regierung aus dem Jahr 1899 heisst es: "Unser Kanton, der vor allem ein landwirtschaftlicher ist, hat im Bereich der Industrie noch wenig Fortschritte erzielt: Diese Quelle des Wohlstands ist von unserer einheimischen Bevölkerung lange Zeit vernachlässigt worden." 5 Auch an der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen zeichnet sich die späte industrielle Entwicklung des Bergkantons deutlich ab. So waren 1888 noch rund drei Viertel (76.4%) der gesamten Erwerbsbevölkerung in der Landwirtschaft (inkl. Forstwirtschaft) tätig. Bis 1950 reduzierte sich der Anteil auf 42% und schrumpfte in den darauffolgenden 10 Jahren gar auf 25%. Zwischen 1888 und 1960 hat sich der Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft also von über drei Viertel auf ein Viertel reduziert. Trotz dieses drastischen Rückgangs wies das Wallis 1960 im Vergleich zu angrenzenden Kantonen noch eine deutlich starke Ausprägung der Landwirtschaft auf. Einzig der benachbarte Kanton Freiburg verzeichnete mit rund 28% einen noch höheren Beschäftigungsanteil im Primärsektor. In der betrachteten Zeitspanne ist die Beschäftigung im Bereich Handel und Industrie anteilsmässig von 12.6% auf 40.9% angestiegen. Der ebenfalls deutliche Anstieg von 11% auf rund 34% im Bereich der "übrigen Berufe" wie z.b. dem Bank- oder Versicherungswesen, dem Gast- oder Baugewerbe zeigt jedoch, dass der Rückgang in der Landwirtschaft nicht alleine durch die Industrie kompensiert wurde. Wallis: Stärkster Rückgang der Landwirtschaft Abbildung 11 stellt die Entwicklung der Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft für das Wallis und einige Vergleichskantone dar. Das Wallis hat dabei, über den gesamten Zeitraum betrachtet, mit -83% den grössten Rückgang der landwirtschaftlichen Beschäftigung verzeichnet. Auch in den letzten 50 Jahren weist der Kanton Wallis im Vergleich mit den anderen Kantonen die deutlichste Abnahme (knapp 70%) auf waren im Wallis nur noch rund 5'700 Personen im Primärsektor tätig. Dies entspricht einem Anteil von weniger als 5%. Dieser liegt zwar noch deutlich über dem Schweizer Mittel (3.25%), andere Kantone wie Freiburg, Uri oder Graubünden sind heute jedoch stärker von der Landwirtschaft geprägt als das Wallis. 5 Kaufmann, B. (1965): " Die Entwicklung des Wallis vom Agrar- zum Industriekanton". Swiss Issues Regionen 16

17 Abbildung 11 Berufstätige in der Land- und Forstwirtschaft, Anzahl Berufstätige 100'000 90'000 80'000 70'000 60'000 50'000 40'000 30'000 20'000 10'000 0 UR BE FR GR VS VD Quelle: Bundesamt für Statistik, Credit Suisse Economic Research Der Rückgang der Landwirtschaft manifestiert sich auch in der Entwicklung der Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe. Wie Abbildung 12 zeigt, hat das Wallis von allen betrachteten Kantonen in den vergangenen 50 Jahren den grössten Rückgang verzeichnet. Schweizweit ist die Zahl der Betriebe seit 1969 um rund 60% geschrumpft. Das Wallis liegt mit einem Verlust von knapp drei Viertel seiner Betriebe somit deutlich über dem Schweizer Mittel. Abbildung 12 Anzahl Landwirtschaftsbetriebe, Kanton Veränderung (in Prozent) VS 15'741 4' % GR 8'539 2' % FR 8'442 3' % BE 30'395 12' % Schweiz 149'306 60' % VD 9'896 4' % UR 1' % Quelle: Bundesamt für Statistik Abbildung 13 stellt den Anteil der Landwirtschaftsbetriebe, gemessen am Total in der Schweiz, für die Jahre 1969 und 2009 dar. Während der relative Anteil der Betriebe in den Vergleichskantonen nahezu unverändert geblieben ist, ist im Wallis die Anzahl der Betriebe in der betrachteten Zeitspanne deutlich stärker zurückgegangen als im Schweizer Mittel. Swiss Issues Regionen 17

18 Abbildung 13 Anteil der Landwirtschaftsbetriebe in den Kantonen, 1969/2009 Gemessen am Total der landwirtschaftlichen Betriebe in der Schweiz, in Prozent 25% 20% % 10% 5% 0% BE UR FR GR VD VS Quelle: Bundesamt für Statistik Wallis: Nebenberufliche Bauern dominieren Eine Besonderheit der Walliser Landwirtschaft ist unweigerlich die Klasse der sog. Arbeiter- Bauern, die sich im Zuge der industriellen Entwicklung herausgebildet hat (siehe dazu auch Textbox "Der Arbeiter-Bauer eine Walliser Erscheinung"). Der Arbeiter-Bauer zeichnet sich dadurch aus, dass er sowohl einer Erwerbstätigkeit in der Industrie als auch einer Beschäftigung in der Landwirtschaft nachgeht. Dass die Arbeiter-Bauern bzw. die nebenberufliche landwirtschaftliche Tätigkeit vor allem im Kanton Wallis schon früher von Bedeutung waren, verdeutlicht ein Vergleich der Anzahl hauptberuflicher Landwirtschaftsbetriebe, gemessen am Total der landwirtschaftlichen Betriebe (Abbildung 14). Abbildung 14 Anteil hauptberufliche Landwirtschaftsbetriebe Anteil am Total der Landwirtschaftsbetriebe, in Prozent 80% 70% % 50% 40% 30% 20% 10% 0% BE UR FR GR VD VS CH Quelle: Bundesamt für Statistik Von den rund 16'000 Betrieben, die 1969 im Kanton Wallis existierten, wurden nur gerade etwas mehr als 2'500 von hauptberuflichen Landwirten geführt, was einem Anteil von 17% entspricht. Die verbleibenden 83% der Betriebe wurden im Wallis somit von Landwirten nebenberuflich geführt. Ein Vergleich zeigt, dass in allen anderen Kantonen bereits 1969 eine deutliche Swiss Issues Regionen 18

19 Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe von hauptberuflichen Bauern unterhalten wurden. Obwohl der Anteil der hauptberuflichen Landwirtschaftsbetriebe zwischen 1969 und 2009 im Wallis zugenommen hat, werden auch heute noch über 50% der Landwirtschaftsbetriebe nebenberuflich bewirtschaftet. Der Arbeiter-Bauer eine Walliser Erscheinung Die "Vorsicht" der Bevölkerung gegenüber der Industrialisierung manifestierte sich im Wallis im Umstand, dass viele Arbeiter mit der Landwirtschaft verbunden geblieben sind, indem sie neben der Anstellung in einem industriellen Betrieb weiterhin auch einer landwirtschaftlichen Tätigkeit nachgingen. Dadurch entstand die für das Wallis charakteristische Klasse der sog. "Arbeiter-Bauern". Auf diese Weise konnte die Bevölkerung die Abhängigkeit des Erwerbseinkommens von der stark konjunkturell abhängigen industriellen Tätigkeit und damit auch das Risiko des Erwerbs(einkommens)ausfalls reduzieren. Darüber hinaus erlaubte die Weiterführung der landwirtschaftlichen Tätigkeit den Familien, den Bezug zu ihrer Heimatgemeinde aufrechtzuerhalten. Aber auch für die Unternehmen zahlte sich diese Entwicklung aus, zumal sie die Löhne auf diese Weise vergleichsweise tief halten konnten. Auch verfügten die Bauern für die körperlich harte Arbeit in den Fabriken dank ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit über eine optimale physische Konstitution, wovon die Firmen profitierten. Schliesslich vermochte dieses "Doppelleben" auch die in vielen anderen alpinen Kantonen existierende Bergflucht der Bevölkerung einzudämmen, wenn auch nicht gänzlich zu verhindern. Der "Ouvrier-Paysan" verdankt seine Existenz nicht zuletzt auch spezifischen charakteristischen Merkmalen, die dem Walliser nachgesagt werden. Insbesondere seine häufig dokumentierte Eigenschaft, der "Scholle treu" zu sein, dürfte den nebenberuflichen Bauern auszeichnen. Neben seinen Vorzügen wird dem nebenberuflichen Bauer jedoch auch eine gewisse Verschlossenheit gegenüber Reformen nachgesagt. Deutlicher Anstieg der landwirtschaftlichen Nutzfläche pro Betrieb Mit dem Rückgang der Anzahl Landwirtschaftsbetriebe ist gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzfläche pro Betrieb angestiegen. Abbildung 15 veranschaulicht diesen Anstieg für alle Walliser Bezirke. In Raron ist die betriebliche Nutzfläche zwischen 1969 und 2008 von ursprünglich rund 3.5 Hektaren pro Betrieb auf nahezu 25 Hektaren angestiegen, was einem Wachstum von über 600% entspricht. Obwohl im Wallis auch heute noch die kleinen Betriebe die Struktur des Agrarsektors dominieren, ist die Zahl der Kleinbetriebe seit 2003 markant gesunken. 53% der Betriebe, die seither geschlossen wurden, waren Kleinbetriebe mit weniger als 3 Hektaren Nutzfläche. Dies kann in erster Linie auf Gesetzesänderungen zurückgeführt werden, insbesondere Anpassungen in der Vergabe von Direktzahlungen sowie rückläufige Bundeshilfen für Kleinbetriebe. Abbildung 15 Veränderung der betrieblichen Nutzfläche im Wallis, 1969/2008 Landwirtschaftliche Nutzfläche in Hektaren pro Betrieb, nach Bezirken Brig Conthey Entremont Goms Hérens Leuk Martigny Monthey Raron St-Maurice Sierre Sion Visp Quelle: Statistisches Amt des Kantons Wallis Swiss Issues Regionen 19

20 Die knapp 4'300 Landwirtschaftsbetriebe, die heute im Kanton Wallis noch existieren, sind nahezu gleichmässig über das Ober-, Mittel- und Unterwallis verteilt. Abbildung 16 stellt die Verteilung der Landwirtschaftsbetriebe auf Gemeindeebene dar. Sämtliche Gemeinden mit mehr als 100 Betrieben befinden sich im Mittel- und Unterwallis, während im Oberwallis keine Gemeinde mit mehr als 75 Betrieben existiert. Während es beispielsweise in Zwischbergen oder Niederwald heute nur noch jeweils einen landwirtschaftlichen Betrieb gibt, sind es in den Gemeinden Fully, Savièse oder Conthey noch nahezu 200. Mit einer betrieblichen Nutzfläche von durchschnittlich über 4'000 Aren sind die Oberwalliser Betriebe jedoch um ein Vielfaches grösser. Abbildung 16 Anzahl Landwirtschaftsbetriebe im Wallis, 2008 Anzahl der Betriebe in den Gemeinden, 2008 Glâne/ Veveyse Bulle La Gruyère Thun Grindelwald BernerOberland-Ost nne nne Vevey/Lavaux Vevey Montreux Pays d'enhaut Gstaad Saanen/ Obersimmental Kandertal Kandersteg Goms Oberwald Brig Aigle Aigle Leuk Brig-Glis Sierre Visp Monthey Conthey Monthey/ St-Maurice Sion Sierre Visp Martigny Verbier Martigny 0 105k m Zermatt Anzahl Betriebe Wirtschaftsregionen Quelle: Statistisches Amt des Kantons Wallis, Credit Suisse Economic Research, Geostat Das Wallis: Wein- und Obstkammer der Schweiz Der Weinbau hat eine gleichermassen lange wie erfolgreiche Tradition im Kanton Wallis. Nicht umsonst wird das Wallis auch als Wein- und Obstkammer der Schweiz bezeichnet und der Weinbau als die Königin der Walliser Kulturen. Rund 35% der gesamten Rebflächen in der Schweiz liegen im Kanton Wallis. Damit ist er mit Abstand der bedeutendste Weinbaukanton der Schweiz (Abbildung 17). Dies zeigt sich auch am prozentualen Anteil der Weinproduktion (Abbildung 18). Mit einem Anteil von durchschnittlich rund 40% an der inländischen Weinproduktion übernimmt das Wallis eine führende Rolle unter den Kantonen. Wie aus Abbildung 18 weiter ersichtlich, hat sich dieser Anteil in den vergangenen 15 Jahren kaum verändert, was den Erfolg und die Bedeutung der Walliser Weintradition zusätzlich unterstreicht. Auch innerhalb des Kantons nimmt der Weinbau eine zentrale Stellung ein, werden im Wallis doch rund 10% der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Rebbau genutzt. Swiss Issues Regionen 20

21 Abbildung 17 Rebfläche der Kantone, 2009 Anteil am Total der Schweiz, in Prozent 20.1% VS 34.2% VD 4.1% 7.0% GE TI ZH 8.7% Übrige* 25.8% Quelle: Bundesamt für Statistik Wallis liefert 98% der Schweizer Aprikosen Neben der Weinproduktion ist das Wallis auch ein wichtiger Früchteproduzent für die Schweiz. So wird hierzulande rund ein Drittel der Äpfel, knapp die Hälfte der Birnen und nahezu 100% der Aprikosen im Wallis produziert. Insgesamt produzieren die Walliser Betriebe jedes Jahr knapp 70'000 Tonnen Früchte (Abbildung 19). Dazu werden rund 6% der landwirtschaftlichen Nutzflächen für Obstkulturen verwendet. Abbildung 18 Walliser Weinproduktion, Anteil an der Gesamtproduktion in der Schweiz, in Prozent 45% 40% 35% 30% 25% 20% 15% 10% 5% 0% Quelle: Statistisches Amt des Kantons Wallis Mit einem Anteil von knapp zwei Dritteln an der Gesamtproduktion ist die Apfelproduktion mit Abstand der grösste Zweig der Walliser Obstkulturen. Gemessen am Anteil an der Gesamtproduktion hat sich seit 1970 in der Früchteproduktion des Wallis nur wenig verändert. Die Apfelproduktion hat zusätzlich an Gewicht dazu gewonnen, während der Anbau von Erdbeeren und Swiss Issues Regionen 21

22 Himbeeren deutlich zurückgegangen ist. Die Erdbeerproduktion hat sich zwischen 1970 und 2009 mehr als halbiert; die Produktion von Himbeeren sank 2009 auf ein Drittel der Produktion von Abbildung 19 Früchteproduktion im Kanton Wallis, Total aller Früchte, in 1'000 kg Abbildung 20 Früchteproduktion im Kanton Wallis, 2009 Anteil an der Gesamtproduktion, in Prozent 80'000 70'000 Total Früchte 1.0% 0.3% 1.0% 12.9% Erdbeeren 60'000 Himbeeren 50'000 40' % 22.3% Verschiedene Früchte Aprikosen Birnen 30'000 Äpfel 20' Quelle: Statistisches Amt des Kantons Wallis Quelle: Statistisches Amt des Kantons Wallis Obwohl die Aprikose nicht der Spitzenreiter der Walliser Früchteproduktion ist (Abbildung 20), gilt sie als eines der Vorzeigeprodukte des Wallis. Dank finanzieller Investitionen in die Diversifizierung in verschiedene Sorten konnte im vergangenen Jahrzehnt der Bruttoertrag aus dem Aprikosenanbau mehr als verdoppelt werden. Quelle: Schweizerische Vereinigung der AOC-IGP Swiss Issues Regionen 22

23 3.2 Die Industrie im Wallis Späte Industrialisierung in zwei Wellen Jahrhundertwende: Ansiedlung der "Grossen Drei" Aktive Förderung der Industrialisierung Baubranche treibt Wachstum des Sekundärsektors Kaum Frauen in der Industrie Die Industrialisierung setzte im Wallis vergleichsweise spät ein. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg war die Walliser Wirtschaft noch stark auf Landwirtschaft ausgerichtet, insbesondere getragen durch Obstkulturen und Weinberge. Das Fehlen qualifizierter Arbeitskräfte sowie der fehlende Kapitalzugang erwiesen sich dabei wie in anderen agrarisch geprägten Kantonen als besonders hinderlich für den Industrialisierungsprozess. Eine erste frühe Industrialisierungsphase setzte mit der Ansiedlung einiger kleinerer und mittelgrosser Industrien im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein auch im Zuge des Baus der Eisenbahnlinie von Le Bouveret nach Sion und Brig. Dazu zählten Konservenfabriken, die Tabakindustrie, aber auch die Schmuckherstellung oder Sprengstofffabriken. Eine neue Phase der Industrialisierung setzte in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts mit der Nutzung der Elektrizität und den entdeckten Möglichkeiten der Wasserkraft ein. Zu den um die Jahrhundertwende entscheidenden Standortfaktoren der alpinen Kantone zählte neben dem vergleichsweise tiefen Lohnniveau insbesondere die Verfügbarkeit von Wasserläufen wurde die erste Konzession zur Nutzung des Wassers der Rhone bei St-Maurice erteilt. Das erste Elektrizitätswerk entstand 1893 bei Zermatt. In den darauffolgenden Jahren wurden zahlreiche Kraftwerke errichtet existierten im Wallis bereits 32 Kraftwerke, die rund ein Fünftel der gesamten Leistung in der Schweiz erbrachten. Als Folge siedelten sich energieintensive Grossbetriebe an, die die Industriestruktur des Kantons noch heute prägen errichtete das Unternehmen Lonza ein Kraftwerk und eine Karbidfabrik in Gampel wurde ein elektrochemischer Betrieb in Monthey die spätere Ciba gegründet nahm das Werk der Schaffhauser Aluminium-Industrie AG (AIAG), die künftige Alusuisse, den Betrieb in Chippis-Sierre auf. Den Industrialisierungsprozess vorangetrieben hat insbesondere auch der Bau der grossen Eisenbahntransversalen Simplon und Lötschberg. Die zweite starke Industrialisierungswelle erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Zeit der Hochkonjunktur, im Anschluss an die Landwirtschaftskrise der Jahre 1948 bis Während im Wallis vor dem Ersten Weltkrieg noch grosses Misstrauen gegenüber der Industrie vorherrschte, wurde die Industrialisierung nach der Agrarkrise zunehmend als positiv und für die Modernisierung des Kantons notwendig gesehen reichte der Walliser Nationalrat Paul de Courten gar ein Postulat ein, in dem der Bund aufgefordert wurde, Massnahmen zur industriellen Dezentralisation und verstärkten Industrialisierung des Berggebiets zu ergreifen. Mit der im darauffolgenden Jahr gegründeten Walliser Vereinigung für wirtschaftliche und soziale Forschungen (Société valaisanne de recherches économiques et sociales, SVRES), die die Industrieentwicklung massgeblich förderte, begann im Wallis eine neue Ära der Wirtschaftspolitik. Auch das 1952 eingeführte Finanzgesetz, das Industriebetrieben in den ersten zehn Jahren Steuerfreiheit zugestand, war ein wichtiges Instrument der Industrieförderung. Die industrielle Entwicklung bescherte dem Wallis ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, das bis in die 1970er Jahre andauerte. Die folgende Rezession der 70er Jahre traf die Walliser Wirtschaft jedoch vergleichsweise hart. Zahlreiche Betriebe mussten geschlossen werden, Entlassungen und Verlagerungen der Produktion ins Ausland waren unumgänglich. Nach 1980 kehrten die drei Grossen der Industrie aber wieder auf den Wachstumskurs zurück, errichteten neue Anlagen und schafften so neue Arbeitsplätze. Zur Entwicklung des Sekundärsektors im Wallis hat die Baubranche massgeblich beigetragen. Deren Bedeutung wiederum ist im Wallis seit jeher vom für den Kanton ebenfalls wichtigen Tourismus getrieben. Da dieser Bereich stark von der konjunkturellen Lage abhängt, ist das verarbeitende Gewerbe besonders krisenanfällig. Die starke Abhängigkeit von der Baubranche gehört daher zu den Herausforderungen des Sekundärsektors im Wallis. Ein ebenfalls für das Wallis charakteristisches Merkmal war der im Vergleich zu anderen Kantonen deutlich tiefere Anteil der beschäftigten Frauen im Industriesektor. Dies kann insbesondere auf den Umstand zurückgeführt werden, dass im Wallis stets die Schwerindustrie allen voran die Chemie, die Elektrolyse und die Metallverarbeitung den Sektor dominiert hat. Stark von Frauen geprägte Branchen wie beispielsweise die Textilindustrie haben in der Region kaum Fuss gefasst. Swiss Issues Regionen 23

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